ECOM Electronic Components Trading GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Katharina Deobald seit 7.5.2025 | Geschäftsführer |
Roland Anton Michael Dr. Dietl seit 1.10.2015 | Geschäftsführer |
Jürgen Maximilian Ellinger seit 21.12.2009 | Geschäftsführer |
Gerhard Maximilian Friedrich Ellinger seit 8.11.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ECOM GmbHDachauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 30. Juni 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 30. Juni 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang zum 30. Juni 2022I. Allgemeines 1. Vorbemerkung Die ECOM GmbH, Dachau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 217825, hat nach ihrer Gründung am 24. März 2015 erstmals zum 30. Juni 2016 als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Mit Wirkung zum 1. Juli 2015 wurden 44,982% der Anteile an der ECOM Holding GmbH & Co. KG und 88,2% der Anteile an der JULECO Beteiligungsgesellschaft in die ECOM GmbH eingebracht. Die Erstkonsolidierung erfolgte demnach zum 1. Juli 2015. Bis zum 30. Juni 2015 wurde ein Konzernabschluss auf Ebene der ECOM Holding GmbH & Co. KG (bisheriges Mutterunternehmen) aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben wie die Muttergesellschaft den 30.6. als Abschlussstichtag. 2. Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis wurden bis auf die Tochtergesellschaften EC International Trading Inc., Fort Lee, NJ, USA (Eigenkapital TEUR 0, Ergebnis TEUR 0), und ECOM Holding Verwaltungs GmbH (Eigenkapital TEUR 37, Ergebnis TEUR 1) - wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen - sämtliche Tochtergesellschaften des Konzerns einbezogen. Die Tochtergesellschaften sind: Name und Sitz der Gesellschaften JULECO Beteiligungsgesellschaft mbH, Dachau (Anteil am Kapital 88,2 %) ECOM Holding GmbH & Co. KG, Dachau (Anteil am Kapital 86,436 % mittelbar und unmittelbar) An den nachfolgenden Gesellschaften hält die ECOM Holding GmbH & Co. KG, Dachau, jeweils 100 % der Anteile (bei EC International Trading Inc., Fort Lee, NJ, USA und EC Electronic Components International, Ltd., Taipei, Taiwan mittelbar über die ECOM International GmbH, Dachau): ECOM Electronic Components Trading GmbH, Dachau ECOM International GmbH, Dachau Captiva GmbH, Dachau EC International Trading Inc., Fort Lee, NJ, USA NEXOC GmbH, Dachau NEXOC Store GmbH, Dachau ECOM Holding Verwaltungs GmbH, Dachau EC Electronic Components International, Ltd., Taipei, Taiwan Die Tochtergesellschaften ECOM Electronic Components Trading GmbH, Dachau, ECOM International GmbH, Dachau, Captiva GmbH, Dachau, NEXOC GmbH und NEXOC Store GmbH, Dachau, haben für das zum 30. Juni 2022 endende Geschäftsjahr von der Befreiung von den Offenlegungspflichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Tochtergesellschaft ECOM Holding GmbH & Co. KG, Dachau, hat für das zum 30. Juni 2022 endende Geschäftsjahr für ihren Einzelabschluss von der Befreiung von den Offenlegungspflichten gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht. Die Tochtergesellschaft ECOM Holding GmbH & Co. KG, Dachau, ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen gemäß § 291 Abs. 2 HGB befreit und wird in den Konzernabschluss der ECOM GmbH einbezogen. 3. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 297 ff. HGB aufgestellt. Die Bewertung im Konzernabschluss erfolgt gemäß § 308 HGB bei konzerngleichen Sachverhalten einheitlich nach den auf den Jahresabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandten Methoden. Durch die Anwendung der konzerneinheitlichen Bewertung erfolgte eine Neubewertung bei einem Grundstück der ECOM Electronic Components Trading GmbH (+ TEUR 800). Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des § 301 HGB. Danach wird der Wertansatz der der ECOM GmbH gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Dabei wurde das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Aus der Verrechnung der Beteiligungswertansätze mit den auf sie entfallenden Eigenkapitalanteilen sich ergebende technische passive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 4.275 wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung direkt in die Kapitalrücklage eingestellt, da das Mutter-Tochter-Verhältnis durch eine Sacheinlage begründet wurde (vgl. oben, Seite 1). Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen gemäß § 303 HGB eliminiert. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse werden erfolgswirksam eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen gemäß § 304 HGB waren wegen untergeordneter Bedeutung nicht vorzunehmen. Die konzerninternen Umsatzerlöse sowie andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet. Latente Steuern sind gemäß § 306 HGB angesetzt. Anteile anderer Gesellschafter wurden in der Konzernbilanz bzw. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 307 HGB ausgewiesen. Der in fremder Währung aufgestellte Abschluss der Tochtergesellschaft EC Electronic Components International Ltd., Taipei, Taiwan, wurde gemäß § 308a HGB umgerechnet. Demnach werden Aktiv- und Passivposten der Bilanz, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Die auf die Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachfolgend unter II. jeweils unter den entsprechenden Posten angegeben. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Im Berichtsjahr wurden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalbeträgen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. PASSIVA Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen; sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag sind im Rahmen des § 256a HGB berücksichtigt. Für die Umrechnung mit Durchschnittskursen werden die täglich von der EZB veröffentlichten Durchschnittskurse verwendet. Bei bilanzpostenbezogenen derivaten Finanzinstrumenten wurden, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. III. Angaben zu bestimmten Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung AKTIVA Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage VI). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angenommener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 21) enthalten. PASSIVA Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 28 betrifft das Mutterunternehmen. Die Aufgliederung des Eigenkapitals im Konzern ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Der Bilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, hat sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit rd. TEUR 1.266 (Vorjahr: TEUR 1.239) Rückstellungen für pauschale Gewährleistungsaufwendungen, mit rd. TEUR 1.726 (Vorjahr TEUR 1.710) GEMA-Gebühren / Lizenzkosten und im Übrigen hauptsächlich Rückstellungen für Personalkosten. Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten resultieren TEUR 3.854 (Vorjahr: TEUR 3.323) aus Steuern und bestehen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.250 (Vorjahr: TEUR 4.025), davon mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 150) durch Grundschulden gesichert. Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 225) betreffen die Steuerabgrenzung auf den Bewertungsunterschied bei einem Grundstück in Dachau in Höhe von TEUR + 800 bei einem Konzernsteuersatz von 28,1 %. Bei den in der Konzernbilanz angesetzten latenten Steuerschulden ergaben sich keine Änderungen der latenten Steuersalden am Ende und im Laufe des Geschäftsjahres. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2021/22 teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen im Berichtsjahr rd. 62,0 % auf das Ausland (Vorjahr 64,3 %). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.891 (Vorjahr: TEUR 1.841) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.974 (Vorjahr: TEUR 1.807) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen insgesamt auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Da es im Berichtsjahr keine erfolgswirksame Veränderung latenter Steuerabgrenzungen gab, sind latente Steuern in den Steuern vom Einkommen und Ertrag nicht enthalten. Der unwesentliche Unterschied zwischen dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand und dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand resultiert aus abweichenden Steuersätzen für den auf nicht beherrschbare Anteile entfallenden Konzernjahresüberschuss. IV. Sonstige Angaben Ergänzende Angabe zur Kapitalflussrechnung: Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich den Kontokorrentverbindlichkeiten (EUR 789,00 zum 30. Juni 2022, EUR 135,67 zum 30. Juni 2021) des Bilanzpostens "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten". Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträgen) mit einer jährlichen Belastung von rd. TEUR 110 (Vorjahr TEUR 99). Derivative Finanzinstrumente Bei den am Bilanzstichtag des Vorjahres noch nicht abgewickelten Finanzinstrumenten handelte es sich um zwei währungsbezogene Geschäfte, bei denen Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet wurden. Dabei wurden positive und negative Wertänderungen bzw. Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft außerbilanziell einander gegenübergestellt und miteinander saldiert (Einfrierungsmethode). Da die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft deckungsgleich sind, kann von einer hohen Effektivität ausgegangen werden ("Critical Terms Match"). Bei den währungsbezogenen Geschäften des Vorjahres handelte es sich um zwei Währungsforwards. Der Nominalwert dieser Geschäfte betrug rd. EUR 2,1 Mio., der Marktwert betrug zum 30.6.2021 TEUR 6. Da der Tausch der Währungen einem gleichartigen, gegenläufigen Währungsrisiko (Veränderung des Wechselkurses) unterlag, glichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bis zum Laufzeitende am 1.7.2021 bzw. 6.7.2021 vollständig aus. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
* davon Auszubildende 4 in 2021/22 und 8 in
2020/21
Bezüglich der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen. Jedoch besteht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie keine wesentliche Unsicherheit und somit keine bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. Für das Geschäftsjahr beträgt das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers TEUR 159. Davon entfallen TEUR 97 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 3 auf andere Bestätigungsleistungen, TEUR 51 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 8 auf sonstige Leistungen. Die Geschäftsführung der ECOM GmbH schlägt vor, vom Bilanzgewinn der ECOM GmbH zum 30. Juni 2022 in Höhe von TEUR 9.238 einen Betrag von TEUR 5.750 auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Als Geschäftsführer der ECOM GmbH war bestellt: Herr Gerhard Ellinger (Kaufmann)
Dachau, den 17. Februar 2023 Gerhard Ellinger Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. März 2023 wurde beschlossen, dass vom Bilanzgewinn der ECOM GmbH in Höhe von EUR 9.237.656,58 ein Betrag in Höhe von EUR 5.750.000,00 ausgeschüttet wird und der Restbetrag in Höhe von EUR 3.487.656,58 auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Ausschüttung erfolgte am 5. April 2023. Konzern-Anlagespiegel zum 30. Juni 2022
* Abschreibungen des Geschäftsjahres
* Abschreibungen des Geschäftsjahres
Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Im 3. Quartal 2021 setzte sich die positive Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland weiter fort. Es wurde ein Wachstum von 2,5 % preis- und kalenderbereinigt im Vergleich zum Vorjahresquartal gemessen. Damit setzte sich der Aufholprozess nach den Corona-bedingten Rückgängen in 2020 in abgeschwächter Form fort. Zieht man hingegen das 4. Quartal 2019 zum Vergleich heran, also das letzte Quartal vor Beginn der Corona-Pandemie, war die Wirtschaftsleistung noch um 1,1 % niedriger (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,6 %. In Zahlen ist das ein Plus von 267.000 Personen. Da weniger Unternehmen Kurzarbeit in Anspruch nahmen, stieg die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden um 1,8 %. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes BIP pro Erwerbstätigenstunde, nahm um 0,1 % zu. Die Brutto- sowie Nettolöhne und -gehälter stiegen um 4,6 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. Nach dem Aufschwung der Wirtschaftsleistung im Sommer 2021, trotz zunehmender Material- und Lieferengpässe, wurde das Wirtschaftswachstum durch die vierte Corona-Welle und damit einhergehende Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende 2021 gestoppt. Dennoch konnte im 4. Quartal eine Steigerung um 1,8 % im Vorjahresvergleich, (preis- und kalenderbereinigt) verzeichnet werden. Während die privaten Konsumausgaben im Zuge der Corona-Welle sanken, wirkten der steigende Staatskonsum und die höhere Ausrüstungsinvestitionen dagegen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 1,0 % auf 434.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Die Bruttolöhne und -gehälter stiegen um 4,9 %. Im ersten Quartal 2022 beeinträchtigte der Ausbruch des Krieges in der Ukraine und die anhaltende Corona-Pandemie zusammen mit weiterhin gestörten Lieferketten und steigenden Preisen massiv die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotz dieser ungünstigen Faktoren startete die Wirtschaft in Deutschland mit einem leichten Plus. Gegenüber dem Vorjahresquartal gab es eine Steigerung um 3,8 % (preis- und kalenderbereinigt). Die privaten Konsumausgaben bewegten sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorquartal, während starke Impulse von den Investitionen im Baugewerbe aufgrund der milden Witterung sowie von Investitionen in Ausrüstungen kamen. Die Anzahl der Erwerbstätigen überstieg in diesem Quartal mit rund 45,1 Millionen erstmalig wieder das Vorkrisenniveau. Auch die reduzierte Kurzarbeit wirkte sich positiv (+1,7 % verglichen mit dem Vorjahresquartal) auf die im Durchschnitt geleisteten Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen aus. Die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter stiegen kräftig um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der leicht positive Trend setzte sich im zweiten Quartal 2022 mit einer Steigung des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % (preis- und kalenderbereinigt) im Vergleich mit dem Vorjahr fort. Die Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen führte zu einer massiven Zunahme von privaten Konsumausgaben, wie beispielsweise Reisen. Obwohl aufgrund des Ukrainekriegs alle Warenexporte nach Russland weitgehend gestoppt wurden, nahm der Auslandshandel im Vorjahresvergleich insgesamt um 1,9% zu. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Importe um 7,2%. Besonders im Dienstleistungsbereich stiegen sowohl Importe als auch Exporte hauptsächlich aufgrund der vermehrten Reiseaktivitäten. Im zweiten Quartal 2022 wurde die Wirtschaftsleistung von ca. 45,5 Millionen Arbeitnehmern erbracht. Hier steigerte sich die Personenzahl um 664.000 (+1,5%). Die im Durchschnitt geleisteten Arbeitsstunden hingegen reduzierten sich um 0,5 % aufgrund gestiegener Krankheitstage und auch mehr genommenen Urlaubstagen. Die Arbeitsproduktivität, welches anhand des preisbereinigten BIPs pro Erwerbstätigenstunde erhoben wird, nahm um 0,7 % zu. Die Bruttolöhne und -gehälter lagen um 6,1 % über dem vergleichbaren Vorjahresquartal. IT-Branche Bereits im dritten Quartal 2021 hatte der PC-Markt deutlich an Schwung verloren. Die Abverkaufszahlen sind seither rückläufig. Die Einführung von Windows 11 im vierten Quartal brachte noch keine wesentlichen Impulse und die Weihnachtssaison fiel schwächer aus als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr 2022 endete die Sonderkonjunktur im PC-Markt schließlich ebenso abrupt, wie sie begonnen hatte. Die Menge der verkauften Rechner reduzierte sich weltweit im ersten Quartal um 5,1 % und im zweiten Quartal sogar um 15,3 % jeweils gegenüber dem Vorjahr. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen hielten sich aus Angst vor einer Rezession bei Hardware-Käufen merklich zurück. Hohe Inflation, Währungsschwankungen und Unterbrechungen in den Lieferketten sowie der Ukraine Krieg beeinträchtigten die Nachfrage. Laut Gartner wird für 2022 mit einem generellen Rückgang der PC-Verkaufszahlen um 9,5 % gerechnet. Im Zuge dieser Entwicklung war auch die Nachfrage nach Hardware, insbesondere PC-Komponenten wie CPUs oder GPUs, im ersten Halbjahr deutlich rückläufig. Hersteller wie AMD, Nvidia und Intel und Auftragsfertiger wie TSMC rechneten mit einem weiteren Rückgang im PC-Markt und begannen bereits ihre Produktionskapazitäten entsprechend anzupassen. Hinzu kam ein starker Einbruch bei den Krypto-Währungen, in Folge dessen der Gebrauchtmarkt mit Mining-Hardware überschwemmt wurde. Geschäftsverlauf ECOM Electronic Components Trading Die 1992 gegründete ECOM Trading ist ein international agierender Distributor für PC-Komponenten, Peripherie und Software. Darüber hinaus werden unter der Eigenmarke CAPTIVA leistungsfähige Desktop PCs und Notebooks gefertigt. Zum Kundenklientel zählen die bekanntesten branchenrelevanten Onlineshops und Elektronikfachmärkte, national und internationale Hardware Großhändler, PC-Assemblierer, Systemhäuser und Fachhändler. Die außerordentlich hohen Umsätze aus dem Vorjahreszeitraum konnten im abgelaufenen Berichtsjahr nicht wieder erreicht werden. Während der Hochphase der Corona-Pandemie 2020/2021 und den damit verbundenen staatlich verordneten Maßnahmen wurden insbesondere von Unternehmen und privaten Verbrauchern sehr hohe Investitionen in den Bereichen digitale Kommunikation und Homeoffice getätigt, wovon die ECOM Trading aufgrund ihrer Lieferfähigkeit sehr stark profitierte. Diese Sondereffekte waren im Berichtszeitraum nur noch in deutlich abgeschwächter Form vorhanden. Die ECOM Trading konnte sich dem ungünstiger werdenden Umfeld nicht vollständig entziehen. Infolgedessen ergab sich ein Umsatzrückgang in Höhe von 8,6 % zum vorhergehenden Geschäftsjahr. Im Bereich der Eigenmarke Captiva konnte Beschaffungsproblemen aufgrund von Verfügbarkeit und gestörten Lieferketten durch vorausschauende Bedarfsplanung und logistische Flexibilität erfolgreich begegnet werden. Damit war die Bedienung der eingehenden Bestellungen nahezu ausnahmslos möglich. Darüber hinaus hat sich die Expansion in den Europäischen Markt sehr positiv auf die Bekanntheit und den Absatz der Eigenmarke ausgewirkt. NEXOC Die NEXOC bietet Notebooks, Barebones und verschiedene IT-Komponenten unter dem Markennamen NEXOC. an. Das Sortiment umfasst moderne Business-Barebones/Komponenten bis hin zu High End Barebones/Komponenten für Gaming und CAD-Anforderungen. Die Produkte werden vom Firmensitz in Dachau aus vertrieben. Auch in diesem Bereich konnte nur teilweise an den außergewöhnlich guten Umsatz des Vorjahres angeknüpft werden. NEXOC Store Die NEXOC Store vertreibt über ein stationäres Fachhandelgeschäft und einem eigenen Onlineshop PC und Notebooks der Marke Captiva sowie PC-Komponenten, Software und Peripherie. Zielgruppe sind private Endverbraucher und kleinere bis mittlere Unternehmen. Ein weiteres Standbein ist die Nutzung von externen Marktportalen und Marktplätzen. Dieser Bereich litt deutlich unter der Kaufzurückhaltung privater Endkunden. EC Electronic Components International Die in Taipeh, Taiwan, angesiedelte Konzerntochter ist der verlängerte Arm der übrigen Konzernunternehmen für den asiatischen Markt. Durch die geographische, aber auch kulturelle und sprachliche Nähe zu Herstellern, Lieferanten und Kunden im asiatischen Raum ist die EC Electronic Components International sowohl auf der Beschaffungs- als auch Absatzseite ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs der ECOM-Gruppe. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Der ECOM-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz in Höhe von 468,8 Mio. €, wobei sich alle Bereiche rückläufig entwickelten. Im Soll-Ist-Vergleich liegt der Rückgang mit 9,7 % deutlich unter dem im Vorjahr prognostizierten Wachstum von 2 bis 4 %. Die Ableitung des Betriebsergebnisses sowie dessen Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern und zum Jahresüberschuss des Konzerns ist nachfolgend dargestellt:
Das Betriebsergebnis reduzierte sich im Verhältnis zum Umsatzrückgang überproportional und hat gegenüber dem Vorjahresergebnis um 25,5 % auf 18,1 Mio. € abgenommen. Die operative Umsatzrendite (vor Zinsen und Steuern) verringerte sich von 4,7 % auf 3,9 %. Ursächlich war der Rückgang beim Umsatz in nahezu allen Produktbereichen, während die Fixkosten nur unterproportional gesunken sind. Infolgedessen konnte das im Vorjahr analog dem Umsatz prognostizierte Wachstum von 2 bis 4 % beim Ergebnis nicht erreicht werden. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von 4,9 Mio. € ergibt sich ein Jahresüberschuss des Konzerns für die Berichtsperiode in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 17,6 Mio. €). Finanz- und Vermögenslage Die Kapitalflussrechnung des ECOM-Konzerns stellt sich in zusammengefasster Form wie folgt dar:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich trotz eines niedrigeren Konzern-Jahresüberschusses leicht. Ursächlich war hierfür im Wesentlichen ein im Vergleich zum Vorjahr in Summe niedrigerer Abfluss aus operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind - wie im Vorjahr - 0,6 Mio. € aus der Investition in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abgeflossen. Der Schwerpunkt der investiven Maßnahmen lag im Bereich Lager sowie in der IT-Infrastruktur. Die Abschreibungen beliefen sich auf 0,7 Mio. €. Aus der planmäßigen Tilgung von Bankverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr per Saldo Mittel in Höhe von 0,8 Mio. € und aus gezahlten Zinsen Mittel in Höhe von 0,1 Mio. € abgeflossen. Die Abflüsse aus gezahlten Dividenden betrugen knapp 9,5 Mio. €, davon rund 1,7 Mio. € an andere Gesellschafter. Zum 30. Juni 2022 verfügte der Konzern über "Flüssige Mittel" in Höhe von 10,5 Mio. € (30.06.2021: 10,1 Mio. €). Neben den liquiden Mitteln standen ausreichende finanzielle Reserven in Form von nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien in Höhe von 29,0 Mio. € zur Verfügung. Das Nettofinanzvermögen stellt sich wie folgt dar:
Das Nettofinanzvermögen veränderte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,1 Mio. €, so dass sich zum Bilanzstichtag nun ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 7,2 Mio. € ergibt. In Verbindung mit dem deutlich gestiegenen Eigenkapital erhöhte sich das Verhältnis von Nettofinanzvermögen zu Eigenkapital von 15,1 % auf 16,4 %. Die Vermögens- und Kapitalstruktur des ECOM-Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme der ECOM-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Dabei entwickelten sich Anlage- und Umlaufvermögen gleichermaßen rückläufig. Innerhalb des Umlaufvermögens stehen deutlich reduzierten Warenbeständen höhere "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und "Sonstige Vermögensgegenstände" gegenüber. Die Verminderung der langfristigen Verbindlichkeiten resultiert aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Bankkredite, die in Vorjahren zur Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgenommen worden waren. Der Rückgang bei den kurzfristigen Schulden ist im Wesentlichen aus niedrigeren Rückstellungen und "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" zurückzuführen, während sich die "Sonstigen Verbindlichkeiten" erhöhten. In Folge ist der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme von 5,7 % auf 4,7 % gesunken. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der teilweisen Thesaurierung des Ergebnisses des Vorjahres sowie des laufenden Jahresüberschusses des Konzerns von 13,1 Mio. € deutlich; davon sind rund 7,0 Mio. € zur Ausschüttung vorgesehen. Der Anteil der kurzfristigen Schulden an der Bilanzsumme verringerte sich von 37,2 % auf 32,3 %. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich nochmals von 57,1 % auf 62,9 %. Verwendung von Finanzinstrumenten Der ECOM-Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Währungs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Das übergreifende Risikomanagement zielt darauf ab, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken zu minimieren. Der Konzern nutzt hierbei derivative Finanzinstrumente, um sich gegen bestimmte Risiken abzusichern. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen internen Kontrollen. Es werden keine Kontrakte ohne zugrundeliegendes Basisgeschäft eingegangen. Durch die Auswahl erstklassiger Handelspartner wird das Ausfallrisiko grundsätzlich reduziert. Im Konzern bestehen keine signifikanten Konzentrationen hinsichtlich möglicher Ausfallrisiken. Die Adressenausfallrisiken sind gering, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und keine Risikokonzentration bei einzelnen Adressen besteht. Mögliche Zahlungsausfälle auf Kundenseite werden durch Warenkreditversicherungen und sehr strenge interne Verkaufsbedingungen, die laufend aktualisiert werden, minimiert. Die ECOM-Gruppe ist insbesondere auf der Beschaffungsseite weltweit tätig und infolge dessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Die Risikomanagementpolitik der ECOM-Gruppe sieht deshalb tagesaktuelle Sicherungsgeschäfte vor. Das Zinsrisiko des ECOM-Konzerns entsteht durch variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Zinsstruktur und der hohen Eigenfinanzierung ist dieses Zinsrisiko überschaubar. Für weitere Einzelheiten zu den verwendeten Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzern-Anhang im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente". Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern der ECOM GmbH 138 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 143) beschäftigt. Bei zeitlich befristetem Personalmehrbedarf wurden, wie in den vergangenen Jahren, Fremdkräfte eingesetzt. Der Konzern investierte auch im aktuellen Geschäftsjahr intensiv in die Ausbildung junger Menschen; die Anzahl der Auszubildenden lag im Jahresdurchschnitt bei 4 (Vorjahr: 8). Eine Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmensergebnis ist über variable Gehaltsbestandteile grundsätzlich gegeben. Eine betriebliche Regelung über Altersvorsorge ermöglicht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter durch eine Entgeltumwandlung einen zusätzlichen Rentenanspruch zu erwerben. Die innerbetriebliche und externe Aus- und Weiterbildung orientiert sich unverändert an den Marktbedürfnissen und am individuellen Fortbildungsbedarf unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Geschäftsführung dankt allen Belegschaftsmitgliedern in der ECOM-Gruppe für ihren hohen Einsatz im Geschäftsjahr 2021/22 und anerkennt die überdurchschnittlichen Leistungen in einem schwierigen Umfeld. Die hohen Kapazitätsauslastungen erforderten intensive Arbeitseinsätze. Für das hier in allen Belegschaftsbereichen vorgefundene Verständnis wird vielmals gedankt. Der Arbeitseinsatz aller im Unternehmen Beschäftigten führte zu überaus zufriedenstellenden Ergebnissen. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Nach einem starken Jahresauftakt 2022 geht die deutsche Konjunktur seit den Sommermonaten deutlich zurück. Das ifo-Institut rechnet mit einer Stagnierung der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal und einem schrumpfen im Winterhalbjahr. Grund dafür sind die hohen Inflationsraten, die das reale Einkommen der privaten Haushalte und auch deren Ersparnisse angreift. Auch die Baubranche verzeichnet nun nach den letzten Boom-Monaten einen deutlichen Abschwung auf ein ähnlich niedriges Niveau wie zur Weltfinanzkrise 2008. Dafür sorgen nicht nur die steigenden Baukosten, sondern insbesondere auch die stark gestiegenen Finanzierungskosten. Bis zum Jahresende 2023 wird mit einer Anhebung des Leitzinses auf 4 % gerechnet. Das ifo-Institut rechnet im 1. Quartal 2023 mit dem Höhepunkt der Inflationsrate von 11 %. Durch die Inflation sowie die steigenden Energiekosten sinkt die Kaufkraft der privaten Haushalte, die auch durch das Entlastungspaket der Bundesregierung nicht komplett ausgeglichen werden können. Im Verarbeitenden Gewerbe werden in den kommenden Quartalen die Auftragsbestände abgearbeitet und dadurch die Produktion langsam ausgeweitet werden können. Das Marktforschungsinstitut IDC geht davon aus, dass sich die Märkte für traditionelle Computer und Tablets sowohl in 2022 als auch 2023 negativ entwickeln werden. Im klassischen PC-Bereich, also bei Desktop-Computer, Notebooks und Workstations, wird für 2022 mit einem Rückgang um 12,8 % und für das Jahr 2023 mit einem weiteren, allerdings geringeren Minus von 5,6 % gerechnet. Erst für 2024 wird eine Erholung des Marktes und sogar ein leichtes Wachstum erwartet. Die Lage im PC-Bereich soll sich dann im Zuge mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung erholen. Hinzukommt, dass das Ende des Microsoft Supports für Windows 10, angekündigt für Oktober 2025, dafür sorgen wird, dass viele Unternehmen ihre Systeme austauschen werden müssen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die Lieferzahlen nicht mehr das Niveau während der Corona-Pandemie erreichen werden. Im Endkundenbereich wird allerdings eine Verschiebung in den Premiumsektor erwartet, wonach Anwender zu eher höherpreisigen Artikeln greifen werden. Trotz der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird sich die ECOM Trading am Markt behaupten und durch verstärkte Marketingaktivitäten den Bekanntheitsgrad weiter erhöhen. Neue Trends und Produkte werden auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft und nach positiver Bewertung ins Sortiment genommen. Zusätzliche Bedeutung für die ECOM Trading erlangen Fulfillment-Dienstleistungen für sowohl überregional bekannte Onlinehändler als auch kleinere und mittlere Fachhändler. Die Abläufe im Logistikzentrum werden laufend auf die stetig wachsende Paketanzahl angepasst. Mit einfachen Möglichkeiten zur digitalen Auftragsdatenübermittlung, soll das Fulfillment-Angebot mehr Kunden zur Verfügung gestellt werden. Die Strategie für unsere Eigenmarke CAPTIVA legt den Fokus auf den weiteren Ausbau von Reichweite und Bekanntheit. Kooperationen mit ausgewählten Partnern, Onlinehändlern und Online-Plattformen sollen die Marke auch in anderen Ländern dem Verbraucher bekannt machen. Zur Vorbeugung von Lagerrisiken wird die Einkaufspolitik stetig an sich ändernde Marktsituationen angepasst. Der Warenbestand wird einer fortlaufenden Inventur unterzogen, um eventuell entstandene Fehlbestände sofort erkennen und korrigieren zu können. Ein laufendes Monitoring der Lagerumschlagshäufigkeit sowie die Beobachtung der Preisentwicklungen sämtlicher Produkte auf den Weltmärkten verringern das Preisverfallsrisiko und das Risiko von Überbeständen. Das Risiko von Zahlungsausfällen und Verlusten durch Währungsschwankungen ist laufend gegeben. Die dagegen ergriffenen Gegenmaßnahmen werden im Punkt "Verwendung von Finanzinstrumenten" aufgezeigt. Das Risiko, gegen gewerbliche Schutzrechte und Patente zu verstoßen, versuchen wir durch den Einkauf bei Lieferanten, die vom Rechteinhaber lizensiert sind, zu vermeiden. Eine Garantie für einen vollkommenen Ausschluss des Risikos gibt es, aufgrund möglicherweise unbekannter Rechte und daraus folgenden Forderungen, nicht. Für einige dieser Risiken sind im Jahresabschluss Rückstellungen nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen bilanziert. Für das Risiko im Zusammenhang mit der Erhebung von Urheberrechtsabgaben sind im Jahresabschluss Rückstellungen nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen bilanziert. Für steuerlich noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, aus denen Steuernachzahlungen resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Nachdem die Corona-Pandemie weitgehend überwunden scheint, rechnet die NEXOC Store mit steigender Kundenfrequenz im stationären Handel. die Nutzung von externen Marktportalen und Marktplätzen wollen wir im Geschäftsjahr 2022/23 gezielt ausbauen. Die EC International wird weiter an der Betreuung und Erweiterung des Kunden- und Lieferantennetzwerkes in Fernost arbeiten. Ein Focus wird auf der Suche nach neuen Trends im PC- und Notebookbereich und relevantem Zubehör liegen. Darüber hinaus wird der Ausbau des eigenen Kundenstammes im asiatischen Raum vorangetrieben. Zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen bilden wir unsere Mitarbeitenden permanent fort und ergänzen bei Bedarf unseren Personalstamm weiterhin gezielt mit Fachkräften. Einen weiteren Schwerpunkt legen wir unverändert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung junger Menschen im eigenen Haus in den Ausbildungsberufen Lagerlogistik, IT-Systemelektronik, Medientechnik, Büromanagement und Groß- und Außenhandelsmanagement sowie im E-Commerce. Vor dem Hintergrund eines schwierigen, von hohen Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfelds erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Rückgang beim Umsatz von 5 bis 8 %. Aufgrund eines verschärften Wettbewerbs mit hohem Margendruck gehen wir dabei von einem Ertragsrückgang von 20 bis 30 % aus. Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwarten wir eine Entwicklung auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23. Unsere Finanzlage ist für die nächsten Jahre unverändert gefestigt.
Dachau, den 17. Februar 2023 Die Geschäftsführung Gerhard Ellinger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ECOM GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ECOM GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ECOM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen- beabsichtigten oder unbeabsichtigten- falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 20. Februar 2023 0&R
Oppenhoff Rädler AG
Rössler, Wirtschaftsprüfer Meußer, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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