Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 80627
Eingetragen
11.7.2007
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
- die Planung, Entwicklung und Umsetzung von Werbe- und Marketing Konzepten und Marketing Strategien; - die Beratung von Unternehmen im Werbeund Marketingbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Innocean Worldwide IncKOR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Innocean Worldwide Inc
South Korea
400.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innocean Worldwide Europe GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Innocean Worldwide Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innocean Worldwide Europe GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innocean Worldwide Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der A Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 13. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bendler, Wirtschaftsprüfer

Vöhl, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.599,00 36.114,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.056.896,37 3.093.699,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 185.099,57 79.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 200.000,00
185.099,57 279.000,00
3.261.594,94 3.408.813,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 545.238,83 21.625,94
2. Geleistete Anzahlungen 892.709,45 1.332.091,12
1.437.948,28 1.353.717,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.911.278,67 19.889.753,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.072.602,68 597.590,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.114.830,81 1.305.168,56
33.098.712,16 21.792.512,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.449.871,11 15.349.855,97
42.986.531,55 38.496.085,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 178.914,11 189.111,95
46.427.040,60 42.094.010,85

Passiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnvortrag 9.939.474,21 9.288.155,96
III. Jahresüberschuss 3.521.296,24 3.651.318,25
13.860.770,45 13.339.474,21
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 49.188,38 303.465,33
2. Sonstige Rückstellungen 9.216.618,61 7.945.250,20
9.265.806,99 8.248.715,53
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.370.801,05 4.195.311,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.026.091,72 13.861.519,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 830.558,46 1.053.856,24
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.071.758,99 1.392.727,42
davon aus Steuern EUR 1.511.538,29 (Vj. EUR 1.048.840,08)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 94.316,08 (Vj. EUR 77.815,68)
23.299.210,22 20.503.414,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.252,94 2.406,30
46.427.040,60 42.094.010,85

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 73.677.701,69 71.991.256,26
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 523.612,89 21.625,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 779.659,17 862.415,26
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 302.944,92 (Vj. EUR 302.164,65)
74.980.973,75 72.875.297,46
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.709.197,36 42.303.811,93
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.967.322,34 16.290.087,08
b) Soziale Abgaben 2.435.607,75 2.297.534,17
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 515.379,73 464.197,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.106.703,13 6.334.774,72
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 302.381,41 (Vorjahr: EUR 399.195,30)
69.734.210,31 67.690.404,96
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.922,25 1.492,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.751.639,45 1.531.064,25
10. Ergebnis nach Steuern 3.524.046,24 3.655.320,25
11. Sonstige Steuern 2.750,00 4.002,00
12. Jahresüberschuss 3.521.296,24 3.651.318,25

Anhang für 2023

Allgemeine Angaben

Sitz der Innocean Worldwide Europe GmbH ist Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 80627 im Register des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit wurden gesetzlich vorgesehene Vermerkposten zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung überwiegend im Anhang dargestellt.

Anpassung der Vorjahreszahlen

Abweichend zum Vorjahr werden im vorliegenden Jahresabschluss die Weiterbelastungen der Medieneinkäufe an die Kunden aus dem Mediengeschäft (Media Bereich) nicht mehr als Umsatzerlöse und die in diesem Zusammenhang stehenden Medieneinkäufe nicht mehr als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, da die die Gesellschaft insoweit keine eigene Leistung erbringt. Die für die Vermittlung und das Projektmanagement in diesem Bereich erzielten sogenannten "Handling-Fees", welche den Kunden separat in Rechnung gestellt werden, werden weiterhin als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der sich auf diesen Sachverhalt beziehende Vorjahresausweis wurde für Vergleichszwecke entsprechend angepasst und infolgedessen sowohl die Umsatzerlöse als auch der Materialaufwand in Höhe von TEUR 124.551 reduziert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren bis auf den zuvor beschriebenen Sachverhalt im Zusammenhang mit der Anpassung der Vorjahreszahlen für Umsatzerlöse und Aufwendungen für bezogene Leistungen im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 13 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Vorräte betreffen Leistungen für unfertige Projekte und sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht außerdem eine Pauschalwertberichtigung.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Zum Stichtag wurde an folgender Gesellschaft mehr als 20,0 % der Anteile gehalten:

Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
% TEUR TEUR
Innocean X GmbH, Frankfurt am Main 100,0 26 1

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (außer Kautionen) haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen geleisteten Zahlungen für Kautionen in Höhe von TEUR 838 (Vj. TEUR 129) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.031 (Vj. TEUR 598), welche in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind und im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen darstellen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.115; Vj. TEUR 1.305) beinhalten im Wesentlichen inländische Steuererstattungsansprüche (TEUR 994; Vj. TEUR 701) und debitorische Kreditoren (TEUR 214; Vj. TEUR 369).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 400 und ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.000 an die Gesellschafter beschlossen und gezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.216 (Vj. TEUR 7.945) setzen sich vor allem aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 5.357 (Vj. TEUR 5.466), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Mitarbeiterboni und Resturlaub sowie Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Jahresabschlusskosten zusammen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Im Geschäftsjahr 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 978), welche in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen sind und im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen repräsentieren.

Latente Steuern

Wesentliche Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und der nach ertragsteuerlichen Vorschriften erstellten Steuerbilanz, die zu latenten Steuern führen könnten, sind nicht vorhanden. Der anzuwendende Steuersatz beträgt 31,3%.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 11.102. Diese Verpflichtungen betreffen Mieten für Büroräume, Büromaschinen und Kraftfahrzeuge. Die Miet- und Leasingverträge enden in einem Monat bis in neun Jahren. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Umsatzerlöse

Die Realisierung des Umsatzes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs auf den Auftraggeber nach vertraglich vereinbarter Kundenabnahme bzw. nach Erbringung der vereinbarten Leistung.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse auf die einzelnen Bereiche und der Vergleich zum Vorjahr stellen sich unter Beachtung der Erläuterungen zu der Anpassung der Vorjahreszahlen bezogen auf die Umsatzerlöse in Abschnitt "Allgemeine Angaben" wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Media Bereich 6.881 6.115
Account Service 35.343 36.520
Marketing und Konzept Beratungen 20.971 19.239
Event Kommunikation 10.449 10.116
Sonstiges 34 1
Gesamt 73.678 71.991

Die Umsatzerlöse wurden zu 71,2 % (Vj. 73,9 %) im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 780 (Vj. TEUR 862) bestehen im Wesentlichen aus den periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 231, Vj. TEUR 424) sowie aus Wechselkursgewinnen (TEUR 303, Vj. TEUR 302) und Erlösen aus Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften von Lizenzkosten (TEUR 238, Vj. TEUR 108).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Kosten der Rechtsberatung und Vertragsgestaltung, Reisekosten, Freiberufler, Personalbeschaffung und Mietaufwendungen sowie Softwarelizenzkosten.

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen. Aufwendungen aus Wechselkursverlusten betragen TEUR 302 (Vj. TEUR 399).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag aufgetreten, über die zu berichten wäre.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 22. August 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag einen Teil des Vermögens als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung auf die Innocean X GmbH, Frankfurt, übertragen. Gleichzeitig wurden die Bereiche des Driving Experience und N-Taxi (Motorsport) in die Tochter Gesellschaft Innocean X GmbH ausgegliedert.

Geschäftsführung

Geschäftsführer während des Geschäftsjahres und zum Bilanzstichtag waren

 

Jun, II Soo, Kaufmann, Irvine/USA

 

Ryu, Wooksang, Kaufmann, Bad Soden

 

Lee, Jun Gyu, Kaufmann, Oberursel, bis 31. Mai 2024

 

Cordt, Andreas, Bad Homburg v. d. Höhe, bis 31. Juli 2023

 

Kim, Chong Kyun, Kaufmann, Frankfurt am Main, ab 6. Juni 2024

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 1.481 (Vj. TEUR 1.696).

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von 6 Mitarbeitern, die am 1. Oktober auf die Innocean X GmbH übertragen wurden, im Durchschnitt 195 (Vj. 195 Mitarbeiter); davon 121 im Hauptsitz Frankfurt am Main und 74 in der Zweigniederlassung in Berlin. Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf die Bereiche auf:

Projektabwicklung 84
Kreativ 69
Media 16
Verwaltung 26
Gesamt 195

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 91 (Vj. TEUR 86) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Innocean Worldwide Inc., Seoul, Korea, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Konzernmutter erhältlich.

 

Frankfurt am Main, 25. November 2024

Innocean Worldwide Europe GmbH

Geschäftsführung

Jun, II Soo

Kim, Chong Kyun

Ryu, Wooksang

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 239.049,11 9.100,00 0,00 248.149,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.730.655,34 573.276,29 156.696,95 5.147.234,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.000,00 106.099,57 0,00 185.099,57
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 200.000,00 0,00 200.000,00 0,00
5.248.704,45 688.475,86 356.696,95 5.580.483,36
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 202.935,11 25.615,00 0,00 228.550,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.636.956,33 489.764,73 36.382,75 2.090.338,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.839.891,44 515.379,73 36.382,75 2.318.888,42
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.599,00 36.114,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.056.896,37 3.093.699,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 185.099,57 79.000,00
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 0,00 200.000,00
3.261.594,94 3.408.813,01

Lagebericht für 2023

I) Grundlage des Unternehmens

Grundlage des Unternehmens ist die strategische Planung, Entwicklung und Umsetzung von Werbe- und Marketingkonzepten sowie die Beratung von Unternehmen im Bereich Werbung und Marketing.

II) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und allgemeiner Rückblick

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt im Jahr 2023 aufgrund verschiedener Faktoren wie Energie- und Lebensmittelpreissteigerungen, weltwirtschaftlicher Herausforderungen, geopolitischer Krisen und einer Straffung der Geldpolitik schwach. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Jahresverlauf um rund 0,3 %, wobei die Konsumausgaben und der Staatskonsum zurückgingen. Die Investitionen in Maschinen und Anlagen stiegen, während die Bauinvestitionen aufgrund höherer Kosten zurückgingen. Exporte und Importe gingen zurück, wobei der Außenhandel positiv zum BIP-Wachstum beitrug. Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in der zweiten Jahreshälfte 2023 herrscht Optimismus für eine allmähliche Erholung, unterstützt durch eine niedrigere Inflation, steigende Reallöhne und eine Erholung der Weltwirtschaft, die den Weg für ein binnenwirtschaftliches Wachstum ebnet.

Der Arbeitsmarkt blieb angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen stark, wobei die Beschäftigung im Jahr 2023 um 0,7 % auf ein Rekordhoch von 46 Millionen Menschen zunahm. Aufgrund höherer Löhne und Gehälter sowie staatlicher Hilfsmaßnahmen zur Bekämpfung der Inflation, stieg das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ebenfalls um 5,9 %. Die Inflation stieg zum Jahresende auf 3,7 % im Dezember, was vor allem auf einen Basiseffekt aus dem Dezember-Soforthilfeprogramm des Vorjahres zurückzuführen ist. Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) sank auf 3,5 %. Für 2023 wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 5,9 % erwartet. Die Erzeugerpreise und die Importpreise sanken, während die Erdgaspreise deutlich zurückgingen.

Die Werbewirtschaft in Deutschland wird im Jahr 2023 auf 48,87 Milliarden Euro wachsen, was einem Anstieg von 1,6 % entspricht. 1 Dieses Wachstum übertrifft die Zahlen aus den COVID- 19-Krisenjahren und dem ersten Kriegsjahr 2022. Zu dieser positiven Entwicklung tragen die gestiegenen Werbeinvestitionen und die Nettowerbeerlöse der Medienhäuser bei. Digitale Werbung spielt eine wichtige Rolle bei diesem Wachstum und übertrifft das Wachstum des Gesamtmarktes. Obwohl sich einige Branchen weniger gut entwickeln, steigt der Marktanteil der digitalen Werbung auf 48 %. 2

1 https://www.mvfp.de/nachricht/artikel/zaw-jahresprognose https://zaw.de/werbemarkt-2023-dank-digitaler-erloese-im-leichten-plus/
2 https://www.mvfp.de/nachricht/artikel/zaw-jahresprognose; https://zaw.de/werbemarkt-2023-dank-digitaler-erloese-im-leichten-plus/

III) Darstellung des Geschäftsverlaufs

Als Inhouse-Agentur für Hyundai, Kia und Genesis konnte Innocean Worldwide Europe GmbH (IEU) auch in diesem Geschäftsjahr zum Erfolg der drei Dachmarken der Hyundai Motor Group beitragen.

Hyundai und Kia verzeichneten im Jahr 2023 mit 1,11 Millionen verkauften Fahrzeugen (+4,3 % gegenüber 2022) einen Anstieg der Fahrzeugverkäufe in Europa und damit ein Rekordhoch. Dies war das dritte Jahr in Folge, in dem ein Jahresabsatz von über einer Millionen Einheiten in Europa erreicht wurde. Hyundai Motor verkaufte 534.170 Einheiten (+3,1 % gegenüber 2022), während Kia 572.297 Fahrzeuge verkaufte (+5,4 % gegenüber 2022). Insgesamt wurde das Wachstum der beiden Marken vor allem von Sport Utility Vehicles (Sportage, Tucson und Kona) und Elektroautos (Niro EV, EV9, Kona EV, loniq 5 und 6) getragen. 3

Nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA) verzeichnete Kia in Europa das beste Verkaufsjahr aller Zeiten. 4 Dies führte zu einer Umsatzsteigerung von 5,4 % im Vergleich zu 2022. Elektrofahrzeuge waren mit einem Anteil von 37,9 % am Gesamtabsatz ein wesentlicher Umsatztreiber. Der Kia Sportage war das meistverkaufte Modell, gefolgt von der Ceed-Familie und dem Niro. Das europäische Werk in Zilina, Slowakei, produzierte über 350.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 12 % gegenüber 2022 entspricht. Kia Charge, der Ladedienst des Unternehmens für Elektrofahrzeuge, verzeichnete bis Ende 2023 über 95.000 Zulassungen, was einem Anstieg von 54 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 5

Hyundai Motor in Europa behauptete seine Position als stärkste asiatische Importmarke und drittstärkste Importmarke insgesamt. Auch bei Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen bestätigte Hyundai seine führende Position: Rund zwei Drittel der Neuzulassungen sind mit alternativen Antrieben ausgestattet. Im Segment der Elektrofahrzeuge erreichte Hyundai einen Marktanteil von 5,5 %, wobei Kona EV und Hyundai Ioniq 5 die meistverkauften Modelle waren. Das vielfältige Angebot an umweltfreundlichen Mobilitätsoptionen, darunter Elektro-, Plug-in- und Hybridmodelle, hat Hyundai Motors Position als wichtiger Akteur beim Übergang zur Mobilität der Zukunft gefestigt. 6

Genesis verkaufte im Jahr 2023 3.407 Einheiten in Europa, verteilt auf drei Märkte: Deutschland (1.471 verkaufte Fahrzeuge), Großbritannien (1.301 Einheiten) und die Schweiz (635 Einheiten). Im September erreichte Genesis mit weltweit einer Million verkauften Autos einen historischen Meilenstein. Dieser globale Erfolg und die weltweiten Errungenschaften waren ein solides Sprungbrett für Europa und bildeten seit der Einführung der Marke im Jahr 2021 ein stabiles Fundament. Neben dem Erreichen dieses historischen Meilensteins und im Rahmen einer zielstrebigen Expansion in der Region, hat Genesis Motor Europe Anfang 2023 seine Markenkontaktpunkte in Deutschland und Großbritannien über Handelspartner erweitert. Angetrieben von der Kundennachfrage hatte diese Entwicklung die bestehenden Genesis Studios ergänzt. 7

3 https://www.ajudaily.com/view/20231221143302192; https://www.kedglobal.com/automobiles/newsView/ked202401180017
4 https://press.kia.com/eu/en/home/media-resouces/press-releases/2024/Record-breaking-sales-performance-in-2023-for-Kia-in- Europe.html
5 https://press.kia.com/eu/en/home/media-resouces/press-releases/2024/Record-breaking-sales-performance-in-2023-for-Kia-in- Europe.html
6 https://www.hyundai.news/de/articles/press-releases/hyundai-schliesst-2023-mit-leichtem-zuwachs-ab.html
7 https://www.genesisnewseurope.com/english/news/genesis-marks-historic-milestone-with-one-million-car-sales/s/c9e5b15b-c7b1-411c- 8a9d-6dd0f0ae09c6

Was den europäischen Marktanteil in 2023 betrifft, so belegten Hyundai und Kia zusammen den vierten Platz mit einem Marktanteil von 8,4 % (-0,8 %-Punkte gegenüber 2022).

Die positiven Verkaufszahlen stärken bei den Verbrauchern den Weg zu einem Imagewandel (insbesondere für Hyundai und Kia) und hin zu einem Bewusstsein (Genesis), der letztendlich als Ergebnis eines guten Marketing-Mixes aus der Einführung starker Produkte und den Kommunikationsstrategien der Hyundai-Gruppe angesehen werden muss. Hier spielte IEU eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie von Hyundai wurden auf europäischer Ebene zwei Einführungskampagnen für die wichtigen EV-Modelle loniq 6 und Kona entwickelt. Mit diesen beiden Neueinführungen konnte Hyundai seine führende Position auf dem hart umkämpften deutschen und europäischen Markt im Bereich der Elektromobilität festigen.

