Bühler GmbHLiquidiert

51580 Reichshof, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 14028
Vorher
Bühler Bindler GmbH
Eingetragen
27.11.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens besteht in der Fabrikation und dem Vertrieb von Erzeugnissen des Maschinen-, Anlagen- und Steuerungsbaus sowie in der Erbringung von Engineering-, Service- und Montageleistungen im Bereich Form- und Eintafelungsanlagen für Schokoladen und Biskuit verarbeitende Industrie. Die Gesellschaft kann Dienstleistungen im Verkauf sowie in kommerziellen und sonstigen Belangen an Unternehmen des Bühler-Konzerns und an Dritte erbringen. Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreiben, die mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten, sich an anderen Unternehmen gleichen Gegenstands beteiligen und andere Unternehmen gleichen Gegenstands sowie Grundstücke erwerben.

Historie

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Management

NameRolle
Eveline Ticoalu
seit 29.11.2018
Prokura
Fritz Dr. Dorner
seit 7.11.2016
Geschäftsführer
Daniel Walgarth
seit 22.7.2016
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bühler GmbH

Reichshof

Jahresabschluss zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Anhang 31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 137 11
II. Sachanlagen (3) 14.251 15.136
III. Finanzanlagen 3 9
14.391 15.156
B. Umlaufvermögen
1. Vorräte (4) 47.108 26.276
abzüglich erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen 35.579 19.838
11.529 6.438
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.092 6.050
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.978 1.318
3. Sonstige Vermögensgegenstände 147 146
7.217 7.514
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (6) 273 1.642
273 1.642
19.019 15.594
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39 36
33.449 30.786

Passiva

Anhang 31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
A. Eigenkapital (7)
I. Gezeichnetes Kapital 275 275
II. Kapitalrücklage 1.250 1.250
III. Jahresüberschuss 0 0
1.525 1.525
B. Rückstellungen (8)
Sonstige Rückstellungen 4.068 3.282
4.068 3.282
C. Verbindlichkeiten (9) 27.856 25.974
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 5
33.449 30.786

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Anhang 2019
T€
2018
T€
1. Umsatzerlöse (11) 37.945 52.305
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.560 631
3. Sonstige betriebliche Erträge (12) 237 339
58.742 53.275
4. Materialaufwand (13)
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 29.392 23.555
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.131 5.321
36.523 28.876
5. Personalaufwand (14)
a) Löhne und Gehälter 15.118 13.442
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.670 2.318
17.788 15.760
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 988 956
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) 5.254 4.836
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (16) 66 53
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) 490 433
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 12 63
11. Ergebnis nach Steuern -2.247 2.404
12. Sonstige Steuern (18) 47 76
13. Erträge aus Verlustübernahme 2.294 0
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0 2.328
15. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

der Bühler GmbH, Reichshof

I. Vorbemerkungen

Die Bühler GmbH, Reichshof, ist beim Amtsgericht Siegburg unter der Handelsregisternummer HRB Nr. 14028 gemeldet.

Der vorliegende Abschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Der Jahresabschluss wurde in TEUR (= Tausend Euro) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen fortgeführt.

Die Bühler GmbH, Reichshof, wird in den Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil / Schweiz, einbezogen. Unter den verbundenen Unternehmen sind auch die Tochtergesellschaften der Konzern-Muttergesellschaft, der Bühler Holding AG, Uzwil / Schweiz, ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten von Bezügen und Vermögensgegenständen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung wurden zu Tageskursen im Zeitpunkt der Verbuchung der Geschäftsvorfälle bestimmt.

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Tageskurs eingebucht und zum Abschlussstichtag grundsätzlich mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei wurden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Kursverluste am Bilanzstichtag wurden entsprechend berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Bühler GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Bühler Deutschland Holding GmbH, Braunschweig, einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene der Gesellschaft ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände, welche vollständig entgeltlich erworben wurden, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und von 3 Jahren bis längstens 5 Jahre linear abgeschrieben.

(3) Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Fabrik- und Geschäftsgebäude werden von 15 Jahren bis längstens 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen von 5 Jahren bis längstens 21 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in 5 und bis zu 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer haben wir uns an den AfA-Tabellen der Wirtschaftsverbände orientiert. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

(4) Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.697 1.323
Unfertige Erzeugnisse und in Abwicklung befindliche Aufträge 45.152 24.592
Geleistete Anzahlungen 259 361
47.108 26.276
Abzüglich erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 35.579 19.838
11.529 6.438

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und in Abwicklung befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) branchenüblich anfallende Sondereinzelkosten.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag bilanziert.

Die die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bewertet.

Erkennbare Risiken in den Vorräten wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2019 31.12.2018
Insgesamt
TEUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
Insgesamt
TEUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.092 829 6.050 1.148
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.978 0 1.318 0
Sonstige Vermögensgegenstände 147 0 146 0
7.217 829 7.514 1.148

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bzw. niedrigeren Barwerten, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 2.907 Forderungen gegen Gesellschafter (Vj.: TEUR 202) und resultieren aus Forderungen des Ergebnisabführungsvertrages zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages sowie sonstigen Forderungen (ausschließlich Umsatzsteuerforderungen). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten darüber hinaus TEUR 1.071 (Vj.: TEUR 1.112) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(6) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

(7) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 275. Alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Bühler Deutschland Holding GmbH, Braunschweig.

