Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
NetAachen GmbH
Grüner Weg 100, 52070 Aachen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Bartz seit 16.7.2009 | Prokura |
Andreas Schneider seit 3.4.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 84.00% | |
| 16.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NetAachen GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zur Form und Darstellung Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. II. Bilanzierung und Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu den handelsrechtlich vorgeschriebenen und steuerlich zulässigen Ansätzen bilanziert. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern. Von der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von bis zu 800,00 € gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde Gebrauch gemacht. Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wurde anhand der amtlichen AfA-Tabelle Fernmeldedienste und der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter festgelegt. Sofern in den amtlichen AfA-Tabellen keine Hinweise auf eine Nutzungsdauer gegeben wurden, so erfolgte die Festlegung der Nutzungsdauer nach der technischen Nutzbarkeit der Vermögensgegenstände. Die passive Netzinfrastruktur (LWL) wird linear unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierzu anfallende Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie die ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Die Ansätze erfolgen zudem nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. III. Allgemeine Angaben zur Firma Die NetAachen GmbH mit Sitz am Grüner Weg 100, 52070 Aachen, wird beim Amtsgericht Aachen im Handelsregister B unter der Nummer HRB 15383 geführt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der als Anlage beigefügten Übersicht gesondert dargestellt. 2. Finanzanlagen In den Finanzanlagen sind folgende Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten:
* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
zwischen der NetRegio GmbH und der NetCologne GmbH.
3. Vorräte Die bilanzierten Waren beziehen sich im Wesentlichen auf unfertige Netzinfrastruktur und auf die Vorratshaltung für Netzkomponenten. Darüber hinaus werden Kundenendgeräte ausgewiesen. Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 525 erhöht. Die in diesem Zusammenhang bilanzierten unfertigen Erzeugnisse stiegen im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 414 auf TEUR 2.578. Die bilanzierten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen um TEUR 130. Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Handelswaren reduzierten sich um TEUR 19. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten enthält im Wesentlichen mit TEUR 47 geleistete Kautionszahlungen. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bereits im Geschäftsjahr 2023 gezahlte Mietaufwendungen und Wartungsaufwendungen, wobei die Leistungserbringung im Jahr 2024 erfolgt. 6. Sonstige Rückstellungen Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 2.655, Vorjahr TEUR 2.805), für Personalkosten und Urlaubsverpflichtungen (TEUR 596, Vorjahr TEUR 583), für die Jahresabschlussprüfung inkl. interner Aufwendungen (TEUR 50, Vorjahr TEUR 48) und übrige Sachverhalte (TEUR 1.238, Vorjahr TEUR 1.285). 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Übersicht ersichtlich:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren teilweise mit Bürgschaften durch die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, und die Stadtwerke Aachen AG, Aachen, gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, im Rahmen der geschlossenen Cashpooling-Vereinbarung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Lohnsteuerverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 61 (Vorjahr TEUR 72) und Verbindlichkeiten aus Steuern i. H. v. TEUR 60 (Vorjahr TEUR 166). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sämtliche Umsätze wurden im Inland erwirtschaftet. 