Werbemittel-Verteilung Rhein-Erft Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Niebuhr seit 4.5.2018 | Prokura |
Regina Pude-Buesdorf seit 4.5.2018 | Prokura |
Ulf Stefan Dahmen seit 24.4.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KommanditgesellschaftKölnKonzernabschluss zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co.KG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Kon-ernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 28. April 2023 AHW
Treuhand GmbH
Michael Becker, Wirtschaftsprüfer Oliver Conrad, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, KölnAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Köln
Konzern-Kapitalflussrechnung 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, KölnKonzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Köln
Konzernanhang für 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, KölnAllgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Rheinisches Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRA 7725 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, sowie die folgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen: - Verlag Anzeigen und Informationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Frechen, - Bergisches Handelsblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, - Kölner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Leverkusener Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Werbepost Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - VSW Verlag Schlossbote/Werbekurier GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - Oberbergische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Gummersbach, - RAG Interactive GmbH & Co. KG, Köln, - EWI Euskirchener Werbe-Informationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - SPO Sonntags Post Verlag GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Frechen, - Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bonn, - BDW Bergische Direkt-Werbung GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Gummersbach, - VWP Verlag für Werbe-Publikationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bonn, - Rhein-Sieg-Anzeigenblatt GmbH, Bonn, - RAG-Stadtmagazine-GmbH, Brühl, - RDW Rheinische Direkt-Werbung GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln - Werbemittel-Verteilung Rhein-Erft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - RAG-Redaktionsservice GmbH, Frechen, - Neue Presse Verlags GmbH, Köln, - RAG-Service GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - RAG-Satztechnik-GmbH, Köln. Auf die Einbeziehung von Komplementär-Gesellschaften der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften wurde gemäß § 296 HGB verzichtet, da ihre Einbeziehung für die Vermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Bei der Erstkonsolidierung der Neue Presse Verlags GmbH, Köln, in 2008 wurde angenommen, dass die Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung mit den Buchwerten identisch sind. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung erfassten wir bis zum 31. Dezember 2009 innerhalb des Eigenkapitals. Zum 31. Dezember 2010 erfolgte aufgrund von § 301 Abs. 3 HGB eine Umgliederung der verbleibenden passivischen Unterschiedsbeträge aus dem Eigenkapital in die Position "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung". Ein sich dabei ergebender aktiver Unterschiedsbetrag bei der Erstkonsolidierung der Verlag Anzeigen und Information GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Frechen, in Höhe von EUR 2.474,55 wurde mit einem passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung verrechnet. Die H. Neusser Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Bonn, war zum 31. Dezember 2014 mit 33 1/3 Prozent am Gesellschaftskapital der Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Bonn, beteiligt. Im Geschäftsjahr 2015 ist die Gesellschaft als Kommanditistin aus der BAG KG ausgeschieden. Im Wege der Gesamtrechtsnachfolge ist die H. Neusser Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bonn, als neue Kommanditistin eingetreten. Die Eintragung des Gesellschafterwechsels im Handelsregister erfolgte am 29. September 2015. Der auf die H. Neusser Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bonn, entfallende Kapitalanteil sowie die indirekten Anteile an aktiven und passiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung werden auf der Aktivseite als Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Zum 12. Dezember 2020 ist als Kommanditist der BAG KG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge die H. Neusser Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bonn ausgeschieden. Eingetreten als Kommanditist ist die General-Anzeiger Bonn GmbH, Bonn. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände bewerteten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt worden: Software: Anschaffungen ab 2001: 3 Jahre. Geschäfts- oder Firmenwert: Anschaffungen ab 2014: 5 Jahre. Die Sach- und Finanzanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit anwendbar unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen nahmen wir teils linear, teils degressiv vor (nur noch zulässige Altfälle). Die Vorräte sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt wegen entsprechender Ausübung des Wahlrechts. Erläuterungen zur Konzernbilanz AnlagevermögenEntwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Köln
