MATO Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MATO GmbH & Co. KGMühlheim am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023MATO GMBH & CO. KGI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens MATO GmbH & Co KG ist ein international aufgestellter Hersteller und Vertreiber von mechanischen Förderbandverbinde- und Förderbandwartungssystemen (mechanische Verbindeelemente und zugehörige Maschinen und Vorrichtungen zu deren Einpressung und z.B. Förderbandabstreifer) sowie von Produkten zum Handling von Schmierstoffen (Schmierfette, Motoren-, Getriebe-, Hydrauliköle), Kraftstoffen (Diesel, Heizöl, Zweitaktgemisch) sowie anderen Flüssigkeiten im Service- und Wartungsbereich (Frostschutz, Reinigungsmittel, AdBlue®/Harnstofflösung u.a.). In dem Unternehmen MATO GmbH & Co. KG sind die Geschäftsbereiche Gurtinstandhaltung und Schmiertechnik als separate Profitcenter strukturiert. Im Geschäftsbereich Gurtinstandhaltung umfasst das Produktsortiment Gurtverbindesysteme für die Schwerindustrie, z.B. Rohstoffgewinnung allgemein und Kalibergbau, Kies und Sand, Recycling- und Aufbereitungstechnik sowie leichte Gurtverbindesysteme u.a. für die Industriezweige Land- und Holzwirtschaft, Filterindustrie, Wäschereien/Textilmaschinen, Nahrungsmittelaufbereitung und die Transport- und Logistikbranche. Ergänzt wird das Produktportfolio durch ein umfangreiches Programm von mechanischen Primär- und Sekundärabstreifern zur Reinigung von Förderbändern. Die typischen Abnehmer sind Rohstoffkonzerne und Fördergesellschaften oder auch Förderanlagenbauer, OEMs, Distributoren und Händler aus den genannten Branchen. Im Geschäftsbereich Schmiertechnik werden manuelle, pneumatische und elektrische Pumpen sowie ein umfassendes Zubehörprogramm hergestellt und vertrieben. Ergänzungsprodukte außerhalb des eigenen Produktionsspektrums werden als Handelsware komplettierend angeboten. Das Produktportfolio wurde über die Jahre auch für Anwendungen im Bereich Pumpen und Abgabestationen für Diesel, Heizöl und Kraftstoffzusatzstoffe wie AdBlue® und andere Fluide bis hin zu elektronischen Fluid-Managementsystemen ergänzt. Die Abnehmerkreise sind neben OEMs und Servicebetriebe aus den Bereichen Land- / Forstwirtschaft und Baumaschinen auch die Mineralölindustrie und zugehörige Distributoren sowie große Industrieausrüster, Einkaufsgesellschaften, Distributoren und Händler aus den genannten Bereichen. Der Export der Produkte beider Geschäftsbereiche erfolgt zu einem bedeutenden Teil über eigene Tochtergesellschaften weltweit sowie über ein breit gespanntes Vertriebsnetz von Handels- und Distributionspartnern. Der Vertrieb erfolgt in über 60 Länder weltweit. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Unternehmens sind geprägt von der ständigen Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte, die sich aufgrund ihrer Leistung und Qualität mit bester Reputation auf den Märkten positionieren. Die Entwicklungsarbeit erfolgt stets in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und Vertriebspartnern, um den Marktanforderungen optimal gerecht zu werden, und um neue Trends, Marktentwicklungen und Chancen frühzeitig im Sinne einer starken Innovationskraft zu erkennen und zu nutzen. Darüber hinaus werden zahlreiche Fachkräfte im Bereich Werkzeugbau und Produktion zur Weiterentwicklung moderner Produktionstechnologien mit einem hohen Anteil an eigenem Know-how eingesetzt. Wichtiges Kapital hierbei sind die Teams in den Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen beider Geschäftsbereiche. Zum Jahresende 2023 waren unverändert zum Vorjahr 7 Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen beider Geschäftsbereiche beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich im Jahr 2023 im Gurtinstandhaltungsbereich auf die Weiterentwicklung und Optimierung neuer Einpresstechnologien, auf Verbesserungen von Hochleistungsverbindern sowie Rationalisierungsprojekte in der Produktion. Im Bereich Schmiertechnik lagen die Entwicklungsschwerpunkte weiterhin bei Neu- und Weiterentwicklungen von Abschmiergeräten sowie bei individuellen kundenspezifischen Sonderlösungen. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt waren erneut Umsetzungen von Automatisierungsprozessen in der Fertigung und Komplettierung von Produktionslinien. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. In den USA sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). Die geplante konjunkturelle Erholung in China wurde belastetet durch den Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. (IWF World Economic Outlook Update January 2024) Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. (IWF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023) Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. (Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023) In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem IWF kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. (IWF, Eurostat, EU-Kommission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024) Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung (PM) Nr. 019 vom 15.01.2024) Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. (Statistisches Bundesamt, ifo Institut, VDMA) 2. Geschäftsverlauf Auch 2023 blieben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Unternehmen herausfordernd. Auf der einen Seite haben sich wie erwähnt die pandemiebedingten Störungen weiter abgebaut, die zu einer Entspannung in der Wertschöpfungskette führten. Auf der anderen Seite wurde das Unternehmen durch die immer wieder veränderten/ angepassten Sanktionsbestimmungen in Folge des Russland-Ukraine-Konflikts, vor neue Herausforderungen gestellt. Die Umsatzplanung für das Jahr 2023 ging preisbereinigt von einem geringen Wachstum im einstelligen Prozentbereich aus. Wobei Umsatzzuwächse weiterhin im Bereich Förderbandverbindersysteme prognostiziert waren, da sich die wichtigsten Kernbereiche wie Rohstoffe, Logistik und Landwirtschaft weiterhin sehr robust gezeigt haben. Im Schmiertechnikbereich war man nach einem schwächeren Jahr 2022 zuversichtlich, den Jahresplan 2023 (ähnlich Vorjahr 2022) zu erreichen, da positive Gespräche mit Großkunden im In- und Ausland eine Besserung in Aussicht gestellt haben. Im ersten Quartal 2023 zeigte sich eine stabile Entwicklung auf den Märkten der Gurtinstandhaltung und der Schmiertechnik. Über den weiteren Jahresverlauf hinweg bestätigte sich dieser Trend leider nur teilweise, wobei sich die Umsatzentwicklung im Gurtinstandhaltungsbereich weiter stabil leicht über Plan halten konnte. Der Gesamtumsatz lag mit 33.544 TEUR leicht unter Planniveau, jedoch konnte das Umsatzniveau vom Vorjahr in Höhe von 32.330 TEUR um 3,8% übertroffen werden. Der Jahresüberschuss fiel dagegen mit 2.756 TEUR um 19,8% niedriger als im Vorjahr mit 3.434 TEUR aus und liegt damit unter Plan. Geschäftsbereich Gurtinstandhaltung 2023 zeigten sich alle Kernmärkte der Gurtinstandhaltung sehr stabil, so dass die gesetzten Ziele erreicht werden konnten. Im Vergleich zu 2022 konnten wieder in allen Kernmärkten mittlere bis hohe einstellige, teilweise zweistellige Zuwachsraten verbucht werden. Sehr stabil zeigten sich hierbei die Märkte in China, USA und Südafrika. In China blieb die Nachfrage nach Rohstoffen auch 2023 hoch, so dass der Trend aus 2022 im Jahr 2023 fortgesetzt werden konnte. Der Heavy-Duty-Bereich hielt sein hohes Niveau, jedoch konnten auch in den Bereichen der Landwirtschaft und der Logistik starke Zuwächse verbucht werden. Die Märkte in England und Australien zeigten sich ebenfalls sehr stabil und konnten ihre gesetzten Ziele erreichen. Weiterhin positiv war die Entwicklung in Nordamerika. Grund für das anhaltende Wachstum war die allgemeine Wirtschaftslage und die Verlagerung der Bezugsquellen diverser Rohstoffe vom Eurasischen auf den Nordamerikanischen Kontinent. Sehr positiv 2023 hat sich das südliche Afrika entwickelt. Umsatzzuwächse durch Neukunden im Bergbausektor und der Erweiterung des Produktportfolios haben hier für einen zweistelligen Zuwachs gesorgt. Auf Grund der schwachen Konjunkturlage in Deutschland konnte das Inlandsgeschäft nicht seine Planwerte erreichen. Auch im Rest der EU konnten die Planwerte nicht erreicht werden, was teilweise auf den Abbau von Lagerbeständen aus den Vorjahren zurückzuführen war. In Bezug auf die Hauptproduktgruppen konnten beide Produktbereiche (Heavy-Duty und Light-Duty) im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Neben der Stärkung der Marktposition konnten vor allem im Light-Duty-Bereich weitere Potentiale genutzt werden. Im Jahr 2023 fanden auch wieder zahlreichen Messen statt. Die beiden wichtigsten waren die ConAgg in Las Vegas und die Agritechnica in Hannover, auf denen MATO mit einem eigenen Messestand vertreten war. Geschäftsbereich Schmiertechnik Angesichts der allgemeinen Wirtschaftsaussichten und Prognosen wurde für das Jahr 2023 mit einer leichten Erholung im Vergleich zu 2022 geplant. Anlass zu dieser Entwicklung waren insbesondere auch die guten Vorzeichen aus dem letzten Quartal 2022. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Konfliktes und den damit weiter verbundenen extrem schwierigen Rahmenbedingungen stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese Einschätzung zu optimistisch war. Insbesondere trug die weiterhin hohe Inflation in 2023 zu allgemeinen wirtschaftlichen Beeinträchtigungen bei. Der gesamte Werkstatt-, Wartungs- und Industriebereich schwächte sich weiter zunehmend ab und beeinflusste damit auch global wichtige Absatzmärkte in der Schmiertechnikbranche. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Schmiertechnik ging um Werte im mittleren einstelligen Bereich zurück, wobei das Inland eine leicht höhere Abweichung im Vergleich zum Export aufwies. Bis auf Italien und Spanien zeigten die Märkte in Europa überwiegend deutliche Rückgänge, zudem waren insbesondere auch einzelne Märkte in Asien, die sich ebenfalls überraschend schwach präsentierten, sehr stark betroffen. Bereich Beschaffung Die Beschaffung hat sich gegenüber den beiden Vorjahren deutlich entspannt und der Preistrend hat sich abgeflacht. Die Wiederbeschaffungszeiten haben sich ab Mitte 2023 deutlich verkürzt. Teuerungszuschläge wurden reduziert bzw. zurückgenommen. Die angespannte Lage am Horn von Afrika führte dazu, dass die Containerschiffe seit dem 4. Quartal 2023 den deutlich längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung nahmen. Der deutlich längere Weg führte zu erneut steigenden Kosten, längeren Lieferzeiten und Containerverknappung im 4. Quartal 2023. Der Materialkostenanteil an den Umsatzerlösen reduzierte sich um 2,3 Prozentpunkte von 43,8% auf 41,5%. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Kosten für Leiharbeitskräfte den Aufwendungen für bezogene Leistungen zugeordnet. 3. Lage Trotz weiterem Rückgang der pandemiebedingten Störungen und einer entspannteren Lage in der Wertschöpfungskette, stellte die geopolitische Lage, allem voran der Russland-Ukraine-Konflikt, die Wirtschaft weiter vor Herausforderungen. Die 2022 noch vorherrschende Unsicherheit der Energieversorgungslage konnte 2023 durch den Aufbau neuer Bezugsquellen entschärft werden. Ein positiver Nebeneffekt war, dass einige Bereiche der Wirtschaft schneller die Umsetzung von Energiekonzepten zur breiteren Nutzung von erneuerbaren Energien, wie z.B. Solarenergie, vorgenommen haben. Eine immer größer werdende Herausforderung bleibt weiterhin der Bürokratieaufwand, der vor allem politisch bedingt für die Unternehmen zunimmt. Da die globale Nachfrage nach Rohstoffen im Jahr 2023 weiterhin hoch war, nicht zuletzt auch durch den "European Critical Raw Materials Act" zur Sicherung kritischer Rohmaterialien, die unter anderem für die Energiewende benötigt werden, waren global die Produktionskapazitäten im Bergbau weiterhin stark ausgelastet. Dies führte wieder zu einer sehr guten Nachfrage im Bereich der Gurtinstandhaltung. Die geopolitischen negativen Auswirkungen berührten das Unternehmen allenfalls auf der Logistikseite, wo es durch die Sanktionsbestimmungen zu Verzögerungen im internationalen Warenverkehr kam. Auch im Jahr 2023 hat sich das Unternehmen trotz der vorherrschenden Herausforderungen insgesamt sehr gut behaupten können. Wir beurteilen, dass die Geschäftsentwicklung für 2023 insgesamt günstig verlaufen ist. 3.1 Ertragslage Im Tarifvertrag von November 2022 wurden für die Jahre 2022 und 2023 Inflationsausgleichsprämien (IAP) je Mitarbeiter von jeweils 1.500 EUR beschlossen. Die gemäß Tarifvertrag für Februar 2023 vorgesehene Auszahlung der IAP wurde in den Dezember 2022 vorgezogen, um die Mitarbeiter von den deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten zu entlasten. Die vereinbarten Entgelterhöhungen für 2023 (+5,2 % ab Juni) und 2024 (+3,3 % ab Mai) führten zu einem Anstieg der Personalkosten. Das Verhältnis des Personalaufwands zum Umsatz stieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2022. Die Inanspruchnahme von Zeitarbeitnehmern ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Dies lag im Wesentlichen daran, dass wir einige gut qualifizierte Zeitarbeitnehmer in befristete Anstellungsverträge übernommen haben. Insgesamt fiel das Ergebnis wieder positiv aus. Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Konfliktes und der damit verbundenen allgemeinen Preissteigerung seit 2022 ist das Ergebnis beachtlich und liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. 