Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 1323
Eingetragen
25.11.1970
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Handel mit Verschleißteilen für Baumaschinen aller Art. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen sowie deren Vertretung/Geschäftsführung übernehmen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Unternehmungsgegenstand unmittelbar oder mittelbar dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Krüger
seit 20.3.2024
Geschäftsführer
Prokura
Nadine Reinke
seit 20.3.2024
Prokura
Erich Schönenberg
seit 13.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schönenberg GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hannelore Schönenberg
57629 Limbach, Westerw, Im Schlag 4
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CRACO GmbH

Atzelgift

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CRACO GMBH, ATZELGIFT

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kernkompetenz der CRACO GmbH liegt in der Produktion von Verschleißteilen aus Stahl für Kunden der unterschiedlichsten Recyclingbranchen, der Rohstoffgewinnung und des Tiefbaus. Darüber hinaus bieten wir weitere Bausteine wie Ein- und Ausbau, Konstruktion, Materialanalyse, FEM-Simulation, Riss- oder Ultraschallprüfungen. Zu unseren Kunden zählen vorwiegend Endverbraucher, aber auch führende Maschinenerstausrüster.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Verbesserung unserer eigenen Produktionsprozesse sowie die Weiterentwicklung des Verschleißstahles in Zusammenarbeit mit den führenden europäischen Stahlkonzernen. Beides zielt darauf ab, unseren Kunden die bestmögliche Lösung für ihr Verschleißproblem bieten zu können.

Der wichtigste Pfeiler dieser Innovationskraft sind unsere Mitarbeiter, die bereits seit vielen Jahren im Unternehmen tätig sind und über ein großes Know-How im Verschleißteilmarkt verfügen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unser Hauptaugenmerk darauf, das Verhältnis Kostenstruktur zu Wertschöpfung in der Produktion optimal auszurichten und den damit verbundenen Vergleich der IST- und SOLL-Kosten zu optimieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das globale Wachstum im Jahr 2023 erreichte gemäß dem IWF einen Wert von 3,0 %. Dabei deutet sich zunehmend an, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. Die mittelfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind so niedrig wie seit Jahrzenten nicht mehr.

Die weiterhin verschärfte Situation durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die Unsicherheiten im Energiesektor sowie der Fachkräftemangel belasten den Verschleißmarkt weiterhin. Unser Geschäft ist schnelllebig, wie in den Jahren zuvor. Konkurrenten in verschiedenen Segmenten unserer Geschäftsbereiche versuchen den Markt mit Niedrigstpreisen zu gewinnen. Wir begegnen dieser Entwicklung mit langjähriger Erfahrung, engem Kundenkontakt, einer hochwertigen Beratung und Know-How in den Bereichen Metallurgie, Engineering und Verarbeitung.

Weiterhin bedienen wir zum Großteil Endverbraucher mit Verschleißteilen, Komponenten und Anlagen. So sind wir vor Schwankungen in der Maschinenbaubranche weitestgehend geschützt. Vereinzelte Großprojekte verändern diese Situationen in unserem Unternehmen nicht.

2. Geschäftsverlauf

Wir verzeichnen ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Wie bereits in den Vorjahren sichert uns die enge Kundenbindung viele Marktanteile. Hierbei ist es von großer Bedeutung, dass unser Blechlager jederzeit gut bestückt ist, um so die Lieferzeiten möglichst gering zu halten. Die stetige Erweiterung und Kontrolle der Wertschöpfung im eigenen Haus mildert die benötigte Preissenkung ab. Trotzdem mussten wir Einbußen beim Rohergebnis hinnehmen.

Die immerwährende Optimierung aller hausinternen Prozesse gestaltet sich positiv. Der umfassende und gut gewartete Maschinenpark ermöglicht uns, viele Kundenwünsche zu erfüllen.

Das Rohergebnis im Sinne des § 276 Satz 1 HGB vermindert sich um TEUR 2.129 auf TEUR 18.783.

Trotz gezielter Einkaufspolitik hat sich die Materialintensität erhöht. Auch die Personalintensität verschlechterte sich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2 % gestiegen. In diesem Posten enthalten ist die Pacht für die Hallenflächen sowie die damit zusammenhängenden Energie- und Reinigungskosten.

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Insgesamt ist der Jahresüberschuss um TEUR 2.267 auf TEUR 2.774 gesunken.

