Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 19717 KI
Eingetragen
14.6.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Vermittlung und Vertrieb von neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzubehör und -ersatzteilen, Betrieb von Kraftfahrzeugreparaturwerkstätten sowie Ausübung aller mit dem Kraftfahrzeugvertrieb zusammengehörenden Geschäfte und Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Halemeier
seit 14.6.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Uwe Halemeier
Kakenhaner Weg 155 b, 22397 Hamburg
12.500 €
50.00%
Frank-Michael Seftel
Schwalbennest 56, 24568 Kaltenkirchen
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Behrmann Automobile GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Behrmann Automobile GmbH, Norderstedt, betreibt als Vertragspartner der Daimler AG den autorisierten Mercedes-Benz Service und Vermittlung, den autorisierten Smart Service, den IVECO-Service und den autorisierten Mitsubishi Fuso Service für den Großraum Norderstedt. Gleichzeitig ist das Unternehmen für die Marken "Junge Sterne" und "jung@smart" von der Daimler AG zertifiziert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die zu einer Schwächung des privaten Konsums geführt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 0,3 % zurückgegangen. Für das Jahr 2024 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von lediglich 0,2 %.

Der Automobilhandel ist stark von der Gesamtkonjunktur abhängig. Im Jahr 2023 wurden lt. Kraftfahrt-Bundesamt 2,8 Mio. Neuwagen zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Gemäß Neuzulassungsstatistik stiegen die Neuzulassungen für Smart um 42,9 % und Mercedes um 13,7 % im Vergleich zum Vorjahr.

2.2. Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis 31.10.2023 war trotz "Wirtschaftsflaute" ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Die Automobilhersteller und das Automobilhandelsgeschäft stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Die politisch angestrebte Energiewende in Verbindung mit der Mobilitätswende führt in Deutschland zu nachhaltigen Veränderungen als Industriestandort insbesondere als automobiler Produktionsstandort für das heimische Automobilhandelsgeschäft.

Der deutsche Geschäfts- und Privatkundenmarkt ist von Verunsicherung, Nachfrageverweigerung und Abwanderung geprägt. Die Nachwirkungen einer galoppierenden Inflation, die hohen Zinsen, die CO 2 -Strafsteuer, Energiekrise, Verschlankung des Produktmix, bevorstehende Flutung des Marktes durch chinesische Elektrofahrzeuge und die politische Orientierungslosigkeit in Verbindung mit ausufernden staatlichen Eingriffen in die Autonomie der Märkte führen bei den Kunden zur Desorientierung und wirtschaftspolitisch in eine Sackgasse. Investitionsentscheidungen bzw. Kaufentscheidungen werden nicht nur verschoben, sondern gänzlich gestrichen. Auf die Dekarbonisierung erfolgt die Deindustrialisierung in Form schleichender Abwanderung der Automobilproduktion und weiterer wichtiger Industriezweige aus Deutschland.

Genau hierin liegt die Chance für die Behrmann Automobile GmbH. Die Folgen der hausgemachten Wirtschaftskrise, Dekarbonisierung und daraus resultierenden Veränderungen in der Arbeitswelt mit dem stetig steigenden Fachkräftemangel führen zu nachhaltigen Veränderungen bei den Geschäftsprozessen, den Kundenströmen, den Lieferketten, saisonale Geschäftsverläufe und Bestandsmanagement. Manifestierte Abläufe und langjährige Erfahrungen müssen neu gedacht und an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Als kleines familiengeführtes Unternehmen mit einer hohen Flexibilität und schnellen Entscheidungsprozessen liegt es seit über 17 Jahren in unserer DNA sich auf geänderte Rahmenbedingungen einzustellen und Veränderungen frühzeitig zu antizipieren.

Die Behrmann Automobile GmbH hat in den vergangenen Jahren werkstattseitig sämtliche Investitionen getätigt um batteriebetriebene Pkw, Transporter und Lkw warten und reparieren zu können.

Der Handel mir Elektrofahrzeugen ist mangels Glaubens an den Erfolg der politisch angestrebten Energie-, Verkehrs- und Klimatransformation stets minimalistisch betrieben worden. So ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Fahrzeughersteller, wie auch Mercedes-Benz, dazu übergehen, Erwartungen und Absatzziele der Elektromobilität bis 2030 um mindestens 50% zu reduzieren. Für 2024 wird mit einem Elektro-Anteil von nicht mehr als 5% am Gesamtabsatz gerechnet. "Electric only" ist vorerst ausgebremst. Das in den letzten Jahren defensive Verhalten der Behrmann Automobile GmbH bei der Vermarktung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen scheint sich nun auszuzahlen. Restwertrisiken für in den vergangenen Jahren getätigte Leasing- und Finanzierungsgeschäfte sind bei der Behrmann Automobile GmbH nicht vorhanden.

Das Handelsgeschäft mit jungen Fahrzeugen bildet weiterhin unseren Schwerpunkt im Fahrzeughandel. Im Segment "Junge Sterne" bieten sich auch zukünftig gute Chancen, Erträge oberhalb der durchschnittlichen Vergleichswerte zu erwirtschaften. Zwischen großen Handelsunternehmen mit einem nur schwer zu steuerndem Handelsnetz und kleinen nicht markengebundenen Handelsunternehmen liegt die Idee der persönlichen und vertrauensvollen Geschäftsstrategie, wie die Behrmann Automobile GmbH sie seit Jahren erfolgreich praktiziert. Vor dem Hintergrund der sich ändernden Vertriebskonzepte ergeben sich auch zukünftig Markt- und Ertragschancen für junge Gebrauchtfahrzeuge und deren Service.

In den vergangenen Jahren ist es uns als Markenhändler sehr gut gelungen, in unserer "Nische" mit einer gewissen Exklusivität wahrgenommen zu werden. Unsere Marke "Junge Sterne" erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit.

Im Pkw- und Lkw-Servicebereich haben wir, trotz einer hohen Produktqualität, unsere Umsätze festigen können. Die Synergieeffekte aus der Integration des Schwesterbetriebs (2022) Haueis Truck GmbH am Standort Behrmann Automobile sind erstmals 2023 in deutlicher Ausprägung in der Ergebnisrechnung eingeflossen. Auch für das Jahr 2024 wird mit weiteren positiven Effekten gerechnet. Insgesamt wurden 10 Mitarbeiter übernommen. Hierdurch konnten wir unsere Kompetenzen erweitern und noch flexibler auf gestiegene Kundenerwartungen reagieren.

Das von den Versicherungen gesteuerte Pkw-Karosseriegeschäft (Neukundenanteil ca. 90%) bietet zusätzliche Kundenkontaktchancen für weitere Umsätze im Werkstatt- und Verkaufsgeschäft. Unsere gute Aus- und Weiterbildung im technischen Bereich zählt weiterhin zu den Stützen unseres erfolgreichen Servicegeschäfts. Jedes Jahr werden in unserem Betrieb erfolgreich ausgebildete Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute in ein Festanstellungsverhältnis übernommen. Erstmalig werden wir ab März 2024 2 junge asiatische Lehrlinge in unserem Betrieb begrüßen dürfen und zum Kfz-Mechatroniker ausbilden.

Bestehende Kundenbeziehungen werden gepflegt und ausgebaut. Durch die Konzentration auf das regionale Geschäft und unter gleichzeitiger Ausschöpfung des digitalen Vertriebskanals, konnten Neukunden im Verkauf und Service zusätzlich gewonnen und für die Marke Behrmann Automobile begeistert werden.

Geschäftsverlauf

Die Umsätze des Geschäftsjahres 2023 (01.11.22 - 31.10.23) sind im Vergleich zum Vorjahr gesamtbetrieblich um 8,7% gestiegen (VJ -25%). Im Fahrzeugverkauf ist der Umsatz um 1,3% gestiegen (VJ -39,7%).

Die Serviceumsätze 2023 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,8% gestiegen (VJ +8,4%). Der Lohnumsatz im Nutzfahrzeugsegment stieg hierbei um 28,9% (VJ +34,0%).

Die Personalgemeinkosten (ohne GF) stiegen im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8%. Die Sachgemeinkosten stiegen insgesamt um 6,4% hiervon die Energiekosten um 62,7%.