3.2 Finanzlage Das gute Ergebnis im Berichtsjahr hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wieder auf einem sehr guten Niveau liegt. Obwohl sich der Saldo an liquiden Mitteln um insgesamt -2,1 Mio. EUR reduziert hat, befindet er sich zum 31.12.2023 mit 3,3 Mio. EUR noch weiterhin auf einem guten Niveau. Die Verbindlichkeiten konnten weiterhin innerhalb vereinbarter Ziele unter Ausnutzung gegebenenfalls geltender Skontoregelungen beglichen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um ca. 1,5 Mio. EUR und liegen absolut gesehen noch im gewöhnlichen Bereich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 1 Mio. EUR zurück. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Jahr 2023 nicht. Die Investitionen konzentrierten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Weiterentwicklungen von Sondermaschinen und Werkzeugen für die Serienfertigung sowie Ersatzinvestitionen im Gebäude- und Energieversorgungsbereich. Ebenso wurde zum Jahresbeginn eine große Photovoltaikanlage zur langfristigen Optimierung der Stromversorgung installiert. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte vollumfänglich aus eigenen Mitteln. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist weiterhin sehr gut und stabil. 3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen des Unternehmens sank im Jahr 2023 um ca. TEUR 300 bzw. 4%. Die Anlagenquote sank damit von 26,3% auf 25,7%. Das Anlagevermögen besteht vorwiegend aus Sachanlagen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, technischen Anlagen und Maschinen sowie aus Finanzanlagen, wie Anteilen an verbundene Unternehmen. Das Umlaufvermögen sank geringfügig um 1 Prozent auf 19,7 Mio. EUR. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für das interne Monitoring der Unternehmenskennzahlen und das Controlling werden umfangreiche Steuerungs- und Überwachungstools verwendet, wobei zahlreiche Analysen aufbauend auf den aus dem ERP-System gelieferten Zahlen mit eigenen Analysetools regelmäßig vorgenommen werden. Die jährliche detaillierte und auf die beiden Geschäftsbereiche angewendete Umsatz- und Ergebnisplanung wird monatlich einem umfangreichen Soll-Ist-Abgleich unterzogen, wobei auch die eingesetzten personellen Ressourcen sowie die Hauptkostenparameter wie Materialkosten den Planwerten gegenübergestellt werden. Ergänzt wird dieses Controlling durch eine Überwachung der Betriebsleistung pro Mitarbeiter durch einen monatlichen Soll-/Ist-Vergleich. Die Ermittlung des Cash-Flows vor Steuern sowie des freien Cash-Flows gehört ebenso zu den Standardtools der Überwachung der Unternehmenskennzahlen. III. Prognosebericht Prognostiziert wird vom IWF für das Gesamtjahr 2024, dass das weltweite BIP um +3,2% zum Vorjahr wachsen wird. Für den Euroraum wird ein schwaches Wachstum von 0,7% vorhergesagt. Die größten Wachstumsraten sind aus Indien (+6,8%), China (+4,6%) und den USA (+2,7%) zu erwarten. Die globale Inflationsrate wird, nachdem sie bereits von 8,7% in 2022 auf 6,8% in 2023 gefallen ist, auf 5,9% in 2024 fallen. (IWF World Economic Outlook April 2024) Die Stimmung der Unternehmen und Haushalte ist in Deutschland schlecht und die Unsicherheit hoch. Während andere Länder wie erwähnt wachsen, erhöht sich das preisbereinigte BIP Deutschlands lediglich um 0,2% zum Vorjahr. Erst in 2025 soll das BIP mit 1,5% stärker zunehmen. Die Inflation ist inzwischen deutlich gesunken und betrug im Mai 2024 2,4% (Statistisches Bundesamt PM Nr. 213 vom 29. Mai 2024). Die Inflationsrate wird voraussichtlich von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,3% in 2024 und 1,6% in 2025 weiter zurückgehen. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen bis zuletzt verschlechtert und der Auftragsbestand wird mehrheitlich als zu gering beurteilt. Besonders betroffen hiervon sind die Industrie und die Bauwirtschaft. Insbesondere die Bauwirtschaft leidet unter gestiegenen Zinsen. Stützend für die Konjunktur ist lediglich der private Konsum. (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024) Trotz des vom ifo Institut prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Wachstums von nur 0,2%, blickt laut VDMA der Maschinenbau verhalten optimistisch in die Zukunft. Circa 30% der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage mit gut bis sehr gut, circa 40% der Unternehmen mit befriedigend und circa 25% der Unternehmen mit schlecht oder sehr