Sedgman GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steigenberger Hotels GmbH (vormals: Steigenberger Hotels Aktiengesellschaft)Frankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht und Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Das Geschäftsjahr im Überblick Erholung nach der Corona-Pandemie und Auswirkungen des Ukraine-Krieges Während der Einfluss der Corona-Pandemie insbesondere auf Buchungen im Geschäftsreise- und Veranstaltungssegment im ersten Quartal 2022 noch deutlich spürbar war, erholte sich das Geschäft der Deutschen Hospitality ("DH", Dachmarke des Steigenberger-Konzerns und Synonym für die Steigenberger Hotels GmbH) in den Folgemonaten deutlich schneller als erwartet. Zwar blieben die Auslastungen, getrieben durch eine langsamere Erholung des internationalen und Geschäftsreisegeschäfts, noch deutlich hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Ab dem Monat Mai jedoch konnten am Markt wieder Raten realisiert werden, die zum Teil deutlich über dem Niveau des Jahres 2019 lagen. Dieser positive Trend setzte sich mit leichten Abschwächungen bis in den Monat September fort. Ab Oktober 2022 trugen der Krieg in der Ukraine, die daraus resultierende Debatte um die Energieknappheit und die Inflation zu einer Abschwächung der Nachfrage bei gleichzeitiger Kostensteigerung bei. Hotelportfolio und Umsatzentwicklung Die Anzahl der Hotels in Betrieb stieg im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt acht Hotels auf 132 Hotels. Fünf auslaufenden Hotelverträgen standen 13 Neueröffnungen gegenüber. Infolge des Wachstums und der deutlich verbesserten Nachfragesituation im Zuge der Erholung nach der Corona-Krise konnte der Umsatz des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 111,9 % auf 471,5 Mio. € gesteigert werden. Die durchschnittliche Tagesrate (ADR) der Pachthotels stieg gegenüber dem Vorjahr um 20,2 % auf 109,77 €, während die Auslastung um 24,3 %-Punkte auf 56,0 % anstieg. Während die Auslastung damit im Gesamtjahr um 16,8 %-Punkte hinter den Werten aus 2019 zurückblieb, lag die ADR im Gesamtjahr um 4,5 % über den Werten von 2019. Rentabilitäts- und Liquiditätsoptimierung Auch im Jahr 2022 setzte die Deutsche Hospitality dezidierte Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Liquiditätsoptimierung konsequent um. Insbesondere durch eine signifikant verbesserte Personalproduktivität in den Hotels, die Restrukturierung der Konzernzentrale ("Team Center") sowie durch erfolgreiche Verhandlungen über Pachtverzichte und -Stundungen konnte die Effizienz erhöht und damit den inflationären Kostentendenzen entgegengewirkt werden. Zur weiteren Optimierung der Liquiditätsposition wurden im Jahr 2022 nur vertraglich oder gesetzlich erforderliche Investitionen durchgeführt. Infolge der oben beschriebenen Entwicklungen und trotz des Entfalls der im Vorjahr erhaltenen Corona-Staatshilfen des Bundes in Deutschland (Vorjahr: 90 Mio. €) konnte das negative EBITDA gegenüber dem Jahr 2021 um 32,3 Mio. € auf -15,1 Mio. € reduziert werden. Der Konzernjahresfehlbetrag reduzierte sich von -68,5 Mio. € im Vorjahr auf -13,3 Mio. € im Jahr 2022. Finanzielle Situation Die Finanzlage des Steigenberger-Konzerns hat sich nach zwei Jahren unter dem Einfluss der Corona-Pandemie im Laufe des Jahres 2022 insoweit stabilisiert, dass trotz eines noch schwierigen ersten Quartals und eines weiterhin negativen Cashflows kein weiterer Finanzierungsbedarf für das Unternehmen entstanden ist. Die Darlehensverschuldung konnte über die planmäßige Rückführung bestehender Kredite innerhalb des Geschäftsjahres leicht gesenkt konnte. Angesichts der abgeschlossenen Kreditverträge und einer bis November 2025 befristeten "harten Patronatserklärung" des Gesellschafters H World Group Limited ("H World") sieht die Geschäftsführung die DH und die Steigenberger Hotels GmbH auf Basis der aktuellen Planungen in der Lage, sämtlichen finanziellen Verpflichtungen der nächsten Jahre jederzeit nachzukommen und langfristig gestärkt aus der Krise hervorzugehen. 2. Grundlagen des Konzerns 2.1. Geschäftstätigkeit und Geschäftsprozesse Unter der Dachmarke Deutsche Hospitality betreibt, managt oder lizenziert der Steigenberger- Konzern außerhalb von China per 31. Dezember 2022 132 Hotels auf drei Kontinenten. 36 weitere Hoteleröffnungen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Planung. Hotels in China unter den Marken der Deutsche Hospitality sind in der Anzahl der Hotels nicht integriert. Die Gesamtzahl der Hotels nach Marken wird im Konzernabschluss des Mutterkonzerns H World gezeigt. Geführt werden die Hotels im Rahmen von Pacht-, Management-, Franchise- und Lizenzverträgen. Der Betrieb der Pachthotels geht vollständig mit sämtlichen Umsätzen und Aufwendungen in die Ergebnisrechnung des Konzerns ein, während das Geschäft aus Management- und Franchiseverträgen in den Umsatzerlösen im Wesentlichen als Gebühren (Fees) berücksichtigt ist. Damit bestimmen die Pachtbetriebe maßgeblich die Geschäftslage des Konzerns und stehen daher im Zentrum der Berichterstattung. Das Geschäftsjahr 2022 war bestimmt durch eine konsequente Fokussierung auf eine Steigerung der Profitabilität des Kerngeschäftes. Dazu wurden elf Regionen definiert, in denen die Hotels zukünftig unabhängig von der Marke (Steigenberger Icons, Steigenberger Hotels & Resorts, IntercityHotels, Maxx by Deutsche Hospitality, Jaz in the City und Zleep Hotels) gemeinsam gemanagt werden. So sollen ähnliche Prozesse und Anforderungen gebündelt, Synergien geschaffen und agilere und flexiblere Strukturen ermöglicht werden. Das Management in den Regionen wird unterstützt durch regionale Sales-, Marketing-, Revenue Management-, Finance- und HR-Strukturen. Um die Transparenz und Vergleichbarkeit der Performance-Parameter zu erhöhen, werden im Reporting des Unternehmens zukünftig Aktivitäten, die als Management-, Franchise- oder Lizenzpartner für Hotels des Steigenberger-Konzerns erbracht werden, deutlicher vom Betrieb der Pachthotels abgegrenzt. Im Fokus der aktuellen Aktivitäten steht außerdem die konsequente Umsetzung der Digitalisierungs-Strategie in Kooperation mit dem Gesellschafter H World. 2.2. Konzernstruktur Die Steigenberger Hotels Aktiengesellschaft (AG) wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 8. November 2022 in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt. Die Steigenberger Hotels GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des Steigenberger-Konzerns und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DH Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland. Die Steigenberger Hotels GmbH hält zum 31. Dezember 2022 direkt oder indirekt Anteile an 13 inländischen und 24 ausländischen Gesellschaften, die in den Konsolidierungskreis einbezogen werden (Vollkonsolidierung). Weiterhin hält sie Beteiligungen an drei ausländischen und einem inländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. Ausländische Hotelbetriebe werden vorwiegend über eigene Landesgesellschaften organisiert. Zwischen der Steigenberger Hotels GmbH als Organträgerin und den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Die Steigenberger Hotels GmbH ist für das Management und die Weiterentwicklung in Europa verantwortlich und schließt dabei auch Pachtverträge ab. Die Steigenberger DMCC in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, als ebenfalls hundertprozentige Tochtergesellschaft der Steigenberger Hotels GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind für Management- und Franchiseverträge in internationalen Märkten außerhalb Europas und Chinas zuständig. Für alle Hotels außerhalb Deutschlands sichern Lizenzvereinbarungen zwischen den Lizenzgebern Steigenberger Hotels GmbH, IntercityHotel GmbH und der DH Lifestyle GmbH, welche künftig die Betriebe der Marken Jaz in the City und House of Beats zusammenführt, die Kontrolle über die Verwendung der Marken. Für die Hotels in China liegt die operative Verantwortung bei H World. Mit der Beteiligung von 51 % an der Zleep Hotel A/S, Dänemark, mit deren elf Tochtergesellschaften zum Stichtag 31. Dezember 2022 in Dänemark und Schweden sowie der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Zleep Hotel GmbH, Deutschland, expandiert die Deutsche Hospitality über den Betrieb der Zleep Hotels sowohl in Nordeuropa als zukünftig auch verstärkt in Mittel- und Südeuropa. Mit Wirkung zum 1. März 2022 wurde die Steigenberger Akademie GmbH erworben. Die Gesellschaft hält Anteile an drei weiteren Tochtergesellschaften und bietet Aus- und Weiterbildungen im Bereich Hotel und Gastronomie an. Die Steigenberger Akademie GmbH ist in die strategische Personalentwicklung der DH-Gruppe vollumfänglich integriert. 2.3. Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren auf das Geschäft Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit des Steigenberger-Konzerns und seiner Gesellschaften finden eine Vielzahl von Rechtsordnungen und Gesetzen Anwendung. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Vorschriften für GmbHs, Steuergesetze und um die im operativen Hotelbetrieb typischerweise vorhandenen gaststättenrechtlichen und gewerblichen Vorschriften. Besondere Bedeutung kommt dabei zunehmend gesetzlichen Vorgaben innerhalb Europas zu, insbesondere den seit 2018 gültigen Vorschriften der EU-Datenschutz- Grundverordnung (EU-DSGVO) und ergänzend den Regelungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Im Personalwesen sind vor allem die individuellen arbeitsrechtlichen Regelungen der Arbeitsgesetze zu beachten. In kollektivrechtlicher Hinsicht sind die Normen des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG), die jeweiligen Tarifverträge der einzelnen Bundesländer für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie die ständige Rechtsprechung des deutschen Bundesarbeitsgerichts anzuwenden. Im Geschäftsjahr 2022 hatten auch die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben der Kommunen und Bundesländer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einen Einfluss. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) dient der Verbesserung der internationalen Menschenrechtslage, indem es Anforderungen an ein verantwortliches Management von Lieferketten für bestimmte Unternehmen festlegt. Aufgrund der Anzahl der Mitarbeitenden gilt dieses für die Steigenberger Hotels GmbH seit dem 1. Januar 2023. Der Steigenberger-Konzern hat bereits 2022 mit der Umsetzung von Sorgfaltspflichten begonnen. Dazu zählen die Verabschiedung einer Grundsatzerklärung der Unternehmensleitung zu Menschenrechten, die Etablierung eines Beschwerdeverfahrens, die Einrichtung eines Risikomanagements und die Durchführung von Risikoanalysen zur Identifikation von Risiken im eigenen Geschäftsbereich und bei unmittelbaren Zulieferern. Der Verhaltenskodex für Lieferanten und Geschäftspartner wurde neu verfasst und auf der Webseite der Deutschen Hospitality kommuniziert. Für Lieferantenverträge ist dieser Business Partner Code of Conduct Vertragsbestandteil. Aufgrund der dualen Börsennotierung des Gesellschafters H World sind von der Steigenberger Hotels GmbH und deren Tochtergesellschaften zudem Vorschriften der US-Börse NASDAQ, der Hong Kong Stock Exchange sowie weitere rechtliche Anforderungen an den Mutterkonzern zu beachten. Die Überwachung der Einhaltung der verschiedenen Rechtsordnungen im internationalen Geschäft erfolgt durch die Abteilungen Governance, Risk & Compliance und Legal. Die Rechtsberatung übernehmen internationale Rechtsanwälte in den verschiedenen Ländern der Konzerntätigkeit. Wirtschaftlich ist der Steigenberger-Konzern von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen abhängig. Politische Risiken wie der Krieg in der Ukraine führen ebenso zur Zurückhaltung bei Geschäfts- und Urlaubsreisenden wie die Folgen der Corona-Pandemie. Gleichzeitig beeinflussen außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklungen wie die aktuell hohe Inflation oder Lieferengpässe sowie gestiegene Immobilien- oder Baupreise die Geschäfte des Steigenberger-Konzerns. 2.4. Ziele und Strategie Im Geschäftsjahr 2022 wurden eine Reihe von kurzfristigen Maßnahmen definiert, deren Ziel es war, das Unternehmen für den Zeitraum April bis Dezember zurück in die Profitabilität auf Basis Net Operating Profit (NOP) zu führen. Diese Initiativen wurden unter dem Titel "Sprint to Health" in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 erfolgreich umgesetzt. "Sprint to Health" legt zudem den Grundstein für die längerfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens, deren Implementierung unter dem Titel "Refounding Deutsche Hospitality (DH)" erfolgen wird. Die Refounding-Strategie umfasst für das Geschäftsjahr 2023 mehrdimensionale Zielsetzungen, welche im Rahmen eines Balanced Scorecard-Ansatzes priorisiert wurden. Mit einem unternehmensweiten Performance Management-System wird Klarheit über den Beitrag einzelner Bereiche zur Unternehmensstrategie geschaffen und die Zielerreichung kontinuierlich überwacht. Die in den folgenden Absätzen näher beschriebenen Zieldimensionen People, Process, Product und Profit bilden das Grundgerüst des strategischen Zielsystems und stehen in gegenseitiger Abhängigkeit. Über eine Erweiterung des Zielsystems auf die Stakeholder-Dimensionen Customer, Culture, Compliance und Community wird eine erweiterte strategische Perspektive eröffnet. Die übergreifende Klammer und Grundlage für die definierten Dimensionen bildet in Kooperation mit dem Gesellschafter H World der Bereich Technology & Data. Die reibungslose Abbildung und fortlaufende Optimierung der Guest Journey {Erfahrungsreise der Gäste) und der Employee Journey (Erfahrungsreise der Mitarbeitenden) sind die zentralen Bausteine von Technology & Data. So wird im Jahr 2023 unter anderem der Aufbau und die Weiterentwicklung der digitalen Touchpoints und die Prozess-Optimierung der HR-Systeme im Fokus stehen. People Der Einsatz und die Kundenorientierung der Mitarbeitenden differenzieren das Unternehmen im Wettbewerb. Die Zufriedenheit und langfristige Entwicklung der Mitarbeitenden sind daher ein Kernanliegen der Deutschen Hospitality, die um die stetige Verbesserung der Kommunikation mit und zwischen Mitarbeitenden, ein attraktives Arbeitsumfeld, optimierte Arbeitsprozesse sowie die bessere Vernetzung und Integration mit dem Team von H World bemüht ist. Process Die strategischen Initiativen in der Dimension Process adressieren die operationelle und kommerzielle Exzellenz des Steigenberger-Konzerns. Operational Excellence Ein Fokus des Unternehmens liegt auf der Unterstützung derTeams in den Hotels. Die Gäste und ihre Zufriedenheit bestimmen das Handeln der Mitarbeitenden in allen Unternehmensbereichen. Die operative Exzellenz ist daher das Herzstück der Deutschen Hospitality - ihre Messbarkeit ist Grundlage des Erfolgs. Mit der Restrukturierung des operativen Geschäfts, der Abflachung von Hierarchien und der Neuaufstellung der Servicebereiche soll es ermöglicht werden, in Zukunft noch schneller und agiler auf die Bedürfnisse der Gäste zu reagieren, auf Veränderungen im Kundenverhalten einzugehen und gezielt innovative Angebote zu entwickeln. Commercial Excellence Ein starker Vertrieb und ein starkes Revenue & Capacity Management (Umsatz- und Kapazitätsmanagement), unterstützt durch ein starkes Loyalty-Programm, stehen auch im Geschäftsjahr 2023 im Fokus der Weiterentwicklung des Unternehmens. Die Internationalisierung von H Rewards, das Kundenbindungsprogramm der Deutschen Hospitality, bei gleichzeitiger Steigerung der Loyalty Contribution (Anteil der Buchungen durch Mitglieder) und Mitgliederzahl sind wichtige Voraussetzungen für den weiteren kommerziellen Erfolg des Unternehmens. Die Neuaufstellung der Commercial Organisation ermöglicht Effizienzen unter anderem durch neue regionale Sales-Strukturen, ein neues Convention Sales Team und konzernweit einheitliche Systeme. Product Im Jahr 2023 wird die Marke IntercityHotel neu positioniert, um das internationale Wachstum zu beschleunigen und neue Märkte zu erschließen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Aufwertung der Markenpositionierung, die Konzentration auf ein neues, geselliges Lobby- Konzept und die effiziente Nutzung öffentlicher Räume. Zleep Hotels wird über eine Vielzahl von Neueröffnungen weiter in Europa expandieren. Das Markenkonzept basiert auf dänischem Design, skandinavischer Einfachheit, Qualität und Nachhaltigkeit sowie innovativen Dienstleistungen. Die Geschäftsmodelle der einzelnen Marken werden insbesondere hinsichtlich der F&B-Konzepte und Flächennutzung konsequent analysiert und bei Bedarf umgestaltet. Profit Zu den strategischen Maßnahmen, die im Jahr 2023 zur nachhaltigen Ergebnissteigerung beitragen sollen, gehört insbesondere eine interne Neubewertung des existierenden und zukünftigen Hotelportfolios. Diese umfasst eine Neuaufstellung der Entwicklungsstrategie mit Fokus auf Synergieeffekte in bereits bestehenden Märkten sowie Nachverhandlungen oder gegebenenfalls die frühzeitige Beendigung von nicht-profitablen Verträgen. Das strategische Zielsystem wird erweitert über die Stakeholder-Perspektiven: Customer Alle Initiativen müssen direkt oder indirekt einen Mehrwert für die Gäste schaffen. Der Gast steht stets im Mittelpunkt. Dabei fliesen auch Erkenntnisse aus Kundenzufriedenheitsumfragen mit ein. Compliance Die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Verhaltenskodizes sowie die Anforderungen nach dem Sarbanes-Oxley Act ist die unumstößliche Grundlage allen unternehmerischen Handelns. Durch die Abteilung Governance, Risk & Compliance werden die aktuellen Lösungen kontinuierlich optimiert sowie proaktiv neue Anforderungen identifiziert. Culture Die Unternehmenskultur bildet die Grundlage für alle strategischen Initiativen. Die Deutsche Hospitality steht für Integrität, Vertrauen, Bescheidenheit, Gleichheit und Inklusion, Lernbereitschaft, Widerstandsfähigkeit und Transparenz. Community Die Deutsche Hospitality sieht sich in der klaren Verantwortung, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Über eine dedizierte, direkt an die Geschäftsführung berichtende Environmental, Social und Governance (ESG)-Funktion werden unterschiedlichste Initiativen in allen ESG-relevanten Bereichen proaktiv umgesetzt, zentrale Daten unternehmensweit konsolidiert sowie neue Entwicklungen analysiert und umgesetzt. 3. Wirtschaftsbericht 3.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Europa und insbesondere Deutschland sind nach wie vor mit Abstand die wichtigsten Quellmärkte (Herkunftsland des gebuchten Umsatzes) für den Steigenberger-Konzern. In der ersten Jahreshälfte 2022 stieg die Wirtschaftsleistung im Euroraum stark an. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war das Konsumverhalten der Verbraucherinnen, die nach den Lockerungen der Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie insbesondere Dienstleistungen stark nachfragten. So stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im zweiten Quartal 2022 um 4,2 % gegenüber dem Vergleichsquartal 2021. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zeigten sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zunehmend deutlicher. Steigende Unsicherheiten, der hohe Energiepreisdruck, die Kaufkrafterosion bei privaten Haushalten und ein schwächeres außenwirtschaftliches Umfeld hinterließen klare Spuren in der BIP-Entwicklung. Zwar stieg das BIP auch im dritten Quartal 2022, allerdings nur noch um 2,3 % im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2022 im Euroraum um 0,1 % gestiegen und blieb in der EU unverändert, so dass sich für das Gesamtjahr 2022 laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union im Euroraum ein Wachstum von 3,5 % ergab. Als Folge der krisenhaften Entwicklungen stieg die Inflationsrate in der Europäischen Union im Laufe des Jahres stark an und lag im Dezember 2022 bei 10,4 %. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 5,3 % betragen. Im Kernmarkt Deutschland wurde im Jahr 2022 nur ein sehr geringes Wirtschaftswachstum gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorjahres erzielt, das stark von der Corona-Pandemie beeinflusst worden war. Das preisbereinigte BIP in Deutschland stieg im Jahr 2022 nur um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Erst im dritten Quartal 2022 übertraf das deutsche BIP erstmals wieder das Niveau des 4. Quartals 2019, des Quartals vor Beginn der Corona-Pandemie. Im europäischen Vergleich liegen die BIP-Wachstumsraten fast aller anderen EU-Mitgliedstaaten höher als in Deutschland. Auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen des Wegfalls der Restriktionen und der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie deutlich spürbar. So erhöhten insbesondere die Haushalte in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2022 ihre Konsumausgaben kräftig: Im Vergleich zum Vorjahr legten die privaten Konsumausgaben um 4,6 % zu. Mit steigender Inflation, sinkenden Realeinkommen und der daraus resultierenden gesunkenen Kaufkraft zeigten sich in der zweiten Jahreshälfte jedoch deutliche Bremsspuren in den privaten Konsumausgaben. So stieg der private Konsum in der zweiten Jahreshälfte 2022 nur um 0,4 % gegenüber der Vorjahresperiode. Im Jahresdurchschnitt 2022 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % auf 45,6 Mio. Personen. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich im Jahresdurchschnitt auf 2,54 Mio. Personen (Arbeitslosenquote: 5,3 %). 3.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Krise hat im Gastgewerbe deutliche Spuren hinterlassen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen des Branchenverbandes DEHOGA betrug der nominale Umsatzverlust im Gastgewerbe im Zeitraum März 2020 bis September 2022 insgesamt 74,9 Mrd. Euro. Auch im ersten Quartal 2022 betrug das reale Umsatzminus im Beherbergungsgewerbe immer noch 39,7 % gegenüber 2019; erst im dritten Quartal 2022 konnte das reale Umsatzniveau des Vergleichsquartals des Jahres 2019 wieder erreicht werden. Für die ersten neun Monate des Jahres 2022 ergab sich ein realer Umsatzrückgang von 11 % gegenüber der Vergleichsperiode des Jahres 2019. Die erste Schätzung des Statistischen Bundesamtes für die Entwicklung des Gesamtjahres 2022 zeigt eine deutliche Erholung vom Krisenniveau der Vorjahre: Real stieg der Umsatz des Gastgewerbes um gut 47 %, nominal um gut 57 %, jeweils gegenüber dem Krisenniveau des Jahres 2021. Allerdings wurde das Niveau des Jahres 2019 im Gesamtjahr 2022 damit real immer noch um gut 11 % unterschritten, während es nominal um knapp 1 % übertroffen wurde. Im Jahr 2022 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 450,8 Mio. Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Dies waren 45,3 % mehr als im Jahr 2021 und 9,1 % weniger als im Jahr 2019. Insbesondere die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stieg im Vorjahresvergleich deutlich: sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 119,6 % auf 68,1 Mio. Vom Vorkrisenniveau ist der grenzüberschreitende Tourismus in Deutschland aber auch weiterhin ein gutes Stück entfernt. So lagen die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland im Jahr 2022 noch um 24,3 % unter dem Wert von 2019. 3.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Innerhalb des Geschäftsjahres 2022 hat die Geschäftsführung ein neues operatives Management nach Regionen etabliert. Die neu geschaffenen Senior Directors Operations sind jeweils für die Hotels aller Marken in einer Region verantwortlich. Diese Struktur wird unterstützt von regionalen Support-Funktionen für Sales & Marketing, Human Resources (HR) und Finance. Um die Vergleichbarkeit der wirtschaftlichen Performance mit dem Wettbewerb zu erhöhen, wurden die Aktivitäten des Unternehmens im Management Report neu gegliedert. Das gesamte Lease-Geschäft mit allen dazugehörigen Zentralfunktionen wie Asset Management wird als separate Einheit dargestellt, getrennt von den zentralen Sales-, Marketing- und sonstigen vertragsübergreifenden Services für die Hotels. Alle übrigen Service-Funktionen (u.a. IT und Accounting) werden gesondert dargestellt. Der Unternehmenserfolg der Steigenberger Hotels GmbH wird anhand definierter finanzieller Steuerungsgrößen auf Konzernebene gemessen. Bei den Leistungsindikatoren liegt der Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Optimierung und Überwachung von definierten, mit der Unternehmensstrategie kompatiblen und für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens unerlässlichen Zielgrößen. Die für den Konzern bedeutsamen finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs) sind im Wesentlichen:
Die Marken der Deutschen Hospitality werden Segmenten zugeordnet, so dass das Management Reporting eine differenzierte Performance zeigt, im operativen Bereich unterteilt in Luxury, Upscale, Midscale und Economy. 3.4. Geschäftsverlauf Die Deutsche Hospitality vereint zum 31. Dezember 2022 unter ihrem Dach 132 Hotels, von denen 127 Hotels zur eigenen Markenfamilie gehören; sie werden ergänzt durch fünf Partnerhotels, die in Zukunft unter einer Marke des Unternehmens geführt werden sollen, sobald die Standards der jeweiligen Marke erfüllt sind. Das Segment Luxury umfasst sechs Hotels; alle sind Teil der Marke Steigenberger Icons. Das Segment Upscale zählt 50 Hotels, darunter 43 Hotels der Marke Steigenberger Hotels & Resorts, drei Hotels der Marke Jaz in the City und vier Partnerhotels (Managementhotels). 58 Hotels gehören zum Segment Midscale, darunter 51 IntercityHotels, sechs Hotels der Marke Maxx by Deutsche Hospitality und ein Partnerhotel. Schließlich fallen 18 Hotels in das Segment Economy, die alle Teil der Marke Zleep Hotels sind. Unter der Dachmarke Deutsche Hospitality werden 81 Pachthotels, 29 Managementhotels und 22 Franchisehotels im In- und Ausland betrieben. Die Anzahl der Pachthotels erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um fünf Hotels: Mit den Eröffnungen der IntercityHotels in Dortmund, Wiesbaden und Amsterdam wurden dem Portfolio drei neue Hotels hinzugefügt. Zudem wuchs das Portfolio der Marke Zleep Hotels um die Standorte Vejle, Dänemark, und Madrid, letzteres das erste Hotel einer Deutsche Hospitality- Marke auf dem spanischen Festland. In diesem Zusammenhang wurde die neue Landesgesellschaft Deutsche Hospitality Hotels Spain S. L. gegründet. Vertragsbeendigungen von Pachthotels sind 2022 nicht erfolgt. Die Anzahl an Managementhotels erhöhte sich saldiert um zwei Hotels auf 29. Neu eröffnet wurden das IntercityHotel in Muscat, Oman, die Zleep Hotel Apartments in Vejle, Dänemark, sowie das Steigenberger Hotel & Residence in Doha, Katar. Darüber hinaus wuchs das Portfolio um die beiden Partnerhotels AI Hamra Residences und AI Hamra Village in Ras AI Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate. Dem gegenüber stehen die Vertragsbeendigungen des Steigenberger Hotels Berlin sowie des Steigenberger Strandhotels Zingst und des dazugehörigen Aparthotels. Das Portfolio der Franchisehotels wuchs im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr saldiert um ein Hotel auf 22. Im Jahr 2022 eröffneten die Hotels Maxx by Deutsche Hospitality Aalen, Zleep Hotel Koge, Dänemark, und das IntercityHotel in Herford, Deutschland. Die Hotels Steigenberger Metropolitan Frankfurt und IntercityHotel München sind dagegen nicht mehr Teil des Portfolios der Deutschen Hospitality. Sechs Nil-Schiffe werden unter der Marke Steigenberger Hotels & Resorts vermarktet und realisieren License-Fees. H World in China nutzt die Marken der Deutschen Hospitality gegen Zahlung von Lizenzgebühren für die Expansion im Luxury, Upscale und Midscale-Bereich und -Betrieb in 2022 mit 23 Hotels per 31. Dezember 2022. Zur Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns werden im Folgenden die wesentlichen Kennzahlen der Segmente nach der internen Managementerfolgsrechnung gegliedert und erläutert. Die Ergebniskennzahlen (RevPAR, Occ. und ARR) der Management-, Franchise- und Lizenzhotels im In- und Ausland werden dabei nicht dargestellt, da sie nicht direkt mit ihren Umsätzen in der Konzernrechnungslegung enthalten sind. Entwicklung Hotelportfolio Deutsche Hospitality Hotelportfolio außerhalb China
3.5. Ergebnis der Pachthotels nach Segmenten Der Beginn des Geschäftsjahres 2022 wurde weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmt. Erst im April 2022 wurden die in Deutschland geltenden Maßnahmen weitgehend zurückgenommen. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung des Geschäfts ab Mai 2022. Die Belegungsquote lag in der Zeit von Januar bis April bei 38,3 % mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis (ARR) von 93,51 €. Daraus resultiert für diesen Zeitraum ein RevPAR von 35,79 €. In der Periode Mai bis Dezember 2022 zeigte sich eine sehr deutliche Erholung des Geschäfts: So lag die Belegungsquote in diesem Zeitraum bei 64,3 % und damit um 61,9 % über den Werten der ersten vier Monate. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ARR) lag bei 114,34 € und damit 20,83 € (22,3 %) über der Periode Januar bis April. Daraus resultiert ein um 37,75 € (105,5 %) höherer RevPAR als in der Periode Januar bis April von 73,54 €. Für das Gesamtjahr 2022 lag die Belegungsquote bei 56,0 % mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis (ARR) von 109,77 €. Das ergibt für das Gesamtjahr einen RevPAR von 61,43 €, der um 32,53 € oder 112,6 % über dem RevPAR des Geschäftsjahres 2021 liegt.
Luxury Segment Das Segment Luxury umfasst die sechs Hotels der Marke Steigenberger Icons. Die Anzahl der Pachthotels in diesem Segment blieb mit fünf Betrieben auf dem Stand des Vorjahres. Auch die Anzahl an Managementhotels blieb unverändert bei einem. Für das Gesamtjahr 2022 lag die Zimmerbelegungsquote im Luxury Segment bei 43,6 % und damit um 91,1 % über dem Vorjahr. Der durchschnittliche Zimmerpreis lag im Jahr 2022 bei 284,78 € und damit um 59,68 € (26,5 %) über dem des Jahres 2021. Der RevPAR für das Jahr 2022 betrug 124,04 €; er lag um 72,74 € oder 141,8 % über dem Wert des Jahres 2021. Die Renovierung des Steigenberger Parkhotel Düsseldorf wurde im Geschäftsjahr mit weiteren Zimmerrenovierungen fortgesetzt. Mit der geplanten Wiedereröffnung des Steigenberger Icon Europäischer Hof in Baden-Baden wird auch das Stammhaus der Marke Steigenberger zukünftig zum Luxury Segment gehören.
Upscale Segment Das Segment umfasst Hotels der Marken Steigenberger Hotels & Resorts und Jaz in the City sowie Partnerhotels, die zukünftig Teil des Markenportfolios werden sollen. Zukünftig werden auch die Hotels der Marke House of Beats zu diesem Segment gehören. Die insgesamt 50 Hotels unterteilen sich in 19 Pachthotels, 16 Managementhotels sowie 15 Franchisehotels. Davon gehören 43 Hotels zur Marke Steigenberger Hotels & Resorts, drei zur Marke Jaz in the City; weitere vier Hotels werden als Partnerhotels geführt. Die im Jahr 2022 eröffneten Hotels Steigenberger Doha Hotel & Residence, Katar, und das Partnerhotel AI Hamra Residences in Ras AI Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, ergänzen das Portfolio und erhöhen damit die Präsenz in der Golfregion. Dem Zuwachs gegenüber stehen die Vertragsbeendigungen des Steigenberger Hotels Metropolitan Frankfurt, des Steigenberger Berlin und der beiden Steigenberger Hotels in Zingst. Insgesamt schrumpfte das Portfolio des Segments Upscale im Jahr 2022 somit um zwei Hotels. Die durchschnittliche Zimmerbelegungsquote der Pachthotels im Upscale Segment lag für das gesamte Jahr 2022 bei 63,4 % und damit um 87,8 % über dem Vorjahr. Der durchschnittliche Zimmerpreis von 128,02 € lag um 19,86 € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Der RevPAR des Segments Upscale lag mit 81,13 € mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr, so dass eine RevPAR-Steigerung von 122,3 % realisiert werden konnte.
Midscale Segment Zum Segment Midscale zählen sämtliche Hotels der Marken IntercityHotel und Maxx by Deutsche Hospitality sowie ein Partnerhotel. Das Segment umfasste zum Geschäftsjahresende 58 Hotels, darunter 45 Pachthotels. 51 Hotels gehörten zur Marke IntercityHotel, sechs Hotels zur Marke Maxx by Deutsche Hospitality. Insgesamt verantwortete das Segment Midscale im Jahr 2022 Hotels in acht Ländern, verteilt auf zwei Kontinente. Im Jahr 2022 eröffneten sieben neue Midscale Hotels, darunter fünf Hotels der Marke IntercityHotel, ein Hotel der Marke Maxx by Deutsche Hospitality und ein Partnerhotel. Die neuen Hotelstandorte der Marke IntercityHotel sind die Städte Dortmund, Wiesbaden, Amsterdam, Herford und Muscat. Das Maxx by Deutsche Hospitality Hotel eröffnete in Aalen. Auch das als Partnerhotel eröffnete Hotel AI Hamra Village in Ras AI Khaimah soll zukünftig Teil der Marke Maxx by Deutsche Hospitality werden. Das IntercityHotel München ist nicht mehr Teil des Portfolios. Somit ergibt sich ein Wachstum um sechs Hotels für das Midscale Segment. Die Zimmerbelegungsquote der Pachthotels steigerte sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 77,4 % auf 54,0 %. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ARR) konnte um 14,03 € auf 86,61 € gesteigert werden. Durch die höhere Auslastung und die gestiegene ARR erhöhte sich der RevPAR von 22,11 € auf 46,80 €; das entspricht einer RevPAR-Steigerung von 111,7 %. Im kommenden Jahr wird das Portfolio voraussichtlich um sieben weitere - darunter sechs unter Pachtverträgen geführte - Hotels in Heidelberg, Karlsruhe, Lübeck, Berlin, Breda, Genf und Taschkent wachsen.
