Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 102689
Eingetragen
28.3.1983
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von hebetechnischen Anlagen, insbesondere von Ladebordwänden für Nutzfahrzeuge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kimmann
seit 7.11.2014
Prokura
Tobias Christian Bär
seit 14.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
91.50%
J**** B**
1.70%
E**** B**
1.70%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bär Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gerd Bär GmbH

Heilbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gerd Bär GmbH steht mit der Marke Bär Cargolift für Innovation und technisch hochwertige Hubladebühnen im Premiumsegment. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben seit über 40 Jahren unsere "Bär-Cargolifts" für unsere Kunden im In- und Ausland.

1.2 Forschung und Entwicklung

Auch im Jahr 2023 wurden Entwicklungsprojekte mit dem Fokus auf Innovation bearbeitet.

In der Hauptsache wurde an unserer neuen Produktlinie "BÄR-Lift" gearbeitet. Als erster Vertreter dieser Familie wurde der BC 150 S entwickelt und zugelassen. Damit konnte das BÄR-Produktportfolio um einen standardisierten Flächenmarktlift erweitert werden, der uns weitere Marktanteile ermöglichen soll.

Zudem wurde auch wieder an Innovationsthemen im Bereich der Sicherheitstechnologie wie zum Beispiel im Bereich der Gefahrenerkennung und der Beleuchtung gearbeitet.

In der Entwicklung wurden 13 Mitarbeiter beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Berichtsjahr trotz geopolitischer Krisen stabiler als ursprünglich erwartet. Die internationalen Lieferketten haben sich weitestgehend stabilisiert, die COVID-19-Beschränkungen wurden aufgehoben. Regionale und sektorale Lieferengpässe führten aber weiterhin zu Einschränkungen. Die realwirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs haben sich im Vergleich zu 2022 abgeschwächt, was sich hauptsächlich in verringerten Energiepreisen widerspiegelte. Auch eine zunächst befürchtete Gasmangellage in Europa ist nicht eingetroffen. Insgesamt verringerte sich der globale Preisdruck im abgelaufenen Berichtsjahr, wenngleich die Inflationsraten noch deutlich über den Zielwerten der Zentralbanken lagen. Weltweit betrug die Inflation im Jahresdurchschnitt 2023 rund 5,5% und führte damit zu einem weiterhin restriktiven geldpolitischen Umfeld.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im abgelaufenen Berichtsjahr um gut 2,5% zu.

In der Eurozone entspannte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 die Lage auf den Energiemärkten, was sich in verringerten Preisen für Rohöl, Gas und Strom widerspiegelte. Allerdings blieb die Inflation im Gesamtjahr 2023 mit 5,4% über dem Zielwert, sodass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im Jahresverlauf weiter anhob. Zum Ende des Jahres lag dieser bei 4,5%. Insgesamt zeigte sich in der Eurozone mit einem Wachstum von lediglich 0,5% ein deutlicher wirtschaftlicher Abschwung im Vergleich zu 2022, wobei dieser regional unterschiedlich ausgeprägt war: So verringerte sich die Leistung der deutschen Volkswirtschaft um 0,1%.

Der für uns bei der Aluminiumbeschaffung relevante Kurs des US-Dollars zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,05 und 1,13. Zum Jahresende war der Euro rund 4% stärker als zum Jahresabschluss 2022.

Zwar lag das Marktvolumen bei den Nutzfahrzeugen in der Region EU30 noch unterhalb des Vor-Pandemie-Niveaus, zeigte allerdings einen starken Zuwachs von 20% gegenüber dem Vorjahr.

Die Gerd Bär GmbH konnte 2023 das gute Absatzniveau von 2022 um ca. 6,0% überschreiten. Das Wachstum gelang insbesondere in den DACH-Märkten und in Osteuropa. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Marktanteile in Deutschland, als auch in Europa gegenüber dem Vorjahr halten konnten.

2.2 Geschäftsverlauf

Nach einem starken ersten Quartal, zeigte sich das Jahr hinsichtlich der Verteilung der Auftragseingänge wieder in der Vorkrisen-Struktur. Die Inflation blieb uns bis in den Herbst hinein erhalten und erzeugt Druck auf die Einkaufspreise und auf die Investitionsfreude unserer Kunden - was zu einem Abschmelzen des Auftragsbestandes im zweiten und dritten Quartal führte. Die steigenden Zinsen hemmten unsere Kunden zudem bei Ihren Investitionsentscheidungen.

