Skipper 1 GmbHLiquidiert

97232 Giebelstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 9785
Eingetragen
25.6.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFondsmanagementVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Ist die Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dieter Jochen Berndt
seit 23.4.2008
Geschäftsführer
Klaus Hammen
seit 23.4.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Skipper Topco S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
Skipper 2 GmbHAufgelöst
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Skipper 1 GmbH

Giebelstadt

Konzernjahresabschluss zum 31. Juli 2008

Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008

der Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

Einleitung

Die Skipper 1 GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 21. Juni 2007 errichtet und durch Eintragung in das Handelsregister am 25. Juni 2007 als Holdinggesellschaft gegründet. Skipper 1 GmbH stellt in Deutschland als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Unter der Skipper 1 GmbH sind die Gesellschaften Skipper 2 GmbH, Skipper 3 GmbH und Skipper 4 GmbH als unmittelbare bzw. mittelbare 100% Tochtergesellschaften ebenfalls im Juni 2007 errichtet worden. Die Skipper 4 GmbH hat mit Wirkung zum 31. Juli 2007 die 100%-Beteiligung an der Bavaria Yachtbau GmbH erworben.

Der Teilkonzernabschluss der Skipper 1 Gruppe wird in den von der Bavaria (BC) Luxco S.C.A., Munsbach, Luxemburg, aufgestellten Konzernabschluss einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Mit Bavaria Yachtbau GmbH hält Skipper 1 GmbH Deutschlands erfolgreichsten Segel- und Motorboothersteller. Als einer der führenden Hersteller in Europa im Bereich von 27 Fuß bis 51 Fuß Länge erreicht Bavaria Yachtbau einen Marktanteil von ca. 15% im adressierten Segelbootsegment sowie ca. 7% bei Motorbooten.

Die Gesellschaft hat beschlossen, eine Rückumstellung des Geschäftsjahres der Bavaria Yachtbau GmbH sowie aller Skipper Gesellschaften vorzunehmen. Neues Geschäftsjahr ist damit wieder 01. August bis 31. Juli des Folgejahres. Sofern sich Angaben u. U. nicht ausschließlich auf das Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2008-31.07.2008 beziehen, wird dies gesondert vermerkt.

Die gesellschaftsrechtliche Struktur hat sich im Vergleich zum letzten Abschlussstichtag 31.12.2007 nicht verändert.

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Bavaria Yachtbau nimmt weltweit den zweiten Rang, gemessen an der Zahl der produzierten Boote, im Bereich der Segelboote und den sechsten Rang im Bereich der Motorboote ein. In Deutschland ist Bavaria in beiden Bereichen Marktführer.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seit Beginn dieses Jahres eingetrübt. Inflationsdruck, steigende Zinsen und eine sich zuspitzende Krise des Finanzsektors führten in vielen Märkten Europas zu einer Reduzierung des Wirtschaftswachstums, insbesondere in den Kernländern der EU. Der Markt für hochwertige Marineprodukte konnte sich diesem Trend nicht entziehen. Der guten Auftragslage bis in den späten Winter folgte ein verhaltenes Frühjahr und ein abflauender Sommer.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte Bavaria Yachtbau sich gut behaupten. Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum mit rund 125 Mio. € sogar um 4% über dem Niveau des Vergleichszeitraum im Vorjahres (120 Mio. €). Europa war dabei der Kernmarkt des Exportgeschäftes mit rd. 83%.

Maßgeblichen Anteil hatten dabei erfolgreiche Weiterentwicklungen unseres Produktportfolios, wie dem Ablösen der B39c durch die B40c im Januar 2008. Damit konnte die Produktpalette der kleinen Segler erfolgreich abgerundet werden. Mit der Markteinführung der B43c im Juni 2008 konnten wir durch eine neue, erfrischende Formensprache im Innendesign und der konsequenten Weiterentwicklung von Deckslayouts Zeichen setzen. Dem folgten im Juli 2008 mit der BMB 37 Highline und Highline Avantgarde ein weiterer Schritt, den differenzierter werdenden Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen.

Die zentralen Strukturen erlauben größtmögliche Synergien zu heben und effiziente Abläufe zu etablieren. Dies ist ein maßgeblicher Grund für das beeindruckende Wachstum von Bavaria Yachtbau bis heute. In einem schwachen Markt kommen Bavaria diese Stärken zu Gute.

Standardisierung in der Fertigung und eine gleichbleibende Basisausstattung erlauben es Bavaria einen kostenoptimalen Produktionsprozess zu etablieren und dadurch ein höchst wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Durch die Fertigung an einem Standort und der konsequenten Verfolgung von Gleichteilekonzepten hat sich Bavaria Yachtbau hier einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Produzenten erarbeitet.

Bavaria Yachtbau GmbH setzt weiterhin auf einen langfristig robusten Markt für Segelyachten und Motorboote. Das zeigen nicht zuletzt die jüngsten Investitionen in eine vierte Produktionslinie und eine Erweiterung der fast vollautomatischen Lackieranlage für die bei Bavaria gefertigten Möbel und Innenausbauten für Segelyachten und Motorboote. Die Produktpalette wird dabei insbesondere im Bereich von Seglern über 50 Fuß Länge und größeren Motorbooten erweitert werden. Dazu bedient sich Bavaria international renommierten Partner für Design und Entwicklung der Modelle.

Aufgrund saisonaler, aber auch marktbedingter Einflüsse sank die Zahl der Mitarbeiter (Stand 31.07.2008: 556 Mitarbeiter) gegenüber dem 31.12.2007 um 127 Mitarbeiter (Leiharbeiter). Die Anzahl an Mitarbeiter im 12-Monatsvergleich (Stand 31.07.2007: 569 Mitarbeiter) ist nahezu konstant geblieben.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Infolge der unten näher dargestellten Saisonalität des Geschäfts und des Umstandes, dass das Management sich zu einer nochmaligen Umstellung des Geschäftsjahresende auf den 31. Juli 2008 entschlossen hat, bleibt festzuhalten, dass auch für diesen Abschluss keine direkten Vergleichszahlen vorliegen. In Ermangelung geeigneter Monatsabschlüsse für die 7-Monatsperiode des Vorjahres der Bavaria Yachtbau scheidet ein Pro-Forma Darstellung aus.

Ein Vergleich der 5-Monats-Zahlen des Abschlusses zum 31. Dezember 2007 und der 7-Monats-Zahlen des Abschlusses zum 31. Juli 2008 ist nur bedingt geeignet, den Geschäftsverlauf darzustellen.

Ein 12-monatiges Geschäftsjahr ist starken saisonalen Schwankungen unterworfen. Die Hauptmessen finden in der Zeit von September bis Januar statt, wohingegen die Auslieferung von Yachten sich insbesondere auf die Monate März bis Mai konzentriert. In weiterer Konsequenz dieser saisonalen Ausprägungen findet im August i. d. R. ein bis zu 4-wöchiger Betriebsurlaub statt. Operativ ergeben sich somit für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 sieben produktive Monate, wobei i. d. R. der Juli bereits rückläufig ist (siehe dazu die oben dargestellten Personalzahlen).

Im Berichtszeitraum fielen keine wesentlichen Transaktionen, wie z. B. Umstrukturierungen, Rationalisierungen oder Unternehmenskäufe oder -verkäufe an.

Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren

Der Konzern steuert das operative Geschäft unter anderem an Hand von EBITDA. Bereinigt um Sondereffekte aus der Akquisition von Bavaria Yachtbau stellt sich folgende Überleitung dar:

  1.1.-31.7.2008 1.8.-31.12.2007 Pro-Forma 12
Monatsperiode
Konzern EBT in Mio. € -56,4 -55,2 -111,6
Zinserträge -0,5 -0,7 -1,2
Zinsaufwand Cash wirksam 31,2 21,2 52,4
Zinsaufwand Non Cash wirksam 25,7 18,0 43,7
Zinsaufwand Gesamt 56,4 38,5 94,9
Konzern EBIT 0,0 -16,7 -16,7
Abschreibung Immaterielle      
Vermögenswerte 37,1 27,4 64,5
Abschreibung auf Sachanlagen 1,6 1,1 2,7
  38,7 28,5 67,3
Konzern EBITDA 38,7 11,8 50,5
Bereinigung um Beratungsaufwendungen als Nachtrag zum Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH sowie zur Schaffung der Konzernstrukturen   1,0 1,0
Aufwand aus der Bewertung von Vorratsbeständen zum Marktwert im Rahmen des Erwerbs der Bavaria Yachtbau GmbH   4,8 4,8
Bereinigter EBITDA 38,7 17,6 56,3
Umsatzrendite in % 22% 22% 22%

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 173,7 Mio. €. Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr wurden 1.613 Yachten gefertigt (Vorjahr: 1.883), wobei der Auftragseingang sich deutlich ausgeglichener dargestellt hat. So wurden 1.305 Yachten in Auftrag gegeben (Vorjahr: 1.430). Positiv entwickelte sich dabei der Verkaufspreis (+11% vs. Vorjahr), bedingt durch eine Veränderung des Produkt-Mix gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte der positive Trend aus dem ersten Rumpfgeschäftsjahr 2007 nochmals gesteigert werden (im Vergleich: +3%)

Der Materialaufwand lag bei 91,8 Mio. €. Daraus resultiert eine Materialeinsatzquote von 52,9%. Unter Einbezug der Bestandsveränderung betrug die Quote 58,0%. Saisonal bedingt ergibt sich eine niedrigere Materialeinsatzquote.

Die gesamten Personalaufwendungen inklusive Leiharbeiter beliefen sich auf 16,1 Mio. €. Damit lag die Personalaufwandsquote bei 10,2% (vs. 11,5% im Vorjahr).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 14,3 Mio. € über dem Vorjahresniveau (9,2 Mio. €). Bereinigt um einmalige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH sowie Umgliederung der Kosten für Leiharbeit (siehe oben) ergeben sich Kosten auf Niveau des Vorjahres.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich erwartungsgemäß auf 1,6 Mio. € und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres (bezogen auf das 1. Rumpfgeschäftsjahr mit einer Laufzeit von 5 Monaten).

Die Zinsaufwendungen lagen bei 56,9 Mio. €. Davon entfielen 25,7 Mio. € auf nicht zahlungswirksame Aufwendungen. Dies liegt über dem Vorjahreswert von 18,0 Mio. €. Hier spiegelt sich die nachträgliche Anpassung der Finanzierungstruktur wider. Zwar wird die gesamte Zinsbelastung bezogen auf die Laufzeit der Finanzierungsverträge erheblich steigen, Ziel dieser Anpassung jedoch war es, eine Entlastung in den kommenden Jahren im Bereich der sofort zahlungswirksamen Zinsen zu Lasten der endfälligen Zinsen zu erreichen. Damit wird die Liquiditätsstruktur der Firma in den nächsten Jahren gestärkt.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern belief sich im Rumpfgeschäftsjahr 2007 auf -56,4 Mio. €.

Finanzlage

Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum abgelaufenen Geschäftsjahr -62,7 Mio. €, die Skipper 1 GmbH ist in ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss ebenfalls bilanziell überschuldet. Auf Basis der positiven Einschätzungen für künftige Geschäftsjahre (s. unten, Prognosebericht) erwartet die Gesellschaft langfristig, zu einer positiven Eigenkapitaldecke zurückzugelangen. Dazu hat die Gesellschaft umfangreiche Studien bei einer renommierten Unternehmensberatung in Auftrag gegeben, deren Inhalte strategisch die Weichen für mittel- bis langfristiges Wachstum stellen wird.

Bavaria (BC) Luxco S.C.A., Munsbach, Luxemburg, hat für das verzinsliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von 192,9 Mio. € einen Rangrücktritt erklärt. Damit stärkt der Gesellschafter auch formal - sollte die Ergebnissituation des Konzerns wie auch der Gesellschaft hinter den Planerwartungen zurückbleiben - die Kapitalstruktur. Obwohl dieses Darlehen laut den Vertragskonditionen jederzeit durch den Gesellschafter gekündigt werden kann, geht die Geschäftsführung fest davon aus, dass dieser Betrag von 193 Mio. € der Gesellschaft langfristig, entweder in Form des gegebenen Gesellschafterdarlehens, oder in Form einer Eigenkapitalerhöhung zur Verfügung steht.

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen und einen Kreditrahmen, Finanzierungs- Leasingverhältnisse, Schulden aus Lieferung und Leistung und Mietkaufverträge. Ferner verfügt der Konzern mit einem Zinsswap über ein derivatives Finanzierungsinstrument, welches zur Absicherung gegen Zinsrisiken, die insbesondere aus seinen Finanzierungsquellen resultieren, verwendet wird. Damit wird erreicht, dass ca. 50% des Fremdkapitals (ohne Gesellschafterdarlehen) des Konzerns festverzinslich ist.

Die Finanzmittel des Konzern stiegen um 1,5 Mio. € auf 20,0 Mio. €, wobei sich insbesondere der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 28,1 Mio. € verbessert hat, unter anderem aufgrund der Veränderung des Working Capitals. Dies liegt in der Saisonalität begründet. Für Investitionsvorhaben wurden 4,6 Mio. € ausgegeben. Der überwiegende Teil wurde in eine neue Lackieranlage und den Bau eines weiteren Montagebandes investiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zum Bilanzstichtag bei 834,9 Mio. €. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kredite, die zur Finanzierung des Erwerbs der Bavaria Yachtbau GmbH verwendet worden sind. Der Konzern verfügt weiterhin über ein vorrangig besicherte Kreditlinie von 70 Mio. € bei der Dresdner Bank, die zum Bilanzstichtag mit 12 Mio. € ausgenutzt (siehe dazu Nachtragsbericht) ist.

Die Skipper 1 Gruppe erstellt zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit eine mittelfristige Liquiditätsplanung, die mehrmals jährlich um neuere Erkenntnisse angepasst wird. Ferner wird eine wöchentliche Kurzfristplanung erstellt.

Der Konzern ist jedoch aufgrund seiner hohen Margen und flexiblen Strukturen vollumfänglich in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 1.143,1 Mio. €.

Langfristige Vermögenswerte betragen 1.108,1 Mio. €, davon entfällt neben dem Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 523,9 Mio. € ein Großteil auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation für die Bavaria Yachtbau bewertet und separat dargestellt wurden. Diese immateriellen Vermögenswerte dokumentieren nachhaltig das künftige Wachstums- und Marktpotential der Gesellschaft.

Es wurden Investitionen in Höhe von 4,6 Mio. € getätigt. Ein Großteil (2,0 Mio. €) in Form von Anzahlungen für eine weitere Montagehalle für Motorboote, sowie eine neue Lackieranlage nebst thermischer Nachverbrennung (1,0 Mio. €).

Die Vorräte sind auf Grund des saisonalen Verlaufs zum Stichtag um 16,5 Mio. € gesunken und damit geringer als zu Beginn des ersten Rumpfgeschäftsjahres (19,0 Mio. €). Dabei entfallen rund 15,3 Mio. € auf den geringeren Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und 1,2 Mio. € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Damit liegt der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen (bereinigt um die Bewertung dieser Erzeugnisse zum Erwerbszeitpunkt 31. Juli 2007 zum Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Herstellungskosten versus produktionsbezogenen Vollkosten zum Bilanzstichtag 31. Juli 2008) um 6,2 Mio. € unter dem 1.8.2007 (siehe dazu Prognosebericht).

Sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen haben sich um ca. 4,5 Mio. € verringert, als auch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen um ca. 5,5 Mio. €. Dies entspricht in vollem Umfang der saisonalen Schwankung und liegt damit auf dem Niveau der Vergleichswerte zum 31.7.07.

C. Nachtrags-, Risiko- und Prognosebericht

Nachtragsbericht

Die Geschäftsleitung wurde mit Wirkung vom 6. Oktober 2008 neu besetzt. Herr Kay Schwabedal hat das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig übernahm Herr Andres Cardenas die Funktion des Sprechers der Geschäftsleitung, insbesondere der Resorts Marketing/Vertrieb.

Der derzeitigen Nachfrageschwäche kann sich Bavaria Yachtbau nicht entziehen. Da eine Produktion auf Lager nicht dem Geschäftsmodell von Bavaria entspricht, hat sich die Geschäftsleitung entschlossen, mit Wirkung vom 02. Oktober 2008 Kurzarbeit für einen Zeitraum von 4 Monaten einzuführen. Von dieser Maßnahme ist insbesondere die Produktion betroffen, wohingegen die Entwicklungsprojekte planmäßig weitergeführt werden.

Aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten und der Instabilität der Bankenlandschaft hat sich die Geschäftsleitung entschlossen, die ausstehende Kreditlinie von 58 Mio. € voll zu ziehen, um damit in Zeiten volatiler Märkte volle Handlungsfähigkeit zu behalten.

Laut vorliegender Kapitalmarktinformationen wurde aus der Finanzierung des Skipper 1 Konzerns ein Darlehens-Paket seitens der syndizierenden Investmentbanken mit einem Abschlag von bis zu 60% im August 2008 in den Finanzmarkt eingebracht. Weitere Details liegen der Skipper Gruppe nicht vor, zumal die Finanzierungsverträge davon nicht berührt sind.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Bavaria Yachtbau verfügt über einen der größten und flexibelsten Werftstandorte in Europa. Moderne Produktionsanlagen sichern hohe Verarbeitungsqualität bei gleichzeitig effizienten Abläufen und erlauben es, eine große Fertigungstiefe zu erreichen. Um diesen Vorteil weiter auszubauen, hat sich das Management entschlossen, in den Bau einer weiteren Montagelinie für Motorboote zu investieren. Damit ist der avisierte Wachstumskurs unter Kapazitätsgesichtspunkten voll realisierbar.

Durchdachte und funktionale Konzeption mit einem maritimen Design bilden den Kern der Marke Bavaria. Diese steht für hohe Qualität, gute Segel- und Fahreigenschaften und einem unübertroffenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Seit nunmehr 30 Jahren bietet Bavaria seinen Kunden diese Werte und hat sich dadurch einen beachtlichen Kundenstamm in ganz Europa erarbeitet.

Nach abgeschlossener Erneuerung der Segler unter 40 Fuß liegt nun das Augenmerk auf den Produkten über 40 Fuß. Dabei konnten bereits beachtliche Zeichen gesetzt werden und durch eine neue, erfrischende Formensprache im Innendesign und der konsequenten Weiterentwicklung von Deckslayouts Erfolge erzielt werden. So wurde bereits 3 Wochen nach Verkaufsstart die neue B43c zur Yacht des Jahres 2008 nominiert. Inzwischen folgten die B47c und B51c. Im Juli 2008 wurde dieses Konzept auch auf die Motorbootpalette übertragen und mit der BMB 37 Highline und Highline Avantgarde erfolgreich im Markt umgesetzt.

Damit befindet sich Bavaria Yachtbau voll im Plan, die ehrgeizigen Ziele sowohl kurz-, als auch mittelfristig zu erreichen.

Risiken

Neben den unten genannten branchenüblichen Risiken ist insbesondere die aus der Finanzkrise resultierende Kaufzurückhaltung eines der aktuellsten Risiken. Inwieweit diese Kaufzurückhaltung emotional aufgrund von Rezessionsängsten begründet ist, oder dem faktischen Werteverfall von Immobilien in diversen Ländern Europas geschuldet ist, bleibt schwer zu ergründen. Die Geschäftsleitung geht jedoch davon aus, dass das saisonale Bestellverhalten deutlich von dem der Vorjahre abweichen wird. Über die Dauer der Kaufzurückhaltung kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur spekuliert werden. Kurzfristig hat die Geschäftsleitung dem durch Kurzarbeit Rechnung getragen. Mittel- und langfristig könnte es jedoch zu Auswirkungen auf die Bilanzstruktur durch einen weiteren Rückgang des Eigenkapitals oder zu Liquiditätsengpässen kommen, wenn marktbedingt die Nachfrage unter dem Niveau der Vorjahre liegt.

Branchenübliche Risiken sind sicherlich in Modellpolitik und Produkthaftpflicht zu sehen. Modellpolitik bietet neben Chancen auch Risiken. Sich verändernde Kundenwünsche oder neue Modelle, die den Trend nicht treffen, können zu Umsatzeinbußen führen. Produkthaftpflichtfälle oder Rückrufaktionen können nicht nur zu direkten finanziellen Verpflichtungen führen, sondern auch durch Imageschädigungen indirekt negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben, historisch betrachtet, keinen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung gezeigt. Sofern doch, kann die regionale Diversifizierung negative Auswirkungen abmildern.

Allgemeine Risiken werden durch entsprechenden Versicherungsschutz abgemildert.

Klassische sind dies Feuer- oder Betriebsunterbrechungsversicherungen, die mit angemessenen Deckungssummen dem Risiko entgegenstehen.

Marktzinsveränderungen werden durch Zinssicherungsgeschäfte abgedeckt. Dazu hat die Skipper 1 Gruppe einen Zinsswap in Höhe von 410 Mio. € abgeschlossen. Damit wird erreicht, dass 50% des Fremdkapitals mit den finanzierenden Banken festverzinslich sind.

Auf Grund des hohen Verschuldungsgrades besteht ein finanzielles Risiko, durch das - sollte die Gruppe deutlich hinter den Planerwartungen zurück bleiben - sich künftig Liquiditätsengpässe ergeben könnten (siehe dazu Ziffer 23 und 32 des Anhangs). Darüber hinaus kann es infolge der Zinsbelastung in einem solchen Szenario zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalsituation kommen.

Liquiditätsrisiken versucht die Skipper Gruppe durch ein aktives Liquiditätsmonitoring frühzeitig zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Währungskursrisiken bestehen für die Gruppe nicht, da Fakturierungen ausschließlich in Euro erfolgen. Die Materialbeschaffung ist nicht von Fremdwährungen abhängig, da der Großteil aller Zukäufe in Europa und damit in der Euro-Zone oder aus an den Euro gekoppelten Wirtschaftsräumen erfolgt.

Ein Kreditrisiko auf Kundenseite besteht seitens Bavaria Yachtbau nicht, da alle Boote erst dann zur Auslieferung gelangen, wenn der Kaufpreis vollständig überwiesen wurde. Bavaria Yachtbau erhält vor Produktionsbeginn eine Anzahlung, die in etwa einem möglichen Verlust aus einer Zweitvermarktung entspricht, für den Fall, dass trotz Anzahlung eine Yacht nicht abgenommen werden sollte. Damit kann ein Ausfallrisiko ausgeschlossen werden.

Prognosebericht

Das derzeitige Geschäftsklima in Europa ist durchwegs geprägt von mangelndem Vertrauen der Konsumenten und den Effekten aus der globalen Finanzkrise. Nach dem Zusammenbruch einiger Großbanken scheint durch den Rettungsfonds der europäischen Regierungen aber eine gewisse Beruhigung der Märkte eingetreten zu sein. Die wirtschaftliche Gesamtlage ist verhalten, Rezessionsängste sind nachwievor vorhanden. Dies wird durch Stagnation einiger Leitbranchen wie der Automobilindustrie unterstützt. Der Konsum von hochwertigen Verbrauchs- und Freizeitgütern ist stark eingeschränkt, dagegen spürt der Einzelhandel noch geringe Auswirkungen. Die Lage am Arbeitsmarkt ist dagegen noch positiv und eine flächendeckende Eintrübung nicht klar erkennbar.

Viele potentielle Boots- und Yachtkäufer haben ihre Kaufentscheidung aufgeschoben, aber nicht endgültig abgemeldet. Sobald sich die wirtschaftlichen Aussichten positiv klären, steht zu erwarten, dass diese Interessenten wieder Käufe tätigen werden.

Die Skipper 1 Gruppe sieht sich gut gerüstet, aus der derzeitigen Nachfrageschwäche gestärkt hervorzugehen. Konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Modellpalette und Einsteigen in neue Marksegmente werden dazu beitragen, den derzeitig stagnierenden bis rückläufigen Markt für Bavaria zu stabilisieren. Die Geschäftsleitung geht daher für das laufende Geschäftsjahr von gleichbleibenden Umsatzzahlen aus und erwartet für das Jahr 2009/2010 einen moderaten Anstieg, die Basis für weiteres Wachstum legen. Durch Ausbau der Kostenführerschaft wird es Bavaria gelingen, die Profitabilität konstant hoch zu halten. Um der derzeitigen Marktschwäche gerecht zu werden, hat das Management verschiedene Maßnahmen zur kurzfristigen Anpassung der Kapazitäten vorgenommen. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurden zum Geschäftsjahresende massiv reduziert (siehe Vermögenslage). Somit sieht sich Bavaria nicht dem Problem eines hohen Lagerbestandes gegenüber, der zu Lasten der Ertragsmarge abverkauft werden muss.

Mit der Marke Bavaria ist man in allen relevanten Märkten sehr gut vertreten. Der abgeschlossenen Erneuerung der Modellpalette von Segelbooten unter 40 Fuß folgen derzeit die Modelle über 40 Fuß Länge. Umsatzstarke Modelle im Bereich Motorboot wurden auf die neue Formensprache im Innenausbau angepasst. Durch mehr Variationen kann noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden.

Das starke Händlernetz ist dabei ein Grundpfeiler einer erfolgreichen und effektiven Umsetzung der neuen Konzepte. In enger Zusammenarbeit mit den Händlern gelingt es, aktives Bestandsmanagement und gezielte Preismaßnahmen im Markt umzusetzen. Aufgrund des gestiegenen Inflationsdruck hat sich die Gesellschaft entschlossen mit Wirkung zum 1. August 2008 eine Preiserhöhung durchzuführen.

Der Bau einer weiteren Montagelinie für Motorboote ist abgeschlossen, somit sind die Voraussetzungen für weiteres Kapazitätswachstum, insbesondere im Bereich der Motorboote, gegeben.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 strebt Bavaria trotz einer derzeitigen Marktschwäche an, den Umsatz bei gleichbleibender Profitabilität zu halten. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet die Geschäftsleitung, bei sich verbessernden Marktbedingungen ein moderates Wachstum zu realisieren. Gestützt durch den Rangrücktritt des Gesellschafters ergibt sich kein konkreter Handlungsbedarf hinsichtlich der Eigenkapital- und Liquiditätssituation. Weiter verstärkt wird dies durch die positiven Einschätzungen aufgrund der Langfristplanung der Gesellschaft.

 

Giebelstadt, den 13. November 2008

Dieter Berndt

Klaus Hammen

Konzernbilanz zum 31. Juli 2008

Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

Aktiva

  Anhang 31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
VERMÖGENSWERTE      
LANGFRISTIGES VERMÖGEN      
Sachanlagen 13 61.990 59.230
Geschäfts- und Firmenwert 12, 14 523.946 523.946
Immaterielle Vermögenswerte 12, 14 518.526 555.364
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15 1.128 956
Derivative Finanzinstrumente 24 2.464 0
    1.108.054 1.139.496
KURZFRISTIGES VERMÖGEN      
Vorräte 16 8.703 25.231
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 299 345
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 18 631 3.819
Ertragsteuerforderungen 19 3.613 383
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 20 1.706 2.659
Zahlungsmittel 21 20.049 18.526
    35.001 50.963
SUMME VERMÖGENSWERTE   1.143.055 1.190.459

Passiva

     
  Anhang 31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN      
EIGENKAPITAL      
Gezeichnetes Kapital 22 25 25
Kapitalrücklage 22 32.625 32.625
Hedging Rücklage 22 1.798 -928
Bilanzverlust   -97.167 -54.800
    -62.719 -23.078
LANGFRISTIGE SCHULDEN      
Verzinsliche Darlehen 23 840.742 826.855
Derivative Finanzinstrumente 24 0 1.271
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 25 207.602 192.950
Sonstige Rückstellungen 26 82 165
Latente Steuerschulden 11 138.109 151.135
    1.186.535 1.172.376
KURZFRISTIGE SCHULDEN      
Schulden aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Schulden 27 6.639 10.792
Verzinsliche Darlehen 23 1.691 1.646
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 25 0 6.268
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 28 3.217 9.157
Sonstige Rückstellungen 26 1.939 3.524
Ertragsteuerschulden 29 5.753 9.774
    19.239 41.161
SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN   1.143.055 1.190.459

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008

Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

  Anhang 1.1.-31.7.2008
TEUR
1.8.-31.12.2007
TEUR
Umsatzerlöse 4 173.697 78.522
Verminderung (Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5 -15.335 4.305
Sonstige betriebliche Erträge 8 290 183
Materialaufwand 6 91.836 53.697
Personalaufwand 7 13.842 8.272
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 12, 13 38.749 28.557
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 14.273 9.149
Betriebsergebnis   -48 -16.665
Finanzerträge 10 531 700
Finanzaufwendungen 10 56.885 39.227
Ergebnis vor Steuern   -56.402 -55.192
Ertragsteuern 11 14.035 11.081
Periodenergebnis   -42.367 -44.111
Ergebnisvortrag   -54.800 -10.689
Bilanzverlust   -97.167 -54.800

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008

Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

  Anhang 31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit      
Periodenergebnis   -42.367 -44.111
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 12, 13 38.749 28.557
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 26 -4.300 -4.067
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)      
Latenter Steuerertrag 11 -14.035 -11.081
Zinsaufwendungen aus Amortisation der Kreditaufnahmekosten   1.008 1.046
Übrige nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen   24.747 16.976
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen   122 -19
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva   17.314 -7.878
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva   -14.279 10.138
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Schulden aus Transaktionskosten   0 -10.707
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   6.959 -21.146
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit      
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen 13 -4.630 -1.184
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 12 -163 0
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Schulden aus Transaktionskosten   0 -6.432
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -4.793 -7.616
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit      
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 23, 25 0 12.000
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Schulden aus Transaktionskosten 23 0 -1.800
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten 23 0 -90.000
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Leasingschulden 23 -643 -656
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   -643 -80.456
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode      
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3)   1.523 109.218
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   18.526 127.744
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   20.049 18.526
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds      
Liquide Mittel 21 20.049 18.526
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   20.049 18.526
Einzahlungen aus Zinsen   531 700
Auszahlungen aus Zinsen   -34.089 -22.250
Auszahlungen für Ertragsteuern   -7.830 -4.459

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 31. Juli 2008

Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

  (Anhangsangabe 22)  
  Stammkapital Kapitalrücklage Hedging- Rücklage Verlustvortrag/ Bilanzverlust Konzern
Eigenkapital
Gesamt-Ergebnis der Periode
Eigenkapital 1. August 2007 25 32.625 0 -10.689 21.961 -10.689
Marktbewertung Hedging-Instrumente     -1.271   -1.271 -1.271
Latente Steuern     343   343 343
Periodenergebnis für die Periode       -44.111 -44.111 -44.111
Eigenkapital
31. Dezember 2007
25 32.625 -928 -54.800 -23.078 -45.039
Marktbewertung Hedging-Instrumente     3.736   3.736 3.736
Latente Steuern     -1.010   -1.010 -1.010
Periodenergebnis für die Periode       -42.367 -42.367 -42.367
Eigenkapital
31. Juli 2008
25 32.625 1.798 -97.167 -62.719 -39.641

Anhang zum Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Juli 2008

der Skipper 1 GmbH, Giebelstadt

1. Informationen zum Unternehmen

Die Skipper 1 GmbH ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Gesellschaft mit Sitz in D-97232 Giebelstadt, Bavariastraße 1. Der Sitz der Gesellschaft wurde am 14. Januar 2008 von München nach Giebelstadt verlegt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Würzburg, Handelsregister Abteilung B unter der Nummer HRB 9785 eingetragen.

Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in der Anhangsangabe 3 beschrieben.

Der Konzernabschluss der Skipper 1 GmbH, Giebelstadt ("Gesellschaft"), für das Geschäftsjahr zum 31. Juli 2008 wurde am 10. November 2008 durch den Beschluss der Unternehmensleitung zur Veröffentlichung freigegeben. Bis zur Billigung des Konzernabschlusses und Freigabe zur Veröffentlichung durch die Gesellschafterversammlung können sich jedoch noch Änderungen ergeben; die Geschäftsführung geht jedoch von einer Billigung des Konzernabschlusses in dieser Fassung aus.

Die Skipper 1 GmbH ist über den direkten Gesellschafter Bavaria (BC) Luxco S.C.A., Luxemburg, mittelbar Tochterunternehmen der Bavaria (BC) S.A., Munsbach, Luxemburg. Letztere hält zwar nur 0,08% am Kapital der Bavaria (BC) Luxco S.C.A., ist jedoch Halter der einzigen zum Stimmrecht berechtigten Kommanditaktie und übt insofern Kontrolle über den Gesamtkonzern aus. Sie ist jedoch aufgrund von Befreiungsvorschriften nach luxemburgischem Recht von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Dieser ist nach luxemburgischem Recht auf Ebene der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. aufzustellen. Somit wird der Teilkonzernabschluss der Skipper 1 GmbH in den von der Bavaria (BC) Luxco S.C.A., Munsbach, Luxemburg, aufgestellten Konzernabschluss einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt.

Zwischen den Gesellschaften der Skipper 1-Gruppe bestehen jeweils Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet.

Geschäftsjahr

Die Gesellschaften

Skipper 1 GmbH

Skipper 2 GmbH

Skipper 3 GmbH

Skipper 4 GmbH

wurden im Juni 2007 gegründet. Das letzte Geschäftsjahr der Skipper 1 GmbH umfasste das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2007 bis zum 31. Dezember 2007. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Juni 2008 wurden die Geschäftsjahre sämtlicher Konzern-Gesellschaften auf den Zeitraum 1. August bis 31. Juli geändert. Somit bildet auch der Zeitraum von 1. Januar 2008 bis 31. Juli 2008 ein Rumpfgeschäftsjahr.

Die Skipper 1 GmbH stellt damit ihren Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 auf.

Das Vorjahr umfasst das Konzernergebnis der Skipper-Gesellschaften für den Zeitraum vom 1. August 2007 bis zum 31. Dezember 2007, das laufende Rumpfgeschäftsjahr eine 7-Monatsperiode. Hierdurch und aufgrund des Umstands, dass das Geschäft der Gesellschaft deutlichen saisonalen Schwankungen unterliegt, ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht gegeben.

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Skipper 1 GmbH wird gemäß § 315 a Abs. 3 HGB auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Alle für das Rumpfgeschäftsjahr 2008 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) - vormals International Accounting Standards (IAS) - sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden berücksichtigt.

Konsolidierungsgrundsätze

Der konsolidierte Jahresabschluss für das am 31. Juli 2008 beendete Rumpfgeschäftsjahr umfasst die Skipper 1 GmbH und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über 50% (oder mehr) der Stimmrechte oder des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart lenken kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert.

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt.

Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

Neben der Skipper 1 GmbH sind folgende Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Name Sitz Beteiligung
1.1. - 31.07.2008
Beteiligung
1.8. - 31.12.2007
Skipper 2 GmbH Giebelstadt 100% 100%
Skipper 3 GmbH Giebelstadt 100% 100%
Skipper 4 GmbH Giebelstadt 100% 100%
Bavaria Yachtbau GmbH Giebelstadt 100% 100%

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufgrund der erstmaligen Aufstellung eines IFRS Konzernabschlusses basierend auf der Begründung des Konzerns mit dem Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH Ende Juli 2007 wurden sämtliche per 31. Dezember 2007 verpflichtend anzuwendenden Standards für die Gesamtperiode und damit auch für die Eröffnungsbilanz angewandt. Wesentliche Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr weder aus der Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards, noch aus sonstigen Gründen ergeben.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

In der Erstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen vom Management gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten:

Verpflichtungen aus Finance - Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat Leasingverträge zur gewerblichen Anmietung von Immobilien, Einbauten und Betriebsvorrichtungen abgeschlossen. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum dieser im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen angemieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben, insbesondere auch eine günstige Kaufoption für den Erwerb dieser Immobilien am Ende der Leasingverhältnisse für den Konzern besteht. Dementsprechend hat der Konzern diese Verträge als Finance-Leasingverhältnisse klassifiziert und das wirtschaftliche Eigentum an den Immobilien sowie der Betriebsvorrichtungen und maschinellen Anlagen im Anlagevermögen bilanziert.

Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Einzelheiten, einschließlich einer Sensitivitätsanalyse der wesentlichen Annahmen, wird auf die Anhangangabe 14 verwiesen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens erforderlich. Zum 31. Juli 2008 belief sich der Buchwert der berücksichtigten steuerlichen Verluste auf TEUR 11.159 für gewerbesteuerliche und TEUR 41.496 für körperschaftsteuerliche Zwecke. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 11 dargestellt.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren.

Rückstellungen für Einzelgewährleistungsfälle und pauschalierte Einzelgewährleistungsrisiken

Die Bavaria Yachtbau GmbH ist Beklagte in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Gewährleistungsthemen an den gelieferten Booten. Die Bildung der Einzelgewährleistungsrückstellungen erfolgte nach Maßgabe der bestmöglichen Schätzung unter Zuhilfenahme der Einschätzungen der in den Rechtsstreit involvierten Rechtsanwälte des Konzerns. Für die Bildung der Rückstellungen für pauschalierte Einzelgewährleistungsrisiken erfolgte die bestmögliche Schätzung des Risikos mittels der empirischen Gewährleistungsaufwendungen der Bavaria Yachtbau GmbH der letzten 4 Jahre, um eine verlässliche Aussage über die noch zu erwartenden Aufwendungen der Zukunft abgeben zu können.

Bewertung und Abschreibung von im Rahmen des Erwerbs der Bavaria Yachtbau GmbH angesetzten Vermögenswerten des Anlagevermögens

Die Gesellschaft hat über ihr mittelbares Tochterunternehmen Skipper 4 GmbH, Giebelstadt, mit Wirkung zum 31. Juli 2007 100% der Anteile an der Bavaria Yachtbau GmbH erworben Aufgrund dieses Erwerbs war entsprechend IFRS 3 der gezahlte Kaufpreis auf die erworbenen Vermögenswerte entsprechend ihrer Marktpreise zum Erwerbsstichtag zu allokieren. Für die in diesem Zuge angewendeten Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Erläuterungen in der Anhangsangabe 2.4. Bei dieser Bewertung sind umfangreiche Annahmen erforderlich gewesen, um den Marktwert zum Erwerbszeitpunkt zu bestimmen. Zudem sind Schätzungen erforderlich gewesen für die Bestimmung einer wirtschaftlich begründeten Nutzungsdauer der Vermögenswerte des Anlagevermögens (wir verweisen auch auf die Anhangsangabe 2.4 und 12 sowie 13).

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Da bislang sämtliche Konzerngesellschaften als funktionale Währung ebenfalls Euro haben, entfällt die Umrechnung von Abschlüssen in ausländischer Währung.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Grundstücke und Gebäude werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen auf Gebäude und Wertminderungen bewertet.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde:

• Produktions- und Verwaltungsgebäude 40 Jahre
• Wohn- und Pförtnergebäude 60 Jahre
• Fräs-, Bohr- und Schneidemaschinen 15 bis 20 Jahre
• Krananlagen 20 Jahre
• Förderanlagen 20 Jahre
• Sprinkleranlagen 20 Jahre
• Lüftungsanlagen 15 Jahre
• Übrige Maschinen und maschinelle Anlagen 8 bis 15 Jahre
• Betriebsausstattung 5 bis 30 Jahre
• Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Die Gesellschaft hat die Notwendigkeit der Allokation des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes nach den Vorschriften des IAS 36.80 gewürdigt und kommt zum Ergebnis, dass der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke auf Konzernebene überwacht wird. Diese Ebene stellt ferner auf Basis der aktuellen Berichtsstrukturen das einzige Segment gemäß IFRS 8.5 dar. Damit erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung auf Konzernebene.

Die Berichtsstrukturen der Gesellschaft werden aktuell vom Management reorganisiert. Auf Basis der erfolgten Reorganisation muss geprüft werden, ob sich die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ändert und in der Folge der Geschäfts- oder Firmenwert gem. IAS 36.87 neu zugeordnet werden muss.

In den Fällen in denen die Berichtsstruktur der Gesellschaft in einer Art reorganisiert wird, die die Zusammensetzung einer oder mehrerer zahlungsmittelgenerierender Einheiten, zu denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, ändert, wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu den Einheiten neu zugeordnet. Die Neuzuordnung erfolgt unter Anwendung eines relativen Wertansatzes, der ähnlich dem ist, der verwendet wird, wenn die Gesellschaft einen Geschäftsbereich innerhalb einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit veräußert. In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die aufgrund der Änderung der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines neuen Bootsmodells werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr wurden keine solchen Entwicklungskosten aktiviert.

Die auf die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

  Markennamen Bootsmodelle und - zeichnungen Technologisches Know-how Kundenstamm
Nutzungsdauer Unbestimmt 2 bis 3 Jahre 8 Jahre 12 Jahre
Angewandte Abschreibungsmethode Keine Abschreibung Lineare Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Bootsmodelles Lineare Abschreibung Degressive Abschreibung entsprechend der erwarteten rückläufigen Nutzenbeiträge
Selbst erstellt oder erworben Erworben Selbst erstellt und erworben Erworben Erworben

Die Skipper 1 GmbH hat mit Ausnahme des Markennamens "Bavaria" für alle immateriellen Vermögenswerte, die per 31. Juli 2008 in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, eine Nutzungsdauer festgelegt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird im Periodenergebnis erfasst.

Für bestimmte Vermögenswerte sind zusätzlich folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit zum jeweiligen Bilanzstichtag vor.

Immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich zum jeweiligen Bilanzstichtag. Die Überprüfung wird in Abhängigkeit des Einzelfalls für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt.

Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Auf die Möglichkeit finanzielle Vermögenswerte oder Schulden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren wurde kein Gebrauch gemacht. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z. B. Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie folgt bilanziert:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: - Bewertung zum Einkaufspreis
Fertige und unfertige Erzeugnisse - Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Eine Anwendung des IAS 11 "Fertigungsaufträge" ist nicht angezeigt, da die Bestellung und Produktion auf Basis eines Baukastensystems erfolgt, so dass nicht von einer auftragsspezifischen Fertigung ausgegangen wird.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verzinsliche Darlehen

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Grundsätze

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben.

Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung eines Vermögenswerts einräumt.

Konzern als Leasingnehmer

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Leasingzahlungen werden derart in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Darüber hinaus erfasst der Konzern auch Umsatzerlöse für vollständig bezahlte Boote, die am Bilanzstichtag zur Auslieferung an einen spezifischen Kunden bereit liegen und fertig gestellt sind (sogenannte "Lay - away"-Umsatzerlöse). Diese Form der Umsatzerfassung ist möglich, weil der Konzern aus der Erfahrung der Vergangenheit heraus bei vollständig gezahlten Booten mit einer nahezu 100%igen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass der Kunde diese entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen abnimmt. Zudem lagern diese Boote nur noch auf Wunsch des Kunden auf dem Betriebsgelände der Bavaria Yachtbau GmbH.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

Steuern

Tatsächliche Ertragssteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und

latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Ferner werden für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge latente Steueransprüche in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden in der Regel nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:

Wenn beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die entrichtete Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.

Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter Forderungen bzw. Schulden erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Zinsswapkontrakten wird unter Bezugnahme auf die Marktwerte ähnlicher Instrumente ermittelt.

Bei Eingehen von Sicherungsgeschäften zur Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorgesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können (Cashflow-Hedge). Im Rahmen eines Sicherungszusammenhanges (Hedge) werden die Sicherungsinstrumente ebenfalls zu Marktwerten bilanziert. Allerdings erfolgt die Erfassung der Wertänderungen bezogen auf den effektiven Teil erfolgsneutral in der Cashflow Hedge Rücklage, die einen separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals darstellt. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetischen Derivate Methode" vorgenommen.

Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird.

2.5 Künftige Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Rumpfgeschäftsjahr 2007/2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewendet.

Änderung des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütungen

Die Änderung des IFRS 2 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderung betrifft zum einen die Klarstellung, dass der Begriff der Ausübungsbedingungen ausschließlich die Dienst- und die Leistungsbedingungen beinhaltet. Zum anderen werden die Regelungen zur Bilanzierung einer vorzeitigen Beendigung von anteilsbasierten Vergütungsplänen auch auf Fälle einer Beendigung durch die Mitarbeiter ausgeweitet. Die Übergangsbestimmungen sehen eine retrospektive Anwendung der Neuregelung vor. Der Konzern hat für leitende Mitarbeiter Anfang 2008 einen Plan für anteilsbasierte Vergütungen aufgelegt (wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Anhangsangabe 31), deswegen können diese Änderungen des IFRS 2 möglicherweise Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009 haben.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Der geänderte Standard IFRS 3 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der Standard wurde im Rahmen des Konvergenzprojekts von IASB und FASB einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. Die wesentlichen Änderungen betreffen insbesondere die Einführung eines Wahlrechts bei der Bewertung von Minderheitsanteilen zwischen der Erfassung mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen (sog. Purchased-Goodwill-Methode) und der sog. Full-Goodwill-Methode, wonach der gesamte, auch auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts des erworbenen Unternehmens zu erfassen ist. Weiterhin sind die erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb), die zwingende Berücksichtigung einer Gegenleistung, die an das Eintreten künftiger Ereignisse geknüpft ist, zum Erwerbszeitpunkt sowie die ergebniswirksame Behandlung von Transaktionskosten hervorzuheben. Die Übergangsbestimmungen sehen eine prospektive Anwendung der Neuregelung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die aus Unternehmenszusammenschlüssen vor der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich keine Änderungen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Der überarbeitete Standard IAS 1 wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. Die Neuerungen beinhalten insbesondere die Einführung einer Gesamtrechnung, die sowohl das in einer Periode erwirtschaftete Ergebnis als auch die noch nicht realisierten Gewinne und Verluste, die bislang innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wurden, umfasst und die Gewinn- und Verlustrechnung in ihrer bisherigen Form ersetzt. Darüber hinaus muss nunmehr neben der Bilanz zum Bilanzstichtag und der Bilanz zum vorangegangenen Stichtag zusätzlich eine Bilanz zu Beginn der Vergleichperiode aufgestellt werden, sofern das Unternehmen rückwirkend Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anwendet, einen Fehler korrigiert oder einen Abschlussposten umgliedert. Der Konzern erwartet keinen Einfluss dieser Änderungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den Konzernabschlüssen der Zukunft.

IAS 23 Fremdkapitalkosten

Der überarbeitete Standard IAS 23 wurde im März 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können. Als qualifizierter Vermögenswert wird ein Vermögenswert definiert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Der Standard sieht eine prospektive Anwendung der Neuregelung vor. Der Konzern plant größere Investitionsaufwendungen in den kommenden Geschäftsjahren, so dass durchaus Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte in den Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, zu aktivieren sein werden.

IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS

Der geänderte Standard IAS 27 wurde im Januar 2008 veröffentlicht. Die vorgenommenen Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der Änderungen resultieren aus dem gemeinsamen Projekt von IASB und FASB zur Überarbeitung von für Unternehmenszusammenschlüsse geltenden Bilanzierungsvorschriften. Die Änderungen betreffen primär die Bilanzierung von Anteilen ohne Beherrschungscharakter (Minderheitsanteile), die künftig in voller Höhe an den Verlusten des Konzerns beteiligt werden, und von Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen führen und deren Auswirkungen erfolgswirksam zu behandeln sind. Auswirkungen von Anteilsveräußerung, die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, sind demgegenüber erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Die Übergangsbestimmungen, die grundsätzlich eine retrospektive Anwendung vorgenommener Änderungen fordern, sehen für oben aufgelistete Sachverhalte eine prospektive Anwendung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die aus solchen Transaktionen vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich daher keine Änderungen.

Änderung von IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Die Änderung des IAS 32 und des IAS 1 wurde im Februar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderung betrifft die Klassifizierung von kündbaren Gesellschaftereinlagen als Eigen- oder als Fremdkapital. Nach bisheriger Regelung waren Unternehmen teilweise gezwungen, das gesellschaftsrechtliche Kapital aufgrund gesetzlich verankerter Kündigungsrechte der Gesellschafter als finanzielle Verbindlichkeiten auszuweisen. Künftig sollen diese Gesellschaftereinlagen in der Regel als Eigenkapital klassifiziert werden, sofern eine Abfindung zum beizulegenden Zeitwert vereinbart wird und die geleisteten Einlagen den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen. Im Konsolidierungskreis des Konzerns sind nur juristische Personen enthalten, deswegen hat diese Änderung keinen Einfluss auf den Eigenkapitalausweis des Konzerns.

IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

Die IFRIC Interpretation 12 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Die Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen übernommenen Verpflichtungen und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers. Der Konzern hat keine Dienstleistungskonzessionen als Konzessionsnehmer übernommen, deswegen hat diese IFRIC Interpretation keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRIC 13 Kundenbonusprogramme

Die IFRIC Interpretation 13 wurde im Juni 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Gemäß dieser Interpretation sind den Kunden gewährte Prämien als eigener Umsatz separat von der Transaktion zu bilanzieren, im Rahmen derer sie gewährt wurden. Daher wird ein Teil des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung den gewährten Kundenprämien zugeordnet und passivisch abgegrenzt. Die Umsatzrealisierung erfolgt in der Periode, in der die gewährten Kundenprämien ausgeübt werden oder verfallen. Der Konzern gewährt keine Kundenbonusprogramme, deswegen hat diese IFRIC Interpretation keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRIC 14: IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung

Die IFRIC Interpretation 14 wurde im Juli 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Diese Interpretation gibt Leitlinien zur Bestimmung des Höchstbetrags des Überschusses aus einem leistungsorientierten Plan, der nach IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer als Vermögenswert aktiviert werden darf. Der Konzern hat keine Pensionszusagen gegenüber seinen Mitarbeiter gemacht, deswegen hat diese IFRIC Interpretation keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien

Am 3. Juli 2008 wurde die IFRIC Interpretation 15 veröffentlicht. Diese Interpretation, die aus dem Interpretationsentwurf IFRIC D21 (Real Estate Sales) hervorgegangen ist, regelt die Bilanzierung von Immobilienverkäufen, bei denen es vor Abschluss der Bauarbeiten zum Vertragsabschluss mit dem Erwerber kommt. Im Rahmen der Interpretation wird zunächst geklärt, unter welchen Voraussetzungen IAS 11 bzw. IAS 18 anzuwenden ist. Darüber hinaus wird geregelt, zu welchem Zeitpunkt die entsprechenden Umsatzerlöse zu realisieren und welche Anhangangaben zu machen sind. Die Interpretation ist erstmals für am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden - eine frühere Anwendung auf freiwilliger Basis ist möglich. IFRIC 15 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 8 rückwirkend anzuwenden. Aus dieser Interpretation ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRIC 16 Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Am 3. Juli 2008 wurde die IFRIC Interpretation 16 veröffentlicht. Diese Interpretation beantwortet Zweifelsfragen in Verbindung mit der Sicherung eines ausländischen Geschäftsbetriebes, unter anderem

Was ist das zu sichernde Risiko?

Wie hoch ist der maximal zu sichernde Betrag?

Welches Unternehmen innerhalb des Konzerns darf das Sicherungsinstrument halten?

Wie ist bei Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes buchhalterisch zu verfahren?

Die Neufassung ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen, eine vorzeitige freiwillige Anwendung ist möglich. Aus dieser Interpretation ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Jährlicher Verbesserungsprozess:

Am 22. Mai 2008 veröffentlichte der IASB erstmals im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards. Es handelt sich hierbei überwiegend um Änderungen zur Beseitigung von Inkonsistenzen und um Klarstellungen von Formulierungen und Begrifflichkeiten sowie um Änderungen, die Einfluss auf die Bilanzierung haben können. Die Änderungen sind für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen verpflichtend anzuwenden.

IAS 39 Amendments - Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren

Am 31. Juli 2008 wurde eine Ergänzung zu IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement: Eligible Hedged Items" veröffentlicht. Die Ergänzung enthält Prinzipien zur Abbildung von einseitigen Risiken und Inflation in Bezug auf ein gesichertes Grundgeschäft. Die Änderungen an IAS 39 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist gestattet, bedarf aber für Unternehmen in der EU zuvor der Übernahme der Regelung durch die EU-Kommission. Die Änderungen sind rückwirkend anzuwenden. Wenn also ein Unternehmen über eine Sicherungsbeziehung verfügt, die nach der überarbeiteten Fassung von IAS 39 nicht länger qualifiziert, muss das Unternehmen die Vergleichsperiode(n) neu darstellen.

LAS 39/LFRS 7 - Umgliederung von Finanzinstrumenten

Am 13. Oktober 2008 wurde eine weitere Änderung zum IAS 39 veröffentlicht, die nunmehr ursprünglich verbotene Umgliederungen zwischen den Kategorien unter gewissen Voraussetzungen erlaubt. Die Änderungen wurden am 15. Oktober 2008 bereits von der EU übernommen und sind damit rückwirkend ab dem 1. Juli 2008 anwendbar.

3. Hauptaktivitäten des Konzerns

Die Hauptaktivität des Konzerns umfasst seit dem Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH zum 31. Juli 2007 die Produktion und den Vertrieb von Motorbooten und Segelyachten. Vor diesem Zeitpunkt bestand lediglich ein Verbund aus vier Holding- und Verwaltungsgesellschaften, welche ihrerseits erst mit Einzahlung des Kapitals im Juni 2007 gegründet wurden.

Eine vergleichende Betrachtung des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres (1. Januar bis 31. Juli 2008) mit dem Vorjahresrumpfgeschäftsjahr (1. August bis 31. Dezember 2007) gestaltet sich insofern schwierig, als der Yachtbau ein saisonales Geschäft aufweist. Tendenziell sind die Frühjahrsmonate die umsatz- und damit ertragsstärksten Monate im Kalenderjahr, während der Herbst eher umsatz- und ertragsschwach ist. Ferner ruht im August die Produktion aufgrund von Werksferien. Entsprechend ist die im Vorjahres-Abschluss ausgewiesene operative Ertragskraft nicht repräsentativ für das Kerngeschäft und somit mit den Beträgen der Berichtsperiode nur eingeschränkt vergleichbar.

Auch sind die Vorjahres-Bilanzrelationen hinsichtlich des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen nicht repräsentativ. Im Herbst/Winter werden Segelyachten und Motorboote aufgrund bereits für das Frühjahr vorliegender Bestellungen gefertigt, aber dann erst teilweise deutlich nach dem Bilanzstichtag an den Kunden ausgeliefert, was sich in einem deutlichen Bestandsaufbau zum 31. Dezember 2007 niederschlug. Der 31. Juli weist saisonal bedingt deutlich geringere Bestände auf.

4. Umsatzerlöse

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Erlöse Segelyachten 109.212 41.547
Erlöse Motoryachten 63.054 36.321
Erlöse Zubehör Segelyachten 1.125 561
Erlöse Zubehör Motorboote 306 93
  173.697 78.522
  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Erlöse Inland 29.769 10.934
Erlöse Ausland 143.928 67.588
  173.697 78.522

5. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Die Bestandsveränderung der Unfertigen sowie der Fertigen Erzeugnisse für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 stellt sich wie folgt dar:

  TEUR 01.01. - 31.07.2008
TEUR
Unfertige Erzeugnisse    
Stand: 31.12.2007 9.561  
Stand: 31.07.2008 1.913 -7.648
Fertige Erzeugnisse    
Stand: 31.12.2007 10.452  
Stand: 31.07.2008 2.765 -7.687
    -15.335

Die folgende Tabelle zeigt die Unterteilung der Bestandsveränderung für die Vergleichsperiode:

  TEUR 01.08. - 31.12.2007
TEUR
Unfertige Erzeugnisse    
Stand: 31.07.2007 5.760  
Stand: 31.12.2007 9.561 3.801
Fertige Erzeugnisse    
Stand: 31.07.2007 9.948  
Stand: 31.12.2007 10.452 504
    4.305

6. Materialaufwand

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Fertigungsmaterial Segelyachten 55.906 31.929
Fertigungsmaterial Motoryachten 26.158 18.387
Aufwendungen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.745 4.541
Erhaltene Skonti -1.973 -1.160
  91.836 53.697

7. Personalaufwand

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Löhne und Gehälter 11.621 6.837
Soziale Abgaben und Aufwendungen    
für Altersverordnung 2.221 1.435
  13.842 8.272

Konzernweit sind zum 31.07.2008 556 feste Mitarbeiter/innen beschäftigt, wobei auf den Bereich der Gehaltsempfänger 58 und auf den Bereich der Werftmitarbeiter (Arbeiter) 498 Arbeitnehmer entfallen. Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Mitarbeiter-/-innen 569, wobei auf den Bereich Verwaltung (Angestellte) 64 und auf den Bereich der Werftmitarbeiter (Arbeiter) 505 Arbeitnehmer entfielen.

Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2008 auf insgesamt TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 640) und betrafen überwiegend in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleistete Beiträge.

8. Sonstige betriebliche Erträge

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 240 0
Erträge Schadensersatz 8 180
Provisionserträge 0 1
Sonstige 42 2
  290 183

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Einigung in einem Gewährleistungsfall, für den in Vorjahren eine spezifische Gewährleistungsrückstellung gebildet worden war, sowie aus der Neubewertung von Risiken aus übrigen Gewährleistungsfällen.

Im Falle einer Nichtabnahme eines bestellten Bootes wird den Kunden der aus der ausbleibenden Abnahme entstehende Schaden in Rechnung gestellt, die hieraus resultierenden Erträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Aufwendungen für Beratungen 5.482 3.988
Instandhaltungs-, Konstruktions- und andere    
Produktionsaufwendungen 2.629 1.347
Aufwendungen Leiharbeiter 2.296 1.216
Kosten des Vertriebes 1.578 1.018
Raum- und Grundstückskosten 957 555
Allgemeine Aufwendungen der Verwaltung 217 148
Aufwand für Gewährleistungen 96 95
Sonstige Steuern 33 56
Kosten des Fuhrparkes 74 18
Sonstige betriebliche Aufwendungen 911 708
  14.273 9.149

Die wesentlichen Beratungsleistungen in den beiden Berichtsperioden stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH zum 31. Juli 2007 sowie im Zusammenhang mit empfangenen Beratungsleistungen zur strategischen Ausrichtung der Gesellschaft.

10. Finanzergebnis

10.1 Finanzerträge

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Erträge aus kurzfristiger Geldanlage 504 678
Zinsen Darlehen DHA 27 22
  531 700

10.2 Finanzaufwendungen

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Zinsaufwendungen aus Darlehen 47.853 32.558
Zinsaufwendungen aus Gesellschafterdarlehen 8.384 6.268
Zinsaufwendungen Finanzierungsleasing 267 193
Sonstige Finanzaufwendungen 381 208
  56.885 39.227

Für die Erläuterung der einzelnen Finanzaufwendungen verweisen wir auf die Anhangsangaben 23 und 25.

11. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands für die Rumpfgeschäftsjahre zum 31. Juli 2008 und zum 31. Dezember 2007 setzen sich wie folgt zusammen:

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung    
Tatsächliche Ertragsteuern:    
Tatsächlicher Steueraufwand 0 0
Latente Ertragsteuern:    
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 10.536 6.892
Verlustvorträge 3.499 4.189
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Steuerertrag 14.035 11.081
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung    
Latente Ertragsteuern aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten:    
Netto-Effekt aus der Neubewertung der Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows -1.010 343
Im Eigenkapital erfasster Steueraufwand (Vj. Steuerertrag) -1.010 343

Die Überleitungsrechnung zwischen dem ausgewiesenen und dem erwarteten Ertragsteueraufwand für die Rumpfgeschäftsjahre zum 31. Juli 2008 und zum 31. Dezember 2007 setzt sich wie folgt zusammen:

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Gesamtergebnis vor Steuern -56.402 -55.192
Erwarteter Ertragsteuerertrag auf der Grundlage des in Deutschland gültigen Steuersatzes in Höhe von 27,03% (Vorjahr 36,27%) 15.245 20.018
Anpassung der Steuersätze aufgrund Unternehmenssteuerreform 2008 0 -5.102
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -1.212 -3.790
Übrige 2 -45
Tatsächlicher Ertragsteuerertrag (effektiver Steuersatz: 31.07.2008: -24,9%, 31.12.2007: -20,1%)    
  14.035 11.081

Da sich die temporären Differenzen im Wesentlichen erst in 2008 und den Folgejahren umkehren werden, wurde zum 31. Juli 2008 die latente Steuerschuld mit einem kombinierten Ertragsteuersatz von 27,03% gerechnet. Dieser Steuersatz ergibt sich für den Konzern nach den Änderungen durch die Unternehmenssteuerreform 2008 und enthält mit 11,2% die Gewerbeertragsteuer, mit 15,83% die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag.

Die latenten Steuern leiten sich zum 31. Juli 2008 bzw. zum 31. Dezember 2007 wie folgt aus temporären Differenzen in den einzelnen Bilanzpositionen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen ab:

  Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
1.1.2008- 31.07.2008
TEUR
1.8.2007- 31.12.2007
TEUR
Latente Steuerschulden        
Immaterielle Vermögenswerte 140.096 150.089 9.993 7.413
Sachanlagevermögen 4.604 4.409 -195 -402
Vorräte 0 0 0 1.288
Erhaltene Anzahlungen 807 4.180 3.373 -4.180
Derivative Finanzinstrumente 666 0    
Bilanzierung Darlehensverbindlichkeiten unter Berücksichtigung von Transaktionskosten 353 284 -69 -284
Sonstige Rückstellungen 50 55 5 -55
  146.576 159.017    
Latente Steueransprüche        
Vorratsvermögen 605 3.177 -2.572 3.177
Sonstige Rückstellungen 45 45 0 -65
Derivative Finanzinstrumente 0 343    
Steuerliche Verlustvorträge 7.817 4.317 3.500 4.189
  8.467 7.882    
Latenter Steuerertrag     14.035 11.081
Latente Steuerschulden 138.109 151.135    
In der Bilanz wie folgt ausgewiesen:        
Aktive latente Steuern 0 0    
Passive latente Steuern 138.109 151.135    
Latente Steuerschulden 138.109 151.135    

Die latenten Steuerschulden aus erhaltenen Anzahlungen und die latenten Steueransprüche aus dem Vorratsvermögen zum 31. Juli 2008 und zum 31. Dezember 2007 resultieren aus der unterschiedlichen Bilanzierungsmethode für die Realisierung der Umsatzerlöse bei sogenannten "Lay-Away-Sales" (wir verweisen auch auf unsere Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhangsabschnitt 2.4).

Zwischen allen Gesellschaften der Skipper 1-Gruppe besteht eine körperschaft- sowie eine gewerbesteuerliche Organschaft. Eine umsatzsteuerliche Organschaft besteht zwischen der Bavaria Yachtbau GmbH sowie der Skipper 4 GmbH.

Die steuerlichen Verluste des Organschaftskreises der Skipper 1 GmbH haben sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 weiter erhöht, so dass die steuerlichen Verlustvorträge zum 31. Juli 2008 für Körperschaftsteuerzwecke TEUR 41.496 (31. Dezember 2007: EUR 24.104) und für Gewerbesteuerzwecke TEUR 11.159 (31. Dezember 2007: TEUR 5.333) betragen. Diese steuerlichen Verluste können zeitlich unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Ergebnissen des Organschaftskreises, in denen diese Verluste entstanden sind, verrechnet werden. Da diesen steuerlichen Verlustvorträgen zum Einen deutlich höhere passive latente Steuern gegenüberstehen und zum Anderen der Konzern in seiner Planungsrechnung für einen Zukunftszeitraum von fünf Jahren deutlich höhere positive steuerliche Einkommen erwartet, sind die steuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt worden.

Zum 31. Juli 2008 waren keine aktiven latenten Steuern (31. Dezember 2007: EUR 0) für Steuern aufgrund der unterschiedlichen Bilanzansätze der Beteiligung an der Bavaria Yachtbau GmbH nach IFRS- und nach Steuerbilanz erfasst, weil es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Aus thesaurierten Gewinnen ergeben sich aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge keine Differenzen.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit den Anteilen an der Bavaria Yachtbau GmbH, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden, belaufen sich auf insgesamt TEUR 10.310 (Vorjahr: TEUR 10.310.).

12. Immaterielle Vermögenswerte

  Geschäfts- oder Firmenwert/
Marke
TEUR
Produktionsprozess/
Kundenbeziehung/
Modelle
TEUR
Software
TEUR
Geleistete
Anzahlungen
TEUR
Summe
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten          
per 31. Juli 2007 691.418 415.311 20 0 1.106.749
Zugang des laufenden Jahres 0 0 0 0 0
Abgang 0 0 0 0 0
Bestand Anschaffungs-/
Herstellungskosten
         
per 31. Dezember 2007 691.418 415.311 20 0 1.106.749
Zugang des laufenden Jahres 0 0 137 26 163
Abgang 0 0 0 0 0
Bestand Anschaffungs-/
Herstellungskosten
         
per 31. Juli 2008 691.418 415.311 157 26 1.106.912
Abschreibungen und Wertberichtigungen          
per 31. Juli 2007          
Zugang des laufenden Jahres 0 27.439 0 0 27.439
Abgang 0 0 0 0 0
Bestand Abschreibungen/Wertberichtigungen per 31. Dezember 2007 0 27.439 0 0 27.439
Zugang des laufenden Jahres 0 36.985 16 0 37.001
Abgang 0 0 0 0 0
Bestand Abschreibungen/Wertberichtigungen per 31. Juli 2008 0 64.424 16 0 64.440
Nettobuchwerte          
per 31. Juli 2008 691.418 350.887 141 26 1.042.472
per 31. Dezember 2007 691.418 387.872 20 0 1.079.310
per 31. Juli 2007 691.418 415.311 20 0 1.106.749

Bis auf die ausgewiesene Software resultieren sämtliche in oben stehender Tabelle ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte aus dem zum 31. Juli 2007 stattgefundenen Unternehmenserwerb der Bavaria Yachtbau GmbH. In der Berichtsperiode wurden keine Entwicklungskosten im Sinne von IAS 38 aktiviert, jedoch wurden Aktivierungen für den Bau von neuen Bootsmodellen im Sachanlagevermögen vorgenommen.

Der Buchwert des Markennamens "Bavaria", der über eine unbestimmte Nutzungsdauer verfügt, beträgt zum 31. Juli 2008 TEUR 167.472 (31. Dezember 2007: TEUR 167.472).

Der im Rahmen des Unternehmenserwerbs aktivierte Kundenstamm des Konzerns hat zum 31. Juli 2008 einen Restbuchwert von TEUR 173.936 (31. Dezember 2007: TEUR 176.176). Die verbleibende Nutzungsdauer des Kundenstamms zum 31. Juli 2008 beträgt 11 Jahre (31. Dezember 2007: 11,5 Jahre).

Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs aktivierten Bootsmodelle des Konzerns haben zum 31. Juli 2008 einen Restbuchwert von TEUR 25.470 (31. Dezember 2007: TEUR 47.592). Die verbleibende Nutzungsdauer der Bootsmodelle zum 31. Juli 2008 beträgt 1 Jahr (31. Dezember 2007: 1,5 Jahre).

Das im Rahmen des Unternehmenserwerbs aktivierte technologische Know-how des Konzerns hat zum 31. Juli 2008 einen Restbuchwert von TEUR 151.481 (31. Dezember 2007: TEUR 164.104). Die verbleibende Nutzungsdauer des technologischen Know-hows zum 31. Juli 2008 beträgt 7 Jahre (31. Dezember 2007: 7,5 Jahre).

13. Sachanlagevermögen

  Grundstücke/
Gebäude
TEUR
Techn. Anlagen und Maschinen
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEUR
Geleistete Anzahlungen
TEUR
Summe
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten          
per 31. Juli 2007 43.716 13.037 2.272 142 59.025
Zugang des laufenden Jahres 44 46 907 187 1.184
Umgliederung 0 0 142 -142 142
Abgang 0 -1 -3 0 -4
Bestand Anschaffungs-/
Herstellungskosten per 31. Dezember 2007
43.760 13.082 3.318 187 60.347
Zugang des laufenden Jahres 5 326 1.347 2.952 4.630
Umgliederung 0 0 0 0 0
Abgang 0 -2 -242 0 -244
Bestand Anschaffungs-/
Herstellungskosten
         
per 31. Juli 2008 43.765 13.406 4.423 3.139 64.733
Abschreibungen und Wertberichtigungen          
per 31. Juli 2007 0 0 0 0 0
Zugang des laufenden Jahres 477 416 225 0 1.118
Abgang 0 -1 0 0 -1
Bestand          
Abschreibungen/Wertberichtigungen          
per 31. Dezember 2007 477 415 225 0 1.117
Zugang des laufenden Jahres 671 701 376 0 1.748
Abgang 0 0 -122 0 -122
Bestand          
Abschreibungen/Wertberichtigungen per 31. Juli 2008 1.148 1.116 479 0 2.743
Nettobuchwerte          
per 31. Juli 2008 42.617 12.290 3.944 3.139 61.990
per 31. Dezember 2007 43.283 12.667 3.093 187 59.230
per 31. Juli 2007 43.716 13.037 2.272 142 59.025

Der Buchwert von im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen Grundstücke und Gebäude betrug zum 31. Juli 2008 TEUR 12.287 (31. Dezember 2007: TEUR 12.521).

Der Buchwert von im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen technischen Anlagen und Maschinen betrug zum 31. Juli 2008 TEUR 3.045 (31. Dezember 2007: TEUR 3.233). Die Leasinggegenstände und die im Rahmen von Mietkaufverträgen gehaltenen Vermögenswerte dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen bzw. Mietkaufverträgen.

Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 30.330 (31. Dezember 2007: TEUR 30.762) dienen als erstrangige Sicherheit im Rahmen einer Grundschuld in Höhe von Mio. EUR 65 für alle erhaltenen Bankdarlehen des Konzerns mit Ausnahme des Mezzanine Darlehensvertrags (wir verweisen auch auf die Erläuterungen in der Anhangsangabe 23).

14. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die Gesellschaft hat die Notwendigkeit der Allokation des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes nach den Vorschriften des IAS 36.80 gewürdigt und kommt zum Ergebnis, dass der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke auf Konzernebene überwacht wird. Diese Ebene stellt ferner auf Basis der aktuellen Berichtsstrukturen das einzige Segment gemäß IFRS 8.5 dar. Damit erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung wie auch im Vorjahr auf Konzernebene. Die Berichtsstrukturen der Gesellschaft werden aktuell vom Management reorganisiert. Auf Basis der erfolgten Reorganisation muss geprüft werden, ob sich die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ändert und in der Folge der Geschäfts- oder Firmenwert gem. IAS 36.87 neu zugeordnet werden muss.

Die Buchwerte von Geschäfts- oder Firmenwert und Markenname sind unter Anhangsangabe 12 dargestellt.

Der im Rahmen des Unternehmenserwerbs für die Bavaria Yachtbau GmbH gezahlte Kaufpreis spiegelte in nicht unerheblichem Maße das Marktpotential sowie die Wachstumsperspektiven dieser Gesellschaft wider.

Da sich der Nutzungswert als Barwert der künftigen Cashflows aus der weiteren Nutzung definiert und dieses Wachstumspotential somit nicht reflektiert, liegt der Nettoveräußerungspreis zwangsläufig über dem Nutzungswert. Aus diesem Grund wurde für die Werthaltigkeitsprüfung auf den Nettoveräußerungspreis abgestellt.

In Ermangelung eines Marktpreises zum Bilanzstichtag wurde auf ein kapitalwertorientiertes Verfahren unter Berücksichtigung der zur Realisierung dieses Wachstums notwendigen Erweiterungsinvestitionen zur Ermittlung dieses Nettoveräußerungspreises zurückgegriffen. Dabei wurde ein Veräußerungskostensatz von 3% zugrunde gelegt.

Der Nettoveräußerungswert wird unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 12,1% (Vorjahr: 11,5%). Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden anhand industriekonformer Wachstumsraten über einen weiteren Zeitraum von fünf Jahren von 7,6% anfänglich auf 2,0% abgeschmolzen. In der ewigen Rente wird ein Wachstumsfaktor von 2,0% zugrunde gelegt, welcher nach Auffassung des Managements der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate für den Industriesektor Bootsbau entspricht.

Für den Markennamen "Bavaria" wurde der Nettoveräußerungspreis anhand der Methode der Lizenzpreisanalogie ermittelt. Im Rahmen der Lizenzpreisanalogie wir der Wert des immateriellen Vermögenswerts als Barwert eingesparter Lizenzzahlungen berechnet. Die dabei angewandte Lizenzrate beläuft sich auf 3,25% (Vorjahr 3,00%). Die Erhöhung der Lizenzrate wurde vor dem Hintergrund eines verbesserten Markenauftritts vorgenommen.

Die Werthaltigkeitsprüfung zum 31. Juli 2008 ergab basierend auf den zugrunde liegenden Annahmen keinen Wertminderungsbedarf.

Grundannahmen für die Berechnung des Nettoveräußerungspreises

Bei folgenden der Berechnung des Nettoveräußerungspreises für den Skipper Konzern zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Umsatzprognosen und EBITDA-Margen,

Erweiterungsinvestitionen,

Abzinsungssätze,

Marktanteile im Berichtszeitraum,

Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Budgetzeitraums zugrunde gelegt wird.

Umsatzprognosen und EBITDA-Margen - Die der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Umsatzprognosen für die Detailplanungsphase der ersten fünf Jahre werden anhand von Marktanalysen ermittelt. Hierauf werden aus der Vergangenheitsanalyse abgeleitete EBITDA-Margen als Prozentsatz angewendet, um zum EBITDA zu gelangen. Diese EBITDA-Margen werden um EBITDA-wirksame Effekte aus der Ausweitung des Absatzvolumens sowie aus margenträchtigeren Produkten adjustiert. Die EBITDA-Prognosen wurden aus den Ergebnissen der von einer renommierten Unternehmensberatungsgesellschaft aufgestellten Preis-Kosten-Analysen ermittelt.

Erweiterungsinvestitionen - Für den Detailplanungszeitraum der nächsten 5 Jahre wurden Planwerte für Erweiterungsinvestitionen aufgestellt. Nach der Detailplanungsphase wurden diese Erweiterungsinvestitionen über einen Zeitraum von fünf Jahren sukzessive auf das Niveau der Plan-Abschreibungen angepasst, in der ewigen Rente wurde die Prämisse gesetzt, dass Erweiterungsinvestitionen sich auf dem Niveau der Plan-Abschreibung bewegen.

Abzinsungssätze - Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der dem Konzern zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Bei der Ermittlung des angemessenen Abzinsungssatzes wurde eine Rendite von Staatsanleihen in Höhe von 4,8% (Vorjahr: 4,8%) berücksichtigt.

Annahmen über den Marktanteil - Diese Annahmen sind insofern wichtig, als die Unternehmensleitung - wie auch bei der Festlegung der Wachstumsraten (siehe unten) - beurteilt, wie sich die Position des Konzerns im Vergleich zu seinen Wettbewerbern während des Budgetzeitraums ändern könnte. Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Marktanteil des Konzerns in den nächsten Jahren wachsen wird.

Schätzungen der Wachstumsraten - Den oben dargestellten Wachstumsraten nach Abschluss der Detailplanungsphase liegen Marktanalysen zugrunde. Der in der ewigen Rente zugrunde gelegte Wachstumsfaktor von 2,0% entspricht nach Auffassung des Managements der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate für den Industriesektor Bootsbau.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Grundannahme der Unternehmensplanung ist ein signifikantes Umsatzwachstum, basierend auf den Erweiterungsinvestitionen und den damit einhergehend steigenden Absatzvolumina. Dabei wird ausgehend von Marktanalysen die Aufnahmefähigkeit des Marktes für diese Volumina unterstellt. Gleichzeitig wird eine weitere Verbesserung der Umsatzqualität angestrebt. Sollten die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen signifikant abweichen, können künftige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nicht ausgeschlossen werden.

Die Unternehmensleitung ist bei vorsichtiger Risikoabwägung der Auffassung, dass aus heutiger Sicht nach vernünftigem Ermessen eine grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nettoveräußerungswertes des Skipper Konzerns getroffenen Grundannahmen nicht dazu führen könnte, dass der Buchwert des Skipper Konzerns seinen erzielbaren Wert wesentlich übersteigt.

Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 1% nach oben würde den derzeit bestehenden Abstand zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert um 90,1% verringern. Eine Abweichung um 1% nach unten würde zu einer Vergrößerung dieses Abstandes um 123,9% führen.

15. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Darlehen DHA 854 956
Mitarbeiterdarlehen 274 0
  1.128 956

Im Rahmen der abgeschlossenen Finanz-Leasingverträge wurde der DHA Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. Objekt Giebelstadt KG, Mainz, ein Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2013 gewährt. Das Darlehen wird annuitätisch getilgt und hat einen zugrunde liegenden Zins von 3,9% p.a.

Während des Geschäftsjahres wurden im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Mitarbeiterdarlehen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 410 gewährt. Der langfristige Anteil hieraus beträgt TEUR 274. Wir verweisen auf die Ausführungen zu Anhangsangabe 31.

16. Vorräte

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.025 5.218
Unfertige Erzeugnisse 1.913 9.561
- davon Segelyachten 1.186 7.912
- davon Motoryachten 728 1.649
Fertige Erzeugnisse 2.765 10.452
- davon Segelyachten 1.041 5.746
- davon Motoryachten 1.724 4.706
  8.703 25.231

Im Vorratsvermögen waren weder im Vorjahr noch im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertabschläge zu erfassen. Per 31. Juli 2008 erfolgt die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse unverändert zu produktionsbezogenen Vollkosten.

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu beiden Stichtagen zu Anschaffungskosten bewertet.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 326 483
Wertberichtigungen -27 -138
  299 345

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Schadensersatzforderungen aus der Nichtabnahme von bestellten Yachten sowie Forderungen aus Ersatzteillieferungen.

Zum 31. Juli 2008 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 138) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

  01.01. - 31.07.2008
in TEUR
01.08. - 31.12.2007
in TEUR
Stand zum 01.01. (Vorjahr: 01.08.) 138 27
Zuführung 0 111
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0
Inanspruchnahme/Auflösung -111 0
Stand zum 31.07. (Vorjahr: 31.12.) 27 138

Es bestanden zu beiden Stichtagen keine wesentlichen Forderungen die überfällig, aber nicht wertgemindert waren.

18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Darlehen Mitarbeiter 136 0
Zinsforderungen 119 0
Anspruch aus Kaufpreisminderung 0 3.700
Sonstige Forderungen 376 119
  631 3.819

Während des Geschäftsjahres wurden im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Mitarbeiterdarlehen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 410 gewährt. Der kurzfristige Anteil hieraus beträgt TEUR 136. Wir verweisen auf die Ausführungen zu Anhangsangabe 31.

Aus den Sonstigen Forderungen resultieren TEUR 119 aus der Überzahlung von Zinsen aufgrund der Anpassung der Darlehensverträge. Es wird diesbezüglich auch auf die Anhangsangabe 24 verwiesen.

Aus vertraglich vereinbarten nachträglichen Anpassungen des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Erwerb der Bavaria Yachtbau GmbH ergab sich in Vorjahren ein Erstattungsanspruch der Skipper 4 GmbH gegenüber den Verkäufern der Anteile an der Bavaria Yachtbau GmbH von TEUR 3.700. Dieser wurde während der Berichtsperiode vollständig beglichen.

19. Ertragsteuerforderungen

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Gewerbesteuer-Vorauszahlungen 3.067 0
Forderungen Finanzamt aus Zinsabschlagssteuer 371 213
Körperschaftssteueranrechnungsguthaben 175 170
  3.613 383

20. Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Umsatzsteuererstattungsansprüche 1.076 1.491
Rechnungsabgrenzungsposten 555 1.168
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen 75 0
  1.706 2.659

21. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 17.736 14.620
Kurzfristige Einlagen 2.313 3.906
  20.049 18.526

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Zum 31. Juli 2008 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEUR 58.000 (per 31. Dezember 2007: TEUR 58.000), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Juli wie folgt zusammen:

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Zahlungsmittel 20.049 18.526

22. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklagen 32.625 32.625
Hedging Rücklage 1.798 -928
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 34.448 31.722

Das gezeichnete Kapital wird zu 100% von der Bavaria LuxCo S.C.A., Luxemburg, gehalten.

Bezogen auf die Entwicklung des Gesamtkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Anlage 4 verwiesen.

Hedging Rücklage

In dieser Rücklage werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der im Rahmen von Cashflow-Sicherungsbeziehungen abgeschlossenen Zinsswaps sowie die auf diese Zeitwertveränderungen entfallenden gegenläufigen latenten Steuern erfasst. Zu beachten ist, dass nur der effektive Teil der Wertänderung im Eigenkapital berücksichtigt wird. Der ineffektive Teil der Änderung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der im Eigenkapital erfasste Ertrag aus der Absicherung von Cashflows für das Rumpfgeschäftsjahr betrug TEUR 2.464 (Vorjahr Aufwand: TEUR 1.271). Die hierauf erfassten latenten Steuern betrugen TEUR 666 (Vorjahr: -TEUR 343). Ergebniswirksame Umbuchungen sind weder im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr noch im Vorjahr angefallen. Wir verweisen auch auf unsere Erläuterungen in den Anhangsangaben 24 und 32.

23. Verzinsliche Darlehen

Kurzfristig Effektiver Zinssatz
%
Fälligkeit 31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
kurzfristiger Anteil aus Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen und Mietkaufverträgen 4,12%-8,53% 2008/2009 1.691 1.646
SUMME:     1.691 1.646
Langfristig Effektiver Zinssatz
%
Fälligkeit 31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
langfristiger Anteil aus Verpflichtungen        
aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen        
und Mietkaufverträgen 4,12%-8,53% 2009 - 2013 5.808 6.764
Sonstige Darlehen:        
- Senior Facility B EURIBOR      
(TEUR 510.000; Vorjahr: +3,0 * 31. Jul 15 500.871 499.148
- Senior Facility D EURIBOR      
(TEUR 75.000; Vorjahr: TEUR 75.000) +4,75 31. Jan 17 73.454 73.385
- Mezzanine - Facility EURIBOR      
(TEUR 155.000; Vorjahr: +8,7 ** 31. Jul 17 158.184 153.851
- PIK - Facility EURIBOR      
(TEUR 80.000; Vorjahr: TEUR 80.000) +13,3 *** 31. Jul 18 91.668 83.039
- Revolving Credit Facility EURIBOR      
(TEUR 70.000; Vorjahr: TEUR 70.000) +2,75 16. Jan 09 10.757 10.668
SUMME:     840.742 826.855

* bei dem Senior Facility B sind 0,7 %-Punkte als PIK zu verstehen, direkt zahlungswirksam werden EURIBOR + 2,3
** bei der Mezzanine - Facility sind 5,0%-Punkte als PIK zu verstehen, direkt zahlungswirksam werden EURIBOR + 3,7
*** bei der PIK - Facility werden sämtliche Zinsen (EURIBOR inkl. Marge) bis zur Endfälligkeit kumuliert
**** bei den Werten in Klammern handelt es sich immer um das zur Verfügung stehende Nominalvolumen exkl. kumulierter oder abgegrenzter Zinsen

Mit Verträgen vom 30. Juli 2007 haben die Konzerngesellschaften Skipper 3 GmbH und Skipper 4 GmbH mit einem Bankenkonsortium folgende Verträge abgeschlossen:

ein Senior Facility Agreement,

ein Mezzanine Facility Agreement,

ein PIK Facility Agreement und

ein Intercreditor Agreement

Unter dem Senior Facility Agreement konnten die Gesellschaften eine Senior B Facility mit einem Volumen bis zu EUR 510 Mio., eine Senior D Facility mit einem Volumen von bis zu EUR 75 Mio., eine Revolving Credit Facililty mit einem Volumen von bis zu EUR 70 Mio. sowie eine Cash Bridge Facility mit einem Volumen von bis zu EUR 90 Mio. in Anspruch nehmen.

Unter dem Mezzanine Facility Agreement konnten die Gesellschaften ein Mezzanine Darlehen mit einem Volumen von bis zu EUR 155 Mio. und unter dem PIK Facility Agreement einen PIK Loan mit einem Volumen von bis zu EUR 80 Mio. aufnehmen.

Per 31. Juli 2007 wurden die Senior B-, der Senior D-, die Mezzanine-, die PIK- und die Cash Bridge Facility in maximaler Höhe in Anspruch genommen. Die Auszahlung erfolgte unter Abzug von Arrangement- und Verwaltungsgebühren in einer Gesamthöhe von TEUR 19.263. Die Arrangement Fees berechneten sich hierbei in Abhängigkeit vom Nominalvolumen der einzelnen zur Verfügung gestellten Facilities.

Mit Verträgen vom 16. April 2008 wurden sämtliche der genannten Verträge von den Vertragsparteien in gemeinsamem Einverständnis hinsichtlich der Zinsmargen der einzelnen Darlehenstranchen geändert. Die entsprechenden neuen Zinsmargen wurden rückwirkend mit Beginn der Zinsperiode vom 14. April 2008 wirksam. Die Änderungen wurden mit Datum vom 30. April 2008 in die Versionen der Darlehensverträgen entsprechend eingearbeitet.

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die alten und die neuen Zinsmargen:

  Basiszins Neue Konditionen Alte Konditionen
  Cash-Zins PIK-Zins Cash-Zins PIK-Zins
Senior B Facility EURIBOR 2,300% 0,700% 2,375% n/a
Senior D Facility EURIBOR 4,750% n/a 4,500% n/a
Mezzanine Facility EURIBOR 3,700% 5,000% 4,000% 3,875%
PIK Facility EURIBOR n/a 13,300% n/a 10,500%
Revolving Credit Facility EURIBOR 2,750% n/a 2,250% n/a

Grund für die Anpassung der Zinsmargen war insbesondere eine Verschiebung von zahlungswirksamen zu nicht zahlungswirksamen Zinsen im Rahmen der PIK-Loans.

Neben den von den Banken belasteten der Kreditaufnahme direkt zurechenbaren Kosten sind noch weitere Kosten von TEUR 1.800 im Rahmen der Kreditaufnahme angefallen. Die Transaktionskosten wurden, sofern Sie nicht direkt einzelnen Facilities zugerechnet werden konnten, aufgrund des aufgenommenen Nominalbetrages auf die einzelnen Facilities verteilt. Diese Transaktionskosten werden in der Zukunft mittels der Effektivzinsmethode verteilt. Aufgrund der Ablösung der Cash Bridge Facility im September 2007 wurden die auf diese Facility entfallenden Transaktionskosten in Höhe von TEUR 315 im Berichtszeitraum voll aufwandswirksam. Aus der Verteilung der Transaktionskosten ergeben sich für den Berichtszeitraum folgende Abweichungen zwischen gefixten Nominalzinsen und den im Aufwand erfassten Effektivzinsen:

  1.1. - 31.7.2008 1.8. - 31.12.2007
  Nominalzins
Average
Effektivzins
Average
Nominalzins
Average
Effektivzins
Average
Senior B Facility 6,95% 7,32% 6,71% 7,07%
Senior D Facility 9,18% 9,54% 8,83% 9,18%
Mezzanine Facility 12,69% 13,06% 12,21% 12,58%
PIK Facility 16,78% 17,33% 14,83% 15,35%
Revolving Credit Facility 7,03% 9,28% 6,64% 8,88%
Cash Bridge N/A N/A 6,56% 9,90%

Im Rumpfgeschäftsjahr 2008 sind Transaktionskosten in Höhe von insgesamt TEUR 1.008 (Vorjahr: TEUR 1.046) aufwandswirksam geworden.

Die Cash Bridge Facility wurde per 9. September 2007 vollständig zurückgeführt. Mit gleichem Datum hat der Konzern die bestehende Revolving Credit Facility in Höhe von EUR 12 Mio. in Anspruch genommen.

Als Sicherheit für die vorgenannten Facilities wurden sämtlich Anteile an der 100%igen Tochtergesellschaft Skipper 4 GmbH und alle damit zusammenhängenden Nebenansprüche, insbesondere Gewinne, Liquidationserlöse, Einziehungsentgelte, Abfindungsansprüche wegen Kündigung und/oder Austritt eines Gesellschafters sowie Abfindungsansprüche wegen etwaiger Preisgabe eines Geschäftsanteils und Ansprüche auf Rückzahlung von Nachschüssen an die kreditgebenden Institute verpfändet.

Mit Verträgen vom 18. Juni 2008 wurden ferner nachrangige Geschäftsanteilsverpfändungen hinsichtlich der Geschäftsanteile der Skipper 4 GmbH an der Bavaria Yachtbau GmbH sowie der Skipper 3 GmbH an der Skipper 4 GmbH mit analogem Inhalt unterzeichnet.

Des Weiteren hat der Kreditgeber für die Senior, PIK und Revolving Credit Facility als zusätzliche Sicherheit eine Grundschuldeintragung auf das Immobilienvermögen der Bavaria Yachtbau GmbH in Höhe von EUR 65 Mio. erhalten.

Weiterhin bestehen Nachrangige Kontenverpfändungen hinsichtlich der Kontokorrentkonten und sonstiger Bankkonten der Skipper 3 GmbH, der Skipper 4 GmbH und der Bavaria Yachtbau GmbH.

24. Derivative Finanzinstrumente

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
  2.464 -1.271

Mit Datum vom 6. August 2007 wurde ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen von EUR 410 Mio. abgeschlossen. Dieser weist per 31. Juli 2008 einen positiven Marktwert von TEUR 2.464 aus. Per 31. Dezember 2007 war noch ein negativer Marktwert von TEUR 1.271 ausgewiesen worden. Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die Anhangsangabe 33.

25. Verbindlichkeiten im Verbundbereich

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Gesellschafterdarlehen 207.602 192.950

Mit Datum vom 31. Juli 2007 wurde zwischen der Gesellschafterin Bavaria (BC) Luxco S.C.A., Luxemburg, und der Konzernmutter Skipper 1 GmbH ein Darlehensvertrag abgeschlossen. Basierend auf diesem Vertrag wurde per 31. Juli 2007 ein Darlehen in Höhe von EUR 192.949.995 gewährt.

Das Darlehen hat eine unbefristete Laufzeit, kann aber mit einer Ankündigungsfrist von 10 Arbeitstagen jederzeit schriftlich gekündigt werden. Dies ist zum Bilanzstichtag 31. Juli 2008 weder erfolgt noch geplant. Vielmehr geht die Geschäftsführung davon aus, dass dieses Gesellschafterdarlehen dem Teilkonzern der Skipper 1 GmbH langfristig zur Verfügung steht.

Das Darlehen unterlag ursprünglich einer fixen Verzinsung von 7,75% pro Jahr. Mit Vertragsänderung vom 12. Juni 2008 wurde der Zins rückwirkend per 1. Juli 2007 auf 7,59375% angepasst. Hinsichtlich der Vorperiode wurde entsprechend ein Ertrag in Höhe von TEUR 126 in laufender Rechnung erfasst. Die Zinsen sind jährlich fällig. Sofern kein Ausgleich der aufgelaufenen Zinsen durch Zahlung erfolgt, werden die aufgelaufenen Zinsen dem Darlehen zugeschlagen und unterliegen dann der identischen Verzinsung.

Im Rumpfgeschäftsjahr sind unter Berücksichtigung der Vertragsänderung Zinsen in Höhe von TEUR 8.384 angefallen. Diese wurden an sich zusammen mit den Zinsen des vorangegangen Rumpfgeschäftsjahres in Höhe von TEUR 6.268. per 31. Juli 2008 fällig, werden aber auf neue Rechnung vorgetragen.

Das Darlehen ist hinsichtlich der Besicherung nachrangig gegenüber allen anderen Darlehen der finanzierenden Banken.

26. Rückstellungen

  Gewährleistungen
TEUR
Erschließungskosten
TEUR
Werbekostenzuschüsse
TEUR
Sonstige
TEUR
Summe
TEUR
Stand
31. Juli 2007
2.895 114 21 268 3.298
Zuführung 166 0 180 165 511
Inanspruchnahme 91 0 21 8 120
Auflösung 0 0 0 0 0
Aufzinsung 0 0 0 0 0
Stand
31. Dezember 2007
2.970 114 180 425 3.689
Zuführung 40 0 386 56 482
Inanspruchnahme 1.550 0 180 140 1.870
Auflösung 230 0 0 50 280
Aufzinsung 0 0 0 0 0
Stand
31. Juli 2008
1.230 114 386 291 2.021
Kurzfristig per 31. Juli 2008 1.230 114 386 209 1.939
Langfristig per 31. Juli 2008 0 0 0 82 82
Kurzfristig per 31. Dezember 2.970 114 180 260 3.524
Langfristig per 31. Dezember 0 0 0 165 165
Kurzfristig per 31. Juli 2007 2.895 114 21 268 3.298
Langfristig per 31. Juli 2007 0 0 0 0 0

Gewährleistungen

Die Bavaria Yachtbau GmbH ist Beklagte in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Gewährleistungsthemen an den gelieferten Booten. Die Bildung der Einzelgewährleistungsrückstellungen erfolgte nach Maßgabe der bestmöglichen Schätzung unter Zuhilfenahme der Einschätzungen der in den Rechtsstreit involvierten Rechtsanwälte des Konzerns.

Zusätzlich zu diesen Rückstellungen wurden für solche Fälle in der Eröffnungsbilanz Eventualschulden nach IFRS 3 in Höhe von TEUR 235 passiviert. Da die zugrundeliegenden Sachverhalte zum Stichtag weiterhin bestehen und die Einschätzung des Risikos einer Inanspruchnahme unverändert ist, wurden diese Bilanzansätze unverändert fortgeführt.

Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen aus in den vergangenen zwei Jahren verkauften Produkten passiviert. Die Bewertung wird auf Basis von Erfahrungswerten für Reparaturen und Reklamationen in der Vergangenheit vorgenommen. Es ist zu erwarten, dass der Großteil dieser Kosten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres und der gesamte passivierte Betrag innerhalb von zwei Jahren nach dem Bilanzstichtag anfallen werden. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des zweijährigen Gewährleistungszeitraums.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten in Höhe von TEUR 82 den langfristigen Anteil aus einer Rückstellung für die vertraglich vereinbarte Fortzahlung von Gehältern an einen zukünftig freigestellten Mitarbeiter. Der kurzfristige Anteil hieraus beläuft sich auf TEUR 83 und ist unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

27. Schulden aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Schulden (kurzfristig)

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 2.837 7.397
Sonstige Schulden 3.802 3.395
  6.639 10.792

Konditionen der oben aufgeführten finanziellen Schulden:

Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von maximal 60 Tagen.

Sonstige Schulden sind nicht verzinslich und haben eine Fälligkeit von einem bis sechs Monaten. Im Wesentlichen sind die folgenden Positionen in den sonstigen Schulden enthalten: Urlaubsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.146 (31.12.2007: TEUR 605), Mitarbeiterboni TEUR 631 (31.12.2007: TEUR 410), Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten von TEUR 434 (31.12.2007: TEUR 492), Verpflichtungen aus Agency und Trustee Fees im Zusammenhang mit Darlehensverbindlichkeiten TEUR 345 (31.12.2007: TEUR 0), Schulden gegenüber der Berufsgenossenschaft von TEUR 251 (31.12.2007: TEUR 431), Steuerverpflichtungen von TEUR 321 (31.12.2007: TEUR 284) sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen von TEUR 356 (31.12.2007: 135).

28. Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 688 6.198
Zinsabgrenzungen 2.529 2.959
  3.217 9.157

Bei den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um erhaltene Anzahlungen auf bestellte Boote sowie um abgegrenzte Zinsen auf Bankkredite für die laufende Zinsperiode. Die Zinsschulden haben eine Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag von unter einem Jahr.

29. Ertragsteuerschulden

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 3.435 5.819
Gewerbesteuer 2.318 3.955
  5.753 9.774

Es handelt sich um die noch offenen Steuerverpflichtungen der Bavaria Yachtbau GmbH für die Geschäftsjahre 2005/2006 und 2006/2007 mit dem jeweiligen Bilanzstichtag 31.7.

30. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat Leasingverträge für verschiedene Kraftfahrzeuge und EDV-Anlagen sowie für Anlagen der betrieblichen Sicherheit abgeschlossen. Die verbleibende Laufzeit der Leasingverträge liegt zwischen drei und fünf Jahren. Die Leasingverträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Leasingnehmer wurden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt.

Zum 31. Juli 2008 bestehen folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen:

  31.07.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Bis 1 Jahr 89 55
1 bis 5 Jahre 137 91
Über 5 Jahre 64 25

Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen

Der Konzern hat Finanzierungs-Leasingverträge und Mietkaufverträge für verschiedene Immobilien sowie für technische Anlagen und Maschinen abgeschlossen. Die Verträge beinhalten entweder schriftlich oder mündlich vereinbarte Kaufoptionen. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

  per 31.07.2008 per 31.12.2007
  Mindestleasingzahlungen
TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR
Mindestleasingzahlungen
TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR
Bis 1 Jahr 2.019 1.691 2.019 1.646
1 bis 5 Jahre 6.392 5.808 7.210 6.511
über 5 Jahre 0 0 333 252
Summe Mindestleasingzahlungen 8.411 7.499 9.562 8.409
Abzüglich des Zinsanteils 912   1.153  
Barwert der Mindestleasingzahlungen 7.499   8.409  

Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen

Zum 31. Juli 2008 bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 6.562 (Vorjahr: TEUR 403). Der Betrag des laufenden Jahres resultiert aus bereits projektierten Kosten im Rahmen der Erweiterung der Produktionshalle sowie aus zwei bestellten Maschinen, der Vorjahresbetrag stand im Zusammenhang mit dem Erwerb einer thermischen Nachverbrennungsanlage.

Verpflichtungen aus Beratungsverträgen

Die Skipper 4 GmbH hat am 31. Juli 2007 mit Portfolio Company Advisors Limited, London, Großbritannien, und mit Bain Capital Partners LLC, Boston, USA, einen Beratungsvertrag über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren abgeschlossen. Die daraus resultierenden Verpflichtungen betragen TEUR 2.000 per anno. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Anhangsangabe 31.

Rechtsstreitigkeiten

Die Bavaria Yachtbau GmbH ist Beklagte in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Gewährleistungsthemen an den gelieferten Booten. Entsprechend der Kriterien des IAS 37 wurden für diese Fälle Rückstellungen wie oben dargestellt gebildet. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen angabepflichtigen Eventualschulden.

Garantien

Berichtspflichtige Garantien bestanden zu beiden Stichtagen nicht.

31. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Das Mutterunternehmen der Skipper 1 GmbH (100% Anteil) ist die Bavaria (BC) Luxco S.C.A., eine Kommanditgesellschaft auf Aktien nach Luxemburger Recht mit Sitz in Luxemburg. Oberste Konzernmutter der Gruppe ist die Bavaria (BC) Luxco S.A., eine Aktiengesellschaft nach Luxemburger Recht mit Sitz in Luxemburg. Letztere hält zwar nur 0,08% am Kapital der Bavaria (BC) Luxco S.C.A., ist jedoch Halter der einzigen zum Stimmrecht berechtigten Kommanditaktie.

Wesentliche Anteilseigner sowohl der Bavaria (BC) Luxco S.A. als auch der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. sind verschiedene von Bain Capital LLP, Boston, USA, gemanagte Investment - Fonds. Smedvig Capital Limited, London, UK, hält einen weiteren wesentlichen Anteil an der Bavaria (BC) Luxco S.A., keiner der Anteilseigner übt einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft aus. An der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. ist daneben der ehemalige Geschäftführer Herr Winfried Hermann wesentlich beteiligt.

Damit zählen sämtliche von Bain Capital LLP, Boston, USA, gemanagte Investment Fonds, Smedvig Capital sowie Herr Winfried Hermann zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen.

In der folgenden Tabelle werden Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen im jeweiligen Geschäftsjahr dargestellt (zu Angaben über offene Posten zum 31. Juli 2008 und zum 31. Dezember 2007 wird auf die Anhangangaben 10 und 15 verwiesen):

    Aufwendungen aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
TEUR
Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen
TEUR
Unternehmen mit Einfluss auf den Konzern:      
Bavaria S.C.A., Luxemburg 31.07.2008 8.384 205.486
31.12.2007 6.268 199.218
Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen mit Einfluss auf den Konzern:      
Bain Capital LLC, Boston, USA 31.07.2008 602 258
31.12.2007 430 430
Portfolio Company Advisors Limited, London, Großbritannien 31.07.2008 564 0
31.12.2007 404 0

Darlehensvertrag mit Bavaria (BC) Luxco S. C.A., Luxemburg

Der Gesellschafter der Skipper 1 GmbH hat mit dieser einen Darlehensvertrag über einen Nominalbetrag in Höhe von TEUR 192.950 ab dem 31. Juli 2007 abgeschlossen. Der Vertrag wies ursprünglich eine fixe Verzinsung von 7,75% auf. Diese wurde mit Vertrag vom rückwirkend auf eine fixe Verzinsung von 7,59375% angepasst. Aufgrund der Anpassung kam es bei der Gesellschaft zu einer Reduzierung des Zinsaufwandes bezogen auf ein komplettes Kalenderjahr von TEUR 301, wovon TEUR 126 der Vorperiode zuzurechnen und entsprechend als periodenfremde Erträge zu behandeln sind. Die aufgelaufenen Zinsverpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. Juli 2008 auf TEUR 14.652. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Erläuterungen in Anhangsangabe 25.

Beratungsverträgen mit Bain-Gruppengesellschaften

Die Skipper 4 GmbH als erwerbendes Unternehmen der Beteiligung an der Bavaria Yachtbau GmbH hat am 31. Juli 2007 mit der Bain Capital LLC, Boston, USA, der Bain Capital Limited, London, Großbritannien, und mit der Portfolio Company Advisors Limited, London, Großbritannien, Beratungsverträge vereinbart.

Die Verträge betreffen die laufende Beratung der Skipper 4 GmbH und deren Tochter Bavaria Yachtbau GmbH für einen Vertragszeitraum von mindestens 2 Jahren beginnend mit dem 31. Juli 2007. Die laufenden Beratungsleistungen umfassen generelle Verwaltungsunterstützung, Erarbeitung von Finanzierungsalternativen, Erstellung von Finanzplänen und Überwachung der Einhaltung von Bankenvereinbarungen, die Durchsicht von Marktstrategien, Liquiditätsmanagement und Beratung im Bereich Investitionen und Personal. Die vereinbarten jährlichen Beratungsgebühren betragen TEUR 2.000. Für den Zeitraum 1. August bis 31. Dezember 2007 sind Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 834 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Der Restbetrag von TEUR 1.166 wurde dann im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 aufwandswirksam erfasst.

Das oberste, beherrschende Mutterunternehmen

Während des Rumpfgeschäftsjahres sowie im vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr gab es keine Geschäftsvorfälle zwischen dem Skipper 1 Konzern und dem obersten Konzernmutterunternehmen, der Bavaria (BC) Luxco S.A., Luxemburg. In der Vergleichsperiode fand außer der Gründung des Konzerns ebenfalls kein Geschäftsvorfall statt. Hinsichtlich der Aufstellung des Konzernabschlusses für den größten Kreis von Unternehmen wird auf die Anhangangabe 1 verwiesen.

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Verkäufe an und Käufe von nahe stehende(n) Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, mit Ausnahme der Gesellschafterdarlehen (siehe hierzu Anhangsangabe 25) unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.

Transaktionen mit anderen nahe stehenden Unternehmen und Personen

Darlehen an Mitglieder der Unternehmensleitung und Managementbeteiligungsprogramm

Mit Wirkung zum 31. März 2008 wurde für leitende Angestellte der Skipper 4 GmbH sowie der Bavaria Yachtbau GmbH ein Managementbeteiligungsprogramm auf Ebene der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. aufgelegt. Unter diesem Programm konnten die Personen aus diesem Mitarbeiterkreis Aktien zum Nominalbetrag erwerben und partizipieren in Zukunft an der Wertsteigerung der Aktien. Auf diese Weise wurde ein Gesamtkaufpreis von TEUR 1.291 an die Bavaria (BC) Luxco S.C.A. gezahlt, was ungefähr 3,8% der gesamten Anteile an der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. entspricht.

Der begünstigte Personenkreis soll für einen Zeitraum von fünf Jahren an den Wertsteigerungen des Konzerns teilhaben. Dabei wird die Wertsteigerung anhand des Unternehmenswertes nach Ablauf eines maximalen Zeitraumes von fünf Jahren oder zu einem etwaigen früheren Austrittszeitpunktes des Mitarbeiters ermittelt. Der Verkauf der Anteile durch den begünstigten Personenkreis steht unter einem Vorkaufsrecht des Hauptgesellschafters der Bavaria (BC) Luxco S.C.A.

Je nach Klassifizierung wird im Austrittsfall während der fünfjährigen Vesting Period anhand einer vertraglich festgelegten Definition eine Einstufung in "good leavers", "medium leavers" sowie "bad leavers" vorgenommen. In Abhängigkeit von der Einstufung erfolgt eine entsprechende Kompensation.

Das Wahlrecht über die Form der Erfüllung liegt bei der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. Die überwiegenden Indikatoren der Vereinbarung sprechen für eine Erfüllung durch Barausgleich. Da in bar zu erfüllende anteilsbasierte Vergütungen im Konzern aktuell nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 2 bzw. IFRIC 11 fallen, erfolgt keine Erfassung als Vergütungsaufwand auf Ebene des Skipper 1 GmbH Konzernabschlusses.

Sollte es innerhalb der Beschäftigung zu einem "Change of Control" kommen, wird die erzielte Marktwertsteigerung sofort fällig.

Neben den leitenden Angestellten ist es in einem Falle auch der Ehefrau eines Begünstigten ermöglicht worden Aktien zu gleichen Konditionen zu erwerben. In diesem Fall wurde ein Gesamtkaufpreis von TEUR 340 an die Bavaria (BC) Luxco S.C.A. gezahlt, was ungefähr 1,0% der gesamten Anteile an der Bavaria (BC) Luxco S.C.A. entspricht.

In Zusammenhang mit dem Managementbeteiligungsprogramm wurden den leitenden Angestellten Darlehen in einer Gesamthöhe von TEUR 410 durch die Bavaria Yachtbau GmbH gewährt. Diese dienten dazu den Erwerb von vergünstigten Aktien zu finanzieren und unterliegen einer Verzinsung von 5% p.a.

Vergütung der Geschäftsführung des Konzerns

  01.01. - 31.07.2008
TEUR
01.08. - 31.12.2007
TEUR
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 500 296
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 165 165
  665 461

Der Geschäftsführung des Konzernmutterunternehmens gehörten im Berichtszeitraum und nach dem Bilanzstichtag folgende Personen an:

- Herr Dieter Berndt, Raubling, seit dem 1. Januar 2008
- Herr Klaus Hammen, Untermeitingen, seit dem 1. Januar 2008
- Herr Rudolf Müller, Marktbreit, seit dem 1. August 2007
- Herr Kay Schwabedal, Düsseldorf, seit dem 19. November 2007 bis zum 6. Oktober 2008 *
- Herr Andres Cardenas, Barcelona, Spanien seit dem 6. Oktober 2008 *

* (Eintragung ins Handelsregister bislang nicht erfolgt)

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch die Skipper 1 Gruppe verwendeten finanziellen Schulden - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen, Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen von Kunden sowie ein von dem Gesellschafter erhaltenes Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren verfügt der Konzern auch über derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehört zum Bilanzstichtag ausschließlich ein Zinsswap. Zweck dieses derivativen Finanzinstrumentes ist die Absicherung gegen Zinsrisiken, die auf Grund der variablen Verzinsung der verschiedenen Bankdarlehen resultieren. Derzeit sind alle Bankdarlehen variabel verzinst. Ziel der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken aus der Schwankung der variablen Verzinsung in planbare, sichere Cashflows zu transferieren.

Ein weiterer Einsatz von derivativen Finanzierungsinstrumenten ist zum heutigen Tag nicht geplant.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflowrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden.

Zinsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen finanziellen Bankverbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz.

Die Steuerung des Zinsaufwands des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Die Richtlinien des Konzerns sehen vor, dass 50% seines verzinslichen Fremdkapitals festverzinslich sind. Zur Erreichung dieser Zielsetzung hat der Konzern einen Zinsswap abgeschlossen, bei dem der Konzern ab dem 31. Januar 2008 auf 6-Monatsbasis einen fixen Zins von 4,554% auf ein Nominalvolumen von Mio. EUR 410 zahlt und variabel auf Basis des 6-Monats-EURIBORS auf den gleichen Nominalbetrag Ausgleichszahlungen erhält. Mit diesem Zinsswap wird die zugrunde liegende Verpflichtung gegenüber den Banken abgesichert. Zum 31. Juli 2008 waren unter Berücksichtigung des bestehenden Zinsswaps circa 58% (per 31. Dezember 2007: circa 60%) des Fremdkapitals des Konzerns für den Zeitraum ab Laufzeitbeginn des Zinsswaps bis zum 31. Juli 2010 quasi festverzinslich.

Währungsrisiko

Der Konzern unterliegt Währungsrisiken nur bezogen auf einzelne Transaktionen. Diese Risiken resultieren lediglich aus der Beschaffung von einigen wenigen Zukaufteilen sowie Dienstleistungen. Alle Yachten werden grundsätzlich in Euro fakturiert. Daher ist das direkte Währungskursrisiko als vernachlässigbar anzusehen.

Kreditrisiko

Ein Kreditrisiko auf Kundenseite besteht seitens Bavaria Yachtbau nicht, da alle Boote erst dann zur Auslieferung gelangen, wenn der Kaufpreis vollständig überwiesen wurde. Bavaria Yachtbau erhält vor Produktionsbeginn eine Anzahlung, die in etwa einem möglichen Verlust aus einer Zweitvermarktung entspricht, für den Fall, dass trotz Anzahlung eine Yacht nicht abgenommen werden sollte. Damit kann ein Ausfallrisiko bei Bootsverkäufen nahezu ausgeschlossen werden. Bei dem Verkauf von Ersatzteilen unterliegt auch der Konzern einem Kreditrisiko, welches am Bilanzstichtag in einem maximalen Ausfallrisiko in Höhe von dem in Anhangsangabe 17 ausgewiesenen Buchwert resultiert.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Darlehen und bestimmten derivativen Finanzinstrumenten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Dieses Tool berücksichtigt die monatlichen Belastungen durch Bankdarlehen sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die Vorschauperiode beträgt jeweils das laufende Geschäftsjahr. Ferner wird wöchentlich eine Kurzfristrechnung mit einer Woche Vorlauf erstellt.

Aufgrund der langen Laufzeit der Bankdarlehen ergeben sich mittelfristig keine Finanzierungslücken für die Gesellschaft. Eventuelle saisonal bedingte Liquiditätsschwankungen können im Rahmen der laufenden Revolving Credit Facility in Höhe von Mio. EUR 70, die zum Bilanzstichtag und auch zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung mit Mio. EUR 12 in Anspruch genommen waren, abgedeckt werden. Zum 31. Juli 2008 wird nur ein unwesentlicher Teil des gesamten verzinslichen Fremdkapitals innerhalb eines Jahres fällig.

Zum 31. Juli 2008 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

  Zeitraum
  2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2010/2011 - 2014/2015
TEUR
2015/2016 - 2016/2017
TEUR
nach 2016/2017
TEUR
Zahlungsströme aus          
Darlehen 62.736 57.416 838.31 381.712 539.086
- davon Zinsen 62.736 57.416 304.152 52.808 0
- davon Tilgung 0 0 533.979 328.904 539.086
Gesellschafterdarlehen          
- davon Zinsen 0 0 0 0 0
- davon Tilgung 0 0 0 0 401.158
Finanzierungsleasing 2.019 1.849 4.543 0 0
Derivaten -3.052 599 0 0 0
Übrige finanzielle          
Schulden 9.855 0 0 0 0
Bestellobligo 6.562 0 0 0 0
SUMME: 78.120 59.865 842.674 381.712 940.244

Die Zahlungsströme sind unter Berücksichtigung folgender Annahmen ermittelt worden:

Die variablen Zahlungsströme aus Zinsen sowie aus den Derivaten wurden basierend auf der EURIBOR Kurve per 31. Juli 2008 ermittelt.

Die Tilgung in 2011 berücksichtigt die geplante Tilgung der vertraglich eigentlich als kurzfristig einzustufenden Revolving Credit Facility.

Die Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens (wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Anhangsangabe 25) erfolgt per 31. Juli 2037. Die Zinsen auf das Darlehen werden jährlich zum 31. Juli eines Jahres fällig. Mit einer Tilgung der Zinsen wird jedoch nicht gerechnet. Vielmehr werden die Zinsen dem Darlehen zugeschlagen, verzinst und dann endfällig getilgt.

Wesentliche weitere nicht detailliert zugeordnete Zahlungsabflüsse ergeben sich aus der Rückführung der Senior B-Noter per 31. Juli 2015 von TEUR 521.979, der Senior D-Note sowie der Mezzanine Finanzierung in 2017 in Höhe von TEUR 328.904 sowie des PIK Loans ins 2018 in Höhe von TEUR 539.086.

Zum Stichtag verfügte der Konzern über ein nicht genutztes Kreditvolumen von EUR 58 Mio.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass Sie das bestehende bislang nicht genutzte Kreditvolumen noch im kommenden Geschäftsjahr in vollem Umfang in Anspruch genommen werden wird. Hiermit soll insbesondere auch die Geschäftsjahr fälligen Zinszahlungen finanziert werden.

Sensitivitäten

Schwankungen der Marktpreise an den Finanzmärkten können sich signifikant auf den Cashflow und den Gewinn auswirken. Insbesondere Veränderungen auf den Zinsmärkten wirken sich auf den Skipper 1 Konzern aus.

Neben der Betrachtung von risikobehafteten, marktsensitiven Positionen, wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe, spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten eine entscheidende Rolle im Umgang mit den Finanzmarktrisiken. Hierbei wurde eine Parallel-Verschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) für eine Risikoabschätzung unterstellt.

Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktbedingung zur Grundlage und basieren insbesondere auf der ceteris paribus Annahme (unter sonst gleichen Bedingungen). Das heißt die Betrachtung der Verschiebung der Zinskurve erfolgt losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklung deutlich abweichen.

Das Zinsrisiko für Skipper 1 resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten Darlehen, die teilweise durch einen Zinsswap abgesichert werden.

Eine Parallel-Verschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte für das vergangene Geschäftsjahr hätte nach den Abschätzungen aus der Sensitivitätsanalyse ein um TEUR 5.007 (Vorjahr: TEUR 3.583) niedrigeres Vorsteuerergebnis sowie eine erfolgsneutrale Erhöhung des Eigenkapital um TEUR 5.358 (Vorjahr: TEUR 9.203) zur Folge.

Eine entsprechende Abwärtsverschiebung der Zinskurve hätte zu einem Anstieg von TEUR 4.992 (Vorjahr: TEUR 3.582) im Vorsteuerergebnis sowie einer erfolgsneutralen Reduktion des Eigenkapitals von TEUR 5.550 (Vorjahr: TEUR 9.524) geführt.

Für das Währungsrisiko wurde auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet, da der Konzern - wie oben dargestellt - im Regelfall sowohl den Verkauf als auch den Einkauf basierend auf EURO abwickelt, so dass nur in Ausnahmefällen Positionen in Fremdwährung vorhanden sind. In diesem Fall sind die Positionen kurzfristig fällig. Weder zum 31. Juli 2008 noch zum 31. Dezember 2007 bestanden monetäre Fremdwährungspositionen.

Kapitalsteuerung

Der Konzern legte seine Kapitalstruktur nach Übernahme der Bavaria Yachtbau GmbH neu fest. Zum 31. Juli 2008 bzw. 31. Dezember 2007 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden (ohne Verbindlichkeiten im Verbundbereich) zu einem 12-Monats EBITDA-CAPEX entspricht. Gemäß den konzerninternen Plänen soll der so definierte Verschuldungsgrad unter 12 liegen. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen (ohne Verbindlichkeiten im Verbundbereich), Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Forderungen. Der so ermittelte Verschuldungsgrad liegt derzeit deutlich über der internen Richtlinie. Da jedoch der Liquiditätsrahmen nicht ausgeschöpft ist, ergibt sich kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Die mittelfristige Planung der Gesellschaft lässt ein deutliches Absinken der Kennziffer erwarten, sodass auch daraus sich kein konkreter Handlungsbedarf ableitet.

33. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zugehörigkeit der Finanzinstrumente zu den einzelnen Klassen sowie zu den Kategorien gemäß IAS 39. Ferner wird der jeweilige Zeitwert der Finanzinstrumente zu den einzelnen Stichtagen dargestellt. Ferner werden die in den Geschäftsjahren entstandenen Netto-Gewinne bzw. Verluste der jeweiligen Periode offen gelegt.

      Wertansatz nach IAS 39    
31. Juli 2008 Bewertungskategorie Buchwert
in TEUR
Fair-Value
erfolgsneutral
fortgeführte Anschaff. Wert nach
IAS 17
Fair-Value
in TEUR
Zahlungsmittel L&R 20.049   20.049   20.049
Forderungen L+L L&R 299   299   299
Sonst. kurzfr. Vermögenswerte L&R 631   631   631
Sonst. langfr. Vermögenswerte L&R 1.128   1.128   1.128
Derivate AtFVtPL, n.a. 2.464 2.464     2.464
Verbindlichkeiten L+L o.L. 6.639   6.639   6.639
Verzinsliche kurzf. Darlehen o.L., n.a. 1.691     1.691 1.691
Verzinsliche langf. Darlehen o.L., n.a. 840.742   834.934 5.808 siehe Erläuterungen
langfristige Verbindl. im Verbundbereich o.L. 207.602   207.602   siehe Erläuterungen
kurzfristige Verbindl. im Verbundbereich o.L. 0   0   0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten o.L., n.a. 3.217   3.217   3.217
Wert je Bewertungskategorie L&R     22.107    
AtFVtPL   2.464      
o.L.     1.052.392    
Netto Gewinne- und Verluste
01.01. - 31.07.2008
  Aus der Folgebewertung  
aus Zinsen zum Fair Value Wertberichtigung Nettoergebnis
Loans and Receivables 531   0 531
Other Liabilities -56.237     -56.237
SUMME -55.706 0 0 -55.706

Aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Marktwert sind Erträge von TEUR 3.736 (Vorjahr: Aufwendungen von TEUR 1.271 angefallen), die jedoch aufgrund der Bilanzierung als Cashflow Hedge erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden.

Im Rumpfgeschäftsjahr sind TEUR 381 (Vorjahr: TEUR: 208) an Bankgebühren bzw. Verwaltungsgebühren für die aufgenommenen Bankdarlehen angefallen, die entsprechend unter den sonstigen Finanzaufwendungen erfasst wurde.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Zinsswaps sind im Vorjahr Beraterkosten von TEUR 91 angefallen. Diese wurden direkt als Aufwand erfasst und sind in den sonstigen Aufwendungen für Beratungsleistungen enthalten.

Bei den verzinslichen Darlehen sowohl gegenüber den refinanzierenden Banken als auch gegenüber dem Gesellschafter wurde auf die Angabe eines Marktwertes sowohl zum 31. Juli 2008 als auch zum 31. Dezember 2007 verzichtet, da eine verlässliche Bestimmung eines solchen nicht möglich war. Bezogen auf die verzinslichen Darlehen von den refinanzierenden Banken resultiert die Unsicherheit aus folgenden Faktoren:

Die Darlehen sind sämtlich variabel verzinst und damit von der Grundverzinsung her marktkonform. Marktwertveränderungen unterliegt die bei den einzelnen Darlehen vereinbarte Marge. Diese hat sich möglicherweise aufgrund von zwei Faktoren geändert. Zum einen ist aufgrund der Finanzmarktkrise die Risikoprämie am Markt allgemein gestiegen, so dass selbst bei unterstelltem stabilem Rating der Skipper Gruppe ein Anstieg zu verzeichnen gewesen wäre. Zum anderen mag sich die Einstufung der Gruppe selbst geändert haben bzw. selbst bei gleichem Rating hätte die Gruppe wahrscheinlich andersgeartete Sicherheiten stellen müssen.

Fakt ist, dass die Syndizierung der Darlehen durch die finanzierenden Banken bis Ende April 2008 nicht erfolgen konnte. Per Ende April wurde laut Meldungen aus Finanzkreisen ein Teil der Bankdarlehen zu einem Preis von 65% des ursprünglichen Nominalvolumens von den syndizierenden Instituten veräußert. Ob dieser Wertabschlag bereits per 31. Dezember 2007 gültig war bzw. wie dieser sich seither verändert hat, lässt sich jedoch nicht sagen. Dies als Annahme unterstellt, hätten die Bankdarlehen per 31. Dezember 2007 einen Marktwert von TEUR 533.059 verglichen zu einem Buchwert von TEUR 820.092 gehabt. Per 31. Juli 2008 würde der Marktwert unter dieser Kondition TEUR 546.482 betragen.

Da jedoch weder das eigene Kreditrating noch der daraus resultierende Margenaufschlag für die einzelnen Tranchen des Darlehens zu den betroffenen Stichtagen ermittelbar waren, ist eine Bestimmung des Marktwertes nicht möglich. Dieser wird aufgrund der vorgenannten Tatbestände zum Stichtag wahrscheinlich deutlich unter dem Buchwert liegen.

Auch beim Gesellschafterdarlehen ist nicht festzustellen, ob sich das Rating und damit der im Fixzins enthaltene Aufschlag verändert haben.

31. Dezember 2007     Wertansatz nach IAS 39    
Bewertungskategorie Buchwert
in TEUR
Fair-Value
erfolgsneutral
fortgeführte Anschaff. Wert nach
IAS 17
Fair-Value
in TEUR
Zahlungsmittel L&R 18.526   18.526   18.526
Forderungen L+L L&R 345   345   345
Sonst. kurzfr. Vermögenswerte L&R 3.819   3.819   3.819
Sonst. langfr. Vermögenswerte L&R 956   956   956
Verbindlichkeiten L+L o.L. 10.792   10.792   10.792
Verzinsliche kurzf. Darlehen o.L., n.a. 1.646     1.646 1.646
Verzinsliche langf. Darlehen o.L., n.a. 826.855   820.092 6.763 siehe Erläuterungen
langfristige Verbindl. im Verbundbereich o.L. 192.950   192.950   siehe Erläuterungen
kurzfristige Verbindl. im Verbundbereich o.L. 6.268   6.268   6.268
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten o.L., n.a. 9.157   9.157   9.157
Derivate AtFVtPL, n.a. 1.271 1.271     1.271
Wert je Bewertungskategorie L&R     23.646    
AtFVtPL   1.271      
o.L.     1.039.259    
Netto Gewinne- und Verluste
01.07. - 31.12.2007
  Aus der Folgebewertung  
aus Zinsen zum Fair Value Wertberichtigung Nettoergebnis
Loans and Receivables 700 0 -111 589
Other Liabilities -38.825 0 0 -38.825
SUMME -38.125 0 -111 -38.236

** Bedeutung der Abkürzungen:

AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/ Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

L&R: Loans and Receivables/ Darlehen und Forderungen

n.a: nicht anwendbar

o.L.: Other Liabilities/ andere Verbindlichkeiten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Sicherungsbeziehungen

Zum 31. Juli 2008 besteht ein Payer-Zinsswap, der als Sicherungsgeschäft eingestuft wird und zur Absicherung zukünftiger variabler Zinszahlungsströme aus der Refinanzierung des Erwerbs der Bavaria Yachtbau GmbH dient. Der Zinsswap hat ein Volumen von EUR 410 Mio. und eine Laufzeit vom 31. Januar 2008 bis zum 31. Juli 2010 und deckt damit einen Teilzeitraum der zugrunde liegenden Finanzierung ab. Mit dem Zinsswap wird der Marktzins ohne Berücksichtigung des Credit Spreads wirtschaftlich für das genannte Volumen auf 4,554% begrenzt.

Die Sicherungsbeziehung zur Absicherung von Cashflows der erwarteten künftigen Zinszahlungsströme wurde als hocheffektiv eingestuft. Daher wurde im Eigenkapital ein nicht realisierter Gewinn in Höhe von TEUR 2.464 (Vorjahr: Verlust von TEUR 1.272) unter Berücksichtigung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr: passiver latenter Steuern von TEUR 343) aus diesem Sicherungsinstrument erfasst. Das Derivat wird unter den langfristigen Vermögenswerten (Vorjahr: langfristige Verbindlichkeiten) ausgewiesen.

Die Effektivität wird prospektiv zum Designationszeitpunkt sowie zu allen folgenden Bilanzstichtagen über den so genannten "Critical Term Match" nachgewiesen. Retrospektiv erfolgt der Nachweis mittels der "Hypothetischen Derivate-Methode".

34. Nutzung von Befreiungsvorschriften für die Einzelabschlüsse von Konzernunternehmen

Die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften

Skipper 2 GmbH, Giebelstadt,

Skipper 3 GmbH, Giebelstadt,

Skipper 4 GmbH, Giebelstadt,

Bavaria Yachtbau GmbH, Giebelstadt,

machen von der Möglichkeit zur Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Anwendung der Vorschriften des 1., 3. und 4. Unterabschnitts des 2. Abschnitts des 3. Buches des HGB Gebrauch.

Die folgenden Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB sind bislang noch nicht erfüllt:

Der Gesellschafterbeschluss des jeweiligen Tochterunternehmens über die Zustimmung der Inanspruchnahme der Befreiung ist noch nach § 264 Abs. 3 Nr. 1 i. V. m. § 325 HGB offenzulegen.

Die Befreiung des Tochterunternehmens ist noch gem. § 264 Abs. 3 Nr. 4 b) HGB zusätzlich im elektronischen Bundesanzeiger für das Tochterunternehmen unter Bezugnahme auf den § 264 Abs. 3 HGB und unter Angabe des Mutterunternehmens mitzuteilen.

35. Nachträgliche Ereignisse

Finanzierung

Aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten und der Instabilität der Bankenlandschaft hat sich die Geschäftsleitung entschlossen, die ausstehende Kreditlinie von 58 Mio. € voll zu ziehen, um damit in Zeiten volatiler Märkte volle Handlungsfähigkeit zu behalten.

Geschäftsführung

Mit Wirkung zum 6. Oktober 2008 ist Herr Kay Schwabedal aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

An seiner Stelle wird künftig Herr Andres Cardenas die Funktion des Sprechers der Geschäftsführung übernehmen. Er wurde mit Wirkung zum 6. Oktober 2008 in die Geschäftsführung berufen.

 

Giebelstadt, den 13. November 2008

Dieter Berndt

Klaus Hammen

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Skipper 1 GmbH, Giebelstadt, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in den Abschnitten "Finanzlage" und "Prognosebericht" des Konzernlageberichts hin. Dort ist ausgeführt, dass trotz des negativen Eigenkapitals im Konzernabschluss der Skipper 1 GmbH und den erheblichen finanziellen Belastungen aus der Bedienung der verzinslichen Darlehen ein Risiko für den Fortbestand der Gruppe nicht gesehen wird, weil die von der Geschäftsführung aufgestellten Planungsrechnungen hinreichende Ergebnisse erwarten lassen, um eine ausreichende Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung zu gewährleisten. Zudem erwartet die Geschäftsführung die langfristige Finanzierung durch den Gesellschafter entweder in Form des gegebenen Gesellschafterdarlehens oder in Form einer Eigenkapitalerhöhung. Für das Gesellschafterdarlehen hat der Gesellschafter im Geschäftsjahr einen Rangrücktritt über EUR 193 Mio. erteilt.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, den 13. November 2008

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von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

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