Economy Segment Im Januar 2019 erwarb die Steigenberger Hotels AG 51 % der Anteile an der Zleep A/S, inklusive zwölf Hotelverträgen. Sämtliche Hotels der Marke Zleep Hotels im skandinavischen Raum sind Teil der Zleep A/S. Die Hotels außerhalb Skandinaviens werden durch die Zleep GmbH betrieben, welche eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Hospitality ist. Im Jahr 2022 wurden durch die Zleep A/S drei neue Hotels eröffnet; ein Pachthotel in der Stadt Vejle, Dänemark, wovon ein Teil separat unter einem Managementvertrag geführt wird, sowie ein Franchisehotel in der Stadt Koge, ebenfalls Dänemark. Das erste Hotel der Zleep GmbH wurde im Dezember 2022 in Madrid eröffnet. Im Jahr 2022 wirksame Vertragsbeendigungen gab es keine. Somit wuchs das Segment Economy im Jahr 2022 um vier auf 18 Hotels. Die Pachtbetriebe der Marke Zleep Hotels erzielten im Geschäftsjahr 2022 eine Zimmerbelegungsquote von 53,4 %, die damit um 34,6 % über dem Wert des Vorjahres lag. Der durchschnittliche Zimmerpreis konnte gegenüber dem Vorjahr um 13,96 € gesteigert werden und lag für das Jahr 2022 bei 80,62 €. Daraus resultiert ein RevPAR von 43,04 €, der um 16,60 € über 2021 lag. Das entspricht einer RevPAR-Steigerung von 62,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Sonstige selbstständige Tochtergesellschaften Innerhalb des Steigenberger-Konzerns operieren mit der Hotel Equipment and Design GmbH (H.E.A.D. GmbH) und der Sourcify GmbH zwei eigenständige Tochtergesellschaften, die für interne und externe Kunden Einkaufs-, Software- und Beratungsleistungen erbringen. Des Weiteren hat der Konzern im März 2022 die Steigenberger Akademie GmbH, eine staatlich anerkannte Hotelfachschule, übernommen. Durch die Übernahme kann einerseits der interne Schulungsbedarf für Mitarbeitende der Deutschen Hospitality zentralisiert und umfassend professionalisiert werden; andererseits wird die Marke Steigenberger gestärkt und positioniert sich potenziellen Bewerbern gegenüber als attraktiver Arbeitgeber in der Hotellerie mit hervorragenden Weiterbildungsmaßnahmen. Aufgrund des gesteigerten Einkaufsvolumens der Hotels konnte der Umsatz der H.E.A.D. GmbH um insgesamt 1,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Sourcify GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresumsatz von 0,8 Mio. € erwirtschaften. Der Umsatz der Steigenberger Akademie GmbH von März bis Dezember 2022 betrug 1,3 Mio. €. Das EBITDA der drei Tochtergesellschaften betrug im Jahr 2022 in Summe 0,3 Mio. €. 3.6. Konzernergebnis - EBITDA Das EBITDA (Betriebsergebnis -28,3 Mio. € zuzüglich Abschreibungen +13,2 Mio. €) des Steigenberger-Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2022 -15,1 Mio. € und lag damit um 32,3 Mio. € höher als im Geschäftsjahr 2021. Die operative Performance des Konzerns stieg dabei deutlich stärker, da das Vorjahres-EBITDA einen Betrag von knapp 100 Mio. € an Corona-Staatshilfen enthalten hatte. Getrieben durch die starke Erholung der Nachfrage innerhalb des Geschäftsjahres ergab sich eine signifikante Umsatzsteigerung der Pachthotels von 218,6 Mio. €. Die Energiekrise, die inflationären Entwicklungen und daraus resultierenden Preissteigerungen in allen Bereichen führten zwar zu Kostensteigerungen, die den RevPAR- und Ratensteigerungen entgegenwirkten, aber durch ein effektives Kostenmanagement im gesamten Konzern kompensiert werden konnten. Da die ersten vier Monate des Geschäftsjahres 2022 noch stark durch die Folgen der Corona-Pandemie beeinflusst waren, konnte im Gesamtjahr noch kein positives EBITDA erwirtschaftet werden. Betrachtet man jedoch das EBITDA für die Periode Mai bis Dezember, so ergibt sich für diesen Zeitraum ein EBITDA von 30,2 Mio. €, das um 22 % über der Vorjahresperiode und um 8 % über dem gleichen Zeitraum des Vorpandemiejahres 2019 liegt.
3.7. Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Ertragslage
Beginnende Normalisierung der Nachfrage nach Höhepunkt der Corona-Pandemie Im Laufe des Jahres 2022 erholte sich das operative Geschäft, nachdem der Höhepunkt der Corona-Pandemie überwunden werden konnte. Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse ohne Bestandsveränderungen von 471,5 Mio. € erzielt, nach 222,5 Mio. € im Vorjahr. Davon wurden 416,5 Mio. € (Vorjahr 183,8 Mio. €) in den Bereichen Logis und Gastronomie sowie 55,1 Mio. € (Vorjahr 38,7 Mio. €) im Bereich der sonstigen Hoteldienstleistungen (insb. Management-, Franchise- und Lizenzgebühren, Erträge aus Vermietung und Verpachtung) erwirtschaftet. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 111,9 %. Die Umsätze liegen damit nur leicht hinter den Umsätzen im Vorkrisenjahr 2019 in Höhe von 494,0 Mio. € zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sind von 137,8 Mio. € auf 58,4 Mio. €. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus im Vorjahr erhaltenen staatlichen Wirtschaftshilfen zur Bewältigung der Corona-Folgen in Höhe von 100,3 Mio. €. Der Rückgang konnte durch im Vergleich zum Vorjahr höhere Schadenersatzleistungen (+13,7 Mio. €) etwas kompensiert werden. Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 59,3 Mio. € auf 136,4 Mio. €, bedingt durch den im Jahr 2022 verbesserten Geschäftsbetrieb. Das Verhältnis der Materialaufwendungen zu Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen sank auf 28,7 % (Vorjahr: 34,6 %). Die Zahl der im Geschäftsjahr 2022 im Steigenberger-Konzern durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter liegt mit 2.924 nur leicht über dem Vorjahresniveau (2.914). Personalkosten werden - ohne Aufwendungen für Fremdpersonal - in Höhe von 160,1 Mio. € (Vorjahr: 118,0 Mio. €) ausgewiesen. Der Personalaufwand wurde im Vorjahr durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Höhe von 30,0 Mio. € reduziert. Dies erklärt auch den Anstieg der Personalkosten pro Mitarbeiter. Das Verhältnis der Personalkosten zu den Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen liegt mit 33,8 % unter dem Vorjahresniveau (52,9 %). Insgesamt betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 251,6 Mio. €, nach 212,9 Mio. € im Vorjahr (+18,2 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten überwiegend Mieten und Pachten (139,4 Mio. €), Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen (18,4 Mio. €), Rechts- und Beratungskosten (10,5 Mio. €), Provisionsaufwendungen (28,2 Mio. €), Verwaltungskosten (7,1 Mio. €) sowie Aufwendungen für Marketing und Werbung (5,6 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus der Wiederbelebung der operativen Geschäftstätigkeit im Jahr 2022 nach der Corona-Krise. Der im Vergleich zum Umsatz nur unterproportionale Anstieg ist durch einen hohen Fixkostenanteil in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere in den Pachtaufwendungen, bedingt. Deutliche Reduzierung des negativen Konzern-EBITDA Die Umsatzerlöse konnten im abgelaufenen Jahr zwar deutlich gesteigert werden, allerdings reichte dies noch nicht dazu aus, wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Dennoch konnte das negative EBITDA aus dem Vorjahr von -47,4 Mio. € deutlich auf -15,1 Mio.€ reduziert werden. Abschreibungen im Konzern
Sowohl die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte als auch auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen im Konzern lagen annähernd auf dem Vorjahresniveau. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich von -61,5 Mio. € auf -28,3 Mio. €. Das Finanzergebnis veränderte sich mit -6,3 Mio. € nur leicht (Vorjahr: -6,1 Mio. €) und beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Bankdarlehen sowie von H World gewährten Darlehen während der Corona-Krise, die der Sicherung der Liquidität dienten. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 21,3 Mio. € resultieren aus Erträgen aus der Bildung von latenten Steuern in Höhe von 21,6 Mio. €, die im Wesentlichen auf die Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen sind und die im Berichtsjahr wesentlich zur Verringerung des Konzernjahresfehlbetrags beitragen. Der Konzernjahresfehlbetrag einschließlich auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust für das Geschäftsjahr 2022 beträgt -13,3 Mio. €. Nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Verlust der Zleep Hotels A/S beläuft sich das Konzernergebnis 2022 auf -13,4 Mio. €. Vermögens- und Finanzlage Investitionen leicht gesunken Die Investitionen (in Anlagevermögen und inklusive Erhaltungsaufwand für Reparaturen und Instandhaltung) betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 29,1 Mio. € und haben sich damit um 1,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (30,7 Mio. €) verringert.
Insgesamt betrugen die Zugänge in das Sachanlagevermögen 10,0 Mio. € und liegen damit leicht über dem Vorjahr (8,8 Mio. €). Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen liegen mit 0,7 Mio. € annähernd auf Vorjahresniveau (1,1 Mio. €). Für einen Teil der Investitionen hat die Gesellschaft Zuschüsse der konzernfremden Eigentümer der Immobilien (Verpächter) in Höhe von 0,4 Mio. € erhalten, die unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend den zugehörigen Abschreibungen aufgelöst werden. Entwicklung der Finanzlage
Die Netto-Darlehensverschuldung ist im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der liquiden Mittel von 32,9 % auf 38,1 % gestiegen. Im Geschäftsjahr 2022 mussten keine weiteren Darlehen aufgenommen werden. Die Summe aus Darlehen bei Banken und verbundenen Unternehmen konnte leicht von 202,2 Mio.€ auf 196,7 Mio. € zurückgefahren werden (Brutto-Kreditverschuldung gegenüber Banken und verbundenen Unternehmen). Die liquiden Mittel (inklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens) zum Bilanzstichtag sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Vorjahresbestands aufgrund des Zuflusses der staatlichen Überbrückungshilfe III in Höhe von 52,0 Mio. € im Dezember 2021 gesunken und betragen zum Bilanzstichtag 47,5 Mio. € (Vorjahr: 79,1 Mio. €). Der Konzern weist zum Bilanzstichtag eine Netto-Darlehensverschuldung von 149,2 Mio. € (Vorjahr: 123,1 Mio. €) aus. Zum 31. Dezember 2022 bestanden zusätzlich zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei H World (45,0 Mio. €) und Avallinien bei der Commerzbank AG (7,5 Mio. €). Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Der Netto- Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Wesentlichen aufgrund der zu Beginn des Geschäftsjahres immer noch einschränkte Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Pandemie 14,6 Mio. € (Vorjahr: 107,0 Mio. €). Die Finanzierung dieser Netto-Abflüsse sowie die Netto- Abflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erfolgte aus der Bestandsliquidität zu Beginn des Geschäftsjahres.
Entwicklung der Vermögensstruktur Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr leicht um 4,8 % auf 391,9 Mio. € (Vorjahr: 374,1 Mio. €). Das Sachanlagevermögen sank im Geschäftsjahr 2022 um 2,2 Mio. €, bedingt durch die immer noch niedrigen Investitionen verglichen mit den Vor-Corona-Jahren und beträgt zum Bilanzstichtag 44,8 Mio. €. Die Abschreibungsquote des Sachanlagevermögens hat sich von 23,1 % auf 24,1 % erhöht. Die Finanzanlagen betragen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert 18,3 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. €). Infolge des wieder angestiegenen Geschäftsbetriebs im Laufe des Jahres erhöhten sich im Umlaufvermögen vor allem die Vorräte um +3,8 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 14,7 Mio. €. Gegenläufig entwickelten sich die Sonstigen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen aufgrund geringerer Steuererstattungsansprüche und geleisteter Anzahlungen um -6,3 Mio. € gesunken sind. Der Rückgang der liquiden Mittel um -31,6 Mio. € erklärt sich durch die in der Kapitalflussrechnung dargestellten negativen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern um 22,0 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus um 18,3 Mio. € gestiegenen aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge. Der Konzern ist zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 133,2 Mio. € bilanziell überschuldet (Vorjahr: Überschuldung 119,8 Mio. €). In dieser Höhe ist auf der Aktivseite der Bilanz ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen. Der Konzern weist zum Bilanzstichtag eine Überschuldungsquote von 34,0 % auf (Vorjahr: 32,0 %). Der Anstieg der bilanziellen Überschuldung geht einher mit dem Anstieg der Rückstellungen (+9,9 Mio €) und Verbindlichkeiten (+7,7 Mio. €) in nahezu gleicher Höhe. Innerhalb der Bilanzposition Rückstellungen sind die sonstigen Rückstellungen insbesondere aufgrund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Pachtzahlungen von 70,8 Mio. € auf 79,9 Mio. € gestiegen. Das wieder erstarkte operative Geschäft sorgte für gestiegene erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (+10,1 Mio. €), die innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Zusammen mit höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+4,6 Mio. €) konnte der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-9,7 Mio. €), der aus der Rückzahlung eines Darlehens bei der Commerzbank resultiert, mehr als kompensiert werden. 3.8. Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs 2022 mit der Prognose aus der Vorperiode für den Konzern Insgesamt hat sich das Jahr 2022 positiver entwickelt als erwartet. Dazu trägt insbesondere die Entwicklung des RevPAR bei, welche Kosteneffekte überkompensiert hat. Vergleich Kennzahlen Hotels der Deutschen Hospitality
Vergleich Kennzahlen Hotels der Steigenberger Hotels GmbH
3.9. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Geschäftsentwicklung und Lage Im Laufe des Geschäftsjahres 2022 zeigte sich eine deutliche Erholung des Konzern-Geschäfts. Getrieben durch eine substanzielle Erholung der Nachfrage nach Hoteldienstleistungen und einer klar definierten Ratenstrategie konnte der Umsatz des Konzerns von 222,5 Mio. € im Vorjahr auf 471,5 Mio. € gesteigert werden. Den Umsatzsteigerungen standen signifikante Kostensteigerungen entgegen, die zum einen getrieben waren durch den Anstieg des Geschäftsvolumens, zum anderen aber auch Preissteigerungen in allen relevanten Kostenkategorien reflektierten. Vor diesem Hintergrund stand auch das Jahr 2022 im Zeichen eines konsequenten Kostenmanagements. Durch die aus der Rückkehr der Nachfrage resultierende Kostendegression in Kombination mit einer deutlichen Erhöhung der Produktivität des Personals konnte die Personalkostenquote von 53,1 % des Umsatzes im Jahr 2021 auf 34,0 % im Jahr 2022 reduziert werden. Signifikanten Tarifsteigerungen für das Personal standen dabei konsequente Reorganisationsmaßnahmen im Team Center und - zum Teil getrieben durch die branchenweite Personalknappheit - signifikant sinkenden FTE-Zahlen in den Hotels gegenüber. Die Kosten für Mieten und Pachten des Konzerns stiegen im Jahr 2022 deutlich an. Der Anstieg um 15,8 % wurde getrieben durch das Wachstum der Anzahl betriebener Hotels sowie durch den Anstieg der umsatzabhängigen Pachtzahlungen. Verhandlungen über Pachtverzichte wurden auch im Geschäftsjahr fortgeführt, konnten aber aufgrund der Erholung des Geschäfts nur noch begrenzte Ergebnispotenziale realisieren. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche geplante Investitionen im Detail analysiert und nur in dem Maße umgesetzt, wie es erforderlich oder aufgrund von gesetzlichen bzw. vertraglichen Verpflichtungen notwendig war. Entsprechend entwickelten sich die Investitionen (in Anlagevermögen, für Reparaturen und Instandhaltung) im abgelaufenen Jahr. Im Vorjahr hatte der Konzern Staatshilfen für die Folgen der Corona-Pandemie von insgesamt knapp 100 Mio. € erhalten. Im laufenden Geschäftsjahr wurden in den Monaten Januar bis März noch einmal Hilfen im Gesamtvolumen von knapp 6 Mio. € in Anspruch genommen. Trotz der weitgehenden Erholung des Geschäfts im Zeitraum Mai bis Dezember 2022 schloss der Steigenberger-Konzern das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 13,3 Mio. € ab. Damit verbesserte sich das Ergebnis - trotz des Auslaufens der Staatshilfen - um 51,1 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahresverlust von 68,5 Mio. €. Der operative Cashflow des Jahres 2022 betrug -14,6 Mio.€, nach -107,0 Mio. € im Jahr 2021; er konnte vollständig aus eigenen liquiden Mitteln finanziert werden. Die liquiden Mittel (inklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens) zum Bilanzstichtag sind aufgrund des negativen Cashflows im Vergleich zum Vorjahr gesunken und betragen 47,5 Mio. € (Vorjahr: 79,1 Mio. €). Der Konzern weist zum Bilanzstichtag eine Netto-Darlehensverschuldung von 149,2 Mio. € aus. Zum 31. Dezember 2022 bestanden darüber hinaus zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei H World (45,0 Mio. €) sowie Avallinien in Höhe von 7,5 Mio. €. 3.10. Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage der Steigenberger Hotels GmbH Ertragslage Durch die Steigenberger Hotels GmbH werden 18 Pachthotels betrieben. Zuzüglich der sieben Management- und der sieben Franchise- und Lizenzbetriebe im In- und Ausland ergab dies im Geschäftsjahr 2022 ein Portfolio von 32 Hotels. Das Geschäftsjahr 2022 der Steigenberger Hotels GmbH ist geprägt von der beginnenden Normalisierung nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Dennoch verzeichnen die Steigenberger Hotels GmbH und wesentliche Tochtergesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr noch leicht negative Jahresergebnisse, während die operativen Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden wieder positive Jahresergebnisse erzielen konnten. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr von 97,2 Mio. € im Vorjahr um 94,7 % auf 189,2 Mio. € und haben sich damit annähernd verdoppelt. Die Umsatzerlöse entstanden durch Logis- und Gastronomieerlöse in Höhe von 146,5 Mio. € sowie durch sonstige Hoteldienstleistungen in Höhe von 42,7 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 63,9 Mio. € im Vorjahr auf 46,9 Mio. €. Der Haupteffekt kommt aus im Vorjahr erhaltenen Staatshilfen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von insgesamt 44,1 Mio. €. Gegenläufige Effekte ergeben sich im Wesentlichen aus höheren Auflösungen von Wertberichtigungen (+13,0 Mio. €) und erhaltenen Schadenersatzzahlungen (+9,9Mio. €). Die Auflösungen von Wertberichtigungen betreffen im Berichtsjahr in Höhe von 13,4 Mio. € im Wesentlichen Wertaufholungen von im Vorjahr abgeschriebenen Forderungen gegen das verbundene Unternehmen STAG Belgium N.V., Brüssel, nachdem im Berichtjahr eine Restrukturierung und Neuaufstellung der Organisation innerhalb des verbundenen Unternehmens abgeschlossen wurde und damit die Ertragslage nachhaltig verbessert eingeschätzt werden kann. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 88,4 % leicht unterproportional zu der Entwicklung der Umsatzerlöse gestiegen und beläuft sich auf 51,3 Mio. €. Die Materialaufwandsquote beträgt damit 27,1 % (Vorjahr: 28,0 %). Der Personalaufwand hat sich um 37,0 % von 63,6 Mio. € auf 87,1 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen geringere Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 12,9 Mio. €), um 2,1 Mio. € höhere Mitarbeiterprämien und darüber hinaus im Berichtsjahr erfolgte Tariferhöhungen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden in Höhe von 1.286 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 96 reduziert. Bedingt durch die höheren Umsätze ist die Personalaufwandsquote mit 46,0 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (Vorjahr: 65,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 94,3 Mio. € im Vorjahr nur leicht auf 98,5 Mio. € im Jahr 2022 gestiegen. Die Änderung zum Vorjahr um 4,2 Mio. € setzt sich hauptsächlich aus erhöhten Aufwendungen für Miet- und Pachtzahlungen, Provisionen und Leistungszukäufen zusammen. Gegenläufig wirken gesunkene Aufwendungen für Garantien aus Hotelmanagementverträgen und für Instandhaltungen. Aufgrund der beginnenden Erholung nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie und damit gestiegenen Umsatzerlösen reduzierte sich das negative Betriebsergebnis von -29,9 Mio. € auf nur noch -5,9 Mio. €. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Mio. € auf -19,2 Mio. € verschlechtert. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von -12,5 Mio. € (Vorjahr: -7,8 Mio. €), die insbesondere durch die Übernahme der um 5,6 Mio. € gestiegenen Verluste der IntercityHotels GmbH begründet sind. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,6 Mio. € umfassen Wertberichtigungen auf die Beteiligung sowie Ausleihungen an der bzw. an die STAG Hotels Hungary Kft.; Budapest, Ungarn. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der Steigenberger DMCC in Dubai in Höhe von 3,4 Mio. € vorgenommen aufgrund des negativen Geschäftsausblicks. Die Zinsaufwendungen von nahezu unverändert 6,2 Mio. € resultieren aus den aufgenommenen Bankdarlehen und der Inanspruchnahme der von der Konzernmutter eingeräumten Kreditlinie zur Deckung des Liquiditätsbedarfs. Im Geschäftsjahr weist die Steigenberger Hotels GmbH nach Ertragsteuern von 0,1 Mio. € einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -25,1 Mio. € aus (Vorjahr: -43,1 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen der Gesellschaft haben sich durch planmäßige Abschreibungen in Höhe von 5,4 Mio. €, bei Investitionen von 6,8 Mio. € und Abgängen zum Restbuchwert von 2,4 Mio. €, um 1,0 Mio. € auf 22,6 Mio. € verringert. Die Finanzanlagen betragen nahezu unverändert zum Vorjahr 49,8 Mio. €. Das Umlaufvermögen sank um 12,5 Mio. € auf 104,0 Mio. €. Der Rückgang des Bestandes an liquiden Mitteln um 34,2 Mio. € wurde durch gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+16,6 Mio. €) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+6,2 Mio. €) kompensiert. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert dabei aus den um 8,2 Mio. € gestiegenen Cashpool-Forderungen der StH als Führerin des Steigenberger Cashpools sowie in Höhe von 13,4 Mio. € aus der Zuschreibung von Forderungen gegen das verbundene Unternehmen STAG Belgium N.V., Brüssel, nachdem im Berichtjahr eine Restrukturierung und Neuaufstellung der Organisation innerhalb des verbundenen Unternehmens abgeschlossen wurde und damit die Ertragslage nachhaltig verbessert eingeschätzt werden kann. Auf der Passivseite erhöhten sich vor allem die sonstigen Rückstellungen (+7,6 Mio. €) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+16,6 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen einen Anstieg der Rückstellungen für Prämien und Abfindungen die Geschäftsleitung und Mitarbeiter um 3,7 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit hinsichtlich Lieferungs-, Leistungs-, Verrechnungs- und Finanzverkehr um 12,0 Mio. € und hinsichtlich der Übernahme von Verlusten der Tochterunternehmen mit Ergebnisabführungsverträgen um 4,6 Mio. € angestiegen. Der Anstieg wurde teilweise durch gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-8,7 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-4,7 Mio. €) kompensiert. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag ist aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von -25,1 Mio. € weiter auf -132,5 Mio. € gesunken. Die Bilanzsumme ist bedingt durch höhere Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf der Passivseite von 302,8 Mio. € auf 314,5 Mio. € gestiegen. Die StHG weist zum Bilanzstichtag eine Überschuldungsquote von 42,1 % auf (Vorjahr: 35,5 %). Zum 31. Dezember 2022 bestanden zusätzlich zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei H World (45,0 Mio. €) und Avallinien bei der Commerzbank AG (7,5 Mio. €). Den liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag in Höhe von 27,4 Mio. € stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 31,9 Mio. € gegenüber. In Verbindung mit den Konzerngesellschaften bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling. Wesentliches Beteiligungsportfolio Die Tochtergesellschaften sind mit ihrem jeweiligen Jahresergebnis 2022 in der Anteilsbesitzliste im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 aufgeführt. Die Umsätze der IntercityHotel GmbH erhöhten sich um 96,5 % von 75,6 Mio. € auf 148,7 Mio. € und lagen damit deutlich über dem Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme lag bei 11,3 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €). Die Erhöhung des Jahresfehlbetrags vor Verlustübernahme im Vorjahresvergleich ist wesentlich bedingt durch den Entfall der im Vorjahr erhaltenen Corona- Staatshilfen des Bundes in Deutschland (Vorjahr: 45,3 Mio. €). Die Gesellschaft ist, wie auch die anderen wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften, durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Steigenberger Hotels GmbH verbunden. Bei der H.E.A.D. HOTEL EQUIPMENT AND DESIGN GmbH lagen die Umsätze im Geschäftsjahr mit 5,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau in Höhe von 2,6 Mio. €. Das Betriebsergebnis war mit 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) positiv. Die Steigenberger Spa GmbH betreibt seit 2013 das "Day Spa" im Steigenberger Frankfurter Hof, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft weist vor Verlustübernahme durch die Steigenberger Hotels GmbH ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 108 T€ aus (Vorjahr: positives Jahresergebnis - 24 T€). Die Umsatzerlöse der DH Lifestyle GmbH (vormals: Jaz Hotel GmbH), Frankfurt am Main, lagen im Geschäftsjahr mit 6,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau in Höhe von 3,2 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag, der durch die Steigenberger Hotels GmbH ausgeglichen wird, beträgt 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €). Die Geschäftsentwicklung der STAG Hotels Netherlands B.V., Amsterdam, mit dem seit 2012 im Rahmen eines Pachtvertrags geführten Steigenberger Airport Hotel in Amsterdam sowie den Betrieben IntercityHotel Enschede, IntercityHotel Amsterdam Airport und Jaz in the City Hotel Amsterdam, war im Geschäftsjahr abweichend zum Vorjahr positiv. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 9,5 Mio. € auf 35,9 Mio. € angestiegen. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von 0,4 Mio. € aus (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 4,6 Mio. €). Der Betrieb der STAG Belgium N.V., Brüssel, das Steigenberger Icon Wiltcher's in Brüssel, wurde 2013 übernommen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr von 8,5 Mio. € auf 19,8 Mio. €. Die Gesellschaft weist nach dem corona- und restrukturierungsbedingten negativen Jahresergebnis im Vorjahr von 11,0 Mio. € im aktuellen Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von 3,3 Mio. € aus. Für die STAG Hotelverwaltungs-Gesellschaft mbH, Wien (Österreich), stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 19,7 Mio. € auf 35,9 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag liegt bei 3,3 Mio. € im Vergleich zu 6,8 Mio. € im Vorjahr. Die Steigenberger Akademie GmbH, Bad Reichenhall, weist im Jahr 2022 Umsatzerlöse In Höhe von 0,9 Mio. € aus. Der Jahresfehlbetrag betrug im selben Zeitraum 0,7 Mio. €. Für die Zleep Hotel GmbH, Frankfurt am Main, stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 12,5 Mio. € auf 22,1 Mio. €. Die Gesellschaft weist zudem nach einem Jahresfehlbetrag von 2,7 Mio. € im Vorjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von 0,4 Mio.€ aus. Die Umsatzerlöse der SDMCC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, stiegen im Jahr 2022 auf 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2Mio. €). Der Jahresfehlbetrag liegt bei 0,5 Mio. € im Vergleich zu 0,6 Mio. € im Vorjahr. Die Steigenberger Hotels AG, Zürich, Schweiz, weist im Jahr 2022 einen Jahresfehlbetrag von 2,1 Mio. € aus (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Die Umsatzerlöse stiegen bedingt durch das im Geschäftsjahr wieder stattgefundene Weltwirtschaftsforum in Davos im Vergleich zum Vorjahr von 3,5 Mio. € auf 16,0 Mio. €. 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1. Ziele des Risiko- und Chancenmanagement Der Konzern hat im Rahmen der Implementierung eines integrierten Governance-Systems auch das Risikomanagementsystem in Verbindung mit dem internen Kontrollsystem neu aufgesetzt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde dieses System erstmalig von einem Projektcharakter in einen fortlaufenden Prozess transformiert. Nachstehend werden sowohl die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten als auch der aktuelle Risikomanagementprozess als Teil des aktualisierten Risikomanagementkonzepts vorgestellt und die Ergebnisse der Inventurperiode 2022 skizziert. 4.2. Kompetenzen und Verantwortlichkeiten Die Geschäftsführung der Steigenberger Hotels GmbH trägt die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven Risiko- und Chancenmanagementsystems (RMS). Als Instrument der Geschäftsführung legt das Risikomanagement-Komitee die strategische Ausrichtung des RMS fest und bewertet dessen Effizienz in der Umsetzung. Der Risikomanagementbeauftragte der Steigenberger Hotels GmbH präzisiert die Risikopolitik im Steigenberger-Konzern durch Richtlinien, überwacht die definierten Prozesse und übernimmt die operative Planung sowie das regelmäßige Berichtswesen und Monitoring. Die Risiken der Steigenberger Hotels GmbH wurden im Rahmen des RMS in folgende Kategorien gruppiert:
Unter dem Begriff institutionelle Risiken werden Risiken subsumiert, die durch die Präsenz der Steigenberger Hotels GmbH am Markt entstehen und durch das Unternehmen direkt beeinflusst werden können. Zu den Systemrisiken zählen die Risiken, die durch das politische, gesellschaftliche und ökologische System bedingt sind und nur indirekt durch den Konzern beeinflusst werden können. Unter gesellschaftliche Risiken fallen externe Risiken, die durch die Steigenberger Hotels GmbH nicht beeinflussbar sind, da sie keine Möglichkeit hat, auf diese direkt oder indirekt durch Parteien, Verbände oder Sonstige Einfluss zu nehmen. Alle Risiken werden in den Geschäftsbereichen und Segmenten identifiziert, bewertet und an den Risikomanagementbeauftragten weitergeleitet. Weiterhin erhalten die Verantwortlichen der einzelnen Abteilungen regelmäßig einen Überblick über die aktuellen Risiken, um diese in ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. 4.3. Beschreibung des RMS Das Ziel des RMS ist es, die für Entscheidungsträger notwendige Transparenz bezüglich Risiken und Chancen zu schaffen, die Risiko- und Chancenkultur zu fördern und ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb der Deutschen Hospitality aufzubauen. Risikoidentifikation Die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen sowie der zugehörigen Maßnahmen erfolgt kontinuierlich sowohl durch die Geschäftsbereichs- und Segmentleiter, die Veränderungen über eine Ad-Hoc-Berichterstattung an den Risikomanagementbeauftragten weiterleiten können, als auch durch den Risikomanagementbeauftragten unter Zuhilfenahme verschiedener Instrumente wie SWOT-Analysen, Interviews und Self-Assessments. Risikoanalyse und -bewertung Alle identifizierten Risiken und Chancen werden auf Basis ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Nettoschadenshöhe innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr bewertet. Die Platzierung der einzelnen Risiken und Chancen erfolgt unter Verwendung einer Risikomatrix. Risikosteuerung und -bewältigung Die Risiko- und Chancenverantwortlichen sind in Absprache mit dem Risikomanagementbeauftragten für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Mitigation von Risiken und für das Ergreifen von Chancen innerhalb ihres Verantwortungsbereichs zuständig. Dies gilt insbesondere für tatsächlich steuerbare und durch die Steigenberger Hotels GmbH beeinflussbare Risiken und betrifft daher vorrangig den Bereich der institutionellen Risiken. Mögliche Strategien sind hierbei Akzeptanz, Vermeidung oder Minderung der Risiken oder die Übertragung auf Dritte. Überprüfung des Risikomanagementsystems (Internal Audit) Die Überprüfung des Risikomanagements erfolgt entsprechend den Auditzyklen durch den Bereich Internal Audit. Ziel hierbei ist die Evaluierung und Verbesserung der Effektivität des Risikomanagementsystems. Anpassung des Risikomanagementsystems Die Anpassung des Risikomanagements entsprechend den identifizierten Verbesserungspotenzialen wird als Vorschlag durch den Risikomanagementbeauftragten erarbeitet und mit dem Risikomanagement-Komitee abgestimmt. Zeitgleich findet eine kontinuierliche Kommunikation der identifizierten Risiken statt, damit diese durch das Management der Steigenberger Hotels GmbH in sämtlichen Entscheidungen berücksichtigt werden können. 4.4. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Zusätzlich zum RMS hat die Steigenberger Hotels GmbH ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) entsprechend dem amerikanischen Sarbanes-Oxley Act (US-SOX) implementiert. Dieses IKS basiert auf dem Internal Control - Integrated Framework (2013 Framework) des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Ziel des IKS ist die Identifikation, Bewertung und Steuerung aller für die Finanzberichterstattung relevanten Risiken auf Ebene der wesentlichen Geschäftsprozesse durch die Einführung von präventiven, überwachenden und aufdeckenden Kontrollmaßnahmen. Weiterhin werden die Risiken in Risiko-Kontroll-Matrizen mit den ihnen zugehörigen Kontrollen verknüpft, die gleichzeitig die Maßnahmen zur Mitigation der Risiken dokumentieren. Im Berichtsjahr stand die Fortführung der Neugestaltung des IKS zur Erfüllung des Sarbanes-Oxley Act weiter im Vordergrund der Aktivitäten, um sicherzustellen, dass die durch das Risikomanagement festgestellten kritischen Bereiche geregelt und überwacht werden. Im Zuge einer regelmäßigen Optimierung des Kontrollsets wurden Kontrollabläufe kritisch hinterfragt und notwendige Änderungen umgesetzt. Parallel dazu erfolgte die Fortführung der unternehmensweiten Implementierung der Kontrollen in den relevanten operativen und zentralen Einheiten, sowie die weitere Schulung der Prozess- und Kontrollverantwortlichen. 4.5. Darstellung wesentlicher Risiken Als internationales Unternehmen ist der Steigenberger-Konzern einer Vielzahl von makroökonomischen, finanziellen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt. Die als wesentlich erachteten Risiken für den Konzern werden im Folgenden näher erläutert. Alle aktuell nicht als wesentlich eingestuften Risiken werden weiterhin im RMS überwacht. Gesellschaftliche Risiken Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, Rezession und Inflation Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine verschob sich die geo- und sicherheitspolitische Landschaft in Europa. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Absicherung von Risiken sind für global und national agierende Unternehmen massiv; wirtschaftliche und politische Risiken müssen kontinuierlich neu bewertet werden. Ausgelöst durch den Ukraine-Krieg entwickelte sich eine anhaltend hohe Inflation, welche im vergangenen Geschäftsjahr in den zweistelligen Bereich schnellte, die Unsicherheit über die Energieversorgung und ihre Kosten belasten die deutsche Wirtschaft zudem deutlich. Nicht zuletzt durch die gestiegenen Gaspreise erhöhen sich die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Im Sommer machten sich die Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln bemerkbar, sowohl in energieintensiven Industrien als auch bei den Verbrauchern. Um kostendeckend zu arbeiten, wurden Preise in sämtlichen Branchen angehoben. Die Belastung erreichte die privaten Haushalte in den Wintermonaten. Die Auswirkungen des Krieges in Verbindung mit einer weltweiten Rezession und stark steigenden Inflationsraten werden einen Einfluss auf das Konsumverhalten von Unternehmen und Privathaushalten haben, der auch das operative Geschäft des Steigenberger-Konzerns betreffen wird. Durch Sparmaßnahmen unserer Kunden könnte die Auslastung vor allem an Standorten, die klassischerweise Geschäftskunden, Messekunden und Veranstaltungsreisende bedienen, sinken. Weiterhin würde sich hierdurch das generelle Reiseverhalten der Zielgruppen, vor allem der Geschäftsreisenden abermals verändern. Präsenzmeetings, Veranstaltungen und Tagungen wären rückläufig und würden wieder - wie bereits während der Corona-Pandemie - online abgehalten. Die EU hat als Reaktion auf die Invasion der Ukraine durch Russland Sanktionen gegen Einzelpersonen sowie Wirtschaftssanktionen verhängt. Diese haben auf die Steigenberger Hotels GmbH aktuell keinen wesentlichen Einfluss. Naturkatastrophen Als Folge des Klimawandels steigt die Gefahr wetterbedingter Schadensereignisse kontinuierlich. So verdeutlichte das Sturmtief Bernd im Juli 2021 eindrücklich, dass auch in Europa die Naturgefahren und insbesondere Starkregen oder Überschwemmungen in Zukunft eine dominantere Rolle einnehmen werden. Laut Versicherungsexperten ist der Klimawandel in Verbindung mit Überschwemmungen der Risiko- und Schadentreiber der Zukunft in Europa. Für die mitversicherten Betriebsstätten der Deutschen Hospitality besteht mit dem Rahmenvertrag eine erweiterte Deckung für Elementarschäden, der die relevanten Risiken abdeckt. Es muss damit gerechnet werden, dass die Versicherungsbeiträge zukünftig weiter steigen werden und es für einige Versicherungsarten schwieriger werden könnte, ausreichende Deckungssummen zu realisieren. Ansteigende Anforderungen an ESG-Kriterien Weitere gesellschaftliche Risikofaktoren betreffen die steigenden Anforderungen durch Kunden (v. a. im Corporate Bereich) und Geschäftspartner (Eigentümer) in Bezug auf ESG-Kriterien. So sieht zum Beispiel eine steigende Zahl von Geschäftskunden die Einhaltung dieser Kriterien als Voraussetzung für die Hotelauswahl an. Dadurch könnte es zu einer Verschiebung der Wettbewerbssituation und damit zum Verlust von Geschäftsbeziehungen im Corporate und Leisure Bereich kommen. Vor diesem Hintergrund wird der Themenbereich ESG seitens der Steigenberger Hotels GmbH in einer dedizierten Abteilung koordiniert und ein unternehmensweiter Ausschuss zur Umsetzung und Einhaltung der ESG-Kriterien eingerichtet. Aufgabe des Komitees ist die Festlegung klarer Ziele und die Entwicklung nachhaltiger Managementstrategien, um ESG-Risiken zu vermeiden und die sich aus dem Themenbereich ergebenden Chancen konsequent zu nutzen. Damit verbunden sind gestiegene Aufwendungen, um die Anforderungen an die Berichterstattung zu erfüllen. (Geo)politische Risiken Das Unternehmen ist in seinem wirtschaftlichen Handeln abhängig von politischen oder gesetzgeberischen Entscheidungen in Deutschland, in der EU und weltweit. Insbesondere die vom Gesetzgeber festgesetzten rechtlichen Rahmenbedingungen können einen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Gesetzeslage zur Umsatzsteuer-Thematik für Übernachtungen, Speisen und Getränke. Da der Gesellschafter der Steigenberger Hotels GmbH seinen Hauptsitz in China hat, können auch die politischen Entwicklungen in China, zum Beispiel in Bezug auf die außenpolitischen Spannungen in der Region, signifikante Auswirkungen auf das Image der Steigenberger Hotels GmbH und auf die Nachfrage nach Leistungen des Unternehmens haben. Energiekrise Angesichts der aktuellen geopolitischen Dynamik entwickelt sich die Energiekrise zu einem relevanten systemseitigen Risiko für Unternehmen der Hotelindustrie. Der Gasnotfallplan der deutschen Regierung zur Sicherung der Energiezufuhr kann für die Wirtschaft zu Einschränkungen führen. Sollte der Energiebedarf mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Reserven nicht mehr gedeckt werden können, sind Engpässe unausweichlich, die weitreichende Folgen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben haben können. Hiervon werden unter Umständen auch die Hotels des Steigenberger-Konzerns betroffen sein, für die aufgrund des dreistufigen Notfallplans zur Sicherstellung der Energieversorgung die Gas-/bzw. Stromversorgung temporär reduziert oder eingestellt werden kann. Dies kann auch dazu führen, dass Hotels dann nicht mehr fortlaufend geöffnet sein können. Seit dem 23.06.2022 gilt die Alarmstufe 2 des Notfallplans. Grundsätzlich ist bei Erreichung der Stufe 3 von Folgen für Wirtschaft und Mobilität auszugehen, in deren Zuge auch ein deutlicher Nachfragerückgang nach Hotelübernachtungen zu erwarten ist. Aktuell zeigen die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen ihre Wirkung. So ist die Lage in Deutschland stabil und eine Versorgungssicherheit durch das Auffüllen der Energiespeicher für die kalten Wintermonate mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesichert. Mit den betroffenen Hotels wurden zur Vorbeugung und zur Kostenreduktion alternative Betriebsmöglichkeiten bzw. weitere Alternativszenarien erarbeitet. Ebenso werden mit den Eigentümern der Immobilien Investitionen diskutiert, die eine langfristige Reduzierung des Energiebedarfs zum Ziel haben. Den durch die Verknappung der internationalen Rohstoffversorgung gestiegenen Preisen für Energie-Arbeit konnte durch frühzeitige Sicherung im abgelaufenen Jahr teilweise begegnet werden. Im Folgejahr entsteht ein Ergebnisdruck, welcher jedoch durch die vom Staat geplanten Gas- und Strompreisbremsen durchaus abgemildert werden kann. Institutionelle Risiken Arbeits- und Fachkräftemangel Der Arbeiter- und Fachkräftemangel des europäischen Arbeitsmarkts, ausgelöst durch die demografische Entwicklung und Akademisierung, wurde durch die Corona-Pandemie deutlich intensiviert und hat die Hotellerie und Gastronomie besonders hart getroffen. Der große Mangel an neuen Fach- und Führungskräften wird dabei begleitet durch die Abwanderung vieler Beschäftigter in andere Branchen und führt insbesondere in den Hotelbetrieben zu einem signifikanten Personalmangel. Die Hotellerie hat sich eindeutig zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt, der über hohe Tarifabschlüsse auch die Personalkosten treibt. Neben dem operativen stellt das auch ein finanzwirtschaftliches Risiko dar. Zur Mitigation des Risikos wurden seitens der Steigenberger Hotels GmbH 40 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zu den Themen Bindung und Findung von Mitarbeitenden entwickelt und in der Roadmap der Kampagne "Employer Branding" festgelegt, um die Attraktivität des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze zu erhöhen und die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen weiter zu stärken. Zudem werden die operativen Prozesse ganzheitlich analysiert und optimiert, um Entlastungspotenziale für die Mitarbeitenden zu schaffen. Dazu gehört auch der Einsatz dedizierter IT-Lösungen wie zum Beispiel Check-in Terminals. Cyberrisiken und IT-Systeme Hinsichtlich der Cyberrisiken hat sich die Risikosituation insbesondere für große Unternehmen in den vergangenen drei Jahren deutlich verschärft. So hat sich die Gesamtanzahl gegen Unternehmen gerichteter Ransomware-Attacken in der Zeit vom ersten Quartal 2019 bis zum vierten Quartal 2021 mehr als verdreifacht. Aufgrund der weltweit weiter zunehmenden Cyber- Kriminalität und ständig neuer technologischer Bedrohungen muss auch die Deutsche Hospitality kontinuierlich verbesserte technische und organisatorische Maßnahmen implementieren, um das Unternehmen wirksam gegen Cyberangriffe zu schützen. Ohne adäquate Gegenmaßnahmen drohen erhebliche Umsatzverluste und schwerwiegende Ergebnisverluste als Folge einer länger andauernden Betriebsunterbrechung, z.B. im Rahmen einer Ransomware-Attacke. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wurden im Rahmen des IT-Sicherheitskonzepts umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen insbesondere restriktive Zugangs- und Zugriffskontrollen, regelmäßige Back-ups, Penetrationstests, adäquate vertragliche Vereinbarungen mit Service-Providern für ausgelagerte Systeme und eine aktive Gefährdungsbeurteilung. Ab 2023 sollen Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang das Risiko möglicher Schadensfälle zusätzlich begrenzen. Interne IT-Risken können aus der Tatsache resultieren, dass die Aktualisierung der IT-Systeme in einigen Fachbereichen des Konzerns ebenso wie in einigen Hotelbetrieben noch nicht vollumfänglich abgeschlossen ist. Überalterte Systeme können allgemein zu Schnittstellenproblematiken und Informationsverlust führen. Daraus können Fehlkommunikationen und hohe Prozess- und Personalkosten resultieren; zudem kann eine höhere Fehleranfälligkeit hohe Kosten zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach sich ziehen. Um mögliche Systemausfälle und Unterbrechungen infolge nicht intakter Hard- und Software zu vermeiden, werden in Zusammenarbeit mit H World alle Systeme auf dem neuesten Stand der Technik gehalten bzw. auf den neuesten Stand gebracht. So werden neben anderen Maßnahmen sukzessive alle Arbeitsplätze mit neuen Thin Clients in eine Citrix-Infrastruktur überführt. Preissteigerungen bei Rohstoffen, Gütern, Energie und Dienstleistungen Rohstoff- und Materialkosten haben im Gastgewerbe und der Hotellerie eine große Auswirkung auf die Ertragslage. Entsprechend ist der sichere Bezug von Rohstoffen zu wettbewerbsfähigen Preisen entscheidend für den unternehmerischen Erfolg. Ausgelöst durch globale Verwerfungen, geopolitische Spannungen und Handelskriege kommt es aktuell zu einer signifikanten Erhöhung der Rohstoffpreise, die sich wiederum in einer Erhöhung der Preise auf sämtlichen Beschaffungsmärkten auswirkt. Die erhöhten Einkaufskosten für Energie und nahezu alle Leistungen der Hotellerie können die Ergebnisse der Steigenberger Hotels GmbH belasten, wenn sie nicht über Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden können. Durch die inflationären Entwicklungen kann das Konsumverhalten von Unternehmen und privaten Haushalten beeinflusst werden, so dass es zu einem Rückgang der Nachfrage nach Hotelleistungen kommen kann. Bei der Minimierung der notwendigen Preissteigerungen nimmt der zentrale Konzerneinkauf über die H.E.A.D. GmbH eine elementare Rolle ein. Die Beschaffungsmodelle des Konzerns wurden angepasst; insbesondere im Energiemarkt, der besonders von den Preiserhöhungen betroffen ist, ist das Maßnahmenportfolio breit gefächert, um flexibel auf alternative Entwicklungen reagieren zu können. Trotz aller Maßnahmen ist jedoch für das Jahr 2023 mit massiven Preissteigerungen zu rechnen, die über ein professionelles Revenue Management an den Markt weitergegeben werden müssen. Lieferantenabhängigkeit Die Folgen kritischer Ereignisse wie der Corona-Pandemie, der steigenden Inflation oder dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine können Insolvenzen strategischer Lieferanten nach sich ziehen, in deren Folge insbesondere im Dienstleistungssektor (z.B. bei Konferenzanbietern, Zimmerreinigungsservices oder ähnlichem) zentrale Leistungen nicht mehr oder nicht mehr zu den aktuellen Konditionen angeboten werden können. Die Konsequenzen aus geopolitischen Spannungen und globalen Verwerfungen führen zu Lieferschwierigkeiten bis hin zum Zusammenbruch von Lieferketten. Dies kann zu weiteren Kostensteigerungen, erhöhten Lieferzeiten oder auch zum Ausfall der operativen Geschäftsbereitschaft einzelner Hotels und damit zu Umsatzeinbußen führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird im Konzern eine konsequente Multiple-Sourcing-Strategie verfolgt. Strategische Risken Die weitere Expansion des Hotelportfolios stellt ein strategisches Kernziel der Deutschen Hospitality dar. Diese Expansion setzt die Verfügbarkeit geeigneter Hotelprojekte in den Kernmärkten des Unternehmens voraus. Aktuell steht der (europäische) Hotelmarkt als Folge der Corona-Krise jedoch vor großen Herausforderungen; die Bereitschaft von Investoren, neue Hotelprojekte zu finanzieren, hat sich deutlich verringert, so dass kurzfristig nur sehr begrenzt interessante Projekte auf den Markt kommen. Dieser Engpass kann die Anzahl zukünftiger Hoteleröffnungen und damit den langfristigen Wachstumsplan des Konzerns gefährden. Zudem werden auch langfristig die Makro- und Mikrolage der Hotelimmobilie sowie Betreiberkonzept und -ausrichtung künftig einen weitaus größeren Einfluss auf die Beurteilung der Finanzierung einnehmen. Investitionen im Hotelsegment werden somit zeit- und kapitalintensiver. Mittel- und langfristig ist der Hotelmarkt in den Ländern, in denen die Deutsche Hospitality mit ihren Marken vertreten ist, nach Ansicht der Geschäftsführung weiterhin und weitestgehend gesund und robust, so dass das Unternehmen weiterhin davon ausgeht, den Wachstumsplan umsetzen zu können. Die konsequente Digitalisierung der Kernprozesse und -Systeme des Konzerns ist ein weiterer wesentlicher Treiber der Strategie. Dazu sind eine Vielzahl von Projekten in Kooperation mit H World auf den Weg gebracht worden, mit deren Umsetzung nachhaltige Verbesserungen der Kundenschnittstellen und der operativen Prozesse gewährleistet werden. Eine Verzögerung der Fertigstellung dieser Projekte kann die mittelfristige Erfolgsrechnung des Unternehmens negativ beeinflussen. Daher werden die Projekte in einem gemeinsamen Monitoring mit dem Gesellschafter eng überwacht und mit klaren, quartalsweisen Meilensteinen hinterlegt. Datenschutzrisiken Für den Steigenberger-Konzern sind die Wahrung und Achtung der Persönlichkeitsrechte und der Schutz personenbezogener Daten, insbesondere der Mitarbeitenden, Gäste und Kunden, in Übereinstimmung mit den anwendbaren Rechtsvorschriften ein wichtiges Anliegen und oberste Priorität. Die geltenden Datenschutzgrundsätze, insbesondere die Zweckbindung, Datenminimierung, Transparenz, Richtigkeit und Begrenzung der Speicherdauer - im allgemeinen Integrität und Vertraulichkeit - sind im Steigenberger-Konzern verbindlicher Maßstab der Datenverarbeitung und -Sicherheit. Damit verbunden sind umfängliche Dokumentations- und Meldepflichten. Die Strukturen und Prozesse des Unternehmens werden in enger Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Datenschutz kontinuierlich an den gesetzlichen Vorgaben ausgerichtet, um die erhöhten Anforderungen und damit verbundenen Risiken zu steuern. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Konzern führt das Geschäft auf Basis von Planrechnungen hinsichtlich Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, die in einem revolvierenden Planungsprozess wöchentlich bzw. monatlich aktualisiert werden. Die hohe Volatilität der Märkte und des gesamten wirtschaftlichen Umfelds führt dabei dazu, dass die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Planungsszenarien deutlich gestiegen ist. Dadurch haben Finanzrisiken aus Marktpreisveränderungen oder Zahlungsstromschwankungen für das Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei Forderungen werden begrenzt durch eine Weiterentwicklung der zahlungsrelevanten Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems sowie durch ein gut funktionierendes Debitorenmanagement und Mahnwesen. Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken werden durch eine umfassende Analyse der aktuellen Marktsituation und der Überwachung von Risikoparametern begegnet. Die bestehende Fremdkapitalstruktur des Steigenberger Konzerns basiert im Wesentlichen auf Darlehen in Euro Währung. Das Wechselkursrisiko in Bezug auf die Finanzierung wird daher als gering eingestuft. Durch einen weiteren Anstieg des Zinsniveaus können die Kreditkosten und die finanzielle Belastung des Steigenberger Konzerns steigen. Da die bestehenden Darlehen zum Teil durch festverzinsliche Vereinbarungen gekennzeichnet sind und primär Gesellschafterdarlehen für die Finanzierung des Steigenberger Konzerns abgeschlossen sind, wird das Zinsänderungsrisiko als moderat eingestuft. Aufgrund der durch die Folgen der Corona-Krise deutlich verschlechterten Finanzlage des Konzerns stellt die Liquiditätsentwicklung ein wesentliches Risiko für die langfristige Entwicklung des Unternehmens dar. Diesem Risiko wurde in den letzten Jahren konsequent mit frühzeitigen liquiditätsschonenden Maßnahmen sowohl in den Hotels als auch für das gesamte Unternehmen begegnet. Trotz der ergriffenen Schritte kann ein weiterer Finanzierungsbedarf aufgrund der bestehenden Unsicherheiten, der allgemeinen wirtschaftlichen sowie auch der Branchenentwicklung nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft ist dazu aktuell primär auf unterstützende Maßnahmen durch Gesellschafterdarlehen angewiesen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass ein eventueller mittelfristiger Liquiditätsbedarf durch die beim Gesellschafter weiterhin bestehende, nicht ausgenutzte Kreditlinie über 45 Mio. € abgedeckt werden kann. Darüber hinaus kann sich die Deutsche Hospitality auf einen Letter of Comfort von H World berufen, in dem zugesichert ist, das Unternehmen bis zum November 2025 jederzeit derart zu unterstützen, dass dieses seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Angesichts der bei H World vorhandenen Liquiditätsreserven sowie aufgrund der gerade vollzogenen, mehrfach überzeichneten Kapitalerhöhung von H World sieht die Geschäftsführung den Gesellschafter nicht nur als willens, sondern auch als fähig an, sämtlichen Verpflichtungen aus der Kreditlinie und dem Letter of Comfort nachzukommen. Die Geschäftsführung erachtet es damit als sichergestellt, dass der Steigenberger-Konzern mittelfristig jederzeit in der Lage sein wird, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Steuerrisiken Durch den Gesellschafterwechsel Anfang 2020 hat die Klärung steuerlicher Fragestellungen im Rahmen der Betriebsprüfungen an Komplexität gewonnen. Zudem führt die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens zu internationalen Steuerrisiken. Der Leistungstransfer und die Lizenzvergabe zwischen Konzerngesellschaften sind im Rahmen einer Verrechnungspreisdokumentation konzernweit festgehalten. Bei der Prüfung neuer Hotelprojekte wird eine endgültige Standortentscheidung und Vertragsfestlegung rechtzeitig durch Abschätzung internationaler steuerlicher Risiken und Chancen unterstützt. Die steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2013-2015 wurde im Jahr 2022 abgeschlossen. Die Berichte und Bescheide sind ergangen. Derzeit findet die steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2016-2019 statt. Für Risiken für die Folgejahre aus Betriebsprüfungen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Lohnsteueraußenprüfungen bei der Steigenberger Hotels GmbH, der IntercityHotel GmbH, der Steigenberger SPA GmbH und der H.E.A.D. Hotel Equipment and Design GmbH für die Jahre 2017-2020 wurden im Jahr 2022 abgeschlossen. Berichte und Bescheide sind ergangen. Derzeit finden keine Lohnsteueraußenprüfungen statt. 4.6. Darstellung wesentlicher Chancen Die Konzernstrategie mit den Kernelementen Ertragssteigerung, Qualitätsführerschaft und profitables Wachstum bestimmt das Chancenmanagement der Deutschen Hospitality. Die Erkennung und Erhebung von Chancen erfolgen ganzjährig durch die operativen Segmente und die unterstützenden Fachbereiche im Rahmen der Steuerung des Unternehmens. Während das kurzfristige Ergebnis-Reporting auf Chancen abzielt, die vorwiegend das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess die Chancen im Fokus, die für den Konzern von strategischer Bedeutung sind. Externe Chancen für die Deutsche Hospitality ergeben sich aus der aktuell zu beobachtenden starken Erholung der Nachfrage nach Hoteldienstleistungen in Europa. Das Ende der corona-bedingten Maßnahmen ermöglichte dem Unternehmen einen Neustart auf Basis deutlich schlankerer Strukturen. Durch konsequente Kostenkontrolle und Prozessverbesserungen können die nach Corona gefestigten Strukturen zu dauerhaften Margenverbesserungen führen. Mit dem klaren Ziel, das Erlebnis unserer Gäste rund um unsere Hotels und Marken weiter zu verbessern und unsere Wettbewerbsposition zu stärken, wird die Struktur der Konzernzentrale kontinuierlich weiterentwickelt und flexibilisiert. Durch funktionsübergreifendes Arbeiten in der Kommunikation mit Gästen und im Vertrieb werden Synergien geschaffen und Qualitätsstandards weiter verbessert. Darüber hinaus verspricht sich das Unternehmen von der konsequenten Weiterentwicklung der Kundenbindungs- und Loyalitätsangebote substanzielle Kostensenkungen, eine signifikante Vereinfachung der Prozesse sowie eine deutlich höhere Kundenbindung. Die Deutsche Hospitality bereitet sich gezielt auf Gäste aus dem chinesisch-sprachigen Raum vor, dem am stärksten wachsenden Auslandstourismusmarkt, um neues Geschäftspotenzial zu erschließen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Für das internationale H Rewards-Programm, das 2020 eingeführt wurde, ist die strategische Entscheidung getroffen worden, die operative Führung des Kundenbindungsprogramms von Frankfurt nach Singapur zu verlagern. Die Position Singapurs als globales Wirtschaftszentrum bietet sehr gute Chancen für die weitere internationale Expansion, insbesondere in Asien. Die existierenden Quellmärkte China, Europa und der Mittlere Osten sind für diese Region von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus können in Singapur auch die hohen Datenschutzanforderungen des Unternehmens erfüllt werden. Insgesamt ist der Umzug von H Rewards Int. nach Singapur ein strategischer Schritt, um das Unternehmen für langfristiges Wachstum und Erfolg zu positionieren. Die Internationalisierung von H Rewards, das Kundenbindungsprogramm der Deutschen Hospitality, bei gleichzeitiger Steigerung der Loyalty Contribution (Anteil der Buchungen durch Mitglieder) und Mitgliederzahl sind wichtige Voraussetzungen für den weiteren kommerziellen Erfolg des Unternehmens. Die Anforderungen unserer Arbeitswelt und der digitale Wandel erfordern eine offene und agile Unternehmenskultur, hierzu plant die Deutsche Hospitality die Überarbeitung des Führungskräfteentwicklungsprogramms für das mittlere Management der Segmente und Fachbereiche. Dabei stehen die aktive Gestaltung von Veränderungsprozessen, eine Steigerung der Kompetenzen und die Förderung unternehmerischer Talente zur Sicherstellung nachhaltigerer Ergebnisse im Fokus der Personalarbeit. Darüber hinaus ergeben sich viele Weiterbildungsangebote durch die im Berichtsjahr erfolgte Eingliederung der Steigenberger Akademie GmbH, Bad Reichenhall. Nach dem Eigentümerwechsel im Jahr 2020 durch H World Group und die sehr enge operative Zusammenarbeit bieten sich dem Unternehmen weiterhin Chancen im Rahmen der Übernahme hoch effizienter Vertriebs- und Property-Managementsysteme, Synergien in den Bereichen internationales Development, Administration und Einkauf sowie einen möglichen Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Zusammenfassend können die identifizierten Chancen dazu beitragen, die strategischen Ziele der Deutschen Hospitality in Zukunft schneller und besser zu erreichen. 4.7. Gesamteinschätzung der Risikolage und Chancen Angesichts des weiterhin sehr volatilen Unternehmensumfelds, das weiterhin von den Folgen des Ukraine-Krieges und der Corona-Krise sowie der daraus resultierenden Rezession und Inflation geprägt sein wird, ist ein proaktives und flexibles Risikomanagement auch im kommenden Jahr ein unverzichtbares Instrument der Unternehmenssteuerung. Insbesondere die Unsicherheit über das weitere Konsumverhalten von Unternehmen und Privatkunden sowie über die zukünftige Entwicklung der Energiepreise erfordert es, die Planungen jederzeit mit Alternativszenarien zu hinterlegen und zusätzliche Maßnahmen zu entwickeln, um den geplanten Unternehmenserfolg zu realisieren. Auch aufgrund der parallel bestehenden erheblichen Risiken in der Personalplanung und - rekrutierung werden damit weitere Kostensenkungen und -flexibilisierungen mittelfristig die Kerntreiber der Ergebnissicherung bleiben. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen trotz der diskutierten Risiken auf einem guten Weg zu weiter verbesserten Ergebnissen und zu einer Rückkehr zu positiven operativen Ergebnissen im kommenden Geschäftsjahr. Kurzfristig sieht die Geschäftsführung auch Chancen für die Ergebnisentwicklung durch die aktuell klar rückläufige Entwicklung der Energiepreise, durch die Aufhebung der Corona-Regeln in China und anderen Regionen Asiens, die zu einem Anstieg der internationalen Reisetätigkeit führen wird, sowie durch den Einsatz verbesserter Systeme im Rahmen der mit H World gemeinsam vorangetriebenen Digitalisierung. Angesichts der weiterhin bestehenden Unterstützung von H World sieht die Geschäftsführung das Unternehmen auf Basis der aktuellen Planungen in der Lage, sämtlichen finanziellen Verpflichtungen der nächsten Jahre jederzeit nachzukommen. Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Deutsche Hospitality. 5. Prognosebericht Die Europäische Kommission erwartet in ihrer Winterprognose 2023 für die EU ein Wirtschaftswachstum von 0,8 % für das Jahr 2023. 2024 liegt die Wachstumserwartung der Kommission für die EU bei 1,6 %. Größter Unsicherheitsfaktor bei der Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklungen sind der anhaltende Krieg in der Ukraine, die daraus resultierende Energiekrise und der Inflationsdruck. Insgesamt kommt die Kommission zu dem Fazit, dass die EU-Wirtschaft im Jahr 2023 nicht in eine Rezession abrutschen wird. Als wesentliche Argumente für diese Einschätzung nennt die Kommission die breite Aufstellung der Energieversorgung, den deutlich gesunkenen Gasverbrauch, die gut gefüllten Gasspeicher und den stark gesunkenen Großhandelspreis für Gas. Die Europäische Kommission erwartet für das Jahr 2023 eine Inflation von 6,4 % (2022: 9,2 %) innerhalb der EU. Für das Jahr 2024 erwartet die Kommission einen Rückgang auf 2,8 %. Im Euroraum wird eine Abschwächung der Inflation von 8,4 % im Jahr 2022 auf 5,6 % im Jahr 2023 und 2,5 % im Jahr 2024 erwartet. Der EU-Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin stabil. Die Arbeitslosenquote ist Ende 2022 mit 6,1 % so niedrig wie nie zuvor. Damit wird der Wettbewerb der Unternehmen um die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte auch in den nächsten Jahren intensiv bleiben. Für Deutschland rechnet die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für das Jahr 2023 mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 % (2022: 1,9 %). 2024 soll die Wirtschaft dann um 1,8 % wachsen. Die Bundesregierung rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Verbraucherpreisniveaus um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Nach der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) wird die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Jahr 2023 weiter auf 2,2 Mio. zurückgehen. Die Zahl der Beschäftigten steigt nach der Einschätzung der Bundesregierung im Jahr 2023 auf 45,7 Millionen Erwerbstätige. Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen beschäftigt. Laut Statista wird der Umsatz im Segment Reisen & Tourismus im Jahr 2023 etwa 64,6 Mrd. € betragen. Dies entspricht einem voraussichtlichen Wachstum von 22,2 % gegenüber 2022. Für die Folgejahre bis 2027 wird ein moderates Wachstum von 0,7 % pro Jahr erwartet. Für die anderen Kernmärkte der Deutschen Hospitality ergeben sich recht ähnliche Prognosen: Die Belgische Nationalbank rechnet für das Jahr 2023 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 % (2022: 3,1 %); für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 1,7 % erwartet. Die Arbeitslosenquote wird mit 6,0 % prognostiziert. Laut der Prognosen der Europäischen Kommission wird das niederländische BIP im Jahr 2023 um 0,6 % wachsen (2022: 4,6 %). Die reale Inlandsnachfrage wird sich laut Europäischer Kommission im Jahr 2023 um 0,9 % erhöhen (2022: 3,9 %). Laut Prognose der EU-Kommission wird das BIP in Österreich im Jahr 2023 voraussichtlich um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % erwartet. Die Inflationsdynamik geht von 8,5 % für 2022 auf 6,5 % im Jahr 2023 zurück. Laut Prognose des Staatssekretariats für Wirtschaft wird das BIP in der Schweiz im Jahr 2023 real und Sportevent-bereinigt um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Nach 2,9 % im Jahr 2022 wird für 2023 eine Inflationsrate von 2,2 % erwartet. Für das Jahr 2024 prognostiziert das Staatssekretariat ein leicht unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,6 % bei einer Inflationsrate von 1,5 %. Die dänische Nationalbank rechnet für das Jahr 2023 mit einem Wirtschaftswachstum von null Prozent. Als Treiber dieser Entwicklung sieht die Nationalbank die weltweit wachstumshemmenden Faktoren Inflation und Lieferengpässe. Daneben bremsen in Dänemark zusätzlich die Arbeitsmarktsituation sowie die Lage auf dem Wohnungsmarkt die Wirtschaftsentwicklung. Für das Jahr 2023 rechnet der Internationale Währungsfonds für Ägypten mit einem wirtschaftlichen Wachstum von 4,4 %. Es wird mit einer anhaltend hohen Inflation und weiterhin zweistelligen Investitionsraten gerechnet. Der Krieg in der Ukraine, der Anstieg der Energiepreise und eine anhaltend hohe Inflation werden damit in allen Kernmärkten des Steigenberger-Konzerns die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2023 bestimmen. Durch die weitgehende Unvorhersehbarkeit der weiteren geopolitischen Entwicklung (Ukraine, Russland, China, USA) bleiben die Planungsunsicherheiten für den Konzern weiterhin groß. Das Unternehmen hat mit Etablierung verkürzter Prognosezyklen auf diese Entwicklung reagiert und die aktive Planungsperiode auf drei Jahre erweitert. Grundsätzlich erwartet die Geschäftsführung insbesondere für die Quartale 2-4 im Jahr 2023 trotz der bestehenden Unsicherheiten eine weitgehende Rückkehr zur Normalität. Die Entwicklung der wichtigsten Kundensegmente wird dabei weiterhin differenziert bewertet: Leisure Segmente (Urlaubs- und Freizeitbereich) werden sich weiterhin stark entwickeln und ihren Erholungstrend weiter fortsetzen. Die Corporate Segmente (Geschäftsreisen und - Veranstaltungen) werden sich weiterhin langsamer erholen, und individuelle Geschäftsreisen werden auch im Jahr 2023 nicht das Niveau der Vorkrisenjahre erreichen. Die internationale Nachfrage insbesondere aus Übersee, die 2022 noch weit hinter dem Vorkrisenniveau zurückblieb, hat für das Jahr 2023 das Potenzial einer signifikanten weiteren Erholung, vor allem wenn in der zweiten Hälfte als Folge der weitgehenden Öffnung Chinas nach Covid die Nachfrage aus Asien zunehmen wird. Auf der Kostenseite birgt der Krieg in der Ukraine in Verbindung mit den hohen Inflationsraten schwer kalkulierbare Risiken. Hier entsteht ein erheblicher Preisdruck auf die Einsatzfaktoren, auf die mit flexiblen Anpassungen der Raten reagiert werden muss. In der Pandemiezeit etablierte Kosten- und Prozessoptimierungen werden zusammen mit der Umsetzung der Digitalisierung für eine weiter verbesserte Kostenposition sorgen. In der Konsequenz erwartet die Deutsche Hospitality für das Jahr 2023 erhebliche Umsatzsteigerungen aus dem Wachstum des Portfolios und der weiteren Erholung des Geschäftes, insbesondere im ersten Quartal im Vorjahresvergleich, verbunden mit deutlich verbesserten, positiven Ergebnissen des operativen Geschäftes. Prognose-Kennzahlen der Deutschen Hospitality
Prognose-Kennzahlen der Steigenberger Hotels GmbH
6. Nachhaltigkeit Mitarbeitende Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und der Organisation als Ganzes sind wesentliche Erfolgsfaktoren der Deutschen Hospitality. Im Jahr 2022 lag der Fokus der HR- Initiativen vor allem auf der Implementierung und Umsetzung der "Sprint to Health"-Initiativen, die in der anspruchsvollen Pandemie- und Krisensituation die strategische Neuausrichtung des Unternehmens getragen haben. Sichtbar wurden die "Sprint to Health"-Initiativen für die Mitarbeitenden unmittelbar in der Anpassung der Struktur des Team Centers, dem Aufbau einer Regionalstruktur und der Einführung des Kulturentwicklungsprogramms "Global Collaboration" zur engeren Verbindung der Deutschen Hospitality mit H World. Darüber hinaus gewährleistet eine fortlaufende Anpassung der neu erarbeiteten HR-Strategie "Employee Experience Journey" eine Fokussierung auf die relevanten Unternehmensziele sowie eine umfassende Adressierung des Fachkräftemangels mit Hilfe einer neuen "Employer Branding"-Kampagne ab Q2 2023 und der Initiierung von Retention-Maßnahmen. Die Deutsche Hospitality ist europaweit die einzige Hotelgruppe mit einer eigenen, staatlich anerkannten Aus- und Weiterbildungsstätte, der Steigenberger Akademie. Im Mittelpunkt stehen Fachtrainings für die Hotelbetriebe, die es ermöglichen, Karrierewege erheblich auszubauen. Die Angebote konzentrieren sich auf praxisnahe Fachtrainings, die sowohl digital, vor Ort oder innerhalb der Betriebe stattfinden und attraktive Abschlüsse bis hin zum Master bieten. Mit gezielten Maßnahmen wie dem Young Potential Award oder dem Junior Leaders Program werden zukünftige Führungskräfte gezielt weiterentwickelt. Um zusätzlich eine intelligente Organisationsentwicklung auf Konzernebene nachhaltig sicherzustellen, wurde das Führungskräfteentwicklungsprogramm auf der Ebene des oberen Managements mit einem neuen Dienstleister weitergeführt, der zeitgemäße Managementtools und -techniken vermittelt. Im Jahr 2023 wird das Führungskräfteentwicklungskonzept durch das Middle Management Program komplementiert. Aus den aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt erwächst eine gemeinsame Verantwortung von Führungskräften, Mitarbeitenden und Interessenvertreterinnen, die soziale und kulturelle Einbindung in das Unternehmen zu erhalten. Dieser Verantwortung kommt die Deutsche Hospitality durch eine Vielzahl von regelmäßigen Austausch- und Kommunikationsplattformen sowie dem Erhalt des betrieblichen Anlaufpunktes in Form des Team Centers für den persönlichen Kontakt nach. Die Kommunikationsplattform #DHconnect und der angeschlossene eCampus erleichtern die Umstellung aller Schulungsangebote auf digitale Formate. Gleichzeitig wird mit #DHconnect die abteilungs- und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Hotels und zwischen den Hotels und dem Team Center gefördert. Die aktuelle Personalstrategie zeichnet sich nicht zuletzt dadurch aus, dass die Steigenberger Hotels GmbH bereits seit 2010 durchgehend vom unabhängigen Top Employer Institut mit dem Gütesiegel "Top Employer Germany" ausgezeichnet wurde. Das Unternehmen überzeugte dabei besonders in den Kategorien Benefits, Trainings, Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten sowie Unternehmenskultur. Hinzu kam die Auszeichnung "Top Company 2023" (Kununu), die auf den Bewertungen der eigenen Mitarbeitenden und Bewerberinnen basiert. Corporate Responsibility Im Jahr 2022 hat die Deutsche Hospitality ihre neue Corporate Social Responsibility (CSR)- Strategie weiterentwickelt, um den steigenden Erwartungen auf Kundenseite hinsichtlich Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Die CSR-Strategie basiert auf folgendem Leitbild: "Es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass wir bei unseren Entscheidungen die Auswirkungen unseres Handelns auf Umwelt und Klima, auf Mensch und Gesellschaft berücksichtigen. Dabei nehmen wir auch unsere Wertschöpfungskette in den Blick; angefangen bei Rohstoffen und Produkten, bis hin zum Reiseverhalten unserer Gäste. Um unser Verständnis von Verantwortung und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Ziele nach innen und außen transparent zu machen, haben wir unsere Corporate Social Responsibility-Strategie mit einer CSR-Roadmap hinterlegt." Das Leitbild wird mittels verbindlich formulierter kurz-, mittel- und langfristiger Ziele zu allen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der Deutschen Hospitality im Unternehmen kommuniziert und umgesetzt. Anhand der im Leitbild formulierten Zielvorgaben ist eine fortlaufende Bewertung des Fortschrittes in der Umsetzung der Ambitionen laufend möglich und in einem betriebswirtschaftlichen Verständnis steuerbar. Die klare betriebswirtschaftliche Ausrichtung unter Berücksichtigung der Interessen der unterschiedlichen Stakeholder - von den Kundinnen über die Mitarbeitenden bis zu den Hoteleigentümer:innen - erlauben es, die Marktposition der Gesellschaft zu sichern, wirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, die Umsetzung von Innovationen zu fördern und so Wachstum und Internationalisierung zu generieren. Die kontinuierliche Überprüfung und Neubewertung der Nachhaltigkeitsstrategie ermöglicht es, Themen fortlaufend neu zu gewichten, auf neue Standards zu reagieren und Trends in der Industrie und im Gästeverhalten aufzugreifen. Eine regelmäßige Zertifizierung der Hotels sowie der den Standards zugrunde liegenden Prozesse (Zertifizierungen wie ISO 14001:2015, ISO 50001:2018, GTSC-Anerkennung wie z.B. Green Start oder Green Key sowie Ecodavis) dient der zusätzlichen Qualitätskontrolle. 7. Sonstige Angaben Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (Erklärung zur Unternehmensführung) Der Aufsichtsrat hat als Zielgröße des Frauenanteils den Wert von 33,3 % für den Aufsichtsrat sowie für die Geschäftsführung mit Beschluss vom 23. Juni 2022 bestätigt und eine weitere Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 für die Erreichung festgelegt. Die Umsetzung der Zielgröße der Geschäftsführung soll bei einer Erweiterung der Geschäftsführung erreicht werden. Im Aufsichtsrat erreicht der Frauenanteil per 31. Dezember 2022 einen Wert von 33,3 %; die Zielquote wurde damit im Jahr 2022 erfüllt. Im Berichtsjahr gab es keine Erweiterung der Geschäftsführung, so dass die definierte Zielgröße im Jahr 2022 nicht erreicht wurde und bei 0 % liegt. Es lagen keine geeigneten Bewerbungen von Kandidatinnen vor. Mit Beschlussfassung des Vorstands vom 9. Juni 2022 wurde die Zielgröße von 33,3 % für die Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bestätigt und für die Erreichung eine weitere Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Die Umsetzung der Zielgröße für die Führungsebene soll bei einer Erweiterung der Führungsebene erreicht werden. Aufgrund von umfangreichen Umstrukturierungen in der Gesellschaft wurde in der Beschlussfassung des Vorstandes vom 7. Juni 2021 nur noch eine erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes definiert. In der Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde im Jahr 2022 die Zielgröße nicht erreicht. Es lagen keine geeigneten Bewerbungen von Kandidatinnen vor. Zum Zeitpunkt der Bestätigung und Festlegung der weiteren Umsetzungsfrist im Juni 2022 betrug der Frauenanteil 18,75 %. Nach Festlegung im Juni 2022 wurden im Berichtsjahr fünf Positionen neu besetzt. Die Frauenquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 16,67 %. Die Zielquote wurde nicht erreicht, da ebenfalls keine geeigneten Bewerbungen von Kandidatinnen vorlagen.
Frankfurt am Main, den 16. Juni 2023 Die Geschäftsführung Oliver Bonke Jiachen Zheng Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Vorbemerkungen Die Steigenberger Hotels GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 129131 eingetragen. Aus dem Mutterunternehmen Steigenberger Hotels Aktiengesellschaft (AG) wurde eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Die Umwandlung wurde am 22. September 2022 beschlossen und wurde mit Eintragung im Handelsregister am 8.November 2022 wirksam. Der Konzernabschluss 2022 der Steigenberger Hotels GmbH ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Abweichend vom gesetzlichen Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB werden die unter Posten Nr. 16 auszuweisenden sonstigen Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, da es sich hierbei um Betriebskosten handelt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Sofern Änderungen des Konsolidierungskreises die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigen, werden die Auswirkungen im Anhang erläutert. 1. Konsolidierungsangaben Konsolidierungskreis Mit Wirkung zum 2. Januar 2020 hält die DH Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, sämtliche Anteile an der Steigenberger Hotels GmbH. In den Konsolidierungskreis sind zum 31. Dezember 2022 neben der Steigenberger Hotels GmbH 13 inländische und 24 ausländische Unternehmen einbezogen (Vollkonsolidierung), bei denen der Steigenberger Hotels GmbH unmittelbar oder mittelbar die Stimmrechtsmehrheit zusteht (§ 290 Abs. 1 HGB). Am 12. Januar 2022 wurde die Vorratsgesellschaft "BRETOVAL SPAIN, S.L" in Madrid, Spanien, erworben. Am 7. Februar 2022 wurde die Gesellschaft umfirmiert in "DEUTSCHE HOSPITALITY HOTELS SPAIN SL". Am 27. April 2022 wurde eine Kapitalerhöhung von dreitausend Euro auf hunderttausend Euro durchgeführt. Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 erfolgte der Erwerb der Anteile an der Steigenberger Akademie GmbH, Bad Reichenhall, zum Kaufpreis von einem Euro. Die Gesellschaft hält jeweils 100 % der Geschäftsanteile an der Steigenberger Hotelfachschule GmbH, der Steigenberger Berufsfachschule für Assistenten im Hotel- und Tourismusmanagement gGmbH und der Steigenberger Hotelberufsfachschule GmbH. Ab dem Jahr 2022 wird die Steigenberger Akademie GmbH erstmalig in den Vollkonsolidierungskreis des Steigenberger Konzerns einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um fünf Gesellschaften erweitert. Aus den Änderungen im Konsolidierungskreis resultieren keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Vergleich zum Vorjahr, da für die DEUTSCHE HOSPITALITY HOTELS SPAIN SL die Geschäftstätigkeit erst am 1. Dezember 2022 mit der Eröffnung eines Hotels in Madrid begann. Auch der Umfang des Geschäfts in der Steigenberger Akademie GmbH war noch geringfügig. Gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB wurden drei ausländische Unternehmen nach der Equity- Methode in den Konzernabschluss einbezogen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik aufgrund von Stimmrechtsanteilen und/oder tatsächlicher Einwirkung durch Besetzung der Geschäftsführungs- bzw. Aufsichtsorgane ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (assoziierte Unternehmen). Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschlussstichtag 31. Dezember 2022 entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochter- und assoziierten Unternehmen. Eine Ausnahme stellt das assoziierte Unternehmen Aurea Palacio Hospitality Private Limited, Neu- Delhi, Indien, dar, dessen Jahresabschlussstichtag der 31. März war und das auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss einbezogen wird. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbsvorgänge vorgenommen, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, gemäß dem Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 5 Satz 2 EGHGB nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr sind nach der Neubewertungsmethode, als Ausgestaltung der Erwerbsmethode, erfolgt. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung ein aktivischer Unterschiedsbetrag entstand, wurde er den in den Vermögensgegenständen der Tochtergesellschaften enthaltenen stillen Reserven zugeordnet und ein darüberhinausgehender Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, der über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben wird. Die Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese Komponenten repräsentieren insbesondere den Markennamen, der im Rahmen des Erwerbs der Anteile an dem Unternehmen übernommen wurde. Der aus dem Erwerb der Steigenberger DMCC Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, im Jahr 2016 resultierende aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 7.723 T€ wurde dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeführt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Kriterium für die Schätzung dieser Nutzungsdauer ist die durchschnittliche Laufzeit der zum Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Managementverträge. Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf 247 T€. Aus dem Erwerb der Zleep Hotels A/S, Tastrup, Dänemark, im Jahr 2019 resultiert ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 9.605 T€. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig entsprechend der Laufzeit der Hotelverträge über 15 Jahre abgeschrieben. Im Geschäftsjahr resultierten daraus planmäßige Abschreibungen in Höhe von 643 T€. Durch den Erwerb von weiteren 50 % der Anteile und Stimmrechte der Tunisien Hospitality Group Ltd., Tunis, Tunesien, im Jahr 2019 ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.691 T€ entstanden. Entsprechend der Laufzeit der Managementverträge der Gesellschaft wird der resultierende Geschäfts- oder Firmenwert über acht Jahre abgeschrieben. Im Geschäftsjahr resultierten daraus planmäßige Abschreibungen in Höhe von 141 T€. Durch den Erwerb von weiteren 50 % der Anteile und Stimmrechte der Sourcify GmbH, Deutschland, im Jahr 2021 ist ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 457 T€ entstanden, der nach § 301Abs. 3HGB unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen ist und Eigenkapitalcharakter hat. Der Betrag wird über die Restnutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (im Wesentlichen Lizenzen) von 3,5 Jahren planmäßig aufgelöst. Durch den Erwerb der Anteile der Steigenberger Akademie GmbH im Jahr 2022 ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 522 T€ entstanden. Der resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird über zehn Jahre abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgte auf Basis des geschätzten durchschnittliche Lebenszyklus der zum Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Aus- und Weiterbildungssysteme (Ausbildungsinhalte, Lehrpläne, Know-how). Im Geschäftsjahr resultierten daraus planmäßige Abschreibungen in Höhe von 44 T€. Entsprechend § 303 HGB wurden bei der Schuldenkonsolidierung Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Sich hierbei ergebende Währungsdifferenzen sind erfolgsneutral in der Währungsrücklage erfasst. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Umsatzerlöse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet. Soweit in den Einzelabschlüssen bilanzierte Vermögenswerte von einbezogenen Unternehmen an andere Unternehmen des Konsolidierungskreises veräußert wurden, fand die Eliminierung etwaiger wesentlicher Zwischengewinne gemäß § 304 Abs. 1 HGB statt. Assoziierte Unternehmen Die Gesellschaften
werden im Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen ausgewiesen. Diese Gesellschaften werden nach der Equity-Methode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB (Buchwertmethode) bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte werden entsprechend um anteilige Jahresüberschüsse bzw. - fehlbeträge, Dividendenausschüttungen und Abschreibungen fortentwickelt. Der Anteil am Kapital und an den Stimmrechten beträgt bei der Steigenberger Middle East Hotels & Resorts S.A.E. 50 %, bei der Aurea Palacio Hospitality Private Limited 49 % sowie bei der Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA (Luxemburg), 30,8 %. Die Angaben gemäß § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB lauten wie folgt:
1 Abschluss zum 31.03.2021 verfügbar
Bei der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes werden im Rahmen der Fremdwährungsumrechnung das gezeichnete Kapital und die Rücklagen zum historischen Kurs, die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs sowie das anteilige Jahresergebnis zum Periodendurchschnittskurs umgerechnet. 2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Für die in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Geringfügige Abweichungen bei ausländischen Tochterunternehmen haben keine wesentliche Auswirkung. Die Jahresabschlüsse der ausländischen assoziierten Unternehmen werden, wenn wesentlich, an die Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angepasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige (lineare) und außerplanmäßige Abschreibungen. Eigene Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und aktivierungsfähige Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Die Nutzungsdauer wird bei immateriellen Vermögensgegenständen hauptsächlich mit drei bis fünf Jahren bzw. bei Geschäfts- oder Firmenwerten mit 15 Jahren, bei Einbauten in fremden Gebäuden mit acht bis 25 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit ein bis 20 Jahren angesetzt. Die Nutzungsdauern sind jeweils begrenzt durch die Laufzeit der Pachtverträge. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 250 € werden unverändert linear unter Zugrundelegung der Nutzungsdauer von drei bis 17 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume der geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 250 € werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA- Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Finanzanlagen (mit Ausnahme der Anteile an assoziierten Unternehmen) werden mit den Anschaffungskosten und, soweit erforderlich, abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls zuzüglich Zuschreibungen begrenzt durch die Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen werden insoweit vorgenommen, als die Anschaffungskosten höher sind als der zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwert der Finanzanlagen. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 5 HGB). Die Abschreibungen werden nur bei dauernder Wertminderung vorgenommen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anschaffungskosten werden mit der FIFO-Methode ermittelt. Im Rahmen des Niederstwerttests werden die niedrigeren Wiederbeschaffungskosten herangezogen. Für Marketing- und Büromaterial wird ein Festwert gebildet. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten, sowie angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird unter Berücksichtigung der Absatzseite beachtet. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Anschaffungskosten werden mit der FIFO-Methode ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden besonderen Insolvenz- und/oder bonitätsbedingten Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird außerdem eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,0 % auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen werden - bei Bestehen einer Aufrechnungslage im Sinne des § 387 BGB - miteinander saldiert. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls sowie am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die flüssigen Mittel (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Nach § 306 HGB und den anzuwendenden Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungsstandards, DRS 18, Latente Steuern, werden im Konzern latente Steueransprüche nach dem bilanzorientierten Konzept, insbesondere auf zeitliche Unterschiede zwischen den Steuer- und Handelsbilanzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen, aktiviert, soweit zukünftig steuerpflichtiges Einkommen, das mit den Verlustvorträgen verrechenbar ist, mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann. Dabei wurde von einer Nutzbarkeit der Verlustvorträge von fünf Jahren ausgegangen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, sofern die Aufrechnungslage gegeben ist. Der Berechnung der latenten Steuern liegt für den deutschen Organkreis ein effektiver Steuersatz von 31,30 % (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,47 % für die Gewerbesteuer) bzw. 23 % in Österreich, 17,50 % in der Schweiz, 25 % in Belgien, Spanien und den Niederlanden, 9 % in Ungarn, 15 % in Tunesien und 22 % in Dänemark zugrunde, der sich voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer in Deutschland ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 460,00 %. Da das Eigenkapital durch den hohen Konzernbilanzverlust im Berichtsjahr aufgebraucht ist und somit ein Überschuss der Passiv- über die Aktivposten vorliegt, ist der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" gesondert als letzter Posten auf der Aktivseite auszuweisen. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei den deutschen Gesellschaften werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Zum 31. Dezember 2022 wird dementsprechend ein Zinssatz von 1,78 % p. a. (Vorjahr 1,87 % p. a.) angewendet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 2,2 % p. a.) und jährliche Rentensteigerungen von 2,2 % (Vorjahr 1,8 % p. a.) zugrunde gelegt. Auf die Berücksichtigung einer Fluktuationsrate wurde aufgrund des überwiegenden Rentnerbestands verzichtet. Am 26. Februar 2016 hat der deutsche Bundesrat das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen sieben Jahre im Jahr 2022 und der durchschnittlichen Abzinsung mit zehn Jahren beläuft sich auf 877 T€ (Vorjahr 1.225 T€). Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 877 T€ unterliegt beim Mutterunternehmen einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F., da ausreichend frei verfügbare Rücklagen nicht zur Verfügung stehen. Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen durch die erstmals verpflichtende Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum Wertansatz vom 31. Dezember 2009 in Höhe von 905 T€. Der Steigenberger Konzern macht vom Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 60 T€ (Vorjahr 60 T€) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf 121 T€. Die Bewertung der Anwartschaften auf Abfertigungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bei der STAG Hotelverwaltungs-Gesellschaft mbH, Wien, Österreich, basiert auf einem entsprechend dem Zinssatz der Rückstellungen für Pensionen ermittelten Zinssatz von 1,78 % p. a. (Vorjahr 1,87 % p.a.). Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit Rückdeckungsversicherungsansprüchen verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungspflicht ähnlicher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen). Die verrechneten Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Es bestehen Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB. Die Jubiläumsrückstellungen wurden für die deutschen Gesellschaften auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach der Projected Unit Credit Method unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren für eine Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,44 %p.a. (Vorjahr 1,35 % p. a.) ermittelt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen bei der STAG Hotelverwaltungs- Gesellschaft mbH, Wien, erfolgte nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % p. a. (Vorjahr 1,35 % p. a.). Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Pflichten für Ersatzbeschaffungen werden Rückstellungen zeitanteilig angesammelt. Die Ansammlung der Rückstellungen beginnt mit der Eröffnung der Betriebe und berücksichtigt die voraussichtlich zum Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse. Die Ermittlung der sonstigen Rentenverpflichtungen für Personen außerhalb des Mitarbeiterkreises erfolgte nach der Projected Unit Credit Method unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Es wurden ein fristenkongruenter durchschnittlicher Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,44 % p. a. für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (Vorjahr 1,35 % p. a.) sowie Rentenanpassungen von 2,2 % p. a. (Vorjahr 1,8 % p. a.) zugrunde gelegt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet, das heißt unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse. Die Rückstellungen wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzten Verpflichtungsüberschuss (Vollkosten) bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen für Erneuerung des gepachteten Anlagevermögens. Die aufwandswirksame Bildung basiert entweder auf einzelvertraglichen Regelungen oder auf der konzernweiten Richtlinie. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Mutterunternehmens und des Konzerns ist der Euro. In den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen erfolgt die Bewertung von Fremdwährungspositionen grundsätzlich mit den Kursen zum Anschaffungszeitpunkt. Für die Positionen der Aktivseite wird ein eventuell höherer Fremdwährungskurs zum Bilanzstichtag berücksichtigt, für die Positionen der Passivseite ein eventuell niedrigerer Fremdwährungskurs zum Bilanzstichtag. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der einbezogenen ausländischen Gesellschaften, werden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die für den Konzernabschluss maßgeblichen Wechselkurse lauten wie folgt:
Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2022 kumulierte Differenzen in Höhe von 2.269 T€ (Vorjahr 2.382 T€) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Anlagepositionen mit den Abschreibungen des Geschäftsjahrs 2022 sind in dem als Anlage beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Sachanlagen Die Zugänge bei den Bauten, technischen Anlagen und Maschinen sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Möbeln und Gegenständen für die Hotelzimmer für mehrere Hotelbetriebe. Finanzanlagen Es wird auf die als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB verwiesen. Die Devisenkassamittelkurse für in Fremdwährung angegebene Eigenkapital- und Ergebnisbeträge zum Bilanzstichtag sind wie folgt:
Das Tochterunternehmen DH Deutsche Hospitality GmbH, Frankfurt am Main, hält 30,8 % der Anteile an der Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA, Luxemburg. Das Ziel der Anlage ist, die Investition in europäische Hotelimmobilien zu erweitern und anschließend die Übernahme der langfristigen Pachtverträge der Immobilienobjekte. Der Anteilswert (beizulegender Zeitwert) betrug 10.484 T€ zum 31.12.2022. Die Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA wird zum 31. Dezember 2022 als assoziiertes Unternehmen mit einem um den anteiligen Jahresfehlbetrag geminderten Buchwert von 10.820 T€ in den Konzernabschluss einbezogen. Die Differenz zum Buchwert betrug -336 T€. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung liegt nicht vor, weil der Anteilswert von Anlaufverlusten geprägt ist und durch zukünftige vereinbarte Investments von einer Wertsteigerung auszugehen ist. Zudemist der aktuelle Ausgabewert für zukünftige zugesagte Anteilserwerbe höher als der aktuelle Anteilswert. Für das Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung. Bei Beantragung der Rückgabe der Anteile hat der Fund Manager das Recht, die Rückgabe um bis zu 24 Monate aufzuschieben, wenn das liquide Vermögen nicht ausreichend ist. Umlaufvermögen In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist ein Festwert für Marketing- und Büromaterial in Höhe von 981 T€ (Vorjahr 1.044 T€) enthalten. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von 761 T€ (Vorjahr 125 T€) gegen die Alleingesellschafterin. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Beteiligungsunternehmen in Höhe von 142 T€ (Vorjahr 16 T€). Alle Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem Steuererstattungsansprüche in Höhe von 7.480 T€ (Vorjahr 10.025 T€) sowie Ansprüche aus Staatshilfen im Zusammenhang mit STAG Hotelverwaltungs-Gesellschaft mbH, Wien, in Höhe von 7.600 T€ (Vorjahr 4.678 T€) und Ansprüche aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 3.500 T€. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 4.936 T€ (Vorjahr 5.781 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten In den Guthaben bei Kreditinstituten sind zweckgebundene Mittel für Ersatzbeschaffungen (FF & E) in Höhe von 266 T€ (Vorjahr 266 T€) der Steigenberger Hotels GmbH und im Vorjahr in Höhe von 359 T€ der STAG Hotelverwaltungs-Gesellschaft mbH, Wien, enthalten. Latente Steuern Die ermittelten aktiven latenten Steuern in Höhe 47.155 T€ wurden mit passiven latenten Steuern in Höhe von 792 T€ bei entsprechender Aufrechnungslage saldiert; Bilanzsumme aktive latente Steuern 46.363 T€. Die ermittelten passiven latenten Steuern in Höhe von 2.086 T€ bestehen in Höhe von 774 T€ (Vorjahr 833 T€) für zeitliche Unterschiede zwischen den Handelsbilanzwerten nach lokaler Rechnungslegung bei der STAG Belgium N. V., Brüssel, Belgien, und der Handelsbilanz II. Ihnen liegt ein Ertragssteuersatz von 25 % für Belgien zugrunde. Bei der STAG Belgium N. V. übersteigen im Kalenderjahr 2022 die zu versteuernden temporären Differenzen die abzugsfähigen temporären Differenzen. Der verbleibende Passivüberhang beläuft sich auf 774 T€. Der DRS 18 hält es für sachgerecht, dass aufrechenbare und unbegrenzt vortragsfähige Verlustvorträge unabhängig von ihrem Realisationszeitpunkt bei der Berechnung der latenten Steuern bis zur Höhe des Passivüberhangs zu berücksichtigen sind. Es wurden dementsprechend aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen von 3.095 T€, also in Höhe von 774 T€, unabhängig von ihrem Realisationszeitpunkt angesetzt. Die ermittelten passiven latenten Steuern in Höhe 2.086 T€ wurden mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 792 T€ bei entsprechender Aufrechnungslage saldiert; Bilanzsumme passive latente Steuern 1.294 T€. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 46.362 T€ (Vorjahr: 23.486 T€) resultiert gemäß § 306 i. V. m. § 274 HGB aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 38.807 T€, die im Wesentlichen die Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main (Deutschland), STAG Hotelverwaltungs-Gesellschaft mbH, Wien, Österreich, Steigenberger Hotels AG, Zürich, Schweiz, STAG Belgium N.V., Brüssel, Belgien, Zleep Hotels A/S, Tastrup, Dänemark, und STAG Netherlands BV, Amsterdam, Niederlande, betreffen. Auf Verlustvorträge in Höhe von 129.164 T€ wurden keine latenten Steuern gebildet, weil innerhalb der nächsten fünf Jahre keine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Darüber hinaus sind aktive latente Steuern auf Zinsvorträge in Höhe von 2.108 T€ sowie aus zeitlichen Unterschieden zwischen den Steuer- und Handelsbilanzen in Höhe von 5.447 T€ (nach Verrechnung) enthalten, die im Wesentlichen auf die Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main (Deutschland) entfallen. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin oder der im Rahmen der steuerlichen Organschaft einbezogenen Organgesellschaften sowie der ausländischen Tochtergesellschaften: Bemessungsgrundlagen für -aktive latente Steuern
1 Nach Verrechnung mit qualifiziertem
Deckungsvermögen i. S. d § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Bemessungsgrundlagen für aktive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen
Bemessungsgrundlagen für aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
Bemessungsgrundlagen für aktive latente Steuern auf Zinsvorträge
Bemessungsgrundlagen für passive latente Steuern
Bemessungsgrundlagen Für passive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen
Konzern-Eigenkapital Die Aufgliederung und Entwicklung der Eigenkapitalpositionen im Konzern werden in einem gesonderten Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22 dargestellt. Nach dem Formwechsel des Mutterunternehmens im Berichtsjahr beträgt das gezeichnete Kapital unverändert 12.480.000,00 € (Vorjahr: Grundkapital). In den Gewinnrücklagen sind andere Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft in Höhe von 6.396 T€ T€ enthalten. Die Position Konzernbilanzverlust setzt sich zusammen aus dem Jahresverlust 2022 in Höhe von 13.316 T€ (Vorjahr Jahresverlust 68.459 T€) und einem Verlustvortrag von 154.649 T€ (Vorjahr Verlustvortrag 87.504 T€) unter der Hinzurechnung des Jahresergebnisanteils außenstehender Gesellschafter von 147 T€ (Vorjahr 1.314 T€). Rückstellungen Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Es bestehen zum Bilanzstichtag rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von 19.737 T€. Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.077 T€ wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten des der Verpflichtung zugehörigen Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Der bilanzierte Wert des Deckungsvermögens (3.077 T€) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Somit bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Bilanz in Höhe von 16.660 T€. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (181 T€) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen (327 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von 146 T€ ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Risiken aus noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfungen der Jahre 2016-2019 und deren bekannten Folgewirkungen bis zum Jahr 2022. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Erneuerung des gepachteten Anlagevermögens (13.158 T€), Jubiläumszuwendungen (9.879 T€), Verpflichtungen für Tantiemen, Prämien und Abfindungen für Vorstände und Mitarbeiter (9.295 T€), ausstehende Pachtzahlungen (6.960 T€), ausstehende Rechnungen (6.864 T€), ausstehende Schlussrechnungen für Heiz-, Neben- und Energiekosten (6.126 T€) sowie Instandhaltung (5.843 T€). Verbindlichkeiten Die Aufgliederung, Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitsspiegel dargestellt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Gesellschafterdarlehensverbindlichkeiten in Höhe von 161.001 T€ und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus dem Finanzverkehr in Höhe von 495 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Joint Venture Steigenberger Middle East Hotels & Resorts S.A.E., Kairo (Ägypten). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: Umsatzerlöse
1 Inklusive der Umsätze der
Dienstleistungs-Tochtergesellschaften
Unter den Hoteldienstleistungen und Sonstigen Umsatzerlösen sind vor allem Management-, Franchise- und Lizenzgebühren, Erträge aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Nebenerlöse ausgewiesen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 471.540 T€ (Vorjahr 222.481 T€) entfallen in Höhe von 338.841 T€ (Vorjahr 167.918 T€) auf das Inland und mit 132.699 T€ (Vorjahr 54.563 T€) auf das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (58.414 T€) beinhalten im Wesentlichen Schadenersatzleistungen (21.043 T€), die Weiterbelastung von Kosten an Management Betriebe (7.448 T€), periodenfremde Erträge aus Staatshilfen (5.864 T€) sowie Pre-Opening-Zuschüsse und sonstige Verpächterzuschüsse (4.809 T€). Die Erträge aus Schadenersatzleistungen enthalten im Berichtsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von 9.523 T€ aus dem Versicherungsschutz für das im Vorjahr durch die Flutkatastrophe beschädigte Steigenberger Hotel in Bad Neuenahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten zudem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen (8.457 T€) und aus Zahlungseingängen auf bereits ausgebuchte Forderungen (11 T€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 546T€ (Vorjahr 157T€). Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von 136.441 T€ (Vorjahr 77.141 T€) setzt sich insbesondere aus dem Rohstoff- und Wareneinsatz, den Energieaufwendungen, den Aufwendungen für Hotelbedarfsartikel und aus verschiedenen Hilfs- und Betriebsstoffaufwendungen zusammen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten überwiegend Aufwendungen für Fremdleistungen im Bereich der Zimmerreinigung und ähnliche Dienstleistungen. Personalaufwand Es fielen Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 3.827 T€ (Vorjahr 2.721 T€) an. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (251.590 T€) beinhalten im Wesentlichen Miet- und Pachtzahlungen (141.371 T€) sowie Provisionskosten (28.238 T€). Weiterhin sind darin Reparaturaufwendungen und Großbaumaßnahmen (18.392 T€), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (10.501 T€), allgemeine Verwaltungskosten (9.440 T€) sowie Werbeaufwendungen (5.559 T€) enthalten. Darüber hinaus umfasst die Position sonstige Steuern in Höhe von 1.395 T€ (Vorjahr 1.339 T€). Periodenfremde Aufwendungen betreffen Ausbuchungen von Forderungen (216 T€) und Aufwendungen aus Buchverlusten für Anlageabgänge in Höhe von 265 T€. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 948 T€ (Vorjahr 2.632 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten darüber hinaus Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB in Höhe von 60 T€ (Vorjahr 60 T€) (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Finanzergebnis Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält neben Darlehenszinsen Aufwendungen in Höhe von 577 T€ aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen (Vorjahr 523 T€). Sie entfallen mit 327 T€ auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und mit 432 T€ auf sonstige Rückstellungen. Dabei wurden Zinserträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens (181 T€) mit den Zinsaufwendungen verrechnet. Es bestehen Zinsaufwendungen in Höhe von 4616 T€ (Vorjahr 4.114 T€) und Zinserträge in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 313 T€) gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beinhaltet Verluste aus der Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA, Luxemburg, in Höhe von 1.002 T€. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern des Konzerns (21.278 T€) beinhalten Erträge aus latenten Steuern 21.579 T€, periodenfremde Erträge aus laufenden Steuern in Höhe von 56 T€ sowie sonstigen Steueraufwand in Höhe von 357 T€. Von den latenten Steuern resultieren Erträge in Höhe von 163 T€ aus der Auflösung passiver latenter Steuern und in Höhe von 24.500 T€ aus der Bildung aktiver latenter Steuern. Latenter Steueraufwand entfiel mit 3.060 T€ auf die Auflösung aktiver latenter Steuern sowie mit 24 T€ auf die Bildung passiver latenter Steuern. 5. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Als Fondsmittel wird der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (47.495 T€) berücksichtigt. Die Zahlungsströme wurden in den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit unterteilt. Die Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (14.641 T€), aus der Investitionstätigkeit (10.946 T€) und aus der Finanzierungstätigkeit (6.498T€) wurden durch die Reduzierung des Finanzmittelfonds um 31.601 T€ finanziert. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Als Betreiber von Hotels schließen die Gesellschaften des Steigenberger Konzerns mit den Eigentümern der Hotels langfristige Pachtverträge ab. Die Pachtdauern bergen unter anderem ein Standortrisiko, verbessern jedoch die Liquiditätsplanung und erleichtern strategische Investitionsentscheidungen. Der Erfüllungsbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen mit verschiedenen Restlaufzeiten bis längstens 2058 beträgt zum Bilanzstichtag 2.278.673 T€ (Vorjahr 2.876.650 T€). Diese Angaben beinhalten nicht die Umsatz- und ergebnisabhängigen Pachtbestandteile. Nach Fristigkeiten setzen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 HGB Die inländischen Tochtergesellschaften in Frankfurt am Main IntercityHotel GmbH, H.E.A.D. Hotel and Equipment and Design GmbH, Steigenberger Consulting GmbH, Steigenberger Spa GmbH, Sourcify GmbH, DH Lifestyle GmbH (vormals Jaz Hotel GmbH, Zleep GmbH und Maxx Hotel GmbH), haben die gemäß § 264 Abs. 3HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und machen deshalb von der Befreiungsmöglichkeit hinsichtlich der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse sowie gegebenenfalls bezüglich der Erstellung und Offenlegung des Lageberichts Gebrauch. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns teilt sich wie folgt auf:
Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Für die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Steigenberger Hotels GmbH für die Tätigkeit im Mutterunternehmen wurde die Befreiungsmöglichkeit des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die für 2021 gewährten und im Jahr 2022 ausbezahlten Bezüge für Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen insgesamt 276 T€ (davon waren 287 T€ zurückgestellt), die für 2022 zurückgestellten Bezüge belaufen sich auf 276 T€. Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen bestehen in Höhe von 14.358 T€. Die Bezüge für Pensionen für diesen Personenkreis betrugen 797 T€. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber dieser Personengruppe, die gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB nicht zurückgestellt sind. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Konzernbilanzverlust Das Geschäftsjahr der Steigenberger Hotels GmbH 2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 25.105 T€ ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust mit einem Betrag von 163.592 T€, der sich aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 25.105 T€ und dem Verlustvortrag in Höhe von 138.487 T€ ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresfehlbetrag 2022 des Konzerns beläuft sich auf 13.316 T€. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags in Höhe von 154.649 T€ und der Hinzurechnung des Jahresergebnisanteils nicht beherrschender Anteile von 147 T€ wird ein Konzernbilanzverlust von 168.112 T€ ausgewiesen. Konzernabschlüsse Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die H World Group Limited (Cayman Inseln). Der Abschluss ist aufgrund des Dual Listings der Gesellschaft sowohl bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central Index Key 0001483994 als auch der HKEX hinterlegt. Der Konzernabschluss der Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2022 wird im Bundesanzeiger bekanntgegeben und geht als Teilkonzern in den Konzernabschluss der DH Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, Handelsregister Frankfurt am Main HRA 50925, zum 31. Dezember 2022 (kleinster Konsolidierungskreis) ein. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 ist Hr. Dr. Ulrich Johannwille zum 21.05.2023 als CFO des Steigenberger Hotels Konzerns ausgeschieden. Herr Jiachen Zheng übernimmt die Rolle des CFO. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Frankfurt am Main, den 16. Juni 2023 Die Geschäftsführung Oliver Bonke Jiachen Zheng Anlagenspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022 gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Für ein Unternehmen (Beteiligungen) wurde keine Angabe gemacht nach § 313 Abs. 3 Satz 2 HGB, da der Gesellschaft sonst erhebliche Nachteile drohen.
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung an die
Steigenberger Hotels GmbH
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Kapitalflussrechnung des Konzerns vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der Steigenberger Hotels GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des mit dem Mutterunternehmen zusammengefassten Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 16. Juni 2023 Deloitte
GmbH
Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer Holger Riedel, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahrs 2022 anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands bzw. ab dem 8. November 2022 der Geschäftsführer sowie in sechs gemeinsamen Sitzungen kontinuierlich, umgehend und umfassend über die Lage des Unternehmens, den Geschäftsverlauf sowie die Geschäftspolitik unterrichtet und hat auf dieser Grundlage die Geschäftsführung des Unternehmens überwacht. Die Sitzungen fanden als hybride Sitzungen im Wege einer Telefon- oder Videokonferenz als auch in Präsenz am Sitz der Gesellschaft statt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben mit wenigen Ausnahmen an den Sitzungen teilgenommen. Sie haben im Falle der Abwesenheit durch schriftliche Stimmabgaben an den Beschlüssen des Aufsichtsrats mitgewirkt. Darüber hinaus fanden regelmäßige Besprechungen zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand bzw. den Geschäftsführern statt. Der Personalausschuss hat drei Mal getagt. Eingehend befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Corona-Pandemie, mit dem Krieg in der Ukraine sowie mit der Entwicklung der Energiepreise und der Inflation sowie den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Hotellerie und Gastronomie und auf das Unternehmen. Weitere Themen der Sitzungen waren die Weiterentwicklung der Unternehmens- und Markenstrategie, die Unternehmens- und insbesondere die Finanz- und Investitionsplanung, die Veränderungen des Hotel- und Beteiligungsportfolios sowie die Erteilung der Prüfungsaufträge. Dem Aufsichtsrat wurde anhand von ausführlichen schriftlichen und mündlichen Informationen über den Fortgang der Geschäfte berichtet. Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands bzw. der Geschäftsordnung für die Geschäftsführer der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden ihm vorgetragen, von ihm genehmigt und ordnungsgemäß abgewickelt. In Übereinstimmung mit den Regelungen des § 107 AktG bzw. § 52 Abs. 1 GmbHG i.Vm. § 107 AktG hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand bzw. durch die Geschäftsführer über die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der internen Revision sowie der Abschlussprüfung informieren lassen. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Steigenberger Hotels GmbH sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und der zusammengefasste Lagebericht für die Steigenberger Hotels GmbH und den Konzern für das Geschäftsjahr 2022 sind von der durch die ordentliche Gesellschafterversammlung vom 29. Juni 2023 bestellten Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen gleichfalls geprüft. Der Bericht der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurde in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29. Juni 2023, an der die Abschlussprüfer teilgenommen und über ihre Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses berichtet haben, umfassend behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis genommen und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Steigenberger Hotels GmbH gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss und der Abhängigkeitsbericht wurden ebenfalls gebilligt. Mit den Lageberichten der Geschäftsführung für die Steigenberger Hotels GmbH und den Konzern erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat ihren Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 52 Abs. 1 GmbHG i.Vm. § 312 AktG sowie den hierzu von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main gemäß § 52 Abs. 1 GmbHG i.Vm. § 313 AktG erstellten Prüfungsbericht vorgelegt, dessen Bestätigungsvermerk wie folgt lautet: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass:
Dem von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und dem hierzu erstellten Prüfungsbericht stimmt der Aufsichtsrat zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärungen der Geschäftsführung am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben. Im Aufsichtsrat haben sich Änderungen ergeben: Mit Wirkung zum 22. September 2022 wurde Frau Fei Ye abberufen und an ihrer Stelle Herr Wu Ping als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Simon Turner wurde mit Wirkung zum 8. Dezember 2022 abberufen. An seiner Stelle wurde Herr Prof. Dr. Philipp Goedeking mit Wirkung zum 22. Dezember 2022 als Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Der Aufsichtsrat dankt Frau Fei Ye und Herrn Simon Turner für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dem Vorstand bzw. den Geschäftsführern, den Geschäftsführungen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zum Steigenberger Konzern gehörenden Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit und ihren hohen Einsatz Dank und Anerkennung aus.
Frankfurt am Main, 20.06.2023 Aufsichtsrat Prof. Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
28 nahegelegene Organisationen
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Vermittlung von Arbeitskräften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Patentanwaltskanzleien
Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Herstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus Keramik
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen