Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Müller seit 9.7.2025 | Prokura |
Nina Dettmar seit 9.7.2025 | Prokura |
Andreas Masel seit 27.2.2023 | Prokura |
Markus Hans Grundmann seit 19.5.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Hans Eberhard Puchtler seit 19.6.2019 | Prokura |
Harald Richard Reichel seit 11.8.2010 | Prokura |
Heinz Jahreiß seit 11.8.2010 | Prokura |
Ernst Adolf Wolfgang Dr. Wagner seit 11.8.2010 | Geschäftsführer |
Torsten Aeugle seit 11.8.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.00% | |
| 44.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Frenzelit GmbHBad Berneck i.F.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Dichtungen, Isolationen, Kompensatoren und Heizsysteme sind die vier Hauptproduktbereiche des im Jahr 1881 gegründeten Familienunternehmens Frenzelit GmbH. Wir agieren von den Standorten Bad Berneck und Himmelkron aus national und international. Tochtergesellschaften werden in den USA, Tschechien und in Indien betrieben. Unsere Kunden finden sich in vielen Ländern dieser Welt und sind so vielfältig wie unsere Produkte. Im Produktbereich Dichtungen bieten wir sowohl Lösungen für allgemeine Industrieanwendungen wie u.a. in Kraftwerken und Chemieanlagen, in der Papierherstellung, der Lebensmittelindustrie, der Heizungstechnik, der Offshore-Industrie, im Schiffbau als auch für Automotive-Anwendungen und Industrien mit Seriencharakter (z.B. Heiz- und Klimageräte) an. Frenzelit produziert und liefert zudem hochtemperaturbeständige Produkte für die thermische und akustische Isolation. Einsatzbereiche finden sich in Fahrzeugen, in der Heizungstechnik, im Maschinen- und Anlagenbau und in industriellen Prozessen. Neben technischen Textilien (Nadelvliese, Gewebe, Schnüre etc.) bieten wir u.a. Form-, Stanz- und Konfektionsteile, Metall-Textil-Verbundwerkstoffe (Mtex), Isolierkissen sowie Brandschutzgewebe an. Außerdem fertigt Frenzelit Gewebe- und Weichstoffkompensatoren für die Energietechnik, den Anlagenbau und viele weitere Einsatzbereiche in unterschiedlichsten Industriezweigen. Schließlich entwickelt und produziert Frenzelit elektrische Flächen-Heizsysteme basierend auf einer Heizfolie auf Carbonfaser-Struktur für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche in Gebäuden, Automobilen und für Industrieanwendungen. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Verfahrens- und Werkstoffentwicklung zur Herstellung von Dichtungen, Kompensatoren, Isolationen sowie neuen Materialien. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft sind unsere Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht (1) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäft der Frenzelit GmbH richtet sich nicht an ein Wirtschaftssegment oder ausgewählte Branchen. Unsere technischen Produkte finden ihren Einsatz in vielen Industriebranchen. Wir unterteilen die Märkte für unsere Produkte in die Bereiche Industrie und Mobilität. Wir bedienen Kunden im In- und Ausland. Für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens sind deshalb die branchenübergreifenden Kennziffern des Bruttoinlandsprodukts ("BIP") der einzelnen Regionen relevante Indikatoren für die Geschäftsentwicklung. Laut Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor geprägt von einem krisenreichen Umfeld. Hinzu kamen ein weiterhin hohes Preisniveau, beispielsweise für Strom, Gas und Chemikalien, sowie steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Lt. KfW-Konjunkturkompass ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 in der Eurozone saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent gestiegen. Gemäß dem World Economic Outlook Update (WEO Update) des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2023 um 3,1 %. Die IWF-Prognose eines Wachstums von 2,9 % von Januar 2023 wurde damit leicht übertroffen. Die Angaben zur Konjunkturentwicklung geben den Kenntnisstand bei Aufstellung des Jahresabschlusses wieder und basieren auf den vorhandenen Quellen und veröffentlichten ökonomischen Daten. 2. Geschäftsverlauf Die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei Frenzelit resultiert im Wesentlichen aus der teilweisen Weitergabe gestiegener Rohstoff- und Energiepreise und der wirtschaftlichen Erholung von der Covid-19-Pandemie. Obwohl die Umsätze bereits im Jahr 2022 wieder über ein Vorjahres-Niveau angewachsen sind, lag auch der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 mit 118,0 Mio. EUR um 12,7 Mio. EUR über dem Vorjahr. Der Exportanteil liegt nun bei 53,1 % und ist gegenüber dem Vorjahr (48,9 %) leicht gestiegen. Mit einer Umsatzsteigerung von ca. 12 % liegt Frenzelit deutlich über dem (preis- und kalenderbereinigten) Produktionszuwachs im produzierenden Gewerbe (ohne Energie und Bau), der lt. Pressemitteilung Nr. 048 vom 07.02.2024 des Statistisches Bundesamtes bei 1,5 % unter dem Vorjahresniveau lag. Die Rohstoffpreise sind bedingt durch Inflation und weltwirtschaftliche Krisen konstant hoch. Nachdem wir die Preissteigerungen jedoch zeitversetzt an unsere Kunden weitergeben konnten, ergibt sich eine leicht verbesserte Rohertragsquote, die bei 54,7 % (Vorjahr: 52,0 %) lag. 3. Lage Die Frenzelit GmbH ist auf Grund ihrer hohen Eigenkapitalquote von 79 % finanziell gut bis sehr gut aufgestellt und kann auf etwaige negative Entwicklungen in der Wirtschaft, die die angespannte weltwirtschaftliche Lage möglicherweise weiterhin nach sich ziehen wird, entsprechend reagieren. a) Vermögenslage Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist mit 40.707 T€ um 3 T€ gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Die Abschreibungen sind auf Grund des Wegfalls der außerordentlichen Mehraufwendungen des Vorjahres wegen Nutzungsdaueränderungen und rückläufigen Investitionen im Vergleich zum Vorjahr (5.293 T€) auf 4.452 T€ gesunken. Die in 2023 getätigten Investitionen liegen mit 4,8 Mio. € unter dem Vorjahr (5,2 Mio. €). Das kurzfristig gebundene Vermögen ist mit 36.244 T€ und einem Anteil von 47,1 % an der Bilanzsumme deutlich gesunken. Die Vorräte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 4.809 T€ auf 19.400 T€ abgebaut werden. Die Mittelfreisetzung im Umlaufvermögen macht sich bei den flüssigen Mitteln mit einem Anstieg von 37,1 %, (585 T€) bemerkbar. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-304 T€) und sonstige Vermögensgegenstände/ ARAP (- 1.084 T€) wurden hingegen reduziert. Der Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen beruht auf geringeren Umsatzsteuerforderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen legten stichtagsbedingt um insgesamt 68 T€ leicht zu. Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 mit 76.951 T€ ist gegenüber dem Vorjahreswert von 82.492 T€ um 6,7 % gesunken. An der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Bilanzsumme hat das um 113 T€ erhöhte Eigenkapital mit 60.872 T€ einen Anteil von 79,1 % (Vorjahr 73,7 %). Durch den Abbau von Vorräten und die Rückzahlung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft konnten die Verbindlichkeiten um -6.703 T€ reduziert werden. Die Zunahme bei den Rückstellungen um 1.514 T€ begründet sich im Wesentlichen durch gestiegene Rückstellungen für Jahressonderzahlungen an Mitarbeiter, höhere Urlaubsüberhänge und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung. Die Steuerrückstellungen haben sich ergebnisbedingt ebenfalls leicht erhöht. Die Reduzierung der passiven latenten Steuern um 444 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Unterschiedsbeträge zwischen Handels- und Steuerbilanz. b) Finanzlage Die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft sind geordnet. Bankkredite wurden zum Geschäftsjahresende nicht beansprucht. Das Unternehmen wird auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 9,7 Mio. und liegt damit wegen des gestiegenen Ergebnisses und der gesunkenen Mittelbindung im Umlaufvermögen um 7.278 T€ weit über dem Vorjahr. Nachdem im Geschäftsjahr Dividenden i. H. v. 4.156 T€ ausgezahlt und zusätzlich ein kurzfristiger Finanzkredit von einer Tochtergesellschaft getilgt wurde, ergab sich ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 5.350 T€. Finanzmittel in Höhe von 3,8 Mio. € wurden für Investitionen eingesetzt. Per Saldo erhöhte sich der Finanzmittelfonds aus Kassen- und Bankguthaben um 584 T€ auf 2.158 T€. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns über die Bonität unserer Kunden. c) Ertragslage Insgesamt wurde ein Umsatz von 118,0 Mio. € (Vorjahr 105,3 Mio. €) erzielt. Der Jahresüberschuss beträgt 4,3 Mio. EUR und liegt damit effektiv um 0,7 Mio. € über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Ergebnissteigerung ist insbesondere durch eine Steigerung der Rohertragsquote bedingt. Die inflationsbedingten Kostensteigerungen konnten an Kunden weitergegeben werden. Bei einer um 3,7 % gesteigerten Gesamtleistung von 112,4 Mio. € ergab sich wegen der verbesserten Materialaufwandsquote ein um 5,2 Mio. € bzw. 9,2 % gestiegener Rohertrag von 61,5 Mio. €. Die betrieblichen Aufwendungen sind allerdings zum Teil überproportional gestiegen, wodurch die Rohertragssteigerung teilweise wieder aufgebraucht wurde. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Minderabschreibungen von 0,8 Mio. €, denen Personalkostensteigerungen von rd. 3,4 Mio. € bzw. 10,4 % sowie um 2,8 Mio. € bzw. 18,0 % höhere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüberstehen. Dabei sind insbesondere die Verwaltungsaufwendungen um rd. 1,5 Mio. € überproportional zum Umsatz angewachsen, was im Wesentlichen auf die gestiegenen kaufmännischen Beratungskosten im Zusammenhang mit der SAP Einführung im Vorjahr zurückzuführen ist. Vertriebs- und Instandhaltungsaufwendungen hingegen konnten insgesamt um rund 0,6 Mio. € reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um 0,6 Mio. € über Vorjahr. Hier wirkten sich die Auflösung einer Wertberichtigung von 0,2 Mio. € sowie eine Versicherungsentschädigung von 0,6 Mio. € aus. Das Finanzergebnis aus Zinsaufwand und -ertrag sowie Beteiligungserträgen und Abschreibungen auf Finanzanlagen hat sich trotz der von einer ausländischen Tochtergesellschaft vereinnahmten Dividende wegen höherer Zinsaufwendungen und Abschreibungen mit 729 T€ im Vergleich zum Vorjahr (741 T€) leicht verschlechtert. Trotz der Ergebnissteigerung sind die Ertragssteuern, aufgrund der Veränderung innerhalb der latenten Steuern, um 220 T€ leicht gesunken. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung u. a. die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierungen (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen/ Sonderposten. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 236 T€ (Vj. 212 T€). Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und beträgt im Geschäftsjahr 3,95 %. Der Cash-Flow beträgt 8.714 T€ und ist damit um 105 T€ niedriger als im Vorjahr. Die Geschäftsentwicklung konnte erlösseitig gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden, jedoch wurden unsere Planvorgaben nicht vollständig erfüllt. Kosten- und renditeseitig blieben wir ebenfalls hinter unseren Erwartungen zurück. e) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Frenzelit beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 501 Mitarbeiter. Unsere Mitarbeiter gewährleisten mit ihrer Leistungsbereitschaft die Umsetzung der geplanten Unternehmensziele. Ihnen danken wir für ihre Einsatzfreude, Zuverlässigkeit und für die erbrachten Leistungen. Im Hinblick auf die verschiedenen ISO-Zertifizierungen wurden im Unternehmen Richtlinien und Regularien weiterentwickelt, die die Herstellung unserer Produkte in marktgerechter Qualität sicherstellen sollen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätssicherungssystem, welches in den aktuellen Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 50001, IATF 16949 Automobil und ISO 14001 Umwelt dokumentiert ist. Unverändert wird ein aktives Umweltmanagement durchgeführt. f) Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir aufgrund unserer Umsatzrendite, der Eigenkapitalstärke und der Tatsache, dass unsere Gesellschaft weiterhin frei von Bankkrediten agieren kann, als gut ein. Die im Lagebericht 2022 prognostizierte Umsatzsteigerung wurde erfüllt, auch wenn der geplante Umsatz nicht ganz erreicht werden konnte. Die Ergebnis- und Cash-Flow-Prognose wurde aufgrund der höheren allgemeinen Kosten unterschritten. III. Prognosebericht Gesamtwirtschaft und Branche Wie der Sachverständigenrat in seinem Frühjahrsgutachten 2024 ausführt, wird erwartet, dass sich die schwache Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024 zunächst fortsetzt und im Jahresdurchschnitt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt nur minimal um 0,2 % steigt. Er revidiert damit seine Prognose gegenüber dem Herbst 2023 um 0,5 Prozentpunkte nach unten. Im Jahr 2025 ist mit einem moderaten Wachstum der Gesamtwirtschaft um 0,9 % zu rechnen. Die konjunkturelle Entwicklung wird seit dem Herbst 2023 zunehmend durch die schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage gebremst, wodurch sich auch die Auftragslage in der Industrie und im Bau weiter eingetrübt hat. "Wir erwarten allerdings, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2024 etwas an Fahrt gewinnt.", erklärt Martin Werding, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft. Auch der Welthandel und die globale Industrieproduktion dürften im Verlauf des Jahres 2024 zunehmen. "Im laufenden und im kommenden Jahr werden die deutschen Exporte vom steigenden Welthandel profitieren. Allerdings sehen sich die exportorientierten Unternehmen mit einem scharfen Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und weiterhin erhöhten Energiepreisen konfrontiert", sagt Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft. Die Teuerung in Deutschland wird sich weiter verlangsamen. Der Sachverständigenrat Wirtschaft rechnet in den Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflationsrate von 2,4 Prozent respektive 2,1 Prozent. Die steigenden Arbeitskosten und das geringe Produktivitätswachstum verlangsamen den weiteren Rückgang der Inflation. Auch Zinssenkungen der EZB dürften jedoch frühestens im Jahr 2025 die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen. Die geopolitische Unsicherheit stellt ein erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflation dar. Besondere Unsicherheitsfaktoren sind der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnte die Energiepreise erneut ansteigen lassen. Das ifo Geschäftsklima hat sich in den vergangenen Monaten stetig verschlechtert und die Auftragslage wird in allen Wirtschaftsbereichen bis zuletzt als schlecht eingeschätzt. Erst im kommenden Jahr wird mit einer allmählichen Erholung gerechnet. Diese schwache wirtschaftliche Auftragslage wird sich auch auf unsere branchenspezifischen Kunden auswirken. Dies kann sowohl Stornierungen bestehender Aufträge als auch eine schwächere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2024 zur Folge haben. Unternehmung Durch das krisenbedingt schwierige Marktumfeld, das im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gut bewältigt wurde, wird erwartet, dass die Umsatzrealisierung der Frenzelit GmbH im Geschäftsjahr 2024 rückläufig sein wird. Die Planung wird laufend an die aktuellen Entwicklungen angepasst, um vorausschauend Handlungsmöglichkeiten ableiten zu können. Nach einem sehr guten ersten Quartal 2024, welches die Unternehmensplanung übersteigt, und des zu diesem Zeitpunkt guten Auftragsbestands blickt die Frenzelit GmbH skeptisch auf das Restjahr 2024. Auf Grund der aktuellen Unsicherheiten hinsichtlich der Konjunktur, der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie möglicher beschaffungsseitiger Lieferengpässe kann es im weiteren Verlauf des Jahres zu Auftragsrückgängen kommen. Dies ist jedoch nicht prognostizierbar, da die Folgen der geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die weitere konjunkturelle Entwicklung nur schwer einzuschätzen sind. Nach aktuellen Hochrechnungen wird der Umsatz 2024 merklich unter Plan bleiben. Insgesamt wird für 2024 ein deutlicher Rückgang des Umsatzes, des Unternehmensergebnisses und des Cash-Flows geplant. Auch für die Jahre 2025 und 2026 erwarten wir aufgrund der konjunkturellen Situation ein schwieriges Marktumfeld. Die Ertragssituation würde sich unter diesen Prämissen entsprechend negativ entwickeln. Es wird deshalb von einer sich abschwächenden Umsatzrendite und einer Reduzierung des Cash-Flows ausgegangen. Die Prognose steht unter der Prämisse, dass sich die Konjunktur nicht deutlich erholt, die Inflation allmählich zurückgeht und die Auswirkungen der Energiekrise auf die Rohstoffpreise nicht weiter eskalieren. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Konjunkturrisiken durch Unsicherheit in Wirtschaftspolitik und Lage am Arbeitsmarkt Die finanzpolitischen Spielräume sind im laufenden und im kommenden Jahr geringer als in den Vorjahren, die Fiskalpolitik ist restriktiv ausgerichtet. Die Aussichten für das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft bleiben gemessen am Produktionspotenzial bis zum Ende des Jahrzehnts schwach. Was vor allem auch am demografischen Wandel, einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeiten, und dem damit zurückgehenden Arbeitsangebot liegt. Die Dynamik ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen: Unternehmen fällt es zunehmend schwer, offene Stellen zu besetzen. Die Frenzelit GmbH hat in ihrem Zukunftstarif dennoch beschlossen die Arbeitszeit von 2025 bis 2027 schrittweise von 40 auf 37,5 Stunden zu reduzieren. In der Corona-Krise konnten mit dem Abschluss einer Betriebsvereinbarung, welche die Möglichkeit der partiellen Einführung von Kurzarbeit in einzelnen Bereichen bot, die Weichen gestellt werden, um sowohl Einbrüchen in der Auslastung als auch in der Liquidität entgegenzuwirken. Wir gehen davon aus, dass eine entsprechende Vereinbarung bei sich verschlechternder Konjunkturlage nochmals abgeschlossen werden könnte. Bezüglich der Konjunkturrisiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht. Branchenspezifische Risiken Sollten sich die Lieferketteneinschränkungen und die knappen Rohstoffverfügbarkeiten bei gleichzeitig hohem Preisniveau nicht wie erwartet entspannen und sollten die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China den Welthandel zusätzlich belasten und die globale Inflation nicht wie erwartet weiter sinken, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können Umsatz- und Ergebnisrisiken für die Frenzelit GmbH entstehen. Wir gehen davon aus, dass die allgemein der konjunkturellen Entwicklung folgende globale Mobility Branche in unserem Produktbereich weniger spürbare Risiken birgt. Vorübergehende Umsatzdefizite in einzelnen Bereichen konnten in der Vergangenheit dank unseres breit aufgestellten Produktportfolios durch andere Bereiche meist kompensiert werden. Das Unternehmen ist in wachstums- und zukunftsträchtigen Märkten tätig. Durch gezielte Sortimentserweiterung in Randbereichen des derzeitigen Kernsortimentes ergeben sich Chancen der weiteren Erschließung von Märkten und Anwendungen. Durch die voranschreitende Internationalisierung erwarten wir den Anteil am Exportgeschäft wieder steigern zu können. Beschaffungsrisiken Im Rahmen der Risiken der zukünftigen Entwicklung könnten steigende Rohstoffkosten auch durch zunehmende Zuschläge und Zölle auf der Beschaffungsseite das Ergebnis belasten. Die Strom- und Gaskosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 rd. 3,2 Mio. und damit lediglich rd. 2,7% des Umsatzes. Die Energiepreissituation hat sich im Laufe des Jahres 2023 entspannt. Die Versorgungssicherheit im Rohstoffbereich versuchen wir auch durch die Internationalisierung im Einkauf abzusichern. Die teilweise durch Engpässe und politische Unsicherheiten unterbrochenen Lieferketten bergen weitere Beschaffungsrisiken. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der Überkapazitäten in der Branche zugenommen. Da unsere Produkte nach unserer Einschätzung reale Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, sind unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Marktanteile mittelfristig ausdehnen können, was gegebenenfalls mit weiteren Kosten verbunden ist. Wesentliche Ertragseinbußen gegenüber den Planvorgaben auf Grund der aktuell angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage sind allerdings nicht auszuschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Steuerung und Überwachung unserer Gesellschaft erfolgt über ein ausgeprägtes Berichtswesen. Wesentliche Kennzahlen werden monatlich zusammengestellt und den Budget- und Forecast-Werten gegenübergestellt. Abweichungen, die vordefinierte Grenzwerte über- oder unterschreiten, werden von uns im Detail analysiert. Das Instrument der 3 - Jahresplanung wird gepflegt und angewandt. Revolvierend können in zeitnahen Abständen Abweichungen zum "Ist" analysiert und bei Bedarf erforderliche Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für nennenswerte Handelsgeschäfte ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Die Liquiditätslage ist gut, die Mittelbindung im Umlaufvermögen konnte gegenüber den hohen Zuwächsen in den Vorjahren wieder um 4,8 Mio. € abgebaut werden. Vorübergehende Liquiditätsengpässe könnten kurzfristig aus eigenen Mitteln und durch ausreichend vorhandene Kreditlinien überbrückt werden. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unseren eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Laboren, um. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unseren Segmenten, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen, polypolistischen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau auf der Absatzmarktseite. Die politischen Risiken sind durch die aktuelle Lage schwer einzuschätzen, dürften sich aber durch die allgemein angespannte außenwirtschaftliche Lage erhöht haben. Gleichzeitig wirkt sich die Lage auch auf den Preis und die Verfügbarkeit von Rohstoffen aus. Die wirtschaftlichen Folgen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und Russlands Invasion in der Ukraine, sowie die anhaltend schwache Konjunkturlage können zu weiteren Risiken führen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der eventuellen künftigen Risiken jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Bad Berneck, den 31. März 2024 Gezeichnet Dr. Wolfgang Wagner, Geschäftsführer Markus Grundmann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Frenzelit GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt. Bei der Frenzelit GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethode Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. In den Anschaffungskosten sind Anschaffungsnebenkosten enthalten. Anschaffungskostenminderungen, die dem einzelnen Wirtschaftsgut zugeordnet werden können, sind abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr ihres Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Umlaufvermögen Die Vorräte sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Wertmindernden Sachverhalten wurde durch den Ansatz niedrigerer beizulegender Werte Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind mit dem Nennwert, vermindert um erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird zudem durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Auszahlungen im Berichtsjahr, die Aufwendungen für das nachfolgende Geschäftsjahr darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Sonderposten für Investitionszuschüsse In diesem Sonderposten sind Zuschüsse für den Neubau einer Halle sowie weiterer Sachanlageinvestitionen im Geschäftsjahr 2008 eingestellt. Der Sonderposten wird entsprechend der vorgenommenen Abschreibungen auf die bezuschussten Investitionsgüter erfolgswirksam aufgelöst. Der Auflösungsbetrag ist unter den "sonstigen betrieblichen Erträgen" ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Der Anlagespiegel mit der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.
2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung und Reklamationen (TEUR 590), Prämienzahlungen (TEUR 1.470), Unterlassene Instandhaltung (TEUR 293), Altersteilzeit (TEUR 197), ausstehende Rechnungen (TEUR 264), Urlaub (TEUR 450), Jubiläum (TEUR 186), Jahresabschlusskosten (TEUR 142), Archivierung (TEUR 118) sowie Boni und Nachlässe (TEUR 176) enthalten. 4. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden unter Ausnutzung des Ausweiswahlrechts im Zinsaufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 1. 5. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten. Verbindlichkeitenspiegel
Sicherheiten wurden mit Ausnahme von lediglich unwesentlichen branchenüblichen Eigentumsvorbehalten zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht gewährt. 6. Passive latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden temporären Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz. Für die einzelnen Bilanzpositionen ergeben sich folgende Steuerwirkungen:
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 29,125 %. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und Märkten wie folgt:
2. Sonstige periodenfremde betriebliche Erträge Die sonstigen periodenfremden betrieblichen Erträge von TEUR 338 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 295). 3. Sonstige periodenfremde betriebliche Aufwendungen In den sonstigen periodenfremden betrieblichen Aufwendungen von TEUR 595 sind im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 239) und der Zuführung zu Rückstellungen (TEUR 168) enthalten. VI. SONSTIGE ANGABEN 1. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
(1) = Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 (2) = Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023 (3) = Geschäftsjahr 01.04.2022-31.03.2023 (4) = Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2020 2. Geschäftsführer Im Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer Herr Dr. Wolfgang Wagner, Gesamtgeschäftsführer, sowie Herr Markus Grundmann, Gesamtgeschäftsführer, bestellt. Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 3. Abschlussprüferhonorar In Bezug auf die Angabe für das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar wird von der Erleichterungsmöglichkeit gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht. Die Angabe ist im Konzernabschluss der Frenzelit GmbH enthalten. 4. Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 501 (Vorjahr: 496) Mitarbeiter, hiervon 196 (Vorjahr: 196) Angestellte sowie 305 (Vorjahr: 300) gewerbliche Arbeitnehmer. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 2.941. 6. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor aus dem Jahresüberschuss von EUR 4.268.886,88 und den Gewinnvortrag von EUR 45.103.587,72 Ausschüttungen in Höhe von insgesamt EUR 6.927.000,00 vorzunehmen. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Bad Berneck, den 31. März 2024 gez. Dr. Wolfgang Wagner, Geschäftsführer gez. Markus Grundmann, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Frenzelit GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Frenzelit GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frenzelit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bamberg, den 15. Oktober 2024 Hetzelt
& Müller Partnerschaft mbB
Helmut Hetzelt, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen