Autohaus Reinhard Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Klein seit 26.10.2007 | Prokura |
Jan Breitinger seit 28.11.2006 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Reinhard GmbHPirmasensJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Bilanz zum 31. Dezember 2010A K T I V A
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 2010I. Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes Zum 1. Januar 2010 wurde der Jahresabschluss auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) umgestellt. Daher konnte der Grundsatz der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisstetigkeit nicht vollständig angewandt werden (Art. 67 Abs. 8 S. 1 EGHGB). Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG sind die Werte der Grundstücke und Bauten, der Gewinnrücklagen, der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen nicht mehr vergleichbar. Die Vorjahreswerte wurden in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht neu berechnet und angepasst. II. Bilanzierungsgrundsätze Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungs-kosten, oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode und zeitanteilig. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 ohne Umsatzsteuer werden im Aufwand erfasst und für solche mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 ohne Umsatzsteuer wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % der Anschaffungskosten abgeschrieben wird. Aufgrund des grundsätzlichen Zwecks der Zurverfügungstellung für Kunden werden die Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs (Personenkraftwagen) bzw. neun (Nutzfahrzeuge) Jahren pro rata temporis nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegen-den Wert aktiviert. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Notwendige Wertberichtigungen haben wir im Wesentlichen aus den Marktpreisen abgeleitet, da die Vorräte überwiegend in Gebrauchtwagen bestehen. Der Ansatz der Ersatzteile erfolgte unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisi-ken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getra-gen. Die übrigen Forderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außen-stände pauschal wertberichtigt. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Vorjahresbeträge Aufgrund der Umstellung auf das BilMoG wurde die in den Jahren 1998 und 1999 auf die Bilanzposition "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" übertragene und bis zum 01.01.2010 fortgeschriebene Rücklage nach § 6b EStG erfolgsneutral in die Gewinnrücklage umgegliedert. Die beiden Posten sind daher in diesem Umfang nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Eine Anpassung im Vorjahr erfolgte nicht. V. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2010 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist ausgehend von den Anschaffungskosten dargestellt. Die Zuschreibungen betreffen die Auflösung von stillen Reserven sowie Nachaktivie-rungen als Folge der Feststellungen einer steuerlichen Außenprüfung. Die Zu- und Abgänge der Vorführfahrzeuge betreffen nur die Fahrzeugbestände, die sich zum 01.01.2010 und 31.12.2010 im Bestand befanden.
Angaben zu Beteiligungen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB
1) Jahresüberschuss lt. Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages 2. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 4,78 v.H. und der Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck. Ein Kostentrend wurde nicht angesetzt. Der sich aufgrund Erstanwendung des BilMoG ergebende und vollständig verbuchte Fehlbetrag beläuft sich auf EUR 21.970,00. 3. Rechnungsabgrenzungsposten In den auf der Aktivseite ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten sind Beträge gemäß § 250 Abs. 3 HGB (Disagio) in Höhe von TEUR 20,5 enthalten (Vorjahr TEUR 12,5). 4. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (GS) und Sicherungsübereignungen (SÜ) in der oben angegebenen Höhe gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. In den Übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 700,0 (Vorjahr TEUR 700,0) enthalten. Weiter enthalten die Übrigen Verbindlichkeiten drei Stille Beteiligungen von insgesamt TEUR 766,9 (Vorjahr TEUR 920,3) mit Eigenkapitalcharakter. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2010 bis 31.12.2010 Abschreibungen In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken in Höhe von EUR 400.497,70 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten. VII. Sonstige Angaben 1. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Jan Breitinger. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2010 beschäftigt:
Pirmasens, den 17. Mai 2011 gez. Jan Breitinger - Geschäftsführer - Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2011 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 20101 Geschäfts- und RahmenbedingungenUnternehmensstruktur Unsere Gesellschaft ist autorisierter Mercedes-Benz-Vertreter (Verkauf und Service) der Daimler AG. Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft erstreckt sich auf die Vermittlung von neuen PKW, LKW sowie Transportern der Marke Mercedes-Benz in den Gebieten von Pirmasens und Zweibrücken. Zusätzlich besteht ein Händlervertrag für die Marken Chrysler, Jeep und Dodge mit der Fiat Group Automobiles Germany AG. Darüber hinaus verkaufen wir Vorführ- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile und Zubehör. In insgesamt zwei Werkstattbetrieben erbringen wir alle gängigen Reparaturen für sämtliche Produkte der Marke Mercedes-Benz, Chrysler, Jeep und Dodge. Daneben vermitteln wir im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fahrzeugen auch Leasing-, Finanzierungs-, Service- und Versicherungsverträge. Entwicklung Gesamtwirtschaft Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Binnenwirtschaft gegenüber dem Vorjahresstand deutlich erholt, was durch das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,5% zum Ausdruck kommt. Das Vor-Krisen-Niveau ist damit noch nicht erreicht, die Konjunkturdaten sind aber unverändert positiv. Für uns ist von Bedeutung, dass der Aufschwung den Arbeitsmarkt nachhaltig erfasst hat und die bundesdurchschnittliche Arbeitslosenquote mit 6,5% auf ein Rekordtief gefallen ist. Entwicklung Branche Die deutsche Automobilbranche konnte nach tiefen Einbrüchen mit Produktionsstilllegungen und Kurzarbeit im Jahr 2010 enorme Umsatzsteigerungen erzielen, die vor allem vom Export getragen waren. Die Daimler AG ist wieder in der Lage, hohe Gewinnprognosen zu stellen und ihren Mitarbeitern Sonderprämien zu zahlen. Dies schien bis vor kurzem noch in weiter Ferne. Der deutsche Markt für neue Kraftfahrzeuge musste im Segment der Personenkraftwagen gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 23,4% hinnehmen und schrumpfte nach einer Aufblähung aufgrund der staatlichen Kaufanreize durch die Abwrack- bzw. Umweltprämie auf ein Volumen von Mio. 2,92 Stück, während die Zahl der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge infolge der wirtschaftlichen Entwicklung um 15,8% anstieg. Hiervon profitierte auch die Nachfrage nach Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen, wobei zwar die Stellung als Marktführer in diesem Segment verteidigt, nicht jedoch der Marktanteil in unveränderter Höhe gehalten werden konnte. Der Absatz von Personenkraftwagen der Marke Mercedes-Benz ging im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr mit 0,5% geringfügig auf insgesamt 281.243 Stück zurück, nachdem in 2009 prämienbedingte Käufe nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatten. Der Markt für gebrauchte PKW konnte sich mit einer Steigerung von 7% gegenüber dem Vorjahr deutlich erholen und erreichte einen Umfang von Mio. 6,43 verkauften Einheiten. Allerdings wurden mit 584.693 Stück nur unwesentlich mehr Mercedes Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. 2 GeschäftsverlaufVermögenslage Vermögen sowie Kapital unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Vorführwagen haben wir im Unterschied zur Bilanz in der obigen Darstellung den Vorräten zugeordnet. Die Reduzierung der Bilanzsumme um 9,3% auf TEUR 16.731,4 (Vorjahr TEUR 18.437,6), geht im Wesentlichen auf die Realisierung einer Forderung aus Grundstücksverkauf (TEUR 1.034,0) zurück; zusammen mit dem Abbau der Vorräte um TEUR 205,3 und dem deutlich gestiegenen Cashflow bildete sie die Grundlage für die Rückführung der Verbindlichkeiten um TEUR 3.169,3, welcher eine Erhöhung der Rückstellungen um TEUR 666,7 gegenüberstand. Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 796,5, wovon TEUR 673,4 auf die erfolgsneutrale Zuschreibung der Buchwerte für Grundstücke und Gebäude zurückgehen. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) hat sich gegenüber dem Vorjahr (6,5%) mit 11,9% fast verdoppelt. Finanzlage Die Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Vorführfahrzeuge - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 267,9 (Vorjahr 199,9) und verteilen sich wie folgt:
Für Leasing bzw. Miete von Mobilien sind Aufwendungen von TEUR 170,7 (Vorjahr: TEUR 164,4) angefallen. Der Cashflow ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 555,0 gestiegen, was einer Erhöhung um 48,2% entspricht:
Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter sind in unser Aus- und Weiterbildungssystem eingebunden, das auf die Anforderungen der einzelnen Aufgabenstellungen abgestimmt ist und dessen Schwerpunkt auf der Zufriedenstellung unserer Kunden und der größtmöglichen Qualität in der Ausführung aller Arbeiten an der Technik der uns anvertrauten Fahrzeuge liegt. Unser Fortbildungsprogramm ist in das ständige Training on the job eingebunden und damit ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen Auszubildenden in Festanstellung übernehmen. Der Betriebsrat steht als bewährte Anlaufstelle für die Anliegen der Mitarbeiter zur Verfügung. Unter seiner Mitwirkung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fünf Neueinstellungen durchgeführt. Die Vergütungen orientieren sich am jeweils gültigem Lohn- und Gehaltstarifvertrag des Kraftfahrzeuggewerbes Rheinland-Pfalz sowie abweichenden einzelvertraglichen Regelungen, die insbesondere bei Kunden- und Verkaufsorientiertem Personal sowie den Führungskräften erfolgsabhängige Komponenten vorsehen. Ertragslage Ordnet man die zu Lasten des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter den Abschreibungen erfasste Wertkorrektur in Höhe von TEUR 400,5 betreffend nicht notwendiges Betriebsvermögen dem außerordentlichen Bereich zu, ergibt sich für das Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 709,0, was gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR 146,3) nahezu eine Vervierfachung darstellt. Basis für diese Ergebnisverbesserung war der im zweiten Jahr in Folge positive Verlauf des operativen Geschäfts mit einer Steigerung des Rohertrags um TEUR 575,7 bzw. 6,0% von TEUR 9.574,8 auf TEUR 10.150,5 bei gleichzeitiger Senkung des Zinssaldo um TEUR 267,2 bzw. 30,0% von TEUR 888,9 auf TEUR 621,7. Der Personalaufwand konnte durch Umstrukturierungsmaßnahmen trotz tariflicher Gehaltssteigerungen und höherer Leistungsvergütungen mit TEUR 5.660,9 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 5.546,1) gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen inflations- und bedarfsbedingt um TEUR 285,7, bzw. 12,2% auf TEUR 2.630,5. Das Jahresergebnis fiel unter Berücksichtung der oben genannten außerplanmäßigen Abschreibung sowie der höheren Steuern mit TEUR 143,1 deutlich höher aus als im Vorjahr, die Umsatzrendite (Jahresergebnis / Umsatz) blieb mit 0,5% (Vorjahr 0,03%) ebenso unbefriedigend wie die Rendite des Eigenkapitals (Jahresergebnis / Eigenkapital) mit 7,8% (Vorjahr 0,8%). Die Roherträge im Sinne der Umsatzerlöse abzüglich des Wareneinsatzes bzw. Aufwands für Produktivlöhne beim Service entwickelten sich im Vorjahresvergleich wie folgt:
Die Verbesserung der Neuwagenerträge wurde zu etwa 2/3 im Geschäft mit Personenkraftwagen erzielt, wo allerdings auch die Einbußen beim Ertrag aus dem Handel mit Gebraucht- und Vorführwagen herrühren. Insgesamt leistete das Fahrzeuggeschäft einen Beitrag von TEUR 198,2 (+ 8,5%) zur Verbesserung des Bruttoertrags, zu dem die After sales TEUR 339,2 (+5,4%) beisteuerten. Damit hat sich der Anteil des Fahrzeuggeschäfts am Bruttoertrag von 26,9% auf 27,5% etwas erhöht. 3 Wesentliche Ereignisse des GeschäftsjahresWir konnten den Veräußerungserlös aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Grundstücke, Gebäude und dazugehörige Einrichtungsgegenstände in Höhe von TEUR 1.271,4 vereinnahmen und in Verhandlungen über den Verkauf eines weiteren nicht betriebsnotwendigen Grundstücks treten. Die Verschuldung konnten wir deutlich reduzieren, was sich neben gesunkenen Zinssätzen positiv auf die Höhe des Zinsaufwands ausgewirkt hat. Den Fahrzeugverkauf haben wir personell gestrafft und effektiver organisiert. 4 Risikobericht Risikomanagement Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit internen und externen Risiken haben wir ein Risikomanagement in das Führungs- und Planungssystems unseres Unternehmens integriert, mit dessen Hilfe wir das Ziel der systematischen Steigerung des Werts unseres Unternehmens auf der Grundlage der langfristigen Existenzsicherung unter Minimierung von Risiken und Nutzung potentieller Chancen verfolgen. Wir erstellen Erfolgspläne nach Mengen und Werten und stimmen diese mit unseren Zielsetzungen für die wesentlichen bilanziellen Größen ab. Darauf baut eine laufende Kontrolle des Grades der Zielerreichung auf, deren Analyse in die Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung einfließt. Die Informations- und Entscheidungswege haben wir in den Geschäftsprozessen so angelegt, dass eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung maßgeblicher Informationen sichergestellt ist und somit die Geschäftsführung wesentliche Risiken, auch Einzelrisiken, systematisch überwacht und daher frühzeitig erkennen, analysieren, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewerten sowie gegebenenfalls unverzüglich erforderliche Maßnahmen zeitnah einleiten kann. Diese Maßnahmen werden in ihren Auswirkungen ebenfalls bewertet sowie zeitnah in die Planungen eingearbeitet, um möglichst effektiv gegen bestandsgefährdende Risiken vorgehen zu können. Dies wird insbesondere auch durch die klare und übersichtliche Geschäfts- und Mitarbeiterstruktur der Gesellschaft unterstützt. Die bestehende klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sind weitere Kontrollelemente. Einzelrisiken Volkswirtschaftliche Risiken sehen wir in der Kraftstoffpreisentwicklung, den Unsicherheiten der Energie- und Infrastrukturpolitik. Auf die Frage nach der Antriebstechnologie der Zukunft zeichnet sich keine klare Antwort ab, was mit Unsicherheiten hinsichtlich der Kostenkalkulation unserer Kunden verbunden ist. Diese sowie die kaum abschätzbaren Veränderungen der Nachfrage, die durch die unumkehrbare negative Entwicklung der Demographie induziert werden kann, sehen wir als branchentypische Risiken. Die konjunkturellen Aussichten sind positiver zu bewerten als in den vergangenen beiden Jahren. Risiken für das Unternehmen: Die typischen Risiken jedes Einprodukt-Unternehmens durch exklusive Vertretung der Produkte der Daimler AG gehen wir bewusst ein, weil wir per Saldo ein deutliches Überwiegen der sich daraus ergebenen Chancen sehen. Außerdem sichert uns das klare Bekenntnis zu deren Marken eine verlässliche Position in der Vertriebsorganisation der Daimler AG für die nächsten Jahre; dies erscheint auch darüber hinaus weder durch direkte Maßnahmen noch durch indirekte Faktoren oder Umstände gefährdet. Der allgemein hohe Stückpreis von Neufahrzeugen, verbunden mit dem anhaltenden Trend der Ausweitung des Handels mit jungen Gebrauchtwagen macht unser Geschäft kapitalintensiv. Durch die kapitalintensive Vermarktung unserer Produkte bestehen angesichts der Ausweitung der Verschuldung Risiken alle Absatzwünsche/-möglichkeiten erfüllen zu können. Durch eine vorsichtige Einkaufspolitik, eine sorgfältige Liquiditätsplanung und ein ausgefeiltes und konsequent betriebenes Forderungsmanagement begrenzen wir die Liquiditätsrisiken. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko haben wir die Finanzplanung in unser Informationssystem integriert und berücksichtigen die Ratingvorgaben des Herstellers. Dadurch stellen wir die Versorgung mit Fremdkapital in jederzeit ausreichender Menge zu guten Konditionen sicher. Durch die langfristige Finanzierung unserer Gesellschaft stellen allgemein steigende Zinsen für uns nur ein geringeres Risiko dar. Aus Mängeln in der Betriebsführung und Leistungserbringung können Schadensersatzansprüche verschiedenster Art entstehen. Daher betreibt die Gesellschaft vielfältige Qualitätssicherungsmaßnahmen, um die Mängelquote möglichst gering zu halten. Zur weiteren Absicherung unterhalten wir neben kontinuierlichen Mitarbeiterqualifizierungen ausreichenden Versicherungsschutz und verwenden für die rechtliche Gestaltung der Geschäftstätigkeit weitestgehend standardisierte Verträge bzw. holen regelmäßig qualifizierten, fallbezogenen Rat ein. Am Bilanzstichtag bestehende rechtliche Risiken sind durch Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Nach unserer Einschätzung werden diese Risiken deshalb keinen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl Schäden eintreten können, die durch die versicherten bzw. zurück gestellten Beträge nicht gedeckt sind. Den Personalrisiken, die insbesondere mit Fluktuation und Know-how-Verlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung. Darüber hinaus engagieren wir uns im Rahmen einer vorausschauenden Personalplanung bewusst in der dualen Berufsausbildung. Im Rahmen unseres Werkstattbetriebes gehen wir täglich mit Schadstoffen, Problemabfällen und Emissionen um, von denen Gefahren für Umwelt und Gesundheit ausgehen können, wenn die Rückhalte- und Abscheideanlagen versagen sollten oder Arbeits- und Verfahrensvorschriften missachtet werden. Der Umwelt- und Arbeitsschutz ist deshalb wesentlicher Bestandteil unseres Qualitätsmanagements; die Abfälle und Altteile etc. werden ordnungsgemäß entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt. Den vielfältigen IT-Risiken begegnen wir durch Abschirmung unserer Systeme gegen unberechtigte Eingriffe von außen durch den Einsatz von Firewall-Systemen, Virenscannern, organisationskonforme Zugangs- und Zugriffsberechtigungen, regelmäßige Backups, mit gesonderter Verwahrung und laufende Aktualisierung der gesamten Hard- und Software. Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Störungen in der Informationstechnologie auftreten und sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für unsere Gesellschaft aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Unser Risikomanagementsystem gewährleistet die Beherrschung dieser Risiken. Darüber hinaus bestehen nach unseren Informationen keine Risiken, die für sich gesehen oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. 5 Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Risiken und Chancen Die Branchenverbände schließen sich den allgemeinen, positiven Prognosen der Bundesregierung und der Wirtschaftsforschungsinstitute an und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einem anhaltenden Wachstum der Wirtschaft und einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit gerechnet. Der mit der boomenden Wirtschaft einhergehenden Inflationserwartung wird die Europäische Zentralbank mit einer strafferen Zinspolitik begegnen, was die Refinanzierungskosten für Unternehmen verteuern dürfte und die betrieblichen Investitionen bremsen könnte. Die Entwicklung der Preise für Rohstoffe ist völlig offen: nach explosiven Anstiegen in den vergangenen Monaten sind bereits heute historische Höchstpreise an den Märkten zu bezahlen. Die politischen Umbrüche in den erdölfördernden arabischen Ländern, die Abkehr von der Atomenergie in Deutschland nach dem Reaktorunfall in Fukushima und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen durch die kräftig wachsende Weltwirtschaft sprechen für eine weitere Verteuerung. Steigende Verbraucherpreise könnten eine Preissensibilität bei den Verbrauchern herbeiführen und den Absatz von Fahrzeugen erschweren. Fahrzeuge von Mercedes-Benz, die im gehobenen Preissegment angesetzt sind, könnten von einer solchen Entwicklung besonders stark betroffen sein. Mit unseren Standorten in Pirmasens und Zweibrücken sind wir in einer Region tätig, die aus der Vergangenheit tiefgreifende und wirtschaftlich schmerzhafte Umstrukturierungen kennt. Wir sehen uns in einem Umfeld, das von einem niedrigen Kaufkraftniveau kommend deutliche Entwicklungspotential hat. Die begonnenen Infrastrukturmaßnahmen werden nach unserer Beobachtung fortgeführt und werden sich allgemein positiv auswirken. Unser Hauptaugenmerk liegt in der weiteren Verbesserung des Fahrzeuggeschäfts und der Verbesserung der internen Geschäftsprozesse. Wir rechnen damit, im kommenden Geschäftsjahr das operative Geschäft in Volumen und Qualität etwas steigern zu können, allerdings ohne wesentliche außerordentliche Aufwendungen tragen zu müssen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Autohaus Reinhard GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Autohaus Reinhard GmbH, Pirmasens, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 18. Mai 2011 Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner
Barth, Wirtschaftsprüfer Buchta, Wirtschaftsprüfer |
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