Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 15383
Eingetragen
3.4.2009
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist: (a) der Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraums Aachen und Köln orientierten privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln-Gruppe und der STAWAG-Gruppe, einschließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste; das Betätigungsgebiet der Gesellschaft bleibt auf den Wirtschaftsraum Aachen einschließlich der Kreise Heinsberg und Düren bezogen und orientiert sich im Wesentlichen an der Netzinfrastruktur der STAWAG Stadtwerke Aachen AG sowie anderer kommunaler Netzbetreiber in den genannten Kreisen. (b) die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss erforderlichen Hardwareund Software-Produkte; sowie (c) die Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtlicher Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Komplettlösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Bartz
seit 16.7.2009
Prokura
Andreas Schneider
seit 3.4.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung
Germany
25.200 €
84.00%
Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft
Germany
4.800 €
16.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NetAachen GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.931,00 221.455,00
175.931,00 221.455,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.426.601,69 1.489.333,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.890.876,57 11.074.114,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.897,00 528.313,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.080.259,00 10.855.952,41
19.970.634,26 23.947.713,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1,00 1,00
20.146.566,26 24.169.169,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 631.406,02 501.780,02
2. Unfertige Erzeugnisse 2.578.279,11 2.164.203,69
3. Waren 73.514,04 92.126,55
3.283.199,17 2.758.110,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.813.082,95 4.293.587,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 19,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 46.957,92 76.217,19
4.860.040,87 4.369.824,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.156.759,79 1.758.418,11
10.299.999,83 8.886.353,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 658.822,53 694.369,08
31.105.388,62 33.749.891,63

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 8.428.239,91 8.428.239,91
III. Jahresüberschuss 3.659.331,59 3.176.823,57
12.117.571,50 11.635.063,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 444.285,81 566.975,45
2. Sonstige Rückstellungen 4.573.892,34 4.755.865,87
5.018.178,15 5.322.841,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5.500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.395.213,12 2.274.953,14
3. erhaltene Anzahlungen 52.028,07 45.600,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.856.986,90 6.810.783,90
5. Sonstige Verbindlichkeiten 831.878,60 238.182,07
(davon aus Steuern € 120.658,49; Vorjahr € 238.181,07)
12.136.106,69 14.869.519,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.480.868,28 1.663.663,72
E. Passive latente Steuern 352.664,00 258.804,00
31.105.388,62 33.749.891,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.314.692,08 42.223.219,97
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen 414.075,42 275.688,16
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 505.352,73 390.805,35
4. Sonstige betriebliche Erträge 453.847,75 299.212,03
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.321.548,95 1.285.079,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.090.263,67 17.505.597,99
19.411.812,62 18.790.677,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.707.485,65 5.405.585,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.176.186,72 1.131.674,63
(davon für Altersversorgung € 12.843,60; Vorjahr € 12.843,60)
6.883.672,37 6.537.260,59
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.481.804,59 1.404.226,06
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.174.585,13 11.065.940,94
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.867,05 1.749,86
10. Erträge aus Beteiligungen 100,00 100,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 100,00; Vorjahr € 100,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 330.795,26 227.650,51
(davon an verbundene Unternehmen € 162.251,50; Vorjahr € 29.192,46)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.733.989,55 1.970.912,67
(davon latente Steuern € 93.860,00; Vorjahr € 41.149,00)
13. Ergebnis nach Steuern 3.676.275,51 3.194.107,25
14. Sonstige Steuern 16.943,92 17.283,68
15. Jahresüberschuss 3.659.331,59 3.176.823,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zur Form und Darstellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. Bilanzierung und Bewertung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu den handelsrechtlich vorgeschriebenen und steuerlich zulässigen Ansätzen bilanziert. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern.

Von der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von bis zu 800,00 € gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde Gebrauch gemacht.

Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wurde anhand der amtlichen AfA-Tabelle Fernmeldedienste und der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter festgelegt. Sofern in den amtlichen AfA-Tabellen keine Hinweise auf eine Nutzungsdauer gegeben wurden, so erfolgte die Festlegung der Nutzungsdauer nach der technischen Nutzbarkeit der Vermögensgegenstände. Die passive Netzinfrastruktur (LWL) wird linear unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierzu anfallende Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie die ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Die Ansätze erfolgen zudem nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Allgemeine Angaben zur Firma

Die NetAachen GmbH mit Sitz am Grüner Weg 100, 52070 Aachen, wird beim Amtsgericht Aachen im Handelsregister B unter der Nummer HRB 15383 geführt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der als Anlage beigefügten Übersicht gesondert dargestellt.

2. Finanzanlagen

In den Finanzanlagen sind folgende Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten:

Währung Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis des letzten Gj *
%
NetRegio GmbH, Köln (GJ 2023) EUR 33.025.000,00 1,00 0,004 0,00

* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der NetRegio GmbH und der NetCologne GmbH.

3. Vorräte

Die bilanzierten Waren beziehen sich im Wesentlichen auf unfertige Netzinfrastruktur und auf die Vorratshaltung für Netzkomponenten. Darüber hinaus werden Kundenendgeräte ausgewiesen.

Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 525 erhöht. Die in diesem Zusammenhang bilanzierten unfertigen Erzeugnisse stiegen im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 414 auf TEUR 2.578. Die bilanzierten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen um TEUR 130. Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Handelswaren reduzierten sich um TEUR 19.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen mit TEUR 47 geleistete Kautionszahlungen.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bereits im Geschäftsjahr 2023 gezahlte Mietaufwendungen und Wartungsaufwendungen, wobei die Leistungserbringung im Jahr 2024 erfolgt.