Gemäß des Ergebnisabführungsvertrages vom 7. Juni 2013 wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.294 von der Bühler Deutschland Holding GmbH, Braunschweig, ausgeglichen und als Forderung zum 31. Dezember 2019 bilanziert.

(8) Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Risiken aus Nach- und Garantiearbeiten, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für Personalaufwendungen.

(9) Verbindlichkeiten

31.12.2019 31.12.2018
Insgesamt
TEUR
Restlaufzelt bis 1 Jahr
TEUR
Insgesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.757 2.757 1.539 1.539
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.877 12.877 24.148 14.148
davon aus Lieferung und Leistungen (757) (757) (420) (420)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (19) (19) (2.536) (2.536)
Sonstige Verbindlichkeiten 222 222 287 287
davon aus Steuern (211) (211) (206) (206)
27.856 15.856 25.974 15.974

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und bis zu fünf Jahren bestehen ausschließlich aus dem Darlehen gegenüber der Bühler Holding AG, Uzwil in Höhe von TEUR 12.000 (Vj.: TEUR 12.000). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht (Vj.: TEUR 2.000).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 11.956 (Vj.: TEUR 9.015) auf Cash-Pooling.

(10) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 333 (Vj.: TEUR 401).

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen TEUR 167
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen TEUR 166

Die Miet- und Leasingverhältnisse enden bis spätestens 2026. Das Operating-Leasing bei der Bühler GmbH, Reichshof, hat den Vorteil, dass die liquiden Mittel nicht durch die Anschaffung von Anlagegütern gebunden sind. Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Geschäften.

III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:

2019
TEUR
2018
TEUR
Deutschland 19.530 4.720
Übrige 18.415 47.585
37.945 52.305

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2019
TEUR
2018
TEUR
Anlagen 22.926 36.546
Ersatzteil 6.796 9.738
Revision 5.921 3.882
Service 1.529 1.825
Übrige 773 314
37.945 52.305

(12) Sonstige betriebliche Erträge

2019
TEUR
2018
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 237 339

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 55 (Vj.: TEUR 78), Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigung TEUR 10 (Vj.: TEUR 50) sowie weitere periodenfremde Erträge von TEUR 131 (Vj.: TEUR 29) ausgewiesen.

Daneben enthält der Posten Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 30 (Vj.: TEUR 94) und sonstige Erträge TEUR 10 (Vj.: TEUR 88).

(13) Materialaufwand

2019
TEUR
2018
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.392 23.555
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.131 5.321
36.523 28.876

(14) Personalaufwand

2019
TEUR
2018
TEUR
a) Löhne und Gehälter 15.118 13.442
b) Soziale Abgaben 2.670 2.318
17.788 15.760

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug für:

2019 2018
Mitarbeiter (nicht direkt produktiv) 140 126
Mitarbeiter (direkt produktiv) 49 48
189 174

In diesem Anhang wurde die Aufteilung der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr von der bisherigen Aufteilung nach Arbeiter und Angestellte in die oben dargestellte Aufteilung geändert, welche eine, der Personalstruktur tatsächlich abbildende Übersicht, über die Mitarbeiter bietet.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2019
TEUR
2018
TEUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.254 4.836

In dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen durch Buchverluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von TEUR 32 (Vj.: TEUR 3) sowie weitere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 164 (Vj.: TEUR 227) abgebildet.

Daneben enthält der Posten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 34 (Vj.: TEUR 76), Debitorenverluste TEUR 10 (Vj.: TEUR 0) und Aufwendungen für Garantieverpflichtungen TEUR 586 (Vj.: TEUR 110).

(16) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2019
TEUR
2018
TEUR
66 53
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)

(17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2019
TEUR
2018
TEUR
490 433
davon an verbundene Unternehmen (483) (431)
davon aus Aufzinsung (2) (2)

(18) Steuern

2019
TEUR
2018
TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12 63
Sonstige Steuern 47 76
59 139

IV. Konzernverhältnis

Die Bühler GmbH ist ein Tochterunternehmen der Bühler Holding Deutschland GmbH, Braunschweig.

Die Bühler Holding Deutschland GmbH, Braunschweig, wiederum ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bühler AG, Uzwil/Schweiz, welche wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, ist.

Der Abschluss der Bühler GmbH, Reichshof, wird in den Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen, der nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wird. Der Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, wird im Deutschen Bundesanzeiger veröffentlicht.

V. Nachtragsbericht

Die weltweite Corona-Pandemie wird auch die Bühler GmbH vor Herausforderungen im Geschäftsjahr 2020 stellen. Eine Einschätzung darüber, ob oder inwieweit sich das Corona-Virus negativ auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 auswirken wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur mit erheblicher Unsicherheit eingeschätzt werden. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Ausführungen im Risikobericht und im Prognosebericht.