3. Lage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist bezogen auf die Marktsituation als sehr gut zu bezeichnen.

a) Ertragslage

Der Markt ist sehr umkämpft. Der Preisdruck und Kapazitätsprobleme lösen einander ab. Im laufenden Geschäftsjahr wurden einige nennenswerten Großprojekte durchgeführt, die vor allem unser Know-How gestärkt haben. Das Basisgeschäft lief zufriedenstellend weiter.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + Aktivierte Eigenleistungen) lag um TEUR 2.549 (8 %) unter dem Vorjahreswert. Bei den erzielten Umsatzerlösen ist eine gleichbleibende Verteilung von Inland und EU-Ausland zu verzeichnen.

Die schwankenden Verkaufspreise verminderten das Rohergebnis um 10 %.

Der Personalaufwand ist um 12 % gestiegen. Unsere Möglichkeiten der Ausbildung verfolgen wir weiter und haben im Berichtsjahr vier weitere Auszubildende eingestellt. Zusätzlich versuchen wir in der angespannten Marktsituation das Stammpersonal zu halten.

Für die Minderung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen ursächlich.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr gut zu bezeichnen. Wir sind darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen zeitnah zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist aufgrund unserer Konsolidierungspolitik, bei der wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen, konstant.

Im gesamten Jahr wurde keine Kontokorrentlinie in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,65 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankenbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Es befindet sich eine PV-Anlage mit einem Investitionsvolumen von Mio. EUR 1,1 im Bau. Rund 90 % der Investition ist bereits getätig, die Fertigstellung und Inbetriebnahme wird bis zum Ende des zweiten Quartals 2024 erwartet.

Die Liquiditätslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verbessert.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen unserer Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11 % erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Bankguthaben zurückzuführen. Der Anteil unseres langfristig gebundenen Vermögens beträgt 24,5 % der Bilanzsumme. Das langfristig gebundene Vermögen ist durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt 67,7 %.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT (Ergebnis vor Zins und Steuern) und den Cashflow heran. Den Cashflow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Zuführung bzw. Auflösung langfristiger Rückstellungen.

Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.953 gefallen. Der Cashflow beträgt TEUR 4.028 und ist damit um TEUR 2.205 niedriger als im Vorjahr. Diese Kennzahlen zeigen einen negativen Trend, liegen aber dennoch im zufriedenstellenden Bereich.

III. Prognosebericht

Das Jahr 2023 und auch das laufende Jahr ist durch die weltweite Unsicherheit der Märkte geprägt. Auch wenn die negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens bisher vergleichsweise gering waren, muss damit gerechnet werden, dass die künftige Entwicklung negativ beeinflusst wird.

Das Geschäftsjahr 2024 beginnt mit einem leichten Umsatzminus, welches sich im Laufe des Jahres voraussichtlich regulieren wird.

An der bisherigen Geschäftspolitik sind keine wesentlichen Änderungen geplant.

Der Verschleißteilmarkt bietet weiterhin Wachstumspotenziale, um eventuell wegbrechende Kunden auszugleichen. Durch gut ausgesuchte Lieferanten beugen wir Lieferengpässen vor.

Für 2024 planen wir mit einem gleichbleibendem EBIT und Cashflow. Wir gehen davon aus, wieder ein gutes Jahresergebnis erzielen zu können. Die im Vorjahr prognostizierten Umsatz- und Ergebniswerte konnten nicht erreicht werden. Dies lag vor allem an den im Abschnitt Geschäftsverlauf dargestellten Gründen.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifisches Risiko

Der Wettbewerbsdruck ist hoch. Durch den hohen Anteil an Eigenfertigung im Unternehmen schaffen wir es, den besonderen Qualitätsansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. Außerdem sind wir damit unabhängig von Fremdleistungen. Es handelt sich um einen stabilen Markt, der unabhängig von starken Konjunkturschwankungen ist. Hieraus ergeben sich keine bedrohlichen Umsatz- und Ergebnisrisiken.

Lieferantenrisiko

Eine Einschränkung der Verfügbarkeit von einzelnen Rohstoffen oder erheblichen Preiserhöhungen für Rohstoffe, die wir nicht kurzfristig oder nur anteilig an die Märkte weitergeben können, stellen die wesentlichen Beschaffungsrisiken dar. Aus diesen können mögliche Belastungen für die Ertragslage der Gesellschaft resultieren. Eine bedrohliche Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Die Qualität wird ständig überprüft und damit stabil gehalten.

Die Beschaffungssituation am Stahlmarkt ist sehr schwierig. Das Unternehmen verfügt allerdings über ein gut gefülltes Rohstofflager, um Schwierigkeiten abzuwenden.

Nennenswerte Preisänderunges-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hieraus nicht.

Ertragsorientiertes Risiko

Wir gehen davon aus, dass die in den letzten Jahren geschaffenen Rahmenbedingungen in unserer Produktionsstätte unsere Marktchancen in der schwierigen wirtschaftlichen Allgemeinsituation weiter stabilisieren werden. Fortlaufende Optimierungen in der Verwaltung werden einen positiven Trend in der Kosten-Nutzen-Struktur setzen.

Risiken aus der Informationstechnologie

Informationstechnologien bilden die Basis nahezu aller Geschäfts- und Kommunikationsprozesse der CRACO GmbH. Auf Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen können weitreichende Beeinträchtigungen in allen Wertschöpfungsstufen der Gesellschaft folgen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können (IT-Risiken). Hinzu kommen mögliche Risiken aus dem Verlust von Daten oder der Entwendung von Geschäftsgeheimnissen. Der reibungslosen Zuverfügungstellung von IT-Anwendungen und IT-Services wird bei der CRACO GmbH eine hohe Bedeutung beigemessen. Um dies zu gewährleisten, sind entsprechende Prozesse und Organisationsstrukturen etabliert. Für den Fall von wesentlichen Störungen oder Datenverlusten existieren Notfallpläne.

Finanzwirtschaftliches Risiko

Aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind derzeit keine Liquiditätsrisiken zu erkennen. Potenzielle Währungsrisiken sind nach wie vor kaum vorhanden. Die Liquiditätslage ist noch immer zufriedenstellend.

2. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Wir werden noch näher an unsere Kunden rücken, um jede Chance auf Marktanteile zu nutzen und möglichst geringen Umsatzausfall zu haben.

Die vergangenen Krisen haben uns gestärkt und unserem Unternehmen verschiedenste Möglichkeiten eröffnet. Wir werden versuchen, auch die aktuellen Krisen als Chance zur Weiterentwicklung und Verbesserung zu nutzen.

3. Gesamtaussage

Weiterhin gilt: Verschlechtert sich die konjunkturelle Situation bei unseren Kunden, so führt das dazu, dass mehr repariert statt investiert wird. Genau das ist unser Geschäft, sodass wir von der Konjunktur unabhängiger sind. Durch unsere finanzielle Stabilität, den Möglichkeiten in der Produktion und der damit verbundene Lieferfähigkeit sehen wir uns auch in dem zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind trotz der unruhigen Wirtschaft derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die Bonität von Neukunden wird vor Belieferung geprüft.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Ziele gezahlt.

Auch im Finanzmanagement wird auf eine konservative Risikoausrichtung gesetzt.

 

Atzelgift, 24. Februar 2024

CRACO GmbH

gez. Erich Schönenberg, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 7.010.981,32 6.377.211,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.009,00 13.569,00
II. Sachanlagen 7.000.222,32 6.362.432,95
III. Finanzanlagen 2.750,00 1.210,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.450.793,26 19.270.203,35
I. Vorräte 5.072.066,12 5.423.020,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.042.403,71 2.280.266,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.336.323,43 11.566.916,06
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 143.575,51 92.998,31
28.605.350,09 25.740.413,61

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 19.351.766,30 20.577.508,35
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 16.527.508,35 15.486.081,94
III. Jahresüberschuss 2.774.257,95 5.041.426,41
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.627.437,85 3.913.693,62
C. VERBINDLICHKEITEN 5.626.145,94 1.249.211,64
- davon aus Steuern: EUR 1.198.424,47 (Vorjahr: EUR 90.625,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.766,72 (Vorjahr: EUR 5.500,24)
28.605.350,09 25.740.413,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Personalaufwand -8.727.249,22 -7.777.040,78
a) Löhne und Gehälter -7.204.681,96 -6.410.291,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.522.567,26 -1.366.749,54
- davon für Altersversorgung: EUR 10.064,39 (Vorjahr:EUR 35.224,54)
2. Abschreibungen -1.331.231,61 -1.248.449,79
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.331.231,61 -1.248.449,79
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.859.990,66 -4.760.620,64
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 34,89 32,49
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 176.434,17 517,38
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.628,00 -24.510,35
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 21.628,00 (Vorjahr: EUR 23.424,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.231.606,94 -2.048.545,39
8. Ergebnis nach Steuern 2.788.142,85 5.054.728,48
9. Sonstige Steuern -13.884,90 -13.302,07
10. Jahresüberschuss 2.774.257,95 5.041.426,41

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CRACO GMBH, ATZELGIFT

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die CRACO GmbH hat Ihren Sitz in Atzelgift. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HR B 1323 eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen sowie den Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 IV HGB).

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Durchschnittsmethode angewendet. Für Verbrauchsstoffe wird das Festwertverfahren in Anspruch genommen (§ 240 III HGB).

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Die temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise ergeben eine Steuerentlastung. Von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB des Ansatzes aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 II 2 HGB).

Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage A zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).

Es bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i. H. v. EUR 32.296,27 eine Restlaufzeit von über 1 Jahr (Vorjahr: EUR 30.948,79).

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet.

Ein entsprechendes Gutachten der HDI Gerling Lebensversicherung AG liegt vor. Danach wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Rententrend 3 %

Erfüllungsbetrag: EUR 1.204.400

Unterschiedsbetrag/Ausschüttungssperre: EUR 11.751, Vorjahr EUR 40.094

Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung: EUR 21.528

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Personal- und Sozialbereich 1.137.180,36 744.725,32
Gewährleistungen 19.650,00 22.800,00
Übrige Rückstellungen 299.278,04 86.307,00
1.456.108,40 853.832,32

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
mehr als ein Jahr
EUR
davon mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.043.541,19 1.043.541,19 0,00 0,00
Vorjahreswerte 772.876,53 772.876,53 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.320.641,07 3.320.641,07 0,00 0,00
Vorjahreswerte 312.255,92 312.255,92 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.261.963,68 1.261.963,68 0,00 0,00
Vorjahreswerte 164.079,19 164.079,19 0,00 0,00
5.626.145,94 5.626.145,94 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.249.211,64 1.249.211,64 0,00 0,00

V. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

VI. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen jährlich rd. TEUR 1.205. Sie betreffen im Wesentlichen einen Pachtvertrag mit der Schönenberg GmbH, der eine feste Laufzeit bis 31. August 2024 hat und sich jeweils um 2 Jahre verlängert. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 929, davon TEUR 768 gegenüber verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 3a HGB).

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 140 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 145). Sie verteilen sich wie folgt:

2023
Einkauf/ Vertrieb/ kfm. Verwaltung 37
Technik/ Produktion 103
140

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch Herrn Erich Schönenberg, Diplom-Ingenieur.

Der Geschäftsführer Herr Erich Schönenberg ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Geschäftsführung schlägt den Vortrag des Bilanzgewinn auf neue Rechnung vor.

 

Atzelgift, 24. Februar 2024

CRACO GmbH

gez. Erich Schönenberg, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 05.04.2024.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und sonstige Rechte 168.471,25 0,00 0,00 -6.959,00 161.512,25
168.471,25 0,00 0,00 -6.959,00 161.512,25
II. SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.704.005,50 0,00 0,00 0,00 2.704.005,50
Technische Anlagen und Maschinen 11.937.040,87 766.781,51 0,00 0,00 12.703.822,38
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.946.059,03 364.299,11 60.000,00 -174.274,19 4.196.083,95
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 60.000,00 868.827,37 -60.000,00 0,00 868.827,37
18.647.105,40 1.999.907,99 0,00 -174.274,19 20.472.739,20
III. FINANZANLAGEN
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.210,00 1.540,00 0,00 0,00 2.750,00
1.210,00 1.540,00 0,00 0,00 2.750,00
18.816.786,65 2.001.447,99 0,00 -181.233,19 20.637.001,45
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und sonstige Rechte 154.902,25 5.556,00 -6.955,00 153.503,25
154.902,25 5.556,00 -6.955,00 153.503,25
II. SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.058.452,55 38.725,00 0,00 2.097.177,55
Technische Anlagen und Maschinen 7.014.534,87 1.060.838,51 0,00 8.075.373,38
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.211.685,03 226.112,10 -137.831,18 3.299.965,95
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.284.672,45 1.325.675,61 -137.831,18 13.472.516,88
III. FINANZANLAGEN
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.439.574,70 1.331.231,61 -144.786,18 13.626.020,13
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und sonstige Rechte 8.009,00 13.569,00
8.009,00 13.569,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 606.827,95 645.552,95
Technische Anlagen und Maschinen 4.628.449,00 4.922.506,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 896.118,00 734.374,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 868.827,37 60.000,00
7.000.222,32 6.362.432,95
III. FINANZANLAGEN
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.750,00 1.210,00
2.750,00 1.210,00
7.010.981,32 6.377.211,95

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CRACO GmbH, Atzelgift

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CRACO GmbH, Atzelgift, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CRACO GmbH, Atzelgift, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Freudenberg, 5. April 2024

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