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren unverändert zum Vorjahr ausschließlich aus Darlehensforderungen. Eigenkapital Das Kommanditkapital von TEUR 26 entspricht dem bei der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, ausgewiesenen Kommanditkapital. Das anteilige Jahresergebnis der Kommanditisten wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Nachzahlungen für Sozialversicherungsbeiträge für Vorjahre (TEUR 458), Provisionen/Zielvereinbarungen (TEUR 265), Urlaubsverpflichtungen (TEUR 234), Berufsgenossenschaft (TEUR 142), Prüfungskosten (TEUR 100), Rabatte (TEUR 77) und Tantiemen (TEUR 111). Verbindlichkeiten in TEUR
Die Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern betreffen mit TEUR 26 (Vj.: TEUR 26) Darlehensverbindlichkeiten und mit TEUR 78 (Vj.: TEUR 72) das Verrechnungskonto. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Ergebnisanteilen. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaftern betreffen mit TEUR 199 (Vj.: TEUR 130) Leistungsverrechnungen und mit TEUR 244 (Vj.: TEUR 415) die noch nicht entnommenen Ergebnisanteile der anderen Gesellschafter. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten; die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Leistungsverrechnungen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge Hierin enthalten sind Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie weitere periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 41 (Vj.: TEUR 210) sowie Corona-Hilfen aus Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 1.134). Letztere stellen außergewöhnliche Erträge dar. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 285 (Vj.: TEUR 371). Steuern vom Ertrag Die Position enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 38. Gewinnverwendung Gemäß Gesellschafterbeschluss der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft können die nach Abzug der bereits vorab entnommenen Beträge verbleibenden Restgewinnanteile für das Geschäftsjahr 2022 in voller Höhe entnommen werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Mietverträge enden zwischen 2023 und 2027. Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Konzernmutter erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es bestehen keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung erfolgt durch die Rheinische Anzeigenblatt GmbH, Köln. Als deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 bestellt: - Helmut Heinen, Köln, - Karsten Hundhausen, Köln (bis zum 20. Juni 2022) - Mirco Striewski, Wuppertal (ab 21. Juni 2022). Dem Beirat der Rheinische Anzeigenblatt GmbH, Köln, gehörten an: - Christian DuMont Schütte, Köln, - Helmut Heinen, Köln. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 100. Nachtragsbericht Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf den Abschluss 2022 sind nicht eingetreten. Anteilsbesitz des Konzerns Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln Der Anteilsbesitz des Konzerns ist gemäß § 313 Abs. 2 HGB wie folgt dargestellt. Befreiung der Tochtergesellschaften von der Anwendung der §§ 264, 264a ff. HGB Folgende Gesellschaften machen gemäß § 264b HGB von der Möglichkeit Gebrauch, auf die Anwendung der §§ 264 ff. HGB zu verzichten, aufgrund ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln: - Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Verlag Anzeigen und Informationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Frechen, - Bergisches Handelsblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, - Kölner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Leverkusener Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Werbepost Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - VSW Verlag Schlossbote/Werbekurier GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - Oberbergische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Gummersbach, - RAG Interactive GmbH & Co. KG, Köln, - EWI Euskirchener Werbe-Informationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - SPO Sonntags Post Verlag GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Frechen, - Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bonn, - BDW Bergische Direkt-Werbung GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Gummersbach, - VWP Verlag für Werbe-Publikationen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bonn, - RDW Rheinische Direkt-Werbung GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, - Werbemittel-Verteilung Rhein-Erft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brühl, - RAG-Service GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln. Die Tochtergesellschaften Neue Presse Verlags GmbH, Köln, Rhein-Sieg-Anzeigenblatt GmbH, Bonn, RAG-Stadtmagazine GmbH, Brühl, und RAG-Redaktionsservice GmbH, Frechen, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Sie sind von der Anwendung der §§ 264 ff. HGB befreit aufgrund ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln, und des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bonn, bzw. Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 795 gezahlt (Vj. TEUR 655 gezahlt). Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel / Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Der auf die Kommanditisten entfallende Jahresüberschuss wird gemäß Gewinnverwendungsbeschluss über die Vorabentnahme auf den laufenden Gewinn 2022 vollständig den Kommanditisten zugerechnet und unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten ausgewiesen. Die direkten (TEUR 5) und indirekten Eigenkapitalanteile (TEUR 3) des Minderheitsgesellschafters General-Anzeiger Bonn GmbH, Bonn, am Gesellschaftskapital der Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Bonn, werden zusammen mit den negativen, indirekten Anteilen (TEUR 124) aus der Kapitalkonsolidierung der BDW Bergische Direkt-Werbung GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Gummersbach, als Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.
Köln, 27. April 2023 Rheinische Anzeigenblatt GmbH Geschäftsführung gez. Johannes Heinen gez. Mirco Striewski Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Köln1. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Unternehmens Der Konzern betreibt Verlagsgeschäfte zur Herausgabe von Druckerzeugnissen, insbesondere von Anzeigenblättern und Zeitschriften, zur Verteilung von Prospekten als Zeitungsbeilagen oder im Wege der Direktzustellung sowie Online-Mediengeschäfte zur Herausgabe von Onlinediensten und Onlinewerbung. Der Konzern umfasst im Berichtsjahr neben dem Mutterunternehmen vierzehn Betriebsgesellschaften, und einen Teilkonzern, die Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft mit fünf operativ tätigen Firmen. Die Betriebsgesellschaften geben in ihrem jeweiligen Verbreitungsgebiet wöchentlich Anzeigenblätter heraus, die an alle privaten Haushalte und Gewerbebetriebe zugestellt werden. Insgesamt werden zum Schluss des Berichtsjahres unter dem Dach des Konzerns 12 Titel mit 40 Lokalausgaben am Wochenende verteilt. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf den Regierungsbezirk Köln. Die operativen Firmen sind im Verbreitungsgebiet mit Geschäftsstellen ansässig. Das wirkt sich vorteilhaft auf die zu betreuenden Lokalkunden vor Ort aus, unterstreicht aber auch die Verbundenheit des jeweiligen lokal tätigen Verlages zur Region. Standorte befinden sich in Köln und Bonn sowie in Bergisch-Gladbach, Brühl und Frechen. Die wesentliche unternehmerische Tätigkeit besteht im Verkauf von Anzeigen und Beilagen für die jeweiligen Titel. In den Anzeigenblättern wird redaktionell über lokale und sublokale Ereignisse, z.B. Kommunalpolitik, Vereinstätigkeiten und Kultur- und Freizeitangebote berichtet. Darüber hinaus gibt es im Teilkonzern Bonner Anzeigenblatt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft zwei eigene Zustellgesellschaften, die für die Betriebe des Konzerns die Zustellung der Anzeigenblätter durchführen. Außerdem erfolgen im Bedarfsfalle in einzelnen Gebietsteilen Prospektzustellungen über Dritte (Verteilgruppen). Daneben werden in den Städten Brühl, Erftstadt, Hürth, Wesseling (Rhein-Erft-Kreis), in den südlichen Stadtteilen Kölns und in den Kommunen Eitorf, Windeck, Hennef, Sankt Augustin und Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis) monatlich erscheinende Stadtmagazine herausgegeben. In der RAG-Stadtmagazine-GmbH werden die Aktivitäten der Stadtmagazine im Rhein-Erft-Kreis und im Kölner Süden gebündelt, während die Magazine im Rhein-Sieg-Kreis durch die Rhein-Sieg-Anzeigenblatt GmbH herausgegeben werden. Des Weiteren erfolgt in einem eigenen Satzbetrieb des Konzerns die Druckvorlagenherstellung für neun Titel. Der Satzbetrieb wurde im Dezember 2020 in die dafür gegründete neue Dienstleistungsgesellschaft RAG-Satztechnik-GmbH ausgegliedert. In der RAG-Redaktionsservice GmbH sind nunmehr alle, bislang noch teilweise selbstständigen Redaktionen mit Ausnahme Bonn und Siegburg zusammengefasst. Ferner sind die Innendienste der einzelnen Verlage in den vergangenen Jahren sukzessive in die VSW Verlag Schloßbote/Werbekurier GmbH & Co. KG, Brühl integriert worden. Vor dem Hintergrund des wachsenden Kostendruckes und sinkender Umsätze bieten diese organisatorischen Änderungen gute Möglichkeiten, personelle Ressourcen zweckgerichteter und titelübergreifend einzusetzen. Die Hauptkundenschichten kommen aus dem Einzelhandel (56%) und dem Dienstleistungsgewerbe (27%), gefolgt von den Branchen Gesundheitswesen, Industrie, Handwerk und Kapital. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage 2022 ist weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie der vergangenen beiden Jahre beeinflusst. Zusätzlich wirkt sich seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine die Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation negativ auf die Etats der werbetreibenden Wirtschaft aus. Etatkürzungen, die auf Seiten der Verlage zu Erlösminderungen führen, sind zu befürchten. Insbesondere der Einzelhandel im lokalen und sublokalen Umfeld ist geprägt von Kunden- und Umsatzrückgängen. Seit Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres hat sich bedingt durch die immensen Steigerungen der allgemeinen Energiekosten sowie durch die nahezu Verdreifachung der Papierkosten ein Umfeld gebildet, dass die Werbewirtschaft zunehmend dazu zwingt, auf die Kostenbremse zu treten. Infolge dessen haben zahlreiche in großer Frequenz und mit hoher Auflage Beilagen streuende Werbekunden begonnen, ihre Streukreise zu optimieren und durch Minderungen von Streufrequenzen und -auflagen ihrerseits Kosten einzusparen. Hinzu kommt, dass sich bedingt durch die Rohstoffknappheit die allgemeine volkswirtschaftliche Diskussion um Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zunehmend verfestigt hat. Nicht selten wird die Abkehr - oder zumindest eine Verbrauchsreduktion - vom Rohstoff Papier gefordert. Entsprechend dieser gesellschaftlichen Strömung haben bereits erste Handelsunternehmen für sich entschieden, die Streuung von Werbebeilagen zu verringern bis hin zu gänzlich aus der Beilagenwerbung auszusteigen. Die Wettbewerbssituation ist ebenfalls als schwierig einzustufen. Neben in größeren Teilgebieten erscheinenden Wochenpublikationen mit Haushaltszustellung agiert eine Vielzahl kleinerer Unternehmen mit der Herausgabe von monatlich erscheinenden Stadt- und Ortsteilmagazinen überwiegend im Wege der Stapelauslage. Diese erhöhen den Preisdruck im Anzeigenbereich. Im Prospektbereich ist "Einkauf aktuell" der Deutschen Post AG im Hinblick auf unser überregionales Kundensegment als ein sehr ernst zu nehmender Wettbewerber, der aufgrund ihm möglicher Quersubventionierung und marktfremder Rahmenbedingungen mit entsprechenden Angeboten auftritt, anzuführen. Alternative Werbeangebote z. B. eigene Homepage, Internetportale oder auch Rundfunkwerbung veranlassen einige Kundenschichten, auch diese Medien verstärkt zu belegen. Zunehmende Bedeutung erfahren darüber hinaus überregionale Vermarkter/Werbeagenturen durch ihre Kundenbündelung und die Ausübung eines entsprechenden Preisdruckes. All diese Umstände tragen zu einer wirtschaftlich schwierigen Entwicklung bei. 2.2 Geschäftsverlauf Trotz der Tatsache, dass die Corona Krise der vergangenen beiden Jahre mittlerweile weitestgehend überwunden ist, bleibt der Geschäftsverlauf unruhig und der Konzernumsatz konnte trotz erhöhter Verkaufsanstrengungen und Preiserhöhungen zum 1. Januar 2022 insgesamt nur um 2,8% auf Tsd. € 43.935 gesteigert werden. Im Vergleich zu dem noch durch Corona belasteten Vorjahr wurden 1,2 Mio. € mehr Umsätze erzielt und dabei resultieren 1,9 Mio. € aus dem Großkundengeschäft, während der Umsatz aus dem Lokalgeschäft um 0,7 Mio. € gesunken ist. Die massiven Kostensteigerungen infolge des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine beeinflussen das Werbeverhalten der Werbewirtschaft erheblich. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, neutralem Ergebnis und Steuern) des Konzerns liegt 25,6% unter dem Vorjahr und damit unter dem prognostizierten EBIT für 2022. In 2022 haben sich 53 Wochenausgaben ergeben. 2.3 Lage Ertragslage Das Anzeigengeschäft erbrachte im Berichtsjahr ca. 44,5% des Umsatzes, die Prospektverteilung durch Zeitungsbeilagen und die Direktverteilungen etwa 51,3% des Gesamtumsatzes. Die Anzeigenmengen, bewertet in Anzeigenmillimeter, sind gegenüber dem Vorjahr um 8,6% und der Gesamtumfang der produzierten Seiten ist um 2,1% gesunken. Die Anzeigenerlöse konnten dennoch um 1,8% gesteigert werden. Nach wie vor liegt der deutliche Schwerpunkt der gestalteten Anzeigen auf den Geschäftsempfehlungen der Kunden mit 58%; der Anteil der Rubrikenanzeigen liegt bei 42%. Hier stehen im Vordergrund die Rubriken Stellenmarkt, Familienanzeigen, Immobilien und Kfz. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Kleinanzeigen, wobei hier die Rubriken Immobilien und Stellenmarkt besonders zu erwähnen sind. Die Zeitungsbeilagen haben sich mengenmäßig mit 0,8%, die Prospekte aus der Direktverteilung mit 19,9% rückläufig entwickelt. Der Rückgang bei den Direktverteilungen ist mit dem Wegfall des Geschäftsfeldes Direktverteilung zu begründen, nachdem die Ausgabe von Anzeigenblättern zur Wochenmitte ab April 2020 konzerneinheitlich auf das Wochenende verschoben wurde. Insgesamt wurden daher 8 Mio. Prospekte (1,0%) weniger gegenüber dem Vorjahr verteilt. Die Umsätze aus den Zeitungsbeilagen sind dabei um 3,0% gestiegen und die aus der Direktverteilung um 34,1% gesunken. Der mengenmäßige Rückgang der verteilten Prospekte ist nahezu ausschließlich dem Werbeverhalten nach der Pandemie und infolge der Ukraine-Krise und den damit verbundenen Unsicherheiten bei der werbetreibenden Wirtschaft geschuldet. Insgesamt beträgt die verteilte Auflage der Anzeigenblätter zum 31.12.2022 1.511.606 (Vj. 1.518.083) Stück und bleibt bei einem Rückgang von 0,4% damit auf gleichem Niveau. Die Online-Erlöse sind nach einem Rückgang im Vorjahr in 2022 um 18,1% gestiegen. Der Anteil der Online-Erlöse am Gesamtumsatz (4,4%, Vj. 3,9%) konnte gesteigert werden. Auf der Kostenseite ist der Aufwand für die Zeitungsherstellung entsprechend der zuvor beschriebenen mengen- und preismäßigen Gegebenheiten um 10,5% gestiegen. Im Berichtsjahr hat sich ein Aufwand von 14.091 Tsd. € (Vorjahr: 12.747 Tsd. €) ergeben. Die differenzierte Betrachtung des Aufwandes für die Zeitungsherstellung zeigt einen Rückgang bei den reinen Druck- und Farbkosten von etwa 3,3%, bei den Satzkosten von 12,6% und bei den Einsteckkosten für maschinelle Beilagen von 0,2%. Der Aufwand für das bezogene Zeitungspapier liegt dagegen um 74,5% über dem Vorjahr. Einerseits ist dies dem Mengeneffekt geschuldet, andererseits der Lage auf dem Papiermarkt, wonach die Preise explodiert sind. Diesen Kostensteigerungen bei der Herstellung konnte nicht durch weitere Mengenveränderungen begegnet werden. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 eine Materialaufwandsquote von 32,1%, welche damit in etwa der für das Geschäftsjahr prognostizierten Materialaufwandsquote von 32,3 % entspricht. Die Zustellkosten für Anzeigenblätter, Beilagen und Direktvertrieb sind insbesondere infolge der gesetzlichen Mindestlohnerhöhungen in 2022 und der gestiegenen Kraftstoffpreise um 7,7% gestiegen. Die durchschnittliche Zahl der Zusteller ist daher im Berichtsjahr nochmal um weitere 107 auf 4.165 gesunken. Im Personalbereich spiegelt der Anstieg der Kosten die strukturellen Veränderungen und die Beendigung von Kurzarbeit wider. Die Zahl der Beschäftigten ist mit durchschnittlich 150 Mitarbeitern, ohne Boten und Aushilfen, gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken (Vj.: 175). Der Personalaufwand liegt danach bei 56 Tsd. € je Mitarbeiter (Vj.: 48 Tsd. € je Mitarbeiter). Mit Wirkung zum 31. Januar 2022 wurde der Kölner Wochenspiegel eingestellt. Seit dem 1. Februar 2022 erscheint als Ersatzprodukt für den eingestellten Wochenspiegel das neue Anzeigenblatt "Express der Woche" ebenso im gesamten Kölner Stadtgebiet. Mit einer inhaltlich boulevardesken Ausrichtung und einem vergleichsweise stärkeren Markenauftritt soll versucht werden, Kundenabwanderungen zu reduzieren. Die Vermarktung sowie die inhaltliche Erstellung des "Express der Woche" erfolgen vollständig extern im Dienstleistungsauftrag, wodurch sich erhebliche Mehrkosten bei den sonstigen Dienstleistungen und bei den Vermarktungskosten im Vergleich zum Vorjahr ergeben, die nicht durch Einspareffekte aus der Einstellung des Kölner Wochenspiegel und der Schließung der Geschäftsstelle aufgefangen werden konnten. Die übrigen Kostenpositionen konnten weitgehend gesenkt werden und bewegten sich im Verhältnis zu den betrieblichen Erträgen etwa gleichbleibend zum Vorjahr. Das EBIT des Konzerns beträgt im Berichtsjahr 4.243 Tsd. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 1.467 Tsd. € bzw. 25,6% gesunken. Die begonnene Marktbelebung im 2. Halbjahr 2021 wurde zu Beginn des Jahres 2022 durch den Ukraine-Krieg aufgehoben. Das EBIT liegt damit erwartungsgemäß deutlich unter der Prognose aus dem Vorjahr, bei der die Energiekostenpreissteigerungen infolge der Ukraine-Krise noch nicht einbezogen waren. Finanzlage Die Liquiditätsanalyse des Konzerns ergibt sich aus der Kapitalfluss-Rechnung in diesem Konzernabschluss. Danach ist der Finanzmittelfonds im Berichtsjahr insgesamt um 1.896 Tsd. € gesunken. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (3.485 Tsd. €, Vj.: 5.166 Tsd. €) ist dabei im Vergleich zum Vorjahr um 1.681 Tsd. € gesunken und spiegelt die unruhige Geschäftsentwicklung bei steigenden Umsatzerlösen und steigenden Kosten wider. Im Berichtsjahr ergaben sich keine nennenswerten Investitionen, die einen Liquiditätsabfluss bewirkt hätten. Durch den Zufluss von Beteiligungserträgen ergibt sich ein positiver Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft wie in Vorjahren Auszahlungen an die Gesellschafter aus Ergebnisanteilen für Vorjahre. Vermögenslage Bei den kurzfristigen Forderungen handelt es sich um offene Anzeigen-/Beilagen- und Direktverteilungsrechnungen zum Bilanzstichtag - zu einem großen Teil aus dauerhaften Geschäftsbeziehungen, aber auch um Gewerbesteuerforderungen gegen die Finanzverwaltung. Die Ausbuchungsquote von Forderungen bleibt zum Stichtag 31.12.2022 gegenüber dem Vorjahr mit 0,4% (0,7%) auf niedrigem Niveau. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stellen Lieferantenrechnungen zum Bilanzstichtag, größtenteils für die Herstellung dar und waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen ausgeglichen. Die übrigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Gesellschaftern und resultieren aus den Gewinnzuweisungen des Geschäftsjahres. Rückstellungen sind neben der Gewerbesteuer insbesondere für die Abrechnung der Rabattabschlüsse der Anzeigenkunden, Personalrückstellungen und für Prüfungskosten gebildet worden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Rückstellungen für Gewerbesteuer um 19 Tsd. € gestiegen, während die sonstigen Rückstellungen um 115 Tsd. € gesunken sind. Der Konzern benötigt weiterhin kein Fremdkapital; neben den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus offenen Lieferantenrechnungen und Abgaben (Steuern und Sozialversicherung) bestehen zum Bilanzstichtag insbesondere sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Mitarbeitern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus den Gewinnzuweisungen der Vorjahre sind zum 31.12.2022 beglichen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Konzerns verwendet die Geschäftsführung im Wesentlichen Steuerungsgrößen, die sich aus den operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, Materialaufwandsquote, EBIT) ableiten. Das EBITDA (EBIT vor Abschreibungen) als weitere Steuerungsgröße ist gegenüber dem Vorjahr um 1.479 Tsd. € gesunken und liegt damit unter der Prognose aus dem Vorjahr. 3. Prognose-, Risiko-, Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Für das Jahr 2023 wurde im Herbst des letzten Jahres eine Planung erstellt, die mit großen Unsicherheiten behaftet ist, weil das zukünftige Werbeverhalten der werbetreibenden Kunden infolge der massiven Kostensteigerungen durch die anhaltende Ukraine-Krise nicht absehbar ist. Im Erlösbereich wird daher bei den Beilagen und Direktverteilungen mit weiteren Rückgängen gerechnet während bei den Anzeigen und im Onlinebereich auf eine Belebung der Märkte gesetzt wird. Insgesamt wird von erzielbaren Umsatzerlösen auf dem Niveau von 2022 ausgegangen. Bei unterstellter konstanter Mengenentwicklung werden die Kostenpositionen für die Zeitungsherstellung unverändert hoch bleiben. Bei den Papierpreisen gehen wir aufgrund der schon infolge der Corona-Pandemie entstandenen Ressourcenengpässe und der anhaltend hohen Energiekosten von gleichbleibenden Kosten aus, während im Bereich der Druck-, Satz- und Beilageneinsteckkosten mit Rückgängen gerechnet wird. Im Bereich der Zustellung werden sich die Kosten zum einen aufgrund des zuletzt zum 1.10.2022 angehobenen gesetzlichen Mindestlohnes erhöhen und zum anderen durch die erheblich steigenden Kraftstoffpreise. Nicht abschließend vorhersehbar ist weiterhin der zunehmende Mangel an eigenen Zustellern. Dies führt voraussichtlich zu Mehraufwand, wenn vermehrt temporär Fremdverteiler eingesetzt werden müssen. Die weitere Entwicklung des Werbeverhaltens, insbesondere der lokalen mittelständischen Unternehmen, und die damit eventuell verbundenen Erlösrückgänge können zurzeit größenmäßig nicht prognostiziert werden. Das muss auch vor dem Hintergrund der sich noch nicht abzeichnenden Entwicklungen in diversen Branchen aufgrund der Corona-Pandemie und zusätzlich der Ukraine-Krise gesehen werden. Angestrebt wird weiterhin ein Ausbau der Online-Aktivitäten, insbesondere im Jobmarkt, der einzelnen Betriebsgesellschaften und deren zielgerichtete Vermarktung. Hier werden Umsatzverbesserungen gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auch Module wie Leserreisen und Sondervermarktungsaktionen dürften - wenn auch geringfügig - zur Stabilisierung der Umsatzlage beitragen. Für das Jahr 2023 gehen wir insgesamt von einer gleichbleibenden Materialaufwandsquote in Höhe von 31,3% (Vj. 32,1 %) aus. Das EBIT wird nach unseren ursprünglichen Planungen für 2023 mindestens auf dem Niveau von 2022 liegen. Die in der Planung gesteckten Ziele dürften aber aufgrund der Erwartungen zu den anhaltenden Kostensteigerungen kaum zu erreichen sein, weil die Werbebranche durch die derzeitige Wirtschaftskrise je nach deren Dauer weiterhin empfindlich getroffen wird. Aufgrund der prognostizierten Geschäftsentwicklung in 2023 erwartet die Geschäftsführung für den Prognosezeitraum aufgrund der zum 31. Dezember 2022 bestehenden liquiden Mittel sowie der erwarteten Geschäftsentwicklung in 2023 auch unter Berücksichtigung der geplanten Ergebnisausschüttungen aus dem Ergebnis 2022 eine jederzeit hinreichende Liquiditätsausstattung. 3.2 Risikobericht Die durch die Corona-Pandemie eingetretene und andauernde Wirtschaftskrise sowie die noch nicht abschätzbare weitere Entwicklung der Wirtschaftskrise infolge der Ukraine-Krise werden den Konzern bzw. seine Betriebsgesellschaften unverändert hart treffen. Es werden weiterhin alle Kostenpositionen ständig auf deren absolute Notwendigkeit überprüft, um den eintretenden drastischen Auftragsrückgängen bei deutlich steigenden Betriebskosten entsprechend entgegenzuwirken. Wie auch in den Vorjahren unterliegt der Konzern darüber hinaus konjunkturellen, aber auch strukturellen Einflüssen, die besonders im Einzelhandel zu weiterhin rückläufiger Auftragsvergabe führen. Hinzu kommt die von den Internetmärkten ausgehende Konkurrenz im Rubrikengeschäft. Risiken werden daher in einer unübersichtlichen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere für den lokalen Einzelhandel, gesehen. Auch der fortschreitende Strukturwandel im Einzelhandel, insbesondere bei den Inhabergeführten Geschäften, stellt ein Risiko für den Konzern dar. Rückgänge in der Umsatz- und Ertragslage dieser für den Konzern bedeutenden Kundenschicht, aber auch Geschäftsaufgaben, verbunden mit dem Wechsel von bisher Inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften zu Filialbetrieben großer Ketten, wirken sich negativ auf die Konzernlage aus. Weiterhin besteht Konkurrenzdruck durch bundesweit aufgestellte große Verteilorganisationen und überregional agierende Vermarkter, die nach wie vor sehr preisaggressiv auftreten. Daneben bestehen Risiken durch kleinere, im Gebiet agierende Verlagsunternehmen und Verteilorganisationen, die zu Niedrigstpreisen, zum Teil unter Selbstkosten, aggressiv am Markt agieren. 3.3 Chancenbericht Wir versuchen im Lokalgeschäft auch weiterhin, durch gezielte Verkaufsoffensiven insbesondere den Verkauf von Anzeigen, Full-Service-Beilagen (Druck und Verteilung aus einer Hand) und standardisierten Online-Produkten zu forcieren. Durch redaktionelle Sonderthemen und entsprechender Incentivierung des Verkaufsaußendienstes wird versucht, den lokalen Einzelhandel zu Zusatzschaltungen zu bewegen. Auch weiterhin liegt ein besonderer Focus auf der Gewinnung von Neukunden, für die ebenfalls gesonderte Provisionsanreize im Verkauf gesetzt werden. Die vorbeschriebenen Verkaufsoffensiven sind dabei i.d.R. als Wettbewerb unter den Verkäufern angelegt. Derjenige Verkäufer, der innerhalb eines definierten Zeitraums eine wiederum definierte Mengen- oder Umsatzvorgabe erreicht, gewinnt den Wettbewerb und wird in nochmals besonderer Art hervorgehoben. Auf der Kostenseite wurde im Berichtsjahr eine Neuaufstellung aller Verkaufsregionen vorgenommen, mit der Zielsetzung, die nach Corona verbliebenen Lokalkunden auch zukünftig bestmöglich durch den Außendienst zu betreuen, gleichzeitig aber auch die Verkaufskosten der jeweiligen Region dem nach Corona verminderten Umsatzniveau anzupassen. Diese Prozesse sind fließend, obliegen also einer ständigen Überprüfung und ggf. weiteren Anpassung an sich neu ergebende Rahmenbedingungen im Verlauf des neuen Geschäftsjahres 2023.
Köln, 27. April 2023 Rheinische Anzeigenblatt GmbH Geschäftsführung gez. Johannes Heinen gez. Mirco Striewski Anteilsbesitz 2022Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, KölnAnteilsbesitz 2022
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