VI. Angaben zu Organen der Gesellschaft

(19) Mitglied der Geschäftsführung

Dr. Fritz Dorner

(Dipl. Kaufmann, Dr. Ing., Alleingeschäftsführer der Bühler GmbH)

Hinsichtlich der Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

(20) Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH beträgt TEUR 43 (Vj. TEUR 35) inklusive Auslagen zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

 

Reichshof, 28.04.2020

Bühler GmbH, Reichshof

Geschäftsführung

gez. Dr. Fritz Dorner

Entwicklung des Anlagevermögens der Bühler GmbH, Reichshof

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.1.2019
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2019
TEUR
Abschreibungen 1.1.2019
TEUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 83 151 0 0 234 72
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 12.031 85 0 0 12.116 774
Technische Anlagen und Maschinen 2.865 125 0 42 2.948 1.104
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.483 235 0 111 3.607 1.700
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 335 0 0 335 0 0
18.714 445 0 488 18.671 3.578
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 9 0 0 6 3 0
18.806 596 0 494 18.908 3.650
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Abschreibungen 31.12.2019
TEUR
Buchwert 31.12.2019
TEUR
Buchwert 31.12.2018
TEUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 25 0 97 137 11
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 334 0 1.108 11.008 11.257
Technische Anlagen und Maschinen 214 10 1.308 1.640 1.761
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415 111 2.004 1.603 1.783
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0 335
963 121 4.420 14.251 15.136
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 3 9
988 121 4.517 14.391 15.156

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der Bühler GmbH, Reichshof

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bühler GmbH ist Teil des BÜHLER Konzerns mit Sitz in Uzwil, Schweiz, dem Spezialisten und Technologiepartner für Maschinen, Anlagen und Services zur Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln sowie zur Produktion hochwertiger Materialien. Die BÜHLER Gruppe hält weltweit führende Marktpositionen bei Produktionsanlagen für die Mehlherstellung, die Futtermittelverarbeitung, aber auch für die Herstellung von Pasta und Schokolade sowie im Aluminiumdruckguss. Die Kerntechnologien liegen im Bereich der mechanischen und thermischen Verfahrenstechnik. Die Bühler GmbH in Reichshof beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Umsetzung von Technologiekonzepten zur Formgebung und Füllung von Schokoladeprodukten, individuell ausgerichtet auf Kundenanforderungen. Basierend auf definierten Basistechnologien entstehen so individuelle auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Anlagen zur Fertigung marktfähiger Produkte.

Organisatorisch ist die Bühler GmbH seit 2019 in der Business Unit Confectionery, welche die Marktsegmente "Moulding Solutions", "Mass Preparation", "Forming, Extrusion, Cutting" und "Enrobing, Tempering, Cooling" Countlines umfasst, eingebunden. Diese ist wiederum Teil der Business Area Consumer Foods zugeordnet. Das Marktsegment Moulding Solutions unterhält einen Standort in Reichshof, nutzt jedoch neben dem eigenen, national und international ausgerichteten Vertriebsbereich die weltweite Vertriebsorganisation der BÜHLER Gruppe bei der Vermarktung ihrer Produkte. Damit erschließt sich der Bühler GmbH ein über 140 Länder umfassender potentieller Absatzmarkt. Die Bühler GmbH unterhält eine Betriebsstätte in Shah Alam im Bundesstaat Selangor in Malaysia, die im Zuge eines Großprojektes in 2015 gegründet wurde. Die Betriebsstätte diente ausschließlich zur ordnungsgemäßen steuerlichen Abwicklung eines Großprojektes gemäß den malaiischen Gesetzen und steht zur Schließung an.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschung nach technischen Innovationen und eine hierauf fußende Entwicklung neuer Produktionsmaschinen sind eine wichtige und zentrale Aufgabe, die die Bühler GmbH zur Sicherung ihrer zukünftigen Entwicklung benötigt und daher kontinuierlich verfolgt. Gleichzeitig werden Forschungs- und Entwicklungsleistungen den Kunden zur Verfügung gestellt, was die Zusammenarbeit und wechselseitige Bindung erheblich stärkt.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt T€ 2.276 (Vj. T€ 2.324) in die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen investiert. Schwerpunkte der Arbeiten wurden massgeblich von aktuellen Kundenprojekten abgeleitet. Insbesondere umfasste dies die Produktpflege und Weiterentwicklung von Prozessen an den Anlagen. Eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen erfolgt nicht.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat sich für deutsche Unternehmen im Verlaufe des Jahres 2019 moderat positiv entwickelt. In der für die Bühler GmbH maßgeblich relevanten Europäischen Union hat die wirtschaftliche Aktivität in 2019 mit einem Wachstum des Brutto-Inlandprodukts von 1,4% (Vj. 1,9%) an Dynamik eingebüsst (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S.10). Für das Jahr 2020 wird eine weitere Verlangsamung der Wirtschaftsleistung im Euroraum mit 1,2% erwartet, die sich in 2021 mit 1,6% wieder leicht verbessern wird (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S. 10).