2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 10 (Vorjahr TEUR 49) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr TEUR 282). Angaben zum Jahresergebnis Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss aus 2023 (TEUR 3.659) an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter:innen Im Jahresmittel wurden 94 (Vorjahr 89) angestellte Mitarbeiter:innen in Vollzeit, 16 (Vorjahr 18) angestellte Mitarbeiter:innen in Teilzeit und 5 (Vorjahr 3) Aushilfen beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 waren 97 (Vorjahr 92) Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit, 16 (Vorjahr 16) Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit und 4 (Vorjahr 3) Aushilfsbeschäftigungsverhältnisse zu verzeichnen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen am 31. Dezember 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Von den aufgeführten Verpflichtungen bestehen keine ggü. verbundenen Unternehmen. 3. Latente Steuern Die Bewertungen der nicht dauerhaften Differenzen erfolgte mit einem Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer i. H. v. 32,45%. Für die Ermittlung der latenten Steuern ergibt sich folgende Berechnung:
Es erfolgte nach § 274 HGB eine Saldierung der latenten Steuern und der passive Überhang ist mit TEUR 353 bilanziert. 4. Name und Sitz des Mutterunternehmens Mutterunternehmen ist die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, die 84% der Anteile hält. Das Mutterunternehmen erstellt keinen Konzernabschluss. Es wird ein befreiender Konzernabschluss durch die Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, erstellt, in welchen die NetAachen GmbH einbezogen wird. Dieser Abschluss ist im elektronischen Unternehmensregister einsehbar. Daneben hält die STAWAG 16% der Anteile. 5. Abschlussprüferhonorar Abschlussprüfungsleistungen: Für die Jahresabschlussprüfung wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen i. H. v. TEUR 22 (Vorjahr 22 TEUR) erfasst. Sonstige Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht. 6. Geschäfte mit nahestehenden Personen Sämtliche Geschäfte, welche mit nahestehenden Personen getätigt wurden, sind unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. 7. Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die folgende Person geführt: Herr Andreas Schneider, Geschäftsführer, Hellenthal, Diplom-Ingenieur Zugunsten des Geschäftsführers wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Zum Bilanzstichtag sind keine Vorschüsse oder Kredite gewährt worden. Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer leistungsabhängigen Prämie sowie sonstigen Vergütungsbestandteilen, insbesondere Dienstwagen und Versicherungsbeiträgen. Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 178, die sich wie folgt zusammensetzt:
8. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung auf die Finanz- und Vermögenslage der NetAachen GmbH haben.
Aachen, den 22. März 2024 Die Geschäftsführung Andreas Schneider Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht zum 31. Dezember 20231. Geschäftsmodell Die NetAachen GmbH wurde im Rahmen eines Joint-Venture-Vertrages zwischen der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln (Anteil 84% an der NetAachen GmbH), und der Stadtwerke Aachen AG, Aachen (Anteil 16% an der NetAachen GmbH), mit Wirkung zum 01. Januar 2009 gegründet. Oberstes Mutterunternehmen ist die Stadtwerke Köln GmbH, Köln, in deren Konzernabschluss die NetAachen einbezogen wird. NetAachen ist ein regionales Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Aachen; das Betätigungsgebiet umfasst den Kreis Heinsberg, die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie Stadt und Kreis Düren. Weiterhin ist NetAachen an der NetRegio GmbH, Köln, mit 0,1% beteiligt. NetAachen ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden, Geschäftskunden und Wohnungswirtschaft aktiv. Die Produktpalette umfasst Telefonieprodukte und -dienstleistungen, Mobilfunk, Internetprodukte und -dienstleistungen, Datendienste und TV-Versorgung sowie seit 2021 IT-Dienstleistungen. NetAachen verfügt über eine eigene Netz-Infrastruktur und vermarktet im Kundengeschäft u.a. Vorprodukte des Hauptgesellschafters NetCologne. Diese werden ergänzt durch eigene Dienstleistungen und Infrastrukturangebote, insbesondere im Geschäftsfeld Geschäftskunden. Neben dem eigenen glasfaserbasierten Breitbandnetz verfügt NetAachen