Swafing GmbH
Bentheimer Straße 175, 48529 Nordhorn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Alferink seit 12.4.2017 | Prokura |
Bernd Wegbünder seit 9.12.2014 | Prokura |
Hans-Gerd Swafing seit 9.12.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Swafing GmbHNordhornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Swafing GmbH gehört zu den führenden Unternehmen in Deutschland in dem Bereich Großhandel mit Stoffen/Meterware. Das Unternehmen mit Sitz in Nordhorn und Niederlassung in Wietmarschen/Lohne entwickelt, produziert und vertreibt eine Vielzahl von Stoffkollektionen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden ein vielfältiges Sortiment aller für den Sektor Meterware notwendigen Stoffe. Darüber hinaus bietet es den Kunden einen rundum Vertriebsservice an. Die Kunden werden sowohl von einem Außendienst betreut als auch telefonisch durch den Innendienst. Des Weiteren kann sich der Kunde online informieren und bestellen. Die Stoffe werden überwiegend in Deutschland und daneben in einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Drittländern verkauft. Der europäische Raum wird durch selbständige Handelsvertreter betreut. Der Kundenkreis setzt sich zusammen aus einer Vielzahl von Einzelhändlern. Der Warenbezug erfolgt im Wesentlichen von Stofflieferanten aus dem Nahen Osten und Ostasien. Forschung und Entwicklung im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB betreibt die Gesellschaft nicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtkonjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 - Statistisches Bundesamt vom 15.01.2024) Branchenkonjunktur Der Gesamtmarkt für Handarbeitsbedarf in Deutschland belief sich in 2023 auf 1,01 Milliarden Euro gemessen an Endverbraucherpreisen. Der Markt bewegte sich damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Auch wenn nicht mehr die Umsätze aus den Rekordjahren 2020 und 2021 erreicht werden, zeigen die Zahlen, dass Handarbeiten sich dauerhaft als Hobby etabliert hat. "Gleichzeitig beobachten wir, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sehr bewusst und stärker projektbezogen einkaufen als in der Vergangenheit", erklärt Hedi Ehlen, Geschäftsführerin der Initiative Handarbeit. Material wird weniger auf Vorrat, sondern mehr nach Bedarf angeschafft. Speziell beim Nähen wird viel auf vorhandenes Material zurückgegriffen. Zudem spiegelt sich hier der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit durch Selbermachen wider: Reparieren und Upcycling sind im DIY-Bereich aktuell wichtige Themen. Das wirkt sich auch auf die Marktzahlen aus. Mit einem Umsatz von 370 Millionen Euro war der Bereich der Häkel- und Strickgarne 2023 das größte Einzelsegment und verzeichnete eine deutliche Steigerung (2022: 350 Millionen Euro.). Der Bereich Stoffe kam auf einen Umsatz von 275 Millionen Euro (2022: 330 Millionen Euro). Nähmaschinen erreichten einen Umsatz von 161 Millionen Euro und damit ebenfalls ein Plus im Vergleich zum Vorjahr (153 Millionen Euro). Weiterhin sehr stabil ist der Markt im Segment Kurzwaren mit einem Umsatz von 153 Millionen Euro und im Bereich Bücher, Zeitschriften und Anleitungen mit 46 Millionen Euro. "Große Herausforderungen für die Kreativbranche sind auch in diesem Jahr die hohen Produktionskosten durch die gestiegenen Preise für Energie und Rohmaterialien", so Hedi Ehlen. "Dazu kommt der Rückgang an Verkaufspunkten, den es speziell bei Stoffen im vergangenen Jahr leider gab." (Quelle: Initiative Handarbeit, Presseinformation aus März 2024) 2. Geschäftsverlauf und Lage Das abgelaufene Geschäftsjahr ist im Hinblick auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung weiter rückläufig, nachdem der Hype im Handarbeitsmarkt durch die Coronapandemie abgeflacht ist und nach dem die durch den Ukraine-Krieg verursachten Inflationssteigerungen bei den Konsumenten zu Kaufzurückhaltung geführt hat. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 11 % und das Jahresergebnis noch deutlicher um TEUR 902 auf TEUR -853 gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gesunkene Absatzmengen zurückzuführen, während die Kosten nicht in gleichem Maße gesenkt werden konnten. Das Management hat daraufhin zum Ende des Geschäftsjahres Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere in Form von Personalentlassungen beschlossen, die im Folgejahr umgesetzt werden. Die im letzten Jahr durch die Muttergesellschaft abgeschlossenen Erweiterungsinvestitionen (Bau einer neuen Lagerhalle sowie Anschaffung einer zweiten Verpackungsmaschine) haben zu einem Anstieg der Fixkostenniveaus geführt, welche nicht kurzfristig umkehrbar sind. Diese Maßnahmen waren bereits vor dem Ukraine-Krieg in der Umsetzung und sind strategischer Eckpfeiler in Bezug auf ein neu ausgerichtetes Produktportfolio. Die Gesellschaft beabsichtigt über eine im abgelaufenen Geschäftsjahr neu gegründete Tochtergesellschaft eine neue Produktmarke im niedrigen Preissegment aufzubauen, die mit einer Serie von neuen Artikeln an den Markt geht und insbesondere auch Neukunden ansprechen soll. Ziel ist es weitere Marktanteile zu gewinnen und Synergieeffekt mit vorhandenen Personal- und Lagerkapazitäten zu nutzen. 3. Lage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Swafing GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt verändert: 3.1 Ertragslage
Das Rohergebnis hat sich insbesondere durch einen Rückgang der Betriebsleistung um TEUR 885 auf TEUR 4.816 verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Absatzmengen durch den marktbedingten Nachfragerückgang zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote ist dagegen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Im Durchschnitt konnten Preissteigerungen auf der Beschaffungsebene an die Kunden nicht weitergegeben werden. Der Betriebsaufwand ist trotz des Rückgangs der Betriebsleistung leicht um TEUR 133 gestiegen. Der Anstieg ist neben leicht höhere Abschreibungen von TEUR 5 insbesondere auf höhere sonstige betriebliche Aufwendungen von ca. TEUR 193 zurückzuführen, während die Personalkosten aufgrund einer geringeren Mitarbeiteranzahl um TEUR 66 gesunken sind. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen resultiert insbesondere aus allgemeinen Kostensteigerungen (z.B. bei den Frachtkosten), auf gestiegene Instandhaltungskosten und auf gestiegene Kosten im Zusammenhang mit den Kapazitätserweiterungen für die neue Produktmarke (z.B. Mietkosten, Update Webshop etc.). Diese Kostensteigerungen in Relation zum Rohergebnis führten zu einem weiteren erheblichen Rückgang des Betriebsergebnisses um TEUR 1.018 auf TEUR -846. Das Finanzergebnis setzt sich im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Kontokorrentkredite zusammen. Die Zinsaufwendungen sind durch das höhere Zinsniveau gestiegen, obwohl die Inanspruchnahme der Kontokorrentkredite geringer war. Das Finanzergebnis hat sich damit um TEUR 58 auf TEUR -164 verschlechtert. Der Steuerertrag von 157 TEUR ergibt sich aus einem Verlustrücktrag für Körperschaftsteuer. Im Ergebnis resultiert hieraus ein im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 902 verschlechtertes Jahresergebnis von TEUR -853. 3.2 Vermögens- und Kapitalstruktur Vermögensstruktur
Das langfristig gebundene Vermögen ist mit TEUR 754 gegenüber dem Vorjahr abschreibungsbedingt leicht gesunken. Die Investitionstätigkeit umfasste im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist gesunken auf nun TEUR 5.428, was im Wesentlichen auf den Abbau des Lagerbestands zurückzuführen ist. Insgesamt ist die Vermögensstruktur gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Kapitalstruktur
Die Eigenkapitalquote ist trotz der gesunkenen Bilanzsumme wegen des Jahresfehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr von 37 % auf 31 % gesunken. Insgesamt ist das Eigenkapital um den Jahresfehlbetrag um TEUR 853 auf TEUR 1.920 gesunken. Das Fremdkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch den Abbau von Bankkontokorrentverbindlichkeiten, von Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen sowie Steuerverbindlichkeiten um TEUR 487 auf TEUR 4.262 gemindert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vollständig durch das kurzfristig gebundene Vermögen gedeckt. 3.3 Finanz- und Liquiditätslage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 468, aus der Investitionstätigkeit TEUR -152 und aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -225. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf den Abbau von Working Capital zurückzuführen. Insgesamt ist der Finanzmittelbestand von TEUR -1.804 auf TEUR -1.713 gestiegen. Die Finanzierung der Gesellschaft basiert auf Bankverbindlichkeiten, Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen sowie Lieferantenfinanzierung in Form klassischer Lieferantenkredite. Die finanzielle Situation des Unternehmens ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Dem Unternehmen stehen in angemessenem Umfang Kreditlinien zur Verfügung, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit uneingeschränkt gegeben. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei Lieferverbindlichkeiten überwiegend durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden. Der Geschäftsbetrieb sowie das genutzte Verwaltungs- und Lagergebäude werden von der Muttergesellschaft gepachtet. 3.4 Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin noch als solide ein. Der Umsatz und das Rohergebnis sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des marktbedingten Nachfragerückgangs gesunken. Der starke Rückgang des Jahresergebnisses war zu Jahresbeginn so nicht erwartet worden. Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2023 war aus Sicht des Managements unbefriedigend. Das Management hat daher zum Ende des Geschäftsjahres erste Gegenmaßnahmen (z. B. in Form von Personalentlassungen) beschlossen, um die Konsolidierung im Jahr 2024 in Gang zu setzen. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Sitz in Nordhorn über eine Niederlassung in Wietmarschen/Lohne, die als Lagerstätte fungiert. V. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft erholt sich in den kommenden Jahren. Das geht aus der aktuellen Deutschland-Prognose der Deutschen Bundesbank hervor. Allerdings verzögert sich die Wirtschaftserholung etwas. Gegenwärtig bremst vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage die Industrie, zudem zeigt sich der private Konsum zögerlich und die höheren Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen. Doch das Bild hellt sich bald auf. Ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Auch bei der Inflation zeigt die Deutschland-Prognose eine Verbesserung: Die Teuerungsrate wird sich demnach 2024 im Vergleich zu diesem Jahr mehr als halbieren. Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug, aber für eine Entwarnung ist es noch zu früh, schränkte Nagel zugleich ein. Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge legt das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 0,4 Prozent zu, nach einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent in diesem Jahr. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft um 1,2 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent. Sie profitiert vor allem von zwei Faktoren: Infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte steigen die Exporte. Und aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation geben die privaten Haushalte wieder mehr Geld für den Konsum aus. Die realen Einkommen der privaten Haushalte erhöhen sich deutlich, betonte Bundesbankpräsident Nagel. Die privaten Investitionen sinken hingegen zunächst noch und liefern erst 2026 wieder moderate Impulse. Die Prognose beruht auf vereinfachten Annahmen zur fiskalischen Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die jüngsten Vereinbarungen in der Bundesregierung zu den Bundesfinanzen 2024 wurden erst nach Abschluss der Projektion getroffen. Nach einer ersten Einschätzung ändern sie den fiskalischen und gesamtwirtschaftlichen Ausblick allerdings nicht entscheidend. Unsicherheiten für die Projektion bestehen gleichwohl hinsichtlich weiterer finanzpolitischer Beschlüsse, insbesondere für die Jahre ab 2025 und die konkrete Umsetzung der Energiewende. Auch darüber hinaus bestehen Risiken für die Prognose, insbesondere aufgrund geopolitischer Konflikte (Quelle: Pressemitteilung Bundesbank vom 15.12.2023) Nach dem Branchenreport von der Initiative für Handarbeit ist die Handarbeitsbranche mit Rückenwind in das Jahr 2024 gestartet. Nachhaltigkeit und traditionelles Handwerk haben als Themen weiterhin Konjunktur, ebenso wie der bewusstere Umgang mit Textilien und das Überdenken von Mode-Konsumgewohnheiten. Die h+h cologne zeigt als Impulsgeberin und internationale Plattform für die DIY-Community, wie die Branche diese Entwicklung erfolgreich mit aktuellen Trends verbindet. Die Zahl der Handarbeitsbegeisterten in Deutschland wächst - und die DIY-Community ist deutlich jünger geworden. Das zeigt die aktuelle Studie "Nutzungsverhalten Handarbeiten 2024", die die GfK Nürnberg im Auftrag des Branchenverbands Initiative Handarbeit erstellt hat. 85 Prozent aller Frauen in Deutschland beschäftigen sich zumindest ab und zu mit Handarbeit (2021: 76 Prozent). Unter den 18-29-Jähringen gibt die Mehrheit in der Befragung an, zu handarbeiten. "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, da diese Zielgruppe für die Zukunft unserer Branchen enorm wichtig ist", erklärt Hedi Ehlen. Es wird vor allen Dingen gestrickt und gehäkelt, genäht, repariert und Upcycling betrieben. Nach wie vor sind die Hauptmotive Spaß am Handarbeiten, Individualität und Entspannung. Nachhaltigkeit als Motiv hat an Bedeutung gewonnen. Nach Einschätzung des Managements wird der Handarbeitsmarkt aufgrund der politischen Lage und der Verunsicherung bei den Konsumenten temporär ein spürbar geringeres Nachfrageniveau beibehalten. Eine Erholung des deutschen und europäischen Meterwarenmarktes erwartet das Management nicht vor 2026. Für das folgende Geschäftsjahr geht das Management weiter von leicht sinkenden Umsatzerlösen aus. Das Jahresergebnis wird aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen besser als im abgelaufenen Geschäftsjahr prognostiziert. Die Erwartung ist ein negatives Jahresergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich. Erst im Jahr 2025 wird wieder eine Rückkehr in die Gewinnzone prognostiziert. Hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit werden aufgrund ausreichender Kreditlinien keine Einschränkungen erwartet. VI. Chancen- und Risikobericht Wichtige Geschäftschancen liegen für uns insbesondere in der Ausweitung des Produktportfolios im Niedrigpreissegment. Mit der im Geschäftsjahr 2023 neu gegründeten Tochtergesellschaft (Fabriccando GmbH) soll mit einer Serie von neuen Artikeln eine neue Produktmarke etabliert werden und damit neue Kunden hinzugewonnen werden. Da diese Produktmarke über eine Tochtergesellschaft abgewickelt wird, wird die Swafing GmbH nur mittelbar von den Chancen profitieren. Des Weiteren bestehen Chancen in der Ausweitung des Exportgeschäfts sowie in der kontinuierlichen Verbesserung unserer Online-Präsenz, die zusätzliches Wachstum generieren können. Geschäftschancen können sich zudem aus geänderten Freizeitverhalten der Konsumenten ergeben. Nachhaltigkeit, Rückbesinnung auf handwerkliche Techniken, Slow Fashion, Upcycling, der bewusstere Umgang mit Textilien und das Thema Reparaturen von Kleidung sind Motive, die immer weiter an Bedeutung gewinnen und die weitere Umsatzpotentiale schaffen können. Unsere Gesellschaft unterliegt Risiken, die untrennbar mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind. Man ist bestrebt, Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Wesentlichen Risiken wird u. a. durch den Abschluss von Versicherungen vorgebeugt. Teil des Risikomanagements ist auch die Erstellung von Finanzplänen und deren Monitoring. Der Bestand an liquiden Mitteln und die zur Verfügung stehenden Banklinien gewährleisten aktuell jederzeit eine ausreichende Liquidität des Unternehmens, so dass Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar sind. Konsequentes Kostenmanagement und weiteres Feintuning werden sich auch künftig im Ergebnis widerspiegeln. Fortbestandsgefährdende Risiken sieht das Management trotz der wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr derzeit nicht. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen sollten bereits im folgenden Geschäftsjahr Wirkung zeigen. Eine Rückkehr in die Gewinnzone wird kurz- bis mittelfristig erwartet. Die Gesellschaft ist weiterhin ausreichend finanziell stabil aufgestellt. Beschaffungsgeschäfte werden in Euro und US-Dollar abgewickelt. Entsprechende Zahlungskontingente werden vorgehalten. Ungünstige Wechselkursentwicklungen führen zu steigenden Einkaufspreisen, die an den Absatzmarkt weitergegeben werden müssen. Eine ungünstige Entwicklung des USD-Wechselkurses kann sich auf die Ergebnissituation auswirken, sofern die steigenden Einkaufspreise nicht vollumfänglich an den Absatzmarkt weitergegeben werden können. Schwankungen an den Rohstoffmärkten (z. B. sich verändernde Baumwollpreise aufgrund der energieintensiven Produktion und die Verfügbarkeit der Rohware) sowie die Verfügbarkeit der Produktionsressourcen und Kosten (z. B. steigende Lohnkosten auf dem Beschaffungsmarkt sowie Rückgang der Verfügbarkeit an Mitarbeitern für die Bekleidungsindustrie) bergen Risiken auf der Beschaffungsseite. Dieses Risiko wird durch eine gute Abstimmung des Einkaufs mit den Nachfragemengen sowie Abstimmung mit den bei den Kunden realisierbaren Preisen minimiert. Für den Verkauf können die allgemeine weltwirtschaftliche Situation und die Konsumneigung der Verbraucher den positiven Verlauf der Umsatzentwicklung stören. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit dem Ukrainekonflikt hat zu hohen Inflationsraten und zu Kaufkraftverlusten bei den Konsumenten geführt. Der Handarbeitsmarkt reagiert durchaus sensibel auf solche externen Faktoren. Dies Konsumenten reagieren zurückhaltender mit Ausgaben für Freizeit- und Hobbyaktivitäten, was die Umsatzentwicklung weiter beeinträchtigt kann. Auch generelle Themen des stationären Handels betreffen die Branche. Der Strukturwandel in den Innenstädten, erhöht den Druck auf den stationären Handel. Zugleich bleibt das Handarbeitsgeschäft vor Ort wichtig für die Branche, da zuletzt Umsätze des Online-Handels zurückgewinnen wurden. Für die Konsumenten spielt die persönliche Beratung beim Einkaufen und das Fühlen der Materialien eine wichtige Rolle. Die von der Muttergesellschaft getätigten Erweiterungsinvestitionen und damit verbundene Kostensteigerungen können sich zu Lasten der Profitabilität auswirken, sofern Leerkosten aufgrund mangelnder Kapazitätsauslastung entstehen. Umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld. Nähen und kreatives Gestalten steht in direkter Konkurrenz zu einer Vielzahl von Freizeitaktivitäten. Der Markt ist groß und ständig in Bewegung. Das Nähen stellt eine anspruchsvolle Tätigkeit, die mit erheblichem persönlichem Engagement und finanzieller Bindung (Nähmaschinen & Stofflager) einhergeht. Daher ist das Hobby Nähen häufig von dauerhafter Natur. Insgesamt kann im Vergleich mit dem Vorjahr die Einschätzung getroffen werden, dass sich die Gesamtrisikolage des Unternehmens nicht wesentlich verändert hat.
Nordhorn, 10. Juli 2024 Swafing GmbH, Nordhorn gez. Hans-Gerd Swafing, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Swafing GmbH hat ihren Sitz in Nordhorn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück, HRB 208964. Die Swafing GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Es besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Minerva Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Nordhorn und der Fabriccando GmbH, Nordhorn. Die Minerva Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Nordhorn, ist die Organträgerin der umsatzsteuerlichen Organschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip erfolgt eine Wertberichtigung wahlrechtsgemäß nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. (Handels-) Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren am Abschussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden dabei sowohl nach den Verhältnissen am Absatzmarkt als auch nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt bestimmt ("Doppelte Maßgeblichkeit"). Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden mir ihren Nominalwerten bewertet, soweit nicht im Einzelfall aufgrund konkreter Anhaltspunkte ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000 und ist voll eingezahlt. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, um alle am Abschlussstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der durchschnittliche Marktzins ist dabei als Sieben-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256 a HGB). 3. Erläuterungen zum Jahresabschluss 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 3.1 zu diesem Anhang dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 11) Forderungen gegenüber Gesellschaftern. 3.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Personalkosten TEUR 147, Rückstellungen für Wertguthaben aus Zeitwertkonten gegenüber Arbeitnehmern TEUR 86 sowie weitere geschäftsübliche Rückstellungen TEUR 62. Die Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus Zeitwertkonten sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die in einem Lebensarbeitszeit-Sammelkonto (LAZ-Konto) treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den bestehenden Zeitwertkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.
3.4 Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten von TEUR 3.968 (Vorjahr: TEUR 4.559) sind TEUR 3.872 (Vorjahr: TEUR 4.414) innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 195) sind innerhalb eines Zeitraums von mehr als einem Jahr fällig. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 27) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Es ist davon auszugehen, dass die als kurzfristig geltenden bankseitigen Kreditlinien längerfristig zur Verfügung stehen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind am Abschlussstichtag insgesamt TEUR 1.558 (Vorjahr: TEUR 1.752) durch Sicherungsübereignung von Maschinen und Gegenständen,Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch Raumsicherungsübereignung des Warenlagers gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus Darlehensgewährung. Für die formal als kurzfristig einzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern geht die Geschäftsführung davon aus, dass entsprechende Finanzierungsvolumen längerfristig zur Verfügung stehen. 3.5 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 25) aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB. 3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 10) aus Währungsumrechnungen gemäß § 256a HGB. 3.7 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 250 (Vorjahr: TEUR 0). 3.8 Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 34) enthalten. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen: - Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.030 Das Risiko der Inanspruchnahme aus der eingegangenen Haftung wird aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens als gering eingeschätzt. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 2. Januar 2015 hat die Gesellschaft einen Pachtvertrag über einen gewerblichen Betrieb mit der Swafing Vermögensverwaltung UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG über eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren abgeschlossen. Die Pachtaufwendungen betrugen für das Kalenderjahr 2023 TEUR 409. In den kommenden Jahren werden ähnliche Pachtaufwendungen erwartet. Neben dem Pachtvertrag über einen gewerblichen Betrieb werden unbewegliche und bewegliche Vermögensgegenstände gepachtet und geleast. Das Volumen lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 31 und wird auch im kommenden Jahr in ähnlicher Höhe erwartet. 4.3 Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 65 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 40 Arbeitnehmer im kaufmännischen und 25 Arbeitnehmer im gewerblichen Bereich tätig. 4.4 Geschäftsführung Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte durch den hauptberuflichen Geschäftsführer Hans-Gerd Swafing geführt. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Nordhorn, den 10. Juli 2024 Swafing GmbH, Nordhorn gez. Hans-Gerd Swafing, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Swafing GmbH, Nordhorn: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Swafing GmbH, Nordhorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Swafing GmbH, Nordhorn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil dieses Bestätigungsvermerks.
Nordhorn, den 10. Juli 2024 GB Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Edwin Westkamp, Wirtschaftsprüfer ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERKWeitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsWährend der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
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