Investitionen in Gebäude, Technische Anlagen und Betriebsausstattung wurden vollumfänglich getätigt. Gestreckte Investitionen aus den Vorjahren wurden zu 100% aufgeholt. Es erfolgten alle Investitionen zur Gewährleistung der Geschäftsprozesse sowie Investitionen die vertraglich vom Hersteller gefordert sind.

Wie bereits auch in den Jahren zuvor, haben wir im Jahr 2023 Investitionen in die Ausbildung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter getätigt. Die wichtigste Investition, die Ausrichtung und Qualifikation unseres Werkstattgeschäfts wird nachhaltig verfolgt. Behrmann Automobile ist damit einer der wenigen Betriebe in Norddeutschland, der zukünftig sämtliche Arbeiten für Mercedes-Benz Pkw und Transporter vollumfänglich anbieten darf.

Die intensive Betreuung unserer Auszubildenden haben wir auch 2023 verfolgt. Es wurden wiederrum zahlreiche Praktikantenplätze zur Verfügung gestellt. Motivierte, gut ausgebildete und loyale Mitarbeiter sind unsere Antwort auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Vermögenslage

Das Unternehmen verfügte am 31.10.2023 über ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.036 (17,8 %) bei einer Bilanzsumme von TEUR 6.178. Das Eigenkapital deckt das gesamte Anlagevermögen zu ca. 89 % und überdeckt das Anlagevermögen ohne Fahrzeuge zu ca. 345 %.

Der Fremdkapitalanteil (ohne Gesellschafterkonten) am Gesamtkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 5.142 (83,6 %).

Ertragslage

Für den Gesamtbetrieb wird für das Jahr 2024 ein leicht steigender Ertrag erwartet.

Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens ist gut, von den zur Verfügung stehenden Kreditlinien in Höhe von TEUR 9.200 wurden am 31.10.2023 TEUR 3.290 in Anspruch genommen. Das entspricht einer Ausschöpfung von 35,8 %.

Personalsituation

Im Personalbereich wurde die Qualifizierung und Zertifizierung der Mitarbeiter weiter fortgeführt. Ein Schwerpunkt unserer Personalarbeit liegt in der qualifizierten Ausbildung unserer Lehrlinge in den Ausbildungsberufen Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Pkw, Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Nfz, Kfz-Mechatroniker für System und Hochvolttechnik, Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Karosserietechnik, Automobilkaufmann und Fachkraft für Lagerlogistik. Der Personalstand konnte im Wege der Prozessoptimierung weiter angepasst werden.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Für das Jahr 2024 wird im Verkaufsgeschäft mit steigenden Umsätzen (13% bis 18% Steigerung) gerechnet. Die Planung der Umsätze im Servicebereich sieht eine Steigerung von ca. 11,0 % vor.

Durch unsere Investitionen in die "Mercedes-Benz Spezialisierung" und der verfolgten Diversifizierung der letzten Jahre sehen wir der Entwicklung im Servicegeschäft trotz steigender Produktqualität und verlängerter Wartungsintervalle positiv entgegen. Wir sind davon überzeugt, auch 2024 unsere Umsätze und Erträge sowohl im Verkaufsgeschäft als auch im Servicegeschäft steigern zu können. Auch zukünftig wird es uns gelingen, die Marke Behrmann Automobile weiter zu stärken und zusätzliche Marktanteile zu erobern. Aufgrund der durch die Politik zum Jahresende 2023 eingestellten Förderung für Elektrofahrzeuge wird die E-Mobilität in Deutschland schlagartig absinken. Hierdurch wird sich der Verbrennungsmotor wieder wachsender Beliebtheit erfreuen. Der Fahrzeugbestand in Deutschland wächst weiterhin. Reparaturwerkstätten im heimischen Markt werden zusehends weniger. Mitarbeiterressourcen, Mitarbeiterqualifikation und die Werkstattausrüstung sind die Herausforderungen dieser Tage.

Für den Gesamtbetrieb wird für das Jahr 2024, im Vergleich zum Vorjahr, ein leicht steigender Ertrag erwartet.

Das Verkaufsgeschäft für junge Gebrauchtfahrzeuge wird auch im Jahr 2024 wieder Chancen und Perspektiven bieten. Die Nachfrageabschwächung der vergangenen 24 Monate wird sich 2024 auflösen. Politische erzeugte Unsicherheiten haben sich zu Gunsten des Verbrennungsmotors geklärt. 2024 wird es vertriebsseitig zu Nachholeffekten kommen. Die Lieferzeiten für ausgesuchte attraktive Fahrzeugmodelle der Marke Mercedes-Benz haben sich nach der Lieferkettenproblematik der letzten Jahre wieder normalisiert.

Das Geschäft mit jungen Gebrauchten der Marke Mercedes-Benz (Junge Sterne) bildet weiterhin unser Hauptvertriebsgeschäft. Dank unserer ausgeprägten Kundenorientierung/Kundennähe, unserer hohen Flexibilität bei der Erschließung von weiteren Einkaufsquellen und der Bereitschaft auf Veränderungen unverzüglich zu reagieren, sehen wir auch für 2024 gute Chancen ein ertragsstarkes Verkaufsgeschäft zu tätigen.

Besonderheiten im Hinblick auf eine Bestandgefährdung, die über solche aus dem normalen operativen Geschäft hinausgehen, sind zurzeit keine erkennbar.

 

Norderstedt, im Februar 2024

Behrmann Automobile

Geschäftsführung

gez. Frank-Michael Seftel

gez. Uwe Halemeier

Bilanz

AKTIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.424,00 14.412,00
2. Geschäfts-oder Firmenwert 0,00 11.424,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.523,00 25.279,00
2. technische Anlagen und Maschinen 169.790,12 128.237,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.793,88 148.750,88
4. Geschäfts- und Vorführwagen 840.599,00 1.120.706,00 1.132.130,00 526.427,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.576,45 5.934,87
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 53.754,00 46.016,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.913.571,30 3.997.696,17
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -38.023,00 3.932.878,75 -114.210,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 674.757,01 801.820,88
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 0,00 445.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 294.408,47 969.165,48 232.039,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 101.107,67 5.003.151,90 104.821,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.446,11 42.179,33
davon Disagio: 0,00 EUR
6.177.728,01 6.404.403,97

PASSIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 190.800,28 590.800,28
III. Bilanzgewinn 820.657,10 520.215,88
davon Gewinnvortrag: 520.215,88 EUR 1.036.457,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellung 221.649,56 191.605,00
2. sonstige Rückstellungen 376.149,88 597.799,44 374.329,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.290.008,58 3.410.515,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 3.290.008,58 EUR (Vorjahr: 3.410.515,92 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 446.511,12 429.362,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 446.511,12 EUR (Vorjahr: 429.362,56 EUR)
3. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 520.000,00 450.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 520.000,00 EUR (Vorjahr: 450.000,00 EUR)
4. sonstige Verbindlichkeiten 285.131,99 410.788,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 285.131,99 EUR (Vorjahr: 410.788,02 EUR)
davon aus Steuern: 115.369,29 (vorjahr: 337.047,91 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 738,36 EUR (Vorjahr: 160,00 EUR) 4.541.651,69
D. Passive latente Steuern 1.819,50 1.786,50
6.177.728,01 6.404.403,97

Gewinn- und Verlustrechnung

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.057.913,39 16.607.172,51
2. sonstige betriebliche Erträge 236.767,65 308.413,37
3. Gesamtleistung 18.294.681,04 16.915.585,88
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.113.550,73 -10.188.010,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -331.733,60 -11.445.284,33 -354.978,60
6.849.396,71 6.372.596,47
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -3.362.147,29 -2.901.504,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -561.015,15
und Unterstützung -3.923.162,44 -489.070,14
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -267.751,60 -292.302,94
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.093.895,39 -6.284.809,43 -2.183.445,43
564.587,28
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.763,13 3.473,86
davon von nahestehenden Unternehmen: 2.860,42 EUR (Vorjahr: 3.404,17 EUR)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -222.318,95 -113.735,58
davon an nahestehende Unternehmen: 10.610,38 EUR (Vorjahr: 9.449,33 EUR) -217.555,82
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -40.071,45 -100.334,52
11. Ergebnis nach Steuern 306.960,01 295.677,32
12. sonstige Steuern -6.518,79 -11.324,51
13. Jahresüberschuss 300.441,22 284.352,81
14. Gewinnvortrag 520.215,88 235.863,07
15. Bilanzgewinn 820.657,10 520.215,88

