Hartmut Voswinkel Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Krenz seit 13.12.2018 | Geschäftsführer |
Lutz Otto Menshen seit 2.12.2016 | Geschäftsführer |
Jörg Deutz seit 2.12.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Voswinkel GmbHMeinerzhagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlage des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen 2.2. Betriebswirtschaftliche und Finanzielle Leistungsindikatoren 2.3. Geschäftsverlauf 2.4. Umsatz- und Ertragslage 2.5. Investitionen und Vermögenslage 2.6. Finanzlage 2.7. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.8. Personal 2.9. Forschung und Entwicklung 3. Geschäftsvorgänge im Kalenderjahr 2023 mit besonderer Bedeutung 4. Risikomanagement und -bewertung 5. Chancen- und Risikobericht 6. Prognosebericht 1. Grundlage des Unternehmens Die Voswinkel GmbH - ein Unternehmen der LUKAD Holding - mit Stammsitz in Meinerzhagen ist seit über 80 Jahren Hersteller im Bereich der Hydraulik-Kupplungen, Hydraulik-Armaturen sowie kundenspezifischen Rohrleitungen. Bereits im Jahr 2015 übernahm die Stauffenberg Beteiligungs-GmbH, Werdohl als 100%ige Tochter der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG die vollständigen Anteile an der Voswinkel GmbH. Planmäßig wurden die Aktivitäten der beiden Unternehmen so gestaltet, dass sie als Teil der STAUFF-Gruppe am Markt als STAUFF Deutschland unter der Marke STAUFF wahrgenommen werden. Zu diesem Zweck wurden die Aktivitäten der beiden Unternehmen neu organisiert, ohne die rechtliche Eigenständigkeit zu verändern. Die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG beauftragt die Voswinkel GmbH damit, die bisher von ihr produzierten Wirtschaftsgüter nur noch für Stauff zu fertigen. Der Hauptsitz von STAUFF Deutschland befindet sich mit angeschlossenem Produktionswerk in Werdohl, Im Ehrenfeld. Weitere Hauptsitze als Verwaltungsbereiche liegen für STAUFF Global in Werdohl, Plettenberger Straße sowie für STAUFF Digital in Dortmund-Hörde. Produktionswerke sind angesiedelt in Meinerzhagen-Neugrünenthal, Meinerzhagen-Rottland und Plettenberg-Ohle. Das Logistikzentrum sitzt in Neuenrade-Küntrop. Die STAUFF Gruppe ist mit selbständigen Auslandsgesellschaften in weiteren 18 Ländern vertreten und stellt in enger Zusammenarbeit mit einem flächendeckenden Netzwerk aus Handelspartnern und Werksvertretungen in sämtlichen Industrieländern eine hohe Präsenz und Verfügbarkeit sicher und ermöglicht maximale Servicekompetenz vor Ort. Der Bereich STAUFF Digital bietet seit 2019 Lösungen für heutige und zukünftige Herausforderungen rund um die Digitale Transformation der weltweiten STAUFF Gruppe. Im Fokus steht momentan eindeutig das Thema E-Commerce mit einer weiteren internationalen Ausrollung der eigenen E-Commerce Plattform. STAUFF verfolgt unverändert die Strategie die eigenen Vertriebskanäle zu erweitern und die Marktdurchdringung mit Hilfe von E-Commerce zu vertiefen. In 2023 wurde der indische, mexikanische (durch STAUFF USA) und der italienische Markt mit einem neuen Webauftritt inkl. E-Commerce Abdeckung ausgestattet. Mit mittlerweile 12 produktiven E-Commerce Plattformen weltweit deckt STAUFF 85% seiner weltweiten Vertriebsgebiete ab. Im Jahr 2024 wird Korea und Südostasien folgen um 100% globale Abdeckung zu erreichen. Zum Produktprogramm von STAUFF zählen aktuell mehr als 50.000 Standardkomponenten in den Produktgruppen Schelle, Filter, Test/Messtechnik, Systemtechnik, Hydraulik, Flansche, Verschraubungen, Schlaucharmaturen, Kupplungen und Rohre sowie eine Vielzahl an Sonder- und Systemlösungen, die nach Kundenvorgaben oder auf Grundlage eigener Entwicklungen umgesetzt werden. Sämtliche STAUFF Produkte werden umfangreichen Prüfungen in Anlehnung an gängige Normen und Richtlinien unterzogen und unterliegen den hohen Standards des unternehmensweiten Managementsystems. Für viele Artikel liegen darüber hinaus Zertifikate, Zulassungen und Freigaben internationaler Institute, Einrichtungen und Dienststellen vor, welche die Qualität und Leistungsfähigkeit unabhängig bescheinigen. STAUFF-Kunden sind OEM, Endanwender und Händler in den Bereichen: - Offshore - Windkraftanlagenbau - Maschinenbau - Baumaschinenfahrzeugbau - Forst- und Landwirtschaftsfahrzeugbau - Industrieller Rohrleitungsbau - Kraftwerks- und Reaktorbau - Prozesstechnik. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, immer noch erhöhte Inflationsraten, anhaltende Lieferengpässe und der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt speziell in den Industrieländern haben im Jahr 2023 die Expansion der Weltwirtschaft weiterhin gebremst und deren Erholung verlangsamt. Die zahlreichen Belastungsfaktoren haben für das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowohl zu einer Abschwächung der Investitions- als auch der Konsumbereitschaft in fast allen Ländern weltweit geführt. Nachdem sich die globale Wirtschaftsleistung 2022 im Vergleich zum Vorjahr noch um +2,9% erhöht hatte, ist sie im Jahr 2023 mit einem Wert von +2,5% weniger stark gewachsen. Für 2024 wird erwartet, dass die Wachstumsrate weltweit voraussichtlich ebenfalls wieder auf dem Niveau von 2023 liegen wird. Eine Differenzierung in Industrie- und Schwellenländer weist für 2023 für die Industrieländer ein Wachstum des BIP (= Bruttoinlandsprodukt) von +1,5% (2022: +2,6%) aus und für 2024 wird lediglich ein Anstieg von +1,4% prognostiziert. Im Gegensatz dazu hat die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer 2023 noch bei +4,7% (2022: +3,5%) gelegen und für das Jahr 2024 wird mit einer Expansion von +3,7% gerechnet. Die Prognosen speziell hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft für das Jahr 2024 sind auf Grund einer Vielzahl von Aspekten weiterhin mit einer großen Unsicherheit behaftet. Der weitere Anstieg der Inflationsraten hat sich zwar verlangsamt, generell ist die allgemeine Teuerung aber auf einem hohen Niveau und belastet damit immer noch sowohl die Investitionsbereitschaft der Unternehmen als auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Aus diesen Gründen ist aktuell auch die weitere Entwicklung bezüglich der Höhe und der Zeitschiene der Leitzinspolitik der Notenbanken mit vielen Fragezeichen versehen. Insbesondere für Westeuropa gilt, dass eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine die konjunkturelle Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen kann. Die Verschärfung einer der zahlreichen weiteren geo- und handelspolitischen Konflikte, wie z. B. die Situation im Nahen Osten oder zwischen China und Taiwan, kann ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Situation der Weltwirtschaft haben. In dieser Auflistung dürfen auch weiterhin die noch nicht vollständig gelöste Versorgungssicherheit bei den Halbleitern und die ebenfalls noch erhöhten Energie-, Material- und Rohstoffpreise insbesondere in den Industrieregionen nicht fehlen. Darüber hinaus stellen auch die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Flut- und Naturkatastrophen als Folge des globalen Klimawandels für viele Regionen eine jederzeit mögliche Gefahr dar. Der Aufschwung der Wirtschaft im Euro-Raum, der auch im Jahr 2023 in erster Linie vom Dienstleistungssektor bestimmt worden ist, hat sich speziell im II. Halbjahr 2023 ebenfalls deutlich verlangsamt. Dabei hat insbesondere die schwache Entwicklung in den energieintensiven Industriezweigen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die weiterhin erhöhten Inflationsraten und der immer noch nicht behobene Fachkräftemangel in vielen Wirtschaftsbereichen bedeuten signifikante Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum. Das Wachstum des BIP hat vor diesem Hintergrund 2023 nur noch bei +0,8% (2022: +3,4%) gelegen. Für das Jahr 2024 wird dann mit einem auch nur leicht erhöhten Anstieg von +1,0% für den Euro-Raum gerechnet. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen und somit auch die Chancen und Risiken der deutschen Wirtschaft werden durch die dargestellte Entwicklung der Weltwirtschaft maßgeblich geprägt. Darüber hinaus hat die langanhaltende Diskussion und die Proteste im Rahmen der Verabschiedung des Staatshaushaltes für das Jahr 2024 zu einer Verunsicherung sowohl auf der Unternehmer- als auch auf der Verbraucherseite geführt. Es wird erwartet, dass ohne einschneidende Veränderungen dieses Gesamtumfeldes, es der deutschen Wirtschaft nicht gelingen wird, der konjunkturellen Abschwächung der vergangenen Jahre entscheidend entgegenzuwirken. Somit wird erwartet, dass sich das BIP in Deutschland 2023 mit einem Rückgang von -0,3% (2022: +1,8%) entwickeln wird und für das Jahr 2024 wird in den letzten Prognosen ebenfalls nur noch mit einem leichten Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion von +0,2% gerechnet. Für die außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums weiteren wesentlichen Auslandsmärkte in den USA und