6. Sonstige Rückstellungen

Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 2.655, Vorjahr TEUR 2.805), für Personalkosten und Urlaubsverpflichtungen (TEUR 596, Vorjahr TEUR 583), für die Jahresabschlussprüfung inkl. interner Aufwendungen (TEUR 50, Vorjahr TEUR 48) und übrige Sachverhalte (TEUR 1.238, Vorjahr TEUR 1.285).

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Übersicht ersichtlich:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.23 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesicherte Beträge
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (5.500) (5.500) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.395 3.395 0 0 0
(Vorjahr) (2.275) (2.275) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.857 7.857 0 0 0
(Vorjahr) (6.811) (6.811) (0) (0) (0)
erhaltene Anzahlungen 52 52 0 0 0
(Vorjahr) (46) (46) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 832 832 0 0 0
(Vorjahr) (238) (238) (0) (0) (0)
Gesamt 12.136 12.136 0 0 0
(Vorjahr) (14.870) (14.870) (0) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren teilweise mit Bürgschaften durch die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, und die Stadtwerke Aachen AG, Aachen, gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, im Rahmen der geschlossenen Cashpooling-Vereinbarung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Lohnsteuerverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 61 (Vorjahr TEUR 72) und Verbindlichkeiten aus Steuern i. H. v. TEUR 60 (Vorjahr TEUR 166).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
Wert in TEUR Wert in TEUR
Geschäftskunden 20.217 20.368
Privatkunden 22.949 21.649
Sonstiges 148 207
Gesamt 43.315 42.223

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erwirtschaftet.

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 10 (Vorjahr TEUR 49) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr TEUR 282).

Angaben zum Jahresergebnis

Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss aus 2023 (TEUR 3.659) an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter:innen

Im Jahresmittel wurden 94 (Vorjahr 89) angestellte Mitarbeiter:innen in Vollzeit, 16 (Vorjahr 18) angestellte Mitarbeiter:innen in Teilzeit und 5 (Vorjahr 3) Aushilfen beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 waren 97 (Vorjahr 92) Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit, 16 (Vorjahr 16) Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit und 4 (Vorjahr 3) Aushilfsbeschäftigungsverhältnisse zu verzeichnen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen am 31. Dezember 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Mieten gem. Vertragslaufzeit 810
Leasing gem. Vertragslaufzeit 617
Bestellobligo 31.12.2023 1.055
sonstige Verträge 19.070

Von den aufgeführten Verpflichtungen bestehen keine ggü. verbundenen Unternehmen.

3. Latente Steuern

Die Bewertungen der nicht dauerhaften Differenzen erfolgte mit einem Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer i. H. v. 32,45%.

Für die Ermittlung der latenten Steuern ergibt sich folgende Berechnung:

EUR
1. Gewerbesteuer
Aktive Differenz aus Bewertungsunterschieden -250.000
Passive Differenz aus Bewertungsunterschieden 1.336.792
Saldo I 1.086.792
Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag (voll nutzbar) 0
Saldo II 1.086.792
passive latente Gewerbesteuer (16,62%) 180.625
2. Körperschaftsteuer
Aktive Differenz aus Bewertungsunterschieden -250.000
Passive Differenz aus Bewertungsunterschieden 1.336.792
Saldo I 1.086.792
körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag 0
Saldo II 1.086.792
passive latente Körperschaftsteuer 15,83% 172.039
Passivüberhang gesamt 352.664
Passivüberhang Vorjahr 258.804
+ Zuführung / - Auflösung 93.860
+ Zuführung / - Auflösung (Vorjahr) 41.149

Es erfolgte nach § 274 HGB eine Saldierung der latenten Steuern und der passive Überhang ist mit TEUR 353 bilanziert.

4. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen ist die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, die 84% der Anteile hält. Das Mutterunternehmen erstellt keinen Konzernabschluss. Es wird ein befreiender Konzernabschluss durch die Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, erstellt, in welchen die NetAachen GmbH einbezogen wird. Dieser Abschluss ist im elektronischen Unternehmensregister einsehbar. Daneben hält die STAWAG 16% der Anteile.

5. Abschlussprüferhonorar

Abschlussprüfungsleistungen:

Für die Jahresabschlussprüfung wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen i. H. v. TEUR 22 (Vorjahr 22 TEUR) erfasst. Sonstige Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

6. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Sämtliche Geschäfte, welche mit nahestehenden Personen getätigt wurden, sind unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

7. Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die folgende Person geführt:

Herr Andreas Schneider, Geschäftsführer, Hellenthal, Diplom-Ingenieur

Zugunsten des Geschäftsführers wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Zum Bilanzstichtag sind keine Vorschüsse oder Kredite gewährt worden.

Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer leistungsabhängigen Prämie sowie sonstigen Vergütungsbestandteilen, insbesondere Dienstwagen und Versicherungsbeiträgen.

Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 178, die sich wie folgt zusammensetzt:

Festvergütung Gezahlte Prämie Sach- und sonstige Bezüge * Abzgl. LSt. + SolZ pausch. AN Insgesamt
155.000,04 EUR 22.000,00 EUR 1.740,00 EUR -452,88 EUR 178.287,16 EUR

* erfolgsunabhängige Bezüge

8. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung auf die Finanz- und Vermögenslage der NetAachen GmbH haben.

 

Aachen, den 22. März 2024

Die Geschäftsführung

Andreas Schneider

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.146.490,88 37.072,53 0,00 0,00 2.183.563,41
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
2.146.490,88 37.072,53 0,00 0,00 2.183.563,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.377.373,56 3.759,37 0,00 0,00 2.381.132,93
Technische Anlagen und Maschinen 17.793.899,09 1.940.054,80 5.662.732,13 5.659.623,93 19.737.062,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.089.842,10 244.576,01 0,00 80.958,85 2.253.459,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.855.952,41 812.754,46 -5.662.732,13 74.284,26 6.080.259,00
33.117.067,16 3.001.144,64 0,00 5.814.867,04 30.451.913,28
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 0,00 1,00
1,00 0,00 0,00 0,00 1,00
35.263.559,04 3.038.217,17 0,00 5.814.867,04 32.635.477,69
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.925.035,88 82.596,53 0,00 2.007.632,41
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.925.035,88 82.596,53 0,00 2.007.632,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 888.039,87 66.491,37 0,00 954.531,24
Technische Anlagen und Maschinen 6.719.784,81 1.132.724,68 6.323,97 7.846.185,52
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.561.529,10 199.992,01 80.958,85 1.680.562,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.169.353,78 1.399.208,06 87.282,82 10.481.279,02
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
11.094.389,66 1.481.804,59 87.282,82 12.488.911,43
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.931,00 221.455,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
175.931,00 221.455,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.426.601,69 1.489.333,69
Technische Anlagen und Maschinen 11.890.876,57 11.074.114,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.897,00 528.313,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.080.259,00 10.855.952,41
19.970.634,26 23.947.713,38
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1,00 1,00
20.146.566,26 24.169.169,38

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftsmodell

Die NetAachen GmbH wurde im Rahmen eines Joint-Venture-Vertrages zwischen der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln (Anteil 84% an der NetAachen GmbH), und der Stadtwerke Aachen AG, Aachen (Anteil 16% an der NetAachen GmbH), mit Wirkung zum 01. Januar 2009 gegründet. Oberstes Mutterunternehmen ist die Stadtwerke Köln GmbH, Köln, in deren Konzernabschluss die NetAachen einbezogen wird.

NetAachen ist ein regionales Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Aachen; das Betätigungsgebiet umfasst den Kreis Heinsberg, die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie Stadt und Kreis Düren. Weiterhin ist NetAachen an der NetRegio GmbH, Köln, mit 0,1% beteiligt.

NetAachen ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden, Geschäftskunden und Wohnungswirtschaft aktiv. Die Produktpalette umfasst Telefonieprodukte und -dienstleistungen, Mobilfunk, Internetprodukte und -dienstleistungen, Datendienste und TV-Versorgung sowie seit 2021 IT-Dienstleistungen.

NetAachen verfügt über eine eigene Netz-Infrastruktur und vermarktet im Kundengeschäft u.a. Vorprodukte des Hauptgesellschafters NetCologne. Diese werden ergänzt durch eigene Dienstleistungen und Infrastrukturangebote, insbesondere im Geschäftsfeld Geschäftskunden. Neben dem eigenen glasfaserbasierten Breitbandnetz verfügt NetAachen über weitere Netz-Infrastruktur durch Anmietung und Nutzung bei den beiden Gesellschaftern und anderen kommunalen Netzbetreibern. Dies auch vor dem Hintergrund, die Unabhängigkeit von Teilnehmeranschlussleitungen der Deutschen Telekom AG weiter zu forcieren. Darüber hinaus betreibt NetAachen seit 2018 für Kunden ein funkbasiertes Netz für kritische Infrastrukturen im 450-MHz-Bereich, insbesondere für Anwendungen in der Energieversorgung und ein LoRaWAN-Netz für Smart-City-Anwendungen.

Über den Mehrheitsgesellschafter NetCologne ist NetAachen auch in den Segmenten Wholesale & Kooperation aktiv. Die Aktivitäten der NetCologne für die NetAachen insgesamt sind in Dienstleistungsverträgen zwischen den beiden Unternehmen geregelt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen, anhaltender hoher Inflation sowie steigenden Zinsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in 2023 gegenüber 2022 um 0,3 %.

In Deutschland waren 2023 durchschnittlich rund 45,9 Mio. Personen erwerbstätig. Damit stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7%. Dies ist der historisch höchste Stand der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf durchschnittlich 2,609 Mio. Dies entsprach einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 5,7% auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Auch 2023 wurde der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit gestützt, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Die Kurzarbeiterzahl sank in 2023 auf rund 220.000 (gegenüber 462.000 in 2022). Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen im Jahr 2023 ist gegenüber 2022 gesunken. Die Schuldnerquote liegt bei 8,15% (2022: 8,48%); dies entspricht ca. 5,7 Mio. Personen in Deutschland.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen Preise für Nahrungsmittel (+12,4% gegenüber Vorjahr). Die Energiekosten erhöhten sich in 2023 um 5,3% gegenüber 2022. Die Preise für Telekommunikation verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%.

Die Entwicklung des 3-Monats-EURIBOR spiegelt die aufgrund des Ukrainekrieges noch einmal erhöhte Inflation im Euroraum wider. Der 3-Monats-EURIBOR ist seit Januar 2023 mit einem Monatsdurchschnittswert von 2,162 % auf 3,960 % im Dezember 2023 gestiegen.

Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2023 ein Volumen von EUR 215 Mrd. um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,338 Mio. Personen.

Aus einer Studie der Beratungsgesellschaft DIALOG CONSULT und des Branchenverbands VATM geht hervor, dass der nationale Umsatz für Telekommunikationsdienste inkl. TV in 2023 stabil bei EUR 60,2 Mrd. liegt.

2.2. Geschäftsverlauf 2023

Im Jahr 2023 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten. Ergänzend zum Dienstwettbewerb entsteht zunehmend ein Infrastrukturwettbewerb im kommunalen Bereich.

Das Geschäftsjahr 2023 war durch folgende Besonderheiten geprägt:

Energiekrise/Inflation

Förderverfahren "weiße Flecken"

Energiekrise und Inflation

Infolge des Überfalls der Ukraine durch Russland im Februar 2022 ergaben sich vielfältige Änderungen auch für das Geschäft der NetAachen. Neben einer weiter intensivierten Betrachtung des Themas IT-Sicherheit für die NetAachen und ihre Kunden sind die Auswirkungen vor allem auf der Beschaffungsseite sichtbar.

NetAachen hat sich im Zuge der sich abzeichnenden Herausforderungen im Energiemarkt als kommunales Unternehmen intensiv an den Einsparbemühungen beteiligt. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens wurde weiter ausgebaut. Neben Energieeinsparung auf allen Ebenen sind der konsequente Umstieg auf regenerative Energieversorgung und ein deutlicher Ausbau der Elektromobilität wesentliche Bestandteile der Strategie.

Die steigenden Energiepreise führen direkt und indirekt (Inflation) zu steigenden Kosten, die sich indirekt insbesondere in den Netzbaumaßnahmen zeigen. Durch vielfältige Effizienzmaßnahmen wird diesen bestmöglich entgegengewirkt.

Förderverfahren weiße Flecken

NetAachen hatte sich seit 2019 an insgesamt fünf kommunalen und einer kirchlichen Ausschreibung zur Förderung des Breitbandausbaus auf Basis von Bundes- und Landesförderprogrammen erfolgreich beteiligt. Ein weiteres Verfahren für ein Gewerbegebiet in Eschweiler wurde 2022 positiv für die NetAachen entschieden. Für alle Verfahren liegen inzwischen die endgültigen Förderbescheide über Fördermittel in Höhe von rund 36,5 Mio. Euro vor. Von den Ausbauvorhaben profitieren sowohl Privathaushalte als auch Gewerbe und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen oder Krankenhäuser.

Mit den im Jahr 2020 begonnenen Arbeiten - im Rahmen des Förderverfahrens der Stadt Aachen - ist im Jahr 2023 fortgefahren worden. Der Baufortschritt verläuft - mit einer Verzögerung von ca. 6 Monaten infolge der Pandemie und Flutkatastrophe - ansonsten nach Plan. Aufgrund neuer Erkenntnisse wurde die Anzahl der auszubauenden Adressen über einen Nachtrag im Jahr 2022 um etwa 10% erhöht. Die Arbeiten in diesem Verfahren wurden in 2023 nahezu vollständig abgeschlossen.

In den beiden Verfahren der Städte Eschweiler und Stolberg wurden im Sommer 2020 die finalen Förderbescheide erteilt und die entsprechenden Ausbauverträge geschlossen. Die Planungen erfolgten ebenfalls noch in 2020, mit dem Ausbau wurde in 2021 begonnen - ebenso mit Verzögerungen aufgrund Flutkatastrophe und Pandemie. Beide Verfahren konnten erfolgreich und innerhalb der Förderbescheide technisch abgeschlossen werden. Die Abrechnungen und die Dokumentation konnten in 2023 vollendet werden.

In dem Verfahren der Städteregion Aachen für die Städte Herzogenrath, Würselen und Alsdorf wurde der finale Förderbescheid Ende 2020 nach mehr als drei Jahren Verfahrensdauer erteilt. Die Ausbauten starteten in allen vier Clustern in 2021 und werden - aufgrund eines Nachtragauftrags mit weiteren Adressen - voraussichtlich in 2024 abgeschlossen werden.

Zusätzlich hat sich NetAachen in 2020 an einer Förderausschreibung für den Glasfaserausbau der Schulen der Stadt Baesweiler erfolgreich beteiligt. Der finale Förderbescheid wurde im zweiten Quartal 2021 erteilt. Die Bauarbeiten wurden im Sommer 2021 begonnen und in 2022 abgeschlossen. Zwischenzeitlich ist auch die Abrechnung und Abnahme erfolgt.

Ein neues Förderprojekt konnte für ein Gewerbegebiet in Eschweiler 2022 gewonnen werden. Der bauseitige Abschluss erfolgte im Jahr 2023, Dokumentation und Abrechnung werden Anfang 2024 erfolgen.

2.3. Wirtschaftliche Lage

2.3.1. Ertragslage

Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 in einem Marktumfeld, das weiterhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre bestätigen.

In 2023 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.344 auf TEUR 44.234 (Vj. TEUR 42.890).

Die Umsatzerlöse lagen leicht über dem geplanten Zielniveau.

Verglichen mit dem Vorjahr sanken die Umsätze im Geschäftskundenbereich um TEUR 151 (-0,7%), während sie im Privatkundengeschäft aufgrund weiteren Bestandswachstums um TEUR 1.300 (+6,0%) stiegen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse aus Kundenumsätzen somit um TEUR 1.149 (+2,7%).

Der Materialaufwand betrug TEUR 19.412 (Vj. TEUR 18.791) und liegt um TEUR 135 über Planniveau. Der wesentliche Grund dafür sind allgemeine Kostensteigerungen.

Die Netzbauerlöse betrugen TEUR 143 (- TEUR 63 zum Vorjahr), die Bestandsveränderungen aus unfertigen Erzeugnissen + TEUR 414 und somit + TEUR 138 im Vergleich zum Vorjahr.

Es ergibt sich ein Rohertrag von TEUR 24.822 (Vj. TEUR 24.099) und damit eine Erhöhung von TEUR 723 (3,0%) zum Vorjahr. Die Rohertragsquote beträgt 57,3% und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (57,1%) um 0,2 Prozentpunkte.

Der Personalstand (einschl. Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt zum Jahresende 129 Mitarbeitende (Vj. 125 Mitarbeitende). Der entsprechende Bestand an Personalkapazitäten beträgt 114,32 (Vj. 111,54). Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben beträgt in 2023 TEUR 6.884 (Vj. TEUR 6.537), das sind 3,3% weniger als in der Planung vorgesehen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 11.175 (Vj. TEUR 11.066). Im Vergleich zur Planung wurden TEUR 75 höhere Ausgaben getätigt.

Wesentliche Posten beim sonstigen betrieblichen Aufwand sind die Dienstleistungsverträge mit NetCologne in Höhe von TEUR 7.278 (Vj. TEUR 7.070), Werbe- und Sponsoringaufwendungen (TEUR 1.134, Vj. TEUR 1.145), Provisionen (TEUR 477, Vj. TEUR 548) und externe Dienste (TEUR 368, Vj. TEUR 393).

Unter Berücksichtigung der Sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 454, Vj. TEUR 299) ergibt sich aus den vorstehenden Aufwands- und Ertragsposten ein operatives Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen/Finanzaufwand und Steuern (EBITDA) von TEUR 7.218 (Vj. TEUR 6.795). Dies entspricht einer Erhöhung des EBITDA um 6,2% gegenüber Vorjahr.

Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielles Vermögen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.298 (Vj. TEUR 7.100), das sich vermindert um erhaltene Investitionskostenzuschüsse in Höhe von TEUR 8.260. Der größte Posten besteht aus öffentlich geförderten Glasfaserausbauprojekten.

Die Investitionen führen in Kombination mit dem bereits bestehenden Anlagenbestand zu Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.482 (Vj. TEUR 1.404). Per Saldo verringerte sich das Anlagevermögen um TEUR 4.022 auf TEUR 20.147 (Vj. TEUR 24.169).

Das Finanzergebnis beträgt TEUR -326 (Vj. TEUR -226) und ist um TEUR 32 schlechter als geplant. Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Bedienung bestehender Darlehen.

Damit ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern, das mit TEUR 5.393 um TEUR 245 über Vorjahresniveau (TEUR 5.148) liegt. Das Ergebnisziel i. H. v. TEUR 4.732 vor Ertragsteuern konnte damit deutlich übertroffen werden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.734 (Vj. TEUR 1.971), die sonstigen Steuern TEUR 17 (Vj. TEUR 17).

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.659 (Vj. TEUR 3.177).

2.3.2. Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelzufluss i. H.v. TEUR 3.133 (Vorjahr TEUR 5.221), welcher gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.088 gesunken ist.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt bei TEUR 3.033 (Vorjahr Abfluss TEUR 7.091).

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit kam es im Jahr 2023 zu einem Mittelzufluss von TEUR 298 (Vorjahr Zufluss TEUR 2.523). Dieser ergibt sich insbesondere aus Mittelzufluss i. H. v. TEUR 1.046 nach einem Zufluss im Vorjahr i. H. v. TEUR 3.083 durch die Stadtwerke Köln GmbH. Des Weiteren erfolgte ein Zufluss aus erhaltenen Zuschüssen i. H. v. TEUR 8.260 (Vorjahr Zufluss TEUR 3.910).

Gegenläufig erfolgte ein Mittelabfluss aus der Tilgung von bestehenden Finanzverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 5.500 (Vorjahr TEUR 500) und ein Abfluss aus der Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr 2023 i. H. v. TEUR 3.177 (Vorjahr TEUR 3.743).

Im laufenden Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der NetAachen beträgt TEUR 31.105 (Vorjahr TEUR 33.750).

Die Aktivseite besteht mit TEUR 20.147 (Vorjahr TEUR 24.169) zu 64,77 % (Vorjahr 71,61%) aus Anlagevermögen und mit TEUR 10.300 (Vorjahr TEUR 8.886) zu 33,11% (Vorjahr zu 26,33%) aus Umlaufvermögen, die restlichen 2,12% (Vorjahr 2,06%) sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten.

Das Anlagevermögen verteilt sich im Wesentlichen auf das firmeneigene Grundstück und Gebäude mit TEUR 1.427 (Vorjahr TEUR 1.489) und andere Anlagen mit TEUR 573 (Vorjahr TEUR 528). Das Anlagevermögen für technische Anlagen erhöhte sich auf TEUR 11.891 (Vorjahr TEUR 11.074). Des Weiteren verringerten sich die Anlagen im Bau von TEUR 10.856 in 2022 auf TEUR 6.080 in 2023. Dies liegt darin begründet, dass die Anlagen im Verlauf des Geschäftsjahres aktiviert wurden und erhaltende Fördermittel mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verrechnet sind.

Die Vorräte erhöhten sich auf einen Bestand i. H. v. TEUR 3.283 (Vorjahr TEUR 2.758).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 4.813 (Vorjahr TEUR 4.294). Der Bestand an liquiden Mitteln außerhalb der Konzernverrechnung beträgt TEUR 2.157 (Vorjahr TEUR 1.758).

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der deutlich gesunkenen Bilanzsumme in 2023 gegenüber 2022 von 34,47 % auf 38,96 %.

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 444 (Vorjahr TEUR 567).

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 4.574 (Vorjahr TEUR 4.756). Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 150).

Die Finanzverbindlichkeiten wurden am Jahresende in voller Höhe getilgt (im Vorjahr bestanden EUR 5.500). In 2023 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.395 (Vorjahr TEUR 2.275). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen in 2023 TEUR 7.857. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 832 (Vorjahr TEUR 238) bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten verminderte sich von TEUR 1.664 auf TEUR 1.481 in 2023.

Des Weiteren sind passive latente Steuern i. H. v. TEUR 353 bilanziert.

2.3.4. Gesamtlage

Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war insgesamt trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Die Unternehmensziele wurden deutlich übertroffen.

2.3.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Eine wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern (EBT). Außerdem ist der Umsatz eine weitere wesentliche Steuerungsgröße. Der Vergleich von Ergebnis und Prognose erfolgt unter dem Abschnitt Prognosebericht.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancen

Der Telekommunikationsmarkt bietet für NetAachen mittelfristig, trotz starken Wettbewerbs und weiterhin anhaltenden Preisdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung:

NetAachen als lokaler Anbieter im regionalen Markt Aachen, Düren und Heinsberg hat durch Präsenz vor Ort nach wie vor die Chance einer langfristigen Kundenbindung mit hohem Identifikationspotenzial.

Mit eigenem FttB/H- und Kabel-Netz HFC (Hybrid Fibre Coax) in der Städteregion Aachen ist NetAachen für den wachsenden Bandbreitenbedarf in der Zukunft gut gerüstet. Das FttB/H-Netz wird stetig ausgebaut. Im Kabel-Netz und im FttB/H-Netz werden mittlerweile Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit/s angeboten. Die eigene Hochleistungsinfrastruktur führt im streng regulierten TK-Markt zu stabilen Entgelten und vermindert die Abhängigkeit von der Deutschen Telekom. Dies wird ergänzt durch FttC-Netze und die Möglichkeiten, Bandbreite über Bitstream Access von Vorlieferanten einzukaufen.

Der Markt unterliegt nach wie vor einer hohen Dynamik und ist offen für neue, an den Bedürfnissen der Kunden orientierte Produkte. Eine Vielzahl von Lebensbereichen bietet hier zusätzliches Wachstumspotential. Die wachsende digitale Vernetzung, die Anwendung moderner Kommunikationsformen sowie die starke Bedeutung immer datenintensiverer, komplexerer und integrierter Multimedia-Anwendungen in der Freizeit erfordern gemeinschaftlich hohe Bandbreiten. Smart Home, Home Schooling, Health Monitoring, Video-on-Demand und digitale TV-Übertragungen in HD-Qualität, Videotelefonie und Videokonferenzen in HD-Qualität, Online-Gaming in Echtzeit mit Bewegtbilddarstellung in HD-Qualität, Cloudcomputing, Peer-to-Peer Networking, E-Learning und alle Formen von Online-Services sind solche zukunftsweisenden Produkte, um hier nur einige zu nennen.

Die NetAachen beteiligt sich bereits seit Jahren an den Funktechnologien 450 Megahertz-Technologie, um Themen wie Smart City und Smart Meter in der Aachener Region weiter voranbringen zu können. Die Frequenzen im 450 MHz-Bereich wurden 2021 von der BNetzA bundesweit an die 450connect primär für die Nutzung im Bereich kritischer Infrastrukturen vergeben. NetAachen hat bereits 2017 einen Funkdienstevertrag für den Versorgungsbereich der heutigen Regionetz GmbH mit der 450connect geschlossen. NetAachen hat ein CDMA450-Netz für Regionetz in Kooperation mit der 450connect in 2018 aufgebaut und in Betrieb genommen. Pilotanwendungen werden getestet und der Smart Meter Rollout vorbereitet. Auch Sprachkommunikationsdienste (Notfallkommunikation) wurden erfolgreich erarbeitet und implementiert. Einschränkungen ergeben sich bisher aufgrund ausstehender Grenzkoordinierung der Frequenzen vor allem zwischen den Niederlanden und Deutschland. Klärung wird für 2024 erwartet. Ende 2022 erfolgte zudem die parallele Aufrüstung des Netzes um die LTE450-Technologie (Dualmode-Betrieb). Erste kommerzielle LTE-Dienste werden nach aktueller Planung in der ersten Jahreshälfte 2024 zur Verfügung stehen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich im Bereich der kommunalen Smart-City-Anwendungen. NetAachen hat ein LoRaWAN-Netz im gesamten Stadtgebiet Aachen im Auftrag und in Kooperation mit einem Kunden aufgebaut. Eine Erweiterung im Auftrag eines anderen Kunden für das Gebiet der gesamten Städteregion Aachen ist für 2024 in der Umsetzung geplant. Weitere Gebiete sind möglich.

Bei Regulierungsentscheidungen besteht die Chance, dass die Bundesnetzagentur Entgelte für Vorleistungen wie Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL), Festnetz- und Mobilfunkterminierung sowie Bitstream-Zugang im Sinne eines stärkeren Wettbewerbs reguliert bzw. neu festlegt und sich daraus positive Effekte für die Geschäftsentwicklung ergeben.

Der wachsende Ausbau der FTTB/H-, FTTC- und HFC-Infrastrukturen macht die NetAachen als Vorleistungslieferant von BSA- (Bitstream Access) Leistungen für Wholesale-Partner zunehmend interessant. Die markteinheitliche Festlegung von Branchenstandards zu Prozessen und Schnittstellen wird von der Muttergesellschaft NetCologne in verantwortlicher Rolle mitgestaltet.

Die im TK-Netz der NetAachen eingeführten neueren Technologien und die Diensteplattform auf IP-Basis bieten Chancen für neue Produkte und Dienste. Daraus können sich auch Möglichkeiten zur Senkung laufender Kosten und zur Umsatzsteigerung ergeben.

Durch das neue Geschäftsfeld IT-Dienstleistungen kann die NetAachen Geschäftskunden neben klassischen Telekommunikationsdienstleistungen auch IT-Services anbieten. NetAachen wird somit der verstärkten Nachfrage nach IKT-Komplettlösungen gerecht. Die Erweiterung des Produktportfolios unter anderem um Cloud-Dienste und Dienstleistungen rund um die IT-Sicherheit bietet die Chance, den Umsatz und vor allem die Kundenbindung bei der NetAachen zu steigern.

3.2. Risiken

Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands der NetAachen GmbH hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem installiert, welches zum Ziel hat, sämtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, systematisch zu erfassen und zu bewerten sowie anschließend Maßnahmen zur Risikoverminderung einzuleiten.

Das Risikomanagementsystem orientiert sich sowohl an einer internen Risikorichtlinie der Gesellschaft als auch an der Risikorichtlinie des Gesellschafters. Die Risikoberichterstattung erfolgt auf Basis der verabschiedeten Risikorichtlinie, in der die Verfahrensweise der Risikoanalyse und Berichterstattung festgelegt worden ist. Bestandteil der Risikorichtlinie ist die Erfassung neuer Risiken bzw. Aktualisierung bereits bestehender Risiken in regelmäßigen Zeitabständen durch die Fachbereiche und Führungskräfte in einem formalisierten Risikobericht. Der Risikobericht beschreibt die spezifischen Risiken und untersucht sie auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit hin.

Die Quantifizierung und Einordnung der Risiken erfolgen gemäß den Vorgaben des Gesellschafters. Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von kleiner/gleich fünf Prozent werden als gering eingestuft, Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer fünf Prozent und kleiner/gleich zwanzig Prozent werden als mittel deklariert. Werte über zwanzig und kleiner/gleich fünfzig Prozent sind mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft. Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer fünfzig und kleiner/gleich hundert Prozent werden als sehr hoch ausgewiesen.

Das Geschäft der NetAachen GmbH unterliegt folgenden Risiken, die in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt sind:

Technische Ausfallrisiken in der Infrastruktur, die sich großflächig auswirken können (z.B. durch Umwelteinflüsse, langfristige Stromausfälle, Cyber-Kriminalität)

Rechtliche Risiken

Der Markt für Telekommunikation unterliegt wie alle Wettbewerbsmärkte normalen Geschäftsrisiken. Er ist von einer sehr hohen Dynamik, starkem Wettbewerb, großem Preisdruck, weiterwachsendem Bandbreitenbedarf sowie hoher Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen und zu Margendruck bei einigen Produkten führen. Bisher konnten Preisminderungen am Markt durch überproportionales Wachstum kompensiert werden. Angesichts eines hohen Sättigungsgrads, z. B. im VDSL-Markt, und Substitution der VDSL-Netze durch den zunehmenden FttH-Überbau ist diese Wachstumsdynamik inzwischen begrenzt.

Der starke Wettbewerb und die hohe Wechselbereitschaft der Kunden zwingen NetAachen sowohl zu höheren Aufwendungen für Maßnahmen zur Akquisition von Neukunden wie auch für die Kundenbindung. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Maßnahmen als wenig effektiv erweisen und damit deutlich negativ auf das Ergebnis des Unternehmens auswirken, wird als gering eingeschätzt.

Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich um einen regulierten Markt, in dem die Bundesnetzagentur und zunehmend auch das Bundeskartellamt stark steuernd eingreifen. Es besteht das geringe Risiko, dass Regulierungsentscheidungen negative Wirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können. Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminierungsentgelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künftige Regulierungsentscheidungen ausfallen können.

Aufgrund des mit Wirkung zum 30.6.2024 entfallenden Nebenkostenprivilegs der Wohnungswirtschaft für Kabel-TV entfällt das Geschäftsfeld Sammelinkasso für Kabel-TV-Versorgung und muss durch Einzelverträge mit den Endnutzern ersetzt werden. Im Übergangszeitraum ist hierbei mit negativen Umsatzauswirkungen zu rechnen, die durch entsprechende vertriebliche Aktivitäten aber begrenzt werden können.

In 2023 wurde kein Risiko als bestandsgefährdend (keine Schadenshöhe größer 5 Millionen Euro) eingestuft. Für die identifizierten Risiken wurden im Rahmen des Jahresabschlusses - soweit erforderlich - Rückstellungen gebildet. Auf Basis der Wirtschaftsplanung 2023 und der zur Verfügung stehenden Kreditlinien und Darlehen sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

3.3. Prognose

Die flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Internet kommt in Deutschland nur stockend voran. Die von der Bundesregierung formulierten Ausbauziele für 2014 und 2019 (75% bzw. 100% Abdeckung mit 50 Mbit/s) wurden verfehlt. Trotzdem steigen die im Netz transportierten Datenmengen und damit die von Geschäftskunden und Haushalten nachgefragten Anbindungskapazitäten weiter stetig, nicht zuletzt getrieben von zunehmendem Home Office und Home Schooling sowie Streaming-Anwendungen. Mit Förderprogrammen wie "Weiße Flecken" und jüngst auch "Graue Flecken" versucht der Bund, dem Breitbandausbau neuen Aufschwung zu geben. NetAachen wird versuchen, weiter an diesen Förderungen zu partizipieren und möglichst viele weitere Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. Dies deckt sich mit dem Ziel der NetAachen, die Glasfaserinfrastruktur in Richtung Teilnehmer stetig zu erweitern und vorhandene Accessnetze sinnvoll zu integrieren und zu ertüchtigen.

Eine besondere Rolle spielen dabei Kooperationen mit Kommunen und Partnern aus der Energie- und Telekommunikationswirtschaft, die eine maximale Nutzung von Synergien versprechen. Solche Kooperationsmodelle sind im Geschäftsjahr 2023 weiter erfolgreich forciert worden.

Die neu geschaffenen Netzkapazitäten werden gleichermaßen für die Versorgung von Privatkunden, Geschäftskunden sowie für den Wholesale-Markt über den Gesellschafter im Sinne des Open Access vermarktet. Künftig könnte die NetAachen mit ihrem Glasfasernetz in der Aachener Region auch den Ausbau der 5G-Mobilfunknetze vorantreiben und Sendemasten mit der nötigen Bandbreite versorgen.

Die neuen IP-Technologien sind im NetAachen-Netz eingeführt und können für neue innovative Anwendungen genutzt werden. Wichtige Ergänzung/Erweiterung der heutigen NGN-Strategie ist die zusätzliche Fokussierung hin zu IT- und Cloud-Diensten (Cloud Backup, Cloud-/RZ-Storage, Cloud-/RZ-basierte Telefonie- und IT-Lösungen, Security-Lösungen). Durch die Implementierung von FttH-Technologien ins Netz, z.B. in Neubau- und Ausbaugebieten, wird die Weiterentwicklung der NetAachen-Access-Strategie konsequent fortgesetzt.

Auch im FttB-Umfeld wird die Innovation nachhaltig weiter konsequent vorangetrieben. Seit Einführung von G.Fast sind nun Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit/s im FttB-Bereich möglich. Die Marktposition wird im NetAachen-Anschlussgebiet weiter ausgebaut werden, vor allem in den eigenen Ausbaugebieten. Darüber hinaus wurde in 2023 der Ausbau von FttH-Netzen (Glasfaser bis in die Wohnung) fortgeführt und wird auch in den nächsten Jahren intensiv fortgesetzt werden.

Ein Vergleich mit dem Wirtschaftsplan für 2023 zeigt im EBT eine deutliche Steigerung des Ergebnisses vor Ertragsteuern. Statt eines geplanten EBT von TEUR 4.732 erwirtschaftete die Gesellschaft ein EBT in Höhe von TEUR 5.393. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Umsatzsteigerung und einem stringenten Kostenmanagement im Geschäftsjahr 2023.

Im harten Marktumfeld wird sich NetAachen weiter gut behaupten. Bereinigt um die Netzbauerlöse ist, verglichen mit dem Ist 2023, für 2024 ein Umsatzwachstum von + 4,7% geplant.

Für die darauffolgenden Jahre ist, trotz der erschwerten Marktsituation, ein weiteres leichtes Umsatzwachstum bei den Geschäftsbereichen eingeplant. Die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2024 schließt mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von TEUR 4.969. Hierbei spielt die geplante erfolgreiche Vermarktung der bestehenden FttB/H-Netze sowie die zunehmende Bedeutung des Wholesale-Geschäftes für diese Netze eine wesentliche Rolle. NetAachen wird das strikte Kostenmanagement in Abhängigkeit von den Geschäftserfolgen fortführen.

4. Öffentliche Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW

Gegenstand der NetAachen GmbH ist die Versorgung der Öffentlichkeit im Raum Aachen, Düren und Heinsberg mit Telekommunikationsdienstleistungen aller Art unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden betrieblichen und technischen Ressourcen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne des § 109 GO NRW zu verfahren. Dabei ist die Gesellschaft so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird. Mit dem Bau eigener Hochleistungsnetze wie FttH/B bzw. HFC und FttC wird der Aufbau einer privaten Telekommunikationsinfrastruktur im Wirtschaftsraum Aachen vorangetrieben. Mit dem Ausbau trägt die NetAachen entscheidend zum Standortvorteil und zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Aachen bei.

 

Aachen, den 22.03.2024

Die Geschäftsführung

Andreas Schneider

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NetAachen GmbH, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NetAachen GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NetAachen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 3. April 2024

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