Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 111178
Vorher
EDG-Energiedienstleistungen Georgsmarienhütte GmbH
Eingetragen
14.12.2005
Branche
Betrieb von SportanlagenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBetrieb von Kläranlagen
Gegenstand
der Betrieb und die Unterhaltung des Panoramabades in Georgsmarienhütte, von Freizeiteinrichtungen einschließlich der zugehörigen Anlagen und Infrastruktur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Dorroch
seit 29.6.2017
Geschäftsführer
Michael Rust
seit 29.3.2012
Prokura
Torsten Meyer
seit 29.3.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
50.00%
Germany
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Panoramabad GmbH

Georgsmarienhütte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Testatexemplar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

EversheimStuible Treuberater GmbH Fritz-Vomfelde-Straße 6, 40547 Düsseldorf
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Telefon (0211) 5235-01
Steuerberatungsgesellschaft Telefax (0211) 5235-100
www.ES-Treuberater.de E-Mail: Duesseldorf@ES-Unternehmensgruppe.de

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 533,40 810,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.456.220,50 5.822.905,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 237.884,84 284.957,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.185,45 75.834,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.244,12 111,40
5.811.534,91 6.183.809,24
5.812.068,31 6.184.620,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.839,72 9.663,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.001,71 13.495,15
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.117.980,56 1.062.527,80
3. Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte 29.585,25 27.337,90
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.517,63 16.330,27
1.169.085,15 1.119.691,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.516.699,06 1.140.030,57
2.697.623,93 2.269.385,30
8.509.692,24 8.454.005,43

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Verlustvortrag -1.970,77 -1.970,77
8.048.029,23 8.048.029,23
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 152.450,00 139.600,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.285,98 33.522,97
2. Verbindlichkeiten gegen die Stadt Georgsmarienhütte 0,00 220,20
3. Sonstige Verbindlichkeiten 246.927,03 232.633,03
309.213,01 266.376,20
8.509.692,24 8.454.005,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 1.282.880,55 1.132.295,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.734,85 6.180,36
1.292.615,40 1.138.476,21
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 473.599,43 361.107,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.602,00 6.149,80
480.201,43 367.257,11
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 784.621,58 795.162,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 210.648,46 157.268,24
(davon für Altersversorgung € 39.837,76; Vorjahr € 42.964,45)
995.270,04 952.430,73
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 418.155,82 436.248,63
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 555.820,67 471.936,35
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.763,61 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.141.068,95 -1.089.396,61
10. Sonstige Steuern 14.603,96 14.603,96
11. Erträge aus Verlustübernahme 1.155.672,91 1.104.000,57
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeines

Die Panoramabad GmbH ist zum Bilanzstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter der Nummer HRB 111178 geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Zur Verbesserung der Klarheit der Verflechtungen zur Stadt Georgsmarienhütte ist die Bilanz um die Posten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte erweitert worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250,00 nicht überschreiten. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250,00 aber maximal € 1.000,00 netto betragen, werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungswerten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) hervor.

Umlaufvermögen

In den Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte sind Forderungen aus der Badüberlassung an Schulen und Vereine enthalten.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen Finanzmitteldispositionen innerhalb der Stadtwerke Gruppe.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von € 50.000,00 wird vollständig von der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH gehalten.

Zur Finanzierung der Umbaumaßnahmen in den Jahren 2008 und 2009 wurden vom Gesellschafter Finanzmittel in Höhe von insgesamt Mio. € 8,0 zur Verfügung gestellt. Diese wurden der Kapitalrücklage zugeführt.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten (T€ 58, Vorjahr T€ 53), für drohende Fördermittelrückzahlungen (T€ 82, Vorjahr T€ 82) und für unterlassene Instandhaltungen sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 12, Vorjahr T€ 5) enthalten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Umsatzerlöse

2023 2022
T€ T€
Hallenbad 519 469
Sauna 322 255
Gastronomie 220 193
Kurse 70 59
Freibad 114 116
Shop 18 18
Sonstiges 20 22
1.283 1.132

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 29 Arbeitnehmer (Vorjahr 30) beschäftigt. Darin enthalten ist ein Auszubildender.

Honorare des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüfungsleistungen fallen Honorare von T€ 4 (netto zzgl. MwSt.) an. Sonstige Leistungen an Abschlussprüfer wurden nicht beauftragt.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Jörg Dorroch. An den Geschäftsführer wurde im Geschäftsjahr keine Vergütung gezahlt.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dagmar Bahlo, Bürgermeisterin (Vorsitzende)

Udo Hebbelmann, Jurist (stellv. Vorsitzender)

Martin Dälken, Drogist

Petra Funke, Großhandelskauffrau (bis 9/2023)

Christoph Gröne, Dipl.-Agraringenieur

Annette Jantos, Rechtsanwältin (ab 9/2023)

Jörg Konrad, Bademeister, Arbeitnehmervertreter

Arne Müller, HR Business Partner

Stephan Sprekelmeyer, techn. Angestellter

Julian Symanzik, selbstständiger Erzieher

Heinrich Trimpe-Rüschemeyer, Rechtsanwalt (bis 9/2023)

Jörg Welkener, Garten- und Landschaftsbauer (ab 9/2023)

Die Aufsichtsratsmitglieder haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr insgesamt eine Vergütung in Höhe von € 2.255,00 erhalten.

Beziehungen zu anderen Unternehmen

Aufgrund des mit Wirkung ab 1. Januar 2008 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wurde der Verlust des Geschäftsjahres 2023 von € 1.155.672,91 durch die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH, Georgsmarienhütte, ausgeglichen.

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen Unternehmen getätigt wurden

Beschaffung (von der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH, Georgsmarienhütte)

Kaufmännische Betriebsführung

Bezug von Strom, Gas, Fernwärme und Wasser, Abwasserentsorgung

Pachtvertrag, Betriebsführung Blockheizkraftwerk (BHKW)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Pachtvertrag mit o.g. verbundenem Unternehmen ergeben sich bis Verpflichtungen in Höhe von T€ 50 bis zum Jahr 2027.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Lage der Gesellschaft haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Georgsmarienhütte, den 28. März 2024

Jörg Dorroch
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 14.886,70 0,00 0,00 14.886,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.882.129,32 0,00 -28.965,65 9.853.163,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.815.793,17 0,00 0,00 1.815.793,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.448.645,55 15.014,46 -11.915,63 1.451.744,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 111,40 47.132,72 0,00 47.244,12
13.146.679,44 62.147,18 -40.881,28 13.167.945,34
13.161.566,14 62.147,18 -40.881,28 13.182.832,04
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 14.075,81 277,49 0,00 14.353,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.059.223,98 350.156,03 -12.436,84 4.396.943,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.530.835,30 47.073,03 0,00 1.577.908,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.372.810,92 20.649,27 -11.901,26 1.381.558,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.962.870,20 417.878,33 -24.338,10 7.356.410,43
6.976.946,01 418.155,82 -24.338,10 7.370.763,73
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 533,40 810,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.456.220,50 5.822.905,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 237.884,84 284.957,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.185,45 75.834,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.244,12 111,40
5.811.534,91 6.183.809,24
5.812.068,31 6.184.620,13

Lagebericht 2023 der Panoramabad GmbH

I. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche

Kommunale Schwimmbäder spielen eine entscheidende Rolle für die Gesellschaft und das Wohlbefinden der Menschen in Deutschland. Sie ermöglichen Schwimmunterricht, fördern die Gesundheit und dienen als soziale Treffpunkte für Menschen aller Altersgruppen, wodurch sie einer Vielzahl von Anforderungen und Erwartungen gegenüberstehen. Der Wegfall von pandemiebedingten Auflagen sowie die staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen zur Abmilderung der Energiekrise ermöglichten eine Rückkehr zum Regelbetrieb. Die Besucherzahlen steigen im Allgemeinen wieder an, doch unbeständiges Wetter in den Sommermonaten und der durch die Versorgungskrise verursachte Konsumverzicht haben die Erholung gebremst. Des Weiteren ist durch die Energiekrise das Verlangen nach einem nachhaltigen Bäderbetrieb weiter verstärkt worden. Eine klimaneutrale Energieversorgung sowie ein ressourcenschonender Umgang mit Wasser stellen die Schwimmbäder vor große Herausforderungen und erfordern erhebliche Investitionen in technische Anlagen. Der Fachkräftemangel verschärft die Situation zusätzlich und zwingt unzählige Bäder, die öffentliche Zugänglichkeit ihrer Einrichtungen zeitlich zu beschränken.

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Mit dem Panoramabad steht in Georgsmarienhütte ein breites Freizeitangebot vom Hallen- und Freibad bis zum hochwertigen Sauna- und Wellnessbereich sowie Badgastronomie zur Verfügung. Der konzeptionelle Ansatz sieht neben der Witterungsunabhängigkeit durch das kombinierte Hallenfreibad die Vereinbarkeit von Sport-, Schul- und Freizeitschwimmen, Familienfreundlichkeit sowie Wellness unter einem Dach vor.

Für die Badegäste stehen dafür insgesamt rund 1.650 m 2 Wasserfläche zur Verfügung, die sich auf drei Innen- und drei Außenbecken aufteilen. Hinzu kommen verschiedene Attraktionen wie Wasserrutschen, Sprungtürme sowie Aquafitness- und Schwimmkurse.

Abgerundet wird das Angebot durch besondere, regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen.

Für die Saunagäste stehen neben drei Innen- und einer Blockhaussauna auch Ruhezonen im Innen- und Außenbereich zur Verfügung. Im Saunagarten gibt es darüber hinaus ein beheiztes Außenschwimmbecken mit integrierten Sprudelelementen, eine Kaltdusche und einen Erlebnis-Fuß-Pfad.

Das hauseigene Bistro komplettiert das umfangreiche Angebot und sorgt für das kulinarische Wohl der Panoramabadbesucher. Neben frisch zubereiteten Speisen und Getränken von der Karte werden hier auch saisonale Tagesgerichte serviert.

Entwicklung des Betriebes

Das Panoramabad war in 2023 an 337 Tagen geöffnet. Bis auf eine geplante Revisionszeit im Hallenbad lagen die Öffnungszeiten auf dem gewohnten Niveau und es konnte eine schrittweise Normalisierung der Besucherzahlen festgestellt werden. Nachdem in den Jahren 2022 bereits 167.755 Gäste verzeichnet wurden, besuchten im Jahr 2023 insgesamt 172.521 Gäste die Einrichtung, das lag somit rd. 4 % über dem Planwert. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Besucherzahl um 3 %. Aufgrund einer mehrwöchigen Schlechtwetterphase im Sommer und dem weiterhin, durch die Krisen verursachten zurückhaltenden Konsumverhaltens für Freizeitaktivitäten, liegen das Vor-Krisen-Niveau jedoch noch um 16 % entfernt.

Das Hallenbad liegt beim öffentlichen Badebetrieb mit 93.968 Besuchern rund 8 % über dem Planwert und 7 % über dem Vorjahreswert (87.476). An 337 Öffnungstagen haben uns durchschnittlich 279 Gäste pro Tag besucht. Im Vorjahr waren es an 325 Öffnungstagen durchschnittlich 269 Gäste pro Tag. Vor der Corona-Pandemie waren es bei insgesamt 347 Tagen durchschnittlich 320 Gäste täglich.

Das Freibad konnte von Mitte Mai bis Anfang September öffnen und empfing an 116 Öffnungstagen durchschnittlich 233 Besucher. Hier ist im Vergleich zum Vorjahr, mit durchschnittlich 281 Besuchern ein Rückgang zu verzeichnen. Dennoch liegt die Anzahl der Besucher über den Mittelwert der Vorjahre (2014-2019) von 196 Besuchen pro Tag. Die Besucherzahl lag mit 27.045 um rund 15 % unter dem Plan- sowie Vorjahreswert. Dieser Abweichung lässt sich vor allem auf die langanhalten und unbeständige Witterungsverhältnisse im Juli und August zurückführen.

Während beim Schulsport der Anteil der Schüler mit 15.511 Besucher einen Rückgang um 8 % zum Vorjahresniveau zu verzeichnen hat, liegt der Vereinssport mit 14.723 Besuchen rd. 13 % über dem Planwert und sogar 21 % über dem Vorjahr. Der deutliche Anstieg im Vereinssport gegenüber dem vergangenen Jahr ist darauf zurückzuführen, dass die Vereine pandemiebedingt zum Jahresbeging 2022 erst zeitverzögert in den regulären Trainingsbetrieb gestartet sind.

Der Saunabereich kam auf 21.424 Gäste und lag damit rund 24 % über dem Planwert und 11 % über dem Vorjahreswert. Als notwenige Maßnahme zur Abfederung des Fachkräftemangels erfolgte in 2023 eine Anpassung der Öffnungszeiten (Montag Ruhetag). Dadurch stand der Saunabereich für die Öffentlichkeit an 313 Tagen zur Verfügung, durchschnittlich kamen somit 68 Gäste pro Tag. Im Vorjahr waren es 54 Gäste pro Tag bei 359 Öffnungstagen. In den Vorjahren (20172019) lagen die Öffnungstage durchschnittlich bei 359 Tagen mit im Mittel 72 Gästen pro Tag.

Personalbericht

Die Panoramabad GmbH beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 29 Mitarbeiter*innen.

Das Recruiting im Bäderbereich bleibt weiter angespannt. Vor allem Stellen im Badewärterbereich sind mit längerer Vakanzdauer erst zu besetzten. Weiterhin bietet das Panoramabad Ausbildung an und möchte an der Investition in den Nachwuchs festhalten. Mangels Bewerbungen konnte die Ausbildungsstelle nicht besetzt werden.

Interne Workshops mit der Belegschaft erfolgten mit der Zielsetzung das Arbeitsumfeld im Bäderbereich attraktiver zu gestalten. Die Einbindung der Mitarbeiter*innen hat zu positiven Abschlüssen von Betriebsvereinbarungen im Bereich Leistungsprämie und Incentives geführt. Ebenso den Bereich des Miteinanders hat die Belegschaft aktiv mitgestaltet. Neben internen Weiterbildungsangeboten hat die Panoramabad GmbH auch verstärkter in externe Weiterbildungsangebote investiert. Die Gesundquote ist gestiegen und führt in den Teams zu einer höheren Zufriedenheit.

Im Berichtsjahr lag der Altersdurchschnitt des Personals bei 45 Jahren. Rund 76 % der Belegschaft ist weiblich.

II. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die wirtschaftliche Situation ist aufgrund der Integration in die Stadtwerke Unternehmensgruppe weitgehend stabil. Zunehmende Besucherzahlen und eine moderate Anpassung der Eintrittspreise führen zu einem Anstieg der Umsatzerlöse. Hiermit wurden die Preissteigerungen im Energiebezug und weiterer Kostensteigerungen teilweise kompensiert.

Die wichtigsten Unternehmenskennzahlen stellen sich wie folgt dar:

2023 2022 + / - in %
Umsatzerlöse T€ 1.283 1.132 13,3
Besucherzahl (Bad &Sauna) Tsd. 173 168 3,0
Umsatz je Besucher 7,03 6,35 10,7
Personalaufwand T€ 995 952 4,5
Personalintensität (Personalaufwand / Umsatz x 100) % 78 84 -7,1
Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt Anz. 29 30 -3,3
Personalaufwand je Mitarbeiter T€ 34 32 6,3
Energie-& Wasserintensität (Energiekosten / Umsatz x 100) % 28 23 21,7
Betriebsergebnis T€ -754 -668 12,9
Zuschussbedarf je Besucher (ohne Kapitalkosten) -4,36 -3,98 9,5
Ergebnis vor dem Verlustausgleich T€ -1.156 -1.104 4,7
Investitionen T€ 62 6 933,3
Eigenkapital T€ 8.048 8.048 0,0
Bilanzsumme T€ 8.510 8.454 0,7
Eigenkapitalquote % 94,6 95,2 -0,6

Ertragslage

Das gesamte Besucheraufkommen im Panoramabad stieg um 3 % gegenüber dem Vorjahr und liegt 4 % über dem Planansatz. Diese positive Abweichung ist insbesondere auf die über Plan liegenden Besucherzahlen im Hallenbad und dem Saunabereich zurückzuführen, welche mit 8 % und 24 % deutlich über den Erwartungen liegen. Gleichzeitig sorgte die von einer Schlechtwetterphase geprägte Freibadsaison für eine stark unter Plan liegende Anzahl an Badegästen. Auch wenn das Niveau noch rund 16 % unter dem letzten Vor-Corona-Jahr liegt, zeigt der Trend im ersten Quartal 2024 weiterhin nach oben.

Im Berichtsjahr verzeichnete der Umsatz je Besucher einen Anstieg auf 7,03 EUR, was einer Steigerung von 10,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf die gestiegenen Besucherzahlen in der Sauna zurückzuführen, welche den durchschnittlichen Umsatz pro Besucher erhöhten. Weiterhin wurden die Eintrittspreise zum Jahresbeginn 2023 moderat erhöht.

Die Materialaufwendungen in Höhe von 480 T€ liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Sie setzen sich zusammen aus dem Energie- und Wasserbezug (361 T€; Vorjahr 263 T€), dem Materialeinkauf (113 T€; Vorjahr 99 T€) sowie den bezogenen Leistungen (7 T€; Vorjahr 6 T€). Die Energieintensität ist mit 28 % vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Aufgrund der Energiekrise konnten die Ende 2022 ausgelaufenen Lieferverträge nicht zu den vorherigen Konditionen verlängert werden, was einen deutlichen Anstieg der Strom- und Gaspreise zur Folge hatte.

Eine wesentliche Herausforderung für die Betriebsleitung bestand darin, die Betriebsbereitschaft des Bades zu erhalten, da sich einige Mitarbeiter während des Lockdowns beruflich neu orientiert haben. Um der angespannten Personalsituation entgegenzuwirken, war eine Reduzierung der Öffnungszeiten erforderlich. Die Personalaufwendungen in Höhe von 995 T€ (Vorjahr 952 T€) resultieren aus dem bestehenden Mitarbeiterstamm. Der Rückgang gegenüber der Planung (1.160 T€) ergibt sich aus nicht besetzten oder später besetzten Vakanzen sowie dem Wegfall kurzfristiger Beschäftigungsverhältnisse. Die Personalkostenintensität hat sich hauptsächlich aufgrund der verbesserten Auslastung um 7 % auf 78 % erhöht.

Die Abschreibungen in Höhe von 418 T€ betragen im Durchschnitt 3,2 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens. Das entspricht einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 31,5 Jahren. Grundsätzlich trägt eine planmäßige Entlastung bei den Kapitalkosten zur Eindämmung des Jahresfehlbetrages bei.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 556 T€ (im Vorjahr 472 T€) setzen sich zusammen aus Instandhaltungskosten (264 T€; Vorjahr 213 T€), Betriebsführungskosten (80 T€; Vorjahr 80 T€), Kosten für Werbung und PR (39 T€; Vorjahr 36 T€), Personalnebenkosten (12 T€; Vorjahr 13 T€), Kosten für Abfallentsorgung und Abwasser (49 T€, Vorjahr 46 T€) sowie weiteren Aufwendungen (112 T€; Vorjahr 84 T€). Mit zunehmendem Alter des Panoramabades erhöht sich auch der Instandhaltungsaufwand, was zu einem Anstieg der Reparatur- und Wartungskosten um 28 % über dem Plan führt, bedingt durch Mehrkosten für die Modernisierung des Rutschenturms, die Sanierung der Außenfassade und die Erneuerung eines Saunadaches. Die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH erbringt im Rahmen des Betriebsführungsvertrages kaufmännische Dienstleistungen in den Bereichen Personal, Marketing, Rechnungswesen, Steuern, Controlling sowie Organisation und Geschäftsführung.

Die nur langsam steigenden Erlöse, durch wieder zunehmende Badegäste, in Verbindung mit einem stark gestiegenen Kostendruck, haben dazu geführt, dass der Zuschussbedarf je Besucher von 3,98 € auf 4,36 € angestiegen ist. Dies war im Rahmen der Jahresplanung bewusst in Kauf genommen worden um größere Einschnitte bei Öffnungszeiten und Eintrittspreisen zu vermeiden.

Die Fremdfinanzierung für die Freibad-Sanierung wurde bereits in 2022 vollständig zurückgeführt, so dass aktuell kein Zinsaufwand mehr anfällt. Darüber hinaus hat die Wiedereinführung der Guthabenzinsen es ermöglicht, zusätzliche Einnahmen durch Zinserträge aus kurzfristigen Festgeldanlagen zu erzielen.

Im Jahresverlauf waren aufgrund der unsicheren Besucherströme zunächst noch höhere Verluste anzunehmen. Jedoch hat die positive Umsatzentwicklung bei gleichzeitig nahezu optimaler Kostensteuerung zum wirtschaftlichen Erfolg beigefragen.

Insgesamt erzielte die Panoramabad GmbH ein Jahresergebnis vor Verlustausgleich in Höhe von -1.156 T€. Im Vergleich zum ursprünglich verabschiedeten Wirtschaftsplan mit einem Planergebnis von -1.576 T€ konnte der Planverlust um ca. 27 % gemindert werden.

Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. In den Jahren seit der Badübernahme von der Stadt wurden rund 13 Mio. € in den Bäderstandort am Carl-Stahmer-Weg investiert. In 2023 wurden die beabsichtigten Maßnahmen wie geplant umgesetzt bzw. begonnen.

Zur Finanzierung wurden seitens der Gesellschafter 8,0 Mio. € Eigenkapital bereitgestellt. Weiterhin werden die lfd. Jahresergebnisse aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages durch die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH ausgeglichen. Aufgrund des Finanzierungseffektes aus den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen stehen ausreichende Mittel für Ersatzinvestitionen und die weitere Attraktivierung der Einrichtung zur Verfügung. Langfristige Bankdarlehen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Erhöhung der Rückstellungsposition ergibt sich insbesondere aus Personal- und Instandhaltungsauswendungen.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH beinhalten vor allem die Ansprüche aus der Verlustübernahme. Aus dem laufenden Betrieb resultieren die weiteren Forderungen und Verbindlichkeiten. Die sonstigen Vermögensgegenstände bilden die Energiesteuererstattungen des Hauptzollamtes (6 T€) ab. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten umlaufende Gutscheine und Wertkartenguthaben in Höhe von 235 T€ (Vorjahr 220 T€).

Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 1.517 T€. Die Liquidität wird im Rahmen der Finanzmitteldisposition durch den Gesellschafter bereitgestellt und war daher zu jedem Zeitpunkt gesichert.

III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Panoramabad GmbH ist durch eine standardisierte Risikoberichterstattung in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH eingebunden. Das aus dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) abgeleitete Risikomanagement-System stellt die laufende Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung einzelner Risiken der Panoramabad GmbH im Hinblick auf die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe sicher. Allen identifizierbaren Risiken werden Steuerungsmaßnahmen und Verantwortliche zugeordnet. Hierdurch wird die Risikolage ermittelt und die Chancen zur Steuerung bzw. zum Abbau der Risiken können aktiv genutzt werden.

Die letztmalige Aktualisierung des Risikoinventars der Panoramabad GmbH erfolgte im ersten Quartal 2024. Die Auswertung ergab, dass nach Berücksichtigung und Bewertung von geeigneten Maßnahmen, das Kostendeckungsgradrisiko als wesentliches Risiko in den Überwachungsstatus angesehen wird. Trotz der allgemein rückläufigen Inflationsrate besteht weiterhin ein latentes Risiko für steigende Betriebs- und Unterhaltungskosten.

Weiterhin sind beim größten Ausgabenblock für die Personalkosten aufgrund der zum Jahresbeginn 2024 verhandelten Tarifsteigerungen Kostensteigerungen zwischen 5 und 10% zu erwarten. Auch wenn generell keine wesentlichen Risiken festgestellt wurden, die das Unternehmen dauerhaft in seiner Existenz gefährden, so wird ein weiterer Handlungsbedarf bei dem Risiko der mangelnden Personalausstattung gesehen. Hier zeigt sich eine hohe Anzahl an Vakanzen bei einem schwieriger werdenden Arbeitsmarkt. Leider setzt sich der Trend fehlender Bewerber auch für den Ausbildungsberuf fort. Durch eine moderate Anpassung der Öffnungszeiten konnten die Auswirkungen des Fachkräftemangels etwas abgefedert werden.

Der "steuerlichen Querverbunds" mittels erdgasbetriebener Blockheizkraftwerke (BHKW) stellt langfristig angesichts der politischen Klimaschutzziele keine dauerhafte Lösung mehr dar. Die kommunalen Spitzenverbände erarbeiten in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) an geeigneten Alternativen, die die geforderten Kriterien zur technisch/wirtschaftlichen Verflechtung weiterhin erfüllen.

Den andauernden Krisenmodus nutzt das Panoramabad, um die eigene Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit zu stärken. Während in der Vergangenheit der Fokus noch stärker auf der Aufrechterhaltung des attraktiven Freizeitstandortes durch ständige, graduelle Veränderungen lag, hat sich das Augenmerk auf eine Analyse der mittel- bis langfristigen Auswirkungen zu Anpassungen des Betriebskonzeptes und der strategischen Ausrichtung verschoben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem kosteneffizienten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Einsatz von Energie. Um den vielfältigen neuen Herausforderungen gerecht zu werden, setzt das Panoramabad verstärkt auf digitale Technologien. Ein Meilenstein dieses Wandels ist die Einführung eines neuen Kassensystems, welches eine solide Grundlage für weitere Digitalisierungsmaßnahmen bildet und planmäßig in der ersten Hälfte des Jahres 2024 abgeschlossen wird.

Weitere Erlöspotentiale zur Kompensation von Kostensteigerungen für Energie, Personal, Waren und Dienstleistungen sollen durch moderate Preiserhöhungen in den folgenden Jahren gehoben werden. Für das Jahr 2024 soll zugunsten der Kundenzufriedenheit auf eine erneute Anpassung der Eintrittsgelder und Öffnungszeiten verzichtet werden. Den Herausforderungen im laufenden Betrieb kann grundsätzlich mit einem konsequenten Qualitätsmanagement begegnet werden. Dieses beinhaltet sowohl eine hohe technische Sicherheit, Arbeits- und Unfallschutzanweisung als auch hohe Standards im Bereich Sauberkeit und Hygiene. Die gute Beziehung zu unseren Kunden soll durch gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter gesichert werden. Zudem werden weitere Handlungsmaßnahmen eingeleitet, um dem voranschreitenden Fachkräftemangel und einer damit einhergehenden mangelnden Personalausstattung entgegenzuwirken. Neben ersten Gesprächen über gemeinsame Kooperationsfelder mit regionalen Bädern der Nachbarschaft gehört dazu auch eine kontinuierliche Ausbildung eigener Fachkräfte.

Die Geschäftsleitung sieht sich einer herausfordernden Zeit gegenüber stehen. Bedroht durch die Energie- und Fachkräftekrise gilt es, das Panoramabad krisenfest zu machen. Ob dies dauerhaft als wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur und Daseinsvorsorge in Georgsmarienhütte ohne weitere kommunale Unterstützung gelingen kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Die Besucherzahlenprognose in 2024 beträgt rd. 173.000 Besucher. Damit liegen wir rd. 5 % über der Planung für 2023, jedoch weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus von 205.000 Gästen im Jahr 2019. Die Besucherzahlen sind für das Hallenbad mit rd. 94.000 Gästen aus dem öffentlichen Bereich und rd. 31.000 Schülern und Vereinsgästen geplant. Für das Freibad werden im kommenden Jahr rd. 27.000 Besucher erwartet. Für die Sauna haben wir rd. 21.000 Gäste eingeplant. Es werden Umsatzerlöse in Höhe von 1.334 T€ erwartet, davon entfallen auf die Gastronomie rd. 190 T€. In den Folgejahren 2024-2026 wird im Erfolgsplan bei den Erlösen eine schrittweise Normalisierung der Auslastung angestrebt, welche bis zum Jahr 2026 das bisherige Niveau von über 200.000 Gästen erreichen könnte. Weiterhin sind Preisanpassungen vorgesehen, um Kostensteigerungen aus dem lfd. Betrieb an die Kunden weiterzugeben.

Insgesamt werden Umsatzerlöse in Höhe von 1.334 T€ eingeplant. Dies entspricht gegenüber der Planung für das Jahr 2023 einer Erlössteigerung von 17% bzw. 196 T€. Es wird ein Verlust von 1.349 T€ erwartet.

 

Georgsmarienhütte, den 28. März 2024

Jörg Dorroch
Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die die Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Panoramabad GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lage-berichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu gehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 16. April 2024

EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Friedrich Schellhorn
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist durch die Geschäftsführung regelmäßig über die Lage und Entwicklung des Unternehmens durch schriftliche und mündliche Berichte sowie ausführliche Erläuterungen in mehreren Aufsichtsratssitzungen umfassend unterrichtet worden. Der Aufsichtsrat behandelte alle wichtigen Themen und Vorgänge und fasste die erforderlichen Beschlüsse.

Die EversheimStuible Treuberater GmbH, Düsseldorf, prüfte den Jahresabschluss 2023 und versah ihn mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht der Prüfungsgesellschaft zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt.

Geschäftsführung, Betriebsrat, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch die geleistete erfolgreiche Arbeit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen. Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit spricht der Aufsichtsrat ihnen Dank und Anerkennung aus.

Georgsmarienhütte im August 2024

Dagmar Bahlo
Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.08.2024 vom Aufsichtsrat festgestellt.

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