ams-OSRAM International GmbH

Leibnizstraße 4, 93055 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 8522
Vorher
OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
5.3.2002
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Weltweite Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Produkten auf Basis von optoelektronischen Halbleitern.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Jörg Dr. Schäfer
seit 8.10.2024
Geschäftsführer
Wolfgang Lex
seit 11.8.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.28%
39.72%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OSRAM GmbH
Germany
5.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausschreiben, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSRAM Opto Semiconductors GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die in Abschnitt 4.2 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den als Anlage zum Lagebericht beigefügten Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den als Anlage zum Lagebericht beigefügten Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt 4.2 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den als Anlage zum Lagebericht beigefügten Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 16. November 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Keller, Wirtschaftsprüfer

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2018

Aktiva

30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.820 10.555
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.717 0
3. Geleistete Anzahlungen 6.683 0
  20.220 10.555
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.880 75.379
2. Technische Anlagen und Maschinen 201.384 187.019
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.607 40.083
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.295 93.490
  533.166 395.971
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 60.939 60.939
  614.325 467.465
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.095 13.944
2. Unfertige Erzeugnisse 24.383 23.383
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.455 11.019
  51.933 48.346
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 88.861 102.517
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 21 (i. Vj. TEUR 721)    
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.313 40.082
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.712 5.752
  106.886 148.351
III. Guthaben bei Kreditinstituten 661 0
  159.480 196.697
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.788 2.287
  776.593 666.449

Passiva

   
  30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000
II. Kapitalrücklage 57.605 57.605
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 26.954 26.954
  89.559 89.559
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 69.936 61.491
2. Sonstige Rückstellungen 52.930 60.194
  122.866 121.685
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 119.859 103.585
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 417.138 320.877
3. Sonstige Verbindlichkeiten 19.768 23.743
- davon aus Steuern TEUR 3.588 (i. Vj. TEUR 3.261)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 812 (i. Vj. TEUR 747)    
  556.765 448.205
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.403 7.000
  776.593 666.449

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
1. Umsatzerlöse 1.985.538 1.953.885
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -1.490.376 -1.406.736
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 495.162 547.149
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -216.458 -172.143
5. Vertriebskosten -53.771 -56.020
6. Allgemeine Verwaltungskosten -21.732 -20.279
7. Sonstige betriebliche Erträge 24.749 25.260
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.283 -25.843
  -298.495 -249.025
9. Beteiligungsergebnis -26.718 -26.080
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR -26.718 (i. Vj. TEUR -26.080)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 2
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 3 (i. Vj. TEUR 2)    
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.448 -3.782
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.187 (i. Vj. TEUR 424)    
  -33.163 -29.860
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -651 -2.051
13. Ergebnis nach Steuern 162.853 266.213
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne * -162.853 -266.213
15. Jahresüberschuss 0 0

* Gewinnabführungsbetrag an die OSRAM GmbH, München, für 2017/18 beträgt EUR 162.853.493,42 (i. Vj. EUR 266.212.590,22)

Anhang zum 30. September 2018

I. Grundlagen des Abschlusses der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg

Allgemeine Angaben

Die OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden kurz: "OSR" oder "die Gesellschaft"), Regensburg, erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 1 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 8522 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Leibnizstraße 4 in Regensburg, Deutschland.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt und ist in tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und soweit erforderlich erläutert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die vertraglich vereinbarte längere Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens wird das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand der Periode erfasst.

Derivative Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB auf Basis des Unterschiedsbetrags, um den die für die Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung über dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden liegt, aktiviert und planmäßig linear über 10 Jahre (gemäß (§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB) abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für Anlagezugänge, die vor dem 1. Oktober 2010 erfolgt sind, findet in bestimmten Fällen die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

In 2018 selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 (vormals EUR 150) im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250 (vormals EUR 150), jedoch nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet.

Nutzungsdauern der Sachanlagen  
Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen Überwiegend 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf Beteiligungen werden bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vorgenommen. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten als auch angemessene Teile des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bewertet.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. von § 246 Abs. 2 HGB), werden bei der OSR zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Der Arbeitgeber ist im Rahmen von Altersteilzeitverträgen in der Ausgestaltung des Blockmodells (§ 2 Abs. 2 AltTZG) (Altersteilzeitgesetz) gemäß § 8a AltTZG verpflichtet, das aufgebaute Wertguthaben in geeigneter Weise gegen das Risiko seiner Zahlungsunfähigkeit abzusichern (Insolvenzsicherung des Erfüllungsrückstandes). Seit dem 1. Oktober 2010 ist die OSR dem Mercer Treuhandmodell zur Sicherung des Wertguthabens beigetreten. Dieses zweckgebundene Vermögen erfüllt die Voraussetzungen für saldierungspflichtiges Vermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB (Deckungsvermögen). Aus der Saldierung des Erfüllungsrückstandes mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zu dessen Erfüllung dienen, resultiert im Geschäftsjahr 2017/2018 ein Verpflichtungsüberhang.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen sind dabei gemäß § 253 HGB unter Annahme eines Rententrends von 1,75 % (i. Vj. 1,75 %) p.a. sowie eines Gehaltstrends von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) p.a. gebildet. Als biometrische Sterbewahrscheinlichkeiten liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Es wurde zum 30. September 2018 der zehnjährige Diskontierungszinssatz von 3,34 % (i. Vj. 3,77 %) p.a. verwendet. 1

1 Im Juli 2018 wurden in Deutschland neue Sterbetafeln veröffentlicht ("Heubeck Richttafeln 2018G" oder kurz "RT 2018G"), die im Oktober 2018 erneut angepasst wurden. Die erforderliche Validierung und Implementierung der RT 2018 G konnte im Rahmen des Erstellungsprozesses für den Jahresabschluss 2018 nicht in angemessener Weise abgeschlossen werden. Bei Anwendung der neuen Sterbetafeln wird sich eine nicht wesentliche höhere Pensionsverpflichtung ergeben mit entsprechender negativer Ergebniswirkung.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die vollen Versorgungsansprüche aus Altersversorgungsleistungen sowie die Ansprüche auf Übergangszuschüsse der verschiedenen Mitarbeitergruppen. Die Rückstellung der Gesellschaft umfasst dabei die Beitragsorientierte OSRAM Altersversorgung (BOA), die im Jahr 2004 geschlossenen alten Pensionszusagen-Programme, die Übergangszuschüsse und die Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation). Im Rahmen der Programme zu Entgeltumwandlungen wurde im Jahr 2002 die Zusatzversorgung zur Wahl durch ein neues Programm zur Entgeltumwandlung abgelöst.

Im Rahmen der Möglichkeit zur Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) können Mitarbeiter einen ergänzenden Versorgungsanspruch gegen das Unternehmen erwerben. Die Entgelte der Mitarbeiter werden im Rahmen dieses Programms in Fondsanteile umgewandelt. Dieses Deferred Compensation-Fondsvermögen erfüllt die Voraussetzungen zur Saldierung mit der zugrundeliegenden Verpflichtung nach § 246 Abs. 2 HGB.

Die Pensionsrückstellungen, die die Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) betreffen, berechnen sich aus der mit dem Rechnungszins diskontierten Summe der Ansprüche der Mitarbeiter.

Zur Verrechnung von Verpflichtungen mit Vermögensgegenständen, sowie zur Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen siehe "II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" unter dem Abschnitt "Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung".