über weitere Netz-Infrastruktur durch Anmietung und Nutzung bei den beiden Gesellschaftern und anderen kommunalen Netzbetreibern. Dies auch vor dem Hintergrund, die Unabhängigkeit von Teilnehmeranschlussleitungen der Deutschen Telekom AG weiter zu forcieren. Darüber hinaus betreibt NetAachen seit 2018 für Kunden ein funkbasiertes Netz für kritische Infrastrukturen im 450-MHz-Bereich, insbesondere für Anwendungen in der Energieversorgung und ein LoRaWAN-Netz für Smart-City-Anwendungen. Über den Mehrheitsgesellschafter NetCologne ist NetAachen auch in den Segmenten Wholesale & Kooperation aktiv. Die Aktivitäten der NetCologne für die NetAachen insgesamt sind in Dienstleistungsverträgen zwischen den beiden Unternehmen geregelt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen, anhaltender hoher Inflation sowie steigenden Zinsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in 2023 gegenüber 2022 um 0,3 %. In Deutschland waren 2023 durchschnittlich rund 45,9 Mio. Personen erwerbstätig. Damit stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7%. Dies ist der historisch höchste Stand der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf durchschnittlich 2,609 Mio. Dies entsprach einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 5,7% auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Auch 2023 wurde der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit gestützt, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Die Kurzarbeiterzahl sank in 2023 auf rund 220.000 (gegenüber 462.000 in 2022). Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen im Jahr 2023 ist gegenüber 2022 gesunken. Die Schuldnerquote liegt bei 8,15% (2022: 8,48%); dies entspricht ca. 5,7 Mio. Personen in Deutschland. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen Preise für Nahrungsmittel (+12,4% gegenüber Vorjahr). Die Energiekosten erhöhten sich in 2023 um 5,3% gegenüber 2022. Die Preise für Telekommunikation verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%. Die Entwicklung des 3-Monats-EURIBOR spiegelt die aufgrund des Ukrainekrieges noch einmal erhöhte Inflation im Euroraum wider. Der 3-Monats-EURIBOR ist seit Januar 2023 mit einem Monatsdurchschnittswert von 2,162 % auf 3,960 % im Dezember 2023 gestiegen. Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2023 ein Volumen von EUR 215 Mrd. um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,338 Mio. Personen. Aus einer Studie der Beratungsgesellschaft DIALOG CONSULT und des Branchenverbands VATM geht hervor, dass der nationale Umsatz für Telekommunikationsdienste inkl. TV in 2023 stabil bei EUR 60,2 Mrd. liegt. 2.2. Geschäftsverlauf 2023 Im Jahr 2023 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten. Ergänzend zum Dienstwettbewerb entsteht zunehmend ein Infrastrukturwettbewerb im kommunalen Bereich. Das Geschäftsjahr 2023 war durch folgende Besonderheiten geprägt:
Energiekrise und Inflation Infolge des Überfalls der Ukraine durch Russland im Februar 2022 ergaben sich vielfältige Änderungen auch für das Geschäft der NetAachen. Neben einer weiter intensivierten Betrachtung des Themas IT-Sicherheit für die NetAachen und ihre Kunden sind die Auswirkungen vor allem auf der Beschaffungsseite sichtbar. NetAachen hat sich im Zuge der sich abzeichnenden Herausforderungen im Energiemarkt als kommunales Unternehmen intensiv an den Einsparbemühungen beteiligt. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens wurde weiter ausgebaut. Neben Energieeinsparung auf allen Ebenen sind der konsequente Umstieg auf regenerative Energieversorgung und ein deutlicher Ausbau der Elektromobilität wesentliche Bestandteile der Strategie. Die steigenden Energiepreise führen direkt und indirekt (Inflation) zu steigenden Kosten, die sich indirekt insbesondere in den Netzbaumaßnahmen zeigen. Durch vielfältige Effizienzmaßnahmen wird diesen bestmöglich entgegengewirkt. Förderverfahren weiße Flecken NetAachen hatte sich seit 2019 an insgesamt fünf kommunalen und einer kirchlichen Ausschreibung zur Förderung des Breitbandausbaus auf Basis von Bundes- und Landesförderprogrammen erfolgreich beteiligt. Ein weiteres Verfahren für ein Gewerbegebiet in Eschweiler wurde 2022 positiv für die NetAachen entschieden. Für alle Verfahren liegen inzwischen die endgültigen Förderbescheide über Fördermittel in Höhe von rund 36,5 Mio. Euro vor. Von den Ausbauvorhaben profitieren sowohl Privathaushalte als auch Gewerbe und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen oder Krankenhäuser. Mit den im Jahr 2020 begonnenen Arbeiten - im Rahmen des Förderverfahrens der Stadt Aachen - ist im Jahr 2023 fortgefahren worden. Der Baufortschritt verläuft - mit einer Verzögerung von ca. 6 Monaten infolge der Pandemie und Flutkatastrophe - ansonsten nach Plan. Aufgrund neuer Erkenntnisse wurde die Anzahl der auszubauenden Adressen über einen Nachtrag im Jahr 2022 um etwa 10% erhöht. Die Arbeiten in diesem Verfahren wurden in 2023 nahezu vollständig abgeschlossen. In den beiden Verfahren der Städte Eschweiler und Stolberg wurden im Sommer 2020 die finalen Förderbescheide erteilt und die entsprechenden Ausbauverträge geschlossen. Die Planungen erfolgten ebenfalls noch in 2020, mit dem Ausbau wurde in 2021 begonnen - ebenso mit Verzögerungen aufgrund Flutkatastrophe und Pandemie. Beide Verfahren konnten erfolgreich und innerhalb der Förderbescheide technisch abgeschlossen werden. Die Abrechnungen und die Dokumentation konnten in 2023 vollendet werden. In dem Verfahren der Städteregion Aachen für die Städte Herzogenrath, Würselen und Alsdorf wurde der finale Förderbescheid Ende 2020 nach mehr als drei Jahren Verfahrensdauer erteilt. Die Ausbauten starteten in allen vier Clustern in 2021 und werden - aufgrund eines Nachtragauftrags mit weiteren Adressen - voraussichtlich in 2024 abgeschlossen werden. Zusätzlich hat sich NetAachen in 2020 an einer Förderausschreibung für den Glasfaserausbau der Schulen der Stadt Baesweiler erfolgreich beteiligt. Der finale Förderbescheid wurde im zweiten Quartal 2021 erteilt. Die Bauarbeiten wurden im Sommer 2021 begonnen und in 2022 abgeschlossen. Zwischenzeitlich ist auch die Abrechnung und Abnahme erfolgt. Ein neues Förderprojekt konnte für ein Gewerbegebiet in Eschweiler 2022 gewonnen werden. Der bauseitige Abschluss erfolgte im Jahr 2023, Dokumentation und Abrechnung werden Anfang 2024 erfolgen. 2.3. Wirtschaftliche Lage 2.3.1. Ertragslage Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 in einem Marktumfeld, das weiterhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre bestätigen. In 2023 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.344 auf TEUR 44.234 (Vj. TEUR 42.890). Die Umsatzerlöse lagen leicht über dem geplanten Zielniveau. Verglichen mit dem Vorjahr sanken die Umsätze im Geschäftskundenbereich um TEUR 151 (-0,7%), während sie im Privatkundengeschäft aufgrund weiteren Bestandswachstums um TEUR 1.300 (+6,0%) stiegen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse aus Kundenumsätzen somit um TEUR 1.149 (+2,7%). Der Materialaufwand betrug TEUR 19.412 (Vj. TEUR 18.791) und liegt um TEUR 135 über Planniveau. Der wesentliche Grund dafür sind allgemeine Kostensteigerungen. Die Netzbauerlöse betrugen TEUR 143 (- TEUR 63 zum Vorjahr), die Bestandsveränderungen aus unfertigen Erzeugnissen + TEUR 414 und somit + TEUR 138 im Vergleich zum Vorjahr. Es ergibt sich ein Rohertrag von TEUR 24.822 (Vj. TEUR 24.099) und damit eine Erhöhung von TEUR 723 (3,0%) zum Vorjahr. Die Rohertragsquote beträgt 57,3% und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (57,1%) um 0,2 Prozentpunkte. Der Personalstand (einschl. Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt zum Jahresende 129 Mitarbeitende (Vj. 125 Mitarbeitende). Der entsprechende Bestand an Personalkapazitäten beträgt 114,32 (Vj. 111,54). Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben beträgt in 2023 TEUR 6.884 (Vj. TEUR 6.537), das sind 3,3% weniger als in der Planung vorgesehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 11.175 (Vj. TEUR 11.066). Im Vergleich zur Planung wurden TEUR 75 höhere Ausgaben getätigt. Wesentliche Posten beim sonstigen betrieblichen Aufwand sind die Dienstleistungsverträge mit NetCologne in Höhe von TEUR 7.278 (Vj. TEUR 7.070), Werbe- und Sponsoringaufwendungen (TEUR 1.134, Vj. TEUR 1.145), Provisionen (TEUR 477, Vj. TEUR 548) und externe Dienste (TEUR 368, Vj. TEUR 393). Unter Berücksichtigung der Sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 454, Vj. TEUR 299) ergibt sich aus den vorstehenden Aufwands- und Ertragsposten ein operatives Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen/Finanzaufwand und Steuern (EBITDA) von TEUR 7.218 (Vj. TEUR 6.795). Dies entspricht einer Erhöhung des EBITDA um 6,2% gegenüber Vorjahr. Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielles Vermögen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.298 (Vj. TEUR 7.100), das sich vermindert um erhaltene Investitionskostenzuschüsse in Höhe von TEUR 8.260. Der größte Posten besteht aus öffentlich geförderten Glasfaserausbauprojekten. Die Investitionen führen in Kombination mit dem bereits bestehenden Anlagenbestand zu Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.482 (Vj. TEUR 1.404). Per Saldo verringerte sich das Anlagevermögen um TEUR 4.022 auf TEUR 20.147 (Vj. TEUR 24.169). Das Finanzergebnis beträgt TEUR -326 (Vj. TEUR -226) und ist um TEUR 32 schlechter als geplant. Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Bedienung bestehender Darlehen. Damit ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern, das mit TEUR 5.393 um TEUR 245 über Vorjahresniveau (TEUR 5.148) liegt. Das Ergebnisziel i. H. v. TEUR 4.732 vor Ertragsteuern konnte damit deutlich übertroffen werden. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.734 (Vj. TEUR 1.971), die sonstigen Steuern TEUR 17 (Vj. TEUR 17). Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.659 (Vj. TEUR 3.177). 2.3.2. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelzufluss i. H.v. TEUR 3.133 (Vorjahr TEUR 5.221), welcher gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.088 gesunken ist. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt bei TEUR 3.033 (Vorjahr Abfluss TEUR 7.091). Im Bereich der Finanzierungstätigkeit kam es im Jahr 2023 zu einem Mittelzufluss von TEUR 298 (Vorjahr Zufluss TEUR 2.523). Dieser ergibt sich insbesondere aus Mittelzufluss i. H. v. TEUR 1.046 nach einem Zufluss im Vorjahr i. H. v. TEUR 3.083 durch die Stadtwerke Köln GmbH. Des Weiteren erfolgte ein Zufluss aus erhaltenen Zuschüssen i. H. v. TEUR 8.260 (Vorjahr Zufluss TEUR 3.910). Gegenläufig erfolgte ein Mittelabfluss aus der Tilgung von bestehenden Finanzverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 5.500 (Vorjahr TEUR 500) und ein Abfluss aus der Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr 2023 i. H. v. TEUR 3.177 (Vorjahr TEUR 3.743). Im laufenden Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der NetAachen beträgt TEUR 31.105 (Vorjahr TEUR 33.750). Die Aktivseite besteht mit TEUR 20.147 (Vorjahr TEUR 24.169) zu 64,77 % (Vorjahr 71,61%) aus Anlagevermögen und mit TEUR 10.300 (Vorjahr TEUR 8.886) zu 33,11% (Vorjahr zu 26,33%) aus Umlaufvermögen, die restlichen 2,12% (Vorjahr 2,06%) sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Das Anlagevermögen verteilt sich im Wesentlichen auf das firmeneigene Grundstück und Gebäude mit TEUR 1.427 (Vorjahr TEUR 1.489) und andere Anlagen mit TEUR 573 (Vorjahr TEUR 528). Das Anlagevermögen für technische Anlagen erhöhte sich auf TEUR 11.891 (Vorjahr TEUR 11.074). Des Weiteren verringerten sich die Anlagen im Bau von TEUR 10.856 in 2022 auf TEUR 6.080 in 2023. Dies liegt darin begründet, dass die Anlagen im Verlauf des Geschäftsjahres aktiviert wurden und erhaltende Fördermittel mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verrechnet sind. Die Vorräte erhöhten sich auf einen Bestand i. H. v. TEUR 3.283 (Vorjahr TEUR 2.758). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 4.813 (Vorjahr TEUR 4.294). Der Bestand an liquiden Mitteln außerhalb der Konzernverrechnung beträgt TEUR 2.157 (Vorjahr TEUR 1.758). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der deutlich gesunkenen Bilanzsumme in 2023 gegenüber 2022 von 34,47 % auf 38,96 %. Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 444 (Vorjahr TEUR 567). Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 4.574 (Vorjahr TEUR 4.756). Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 150). Die Finanzverbindlichkeiten wurden am Jahresende in voller Höhe getilgt (im Vorjahr bestanden EUR 5.500). In 2023 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.395 (Vorjahr TEUR 2.275). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen in 2023 TEUR 7.857. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 832 (Vorjahr TEUR 238) bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten verminderte sich von TEUR 1.664 auf TEUR 1.481 in 2023. Des Weiteren sind passive latente Steuern i. H. v. TEUR 353 bilanziert. 2.3.4. Gesamtlage Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war insgesamt trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Die Unternehmensziele wurden deutlich übertroffen. 2.3.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Eine wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern (EBT). Außerdem ist der Umsatz eine weitere wesentliche Steuerungsgröße. Der Vergleich von Ergebnis und Prognose erfolgt unter dem Abschnitt Prognosebericht. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Chancen Der Telekommunikationsmarkt bietet für NetAachen mittelfristig, trotz starken Wettbewerbs und weiterhin anhaltenden Preisdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung:
3.2. Risiken Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands der NetAachen GmbH hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem installiert, welches zum Ziel hat, sämtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, systematisch zu erfassen und zu bewerten sowie anschließend Maßnahmen zur Risikoverminderung einzuleiten. Das Risikomanagementsystem orientiert sich sowohl an einer internen Risikorichtlinie der Gesellschaft als auch an der Risikorichtlinie des Gesellschafters. Die Risikoberichterstattung erfolgt auf Basis der verabschiedeten Risikorichtlinie, in der die Verfahrensweise der Risikoanalyse und Berichterstattung festgelegt worden ist. Bestandteil der Risikorichtlinie ist die Erfassung neuer Risiken bzw. Aktualisierung bereits bestehender Risiken in regelmäßigen Zeitabständen durch die Fachbereiche und Führungskräfte in einem formalisierten Risikobericht. Der Risikobericht beschreibt die spezifischen Risiken und untersucht sie auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit hin. Die Quantifizierung und Einordnung der Risiken erfolgen gemäß den Vorgaben des Gesellschafters. Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von kleiner/gleich fünf Prozent werden als gering eingestuft, Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer fünf Prozent und kleiner/gleich zwanzig Prozent werden als mittel deklariert. Werte über zwanzig und kleiner/gleich fünfzig Prozent sind mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft. Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer fünfzig und kleiner/gleich hundert Prozent werden als sehr hoch ausgewiesen. Das Geschäft der NetAachen GmbH unterliegt folgenden Risiken, die in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt sind:
In 2023 wurde kein Risiko als bestandsgefährdend (keine Schadenshöhe größer 5 Millionen Euro) eingestuft. Für die identifizierten Risiken wurden im Rahmen des Jahresabschlusses - soweit erforderlich - Rückstellungen gebildet. Auf Basis der Wirtschaftsplanung 2023 und der zur Verfügung stehenden Kreditlinien und Darlehen sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. 3.3. Prognose Die flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Internet kommt in Deutschland nur stockend voran. Die von der Bundesregierung formulierten Ausbauziele für 2014 und 2019 (75% bzw. 100% Abdeckung mit 50 Mbit/s) wurden verfehlt. Trotzdem steigen die im Netz transportierten Datenmengen und damit die von Geschäftskunden und Haushalten nachgefragten Anbindungskapazitäten weiter stetig, nicht zuletzt getrieben von zunehmendem Home Office und Home Schooling sowie Streaming-Anwendungen. Mit Förderprogrammen wie "Weiße Flecken" und jüngst auch "Graue Flecken" versucht der Bund, dem Breitbandausbau neuen Aufschwung zu geben. NetAachen wird versuchen, weiter an diesen Förderungen zu partizipieren und möglichst viele weitere Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. Dies deckt sich mit dem Ziel der NetAachen, die Glasfaserinfrastruktur in Richtung Teilnehmer stetig zu erweitern und vorhandene Accessnetze sinnvoll zu integrieren und zu ertüchtigen. Eine besondere Rolle spielen dabei Kooperationen mit Kommunen und Partnern aus der Energie- und Telekommunikationswirtschaft, die eine maximale Nutzung von Synergien versprechen. Solche Kooperationsmodelle sind im Geschäftsjahr 2023 weiter erfolgreich forciert worden. Die neu geschaffenen Netzkapazitäten werden gleichermaßen für die Versorgung von Privatkunden, Geschäftskunden sowie für den Wholesale-Markt über den Gesellschafter im Sinne des Open Access vermarktet. Künftig könnte die NetAachen mit ihrem Glasfasernetz in der Aachener Region auch den Ausbau der 5G-Mobilfunknetze vorantreiben und Sendemasten mit der nötigen Bandbreite versorgen. Die neuen IP-Technologien sind im NetAachen-Netz eingeführt und können für neue innovative Anwendungen genutzt werden. Wichtige Ergänzung/Erweiterung der heutigen NGN-Strategie ist die zusätzliche Fokussierung hin zu IT- und Cloud-Diensten (Cloud Backup, Cloud-/RZ-Storage, Cloud-/RZ-basierte Telefonie- und IT-Lösungen, Security-Lösungen). Durch die Implementierung von FttH-Technologien ins Netz, z.B. in Neubau- und Ausbaugebieten, wird die Weiterentwicklung der NetAachen-Access-Strategie konsequent fortgesetzt. Auch im FttB-Umfeld wird die Innovation nachhaltig weiter konsequent vorangetrieben. Seit Einführung von G.Fast sind nun Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit/s im FttB-Bereich möglich. Die Marktposition wird im NetAachen-Anschlussgebiet weiter ausgebaut werden, vor allem in den eigenen Ausbaugebieten. Darüber hinaus wurde in 2023 der Ausbau von FttH-Netzen (Glasfaser bis in die Wohnung) fortgeführt und wird auch in den nächsten Jahren intensiv fortgesetzt werden. Ein Vergleich mit dem Wirtschaftsplan für 2023 zeigt im EBT eine deutliche Steigerung des Ergebnisses vor Ertragsteuern. Statt eines geplanten EBT von TEUR 4.732 erwirtschaftete die Gesellschaft ein EBT in Höhe von TEUR 5.393. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Umsatzsteigerung und einem stringenten Kostenmanagement im Geschäftsjahr 2023. Im harten Marktumfeld wird sich NetAachen weiter gut behaupten. Bereinigt um die Netzbauerlöse ist, verglichen mit dem Ist 2023, für 2024 ein Umsatzwachstum von + 4,7% geplant. Für die darauffolgenden Jahre ist, trotz der erschwerten Marktsituation, ein weiteres leichtes Umsatzwachstum bei den Geschäftsbereichen eingeplant. Die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2024 schließt mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von TEUR 4.969. Hierbei spielt die geplante erfolgreiche Vermarktung der bestehenden FttB/H-Netze sowie die zunehmende Bedeutung des Wholesale-Geschäftes für diese Netze eine wesentliche Rolle. NetAachen wird das strikte Kostenmanagement in Abhängigkeit von den Geschäftserfolgen fortführen. 4. Öffentliche Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW Gegenstand der NetAachen GmbH ist die Versorgung der Öffentlichkeit im Raum Aachen, Düren und Heinsberg mit Telekommunikationsdienstleistungen aller Art unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden betrieblichen und technischen Ressourcen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne des § 109 GO NRW zu verfahren. Dabei ist die Gesellschaft so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird. Mit dem Bau eigener Hochleistungsnetze wie FttH/B bzw. HFC und FttC wird der Aufbau einer privaten Telekommunikationsinfrastruktur im Wirtschaftsraum Aachen vorangetrieben. Mit dem Ausbau trägt die NetAachen entscheidend zum Standortvorteil und zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Aachen bei.
Aachen, den 22.03.2024 Die Geschäftsführung Andreas Schneider Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NetAachen GmbH, Aachen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NetAachen GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NetAachen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 3. April 2024 KPMG
AG
Hillesheim, Wirtschaftsprüfer Kieserling, Wirtschaftsprüfer |
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