Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 73406
Vorher
Fortinbras Asset Management GmbH
Eingetragen
7.9.2004
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Finanz- und Vermögensberatung Dritter, insbesondere unter Einbeziehung mathematischer und statistischer Trendmodelle bezogen auf Finanzmärkte aller Art durch Überlassung entsprechender Trendsignale aus diesen Modelle gegen Entgelt. Die Anlage- und Abschlussvermittlung und die Finanzprotpolioverwaltung, wobei nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten gehandelt wird und keine Befugnis besteht sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen und die notwendige Erlaubnis des Bundesamtes für Finanzdienstleistungen vorliegt. Verwaltung eigenen Vermögens. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Crhistophe Kennedy
seit 7.9.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Mex Group Worldwide LimitedHKG
63.33%
36.66%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mex Group Worldwide Limited
HKG
38.000 €
63.33%
Germany
22.000 €
36.66%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEX Asset Management GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der MEX Asset Management GmbH, Eschborn

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die MEX Asset Management GmbH ("MEX AM" oder "Gesellschaft",) bietet als unabhängiges Finanzdienstleistungsunternehmen umfassende Serviceleistungen an. Das Angebot reicht von der Anlageberatung über reine Beratungsleistungen in Produkt- und Strukturierungsfragen bis zur Begleitung der Mandanten hinsichtlich der Strukturierung aller Vermögensanlagen.

Die strategischen Ziele der MEX AM bestehen hauptsächlich darin, Produkte (Zertifikate, Fonds) rund um eine systematische Handelsstrategie mit Emissionszertifikaten zu strukturieren, zu managen und zu vertreiben.

Eine Zweigniederlassung besteht seit April 2018 in Wien, Österreich.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland aufgrund der Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und diverser wirtschaftlicher Belastungen einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Trotz eines Rückgangs blieb die Inflationsrate mit rund 6 Prozent hoch, was den privaten Konsum und die Kaufkraft der Haushalte beeinträchtigte.

Das wirtschaftliche Wachstum Deutschlands litt im Geschäftsjahr 2023 unter verschiedenen Faktoren wie hohen Inflationsraten, steigenden Leitzinsen der Notenbanken, Arbeits- und Fachkräftemangel sowie diversen politischen Unsicherheiten. Zudem musste die Bundesregierung aufgrund gerichtlicher Entscheidungen Einsparungen im Haushalt vornehmen.

Der private Konsum ging im Jahr 2023 zurück, was maßgeblich zum leichten Wirtschaftsrückgang beitrug. Die gesamtwirtschaftliche Investitionslage zeigt ein gemischtes Bild: Während einige Bereiche wie die Rüstungsindustrie zulegten, fielen die Bauinvestitionen aufgrund steigender Zinsen erneut. Die staatlichen Finanzen verbesserten sich leicht, getrieben von steigenden Einnahmen und kontrollierten Ausgaben.

Trotz der konjunkturellen Schwäche blieb der Arbeitsmarkt stabil, mit einer leichten Erhöhung der Arbeitslosenquote. Die Inflationsrate sank leicht, vor allem durch geringere Energiepreissteigerungen, während die Nahrungsmittelpreise hoch blieben.

Die Europäische Zentralbank reagierte mit weiteren Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen, was die langfristigen Zinsen beeinflusste. Die Finanzmärkte zeigen sich dennoch optimistisch, angetrieben von der Erwartung zukünftiger Zinssenkungen und einer sich stabilisierenden Wirtschaftslage. 123

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 war es der MEX AM - entgegen der Prognose - weiterhin nicht möglich, Umsätze zu generieren. Der ursprüngliche Plan - der Vertrieb eines auf Emmissionszertifikaten basierenden Anlageprodukts an europäische institutionelle Kunden im Geschäftsjahr 2023 - konnte erneut nicht umgesetzt werden. Um die Vertriebstätigkeiten des geplanten Produkts voranzutreiben, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen vertraglich gebundenen Vermittler mit der Fortinbras Asset Management GmbH, Wien, angebunden.

Wie in den Vorjahren auch, war die MEX AM einem harten Branchenwettbewerb ausgesetzt. Insbesondere das Angebot an ETF (Exchange traded funds) sowie die weiterhin auf den Markt drängenden Anbieter digitalisierter Finanzdienstleistungen sorgen für einen steigenden Wettbewerb.

Die Organisationsstruktur der MEX AM setzt, wie in den Vorjahren auch, auf schlanke Abläufe. Die Geschäftsführung ist in sämtliche operative und administrative Prozesse der Hauptstelle involviert. Diese Struktur ermöglicht schnelle Reaktionen auf Marktgegebenheiten und auf die Anforderungen der Kunden.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 259 (Vorjahr: T€ 281) als nicht zufriedenstellend. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestehen bei der MEX AM nicht. Bis die MEX AM ihre geplante Geschäftstätigkeit ertragbringend umgesetzt hat, wird sie von den Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage abhängig sein.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MEX AM in Höhe von T€ 345 ist im Vergleich zum Vorjahr (T€ 345) nahezu unverändert.

1 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsches-bruttoinlandsprodukt-sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680
2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-
dezember-2023.html
3 https://blog.de.erste-am.com/boersen-rueckblick-zinssenkungshoffnungen-bescherten-2023-starke-gewinne/

Die Forderungen an Kreditinstitute betragen T€ 280 (Vorjahr T€ 264) und machen damit 81 % der Bilanzsumme aus.

Die Passivseite der Bilanz besteht zu 83% (Vorjahr 77%) aus Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage sowie aufgrund des leicht positiveren Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Daneben bestehen noch sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 26) und Rückstellungen in Höhe von T€ 44 (Vorjahr T€ 54).

Ziel des Finanzmanagements ist zunächst die Erhaltung der Kapitalausstattung und ihre laufende Anpassung an die neue Geschäftsstrategie mit dem Zweck, eine unter Berücksichtigung der Vermögens- und Ertragslage angemessene Kapitalausstattung vorzuhalten.

Als Wertpapierinstitut unterliegt die MEX AM der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie der Deutschen Bundesbank. Hiernach muss die Gesellschaft anrechenbare Eigenmittel von mindestens einem Viertel der im vorausgegangenen Jahr angefallenen fixen Gemeinkosten vorhalten. Die Anforderung gemäß Art. 13 Abs. 1 IFR ist durch die MEX AM zum 31. Dezember 2023 eingehalten worden.

Mit ihrer Kapitalausstattung hat die MEX AM zum 31. Dezember 2023 die Anforderung der Kapitalquoten nach Art. 9 i.V.m. Art. 11 IFR eingehalten.

Wesentliche Beschränkungen der Verfügbarkeit von Vermögensgegenständen liegen nicht vor.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist weiterhin durch die Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag geprägt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr negativ (T€ -263), d.h. es handelt sich um einen Mittelabfluss aus dem operativen Bereich (Vorjahr Mittelabfluss i.H.v. T€ -268).

Die Ertragslage der MEX AM war im Geschäftsjahr 2023 durch die nicht realisierten Auflage eines neuen Produktes geprägt. Provisionserträge waren daher erneut nicht zu verzeichnen. Provisionsaufwand ist im Berichtsjahr nicht angefallen.

Die Personalaufwendungen sind mit T€ 109 (Vj.: T€ 107) nahezu unverändert. Die Verwaltungsaufwendungen sind von T€ 175 auf T€ 153 gefallen und haben dazu beigetragen, dass der Jahresfehlbetrag in 2023 niedriger ausgefallen ist als in 2022.

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres beträgt T€ -259. Hiervon entfallen T€-251 auf die Hauptstelle in Deutschland sowie T€ -8 auf die Niederlassung in Österreich. Aufgrund eines Verlustvortrages aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ -958, beträgt der Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 T€ - 1.218 (Vorjahr T€ -958).

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das abgelaufene Geschäftsjahr im Hinblick auf das operative Ergebnis unter Berücksichtigung der dort vorherrschenden Umstände nicht zufrieden.

3. Risikobericht

Das Jahr 2023 muss, wie auch die Jahre zuvor, als Übergangszeit angesehen werden, in der die MEX AM besonderen Situationen ausgesetzt war. Die Gesellschaft sah sich im Jahr 2023 folgenden Risiken ausgesetzt:

Die Marktpreisrisiken, denen die MEX AM im Geschäftsjahr 2023 selbst ausgesetzt war, waren grundsätzlich gering, da die MEX AM nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln darf. Zudem hat im Berichtszeitraum keine Anlage in Wertpapieren bestanden.

Zukünftig werden über die Entwicklung der provisionstragenden Assets under Management die Marktpreisrisiken, vor allem in Form von Zins- und Währungsrisiken, wieder indirekten Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft erlangen.

Die Geschäftsführung hält die Adressausfallrisiken, denen die ME XAM aktuell ausgesetzt ist, für gering. Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag nur gegenüber der Hausbank und der Gesellschafterin.

Das Ertragsrisiko schätzt die MEX AM als hoch und als ein wesentliches Risiko der Gesellschaft ein. Das Ertragsrisiko wird für die MEX AM überwacht, indem eine wöchentliche Abfrage der Liquidität auf den bestehenden Bankkonten durchgeführt wird. Die eigenen Mittel der MEX AM sind liquide angelegt, so dass nennenswerte Verluste infolge mangelnder Marktliquidität nicht zu erwarten sind.

Die operationellen Risiken schätzt die Gesellschaft ebenfalls als hoch und wesentlich ein. Die Geschäftsführung ist bestrebt, soweit notwendig, durch Verbesserungen und weitere Automatisierung, dass der Geschäftstätigkeit innewohnende Risiko sowie Reputationsrisiken zu senken. Zur Minderung der rechtlichen Risiken und Personalrisiken erfolgt eine Zusammenarbeit mit juristischen Beratern. Reputationsrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl etwaiger Kooperationspartner sowie durch die Auswahl der Mitarbeiter nach fachlicher und persönlicher Eignung reduziert.

Die als wesentlich eingestuften Nachhaltigkeitsrisiken vom Typ 3 (Strategierisiken) begegnet die Gesellschaft durch die regelmäßige Überprüfung der Geschäftsstrategie, um einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Vermögensanlagen gerecht zu werden.

4. Chancen und Risiken - Prognosebericht

Für 2024 und darüber hinaus stehen im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems (EU- ETS) signifikante Änderungen an, die Teil des umfassenden "Fit-for-55-Pakets" sind, mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 zu reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Die Reformen zielen laut dem Umweltbundesamt darauf ab, den europäischen Emissionshandel effektiver zu gestalten und die EU auf ihren Pfad zur Klimaneutralität zu führen. Besonders die Einführung des CBAM (Grenzausgleichsmechanismus) und die stärkere Regulierung von Sektoren wie dem Seeverkehr sind bedeutende Schritte, um den Emissionshandel als zentrales Instrument der EU- Klimapolitik weiterzuentwickeln und die Integrität des Marktes zu sichern. 4

Durch diese Maßnahmen soll der EU-Emissionshandel zu einem noch stärkeren Treiber für die Reduktion von Treibhausgasemissionen und für Investitionen in nachhaltige Technologien werden. Es ist zu erwarten, dass die Preise für Emissionszertifikate als Reaktion auf die verschärften Rahmenbedingungen und die gestiegene Nachfrage nach Zertifikaten weiterhin ein hohes Niveau behalten oder möglicherweise steigen werden, was den Anreiz für Unternehmen erhöhen könnte, in emissionsarme Technologien zu investieren und effizienter zu wirtschaften.

Die geplante "Inverse Trading Strategy" wird nicht weiterverfolgt. Insofern wird sich die MEX AM im Jahr 2024 weiterhin darauf konzentrieren, die geplante Strategie - basierend auf Emissionszertifikaten - ertragbringend umzusetzen. Hierbei wird die MEX AM mit Investmentbanken und Vertriebspartnern zusammenarbeiten, um das Produkt an den Markt zu bringen. Der Vertrag, mit dem im Geschäftsjahr 2023 angebundenen vgV, wurde mittlerweile wieder gekündigt, da dieser keine aufsichtsrelevanten Tätigkeiten im Namen der MEX Asset Management GmbH erbracht hat bzw. auf absehbarer Zeit erbracht hätte. Die Geschäftsführung plant bis Ende des Geschäftsjahres 2024 ein Zertifikat im Emissionshandel zu vertreiben. Dies sollte sich positiv auf das operative Ergebnis auswirken.

Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass sie bei der Weiterverfolgung der Umsetzung der strategischen Ziele und der daraus folgenden operativen Tätigkeiten bei der Verfehlung der Ertragsziele auch zukünftig auf die Zuführung von liquiden Mitteln durch die Gesellschafterin angewiesen ist. Die Gesellschafterin hat die Zusage zur Bereitstellung der erforderlichen Mittel zur Sicherstellung einer ausreichenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelausstattung und Liquidität erteilt. Hierzu liegt ein Gesellschafterbeschluss vor, in dem die Gesellschafterin zusagt, quartalsweise die Vollkosten plus "Puffer" in die Kapitalrücklage der Gesellschaft einzuzahlen. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass - sollten diese notwendigen liquiden Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden - die Fortführung der Unternehmenstätigkeit und damit der Bestand der Gesellschaft kurzfristig gefährdet ist.

