Westdeutscher Metall-Handel GmbH

Manderscheidtstraße 76, 45141 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 6860
Vorher
Westdeutscher Metall-Handel Friedrich-W. Hermann GmbH
Eingetragen
14.7.1986
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Der Handel mit Metallen jeglicher Art, im Rohzustand oder als Halbzeug, unverarbeitet oder bearbeitet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Drothler
seit 24.6.2024
Prokura
Nicolas Olesinski
seit 14.1.2022
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Friedrich-W. Hermann Grundbesitz- und Verwaltungs GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Westdeutscher Metall-Handel GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Westdeutscher Metall-Handel GmbH, Essen

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschafter betreiben ihr Unternehmen in Fortführung einer langjährigen Familientradition in der dritten Generation. Die Unternehmensnachfolge und damit die Kontinuität der Geschäftspolitik sind durch Erbverträge gesichert. Die ständige Anpassung an die Herausforderungen des Marktes steht im Mittelpunkt der Geschäftspolitik.

Die Gesellschaft handelt mit Metallen jeglicher Art, insbesondere mit Aluminiumprodukten. Sie vertreibt Ihre Waren / Produkte im Rohzustand, als Halbzeug, bearbeitet oder unbearbeitet.

Die Kunden mit Sitz im In- und Ausland repräsentieren nahezu alle metallverarbeitenden Branchen, neben dem traditionellen Maschinen- und Fahrzeugbau gehören dazu auch die Bauwirtschaft sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Preisentwicklung auf den Aluminiummärkten hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Geschäftsjahr 2022, in dem zwischenzeitlich historischen Spitzenwerte erreicht wurden, normalisierte. Das Preisniveau liegt jedoch noch immer deutlich höher als vor der Pandemie.

Die Märkte entwickeln sich weltweit uneinheitlich. Während der pazifisch-asiatisch Raum auch langfristig robuste Zuwachsraten erwartet, ist in Deutschland und Europa eine rückläufige Nachfrage aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen zu verzeichnen

Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Krieges in der Ukraine bleiben abzuwarten.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des -ergebnisses

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,4 Mio. nach Steuern erwirtschaften. Das Jahresergebnis des Ausnahmejahres 2022 (Jahresüberschuss: EUR 2,6 Mio.) und auch die Vorjahresprognose (EUR 1,6 Mio. Ergebnis vor Steuern) konnte aufgrund insgesamt verschlechterter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.

Die Umsatzerlöse verminderten sich von EUR 37,8 Mio. auf EUR 33,9 Mio. Dieser Rückgang von EUR 3,9 Mio. (-10,3 %) ist insbesondere auf das Inlandsgeschäft zurückzuführen. Ursprünglich waren für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von rd. EUR 38 Mio. geplant.

Die Umsätze mit Kunden im Inland verminderten sich um EUR 4,2 Mio. (-19,0 %) auf EUR 18,0 Mio. Die Umsätze in der EU verminderten sich von EUR 11,8 Mio. um EUR 1,4 Mio. (-12,2 %) auf EUR 10,3 Mio. Die Erlöse mit Drittländern konnten um EUR 1,8 Mio. auf EUR 5,6 Mio. (+47,4 %) gesteigert werden.

Der Wareneinkauf verminderte sich gegenüber den Umsatzerlösen unterproportional um EUR 1,2 Mio. (-4,9 %) auf EUR 23,6 Mio. Nach Verrechnung der um EUR 0,1 Mio. gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 0,2 Mio., konnte ein Rohertrag in Höhe von EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 13,1 Mio.) erwirtschaftet werden.

Die Personalkosten (EUR 5,2 Mio.) blieben insbesondere aufgrund von kompensierenden erfolgsabhängigen Gehaltskomponenten gegenüber dem Vorjahr (EUR 5,1 Mio.) annähernd unverändert.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr durchschnittlich 81 Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen eine stabile Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2023 war eine marginale Kostenminderung von EUR 0,1 Mio. auf EUR 4,0 Mio. festzustellen. Die Kostenminderungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. betrafen im Wesentlichen die absatzbedingt verminderten Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen (EUR -0,2 Mio.), die teilweise durch gestiegene Werbe- und Reisekosten (EUR +0,1 Mio.) kompensiert wurden. Während sich die Verkaufsprovisionen im EU-Raum um EUR 0,1 Mio. erhöhten, wurden im Drittland EUR 0,1 Mio. weniger aufgewendet.

Das Betriebsergebnis (EUR 1,0 Mio.) verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,5 Mio. Nach Verrechnung des um EUR 0,2 Mio. verschlechterten Finanzergebnisses (EUR -0,4 Mio.) und der Steuern vom Einkommen und Ertrag (EUR -0,2 Mio.) verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,4 Mio.

3. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage des Unternehmens ist geordnet.

Das Sachanlagevermögen verminderte sich im Wesentlichen abschreibungsbedingt um EUR 0,2 Mio. auf EUR 1,2 Mio. Investitionen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgten in Höhe von EUR 0,2 Mio.

Der Warenbestand blieb im Berichtsjahr mit EUR 16,4 Mio. annähernd unverändert. Der Aufbau der Lagerbestände erfolgte in Erfüllung langfristiger Abnahmeverpflichtungen zum Erhalt der Lieferfähigkeit in 2024.

Die Forderungen aus Lieferungen haben sich abrechnungsbedingt von EUR 2,7 Mio. um EUR 0,3 Mio. auf EUR 3,0 Mio. erhöht. Einzelnen Ausfallrisiken und dem allgemeinen Risiko werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 49,2 % (Vorjahr: 48,1 %).

Die Verbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.670 5.360 1.310
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 196 189 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.905 2.185 -280
Übrige 232 137 95
9.003 7.871 1.132
Gesellschafterdarlehen/-verbindlichkeiten 446 524 -78
9.449 8.395 1.054

Die Tilgung der Bankdarlehen zur Finanzierung betrieblicher Investitionen erfolgte planmäßig.

Die Finanzlage ist stabil. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Kreditlinien um den branchentypischen Liquiditätsanforderungen gerecht zu werden.

III. Prognosebericht

Die Inflationsraten sind rückläufig. Das Preisniveau für Energiekosten ist nach dem starken Anstieg im Vorjahr wieder deutlich zurückgegangen.

Die konjunkturellen Aussichten sind dennoch eingetrübt. Laut Frühjahrsprojektion der Bundesregierung wird für 2024 gerade noch mit einem positiven Wirtschaftswachstum von 0,3% gerechnet.

Die allgemein Konjunkturschwäche ist auch in der Luftfahrt und im Maschinenbau bereits deutlich spürbar. Die Geschäftsführung rechnet vor diesem Hintergrund derzeit mit einem Jahresergebnis leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres bei einem Umsatz in Höhe von rd. EUR 30 Mio.

Die Prognose für 2024 ist mit Unsicherheiten aufgrund der Folgewirkungen des Krieges in der Ukraine belastet.

Der Gesellschaft wird in jedem Fall zu Gute kommen, dass sie finanziell und personell robust aufgestellt ist und damit ausreichend Potential besitzt, die diversen Krisen auch bei einem Andauern in 2024 zu meistern.

Sie wird, soweit nicht bereits geschehen, alle denkbaren Maßnahmen umsetzen, um den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft der Marktsituation, insbesondere der möglicherweise nach der Krise veränderten Kundenstruktur, anzupassen, um die positive Entwicklung fortzusetzen.

IV. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Risikobericht

Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung bestehen insbesondere aus den nicht vorhersehbaren Effekte, die sich aus dem Krieg in der Ukraine ergeben können.

Die Gesellschaft fakturiert im Wesentlichen in Euro und trägt keine wesentlichen Währungsrisiken. Verkaufs- und einkaufsseitigen Fremdwährungsrisiken wird ggf. durch Devisenkäufe oder -verkäufe bzw. den Abschluss von Sicherungsinstrumenten angemessen begegnet.

Spekulative Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten sind auch zukünftig zu erwarten. Preisschwankungen, insbesondere bei langfristigen Lieferkontrakten sowie die Auswirkung nationaler Handelsrestriktionen können die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Der aktuelle Auftragsbestand ist kongruent durch Einkaufskontrakte gedeckt und unterliegt insoweit keinem Preisänderungsrisiko.

Chancen in der künftigen Entwicklung sieht die Geschäftsführung insbesondere in einem Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Bereich des Titanhandels.

 

Essen, 17. Juni 2024

Westdeutscher Metall-Handel GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.178.800,16 1.360.463,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.555,00 957,00
II. Sachanlagen 1.161.029,53 1.357.290,53
1. technische Anlagen und Maschinen 490.048,00 658.668,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 670.981,53 698.622,53
III. Finanzanlagen 2.215,63 2.215,63
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.215,63 2.215,63
B. Umlaufvermögen 19.524.582,67 18.907.514,28
I. Vorräte 16.434.873,68 16.178.222,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.083.531,24 2.710.551,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.177,75 18.740,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.159,76 22.283,08
Aktiva 20.705.542,59 20.290.260,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.193.455,42 9.774.986,40
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 8.774.986,40 6.207.185,37
III. Jahresüberschuss 418.469,02 2.567.801,03
B. Rückstellungen 1.062.607,65 2.119.983,81
C. Verbindlichkeiten 9.449.479,52 8.395.290,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.670.319,95 5.360.247,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.649.312,03 5.333.729,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 21.007,92 26.517,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 446.291,36 524.295,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 446.291,36 524.295,33
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.332.868,21 2.510.747,72
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.242.284,36 2.510.747,72
Passiva 20.705.542,59 20.290.260,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.594.533,85 13.142.919,75
2. Personalaufwand 5.192.913,74 5.104.592,38
a) Löhne und Gehälter 4.189.994,50 4.222.426,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.002.919,24 882.165,48
davon für Altersversorgung 137.829,94 56.397,98
3. Abschreibungen 404.057,49 406.513,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 404.057,49 406.513,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.955.068,01 4.052.396,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5.974,64 2.434,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.107,10 9.049,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 401.816,85 168.514,78
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 230.604,84 851.737,99
8. Ergebnis nach Steuern 419.180,02 2.568.214,03
9. sonstige Steuern 711,00 413,00
10. Jahresüberschuss 418.469,02 2.567.801,03

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Westdeutscher Metall-Handel GmbH, Essen

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Westdeutscher Metall-Handel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Essen
Register-Nr.: HRB 6860

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prämisse) gemäß § 252 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

AKTIVA

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und in den Abgang gestellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips in Höhe der Anschaffungskosten sowie mit einem Festwert.

Die Bewertung der Waren erfolgte zu durchschnittlichen Marktpreisen, höchstens mit den Anschaffungskosten. Allen Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bewertet.

PASSIVA

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zusätzlich erfolgte die Bewertung eines Teils der Pensionsrückstellungen gemäß IDW RH FAB 1.021 unter Zugrundelegung des Aktivprimats.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

AKTIVA

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagenvermögens ist in einem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Gesellschaftsvertrag und Handelsregister ausgewiesenen Betrag.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode - PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden sachverhaltsbezogen in Höhe von 0-2 % berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,83 %) und dem entsprechenden Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,76 %) beträgt TEUR 4 (Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB).

Die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde vorgenommen. Der Erfüllungsbetrag der Schulden betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 921 und der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte TEUR 80.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen (TEUR 114), Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 60), Rückstellungen für die Abschlusserstellung und -prüfung (TEUR 40), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 4) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 3).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach Laufzeiten wie folgt dar:

31.12.2023
Restlaufzeit
1 Jahr
TEUR
> 1 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.649 21 0 6.670
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 196 0 0 196
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.905 0 0 1.905
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 446 0 0 446
- davon gegenüber Gesellschaftern 446 0 0 446
5. Sonstige Verbindlichkeiten 232 0 0 232
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
- davon aus Steuern 58 0 0 58
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 0 0 10
Gesamt 9.428 21 0 9.449
31.12.2022
Restlaufzeit
1 Jahr
TEUR
5 Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.334 5.360
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 189 189
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.185 2.185
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 524 524
- davon gegenüber Gesellschaftern 524 524
5. Sonstige Verbindlichkeiten 137 137
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 0
- davon aus Steuern 41 41
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15 15
Gesamt 8.369 8.395

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 6.670 und betrifft ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Haftungsverhältnisse

Für zum Bilanzstichtag bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der WMH Group Germany GmbH & Co. KG, Essen, in Höhe von TEUR 1.837 besteht eine Mithaftung der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.837. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung für die Verbindlichkeit wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Kreditschuldners als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bis zum 30. Juni 2028 laufenden Miet-/Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von insgesamt TEUR 3.667 (Vorjahr: TEUR 3.731).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

Bei der Verrechnung von Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Zinserträge in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 5) mit Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 18) verrechnet.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 41,00
Angestellte 40,00

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 81,00

Derivative Finanzinstrumente

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 18. Der Nominalwert der derivativen Finanzinstrumente beträgt TEUR 1.092. Die Bewertung erfolgte auf Basis marktüblicher Bewertungsmodelle.

Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Sicherung von Währungspositionen aus dem operativen Geschäfts sowie Darlehenspositionen eingesetzt, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken sowie Zinsrisiken aus zukünftigen erwarteten Warenlieferungen aus Einkaufs- und Verkaufsgeschäften sowie Zinszahlungen zu minimieren. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsswaps genutzt, die mit den Hausbanken abgeschlossen werden.

Grundgeschäft/ Risiko einbezogener abgesichertes Sicherungsgeschäft Betrag Risioko
Art der Bewertungseinheit TEUR TUSD
Warenlieferungen / Währungsrisiko / micro
Devisenderivate hedges 1.092 1.182
1.092 1.182

Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil Grundgeschäfte nach Entstehung bis zur Höhe des Grundgeschäftes in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Herr Friedrich-Wilhelm Hermann, Essen, Geschäftsführender Gesellschafter und Kaufmann

- Herr Frank-Alexander Hermann, Essen, Geschäftsführender Gesellschafter und Kaufmann

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Abs. 9a HGB wurde im Hinblick auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteil

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
WMH France S.à r.l., St. Bonnet de Mure/Frankreich * 100,00 -6 2
WMH Polska Sp. z o.o., Mikolów/Polen * 100,00 2 -4

* Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 lag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Über die Verwendung des Jahresüberschusses wird gesondert Beschluss gefasst. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde in Bezug auf die geforderten Angaben im Anhang in Anspruch genommen.

 

Essen, 17. Juni 2024

Westdeutscher Metall-Handel GmbH

Die Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

 

Essen, 17. Juni 2023

gez. Frank Hermann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westdeutscher Metall-Handel GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westdeutscher Metall-Handel GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westdeutscher Metall-Handel GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 19. Juni 2024

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