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde für das Wirtschaftsjahr 01.11.2022 bis 31.10.2023 gemäß §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Die vom Gesetz für diese Gesellschaften vorgesehenen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses und der Publizitätspflicht werden in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft wurde gemäß § 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG durch Abspaltung gegründet. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister erfolgte am 14.06.2018.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, sich aus dem Handelsgesetzbuch ergebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Wesentlichen wurden die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden in dem Jahresabschluss im Vergleich zum Zeitraum vor der Betriebsaufspaltung nicht geändert, so dass die Vergleichbarkeit der Vorjahre erhalten bleibt.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzung vermindert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird diesem Umstand durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Geringwertige Anlagegüter im Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips werden vorgenommen.

Alle Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Als sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen solche für Garantieverpflichtungen (TEUR 9), Personalkosten (TEUR 306), Jahresabschlusskosten (TEUR 12), unterlassene Instandhaltung (10 TEUR), Archivierungskosten (TEUR 15) und diverses (TEUR 24) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Rückstellungen werden nach den zu erwartenden Zahlungen gebildet. Bei längerfristigen Beträgen werden Abzinsungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Bei langfristigen Beträgen werden ggf. Abzinsungen vorgenommen.

Ungesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Stichtags- oder Anschaffungskurs umgerechnet.

III. Entwicklung der Branche

Der Automobilhandel für junge Gebrauchtfahrzeuge unterliegt derzeit aufgrund vielfältiger und komplexer Veränderungen im nationalen wie auch internationalen Umfeld strukturellen Veränderungen. Chinesische Hersteller drängen massiv mit Elektrofahrzeugen auf den deutschen und europäischen Neufahrzeugmarkt. Deutsche Hersteller wiederrum mussten im vergangenen Jahr stark sinkende Marktanteile auf dem chinesischen Neufahrzeugmarkt für Elektrofahrzeuge hinnehmen. Aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts aus Dezember 2023 zum Bundeshaushalt 2024 wurden von der deutschen Regierung die staatlichen Fördermaßnahmen für elektrisch betriebene Fahrzeuge für den deutschen Markt binnen 48 Stunden zurückgezogen. In Folge kommt der deutsche Markt für elektrisch betriebene Fahrzeuge stark unter Preisdruck. Fahrzeuge mit einem klassischen Verbrennungsmotor werden wieder verstärkt nachgefragt werden. Die Verbraucher werden unter dem Druck der stetig steigenden Lebenshaltungskosten, steigenden Sozialabgaben und unberechenbaren Energiekosten, nicht Willens sein, nur einen Euro mehr für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug gegenüber einem Verbrennerfahrzeug auszugeben. Diese Veränderungen wirken unmittelbar auf den Markt für junge Gebrauchtfahrzeuge.

Unsere Strategie, sich weiterhin auf die Verbrennerfahrzeuge zu konzentrieren und nur auf Bestellung elektrisch betriebene Fahrzeuge zu handeln, hat sich ausgezahlt. Eine Neubewertung unserer Fahrzeugbestände als Ergebnis des herrschenden politischen Nihilismus ist uns erspart geblieben. Restwertgarantien aus Leasing- und Finanzierunggeschäften der letzten Jahre sind ebenfalls nicht vorhanden.

Die Beschädigung komplexer und ausgefeilter Lieferketten, für Bauteile aller Art, führt bei allen deutschen Autoherstellern zu Lieferengpässen in der Ersatzteilversorgung.

Das politische Umfeld forciert weiterhin den Wandel zur klimaneutralen Mobilität und Dekarbonisierung. In der Folge wird der heimische Automobilmarkt für die Hersteller zusehends unattraktiver. Produktionsstätten, Arbeitsplätze und Umsätze verlassen Deutschland und wandern in andere Regionen ab.

2023 haben sich die Gebrauchtfahrzeugpreise im Vergleich zu 2022 ein Stück weit normalisiert. Das bedeutet, die Gebrauchtfahrzeugpreise sind nach dem enormen Anstieg im Jahr 2022 wieder fallend. Aufgrund der allgegenwärtigen Verbraucherverunsicherung hat sich die Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen zum Jahresende abgekühlt.

Hierin liegt insbesondere für Behrmann Automobile die Chance sich von Wettbewerbern abzuheben. Behrmann Automobile verkauft bereits seit Jahren Gebrauchtfahrzeuge nach ganz Europa und weltweit. Diese Vertriebskanäle können die mangelnde Kaufzurückhaltung in Deutschland ein stückweit kompensieren. Beim Einkauf bedient sich Behrmann Automobile ebenfalls langjähriger erprobter Strukturen. Neben dem Hersteller werden junge Gebrauchtfahrzeuge auch auf entsprechenden Börsen, bei Leasinggesellschaften und bei Autovermietern europaweit eingekauft. So ist es auch im Jahr 2023 gelungen, trotz Verknappung bestimmter Marktsegmente, stets ein ausreichend attraktives Fahrzeugangebot unseren Kunden zu präsentieren.

Der stationäre und bewährte Gebrauchtfahrzeughandel mit seinen umfangreichen Angeboten hinsichtlich Beratung, Finanzierung, Dienstleistungen überzeugt weiterhin durch Kompetenz und der "alles aus einer Hand Philosophie". So wird der stationäre Gebrauchtfahrzeughandel auch in den kommenden Jahren eine Branche mit guten Zukunftsaussichten sein.

Serviceseitig haben wir bereits in den vergangenen Jahren alle notwendigen Investitionen in Werkzeuge, Mitarbeiterqualifizierung und Betriebsausstattung getätigt. Sämtliche HerstelIeranforderungen im Rahmen der CI und CI-Werkstattausrüstung wurden im Jahr 2023 erfüllt und vom Hersteller geprüft.

In den kommenden Jahren wird der Verbrennungsmotor weiterhin der wichtigste Antrieb für Pkw, Transporter und Lkw-Fahrzeuge sein. Trotz rückläufiger Wartungs- und Reparaturstunden wird der After-Sales-Markt genügend Potentiale bieten, um auch mittelfristig attraktive Erträge zu erwirtschaften. Durch die Integration der Fa. Haueis Truck mit den Marken IVECO u. Meiller am Standort Behrmann Automobile (06.2022) in Norderstedt haben wir eine Bündelung der Nutzfahrzeugkompetenz erreicht. Die entstandenen Synergieeffekte haben erstmals im Jahr 2023 Einfluss auf die Ergebnisrechnung nehmen können. Auch für das Jahr 2024 erwarten wir weitere positive Effekte auf unser Ergebnis. Hinsichtlich Mitarbeiterqualifizierung in neue Technologien werden wir den steigenden Anforderungen der verschiedenen Hersteller gerecht. Für den Service von Nutzfahrzeugen erwarten wir in den kommenden Jahren eine steigende Marktnachfrage.

Nicht zuletzt auch deshalb, da umliegende Wettbewerber die steigenden Marktanforderungen zukünftig nicht mehr gewährleisten können.

Mit fortschreitender Technologie haben wir uns, als eines der wenigen Unternehmen in unserem Marktumfeld, bekannt, auch zukünftig vollumfänglich in die Marken Mercedes-Benz, IVECO, Fuso und Meiller zu investieren. Die durch den Hersteller vorgenommene Spezialisierung auf dem Reparatur- und Wartungsmarkt hinsichtlich der Bildung von Kompetenzzentren mit speziellen Reparaturdienstleistungen und Qualifikationen haben wir zu 100% erkannt und umgesetzt. Diese gebündelte Kompetenz können nur noch wenige Betriebe in Schleswig-Holstein und Hamburg vorweisen.

Durch die Umsetzung des "Customer Loyality Index" werden wir in einem ganzheitlichen Ansatz die unterschiedlichen Phasen des Kundenlebenszyklus und damit die Entwicklung der Kundenbindung beschreiben und entsprechend verarbeiten.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 801,6. Die Verpflichtungen betreffen den Mietvertrag für das Betriebsgrundstück (TEUR 798) und Leasingverträge (TEUR 3,6).

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen3.290.008,58 EUR. Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 4.541.651,69 EUR haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 4.541.651,69 EUR.

In Höhe von 3.3.290.008,58 EUR sind Verbindlichkeiten durch Grundschulden und Bürgschaften gesichert.

V. Sonstige Angaben

A. Organe

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Herr Uwe Halemeier, Hamburg, Kaufmann

Herr Frank-Michael Seftel, Sankt Peter-Ording, Kaufmann

- jeweils seit dem 01.09.2007-

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: 0 TEUR).

B. Mitarbeiteranzahl

Die Gesellschaft beschäftigte neben der Geschäftsführung im Jahr 2023 durchschnittlich 54,0 Mitarbeiter (davon 9 in Teilzeit). Die Berechnung erfolgte methodisch gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

D. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Norderstedt, im Februar 2024

Behrmann Automobile GmbH

Uwe Halemeier

Frank-Michael Seftel

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname lt. Registergericht: Behrmann Automobile GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Norderstedt
Registergericht: Kiel
Registernummer: HRB 19717

Zusätzliche Angabe zur Offenlegung:

Der Jahresabschluss zum 31. Oktober 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Juni 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss wurde nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen ungekürzten Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Behrmann Automobile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Behrmann Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung derBilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Behrmann Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 17. April 2024

Busch von Rönn und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anja Chalupa, Wirtschaftsprüferin

Dr. Matthias von Rönn, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.11.2022
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen Abgänge
EUR
Stand 31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (Software) 182.107,07 3.044,00 0,00 185.151,07
2. Firmenwert 327.264,00 0,00 0,00 327.264,00
509.371,07 3.044,00 0,00 512.415,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.431,35 0,00 0,00 69.431,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.166.212,04 81.559,94 0,00 1.247.771,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.035.132,47 3.516,97 0,00 1.038.649,44
b) Einbauten 423.688,07 0,00 0,00 423.688,07
c) Aktiverte GwG's bis 410,00 EUR 79.369,75 0,00 0,00 79.369,75
d) Pool GwG 262.742,82 10.393,33 0,00 273.136,15
1.800.933,11 13.910,30 0,00 1.814.843,41
4. Geschäfts- und Vorführwagen
Betriebsfahrzeuge 901.314,40 767.540,36 530.544,82 1.138.309,94
3.937.890,90 863.010,60 530.544,82 4.270.356,68
Anlagevermögen insgesamt 4.447.261,97 866.054,60 530.544,82 4.782.771,75
Abschreibungen
Stand 01.11.2022
EUR
Geschäftsjahr
EUR
auf Abgänge
EUR
kumuliert 31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (Software) 167.695,07 6.032,00 0,00 173.727,07
2. Firmenwert 327.264,00 0,00 0,00 327.264,00
494.959,07 6.032,00 0,00 500.991,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.152,35 12.756,00 0,00 56.908,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.037.974,92 40.006,94 0,00 1.077.981,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.981,59 39.618,97 0,00 978.600,56
b) Einbauten 399.249,07 10.095,00 0,00 409.344,07
c) Aktiverte GwG's bis 410,00 EUR 79.369,75 0,00 0,00 79.369,75
d) Pool GwG 234.581,82 15.153,33 0,00 249.735,15
1.652.182,23 64.867,30 0,00 1.717.049,53
4. Geschäfts- und Vorführwagen
Betriebsfahrzeuge 374.887,40 144.089,36 221.265,82 297.710,94
3.109.196,90 261.719,60 221.265,82 3.149.650,68
Anlagevermögen insgesamt 3.604.155,97 267.751,60 221.265,82 3.650.641,75
Buchwerte
Stand 31.10.2023
EUR
Stand 31.10.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (Software) 11.424,00 14.412,00
2. Firmenwert 0,00 0,00
11.424,00 14.412,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.523,00 25.279,00
2. technische Anlagen und Maschinen 169.790,12 128.237,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.048,88 96.150,88
b) Einbauten 14.344,00 24.439,00
c) Aktiverte GwG's bis 410,00 EUR 0,00 0,00
d) Pool GwG 23.401,00 28.161,00
97.793,88 148.750,88
4. Geschäfts- und Vorführwagen
Betriebsfahrzeuge 840.599,00 526.427,00
1.120.706,00 828.694,00
Anlagevermögen insgesamt 1.132.130,00 843.106,00

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