China stellen sich die aktuelle konjunkturelle Situation und der Ausblick speziell für das Jahr 2024 folgendermaßen dar: Das BIP und die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den USA erweisen sich gegenwärtig als unerwartet robust. Als Konsequenz hieraus liegen auch bei den Investitionen der Unternehmen sowie den Konsumausgaben der Privathaushalte jeweils stabile Entwicklungen vor. Für die zukünftige Entwicklung werden die weiteren Zinsentscheidungen der Notenbank der USA entscheidend sein. Auf Grund der letzten Schätzungen dürfte die Wirtschaftsleistung in den USA im Jahr 2023 um +2,5% (2022: +2,1%) zugelegt haben. Für 2024 liegt die Prognose bei einem Wachstum von +1,3%. In China ist die wirtschaftliche Situation und die Prognose auf Grund der vorliegenden Rahmenparameter weiterhin deutlich unter den Wachstumsraten aus den Jahren vor der Corona-Pandemie. Die Gründe hierfür liegen primär in den schwächelnden Exporten, einer deutlichen Zurückhaltung im Konsumbereich der privaten Haushalte und der weiterhin ungelösten Immobilienkrise. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von +5,0% (2022: +3,0%) erwartet. Die Prognose für 2024 liegt dann nur noch bei einem Anstieg des BIP von +4,5%. Quellen: Sachverständigenrat Wirtschaft - Jahresgutachten 2023/24/Institut der deutschen Wirtschaft - IW-Konjunkturprognose Winter 2023/BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024 - Pressemitteilung v. 15.01.2024/Bundesregierung - Jahreswirtschaftsbericht 2024 v. 21.02.2024 Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10%), das Vereinigte Königreich (+5%) und China (+2%) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3% bzw. -1% rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5%) und Japan (-6%) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6% gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12%. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60% der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34% der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8%) auf Oktober (85,9%) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3% zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7% zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA 2.2. Betriebswirtschaftliche und Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen betriebswirtschaftlichen und finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Jahresüberschusses und des Cash-Flows. Die Voswinkel GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 für alle genannten Leistungsindikatoren weiterhin positive Werte aus. 2.3. Geschäftsverlauf Die Voswinkel GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 eine stabile Entwicklung der wesentlichen betriebswirtschaftlichen und finanziellen Leistungsindikatoren auf. Die Planung aus dem letztjährigen Lagebericht konnte damit teilweise bestätigt werden. Durch die abgeschlossenen Dienstleistungsverträge zur Übernahme der Betriebskosten durch Stauffenberg und zur Überlassung von Vertriebsfunktionen durch die Voswinkel GmbH an Stauffenberg hat sich die Voswinkel GmbH ab 2018 zu einer reinen Produktionsstätte zur Herstellung von Schlaucharmaturen, Schnellverschlusskupplungen und Rohrleitungen für die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG entwickelt. Im abgelaufenen Jahr ist der Umsatz von T€ 14.630 auf T€ 13.731 gesunken. Dieser Rückgang resultiert somit aus der geringeren Betriebsleistung der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, demzufolge Voswinkel weniger produziert und die angepassten Kosten sowie darin enthaltende Preisveränderungen als Umsatz an Stauffenberg weiterverrechnet. 2.4. Umsatz- und Ertragslage Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung konnte trotz der gesunkenen Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um T€ 35 auf T€ 339 verbessert werden. Die wesentliche Ursache dafür liegt in einem verbesserten Finanzergebnis. Ohne Berücksichtigung dieses Anstiegs blieb das Ergebnis aufgrund der bereits beschriebenen vertraglichen Konstruktion mit der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG relativ konstant, da die Betriebskosten weiterverrechnet werden. 2.5. Investitionen und Vermögenslage Im Jahr 2023 erfolgten Investitionen in Höhe von T€ 1.479 im Bereich der immateriellen Vermögengegenstände sowie des Sachanlagevermögens über alle Produktbereiche, Funktionen und Standorte hinweg. Von der Gesamtinvestitionssumme wurden T€ 1.098 in Technische Anlagen und Maschinen, T€ 51 in Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und T€ 330 in Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau investiert. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 901; im Wesentlichen aufgrund des Abbaus von Forderungen gegen das verbundene Unternehmen Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG (T€ -1.102). Im Bereich des Anlagevermögens weisen die Sachanlagen per Saldo aufgrund von wachstumsbedingten Investitionen weiterhin einen Anstieg von T€ 106 aus. Das Umlaufvermögen wurde um insgesamt T€ 1.007 abgebaut. Neben dem bereits oben erwähnten Forderungsabbau konnte der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 118 auf T€ 150 erhöht werden. 2.6. Finanzlage Das Eigenkapital blieb konstant zum Vorjahr, allerdings konnte die Eigenkapitalquote aufgrund der Bilanzverkürzung auf 69,0% (VJ: 63,1%) gesteigert werden. Der Rückstellungsbedarf sank gegenüber Vorjahr insgesamt um T€ 48 und die Verbindlichkeiten konnten gegenüber Vorjahr gar um T€ 852 abgebaut werden. Der größte Abbau erfolgte hier gegenüber der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG mit einem vollständigen Verbindlichkeitsabbau von T€ 871. Der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG verringerte sich somit um T€ 231. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 1.598 realisiert werden. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von T€ -1.479 verminderte den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf einen auch in Summa positiven Cashflow von T€ 118. Der Bestand an Finanzmittel zum Abschlussstichtag verbesserte sich damit auf T€ 150. 2.7. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zeigt sich insgesamt als solide und nachhaltig. Die Voswinkel GmbH war und ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.8. Personal Im Jahresdurchschnitt wurden im Berichtsjahr 157 Mitarbeiter (Vorjahr 164) beschäftigt, davon 24 Angestellte (Vorjahr 24) und 133 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 140). Außerdem bildete das Unternehmen 4 Auszubildende aus (Vorjahr 7). 2.9. Forschung und Entwicklung Für das Jahr 2023 wurden im Bereich Forschung und Entwicklung der Organisation Stauff Deutschland in Summe T€ 4.817 (Vorjahr T€ 5.006) aufgewendet, enthalten sind darin T€ 2.606 (Vorjahr 2.716) Personalkosten. Der betriebsverfassungsrechtlich zusammen mit der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG als Gemeinschaftsbetrieb geführte Bereich R&D umfasst die drei Bereiche Innovationen & Entwicklung, Versuch & Entwicklung sowie Operativ mit insgesamt 32 Mitarbeitern. In 2023 sind Vorbereitungen in allen Produktbereichen für die Einführung eines PDM-Systems erfolgt. PDM, Produkt-Daten-Management, dient zum Einen für die Verwaltung von umfangreichen CAD-Zeichnungen und CAD-Strukturen. Unter Anderem dient ein PDM-System auch als unverzichtbarer Baustein zur Schnittstelle CAD-SAP. Ein Ziel ist zum Beispiel hierbei, PDF-Zeichnungen zu den Materialnummern im SAP-System zur Verfügung zu stellen. Die Umsetzung PDM wird Anfang 2024 erfolgen. Im Zuge der Digitalisierung wurden nach einer Pilotphase mit drei Prüfständen die Belegungsplanung der weiteren Prüfstände in Asana eingeführt. Für den Produktbereich "Schlaucharmaturen" wurde mit Zulassungsprüfungen des chinesischen Herstellers Qingdao begonnen. Ziel ist die Zulassung des chinesischen Schlauchherstellers in Abhängigkeit der umfangreichen Kombinationen Schlauchtyp / Schlauchnennweiten zur Kosteneinsparung. Aufgrund der Verlagerung der Fertigung für "Gebogene Rohrleitungen" von Meinerzhagen nach STAUFF Italien fordert ein Kunde Freigabeprüfungen, die speziell auf seine Anforderungen (zum Beispiel Tieftemperaturen) abgestimmt sind. So weit möglich, wurden bisher alle vereinbarten Prüfungen erfolgreich bestanden. Weitere Prüfungen können beziehungsweise müssen erst dann erfolgen, wenn der Fertigungsbereich "Löten" auch nach Italien verlagert worden ist. Die Befestigungsschelle für die 3-Leitungsbündel "low voltage" wurde in größeren Mengen an einen Kunden geliefert. Für diesen Kunden und einen weiteren Kunden wird mit der Entwicklung einer Mittelspannungsschelle (ein einziger Leiter) begonnen. 3. Geschäftsvorgänge im Kalenderjahr 2023 mit besonderer Bedeutung Trotz aller operativen Herausforderungen hat STAUFF Deutschland in Ergänzung dazu im Geschäftsjahr 2023 an allen strategischen Projekten festgehalten und diese auch umgesetzt. Neben des weiteren Roll-Outs der digitalen Plattform und des STAUFF-Line-System-Partner Modells ist an dieser Stelle insbesondere die globale Vernetzung innerhalb der Gruppe hervorzuheben. Dabei findet eine kontinuierliche Optimierung der Kommunikation und der Abläufe in der Zusammenarbeit von STAUFF-Deutschland mit den globalen Funktionsbereichen und den ausländischen Unternehmen des Geschäftsbereiches statt. Dazu beigetragen hat auch die in den letzten Jahren vorgenommene interne gruppenweite und deutschlandweite Neuorganisation. Bei STAUFF Deutschland, als dem zentralen Produktionsstandort, hat sich die neu eingeführte Werksorganisation mit erheblichen Gestaltungsspielräumen als ein weiterer signifikanter Erfolgsfaktor dargestellt. Mit dieser Organisationsform kann wesentlich schneller und zielorientierter auf kurzfristige Markt- und Kundenveränderungen reagiert werden. Dies ist insbesondere in Zeiten von Lieferengpässen und Rohmaterialverknappungen, aber auch in volatilen Märkten ein erheblicher Vorteil und ermöglicht eine bessere Anpassung an die jeweils unterschiedlich verlaufenden Auslastungen der Werke. Während das Werk in Plettenberg-Ohle trotz leichtem Bestandsabbau aufgrund der deutlich steigenden Umsatzerlöse eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Gesamtleistung erbringen konnte, ging die Gesamtleistung des Standorts in Werdohl-Ehrenfeld im Vorjahresvergleich trotz deutlichem Umsatzwachstum aufgrund des Bestandsabbaus im Vorjahresvergleich leicht zurück. Personaltechnisch erfolgten in beiden Bereichen Anpassungen über Gleitzeitenkonten und variabler Gestaltung der Leiharbeitskräften. Demgegenüber wurde zu Beginn des Jahres am Standort Meinerzhagen-Neugrünenthal auf eine deutlich gesunkene Gesamtleistung mit dem Instrument der Kurzarbeit reagiert. Der enorme Anstieg in Umsatz und Bestand im Produktbereich Rohrbiegerei am Standort Meinerzhagen-Rottland konnte nur mit Mehrarbeit und erhöhtem Einsatz von Leiharbeit geleistet werden. 4. Risikomanagement und -bewertung In Zeiten, in denen sich das weltwirtschaftliche Umfeld und die Branchensituationen als besonders dynamisch erweisen, ist ein effizientes Risikomanagement von entscheidender Bedeutung für den Erfolg eines international agierenden Unternehmens. Das Risikomanagement der Voswinkel GmbH ist darauf ausgerichtet den Erhalt des Unternehmens langfristig zu gewährleisten und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Um unternehmerisch erfolgreich zu sein, müssen Chancen wahrgenommen und Risiken zeitnah erkannt und bewertet werden. Dabei wird stets eine Differenzierung in unternehmerische Risiken und bestandsgefährdende Risiken vorgenommen. Die unternehmerischen Risiken müssen von allen Mitarbeitern bewusst und eigenverantwortlich getragen sowie aktiv gesteuert werden. Im Gegensatz dazu gilt das Ziel die bestandsgefährdenden Risiken grundsätzlich zu vermeiden. Das Ziel des Risikomanagements ist es, das Risikobewusstsein weltweit und auf allen Hierarchieebenen zu erhöhen. Aus diesem Grund werden neben den Chancen auch jeweils die Risiken transparent aufbereitet und in die unternehmerische Entscheidungsfindung mit einbezogen. Die Basis für die Früherkennung betriebswirtschaftlicher Risiken bildet die für die Datenverarbeitung eingesetzte SAP ERP Software mit einem eigenentwickelten Berichtswesen. In diesem Rahmen werden mittels täglich bereitgestellten Berichten wesentliche Umsatz- und Rohertragsdaten sowie wöchentlich die Bestands- und Kostenentwicklungen jeweils auf Geschäftsbereichsebene aufgezeigt. Des Weiteren werden regelmäßig einmal im Monat die kompletten GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Daten zuzüglich weiterer definierter Kennzahlen an die Geschäftsführung und die jeweiligen Geschäftsbereiche berichtet. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Risiken auf Geschäftsbereichsebene direkt kommuniziert werden können und entsprechende Gegenmaßnahmen umgehend eingeleitet werden können. In jedem Jahr findet im jeweils letzten Quartal eine Budgetplanung für die nächsten drei Geschäftsjahre statt. Darüber hinaus werden in der Regel dann noch zwei Planungsüberholungen durchgeführt in deren Rahmen die in der Budgetplanung berücksichtigten Ausgangsparameter neu analysiert und bei Bedarf angepasst werden. Damit ist sichergestellt, dass auch die jeweilige politische und die wirtschaftliche Situation mit ihren unterschiedlichen Einflüssen auf den Geschäftsverlauf fortlaufend aktualisiert wird. In dem Fall auftretender Sonderereignisse, wie z. B. der Coronakrise oder auch des Ukraine-Russland Konfliktes, bietet das System die Möglichkeit fortlaufende Planungsanpassungen und Planungsszenarien auf Monatsbasis darzustellen. Dem Liquiditätsrisiko im Hinblick auf eine termingerechte und wertmäßige Erfüllung aller fälligen Verbindlichkeiten begegnet die Voswinkel GmbH im Rahmen des Berichtswesens durch eine Überwachung und Aktualisierung der Liquiditätsplanung. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden in Form von adäquaten Rückstellungen ausgewiesen. Mit der Implementierung eines internationalen Versicherungsprogramms wird das latente Risiko einer Betriebsunterbrechung für alle Unternehmen der gesamten Gruppe abgesichert. Ergänzend dazu sind im Rahmen dieses internationalen Versicherungsprogramms neben den externen Zulieferengpässen ebenfalls auch die konzernweiten Engpässe mit einer Allgefahrendeckung eingeschlossen. Zusätzlich hierzu besteht eine weltweite Organhaftpflichtversicherung (D&O) und eine Versicherung gegen Cyberrisiken ist ebenfalls existent. Die Einführung eines Compliance-Systems inklusive eines Code of Conduct ist sowohl national als auch international implementiert. Das System zeigt seine Wirkung im Rahmen der operativen und strategischen Tätigkeiten auf allen Hierarchieebenen. Darüber hinaus werden über die gesamte Gruppe IT-Security- und IT-Health Checks durchgeführt. Hiermit ist das Ziel verbunden Risiko- und Optimierungspotentiale zu ermitteln, entsprechende Schutzmaßnahmen zu implementieren und in das gemeinsame IT-Framework zu integrieren. Die lokalen IT-Organisationen werden von der IT der LUKAD HOLDING GmbH & Co. KG mit betreut. Als Konsequenz hieraus findet ein ständiger Informationsaustausch statt. Alle weiteren Risiken des Unternehmens speziell im betrieblichen Bereich werden durch bewährte installierte Prozesse und Aktivitäten abgebildet und abgedeckt. Es erfolgt dabei eine ständige Aktualisierung und Anpassung an sich ändernde Rahmenparameter. Flankierend dazu finden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen statt. Diese werden dann jeweils zeitnah dokumentiert und sind von den Mitarbeitern anschließend jederzeit im Intranet einzusehen. Ebenso dort hinterlegt ist ein Gefahrstoffkataster. Die Gefahrstoffe werden hier mit den wesentlichen Daten wie zum Beispiel Hersteller, Gefahrenklasse, Kennzeichnung, Abfallschlüssel und Betriebsanweisung dokumentiert. Das dargestellte transparente und systematische Risikomanagement sorgt mit seinen strukturierten Prozessen für eine effiziente Steuerung der Gesamtrisiken des Unternehmens. Aus der heutigen Sicht heraus liegen keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken vor. 5. Chancen- und Risikobericht Die globale Entwicklung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 wird im Wesentlichen von der erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der konjunkturellen Rahmenbedingungen und möglicher rezessiver Ausschläge gekennzeichnet sein. Damit einhergehend können auch die vielfältig existierenden geo- und handelspolitischen Aspekte einen erheblichen Einfluss ausüben. Die entscheidenden Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind: - Mit welchen Maßnahmenpaketen werden die einzelnen Regierungen, speziell in den Ländern der Europäischen Union auf die weiterhin schwächelnde Konjunktur, die noch zu hohen Inflationsraten, den ökologischen Themen, dem Digitalisierungsprozess und dem Bürokratieabbau kurz- und mittelfristig reagieren? - Kann es zeitnah eine Lösung im Rahmen des Russland-Ukraine-Konfliktes geben und wenn ja, wie könnte diese Lösung final aussehen? - Wie entwickelt sich die Höhe und die Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise? - Können die Probleme der Versorgungssicherheit im Materialbereich und der Mangel speziell an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt weiter minimiert werden? - Welche Auswirkungen wird der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf auf die diplomatischen Beziehungen zwischen den einzelnen Ländern, aber auch auf die transatlantischen Bündnisse haben? Im Hinblick auf die deutschen Standorte muss hier erneut auch noch das seit der Sperrung im Jahr 2021 präsente regionale Dauerthema des Neubaus der "Rahmedetal-Brücke" erwähnt werden. Seit diesem Zeitpunkt werden die finanziellen Leistungsindikatoren speziell von der sinkenden Verfügbarkeit der Arbeitskräfte und den erhöhten Transport- und Logistikaufwendungen in einem nicht zu unterschätzenden Maße negativ beeinflusst, wobei dies noch nicht die ökologischen Auswirkungen inkludiert. Soweit es möglich ist, sind alle diese Faktoren und deren mögliche Konsequenzen schon in der Gesamtplanung für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt worden. Sollten sich die aufgeführten Fragestellungen aber einzeln oder auch kumuliert betrachtet doch negativer als erwartet auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken, kann sich für das Unternehmen allerdings auch eine Verschlechterung der finanziellen Leistungsindikatoren einstellen. Der Focus der Organisation STAUFF Deutschland wird im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus auch weiterhin auf einer nachhaltigen und stetigen Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit sowohl im ökonomischen als auch im ökologischen Bereich liegen. Quellen: Sachverständigenrat Wirtschaft - Jahresgutachten 2023/24/Institut der deutschen Wirtschaft - IW-Konjunkturprognose Winter 2023/BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024 - Pressemitteilung v. 15.01.2024/Bundesregierung - Jahreswirtschaftsbericht 2024 v. 21.02.2024 Die Maschinen- und Anlagebauer blicken mit gedämpfter Stimmungslage auf das Jahr 2024. Eine Zurückhaltung bei Investitionen und Neueinstellungen ist aufgrund der hohen Unsicherheit spürbar und die Auftragspolster schmelzen dahin. Quellen: VDMA, 20. Blitzumfrage, 27. Oktober 2023 Neben der kurzfristigen Beherrschbarkeit der geopolitisch bedingten negativen Auswirkungen sieht sich das Unternehmen aber mit allen in den letzten Jahren getroffenen operativen und strategischen Entscheidungen auf dem richtigen Weg, das Ziel des mittel- und langfristigen Wachstums des Unternehmens erfolgreich umsetzen zu können. 6. Prognosebericht Für die Budgeterstellung 2024 ist als Basis ein leicht unter dem für das Jahr 2023 erwartete Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene unterstellt worden. Dabei hat sich auf Grund der Entwicklung in den meisten Industrie- und Schwellenländern zum Jahreswechsel 2023/2024 gezeigt, dass diese Grundannahme auch gerechtfertigt ist. Insbesondere die Vielzahl, der aktuell ungelösten weltweiten geo- und handelspolitischen Themen sorgen dafür, dass ein stabiler, nachhaltiger und deutlicher Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung kurzfristig nicht zu erwarten ist. Es gilt weiterhin die Annahme, dass der seit dem 24. Februar 2022 andauernde Russland-Ukraine-Konflikt die Weltwirtschaft durch veränderte Lieferkettensituationen und erhöhte und volatilere Energiepreise nachhaltig negativ beeinflusst, was bereits in einer Vielzahl von Ländern weltweit in großen Teilen der Bevölkerung zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Lebensstandards geführt hat. Die bisher implementierten staatlichen und unternehmerischen Gegenmaßnahmen haben die Negativ-Effekte nur abmildern können. Die Hauptproblematik liegt darin, dass die weitere Dauer und auch die Entwicklung des Konfliktes gegenwärtig nicht prognostiziert werden kann. Darüber hinaus ist auch eine Internationalisierung des Konfliktes als nächster Schritt immer noch ein real ständig existierendes Thema. Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes und für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr erwartet. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4%. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10% real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA (Originaltext) In den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 hat sich der Wirtschaftszweig mit einem Auftragsrückgang von 6,8% so entwickelt wie erwartet. Die Organisation STAUFF Deutschland konnte in diesem Zeitraum demgegenüber einen Anstieg des Auftragseingangs um 6,5% gegenüber Vorjahr verzeichnen. Der Umsatz in diesem Zeitraum lag zwar um 1,3% unter dem Vorjahr (VDMA: -3,6%), allerdings um 4,9% über den Werten aus dem Budget, welches im November 2023 erstellt und freigegeben worden ist. Insgesamt erwartet die Voswinkel GmbH für das Geschäftsjahr 2024 einen positiven Verlauf, so dass sich die finanziellen Leistungsindikatoren in Form der Umsatzerlöse wertmäßig leicht, in Form des operativen Ergebnisses, Jahresüberschuss und Cash Flow wertmäßig deutlich über dem Niveau von 2023 bewegen werden.
Meinerzhagen, 4. April 2024 Geschäftsführung Lutz Menshen Jörg Deutz Carsten Krenz Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den einschlägigen Vorschriften des GmbHG sowie nach den ergänzenden Be-stimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit und sonstige Angaben zu den Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung überwiegend in den Anhang aufgenommen. Zwischen der Gesellschaft und der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, Werdohl, wurde am 5. Juli 2018 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Demnach hat sich die Gesellschaft verpflichtet, den gesamten handelsrechtlichen Jahresüberschuss eines jeden Jahres an die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG abzuführen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Voswinkel GmbH mit Sitz in Meinerzhagen im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nummer HRB 3290 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Außerordentlichen Wertverlusten wird durch entsprechende Abschreibungen Rechnung getragen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Bei den Finanzanlagen wurden die Ausleihungen grundsätzlich mit den Nennwerten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % (Vj. 0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Die Änderung des Zinssatzes wird als Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der durch den Abschluss des Gewinnabführungsvertrages mit der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG begründeten körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft werden die latenten Steuern nach DRS 18 bei der Organträgerin ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt. Unter den sonstigen Ausleihungen werden Genossenschaftsanteile ausgewiesen. Restlaufzeiten Die Angaben zu den Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Mitzugehörigkeitsvermerke sind im Forderungen- und Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) aufgeführt. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Da allerdings frei verfügbare Rücklagen in ausreichender Höhe vorhanden sind, kommt die Ausschüttungssperre nicht zur Anwendung. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 18. Auf die Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft hat der Unterschiedsbetrag aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine Auswirkung. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind u. a. Rückstellungen für Personalkosten bzw. Maßnahmen in Höhe von TEUR 318 (Vj. TEUR 331), für nicht genommenen Urlaub und Überstunden in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 76) sowie Jubiläen in Höhe von TEUR 174 (Vj. TEUR 158) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 1) enthalten. Im Berichtsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 162 vorgenommen worden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum 31. Dezember 2023 zu nennen:
Die oben dargestellten Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen und Kfz-Leasingverträgen. Für diese Vertragsbeziehungen besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Vorteilen und Risiken. Der Zweck der vertraglichen Verpflichtungen ist ein optimaler Einsatz von Finanzierungsmitteln. Das Bestellobligo für Sachanlagen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 749. Weiterhin besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 37,5 Mio.. Das verbundene Unternehmen wird den geplanten Kapitaldienst voraussichtlich pünktlich und vollständig erbringen können. Insofern ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich. Angaben über das Abschlussprüferhonorar Da die Angaben über das Abschlussprüferhonorar in dem von der LUKAD HOLDING GmbH & Co. KG, Werdohl, aufgestellten Konzernabschluss enthalten sind, macht die Voswinkel GmbH von der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HBG Gebrauch und verzichtet auf eine gesonderte Angabe im Jahresabschluss. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden im Berichtsjahr 157 Mitarbeiter (Vj. 164) beschäftigt, davon 24 Angestellte (Vj. 24) und 133 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 140). Außerdem bildete das Unternehmen 4 Auszubildende aus (Vorjahr 7). Geschäftsführung Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung durch folgende Personen wahrgenommen:
Herr Jörg Deutz und Herr Lutz Menshen sind hauptberuflich Geschäftsführer der LUKAD HOLDING GmbH & Co. KG, Werdohl, Herr Carsten Krenz ist hauptberuflich Geschäftsführer der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, Werdohl. Bezüge der Geschäftsführung und früherer Organmitglieder Hinsichtlich der Angabepflicht der Vergütungen wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Geschäfte der Voswinkel GmbH finden mit Ausnahme des marktüblichen Bedingungen entsprechenden Mietvertrages mit der U.M. Gewerbeimmobilien GmbH & Co. KG, Werdohl, für die Gebäude Meinerzhagen, Neugrünental mit und zwischen unmittelbar- und mittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden, in den oben genannten Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen statt. Daher entfällt diese Angabe. Konzernverhältnis Die Voswinkel GmbH, Meinerzhagen, wird in den Konzernabschluss der LUKAD HOLDING GmbH & Co. KG, Werdohl, einbezogen. Bei dem Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, handelt es sich um die LUKAD HOLDING GmbH & Co. KG, Werdohl. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Nachtragsbericht Neue Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Ergebnisverwendung Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 5. Juli 2018 wird der gesamte Jahresüberschuss an die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG abgeführt.
Meinerzhagen, 4. April 2024 Geschäftsführung Lutz Menshen Jörg Deutz Carsten Krenz Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Forderungen und Verbindlichkeitenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Voswinkel GmbH, Meinerzhagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Voswinkel GmbH, Meinerzhagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Voswinkel GmbH, Meinerzhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Altena, 27. Mai 2024 MÄRKISCHE
REVISION GMBH
Theo Bergenthal, Wirtschaftsprüfer Marcus Grau, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Gesellschafterversammlung vom 14.07.2024 festgestellt. |
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