Geschäftsbereich (Business Area) Aktivitäten Marktstellung/ Wettbewerb
Consumer Foods BÜHLER Consumer Foods leistet weltweit, einen entscheidenden Beitrag zur Produktion von Kakao, Schokolade, Kaffee, Keksen und Nüssen. Der Geschäftsbereich setzt Standards in der Schokoladenherstellung, sei diese für tafelförmige oder für überzogene und gefüllte Produkte, wie zum Beispiel Riegel, Kekse, Caramels und andere Süßwaren, und engagiert sich für die kontinuierliche Entwicklung neuer innovativer Technologien. Consumer Foods ist der Komplettanbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Süßwarenindustrie und hält für jede Verfahrensstufe modernste Produktionsanlagen bereit. Der Geschäftsbereich steht für energieeffiziente Prozessabläufe mit maximaler Rohstoffausbeute und höchster Produktqualität. In den Marktsegmenten "Chocolate Mass", "Coffee", "Cocoa Nuts", "Moulding" und "Countlines" steht BÜHLER in Konkurrenz mit Mitbewerbern aus Dänemark, Deutschland, Holland und Italien. Die Bühler GmbH in Reichshof-Wehnrath ist in dem Marktsegment "Moulding Solutions" aktiv.

2. Geschäftsverlauf

Die sich bereits im Jahre 2018 zeigende positive Entwicklung der Auftrags- und Marktlage konnte sich im Geschäftsjahr weiter positiv entwickeln. Die Verbesserung des branchenspezifischen Investitionsverhaltens im Geschäftsjahr 2018 hielt in 2019 weiter an, so dass sich die damit verbundenen Erwartungen für die Beschäftigung bestätigten und in 2019 festigen konnten. Die Marge entwickelte sich im Geschäftsjahr nicht entsprechend den Erwartungen. Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass Projekte nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen werden konnten. Infolgedessen fiel der Umsatz und die damit einhergehende Margenrealisation deutlich geringer als im Vorjahr aus. Des Weiteren konnten zwei Projekte nicht mit der erwarteten Marge abgeschlossen werden.

Das Servicegeschäft der Bühler GmbH entwickelte sich im Geschäftsjahr 2019 weiterhin erfreulich und konnte mit einem Umsatzzuwachs von 10% gegenüber dem Vorjahr abschließen, welches zum Teil über Zugeständnisse bei der Marge erzielt wurde.

Durchschnittlich belief sich die Stammbelegschaft auf 189 Mitarbeitende während des Berichtsjahres und bewegte sich damit auf einem +8,6% höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr (174 Mitarbeitende). Auf Grund des guten Geschäftsverlaufs sind in 2019 auch wieder verstärkt flexible Kapazitäten aufgebaut worden. Eine Erhöhung des Personals in Festanstellung in einem grösseren Umfang ist für 2020 nicht geplant.

Aufgrund der Einbindung der Bühler GmbH, Reichshof, in die komplexe Matrix Struktur der Bühler Gruppe werden Planungen und Budgets für die unterschiedlichen Funktionsbereiche zentral im Konzern und nicht fokussiert auf Ebene der Gesellschaft bzw. des Standorts der Bühler GmbH, Reichshof erstellt. Die interne Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit der Bühler GmbH, Reichshof wird vor diesem Hintergrund nur eingeschränkt auf Gesellschaftsebene durchgeführt und erfolgt für diesen Zweck vorrangig und unverändert anhand der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Ergebnis vor Ergebnisabführung und Gesamtleistung. Die Gesamtleistung ergibt sich als Summe aus den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren stellen keine bedeutsamen Leistungsindikatoren dar.

In der nachstehenden Tabelle wird die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr sowie zu den prognostizierten Werten, unter Beachtung des Handelsrechts, dargestellt:

Leistungsindikator Ist-Wert 2019
in T€
Prognose 2019 Ist-Wert 2018
in T€
Gesamtleistung 58.504 Es wurde mit einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung gerechnet. 52.936
Ergebnis vor Ergebnisabführung -2.294 Es wurde mit einem deutlich höheren Ergebnis vor Ergebnisabführung gerechnet. 2.328

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2019 mit T€ 37.945 deutlich unter dem Vorjahreswert von T€ 52.305. Die Gesamtleistung 2019 erreichte jedoch mit T€ 58.504 (Vj. T€ 52.936) aufgrund einer hohen Auslastung im 4. Quartal geschuldeten deutlichen Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um T€ 20.560 eine Steigerung um 10,5% gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung fiel auf T€ -2.294 (Vj. T€ 2.328) und lag somit unter den Erwartungen. Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass Projekte nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen werden konnten. Infolgedessen fiel der Umsatz und die damit einhergehende Margenrealisation deutlich geringer als im Vorjahr aus. Des Weiteren konnten zwei Projekte nicht mit der erwarteten Marge abgeschlossen werden.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Der Auftragseingang entwickelte sich für das Anlagengeschäft positiv. Im Servicegeschäft blieb er hinter dem Serviceumsatz zurück, was zu einer Reduktion des Auftragsbestandes zum 31.12.2019 gegenüber dem Vorjahr führte. Insgesamt konnten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 37.945 (Vj. T€ 52.305) realisiert werden, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von -27,5% bedeutet. Die Gesamtleistung nahm um 10,5% auf T€ 58.504 (Vj. T€ 52.936) zu. Mehrere Projekte konnten im Geschäftsjahr nicht final abgeschlossen werden, so dass ein Bestandsaufbau von T€ 20.560 (Vj. T€ 631) realisiert wurde. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Gesamtleistung fiel das Ergebnis vor Ergebnisabführung auf T€ -2.294 (Vj. T€ 2.328).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 237 (Vj. T€ 339) und lagen somit 30% unter Vorjahresniveau. Sie resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 55 (Vj. T€ 78), aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigung T€ 10 (Vj. T€ 50) sowie aus Erträgen aus Währungsumrechnungen von T€ 30 (Vj. T€ 94), sonstigen Erträgen von T€ 10 (Vj. T€ 88) und weiteren periodenfremden Erträgen von T€ 131 (Vj. T€ 29).

Die Materialaufwandsquote stieg im Geschäftsjahr 2019 auf 62,4 % der Gesamtleistung (Vj. 54,6%) bei gleichzeitiger Erhöhung der Personalaufwandsquote um 0,7 % auf 30,4 % der Gesamtleistung (Vj. 29,7%). Hintergrund für die Erhöhung ist die tarifliche Entgeltentwicklung und der Personalanstieg, die beim Personalaufwand im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 17.788 gegenüber dem Vorjahr (T€ 15.760) eine Steigerung verursachten.

Der Anstieg der Materialaufwandsquote lässt sich im Berichtsjahr im Wesentlichen darauf zurückführen, dass Projekte aufgrund zusätzlicher Entwicklungsaufwendungen nicht mit der erwarteten Marge abgeschlossen werden konnten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen absolut gesehen um T€ 418 auf T€ 5.254 (Vj. T€ 4.836) und hielten damit die Quote auf 9,0% (Vj. 9,1%) der Gesamtleistung.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich leicht auf T€ 988 gegenüber dem Vorjahr (T€ 956) erhöht.

Bei zusätzlichem Liquiditätsbedarf kann die Bühler GmbH kurzfristig von der BÜHLER Holding AG Gelder aus dem Cash-Pool anfordern.

Zum Geschäftsjahresende bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 12.000 (Vj. T€ 12.000). Diese Mittel waren u.a. zur Finanzierung eines neuen Produktionsstandortes in Reichshof bei der BÜHLER Holding AG, Uzwil /Schweiz, in den Jahren 2015 und 2016 aufgenommen worden. Das Darlehen wurde in 2019 tilgungsfrei gestellt und ist bis zum 15.09.2024 vollständig zurückzuzahlen.

Insgesamt resultierten im Wesentlichen aus Cash-Pool Überziehungen sowie Darlehensverbindlichkeiten Zinsaufwendungen gegenüber der BÜHLER Holding AG, Uzwil/Schweiz, in Höhe von T€ 483 (Vj. T€ 431). Kreditverbindlichkeiten gegenüber Banken bestanden - wie im Vorjahr - zum Bilanzstichtag 31.12.2019 nicht.

Insgesamt führten vorstehende Einflüsse zu einem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ -2.294 (Vj. T€ 2.328).

b) Finanzlage

Die Veränderung des Finanzmittelfonds ergibt sich wie folgt:

2019
T€
2018
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 3.534 4.785
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -590 - 1.131
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 186 -433
Finanzmittelfond zum 31.12.2019 - 11.683 - 10.594

Der Finanzmittelfond zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand und Bankguthaben T€ 273 (Vj. T€ 1.642) sowie der Verbindlichkeit aus dem Cash-Pool in Höhe von T€ 11.956 (Vj. T€ 9.015).

Gegenüber der BÜHLER Holding AG, Uzwil /Schweiz bestand zum Bilanzstichtag eine Darlehensschuld von T€ 12.000

Im Geschäftsjahr 2019 sind insgesamt Zinsen in der Höhe von T€ 490 (Vj. T€ 433) angefallen.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Bühler GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
Vermögen T€ % T€ % T€ %
Anlagevermögen 14.388 43 15.147 49 -759 -5
Finanzanlagen 3 0 9 0 -6 -67
Vorräte 11.529 34 6.438 21 5.091 79
Forderungen 7.217 22 7.514 25 -297 4
Flüssige Mittel 273 1 1.642 5 -1.369 -83
Übrige Aktiva 39 0 36 0 3 +8
33.449 100 30.786 100 2.663 9
31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
Kapital T€ % T€ % T€ %
Eigenkapital 1.525 5 1.525 5 0 0
Rückstellungen 4.068 12 3.282 11 786 24
Verbindlichkeiten 27.856 83 25.974 84 1.882 7
Übrige Passiva 0 0 5 0 -5 -100
33.449 100 30.786 100 2.663 9

Die Investitionen beliefen sich auf T€ 596 (Vj.: T€ 1.130).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von T€ 35.579 (Vj. T€ 19.838) sind zum Nennwert bewertet.

Das Vorratsvermögen wird in Höhe von T€ 11.529 (Vj. 6.438) ausgewiesen, wobei wie im Vorjahr von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht wird, die erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten abzusetzen.

Der Bestand an Forderungen blieb zum Stichtag nahezu unverändert bei T€ 7.217 (Vj. T€ 7.514). Die sonstigen Vermögensgegenstände blieben mit T€ 147 konstant (Vj. T€ 146).

d) Gesamtaussage

Die Finanz- und Vermögenslage der Bühler GmbH ist stabil und gut einzustufen. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 hat sich bezogen auf das operative Geschäft gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich von T€ 2.328 im Vorjahr auf T€ -2.294 verringert. Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass Projekte nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen werden konnten. Infolgedessen fiel der Umsatz und die damit einhergehende Margenrealisation deutlich geringer als im Vorjahr aus. Des Weiteren konnten Projekte aufgrund zusätzlich angefallener Entwicklungsaufwendungen nicht mit der erwarteten Marge abgeschlossen werden.

Die stabile Nachfrage an den Märkten spiegelt sich in der Gesamtleistung wider. Diese liegt mit T€ 58.504 deutlich über dem Vorjahresniveau von T€ 52.936.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2019 als herausfordernd, im Hinblick auf das Ergebnis als nicht zufriedenstellend. Die Volumenerwartungen wurden übertroffen und die Ausgangslage für 2020 sieht gut aus. Vor diesem Hintergrund liegen die Ergebniserwartungen für 2020 deutlich über den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2019, da nunmehr mit Margenrealisationen gerechnet wird, die in 2019 nicht planmäßig abgeschlossen werden konnten.

e) Umwelt- und Arbeitsnehmerbelange

Wie auch in den Vorjahren ist die Fluktuation über Mitarbeiterkündigungen gering geblieben und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden ist grundsätzlich als gut einzustufen. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl von 189 ist im Vergleich zum Vorjahr (174) angestiegen.

Durch den nach wie vor großen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsbereich wird die Basis geschaffen, Nachfolgeregelungen effizient organisieren zu können. Insgesamt führte der durchschnittliche Anteil von 17 Auszubildenden (Vj. 16) bei durchschnittlich 189 Angestellten (Vj. 176) im vergangenen Jahr zu einer Ausbildungsquote von 9,0% der gesamten Belegschaft (Vj. 9,1%), welches die Wichtigkeit gut ausgebildeter Personen für die Zukunft unseres Unternehmens unterstreicht. Die betrieblichen Anstrengungen hinsichtlich Qualifizierung und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wurden auch in 2019 fortgeführt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Für die Bühler GmbH sehen wir die Chancen und Risiken für 2020 zum einen beeinflusst durch externe Faktoren, wie der Lösung der Handelsauseinandersetzungen zwischen den USA und China, der zukünftigen Gestaltung des Verhältnisses zwischen Großbritannien und der EU, der Beilegung kriegerischer/terroristischer Auseinandersetzungen weltweit sowie den wirtschaftlichen Auswirkungen des "Corona-Virus". Möglicherweise werden sich die Folgen der Corona-Krise auch in der Umsatzentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2020 wiederspiegeln. Zum anderen hat das Geschäftsjahr 2019 auch gezeigt, dass intern noch Potentiale zur Verbesserung der Marge gehoben werden müssen, um insgesamt den herausfordernden Rahmenbedingungen und Erwartungen gerecht werden zu können. Entsprechende Massnahmen und Projekte sind in 2019 aufgesetzt worden.

Mittelfristig erwarten wir weiterhin positive Impulse aus den Akquisitionen von Hosokawa Bepex aus dem Jahr 2015 und Haas im Januar 2018 durch die BÜHLER Gruppe. Die Akquisitionen ermöglichen es, unseren Kunden gesamthaft ein breiteres Produktportfolio anzubieten. Die organisatorische Einbindung der Bühler GmbH hat sich ab dem 01. Januar 2019 mit der Neu-Strukturierung des Konzerns in die Businesses "Grains & Food", "Advanced Materials" und "Consumer Foods" in der Weise geändert, dass die bisherige Business Unit "Moulding" als Marktsegment "Moulding Solutions" in die neue Business Unit "Confectionery" eingeordnet wurde. Neben "Moulding Solutions" umfasst die neue Business Unit die Marktsegmente "Bakery", "Mass Preparation", "Forming, Extrusion, Cutting" und "Enrobing, Tempering, Cooling" und damit alle Marktsegmente, die in 2020 und zukünftig bei der finalen Definition und Formgebung verkaufsfähiger Produkte für den Markt Hand in Hand mit unseren Kunden agieren werden. Mit dem Zusammenschluss dieser Marktsegmente unter einer Business Unit, und damit einer Führung, hat der Konzern Bühler AG seine Organisation dynamisch auf die Markterfordernisse angepasst. Hieraus erwartet die Bühler GmbH einen deutlich positiven Impuls, in gemeinschaftlichen Projekten am Markt erfolgreich zu sein.

2. Risiken

Das Risikomanagement der Bühler GmbH ist auf die Besonderheiten des individuellen Projektgeschäfts ausgerichtet. Die folgende Darstellung und Beurteilung der Risiken erfolgt nach der Nettobetrachtung.

Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Großprojekte bestehen Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der Projektverantwortlichen, die durch das zentrale Projektcontrolling unterstützt werden. Im Rahmen dieses Projektcontrollings werden die wesentlichen Verträge einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen und technische Aspekte von Fachleuten separat analysiert. Projekte ab einem bestimmten Volumen oder mit einem hohen Schwierigkeitsgrad werden nach definierten Regeln überwacht, um gegebenenfalls rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einleiten zu können.

Durch die Konzernzentrale in Uzwil, Schweiz, sind die einzelnen Prozesse für den Konzern dezidiert wiedergegeben und alle Tochtergesellschaften zur Einhaltung der Prozesse und der im Operational Risk Management (ORM) niedergelegten Richtlinien verpflichtet. Bei Abweichungen von den Standardbedingungen des ORM oder der entwickelten Standardverträge sind Wertgrenzen vorgesehen, ab denen höhere Kompetenzstufen zur Autorisierung der Projekte verbindlich vorgesehen sind. Diese Stufen reichen bis zur Ebene des CEO der BÜHLER Gruppe.

Auch alle anderen Risiken wie beispielsweise Materialpreisschwankungen, Zahlungsausfälle oder Wechselkursänderungen werden durch Vorgaben und Instrumente der Konzernmutter vollumfänglich abgedeckt.

Zusätzlich ist das Corporate Internal Auditing der BÜHLER Gruppe in den Gesamtprozess eingebunden, indem es regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen prüft.

Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine Risiken erkennbar, die die Gesellschaft substantiell gefährden könnten. Bis zum Berichtszeitpunkt haben die Auswirkungen der Corona-Krise zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen der Prognose für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 geführt. So ist es bislang nicht zu Störungen der Produktion auf Grund von Lieferengpässen auf dem Beschaffungsmarkt gekommen.

Es besteht das Risiko bei einer mehrmonatig andauernden, gespannten Lage durch das Virus, dass sich Projektausführungen, insbesondere im Hinblick auf Reisetätigkeiten im Rahmen der Montage, im zweiten Quartal 2020 verzögern können. Hier ist insbesondere die Dauer der Einschränkungen relevant, die sich aktuell nicht sicher abschätzen lassen. Es wird jedoch damit gerechnet, dass sich die Nachfrage im Wesentlichen temporär verschiebt.

3. Prognosebericht

Die Bühler GmbH erstellt ihre Budgetplanung nicht ausschließlich standortbezogen. Diese ist eingebunden in die komplexe Matrixorganisation der BÜHLER Gruppe.

Für die Business Unit Moulding Solutions in der Business Area Consumer Foods (CF) erstellt die Bühler GmbH, unter Einbeziehung der weltweiten Aktivitäten der verschiedenen Konzerngesellschaften in diesem Segment, das Budget. Dieses Budget basiert auf Top-Down Vorgaben des Konzerns in Bezug auf Auftragseingang, Umsatz, Deckungsbeitrag, Kosten und Beitrag zum EBIT des Konzerns. Budget und Reporting erfolgen auf Basis IFRS.

Somit ergibt sich für die Bühler GmbH als Zielsetzung nicht ausschließlich der lokale Auftragseingang, Umsatz oder Ergebnis, sondern die Zielsetzungen sind das kumulierte Ergebnis der jeweils geplanten Zielerreichung der verschiedenen Konzerngesellschaften in der Business Unit Moulding.

Mit der seit Januar 2019 erfolgten Einbindung der Bühler GmbH in die Business Area Consumer Foods fasst der Konzern alle Marktsegmente unter einem Dach zusammen, die in 2019 und zukünftig bei der finalen Definition und Formgebung verkaufsfähiger Produkte für den Markt Hand in Hand mit unseren Kunden agieren werden. Mit dem Zusammenschluss dieser Marktsegmente erwartet die Bühler GmbH einen deutlich positiven Impuls mit gemeinschaftlichen Projekten am Markt erfolgreich zu sein, die eigene Kundenbasis zu erweitern und mit Systemlösungen aus einer Hand gegenüber dem Wettbewerb einen entscheidenden Vorteil bei Projekten zu realisieren.

Für die Bühler GmbH ist die Entwicklung in den für sie als Kernmärkte identifizierten Regionen von Bedeutung. In Deutschland, dem wirtschaftlichen Motor Europas, hat sich die konjunkturelle Dynamik in 2019 verlangsamt und es wird erwartet, dass die gebremste Dynamik in 2020 mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,7% (2019: 0,6%)

nahezu beibehalten wird (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S. 12). Ähnliches gilt auch für den Euroraum, wo erwartet wird, dass die Zunahme des Bruttoiniandprodukts in 2020 mit 1,2% gleich ausfällt wie in 2019 (1.2%) (beides aus: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S.12). Für die USA wird für 2019 ein Rückgang des Wachstums von 2,3% (2019) auf 1,5% prognostiziert (beides aus: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S.10).

Das Bruttoinlandsprodukt in Lateinamerika verringerte sich 2019 um -0.5%, jenes der VR China erhöhte sich um 6,2% (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S.9). Für 2019 erwartet das Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IfW) wieder ein Wachstum für Lateinamerika von 0,8%. Die Wirtschaft in der VR China soll in 2020 ein Wirtschaftswachstum von 5,9% erzielen, und würde damit unter dem Vorjahreswert von 6,2% bleiben (beides aus: Kieler Konjunkturberichte, Nr. 61 (2019/Q4), Weltkonjunktur im Winter 2019, S.9).

Grundsätzlich ist der Investitionsbedarf in den Regionen gegeben, für welche die Bühler GmbH mit ihren Produkten die richtigen Lösungen bieten kann. Insbesondere im Segment der Großkunden sind konstante Bedarfe zu erkennen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten sind noch positiv zu sehen, auch wenn in einzelnen Märkten nicht durchgehend auf stabile Verhältnisse für 2020 gehofft werden kann und tendenziell das erwartete BIP-Wachstum eher von der Konsumseite her getragen werden wird. Aspekte wie "Return on Investment" und "Total Cost of Ownership" stehen bei den Investitionsentscheidungen weiter im Vordergrund. Genau an diesen Stellen bieten wir den Kunden echten Mehrwert und sehen uns deswegen für die Zukunft gut gerüstet. Dem erhöhten Wettbewerbsdruck auf den Märkten kann die Bühler GmbH durch neue, innovative Produkte für ihre Märkte begegnen.

Jedoch wird eine Konjunkturprognose für das Geschäftsjahr 2020 stark durch die aktuelle Lage im Hinblick auf die Corona-Pandemie tangiert. Sämtliche Prognosen und Schätzungen seitens der Organisation sind mit großen Unsicherheiten behaftet, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung rund um die Corona-Pandemie verändern und somit sehr volatil sind. .Bühler setzt sich daher kontinuierlich mit den aktuellen Entwicklungen auseinander, um in dem schwierigen Umfeld für und mit den Kunden und Partnern agieren zu können.

Ein Risiko wird in einem Rückgang der Produktivität auf Grund der Corona-Krise gesehen. So könnten Lieferengpässe bei Lieferanten entstehen. Weitere Effekte aus der Corona-Krise werden sich erst im Jahr 2021 zeigen, da gegebenenfalls Kompensationsmassnahmen wie Investitionsstopps kundenseitig zu erwarten sind.

Nachdem sich das Investitionsverhalten in 2018 und 2019 verbessert hat, rechnen wir in 2020 grundsätzlich noch mit einer ausgeglichenen Ausgangslage in den Absatzmärkten. Des Weiteren sind zum 31.12.2019 eine Vielzahl von Projekten unter den unfertigen Erzeugnissen aktiviert, bei denen in Geschäftsjahr 2020 eine Projektabnahme erwartet wird. Folgende Prognosewerte der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte im Vergleich zu den Ist-Werten des Jahres 2019:

Leistungsindikator Prognosewert für 2020
in T€
Ist-Wert 2019
in T€
Gesamtleistung Es wird mit einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung gerechnet. 58.504
Ergebnis vor Ergebnisabführung Es wird mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses vor Ergebnisabführung gerechnet. -2.294

Ein wesentlicher Fokus wird auch in 2020 auf der weiteren Steigerung der Produktivität in der kompletten Wertschöpfungskette liegen. Um im globalen Wettbewerb mit insbesondere asiatischen Produktionsstandorten zu bestehen, sind Maßnahmen eingeleitet, die eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Alle am Entstehungsprozess beteiligten Abteilungen arbeiten weiter nachhaltig an kontinuierlicher Effizienzsteigerung. Die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter werden auch in 2020 weiterverfolgt.

In Summe strebt die Bühler GmbH für 2020 einen stabilen Auftragseingang, eine gute Auslastung und einen erwartungsgemäßen finanziellen Erfolg bei einem weiteren Ausbau der Marktposition an.

D. Nachtragsbericht

Bezüglich der Ausführungen zum Nachtragsbericht wird auf den Anhang verwiesen.

 

Reichshof, 28.04.2020

Bühler GmbH

Geschäftsführer

gez. Dr. Fritz Domer

Der Jahresabschluss der Bühler GmbH, Reichshof wurde von der Gesellschafterversammlung festgestellt am 19. Mai 2020.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bühler GmbH, Reichshof

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bühler GmbH, Reichshof, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bühler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers fiir die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem. Jahresabschlüsse seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen. zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach. und. beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich, von. den zukunftsorientierten Angaben, abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 6. Mai 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft:

Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Michael Meseberg, Wirtschaftsprüfer

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