Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 129276
Vorher
comdirect Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
22.11.2022
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG sowie die Bereitstellung individueller Lösungen für institutionelle Kunden, für Publikums- und Spezialfonds und Asset-Management-Mandate.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Wottawah
seit 8.12.2025
Prokura
Prokura
Tobias Zühlke
seit 20.12.2022
Geschäftsführer
Johannes Dr. Krick
seit 22.11.2022
Prokura
Andreas Dr. Neumann
seit 22.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
75.100 €
75.10%
Germany
24.900 €
24.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yellowfin Asset Management GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben

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Name: Yellowfin Asset Management GmbH
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Frankfurt am Main
Handelsregister-Nr.: HRB 129276

II. Rechtsgrundlagen

Der vorliegende Jahresabschluss Yellowfin Asset Management GmbH, Frankfurt a.M., (nachfolgend auch „Gesellschaft“ genannt) wurde unter Anwendung der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Rechnungslegung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften nach § 340a (1) i V m § 340 (4a) HGB, § 2 (2) 9 WpIG sowie den ergänzenden Vorschriften nach § 340 ff. HGB.

Gesellschafter der Yellowfin Asset Management GmbH sind die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, (Anteilsquote 75,1%) und die Team Active Beteiligungs-GmbH, Hofheim am Taunus (Anteilsquote 24,9%). Es besteht kein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach der Staffelform gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Die in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen USD-Forderungen wurden mit dem offiziellen EZB - Kurs per 31.12.2024 von USD 1,0389 bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die weiteren sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sind nicht vorhanden.

Die Pensionsrückstellungen wurden von RZP beratende Aktuare GbR, Hamburg auf der Basis der Rechnungsgrundlagen nach Heubeck-RT2018G/modifiziert für 2024 kalkuliert. RZP hat einen Rechnungszins für Pensionen von 1,9 %, einen Rechnungszins für Sonstige von 1,96 %, eine Gehaltsdynamik von 2 % + 0,5 % für Karriere und eine Rentendynamik von 2,3 % im Pensionsgutachten berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und vollständig eingezahlt.

Die GuV unterliegt dem Prinzip der periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Forderungen an Kreditinstitute betragen T€ 4.572 (im VJ T€ 1.607). Darin enthalten sind täglich fällige Forderungen von T€ 72 (im VJ T€ 107) und Festgeldanlagen von T€ 4.500 (im VJ T€ 1.500).

In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen in der Währung USD enthalten. Und zwar täglich fällige Forderungen von USD 1.901,31 (im VJ 0) und Festgeldanlagen von USD 99.000,00 (im VJ 0).

Die Forderungen an Kunden betreffen das operative Vermögensverwaltungsgeschäft.

Der Bestand der Forderungen an Kunden beträgt T€ 5.435 (im VJ T€ 2.454).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten per 31.12.2024 keine aktivierten Forderungen mehr aus KESt. und Soli auf KESt. - daher T€ 0 (im VJ T€ 4).

Der Bestand der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beträgt T€ 6 im (VJ T€ 0).

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Aktive Rechnungsabgrenzung setzen sich wie folgt zusammen:

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zum 31.12.2024 Gesamtbetrag davon an verbundene Unternehmen davon an Gesellschafter
T€ T€ T€
Forderungen an Kreditinstitute 4.572 4.572 4.572
Forderungen an Kunden 5.435 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzung 6 0 0
Summe 10.013 4.572 4.572
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zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon an verbundene Unternehmen davon an Gesellschafter
T€ T€ T€
Forderungen an Kreditinstitute 1.607 1.607 1.607
Forderungen an Kunden 2.454 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 4 4 0
Summe 4.065 1.611 1.607
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Fristengliederung 31.12.2024 Gesamtbetrag davon täglich fällig davon bis 3 Monate davon bis 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
Forderungen an Kreditinstitute 4.572 72 4.500 0
Forderungen an Kunden 5.435 0 5.435 0
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Fristengliederung 31.12.2023 Gesamtbetrag davon täglich fällig davon bis 3 Monate davon bis 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
Forderungen an Kreditinstitute 1.607 107 1.500 0
Forderungen an Kunden 2.454 0 2.454 0

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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zum 31.12.2024 Gesamtbetrag davon gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Gesellschaftern
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.218 0 0
Summe 2.218 0 0
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zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Gesellschaftern
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 835 0 0
Summe 835 0 0
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Fristengliederung 31.12.2024 Gesamtbetrag davon täglich fällig davon bis 3 Monate davon bis 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
Sonstige Verbindlichkeiten 2.218 2 2.216 0
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Fristengliederung 31.12.2023 Gesamtbetrag davon täglich fällig davon bis 3 Monate davon bis 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
Sonstige Verbindlichkeiten 835 0 835 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus abzuführender Provisionsaufwendungen für externe Anlageberater für von Yellowfin als Portfolio Manager gesteuerte Fonds T€ 2.163 (im VJ T€ 783), abzuführende Lohnsteuer und Umsatzsteuer T€ 53 (im VJ T€ 51) sowie aus Verbindlichkeiten aus erhaltenen Eingangsrechnungen T€ 2 (im VJ T€ 0).

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Steuerrückstellungen T€ 1.381 (im VJ T€ 144), Personalrückstellungen T€ 340 (i, VJ T€ 118) und Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung T€ 74 (im VJ T€ 74).

Rückstellungen für Pensionen und anderen Verpflichtungen

Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und ähnlichen Verpflichtungen

Erfüllungsbetrag der Schulden - EUR 1.075,00

Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte - EUR 581,72

Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte - EUR 676,00

Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt EUR 94,28.

Aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit den zugehörigen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 285 Nr. 24 HGB ergibt sich ein Passivüberhang von EUR 399,00, der als passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung unter den Rückstellungen ausgewiesen wird.

Aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen ergaben sich Erträge von EUR 113 und Aufwendungen von EUR 0, die saldiert EUR 113 betragen.

Die Differenz zwischen dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag für Pensionsrückstellungen bewertet mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem Erfüllungsbetrag bewertet mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt EUR -22,00.

Von dem im Vorjahr ausgewiesenen Bilanzgewinn von T€ 1.977 wurden T€ 177 der Kapitalrücklage zugeführt sowie T€ 1.800 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorjahreswerte sind aufgrund der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit zum 1.8.2023 nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Zinserträge betreffen Zinserträge aus Festgeldanlagen T€ 81 (im VJ T€ 20) und Zinsen von Steuerbehörden aus vergangenen Steuererklärungen T€ 1 (im VJ T€ 64).

Die Provisionserträge von T€ 16.347 (im VJ T€ 4.469) resultieren aus dem operativen Vermögensverwaltungsgeschäft der Gesellschaft mit institutionellen Investoren, Firmenkunden und hochvermögende Privatkundinnen und Privatkunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 73 (im VJ T€ 0) resultieren im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von T€ 43 (im VJ T€ 0) und der Auflösung von Rückstellungen von T€ 29 (im VJ T€ 0).

Die Provisionsaufwendungen von insgesamt T€ 5.747 (im VJ T€ 1.182) betreffen die Kosten für externe Anlageberater für von Yellowfin als Portfolio Manager gesteuerte Fonds sowie Bankgebühren.

Die Personalaufwendungen betragen insgesamt mit T€ 2.196 (im VJ T€ 648). Davon entfallen T€ 2.027 (im VJ T€ 597) auf Löhne und Gehälter und T€ 169 (im VJ T€ 51) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen von insgesamt T€ 2.385 (im VJ T€ 588) entfallen im Wesentlichen auf Fremddienstleistungen T€ 950 (im VJ T€ 8), Kosten der konzerninternen Leistungsverrechnung T€ 709 (im VJ T€ 422), Versicherungen T€ 169 (im VJ T€ 0), Prüfungskosten des Abschlussprüfers sowie sonstige Prüfungskosten T€ 152 (im VJ T€ 85) sowie Raumkosten T€ 123 (im VJ T€ 10).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 28 (im VJ T€ 0) resultieren hauptsächlich aus der Fremdwährungsbewertung von T€ 28 (im VJ T€ 0).

Die Yellowfin wird in den Konzernabschluss der Commerzbank AG einbezogen. Da die Commerzbank-Gruppe einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio Euro ausweist, ist sie von den Regelungen sog. Globalen Mindestbesteuerung betroffen, die in Deutschland durch das sog. Mindeststeuergesetz umgesetzt wurde. Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe ist die Commerzbank AG.

Für das Jahr 2024 ergibt sich aus dem Mindeststeuergesetz keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand

VII. Organe der Gesellschaft

1. Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind per 31.12.2024

Herr Dr. Andreas Neumann, Hofheim am Taunus - Vorsitzender der Geschäftsführung

Herr Tobias Zühlke, Frankfurt am Main

2. Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafter sind

Die Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Die Team Active Beteiligungs-GmbH, Hofheim am Taunus

3. Beirat

Herr Christian Hassel, Bankangestellter - Vorsitzender

Herr Oliver Haibt, Bankangestellter - stellvertretender Vorsitzender

Herr Gernot Kleckner, Bankangestellter

Herr Jörg Sting, Bankangestellter

Die Mitglieder des Beirats erhielten keine Bezüge.

VIII. Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Am 31.12.2024 hat die Gesellschaft 12 Vollzeitkräfte beschäftigt, und zwar 2 Geschäftsführer und 10 Mitarbeiter/-innen.

Im Jahresdurchschnitt 2024 hat die Gesellschaft 10,5 Vollzeitkräfte beschäftigt.

IX. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

X. Konzernabschluss

Aufgrund der Beteiligungsverhältnisse gehört die Yellowfin Asset Management GmbH zum Konzern der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, die zum 31.12.2024 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting EU-Standards für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS/IAS) gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Frankfurt, den 24.04.2025

Dr. Andreas Neumann

Tobias Zuhlke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Yellowfin Asset Management GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Yellowfin Asset Management GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Yellowfin Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25. April 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bärmann, Wirtschaftsprüferin

Grüne, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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12/31/2024 12/31/2023
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 71,654.44 107,182.24
b) andere Forderungen 4,500,574.70 1,500,263.33
4,572,229.14 1,607,445.57
2. Forderungen an Kunden 5,435,319.31 2,454,153.93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0.00 4,129.55
4. Rechnungsabgrenzungsposten 5,832.38 0.00
Summe der Aktiva 10,013,380.83 4,065,729.05

Passiva

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12/31/2024 12/31/2023
1. Sonstige Verbindlichkeiten 2,217,529.09 834,710.32
2. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 399.00 0.00
b) Steuerrückstellungen 1,380,912.21 143,697.00
c) andere Rückstellungen 451,529.65 210,542.90
1,832,840.86 354,239.90
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100,000.00 100,000.00
b) Kapitalrücklage 976,778.83 799,585.96
c) Gewinnrücklage 0.00 0.00
d) Bilanzgewinn 4,886,232.05 1,977,192.87
5,963,010.88 2,876,778.83
Summe der Passiva 10,013,380.83 4,065,729.05

 

Frankfurt am Main, den 24.04.2025

Yellowfin Asset Management GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

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2024 2023
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 81,133.78 19,594.82
b) sonstige Zinserträge 1,434.40 63,852.00
(davon Erträge aus Effekten aus der Auf- bzw. Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen € 113,40; Vorjahr € 0)
2. Zinsaufwendungen 0.00 0.00
3. Provisionserträge 16,346,998.40 4,468,763.95
4. Provisionsaufwendungen 5,747,303.60 1,182,444.57
5. Sonstige betriebliche Erträge 73,132.68 0.00
(davon Erträge aus der Fremdwährungsbewertung € 43.400,50; Vorjahr € 0)
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand 2,195,551.32 648,453.80
aa) Löhne und Gehälter 2,026,875.89 596,799.25
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 168,675.43 51,654.55
darunter:
für Altersversorgung € 88.178,72; Vorjahr € 22.403,70
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2,384,625.91 587,543.26
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28,027.48 0.00
(davon Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung € 28.026,98; Vorjahr € 0)
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6,147,190.95 2,133,769.14
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,260,958.90 143,697.00
10. Sonstige Steuern 0.00 12,879.27
11. Jahresüberschuss (+) 4,886,232.05 1,977,192.87
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0.00 0.00
13. Bilanzgewinn + 4,886,232.05 1,977,192.87

 

Frankfurt am Main, den 24.04.2025

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Yellowfin Asset Management entstand mit Eintragung im Handelsregister zum 22.11.2022 durch Umwandlung aus der ehemaligen ComDirect Versicherungsmakler AG. Yellowfin Asset Management GmbH (Yellowfin) ist ein Wertpapierinstitut gem. WpIG, das vornehmlich die Finanzportfolioverwaltung für institutionelle Anleger erbringt. Folgende Wertpapierdienstleistungen sind der Gesellschaft gemäß der nach § 15 Abs. 1 WpIG bestehenden Genehmigung der BaFin vom 23.06.2023 gestattet:

Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)

Anlageberatung (§ 2 Abs.2 Nr. 4 WpIG)

Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG)

Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Sie darf auch nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln. Die Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (EdW) zugeordnet und als kleines Wertpapierinstitut i. S. d. WpIG einzustufen. Zum Stichtag 31.12.2024 erbringt Yellowfin ausschließlich die Finanzportfolioverwaltung.

1.2. Strategie der Gesellschaft

Die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter der Yellowfin verfügen über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung aktiv-quantitativer Investmentprozesse. Die Gesellschaft verfolgt ein fokussiertes und spezialisiertes Geschäftsmodell im Bereich der Finanzportfolioverwaltung für liquide Assetklassen. Yellowfin bietet Asset Management Strategien in folgenden Bereichen an:

Overlay Management:

Mit umfangreichen Ressourcen in den Bereichen Quant-Research, Model Trading und Advisory bietet Yellowfin Overlay-Management-Lösungen für Aktien und Währungen an.

Benchmark Konzepte:

Yellowfin ist spezialisiert auf Strategien zur systematischen und kontrollierten Erzielung von Outperformance gegenüber einer Marktbenchmark. Dabei wird großen Wert auf transparente und nachvollziehbare Entscheidungen im Investmentprozess gelegt.

Multi Asset:

Unsere Multi-Asset-Investment-Strategie bietet Anlegern eine Diversifikation über verschiedene globale Anlageklassen und verschiedene Multi-Asset-Stile, die in einem Investmentprozess zusammengefasst werden. Neben traditionellen Assetklassen wie Aktien, Renten und Geldmarkt werden auch liquide alternative Anlageklassen wie Währungen, Rohstoffe, Volatilität und REITs berücksichtigt. Alle Mandate können individuell ausgestaltet werden, etwa mit kundenspezifischen Ausschlusslisten, Nachhaltigkeitsaspekten, Schwellenwerten und Risikobudgets.

Die Strategien werden aktuell ausschließlich im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung für Spezialfondsmandate, Publikumsfonds und gemanagte Depots umgesetzt. Adressaten der Dienstleistungen sind dabei regelmäßig Kapitalverwaltungsgesellschaften, die typischen Fondsinvestoren sind institutionelle Anleger wie Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen und Family Offices/Ultra High Net Worth Individuals.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem bereits freundlichen Kapitalmarktjahr 2023, war auch das Jahr 2024 durch positive Entwicklungen an den Kapitalmärkten gekennzeichnet. Die meisten Risiko Assets haben im Jahresverlauf zulegen können, so zeigte der EuroStoxx50 Net Return z. B. eine positive Performance i. H. v. ca. 11%. Die Rentenanlagen zeigten in Summe ebenfalls eine freundliche Entwicklung, da sich das Zinsniveau am langen Ende im Jahresverlauf zwar leicht erhöht hat, dieser negative Effekt auf die Rentenkurse allerdings durch rückläufige Risikoaufschläge für Credit Investments überkompensiert worden ist. Der USD konnte in 2024 gegenüber dem EURO aufwerten, EUR/USD schloss das Jahr mit einem Wert von 1,0354 ab.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2024 war durch einen positiven Geschäftsverlauf gekennzeichnet. Yellowfin hatte zum Ende 2024 Assets under Management (AuM) i. H. v. ca. EUR 12,8 Mrd. (Vorjahr: EUR 10,6 Mrd.). Diese Assets wurden für sieben Kapitalverwaltungsgesellschaften in 44 Fonds, sowie drei Institutionelle Kunden als freies Mandat (gemanagtes Depot) gesteuert.

3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die einzige Ertragsquelle von Yellowfin sind durch Kunden zu entrichtende Provisionen (Management Fees). Determinanten der Ertragslage sind demnach das verwaltete Vermögen, der Zeitpunkt des Mandatsstarts/Investitionszeitpunkt und die vereinbarte Gebühr. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Provisionsüberschuss in Höhe von ca. EUR 10,60 Mio. (Vorjahr EUR 3,29 Mio.) erzielt. Maßgeblich für das höhere Ergebnis war der erfolgreiche Start neuer Fonds/Mandate zur Erbringung der Finanzportfolioverwaltung. Der Provisionsüberschuss liegt somit deutlich über Vorjahr, wobei es sich beim Geschäftsjahr 2023 um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1.8.-31.12.2023 gehandelt hat und die Vergleichbarkeit somit eingeschränkt ist. Im Berichtsjahr beliefen sich die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf ca. EUR 4,58 Mio. (Vorjahr EUR 1,23 Mio.). Die Verwaltungsaufwendungen haben sich im Rahmen der Erwartungen und mit dem weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten entwickelt. Das EBIT der Gesellschaft lag für 2024 bei EUR 6,06 Mio. (Vorjahr EUR 2,03 Mio.) und die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss i. H. v. EUR 4,89 Mio. (Vorjahr EUR 1,98 Mio.).

3.2. Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr 2024 hinweg positiv und in hohem Maße zufriedenstellend. Die Zahlungsfähigkeit war gegeben. Die kurzfristigen liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 4,57 Mio. (Vorjahr EUR 1,61 Mio.). Das Eigenkapital belief sich inkl. Bilanzgewinn somit auf EUR 5,96 Mio. (Vorjahr EUR 2,88 Mio.).

3.3. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Großteil aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,57 Mio. (Vorjahr EUR 1,61 Mio.). und Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von EUR 5,44 Mio. (Vorjahr EUR 2,45 Mio.). Dabei ist die monatliche und quartalsweise Abrechnungspraxis gegenüber den Kunden der Gesellschaft (vornehmlich Kapitalverwaltungsgesellschaften) zu berücksichtigen. Die Zahlungen sind zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses alle erfolgt. Weitere Vermögenswerte bestehen nicht (Vorjahr TEUR 4).

3.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Finanz- und Vermögenslage befindet sich oberhalb der regulatorischen Anforderungen bezogen auf die Anforderungen bezüglich Eigenmittelausstattung und Liquidität.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutendste Indikator für die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft ist das EBIT. Dieses fiel im Betrachtungszeitraum mit EUR 6,06 Mio. positiv aus (Vorjahr EUR 2,03 Mio.). Die ambitionierte Planung für das Geschäftsjahr 2024 (EUR 5,01 Mio.) konnte somit übererfüllt werden. Die AuM der Gesellschaft lagen zum Jahresende mit EUR 12,8 Mrd. (Vorjahr: EUR 10,6 Mrd.) innerhalb der für 2024 angepeilten Bandbreite (EUR 12 Mrd. bis EUR 14 Mrd.).

5. Prognosebericht

Die Asset Management Strategien der Yellowfin konnten aus Sicht der Gesellschaft in 2024 auch hinsichtlich der erzielten Investment Performance überzeugen. Hierdurch ist es wahrscheinlich, dass weitere Zuwächse bei den Assets under Management (AuM) im Jahr 2025 verzeichnet werden können. Ferner gibt es innerhalb der Konzernmutter weiterhin Initiativen, um das Asset Management Geschäft weiter auszubauen. Die Geschäftsleitung hat sich daher das ambitionierte Ziel gesetzt, die AuM in 2025 zu steigern und hat dafür eine Bandbreite von ca. EUR 13,5 Mrd. bis EUR 15 Mrd. definiert. Das obere Ende der definierten Bandbreite kann allerdings vermutlich nur erreicht werden, wenn übergeordnete Initiativen der Konzernmutter im Bereich Asset Management erfolgreich sind. Der Provisionsüberschuss soll dabei auf ca. EUR 13,00 Mio. anwachsen, einhergehend mit einer Kostensteigerung auf EUR 5,00 Mio. In Bezug auf das EBIT als wesentlicher Steuerungsgröße erwartet die Geschäftsführung eine Größe von ca. EUR 8,00 Mio.

6. Chancenbericht

Die Yellowfin Asset Management hat in 2024 in vielen Bereichen wichtige Meilensteine erzielt. Hierunter fallen a) der Start weiterer Fonds/Mandate und b) der Ausbau der Belegschaft auf 12 Mitarbeiter durch die Einstellung drei neuer Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat sich im deutschen Markt als Anbieter aktiv-quantitativen Strategien weiter bekannt gemacht und hierfür an verschiedenen Fachkonferenzen, Messen und Kundenveranstaltungen teilgenommen. Die Geschäftsführung erwartet, den Markenkern der Gesellschaft weiter zu stärken und auf dem lokalen Markt zu wachsen. Gleichzeitig dürften sich Chancen aus den Bestrebungen der Konzernmutter, im Bereich Asset Management generell zu wachsen, ergeben.

Die Geschäftsführung sieht auch zukünftig den Bedarf aktiv gesteuerter Asset Management Lösungen im Umfeld herausfordernder Kapitalmärkte. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass es durch die Bewegung einzelner Kapitalmarktsegmente Chancen für die angebotenen Asset Management Strategien in der Zukunft geben wird. Die Wahrnehmung dieser Chancen kann zu einer entsprechenden Überrendite im Vergleich zur Benchmark bzw. einer attraktiven absoluten Rendite führen.

7. Risikobericht

7.1. Risikomanagementsystem

Um eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie rechtzeitige und adäquate Information von wesentlichen Risiken zu ermöglichen, hat Yellowfin eine eigenständige Risikofunktion eingerichtet. Wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung, die eine möglichst frühzeitige Erfassung, Eingrenzung und Überwachung von Risiken gewährleisten, sind per SLAs an die Commerzbank AG ausgelagert.

Die für den Risikoüberwachungs- und -steuerungsprozess der Yellowfin besonders zu beachtenden Vorgaben finden sich grundsätzlich in den, derzeit zumindest sinngemäß für Wertpapierinstitute anzuwendenden „Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ (MaRisk). Dies beinhaltet unter anderem auch die Vorgabe zur Identifizierung der wesentlichen Risiken einer Gesellschaft (Risikoinventur).

Die Risikoinventur der Yellowfin erfolgt in Zusammenarbeit mit der Commerzbank und wird auf Basis des Risikoinventars der Commerzbank durchgeführt, d. h. alle im Risikoinventar der Commerzbank enthaltenen Risikoarten werden auf ihre Wesentlichkeit für die Yellowfin beurteilt. Alle Risiken der Yellowfin werden in einem Risikoinventar erfasst und mindestens einmal pro Jahr auf Aktualität hinsichtlich der Identifikation, Beurteilung, Mitigation - im Rahmen der Risikoinventur - überprüft. Die Wesentlichkeitsbeurteilung, die u.a. Einschätzungen zu möglichen Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schweregrad umfasst, erfolgt auf Basis einer strukturierten Erhebung, die die Commerzbank Einheit GRM-RC (Group Risk Management - Risk Control) sowohl mit der Geschäftsleitung als auch mit den jeweiligen Risikoartenverantwortlichen führt.

7.2. Wesentliche Risiken

Die folgenden Risikoarten wurden im Rahmen des Risikoinventurprozesses 2024 unter Berücksichtigung der Risikoarten gemäß WpIG (Risiken für den Kunden, Risiken für den Markt, Risiken für das WPI) als wesentlich identifiziert:

Operationelles Risiko

Compliance Risiko

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Risiko

Third Party Risiko

Geschäftsrisiko

ESG Risiken

Die Auswirkungen der Risiken auf den Geschäftsbetrieb werden nachfolgend dargestellt.

7.2.1. Operationelle Risiken

Definition: Das operationelle Risiko (OpRisk) ist definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Das operationelle Risiko umfasst dabei die folgenden Sub-Risikoarten: Personalrisiko, Rechtsrisiko, Steuerrisiko, Ablauf- u. Organisationsrisiko.

Compliance-Risiko, IKT-Risiko sowie Drittanbieterrisiko (TPR) werden jeweils als eigene wesentliche Risikoart geführt.

Beurteilung: Für die Yellowfin wurden von der Risikofunktion der Commerzbank und von Vertretern Yellowfin wesentliche operationelle Risiken identifiziert, die sich inhärent aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Darüber hinaus können auch Ereignisse aus horizontalen Risikoarten, bspw. ESG-Risiken inkl. Greenwashing, schlagend werden, die im operationellen Risiko zu berücksichtigen sind. Ein Schadenseintritt in geringer Höhe wurde als wahrscheinlich eingeschätzt, es kann jedoch in seltenen Fällen zu Schäden in bedeutender Höhe kommen. Als Prognosezeitraum wird ein Jahr angenommen.

Personalrisiko: Personalrisiken können resultieren aus dem Ausfall von Mitarbeitern durch Austritt, Krankheit, Urlaub oder fehlendende Leistungsbereitschaft sowie aus dem falschen Einsatz von Mitarbeitern. Die genannten Risiken werden aufgrund der Personenbezogenheit der im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit zu erbringenden Leistungen als wesentlich eingestuft.

Rechtsrisiko: Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen werden als wesentlich eingestuft. Aus der rechtlichen Dokumentation müssen sich das genaue Leistungsspektrum und der Erwartungshorizont des Kunden gegenüber der Yellowfin ergeben. Haftungsrisiken sollen durch geeignete Dokumentation soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Steuerrisiko: Das Steuerrisiko besteht aus mehreren Komponenten: 1) Risiko steuerlicher Nebenleistungen infolge von unvollständigen, fehlerhaften (gesetzliche Regelungen wurden unbestreitbar falsch ausgelegt, es wurden bewusst falsche Angaben gemacht oder bestehende Prozesse nicht eingehalten) oder verspäteten Steuererklärungen, Steueranmeldungen, verpflichtenden Meldungen steuerrelevanter Merkmale/Informationen oder der Verletzung von Registrierungs-, Anzeige-, Aufzeichnungs- oder Mitwirkungsverpflichtungen 2.) Bußgelder oder Strafzinsen in Bezug auf Steuerordnungswidrigkeiten und Steuerstraftaten 3.) Steuerliche Mehrbelastung auf Grund von vermeidbarer Doppelbesteuerung 4.) Risiko von vermeidbaren Steuer- oder Zinsaufwendungen bzw. nicht erfolgter Erstattungen begründet durch die nicht oder nicht ordnungsgemäße Stellung von Anträgen oder Prüfung von Steuerbescheiden 5.) Risiko der Mehrbelastung durch Schätzung der Besteuerungsgrundlagen. Steuerrisiken werden als wesentlich eingestuft.

Ablauf- u. Organisationsrisiko: Ablauf- und Organisationsrisiken im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen werden als wesentlich eingestuft.

Mitigation: Innerhalb der Yellowfin ist eine eigenständige Risikofunktion sowie ein Outsourcingmanagement eingerichtet. Die eigenständige Risikofunktion ist verantwortlich für die Steuerung und Überwachung der Risiken innerhalb der Gesellschaft, das Outsourcingmanagement koordiniert ausgelagerte Funktionen. Die Commerzbank ist aufgrund von SLAs in die Steuerung des als wesentlich beurteilten operationellen Risikos der Yellowfin eingebunden.

Auftretende OpRisk-Verlustfälle der Yellowfin werden aufgrund der Beteiligungsstruktur in der Commerzbank OpRisk-Verlustdatenbank ORS erfasst und werden im konzernweiten OpRisk- Reporting berücksichtigt. Es gab keine OpRisk-Schadensfälle in 2024.

7.2.2. Compliancerisiko

Definition: Das aktuelle oder zukünftige Risiko, das aus der Verletzung oder Nichteinhaltung der relevanten Gesetze, Regeln, Vorschriften und ethischen Standards in Bezug auf die Compliance- Risikotypen Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung, Sanktionen, Markets Compliance, Betrug, Bestechung und Korruptionsprävention und LKSG bezogene Risiken, entsteht, wird als Compliance- Risiko bezeichnet.

Beurteilung: Für die Yellowfin wurden von der Risikofunktion der Commerzbank und von Vertretern der Yellowfin wesentliche Compliancerisiken identifiziert, die sich inhärent aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Ein Schadenseintritt wurde als unwahrscheinlich eingeschätzt, kann jedoch im seltenen Falle eines Eintritts zu Schäden in bedeutender Höhe führen.

Mitigation:

Innerhalb der Yellowfin ist ein Compliance-Beauftragter benannt, um die Definition, Anwendung und Einhaltung Compliance-relevanter Vorgaben sicherzustellen und zu überwachen. Zur operativen Mitigierung ausgewählter Compliancerisiken sind zusätzlich SLAs mit verschiedenen Einheiten der Commerzbank, u.a. GRM-CO, abgeschlossen.

Die Funktion des Geldwäschebeauftragten wird von einem externen Wirtschaftsprüfer erfüllt. Die Yellowfin wird im Rahmen des Global Functional Lead Ansatzes und im Rahmen des Legal Entity Governance Prozess einbezogen. Die Verantwortung für die Identifikation und das Management des Compliancerisikos liegt bei der Yellowfin.

7.2.3. Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Risiko inkl. Cyber Risiko und IT Risiko

Definition: Das IKT-Risiko bezeichnet jeden identifizierbaren Umstand im Zusammenhang mit der Nutzung von Netzwerk- und Informationssystemen, der bei Eintritt durch die damit einhergehenden Auswirkungen im digitalen oder physischen Umfeld die Sicherheit der Netzwerk- und Informationssysteme, jeglicher technologie-abhängiger Instrumente oder Prozesse, von Geschäften und Prozessen oder der Bereitstellung von Diensten, beeinträchtigen kann.

Cyber Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Yellowfin relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Gesellschaft sowie außerhalb der Gesellschaft in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister sowie auf diesen wirkende externe Systeme. Cyber Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Assets (Daten, Informationen) innerhalb des Cyber-Raums.

Als IT Risiko wird das Verlustrisiko durch Verletzung der Informationssicherheitsschutzziele Integrität/Authentizität, Nachvollziehbarkeit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit aufgrund unzureichender oder fehlerhafter Systeme und IT-Prozesse sowie technischer bzw. menschlicher Fehler und externer Ereignisse, die die IT der Yellowfin betreffen

Beurteilung: Für die Yellowfin wurden von der Risikofunktion von Vertretern der Yellowfin Asset Management GmbH und der Commerzbank (Group Risk Management - Cyber Risk & Information Security) wesentliche IKT, Cyber und IT-Risiken identifiziert, da die von der Yellowfin angebotenen Wertpapierdienstleistungen größtenteils unter Zuhilfenahme von digitaler Infrastruktur erbracht werden. Somit bestehen insbesondere in Zeiten steigender Cyber-Kriminalität Risiken im Zusammenhang mit Informationssicherheit bzw. Datenverlust. Auch Risiken im Zusammenhang mit Systemausfällen sind möglich. Ein Schadenseintritt wurde als unwahrscheinlich eingeschätzt, kann jedoch im seltenen Falle eines Eintritts zu Schäden in bedeutender Höhe führen.

Mitigation: Da die Yellowfin gem. SLA (SUPA Agreement) die IT-Infrastruktur der Commerzbank nutzt, werden mögliche IKT, Cyber und IT Risiken über die bestehenden Mitigationsmaßnahmen der Commerzbank aufgefangen. Commerzbank-seitig existieren Back-Up-Lösungen für alle kritischen IT-Prozesse. Darüber hinaus wird zur Mitigation von IT-Risiken ein Information Security Officer in der Yellowfin ernannt. Yellowfin verfügt über ein eigenes IT Organisationshandbuch, welches u.a. eigene Mitigationsmaßnahmen enthält.

7.2.4. Third Party Risk (TPR)

Definition: Das Third Party Risk (TPR / Drittparteirisiko) ergibt sich aus dem Einsatz von externen Anbietern, Dienstleistungen und Warenlieferanten, die den Geschäftsbetrieb unterstützen und helfen, strategische Ziele zu erreichen. Solche Beziehungen zu Dritten können der Yellowfin helfen, Kosten zu senken, Leistungen zu verbessern, Mitarbeiter zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigern, Zugang zu speziellem Fachwissen bieten, die Produktpalette erweitern und Vertriebskanäle einrichten. Die Abhängigkeit der Yellowfin von Drittparteibeziehungen birgt jedoch Risiken, die identifiziert, bewertet und gesteuert werden müssen. Wenn diese Risiken nicht gesteuert werden, kann die Yellowfin finanziellen Verlusten, Rechtsstreitigkeiten oder anderen Schäden ausgesetzt werden. Auch die Fähigkeit der Yellowfin, bestehende Kundenbeziehungen zu bedienen oder neue Kundenbeziehungen aufzubauen kann beeinträchtigt werden.

Das Drittparteirisiko gliedert sich in folgende Unterrisikokategorien:

Outsourcing-Risiken entstehen aus Outsourcing-Aktivitäten im Zusammenhang mit (kritischen) Geschäftsprozessen oder IT-Dienstleistungen, die Bestandteil der Kerngeschäfte eines Wertpapierinstitutes sind (Schwerpunkt: Dienstleistungen), einschließlich Dienstleistungen zur Unterstützung kritischer oder wichtiger Funktionen von IKT- Drittanbietern, deren Ausfall zu einer erheblichen Störung der Dienstleistungen führt.

Lieferantenrisiken beziehen sich auf Risiken, die sich aus Beziehungen zu einem konkreten Lieferanten oder Kooperationspartner ergeben, unabhängig vom erbrachten Servicetyp.

Weitere Drittparteirisiken ergeben sich in der Regel aus Dienstleistungen, die nicht direkt an Kerngeschäften oder Lieferketten beteiligt sind und deren Ausfall das Kerngeschäft des Wertpapierinstitutes nicht beeinträchtigt.

Folgende Risikotreiber sind beim TPR zu bewerten: Business Continuity-Risiko, Compliance- Risiko, Länderrisiko, ESG Risiko, physische Sicherheitsrisiken, Reputationsrisiko, strategisches Risiko, Datenschutzrisiko, finanzielles Risiko, Unterauftragsrisiko und Informationssicherheitsrisiko sowie Service-Eignung.

Beurteilung:

Outsourcingrisiko: Mit Outsourcing verbundene Risiken können primär aus Schwachstellen oder Mängeln in der Umsetzung des Outsourcing-Prozesses resultieren, z.B. in Form rechtlicher Risiken aus einer unzureichenden Vertragsausgestaltung, operativer Risiken aus der mangelnden Steuerung und Überwachung der Leistungsbeziehung, einer unzureichenden regelmäßigen Dienstleister- und Risikobewertung oder aber durch unzureichende Vorkehrungen im Falle eines unerwarteten Dienstleisterausfalls. Aufgrund der erheblichen Auslagerung von Tätigkeiten an die Commerzbank wird das Outsourcingrisiko als wesentlich eingestuft.

Lieferantenrisiko: Die angebotenen Wertpapierdienstleistungen werden größtenteils unter Zuhilfenahme eines externen Anbieters (Bloomberg AIM) erbracht. Das damit verbundene Lieferantenrisiko wird als wesentlich eingestuft.

Weitere Drittparteirisiken: Weitere Drittparteirisken ergeben sich durch die bestehenden Auslagerungen von nicht direkt an Kerngeschäft oder Lieferketten beteiligten Dienstleistungen und werden für die Yellowfin als wesentlich eingestuft.

Insgesamt wird das Third Party Risk für die Yellowfin als wesentlich identifiziert. Ein Schadenseintritt wurde als unwahrscheinlich eingeschätzt, kann jedoch im seltenen Falle eines Eintritts zu Schäden in bedeutender Höhe kommen.

Mitigation:

Outsourcingrisiko: Das Auslagerungscontrolling (Outsourcing-Beauftragter) wird durch die eigenständige Funktion (Yellowfin) wahrgenommen.

Lieferantenrisiko: Wechsel zu Bloomberg-Alternativen grundsätzlich möglich. Einbindung von GM-OS Corporate Procurement im Bedarfsfall.

Weitere Drittparteirisiken: Das Auslagerungscontrolling (Outsourcing-Beauftragter) wird durch die eigenständige Risikofunktion (Yellowfin) wahrgenommen.

Die Steuerung des Third Party Risks wird eigenständig von der Yellowfin verantwortet. Im Bedarfsfall erfolgt eine Einbindung der Commerzbank.

7.2.5. Geschäftsrisiko

Definition: Das Geschäftsrisiko ist definiert als der potentielle Verlust, der aus Abweichungen des unsicheren künftigen EBIT vom geplanten EBIT resultiert. Das EBIT errechnet sich dabei aus Komponenten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, welche z. B. erzielbare Margen, Provisionserträge sowie direkten und indirekten Aufwand enthalten und somit von Geschäftsvolumina, technischen Prozessen und der Wettbewerbssituation der Gesellschaft und ihrer Mitbewerber um den Kunden abhängig sind. Das strategische Geschäftsrisiko stellt das mittel- bis langfristige Risiko negativer Einflüsse auf die Erreichung der strategischen Ziele der Gesellschaft dar, zum Beispiel durch Veränderungen der Marktbedingungen, des Wettbewerbsumfelds, der Regulatorik oder einer unzureichenden Umsetzung der Geschäftsstrategie.

Beurteilung: Es besteht insbesondere das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends im Wertpapierdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt, nicht die gewünschte Performance erzielt oder die Akzeptanz bei Bestands- und Neukunden sinkt. Dadurch sind fehlerhafte Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen. Darüber hinaus stellt eine potentielle Materialisierung von ESG-Risiken (insb. Umweltrisiken, inkl. Greenwashing), eine Bedrohung für das Geschäftsmodell dar. Das Geschäftsmodell der Yellowfin ist ausschließlich provisionsbasiert. Zukünftige Einnahmen aus dem Kundenprovisionsgeschäft unterliegen der Einnahmen-/Ausgabensteuerung der Yellowfin. Hieraus könnte sich ein Risiko ergeben, bspw. aus der Nichtzahlung von Provisionen. Weitere Risiken, die sich inhärent aus der Geschäftstätigkeit ergeben, sind der Markteintritt bzw. eine verschlechterte Wettbewerbssituation (insb. ETF) ggü. Wettbewerbern, die Verschärfung regulatorischer Anforderungen (insb. bzgl. Provisionierung/Wertschöpfungskette) sowie makroökonomische Schocks, die sich negativ auf das Geschäftsumfeld auswirken.

Da die Gesellschaft aktuell ca. 50 Portfolios steuert, gibt es gewisse Konzentrationsrisiken. Die potentielle Abwanderung, insb. größerer Kunden, stellt ein Ertragsrisiko dar.

Darüber hinaus stellt eine potentielle Fusion bzw. ein Verkauf der Commerzbank für die Yellowfin das potenziell existenzielle Risiko dar, dass Kunden infolgedessen die Geschäftsbeziehung beenden. Aufgrund der Größe der Gesellschaft und der Charakteristik des Geschäftsmodells, inkl. enger Kundenbindungen, besteht zudem ein wesentliches Key Person Risk in Form des Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Mithin entsteht - gemäß Einschätzung der Risikofunktion der Commerzbank und von Vertretern der Yellowfin Asset Management GmbH - aus den mit dem Geschäftszweck verbundenen Tätigkeiten des Unternehmens ein wesentliches Geschäftsrisiko. Ein Schadenseintritt wurde als wenig wahrscheinlich eingeschätzt, kann jedoch im seltenen Falle eines Eintritts zu Verlusten in bedeutender Höhe führen.

Mitigation: Die Yellowfin wird sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen informieren. Auf Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Produkte und Dienstleistungen wird sie reagieren und ggf. die erforderlichen Maßnahmen einleiten. Veränderungen im Geschäftsumfeld werden im strukturierten Planungsprozess der Yellowfin berücksichtigt. Die Erschließung neuer Geschäftstätigkeiten und Ertragsmöglichkeiten ist grundsätzlich möglich.

Die Umsetzung ihrer strategischen Ziele wird durch die Geschäftsführung ebenso überwacht wie das EBIT inkl. Abweichungen von Planergebnissen.

Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit auf neuen Märkten, die Einführung neuer Produkte oder wesentliche Änderungen an bestehenden Produkten sind durch einen New Product Process (NPP) zu begleiten.

Neue Regularien, die eine Bedrohung für das Geschäftsmodell darstellen, sind aktuell nicht ersichtlich.

Hinsichtlich der Nichtzahlung von Provisionen ist ein funktionierendes Mahn- und Inkassowesen innerhalb der Yellowfin eingerichtet. Hinsichtlich der Einhaltung von ESG-Kriterien, auch im Hinblick auf „Greenwashing“, finden die relevanten Standards und Verfahren der Commerzbank Anwendung. ESG-Risiken werden bei der Festlegung und Implementierung der Anlagerichtlinien berücksichtigt.

Einer möglichen Verschlechterung der Wettbewerbssituation begegnet die Yellowfin durch den hohen Individualisierungsgrad ihrer Produktpalette sowie einer partiellen Diversifizierung ihres Geschäftsmodells, die tendenziell gleichzeitig auch Schäden durch makroökonomische Schocks mitigiert (in makroökonomischen Krisenzeiten erhöhter Kundenbedarf an Hedging-Produkten). Der Kundenstamm wird durch kontinuierliche Kundenakquisition erweitert, gleichzeitig werden eine enge Kundenbindung und ein hohes Servicelevel forciert, um die Kundenbindung zu erhöhen. Berücksichtigte Aspekte bei der geplanten Weiterentwicklung des Geschäfts sind eine Reduktion der Ertragskonzentration sowie eine reduzierte Abhängigkeit von der Performance der gemanagten Fonds.

Die Gesellschaft hat seit Gründung zahlreiche Mandate hinzugewonnen, wodurch die Abhängigkeit von einzelnen Kunden signifikant gesunken ist. Beispielsweise beträgt der Anteil des größten Einzel-Mandates am Provisionsertrag 2025 ca. 11%, dasselbe Mandat hat in 08/2023 zum Start der Yellowfin noch 17% (bei gleichem Volumen des Mandates und gestiegenen Gesamteinnahmen) der monatlichen Einnahmen ausgemacht. Zur Mitigierung des Key Person Risks wird ggü. Kunden das gesamte Team in den Vordergrund gestellt und aktiv Know-How-Transfer im Team insbesondere zu den Kernprodukten/Modellportfolien sichergestellt. Zur stärkeren Bindung ist das Gründungsteam an der Yellowfin beteiligt.

7.2.6. ESG Risiken

Definition: Environmental-Social-Governance (ESG) Risiko umfasst das Risiko, dass die Gesellschaft die Erwartungen und/oder Verpflichtungen in Bezug auf Umweltrisiken (Klima- und Biodiversität) sowie soziale Verantwortung und Unternehmensführung nicht erfüllt.

Beurteilung: Umweltrisiken (inkl. Greenwashing) wurden von der Risikofunktion der Commerzbank (GRM-RC) und von Vertretern der Yellowfin als wesentliches Risiko identifiziert. Ein Schadenseintritt wurde als unwahrscheinlich eingeschätzt, kann jedoch im seltenen Falle eines Eintritts zu Schäden in bedeutender Höhe führen.

Mitigation: Die Yellowfin stuft das ESG Risiko als horizontales Risiko ein, so dass die potenzielle Materialisierung durch die bereits identifizierten wesentlichen Risikoarten, insbesondere durch das operationelle Risiko, berücksichtigt wird.

7.3. Liquiditätsrisiko

Definition: Liquiditätsrisiko im engeren Sinne beschreibt das Risiko, dass eine Gesellschaft ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Beurteilung: Gemäß Geschäftsmodell der Yellowfin kümmert sich das Unternehmen ausschließlich um die Verwaltung von Vermögen Dritter, z. B. Management von Spezialfonds externer Fondsanbieter für Kunden. D.h. die Yellowfin generiert/vertreibt keine eigenen (Bank-) Produkte. Bezogen auf die laufenden Einnahmen (Provisionserträge/Fees) und Ausgaben (Gebühren/Gehälter) liegen die Hauptfaktoren, die zum Eintritt des Risikos, die auflaufenden Kosten nicht decken zu können, entweder im dauerhaften Ausfall von Kunden und deren Umsätzen oder in einem deutlichen Anstieg der Kosten begründet.

Mithin wurde - gemäß Einschätzung der Risikofunktion (GRM-RC) und von Vertretern der Yellowfin - die mögliche Schadenshöhe als marginal und der Schadenseintritt als unwahrscheinlich eingestuft. Aus den mit dem Geschäftszweck verbundenen Tätigkeiten des Unternehmens entsteht daher kein wesentliches Liquiditätsrisiko.

Haftungsrisiken (z. B. im Sinne von Nachschusspflichten) ggü. Kunden, die zu Liquiditätsabflüssen führen könnten, werden von Yellowfin als nicht wesentlich beurteilt.

Mitigation: Yellowfin ermittelt in einem fortgeschriebenen Finanzreportingsystem gemeinsam mit der Commerzbank die laufenden Kosten und Erträge und berichtet sie monatlich an die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung gleicht die laufenden Kosten kontinuierlich mit den erwarteten Erträgen ab und ergreift Gegenmaßnahmen, sofern aufgrund von Ertragsrisiken Kostenreduzierungen notwendig werden sollten.

7.4. Gesamtbild der Risikolage

Die vorgenannten Risiken der künftigen Entwicklung werden von der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht, um mit den aufgeführten Risikomanagementstrategien adäquat reagieren zu können. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation der Yellowfin Asset Management, dass keine wesentlichen den Fortbestand des Unternehmens unmittelbar gefährdenden Risiken bestehen. Weitere Risiken hat die Gesellschaft als nicht wesentlich identifiziert und daher hier nicht dargestellt. Die unwesentlichen Risiken werden beobachtet und analysiert und deren Einordnung als wesentlich oder unwesentlich in regelmäßigen Abständen überprüft.

 

24.04.2025

Dr. Andreas Neumann

Tobias Zühlke

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