Der Ukraine-Krieg brachte unsere Cargolift-Lieferungen nach Russland sanktionsbedingt vollständig zum Erliegen. Auch Ersatzteile waren ab März 2023 Bestandteil der Sanktionslisten und so erfolgte ab April keinerlei Warenlieferung mehr nach Russland.

In unseren Stammmärkten in DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Westeuropa erhöhten sich die Absätze um 9,4%.

Außerhalb Europas - ohne die Russische Föderation - wurde das Absatzniveau des Vorjahres erreicht.

Daher ist es umso erfreulicher, dass in Summe der Vorjahresabsatz und -umsatz überschritten werden konnte.

Im Aftersales- / Ersatzteilbereich konnte nach der Umsatzerholung des Vorjahres der Umsatz erneut deutlich gesteigert werden (+6,9%). Dies begründet sich einerseits in den inflationsbedingt höheren Verkaufspreisen, als auch in echten Mengensteigerungen.

Auf Gesamtunternehmensebene konnten im Geschäftsjahr 2023 Brutto-Umsatzerlöse von 92,6 Mio. € erzielt werden. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 14,2 Mio. € (+18%).

Daraus schließen wir bei gleichzeitig preisbedingter Erweiterung des Marktvolumens, dass wir unsere Marktführerschaft in Deutschland mit ca. 29% verteidigen konnten und europaweit weiterhin auf Platz 2 im Hinblick auf den Absatz von Hubladebühnen stehen.

Kostenseitig blieb der gesamte Beschaffungsmarkt weiterhin angespannt. Die Rohstoffpreise für Aluminium, Stahl und Kupfer reduzierten sich gegenüber den Höchstständen aus 2022, wie von uns aber projiziert und geplant, zeigte sich keine Reduzierung auf das Vorkrisenniveau und so planten und kalkulierten wir 2023 mit einem "neuen Normal".

Bei energieintensiven Produkten konnte in 2023 eine Reduzierung der Einkaufspreise gegenüber 2022 erreicht werden, wohingegen der Preisauftrieb bei den personalintensiven Produkten - bedingt durch erhebliche Tariferhöhungen insbesondere in Deutschland - die Einkaufspreise doch deutlich nach oben getrieben haben.

Die Engpässe auf den Beschaffungsmärkten lösten sich nahezu wieder auf, auch wenn die die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Frachter im Roten Meer und im Suez-Kanal zu einer Verlängerung der Lieferzeiten für unsere aus Asien bezogenen Einkaufsteile geführt hat.

Durch sehr weitsichtiges Rohstoff- und Teilemanagement konnte die Versorgung unserer Hauptkomponenten wie Aggregate, Zylinder, Aluminiumprofile, Kabel und Halbleiter weiterhin abgesichert werden. Die Preisabsicherung wurde über Rahmenverträge und Rohwaren-Swaps sichergestellt.

Trotz der preislich weiterhin angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten, konnte auf Grund der deutlichen Umsatzsteigerungen und obiger Maßnahmen ein gutes Ergebnis erreicht werden. So konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von ca. 3,5 Mio. € abgeschlossen werden. Dies ist hinsichtlich der Gesamtsituation ein sehr gutes Ergebnis.

Wie bereits im Vorjahr waren die durch die Geschäftsleitung getroffene Maßnahmen immer auch liquiditätssichernd. Sehr gutes Inkassomanagement, striktes Kostenmanagement und besonders die Verkaufspreispolitik führten zu einem deutlich positiven Cash-Flow, der den Fremdkapitalanteil deutlich reduzierte.

Die Gerd Bär GmbH hat per 31. Dezember 2023 248 Mitarbeiter - inklusive Leiharbeiter - am Standort Heilbronn (Vorjahr 249) beschäftigt. Dabei wurden 22 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Im Jahr 2023 konnte in Folge der zuvor beschriebenen, vielfältigen Maßnahmen ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3.505T€ erreicht werden.

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich um 18% gesteigert werden.

Der Materialaufwand betrug mit 59,3 Mio. € ca. 64% der Gesamtleistung. Im Vorjahr waren es noch 66% gewesen. Absolut wurde 6,5 Mio. € mehr für Einkaufsmaterial ausgegeben. Der im Vorjahr ausgewiesene Bestandsaufbau konnte vollständig zurückgeführt werden.

Die Personalkosten lagen mit 16,1 Mio. € um 0,7 Mio. € über dem Vorjahr. Dies ist auf die umgesetzte Tariferhöhung und auf die zweimalige Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Belegschaft begründet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die allgemeinen Verwaltungskosten im Vorjahresvergleich um ca. 1,5 Mio. €. Gründe hierfür sind unter anderem die gestiegene Anzahl der Leiharbeiter und eine Erhöhung der IT-Kosten zur Vorbereitung des Upgrades unseres ERP-Systems. Zudem mussten die Forderungen an unsere russische Schwestergesellschaft wertberichtigt werden.

2.3.2 Finanzlage

Die Liquiditätssituation konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Der verbesserte Rohertrag ist hier an erster Stelle zu nennen. Zudem konnte der Lagerbestand um 1,0 Mio. € vermindert werden. So ist es uns gelungen, die 2022 zur Liquiditätsüberbrückung aufgenommenen Termingelder vollständig zurückzubezahlen.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ca. 30,0 Mio. €. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 81,0 % (VJ: 71,4 %).

Der Verschuldungsgrad beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 19,0% (VJ 28,6 %).

Es wurden Investitionen in Höhe von ca. 694 T€ getätigt. Die Investitionen betrafen in erster Linie unsere Produktions- und IT-Prozesse.

Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2023, der sich aus den Bar- und Bankbeständen zusammensetzt, beläuft sich auf 2.280 T€ (Vorjahr: 2.009 T€). Dies entspricht einer Quote von 6,2 % des Gesamtvermögens.

Der Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf +5,4 Mio. € (Vorjahr: -4,2 Mio. €) und spiegelt das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen sowie den Abbau des Vorratsvermögens wider.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Die deutliche Reduzierung resultiert in erster Linie aus der Rückzahlung von Geldmarktdarlehen in Höhe von 4,5 Mio. €. Ebenso wurden bereits bestehende, langfristige Darlehensverpflichtungen planmäßig getilgt (0,4 Mio. €).

Neben dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, zeigt sich nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 0,2 Mio. € und ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 5,0 Mio. €.

Die Gerd Bär GmbH war aufgrund der guten Liquiditätslage - wie bereits in Vorjahren - jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Im Jahr 2023 wurde der Gerd Bär GmbH von der Deutschen Bundesbank zudem erneut das Testat "Notenbankfähigkeit" erteilt und somit der Investmentgrade bestätigt.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 37.065 T€ (Vorjahr: 39.117 T€). Die Reduzierung des Gesamtvermögens ist auf die Abschmelzung der Vorratsbestände und die Rückführung sowie Wertberichtigung von Ausleihungen seitens verbundener Unternehmen zurückzuführen. Die Wertberichtigungen betrafen die Ausleihungen an die in Russland ansässige Schwestergesellschaft und beliefen sich auf insgesamt 849 T€.

Die Finanzanlagen, die ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen enthalten (8.825 T€) und weiterhin den größten Posten innerhalb des Anlagevermögens einnehmen, haben sich aus den oben genannten Gründen gegenüber dem Vorjahr um ca. 11% reduziert.

Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt entsprechend der Fristigkeit durch langfristiges Kapital.

Das Vorratsvermögen befindet sich mit 11.493 T€ um 1.050 T€ deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Grund liegt in einer bewussten Abschmelzung der im Vorjahr aufgebauten Bestände unserer Einkaufsprodukten, um unsere Lieferfähigkeit auf gutem Niveau zu halten und den Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten zu begegnen.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtsituation unserer Leistungsindikatoren wurde 2023 deutlich verbessert.

Bei den nichtfinanziellen Indikatoren wie Lieferfähigkeit und Reklamationsquote konnten wir uns in der Positionierung zum Kunden hin erneut verbessern.

Auf der Beschaffungsseite wurden die Werte der Lieferantentermintreue und der Lieferantenqualität auf dem sehr guten Vorjahresniveau gehalten.

Die Mitarbeiterfluktuation betrug im Jahr 2023 6,88% (Vorjahr 6,34%).

2.5 Gesamtaussage

Insgesamt war die Geschäftsleitung mit dem Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 sehr zufrieden. Nach dem nicht zufriedenstellenden Jahr 2022 war die Verbesserung so geplant. Die entwickelten Maßnahmen wurden umgesetzt und entfalteten ihre Wirkung.

3. Prognosebericht

Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf der von der Geschäftsleitung und dem Anteilseigner verabschiedeten Planung. Diese Planung berücksichtigt die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie mögliche Chancen und Risiken, die im Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts detailliert erläutert werden.

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone dürfte in 2024 nur leicht zulegen (+0,8%). Die Beruhigung der Energiemärkte sollte weiterhin stabilisierend wirken. Wir erwarten für 2023 eine Inflationsrate von rund 3%.

Wir erwarten ein reduziertes Preisniveau sowie niedrigere Zinsen, die die Kaufkraft der Verbraucher und damit in Folge die Investitionstätigkeit unserer Kunden wieder positiv beeinflussen könnte. Die in Teilen sehr hohen Tarifabschlüsse werden jedoch den Preisabschwung bremsen und auch direkt auf unsere Ergebnisse Einfluss nehmen.

Die Personalbeschaffung wird sich vermutlich in Zukunft noch schwerer gestalten. Dabei betrifft dies nicht nur die von Facharbeitern zu besetzenden Stellen, sondern auch Personal für einfache Tätigkeiten, die von Ungelernten ausgeführt werden könnten.

Von Seiten der politisch Verantwortlichen planen wir nicht mit Verbesserungen unseres wirtschaftlichen Umfeldes. So rechnen wir beispielsweise bei den im europaweiten Vergleich hohen Energiekosten und der Möglichkeit der legalen Arbeitsmigration nicht mit kurz- oder mittelfristiger Unterstützung.

Auf Basis der von uns erwarteten Marktentwicklung, der oben genannten Faktoren sowie der Planungen unserer Geschäftsfelder gehen wir davon aus, dass das EBT im Jahr 2024 auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Dabei gehen wir in unserer Planung von einem Umsatz aus, der mit ca. 96 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Zudem erwarten wir Verbesserungen unserer Kostenpositionen - dies betrifft insbesondere die Materialkosten im Vorjahresvergleich.

Der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 und der Auftragsbestand stimmen uns positiv.

Darüber hinaus wird weiter an Kostensenkungsprojekten gearbeitet. Diese entfalten ihre Wirkung und die neuen Produkte und internen Prozesse lassen uns auch in Zukunft passgenau am Markt und intern agieren und halten den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen Stand.

Mittelfristig erwarten wir weiterhin für 2024 nach Abwägung aller uns bekannten Effekte eine leichte Abkühlung der Verkaufs- und Einkaufspreise in unserem Umfeld. Daraus leiten wir für das Jahr 2024 eine stabile Geschäftsentwicklung ab.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Gerd Bär GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen den Konzern oder eines der Segmente daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Dazu gehören finanzielle sowie nichtfinanzielle Risiken. Gleichzeitig ist es wichtig, Chancen zu identifizieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gerd Bär GmbH sichern und auszubauen.

Wesentliche Risiken begegnen wir angemessen - wie zum Beispiel:

Risiken, die aus den Lieferketten resultieren könnten, werden durch Mehrlieferanten- und Mehrländerstrategien vorgebeugt.

Cyber-Risiken werden durch ständige Weiterbildung unserer IT-Mitarbeiter begegnet. Zudem verfügen wir über eine gute Cyberversicherung.

Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele des Konzerns oder eines Segments zu sichern oder zu übertreffen. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und aktiv zu steuern, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die in einem Risiko- und Chancenmanagementsystem gebündelt sind. Eine Verrechnung von Risiken und Chancen erfolgt nicht.

Darüber hinaus wird das interne Kontrollsystem kontinuierlich den wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen angepasst.

Der für Gewährleistungen rückgestellte Betrag wurde im Zuge des Jahresabschlusses nochmals systematisch überprüft und stellt nach Ansicht der Geschäftsleitung einen geeigneten Ansatz dar, die bestehenden Risiken aus diesem Feld abzudecken.

Die aktuelle weltpolitische und konjunkturelle Lage birgt eine Vielzahl von Risiken, die für ein mittelständisches Unternehmen durchaus relevant sind. Daneben sehen wir nach wie vor weitere Risiken in der Konjunkturentwicklung der einzelnen Exportmärkte. Dort könnte es durch Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, zu Umsatzrückgängen kommen. Diese Risiken versuchen wir, durch die Präsenz in einer Vielzahl verschiedener Märkte zu minimieren.

Die deutlich höhere Volatilität bei den Beschaffungspreisen konnten durch uns in der Vergangenheit gut gesteuert werden. Zum einen werden Aluminiumkontingente über Rohwarenswaps, als auch über Lieferantensicherungen abgesichert. Diese Commodity-Strategie hat sich seit vielen Jahren bewährt. Mit unseren Lieferanten wurden zudem teils langfristige Lieferverträge abgeschlossen und bei den Kunden wurden die Verkaufspreise über eine ab 2024 geltende Preisliste fixiert.

Diese genau taxierten Preiserhöhungen werden zum Kunden hin stets gut und transparent kommuniziert. Unser Vertrieb steht hier in engem und sehr transparentem Kontakt zu unseren Kunden.

Auf der Kostenseite ergeben sich aus der aktuellen Situation an den Energiemärkten zwar direkte Kostensteigerungen, die in unserem Fall jedoch lediglich einen geringen Anteil unseres Produktionswertes betragen. Daher wird der Preisdruck aus den energieintensiven Zulieferunternehmen erwachsen, die wir mit obigen Maßnahmen managen. Dies ist uns bereits in 2022 und 2023 gut gelungen.

Der in Deutschland herrschende Facharbeitermangel hat sich zu einem Arbeitermangel entwickelt. Wir haben unsere Mitarbeiterbindungsprogramme ausgeweitet und begegnen diesem Mangel durch eine erhöhte Automatisierung unserer Produktionsabläufe.

Zinsrisiken aus der aktuellen inflatorischen Lage und den damit durch die EZB entschiedenen Leitzinserhöhungen sind für uns in geringem Maße relevant. Unsere Darlehen sind mit Festzinssätzen ausgestattet und unsere gute finanzielle Ausstattung stützt die finanzielle Stabilität. Geldmarktdarlehen können über unsere Hausbanken günstig in Anspruch genommen werden.

Zukünftige Marktchancen ergeben sich für die Gerd Bär GmbH weiterhin durch die Strategie als Premiumlieferant und Innovationsführer. Daher wird weiterhin auf exzellente Qualität, Kundenzufriedenheit und Produktinnovationen gesetzt.

Die Wachstumschancen werden insbesondere im europäischen Ausland gesehen. Eine Beruhigung des europäisch - russischen Verhältnisses würde unmittelbar zu höherem Absatz, Umsatz und auch zu einer Verbesserung unseres EBT führen. Dieses Szenario findet jedoch auf Grund der hohen Unsicherheit keinen Eingang in unsere Planungen.

Weiteres Marktwachstum versprechen wir uns von unserer neuen Standard-Produktlinie.

Die weltweite Inflation, die in bestimmten Märkten auch zu Rezessionen führen kann, begegnen wir mit obigen Maßnahmen. Zudem befähigen uns unsere Controlling- und Kalkulationssysteme dazu, verschiedene wirtschaftliche Entwicklungsvarianten nachzubilden, zu bewerten und daraus Maßnahmen abzuleiten.

Das Risiko von größeren Forderungsausfällen sehen wir aufgrund der Zusammensetzung unseres Kundenstammes auch in den kommenden Jahren als gering an. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement sollen auch zukünftig Forderungsausfälle vermieden bzw. in Grenzen gehalten werden. Darüber hinaus sichern wir unsere Forderungen aus Warenlieferungen über Warenkreditversicherungen in einem risikoadäquaten Umfang ab.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass für die wesentlichen Risiken der Geschäftstätigkeit ausreichend Vorsorge getroffen wurde bzw. geeignete Maßnahmen zur Abfederung der Risiken eingeleitet wurden.

Es gilt die beschriebenen Marktchancen in einem derzeit von hoher Unsicherheit geprägtem Marktumfeld zu nutzen. Durch die erfolgte Umsetzung unserer Wachstums- und Innovationsstrategie in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Marktchancen umsetzen zu können. Jede Krise bietet Chancen, der wir durch unsere sehr gute Verfassung und unserem sehr guten Management begegnen können.

Daher erwartet die Unternehmensführung grundsätzlich eine weiterhin positive Unternehmensentwicklung.

 

Heilbronn, den 3. Juni 2024

gez. Tobias Bär, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.176.443,35 13.444.905,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 169.232,79 184.829,31
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.232,79 184.829,31
II. Sachanlagen 3.182.145,63 3.289.946,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 422.405,58 316.846,49
2. technische Anlagen und Maschinen 1.458.305,75 1.730.111,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.241,83 1.138.717,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.192,47 104.272,19
III. Finanzanlagen 8.825.064,93 9.970.128,90
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.825.064,93 9.970.128,90
B. Umlaufvermögen 24.751.109,11 25.521.933,34
I. Vorräte 11.492.561,19 12.542.934,92
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.856.035,64 8.724.219,98
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.736.630,66 2.748.886,91
3. fertige Erzeugnisse und Waren 916.212,80 1.069.828,03
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 16.317,91 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.978.480,22 10.969.860,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.813.825,87 6.337.445,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.903.074,73 4.348.667,54
3. sonstige Vermögensgegenstände 261.579,62 283.747,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.280.067,70 2.009.138,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.332,43 150.257,33
Bilanzsumme, Summe Aktiva 37.064.884,89 39.117.095,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 30.037.618,39 27.944.660,49
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 23.944.660,49 23.943.365,90
IV. Jahresüberschuss 2.092.957,90 1.294,59
B. Rückstellungen 3.368.803,79 3.014.644,53
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 730.933,00 765.981,00
2. Steuerrückstellungen 799.700,00 168.400,00
3. sonstige Rückstellungen 1.838.170,79 2.080.263,53
C. Verbindlichkeiten 3.611.266,44 8.116.610,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 535.704,00 5.392.745,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.790.416,46 1.794.830,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 600.455,80 281.926,95
4. sonstige Verbindlichkeiten 684.690,18 647.107,32
D. Rechnungsabgrenzungsposten 47.196,27 41.180,59
Bilanzsumme, Summe Passiva 37.064.884,89 39.117.095,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 92.593.045,38 78.362.584,71
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -308.900,73 974.357,52
3. andere aktivierte Eigenleistungen 67.443,55 8.303,24
4. sonstige betriebliche Erträge 494.885,69 393.578,58
5. Materialaufwand 59.322.768,43 52.788.220,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 56.551.582,32 50.679.572,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.771.186,11 2.108.648,06
6. Personalaufwand 16.097.218,67 15.353.392,20
a) Löhne und Gehälter 13.382.353,03 12.711.659,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.714.865,64 2.641.732,69
7. Abschreibungen 803.123,63 816.625,66
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 803.123,63 816.625,66
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.323.677,93 10.723.846,76
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 174.366,38 170.424,63
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 849.063,97 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 115.738,04 43.185,86
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.412.290,19 182.682,87
13. Ergebnis nach Steuern 2.096.959,41 1.294,59
14. sonstige Steuern 4.001,51 0,00
Jahresüberschuss 2.092.957,90 1.294,59

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gerd Bär GmbH hat ihren Sitz in Heilbronn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 102689 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gerd Bär GmbH, Heilbronn, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft einzuordnen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 3, 266 ff. HGB).

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen in den Bewertungsmethoden einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten mit Auswirkungen auf die durch den Jahresabschluss vermittelte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich im Berichtsjahr nicht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegegenstände bis zu einem Nettowert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Soweit Bestandsrisiken durch überdurchschnittliche Lagerdauer oder geminderte Verwendbarkeit vorlagen, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken durch überdurchschnittliche Lagerdauer oder geminderte Verwendbarkeit vorlagen, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde dem Ausfallrisiko durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Auf das Ansatzwahlrecht des Aktivüberhangs der latenten Steuern gemäß § 274 (1) HGB wurde verzichtet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Aufwendungen wurde für eine laufende Pension gebildet. Sie ist nach der Projected Uni Credit Method (PUC-Methode) unter Verwendung der "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" bewertet. Als Bewertungsansatz wurde ein Rechnungszins von 1,83 % angewandt. Auf eine Einbeziehung einer Lohn- und Gehaltsdynamik und Rentendynamik sowie von Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde wie im Vorjahr verzichtet.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anschaffungskosten und der Abschreibungen ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 8.325 (Vorjahr: TEUR 8.571) Ausleihungen an Gesellschafter.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, resultieren - wie im Vorjahr - ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 254) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 165) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

3. Latente Steuern

Die Differenzen aus den nicht angesetzten latenten Steuererstattungen beruhen auf der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens sowie der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen.

4. Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 789) sowie Gewährleistungen (TEUR 809) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
TEUR Vj.
TEUR
TEUR Vj.
TEUR
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 214 4.857 321 536 0
aus Lieferungen und Leistungen 1.790 1.795 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 600 282 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 685 647 0 0 0
Gesamtbetrag 3.290 7.581 321 536 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 964 mit Einzel-Sicherungsübereignungen abgesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 9) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 119) Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten. Ferner sind in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 68) Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit enthalten.

6. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB in Höhe von 1.900 TEUR. Diese bestehen vollumfänglich gegenüber verbundenen Unternehmen.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr.3a HGB

Für nachfolgende Sachverhalte bestanden zum Bilanzstichtag sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB:

Miete: TEUR 1.055
Leasing: TEUR 283

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse hinsichtlich unterschiedlicher Tätigkeitsbereiche war nicht vorzunehmen. Die Unterteilung nach geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 51.345 44.234
EU-Ausland 37.192 29.796
Drittland 4.056 4.333

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 33) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten.

3. Personalaufwand

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 17) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 95) Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.

5. Zinsen

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 170) Zinsen von verbundenen Unternehmen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 14) Zinsen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Tobias Bär, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Geschäftsführer

2. Vergütungen der Geschäftsführer

Vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Gruppe Anzahl
angestellte Mitarbeiter 110
Arbeiter 117
Aushilfen 2

Die Gesamtzahl der durchschnittlich Beschäftigten beträgt damit 229.

4. Angabe des Mutterunternehmens nach § 285 Nr. 14 HGB

Mutterunternehmen der Gerd Bär GmbH, Heilbronn, ist die Bär Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Heilbronn. Die Bär Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Heilbronn, erstellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses der Bär Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Heilbronn, erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

5. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars wird nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Bär Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH erfolgen.

6. Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 4 (Vorjahr: 23). Dieser unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Heilbronn, den 3. Juni 2024

gez. Tobias Bär, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.945.132,99 82.413,01 0,00 60.213,59 0,00 3.967.332,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.945.132,99 82.413,01 0,00 60.213,59 0,00 3.967.332,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.290.086,76 92.826,85 0,00 22.505,32 31.599,00 1.392.007,29
technische Anlagen und Maschinen 7.758.276,10 32.085,48 0,00 1.144.324,32 -17.000,00 6.629.037,26
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.448.472,29 356.426,81 0,00 214.108,37 17.000,00 6.607.790,73
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.272,19 130.519,28 0,00 0,00 -31.599,00 203.192,47
Summe Sachanlagen 15.601.107,34 611.858,42 0,00 1.380.938,01 0,00 14.832.027,75
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.970.128,90 0,00 0,00 296.000,00 0,00 9.674.128,90
Summe Finanzanlagen 9.970.128,90 0,00 0,00 296.000,00 0,00 9.674.128,90
Summe Anlagevermögen 29.516.369,23 694.271,43 0,00 1.737.151,60 0,00 28.473.489,06
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.760.303,68 98.006,53 0,00 60.210,59 0,00 3.798.099,62
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.760.303,68 98.006,53 0,00 60.210,59 0,00 3.798.099,62
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 973.240,27 18.863,76 0,00 22.502,32 0,00 969.601,71
technische Anlagen und Maschinen 6.028.164,84 289.163,07 0,00 1.144.294,32 -2.302,08 5.170.731,51
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.309.755,24 397.090,27 0,00 199.598,69 2.302,08 5.509.548,90
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.311.160,35 705.117,10 0,00 1.366.395,33 0,00 11.649.882,12
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 849.063,97 0,00 0,00 0,00 849.063,97
Summe Finanzanlagen 0,00 849.063,97 0,00 0,00 0,00 849.063,97
Summe Anlagevermögen 16.071.464,03 1.652.187,60 0,00 1.426.605,92 0,00 16.297.045,71
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 169.232,79 184.829,31
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 169.232,79 184.829,31
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 422.405,58 316.846,49
technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.458.305,75 1.730.111,26
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.098.241,83 1.138.717,05
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 203.192,47 104.272,19
Summe Sachanlagen 0,00 3.182.145,63 3.289.946,99
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 8.825.064,93 9.970.128,90
Summe Finanzanlagen 0,00 8.825.064,93 9.970.128,90
Summe Anlagevermögen 0,00 12.176.443,35 13.444.905,20

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gerd Bär GmbH, Heilbronn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gerd Bär GmbH, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gerd Bär GmbH, Heilbronn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neckarsulm, den 3. Juni 2024

Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Humm, Wirtschaftsprüfer

Sandro Scirpoli, Wirtschaftsprüfer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Lehleiter + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen.

Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Leistungen vom 1. Januar 2019" sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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