4 https://www.umweltbundesamt.de/themen/der-eu-emissionshandel-wird-umfassend-reformiert

 

Eschborn, 26 April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Christopher Kennedy

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der MEX Asset Management GmbH, Eschborn

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 279.503,27 263.909,30
2. Sachanlagen 0,00 1,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 62.092,79 78.269,57
4. Rechnungsabgrenzungsposten 2.988,80 3.001,80
Summe der Aktiva: 344.584,86 345.181,67

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 15.769,65 25.832,87
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 43.618,65 53.651,60
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
Nennbeträge eigener Anteile -22.000,00 38.000,00 -22.000,00
b) Kapitalrücklage 1.411.678,60 1.132.738,60
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 53.337,54 53.337,54
d) Bilanzverlust -1.217.819,58 285.196,56 -958.378,94
Summe der Passiva: 344.584,86 345.181,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Sonstige betriebliche Erträge 2.571,60 1.228,94
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 86.116,65 84.174,60
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 22.642,19 22.642,19
darunter: 108.758,84 106.816,79
für Altersversorgung € 22.642,19
(Vorjahr: € 22.642,19)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 153.252,40 175.305,83
262.011,24 282.122,62
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1,00 0,00
4. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
-259.440,64 -280.893,68
5. Jahresfehlbetrag -259.440,64 -280.893,68
6. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -958.378,94 -677.485,26
7. Bilanzverlust -1.217.819,58 -958.378,94

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31 Dezember 2023

A: Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter Ihrer Firma MEX Asset Management GmbH in das Handelsregister B Nummer 73406 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Sie hat ihren Sitz in Eschborn.

Im Geschäftsjahr unterhielt die Gesellschaft eine Niederlassung in Österreich.

Im Jahresabschluss wurden die Regelungen des HGB und des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Gliederungsvorschriften der RechKredV aufgestellt.

Die auf den vorliegenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

B: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für das Unternehmen besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht. Die Aufzeichnungen der Geschäftsvorfälle erfolgten nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung.

Die Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die folgenden allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§ 252 Absatz 1 HGB) wurden beachtet, sofern nicht die Sondervorschriften des § 340e HGB zu berücksichtigen waren:

Bilanzidentität (§ 252 Absatz 1 Nr. 1 HGB)

Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB) (going concern principle)

Einzelbewertung (§ 252 Absatz 1 Nr. 3 HGB)

Prinzip der Vorsicht (§ 252 Absatz 1 Nr. 4 HGB)

Periodenabgrenzung (§ 252 Absatz 1 Nr. 5 HGB)

Bewertungsstetigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 6 HGB)

Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt. Der Bestand wurde mit Kontoauszügen nachgewiesen. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern es der Abnutzung unterlag, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250 und Euro 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt und in Einzelaufstellungen nachgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Sonstige Verbindlichkeiten wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und in Einzelaufstellungen nachgewiesen.

Die Rückstellungen sind in Einzelaufstellungen nachgewiesen. Die anderen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden erkennbare Risiken berücksichtigt. Gegebenenfalls werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt und das gezeichnete Kapital durch Handelsregisterauszug nachgewiesen.

C: Erläuterungen zur Bilanz

Vorjahreswerte in Klammern

Aktivseite

Forderungen an Kreditinstitute

Der Bilanzposten umfasst in Höhe von TEuro 280 (TEuro 264) Bankkonten, die bei einem Kreditinstitut in Deutschland bestehen. Diese Forderungen sind täglich fällig.

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang in einem gesonderten Anlagenspiegel ersichtlich. Es wurde im Rahmen der eigenen Tätigkeit eingesetzt und betraf nur Betriebs- und Geschäftsausstattung. Steuerliche Sonderabschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEuro 62 (TEuro 78) sind insbesondere Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 57 enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beträgt TEuro 3 (TEuro 3) und wurde zur Periodenabgrenzung gebildet.

Passivseite

Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 16 (TEuro 26) handelt es sich in Höhe von TEuro 2 (TEuro 2) um Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Deutschland. TEuro 13 (TEuro 23) entfallen auf Verbindlichkeiten aus bezogenen Leistungen in Deutschland. Die Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEuro 44 (TEuro 54) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEuro 35 (TEuro 48).

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus TEuro 60 (TEuro 60) gezeichnetem Kapital, wovon TEuro 22 (TEuro 22) auf eigene Anteile der Gesellschaft entfallen. Der Bestand der Kapitalrücklage beträgt TEuro 1.412 (TEuro 1.133). Die Gewinnrücklagen belaufen sich auf TEuro 53 (TEuro 53). Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEuro 259 (TEuro 281). Der Bilanzverlust in Höhe von TEuro 1.218 (TEuro 958) enthält neben dem Jahresfehlbetrag einen Verlustvortrag in Höhe von TEuro 958 (TEuro 677).

D: Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahreswerte in Klammern

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 3 (TEuro 1) resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von TEuro 109 (TEuro 107) resultiert aus den Löhnen und Gehältern TEuro 86 (TEuro 84) sowie in Höhe von TEuro 23 (TEuro 23) aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung.

b) andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEuro 153 (TEuro 175). Wesentliche Bestandteile sind Aufwendungen in Höhe von TEuro 86 (TEro 78) für Rechts- und Beratungsleistungen, für Leistungen in Verbindung mit der Finanzbuchhaltung, Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von TEuro 35 (TEuro 53) sowie bezogener Fremdleistungen für Aufsichts- und Meldewesen in Höhe von TEuro 20 (TEuro 22).

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt TEuro -259 (TEuro -281).

Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEuro 259 (Jahresfehlbetrag TEuro 281).

E: Sonstige Angaben

Vorjahreswerte in Klammern

Angaben über die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 0).

Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr war Herr Christopher Kennedy, Master of Business Administration, Purkersdorf, Österreich, Geschäftsführer.

Herr Christopher Kennedy ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über das Honorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr TEuro 24 (TEuro 22) zuzüglich sonstiger Leistungen TEuro 1 (TEuro 1).

Angaben über Mandate in Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften

Im Berichtsjahr wurde kein Mandat in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen.

Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Die MEX Asset Management GmbH, Eschborn soll zukünftig in den Konzernabschluss der MEX Group Worldwide Limited, Honkong, einbezogen werden, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen wird, in den die MEX Asset Management GmbH einbezogen werden soll. Der Konzernabschluss wird bei der MEX Group Worldwide Limited, Hongkong, 20/F Central Tower, 28 Queens Road Central, Hongkong, erhältlich sein.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den sich aus der Verrechnung von Gewinnvortrag und Jahresfehlbetrag ergebenden Bilanzverlust in Höhe von TEuro 1.218 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Derartige Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung wären, bestehen am Bilanzstichtag nicht. Für die Verträge über Büroservice-Leistungen bzw. über die Auslagerung der Lohn- und Finanzbuchhaltung sowie der Abschlusserstellung bestehen hinreichend kurze Kündigungsfristen.

Bestandsgefährdendes Risiko

Die Gesellschaft ist bei der Weiterverfolgung der Umsetzung der strategischen Ziele und der daraus folgenden operativen Tätigkeiten bei der Verfehlung der Ertragsziele auch zukünftig auf die Zuführung von liquiden Mitteln durch die Gesellschafterin angewiesen. Die Gesellschafterin hat die Zusage zur Bereitstellung der erforderlichen Mittel zur Sicherstellung einer ausreichenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelausstattung und Liquidität erteilt. Hierzu liegt ein Gesellschafterbeschluss vor, in dem die Gesellschafterin zusagt, quartalsweise die Vollkosten plus "Puffer" in die Kapitalrücklage der Gesellschaft einzuzahlen. Die Gesellschaft ist sich bewusst, dass - sollten diese notwendigen liquiden Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden - die Fortführung der Unternehmenstätigkeit und damit der Bestand der Gesellschaft kurzfristig gefährdet ist.

 

Eschborn, den 26. April 2024

gez. Christopher Kennedy, Geschäftsführer

Brutto-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.209,88 0,00 0,00 2.209,88
Summe Anlagevermögen 2.209,88 0,00 0,00 2.209,88
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.208,88 1,00 0,00 0,00 2.209,88
Summe Anlagevermögen 2.208,88 1,00 0,00 0,00 2.209,88
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MEX Asset Management GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MEX Asset Management GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEX Asset Management GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 4 des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass die Gesellschaft auf die Zuführung von liquiden Mitteln durch die Gesellschafterin angewiesen ist. Sollten diese liquiden Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit und damit der Bestand der Gesellschaft kurzfristig gefährdet.

Wie in Abschnitt 4 des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 26. April 2024

DASE HAENEL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lutz Michael Dase, Wirtschaftsprüfer

gez. Inez-Maria Haenel, Wirtschaftsprüferin

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

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