DGD Haus des Lebens SDDS gGmbH
Selbe AdresseKirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elvira Seitz seit 17.1.2025 | Prokura |
Simone Klaas seit 23.1.2024 | Geschäftsführer |
Thorsten Kilian seit 23.1.2024 | Geschäftsführer |
Monika Rupenthal seit 3.3.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DGD Stiftung | 86.84% |
| 13.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DGD Haus des Lebens gGmbHHerbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen 1. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter der Nummer HR B 4334 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Herborn. 2. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. 3. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt, in Anlehnung an die Pflegebuchführungsverordnung (PBV). Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Für die Aufstellung des Anhangs nimmt die Gesellschaft größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 4. Die Aktivierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vorgenommen. Abnutzbare Anlagen werden planmäßig, ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechend, linear abgeschrieben. 5. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde berücksichtigt. 6. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten bewertet. Ausfallrisiken werden grundsätzlich durch Einzelabwertungen berücksichtigt. 7. Alle übrigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden mit den Nennwerten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 8. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der Projected Unit Credit Methode unter Berücksichtigung eines Rententrends von 1 % bewertet. Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % per 31. Dezember 2023, durchschnittlicher Marktzins aus den vergangenen zehn Jahren, und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Der nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt T€ 15. Die Rückstellung wurde mit dem ermittelten Aktivwert aus kongruenten Zahlungsströmen in Höhe von T€ 1.248 saldiert. 9. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. 10. Die Gesellschaft hat eine Betriebsvereinbarung über Zeitwertkonten abgeschlossen. Diese Zeitwertkonten wurden mit einem Rechnungszins von 1,74 %, basierend auf dem von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2023 bei einer Laufzeit von 15 Jahren abgezinst (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Zeitwertguthaben sind durch eine Rückdeckungsversicherung insolvenzsicher verpfändet (verrechenbares Planvermögen). Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt zum Stichtag T€ 259. Dieser wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung von T€ 200 verrechnet. Der sich so ergebende Unterschiedsbetrag von T€ 59 wurde als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite ausgewiesen. 11. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. 12. Verbindlichkeitenspiegel
III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 13. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagennachweis (Blatt 4 und 5) dargestellt. IV. Sonstige Angaben 14. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die von der DGD Haus des Lebens SDDS gGmbH, Herborn, aufgenommenen Kredite. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Mithaftung für diese Kredite T€ 4.190. Mit der Inanspruchnahme der genannten Haftungsverhältnisse wird aufgrund der Bonität und der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung nicht gerechnet. 15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, ergeben sich insbesondere aus Mieten für Gebäude. Die jährliche Miete beträgt T€ 1.428. 16. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich:
17. Die Geschäftsführung schlägt vor (Vorschlag Ergebnisverwendung), den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 18. Geschäftsführer war im Berichtsjahr:
Herborn, den 31. Mai 2024 Geschäftsführung Anlagennachweis
Lagebericht 20231. Das Unternehmen Die DGD Haus des Lebens gGmbH, Herborn, - nachfolgend auch kurz "Haus des Lebens" oder "Gesellschaft" genannt - ist seit dem 01.01.2022 eine 100 % Tochtergesellschaft der DGD Stiftung gGmbH in Marburg. Sie ist die Betreiberin von drei Seniorenzentren sowie eine besondere Wohnform für psychisch kranke Menschen. Die dafür notwendigen Immobilien hat sie von der DGD Haus des Lebens SDDS gGmbH - nachfolgend auch kurz "SDDS" genannt - gepachtet. Die Gesellschaft erwirtschaftet 90 % des Umsatzes mit drei Seniorenzentren und 10 % mit den besonderen Wohnformen. "Haus des Lebens" ist dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) als Dachverband angeschlossen. Der bpa bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. 1.1 Gegenstand und Zweck des Unternehmens Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätig kirchliche Zwecke. Der Gesellschaftszweck wird insbesondere verwirklicht durch die selbstlose Unterstützung von Personen, die infolge ihres Alters, ihres körperlichen, geistigen und seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, sowie die Förderung der Alten- und Behindertenhilfe. Die Gesellschaft erbringt ihre Leistung durch Pflege, Betreuung, Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsfürsorge, Therapie und Rehabilitation für ältere, kranke und behinderte Menschen sowie weitere Angebote, die diesen Personengruppen dienen. Dazu betreibt das Haus des Lebens drei Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie zwei Häuser als besondere Wohnform für psychisch kranke Menschen mit angeschlossenen Wohnungen im Rahmen des Betreuten Wohnens. Im Einzelnen sind dies:
Alle Seniorenzentren sind auf einem guten Stand. Das Seniorenzentrum Aartalsee wurde im Jahr 2005 eingeweiht, das in Herborn 2008 und das in Driedorf 2012. Die Häuser verfügen nur über Einzelzimmer mit einem Sanitärbereich. Für alle unsere Häuser haben wir einen Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI mit den Landesverbänden der Pflegekassen in Hessen abgeschlossen. Unsere Pflegesätze und Maßnahmenpauschalen sind mit den Pflegekassen und dem örtlichen Sozialhilfeträger bzw. dem LWV Hessen als überörtlicher Sozialhilfeträger ausgehandelt worden. 1.2 Ziele und Strategien "Jeder Mensch als unverwechselbare Persönlichkeit ist es wert, dass wir uns für ihn mit allen unseren Kräften engagieren." Mit diesem Leitspruch begleiten wir die uns anvertrauten alten und kranken Menschen in unseren Einrichtungen in ihrem Alltag. Wir wollen durch unsere tägliche Arbeit dazu beitragen, dass sie Gottes Liebe und Annahme in unseren Häusern erleben. Dabei kennzeichnen unsere Häuser christliche Werte, die wir der Bibel entnehmen. Insbesondere wollen wir geistliche und seelsorgerliche Bedürfnisse berücksichtigen. In der Pflege und Betreuung sowie in unseren anderen Dienstleistungsbereichen, wie Hauswirtschaft, Küche, Verwaltung und Haustechnik, streben wir eine hohe Qualität an. Das spiegelt sich auch in unseren Pflegesätzen wieder, die im Vergleich mit anderen Pflegeeinrichtungen im Lahn-Dill-Kreis bezüglich der Höhe etwas über dem Durchschnitt liegen. Bei unserem Pflegeangebot konzentrieren wir uns in den Seniorenzentren auf die allgemeine vollstationäre Pflege und die Tagespflege. Als Ergänzung bieten wir in Bischoffen einen gerontopsychiatrischen Bereich an. In Bischoffen konnte zum 01.09.2022 die Tagespflege durch die Nutzung eigener neu ausgestatteter Räume verbessert und auf 12 Plätze erweitert werden. In Herborn wird das vollstationären Angebots von 89 auf 97 Plätze sowie die Tagespflege von 8 auf 16 Plätze erweitert. Dies wird durch einen Anbau an das Haupthaus umgesetzt. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen sein. 2. Gesamtwirtschaftliche Situation und Geschäftsentwicklung 2.1 Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation insbesondere in der Pflege 2.1.1 Nachfrage nach Pflegeplätzen Die demographische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr ältere Menschen gibt und viele von ihnen in den letzten Lebensjahren alleine leben. Häufig treten in dieser Zeit eine Demenz oder eine Pflegebedürftigkeit ein. Auch wenn vieles durch einen ambulanten Pflegedienst aufgefangen werden kann, haben wir den Eindruck, dass die Nachfrage nach vollstationären Pflegeplätzen kontinuierlich steigt. Durch das verbesserte ambulante Angebot kommen die Menschen allerdings erst in einem späteren Stadium der Pflegebedürftigkeit in die Pflegeheime, mit der Konsequenz, dass ihre Verweildauer in den Einrichtungen sinkt und sich damit der bürokratische Aufwand in den Einrichtungen erhöht. 2.1.2 Der Arbeitsmarkt in der Altenpflege Die Anforderungen an die Pflege haben sich verändert. Der Anteil sehr alter Menschen mit multimorbiden Krankheitsbildern und Demenzerkrankungen steigt. Sie werden in Krankenhäusern und in stationären Pflegeeinrichtungen versorgt. Eine Ausbildung für nur einen Versorgungsbereich ist nicht mehr zeitgemäß. In einer neuen Pflegeausbildung sollen darum die Alten-, Kranken und Kinderkrankenpflege verbunden werden. Für die neuen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner bedeutet dies mehr Flexibilität, weil sie im Laufe ihres Berufslebens problemlos den Arbeitsbereich wechseln können. Außerdem wird die generalistische Pflegeausbildung im gesamten EU-Ausland anerkannt. Wie sich diese gemeinsame Pflegeausbildung auf die Altenhilfe und die Krankenpflege auswirkt, bleibt abzuwarten. Durch die Qualifikation von ausreichenden Praxisanleiter sowie durch Kooperationen haben wir uns auf diese Situation vorbereitet und werden auch weiterhin unseren Beitrag im Rahmen der Ausbildung gegen den Fachkräftemangel leisten. Durch eine Reihe von politischen Maßnahmen soll die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert werden. Da der Bedarf an Pflegefachkräften noch zunimmt, wird sich an dem Fachkräftemangel in der nächsten Zeit nichts ändern. Obwohl wir im Landkreis mehrere Pflegeschulen haben und damit gute Ausbildungsmöglichkeiten anbieten, bleibt es auch in unseren Einrichtungen eine stetige Herausforderung alle Fachkraftstellen zu besetzen. 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Wirtschaftliches und rechtliches Umfeld Entgegen den Erwartungen der deutschen Wirtschaft auf eine mögliche ökonomische Erholung in 2023 sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Das Wachstum fiel infolge der weiterhin massiven Auswirkungen des Ukraine-Krieges, spürbar durch die damit einhergegangene Energie-Krise und der weiterhin hohen Inflation (+5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr), für die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland deutlich geringer aus. Hinzu kamen wie im Vorjahr Material- und Lieferengpässe sowie steigende Preise in nahezu allen Wirtschaftssegmenten. Auch der Fachkräftemangel nahm weiteren Einfluss auf diese Entwicklung. Die wirtschaftliche Leistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, das waren +0,7 % mehr als im Vorjahr und erreichte damit einen neuen historischen Höchststand. Zusätzlich belasteten inflationär bedingte Kostensteigerungen im Bereich der Personal- und Sachkosten die wirtschaftliche Situation von Pflegeeinrichtungen enorm. Die gewährten Energiehilfen führten dabei nur zu einer sehr geringen Kompensation gestiegener Kosten. 2.2.2 Tariftreueregelung im Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz Durch die Tariftreueregelung im Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) wurden ab dem 01.09.2022 Pflegeeinrichtungen nur noch zur Versorgung nach SGB XI zugelassen, wenn sie bei der Entlohnung ihrer Beschäftigten in Pflege und Betreuung die Höhe der Entlohnung eines in dem jeweiligen Bundesland anwendbaren Flächen- oder Haustarifvertrages nicht unterschreiten oder bei der Entlohnung ihrer Beschäftigten in Pflege und Betreuung im Durchschnitt das veröffentlichte regional übliche Entgeltniveau sowie die veröffentlichten Durchschnittswerte der variablen pflegetypischen Zuschlage nicht unterschreiten. Zur Umsetzung dieser Regelung wurde mit den Pflegekassen im Versorgungsvertrag vereinbart, dass unsere Pflegeeinrichtungen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Leistungen der Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen erbringen, eine Entlohnung zahlen, welche die Höhe des AVR Diakonie Deutschland nicht unterschreitet. Die Auswirkungen der Tariftreueregelung wurden einrichtungsindividuell ermittelt und damit die Pflegesätze für unsere voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen ab dem 01.09.2022 bis heute im Rahmen der regulären Laufzeiten angehoben. In den besonderen Wohnformen erfolgten Vereinbarungen mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen am 13.12.2023. Die Vertragsdauer bzw. der Leistungszeitraum ist vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024. 2.2.3 Ergebnis Die Haus des Lebens gGmbH schließt mit einem positiven Geschäftsergebnis von TEUR 605 gegenüber einem Vorjahresergebnis von TEUR 1.045 ab. Das Ergebnis 2023 liegt mit TEUR 440 unterhalb des Ergebnisses aus dem Vorjahr. Die Bilanzsumme ist um TEUR 669 von TEUR 5.748 auf TEUR 6.417 gestiegen. Die Personalkostenquote beträgt 57,6 % und stellt den mit Abstand größten Aufwandsposten dar. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,8 % (Vorjahr: 56,2 %). 2.2.4 Entwicklung der Liquidität Eine ausreichende Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 durchgehend gewährleistet. 2.2.5 Entwicklung der Belegung und Pflegekennziffer (PKZ) Entscheidend für das Ergebnis ist die gute Belegung von 98,0 % (Vorjahr: 97,0 %). 2.2.6 Qualitätsentwicklung Neben dem internen Qualitätsmanagement, das weiterhin umgesetzt wird, werden wir durch verschiedene Aufsichtsbehörden begutachtet. Einmal jährlich führt in jedem Seniorenzentrum der Medizinische Dienst in Hessen (MD Hessen) im Auftrag der Verbände der Pflegekassen in Hessen im Rahmen der Regelüberprüfung eine Qualitätsprüfung gemäß §§ 112, 114 SGB XI durch und bewertet die Einrichtungen. 2.2.7 Gesamtaussage Genauso wie in den vergangenen Jahren konnten wir im Haus des Lebens wieder unser Ziel eines operativen Überschusses erreichen. Unsere Liquidität ist weiterhin stabil, sodass wir unsere Kreditlinien nicht in Anspruch nehmen mussten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung a) Risiken Nachfolgend sehen wir folgende Risiken für unser Unternehmen: Kostenentwicklung Bei Kostensteigerungen von rund 2-5% p.a. beim Personal und 2-5% p.a. bei den Sachkosten muss neben notwendigen Kostenreduzierungen ein jährliches Wachstum erzielt werden. Einsparpotentiale durch die digitale Automatisierung von Arbeitsabläufen und Umstellung auf papierlose Datenverwaltung lassen sich nur sukzessive realisieren. Ukraine-Krieg und Nah-Ost Konflikt Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 lassen sich neben erheblichen humanitären Auswirkungen mittelbare und unmittelbare Konsequenzen auf die globale Wirtschaft erkennen. Neben der bereits genannten Inflation von durchschnittlich 5,9 % in 2023 sind vor allem die Energiepreise angestiegen und konnten durch Rettungsschirme für Krankenhäuser (§ 26f KHG) und Einrichtungen der Altenhilfe (§ 154 SGB XI) nur teilweise kompensiert werden. In fast allen Sachkosten- und Dienstleistungsbereichen zog der Anstieg der Energiekosten eine deutliche Preissteigerung nach sich. Durch den ausgebrochenen militärischen Konflikt in Israel haben die geopolitischen Risiken weiter zugenommen. Nachlaufende negative realwirtschaftliche Effekte (z.B. Beeinträchtigungen von Lieferketten und Medikamentenverfügbarkeiten), die den Sektor belasten können, sind jedoch nicht auszuschließen. Fachkräftemangel Sowohl der regionale als auch überregionale Wettbewerb um Fachkräfte dominierte auch im Berichtsjahr 2023 und nahm maßgeblichen Einfluss auf die Personalgewinnung sowie Personalbindung. Wenngleich die globale pandemische Lage im Geschäftsjahr abklang, so trug sie dennoch zuvor dazu bei, dass der Bedarf an pflegerischem Personal weltweit weiter anstieg. Maßnahmen wie die Generalisierung der Pflegeausbildung können aktuell und mittelfristig die Lage nicht entspannen, sodass auch in den nächsten Jahren das Risiko des Fachkräftemangels fortbesteht. Viele Pflegekräfte verlassen trotz erheblicher Gehaltssteigerungen die Branche und zu wenige neue Nachwuchskräfte können gewonnen werden. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung verschärft die Situation. Als christlich-diakonisch ausgerichteter Träger begegnet der DGD diesen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt durch wirksame Mitarbeiterbindung und -gewinnung sowie einer werteorientierten Führungskultur. b) Chancen Neben den beschriebenen Risiken müssen vor allem sich bietende Chancen thematisch betrachtet werden. So z. B. die Zentralisierung, strukturierte Personalgewinnung, Digitalisierung, Risiko- und Qualitätsmanagement und Datenschutz sind auch in 2024 Themen von hoher Bedeutung für die Gesellschaft. Zentralisierung Im Konzern wird die Zentralisierung weiterhin vorangetrieben. Wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen wir durch eine stärkere interne Zentralisierung sekundärer Prozesse im Sinne einer strukturierten Organisationsentwicklung. Durch die Etablierung und Weiterentwicklung einer Vielzahl von zentralen Diensten in der DGD Stiftung gGmbH wird die Fachexpertise einerseits erhöht, Standardisierung geschaffen und die Vernetzung im Verbund andererseits gestärkt. Personalgewinnung Die Führungs- und Unternehmenskultur des DGD als diakonisch-christlicher Dienstgeber ist geprägt von christlichen Werten und dadurch für die Gewinnung neuer Mitarbeitenden, ihrer Entwicklung und Bindung sehr wesentlich. Außerdem trägt sie erheblich zum Erfolg vielfältiger Maßnahmen bei. Auch im Geschäftsjahr 2023 war der Wettbewerb rund um Fachkräfte branchenweit sehr präsent. Um eine hohe Versorgungsqualität für unsere Bewohner sicherzustellen, gewährleisten unsere Führungskräfte eine angemessene Arbeitsplatz- und Arbeitsablaufgestaltung in sämtlichen Bereichen. Die Mitarbeitenden haben über digitale Lernplattformen und viele Präsenzschulungen Zugang zu einem umfassenden Angebot an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. 3.2 Prognose Insgesamt erwarten wir auf Basis unseres Wirtschaftsplanes für das Jahr 2024 ein positives Ergebnis von 120 TEUR. Der Fokus liegt in den kommenden Jahren auf der wirtschaftlichen Sicherung unserer Einrichtungen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen weltweit gestalten, auch insbesondere aufgrund von weltwirtschaftlichen Krisen im Nah-Ost-Konflikt oder der Ukraine. Durch deren Komplexität und Dynamik ist es sehr herausfordernd und unsicher, differenzierte Vorhersagen in Bezug auf die Auswirkungen der Gesellschaft zu treffen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir jedoch davon aus, dass keine wesentlichen Unsicherheiten bezüglich der künftigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft vorliegen und somit keine Bestandsgefährdung besteht. Einige der in diesem Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf derzeitigen Erkenntnissen sowie auf der Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige, die Gesellschaft betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen - insbesondere unter Berücksichtigung des derzeitigen Ukrainekonfliktes und deren weitere Entwicklung - unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse hiervon abweichen können.
Herborn, den 31.05.2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DGD Haus des Lebens gGmbH, Herborn: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DGD Haus des Lebens gGmbH, Herborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DGD Haus des Lebens gGmbH, Herborn, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Marburg, den 14. Juni 2024 GBZ
Revisions und Treuhand AG
Boller, Wirtschaftsprüfer Trenker, Wirtschaftsprüfer |
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