schlecht. Bei der Geschäftsentwicklung verhält es sich ähnlich, circa 28% erwarten eine Verbesserung und knapp 60% der befragten Unternehmen prognostizieren eine gleichbleibende Entwicklung, während nur circa 12% der Unternehmen eine Verschlechterung erwarten. (VDMA Konjunkturerhebung Q1 2024) Die Absatzchancen für den Maschinenbau variieren je nach Region und Teilbranche, wobei sie in Nordamerika in den meisten Teilbranchen als vergleichsweise günstig gesehen werden. Die Chancen und Risiken im globalen Markt werden in Bezug auf die wichtigsten Herausforderungen laut VDMA Konjunkturerhebung von jeweils mindestens der Hälfte der Unternehmen als gleich groß angesehen. (VDMA Konjunkturerhebung Q1 2024) Die zum Jahreswechsel 2023/2024 erstellte Umsatz- und Ergebnisplanung für das Jahr 2024 war einerseits geprägt von der stabilen Entwicklung im Vorjahr im Gurtinstandhaltungsbereich und der Annahme, dass sich eine stabile Umsatzentwicklung trotz schwieriger Umfeldbedingungen zeigen wird. Andererseits wurde aufgrund der Entwicklung im zurückliegenden Jahr eine moderat positive Planung im Schmiertechnikbereich vorgenommen. Die Ergebnisentwicklung wird durch die Entspannung am Beschaffungsmarkt und den tarifbedingten Anstieg der Personalkosten als stabil eingeschätzt. Die Umsatzplanung ging in Summe nur von einer Erhöhung im niedrigeren einstelligen Bereich aus. Das Jahr 2024 begann sehr ermutigend. Von Beginn an waren kräftige Auftragseingänge zu verbuchen, die uns einen guten Jahresverlauf erwarten lassen, da sehr ähnliche positive Entwicklungen wie Anfang 2023 zu beobachten waren. Mit Blick auf das Jahr 2024 kann zumindest von einer stabilen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr im Gurtinstandhaltungsbereich ausgegangen werden. Positive Indikatoren und Rückmeldungen aus den Kernmärkten China, USA und Südafrika besagen, dass die Nachfrage im Bereich der Rohstoffgewinnung nicht nachlassen wird. Indien und Lateinamerika werden in naher Zukunft vielversprechende Märkte sein, sowohl im Heavy-Duty- wie auch im Light-Duty-Bereich. Aktuell ist die Nachfrage in den USA sehr gut und eine weitere positive Entwicklung ist anzunehmen. Betrachten wir den Heavy-Duty-Bereich im Gesamten, so können wir sagen, dass er mindestens auf gleichem Niveau stabil bleiben wird. Wir erwarten jedoch eher ein Wachstum auch durch erhöhte Nachfrageaktivitäten aus dem Bereich der Gurtabstreifer. Die Entwicklung im Light-Duty-Bereich nimmt weiter positive Formen an. Weitere Teilbereiche und Anwendungen, bei denen Light-Duty-Verbindersysteme zum Einsatz kommen, konnten erschlossen werden. Vor allem der Logistik- und Agrarsektor weltweit ist hier zu nennen. MATO gewinnt aktuell durch seine verstärkten Vertriebsaktivitäten weiter an Bekanntheit und Kunden nehmen die Marke MATO stärker als interessante Alternative wahr. Im Gesamten erwarten wir eine positive Entwicklung und weiteres Wachstum auch über das Jahr 2024 hinaus. Der erhebliche Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten, die uns außerordentlich stark bis zum 3. Quartal 2023 belasteten, zeigen erste Tendenzen einer sich beruhigenden Situation. Aufgrund dieser leichten Entspannung sowie in Verbindung mit unserer Marktposition und engen Kundenbindung stabilisiert sich die Auftragslage zunehmend. Des Weiteren ist es gelungen, einige Neukunden zu gewinnen und daher dem immer noch anhaltenden Trend der allgemeinen Investitionszurückhaltung etwas entgegenzuwirken. Der bisherige Geschäftsverlauf lässt daher die Hoffnung zu, die Umsatz- und Ergebnisplanung zu erreichen. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der komplexen Marktsituation bleibt es jedoch weiterhin eine Herausforderung, eine verlässliche Prognose zu erstellen. IV. Chancen- und Risikobericht 1 Risikobericht 1.1 Branchenspezifische Risiken: Risikopotential bieten aktuell die geopolitische Situation im Nahen Osten und der weiterhin vorhandene Russland-Ukraine-Konflikt. Vor allem der globale Warenverkehr, sei es der Bahntransport nach Fernost durch Russland oder die Schifffahrtswege im Roten Meer, steht vor großen Herausforderungen. Die politischen Spannungen zwischen China und den USA halten weiterhin an. Die Lage bleibt weiterhin unter Beobachtung. Fest steht, dass im Falle einer Eskalation mit großer Wahrscheinlichkeit eine weltweite und gravierende Wirtschaftskrise ausgelöst werden würde. Hierbei könnte es auch zu Sanktionsregelungen kommen, die einen Absatz auf dem inzwischen