Evonik Oil Additives GmbHLiquidiert

64293 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 26240
Vorher
RohMax Additives GmbHEvonik RohMax Additives GmbH
Eingetragen
27.2.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Gegenstand
Die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von viskometrischen Produkten - insbesondere von Viskositätsindexverbesserern, Stockpunktverbesserern, Fließverbesserern, Entwachsungshilfsmitteln- sowie von Dispergenzien, synthetischen Grundflüssigkeiten, Estern sowie weiteren Produkten zur Verwendung bei der Produktion von viskometrischen Produkten sowie zur Beeinflussung von rheologischen und tribologischen Eigenschaften von Produkten und Anwendungsverfahren; die Verwaltung einschließlich des Erwerbs und der Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen auf den Gebieten der Forschung, Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs von viskometrischen Produkten im In- und Ausland.

Historie

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Management

NameRolle
Doris Carola Schmidt
seit 22.3.2018
Geschäftsführer
Eric René Fillod
seit 30.3.2017
Prokura
Alexander Dr. Dardin
seit 31.3.2015
Prokura
Roland Dr. Weiß
seit 31.3.2015
Prokura
Prokura
Oliver Dr. Wolf
seit 31.3.2015
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Evonik Oil Additives GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

der Evonik Oil Additives GmbH

1. Grundlage der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Gesellschafterstruktur

Die Evonik Röhm GmbH, Essen hält 100 Prozent der Anteile an der Evonik Oil Additives GmbH.

Geschäftstätigkeit

Die Evonik Oil Additives GmbH ist in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns eingebunden. Der Evonik-Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter der Spezialchemie. Profitables und stetiges Wachstum sowie eine Steigerung des Unternehmenswerts stehen im Mittelpunkt der Strategie. Zu den Stärken zählen ein ausgewogenes Spektrum an Arbeitsgebieten, Endmärkten und Regionen. Der Anspruch des Evonik-Konzerns besteht darin, der beste Spezialchemiekonzern der Welt zu werden. Die Strategie konzentriert sich dabei auf definierte Wachstumskerne, um das Portfolio noch besser auszubalancieren und gleichzeitig dort zu wachsen, wo Evonik heute schon stark ist, sich aber auch besonders vielversprechende Perspektiven abzeichnen. Als wichtiger Motor für künftiges Wachstum wird die marktorientierte Forschung & Entwicklung gesehen. Bei der Steigerung des Unternehmenswerts hat die Erreichung der 2017 definierten neuen Finanzziele einen hohen Stellenwert. Diese beinhalten ein Mengenwachstum, das über dem der Weltwirtschaft liegt, sowie eine Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf ein dauerhaftes Niveau von 18 - 20 Prozent.

Die Produktionsstätten der Evonik Oil Additives GmbH befinden sich in Darmstadt und Weiterstadt. Die Anlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Die Anlagen unterliegen permanenter Wartung, Instandhaltung sowie interner und externer Prüfung.

Marktorientierte Struktur

Die operativen Spezialchemieaktivitäten des Evonik-Konzerns gliedern sich in die drei Segmente Nutrition & Care, Resource Efficiency und Performance Materials. Die Segmente folgen der Ausrichtung der Strategie auf die Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung. Das Segment Services erbringt zusätzlich vor allem chemietypische Dienstleistungen.

Die Aktivitäten der Evonik Oil Additives GmbH sind Teil des Segments Resource Efficiency und hier innerhalb des Geschäftsgebiets Oil Additives organisiert.

Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vermarktet funktionelle Polymere, die als Hochleistungskomponenten in Schmierstoffen eingesetzt werden. Die Polymere fungieren als sog. Viskositätsindexverbesserer (VII) bzw. Stockpunktverbesserer (Pour Point Depressants, PPD) und beeinflussen rheologische (Viskosität) und tribologische (Reibung und Verschleiß) Eigenschaften von Schmierstoffen.

Die unter dem Namen VISCOPLEX® und VISCOBASE® vermarkteten Additive verbessern Effizienz, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Motoren und Hydrauliksystemen und Getrieben. Dadurch senken sie beispielsweise bei Nutzfahrzeugen Kraftstoffverbrauch und CO 2-Emissionen, verlängern Ölwechselintervalle und vermindern Verschleiß von Lagern und Reibflächen. Das Geschäftsgebiet sieht sich als Weltmarktführer bei Hochleistungs-Schmierstoffadditiven für die Automobilindustrie sowie andere industrielle Anwendungen.

Daneben vermarktet die Evonik Oil Additives GmbH außerdem noch in geringerem Umfang Fließverbesserer für Kraftstoffe, insbesondere für Biodiesel, sowie Prozesshilfsmittel für die Entparaffinierung von Rohöl in Raffinerien (Dewaxing Aids).

Organisation

Seit dem 1. Januar 2015 konzentriert sich der Vorstand der Evonik Industries AG in einer Managementholding auf die strategische Weiterentwicklung des Evonik-Konzerns. Die drei produzierenden Chemiesegmente Nutrition & Care, Resource Efficiency sowie Performance Materials haben größere unternehmerische Freiheiten und werden seit dem 1. Juli 2015 jeweils von eigenständigen Gesellschaften (Evonik Nutrition & Care GmbH, Evonik Resource Efficiency GmbH und Evonik Performance Materials GmbH, alle mit Sitz in Essen) geführt.

Zum 1. Juli 2015 wurde die seit dem 1. April 2012 bestehende Betriebsführung der Gesellschaft durch die Evonik Industries AG von dem neuen Betriebsführer, der Evonik Resource Efficiency GmbH, abgelöst. Damit verbunden gingen alle der Gesellschaft wirtschaftlich zuzuordnenden Mitarbeiter am 1. Juli 2015 zivilrechtlich von der Evonik Industries AG auf den neuen Betriebsführer über. Die Evonik Oil Additives GmbH bleibt weiterhin wirtschaftlicher Eigentümer der Vermögensgegenstände und Schulden. Für die Betriebsführungstätigkeiten zahlt die Evonik Oil Additives GmbH Entgelte an die Betriebsführer.

Mit der Evonik Röhm GmbH bestehen ein Beherrschungsvertrag sowie ein Gewinnabführungsvertrag.

Effektive und effiziente Beschaffung

Die Beschaffung ist ein essenzieller Bestandteil der Wertschöpfungskette, weshalb eine intensive organisations- und funktionsübergreifende Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen als unabdingbar erachtet wird. Mit innovativen Konzepten und globalen Strategien wurden auch 2017 neue Wege beschritten um neben der nachhaltigen Sicherung der Versorgung die Effizienz und die Kostenposition des Evonik-Konzerns weiter zu verbessern. Die Evonik Oil Additives GmbH ist in das Beschaffungskonzept des Evonik-Konzerns eingebunden.

1 .2. Forschung & Entwicklung

Um als Chemieunternehmen auf Dauer international wettbewerbsfähig zu sein, ist der innovative Vorsprung unerlässlich. Dazu gehören eine auf die Gesamtstrategie abgestimmte Forschung und Entwicklung, die richtigen Projekte und die notwendigen Ressourcen, um sie umzusetzen. Zudem sind Prozesse erforderlich, die es ermöglichen, Erfolg und Risiko eines Projekts realistisch einzuschätzen, sowie die Bereitschaft, das bisher Erreichte immer wieder in Frage zu stellen. Innovationen entstehen dabei aus einem Prozess, in dem sich Ideenfindung, Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung und die Entwicklung marktfähiger Produkte nahtlos zusammenfügen.

Die globalen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Evonik Oil Additives GmbH sind, unterstützt von einer sich stark entwickelnden Anwendungstechnik in den Regionen, am Standort Darmstadt in einem internationalen Team gebündelt und fokussiert. So wurde neben der markt- und kundennahen Produktentwicklung zur Unterstützung der Kerngeschäfte eine neue Forschungsgruppe gegründet, die sich um neue Geschäftsfelder kümmern soll. Das Competence Center Friction & Motion wurde am 1. Dezember 2015 mit Sitz in Darmstadt gegründet, um sich um langfristige Entwicklungsprojekte in Richtung ressourceneffizienter Schmierung zu kümmern. In 2017 wurden der Labor- und Bürobereich weitgehend fertiggestellt und eingeweiht.

Weiterhin wurden in 2017 verschiedene Projekte mit internen und externen Partnern durchgeführt und mit dem Thema 'New Mobility' ein weiterer Arbeitsschwerpunkt hinzugenommen.

Alle Forschungsgebiete der Evonik Oil Additives GmbH haben dabei einen klaren Fokus auf den Megatrend Ressourceneffizienz. Sie umfassen unter anderem die Entwicklung neuer Schmierstoffadditive für Motoren- und Getriebeöle, die zu einem erheblich reduzierten Kraftstoffverbrauch führen. Die Überführung und Prozessbetreuung dieser Produkte in die Produktion wurde durch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Evonik Oil Additives GmbH maßgeblich begleitet. Ein Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit in Richtung der weiteren Verbesserung der Wirksamkeit war eine neue Generation von Viskositätsindexverbesserern. Diese halten die Zähigkeit (Viskosität) des Schmierstoffs in einem sehr breiten Temperaturbereich möglichst konstant und bieten zusätzlichen Verschleißschutz.

Die Entwicklung neuer Technologieplattformen für Grundflüssigkeiten für Getriebe in Windkraftanlagen wurde ebenso weitergeführt wie bereits begonnene Qualifizierungen mit Kunden.

In 2017 wurden mehrere Patente zur Anmeldung mit Schwerpunkten in den Bereichen Ressourceneffizienz und Kraftstoffeinsparung eingereicht.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden T€ 12.141 für Forschung und Entwicklung aufgewendet (Vorjahr: T€ 15.296). Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E-Quote von 3,8 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft mit positiver Entwicklung

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich 2017 besser als erwartet entwickelt. Nach unserer Einschätzung ist die Weltwirtschaft 2017 insgesamt um etwa 3,0 Prozent - und damit stärker als im Vorjahr (2,3 Prozent) - gewachsen. Zum Jahresstart war ein Zuwachs von 2,6 Prozent erwartet worden.

Der globale Aufschwung verlief regional betrachtet auf breiter Basis. Sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industrienationen nahm die Konjunktur Fahrt auf.

In Westeuropa setzte sich der moderate Aufschwung fort. Dabei wurden die Volkswirtschaften durch die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und mäßig ansteigenden Preise gestützt. In Deutschland trieben vor allem die Konsumausgaben, der positive Außenhandelsbeitrag und die gute Lage am Arbeitsmarkt die Konjunktur an.

Osteuropa verzeichnete vor allem dank der zuletzt günstigen Entwicklung des russischen Marktes in Summe einen deutlichen Zuwachs. Ausschlaggebend dafür waren die deutliche Stabilisierung des Rubels und der damit verbundene Inflationsrückgang.

Das starke Wachstum in Nordamerika resultierte vor allem aus der Zunahme des Binnenkonsums und der Unternehmensinvestitionen. Aufgrund der guten Konjunkturlage setzte die US-Notenbank ihre langsame monetäre Straffung fort und hob ihren Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent an.

In Mittel- und Südamerika ist eine Erholung sichtbar, auch wenn das Wachstum bislang noch relativ gering ausfiel. Politische Unsicherheiten, hohe Arbeitslosigkeit und private Verschuldung sowie strukturelle Probleme wirkten einer deutlichen Aufhellung der Konjunktur entgegen.

Die Region Asien-Pazifik erzielte weiterhin hohe Wachstumsraten. In Japan setzte sich das moderate Wachstum infolge von höheren Exporten fort, während sich die Wirtschaft in China vor allem durch eine expansive Fiskal- und Geldpolitik stabilisierte. Eine Bargeldreform sowie die Einführung einer landesweit einheitlichen Mehrwertsteuer dämpfte die konjunkturelle Dynamik in Indien.

Stärkere Entwicklung in den Endkundenindustrien

Die globale Entwicklung der Endkundenindustrien von Evonik war 2017 sowohl zwischen den Regionen als auch den Industrien unterschiedlich. Wir nehmen an, dass das allgemeine Industriewachstum im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat.

Die Nachfrage nach Konsum- und Pflegeprodukten erhöhte sich in Europa aufgrund einer besseren Konsumstimmung bei fallender Arbeitslosigkeit und blieb in Asien-Pazifik auf hohem Niveau. In Nordamerika nahm die Wachstumsdynamik der Nahrungs- und Futtermittel zu, während sie sich in Mittel- und Südamerika leicht abschwächte. Die Bauindustrie verzeichnete vor allem dank einer höheren Investitionstätigkeit in Europa ein leicht stärkeres Wachstum als im Vorjahr. Die Produktion im Fahrzeug- und Maschinenbau entwickelte sich hingegen in Asien-Pazifik nach Abbau von Steuervergünstigungen schwächer und war in Nordamerika rückläufig.

Insgesamt verbesserte sich der allgemeine Industrietrend in fast allen Regionen der Welt.

Durch den Anstieg der Rohölpreise und die verschärften Umweltregularien in China zum Jahresende, haben sich die durchschnittlichen Rohstoffpreise von Evonik 2017 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Gegenüber der für Evonik wichtigsten Fremdwährung - dem US-Dollar - hat der Euro 2017 mit einem Durchschnittskurs von 1,13 US-$ leicht an Wert gewonnen (2016: 1,10 US-$).

Entwicklung der Rohstoffpreise

Die externen Markt- und Einkaufspreise zeigten im 1. Halbjahr 2017 einen Anstieg und im Laufe des 2. Halbjahres 2017 einen leichten Rückgang. Gegenüber dem Durchschnittspreis des Jahres 2016 sind die durchschnittlichen Rohstoffpreise der Evonik Oil Additives GmbH in 2017 gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf die Erhöhung bei den Rohölpreisen sowie aufgrund einer gesteigerten Nachfrage in den Rohstoffmärkten.

Die Grundölpreise in Asien erhöhten sich um circa 15% im Laufe des Jahres 2017, während in den USA und Europa die Preise im Durchschnitt um etwa 20% bzw. 30% gestiegen sind.

Insgesamt haben sich die Preise für Grundöle bis zum Ende des Jahres in allen Regionen erhöht.

Zu Beginn des Jahres erhöhte sich der Preisdruck auch auf die meisten anderen Rohstoffe. Das Preisniveau für die natürlichen Fettalkohole stieg trotz guter Verfügbarkeit zu Beginn des Jahres an, begründet durch Preiserhöhungen bei den Vorrohstoffen. Am Jahresende haben sich die natürlichen Fettalkoholpreise gegenüber dem Jahresbeginn leicht erholen können. Synthetische Alkohole folgten ebenfalls den Vorrohstoffen und erhöhten sich im Laufe des Jahres kontinuierlich entsprechend den petrochemischen Vorprodukten.

Eine schnell gestiegene Nachfrage zu Beginn des Jahres führte zu vorübergehenden Engpässen in der Verfügbarkeit von einigen Rohstoffen. Die Verfügbarkeit verbesserte sich im Laufe des Quartals, sodass Auswirkungen auf die Produktion und Verkaufsmengen vermieden wurden. Die verwendeten synthetischen Fettalkohole sind über mehrjährige Lieferverträge abgesichert. Für Grundöle und natürliche Fettalkohole bestehen Freigaben für mehrere Lieferanten mit geregelten Abnahmevereinbarungen. Weitere Rohstoffe werden über den weltweiten Evonik-Produktionsverbund bezogen.

2 .2. Geschäftsverlauf

Wesentliche Veränderungen

Das Geschäft der Evonik Oil Additives GmbH war in 2017 geprägt durch eine stark gestiegene Nachfrage aus der Schmierstoffindustrie insbesondere in Europa, aber auch in den Regionen Mittlerer Osten, Afrika und Asien.

In 2017 gab es keine Veränderungen, die den Geschäftsverlauf wesentlich beeinflussten. Die europäischen Produktionsanlagen wiesen bei guter Verfügbarkeit eine zufriedenstellende bis gute Auslastung auf. Unplanmäßige Stillstände aufgrund von Schäden oder aufgrund von nicht verfügbaren Rohstoffen gab es nicht.

Im Kundenportfolio der Evonik Oil Additives GmbH gab es keine signifikanten Veränderungen.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der Evonik Oil Additives GmbH den Geschäftsverlauf in 2017 als zufriedenstellend. Durch die stark gestiegenen Mengen und den Ausbau des Geschäfts mit neueren und hochwertigeren Produkten konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden.

2 .3. Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr erzielte die Evonik Oil Additives GmbH einen Umsatz von T€ 323.630 (Vorjahr: T€ 289.943). Bei stark gestiegenem Absatz und den leicht höheren Durchschnittspreisen konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11,6 Prozent gesteigert werden.

Wesentliche Ursache hierfür waren der weitere Ausbau und die erfolgreiche Vermarktung des Geschäfts mit höherwertigen Produkten sowie eine deutlich gestiegene Nachfrage aus der Schmierstoffindustrie.

Die Herstellungskosten sind aufgrund des stark gestiegenen Umsatzes und der damit verbundenen Mehrmengen sowie der höheren Rohstoffkosten um T€ 27.090 auf T€ 189.503 gestiegen (Vorjahr: T€ 162.413). Das Bruttoergebnis vom Umsatz liegt damit bei T€ 133.857 (Vorjahr: T€ 127.530), was einer Steigerung von 4,9 Prozent entspricht.

Die Vertriebskosten stiegen um 8,1 Prozent bzw. T€ 1.880 auf T€ 24.829, hervorgerufen insbesondere aufgrund der höheren Kosten für Ausgangsfrachten.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind um 20,6 Prozent auf T€ 12.141 gesunken (Vorjahr: T€ 15.296). Gründe hierfür sind geringere Kosten für die Auftragsforschung in den USA sowie eine in 2016 vorgenommene Sonderabschreibung.

Die allgemeinen Verwaltungskosten liegen insbesondere aufgrund niedrigerer Aufwendungen für Marktstudien leicht unter dem Vorjahresniveau bei T€ 9.208 (Vorjahr: T€ 9.652).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.616 auf T€ 5.751 gestiegen (Vorjahr: T€ 4.135). Ein wesentlicher Grund für die gestiegenen Erträge im Jahr 2017 sind die gestiegenen Kursgewinne und die höheren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben insgesamt auf Vorjahresniveau.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von T€ 86.546 konnte gegenüber dem Vorjahr (T€ 77.143) um 12,1 Prozent gesteigert werden. Hierzu trug insbesondere die Beibehaltung der bereits in 2012 eingeführten Geschäftsstrategie bei, sich auf Geschäfte mit höherwertigeren Produkten zu fokussieren.

Das Zinsergebnis verschlechterte sich um T€ 1.998 auf T€ 1.902. Ursächlich waren im Wesentlichen die höheren Aufwendungen aus der Verzinsung für Pensionsverpflichtungen. Im Vorjahr führte die Anpassung des Pensionszinses von einem 7Jahres- auf einen 10-Jahresdurchschnitt zu Sondereffekten im Zinsergebnis.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Geschäftsjahr T€ 96.547 (Vorjahr: T€ 232.597). Dieser Rückgang resultiert aus den gesunkenen Beteiligungserträgen in Höhe von T€ 11.903 (Vorjahr: T€ 155.358) der Tochtergesellschaften. Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 96.378 (Vorjahr: T€ 232.597) wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Evonik Röhm GmbH abgeführt.

Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität)

Finanzierung: Finanzierungspolitik

Die Evonik Oil Additives GmbH ist in das zentrale Finanzmanagement der Evonik Industries AG eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Bürgschaften bzw. Garantien für Verbindlichkeiten der Evonik Oil Additives GmbH werden zentral durch die Evonik Industries AG gestellt. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der Evonik Oil Additives GmbH zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus einem Cashpool auf Ebene der Evonik Industries AG genutzt. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow der laufenden Geschäfte der Liquiditätsbedarf der Evonik Oil Additives GmbH jederzeit gesichert.

Im Geschäftsjahr wurde die Ausfinanzierung von ungedeckten Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen fortgeführt und ausgebaut. Das dafür im Jahr 2010 eingerichtete Contractual Trust Arrangement (CTA) oder Treuhandmodell wurde im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 35 erhöht und dotierte zum 31. Dezember 2017 mit T€ 5.782 (historische Anschaffungskosten). Der Zeitwert betrug T€ 8.413.

Finanzierungsstruktur

Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 53.406 (Vorjahr: T€ 199.725), welche das Cashpool-Guthaben betreffen. Demgegenüber betrugen die Finanzverbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus der Ergebnisabführung gegenüber dem Gesellschafter T€ 96.378 (Vorjahr: T€ 232.597).

Der Verschuldungsgrad (debt to equity ratio: Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital) der Evonik Oil Additives GmbH liegt bei 466 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (889 Prozent) gesunken. Hierbei entfallen vom Gesamtbetrag der Rückstellungen T€ 17.717 (Vorjahr: T€ 16.467) auf Anteile mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten von T€ 122.883 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Finanzwirtschaftliches Risikomanagement

Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Oil Additives GmbH Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie geplante Umsätze in fremden Währungen. Finanzderivate werden ausschließlich mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Ziel des Risikomanagements ist es, Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen zu reduzieren. Damit soll das Ergebnis vor Risiken, die sich aus Marktschwankungen von Zinssätzen und Devisenkursen ergeben, abgesichert werden. Eine ausführliche Darstellung der Sicherungsziele und -strategien im Umgang mit Währungs- und Zinsänderungsrisiken findet sich im Kapitel Risikomanagement dieses Berichts.

Investitionen

Nach T€ 5.699 im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr T€ 5.486 in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Damit lagen die Investitionen über den Abschreibungen von T€ 1.871.

Zur Wahrung gesetzlicher und technischer Anforderungen investieren wir kontinuierlich in die Instandhaltung und stetige Erneuerung unserer technischen Anlagen und Maschinen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit T€ 177.173 um 43 Prozent bzw. T€ 132.348 unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ 309.521). Der Hauptgrund für den Rückgang sind die gesunkenen Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Vorräte stiegen um 35 Prozent auf T€ 19.004 (Vorjahr: T€ 14.076) aufgrund von Preis- und Mengeneffekten bei den fertigen Erzeugnissen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände fielen um T€ 141.042 auf T€ 90.786 (Vorjahr: T€ 231.828). Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch einen gesunkenen Finanzforderungsbestand gegen verbundene Unternehmen, insbesondere aus dem Cashpool, der im Vorjahr aufgrund der hohen Beteiligungserträge angestiegen war.

Die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) lag bei 46,8 Prozent (Vorjahr: 49,4 Prozent). Die Anlagenintensität, die den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen widerspiegelt, lag bei 37,7 Prozent (Vorjahr: 20,4 Prozent).

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 betrug T€ 31.278 (Vorjahr: T€ 31.278) und entspricht einer Eigenkapitalquote von 17,6 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent). Das Fremdkapital fiel um T€ 132.348 auf T€ 145.895. Das ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen um T€ 132.981, die zum Großteil aus der Gewinnabführung gegenüber dem Gesellschafter resultieren.

Pensionszusagen der Gesellschaft werden über Einbringungen von Deckungsvermögen insolvenzgesichert. Die Erfüllungsbeträge für diese Pensionszusagen werden mit dem jeweils zugehörigen Vermögen verrechnet. Für einen Teil der Pensionsrückstellungen ergibt sich im Geschäftsjahr 2017 ein Überhang in Höhe T€ 517, der aktivisch als Unterschiedsbeitrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen wird.

2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzielle Unternehmenssteuerung von Evonik erfolgt auf der Basis eines konsistenten, wertorientierten Kennzahlensystems. Diese Steuerungskennzahlen dienen der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Geschäftseinheiten und des Konzerns. Die konsequente Ausrichtung an diesen Kennzahlen zielt auf die Steigerung des Unternehmenswertes durch profitables Wachstum und Rentabilitätsverbesserung.

Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren im Evonik-Konzern sind das bereinigte EBITDA, der Return on Capital Employed (ROCE) als Indikator für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und der Free Cashflow als Indikator des Unternehmens zur Innenfinanzierung.

Die Steuerung des operativen Geschäfts im Evonik-Konzern erfolgt somit anhand der Organisationsstruktur, die eine Steuerung der Segmente und Geschäftsbereiche, nicht aber eine Steuerung auf Ebene der Legaleinheit vorsieht. Da die Evonik Oil Additives GmbH in einem Geschäftsbereich aktiv ist, ist die Gesellschaft in das Steuerungssystem des Evonik-Konzerns integriert. Die Kennzahlen werden jedoch nicht für die einzelne Legaleinheit abgegrenzt.

Die Steuerung der Evonik Oil Additives GmbH erfolgt überwiegend auf Basis des Ergebnisses vor Ertragsteuern.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Verantwortung & Nachhaltigkeit

Mitarbeiter

Die Evonik Oil Additives GmbH ist in die zentrale Personalstrategie des Evonik-Konzerns eingebunden. Die Personalstrategie des Evonik-Konzerns baut auf gemeinsamen verlässlichen Konzernwerten auf und ermöglicht die Nutzung von Synergiepotenzialen im Konzernverbund, z.B. durch eine einheitliche Arbeitgebermarke, Talentprogramme und Entwicklungsmöglichkeiten.

Zum 31. Dezember 2017 sind in der Evonik Oil Additives GmbH im Grundsatz keine Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der Betriebsführung der Gesellschaft sind die dort wirtschaftlich tätigen Mitarbeiter entsprechend ihrer Zuordnung zu einem Teilbetrieb der Gesellschaft bei einem der Betriebsführer angestellt. Der Personalaufwand verbleibt aufgrund der wirtschaftlichen Zurechnung bei der Gesellschaft und lag 2017 bei T€ 21.391 (Vorjahr: T€ 19.796).

Umwelt, Sicherheit , Gesundheit

Besonders wichtig nimmt der Evonik-Konzern die Verantwortung in Bezug auf Sicherheit, ob bei der Herstellung der Produkte oder beim Transport der Güter zu den Kunden. Der Evonik-Konzern schützt sowohl die Mitarbeiter und die Nachbarschaft an den Standorten als auch die Umwelt vor möglichen negativen Auswirkungen. Die konzernweite Initiative "Sicherheit bei Evonik" hat der Konzern als ständigen Prozess zur Entwicklung seiner Sicherheitskultur und als grundlegenden Managementansatz für alle Themen der betrieblichen Sicherheit und der Verkehrssicherheit fest etabliert. Das Evonik Sicherheitsleitbild und der Rahmen zur Sicherheitskultur geben Struktur und Richtung für die Konzernziele und Aktivitäten vor. Verbindliche Handlungsgrundsätze gelten für alle Evonik Mitarbeiter, ob Mitarbeiter vor Ort oder im Management, und geben klare und überprüfbare Orientierung für persönliches Verhalten und Führung vor.