Auch bei Kia Europe legten die entwickelten Kampagnen den Fokus auf neue elektrische und elektrifizierte Produkte (alle neuen EV9 und Sorento PE) sowie auf neue Geschäftsfelder in den Bereichen Mobilität, Elektrifizierung, Konnektivität (Kia Connect App) und autonomes Fahren (HDPA Feature). Es wurden neue Wege der Content-Produktion beschritten, wie die mit dem Medienpartner Vice entwickelte Content-Driven-Kampagne sowie proaktive Social- Media-Kampagnen für Instagram und TikTok, die die Übernahme des gesamten Kia Europe Social Media Business durch IEU Berlin im Jahr 2024 ermöglichten. Auch bei Kia Deutschland lag der Fokus aller Kommunikationsmaßnahmen im Jahr 2023 auf dem Vorantreiben der Elektrifizierungsstrategie. Mit nationalen Kampagnen für die Modellreihen Niro EV und EV6 sowie der multimedialen europaweiten Launch-Kampagne für den neuen EV9 wurde die Nachfrage gesteigert und die Wahrnehmung als innovative Elektromarke weiter ausgebaut.

Um die Mission von IEU, die Agenturtransformation für Data Driven Marketing (DDM) fortzusetzen und zu beschleunigen, wurde Anfang 2023 eine komplett neue Abteilung innerhalb von IEU Frankfurt geschaffen: das Innovation Center of Excellence (I-CoE). Die neue Abteilung, die die Bereiche Creative Strategy, Media, Ad-Tech sowie Insights and Analytics vereinte, spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Einführung von Digital First Creative Content. Zu den größten Errungenschaften gehören die Übernahme von Kia Programmatic Buying für seine Big 5 Märkte (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien) und die Rückkehr von Paid Social (bezahlte Werbeplatzierung auf Social Media Kanälen) zu IEU, wodurch der gesamte Handel mit digitalen Medien innerhalb der Agentur vereinheitlicht wird. Mit Hilfe von Ad-Tech konnte Genesis Motors Deutschland das Website- und Media-Tracking weiter verbessern und neue datengetriebene Marketingfunktionen implementieren. Eine DCO-Kampagne mit mehreren Modellen trug dazu bei, die Qualität der Leads zu verbessern und die Kosten pro Konversion zu senken. Bei Hyundai hat I-CoE verschiedene Aktivitäten zur Stärkung der digitalen und KPI-gesteuerten Inhalte von Hyundai ins Leben gerufen, wie z. B. die Initiierung und Steuerung des DDM-Rates, einschließlich der Hyundai big5 NSCs, sowie die Bewertung von CX-Daten, die Beratung zu Leads und Customer Journey anbieten.

Um Sichtbarkeit und neue Aufträge über das Automobilgeschäft hinaus zu gewinnen, legte IEU durch kreative und strategische Content-Präsenz im Jahr 2023 den Fokus auf den Aufbau einer hohen PR-Präsenz in europäischen Marketingpublikationen. Zu den Maßnahmen gehören: eine eigene Seite auf Adforum, die im 1. Quartal live ging, und die Einstellung eines neuen Business Directors als neuer strategischer Mitarbeiter mit dem Ziel, die Entwicklung paneuropäischer Kunden aktiv zu fördern, indem die Zusammenarbeit und Vernetzung in verschiedenen neuen Geschäftsbereichen gestärkt werden.

IEU Berlin als Center of Creative Excellence setzte seine Bemühungen mit nicht gebundenen Kunden fort, um aus der Masse herausstechende Werbekampagnen und kreative Arbeiten zu erstellen. Dazu gehörten Manscaped (TV- und Online-Videokampagne für Großbritannien und Deutschland), Spotify (Fotokampagne für Podcast-Promo), Robert Capa Contemporary Photography Centre (Werbekampagne), Bank of Georgia (Visual Identity) sowie das kreative Highlight Dyslexia Scotland mit "There is Nothing Comic About Dyslexia", das eine starke Award-Performance zeigte. Darüber hinaus wurden neue Arbeiten für das Anne Frank Youth Network (Visual Identity), UCL (Tremors vs. Tremors) sowie neue Geschäftskontakte für Pringles und die Roma Foundation for Europe initiiert, die alle auf das Jahr 2024 übertragen und fortgesetzt wurden.

IEU Frankfurt setzte seine Mission im Bereich New Business fort und beteiligte sich an verschiedenen kreativen Pitches, insbesondere im Luftfahrtbereich und bei Aufträgen der öffentlichen Hand. Darüber hinaus wurden die Erweiterung der Dienstleistungen bestehender Kunden (Astara, UPB) und die Förderung von Konzeptpapieren überprüft.

IV) Ertragslage

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 73.678 71.991
Bestandsveränderungen 523 22
Sonstige betriebliche Erträge 780 862
Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.709 42.304
Rohertrag 31.272 30.571
in % vom Umsatz 42,4% 42,5%
Personalaufwand 19.403 18.587
Abschreibungen 515 464
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.107 6.334
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 5.247 5.186

Umsatzerlöse:

Die Gesamtumsatzerlöse als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf nunmehr TEUR 73.678 (VJ. TEUR 71.991) gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 1.686 (2,3%) gegenüber dem Vorjahr.