bedeutsamen chinesischen Markt gefährden könnten. Ebenfalls von Bedeutung sind im Jahr 2024 die Präsidentschaftswahlen in den USA. Eine Rückkehr Trumps oder der Verbleib von Biden sind im Bereich des Möglichen. Aktuell ist die Nachfrage in den USA gut und eine positive Geschäftsentwicklung für 2024 ist zu erwarten. Jedoch muss, je nach Ausgang der Wahlen im November, eine neue Betrachtung der Geschäftsentwicklung für 2025 vorgenommen werden. Die Europawahl 2024 wird zeigen, ob die Mitte gestärkt wird oder Gruppierungen am Rand des politischen Spektrums an Einfluss gewinnen. Politische Stabilität und ein funktionierender europäischer Binnenmarkt sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg mittelständischer Unternehmen. Das Großprojekt der Transformation der europäischen Wirtschaft zur Klimaneutralität bleibt eine große Herausforderung. Die stark zunehmende und vom EU-Parlament ausgehende Bürokratisierung und eher unternehmensfeindliche Grundeinstellung mit immer neuen und tiefer gehenden Beschränkungen und Verboten werden die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen in der EU weiter belasten. Hoffnung bleibt hier, dass liberale Kräfte im EU-Parlament viele Punkte abschwächen. Trotz der beschriebenen Risiken bleibt die Grundeinstellung im Gurtinstandhaltungsbereich positiv. Nahezu alle Märkte erwiesen sich bisher äußerst krisenfest und haben das Potential, dies auch im laufenden und den kommenden Jahren zu sein. Die Situation hat sich hier gegenüber der Risikobetrachtung Anfang 2023 nicht verändert: Die Hauptmärkte wie China, Südafrika, Australien und die USA zeigen weiterhin sehr starke Aktivitäten im Bereich der Rohstoffgewinnung. Durch den immer umfangreicher werdenden Bürokratieaufwand und den damit immer weiter steigenden Dokumentationsanforderungen der Kunden steht zunehmend eine deutliche Kosteneinsparung der Firmen im Vordergrund. So versuchen Kunden im Geschäftsbereich Schmiertechnik immer häufiger günstigere Produktalternativen einzusetzen, auch wenn diese mitunter deutliche qualitative Schwächen aufzeigen. In diesem Zusammenhang ist erkennbar, dass einige Kunden mit nicht nachvollziehbaren und unpassenden Preissenkungsforderungen aufgrund der beschriebenen, leichten Entspannung der Kostensituation aufwarten. Zudem belastet weiterhin die anhaltende Elektrifizierung im Automobilbereich die gesamte Schmierstoffbranche, da hierdurch der Bedarf an Schmierstoffen und somit an Schmiergeräten für den Werkstattbereich kontinuierlich abnimmt. Für die Schwerpunkte der Schmiertechnik des Unternehmens hat diese Branche allerdings eher eine geringe Bedeutung. An Bedeutung hingegen gewinnen etliche Hersteller von elektrischen Power-Tools, die in den letzten Jahren verstärkt mit Akku-Fettpressen auf den Markt drängen, zunehmend als direkte Wettbewerber auftreten, Marktanteile gewinnen und unseren Absatz in diesem für uns wichtigen Segment schmälern. Demgegenüber zeigen unsere ergriffenen Maßnahmen der Neuausrichtung mit der Akku-Fettpresse in der AMP-Share-Allianz (BOSCH-Akku), sowie weiteren Neuprodukten aus unserer Produktion, deutliche Erfolge. Um dem generellen Kostendruck sowie auch den Risiken weiter entgegenzuwirken, ist es Ziel, unsere Leistungsfähigkeit, den Service und die Qualität unserer Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln, um hierdurch unsere gute Marktposition zu festigen und zu verbessern. 1.2 Ertragsorientierte Risiken: Für das Jahr 2024 werden stabile Materialkostenanteile prognostiziert. Die deutlichen Preiserhöhungen der Vorjahre haben sich etwas abgeschwächt, aber von Entspannung insgesamt kann hier noch nicht gesprochen werden. Wir gehen nicht davon aus, dass wir in absehbarer Zeit wieder das Preisniveau vor dem Russland-Ukraine-Konflikt erreichen. Die Lieferzeiten für einzelne Materialien haben sich wieder normalisiert. Bei bestimmten Materialien müssen wir aber immer noch hohe Sicherheitsbestände vorhalten. Im Frachtbereich hat sich die Situation etwas entspannt, wenngleich das frühere Kostenniveau nicht wieder erreicht wurde. Der neu anstehende Tarifabschluss der Metallindustrie in 2024 bedeutet eine finanzielle Zusatzbelastung für das Unternehmen. Der Fachkräftemangel wird sich durch den demographischen Wandel weiter verschärfen. Durch unsere Ausbildung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich und die weitere Professionalisierung unseres Recruitings werden wir die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern sicherstellen. Bei allen Kernprodukten, ob im Bereich Gurtinstandhaltung oder Schmiertechnik, wird der Wettbewerbsdruck weiterhin zunehmen, Qualitäts- und Leistungsvorsprünge der Produkte werden kleiner werden und die Versuchung bei Kunden, die selbst unter starkem Kostendruck stehen, billigere Produkte als Alternative einzusetzen, wird sich weiter fortsetzen. 1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Entwicklung der finanziellen Situation des Unternehmens in den letzten Jahren ist die Finanzsituation unverändert solide und Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Global gesehen werden stets die Wechselkursrisiken genau beobachtet, die durch das internationale Agieren vorliegen. Es werden nur Einkäufe einiger Materialien und Komponenten in Dollar-orientierten Ländern in US-Dollar abgewickelt. Dies stellt weiterhin kein nennenswertes Risiko dar. Die Zahlungsabwicklung mit den Krisenstaaten Russland, Belarus und Ukraine wurde bereits in den Vorjahren erfolgreich komplett auf Vorkasse umgestellt, soweit die Sanktionsvorschriften noch Lieferungen zulassen. Ab 2024 werden Lieferungen an die Tochtergesellschaften ausschließlich in Euro fakturiert. Dadurch wird das Wechselkursrisiko weiter minimiert. 2. Chancenbericht Die sehr positive Geschäftsentwicklung der letzten Jahre bewies erneut die Standhaftigkeit und Stabilität des Unternehmens. Vor dem Hintergrund der aktuellen zufriedenstellenden Umsatzentwicklung und dem noch ausschöpfbaren Potential wird davon ausgegangen, dass sich das Unternehmen auch im Jahr 2024 erfolgreich den Risiken widersetzen kann - sofern nicht völlig überraschende Ereignisse oder Katastrophen über das Unternehmen hereinbrechen. Umfangreiche Investitionen in den letzten Jahren und zielgerichtete Entwicklungen und Anpassungen im Produktbereich bilden mit dem gesamten Produktportfolio weiterhin gute Voraussetzungen, den weltweiten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Ein höchster Qualitätsstandard und die am Markt bekannte Produktzuverlässigkeit sind weiterhin gute Voraussetzungen, um die guten Marktpositionen zu verteidigen und weiterem Wachstum Raum zu geben. 3. Gesamtaussage Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen liegen aus heutiger Sicht nicht vor. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzierung von Investitionen und der Kapitalbedarf für das Working Capital werden fast ausschließlich aus der Innenfinanzierung abgedeckt. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm, erwähnenswerte Forderungsausfälle sind weiterhin nicht zu verzeichnen. Das Finanz- und Controllingmanagement des Unternehmens sichert durch zahlreiche geeignete und bewährte Maßnahmen den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken ab, die durch das vorhandene und praktizierte Risikomanagement frühzeitig erkannt werden. Durch gezielte, auch EDV-unterstützte Maßnahmen bei der Prüfung und Überwachung der Kreditwürdigkeit von Kunden, permanent überwachter Kreditlimits sowie Absicherung über Anzahlungs- und/oder Vorauszahlungsvereinbarungen wird gewährleistet, dass Forderungsausfälle minimiert werden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält keine weiteren Zweigniederlassungen. Unterschrift der Geschäftsführer der Maschinen- und Metallwarenfabrik Matthaei GmbH
Mühlheim am Main, den 31. März 2024 / 10. Juni 2024 gez. Holm Schlicke gez. Daniel Weidner HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023MATO GMBH & CO. KGI. Allgemeine Angaben Die MATO GmbH & Co.KG mit dem Sitz in der Benzstraße 16-24, 63165 Mühlheim am Main ist im Handelsregister Offenbach unter HRA 7356 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für bestimmte Personenhandelsgesellschaften (264 ff. HGB) sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kommanditgesellschaft i.S.d. § 264a I i.V.m. § 267 II HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kommanditgesellschaften i.S.d. § 264a I HGB geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 264c, 265 I 2, 266 ff. HGB). Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit im Wesentlichen zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie bisher, das Gesamtkostenverfahren angewendet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Mato GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage handelsrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene EDV-Software, die zu Anschaffungskosten angesetzt und über einen Zeitraum von 3-5 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen, auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze, vermindert. Auf die lineare Methode wird übergegangen, sobald sie zu höheren Abschreibungsbeträgen im Geschäftsjahr führt. Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 III 5 HGB) waren nicht erforderlich. Zugänge des Geschäftsjahres wurden pro rata temporis abgeschrieben. Für die angeschafften beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,- nicht übersteigen, wurde die Ausnahmeregelung von § 6 II 1 EStG für Wirtschaftsgüter von geringem Wert genutzt. Diese wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Im Jahr der vollständigen Abschreibung wird auch deren Abgang unterstellt (Abgangsfiktion). Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte werden mit dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bewertungsverfahren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit den Herstellungskostenuntergrenzen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des § 256a Satz 2 HGB am Abschlussstichtag angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Die für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen gebildeten Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der die künftig zu erwartenden Lohnentwicklungen berücksichtigt. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Teilwertverfahren sowie Rentenbarwertverfahren durchgeführt. Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln von Dr. Heubeck 2018 G. Die Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) p.a. abgezinst. Eine Rentenanpassung von 2 % (Vorjahr: 2 %) p.a. wird aufgrund der Erfahrungswerte der Vergangenheit berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des verwendeten Rechnungszinssatzes werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt.
Die sonstigen Forderungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 4.401.128,48 (Vorjahr: EUR 2.653.036,56). Im Geschäftsjahr wurde durch Auflösung der Rücklagen die Hafteinlage um EUR 7.600.000,00 auf EUR 11.450.000,00 erhöht. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 9.764,- (Vorjahr: EUR 44.642,-). Dieser Unterschiedsbetrag ist für eine Entnahme nach Maßgabe des § 253 VI 2 HGB gesperrt. In der Bilanzposition "Verbindlichkeiten" sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 53.243,07 (Vorjahr: EUR 26.941,11) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 9.524.356,45 (Vorjahr: EUR 10.482.667,46) enthalten. Innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen i.H.v. EUR 23.151,- (Vorjahr: EUR 24.820,-) enthalten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. IV. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zu Gunsten der Tochtergesellschaft MATO Holding GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übernommen. Diese Verbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 2.785. Zum Stichtag liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Inanspruchnahme droht. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 200 und aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 1.215. VI. Sonstige Angaben Organe Geschäftsführung: Die Geschäftsführung obliegt der Maschinen- und Metallwarenfabrik Matthaei GmbH. Der Geschäftsführer Herr Hans-Christian Richter (abberufen zum 31. Dezember 2023) hat Einzelvertretungsbefugnis. Zum 1. Januar 2024 wurden Herr Daniel Weidner (Schwerpunkt Technik/Produktion und Vertrieb) sowie Herr Holm Schlicke (Schwerpunkt kaufmännischer Bereich) zu Geschäftsführern mit Einzelvertretungsbefugnis der Maschinen- und Metallwarenfabrik Matthaei GmbH bestellt. Die Angabe der Bezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.
Mitarbeiterzahl
Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB hinsichtlich der Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB wurde Gebrauch gemacht. Unterschrift der Geschäftsführer der Maschinen- und Metallwarenfabrik Matthaei GmbH
Mühlheim am Main, den 31. März 2024 / 10. Juni 2024 gez. Holm Schlicke gez. Daniel Weidner sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den geprüften und nicht auf den offengelegten verkürzten Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MATO GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MATO GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MATO GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 10. Juni 2024 HEIM
HONERMEIER GmbH
gez. Christian Wagner, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen