Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 40711
Eingetragen
30.1.2007
Branche
Herstellung von Erfrischungsgetränken und MineralwässernHerstellung von Frucht- und GemüsesäftenHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die Tabakverarbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungs- und Genussmitteln sowie verwandten Produkten. Die Gesellschaft kann den Zweck selbst oder durch Tochterund Beteiligungsgesellschaften erfüllen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Monika Emberger
seit 10.9.2024
Prokura
Tobias Löser
seit 18.1.2024
Prokura
Lars Wagener
seit 18.1.2024
Geschäftsführer
German Ewald Heil
seit 25.7.2023
Geschäftsführer
Annika Stechling
seit 21.7.2022
Prokura
Prokura
Pascal Philipp
seit 25.10.2010
Prokura
Prokura
Prokura
Frank Kieras
seit 4.1.2008
Prokura
Sidney Lins Coffeng
seit 30.1.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
76.36%
Eckes-Granini Group GmbHEigenbeteiligung
23.64%
Eckes & Stock GmbH
0.00%
0.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
839.970 €
76.36%
Germany
260.000 €
23.64%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eckes Aktiengesellschaft

Nieder-Olm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

In den Konzernabschluss 2021 der Eckes Gruppe wurden neben der Eckes AG insgesamt acht inländische und 14 ausländische Tochterunternehmen sowie zwei inländische Beteiligungen einbezogen (siehe Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzernanhang).

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den für die Eckes Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien der Eckes AG jeweils zum 31. Dezember 2021 aufgestellt worden. Die Richtlinien entsprechen den Regelungen des deutschen Handelsrechts (§§ 290 ff. HGB).

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell

Gegründet im Jahr 1857, blickt die Eckes Gruppe auf eine 164-jährige Unternehmensgeschichte zurück und ist heute das europaweit umsatzstärkste Markenunternehmen der Fruchtsaftbranche.

Mit 1760 Mitarbeitenden erzielte die Eckes Gruppe 2021 einen Umsatz von EUR 856 Millionen, einschließlich des Exportgeschäftes in 80 Ländern weltweit.

Wir sind Markenartikler mit einer langen Tradition. Unser Geschäftsmodell beruht auf unserem langfristigen und damit nachhaltigen Streben, das Vertrauen von Konsumenten und Geschäftspartnern durch den Aufbau von starken Marken zu gewinnen und durch ständige Weiterentwicklung dieser Marken zu erhalten.

In Europa sind wir Marktführer bei Absatz und Umsatz für fruchthaltige Markengetränke und zeichnen uns durch ein starkes Portfolio führender Marken wie hohes C, granini, Joker, Pago, SIÓ, Marli, YO, Brämhults, Rynkeby, God Morgon und Elmenhorster aus.

Als einer der ältesten und traditionsreichsten Markenartikler bieten wir ein Sortiment mit

Fruchtsäften und -nektaren,

gekühlten Fruchtsäften,

fruchthaltigen Erfrischungsgetränken

Fruchtsirupen und

Frucht-Shots

für den Lebensmitteleinzelhandel und auch für den Außer-Haus-Konsum. Unser Sortiment ist auf die jeweiligen nationalen Besonderheiten abgestimmt.

Aufteilung des Sortiments nach Produktgruppen (gerundet, in %)

Unser Geschäftsmodell und unser wirtschaftlicher Erfolg beruhen auf zwei Fundamenten:

1. Unseren traditionellen Werten als Familienunternehmen

Wir haben ein ausbalanciertes Chancen- und Risikoverhalten.

Wir haben keine externen langfristigen Kapitalgeber und verantworten unser Tun nur gegenüber unseren Aktionärsfamilien.

Wir handeln aus der Kontinuität unserer Tradition heraus mit einer starken Werteorientierung, an der wir unsere langfristige Strategie, die sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Wachstums-, Rentabilitäts- und Stabilitätskriterien auszeichnet, ausrichten.

2. Unserem Anspruch an Wachstum

Unser langfristiger Anspruch besteht darin, wettbewerbsfähiges nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Dies wollen wir erreichen, indem wir mit margenstarken Markenprodukten Mehrwert für unsere verschiedenen Kundengruppen schaffen. Damit wollen wir den Markt übertreffen, unsere nachhaltige Profitabilität sichern und den Unternehmenswert langfristig kontinuierlich steigern.

Die Konsumgüterindustrie und insbesondere die Fruchtsafthersteller befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel, insbesondere durch die Veränderung der Konsumgewohnheiten und aktuell auch durch die Herausforderungen im Rahmen der Corona-Pandemie. So passen auch wir unser Geschäftsmodell, vor allem die Kommunikation mit den Konsumenten und die Produktentwicklung, den neuen wirtschaftlichen, umweltpolitischen und sozialen Herausforderungen an.

Aus den Herausforderungen ergeben sich auch Chancen, unsere Position weiter auszubauen. Wir sind davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben, diese Chance zu nutzen und die Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Starke Unternehmen und starke Marken gehören zusammen. Die Marke dient dazu, die eigens angebotenen Waren zu individualisieren und von denen anderer Anbieter zu unterscheiden. Für den Wettbewerb hat eine bekannte Marke daher einen hohen Stellenwert. Für uns ist sie das Herz unserer Marketingaktivitäten, denn sie bestimmt in der öffentlichen Wahrnehmung das Image des jeweiligen Produkts. Sie hat den größten positiven Einfluss auf unseren wirtschaftlichen Erfolg und damit eine erhebliche Bedeutung für unseren Unternehmenswert.

Unsere Produkte zeichnen sich durch ihre Marktpositionierung, ihre Produktqualität sowie unsere Kommunikationsunterstützung aus.

Zurzeit haben wir elf strategische Marken in unserem Portfolio:

Marke Hauptländer Botschaft
hohes C D, CH, AUT, HUN, IBD Gesundheit und Fürsorge
SIÓ HUN, IBD, LIT traditionsreicher, leckerer Fruchtsaft vom Balaton
granini D, ESP, F, BE, CH, IBD Sortenvielfalt, Qualität und Popularität
Marli FIN Getränke für alle aus besten Früchten
Joker F, IBD gemeinsames, fruchtiges Trinkvergnügen für die ganze Familie
Elmenhorster LIT Garant für frischen Fruchtgenuss
YO D, AUT, HUN, IBD nur die besten Früchte für den besten Fruchtsirup
Brämhults SE, DK, FIN, LIT Frische, Qualität und bester Geschmack frisch gepresst
Pago AUT, F, ESP, IBD intensives Geschmackserlebnis
Rynkeby DK, SE, FIN natürlich bunte Saftvielfalt, reichhaltige Geschmacksvielfalt
God Morgon SE, DK, FIN volle Fruchtsaftvielfalt für den perfekten Start in den Tag

IBD = International Business Development (Exportgeschäft sowie Lizenz- und Vertriebspartnerschaften)

Diese strategischen Marken sind die Marken, die im Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch bei der Vertriebs- und Marketingpolitik stehen. Sie sind bedeutend und wichtig für die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens.

Alle strategischen Marken haben ihr eigenes Gesicht - jede ist auf ihre Weise ganz individuell und eigenständig positioniert. Alle haben eine lange Tradition, die von zwei entscheidenden Faktoren gekennzeichnet ist: Sie haben ihren Markenkern bewahrt und dennoch immer wieder neue Impulse gesetzt.

Anteile der Marken am Absatz

(gerundet, in %)

Für eine anhaltend hohe Innovationsfähigkeit verfolgen wir eine Strategie, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit abzielt. Zum einen bedeutet dies, Produktneuheiten zu entwickeln und einzuführen, die ein hohes Potential als künftige Wachstumstreiber aufweisen, und zum anderen, die Lebensdauer und das Wachstum unserer Produkte optimal zu verlängern und auszuschöpfen. Perspektivisch streben wir eine Innovationsrate von 15 bis 20% an.

Um diese Zielsetzungen zu erreichen

stärken wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten,

implementieren wir für die internationalen Marken einen International Brand Leader,

führen wir einen einheitlichen Freigabeprozess für Innovationsprojekte ein und

schaffen wir eine Innovationsplattform für den Austausch mit externen Experten.

Mit unserer auf die nationalen Märkte ausgerichteten Organisation, unserer Kostendisziplin und unseren Fähigkeiten in der Entwicklung neuer Konzepte steigern wir unsere Effizienz kontinuierlich. Dabei ist die Nähe zu den Konsumenten für uns entscheidend, um den spezifischen, national oft sehr unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Verbraucher zu entsprechen und uns auf verändernde Erwartungen schnell und flexibel einzustellen.

Über die Hälfte unseres Absatzes erzielen wir auf unseren europäischen Auslandsmärkten, darüber hinaus exportieren wir in über 80 Länder weltweit.

Anteile der Länder am Absatz der strategischen Marken *

(gerundet, in %)

* Marken, die im Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch der Vertriebs- und Marketingpolitik stehen

Es bleiben für alle Marken die gleichen Grundvoraussetzungen zum Schaffen dieser Markenwelten:

ein Gespür dafür, was die Menschen im jeweiligen Land gerne trinken

das Know-How über die jeweiligen Marktbedingungen

Als Marktführer bieten wir unseren Kunden:

eine wirkungsvolle Kommunikation

gezielte Innovationen in der Vermarktung

besondere Verpackungslösungen

besondere Produktinnovationen

Langfristig forcieren wir unsere auf Europa fokussierte Expansion, sowohl mittels Finanzbeteiligungen und Partnerschaften als auch durch einzelne gezielte Akquisitionen mit anschließender vollständiger Integration in unsere Geschäftspolitik.

Unsere Ziele, unsere Werte und unsere Strategie

Unsere Ziele, Werte und Überzeugungen

Seit dem Beginn der "Internationalisierung" unserer Unternehmenspolitik Anfang der 1990er Jahre wollen wir unsere Marktposition als ein führender Markenartikler im europäischen Fruchtsaftmarkt behaupten und international ausbauen. Dies dient letztlich dem Ziel, unseren Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Im Jahr 2025 wollen wir eine Milliarde Euro Netto-Umsatzerlöse erzielen und 15% Marktanteil in Europa erreichen.

Unser Unternehmenswert korreliert dabei eindeutig mit dem Wert unserer Marken, welche wiederum von unserer Stellung im Markt beeinflusst werden.

Unsere Ziele haben wir in unserer Vision klar formuliert:

Starke und einzigartige Marken machen uns zum führenden Hersteller von fruchthaltigen Getränken in Europa und schaffen nachhaltige Werte für unser Unternehmen und die gesamte Kategorie.

Wir begeistern die Verbraucher und unsere Kunden mit dem Besten aus der Frucht für alle Bedürfnisse und jede Gelegenheit.

Unsere hochmotivierte und leistungsstarke Organisation zeichnet sich durch eine ausgeprägte Unternehmenskultur und durch unternehmerisches Denken und Handeln aus.

Unsere Werte haben wir in unserem "Purpose", unserem Unternehmensleitbild, dargelegt:

"Wir geben den Menschen das Beste aus der Frucht für ein gesundes und genussvolles Leben!"

Die gemeinsamen Überzeugungen bestimmen unsere Unternehmensidentität. Diese verbindet Geschäftsziele mit Idealen über Länder- und Funktionsgrenzen hinweg und hilft, ein gemeinsames Verständnis darüber zu erzielen, wo wir als Gruppe herkommen, wo wir aktuell stehen und wohin wir gehen wollen. Sie basiert daneben ebenso auf dem Charakter des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aus Tradition, Vision und Leitbild abgeleitet, sind die folgenden Überzeugungen die Basis unseres erfolgreichen Geschäftsmodells:

Der Verbraucher steht im Mittelpunkt unseres Handelns.

Die Menschen machen für uns den Unterschied.

Wir bauen unser Geschäft auf Langfristigkeit auf und sichern damit unsere Unabhängigkeit.

Wir bieten gesunde, natürliche Fruchtgetränke bester Qualität.

Verschiedenartigkeit und gegenseitige Inspiration lassen uns neue Wege gehen.

Wir balancieren die sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit aus.

Wir glauben an die Attraktivität unserer Fruchtgetränke-Marken.

Wir verbessern kontinuierlich die Qualität bei allem, was wir tun.

Unsere strategischen Prioritäten

Mit der Vision 2025 setzen wir den Rahmen für unsere Ziele und unser Arbeitsprogramm innerhalb unseres derzeitigen Strategiezyklus. Innovation ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Geschäftsstrategie. Wir erreichen unsere Ziele nur gemeinsam, indem wir unsere vielfältigen Stärken vereinen und uns den Herausforderungen gemeinsam als "ONE Eckes-Granini" stellen. Unter dem Motto "ONE Eckes-Granini" wollen wir in den kommenden Jahren neue Produkte schaffen, neue Kategorien, Segmente und Märkte erobern. Wir sind davon überzeugt, dass der Getränkemarkt uns unzählige Wachstumschancen bietet.

Für die Umsetzung dieser Ansätze wurden sieben Handlungsfelder definiert, entlang derer konkrete Maßnahmen entwickelt und einführt werden:

Die Vision 2025 der Eckes Gruppe beruht auf den folgenden zwei Ansätzen:

Wir fördern Wachstum aus Bestehendem

Wir schaffen neue Wachstumsmöglichkeiten

1. Im Handlungsfeld Innovation New Deal geht es vor allem darum, eine enge Kollaboration zwischen Marketing und R&D zu ermöglichen sowie gruppenweit mehr Effizienz und Transparenz herzustellen. Zudem soll ein kontinuierlicher Wissensaustausch zwischen Ländergesellschaften sowie mit Zulieferern, Universitäten oder Start-ups sichergestellt werden.

2. Das Handlungsfeld Marketing Excellence & Digital Acceleration fokussiert sich auf die konsumentenzentrierte Vermarktung und Positionierung unserer Marken. Hauptanliegen ist es, unsere Marketing- und Markenstrategien konsequent an den Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen der Endverbraucher auszurichten. Zudem erhöhen wir unsere Marketingaktivitäten signifikant - insbesondere im Bereich Digital Marketing.

3. Das Handlungsfeld Commercial Channel Strategy stellt den Ausbau und die Entwicklung alternativer Vertriebskanäle in den Mittelpunkt. Hier hat der Ausbau von E-Commerce Priorität. Unseren E-Commerce Anteil wollen wir bis 2025 auf mindestens 10% steigern.

4. Das Handlungsfeld Geographical Focus legt das Augenmerk auf vier Regionen, die im Rahmen unserer Internationalisierungsbestrebungen von zentraler Bedeutung sind.

5. Nachhaltigkeit bleibt im Rahmen des Handlungsfelds Sustainability Champion zentral für unsere Geschäftsstrategie. Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit uns als Unternehmen und unseren Marken einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.

6. Optimierungsmöglichkeiten der Lieferketten auszuschöpfen ist eine Aufgabe des Handlungsfelds Value Chain. Einen starken Impuls mit Blick auf unsere Wettbewerbsfähigkeit erwarten wir in diesem strategischen Bereich jedoch vor allem von der Einführung einer übergreifenden, zukunftsorientierten Wertschöpfungskette.

7. Der Fokus des Handlungsfelds Our People liegt darauf, nicht nur agilere Organisationsstrukturen bei Eckes-Granini einzuführen, sondern alle Mitarbeitenden darin auszubilden, in diesen neuen Strukturen wirkungsvoll zu arbeiten. Wir arbeiten deshalb auf eine Unternehmenskultur hin, die uns zu einem noch attraktiveren Arbeitgeber für Talente mit unterschiedlichen Fähigkeiten und vielfältiger Erfahrung macht.

Nachhaltigkeitsstrategie

Für ein gesundes und nachhaltiges Leben - mit Respekt und Verantwortung für Mensch und Umwelt

In einem Geschäftsumfeld, das durch wirtschaftliche Unsicherheit, soziale Ungleichgewichte und ökologische Herausforderungen gekennzeichnet ist, streben wir nach verantwortungsvollem Wachstum.

Unsere Tradition und Ambition, unseren Unternehmenswert zu steigern, aber auch gleichzeitig unsere führende Rolle im Bereich der Nachhaltigkeit unserer Wertschöpfungskette stetig auszubauen, ist in unseren Unternehmenswerten und -zielen verankert:

Wir wollen mehr Wert schaffen für unsere Konsumenten, Kunden, unser Umfeld sowie unser Unternehmen - bei einem gleichzeitig verkleinerten ökologischen Fußabdruck. Unser Ziel ist dabei klar: Wir wollen Schritt für Schritt einer der weltweit nachhaltigsten Saftproduzenten werden.

Die ökonomische Entwicklung muss im Einklang mit den ökologischen Notwendigkeiten und den sozialen Bedürfnissen stehen - und dies über Generationen hinweg. Dieses langfristige Denken in Generationen und die kontinuierliche Weitergabe des Geschäfts sind Teil unseres Selbstverständnisses.

Aus unserer Sicht ist der Einsatz für die Zukunft unseres Planeten und für die Menschen nicht nur eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern auch geschäftsfördernd.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt dafür einen klaren Rahmen und spiegelt die hohe Verantwortung wider für die Produkte, für die Wertschöpfungskette von der Frucht bis ins Glas sowie für die Menschen - unsere Mitarbeitenden und Geschäftspartner genauso wie für unsere Konsumenten sowie für Menschen, die Unterstützung benötigen.

Das bedeutet: Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie, wird kontinuierlich weiterentwickelt und der Fortschritt wird verbindlich nachvollzogen und berichtet. Darüber hinaus haben wir in unserem Verhaltenskodex festgelegt, dass das Unternehmen ebenso wie die Mitarbeitenden stets auf nachhaltige und sozial verantwortliche Weise handeln.

Wir haben für die nächsten fünf Jahre zentrale Handlungsfelder definiert. Aus diesen leiten wir die Ziele für das jeweils kommende Jahr ab.

Zentrale Handlungsfelder der Nachhaltigkeitssäule "Planet und Umwelt"

1. Nachhaltiger Saft

Wir leisten einen Beitrag, damit der konventionelle Obstanbau nachhaltiger wird. Spätestens bis 2030 werden wir 100% unserer Säfte und Pürees ausschließlich aus nachhaltig angebauten Früchten herstellen. Wir definieren neue Nachhaltigkeitsstandards und setzen uns für ihre Etablierung innerhalb der Branche ein.

2. Klimaschutz

Über eine Vielzahl an Maßnahmen reduzieren oder gar vermeiden wir Schritt für Schritt klimaschädliche Treibhausgase, die direkt oder indirekt durch unsere Geschäftsaktivitäten verursacht werden. Wo das nicht geht, kompensieren wir nach Scope 1 und 2 unseren CO₂-Ausstoß. Wir streben jeweils gegenüber der Ausgangsbasis 2019 an,

die direkten Treibhausgasemissionen aus unserer Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) um 95% zu reduzieren sowie

die indirekten Treibhausgasemissionen in der Wertschöpfungskette (Scope 3), die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber nicht unter unserer direkten Kontrolle stehen (z.B. bei Zulieferern und Dienstleistern) bis 2030 um 50% zu verringern.

3. Verpackung

Wir reduzieren Verpackungsmüll, indem wir unseren Konsumenten die Möglichkeit geben, zwischen nachhaltigen Verpackungsoptionen zu wählen. Bis 2025 sollen unsere PET-Flaschen aus 100% r-PET (recyceltem PET) bestehen. Bis 2025 reduzieren wir auch das Verpackungsgewicht unserer Produkte (PET, Glas, Verschlüsse) um weitere 10%

Unsere Anstrengungen haben sich bereits ausgezahlt:

1. Nachhaltiger Saft

Im Februar 2019 sind wir dem Sustainable Juice Covenant (SJC) beigetreten.

Ende 2020 stammten bereits 47% der von uns weiterverarbeiteten Früchte und Gemüse aus nachhaltigem Anbau gemäß SJC-Leitlinien.

Wir sind seit Mai 2020 Partner eines Kleinbauern-Projekts in Kooperation mit Solidaridad Brasil geworden, das den nachhaltigen Orangenanbau fördert.

Seit Juni 2020 ist die Eckes-Granini Gruppe Mitglied der Sustainabile Agriculture Initiative Platform (SAI Platform), eine der wichtigsten globalen Initiativen für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Lebensmittel- und Getränke-Wertschöpfungskette.

2. Klimaschutz

In Zusammenarbeit mit ClimatePartner wurden die Voraussetzungen für die Klimaneutralität aller Eckes-Granini Standorte geschaffen. Seit dem 1. Januar 2021 tragen alle Eckes-Granini Landesgesellschaften das ClimatePartner-Label "Klimaneutrales Unternehmen".

Inzwischen stammen nahezu 100% des Stroms, den wir in unseren Büros und Werken nutzen, aus erneuerbaren Energien.

3. Verpackung

Zwischen 2015 und 2020 hat die Eckes-Granini Gruppe das Gewicht von Verpackungen innerhalb des gesamten Produktsortiments um mehr als 10% reduziert.

Jede einzelne unserer PET-Flaschen besteht bereits zu mindestens 25% aus r-PET.

Unsere PET-Flaschen sind zu 100% recyclingfähig.

Zentrale Handlungsfelder der Nachhaltigkeitssäule "Mensch und Gesellschaft"

1. Soziale Verantwortung

Wir engagieren uns mit ganzer Kraft für das Wohlergehen von Kindern, da sie den Mittelpunkt von jeder Familie bilden. Wir unterstützen die Initiatoren der Charity-Radtour Team Rynkeby dabei, bis 2025 mindestens 100 Millionen Euro Spendengelder zur Unterstützung schwerkranker Kinder und ihrer Familien zu sammeln. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, das Gemeinschaftsleben in unserer direkten Nachbarschaft zu stärken.

2. Mitarbeitende

Eckes-Granini bietet seinen Mitarbeitenden einen gesunden und angenehmen Arbeitsplatz, an dem sie ihr Bestes geben können. Wir schaffen die geeigneten Rahmenbedingungen, damit alle im Team von Eckes-Granini zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie und den Unternehmenswerten beitragen können.

3. Ernährung

Wir senken den Anteil des zugesetzten Zuckers bei Fruchtgetränken und Nektaren innerhalb des gesamten Produktsortiments bis 2025 um weitere 10%. Wir entwickeln aktiv neue, kalorienreduzierte Produkte. Wir klären die Konsumenten aktiv und transparent über gute Ernährung, gesunde Nährstoffe und die Zutaten unserer Produkte auf.

Unsere Anstrengungen haben sich bereits ausgezahlt:

1. Soziale Verantwortung

2019 hat Team Rynkeby Spenden in Höhe von 10,6 Millionen Euro gesammelt. Im Corona-Jahr 2020 kamen trotz schwieriger Rahmenbedingungen für die Tourveranstalter und -teilnehmer 8,7 Millionen Euro und in 2021 9,4 Millionen Euro für schwerkranke Kinder und ihre Familien hinzu.

Von 2002 bis 2021 haben die Teilnehmer von Team Rynkeby insgesamt über 75 Millionen Euro Spendengelder für den guten Zweck gesammelt.

2. Mitarbeitende

Wir haben bis 2020 einen gruppenweiten Referenzrahmen für einen gesunden und ansprechenden Arbeitsplatz geschaffen, auf dem wir künftig aufbauen wollen.

3. Ernährung

Zwischen 2015 und 2020 haben wir den Anteil an zugesetztem Zucker bei Fruchtgetränken und Nektaren in unseren Produkten um mindestens 10% reduziert.

Eckes-Granini sucht fortlaufend nach neuen und innovativen Produktkonzepten, die eine gesunde Ernährungsweise erleichtern. Das zeigen wir insbesondere durch unsere vielfältigen Rezepturen mit gesundheitlichem Zusatznutzen.

Organisation der Gruppe

Leitung der Gruppe

Die Eckes AG mit Sitz in Nieder-Olm bei Mainz (Deutschland) leitet den Konzern über die Ausübung der Leitungs-, Finanzierungs-, und Aufsichtsfunktion.

Die operative Steuerung obliegt dem Vorstand der Eckes AG. Der Vorstand wird hierbei von den zentralen Funktionen

Supply Chain mit Qualitätsmanagement

Marketing mit Forschung & Entwicklung

Finanzen, M&A, Interne Revision und IT

Einkauf von Roh- und Verpackungsmaterialien

Personal- und Organisationsentwicklung

Recht

unterstützt, die in der Eckes-Granini Group GmbH, einer Tochtergesellschaft der Eckes AG, angesiedelt sind. Diese Funktionen erbringen auch zentrale Dienstleistungen für alle Landesgesellschaften.

Der Vorstand der Eckes AG setzte sich 2021 aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

Tim Berger, Vorstandsvorsitzender

Sidney Coffeng, Stellv. Vorstandsvorsitzender und CFO, verantwortlich für Finanzen, IT, Einkauf, Merger & Acquisitions

Ulrich Bunk, Vorstandsmitglied, verantwortlich für Supply Chain, Human Resources & Organisationsentwicklung

Dr. Kay Fischer, Vorstandsmitglied, Geschäftsführer Eckes-Granini Deutschland

Florence Frappa, Vorstandsmitglied, Geschäftsführerin Eckes-Granini Frankreich

Ágnes Kovács, Vorstandsmitglied, verantwortlich für Marketing, R&D, Customer Development, Innovationsmanagement, Category & Revenue Growth Management (seit 01.07.2021)

Führung der Landesgesellschaften mit gemeinsamen Zielen

In zehn europäischen Ländern haben wir eigene Landesorganisationen, die auf den dortigen Märkten eine führende Rolle spielen. Sie werden als Profit-Center geführt.

Ziel aller operativen Einheiten ist es,

die jeweilige Marktposition auszubauen,

die Ertragskraft zu steigern und

den Einsatz des Kapitals nachhaltig und risikobewusst zu gestalten.

Neue Strukturen und zentrale Dienstleistungen

Wir verändern gruppenübergreifend die Art und Weise der Zusammenarbeit und die Organisationsstruktur, um agiler, schneller, effizienter und effektiver zu werden. Für unsere internationalen Marken implementieren wir jeweils einen International Brand Leader, zur Koordination der nationalen Marketing Teams. So richten wir unsere Marken- und Marketingstrategien konsequent am Konsumenten aus und schaffen Synergien. Dies gilt auch für R&D, welches mit einem einheitlichen Freigabeprozess für Innovationsprojekte und einer Innovationsplattform für den Austausch mit externen Experten ausgestattet wird und unter einer einheitlichen Führung steht.

Gemeinsame Aufgabe

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten handeln alle nach der gemeinsamen Wertschöpfungsstrategie:

Die an den Notwendigkeiten der jeweiligen Märkte orientierten operativen Entscheidungen werden dezentral getroffen.

Die notwendigen Ressourcen werden zur Nutzung von Synergien zentral gebündelt und allokiert.

Die mittel- und langfristige strategische Ausrichtung wird mit nachhaltiger Wertschöpfung gruppenweit umgesetzt.

Unsere Ländergesellschaften haben Freiräume für die Umsetzung ihrer aus den gemeinsamen Zielen entwickelten Strategien und Prioritäten. So haben alle Ländergesellschaften eigene Vertriebs-, Marketing und Verwaltungsfunktionen. Unsere Produkte werden an sieben Standorten in sechs Ländern hergestellt. In den anderen Ländern arbeiten wir überwiegend mit nationalen Partnern zusammen.

Dienstleistungen für alle operativen Gesellschaften erbringt unsere Zentrale in Nieder-Olm, insbesondere in den Bereichen Roh- und Verpackungsmaterialeinkauf, Forschung und Entwicklung sowie Recht.

Die Balance zwischen länderübergreifenden Synergien und lokalen Freiräumen für das operative Geschäft wird mit einer offenen Führungskultur, die auf einem gemeinsamen Verständnis unseres Denkens und Handelns beruht, erreicht.

Standorte der Eckes Gruppe

Land Anzahl Landesgesellschaften Standorte Anzahl Mitarbeiter 31.12.2021 (FTE)
Deutschland 9 Nieder-Olm, Bröl, Bad Fallingbostel 541
Frankreich 4 Mâcon, Paris 350
Spanien 1 Barcelona 71
Schweiz 1 Henniez 4
Österreich 1 St. Florian 39
Ungarn 1 Budapest, Siófok 140
Finnland 1 Turku 121
Schweden 3 Borås, Stockholm 35
Dänemark 1 Ringe 241
Litauen 1 Vilnius, Žiežmariai 42
IBD 1 St. Florian 20

Durch Lizenz- bzw. Vertriebspartnerschaften sind wir in weiteren acht europäischen, zwei afrikanischen und einem mittelamerikanischen Land vertreten. Unsere Exportorganisation vertreibt unsere Produkte in über 80 Ländern.

Partnerschaften der Eckes Gruppe

Land Partner Art der Partnerschaft Absatz 2021 (Mio. lit.) Marken
Tschechien/ Slowakei Mattoni Lizenz / Vertrieb 8,68 granini, YO
Rumänien URBB Lizenz 17,01 granini
Bulgarien Quadrant Lizenz 10,55 Prisun
  URBB Lizenz 3,55 granini
Belgien Melitta Vertrieb 4,81 granini,
Tunesien SFBT Lizenz 13,45 Apla
Italien San Pellegrino Export 4,80 Pago
Kroatien Pago Croatia Export 2,76 Pago, granini, YO, hohesC
La Réunion Cilam Lizenz 12,68 Réa, Diego
Martinique Denel Lizenz / Vertrieb 0,47 Réa

Gruppensteuerung

In unserer mittelfristigen Strategie wurde dargelegt, wie wir bis zum Jahr 2025 nachhaltig profitabel wachsen wollen (siehe "Unsere Ziele, unsere Werte und unsere Strategie").

Zur effizienten Steuerung der Gruppe orientieren wir uns an diesen Prioritäten und überführen sie im Rahmen unseres Strategieprozesses in Ziele für die einzelnen Ländergesellschaften.

Aus den Zielen abgeleitet hat die Eckes Gruppe ein klares und transparentes Steuerungssystem. Internes Reporting und Vergütungssysteme sind stringent für die gesamte Gruppe nach einheitlichen Messgrößen gestaltet. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die einzelnen Landesgesellschaften sind:

Absatz

Umsatz

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EbIT * = Earnings before Interests and Taxes)

EbIT-Marge (Division des EbIT durch den Umsatz).

Diese Leistungsindikatoren werden sowohl in der Jahresplanung als auch in jeder Mittelfristplanung abgebildet. Der regelmäßige Abgleich der Pläne mit den aktuellen Entwicklungen sowie die regelmäßige Meldung von Erwartungswerten unterstützen unsere gezielte Unternehmenssteuerung.

Leistungsindikatoren

Ist 2019 Ist 2020 Budget 2021 Ist 2021 Erwartung 2022
Absatz (Mio. lit) 853 843 839 805 867
Umsatz (Mio. EUR) 921 873 923 856 962
EbIT * (Mio. EUR) 71 62 69 55 58
EbIT-Marge (%) 8 8 8 7 7

* betriebswirtschaftliches EbIT (Überleitung siehe Abschnitt "Wirtschaftsbericht - Ertragslage der Gruppe")

II. Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Lage

Quellen:

Helaba: Märkte und Trends 2021, Volkswirtschaft/Research, Dezember 2021

COMMERZBANK AG: Economic Research/Konjunktur und Finanzmärkte - Dezember 2021

Weltweite Entwicklungen der letzten Jahre und Erwartungen für die nahe Zukunft

Die letzten eineinhalb Jahrzehnte waren durch Krisen gekennzeichnet. Hier sind neben den Wirtschaftskrisen, wie die weltweite Finanzkrise, die Schuldenkrise in der EU, die Schwellenländerkrise und die Handelskonflikte der USA mit China und der EU, auch die Flüchtlingskrise, kleinere militärische und politische Konflikte, die Klimaänderungen und die Corona-Pandemie zu nennen.

Gleichzeitig erlebten wir einen sehr lange andauernden und breit aufgestellten wirtschaftlichen Aufschwung. Diese gegensätzlichen Entwicklungen führten zu einem starken Anstieg der Verschuldung außerhalb des Finanzsektors und der Inflationierung der Vermögenspreise.

Die Jahre 2020 und 2021 wurden vom Verlauf der Corona-Pandemie dominiert. Völlig unvorbereitet hat diese Pandemie die ganze Menschheit getroffen. Die meisten anderen Konflikte und Krisen sind zwar nicht gelöst bzw. die Folgen der Krisen sind nicht ausgestanden, aber diese rückten in den Hintergrund der Prioritäten und Aufmerksamkeiten.

Als Folge der Pandemie ist fast durchgehend in allen Ländern die Wirtschaftsleistung zurück gegangen - die Minuszahlen bei den Wachstumsindikatoren aus 2020 sind nicht überall durch Pluszahlen 2021 ausgeglichen worden.

Die Corona-Beschränkungen hinterlassen seit Frühjahr 2020 ihre Spuren und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. Vor allem die Bereiche Tourismus, Luftverkehr, Gastronomie, stationärer Einzelhandel und kontaktintensive Dienstleistungen verzeichneten, insbesondere in den Zeiten der starken Beschränkungen, massive Umsatz- und Gewinneinbrüche. Die Industrieproduktion war zwar auch betroffen, aber nicht so stark und konnte sich relativ schnell wieder erholen. Wobei die Erholung durch Störungen in den Lieferketten - es kommt immer noch zu Material- und Lieferengpässen - schwächer ausfielen. Dabei dämpften die Pandemie-Notprogramme der Regierungen und der EZB noch die unmittelbaren Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Insolvenzen. Die negativen Auswirkungen der weiter steigenden Staatsverschuldung und der anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB zeigen sich langsam, so durch den weitgehend unerwartet starken Anstieg der Inflationsrate.

Entsprechend unserer Erwartung sanken erst im Frühjahr 2021, als die höheren Temperaturen die Menschen wieder verstärkt ins Freie lockten, die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig und die Corona-Beschränkungen wurden wieder deutlich gelockert. Dann im zweiten Halbjahr 2021, als genügend Impfstoff verfügbar war, wurde die Herdenimmunität aufgrund der zu hohen Zahl der Impfverweigerer nicht erreicht. Trotzdem hat die wirtschaftliche Aktivität wieder merklich zulegt. Die Konsumenten haben einen Teil der Ersparnisse ausgegeben, die sie - zum größten Teil unfreiwillig - während der Schließung der Geschäfte und Gastronomiebetriebe gebildet haben. Unterstützt wurde diese Erholung durch die weiterhin lockere Finanzpolitik der einzelnen Staaten und die Programme der Notenbanken.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten beiden Jahre treffen wir keine Prognosen für den weiteren Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage.

Entwicklungen in den USA und China, den größten Volkswirtschaften

Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA ging seit dem letzten Winter weiter nach oben; für 2021 wird ein Wachstum von 5,5% erwartet. 2022 dürfte sich die Erholung fortsetzen, da sich der Arbeitsmarkt weiter verbessert. Jeden Monat entstehen mehrere Hunderttausend neue Arbeitsplätze und damit zusätzliches Einkommen. Gleichzeitig haben die Verbraucher in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gespart. Dieses Geld steht nun für den Konsum zur Verfügung. Kleinere Effekte kommen aus dem "abgeschlossenen Verdauen" des Auslaufens von Hilfszahlungen der Finanzpolitik und dem Auffüllen der Läger durch die Industrie. Inflations- und Lohndruck haben zugenommen. Das Wachstum wird 2022 etwas niedriger ausfallen als 2021 und die Inflation wird bei über 4% liegen.

Der Ausblick der chinesischen Wirtschaft wird durch die Folgen der Pandemie, u.a. verstärkte Lieferprobleme, und strukturelle Probleme negativ beeinflusst. Als Beispiele hierfür sind zu nennen die Turbulenzen am Immobilien- und Energiemarkt, die schlechtere Lage am Arbeitsmarkt, die hohe Verschuldung der Unternehmen, das Auslaufen von Impulsen durch die Finanzpolitik und der ungelöste Handelskonflikt mit den USA, dem China mit einer kostspieligen Autarkiestrategie begegnet. Mittelfristig wird die chinesische Wirtschaft vor allem durch die bekannten strukturellen Probleme spürbar langsamer wachsen als in der Vergangenheit.

Entwicklungen in unseren wichtigsten Märkten (außer Deutschland)

Die aktuellen Corona-Beschränkungen dürften ähnlich tiefe Spuren hinterlassen wie im Herbst 2020. Die Probleme im Dienstleistungssektor können durch die Industrie aufgrund des Mangels an Vorprodukten nicht ausgeglichen werden. Im Frühjahr dürfte sich die Wirtschaft aber angesichts weniger Einschränkungen, eines steigenden privaten Konsums und nachlassender Lieferengpässe spürbar erholen. Die Inflationsrate wird im Verlauf von 2022 aufgrund von verschiedenen Faktoren, die zum Teil direkt oder indirekt Folgen der Pandemie sind, wieder deutlich fallen. Mittelfristig wird sie sich aber auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie einpendeln. Dieses Niveau sollte in der Nähe des Zielbereichs der EZB liegen.

Euroraum

2018 2019 2020 2021 S * 2022 P **
BIP, real % gg. Vj. 1,9 1,3 -6,4 5,0 3,5
Privater Verbrauch % gg. Vj. 1,4 1,4 -8,0 2,9 5,3
Leistungsbilanzsaldo Mrd. EUR 358 279 213 280 300
Arbeitslosenquote % 8,2 7,6 7,9 7,8 7,5
Kerninflationsrate % gg. Vj. 1,0 1,0 0,7 1,4 1,6
          *Schätzung **Prognose

In den anderen Märkten, also den Nicht-Euroländern Schweiz, Ungarn, Dänemark und Schweden, in denen wir vertreten sind, erwarten wir ähnliche Bedingungen wie im Euroraum.

Entwicklung in Deutschland, unserem Heimatmarkt

Die Entwicklung in Deutschland wird ähnlich wie im Euroraum verlaufen. Die Wirtschaft wird einen starken Schub nach Auslaufen der vierten Welle erhalten. Die klassischen konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben günstig. So sorgen die Steigerung des privaten Konsums, ein stabiler Arbeitsmarkt, der weitgehende Wegfall von Lieferengpässen in der Industrie und die weiterhin expansiv ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik mittelfristig für gute Aussichten. Zusätzlich wird der schwächere EURO für Impulse sorgen. Wie in den europäischen Nachbarländern wird die Inflation dauerhaft auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie verharren.

Deutschland

2018 2019 2020 2021 S * 2022 P **
BIP, real % gg. Vj. 1,5 0,5 -4,6 2,6 3,0
Privater Verbrauch % gg. Vj. 1,3 1,6 -5,9 0,4 8,1
Leistungsbilanzsaldo Mrd. EUR 251 277 265 227 250
Arbeitslosenquote % 5,2 5,0 5,0 5,9 5,9
Kerninflationsrate % gg. Vj. 1,3 1,5 1,0 2,2 2,2
          *Schätzung **Prognose

Branchenspezifische Marktentwicklungen

Absatzmarkt

Die unterschiedlichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie sie sich aus der Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage ergeben, haben sich durch die Pandemie stark verändert. Die Länge der Pandemie, die Beschränkungen durch die Pandemie und deren Auswirkungen auf die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen wird wohl niemand genau voraussagen können. Ein Punkt wird jedoch allgemeine Zustimmung finden: Es wird wohl auch kein einfaches "Weiter so wie vor der Krise" geben. Die Umbrüche werden ihre Spuren hinterlassen, wobei die "Megatrends" z. B. hin zu mehr Nachhaltigkeit, gesünderen Produkten und mehr Digitalisierung nicht verschwinden werden. Für unsere Geschäftsmodell wird das bedeuten, dass wir es in welcher Richtung und in welchem Ausmaß auch immer, werden anpassen müssen.

Marktvolumen und Marktanteile

Marktvolumen (Mio. Liter) Marktanteil (Volumen) relativ Marktvolumen
(Mio. EUR)
2020 2021 2020 2021 2020 2021
Deutschland ** 2.480 2.026 12,2% 11,3% 3.190 2.766
Frankreich * 1.244 1.178 9,2% 9,2% 2.015 1.935
Spanien * 383 352 6,7% 6,4% 457 451
Finnland 107 107 35,4% 35,3% 232 235
Dänemark 104 102 21,0% 23,0% 190 190
Schweden 247 244 12,2% 13,6% 434 404
Schweiz 121 115 10,8% 11,2% 299 298
Österreich 155 149 5,1% 5,1% 252 253
Belgien 104 101 4,5% 4,4% 144 138
Ungarn 212 208 16,3% 15,4% 201 198
Litauen 48 49 22,0% 24,0% 55 60
Gesamt Markt 5.205 4.631 11,6% 11,3% 7.469 6.928
Marktanteil (Wert) relativ
2020 2021
Deutschland ** 11,9% 10,8%
Frankreich * 9,6% 9,5%
Spanien * 11,2% 11,1%
Finnland 32,4% 32,8%
Dänemark 24,4% 25,9%
Schweden 18,2% 19,9%
Schweiz 9,3% 9,4%
Österreich 6,5% 6,4%
Belgien 8,1% 7,9%
Ungarn 20,2% 19,9%
Litauen 21,0% 22,4%
Gesamt Markt 12,5% 12,2%

* Änderung der Marktdefinition 2020,
** Werte inklusive Chilled

Gewinner der Krise waren der Lebensmitteleinzelhandel und der stark wachsende OnlineHandel. Verlierer waren der Außer-Haus-Konsum - durch die zeitweisen Lockdowns waren diese Anbieter geschlossen bzw. wurden weniger frequentiert.

Seit Jahren zeigt sich jedoch eine stabile Tendenz, die zu Lasten unseres Marktes geht. Dieser Trend ist u.a. dadurch begründet, dass der Preisabstand der fruchthaltigen Getränke gegenüber anderen alkoholfreien Getränken sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Rohstoffkosten unserer Branche in den letzten Jahren vergrößert hat. Als Folge ist der Fruchtsaftmarkt geschrumpft. Dies kehrte sich 2020 leicht um durch die Pandemie, verstärkte sich aber wieder 2021 (Absatzrückgang von 9,2%). Dieser Rückgang geht ausschließlich zu Lasten des "Ambient"-Marktes; der "Chilled"-Markt wächst unverändert. Der "Shot"-Markt wächst am schnellsten (28%). Für die kommenden Jahren erwarten wir keine generelle Trendumkehr.

Die Trends - gekühlte Säfte, Erfrischungsgetränke, Sirupe, Smoothies und seit Neuestem auch Shots - auf die wir in den letzten Jahren gesetzt haben, gelten unverändert in den meisten Ländern Europas.

Anderen Trends, wie z. B. zuckerreduzierte Säfte, starker Anstieg des Online-Handels und umweltfreundlichere Verpackungen, stellen wir uns und haben sie in unserer Produktpalette aufgenommen.

Beschaffungsmarkt

In der Vergangenheit verzeichneten wir immer wieder Phasen steigender Preise für Roh- und Verpackungsmaterialien, denen jeweils eine Phase der Beruhigung folgte. Dabei kam es, zumeist erntebedingt, zu Ausreißern in beide Richtungen.

Aufgrund der aktuell schlechten Orangenernte erwarten wir 2022 mit höheren Preisen für Orangensaftkonzentrat. Die letzte Apfelernte war zwar gut, aber aufgrund des knapperen Angebotes, die chinesischen Hersteller konnten zum Teil aufgrund von Logistikproblemen ihre Waren nicht zu ihren Kunden befördern, rechnen wir trotzdem mit leicht steigenden Preisen.

Rohmaterialeinsatz - nur Früchte

(gerundet, in Tsd. Tonnen)

Auf dem Markt für Verpackungsmaterialien beobachten wir weiterhin fehlende Kapazitäten für rPET - die Kapazitäten für die Herstellung der Materialien aus gesammeltem und recyceltem PET steigen nicht in dem Tempo wie die Nachfrage. Den als Folge steigenden Preisen kön nen wir uns nicht entziehen. Dies gilt auch für wahrscheinlich steigende Energiepreise auf grund der gegenwärtigen militärischen Krise in Osteuropa.

Devisenmarkt

Unser Ergebnis und Cash Flow wird auf der Beschaffungsseite von der Entwicklung am Devisenmarkt beeinflusst:

Ungefähr die Hälfte unserer Rohstoffe für die gesamte Gruppe beziehen wir in USD.

In unseren wichtigsten Ländern außerhalb des Euroraums, d. h. in Schweden, Ungarn und in der Schweiz, sind wir ebenfalls abhängig von der jeweiligen Kursentwicklung (die DKK ist an den EUR gekoppelt). Diese Länder beschaffen Waren und Dienstleistungen in signifikanter Höhe in EUR. So verteuerten sich die Fremdwährungseinkäufe unserer schwedischen Landesgesellschaft in den letzten Jahren aufgrund des schwachen SEK.

Der EUR ist gegenüber dem USD gefallen. Wir rechnen damit, dass er sich auch 2022 auf einem niedrigeren Niveau bewegen wird. Frühestens Ende 2022 erwarten wir leichte Zinsänderungen - EZB und die US-amerikanischen Notenbank werden dann auf die Inflation reagieren müssen.

Durchschnittskurse gegenüber dem EUR *

2018 2019 2020 2021
US-Dollar 1,18 1,12 1,14 1,18
Schweizer Franken 1,16 1,11 1,07 1,08
Schwedische Krone 10,26 10,59 10,49 10,15
Ungarischer Forint 319 325 351 359

* Quelle: EZB

III. Wirtschaftsbericht

Besondere Transaktionen

Zur Entwicklung des Geschäftes und zum Erfolg der Gruppe haben in den Vorjahren unterschiedliche Initiativen einen Beitrag geleistet.

Kauf einer Beteiligung an der Gesellschaft true fruits GmbH, Bonn (2018)

Kauf einer Beteiligung an der Gesellschaft Curameo AG, Reichenschwand (2021)

2018 hat die Eckes-Granini Beteiligungsverwaltung GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Eckes-Granini Group GmbH, 35% der Anteile an der true fruits GmbH, Bonn und 2021 49% der Anteile an der Curameo AG, Reichenschwand, erworben.

Die Anteile an den Gesellschaften werden jeweils als Finanzbeteiligung (assoziiertes Unternehmen) geführt.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Eckes Gruppe blickt erneut auf ein Jahr mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen zurück. Im zweiten Jahr in Folge hat die Corona-Pandemie den Geschäftsverlauf unserer gesamten Branche durch die, teilweise starken, Restriktionen, insbesondere im Bereich "Außer-Haus-Konsum", stark beeinflusst. Zusätzlich führten unterschiedliche Vorstellungen über Preisanpassungen teilweise zu Einstellungen der Lieferbeziehungen mit unseren Kunden. So wird unser größter Kunde seit Mai 2021 nicht mehr von uns beliefert.

Am Jahresbeginn, vor der Pandemie-Welle im Frühjahr 2021 und vor den Preisgesprächen, hatten wir noch ein Absatzvolumen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Durch die Pandemie und die teilweise gescheiterten Preisverhandlungen wurden dann alle Pläne Makulatur.

In Summe sank unser Absatz um 4,5%. Vom Absatzrückgang waren insbesondere Deutschland und Frankreich betroffen. Dagegen konnten wir insbesondere in den skandinavischen Ländern wachsen. Ohne die Kundenkonflikte wären wir mit großer Wahrscheinlichkeit in der gesamten Gruppe gewachsen.

Das Nachfrageverhalten unserer Konsumenten ändert sich, auch in Folge der Pandemie, sehr schnell. Dem tragen wir mit unseren Innovationen, die wir verstärkt 2021 auf den Markt gebracht haben, Rechnung.

Die allgemeine Inflation und die besondere Situation an den für uns relevanten Beschaffungsmärkten machte sich sowohl bei den Preisen für die bezogenen Roh- und Packmaterialien als auch bei den Preisen für die sonstigen bezogenen Lieferungen und Leistungen bemerkbar.

Das betriebswirtschaftliche EbIT sank um EUR 7,6 Mio. auf EUR 54,6 Mio.

In der nachfolgenden Tabelle sind die im Geschäftsjahr 2021 erreichten Kennzahlen sowie die entsprechenden Vorjahreszahlen abgebildet.

Geschäftsverlauf

2020 2021 Veränderungen
%
Absatzvolumen        
Eigene Marken Mio. lit. 843 805 -4%
Umsatz und Ergebnis        
Gesamtumsatz Mio. EUR 873 856 -2%
EbIT (betriebswirtschaftlich) * Mio. EUR 62 55 -12%
EbIT - Marge % 7 7  
Gewinn nach Steuern Mio. EUR 30 27 -12%
Umsatzrendite % 3 3  
Kennzahlen Bilanz        
Bilanzsumme Mio. EUR 741 781 5%
Eigenkapital Mio. EUR 440 447 2%
Eigenkapitalrendite % 7 6  
Eigenkapitalquote % 59 57  
Anlagenintensität % 71 65  
Investitionen Mio. EUR 20 30 45%
Anlagendeckung % 84 88  
Nettoanlageposition Mio. EUR 51 98 93%
Cash Flows        
aus der laufenden Geschäftstätigkeit Mio. EUR 110 88 -21%
aus der Investitionstätigkeit Mio. EUR -21 -26 20%
aus der Finanzierungstätigkeit Mio. EUR -61 -18 -70%
Sonstige Kennzahlen        
Mitarbeiter am Jahresende (FTE)   1.708 1.697  

* Überleitungsrechnung

2020
Mio. EUR
2021
Mio. EUR
handelsrechtliches EbIT lt. GuV 51 44
betriebswirtschaftliches EbIT 62 55
unterschiedliche Zuordnung -11 -11
- Amortisation Goodwill und Marken -11 -10
- Fremdwährungseffekte 0 -1

Ertragslage

Am Jahresbeginn, vor der Pandemie und den Kundenkonflikten, hatten wir noch ein Absatzvolumen auf Vorjahresniveau erwartet. Dieses Ziel konnte nicht realisiert werden. Insgesamt haben wir 38 Mio. lit (4,5 %) weniger abgesetzt als im Vorjahr. Davon war im Wesentlichen Deutschland betroffen mit seinem Kundenkonflikt mit Edeka betroffen.

In geringerem Ausmaß sank der Umsatz um EUR 16,8 Mio. (-1,9%). Der geringere Umsatzrückgang lag im Wesentlichen an positiven Mixeffekten.

Unseren wertmäßigen Marktanteil konnten wir, nach einer Steigerung im Vorjahr, 2021 nicht halten (siehe auch Tabelle "Marktvolumen und Marktanteile" im Abschnitt I.).

Unsere Kostenstruktur war durch die allgemeinen Inflationstendenzen negativ beeinflusst:

Kosten für Rohmaterialien

Wir verzeichneten insgesamt höhere Kosten bei den Roh- und Packmaterialien, insbesondere durch den Vergleich mit den niedrigeren Preisen für Orangen aufgrund der guten Ernte 2019.

Kosten der Supply Chain

Wir haben unsere Kostenstruktur weiter verbessern können; dies reicht aber nicht aus, um die allgemeine Inflation ausgleichen zu können.

Risiken aus in früheren Jahren aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in Osteuropa belasteten weiterhin das laufende Ergebnis (siehe auch Ausführungen zu "Einzelrisiken", siehe Abschnitt IV.).

Der weitere Rückgang des betriebswirtschaftlichen EbIT um EUR 3,9 Mio. auf EUR 54,6 Mio. war auf die Auswirkungen der Pandemie, die Kundenkonflikte und die gestiegenen Einstandspreise zurückzuführen. Entlastungen ergaben sich u.a. durch einen geringeren Personalaufwand (EUR 5,8 Mio.) und niedrigere Marketingaufwendungen (EUR 3,1 Mio.).

Aus den Finanzbeteiligungen an der true fruits GmbH, Bonn, und der Curameo AG, Reischen-schwand, die beide nach der At-Equity-Methode bilanziert wird, ergaben sich negative Ergebniseffekte in der Höhe von EUR 0,8 Mio.

Erwartungsgemäß lag das betriebswirtschaftliche Finanzergebnis mit EUR 1,3 Mio. unter dem Vorjahr. Amortisation von Marken und Goodwill wurde durch die schon im Vorjahr geplante Umstellung der Nutzungsdauer von Marken beeinflusst.

Der Steueraufwand lag unter dem Niveau des Vorjahres aufgrund der aufgelösten Risikovorsorge für laufende bzw. abgeschlossene Betriebsprüfungen. Der Jahresüberschuss fiel folglich um EUR 3,5 Mio. auf EUR 26,8 Mio. und lag unter den Erwartungen.

EbIT

(in Mio. EUR)

Jahresüberschuss

(in Mio. EUR)

Vermögenslage

(in Mio. EUR)

Aktiva

31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021
Bilanzsumme 772 741 781
Anlagevermögen 551 524 506
- davon Goodwill 116 108 101
- davon Marken 165 160 155
Umlaufvermögen u. RAP 221 217 276

Passiva

     
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021
Eigenkapital 434 440 447
EK-Quote 56% 59% 57%
Verbindlichkeiten (inkl. latenter Steuern) 174 124 133
Rückstellungen 164 177 201
- davon Pensionen 60 55 64
Nettoanlage 0 51 98

Im Vergleich zum Jahresende 2020 stieg die Bilanzsumme um EUR 39,8 Mio. auf EUR 781,2 Mio. Dies resultiert im Wesentlichen aus diesen Effekten:

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen an unseren Standorten betrugen EUR 22,9 Mio. nach EUR 19,3 Mio. im Vorjahr. Die Investitionssumme haben wir aufgewandt für Erweiterungsinvestitionen, Innovationen sowie Sicherheits- und Rationalisierungsmaßnahmen, z. B. die Einführung innovativer Produktlinien, die Optimierung unserer Produktionsstruktur, unserer Geschäftsprozesse und IT-Systeme.

Verschiebungen im Umlaufvermögen

Die Summe des Umlaufvermögens ist von EUR 215,4 Mio. auf EUR 274,5 Mio. gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Vorräte und die Forderungen höher. Das Absatz- und Produktionsvolumen im vierten Quartal war höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Bei den Forderungen spielt zusätzlich die Erweiterung des Pfandsystems in Deutschland eine Rolle. Der Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten hat sich von EUR 55,5 Mio. auf EUR 99,0 Mio. erhöht.

Anstieg des Fremdkapitals

Die Rückstellungen aus dem operativen Geschäft sind um EUR 14,4 Mio. gestiegen, insbesondere durch die Erweiterung des Pfandsystems in Deutschland. Der Anstieg der Pensionsverpflichtungen um EUR 9,2 Mio. ist im Wesentlichen begründet durch die Änderung des Zinssatzes. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um EUR 7,0 Mio. gestiegen.

Finanzlage der Gruppe

Gestiegenes Eigenkapital bei gesunkener Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital ist um EUR 7,2 Mio. von EUR 440,1 Mio. auf EUR 447,3 Mio. gestiegen. Durch den starken Anstieg der Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 59,4% im Vorjahr auf 57,3% Ende 2021.

Cash Flow und Nettoverschuldung

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit EUR 87,6 Mio. unter Vorjahresniveau (EUR 110,3 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Einzahlungen aufgrund des rückläufigen Umsatzes.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist 2021 mit EUR 25,7 Mio. negativ (Vorjahr EUR -21,4 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen EUR 5,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen leicht über Vorjahresniveau (EUR 22,9 Mio.) und waren niedriger als die entsprechenden Abschreibungen (EUR 26,4 Mio.).

Die Dividendenzahlungen (einschließlich Dividenden an Minderheiten) lagen mit EUR 17,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 21,4 Mio.).

Die Nettoanlage (ohne Leasing- und Pensionsverpflichtungen) stieg 2021 erwartungsgemäß auf EUR 98,1 Mio. Zum Jahresende ergab sich eine Forderung an Kreditinstitute von EUR 99,0 Mio. sowie offene Kredit- und Avalkreditlinien in Höhe von ca. EUR 176,5 Mio.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Ihre Leistung, ihre emotionale Verbundenheit sowie der Einsatz ihres Wissens und ihre Kompetenzen beeinflussen die Attraktivität unserer Marken und unserer Produkte und unser Arbeitgeberimages in allen Ländern - und bilden somit die Basis für den unternehmerischen Erfolg.

Personalsituation

Mitarbeiter in den Ländern

Land Ø Mitarbeiteranzahl
Deutschland 682
Frankreich 336
Spanien 71
Schweiz 3
Österreich 65
Ungarn 147
Finnland 131
Schweden 36
Dänemark 248
Litauen 41

Durchschnittlicher Personalaufwand je Mitarbeiter

2019 2020 2021
Personalaufwand (in Mio. EUR) 130 135 129
Ø Mitarbeiterzahl 1.800 1.770 1.760
Ø Personalaufwand je Mitarbeiter (in TEUR) 72 76 73

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag zum Jahresende unter der des Vorjahres. Der Rückgang des durchschnittlichen Personalaufwands je Mitarbeiter ist durch Sondereffekte begründet.

Wir legen Wert auf Vielfalt in der Belegschaft, weil wir überzeugt sind, hierüber zu noch besseren Ergebnissen zu gelangen und unsere Attraktivität als Arbeitgeber international zu steigern. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Altersstruktur, die adäquate Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen und Internationalität unserer Managementebenen.

Personalarbeit in der Pandemie

Die Corona-Jahre 2020 und 2021 brachten der Welt eine völlig neue Dimension der Unberechenbarkeit und Verletzlichkeit. Die Menschen und die Organisation bei der Bewältigung dieser neuen und oftmals beispiellosen Herausforderungen zu unterstützen, stand im Mittelpunkt unserer Personalarbeit und verlangte ein Höchstmaß an Flexibilität, denn für viele der durch die Krise bedingten Situationen gab es weder einen Präzedenzfall noch etablierte Prozesse.

Eine Krise wie die Covid-19-Pandemie lässt sich nicht planen - krisenfeste Personalarbeit ist dagegen dann planbar, wenn in den Vorjahren eine solide Basis geschaffen wurde. Dies hat sich in den Pandemiejahren bei der Eckes Gruppe deutlich gezeigt und bewährt. Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind für uns ein zentrales Thema unserer Personal- und Nachhaltigkeitsarbeit. Das zeigt sich auch und gerade in Pandemiezeiten.

Zu Beginn der Pandemie konnte auch in der Eckes Gruppe niemand weder Ausmaß noch Dauer der Krise erahnen und können beides auch heute noch nicht abschätzen. Aber die in der Vergangenheit geschaffenen Rahmenbedingungen versetzten das Unternehmen in die Lage, auf die sich weltweit im Eiltempo ausgebreitete Pandemie flexibel zu reagieren und zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen, um bestmöglich Menschen und Mitarbeiter zu schützen, der Gesellschaft zu helfen und das Geschäft zu stabilisieren.

Nachhaltige Personalarbeit zur Erreichung unserer langfristigen Unternehmensziele

Um gemeinsam unsere Unternehmensziele zu erreichen, setzen wir auf eine lernende und auf Leistung basierende, motivierende Unternehmenskultur. Dazu arbeiten wir kontinuierlich an einem auf Vertrauen beruhendes Arbeitsumfeld, in dem der Kooperationsgedanke überwiegt. Die Grundlage dafür ist eine offene und wertschätzende Führungskultur.

Unsere langfristige Personalarbeit hat daher folgende Ziele:

Aufbau eines vertrauensvollen Miteinanders, und zwar nicht durch Bewahrung des Status quo, sondern durch ständige Erneuerung und mit Fokus auf Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden;

Investition in eine erstklassige Infrastruktur der digitalen Kommunikation und Kollaboration, und zwar nicht allein durch die Etablierung zukunftsgerichteter IT-Projekte, sondern immer in Kombination mit dem benötigten Veränderungsmanagement;

Ausbau unserer Attraktivität als Arbeitgeber und Weiterentwicklung unserer HR/OD Prozesse und Standards;

Experimente mit verschiedenen Formen der Zusammenarbeit, des Wissensmanagement und einer modernen Lernkultur;

Integration des wachsenden Transformationsdrucks des Managementalltags in das Führungsverständnis sowie in die praktische Führungsarbeit.

Kompetente und engagierte Mitarbeitende sind entscheidend für ein profitables Wachstum. Die Arbeitsbedingungen, gelebte Werte sowie die Art der Zusammenarbeit und der Führung sind maßgebend dafür, wie Mitarbeitende in unserem Unternehmen ihre Kompetenzen, ihr Potential und ihr Engagement einbringen und gemeinsam unsere Zukunft mitgestalten.

Die Fähigkeit von Führungskräften, den Mitarbeitern ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und die Entfaltung ihrer Talente zu fördern, ist u.a. entscheidend für unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Als Organisation schaffen wir daher ein gesundes und angenehmes Arbeitsumfeld, in dem sich Menschen einbringen und ihr Bestes beitragen können. Wir fördern Mitarbeitende gezielt und unterstützen sie in ihrer persönlichen Entwicklung. Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Kolleginnen und Kollegen sind uns sehr wichtig. Wir arbeiten hieran auch im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie und sozialen Verantwortung und bieten unseren Mitarbeitenden eine Vielzahl von Gesundheits- und Sicherheitsinitiativen an.

Die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ist Teil unseres Selbstverständnisses und gilt auch für die Ausrichtung unserer Personal- sowie unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Einbeziehung und der aktive Beitrag der Mitarbeitenden sind maßgebend dafür, dass unsere Nachhaltigkeitsbemühungen aktiv umgesetzt und gelebt werden. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Premiere des im September 2021 veranstalteten Sustainability Days, einem jährlichen Aktionstag mit unterschiedlichen Nachhaltigkeitsprojekten für alle Mitarbeitenden an unseren Standorten.

IV. Risiko- und Chancenbericht

Risiken- und Chancenmanagementsystem

Die Eckes Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt. Beide sind untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden. Diese resultieren u.a. aus dem unternehmerischen Handeln mit dem Ziel, Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu erschließen und zu nutzen.

Risiken

Unter Risiken verstehen wir mögliche künftige Abweichungen von unseren Erwartungen, die zu einer negativen Beeinträchtigung unseres Geschäftserfolgs führen bzw. negative Auswirkungen auf unsere Reputation haben können.

Im Rahmen unserer Risikostrategie ist das Eingehen von kalkulierbaren Risiken ein immanenter Bestandteil des Geschäfts. Risiken, die den Erfolg des Unternehmens dagegen erheblich gefährden, werden vermieden. Wenn dies nicht möglich ist, sind diese zu reduzieren oder, z.B. auf Versicherungen, zu transferieren.

Wir setzen wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und berichten zu können sowie konsequent sie durch gegensteuernde Maßnahmen begrenzen zu können.

Chancen

Unternehmerisches Handeln besteht insbesondere auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

Unter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unseren Erwartungen führen können.

Wir identifizieren, analysieren und bewerten regelmäßig Chancen auf Gruppenebene sowie in den einzelnen Ländern im Rahmen der Strategie- und Planungssysteme bzw. -prozesse. Dies ist ein elementarer Bestandteil unserer Strategie. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen sowie wesentlichen Erfolgsfaktoren.

Chancen- und Risikomanagementsystem

Risiken und Chancen umfassen Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative und positive finanzielle und nicht-finanzielle Auswirkungen auf die Erreichung unserer Ziele haben können.

Im Wesentlichen ergeben sich Risiken und Chancen aus

der allgemeinen Entwicklung des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfelds

der Entwicklung der Beschaffungs- bzw. Absatzmärkte

Akquisitionen

der Beziehungen zu unseren Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern

Um die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent durch gegensteuernde Maßnahmen zu begrenzen, setzen wir auf ein integriertes Chancen- und Risikomanagementsystem.

Unsere Systeme für das Chancen- und Risikomanagement sind in sämtliche Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme sowohl der einzelnen Gesellschaften als auch auf Gruppenebene integriert.

Bestandteile des Risikomanagementsystems sind unsere Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme in den einzelnen Gesellschaften, unser Risikofrühwarnsystem, die Interne Revision, das interne Kontrollsystem und das Compliance Managementsystem. Es umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken. Entsprechende Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagementsystem haben wir in einer gruppenweit gültigen Richtlinie geregelt. Diese wird regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst und weiterentwickelt.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Ergebnisse unserer Risikoanalysen informiert.

Das Chancenmanagement bildet einen Schwerpunkt bei der strategischen Planung, insbesondere unserem jährlichen "Strategischen Dialog". Hier wird die Einschätzung der derzeitigen Geschäftsentwicklung sowie die zukünftige Geschäftsausrichtung, z. B. die Produkt- und Investitionsplanung, zwischen den lokalen Geschäftsführungen und dem Vorstand abgestimmt. Die Ergebnisse dieser Abstimmung sind die Grundlage für die Budgetplanung des jeweiligen Folgejahres.

Darstellung der wesentlichen Risikofelder

In der folgenden Tabelle sind alle Felder dargestellt, bei denen sich Risiken ergeben können. Sie beinhaltet auch die entsprechenden Maßnahmen zur Risikobegrenzung und die von uns identifizierten Einzelrisiken mit geschätzten möglichen finanziellen Auswirkungen von über EUR 5 Mio. Diese werden regelmäßig mit den entsprechenden Maßnahmen zur Reduktion an den Aufsichtsrat berichtet.

Bei der Risikoanalyse unterscheiden wir grundsätzlich folgende Risikoarten:

operative Risiken

Prozessrisiken

Desaster/Krisen

Darstellung der wesentlichen Risikofelder

Risikofeld Beschreibung der Risikofelder Maßnahmen gegen die Risiken Identifizierte Risiken *
Umfeld und Branche geopolitische, gesellschaftliche, gesundheitliche und klimatische Entwicklung; wirtschaftliche Entwicklung (Konsum, Wettbewerb); Branchenentwicklung (Handelslandschaft) Stärkung unserer Marken und Entwicklung von Innovationen zur Abgrenzung von den Mitbewerbern Kunden- und Markenmanagement sowie Innovationsprozess
Beschaffungsmarkt Lieferausfälle und steigende Rohmaterialpreise aktive Steuerung des Lieferantenportfolios bzw. Strategien zu Preis- und Volumenabsicherung  
Wertschöpfungskette Ineffektivität, Störungen der Geschäftsprozesse (u.a. Infrastruktur und IT), Ausfall von Geschäftspartnern, Schäden durch Unfälle oder Fehlverhalten aktives Beeinflussung der Partner; präventive Schwachstellensuche bei Infrastruktur sowie IT; Präventionsmaßnahmen wie Auditierungen und Schulungen; Risikoübertragung auf Versicherungen Vertriebs- und Beschaffungsplanung, Produktionskapazitäten bei Prozessstörungen
Finanzwirtschaft Kreditausfälle, Liquiditätsengpässe, Zins- und Währungsschwankungen aktive Kurssicherungs- und Finanzierungspolitik; Übertragung von Risiken an Kredit- und Lebensversicherer  
Rechtssprechung und Gesetzesauslegung, neue gesetzl. Regelungen Rechtsstreitigkeiten und behördliche Verfahren aktive Bewertung von rechtlichen und regulatorischen Veränderungen und deren Anforderungen; Whistleblowing System Verletzung von DSGVO-Regelungen
IT Ausfall oder Störung von IT-Diensten sowie Manipulation und Verlust von Daten Einführung eines Information Management Systems mit regelmäßiger Überwachung und Anpassung von technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Risikovermeidung sowie Prävention; Aufdeckung von und Absicherung gegen Cyberangriffen; gruppenweite elearning Trainings "Information Security" IT-Sicherheit
Personal Fehlverhalten von Mitarbeitern, Verlust von Leistungsträgern, Nichtgewinnung von Fach- und Führungskräften Programme zur Gewinnung von Talenten, Bindung und Förderung von Leistungsträgern; Whistleblowingsystem zur Aufdeckung von Fehlverhalten; gruppenweite elearning Trainings "Compliance" Gewinnung und Entwicklung qualifizierter Mitarbeiter
Imageschädern der Gruppe, Branche und Marken Negative Berichterstattung rechtliche Aktivitäten; umfassende Kommunikationsarbeit; Qualität unserer Produkte; Sicherheit unserer Produktionsanlagen und Prozesse  
Strategie Fehlinvestitionen in neue Produkte, Anlagen und Beteiligungen; Transformationsprozess der Strategie 2025 ausgebautes Projektmanagement mit mehrstufigem Entscheidungsprozess  

* Prozess 2020/2021; Risiken mit finanziellen Auswirkungen Jeweils über EUR 5 Mio. pro Jahr

Einzelrisiken

Ende 2015 hatte ein ehemaliger Geschäftspartner in Osteuropa, mit dem wir im Jahr 2008 die Zusammenarbeit beendet hatten, eine hohe Schadenersatzklage gegen Gesellschaften der Eckes Gruppe bzw. deren ehemalige Führungskräfte angekündigt, die er mit angeblichen Pflichtverletzungen begründete. Die Klageerhebung erfolgte 2017 vor einem internationalen Schiedsgericht in Moskau. Im ersten Halbjahr 2019 hat das Schiedsgericht einen Schiedsspruch erlassen, der dem Kläger Schadenersatz zubilligte.

Der Vorstand sieht auf Basis aller vorliegenden Informationen nach wie vor weder eine Grundlage für die Begründung etwaiger Ansprüche noch für eine Zuständigkeit des Moskauer Schiedsgerichtes und hält deshalb den Schiedsspruch für umfassend fehlerhaft. Er stützt sich dabei u. a. auf Stellungnahmen der beratenden Rechtsanwaltskanzlei sowie diverse Rechtsgutachten namhafter Professoren. Hinzu kommt, dass der Schiedsspruch nur von zweien der drei Schiedsrichter getragen wurde und der dritte Schiedsrichter eine sogenannte "Dissenting Opinion" abgegeben hat, die die Unrechtsmäßigkeit sehr eindeutig belegt.

Seitens aller Beklagten wurde unverzüglich ein Antrag auf Aufhebung des Schiedsspruchs sowohl vor einem ordentlichen Gericht als auch vor einem Handelsgericht in Moskau gestellt. Das Aufhebungsverfahren wurde dann im Instanzenzug des Moskauer Handelsgerichts geführt. Eine grundsätzlich letztinstanzliche Entscheidung zu Gunsten Hartmann liegt inzwischen vor; ob ein dagegen eingelegtes weitere Rechtsmittel zulässig ist, ist prozessual unklar. Auch wenn die Beklagten demnächst in Russland eine Verfassungsklage wegen der unterbliebenen Aufhebung des Schiedsspruchs einreichen werden, kann inzwischen kaum noch damit gerechnet werden, dass eine Aufhebung des Schiedsspruchs in Russland gelingen wird. Damit würde der Kläger über einen Schiedsspruch verfügen, für dessen Vollstreckung er in nahezu allen Ländern weltweit Vollstreckbarerklärungsverfahren einleiten kann.

Der Kläger hat in verschiedenen Ländern (u.a. in Ungarn, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und Belgien) mittels des Schiedsspruchs Vollstreckbarerklärungsverfahren oder vorläufige Pfändungsverfahren eingeleitet, die wir mit aufwändigen rechtlichen Maßnahmen abwehren. Derzeit droht bei diesen Vollstreckungsversuchen unmittelbar kein Erfolg des Klägers.

Daneben haben wir ein Verfahren vor dem OLG Koblenz angestrengt mit dem Ziel der Feststellung der Nicht-Anerkennungsfähigkeit und Nicht-Vollstreckbarkeit des Schiedsspruchs in Deutschland. Der Kläger stellte in diesem prozessualen Rahmen einen Gegenantrag auf Vollstreckbarerklärung des Schiedsspruchs. Aus dem bisherigen Verlauf des Verfahrens und insbesondere der mündlichen Verhandlung schließen wir, dass der Schiedsspruch keine Anerkennung finden und somit nicht für vollstreckbar erklärt werden wird. Die Entscheidung des OLG Koblenz ist für den 31. März 2022 terminiert.

Eine für uns positive Entscheidung des OLG Koblenz wäre für andere europäische Gerichte rechtlich nicht bindend. Wir erwarten aber, dass es nicht ohne Eindruck auf diese bleiben sollte.

Aus den anhängigen Verfahren können für uns beherrschbare finanzielle Nachteile in der Form von zusätzlichen Mittelabflüssen und einer Beeinträchtigung der Ertragslage entstehen.

Neben Rückstellungen für Verfahrenskosten wurden auch Rückstellungen für mögliche Schadenersatzansprüche gebildet. Um die Vorgehensweise vor Gericht nicht zu beeinflussen, wird von einer Quantifizierung der Risiken und der gebildeten Rückstellungen abgesehen.

Darstellung der wesentlichen Chancenfelder

Beschaffungsmarktchancen

Niedrigere Preise, insbesondere für Orangen- und Apfelsaftkonzentrat sowie für einzelne tropische Früchte, können sich z. B. durch überdurchschnittlich gute Ernten ergeben.

Umfeld- und Branchenchancen

Zusätzliche Geschäftschancen können sich insbesondere durch Produktinnovationen, eine höhere Konsumneigung sowie durch die Änderung des Verhaltens der Konsumenten ergeben.

Finanzwirtschaftliche Chancen

Insbesondere die Entwicklung des USD, des SEK, des HUF und des CHF kann unsere Ertragslage positiv beeinflussen.

Chancen aus Investitionen

Der erfolgreiche Abschluss einer Akquisition sowie die schnelle und reibungslose Integration des akquirierten Unternehmens können unsere Vermögens- und Ertragslage positiver beeinflussen als von uns erwartet.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage

Wir betreiben ein Chancen- und ein Risikomanagement, das unserem Geschäftsmodell entspricht, und sind der Auffassung, dass wir sowohl Chancen als auch Risiken rechtzeitig identifizieren, bewerten und darauf reagieren können.

Im Gesamtbild der Risiken- und Chancenlage ergibt sich, mit Ausnahme der Erweiterung der Verfahren in Zusammenhang mit dem oben dargestellten Einzelrisiko, keine grundsätzlich andere Einschätzung als im Vorjahreslagebericht:

der Schwerpunkt der Risiken ergibt sich aus Umfeld-, Image- und Rechtsrisiken sowie aus finanzwirtschaftlichen Risiken

Chancen ergeben sich insbesondere aus der Stärke und Innovationskraft unserer Marken

In der gegenwärtigen Krise durch die weltweite Pandemie haben wir in allen Bereichen und an allen Standorten alle erforderlichen Maßnahmen in allen Funktionen erfolgreich ergriffen. So haben wir die operativen Produktions- und Logistikprozesse schnell angepasst. Unsere Kunden wurden durchgehend beliefert und kein Werk musste, auch nur vorübergehend, geschlossen werden. Als Folge konnten wir, wie das Geschäftsergebnis zeigt, unsere Ziele trotz aller Widrigkeiten weitgehend erreichen.

V. Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zu einer verantwortungsvollen, transparenten und auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens.

Das Ziel unseres Corporate Governance Konzeptes, zu dem sich alle Gremien bekennen, ist eine gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung und -überwachung unter Achtung der Aktionärsinteressen mit den Prinzipien

Wertorientierung,

Nachhaltigkeit und

Transparenz.

Grundlage und Voraussetzung für eine entsprechende Unternehmensführung sind

eine enge und effiziente Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand,

eine offene Unternehmenskommunikation,

die ordnungsgemäße Rechnungslegung mit Abschlussprüfung,

die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien sowie

ein verantwortungsbewusster Umgang sowohl mit Ressourcen aus auch mit Risiken.

Verstöße gegen geltendes Recht und unternehmensintern definierte Verhaltensregeln werden nicht geduldet.

Das Corporate Governance Konzept besteht aus den folgenden Elementen:

Compliance Management System

Risikomanagement System

Internes Kontrollsystem

Interne Revision

Die Elemente dienen dazu, Regelverstöße rechtzeitig zu verhindern bzw. zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Das Konzept wurde 2012 eingeführt und wird seitdem durch Anpassungen und Erweiterungen fortgeführt. Aufsichtsrat und Vorstand werden regelmäßig über Systemanpassungen und Vorgänge, wie z.B. die Einrichtung eines Whistleblower-Systems, unterrichtet.

Das Konzept wird von unseren Mitarbeitern unterstützt und im operativen Handeln gelebt. Zu ihrer Unterstützung stehen ihnen Compliance Beauftragte als neutrale und unabhängige Ansprechpartner zur Verfügung.

VI. Prognosebericht

Die Aussagen zu der zukünftigen Wirtschafts- und Geschäftsentwicklung stehen unter dem Vorbehalt, dass die derzeitige vierte Pandemie-Welle spätestens im Frühsommer 2022 auslaufen wird. Das wäre die Voraussetzung dafür, dass eine Rückkehr zu Vorkrisenverhältnissen möglich werden würde.

Sollte es möglicherweise, z.B. durch neue Varianten, zu weiteren Wellen kommen, können wir die Auswirkungen, die diese neuen Wellen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld haben werden, nicht abschätzen. Auf jeden Fall wäre damit eine Rückkehr zu Vorkrisenverhältnissen erst einmal nicht möglich.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wir hatten erwartet, dass die Zeit "des billigen Geldes" zu Ende gehen würde. Dies ist zurzeit noch nicht der Fall, rückt durch die derzeitigen Inflationstendenzen aber näher. EZB und FED werden ihre expansive Geldmarktpolitik Ende 2022, spätestens 2023, reduzieren, wenn nicht sogar einstellen müssen.

Vieles hängt vom Ende der gegenwärtigen Pandemie ab. Die politischen Risiken (u. a. Staatsverschuldung, Handelshemmnisse) könnten eine nicht ganz so große Rolle spielen und von Krisen zwischen den Großmächten USA, China und Russland überschattet werden.

Die mittelfristigen Wachstumsprognosen sind eher verhalten. Ein Grund dafür ist das immer noch relativ gute Konsumklima im Lebensmitteleinzelhandel, was auch aufgrund der Nachholeffekte, prognostiziert von verschiedenen Instituten, so bleiben sollte. Aufgrund der Probleme des industriellen Sektors (u.a. Probleme mit den Lieferketten, Restrukturierungen in der Automobilwirtschaft und dem Energiesektor sowie Energieverteuerung) steht Europa vor einer Zeit möglicher geringerer Wachstumsraten. Es kann also noch etwas dauern, bis die Dynamik in der Eurozone wieder anziehen wird.

Branchenentwicklung

Die Entwicklung unserer Branche wird weitgehend von der Entwicklung der Pandemie abhängen. Ohne weitere gravierende Einflüsse durch die Pandemie rechnen wir mit leicht rückgehenden Umsätzen. Allerdings werden sich die einzelnen Segmente weiterhin unterschiedlich entwickeln. Der Absatz von Produkten mit Gesundheitsbezug wird dabei z.B. wachsen. Problemfelder werden sich weiterhin aus dem Zuckergehalt der Fruchtsäfte und der Verwendung nicht innovativer Verpackungen ergeben.

Ausblick der Eckes Gruppe

Im Lebensmittelhandel werden wir unsere Wertstrategie fortsetzen und erwarten leicht steigende Marktanteile. Im Außer-Haus-Konsum wird es gegenüber den Vorjahren zu einer weiteren Erholung kommen, abhängig von der Verhängung von Pandemierestriktionen in einzelnen Ländern. Wir erwarten zurzeit, dass es bei den gegenläufigen Entwicklungen der Marktsegmente und den zukünftigen Preisentwicklungen unterm Strich 2022 zu einem Absatzanstieg kommen wird. Aufgrund eines positiveren Produktmixes und beschränkt steigenden Preisen rechnen wir mit stärker steigenden Umsätzen (Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich).

Bei den Preisen für Rohmaterialien, Verpackungsmaterialien (u.a. durch die Umstellung auf rPET) und Energien erwarten wir fast durchweg Belastungen. Unsere Aufwendungen für Marketing werden gut 10% steigen.

Insbesondere von der Sicherung unseres Deckungsbeitrages ist die Ergebnisentwicklung entscheidend abhängig. So werden wir unsere Kostenstrukturen weiter verbessern und aktive Preis- und vor allem Innovationspolitik betreiben, um damit unsere Ergebnisse mittel- und langfristig positiv zu beeinflussen.

Wir gehen davon aus, dass wir trotz aller möglichen Beschränkungen zu jeder Zeit in der Lage sein werden, die Produktions- und Logistikplanungen und -prozesse kurzfristig an die sich ergebenden Situationen anzupassen.

Sollten die dargelegten Entwicklungen eintreten und die Pandemie spätestens im Frühsommer 2022 abflauen und die Kundennachfrage sich wieder auf das Vorpandemieniveau einpendeln, so erwarten wir ein betriebswirtschaftliches EbIT und eine EbIT-Marge leicht über Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich leicht steigen gegenüber dem Vorjahr.

Bei einer weiteren Fortsetzung der Pandemie und der damit verbundenen Restriktionen im gesamten Jahr 2022 bzw. bei einem länger andauernden Nachfrageausfall eines Großkunden gehen wir von einer negativen Umsatzentwicklung und einem entsprechend verschlechterten Jahresergebnis aus. Das Ausmaß der Verschlechterung ist abhängig von der Dauer der Pandemie und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Konsumentenverhalten.

Unsere Investitionen werden 2022 wieder um gut 20% steigen und überwiegend die weitere Modernisierung der Anlagen zur Saftaufbereitung betreffen.

Die Anzahl unserer Mitarbeiter wird weitgehend konstant bleiben.

 

Nieder-Olm, den 07.03.2022

Der Vorstand

Tim Berger

Sidney Coffeng

Ulrich Bunk

Dr. Kay Michael Fischer

Florence Frappa

Agnes Kovacs

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

EUR 31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 825.388,15   2.389.171,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.893.368,29   171.065.446,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 100.853.087,09   108.348.664,36
4. Geleistete Anzahlungen 710.436,00   1.201.969,14
    266.282.279,53 283.005.252,30
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.674.291,63   50.366.094,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 102.528.823,73   111.691.954,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.890.987,44   10.449.831,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.127.950,08   7.150.010,80
    176.222.052,88 179.657.891,15
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 187.426,76   187.426,76
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 59.155.438,57   61.144.803,87
3. Beteiligungen 27.902,34   27.935,87
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.476.828,93   0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 88.074,60   88.074,60
6. Sonstige Ausleihungen 216.216,25   0,00
    63.151.887,45 61.448.241,10
    505.656.219,86 524.111.384,55
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.261.556,45   33.306.549,62
2. Unfertige Erzeugnisse 4.468.444,30   4.653.176,91
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 40.199.660,82   42.551.712,37
4. Geleistete Anzahlungen 446.008,53   394.349,57
    82.375.670,10 80.905.788,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 74.836.948,68   60.874.496,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 308.165,92   161.762,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.924.556,30   17.977.634,24
    93.069.670,90 79.013.892,58
III. Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten   99.013.604,16 55.509.274,29
    274.458.945,16 215.428.955,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.047.240,62 1.860.606,49
    781.162.405,64 741.400.946,38

Passiva

     
EUR 31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 150.000.000,00   150.000.000,00
II. Kapitalrücklage 24.911.012,20   24.911.012,20
III. Andere Gewinnrücklagen 587.341,90   587.341,90
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.399.359,44   1.250.984,31
V. Nicht beherrschende Anteile 5.256.776,40   6.050.914,43
VI. Konzernbilanzgewinn 265.171.419,32   257.298.129,34
    447.325.909,26 440.098.382,18
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64.129.902,92   54.926.784,80
2. Steuerrückstellungen 25.545.004,15   25.537.816,60
3. Sonstige Rückstellungen 111.106.719,42   96.752.885,60
    200.781.626,49 177.217.487,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.547,55   2.794,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.715.764,62   84.687.389,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 107.925,92   143.440,10
4. Sonstige Verbindlichkeiten 28.077.562,28   23.317.969,09
    119.947.800,37 108.151.593,91
D. Passive latente Steuern   13.107.069,52 15.933.483,29
    781.162.405,64 741.400.946,38

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 856.001.407,33 872.792.216,85
2. Erhöhung / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.296.094,29 -4.330.483,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.330.889,38 18.412.307,31
4. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -416.429.787,56 -422.015.686,40
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -106.147.812,87 -112.172.663,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -23.052.239,15 -22.777.935,12
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -42.159.262,79 -42.606.685,74
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -244.507.391,44 -236.090.843,90
8. Erträge/Aufwendungen (-) aus assoziierten Unternehmen -752.168,86 47.548,67
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 71.163,23 211.689,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.886.441,86 -7.362.301,13
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.405.490,21 -13.792.976,38
12. Ergebnis nach Steuern / Konzernjahresüberschuss 26.766.770,91 30.314.187,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 242.139.689,73 230.213.699,08
14. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -2.038.160,21 -2.038.160,26
15. Nicht beherrschende Anteile -1.696.881,11 -1.191.596,48
16. Konzernbilanzgewinn 265.171.419,32 257.298.129,34

KONZERNANHANG Geschäftsjahr 2021

der Eckes Aktiengesellschaft, Nieder-Olm

Die Eckes Aktiengesellschaft mit Sitz in Nieder-Olm ist beim Amtsgericht Mainz im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer HRB 4555 eingetragen.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der Eckes AG alle bedeutenden in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen.

Danach umfasst der Konsolidierungskreis am Bilanzstichtag neben der Eckes AG 22 Tochterunternehmen (i.Vj. 22), davon 14 (i.Vj. 14) im Ausland.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Eckes-Granini Europa GmbH mit Sitz in Nieder-Olm in Eckes-Granini International Beteiligungs GmbH umfirmiert.

Es wurden 49% der Anteile an der Curameo AG, Reichenschwand erworben. Die Gesellschaft wird gemäß § 311 und § 312 HGB nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind 5 verbundene Unternehmen, die für die Darstellung der Lage des Konzerns aufgrund fehlender operativer Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung sind und deren Vermögenswerte und Schulden im Falle eines Einbezugs keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss hätten. Diese Unternehmen tätigen keine Umsatzerlöse und ihr Einfluss auf den Konzernjahresüberschuss würde weniger als 0,02% betragen.

Die Beteiligungsunternehmen sind im Einzelnen unter Punkt 15 "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021" ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung für Akquisitionen nach dem 31. Dezember 2009 erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der Tag, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte wurden grundsätzlich sofort oder über 15 Jahre ratierlich mit Konzernrücklagen verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie wesentliche Zwischenergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen sind eliminiert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Darüber hinaus wurden bestehende Positionen in Fremdwährungen, die durch Kurssicherungsgeschäfte gedeckt waren, mit Kursen der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte bewertet.

Die Umrechnung der zu konsolidierenden Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen erfolgt für Vermögensgegenstände und Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und für Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs. Veränderungen des Mittelkurses gegenüber dem Vorjahr sowie der Unterschied der zum Jahresdurchschnittskurs umgerechneten Aufwendungen und Erträge im Vergleich zu einer Umrechnung zum Mittelkurs am Bilanzstichtag werden gesondert innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.

Weitere Erläuterungen finden sich unter Punkt 17 "Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten".

Ausweismethoden

Erträge und Aufwendungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes für Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Negativzinsen werden innerhalb der Zinserträge ausgewiesen, da es sich dabei nicht um ein Entgelt für die Kapitalüberlassung handelt, sondern vielmehr im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage steht und den Charakter eines Verwahrentgelts hat.

Das Ergebnis aus der Fortschreibung assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode (§ 312 HGB) wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Darin enthalten sind auch die anteiligen Ertragsteuern des assoziierten Unternehmens. Nicht in dieser Position enthalten sind Ertragsteuern des Anteilseigners.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den für den Eckes Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien des Mutterunternehmens aufgestellt worden. Die Methoden stehen in Einklang mit den Vorschriften des HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Alle konsolidierten Tochterunternehmen werden mit ihren Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2021 einbezogen.

Erworbene und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen den in § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB definierten Mindestumfang der aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Marken werden planmäßig abgeschrieben. Etablierten Marken, die einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen und großes Marktpotenzial haben, wurden in Vorjahren mit einer unbestimmten Nutzungsdauer eingestuft und nicht planmäßig abgeschrieben. Diese Vorgehensweise wurde ab dem 01.01.2021 geändert, damit hat sich die Gruppe der allgemeinen Bilanzierungspraxis angepasst. Alle Marken werden einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Der aus der Konsolidierung von Akquisitionen vor dem Geschäftsjahr 2007 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich über 15 Jahre ratierlich mit Konzernrücklagen verrechnet. Die aus Neuakquisitionen in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009 resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte wurden sofort mit den Konzernrücklagen verrechnet. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden aus der Erstkonsolidierung von Neuakquisitionen entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgswirksam über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der als Geschäfts- oder Firmenwert qualifizierte Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Rynkeby Foods A/S, Dänemark und ihrer Tochtergesellschaften, sowie der PAGO International Gesellschaft mbH, Österreich und ihrer Tochtergesellschaften wird linear über eine Laufzeit von 25 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauern wurden zugrunde gelegt, da es sich um traditionelle Geschäfte mit langer Erfolgsgeschichte und etablierten Kunden und Konsumenten handelt und sich durch die Akquisitionen erhebliche Synergien in Produktion und Vertrieb des Eckes Konzerns ergeben. Weiterhin sprechen die solide Konsumentenbasis sowie die Stabilität und voraussichtliche Bestandsdauer der Branche für diese Nutzungsdauer.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen den in § 255 Abs. 2 HGB definierten Mindestumfang der aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear, wobei die Nutzungsdauern aufgrund der betriebsindividuellen Umstände festgelegt werden.

Die Abschreibungsdauer für die Geschäfts- und Fabrikgebäude beträgt längstens 50 Jahre. Gebäudezugänge werden ab Fertigstellung abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden längstens über 20 Jahre abgeschrieben, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über längstens 15 Jahre. Die Abschreibungsdauer bei den Investitionen in Leergut für das Mehrweg-Geschäft im Lebensmittelhandel beträgt für Flaschen 3 und für Kisten 6 Jahre. Die übrigen geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen werden ferner vorgenommen, soweit der ermittelte beizulegende Wert niedriger als der Buchwert der Anlagegegenstände am Abschlussstichtag ist und es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Soweit eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlich ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips (Prinzips der verlustfreien Bewertung, Niederstwertprinzips). Die Herstellungskosten umfassen den in § 255 Abs. 2 HGB definierten Mindestumfang der aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer oder Ähnlichem werden durch Abwertungen berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, unverzinsliche langfristige Forderungen mit dem Barwert angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden Risiken wird angemessen durch Abwertungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Stichtagskurs.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G (vormals Richttafeln 2005 G mit Vollanpassung 2010) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,85% in Anlehnung an die Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3% und erwartete Rentensteigerungen mit 2% berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 5% berücksichtigt.

Für Zwecke der Angabe des Unterschiedsbetrags im Sinne der Anhangsangabe nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,35% ermittelt.

Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bzw. in Höhe des Verpflichtungsüberschusses (bei Drohverlustrückstellungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit angemessenen Zins gemäß RückAbzV abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB bilanziell nachvollzogen. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts werden nach der Einfrierungsmethode ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bestehende Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit Kursen von abgeschlossenen Devisentermingeschäften bewertet, soweit Bewertungseinheiten gebildet wurden. Weitere Erläuterungen finden sich unter Punkt 17 "Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten".

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind dem als Anlage beigefügten Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Marken (Mio. EUR 155,2) sowie Geschäfts- oder Firmenwerte (Mio. EUR 100,9). Die restliche Veränderung ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte zum Vorjahr resultiert in Höhe von Mio. EUR 2,0 aus planmäßigen ratierlichen Verrechnungen mit Konzernrücklagen sowie in Höhe von Mio. EUR 5,5 aus planmäßigen Abschreibungen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände enthalten die aktivierten Aufwendungen für gruppenweit genutzte IT-Systeme, die planmäßig abgeschrieben werden. Es wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert.

Im Geschäftsjahr erfolgte in den Sachanlagen in der Position "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. EUR 0,4 aufgrund einer dauerhaften Wertminderung, sowie eine Zuschreibung in der Position "Technische Anlagen und Maschinen" in Höhe von Mio. EUR 0,1. In der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. EUR 0,2 aufgrund einer dauerhaften Wertminderung.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an assoziierten Unternehmen weisen zum Bilanzstichtag einen Unterschiedsbetrag zum anteiligen Eigenkapital in Höhe von Mio. EUR 56,0 auf. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt Mio. EUR 46,9.

Innerhalb des Anlagevermögens fanden Umbuchungen von historischen Anschaffungskosten zwischen verschiedenen Positionen statt, die keinen Einfluss auf die Buchwerte hatten.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2021
Mio. EUR
31.12.2020
Mio. EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 74,8 60,9
(davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,1) (0,1)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,3 0,2
(davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,0) (0,0)
Sonstige Vermögensgegenstände 18,5 18,0
(davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,3) (0,4)
  93,7 79,0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren sowohl im Geschäftsjahr 2021 als auch im Vorjahr aus Finanzierungstätigkeiten.

(3) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie im Vorjahr keine Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

(4) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Eckes AG beträgt Mio. EUR 150,0 und ist eingeteilt in 1.600.680 Stammnamensstückaktien ohne Nennbetrag.

Die Kapitalrücklage wird in Höhe der Kapitalrücklage im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckes AG ausgewiesen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2021 wurde aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von Mio. EUR 107,4 eine Bruttodividende von Mio. EUR 15,2 an die Aktionäre ausgeschüttet und der verbleibende Bilanzgewinn der Eckes AG in Höhe von Mio. EUR 92,3 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Konzern-Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

(5) Rückstellungen

31.12.2021
Mio. EUR
31.12.2020
Mio. EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64,1 54,9
Steuerrückstellungen 30,0 25,5
Sonstige Rückstellungen 111,3 96,8
  205,4 177,2

In den sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Verpflichtungen im Personalbereich (Mio. EUR 27,1; i.Vj. Mio. EUR 31,2), ausstehende Eingangsrechnungen (Mio. EUR 4,5; i.Vj. Mio. EUR 6,0), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Mio. EUR 5,1; i.Vj. Mio. EUR 3,9) und Verpflichtungen aus dem Verkaufs- und Marketingbereich (Mio. EUR 30,0; i.Vj. Mio. EUR 29,5) enthalten.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 36,7 (i.Vj. Mio. EUR 36,6) mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, verrechnet. Der beizulegende Zeitwert, welcher als Anschaffungskosten gilt, beträgt gemäß Wertermittlung der Versicherungsgesellschaft Mio. EUR 36,7 (i.Vj. Mio. EUR 36,6). Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich Aufwendungen und Erträge in Höhe von Mio. EUR 0,1 (i.Vj. Mio. EUR 0,1) verrechnet.

Der Betrag der Pensionsrückstellungen ist bei dem angewandten Ansatz nach durchschnittlichem Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren um Mio. EUR 10,8 (i.Vj. Mio. EUR 14,0) niedriger als nach dem Ansatz nach durchschnittlichem Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

(6) Verbindlichkeiten

31.12.2021 Davon mit einer Restlaufzeit von 31.12.2020 Davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamt
Mio. EUR
bis 1 Jahr
Mio. EUR
über 1 Jahr
Mio. EUR
über 5 Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
bis 1 Jahr
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91,7 91,7 0,0 0,0 84,7 84,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,1 0,1 0,0 0,0 0,1 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 28,1 27,7 0,4 0,1 23,3 23,2
(davon gegenüber Aktionären) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon aus Steuern) (14,9) (14,9) (0,0) (0,0) (8,2) (8,2)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1,3) (1,3) (0,0) (0,0) (1,4) (1,4)
  119,9 119,6 0,4 0,1 108,2 108,1
Davon mit einer Restlaufzeit von
über 1 Jahr
Mio. EUR
über 5 Jahre
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 0,1 0,0
(davon gegenüber Aktionären) (0,0) (0,0)
(davon aus Steuern) (0,0) (0,0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,0) (0,0)
  0,1 0,0

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind u.a. solche aus der kurzfristigen Finanzierungstätigkeit (Mio. EUR 4,9; i. Vj. Mio. EUR 4,9) enthalten.

(7) Latente Steuern

Die passiven und aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2021
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
31.12.2020
Mio. EUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für      
Marken 39,1 -0,8 39,9
Software 0,0 -0,2 0,2
Sachanlagen 3,0 -0,2 3,2
Sonstiges 0,6 0,1 0,5
  42,7 -1,1 43,8
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Pensionsrückstellungen 19,5 0,9 18,6
Sonstige Rückstellungen 6,3 1,7 4,6
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,9 -0,4 3,3
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge 0,8 -0,6 1,4
  29,5 1,6 27,9
Latente Steuerschulden netto 13,2 -2,7 15,9

Für die Berechnung der Steuern kamen die lokalen Steuersätze zur Anwendung (9% bis 30%). Für Verlustvorträge wurden latente Steueransprüche in Höhe von Mio. EUR 0,8 in Dänemark bilanziert. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzieller latenter Steuern in Höhe von Mio. EUR 2,8 (i.Vj. Mio. EUR 2,2) enthalten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Kerngeschäft fruchthaltige Getränke 796,3 810,3
Sonstige Umsätze inkl. Lizenzerträge 31,5 34,8
Handelsmarken 27,0 27,0
Lizenzabfüllung 1,2 0,7
  856,0 872,8

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach regionalen Märkten

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Inland 254,8 300,9
Ausland 601,2 571,9
  856,0 872,8

Von den Umsätzen "Ausland" entfallen wie im Vorjahr 91% auf andere EU-Länder und 9% auf Nicht-EU-Länder.

(9) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Mio. EUR 1,0 (i.Vj. Mio. EUR 0,8) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Mio. EUR 0,2 (i.Vj. Mio. EUR 0,5) enthalten.

Von den in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 10,3 (i.Vj. Mio. EUR 9,0) entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen Mio. EUR 8,2 (i.Vj. Mio. EUR 6,5).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 (i.Vj. Mio. EUR 1,3).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind betriebliche Steuern in Höhe von Mio. EUR 2,4 (i.Vj. Mio. EUR 3,3) enthalten.

(10) Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von Mio. EUR 3,8 (i.Vj. Mio. EUR 3,5) enthalten.

(11) Finanzergebnis

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Erträge / Aufwendungen (-) aus assoziierten Unternehmen -0,8 0,0
Zinserträge 0,1 0,2
Zinsaufwendungen -7,6 -7,1
(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung Pensionen) (1,2) (1,5)
(davon Aufwendungen aus der Änderung Diskontierungszinssatz Pensionen) (6,3) (5,5)
Sonstige Erträge / Aufwendungen Finanzergebnis -0,3 -0,3
  -8,6 -7,1

Sonstige Angaben

(12) Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Leasing von Anlagen, Maschinen und Lagersystemen

Die Eckes-Granini Gruppe hat Leasingverträge für Maschinen, Anlagen, Lagersysteme und Fahrzeuge abgeschlossen. Die Restlaufzeiten dieser Verträge betragen zwischen einem und sechs Jahren.

Vorteile des Leasings sind u.a.:

Liquiditätsschonung,

Bilanzneutralität sowie

eine klare und transparente Kalkulationsgrundlage.

Nachteile bzw. Risiken beim Abschluss von Leasingverträgen sind u.a.:

die Laufzeitbindung und daher das Bestehen eines Fixkostenblocks sowie

das Problem der Anschlusslösung bei Vertragsende.

Die Gesamtsumme der zukünftigen Liquiditätsabflüsse aus Leasingverträgen beträgt Mio. EUR 6,5. Die Verteilung auf die einzelnen Jahre ist unter dem Abschnitt 13 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" ersichtlich.

Co-Packing Verträge

Die Eckes-Granini Gruppe hat Verträge mit Abfüllern (sog. Co-Packer) abgeschlossen, die Eckes-Granini Produkte im Auftrag produzieren. Die Restlaufzeiten dieser Verträge betragen maximal sechs Jahre.

Die Vorteile aus der Zusammenarbeit mit Co-Packern sind u.a. in den folgenden Punkten zu sehen:

Reduzierung der Leerkosten,

Flexiblere Steuerung von Kapazitätsengpässen und Überkapazitäten sowie

die Liquiditätsschonung.

Nachteile bzw. Risiken, die aus der Zusammenarbeit mit Co-Packern resultieren:

Erhöhter Aufwand bei der Qualitätsüberwachung,

Höhere Produktionskosten pro Einheit,

Abhängigkeit von Drittunternehmen sowie

ein höheres Nachahmungsrisiko.

Die Gesamtsumme der zukünftigen Liquiditätsabflüsse aus Co-Packing Verträgen, denen sich die Eckes-Granini Gruppe nicht entziehen kann, beträgt Mio. EUR 1,3. Die Verteilung auf die einzelnen Jahre ist unter dem Abschnitt 13 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" ersichtlich.

IT Dienstleistungen

Die Eckes-Granini Gruppe hat Verträge mit IT Dienstleistern geschlossen. Diese haben Restlaufzeiten bis zu drei Jahren.

Die Vorteile, IT Dienstleistungen extern einzukaufen, bestehen u.a. darin, dass

eine höhere Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen stattfindet,

jeweils IT Dienstleistungen nach aktuellem Standard eingekauft werden können und

die IT-Kosten klar kalkulierbar sind.

Nachteile bzw. Risiken aus dem Einkauf von IT Dienstleistungen bestehen in

den beschränkten Möglichkeiten, die Qualität der IT-Dienstleistungen zu beeinflussen,

der Abhängigkeit von Drittunternehmen sowie

der Bindung über die Vertragslaufzeit.

Die Gesamtsumme der zukünftigen Liquiditätsabflüsse aus IT Dienstleistungsverträgen bzw. IT Investitionen beträgt Mio. EUR 9,1. Die Verteilung auf die einzelnen Jahre ist unter dem Abschnitt 13 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" ersichtlich.

Miete

Die Eckes-Granini Gruppe hat Mietverträge für Gebäude, Maschinen und Fahrzeuge geschlossen. Die Restlaufzeiten für die unterschiedlichen Objekte betragen von einem Jahr bis zu fünf Jahren.

Vorteile des Abschlusses von Mietverträgen gegenüber dem Kauf von Immobilien sind u.a.:

die Liquiditätsschonung,

die Bilanzneutralität,

eine transparente Kalkulationsgrundlage sowie

die erhöhte Flexibilität hinsichtlich der Wahl des Standortes.

Nachteile aus der Miete bestehen in:

höheren Kosten sowie

der Laufzeitbindung.

Die Gesamtsumme der zukünftigen Liquiditätsabflüsse aus Mietverträgen beträgt Mio. EUR 6,1. Die Verteilung auf die einzelnen Jahre ist unter dem Abschnitt 13 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" ersichtlich.

(13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2022
Mio. EUR
2023
Mio. EUR
2024 u. später
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
Miet- und Pachtverträge 2,6 2,0 1,4 6,1
Leasingverträge 2,6 1,9 2,0 6,5
Dienstleistungsverträge 7,8 3,2 2,2 13,2
(davon aus Co-Packing Verträgen) (0,5) (0,5) (0,3) (1,3)
(davon aus IT Dienstleistung) (5,6) (1,8) (1,7) (9,1)
  13,7 7,1 5,6 26,4

Es bestehen aus dem operativen Geschäft Abnahmeverpflichtungen aus Einkaufskontrakten für Roh- und Packmaterialien in Höhe von ca. Mio. EUR 249 bis längstens 2024 Die Abnahmeverpflichtungen sind geregelt in den jeweiligen Verträgen mit jedem einzelnen Lieferanten mit jeweils unterschiedlicher Strenge der Abnahmeverpflichtung.

Die Eckes-Granini Beteiligungsverwaltung GmbH, Nieder-Olm hat die vertragliche Verpflichtung übernommen, auf Verlangen der Mitgesellschafter deren restliche Anteile an der true fruits GmbH, Bonn, während eines späteren Zeitraums auf der Basis einer definierten Kaufpreisformel von diesen zu erwerben. In die Kaufpreisformel gehen der zum Vollzugszeitpunkt zu bestimmende Unternehmenswert sowie die Summen der dann ausgewiesenen Barmittel und Finanzverbindlichkeiten ein. Wir erwarten einen zukünftigen Unternehmenswert, der auf dem fortgeschriebenen Niveau des Wertes liegt, der dem Kaufpreis der Anteile, die 2018 erworben wurden, zugrunde lag.

Ferner hat die Eckes-Granini Beteiligungsverwaltung GmbH, Nieder-Olm die vertragliche Verpflichtung übernommen, ab Februar 2024 auf Verlangen der übrigen Aktionäre deren restliche Aktien an der Curameo AG, Reichenschwand, ganz oder teilweise auf der Basis einer definierten Kaufpreisformel von diesen zu erwerben. In die Kaufpreisformel gehen der jeweils zum Vollzugszeitpunkt zu bestimmende Unternehmenswert sowie die Summen der dann jeweils ausgewiesenen Barmittel und Finanzverbindlichkeiten ein. Wir erwarten einen zukünftigen Unternehmenswert, der auf dem fortgeschriebenen Niveau des Wertes liegt, der dem Kaufpreis der Aktien, die 2021 erworben wurden, zugrunde lag.

(14) Haftungsverhältnisse

Seit 2007 wurden in verschiedenen Tranchen Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern, sowie gegenüber ausgeschiedenen Anwärtern mit unverfallbaren Ansprüchen wiederholt auf Unterstützungskassen ausgelagert, beziehungsweise mit Pensionstreuhandgesellschaften ausfinanziert. Für die Eckes AG und Tochtergesellschaften bestehen aus den Auslagerungen bzw. den Ausfinanzierungen der Pensionen Subsidiärverpflichtungen für den Fall, dass für das Erbringen der Versorgungsleistungen die Vermögen der Unterstützungskassen bzw. der Treuhandgesellschaften nicht ausreichend sind. Die Unterstützungskassen bzw. Treuhandgesellschaften verfügen über kongruente Rückdeckungsversicherungen, daher wird das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. Das Risiko, dass die Gesellschaften zur Zahlung von Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen werden, wird aufgrund der Bonität der Unterstützungskassen bzw. der Treuhandgesellschaften als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Es besteht ein Risiko, dass von den Unterstützungskassen bzw. Treuhandgesellschaften nicht oder nicht in ausreichendem Maße Überschüsse zur notwendigen Pensionserhöhung erwirtschaftet und weitergegeben werden. Die Gesellschaften haben entsprechende Rückstellungen gebildet.

(15) Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Gesellschaftskapital
% bei
  I. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind    
  INLAND    
1 Eckes Pensions Verwaltungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 EAG
2 RHV Verwaltungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 EAG
3 Eckes-Granini Group GmbH, Nieder-Olm * 100,00 EAG
4 Eckes-Granini International GmbH, Nieder-Olm 100,00 3
5 Eckes-Granini Deutschland GmbH, Nieder-Olm 100,00 4
6 3. RHV Verwaltungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 3
7 Eckes-Granini Beteiligungsverwaltung GmbH, Nieder-Olm 100,00 3
8 Eckes-Granini International Beteiligungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 4
  AUSLAND    
9 Sió Eckes Kft., Siófok (Ungarn) 100,00 8
10 Granini France SAS, Mâcon (Frankreich) 100,00 4
11 Eckes-Granini France SNC, Mâcon (Frankreich) 100,00 10
12 Granini France Services SCS, Mâcon (Frankreich) 99,00 6
    1,00 10
13 Pago France SAS, Paris (Frankreich) 100,00 10
14 Eckes-Granini Suisse S.A., Henniez (Schweiz) 51,00 4
15 Eckes-Granini Ibérica S.A.U., Barcelona (Spanien) 100,00 4
16 Eckes-Granini Austria Ges. mbH, St. Florian (Österreich) 100,00 4
17 Eckes-Granini Finland Oy Ab, Turku (Finnland) 100,00 4
18 UAB Eckes-Granini Lietuva, Vilnius (Litauen) 100,00 8
19 Eckes-Granini Sverige AB, Brämhult (Schweden) 100,00 4
20 Rynkeby Foods A/S, Ringe (Dänemark) 100,00 4
21 Rynkeby Foods Förvaltning AB, Brämhult (Schweden) 100,00 19
22 Rynkeby Foods HB, Brämhult (Schweden) 99,90 19
    0,10 21
  II. Verbundene Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind    
  INLAND    
23 2. RHV Verwaltungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 4
24 Eckes-Granini Deutschland Beteiligungsverwaltungs GmbH, Nieder-Olm 100,00 5
25 Eckes-Granini Deutschland Produktions GmbH, Nieder-Olm 100,00 5
26 Eckes-Granini Deutschland Supply Chain GmbH & Co. KG, Nieder-Olm 99,01 5
    0,99 24
  AUSLAND    
27 Kappa-Leasing Hungária Kft., Siófok (Ungarn) 100,00 9
  III. Assoziierte Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind    
  INLAND    
28 true fruits GmbH, Bonn ** 35,00 7
29 Curameo AG, Reichenschwand ** 49,00 7

*) Die Eckes-Granini Group GmbH, Nieder-Olm hält 23,64% eigene Anteile.
**) Die Gesellschaft wird gem. § 311 und § 312 HGB nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

(16) Beschäftigte Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2021 Personen 2020 Personen
Inland 682 678
(davon gewerbliche Mitarbeiter) (274) (279)
(davon Angestellte) (408) (399)
Ausland 1.078 1.092
(davon gewerbliche Mitarbeiter) (422) (436)
(davon Angestellte) (655) (656)
  1.760 1.770

(17) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Wenn Derivate mit antizipativen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden, ergibt sich für die Wertschwankungen von Grundgeschäft und Derivat kein Bilanzierungsbedarf. Wenn Derivate mit bestehenden Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden, werden diese Grundgeschäfte mit dem Sicherungskurs bewertet.

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft / Sicherungsgeschäft Risiko / Art der Bewertungseinheit Höhe der abgesicherten Grundgeschäfte Beizulegender Wert der Termingeschäfte
1) Fremdwährungsverbindlichkeit Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 51,8 Mio. USD 1,1 Mio. EUR
2) Fremdwährungsforderung Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 1,08 Mio. GBP -0,0 Mio. EUR
3) Fremdwährungsforderung Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 9,1 Mio. CHF -0,3 Mio. EUR
4) Fremdwährungsverbindlichkeit Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 25,1 Mio. EUR 0,7 Mio. EUR
5) Fremdwährungsforderung Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 7,3 Mio. EUR 0,4 Mio. EUR
6) Fremdwährungsverbindlichkeit Währungsrisiko/ micro bzw. antizipativer hedge 24 Mio. NOK 0,03 Mio. EUR

Zu 1) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR 1,1. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für bestehende, in USD zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2021 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für antizipative, in USD zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2022 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Zu 2) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR -0,03. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für in GBP fakturierte Warenverkäufe des Jahres 2021, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für antizipative Umsätze des Jahres 2022, die in GBP fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Zu 3) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR -0,3. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für in CHF fakturierte Warenverkäufe des Jahres 2021 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für in CHF fakturierte antizipative Warenverkäufe der Jahre 2022 bis 2024 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Zu 4) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR 0,7. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für bestehende, in EUR zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2021 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für antizipative, in EUR zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2022 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Zu 5) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR 0,4. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für bestehende, in EUR zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2021 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für antizipative, in EUR zu begleichende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen des Jahres 2022 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Zu 6) Der insgesamt beizulegende Wert der Termingeschäfte am 31. Dezember 2021 beträgt Mio. EUR 0,03. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde anhand einer Mark-to-Market-Bewertung vorgenommen.

a) Für in NOK fakturierte Warenverkäufe des Jahres 2021 wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden Bewertungseinheiten gebildet.

b) Für antizipative Umsätze des Jahres 2022, die in NOK fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Der Cash Flow aus den Grundgeschäften (Bezahlung von Verbindlichkeiten in Fremdwährung bzw. Bezahlung von Forderungen in Fremdwährung) und der Cash Flow aus den Sicherungsgeschäften (Eingang bzw. Verkauf von Fremdwährung) gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus. Folglich wird eine prospektive Effektivität angenommen.

Für den Nachweis der retrospektiven Effektivität wird das gesicherte, antizipative Grundgeschäft als hypothetisches Derivat abgebildet, dessen Wertänderungen (kumuliert) den Wertänderungen (kumuliert) des tatsächlichen Sicherungsgeschäfts gegenüberstehen. Diese Wertänderungen des tatsächlichen Sicherungsgeschäfts entsprechen den Wertänderungen des hypothetischen Derivats; somit liegt eine effektive Sicherungsbeziehung vor.

(18) Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet entsprechend DRS 21 keine Festgelder mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten.

Die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter beliefen sich im Geschäftsjahr auf Mio. EUR 2,7 (i. Vj. Mio. EUR 1,9).

(19) Befreiungen

Entsprechend § 264 Abs. 3 HGB machen die Tochtergesellschaften Eckes-Granini Group GmbH, Eckes-Granini International GmbH, Eckes-Granini Deutschland GmbH, Eckes Pensions Verwaltungs GmbH, Eckes-Granini Beteiligungsverwaltung GmbH und 3. RHV Verwaltungs GmbH (alle mit Sitz Nieder-Olm) von den ihnen eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten Gebrauch.

(20) Honorare des Abschlussprüfers

Die Hauptversammlung hat am 01. Juli 2021 die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 gewählt.

Für das Geschäftsjahr wurde folgender Aufwand für Honorare des Konzernabschlussprüfers erfasst:

2021
Mio. EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 0,3
b) Andere Bestätigungsleistungen -
c) Steuerberatungsleistungen -
d) Sonstige Leistungen -
  0,3

(21) Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der Eckes Gruppe haben werden.

(22) Gewinnverwendung

Der Vorstand der Eckes Aktiengesellschaft wird der Hauptversammlung vorschlagen aus dem Bilanzgewinn der Eckes Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von insgesamt Mio. EUR 108,0 (hierin enthalten der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von Mio. EUR 15,7) eine Brutto-Dividende in Höhe von insgesamt Mio. EUR 13,4 (bezogen auf den Jahresüberschuss des Eckes-Konzerns in Höhe von Mio. EUR 26,8 entspricht dies 50%) an die Aktionäre anteilig (EUR 8,37 je Stammnamensstückaktie ohne Nennbetrag) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von Mio. EUR 94,6 auf neue Rechnung vorzutragen.

(23) Organe

Organe der Eckes AG sind Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2021 folgende Mitglieder an:

Herr Axel Hamm, Frankfurt am Main, ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt und Partner in Sozietät Baker & McKenzie

--Vorsitzender--

Herr Dr. Heiner Olbrich, München, ausgeübter Beruf: selbständiger Unternehmensberater --stellvertretender Vorsitzender--

Frau Christina Oelbermann, München, ausgeübter Beruf: Vermögensverwalterin

Herr Thierry Paternot, Paris (Frankreich), ausgeübter Beruf: selbständiger Kaufmann (bis 01.07.2021)

Herr Willi Schwerdtle, München, ausgeübter Beruf: selbständiger Unternehmensberater

Frau Kim Tabet, New York, N.Y. (USA), ausgeübter Beruf: Vorstand der Giralda PB LLC in Florida (USA)

Herr Rob Versloot, Amsterdam (Niederlande), ausgeübter Beruf: CEO der Hero AG (Schweiz), seit 01.07.2021

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf Mio. EUR 0,9 (i.Vj. Mio. EUR 0,8).

Dem Vorstand gehörten im Berichtsjahr an:

Herr Tim Berger, Vorsitzender des Vorstands

Herr Sidney Coffeng, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, Vorstand Finanzen & Controlling, Einkauf, M&A, IT, Interne Revision

Herr Ulrich Bunk, Vorstand Personal und Organisationsentwicklung, Supply Chain, Nachhaltigkeit, Qualität und Sicherheit

Herr Dr. Kay Michael Fischer, Vorstand und Geschäftsführer der Eckes-Granini Deutschland GmbH

Frau Florence Frappa, Vorstand und Geschäftsführer der Eckes-Granini France SNC

Frau Ágnes Kovács, Vorstand Marketing, Kundenentwicklung, Innovation, Forschung und Entwicklung (seit 01.07.2021)

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf Mio. EUR 4,4. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 5,8 gebildet.

(24) Veröffentlichung

Der Jahresabschluss der Eckes AG sowie der Konzernabschluss werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

 

Nieder-Olm, den 07.03.2022

Der Vorstand

Tim Berger

Sidney Coffeng

Ulrich Bunk

Dr. Kay Michael Fischer

Florence Frappa

Agnes Kovaces

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2020
EUR
Währungsänderung
EUR
Vortrag zum 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.792.199,96 0,00 16.792.199,96 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.130.169,23 232.492,26 236.362.661,49 628.647,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 138.514.888,91 0,00 138.514.888,91 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.201.969,14 0,00 1.201.969,14 336.916,22
  392.639.227,24 232.492,26 392.871.719,50 965.563,71
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 150.119.660,88 -59.274,69 150.060.386,19 1.047.536,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 323.045.812,11 924.629,35 323.970.441,46 7.285.944,58
ausstattung 51.715.905,43 -96.097,42 51.619.808,01 2.894.435,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.150.010,80 -11.807,19 7.138.203,61 11.647.257,75
  532.031.389,22 757.450,05 532.788.839,27 22.875.174,50
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.187.426,76 0,00 4.187.426,76 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 61.144.803,87 0,00 61.144.803,87 2.088.183,56
3. Beteiligungen 49.657,37 -33,53 49.623,84 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 3.476.828,93
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 88.074,60 0,00 88.074,60 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 216.216,25
  65.469.962,60 -33,53 65.469.929,07 5.781.228,74
  990.140.579,06 989.908,78 991.130.487,84 29.621.966,95
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 967.017,79 495.050,58
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.038.160,21
4. Geleistete Anzahlungen -828.449,36 0,00
  138.568,43 2.533.210,79
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.494.696,83 8.141,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 1.415.792,77 4.570.064,36
ausstattung 425.698,25 1.790.571,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3.474.756,28 7.755,00
  -138.568,43 6.376.532,37
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 4.077.548,86
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  0,00 4.077.548,86
  0,00 12.987.292,02
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
Währungsänderung
EUR
Vortrag zum 01.01.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.792.199,96 14.403.028,12 0,00 14.403.028,12
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.463.276,19 65.064.722,27 226.425,39 65.291.147,66
3. Geschäfts- oder Firmenwert 136.476.728,70 30.166.224,55 0,00 30.166.224,55
4. Geleistete Anzahlungen 710.436,00 0,00 0,00 0,00
  391.442.640,85 109.633.974,94 226.425,39 109.860.400,33
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.594.478,62 99.753.566,27 -28.924,47 99.724.641,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 328.102.114,45 211.353.858,05 735.419,74 212.089.277,79
ausstattung 53.149.369,82 41.266.073,75 -88.661,79 41.177.411,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.302.950,08 0,00 0,00 0,00
  549.148.912,97 352.373.498,07 617.833,48 352.991.331,55
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.187.426,76 4.000.000,00 0,00 4.000.000,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 59.155.438,57 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 49.623,84 21.721,50 0,00 21.721,50
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.476.828,93 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 88.074,60 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 216.216,25 0,00 0,00 0,00
  67.173.608,95 4.021.721,50 0,00 4.021.721,50
  1.007.765.162,77 466.029.194,51 844.258,87 466.873.453,38
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge
EUR
Währungsanpassung lfd. Abschr.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.563.783,69 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.773.763,16 46,79
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.457.417,06 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  15.794.963,91 46,79
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.078.246,34 105,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 18.275.238,35 51.134,80
ausstattung 3.835.814,19 23,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 175.000,00 0,00
  26.364.298,88 51.264,36
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  0,00 0,00
  42.159.262,79 51.311,15
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2021
EUR
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 15.966.811,81 825.388,15 2.389.171,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 495.049,71 0,00 73.569.907,90 163.893.368,29 171.065.446,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 35.623.641,61 100.853.087,09 108.348.664,36
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 710.436,00 1.201.969,14
  0,00 495.049,71 0,00 125.160.361,32 266.282.279,53 283.005.252,30
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 125.333,90 8.140,82 0,00 103.920.186,99 48.674.291,63 50.366.094,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- -125.333,90 4.570.148,96 146.877,36 225.573.290,72 102.528.823,73 111.691.954,06
ausstattung 0,00 1.754.867,56 0,00 43.258.382,38 9.890.987,44 10.449.831,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 175.000,00 15.127.950,08 7.150.010,80
  0,00 6.333.157,34 146.877,36 372.926.860,09 176.222.052,88 179.657.891,15
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 4.000.000,00 187.426,76 187.426,76
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 59.155.438,57 61.144.803,87
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 21.721,50 27.902,34 27.935,87
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 3.476.828,93 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 88.074,60 88.074,60
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 216.216,25 0,00
  0,00 0,00 0,00 4.021.721,50 63.151.887,45 61.448.241,10
  0,00 6.828.207,05 146.877,36 502.108.942,91 505.656.219,86 524.111.384,55

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2021
TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 26.767
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 42.012
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 23.564
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -5.075
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.709
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.796
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -671
+ Aufwand aus der Auslagerung und Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen  
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 7.815
+ Ertragsteueraufwand 8.405
- Ertragsteuerzahlungen -12.294
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 87.610
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -966
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 715
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -22.875
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5.781
+ Einzahlungen aus Mietkaufforderungen 100
-/+ Auszahlungen/ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -103
+ Erhaltene Zinsen -77
+ Erhaltene Dividenden 3.325
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -25.662
- Gezahlte Zinsen -412
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -15.158
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -2.711
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -18.281
. . Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 43.667
-/+ Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -162
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 55.509
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 99.014

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Andere Gewinnrücklagen
TEUR
Konzernbilanzgewinn
TEUR
Stand am 31.12.2019 150.000 24.911 587 249.710
Ausschüttung 0 0 0 -19.496
Verrechnungen Goodwill 0 0 0 -2.038
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 29.122
Stand am 31.12.2020 150.000 24.911 587 257.298
Ausschüttung 0 0 0 -15.158
Verrechnungen Goodwill 0 0 0 -2.038
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 25.070
Stand am 31.12.2021 150.000 24.911 587 265.172
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Stand am 31.12.2019 1.987 427.195
Ausschüttung 0 -19.496
Verrechnungen Goodwill 0 -2.038
Währungsumrechnung -736 -736
Konzernjahresüberschuss 0 29.122
Stand am 31.12.2020 1.251 434.047
Ausschüttung 0 -15.158
Verrechnungen Goodwill 0 -2.038
Währungsumrechnung 148 148
Konzernjahresüberschuss 0 25.070
Stand am 31.12.2021 1.399 442.069
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Eigenkapital
TEUR
TEUR
Stand am 31.12.2019 2.830 3.821 6.651 433.847
Ausschüttung -1.864 0 -1.864 -21.360
Verrechnungen Goodwill 0 0 0 -2.038
Währungsumrechnung 0 72 72 -664
Konzernjahresüberschuss 1.192 0 1.192 30.314
Stand am 31.12.2020 2.158 3.893 6.051 440.098
Ausschüttung -2.711 0 -2.711 -17.869
Verrechnungen Goodwill 0 0 0 -2.038
Währungsumrechnung 0 220 220 368
Konzernjahresüberschuss 1.697 0 1.697 26.767
Stand am 31.12.2021 1.144 4.113 5.257 447.326

Aufgrund von kaufmännischen Rundungen können Abweichungen bei der Summenbildung auftreten.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eckes Aktiengesellschaft, Nieder-Olm

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Eckes Aktiengesellschaft, Nieder-Olm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Eckes Aktiengesellschaft, Nieder-Olm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. März 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Wegner, Wirtschaftsprüfer

Tobias Löser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2021

der Eckes AG

1. Information des Aufsichtsrats/Aufsichtsratssitzungen

Der Aufsichtsrat hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß und umfassend wahrgenommen. Er hat den Vorstand der Gesellschaft ordnungsgemäß überwacht und beraten und war stets in jene Entscheidungen des Vorstands eingebunden, die für die Gesellschaft und den Eckes Konzern von grundlegender Bedeutung sind. So hat der Vorstand den Aufsichtsrat während des Berichtszeitraumes regelmäßig zeitnah und ausführlich über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge sowie alle für das Unternehmen relevanten Fragen mündlich und schriftlich unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat die Vorstandsberichte in insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen im Berichtsjahr behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand u.a. in den vorgenannten Sitzungen eingehend erörtert. Gegenstand der Beratungen waren insbesondere wesentliche Entscheidungen über die grundsätzliche Strategie des Unternehmens, die Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns, die kurz- und langfristige Geschäftsplanung der Unternehmensgruppe, die Risikolage und das Risikomanagement, Fragen zu Compliance sowie alle Angelegenheiten, die nach der geltenden Geschäftsordnung für den Vorstand unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Aufsichtsrat stehen. Der Aufsichtsrat hat hierzu jeweils rechtzeitig alle erforderlichen Informationen und Unterlagen erhalten.

Die Aufsichtsratsmitglieder standen dem Vorstand auch außerhalb von Sitzungen für Gespräche zur Verfügung. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands und hat sich über alle aktuellen Fragen und Entwicklungen laufend berichten lassen.

Alle Beschlussfassungen des Aufsichtsrats fanden mit Ausnahme des Sitzungstages am 14.12.2021 im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 14.-15.12.2021 jeweils unter Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder statt; am 14.12.2021 fehlte ein Aufsichtsratsmitglied entschuldigt, es war jedoch am folgenden Sitzungstag, 15.12.2021 wieder anwesend. Gem. § 15 Abs. 2 und Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft war auch in der Sitzung vom 14.12.2021 eine Beschlussfassung möglich, da mehr als die Hälfte aller Mitglieder anwesend war und nicht mindestens zwei der anwesenden Mitglieder beantragt hatten, die Beschlussfassung zu vertagen.

2. Überwachung Vorstand

Aufgrund der Vorstandsberichte und der regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend und eingehend überwacht.

3. Wesentliche Ereignisse 2021

Nachdem die letzten eineinhalb Dekaden insbesondere von Wirtschaftskrisen und den Handelskonflikten der USA mit China gekennzeichnet waren, stand 2021 erneut maßgeblich unter dem Eindruck der Covid19-Pandemie, die die Welt seit Anfang 2020 beschäftigt und die Volkswirtschaften erheblich beeinflusst. Die seit Beginn des vergangenen Jahres möglich gewordenen Impfungen gegen Covid19 haben - teils bedingt durch das fehlende Erreichen der notwendigen Impfquote der Bevölkerung, teils bedingt durch einen nicht ausreichenden Schutz durch die Impfung gegen neue Corona-Varianten wie zuletzt Omikron - nicht zur erhofften weitreichenden Eindämmung geführt, so dass 2021 aufgrund neuer Infektionswellen in vielen Teilen der Welt erneut Lockdowns verhängt werden mussten und die zunehmenden Covid19-Infektionen die wirtschaftliche Aktivität bremsten und zu Lieferengpässen führten, die den Aufschwung der Industrieproduktion behinderten. Dennoch konnte sich die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds (IWF) 2021 erholen und einen Zuwachs von 5,7% (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) verzeichnen.

Parallel zu dieser wirtschaftlichen Entwicklung stieg die Schuldenlast aller Länder als Folge der zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Implikationen der Covid19-Pandemie aufgesetzten Konjunkturprogramme. Außerdem entwickelte sich vielerorts eine hohe Inflation, die dazu führte, dass die Geldpolitik sich nunmehr auf einem schmalen Grat zwischen dem Kampf gegen die Inflation und den finanziellen Risiken einer weiteren Stützung der wirtschaftlichen Erholung bewegt.

Die Wirtschaft in den USA ist nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 im Jahr 2021 mit einem Plus von 5,7% wieder deutlich gewachsen. Hierzu hat auch eine deutliche Verbesserung der Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt beigetragen; durch die geringere Arbeitslosigkeit standen den Haushalten wieder mehr Einkommen zur Verfügung. Außerdem hatten die Verbraucher in den zurückliegenden Jahren überdurchschnittlich gespart, was 2021 zu erhöhten Konsumausgaben führte.

Die chinesische Wirtschaft ist 2021 mit insgesamt 8,1% noch stärker als die US-Wirtschaft gewachsen, doch zum Jahresende hat sich das Wachstum deutlich verlangsamt, was sich auch 2022 fortsetzen wird. Gründe hierfür sind u.a. in den Turbulenzen im Immobilienbereich, der schlechteren Lage auf dem Arbeitsmarkt, einer hohen Verschuldung vieler Unternehmen und dem ungelösten Handelskonflikt mit den USA zu sehen.

Die Wirtschaft in der Europäischen Union hat sich im vergangenen Jahr von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise im Jahr 2020 erholt. Laut einer ersten Schätzung der Statistikbehörde Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 in der Eurozone und in der gesamten EU um 5,2 Prozent. Damit hinkt die europäische Wirtschaft der guten Entwicklung in den USA und in China hinterher.

Die Erwerbslosenzahlen in Europa sind nach dem corona-bedingten Anstieg in 2020 im vergangenen Jahr wieder zurückgegangen. So lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euro-Währungsgebiet im Dezember 2021 mit 7,0% unter Dezember 2020, als die Quote dort bei 8,3% lag. Auch die Arbeitslosenquote der EU lag im Dezember 2021 mit 6,4% unter der Quote von 7,5% im Dezember 2020.

In Deutschland hat das BIP im Gesamtjahr 2021 um 2,8 Prozent zugelegt und lag damit nicht nur unter der Entwicklung der Weltwirtschaft, sondern auch unter dem europäischen BIP, bedingt vor allem durch einen Rückgang im vierten Quartal 2021 um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Corona-Jahr 2020 war die deutsche Wirtschaft wegen der Pandemie um 4,6 Prozent eingebrochen.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Dezember 2021 bei 5,0%, gegenüber 4,9% im November. Ein Jahr zuvor hatte sie -0,3% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2021 bei 5,3%, gegenüber 5,2% im November. Diese Entwicklung wurde in diesem Maße nicht vorhergesehen und die Zielmarke der EZB von knapp 2 Prozent wurde damit erheblich überschritten.

Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die in den vergangenen Jahren insbesondere in Folge der anhaltenden Herausforderungen der Covid19-Pandemie hervorgerufen wurden, haben auch Auswirkungen auf den für Eckes-Granini relevanten Absatzmarkt. So wuchsen zwar die Absatzzahlen im Lebensmitteleinzelhandel und im Online-Geschäft, zugleich musste aber der Außer-Haus-Konsum infolge der Schließungen von Hotels und Gastronomie aufgrund der erneuten Lockdowns enorme Ausfälle verzeichnen. Daneben unterliegen die Konsumgüterindustrie und damit auch der Gesamtmarkt für fruchthaltige Getränke (FJND) seit einigen Jahren einem weitgehenden Wandel aufgrund einer Veränderung der Gewohnheiten und Erwartungen der Konsumenten, bedingt insbesondere durch die vermehrte Ausrichtung auf Gesundheit und Nachhaltigkeit, aber auch durch das Fortschreiten der Digitalisierung.

Der Fruchtsaftmarkt in den 11 für Eckes-Granini relevanten europäischen Ländern (nachfolgend auch "Gesamtmarkt") musste 2021 einen Umsatzrückgang von 2,1% verzeichnen. Hier ist zu berücksichtigen, dass der Rückgang ausschließlich im Bereich "ambient" eingetreten ist, während der Bereich "chilled" gewachsen ist; insbesondere die Kategorie "Shots" konnte hier 2021 erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Der Gesamtrückgang des Marktes wird außerdem durch eine seit Jahren zu beobachtende Entwicklung des immer größer werdenden Preisabstandes zwischen fruchthaltigen Getränken und anderen alkoholfreien Getränken und dem damit einhergehenden Wechsel der Verbraucher zu diesen günstigeren Produktkategorien beeinflusst. Für die Vergrößerung des Preisabstandes zeichnen im Wesentlichen die immer weiter steigenden Rohstoffkosten für Fruchtsäfte verantwortlich. So sind 2021 auf dem Beschaffungsmarkt vor allem die Preise für den Rohstoff Orangensaftkonzentrat, der als Grundlage für viele Getränkesorten dient, gestiegen und auch der Rohstoff Apfelsaftkonzentrat ist trotz einer guten Ernte im Sommer 2021 aufgrund eines noch größeren Anstiegs der Nachfrage teurer geworden. Gestiegen sind außerdem erneut die Preise für recyceltes PET aufgrund eines überproportionalen Anstiegs der Nachfrage, dem die Hersteller nicht nachkommen konnten. Diese Kostensteigerungen konnte Eckes-Granini auch nicht durch die weiteren Verbesserungen der Kostenstrukturen der Supply Chain und die damit verbundenen Einsparungen ausgleichen.

Neben der rückläufigen Entwicklung des Gesamtmarktes und den anhaltenden negativen Auswirkungen der Covid19-Pandemie, die insbesondere aufgrund der Restriktionen im Außer-Haus-Bereich 2021 erneut zu Absatzausfällen führten, wurden die geschäftlichen Aktivitäten von Eckes-Granini im vergangenen Jahr erheblich durch Konflikte mit Kunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel beeinflusst, die den vom Unternehmen geforderten Preisanpassungen nicht zustimmen wollten und in der Folge teilweise Produkte von Eckes-Granini nicht mehr in ihren Geschäften listeten, namentlich ist hier vor allem der Kunde Edeka in Deutschland zu nennen. Die Konflikte konnten bis auf denjenigen mit Edeka im Verlauf des Jahres 2021 beigelegt werden.

Der Absatz der Marken von Eckes-Granini ist 2021 aufgrund der vorstehend dargestellten unterschiedlichen Ursachen in der Summe um 4,5% von 843 Mio. Lit. in 2020 auf 805 Mio. Lit. gesunken und auch der Umsatz ist um 2% von 873 Mio. EURO auf 856 Mio. EURO zurückgegangen, wobei der im Vergleich zum Absatz geringere Umsatzrückgang im Wesentlichen auf positive Mixeffekte zurückzuführen ist. Der wertmäßige Marktanteil von Eckes-Granini am Gesamtmarkt ist um 0,74% auf 12,2% zurückgegangen.

Das betriebswirtschaftliche EbIT ging 2021um 7 Mio. EURO auf 55 Mio. EURO zurück und auch der Konzernjahresüberschuss ging um 3,6 Mio. EURO auf 26,8 Mio. EURO zurück.

Das Eigenkapital des Konzerns stieg 2021 erneut an und belief sich auf 447 Mio. EURO. Auch die Bilanzsumme per 31.12.2021 ist um 40 Mio. EURO auf 781 Mio. EURO angestiegen. In der Folge ist die Eigenkapitalquote leicht zurückgegangen, per 31.12.2021 belief sich diese auf 57 Prozent (Vorjahr 59 Prozent).

Die Ausgaben für Investitionen für Sachanlagen beliefen sich 2021 auf 23 Mio. EURO und lagen damit um 3 Mio. EURO über dem Vorjahr. Investitionen wurden vor allem in Anlagenerweiterungen, Innovationen und Sicherheits- sowie Rationalisierungsmaßnahmen wie die Umsetzung innovativer Produktlinien und die Optimierung der Produktionsstrukturen und der Geschäftsprozesse sowie der IT-Systeme getätigt.

Im März 2021 hat Eckes-Granini 49% der Anteile an der Curameo AG mit Sitz in Reichenschwand erworben. Die Curameo AG stellt Ingwer-Shots her und vertreibt diese in Deutschland, Österreich, Schweiz und online.

Die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stand auch 2021 im Fokus der Unternehmensstrategie. Hierzu gehören die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe, eine Vielzahl von Maßnahmen für den Klimaschutz und die Reduzierung von Verpackungsmüll und Verpackungsgewicht. Außerdem kam das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung 2021 erneut mittels des "Team Rynkeby" nach. Obwohl 2021 wie bereits 2020 die geplante Sternfahrt nach Paris wieder nicht stattfinden konnte, wurden 2021 trotz schwieriger Rahmenbedingungen Spendengelder in Höhe von über 9,4 Mio. EURO für die Unterstützung schwerkranker Kinder und ihrer Familien eingesammelt.

Der 2017 seitens eines ehemaligen Geschäftspartners in Osteuropa gegen einzelne Eckes-Gesellschaften sowie frühere Geschäftsführer der Unternehmensgruppe eingeleitete Rechtsstreit über diverse unbegründete Schadensersatzforderungen dauerte auch 2021 fort und führte zu weiteren Versuchen der Gegenseite, den im Sommer 2019 in Russland erwirkten Schiedsspruch im Wege der Zwangsvollstreckung in einzelnen Ländern, in denen Eckes-Granini tätig ist, durchzusetzen. Das Unternehmen hat gegen alle Maßnahmen die zur Abwehr jeweils notwendigen rechtlichen Schritte unternommen. Außerdem hat es beim OLG Koblenz ein Verfahren auf Feststellung der Unwirksamkeit des russischen Schiedsspruchs eingeleitet, in dem eine Entscheidung zugunsten Eckes-Granini im Verlauf des Jahres 2022 erwartet wird, die dann auch in den ausländischen Vollstreckungsverfahren Beachtung finden wird.

4. Vorausschau auf das Geschäftsjahr 2022 und ff.

Die zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung hängt zum einen von den Auswirkungen der sicherlich weiter steigenden Inflation und einem Ende oder zumindest einer weitreichenden Verringerung der Auswirkungen der Covid19-Pandemie ab. Zum anderen werden der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit zusammenhängenden Sanktionen die Weltwirtschaft erheblich belasten. Von diesen Entwicklungen wird auch die Fruchtsaftindustrie beeinflusst werden.

Darüber hinaus steht das Unternehmen 2022 großen Kostensteigerungen bei einer Vielzahl von Rohmaterialien gegenüber. Umso wichtiger wird es für Eckes-Granini sein, ein wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Wachstum mittels margenstarker Markenprodukte zu schaffen, die den unterschiedlichen Kundengruppen einen entscheidenden Mehrwert bieten. Um dies zu erreichen, hat das Unternehmen 2021 eine Strategie für die kommenden Jahre erarbeitet - die Strategie 2025 -, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit abzielt und vorsieht, dass die vielfältigen Stärken des Unternehmens vereint werden unter dem Motto "ONE Eckes-Granini" und dass diese vereinten Kräfte in den kommenden Jahren erfolgreich neue Produkte entwerfen und neue Kategorien, Segmente und Märkte erobern. Dies bedeutet zum einen, dass die Innovationstätigkeit verstärkt werden muss, um Produktneuheiten zu entwickeln, die ein hohes Potential als künftige Wachstumstreiber aufweisen; hierzu wurde eine Innovationsrate von mindestens 15% festgesetzt. Die Trends im Fruchtsaftbereich in den meisten europäischen Ländern, in denen Eckes-Granini aktiv ist, sind weiter gekühlte Säfte, Erfrischungsgetränke, Sirupe, Smoothies und nunmehr auch Shots. In all diesen Segmenten bietet Eckes-Granini bereits heute hochwertige Produkte an und wird diese bei den Innovationen entsprechend fortsetzen. Zum anderen sollen die Lebensdauer der Produkte von Eckes-Granini optimal verlängert und genutzt und das Wachstum umfassend ausgeschöpft werden. Auch die weiteren großen Trends wie zuckerreduzierte Säfte, Nachhaltigkeit und Online-Handel hat Eckes-Granini bereits aufgenommen und wird sie weiter umsetzen und verstärkt verfolgen.

Des Weiteren soll eine Digitalisierung des Unternehmens an den Stellen, wo dies möglich ist, vollzogen werden. Dies betrifft vor allem die Bereiche Marketing und Vertrieb. Anfang 2021 wurde hierfür die Abteilung "Digital & Media" gebildet, die die Digitalisierung in den vorgenannten Bereichen in den kommenden Jahren vorantreiben und verstärkt verfolgen wird. Im Bereich e-commerce soll bis 2025 ein NNN von 100 Mio. EURO p.a. erzielt werden.

Außerdem soll 2022 möglichst schnell der Kundenkonflikt mit Edeka beigelegt und die Geschäftsbeziehung so erfolgreich wie in der Vergangenheit fortgesetzt werden.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit von Eckes-Granini wird auch in den kommenden Jahren maßgeblich auf ein organisches Wachstum in Europa ausgerichtet sein.

Ziel der neuen Strategie 2025 ist es, 2025 Netto-Umsatzerlöse in Höhe von einer Milliarde EURO und einen Marktanteil von 15% in Europa zu erwirtschaften.

5. Jahresabschluss 2021 / Konzernabschluss 2021

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss per 31.12.2021 und der Konzernabschluss per 31.12.2021 der Eckes AG haben dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Konzernlagebericht vorgelegen. Für den Konzernabschluss 2021 und den Konzernlagebericht bestand gem. § 316 Abs. 2 HGB eine gesetzliche Prüfungspflicht. Die Prüfung des Einzelabschlusses der Eckes AG per 31.12.2021 hingegen war weder gesetzlich gem. § 316 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 1 HGB noch nach der Satzung erforderlich, diese erfolgte vielmehr freiwillig. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss 2021 und zum Konzernabschluss 2021 lagen dem Aufsichtsrat ebenfalls vor.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss 2021 und den Konzernlagebericht zusammen mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers gem. § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Aufsichtsrat hat die uneingeschränkten Testate des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

6. Bilanzgewinn / Gewinnverwendung

Die Eckes AG hat im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von EURO 15.719.148,83 erwirtschaftet. Der Bilanzgewinn per 31.12.2021 belief sich auf EURO 108.003.517,70. Der Vorstand wird der Hauptversammlung der Eckes AG vorschlagen, eine Brutto-Dividende in Höhe von insgesamt EURO 13.397.691,60 an die Aktionäre anteilig (EURO 8,37 je Stammnamensstückaktie ohne Nennbetrag) auszuschütten (bezogen auf den Jahresüberschuss 2021 des Eckes-Konzerns in Höhe von EURO 26.766.770,91 entspricht dies 50%) und den verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EURO 94.605.826,10 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat diesen Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands gem. § 171 Abs. 1 AktG geprüft.

7. Billigung Jahresabschluss 2021

Hinsichtlich des Jahresabschlusses per 31.12.2021 der Eckes AG hat der Aufsichtsrat einstimmig wie folgt beschlossen:

"Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfungen haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss per 31.12.2021 und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Der Jahresabschluss per 31.12.2021 ist hiermit gem. § 172 AktG festgestellt."

8. Billigung Konzernabschluss 2021

Hinsichtlich des Konzernabschlusses per 31.12.2021 der Eckes AG und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat einstimmig wie folgt beschlossen:

"Der vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31.12.2021 und der Lagebericht werden ohne Einwendungen gebilligt."

9. Mitglieder Aufsichtsrat 2021

Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum waren Herr Axel Hamm (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Herr Dr. Heiner Olbrich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Frau Christina Oelbermann, Frau Kim Tabet, Herr Thierry Paternot (bis 01.07.2021), Herr Willi Schwerdtle und Herr Rob Versloot (ab 01.07.2021).

10. Ausschüsse

Mitglieder des 2012 gebildeten Personalausschusses waren im Geschäftsjahr 2021 Herr Axel Hamm (Vorsitzender des Personalausschusses), Herr Dr. Heiner Olbrich (stellvertretender Vorsitzender des Personalausschusses), Herr Thierry Paternot (bis 01.07.2021) und Herr Rob Versloot (ab 01.07.2021). Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr 2021 zu drei Sitzungen zusammen.

 

Nieder-Olm, 30.03.2022

Reiner Strecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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