Die prognostizierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 mit einem nahezu gleichen Umsatz wie in 2022 (inklusive der an die Innocean X GmbH ausgegliederten Bereiche) konnte damit leicht übertroffen werden.

Die Umsätze der Geschäftsjahre 2023 und 2022 teilen sich wie folgt auf die Erlösbereiche auf:

Umsatzerlöse 2023 2022 Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
Media Bereich 6.881 6.115 766 12,53%
Account Service 35.343 36.520 -1.177 -3,22%
Marketing und Konzept Beratungen 20.971 19.239 1.732 9,00%
Event Kommunikation 10.449 10.116 333 3,29%
others 34 1 33 > 100,00%
Gesamt 73.678 71.991 1.687 2,34%

Die Umsatzerlöse im Media Bereich beinhalten lediglich die Handling Fees für das Media Geschäft, welche leicht angestiegen sind. Die Ausgliederung der Bereiche von Hyundai Driving Experience sowie N Taxi (Motor Sport Marketing) auf die Tochtergesellschaft konnte durch andere Leistungen bzw. Kunden kompensiert werden. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.971 und ein Plus um 9% im Bereich Marketing und Konzeptberatung wurden durch eine erfolgreiche Marketing-Strategie für Bestandskunden sowie neuen Kunden, u.a. Genesis Korea, erzielt.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR 36.520) im Bereich Account Service ist auf die Veränderung der Digitalisierung im Werbeagenturgeschäft zurückzuführen.

Rohertrag:

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 43.709 sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 42.304) proportional zum Umsatz angestiegen, sodass der Rohertrag (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen, sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen) im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 30.571 auf TEUR 31.272 nahezu unverändert ist.

Personal:

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 195 (Vj.195) Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt (davon 121 im Hauptsitz Frankfurt am Main, 74 in der Zweigniederlassung in Berlin). Die geplanten weiteren Mitarbeiter einzustellen, konnte aufgrund des Fachkräftemangels nicht realisiert werden. Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 816 resultierte vor allem aus der Gehaltserhöhung für die Inflationsanpassung im Geschäftsjahr. Zur Unterstützung unserer Geschäfte planen wir, 25 weitere Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2024 einzustellen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 6.334 auf TEUR 6.107 leicht gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Kosten, die nach der Ausgliederung in der Tochtergesellschaft Innocean X GmbH angefallen sind.

Jahresergebnis:

Der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.521 (Vj. TEUR 3.651) und ist somit um 3,56% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren:

Die Gesellschaft wird nicht anhand von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geführt.

V) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 42.094 um TEUR 4.333 bzw. 9,4 % auf TEUR 46.427 gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 6.900 gesunken (TEUR 8.450; Vj. TEUR 15.350), im Wesentlichen begründet durch die Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten. Trotzdem behielt die Gesellschaft weiterhin ihre Fähigkeit, kurzfristige Finanzierungsvorhaben jederzeit durchführen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.497 auf insgesamt TEUR 30.983 (Vj. TEUR 20.487) gestiegen, im Wesentlichen begründet durch Faktura der bereits erbrachten Leistungen insbesondere der Media Leistungen vor dem Stichtag.

In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 2.115; Vj. TEUR 1.305) sind wie im Vorjahr vor allem Steuerforderungen enthalten.

Bei einem Eigenkapital von TEUR 13.861 und einer Bilanzsumme von TEUR 46.427 beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 29,86 % (Vj. 31,69 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschl. der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) sind um TEUR 4.941 (TEUR 19.857; VJ TEUR 14.915) gestiegen. Die Ursache ist der negative Zins auf Girokonten-Guthaben im Jahr 2022. Um die negativen Zinsen zu verringern, wurden die noch nicht fälligen Verbindlichkeiten zum Stichtag des Vorjahres bezahlt.

Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von TEUR 582 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen entfielen im Wesentlichen auf den Bereich des IT-Systems sowie den Einbau des 2. OG für die Betriebsstätte in Berlin. Die Investitionen wurden ausschließlich aus Mittelzuflüssen der operativen Geschäftstätigkeit finanziert.

VI) Finanzlage

IEU finanziert sich kurzfristig über erhaltene Anzahlungen für in Arbeit befindliche Aufträge und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der operative Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt ca. TEUR -3.520. Dank des kumulierten positiven operativen Cash-Flows der Jahre zuvor, kann die Gesellschaft weiterhin aus eigenen liquiden Mitteln Investitionen tätigen.

Eigene liquide Mittel aus Geschäftsabwicklungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 8.450. Zum Bilanzstichtag wurde keine Bankkreditlinie in Anspruch genommen.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aufgrund der guten Geschäftsentwicklung als insgesamt solide.

VII) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Innocean Worldwide Europe GmbH ist das bevorzugte Marketing- und Kommunikationsunternehmen der Hyundai Motor Group in Europa für die Marken Hyundai, Kia und Genesis. Die hohe Abhängigkeit von einem Hauptkunden birgt Risiken, denen das Management systematisch begegnet.

Die nachhaltige kreative Reputation auf der einen Seite und der eingeschlagene Kurs der Verinnerlichung und des Ausbaus neuer digitaler Services stärkt die Kundenbindung und macht die Agentur gleichzeitig auch für Neugeschäft attraktiv, was sich in den gestiegenen Umsatzzahlen im Media Bereich widerspiegelt.

Auch im Jahr 2024 wird IEU den Kurs der Bemühungen und der Stärkung der soliden Beziehung zu seinen Hauptkunden (Hyundai, Kia und Genesis) vorantreiben und die erfolgreich abgeschlossene Internalisierung verschiedener Dienstleistungsbereiche durch die enge Zusammenarbeit zwischen Büros (Frankfurt und Berlin), Geschäftsbereichen (I-CoE) und Unternehmen (INNOCEAN X GmbH) nutzen.

IEU Frankfurt wird seinerseits die bereits begonnene Agenturtransformation für Data Driven Marketing fortsetzen und den Ausbau neuer Servicebereiche als Wachstumsstrategie sehen.

IEU Berlin hingegen wird den Fokus auf kreative hochwertige Leistungen legen, um das Wachstum zu sichern. Die Verinnerlichung des Social-Media-Geschäfts für die KEU erfordert neben der Umstrukturierung und Neuausrichtung auch einige Investitionen in den Aufbau eines qualifizierten Teams, das auf Captive-Kunden skaliert werden kann, bei denen das Social-Media-Geschäft noch in den Händen von Wettbewerbern (Hyundai, Genesis) liegt.

IEU ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der INNOCEAN Worldwide Group Durch die feste Zugehörigkeit zur Hyundai Motor Group ergibt sich ein hohes Maß an Planungssicherheit.

Darüber hinaus hat die INNOCEAN-Zentrale ihre Zusammenarbeit mit führenden Produktions- und Kreativagenturen verstärkt, um die Kreativität und Qualität ihrer Arbeit weltweit weiter zu verbessern.

Aufgrund des überschaubaren Kundenstamms schätzen wir das Risiko von Forderungsausfällen als sehr gering ein. Durch die aktuell positive Entwicklung des Unternehmens und der Integration in die INNOCEAN-Gruppe besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko.

Das Währungsschwankungsrisiko ist als gering einzustufen, da unsere Rechnungen und die von unseren Lieferanten bezogenen Dienstleistungen überwiegend auf Euro lauten. Wir halten es daher nicht für erforderlich, dieses Risiko durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abzusichern.

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation bestehen keine Zinsänderungsrisiken.

Die Finanzlage von IEU ist gesichert, nicht zuletzt aufgrund der engen Integration in die INNOCEAN Worldwide Inc.-Gruppe, Seoul, Korea, und der gegebenen Liquidität.

Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen sind keine Risiken für den Fortbestand des Unternehmens erkennbar.

VIII) Ausblick auf die zukünftige Entwicklung

Die Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2024 besagen, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft ins Stocken gerät, da sie weiterhin Gegenwind aus verschiedenen Richtungen erfährt, wie z.B. eine sinkende in- und ausländische Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten, höhere Finanzierungskosten, wirtschaftspolitische Unsicherheit und die zunehmende Belastung durch Bürokratie und Regulierungen. Obwohl sich der sinkende Krankenstand und die milde Witterung im Februar stützend auf die Konjunktur ausgewirkt haben, deuten die beobachteten Indikatoren derzeit wenig auf eine Erholung im zweiten Quartal hin. Der private Konsum ist nach wie vor schwach, die Verbraucher sind immer noch verunsichert und geben nur ungern Geld aus. Das Auslaufen des Umweltbonus für Elektrofahrzeuge führte im Januar 2024 zu einem starken Rückgang der Elektroauto-Zulassungen. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, auch wenn es für Februar einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahl gab, der voraussichtlich bis zum Ende des zweiten Quartals anhalten wird. Die Kerninflationsrate blieb im Februar ohne Energie und Nahrungsmittel in etwa unverändert bei 3,5 %. Für die zweite Jahreshälfte 2024 dürfte das aktuell starke Lohnwachstum zu einem langsameren Rückgang der Inflationsrate beitragen. 8

Der Automobilmarkt ist nach wie vor von einem Strukturwandel hin zur Elektromobilität geprägt. Die Branche steht vor einem weiteren verhaltenen Jahr, das durch langsame Verbraucherausgaben im Vergleich zu steigenden Fahrzeugpreisen, hohen Zinsen, Inflation und Unterbrechungen der Lieferkette aufgrund geopolitischer Spannungen belastet wird. 9 Ein insgesamt erwarteter Gewinnrückgang für die Automobilhersteller im Jahr 2024 ist auf die Senkung des durchschnittlichen Verkaufspreises von Fahrzeugen und steigende Arbeitskosten trotz niedrigerer Rohstoffpreise zurückzuführen. 10

8 https://www.bundesbank.de/en/tasks/topics/german-economy-s-recovery-is-stalling--928282
9 https://www.eiu.com/n/campaigns/automotive-in-2024/
10 https://www.forbes.com/sites/neilwinton/2024/02/14/europes-auto-profitability-to-slip-in-2024-but-watch-out-for- 2025/?sh=3776f3bb3d87

Obwohl die Hyundai Motor Group für dieses Jahr ein weltweites Umsatzwachstum anstrebt, erwartet sie in Europa einen Rückgang der Fahrzeugverkäufe um 0,6 % 11 , was vor allem auf die oben genannten Themen sowie den aggressiven chinesischen Wettbewerb bei Preis und Angebot bei Elektrofahrzeugen zurückzuführen ist.

In der Werbewirtschaft ermittelte der Zentralverband der Werbung (ZAW) zwar ein insgesamt zufriedenstellendes Jahresergebnis, deutete aber deutlich auf einen angespannten Ausblick für die Werbewirtschaft im Jahr 2024 hin, wobei sich die Mitglieder besorgt um die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Lage zeigten. Vor allem der hohe Kostendruck und die schwierigen Rahmenbedingungen für Werbeinvestitionen, insbesondere in digitalen Märkten, könnten für die gesamte Werbebranche eine große Herausforderung darstellen. Zu den Bedenken zählen vor allem ein disruptiver Wettbewerb in der digitalen Werbung und eine einseitige Regulierung durch digitale Gatekeeper sowie mögliche Insolvenzen, Fusionen, schlechte Konsumentenstimmung aber auch Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite könnten mit Blick auf das Jahr 2024 positive Konjunkturprognosen und ein verbessertes Verbrauchervertrauen Chancen für die Branche bieten, auch wenn Herausforderungen wie starke Werbebeschränkungen und Wettbewerbsbehinderungen im digitalen Sektor Risiken darstellen können. 12

Basierend auf den Erfahrungen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr, den genannten Fakten und Prognosen besteht hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage kein Risiko, das nicht auch für die meisten anderen Geschäftsaktivitäten in Deutschland und der Agenturbranche gilt.

Die zukünftige Ausrichtung von IEU setzt den erfolgreich eingeschlagenen Kurs fort. So wird zum einen das Wachstum in neuen Geschäftsfeldern durch die digitale Transformation und die Diversifizierung des Kundenportfolios angestrebt. Zum anderen soll die bereits enge Verzahnung mit der Hyundai Motor Group intensiviert und deren Transformation zu einem weltweit führenden Technologie- und Mobilitätsanbieter begleitet werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen um ca. 7% reduzierten Umsatz im Vergleich zum Jahr 2023. Unter Berücksichtigung der Gebührenabwicklungsstrukturen erwarten wir ein stabiles operatives Ergebnis leicht über dem von 2023. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir eine ähnliche Entwicklung.

11 https://www.reuters.com/business/autos-transportation/hyundai-motors-q4-net-profit-rises-31-misses-forecasts-2024-01-25/
12 https://www.mvfp.de/nachricht/artikel/zaw-jahresprognose; https://zaw.de/werbemarkt-2023-dank-digitaler-erloese-im-leichten-plus/

IX) Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhielt in 2023 unverändert eine unselbständige Zweigniederlassung in Berlin.

 

Frankfurt am Main, 25. November 2024

Innocean Worldwide Europe GmbH

Geschäftsführung

Jun, II Soo

Kim, Chong Kyun

Ryu, Wooksang

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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Aktueller Abdruck
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