Besonders im Fokus der Initiative steht die Sicherheit der Evonik Mitarbeiter - bei der Arbeit und auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle, aber auch die Sicherheit der für uns tätigen Fremdfirmenmitarbeiter an Evonik Standortgeländen. 2017 blieb die Konzern Unfallhäufigkeit 1 der eigenen Mitarbeiter mit 1,16 unter der selbst gesteckten Obergrenze vom 1,30. Gegenüber Vorjahr (1,24) hat sie sich leicht verbessert. Aus den Unfalldiskussionen haben sich wertvolle Hinweise für die zukünftige Vermeidung von Unfällen abgeleitet und an die Mitarbeiter kommuniziert.

Die Evonik Oil Additives GmbH mit den ihr wirtschaftlich zugeordneten Mitarbeitern fließt in die Evonik Konzernkennzahl Unfallhäufigkeit mit ein, allerdings wird diese Kennzahl selbst nicht für die Legaleinheit berechnet.

Nachhaltigkeit

Die Evonik Oil Additives GmbH ist in die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie der Evonik Industries AG eingebunden. Diese greift daher die in der Konzernstrategie identifizierten Wachstumskerne auf und legt Handlungsfelder für ein möglichst ausgewogenes Management ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren fest.

Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Leistungsversprechens "Kraft für Neues" von Evonik. Produkte und Lösungen von Evonik tragen in zahlreichen Bereichen dazu bei, das Leben der Menschen zu verbessern und den Einsatz begrenzter Ressourcen zu vermindern. Damit möchte Evonik auch auf die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einwirken, die bis 2030 erreicht werden sollen. Im Berichtsjahr hat sich der Evonik-Konzern in vielfacher Hinsicht mit diesen Zielen und ihrer Relevanz für den Konzern, für einzelne operative Einheiten und für gesamte Wertschöpfungsketten beschäftigt.

Evonik hat sich zur Wahrung der zehn Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet und orientiert sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie den Leitlinien für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Darüber hinaus engagiert sich Evonik in zahlreichen Netzwerken, wie der Nachhaltigkeitsinitiative der chemischen Industrie in Deutschland "Chemie3" oder im Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD). Zusammen mit dem Verhaltenskodex bilden die Global Social Policy, die Werte für Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Qualität und die Menschenrechtliche Grundsatzerklärung des Vorstandes den Rahmen für die verantwortungsvolle Unternehmensführung bei Evonik.

Mit alldem bekennt sich Evonik auch zur "Vision 2050" des WBCSD. Diese beschreibt den Weg in eine nachhaltige Welt, in der künftig mehr als 9 Milliarden Menschen gut und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der Erde leben.

3. Nachtragsbericht

Siehe unter Ereignisse nach dem Bilanzstichtag unter Anhangziffer IV. (26).

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. Risiko- und Chancenmanagement

Risikostrategie

Die Evonik Oil Additives GmbH ist in das konzernweite interne Chancen- und Risikomanagement der Evonik Industries AG (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) eingebunden. Als Teil des Risikomanagements gelten für das Risikofrüherkennungssystem die Anforderungen an ein börsennotiertes Unternehmen. Ziele sind die möglichst frühzeitige Identifikation von Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen zur Minimierung und Gegensteuerung. Zur optimalen Wahrnehmung von Chancen sollen diese ebenfalls frühzeitig erkannt und verfolgt werden. Unternehmerische Risiken werden nur eingegangen, wenn die Überzeugung besteht, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können.

Aufbau und Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Finanzvorstand der Evonik Industries AG zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von Evonik dezentral aufgebaut.

Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Segmenten, Zentral- und Servicebereichen. Dies beinhaltet die Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung ihrer Auswirkungen. Innerhalb der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab. Auf allen Ebenen des Evonik-Konzerns ist das Risikomanagement daher ein wesentliches Element verschiedener Management- und Entscheidungsprozesse (zum Beispiel der Controllingprozesse). Dazu zählen strategische und operative Planung, Vorbereitung von Investitionsentscheidungen, die Ermittlung von Hochrechnungen sowie eine systematische und zeitnahe Risikoberichterstattung

Für den Evonik-Konzern nimmt ein zentraler Corporate Risk Officer die Steuerungs- und Kontrollfunktionen für Abläufe und Systeme wahr. Er ist Ansprechpartner für alle Risikokoordinatoren sowie für Dokumentation, Information und Koordination auf Konzernebene zuständig. Gleichzeitig verantwortet er die methodische Weiterentwicklung des Risikomanagements. Das Risikokomitee unter Leitung des Finanzvorstandes mit Vertretern der Zentralbereiche der Evonik Industries AG nimmt die Aufgaben der Validierung der konzernweiten Risikosituation und der Verifizierung der angemessenen Berücksichtigung von Risiken im Zahlenwerk wahr. Der Aufsichtsrat der Evonik Industries AG, insbesondere der Prüfungsausschuss, überwacht das Risikomanagementsystem.

Die Verantwortung für die Handhabung von Risiken ist somit primär auf die Organisationseinheiten des Evonik-Konzerns ausgerichtet. Dies gewährleistet auch die Einbindung der Legaleinheiten, die den Einheiten zugeordnet sind bzw. in denen sie aktiv sind. Da sich die Organisationseinheiten des Evonik-Konzerns - als Gegenstand des konzernweiten Risikomanagementsystems - auch in der Evonik Oil Additives GmbH niederschlagen, ist die Gesellschaft vollständig in das konzernweite Risikomanagement integriert. Über die weltweiten Beteiligungen der Evonik Oil Additives GmbH und deren Tochterunternehmen partizipiert die Gesellschaft auch an globalen Risiken und Chancen. Zum einen beeinflussen Risiken und Chancen dieser Beteiligungen unmittelbar die Ausschüttungsfähigkeit dieser Beteiligungen an die Gesellschaft. Darüber hinaus reduzieren sich aufgrund nachhaltiger Risiken der Beteiligungen unsere Cashflow-Erwartungen, die wiederum Gegenstand regelmäßiger Impairment-Tests sind. Wird von einer nachhaltigen Verringerung der Werthaltigkeit ausgegangen, reagieren wir mit einer Abwertung dieser Beteiligungen.

Das Risikomanagement wird in den Organisationseinheiten von der Konzernrevision geprüft, um die Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen. Gemäß den Modalitäten für börsennotierte Aktiengesellschaften ist das Risikofrüherkennungssystem des Evonik-Konzerns in die Jahresabschlussprüfung mit einbezogen. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem des Evonik-Konzerns geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig zu erkennen.

Das Risikomanagementsystem orientiert sich an dem international anerkannten Risikomanagementstandard COSO-Enterprise-Management. Die Umsetzung erfolgt anhand einer konzernweit verbindlichen Richtlinie. Mithilfe einer speziellen Software für das Risikomanagement werden Einzelrisiken systematisch erfasst und verwaltet. Sie werden hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe (Auswirkung) und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und mit ihren Erwartungswerten (Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung) dokumentiert. Die Bewertung erfolgt analog zur aktuellen Planung über einen Zeitraum von drei Jahren (Mittelfristplanung). Die Planung erfolgt dabei Legaleinheiten übergreifend über Organisationseinheiten. Chancen und Risiken sind dabei als positive bzw. negative Abweichungen von der Planung definiert.

Die Organisationseinheiten führen einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Risikoinventur durch. Für dabei erkannte Risiken werden Sicherungsmaßnahmen benannt, umgehend eingeleitet und deren Umsetzung zeitnah verfolgt. Die interne Steuerung (beispielsweise in der Berichterstattung des Risikokomitees) ist auf den Mittelfristzeitraum ausgelegt. Identifizierte Chancen und Risiken werden in die Größenklassen gering, mittel und hoch eingeordnet (siehe Chancen- und Risikomatrix). Die Bewertung folgt stets einer Nettobetrachtung, also unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen.

Ergänzt wird die Risikoinventur durch eine vierteljährliche Überprüfung aller Chancen und Risiken des laufenden Jahres, bei der sowohl Veränderungen vorhandener Chancen und Risiken als auch aktuell aufgetretene Chancen und Risiken erfasst werden.

Als wesentliche Einzelrisiken und Einzelchancen werden alle hohen Risiken und Chancen sowie mittlere Risiken und Chancen mit einem Erwartungswert von mehr als 100 Millionen € bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert dient ausschließlich der Priorisierung und Fokussierung der Berichterstattung auf wesentliche Themen.

4.2. Gesamtsituation Chancen und Risiken

Die konzernweit identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Für das Geschäftsjahr 2017 sahen die Erwartungen für die Evonik Oil Additives GmbH, wie für den Evonik-Konzern, etwas mehr Risiken als Chancen vor. Im Laufe des Geschäftsjahres sind im Evonik-Konzern einige Chancen und Risiken eingetreten, deren Auswirkungen sich insgesamt ausglichen. In den Segmenten Resource Efficiency und Performance Materials, und hier insbesondere in der C4-Chemie und bei den Methacrylaten, konnten mehr Chancen realisiert werden. Die Entwicklung im Segment Nutrition & Care war vor allem im Markt für Aminosäuren durch den Eintritt von deutlich mehr Risiken als Chancen gekennzeichnet. In Bezug auf die Risikokategorien lagen wesentliche Einflussgrößen sowohl bei den realisierten Chancen als auch den eingetretenen Risiken in der Entwicklung von spezifischen Markt- und Wettbewerbssituationen, insbesondere in den Märkten für Aminosäuren und der C4-Chemie. Für das Geschäftsjahr 2018 besteht für die Evonik Oil Additives GmbH aus aktueller Sicht, wie für den Evonik-Konzern, erneut ein höheres Risiko- als Chancenpotenzial. Im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich die Risiken leicht und die Chancen deutlich erhöht.

Wesentliche Einzelchancen und Einzelrisiken des Evonik-Konzerns stellen Wechselkursveränderungen sowie die Margenentwicklung in der C4-Chemie dar. Weitere wesentliche Risiken betreffen die Preisentwicklung der Aminosäuren sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Evonik Oil Additives GmbH ist von diesen Risiken durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen. Maßnahmen des Evonik-Konzerns zur Verringerung der Risiken stellen u.a. allgemeine wirtschaftliche Gegensteuerungsmaßnahmen und insbesondere in Bezug auf die Risiken aus Wechselkursveränderungen der Einsatz von Sicherungsinstrumenten (Hedging) dar. In den folgenden Kapiteln werden die wesentlichen Einzelrisiken und Einzelchancen sowie weitere Chancen und Risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien beschrieben. Sofern nicht anders dargestellt, gelten diese für alle Segmente.

4.3. Chancen und Risiken "Planung/Markt"

Absatzmärkte

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Eine Verstärkung oder Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums z. B. durch politische Entwicklungen, durch geänderte Zins- und Währungspolitik oder durch Entwicklungen in wirtschaftlichen Schlüsselsektoren (z. B. Banken- und Immobiliensektor) kann Auswirkungen auf die Nachfrage in den für Evonik relevanten Teilmärkten haben. Davon wiederum sind Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung des Evonik-Konzerns abhängig. Evonik begegnet den konjunkturellen Risiken durch kontinuierliches Monitoring des makroökonomischen Umfelds, durch Optimierung der Kostenstrukturen und Wettbewerbsposition in den bestehenden Evonik-Geschäften und durch Ausbau konjunkturrobuster Geschäfte im Evonik-Portfolio.

Neben der allgemeinen Nachfragesituation birgt der intensive Wettbewerb in verschiedenen Marktsegmenten Chancen und Risiken. Diese können sowohl aus der Nachfrage in einzelnen Märkten als auch der Wettbewerbssituation in unterschiedlichen Industrien resultieren. Veränderungen der Nachfrage können sich spürbar auf den Absatz und Umsatz der Geschäfte auswirken. Zudem sorgt insbesondere die Konkurrenz aus Niedriglohnländern mit neuen Kapazitäten und aggressiver Preispolitik für verschärften Wettbewerbsdruck, der sowohl die Absatzpreise als auch die Mengenentwicklung beeinträchtigen kann. Dem wirkt der Evonik-Konzern durch den Ausbau der Produktionsbasis im Ausland sowie die Erschließung neuer Märkte in Regionen mit höheren Wachstumsraten, wie Asien und Südamerika, entgegen. Die betroffenen operativen Einheiten reduzieren diese Wettbewerbsrisiken außerdem durch verschiedene Maßnahmen zur engeren Kundenbindung und zur Gewinnung von Neukunden sowie durch strategische Forschungspartnerschaften mit Kunden sowie den Ausbau von Serviceleistungen entlang der Wertschöpfungskette.

Auf der anderen Seite bieten sich den Geschäften des Evonik-Konzerns Chancen aus Nachfrageüberhängen einzelner Märkte, zum Beispiel durch die verzögerte Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten seiner Wettbewerber. In China kam es 2017 vermehrt zu Schließungen von Produktionsanlagen u.a. der Wettbewerber zur Verbesserung von Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Die Produktionsanlagen sind weltweit auf Basis moderner Standards errichtet und erfüllen international ein hohes Maß sowohl an Arbeits- als auch Umweltsicherheit, so dass der Evonik-Konzern eine Chance sieht, seinen Marktanteil zu erhöhen. Die Evonik Oil Additives GmbH ist hiervon durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen.

Dem Risiko der Substitution von Chemieprodukten durch neue, verbesserte oder kostengünstigere Materialien bzw. Technologien begegnet Evonik fortlaufend durch die eigene Entwicklung neuer, attraktiver und wettbewerbsfähiger Produkte bzw. Technologien. Ein mögliches Risiko für das Aminosäurengeschäft des Evonik-Konzerns besteht etwa in Asien durch eine gegebenenfalls unzureichende Lebensmittelqualität und -sicherheit, insbesondere durch die Vogelgrippe. Optionen für künftiges profitables Wachstum nutzt der Evonik-Konzern, indem Evonik im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung neue Märkte erschließt. Ein attraktiver Markt für das Aminosäuregeschäft ist beispielsweise die Aquakultur, für die Evonik innovative Produkte entwickelt hat. Aufgrund des globalen Bevölkerungswachstums, steigenden Wohlstands in aufstrebenden Märkten und der Überfischung der Weltmeere wächst der weltweite Markt für Aquakulturen schneller als andere Bereiche der Tierzucht.

Einzelne operative Einheiten, insbesondere in den Segmenten Nutrition & Care und Resource Efficiency, und das Segment Services sind gleichwohl in einem gewissen Maß von wichtigen Hauptkunden abhängig. Dies gilt in den operativen Geschäften vor allem bei Produktionsanlagen, die in unmittelbarer Nähe des Hauptkunden errichtet werden. Ein möglicher Ausfall eines wesentlichen Kunden kann dabei neben geringeren Umsätzen auch Wertberichtigungen von Forderungen und getätigten Investitionen erfordern sowie Auswirkungen auf langfristige Rohstoffverträge oder die Finanzstruktur der Beteiligungen haben. Auch von diesen Risiken ist die Evonik Oil Additives GmbH durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen

Finanzmärkte

Die Steuerung von Liquiditäts-, Kreditausfall-, Währungs- und Zinsrisiken sowie der Risiken im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen erfolgt grundsätzlich zentral und somit auch für die Evonik Oil Additives GmbH. Gemäß den konzernweit bestehenden Richtlinien und Grundsätzen wird jede wesentliche finanzielle Risikoposition erfasst und bewertet. Auf dieser Grundlage führen wir gezielt risikobegrenzende Absicherungsmaßnahmen durch. Bei der Begrenzung der Risiken durch den Einsatz von originären und derivativen Finanzinstrumenten berücksichtigt der Evonik-Konzern den Grundsatz der Funktionstrennung von Handel, Risikocontrolling und Abwicklung und orientiert sich an den bankentypischen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Derivative Finanzinstrumente 2 werden ausschließlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften eingesetzt.

Im Währungsbereich werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zur Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen bei Kohle und Erdgas kommen Commodity-Swaps zum Einsatz. Zur Sicherung der Versorgung mit Emissionszertifikaten zur Erfüllung von gesetzlichen Abgabeverpflichtungen werden auch Termingeschäfte verwendet.

Ein Teil der Vermögenswerte und Schulden sowie der Umsatzerlöse der Evonik Oil Additives GmbH fallen in Währungen an, die nicht der Konzernwährung Euro entsprechen. Die wesentliche Fremdwährung der Evonik Oil Additives GmbH ist der US-Dollar. Alle geplanten oder in Form von Forderungen und Verbindlichkeiten bilanzierten Zahlungsströme, die nicht in der funktionalen Währung der Evonik Oil Additives GmbH denominiert sind, unterliegen Chancen bzw. Risiken aus Wechselkursänderungen.

Risikopositionen aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über konzerninterne Sicherungen aufgerechnet und gebündelt. Eine danach noch verbleibende Nettorisikoposition wird zu 100 Prozent durch Währungsderivate gesichert. Analog erfolgt die Sicherung von Cashpool-Positionen. Im Gegensatz zu diesen Portfolio-Sicherungen werden für geplante operative Fremdwährungszahlungsströme (zum Beispiel geplante Fremdwährungsumsätze, für die eine Zielsicherungsquote von bis zu 75 Prozent des ermittelten Währungsrisikos angestrebt wird, oder Währungsrisiken aus Investitionsvorhaben) Einzelsicherungen abgeschlossen. Bei der Sicherung von geplanten Risikopositionen werden Bewertungseinheiten zur Synchronisation der Ergebniseffekte der bilanzierten Sicherungsgeschäfte mit den noch nicht bilanzierungsfähigen Grundgeschäften gebildet.

Zur Steuerung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, dessen Kern ein konzernweites Cashpooling ist. Darüber hinaus sichern eine breit gefächerte Finanzierungsstruktur und unser gutes Rating die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft im Evonik-Konzern. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow der laufenden Geschäfte der Liquiditätsbedarf der Evonik Oil Additives GmbH jederzeit gesichert. 3

Zugleich Chancen wie auch Risiken ergeben sich aus einer möglichen Veränderung der Bewertungsparameter unserer Pensionsverpflichtungen. Veränderungen insbesondere des Zinssatzes, aber auch der Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Veränderung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen bedingen, was unmittelbar zu einer Veränderung des Eigenkapitals und in der Folge auch zu veränderten Aufwendungen für die Pensionspläne führen kann.

Marktchancen und -risiken sowie Liquiditäts- und Ausfallrisiken aus Finanzinstrumenten entstehen auch bei der Verwaltung unseres Pensionsplanvermögens. Diesen Risiken begegnen wir durch einen aktiven Risikomanagementansatz, kombiniert mit einem detaillierten Risikocontrolling. Die Portfolios werden über regelmäßig erstellte Aktiv-Passiv-Studien strategisch gesteuert. Um Verluste zu minimieren, werden gegebenenfalls derivative Absicherungsmechanismen genutzt. Die breite Streuung über Vermögensklassen, Mandatsgrößen und auch Vermögensverwalter stellt eine Vermeidung von Klumpenrisiken sicher. In den Einzelanlagen verbleiben unvermeidbare Restrisiken.

Rohstoffmärkte

Für sein Geschäft benötigt der Evonik-Konzern zum einen großvolumige Massenrohstoffe, zum anderen aber auch strategisch relevante Rohstoffe mit geringen Einkaufsmengen und hohen Anforderungen an die Spezifikation. In beiden Fällen sieht sich Evonik mit Chancen und Risiken aus zunehmend volatilen Rohstoffverfügbarkeiten und Rohstoffpreisen konfrontiert. Dies betrifft die Evonik Oil Additives GmbH mit ihren Tätigkeiten sowohl unmittelbar als auch mittelbar durch den Einbezug in den Evonik-Konzern.

Die operativen Geschäfte sind abhängig von der Preisentwicklung strategischer Rohstoffe, insbesondere von direkt oder indirekt aus Rohöl gewonnenen petrochemischen Rohstoffen. Aber auch im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe gibt es eine hohe Preisvolatilität, getrieben beispielsweise durch wetterabhängige Ernten. Ein weiterer beachtenswerter Aspekt bei Preisrisiken sind strukturelle Wechselkursveränderungen. Diese Risiken werden durch Optimierung der globalen Ausrichtung der Einkaufsaktivitäten wie zum Beispiel der Erschließung neuer Märkte sowie durch den Abschluss marktgerechter Verträge abgesichert. Zur weiteren Verringerung der Rohstoffpreisrisiken bei rohstoffintensiven Endprodukten ist es das Ziel, etwaige Rohstoffpreisvolatilitäten (Risiko wie Chance) nach Bedarfsfall beispielsweise mit Hilfe von Formelpreisverträgen in der Wertschöpfungskette weiterzugeben

Als übergeordnetes Ziel ist in der Beschaffungsstrategie die Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit unter bestmöglichen wirtschaftlichen Konditionen verankert. Kurz- oder mittelfristige Einschränkungen der Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten stellen potenzielle Risiken dar. Neben der Vorbereitung von Lieferantensubstitutionen in Notfällen beobachtet der Evonik-Konzern kontinuierlich die wirtschaftliche Lage ausgewählter Lieferanten wichtiger Rohstoffe, um Engpässe antizipieren und Risiken abwehren zu können.

Die zunehmenden Volatilitäten erfordern eine stetige Beschäftigung mit entsprechenden Risiken entlang der Wertschöpfungskette.

Die sich aus der Rohstoffpreisentwicklung von Petrochemikalien ergebenden Chancen und Risiken betreffen aufgrund ihrer großen Einkaufsvolumina insbesondere das Segment Performance Materials. Risiken im Zusammenhang mit Single Sourcing oder der kurzfristigen Einschränkung der Verfügbarkeit von Rohstoffen bestehen insbesondere in den Segmenten Nutrition & Care sowie Resource Efficiency.

Lieferkette

Ein zentrales Beschaffungsthema ist die Sicherstellung von Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette. Der Evonik-Konzern erwartet von seinen Lieferanten, dass die Grundsätze zur unternehmerischen Verantwortung des Evonik-Konzerns teilen. Daher hat Evonik für Lieferanten einen eigenen Verhaltenskodex aufgelegt, der auf den Prinzipien des UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der Responsible-Care®-Initiative basiert. Zudem werden Nachhaltigkeitsaspekte auch durch die Brancheninitiative "Together for Sustainability", bei der Evonik Gründungsmitglied ist, auf globaler Basis durch standardisierte Assessments unterstützt. Die wesentlichen Lieferanten von Evonik sowie die Mehrheit der kritischen Lieferanten haben sich diesen Assessments bereits unterzogen. Die Bewertung der Assessments erfolgt durch ein neutrales Sustainability-Rating-Unternehmen.

Personal

Seitdem die Evonik Oil Additives GmbH betriebsgeführt ist, verfügt die Gesellschaft im zivilrechtlichen Sinne über keine eigenen Mitarbeiter mehr. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Oil Additives GmbH kommt dem Personal dennoch eine zentrale Bedeutung zu.

Als weltweit tätiger Konzern achtet der Evonik-Konzern die Grundsätze der internationalen Charta der Menschenrechte, die zehn Prinzipien des UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie die Arbeits- und Sozialstandards der ILO. Die Einhaltung aller Arbeitsgesetze ist für den Evonik-Konzern von besonderer Bedeutung.

Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Basis für die Erreichung der strategischen und operativen Ziele des Evonik-Konzerns und damit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Sowohl der Verlust von Leistungsträgern als auch Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Einstellung qualifizierter und talentierter Mitarbeiter können grundsätzlich in diesem Zusammenhang ein Risiko darstellen.

Um auch für künftige Anforderungen entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft zu binden, bietet der Evonik-Konzern weltweit vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten, systematische Personalentwicklungsmaßnahmen und eine wettbewerbsfähige Vergütung. Evonik unterstützt als verantwortungsvoller Arbeitgeber den Großteil der Mitarbeiter in der Absicherung wesentlicher Risiken und der Vorsorge für ein gesichertes Leben im Alter - entweder direkt oder durch Beitragszahlungen an externe Einrichtungen. Dabei richten sich die Leistungen an den jeweiligen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern aus. Auch darüber hinaus übernimmt Evonik mit Programmen wie well@work persönliche Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern. Damit bindet und fördert der Evonik-Konzern seine Leistungsträger sowie talentierte Mitarbeiter und ist für Bewerber ein attraktiver Arbeitgeber. Zudem werden intensive Kontakte zu Universitäten und Berufsverbänden gepflegt, um geeignete Nachwuchskräfte für das Unternehmen gewinnen zu können. Sowohl das Employer Branding des Evonik-Konzerns als auch viele interne Aktivitäten sind auf Vielfalt (Diversity) ausgerichtet, womit Evonik die Attraktivität für Talente, Fach- und Führungskräfte weiter steigern will.

Im Rahmen der strategischen Personalplanung werden die Bedarfe für einen Fünfjahreszeitraum ermittelt und frühzeitig Maßnahmen abgeleitet, um den künftigen Personalbedarf zu decken. Damit werden mögliche Personalrisiken weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus können sich Chancen und Risiken hinsichtlich der Entwicklung von Personalkosten, beispielsweise durch künftige Tarifabschlüsse, ergeben.

Produktion

Die Evonik Oil Additives GmbH ist als Spezialchemieunternehmen den Risiken von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen und unerwarteten technischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Wir produzieren Produkte über komplexe Herstellungsverfahren, die teilweise voneinander abhängige Produktionsschritte vorsehen. Dementsprechend können Störungen und Ausfälle auch Folgestufen- und Produkte negativ beeinflussen. Der Ausfall von Produktionsanlagen oder Störungen in Produktionsabläufen können einen signifikanten negativen Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragsentwicklung nehmen und darüber hinaus auch Personen- und Umweltschäden zur Folge haben. Konzernweit gültige Richtlinien zu Projekt- und Qualitätsmanagement, eine hohe Mitarbeiterqualifikation und die regelmäßige Wartung unserer Anlagen gewährleisten eine wirksame Minimierung dieser Risiken. Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden an Anlagen und Werken sind in einem wirtschaftlich vertretbaren Maße versichert, sodass die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Produktionsrisiken weitgehend abgesichert werden.

Bedingt durch die oben genannten Maßnahmen zur Risikominimierung und bestehende Versicherungen haben wir weitgehend Risikovorsorge getroffen. Gleichwohl können nicht vorhersehbare Einzelereignisse Risiken darstellen. Im Gegensatz hierzu ergeben sich auch stets Chancen hinsichtlich einer weiteren Steigerung der Produktivität.

Mergers & Acquisitions

Aktives Portfoliomanagement hat im Rahmen der wertorientierten Steuerung von Evonik einen hohen Stellenwert. Für die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung von Akquisitionen und Desinvestitionen wurden klare Vorgehensweisen etabliert, die insbesondere auch Zuständigkeitsregeln und Genehmigungsprozesse enthalten. So unterzieht Evonik im Vorfeld eines Kaufs die in Betracht kommenden Akquisitionsobjekte einer intensiven Überprüfung (Due Diligence). Damit werden systematisch alle wesentlichen Chancen und Risiken erfasst und eine angemessene Bewertung vorgenommen. Zentrale Aspekte sind dabei strategische Ausrichtung, Ertragskraft und Entwicklungspotenzial auf der einen Seite sowie bestehende Ertragsrisiken, rechtliche Risiken und Altlasten auf der anderen Seite. Neu erworbene Unternehmen werden umgehend in den Konzern und damit in die Risikomanagement- und Controllingprozesse des Evonik-Konzerns integriert. Jede Transaktion dieser Art birgt das Risiko, dass die Geschäftsintegration nicht erfolgreich ist bzw. die Integrationskosten unerwartet hoch sind und diese damit das Erreichen der geplanten quantitativen und qualitativen Ziele, wie beispielsweise Synergien, gefährden.

Im Zuge der laufenden Integration des 2017 übernommenen Spezialadditivgeschäfts von Air Products sowie des Silicageschäfts von Huber richtet Evonik hohes Augenmerk auf die identifizierten Risiken sowie die entsprechenden Maßnahmen.

Für Aktivitäten, die nicht mehr zur Strategie von Evonik passen oder die Renditevorgaben nachhaltig trotz Optimierung nicht mehr erfüllen, prüft Evonik auch externe Optionen. Sollte ein potenzieller Verkauf nicht wie geplant erfolgreich umgesetzt werden, können Risiken mit Wirkung auf die Ergebnissituation des Konzerns entstehen.

Davon ist die Evonik Oil Additives GmbH durch den Einbezug in den Evonik-Konzern ebenfalls mittelbar betroffen.

Sonstige

Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gehört die stetige Verbesserung der Kostenposition des Evonik-Konzerns. Evonik strebt an, den Kostenblock für Vertrieb und Verwaltung bis zum Jahr 2021 dauerhaft abzusenken. In den nächsten Monaten werden konkrete Umsetzungspläne erarbeitet. Im Zusammenhang mit diesem Programm und darüber hinausgehenden Restrukturierungsprojekten ergeben sich neben den damit verbundenen Potenzialen zur Erhöhung der strategischen Flexibilität und Stärkung der operativen Einheiten auch Risiken im Rahmen der Umsetzung. Dazu zählen eine verzögerte Umsetzung der Zeitpläne, der Verlust von Know-how-Trägern, mangelnde Wirksamkeit der Maßnahmen oder höhere Kosten für die Realisierung der Maßnahmen. Diesen Risiken wirkt Evonik durch ein striktes Projektmanagement unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder entgegen. Für die Evonik Oil Additives GmbH als Teil des Evonik-Konzerns gilt dies entsprechend.

Forschung & Entwicklung

Möglichkeiten ergeben sich für Evonik auch durch die marktorientierte Forschung & Entwicklung (F&E), in der der Evonik-Konzern einen wichtigen Motor für profitables Wachstum sieht. Evoniks F&E-Pipeline ist gut gefüllt und umfasst einen ausbalancierten Mix von kurz-, mittel- und langfristigen Projekten. Zum einen arbeitet der Evonik-Konzern ständig an der Verbesserung seiner Prozesse, um seine führende Kostenposition zu stärken, zum anderen stößt der Evonik-Konzern mit seinen Projekten in neue Märkte und in neue technologische Felder vor. Das Portfolio seiner Projekte richtet Evonik konsequent an den Wachstumskernen und den Innovationswachstumsfeldern aus.

Mit dem Venture-Capital-Programm beteiligt sich der Evonik-Konzern an Firmen, die bei gemeinsamen Entwicklungen mit ihrem Know-how unterstützen können. Dabei gewinnen Themen aus der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung.

In der Forschung & Entwicklung bestehen stets Chancen und Risiken in Bezug auf den Umsetzungszeitpunkt und die Realisierbarkeit von geplanten Vorhaben der Produkt- und Prozessentwicklung, welche für die Evonik Oil Additives GmbH mittelbar gelten. Chancen aus der Einführung neuer Produkte, die über die derzeitige Planung hinausgehen, sieht der Evonik-Konzern hauptsächlich in den sechs Innovationswachstumsfeldern.

Investitionen

Das geplante organische Wachstum der Evonik Oil Additives GmbH durch Investitionen in attraktiven Märkten ist hinsichtlich der Einhaltung des geplanten Umfangs und Umsetzungszeitpunkts der Projekte mit gewissen Risiken behaftet. Diesen Risiken begegnen wir durch bewährte strukturierte Prozesse. Noch nicht begonnene Projekte werden stets auf sich verändernde Entwicklungen in den jeweiligen Märkten überprüft und gegebenenfalls verschoben.

Eine Verzögerung der Umsetzung oder der Entfall von Investitionsprojekten, etwa aufgrund der politischen Lage in einzelnen Ländern, hätte negativen Einfluss auf unser geplantes Wachstum sowie bei extremer Ausprägung auf die Werthaltigkeit und damit den Abschreibungsbedarf von Anlagen bzw. Anlagen im Bau. Im Gegensatz hierzu könnten in einzelnen Bereichen neue Projekte zu zusätzlichen Ergebnisbeiträgen führen.

Energiemärkte

Evonik benötigt zum Einsatz in Chemie- und Infrastrukturanlagen erhebliche Energiemengen aus verschiedenen Quellen. Der Hauptanteil entfällt auf Erdgas, Strom und Kohle. Den Bedarf an Strom und Dampf deckt der Evonik-Konzern an mehreren großen Standorten ganz oder teilweise über ressourceneffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Auch 2017 hat der Evonik-Konzern die Entwicklung der nationalen und internationalen Energiemärkte fortlaufend beobachtet und entsprechend risiko- und kostenbewusst agiert.

In Ländern, in denen der Energiebezug nicht staatlich reguliert ist, hat Evonik Energien und, soweit erforderlich, Emissionshandelsberechtigungen (CO 2-Zertifikate) innerhalb definierter Risikostrategien beschafft bzw. gehandelt. Ziel ist es, Risiken und Chancen der volatilen Energiemärkte in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Rahmenbedingungen können hier zusätzliche Kosten für die operativen Segmente entstehen.

Risiken können sich hier aus der zukünftigen Ausgestaltung der vierten Handelsperiode (2021 bis 2030) des Emissionshandelssystems und damit möglicherweise einhergehenden Verschärfungen der Zuteilungsregeln für kostenlose Zertifikate ergeben. Im Weiteren regulatorischen Umfeld der Energiemärkte ist für Evonik in Deutschland insbesondere von Bedeutung, wie sich die Belastung der Eigenstromerzeugung mit der EEG-Umlage weiter entwickelt, insbesondere auch vor dem Hintergrund des europäischen Rechtsrahmens. Grundsätzlich geht der Evonik-Konzern aber davon aus, dass die bestehende Eigenstromerzeugung auch zukünftig zur Stützung der Wettbewerbsfähigkeit seiner deutschen Standorte beitragen wird. Mögliche Belastungen können aus dem durch die Energiewende getriebenen Anstieg der Stromnetzentgelte und einer etwaig geänderten Netzentgeltsystematik resultieren. Insgesamt ist Evonik bei einzelnen Energieträgern aufgrund der spezifischen Angebots-/Nachfragesituationen und der politischen Entwicklungen gewissen Marktpreis- und Kostenschwankungen ausgesetzt. Hier bieten sich sowohl Chancen als auch Risiken. Für die Evonik Oil Additives GmbH gelten diese Chancen und Risiken als in den Evonik-Konzern einbezogenes Unternehmen mittelbar.

4.4. Chancen und Risiken "Recht/Compliance"

Die Chancen und Risiken der Kategorie Recht/Compliance sind im Vergleich zu denen im Umfeld Planung/Markt deutlich schwieriger zu quantifizieren, da sie neben den finanziellen Auswirkungen häufig auch Einfluss auf die Reputation des Unternehmens und/oder strafrechtliche Aspekte mit sich bringen. Für die finanziellen Auswirkungen wird für diese Themen bilanzielle Vorsorge getroffen, die sich gemäß der Systematik des Evonik-Konzerns risikoreduzierend auswirkt.

Compliance , Recht und regulatorische Rahmenbedingungen

Compliance umfasst das regelkonforme Verhalten im geschäftlichen Umfeld. Jede Form von Korruption, einschließlich sogenannter Beschleunigungszahlungen, ist bei Evonik verboten. Die für alle Mitarbeiter verpflichtenden Regeln zum fairen Umgang untereinander sowie mit den Geschäftspartnern sind im Evonik-Verhaltenskodex festgelegt. Risiken können sich insoweit aus der Nichtbeachtung der entsprechenden Regeln ergeben. Die Sensibilisierung und umfassende Schulung der Mitarbeiter durch Präsenztrainings und/oder E-Learning-Programme tragen dazu bei, diese Compliance-Risiken zu minimieren. Der Verhaltenskodex gilt weltweit verbindlich im gesamten Evonik-Konzern für alle Mitarbeiter, den Vorstand und die Organe sämtlicher Evonik-Gesellschaften. Sie alle haben die Regelungen des Verhaltenskodex einzuhalten und sind verpflichtet, sich über seinen Inhalt zu informieren sowie an entsprechenden Schulungen teilzunehmen.

Evonik achtet auf die Einhaltung der Menschenrechte entlang seiner Wertschöpfungskette. Um entsprechende Risiken zu minimieren, fordert der Evonik-Konzern die Einhaltung des Evonik Verhaltenskodex für Lieferanten, der Global Social Policy von Evonik sowie der Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung.

Die Evonik Oil Additives GmbH ist grundsätzlich rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese resultieren beispielsweise aus Rechtsstreitigkeiten, wie privatrechtlichen Schadensersatzansprüchen, oder Verwaltungs- bzw. Bußgeldverfahren. Im operativen Geschäft unterliegt der Konzern Haftungsrisiken, insbesondere in der Produkthaftung sowie dem Patent-, Steuer-, Wettbewerbs-, Kartell- und Umweltrecht. Auch Änderungen von Regulierungen des öffentlichen Rechts können eine rechtliche Risikoposition begründen oder diese materiell verändern. Als Chemiekonzern mit eigenen Stromerzeugungsanlagen ist hier insbesondere eine mögliche Veränderung der Regulierung der EEG-Umlage und des europäischen Emissionshandels relevant.

Außerdem können sich aus getätigten Desinvestitionen Gewährleistungsansprüche gegenüber Evonik ergeben. Nachlaufende Haftungs- und Gewährleistungsrisiken aus Desinvestitionen unterliegen einer strukturierten Folgeüberwachung. Für den kontrollierten Umgang mit solchen rechtlichen Risiken hat Evonik ein Konzept mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt.

Zur Absicherung der finanziellen Folgen von gleichwohl eingetretenen Schäden wurden Versicherungen bezüglich Sachschäden, Produkthaftung und anderer Risiken abgeschlossen. Soweit erforderlich, hat die Evonik Oil Additives GmbH für rechtliche Risiken Rückstellungen gebildet. Bei Chancen und Risiken aus laufenden und potenziellen Verfahren sowie geltend gemachten und potenziellen Ansprüchen enthalten wir uns grundsätzlich der Darstellung einer Bewertung finanzieller Auswirkungen, um unsere Position nicht zu beeinflussen.

In arbeitsrechtlicher Hinsicht bestehen beispielsweise Risiken bezüglich der Neuberechnung der von Evonik und deren Rechtsvorgängern gemachten Versorgungszusagen.

In steuerlicher Hinsicht können sich Risiken im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Wertung von Geschäftsprozessen, Investitionen und Restrukturierungen seitens der Finanzverwaltung, Steuerreformen in einzelnen Ländern sowie aus potenziellen Nachzahlungen aufgrund von Betriebsprüfungen ergeben.

Schutz von geistigem Eigentum und Know-how

Innovationen haben einen ganz wesentlichen Anteil am unternehmerischen Erfolg. Deshalb ist der Schutz von geistigem Eigentum und Know-how von zentraler Bedeutung. Gerade im Hinblick auf die immer enger werdenden Märkte und die Globalisierung der Geschäfte sind kompetente Antworten zum Schutz des Wettbewerbsvorsprungs zu Eckpfeilern der Investitionstätigkeit geworden. Insbesondere beim Neubau von Produktionsanlagen in bestimmten Ländern sind die Geschäfte dem Risiko ausgesetzt, dass geistiges Eigentum selbst durch Patente nicht in hinreichendem Umfang geschützt werden kann. Ebenso birgt der Transfer von Know-how in Joint Ventures und andere Kooperationsformen das Risiko, dass Kompetenzen abfließen.

Die konzernweite Steuerung der Aufgaben zur Reduzierung und Vermeidung dieser Risiken nehmen die Bereiche Unternehmenssicherheit und Intellectual Property Management der Evonik Industries AG wahr.

IT-Risiken

Elektronisch verarbeitete Informationen sind ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg von Evonik. Dem nachhaltigen Schutz von Informationen sowie der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von IT-gestützten Geschäftsprozessen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die Kompromittierung dieser Systeme und Informationen kann zur Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Um sie und das damit verbundene Wissen innerhalb sowie außerhalb des Konzerns vor Cyber-Kriminalität (auch digitale Wirtschaftsspionage, Manipulation durch elektronische Angriffe) zu schützen sowie derartige Risiken zu minimieren, hat Evonik eine Strategie zur IT-Sicherheit entwickelt sowie organisatorische und technische Maßnahmen etabliert. Die sichere Nutzung von Informationssystemen wird durch konzernweit verbindliche Richtlinien und Regelungen beschrieben und im Rahmen eines internen Kontrollsystems forciert und überwacht.

Angesichts einer kontinuierlich wachsenden starken Bedrohungslage prüft der Evonik-Konzern die Schutzmaßnahmen regelmäßig, setzt notwendige Gegenmaßnahmen risikobasiert um und passt diese, wo immer notwendig, an. Durch zum Teil verpflichtende Schulungen und stetige Informationen beispielsweise im Konzern-Intranet oder auf der unternehmensinternen sozialen Plattform sorgt Evonik dafür, dass das Thema IT-Sicherheit im Bewusstsein der Mitarbeiter steht. Dabei werden die besonders schützenswerten streng vertraulichen Informationen von Evonik ermittelt und entsprechende Schutzmaßnahmen veranlasst; gleichzeitig werden Führungskräfte für das Thema sensibilisiert. Das Evonik "Computer Emergency Response Team" (CERT) ist auf verschiedenen Ebenen extern vernetzt (National: Mitglied Deutscher CERT-Verbund, Europa: Mitglied TF-CSIRT *, Global: FIRST Mitgliedschaft).

Ri siken für Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Qualität

Die Evonik Oil Additives GmbH ist Risiken durch den Betrieb von Produktionsanlagen und unmittelbar wirtschaftlichen Risiken der Arbeitssicherheit aufgrund der unechten Betriebsführung ausgesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Falle eines Ereignisses in einer Produktionsanlage beispielsweise Stofffreisetzungen erfolgen, die ggf. die Gesundheit der Mitarbeiter der betriebsführenden Evonik Gesellschaften oder der Nachbarschaft gefährden. Diesen Risiken begegnet der Evonik-Konzern mit dem Verständnis von Sicherheit als ganzheitlicher Managementaufgabe, die auf allen Hierarchieebenen gelebt wird. Das Sicherheitsleitbild von Evonik ist für alle Führungskräfte und Mitarbeiter im Konzern verbindlich. So verdeutlicht der Evonik-Konzern, dass das Thema Sicherheit ein zentraler Teil der Unternehmenskultur ist. Ereignisse werden sorgfältig analysiert, um daraus Lehren zu ziehen. Zudem werden Audits durchgeführt, bei denen der ordnungsgemäße Anlagenbetrieb überprüft wird. Das nach internationalen Normen zertifizierte konzernweite Managementsystem für Umweltschutz und Qualität wird dabei ständig weiterentwickelt und verbessert.

Im Rahmen der Produktsicherheit sollen mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken im Portfolio frühzeitig erkannt, und bewertet werden, um deren sicheren Umgang zu gewährleisten. Produkte mit hohem Gefahrenpotential werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Rohstoffbeschaffung bis zur Abgabe an die industriellen Kunden - betrachtet. Seinen Kunden stellt der Evonik-Konzern alle erforderlichen Informationen für den sicheren Umgang mit seinen Produkten einschließlich deren Entsorgung zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Sicherheitsdatenblätter.

Produktverantwortung im Evonik-Konzern umfasst selbstverständlich die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben zur Herstellung und Inverkehrbringen der Produkte beispielsweise die Europäische Chemikalienverordnung REACH oder das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS).

Darüber hinaus beteiligt sich Evonik freiwillig an Sicherheitsinitiativen der chemischen Industrie. Als verantwortungsbewusster Konzern der chemischen Industrie betreibt Evonik diese Prozesse nach den Grundsätzen der weltweiten Initiative Responsible Care® und des UN Global Compact.

Für die erforderliche Sanierung bzw. Sicherung von Altlasten hat die Evonik Oil Additives GmbH ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Neben dem im Rahmen der strukturierten internen Prozesse ermittelten aktuellen Anpassungsbedarf der Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen können, beispielsweise durch Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen, gegebenenfalls weitere, ungeplante Zuführungen zu Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen notwendig werden.

4.5. Risiken "Prozesse/Organisation"

Die Risikokategorie Prozesse/Organisation stellt die Schnittstelle des Risikomanagements mit dem internen Kontrollsystem (IKS) dar. Risiken in dieser Kategorie entstehen in der Regel aus konkreten Prozessschwächen. Dies schließt neben allgemeinen Prozessschwächen insbesondere auch Risiken im IKS und dem rechnungslegungsbezogenen IKS ein. Die Kategorisierung greift dabei auf den Prozesskatalog der internen Revision des Evonik-Konzerns zurück. Basierend auf wesentlichen Unternehmensprozessen wird das Vorhandensein von entsprechenden Kontrollzielen und Standardkontrollen für die identifizierten Hauptrisiken abgefragt. Aufgrund der Risikoarten in dieser Risikokategorie erfolgt hier in der Regel eine rein qualitative Bewertung.

Die Erhebung der konkreten Risiken aus Prozessschwächen auf Konzernebene in den Einheiten hat lediglich geringfügige Optimierungspotenziale für bestehende Prozesse bei Wirksamkeit der derzeitigen Kontrollen ergeben. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung wurden identifiziert. Es wurden daher keine Hinweise auf systematische Fehler im IKS des Evonik-Konzerns gefunden.

5. Prognosebericht

5.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Leicht höheres Wachstum der Weltwirtschaft für 2018 erwartet

Wir erwarten, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2018 geringfügig besser entwickeln werden als im Geschäftsjahr 2017. Insgesamt gehen wir von einer leicht stärkeren Dynamik des globalen Wachstums mit einer Zunahme von 3,1 Prozent im Jahr 2018 gegenüber 2017 (3,0 Prozent) aus.

Wir nehmen an, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung in West- und Osteuropa anhalten wird, wenn auch mit leicht niedrigerem Wachstum als 2017. Unterstützend wirken unter anderem anhaltende geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen, ein schwächerer fiskalpolitischer Gegenwind und ein steigendes Vertrauen bei Unternehmen und Haushalten. Die konjunkturelle Entwicklung könnte allerdings durch Risiken im politischen Umfeld sowie im Finanzsektor beeinträchtigt werden.

In Nordamerika gehen wir von einer weiteren Erholung der Wirtschaft aus. Das Wachstum wird von privaten Konsumausgaben bestimmt, die durch rückläufige Arbeitslosigkeit sowie steigende Einkommen und Haushaltsvermögen getragen werden. Die verabschiedete Steuerreform wird die Steuerlast für Unternehmen und Privatpersonen senken und der Wirtschaft durch einen Anstieg der Unternehmensinvestitionen und des privaten Konsums einen moderaten Impuls verleihen. Die amerikanische Notenbank wird aufgrund des zunehmenden Preisanstiegs ihren Kurs vorsichtiger Zinserhöhungen fortsetzen.

Begünstigt durch die Belebung der brasilianischen Wirtschaft wird sich das Wachstum in Mittel- und Südamerika weiter erholen. Politische Unsicherheiten, hohe Arbeitslosigkeit und private Verschuldung wirken jedoch einer deutlichen Aufhellung der konjunkturellen Aussichten in der Region entgegen.

In Asien-Pazifik wird das Wachstum auf hohem Niveau bleiben. Wir erwarten, dass geringeres Investitions- und Kreditwachstum sowie umweltpolitische Maßnahmen die Konjunktur in China künftig etwas dämpfen werden. Die Wirtschaft in Japan wird sich im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht abschwächen. In Indien hingegen wird sich das Wachstum nach der Bargeldreform sowie der Einführung einer landesweit einheitlichen Mehrwertsteuer wieder beschleunigen.

Die erwartete Entwicklung der Weltkonjunktur ist jedoch durch eine gewisse Unsicherheit gekennzeichnet. Risiken ergeben sich derzeit insbesondere aus den geopolitischen Unwägbarkeiten aufgrund der zahlreichen Krisenherde. Die weltwirtschaftliche Entwicklung könnte zudem durch das Handeln der Zentralbanken anders als von uns erwartet verlaufen. Neben den noch unsicheren Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union steigt auch in den USA die Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs des Landes. Weiterhin könnte das globale Wachstum durch eine stärkere Abschwächung der chinesischen Wirtschaft gedämpft werden.

Die globale Inflation wird nach unserer Einschätzung infolge stabiler Entwicklung der Rohstoffpreise und Währungen moderat zunehmen. Zu Beginn des Jahres 2018 erwarten wir einen Anstieg der Rohstoffpreise mit Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr 2018. Ausschlaggebend für den Anstieg sind zum einen die aktuelle Rohölpreisentwicklung und zum anderen die restriktiv gelebte Umweltpolitik der chinesischen Regierung. Insgesamt erwarten wir für die Evonik-spezifischen Rohstoffe ein leicht höheres Preisniveau als in 2017. Aus diesem Grund sind auch unsere Einschätzungen zum Evonik-Rohstoffindex für das Jahr 2018 leicht höher als Vorjahresniveau.

5.2. Zukünftige Geschäftsentwicklung / Ausblick

Aufgrund der beschriebenen Einflussgrößen auf die Geschäftsentwicklung erwarten wir für 2018 insgesamt einen Umsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 (T€ 323.360). Dank unserer starken Marktposition rechnen wir in dem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach unseren Produkten verbunden mit einer leichten Mengensteigerung. Eine weitere Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten wird ebenfalls ihren Betrag dazu leisten. Bei den Verkaufspreisen gehen wir in den größten Teilen unseres Produktportfolios von einer weiterhin mindestens stabilen Entwicklung aus, jedoch können sich vereinzelt rückläufige Verkaufspreise ergeben.

Wir erwarten daher unter den dargelegten Prämissen insgesamt ein Ergebnis vor Ertragsteuern auf dem sehr guten Niveau von 2017 (T€ 96.547).

Bei der Unfallhäufigkeit geht der Evonik-Konzern für das Jahr 2018 von einer stabilen Entwicklung (2017 1,16) aus und erwartet damit unter der für 2018 definierten Obergrenze von 1,3 zu bleiben. Der Evonik-Konzern fordert und strebt weiterhin langfristig an, dass der Wert unter 1,0 bleibt.

 

Essen, den 6. April 2018

Evonik Oil Additives GmbH

Die Geschäftsführung

Doris Carola Schmidt

1 Anzahl der Arbeitsunfälle eigener Mitarbeiter und von Fremdfirmenmitarbeitern, wenn sie unter direkter Weisung von Evonik stehen, pro
1 Million Arbeitsstunden.
2 Detaillierte Angaben zu den verwendeten derivativen Finanzinstrumenten der Evonik Oil Additives GmbH sowie deren Bewertung und Bilanzierung sind unter Anhangziffer IV. (19) beschrieben.
3 Siehe hierzu auch die Ausführungen zur "Finanzierung: Finanzierungspolitik" unter Kapitel 2.2

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Evonik Oil Additives GmbH, Essen

AKTIVA

Anhang TZ 31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände   11 7
Sachanlagen   15.651 12.076
Finanzanlagen   51.187 51.187
Anlagevermögen (1) 66.849 63.270
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   5.540 5.588
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen   131 48
Fertige Erzeugnisse und Waren   13.333 8.440
Vorräte (2) 19.004 14.076
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   23.660 20.877
Forderungen gegen verbundene Unternehmen   64.853 210.341
Sonstige Vermögensgegenstände   2.273 610
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 90.786 231.828
Flüssige Mittel (4) 17 15
Umlaufvermögen   109.807 245.919
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   517 332
Summe Aktiva   177.173 309.521

PASSIVA

     
  Anhang TZ 31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Gezeichnetes Kapital (5) 77 77
Kapitalrücklage   23.762 23.762
Gewinnrücklagen (6) 57 57
Gewinnvortrag   7.382 7.382
Eigenkapital (7) 31.278 31.278
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   15.808 14.618
Sonstige Rückstellungen   7.056 6.586
Rückstellungen (8) 22.864 21.204
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.358 2.185
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   121.511 254.492
Sonstige Verbindlichkeiten   14 335
Verbindlichkeiten (9) 122.883 257.012
Rechnungsabgrenzungsposten (10) 148 27
Summe Passiva   177.173 309.521

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Evonik Oil Additives GmbH, Essen

Anhang TZ 2017
T€
2016
T€
Umsatzerlöse (11) 323.360 289.943
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (12) -189.503 -162.413
Bruttoergebnis vom Umsatz   133.857 127.530
Vertriebskosten (12) -24.829 -22.949
Forschungs- und Entwicklungskosten (12) -12.141 -15.296
Allgemeine Verwaltungskosten (12) -9.208 -9.652
Sonstige betriebliche Erträge (13) 5.751 4.135
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -6.884 -6.625
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   86.546 77.143
Beteiligungsergebnis (15) 11.903 155.358
Zinsergebnis (16) -1.902 96
Ergebnis vor Ertragsteuern   96.547 232.597
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -169 0
Ergebnis nach Steuern   96.378 232.597
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -96.378 -232.597
Jahresüberschuss   0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Grundlagen des Jahresabschlusses

A) Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Evonik Oil Additives GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Darüber hinaus findet das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Anwendung.

Die Evonik Oil Additives GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (Reg. Nr. HRB 26240).

Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die "Zinserträge" und "Zinsaufwendungen" des in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten "Zinsergebnisses" sind im Anhang separat dargestellt. Die "Forschungs- und Entwicklungskosten" werden als gesonderte Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwilligen Zwischensummen "Ergebnis vor Ertragsteuern" und "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die Evonik Oil Additives GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Seit dem 01. Januar 2015 konzentriert sich der Vorstand der Evonik Industries AG, Essen in einer Managementholding auf die strategische Weiterentwicklung des Evonik-Konzerns. Die drei operativen Chemiesegmente Nutrition & Care, Resource Efficiency sowie Performance Materials erhalten größere unternehmerische Freiheiten und werden seit dem 01. Juli 2015 jeweils von eigenständigen Gesellschaften (Evonik Nutrition & Care GmbH, Evonik Resource Efficiency GmbH und Evonik Performance Materials GmbH, alle mit Sitz in Essen; im Folgenden als Segment-GmbHs bezeichnet) geführt.

Die Betriebsführung erfolgt je Betrieb im Namen der jeweiligen Betriebsführer. Im Verhältnis zur Evonik Oil Additives GmbH erfolgt die Betriebsführung für den Betriebsführer Evonik Resource Efficiency GmbH. Bei einem solchen unechten Betriebsführungsvertrag gehen die zuvor mit der Eigentümergesellschaft bestehenden Arbeitsverhältnisse gemäß § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB auf den Betriebsführer über. Die originäre Verpflichtung für die passiven Arbeitsverhältnisse bleibt bei der Gesellschaft.

Die Evonik Oil Additives GmbH bleibt als Betriebseigentümer - wie bei einem Treuhandverhältnis - wirtschaftlicher Eigentümer der Vermögensgegenstände und Schulden des Betriebs und hat diese gemäß § 246 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB in ihrer Bilanz auszuweisen. Die wirtschaftlichen Chancen und Risiken verbleiben somit bei der Gesellschaft. Trotz der durch den Betriebsübergang erlangten zivilrechtlichen Arbeitgeberstellung der Betriebsführer, bleibt die Evonik Oil Additives GmbH wirtschaftlich betrachtet weiterhin Arbeitgeber. Daher werden die Personalaufwendungen sowie alle Personalrückstellungen auch nach dem Betriebsübergang bei der Gesellschaft bilanziert.

Der Gesellschaft wird ein Betriebsführungsentgelt durch den Betriebsführer in Rechnung gestellt, das in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen wird. Das zu entrichtende Betriebsführungsentgelt setzt sich jeweils aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

In dem Betriebsführungsvertrag werden Tatbestände geregelt, die von der Betriebsführung ausgenommen sind. Die wesentlichen sogenannten Eigengeschäfte sind:

Erwerb und Veräußerung von Anlagen, Anlagenteilen und Nebeneinrichtungen sowie Beteiligungen

Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte im Umgang mit gewerblichen Schutzrechten, deren Inhaberin die Evonik Oil Additives GmbH ist

Versorgung der Anlagen mit Energien

Zulassung und Registrierung nach Stoffrecht bzw. REACH-Verordnung

Geheimhaltungsverträge

Bei diesen Eigengeschäften tritt die Evonik Oil Additives GmbH in eigenem Namen und für eigene Rechnung auf.

B) Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis zehn Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Herstellkosten der selbsterstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt.

Vor dem 1. Januar 2008 sowie im Geschäftsjahr 2009 zugegangene Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Allerdings ist der Ergebniseffekt dieser Abschreibungen, die weiterhin nach § 254 bzw. § 280 Abs. 2 HGB a. F. aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften vorgenommen oder beibehalten wurden, von untergeordneter Bedeutung.

Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 30 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 15 Jahre
Betriebsvorrichtungen 10 Jahre
Maschinen und Apparate 10 Jahre
Fahrzeuge 5 Jahre
EDV-Anlagen 3 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von € 150, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 150, aber nicht über € 1.000 liegen, werden seit 2008 im Jahr ihres Zugangs in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, erhöhter Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, wird der übersteigende Betrag als Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aktiviert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck.

Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Pensionsurlaub, Vorruhestand, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Jahresleistung und Jahresurlaub im Versorgungsfall, Jubiläum und Teile der Langzeitkonten werden versicherungsmathematisch berechnet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag, welcher der Differenz zwischen der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 10-jährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag und der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 7-jährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag entspricht, abzüglich hierfür bilanzierter latenter Steuern, der Ausschüttungssperre.

Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2017 wird der entsprechende Zinssatz auf Basis der zum 30. November 2017 veröffentlichen Zinsinformationen auf den 31. Dezember 2017 prognostiziert. Er beträgt für die letzten sieben Geschäftsjahre 2,80 Prozent (Vorjahr: 3,24 Prozent) und für die letzten zehn Geschäftsjahre 3,68 Prozent (Vorjahr 4,01 Prozent). Diese sind identisch mit dem veröffentlichten Bundesbank-Zinssatz zum 31. Dezember 2017.

Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

in % 2017 2016
Künftige Entgeltsteigerungen 2,50 2,50
Fluktuation 2,15 2,20
Künftige Rentensteigerungen 1,50 1,50

Die Verpflichtungen der Pensionszusagen betreffen die betriebliche Altersversorgung. In 2017 hat die Gesellschaft T€ 35 (Vorjahr: T€ 36) in den Evonik Pensionstreuhand e. V., Essen, eingezahlt. Hierdurch werden Teile der Pensionszusagen an Mitarbeiter insolvenzgesichert. Der Vermögenswert wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsrückstand der Pensionsrückstellungen von T€ 23.670 (Vorjahr: T€ 22.246) verrechnet. Der Zeitwert des saldierten Deckungsvermögens beträgt T€ 8.413 (Vorjahr: T€ 7.960). Durch die Verrechnung der Erfüllungsbeträge mit dem jeweils zugehörigen Vermögen ergibt sich ein Aktivüberhang von T€ 517 (Vorjahr T€ 332) und eine Rückstellung in Höhe von T€ 15.808 (Vorjahr T€ 14.618).

Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen T€ 5.782 (Vorjahr: T€ 5.747). Die Marktwerte wurden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der den Marktwerten zum 30. Dezember 2017 aus dem Masterfonds entspricht. Der Vermögenszuwachs des Geschäftsjahres von T€ 418 (Vorjahr: T€ 469) wurde im Zinsergebnis erfasst und mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von T€ 2.322 (Vorjahr: T€ 297) verrechnet. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen über die Anschaffungskosten hinausgehende Beträge zeitwertbewerteter Vermögensgegenstände zur Altersvorsorge, abzüglich hierfür bilanzierter passiver latenter Steuern, der Ausschüttungssperre. Dies trifft für die Gesellschaft nicht zu, da sie über genügend frei verfügbare Rücklagen verfügt.

Die Gesellschaft hat für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben und in Altersteilzeit gehen werden, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt.

Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten gewichtet worden.

Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von T€ 1.917 (Vorjahr T€ 1.763) in dem Degussa Trust e.V. Die Vermögenswerte nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, wurden mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen T€ 1.766. Soweit Marktwerte für die Vermögenswerte vorliegen, werden diese zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Vermögenszuwachs des Geschäftsjahres von T€ 49 (Vorjahr T€ 45) wurde im Zinsergebnis erfasst, die Erhöhung des Verpflichtungsumfangs in gleicher Höhe im Personalaufwand. Seit November 2011 werden die Vermögenswerte in einen Spezialfonds der Assetklasse Aktien und Renten gehalten. Die Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten zum 30. Dezember 2017 aus dem Spezialfonds der Allianz.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Evonik Oil Additives GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin erfasst. Die latenten Steuern der Organschaft werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und, sofern nicht in Bewertungseinheiten einbezogen, mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive Wertansätze unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden auch positive Wertansätze berücksichtigt.

Zwischen den Vermögensgegenständen und Schulden in Fremdwährung und den für diese zur Kurssicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäften werden Bewertungseinheiten gebildet. In Höhe der erwarteten Ineffektivität werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Die Bewertung der Cash-Pool-Forderungen sowie der Bankbestände erfolgt zum Devisenkassamittelkurs.

Die Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen und unter Kürzung der Umsatzsteuer und aller sonstigen direkt mit dem Umsatz verbundenen Steuern ausgewiesen. Sie beinhalten Erträge aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten und aus der Erbringung von Dienstleistungen. Als Produkte werden die Erzeugnisse und Waren bilanziert, die einen Bezug zum normalen Absatzprogramm aufweisen. Zusätzlich weisen solche Vermögensgegenstände den Charakter eines Produkts auf und werden als Umsatzerlöse bilanziert, die regelmäßig im Rahmen der Geschäftstätigkeit des bilanzierenden Unternehmens veräußert werden. Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, insofern ihnen ein Leistungsaustausch zugrunde liegt.

II. Erläuterung der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Immaterielles Anlagevermögen

in T€ Entgeltlich erworbene Konzessionen, Patente, Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten      
Stand 01.01.2016 83.368 19.072 102.440
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31.12.2016 83.368 19.072 102.440
Zugänge 13 0 13
Abgänge -6 0 -6
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31.12.2017 83.375 19.072 102.447
Abschreibungen und Wertminderungen      
Stand 01.01.2016 83.349 19.072 102.421
Abschreibungen des Geschäftsjahres 12 0 12
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31.12.2016 83.361 19.072 102.433
Abschreibungen des Geschäftsjahres 8 0 8
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0
Abgänge -5 0 -5
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31.12.2017 83.364 19.072 102.436
Buchwerte 31.12.2016 7 0 7
Buchwerte 31.12.2017 11 0 11

Sachanlagevermögen

in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten          
Stand 01.01.2016 2.788 24.038 4.492 2.520 33.838
Zugänge 16 1.407 219 4.056 5.698
Abgänge 0 -61 -50 0 -111
Umbuchungen 851 438 228 -1.517 0
Stand 31.12.2016 3.655 25.822 4.889 5.059 39.425
Zugänge 20 4.148 320 986 5.474
Abgänge -24 -4.838 -2.614 0 -7.476
Umbuchungen 21 4.545 250 -4.816 0
Stand 31.12.2017 3.672 29.677 2.845 1.229 37.423
Abschreibungen und Wertminderungen          
Stand 01.01.2016 2.361 19.751 2.525 0 24.637
Abschreibungen des          
Geschäftsjahres 170 971 1.677 0 2.818
Abgänge 0 -61 -45 0 -106
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 2.531 20.661 4.157 0 27.349
Abschreibungen des          
Geschäftsjahres 114 1.409 340 0 1.863
Abgänge -24 -4.814 -2.602 0 -7.440
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 2.621 17.256 1.895 0 21.772
Buchwerte 31.12.2016 1.124 5.161 732 5.059 12.076
Buchwerte 31.12.2017 1.051 12.421 950 1.229 15.651

Finanzanlagen

in T€ Anteile an verbundenen Unternehmen Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten    
Stand 01.01.2016 51.187 51.187
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2016 51.187 51.187
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2017 51.187 51.187
Abschreibungen und Wertminderungen    
Stand 01.01.2016 0 0
Abschreibungen 0 0
Zuschreibungen 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2016 0 0
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 0
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2017 0 0
Buchwerte 31.12.2016 51.187 51.187
Buchwerte 31.12.2017 51.187 51.187

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: T€ 1.012).

Die Anteilsbesitzliste der Evonik Oil Additives GmbH ist folgender Tabelle zu entnehmen:

Sitz Anteil
%
Geschäftsjahr Währung Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
Anteile an verbundenen Unternehmen TEUR TEUR
1. Evonik Oil Additives USA, Inc. Horsham 100 2017 USD 21.914 13.991
2. Evonik Oil Additives Canada Inc. Morrisburg 100 2017 CAD 7.442 5.495
3. Evonik Oil Additives Asia Pacific Pte. Ltd. Singapore 100 2017 SGD 99.764 34.697
4. Evonik Oil Additives S.A.S. Lauterbourg 100 2017 EUR 12.994 3.443

Die Umrechnung der Auslandwerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, für das Jahresergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs.

(2) Vorräte

in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.540 5.588
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 131 48
fertige Erzeugnisse und Waren 13.333 8.440
  19.004 14.076

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2017 31.12.2016
Restlaufzeit Gesamt
in T€ bis 1 Jahr über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen 23.660 0 23.660 20.877
und Leistungen        
Forderungen gegen verbundene 64.853 0 64.853 210.341
Unternehmen        
davon gegenüber Gesellschafter 1.020 0 1.020 638
Sonstige Vermögensgegenstände 2.273 0 2.273 610
  90.786 0 90.786 231.828

Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Finanzforderungen 53.406 199.725
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.066 10.041
Sonstige Forderungen 381 575
  64.853 210.341

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash-Pool-Forderungen an die Evonik Industries AG enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Mitarbeiter, Steuererstattungsansprüche und Guthaben bei Lieferanten.

(4) Flüssige Mittel

Die wesentlichen Bankkonten der Evonik Oil Additives GmbH laufen auf den neuen Betriebsführer, verbleiben wirtschaftlich aber im Eigentum der Gesellschaft.

(5) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt € 76.700.

(6) Gewinnrücklagen

Der Bilanzposten beinhaltet nur andere Gewinnrücklagen.

(7) Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Vorjahr unverändert T€ 31.278 (Vorjahr: T€ 31.278).

(8) Rückstellungen

in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.808 14.618
Sonstige Rückstellungen 7.056 6.586
davon entfallen auf    
- Personal 5.666 5.344
- übrige sonstige Rückstellungen 1.390 1.242
  22.864 21.204

Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von T€ 28.218. Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von T€ 23.670. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag von T€ 4.548.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Reklamationen, Rechtsstreite, Jahresrabatte, sowie ausstehende Rechnungen enthalten. Weiterhin bestehen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Vom Gesamtbetrag der Rückstellungen entfallen T€ 17.717 (Vorjahr: T€ 16.467) auf Anteile mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(9) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2017 31.12.2016
Restlaufzeit Gesamt Gesamt
in T€ bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.358 0 0 1.358 2.185
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 121.511 0 0 121.511 254.492
davon gegenüber Gesellschafter 99.161 0 0 99.161 235.399
Sonstige Verbindlichkeiten 14 0 0 14 335
davon aus Steuern 0 0 0 0 0
  122.883 0 0 122.883 257.012

Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung gegenüber der Evonik Röhm GmbH in Höhe von T€ 96.378 (Vorjahr: T€ 232.597) sowie Verbindlichkeiten aus der Betriebsführung gegen den Betriebsführer in Höhe von T€ 10.323 (Vorjahr: T€ 4.892).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum Abschlussstichtag lediglich solche aus Eigengeschäften.

(10) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt im Geschäftsjahr T€ 148 (Vorjahr: T€ 27).

III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Evonik Oil Additives GmbH in Höhe von T€ 323.360 (Vorjahr: T€ 289.943) werden in der Berichtseinheit Oil Additives des Segments Evonik Resource Efficiency der Evonik Industries AG, Essen erzielt.

Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2017 2016
Inland 62.840 55.450
Übriges Europa 178.688 162.327
NAFTA 19.087 10.438
Lateinamerika 7.107 7.654
Asien 47.301 46.934
Afrika, Australien, Ozeanien 8.337 7.140
  323.360 289.943

(12) Funktionskosten

Als Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und die Anschaffungskosten der abgesetzten Handelswaren ausgewiesen. Außer den leistungsbezogenen Kostenbestandteilen für Material, bezogene Fremdleistungen und Personal gehören hierzu auch die dem Herstellungsbereich zuzurechnenden planmäßigen Abschreibungen, die Reparaturkosten, Kostensteuern sowie die Abschreibungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens.

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der Vertriebslogistik auch die Kosten der Werbung und des Außendienstes. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten der Forschungsabteilungen sowie der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen die Leitungs- und Verwaltungsstellen, die nicht dem Herstellungs-, Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungsbereich zugerechnet sind.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2017 2016
Kursgewinne 1 *) 4.784 4.022
Erträge aus Versicherungsschäden 173 0
Sonstige 94 53
Periodenfremde Erträge:    
Erträge aus Wertberichtung Forderungen 0 33
Erträge aus Auflösung Rückstellungen 700 27
  5.751 4.135

1 *) Hierin sind T€ 700 (Vorjahr T€ 701) unrealisierte Kursgewinne enthalten.

Aufwendungen und Erträge aus Währungskursdifferenzen werden brutto ausgewiesen. Diesen ausgewiesenen Erträgen stehen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätten sich Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 906 (Vorjahr: Aufwendungen T€ 2.112) ergeben.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2017 2016
Kursverluste *) 5.690 6.134
Sonstige 1.156 364
Periodenfremde Aufwendungen:    
Aufwand aus Wertberichtigung Forderungen 0 122
Verluste aus Verschrottung von Anlagen 38 5
  6.884 6.625

*) Hierin sind unrealisierte Kursverluste in Höhe von T€ 1.029 (Vorjahr: T€ 1.064) enthalten.

Aufwendungen und Erträge aus Währungskursdifferenzen werden brutto ausgewiesen. Diesen ausgewiesenen Aufwendungen stehen Erträge aus Währungskursdifferenzen gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätten sich Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 906 (Vorjahr: Aufwendungen T€ 2.112)ergeben.

(15) Beteiligungsergebnis

in T€ 2017 2016
Erträge aus Beteiligungen 11.903 155.358
davon aus verbundenen Unternehmen 11.903 155.358
  11.903 155.358

(16) Zinsergebnis

in T€ 2017 2016
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128 254
davon aus verbundenen Unternehmen 15 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.030 -158
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen -2.029 -157
davon an verbundene Unternehmen -1 -1
  -1.902 96

Der Zinsänderungseffekt aus den Pensions- und Personalrückstellungen ist in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Am 13. Februar 2006 wurde mit dem Gesellschafter der Evonik Röhm GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der rückwirkend zum 01. Januar 2006 gültig wurde, zuletzt geändert mit Beschluss vom 3. Dezember 2013.

Ab 2016 werden Ertragsteuern für den deutschen Organkreis grundsätzlich nur noch auf Ebene des jeweiligen Organträgers ausgewiesen. Auf Ebene der jeweiligen Organgesellschaft erfolgt nur noch der Ausweis von eigenen originären Ertragsteuern.

Im Berichtsjahr werden nicht anrechenbare Quellensteuern in Höhe von T€169 ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

(18) Periodenangaben

Materialaufwand

in T€ 2017 2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 166.354 139.067
Aufwendungen für bezogene Leistungen 447 1.548
  166.801 140.615

Personalaufwand

in T€ 2017 2016
Löhne und Gehälter 17.844 16.423
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.547 3.373
davon für Altersversorgung 934 1.018
  21.391 19.796

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Zum 31. Dezember 2017 sind in der Gesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt.

Trotz der durch den Betriebsübergang erlangten zivilrechtlichen Arbeitgeberstellung des Betriebsführers, bleibt die Gesellschaft wirtschaftlich betrachtet weiterhin Arbeitgeber. Daher werden die Personalaufwendungen auch nach dem Betriebsübergang bei der Gesellschaft bilanziert.

Wirtschaftsprüferhonorare

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einfließen.

Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

zum 31. Dezember 2017
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen  
fällig 2018 1.178
fällig 2019 52
fällig 2020 52
fällig 2021 52
fällig 2022 52
fällig nach 2022 259
Summe 1.645
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.174
Bestellobligo aus Investitionen 305
  1.950

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus vornehmlich Anlageninvestitionen und Mieten betragen T€ 1.972. Hiervon entfallen T€ 1.174 auf verbundene Unternehmen.

(19) Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Oil Additives GmbH Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie geplante Umsätze in fremden Währungen. Finanzderivate werden mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Dabei kommen ausschließlich marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität zum Einsatz. Folglich geht die Oil Additives GmbH davon aus, dass keine wesentlichen Kreditrisiken existieren.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Für alle derivativen Finanzinstrumente werden im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses die Marktwerte ermittelt, wobei der Marktwert angibt, wie sich eine Glattstellung des Derivats am Bilanzstichtag auf das Ergebnis auswirken würde. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte errechnet sich als Barwert auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassakurse sowie der Terminauf- und -abschläge im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

Die Bilanzierung der Marktwerte erfolgt imparitätisch: Negative Marktwerte werden als Drohverlustrückstellungen ausgewiesen, sofern sie nicht in ein Bewertungsportfolio oder die Bewertungseinheit mit entsprechenden Grundgeschäften einbezogen sind. Die Ergebnisse für Bildung und Auflösung der Rückstellungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst. Zum 31.12.2017 wurden in diesem Zusammenhang Rückstellungen in Höhe von T€ 659 (Vorjahr T€ 362) gebildet. Diese resultieren im Wesentlichen aus den negativen Marktwerten der nicht in die Bewertungseinheit einbezogenen Terminkomponenten.

Vom Wahlrecht, Sicherungsgeschäfte mit den Grundgeschäften erfolgsneutral zu einer Bewertungseinheit zusammenzufassen, wurde im Geschäftsjahr 2017 Gebrauch gemacht.

Die folgenden Grundgeschäfte zur Währungssicherung wurden mit den folgenden Nominalvolumina in Bewertungseinheiten einbezogen:

in T€
Vermögensgegenstände 10.291
Schulden 1.012
mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 66.706
Summe 78.009

Die Absicherung erfolgt bei Vermögensgegenständen und Schulden mittels Makro Hedges, indem für die einzelnen Fremdwährungen Währungsportfolien gebildet werden. Dabei werden Forderungen einerseits sowie Verbindlichkeiten bzw. geleistete Anzahlungen andererseits zu einer Risikoposition zusammengefasst, die dann netto abgesichert wird. Die in obiger Tabelle enthaltenen Angaben zu den Grundgeschäften erfolgen auf Bruttobasis.

Die Steuerung der Währungsrisiken der Evonik Oil Additives GmbH erfolgt zentral bei der Evonik Industries AG. Evonik Industries setzt zur Reduzierung der Währungsrisiken marktübliche Devisentermingeschäfte ein, die ausschließlich im Zusammenhang mit den korrespondierenden Grundgeschäften aus der originären unternehmerischen Tätigkeit entstehen und ein dem Sicherungsgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweisen. Ziel des Währungsmanagements ist es, das operative Geschäft gegen Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen infolge von Kursänderungen abzusichern. Gegenläufige Effekte auf der Ein- und Verkaufsseite werden hierbei mit berücksichtigt. Gemäß der Finanzrichtlinie des Evonik-Konzerns werden als Normstrategie 100 Prozent der bilanzierten Fremdwährungspositionen abgesichert. Offene Risikopositionen in US-Dollar werden zweimal wöchentlich geschlossen.

Evonik Oil Additives bildet darüber hinaus Bewertungseinheiten für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Dabei handelt es sich um geplante Produktumsätze in US-Dollar. Aus heutiger Sicht ist es hochwahrscheinlich, dass die abgesicherten Mengen auch tatsächlich verkauft werden. Den durch die Evonik Oil Additives GmbH abgeschlossenen Devisentermingeschäften stehen wertmäßig in gleicher Höhe geplante Fremdwährungsumsätze gegenüber.

Die Bilanzierung sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der "Einfrierungsmethode". Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet, wobei die durchschnittliche Laufzeit der Derivate rund 10 Monate beträgt.

Zum Bilanzstichtag bestanden bei Evonik Oil Additives folgende derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Nominal- und Marktwerte der Geschäfte wurden mit den Kursen des Bilanzstichtages umgerechnet.

in T€ Nominalvolumen Marktwerte
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
positiv negativ positiv negativ
konzerninterne derivative Geschäfte            
Devisentermingeschäfte 77.232 77.855 3.782 201 143 3.423

Die Angaben der Nominalvolumina erfolgen in absoluten Werten.

(20) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Für die Definition des Kreises der nahestehenden Unternehmen und Personen sind auch nach HGB die Bestimmungen des IAS 24 maßgeblich. Aufgrund der Neuregelungen des IAS 24 ab dem 1. Januar 2011 sind demnach die Bundesrepublik Deutschland sowie die Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland nahestehend.

in T€ Art des Geschäfts
Art der Beziehung Verkäufe Käufe Erbrachte Dienstleistungen Bezug von Dienstleistungen gezahlte Mieten sonstige Aufwendungen
Verbundene Unternehmen 85.689 23.426 515 19.810 685 10.527
Unternehmen der öffentlichen Hand       41    
Gesamtergebnis 85. 689 23.426 515 19.851 685 10.527
in T€ Art des Geschäfts
Art der Beziehung sonstige Erträge Betriebsführungsentgelte Kursverluste Kursgewinne Zinsaufwand Zinsertrag
Verbundene Unternehmen 0 5.781 5.179 4.460 1 79
Unternehmen der öffentlichen Hand            
Gesamtergebnis 0 5 .781 5.179 4.460 1 79

Die Aufwendungen aus Gewinnabführung an die Evonik Röhm GmbH sind in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Aufstellung enthält sämtliche wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

(21) Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)

Als Verbundunternehmen der Evonik Industries AG, Essen, ist die Evonik Oil Additives GmbH gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und hat die sich hieraus ergebenden Rechtsfolgen des § 6b EnWG zur buchhalterischen Entflechtung nach § 6b Abs. 3 EnWG zu beachten. Die Evonik Oil Additives GmbH übt keine Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aus.

Es liegen keine angabepflichtigen Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG vor.

(22) Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Dr. Ralf Düssel

Leiter Geschäftsgebiet Oil Additives bis 31. Januar 2018

 

Carola Doris Schmidt

Leiterin Geschäftsgebiet Oil Additives ab 1. Februar 2018

(23) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Für ihre Tätigkeit erhielten die Mitglieder der Geschäftsführung ihre Bezüge von der Evonik Resource Efficiency GmbH, Essen.

(24) Einbeziehung in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG

Die Evonik Oil Additives GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(25) Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Evonik Röhm GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

(26) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Essen, den 6. April 2018

Evonik Oil Additives GmbH

Die Geschäftsführung

Carola Doris Schmidt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Evonik Oil Additives GmbH, Essen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Evonik Oil Additives GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evonik Oil Additives GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs. 3 EnWG

Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, in allen wesentlichen Belangen erfüllt.

Wir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Frankfurt am Main, den 6. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Brüstlin, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 02.07.2018 festgestellt.

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