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Für Gewährleistungsfälle werden zum einen individuelle Rückstellungen für bekannte kundenspezifische Einzelrisiken und zum anderen eine pauschale Rückstellung vom Durchschnittswert der in den letzten 36 Monaten angefallenen Gewährleistungsaufwendungen gebildet.

Zudem haben Arbeitnehmer gemäß dem Arbeitnehmererfindungsgesetz (ArbnErfG) einen gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung, sobald der Arbeitgeber die Diensterfindung in Anspruch genommen hat. Hierzu erfolgt eine Rückstellungsbildung bei der OSR. Bei der Bewertung der Rückstellung wird der Umsatz des Produkts, die Relevanz der Erfindung für das Produkt und der Anteil des Arbeitnehmers an der Erfindung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt, werden die Umrechnungsdifferenzen ertragswirksam vereinnahmt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips bilanziert. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Sicherung des Unternehmens gegen Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, wenn sich Risiken aus Geschäftsvorfällen in Fremdwährung ergeben. Bilanzpositionen in Fremdwährung, schwebende Geschäfte und geplante Umsätze werden innerhalb des vorgegebenen Risikolimits gesichert. Ebenso werden Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen durch Edelmetalltermingeschäfte abgesichert. Derivative Finanzinstrumente, die für geplante Umsätze des nächsten Geschäftsjahres, Edelmetallgeschäfte und für sonstige schwebende Geschäfte abgeschlossen werden, werden entsprechend dem Imparitätsprinzip bewertet, d. h. für negative Marktwerte wird eine Rückstellung für schwebende Geschäfte gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente beziehungsweise die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in Abhängigkeit von den am Abschlussstichtag vorliegenden Marktwerten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die OSR erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen Erlöse aus dem Verkauf von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft vermindert um Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Umsatzerlöse werden entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang, beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst. Außerdem werden Umsatzerlöse aus der Gewährung von Lizenzen erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr 2017/2018 bestand eine ertragsteuerliche Organschaft mit der OSRAM GmbH, München, Deutschland (nachfolgend OSRAM GmbH). Weiterhin war die OSR ertragsteuerlicher Organträger der OSRAM OLED im Geschäftsjahr 2017/2018. Steuerumlagen wurden nicht erhoben. Latente Steuern auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden im Abschluss des Organträgers berücksichtigt.

Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag handelt es sich im Wesentlichen um anrechenbare ausländische Quellensteuern.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel zum 30. September 2018 in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 13.400 sind im Wesentlichen auf geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen. Im Weiteren sind Zugänge bei Lizenzen in Höhe von TEUR 4.186 und Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 2.964 zu verzeichnen.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 189.374 enthalten in Höhe von TEUR 158.196 Zugänge in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Weiterhin enthalten sind in Höhe von TEUR 14.721 Zugänge in technische Anlagen und Maschinen.

Im Geschäftsjahr erfolgten neben den planmäßigen keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen, i. Vj. TEUR 624.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen zum 30. September 2018 enthalten wesentliche Beteiligungen an den folgenden Gesellschaften mit entsprechender Angabe des Eigenkapitals, des Jahresergebnisses sowie des Anteils am Kapital:

Eigenkapital 2 Jahresergebnis 1 Anteil am Kapital
OSRAM Opto Semiconductors Inc., Sunnyvale, USA TEUR 44.144 TEUR 7.132 100 %
  (i. Vj. TEUR 36.281) (i. Vj. TEUR 3.907)  
OSRAM Opto Semiconductors Sdn. Bdh. Penang, Malaysia TEUR 266.519 TEUR 30.536 100 %
  (i. Vj. TEUR 225.125) (i. Vj. TEUR 43.991)  
OSRAM Opto Semiconductors Asia Ltd., Hong Kong, China TEUR 115.700 TEUR 10.496 100 %
  (i. Vj. TEUR 103.270) (i. Vj. TEUR 15.247)  
OSRAM OLED GmbH, Regensburg, Deutschland TEUR 1.375 TEUR 0 3 100 %
  (i. Vj. TEUR 1.375) (i. Vj. TEUR 0) 2  
OSRAM Opto Semiconductors (China) Co., Ltd., Wuxi, China 4 TEUR 148.649 TEUR 20.492 100 %
  (i. Vj. TEUR 90.474) (i. Vj. TEUR 15.695)  
OSRAM Opto Semiconductors Trading (Wuxi) Co., Ltd., China TEUR 242 TEUR 95 100 %
  (i. Vj. TEUR 150) (i. Vj. TEUR 64)  
OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Yokohama, Japan 5 TEUR 1.231 TEUR 1.207 100 %
  (i. Vj. TEUR 21) (i. Vj. TEUR -26)  
OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Seoul, Korea 6 TEUR 1.230 TEUR 1.139 100 %
  (i. Vj. TEUR 82) (i. Vj. TEUR -15)  
OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Taipei, Taiwan 7 TEUR 826 TEUR 662 100 %
  (i. Vj. TEUR 158) (i. Vj. TEUR -10)  

2 Die Werte der ausländischen Tochterunternehmen entsprechen den Werten aus dem IFRS Konzernreporting in lokaler Währung. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2018.
3 Nach Verlustübernahme.
4 Indirekt gehalten.
5 Im Geschäftsjahr 2016/2017 gegründete Gesellschaft.
6 Im Geschäftsjahr 2016/2017 gegründete Gesellschaft.
7 Im Geschäftsjahr 2016/2017 gegründete Gesellschaft.

2. Vorräte

Die fertigen Erzeugnisse belaufen sich zum 30. September 2018 auf TEUR 3.969 (i. Vj. TEUR 6.871). Der Bestand an Handelswaren beläuft sich auf TEUR 4.486 (i. Vj. TEUR 4.148), welche im Wesentlichen aus LED-Handelswaren von verbundenen Unternehmen bestehen. Die Wertberichtigungen auf Vorräte beliefen sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf TEUR 11.612 (i. Vj. TEUR 11.439).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer gegenüber der OSRAM Licht AG aufgrund der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 6.474, i. Vj. TEUR 15.282) sowie Forderungen gegenüber der OSRAM Opto Semiconductors Sdn. Bdh. Penang aufgrund von Transferpreis Vereinbarungen in Höhe von TEUR 672 (i. Vj. TEUR 22.553). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Forderungen für Zuschüsse aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie Forderungen an Lieferanten enthalten.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 5.000 (i. Vj. TEUR 5.000) wird zu 100 % von der OSRAM GmbH, München, gehalten.

Die Rücklagen betreffen unverändert zum Vorjahr mit TEUR 57.605 die Kapitalrücklage sowie mit TEUR 26.954 andere Gewinnrücklagen.

Das Jahresergebnis per 30. September 2018 wird gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die Alleingesellschafterin OSRAM GmbH, München, vollständig abgeführt.

Der Betrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt vor Verrechnung mit den frei verfügbaren Rücklagen zum 30. September 2018 TEUR 604 (i. Vj. TEUR 604) und bezieht sich auf die Aktivierung von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeiter der OSR haben die Möglichkeit, an einem freiwilligen Entgeltumwandlungsplan (Deferred Compensation - Regelungen für die Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung für Mitarbeiter im OSRAM Licht-Konzern) teilzunehmen. Dabei besteht die Möglichkeit, künftige variable Bezüge gegen eine ergänzende betriebliche Altersversorgung einzutauschen, wobei der Mitarbeiter für den einbehaltenen Teil der Bezüge eine wertgleiche Versorgungszusage erhält. Die im Rahmen dieses Plans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteile angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Auf Grund der Separierung und Zweckbindung dieses Fondsvermögens sind die Voraussetzungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfüllt. Die Bewertung des Fondsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1. S. 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Die Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Fondsanteile betragen zum 30. September 2018 TEUR 2.568 (i. Vj. TEUR 2.040). Der beizulegende Zeitwert der Fondsanteile zum 30. September 2018 beträgt TEUR 3.172 (i. Vj. TEUR 2.644), der verrechneten Bankguthaben TEUR 274 (i. Vj. TEUR 354). Der Zinsaufwand beträgt TEUR 12 (i. Vj. TEUR 104), die Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 448 (i. Vj. Erträge aus dem Fondsvermögen TEUR 152). Die Erfüllungsbeträge zum 30. September 2018 der entsprechenden Pensionsrückstellungen betragen vor Saldierung TEUR 3.455 (i. Vj. TEUR 3.004). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr TEUR 8.760 (i. Vj. TEUR 7.108).

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 12.406 (i. Vj. TEUR 14.234), für Erfindervergütung in Höhe von TEUR 9.141 (i. Vj. TEUR 8.444), für Zeitguthaben in Höhe von TEUR 4.590 (i. Vj. TEUR 7.362), für Rechtstreitigkeiten in Höhe von TEUR 529 (i. Vj. 6.289), für Urlaub in Höhe von TEUR 5.065 (i. Vj. TEUR 3.932), für Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.114 (i. Vj. TEUR 3.509) und Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 4.220 (i. Vj. TEUR 3.503). Der Rückgang bei den Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist auf Zahlungen bzw. Vergleiche zurückzuführen.

Die Rückstellung für den Erfüllungsrückstand im Rahmen der Altersteilzeit in Höhe von TEUR 2.929 (i. Vj. TEUR 1.810) wurde mit dem Vermögen verrechnet. Dieses hat zum 30. September 2018 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.773 (i. Vj. TEUR 1.273). Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens zum 30. September 2018 betragen TEUR 1.803 (i. Vj. TEUR 1.293).

Somit ergibt sich zum 30. September 2018 hieraus eine Rückstellung nach der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 1.155 (i. Vj. TEUR 537).

7. Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an Fremde haben sich um TEUR 16.274 auf TEUR 119.859 (i. Vj. TEUR 103.585) erhöht. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Zunahme abgegrenzter Verbindlichkeiten zum Stichtag, für die noch kein Rechnungseingang erfolgte, zurückzuführen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 186.136 (i. Vj. 267.264), die aus der Gewinnabführung des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 162.853 (i. Vj. TEUR 266.213) sowie Verbindlichkeiten aus Edelmetall-Leasing in Höhe von TEUR 22.857 (i. Vj. TEUR 0) resultieren. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080) gegenüber der OSRAM OLED GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zudem Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 196.543 (i. Vj. TEUR 22.872) aus dem OSRAM Cash-Management, der im Wesentlichen auf Grund vermehrter Investitionen im Jahr 2018 höher ausfällt.

8. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr 2017/2018 eine erhaltene Vorauszahlung auf künftige Lizenzgewährung enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

Die Umsätze und ihre Entwicklung nach Regionen sind aus der unten stehenden Übersicht zu ersehen:

TEUR 2017/2018 2016/2017
APAC 1.178.020 1.140.185
EMEA 613.006 632.254
Americas 194.512 181.446
  1.985.538 1.953.885

Die Region APAC schließt Asien, Australien und den Pazifikraum mit ein. Die Region EMEA umfasst Europa, Russland, den Mittleren Osten sowie Afrika und die Region Americas umfasst die USA, Kanada, Mexiko sowie Südamerika.

Eine Analyse der Umsatzerlöse nach Produktsegmenten erfolgt lediglich auf Ebene der OSRAM OS-Gruppe. Diese stellt das Berichtssegment Opto Semiconductors des OSRAM Licht-Konzerns dar.

Die Produktpalette der OSR, die Teil des Fertigungsverbundes der OSRAM OS-Gruppe ist, reicht von leistungsstarken Leuchtdioden (LED) und Infrarot-Dioden (IRED) über Halbleiterlaser, optische Sensoren und Laserdioden bis hin zu Detektoren.

10. Materialaufwand und Personalaufwand

Materialaufwand

TEUR 2017/2018 2016/2017
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.204.680 1.166.366
Aufwendungen für bezogene Leistungen 132.191 119.020
  1.336.871 1.285.386

Personalaufwand

TEUR 2017/2018 2016/2017
Löhne und Gehälter 198.827 178.235
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 37.541 32.971
davon für Altersversorgung 4.850 5.212
  236.368 211.206

Der Materialaufwand ist im Zusammenhang mit dem höheren Geschäftsvolumen des Geschäftsjahres gestiegen.

Der Personalaufwand enthält nicht den im Zinsergebnis ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Der Anstieg des Personalaufwands ist auf die Kapazitätserweiterung und Wachstum am Standort Regensburg zurückzuführen.

11. Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (FuE) ist im Geschäftsjahr auf TEUR 216.458 (i. Vj. TEUR 172.143) gestiegen. Dies ist überwiegend durch das Wachstum begründet. Von den FuE-Aufwendungen wurden Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.683 (i. Vj. TEUR 3.556) abgesetzt. Für weitergehende Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Geschäftsjahr 2017/2018 vgl. Lagebericht unter Kapitel "2.3. Forschung und Entwicklung".

12. Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für interne Vertriebsmitarbeiter in Höhe von TEUR 22.579 (i. Vj. TEUR 21.234), für Leistungen von Mitarbeitern im Vertriebsnetz der OSRAM OS-Gruppe in Höhe von TEUR 11.171 (i. Vj. TEUR 9.903) sowie für Frachten in Höhe von TEUR 3.286 (i. Vj. TEUR 3.614).

In den Verwaltungskosten sind im Wesentlichen die Aufwendungen aus Kostenumlagen der OSRAM GmbH für zentral erbrachte Leistungen in Höhe von TEUR 14.414 (i. Vj. TEUR 12.913) enthalten.

13. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 24.342 (i. Vj. TEUR 24.910). Dem gegenüber stehen die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30.449 (i. Vj. TEUR 24.701).

14. Beteiligungsergebnis

Im Geschäftsjahr 2017/2018 ergaben sich Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080), die auf die OSRAM OLED GmbH, Regensburg, Deutschland zurückzuführen sind.

15. Zinsergebnis

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.275 (i. Vj. TEUR 3.473) enthalten, im Wesentlichen für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.894 (i. Vj. TEUR 3.144).

16. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Die Aufwendungen aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 162.853 (i. Vj. TEUR 266.213) resultieren aus dem mit der Alleingesellschafterin OSRAM GmbH, München, Deutschland am 22. März 2002 abgeschlossenen und mit Wirkung zum 1. Oktober 2001 gültigen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Sonstige Angaben

17. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge ergaben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.252 (i. Vj. TEUR 3.818). Die Auflösung resultiert im Wesentlich aus dem Wegfall der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und im Rahmen einer zuvor angemieteten Maschine, die im Geschäftsjahr 2018 zum Preis von TEUR 707 angeschafft und aktiviert wurde.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag (30. September 2018) bestanden sonstige nicht bilanzierungspflichtige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 35.464 (i. Vj. TEUR 17.796).

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden voraussichtlich in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

TEUR GJ 2018/2019 GJ 2019/2020 GJ 2020/2021 GJ 2021/2022 GJ 2022/2023 Danach
Aufwendungen für Miete und Leasing 4.912 4.812 4.465 4.446 3.658 13.172

Daneben besteht zum 30. September 2018 ein Bestellobligo zum Erwerb von Anlagegütern in Höhe von TEUR 69.141 (i. Vj. TEUR 85.740) sowie sonstige nicht bilanzierungspflichtige finanzielle Verpflichtungen aus anderen Einkaufskontrakten in Höhe von TEUR 70.469 (i. Vj. TEUR 129.086). Diese sind binnen einer Jahresfrist fällig.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen aus Sicht der Geschäftsleitung für die folgenden Geschäftsjahre keine wesentlichen Risiken dar und fallen im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufes an. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften dienen der Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft im Vergleich zum Kauf.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag Vertragspartner derivativer Finanzinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 von in Summe TEUR 2.593 (i. Vj. TEUR 82) zur Absicherung des Währungsrisikos sowie mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 von in Summe TEUR 327 (i. Vj. TEUR 66) zur Absicherung von Einkaufspreisrisiken. Durch unterwartete Kursänderungen im Rahmen der Absicherung des Währungsrisikos kam es zu negativen Effekten. Für diese Geschäfte wurde eine Rückstellung für schwebende Geschäfte in Höhe von TEUR 2.920 gebildet, sofern die einzelnen Verträge einen negativen beizulegenden Zeitwert haben. Die 5 (i. Vj. 5) Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu 8 Monaten (i. Vj. bis zu drei) und ein Volumen von ca. TUSD 50.000 (i. Vj. ca. TUSD 15.000) und ca. TJPY 732.000 (i. Vj. ca. TJPY 123.000). Zur Absicherung von Einkaufspreisrisiken von Gold wurden insgesamt 10 (i. Vj. 6) Verträge über insgesamt 3.820 (i. Vj. 2.083) Unzen Gold abgeschlossen, die eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von bis zu 5 (i. Vj. 3) Monaten haben. Die Sicherungsinstrumente werden nicht zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Hinsichtlich weiterer Ausführungen zum Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten vgl. Lagebericht, Kapitel 4.1.3 "Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten".

19. Rechtsstreitigkeiten

Mit Datum vom 20. Januar 2016 wurde OSRAM Opto Semiconductors GmbH (OS) mittels einer Garantieklage in den vor dem Handelsgericht Nanterre, Frankreich anhängigen Rechtsstreit zwischen der EBV Elektronik SAS (EBV) und der Société Provence D`Electronique et Cabelage (SPEC) einbezogen. SPEC fordert von EBV für die Lieferung von angeblich fehlerhaften OS LEDs in Fahrgastinformationstafeln der SPEC Schadensersatz. EBV hat OS in den Prozess einbezogen, um seinerseits von OS als Lieferant der vorgeblich mangelhaften Produkte Regress verlangen zu können. Im Zusammenhang mit der Klärung einer prozessualen Vorfrage hat sich das Handelsgericht in Nanterre für zuständig erklärt. Gegen diese Entscheidung haben OS und EBV vor dem Berufungsgericht in Versailles Berufung eingelegt. Am 30. März 2017 wurde die Berufung zurückgewiesen. Am 19. Mail 2017 hat EBV gegen die Entscheidung des Berufungsgerichts Versailles Revision eingelegt. Über die Zulässigkeit der Revision muss eine andere Berufungsinstanz ("Kassationsgericht") entscheiden. Am 24. September 2018 hat das Kassationsgericht die Revision bezüglich des Gerichtsstands abgelehnt. Es steht eine Entscheidung über die Aussetzung des Verfahrens beim Handelsgericht Nanterre aus.

20. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird nach § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der OSRAM Licht AG, München, Deutschland mit einbezogen wird.

21. Personalstruktur

Im Jahresdurchschnitt waren2.704 (i. Vj. 2.382) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl unterteilt sich in 1.582 (i. Vj. 1.345) Angestellte und 1.122 (i. Vj. 1.037) gewerbliche Mitarbeiter.

22. Zusammensetzung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr 2017/2018 bei Herrn Dr. Stefan Kampmann (Chief Executive Officer) und Frau Ingrid Jägering (Chief Financial Officer). Herr Dr. Stefan Kampmann ist am 28.05.2018 in die Geschäftsführung eingetreten. Herr Aldo Kamper, Chief Executive Officer, ist am 30.06.2018 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Auf eine Angabe der Bezüge für die Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich im Geschäftsjahr 2017/2018 wie folgt zusammen:

Herr Dr. Olaf Berlien, Vorsitzender des Vorstands der OSRAM Licht AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Herr Ingo Bank, Finanzvorstand, OSRAM Licht AG

Herr Dr. Stefan Kampmann, Mitglied des Vorstands der Osram Licht AG, ausgeschieden am 15.05.2018

Frau Babette Fröhlich, Leiterin Human Resources, OSRAM Licht AG

Herr Francois-Xavier Gerard, Leiter Accounting und Controlling, OSRAM Licht AG

Frau Birgit Kerscher-Preis, Leiterin Audit, OSRAM Licht AG

Herr Dr. Ulrich Müller, General Counsel, OSRAM Licht AG

Herr Stephan Deichsel, Betriebsrat am Standort Regensburg

Herr Gerhard Maihöfner, Leiter Frontend Production, OSRAM Opto Semiconductors GmbH

Herr Gerhard Pirner, 2. Bevollmächtigter IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg

Frau Olga Redda, Kassiererin und Geschäftsführerin IG Metall Regensburg

Herr Andreas Scheithauer, Betriebsrat am Standort Regensburg

Frau Irene Weininger, Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Regensburg

Herr Dr. Klaus Streubel, OS AR Mitglied Anteilseigner, OSRAM GmbH, ausgeschieden am 15.02.2018

Herr Heinrich Zimmermann, OS AR Mitglied Anteilseigner, OSRAM GmbH, ausgeschieden am 15.02.2018

Herr Mike Börner, Mitglied Arbeitnehmervertreter, OSR, ausgeschieden am 15.02.2018

Frau Bettina Schlegel, Mitglied Arbeitnehmervertreter, OSR, ausgeschieden am 15.02.2018

Die Bezüge für den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr belaufen sich auf EUR 42.570 (i.Vj. EUR 29.083).

23. Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss des Mutterunternehmens

Die OSR ist nach § 291 Abs. 1 und 2 HGB nicht verpflichtet, einen eigenen Konzernabschluss und einen eigenen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Jahresabschluss der OSR wird in den Konzernabschluss der OSRAM Licht AG mit Sitz in München einbezogen. Der den Voraussetzungen des § 291 Abs. 2 HGB entsprechende Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der OSRAM Licht AG mit Sitz in München wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtliche Vorschriften aufgestellt und einschließlich des Bestätigungsvermerks in deutscher Sprache im Bundesanzeiger eingereicht und offengelegt sowie im Handelsregister des Amtsgerichts München hinterlegt. Die OSRAM Licht AG stellt folglich den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

24. Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag 30. September 2018 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

 

Regensburg, 16. November 2018

OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg

Die Geschäftsführung

Dr. Kampmann

Jägering

Entwicklung des Anlagevermögens 2017/2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
30.09.2018
TEUR
01.10.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.487 3.753 276 0 20.964 6.932
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 2.964 0 0 2.964 0
3. geleistete Anzahlungen 0 6.683 0 0 6.683 0
  17.487 13.400 276 0 30.611 6.932
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.640 6.975 0 1.762 127.377 43.261
2. Technische Anlagen und Maschinen 479.411 14.719 22.996 35.378 506.512 292.392
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.382 9.479 9.070 8.237 141.028 92.299
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.490 158.199 3.017 -45.377 203.295 0
  823.923 189.372 35.083 0 978.212 427.952
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 60.939 0 0 0 60.939 0
  902.349 202.772 35.359 0 1.069.762 434.884
Kumulierte Zu- und Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
30.09.2018
TEUR
30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.480 268 0 10.144 10.820 10.555
2. Geschäfts- oder Firmenwert 247 0 0 247 2.717 0
3. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 6.683 0
  3.727 268 0 10.391 20.220 10.555
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.236 0 0 46.497 80.880 75.379
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.297 22.594 -33 305.128 201.384 187.019
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.960 8.805 33 93.421 47.607 40.083
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 203.295 93.490
  48.493 31.399 0 445.046 533.166 395.971
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 60.939 60.939
  52.220 31.667 0 455.437 614.325 467.465

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018

DER OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg

1. Geschäftstätigkeit und Struktur

1.1. Geschäftstätigkeit der OSRAM Opto Semiconductors GmbH

Die OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden: "OSR", "die Gesellschaft" oder "das Unternehmen") mit Sitz in Regensburg, Deutschland, zählt zu den weltweit führenden Herstellern von optoelektronischen Halbleitern und gilt als eine der Kompetenzen für innovative Lichttechnologien. Seit mehreren Jahrzehnten investiert das Unternehmen in Technologie und Qualität, baut kontinuierlich seine Kompetenzen und Ressourcen aus und setzt damit international höchste Standards in den Bereichen Illumination, Visualisierung und Sensorik. Die Produktpalette reicht von leistungsstarken Leuchtdioden (LED) und Infrarot-Dioden (IRED) über Halbleiterlaser, optische Sensoren und Laserdioden bis hin zu Detektoren. Zudem entwickelt & vertreibt das Unternehmen vermehrt Komponenten mit IC und VCSEL.

Am Unternehmenssitz in Regensburg werden hochkomplexe Halbleiter-Chips entwickelt und produziert sowie Produkte für neue Anwendungen konzipiert. Neben dem Innovations- und Fertigungsstandort in Regensburg bestehen Werkstandorte in Penang und Kulim, Malaysia, und Wuxi, China.

Die OSR hat zum Schutz des Geschäfts und der Kunden ein breites Portfolio von Urheber- und Patentrechten. Die Produktionsanlagen stellen qualitativ hochwertige Produkte unter Nutzung der von der OSR entwickelten und urheberrechtlich geschützten Gerätschaften und Techniken her. Ausgestattet mit vielen patentrechtlich geschützten Technologien, einem umfangreichen Wissen zu den Fertigungsprozessen sowie einem tiefen Verständnis für die Anforderungen der Kunden, engen Kundenbeziehungen und hochqualifizierten Mitarbeitern, gestaltet die Gesellschaft diese Entwicklungen aktiv mit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern entstehen ständig neue Ideen für Produkte und Lichtlösungen. Nicht zuletzt aus diesen Kooperationen heraus hat sich ein umfangreiches Produktportfolio rund um die verschiedensten Verbraucher-, Industrie-, Automobil-Anwendungen sowie den Kommunikationsendgeräten (Mobile Phones) entwickelt. Halbleiterlicht findet man mittlerweile beispielsweise in Fernsehgeräten, Monitoren und Tablet PCs mit brillanten Farben, in leuchtstarken Projektoren mit gestochen scharfen und farbintensiven Bildern sowie in Form von leistungsstarkem Blitzlicht in Kameras und Smartphones. Daneben bestehen mit namhaften LED-Herstellern wechselseitige Lizenzvereinbarungen, bei denen die gegenseitige Nutzung von Patenten vereinbart ist.

Im Jahresdurchschnitt waren 2.704 (i. Vj. 2.382) Mitarbeiter beschäftigt, wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.985.538 (i. Vj. TEUR 1.953.885) und ein EBIT vor Gewinnabführung (Ergebnis nach Steuern bereinigt um Steuern vom Einkommen und Ertrag, Zinsaufwendungen und -erträge sowie das Beteiligungsergebnis) von TEUR 196.667 (i. Vj. TEUR 298.124) erzielt.

1.2. Organisatorische und rechtliche Struktur

Seit dem 8. Juli 2013 ist die OSRAM Licht AG, München, Deutschland, als oberste Muttergesellschaft des OSRAM Licht-Konzerns und damit auch der OSR an der Frankfurter und Münchner Wertpapierbörse notiert. Die direkte Muttergesellschaft der OSR ist die OSRAM GmbH, München, Deutschland, die eine Vielzahl an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hält. Die OSR hält zudem acht (i. Vj. acht) direkte 100 %-Beteiligungen und eine (i. Vj. eine) indirekte 100 %-Beteiligung, mit denen zusammen die OSR den im Folgenden als OSRAM OS-Gruppe bezeichneten Teilkonzern bildet und in diesem als Muttergesellschaft agiert.

Neben der OSRAM Opto Semiconductors Sdn. Bdh. Penang, Malaysia, welche als Produktionsstätte fungiert, besteht die OSRAM OS-Gruppe aus den Tochtergesellschaften OSRAM Opto Semiconductors Inc., Sunnyvale, USA, OSRAM Opto Semiconductors Trading (Wuxi) Co., Ltd., China und OSRAM Opto Semiconductors Asia Ltd., Hong Kong, China (im Folgenden: "OSAHK"), welche als Vertriebsgesellschaft en handeln. Die OSAHK hält seit November 2012 eine 100%-Beteiligung an der OSRAM Opto Semiconductors (China) Co. Ltd., Wuxi, China. An diesem Standort werden die in Regensburg und Penang produzierten LED-Chips zu LED-Packages veredelt (sog. "Backend-Fertigung"). Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind die Vertriebsgesellschaften OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Yokohama, Japan, OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Seoul, Korea sowie OSRAM Opto Semiconductors Ltd., Taipei, Taiwan als 100%ige Tochtergesellschaften der OSR gegründet worden. Zwischen den Gesellschaften werden entsprechende Synergien ausgenutzt und Transaktionen durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit der OSR basiert daher auch auf den Interaktionen mit diesen Tochtergesellschaften.

Zusätzlich ist die OSRAM OLED GmbH, Regensburg, Deutschland (im Folgenden: "OSRAM OLED") eine direkte Tochtergesellschaft der OSR. Unternehmensgegenstand der OSRAM OLED ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Produkten auf Basis von optoelektronischen Halbleitern. Die OSRAM OLED ist als Tochtergesellschaft Teil des OS-Teilkonzerns und seit 01.10.2017 wieder der Osram OS Gruppe zugeordnet. Zwischen der OSR und der OSRAM OLED besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 10. Juni 2014 mit Eintragung im Handelsregister, rückwirkend ab dem 1. Oktober 2013, wirksam wurde.

Die OSR ist in der Rechtsform einer GmbH organisiert. Die OSRAM OS-Gruppe ist nach Regionen und Geschäftssegmenten strukturiert. Das Management der Tochtergesellschaften berichtet an die OSR. Die Gesellschaft hat ihre globalen Vertriebsaktivitäten in drei Berichtsregionen eingeteilt: EMEA (Europa, Russland, den Mittleren Osten sowie Afrika), Americas (USA, Kanada, Mexiko sowie Südamerika) sowie APAC (Asien, Australien und der Pazifikraum).

1.3. Unternehmensstrategie und -steuerung

Unternehmensstrategie

Die Unternehmensstrategie besteht darin, die Position als einer der führenden Anbieter von Optohalbleiter/Photonics Komponenten weiter auszubauen. Neben dem heutigen Hauptanwendungsfeld der Illumination gilt dies insbesondere auch für die neuen Wachstumsfeldern Visualisierung, Sensing und Treatment. Die OSR ist entschlossen, erfolgreich auf das globale Wachstum im Markt für Optohalbleiter-Komponenten zu reagieren und als Technologie-Treiber die Veränderungen in der Branche mitzugestalten.

Die OSR ist dabei in den Wachstums- und Innovationskurs des OSRAM Licht-Konzerns eingebunden. Im Zuge dessen ist geplant gezielt in nachhaltiges Wachstum durch den Aufbau von Kapazitäten im Halbleiterbereich zu investieren sowie - insbesondere in den neuen Wachstumsfeldern - vermehrt auf externe Produktionspartner zurückzugreifen.

Es wird fortlaufend in den Bau einer LED-Chipfabrik in Kulim, Malaysia investiert. Dazu investiert OSR in die Erweiterung der Fabrik in Wuxi und in die Erweiterung des Standorts Regensburg, um dem Marktwachstum im LED-Markt Rechnung zu tragen. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hat OSR in den USA die Vixar Inc akquiriert, welche ein technologischer Führer im Bereich der VCSEL Technologie ist, sowie durch den Erwerb der Quantum Dot Technologie der Pacific Light Technology Corp. das Produkt- und Technologieportfolio entsprechend erweitert. OSR plant in allen Segmenten über die nächsten Jahre zu wachsen. Gleichzeitig ist beabsichtigt die Forschungsintensität auf hohem Niveau zu halten, um so besonders das Leistungsvermögen der LED-Chips und die Effizienz der Fertigung zu verbessern. Die langfristigen Ziele für die OSR sind den Marktanteil auszudehnen und die Profitabilität auf einem hohen Niveau zu halten.

Unternehmenssteuerung

Die finanziellen Leistungsindikatoren umfassen insbesondere Kenngrößen, die sich auf Umsatzwachstum, Profitabilität, Kapitaleffizienz und Zahlungsmittelgenerierung fokussieren. Da es sich hierbei um gruppenweite Leistungsindikatoren handelt, unterliegt auch die OSR als Mutterunternehmen der OSRAM OS-Gruppe diesem Konzern-Steuerungsinstrumentarium, das auf der Abbildung der International Financial Reporting Standards (IFRS) basiert. Ein angemessenes und zügiges Nachhalten des Budgets durch monatliche Forecasts ist vor dem Hintergrund des dynamischen optoelektronischen Geschäftsumfeldes Voraussetzung für den Erfolg. Durch konsequente Überwachung von zahlreichen Kennzahlen und Geschäftsbereichsentwicklungen, z.B. im Rahmen einer Balanced Score Card und einer monatlichen Berichterstattung an den Mutterkonzern, wird eine kontinuierliche Überprüfung der finanziellen Zielgrößen sichergestellt. Im Rahmen eines rollierenden, monatlichen Forecasts werden die wichtigsten Kennzahlen je Geschäftsfeld bis zum Jahresende prognostiziert. Allerdings wird eine separate Ermittlung und damit auch Steuerung über diese Leistungsindikatoren nur auf Ebene der OSRAM OS-Gruppe je Geschäftsfeld verfolgt. Auf Ebene der Gesellschaft sind die primären Kenngrößen Umsatzerlöse und EBIT vor Gewinnabführung.

Neben den beschriebenen finanziellen Kennzahlen werden auch nicht finanzielle Kennzahlen analysiert. Dabei handelt es sich beispielsweise um Kennzahlen hinsichtlich der kontinuierlichen Einhaltung vertraglich geregelter Lieferbedingungen zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit, Entwicklung der Vorräte sowie zur Überwachung des Preisverfalls der Produkte. Des Weiteren werden monatlich diverse qualitätsrelevante Kennzahlen untersucht, unter anderem mit dem Ziel der Reduktion der fehlerhaften PPM (parts per million) sowie der Verbesserung der Reklamationsquote.

Zudem wurden wiederum zahlreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität im Einkauf und in der Fertigung geplant und nachverfolgt. Diese Initiative dient der Kompensation des Preisverfalls und als Basis für nachhaltige Leistung und die Erfüllung unserer Verpflichtung gegenüber unseren Anteilseignern sowie gegenüber unseren anderen Interessensgruppen im Hinblick auf Wachstum, Gewinn und Kapitaleffizienz.

2. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr verlief stabil, wenngleich mit der niedrigsten Wachstumsrate seit 2009. Im laufenden Kalenderjahr 2018 wird die globale Wirtschaft moderat ansteigen, die OECD prognostiziert einen Anstieg des globalen BIP um 3,7 %. Dieser Wert liegt leicht über dem Vorjahreswachstum von 3,6 %. Der Internationale Währungsfonds sieht die Wachstumsraten auf vergleichbarem Niveau. Die OECD sieht ein Plateau des weltweiten Wachstums für 2018 und 2019 bei 3,7 % erreicht. Der anhaltend schwache Arbeitsmarkt, geringe Lohnentwicklung sowie steigende Risiken in Form von Handelsrestriktionen und politischen Risiken in Europa sind laut OECD Hauptgründe für diese Annahme.

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 verlor das globale Wachstum im ersten Halbjahr 2018 an Dynamik. Insbesondere die Wirtschaftsleistung einiger Industrieländer wuchs nicht so stark wie erwartet nach einem starken Jahr 2017. Im Gegensatz dazu expandierten die Schwellen- und Entwicklungsländer ähnlich zum Vorjahr. Unter den Industrieländern enttäuschte vor allem das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und Großbritannien, hauptsächlich bedingt durch einen starken Exportrückgang seit dem letzten Quartal 2017. Höhere Energiekosten und politische Unsicherheiten in einigen Ländern sind weitere Gründe. Gegensätzlich zu diesen Entwicklungen zeigte die Wirtschaft der USA vor allem im zweiten Quartal 2018 robustes Wachstum, getrieben durch fiskalpolitische Anreize.

In den Schwellen- und Entwicklungsländer stabilisierte sich das Gesamtwachstum in der ersten Hälfte des Jahres. Die Schwellen- und Entwicklungsländer Asiens verzeichneten weiterhin ein starkes Wachstum, getrieben durch die hohe Inlandsnachfrage in Indien. In China hingegen verringerte sich die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal dieses Jahres aufgrund strengerer Regularien im Immobiliensektor sowie im Finanzvermittlungsgewerbe. In den erdölexportierenden Ländern Afrikas und im Nahen Osten ist der steigende Ölpreis für das Wachstum hauptverantwortlich. Das Wachstum in Latein Amerika erholt sich weiterhin, wenn auch nur langsam. Dies ist auf restriktivere Finanzierungsbedingungen, eine Dürre in Argentinien und einen landesweiten Streik brasilianischer LKW-Fahrer zurückzuführen.

Der Kurs des Euro zum US-Dollar fiel leicht und notierte bei 1,18 USD je Euro am 1. Oktober 2017 sowie 1,16 USD am 30. September 2018. Der Kurs des malaysischen Ringgit lag zum Geschäftsjahresende bei 4,79 MYR (i. Vj. 4,98 MYR) je Euro.

Die Geschäftsentwicklung der OSRAM Opto Semiconductors GmbH im vergangenen Geschäftsjahr liegt unterhalb der ursprünglichen Erwartungen, was unter anderem durch Unsicherheiten im gesamten Automobilmarkt, einem schwachen Endmarkt für Allgemeinbeleuchtung, erheblich negative Währungseffekte vor allem durch einen stärkeren US-Dollar gegenüber dem Euro sowie einigen Projektverschiebungen im Smartphone- und Horticulture-Bereich begründet ist.

2.1.2. Markt für optoelektronische Halbleiter

Basierend auf Meinungen von Marktforschungsinstituten erwarten wir ein Wachstum des Marktes für optoelektronische Halbleiter im Kalenderjahr 2018 von ca. 5 % auf 18 Mrd. Euro gegenüber dem Kalenderjahr 2017 mit 17 Mrd. Euro. Der größte Wachstumsbereich sind Leuchtdioden (LED) mit 5 % Wachstum von 2017 auf 2018 und Infrarot-Komponenten mit 5 % Wachstum. Erfreulich zeigt sich weiterhin das Wachstum im Bereich LEDs für Automotive (exterior). Hier erwarten Marktforschungsinstitute ein Wachstum von 8%. Stark wachsend war außerdem der Bereich für LED-Videowände mit einem Wachstum von ebenfalls 8 %. Der LED Lichtmarkt im Bereich Beleuchtungsanwendungen zeigt 2018 ein Wachstum von 8 %, hauptsächlich getrieben durch die Verdrängung von Glühlampen und durch steigende Effizienz von LED-Leuchten bei gleichzeitigem Preisrückgang. Diese Entwicklungen zeigen deutlich den bereits begonnenen Wandel des Lichtmarktes, hin zu energieeffizienteren Technologien. Das größte Wachstum für LEDs von 10 % zeigt sich dabei in der Region Americas. Das Marktwachstum im größten Markt APAC liegt bei 5 %.

Die Region mit dem größten Wachstum im Markt für Opto Halbleiter ist im Kalenderjahr 2018 Americas mit einem Gesamtwachstum von 9 %. Das Wachstum in den Regionen EMEA und APAC beträgt 2 % bzw. 6 %.

2.1.3. Entwicklungen in der LED-Lichtindustrie

Das aktuelle Marktumfeld ist im Wesentlichen durch zwei Faktoren gekennzeichnet. Zum einen sind die Überkapazitäten der vergangenen Jahre im Bereich der Fertigung von LED-Chips durch steigende Nachfrage in den meisten Anwendungsbereichen ausgeglichen worden. Zum anderen wird aufgrund von Ankündigungen, hauptsächlich von chinesischen Spielern, erwartet, dass in den kommenden Jahren neue Kapazitäten für die Fertigung von LED-Chips aufgebaut werden, was in einigen Bereichen auf Angebotsseite vermutlich zu leichten Überkapazitäten führen wird.

2.1.4. Änderungen von regulatorischen Anforderungen in der Lichtindustrie

Die letzten Jahre waren weltweit von umfangreichen regulatorischen Veränderungen geprägt, wie das schrittweise Ausphasen von Glühlampen sowie neue Vorschriften bei Halogen-, Leuchtstoff-, Hochdruckentladungs- sowie ebenso bei LED-Lampen. Diese Entwicklung setzt sich weiter fort. In Europa sind die in den vergangenen Jahren getroffenen sowie geplanten Neuregelungen betreffend Halogenlampen nach wie vor einschlägig: zum einen das im Jahr 2016 bestätigte Verbot der Europäischen Kommission von Halogenreflektorlampen, zum anderen das für das Jahr 2018 geplante Verbot von Halogenglühlampen.

Die OSR ist zudem von der in der EU geltenden Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte ("WEEE") betroffen. Ziel der Richtlinie ist es, Abfälle zu vermeiden und Elektro- und Elektronikgeräte wiederzuverwenden oder zu verwerten, die Menge gefährlicher Stoffe im Abfall zu reduzieren und die sichere Entsorgung zu fördern. Eine andere gesetzliche Regelung (Restriction of Hazardous Substances "RoHS") in Europa schränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Substanzen bei der Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten ein. Diese Regelung, die auch Quecksilber-Grenzwerte für Lampen vorgibt, ist Vorbild für vergleichbare Regelungen in weiteren Ländern und Regionen. Im Juni 2015 sind vier weitere Stoffe aus der Gruppe der Phtalate (Weichmacher in Kunststoffen) in den Umfang der EU-RoHS aufgenommen worden, deren Nichtverwendung in elektronischen Bauteilen und Kabeln bis spätestens Mitte 2019 sichergestellt werden muss.

Die fortschreitende Digitalisierung des Lichts, Industrie 4.0 und IoT (Internet of Things) bringen ganz neue Herausforderungen im regulatorischen Umfeld. Durch die Digitalisierung erhöhen sich die Anforderungen an die Anbieter am Lichtmarkt, insbesondere durch die regulatorischen Rahmenbedingungen, z. B. hinsichtlich technischer Standards und mit Blick auf den Verbraucherschutz oder die Datensicherheit.

2.2. Investitionen in den Geschäftsfeldern

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden die Prioritäten auf neue Gebäude sowie kapazitätserweiternde Investitionen gelegt. Diese Fokussierung führte zu einer beträchtlichen Erhöhung der Investitionen in das Sachanlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 42,6 % von TEUR 132.762 auf TEUR 189.374.

2.3. Forschung und Entwicklung

Die OSR samt ihrer Tochtergesellschaften vereint die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für optoelektronische Halbleiter sowie für Konverter- und Gehäusematerialien entlang der gesamten Wertschöpfungskette. OSR besitzt mit Leuchtdioden im sichtbaren Bereich, infraroten LEDs und Halbleiterlasern in allen Leistungsklassen sowie qualitativ hochwertigen optoelektronischen Detektoren und Sensoren das breiteste Produktportfolio in der gesamten Optohalbleiterbranche. Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind dabei die auf folgende Schwerpunkte ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten:

1. Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieführerschaft in einem sich technologisch wandelnden Umfeld,

2. Nachhaltiger und verantwortungsvoller Ressourceneinsatz,

3. Frühzeitige Erkennung von Trends,

4. Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten und

5. Stetige Optimierung der Fertigungsprozesse.

Kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung schaffen stabile Rahmenbedingungen für konstant hohe Leistungen in der Produktentwicklung und -fertigung. So hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren wegweisende Technologien hervorgebracht. Zum Schutz dieser Technologien wurden allein im letzten Geschäftsjahr ca. 300 Patentanmeldungen eingereicht.

Eine besondere Stärke der OSR ist der kontinuierliche Transfer erfolgreicher Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Produktion. Dabei rückten vor allem Themen der Heterointegration von elektronischen und opto-elektronischen Komponenten (z.B. "on-wafer" Integration) sowie der Umsetzung von hochintegrierten Produkten (CSP, "chip-scale-packages") in den Fokus. Mit dem EVIYOS Produkt wird die erste scheinwerfertaugliche LED mit mehr als 1.000 Pixeln und aktiver Ansteuerung entwickelt. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgt weltweit eine enge Kooperation mit Lieferanten, Schlüsselkunden, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Zusammenarbeit erfolgt sowohl bei gemeinsamen Projekten oder Technologietagen (wie z.B. Supplier Enabled Innovation) als auch durch die Förderung und finanzielle Unterstützung von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten. Ein gemeinsames Forschungslabor (ec 2 - Epi Competence Center) für Frontendtechnologien und -materialien wurde am Institut für Halbleitertechnologie der TU Braunschweig eingerichtet. Diese Aktivitäten ermöglichen eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen sowie frühzeitig hochqualifizierte Mitarbeiter und Talente für die OSR zu begeistern und zu gewinnen.

Auch im Geschäftsjahr 2017/2018 sind der OSR bei Schlüsseltechnologien maßgebliche Fortschritte gelungen und wichtige Innovationen wurden zur Marktreife gebracht. Beispielsweise wurden wesentliche Effizienzverbesserungen bei LED-Chips und der OSLON Bauform - neben der Leuchtdichte und der Zuverlässigkeit ist Effizienz der wichtigste Faktor bei diesen Technologien - erzielt.

Neben dem Aufbau von Mitarbeitern am zentralen Entwicklungsstandort Regensburg wurden in den Segmenten GL (Allgemeinbeleuchtung), AM (Automobil) und IM (Mobile in Mobile Devices u.a. Consumer-Elektronik) auch in Asien Ressourcen im Bereich Produktentwicklung und Backend Technology aufgebaut. Damit wurden die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum in diesen Bereichen geschaffen.

Am Standort Wuxi wurde der Kompetenzaufbau in Produktentwicklung und Backend Technologie weiter vertieft und die Entwicklungsinfrastruktur erweitert, mit einer Fokussierung der Aktivitäten auf die Entwicklung von Derivaten und deren Überführung in die Produktion.

2.4. Supply Chain Management (Steuerung der Versorgungskette)

Das Supply Chain Management (SCM) umfasst die Steuerung der Prozesse Bedarfsplanung, Kapazitätsplanung, Lagerhaltung inklusive Binning (die optimierte Clusterung der hergestellten LEDs hinsichtlich Helligkeit, Farbort und Qualität), Beschaffung, Auftragsabwicklung und Logistik. Aus der laufenden, rollierenden Absatzplanung ermittelt das SCM die Produktionsplanung unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapazitäten und Lagerbestände und trägt somit nachhaltig zum Erfolg des Geschäftes bei. Generell ist das Hauptziel des SCM, die Verfügbarkeit und Qualität erforderlicher Materialien, Produkte und Dienstleistungen bedarfs- und kostengerecht sicher zu stellen. Zentrale Aufgabe ist daher der Ausbau eines nachhaltigen, zukunfts- und wettbewerbsfähigen Lieferanten-Netzwerks und dessen ständige Verbesserung. Es werden fortlaufend Durchlaufzeiten und Ausbeuten optimiert, Abwicklungsprozesse nachhaltig digitalisiert und automatisiert, um somit stetig die Kundenzufriedenheit zu steigern. Alle Tätigkeiten werden an Compliance Grundsätzen gemessen, die sämtliches Handeln in Übereinstimmung mit geltenden Vorschriften im Unternehmen verankern. Sie sind Maßgabe des Handelns und bilden die Basis, nach der die Prozesse gestaltet werden. Des Weiteren unterstützt die OSR die positiven Entwicklungen des SCM durch Nachhaltigkeitsprogramme. So wird von allen Lieferanten gefordert, die Grundsätze des in dem gesamten OSRAM Licht-Konzern implementierten Verhaltenskodex ("Code of Conduct") einzuhalten bzw. dessen Umsetzung auch in der eigenen Lieferkette voranzutreiben.

2.5. Produktion und Qualitätsmanagement

Die eigene Produktion ist eine weitere wichtige Säule der Geschäftstätigkeit der OSR. Die Produktionskompetenzen bauen auf langer Erfahrung und der ständigen Weiterentwicklung der Prozesse auf. Die Produktions- und Fertigungsstätten (Werke) befinden sich in Regensburg (Deutschland), Penang (Malaysia), Kulim (Malaysia) und Wuxi (China).

Nachhaltigkeit spielt eine besonders wichtige Rolle in Hinblick auf die Produkte, die die Gesellschaft an seine Kunden vertreibt. Gemäß dem Markenversprechen "Innovation & Qualität" will die Gesellschaft sicherstellen, dass die Produkte höchsten Qualitätsstandards entsprechen und im Einsatz zuverlässig arbeiten. Unter dem Namen "Quality First" sind im OSRAM Licht-Konzern und damit auch bei der OSR Maßnahmen gebündelt, die die Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus begleiten. Und dies unabhängig davon, ob die wertschöpfenden Schritte in den eigenen Produktionsstätten oder bereits zuvor bei den Lieferanten stattfinden. Mithilfe international anerkannter Qualitätsmanagementsysteme werden alle Schritte effizient überwacht sowie im Bedarfsfall konsequent und transparent angepasst. Dies wird durch verschiedene externe Audits überprüft und bestätigt. Durch die konsequente Umsetzung der Kundenanforderungen z.B. in Form der Qualitätsinitiative "OsQar" (Os Quality Automotive Reference), die nun auch in den Nicht-Automotive Segmenten sowie der Chipfertigung Anwendung findet, schafft es die Gesellschaft, das hohe Qualitätsniveau von Produkten und Produktionsprozessen weiter zu steigern.

2.6. Vertrieb

Die OSR verfügt über ein Kundenportfolio von internationalen Original Equipment Manufacturer (OEMs), Auftragsfertigern (EMS) und Distributoren. Nicht nur in der Vertriebsorganisation, sondern in allen Einheiten stehen die Markt- und Kundenanforderungen und somit der Kunde selbst im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen. Diese Kundenorientierung wird fortlaufend intensiviert, was durch die gelebte Kundenähe auf allen Ebenen im letzten Geschäftsjahr ausgebaut wurde und weiterhin ausgebaut wird.

Die Basis für einen prozessgesteuerten, globalen Vertrieb ist eine hohe Transparenz der kundenspezifischen Geschäfts- und Entwicklungspläne, die durch einen professionellen "Key Account Management"-Ansatz erreicht wird. Mit noch stärkerem Fokus auf Kontinuität bei Struktur und Prozessen wird die OSR ihrem Ruf von enger Kundennähe in Zukunft noch gerechter werden und die Vertriebsorganisation dahingehend noch weiter ausbauen. Dabei baut die Gesellschaft ihre Internationalisierungsstrategie im Vertrieb aus und setzt auf den Ansatz nahe am Kunden zu agieren. Insofern wird sie von den Kunden als starker Partner wahrgenommen und kann die unternehmensspezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen mehrfach nutzen und noch effektiver für die Erfüllung der Markt- und Kundenanforderungen einsetzen.

2.7. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 2.533 auf 2.809 zum 30. September 2018 erhöht. Im Geschäftsjahr waren dabei durchschnittlich 2.704 (i. Vj. 2.382) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft ist fortlaufend bestrebt, die besten Mitarbeiter zu bekommen und zu halten.

2.8. Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitsverständnis von OSR beruht auf dem ganzheitlichen Ansatz der drei Säulen der Nachhaltigkeit - Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft. Das Umweltmanagement bei OSR umfasst den nachhaltigen Umgang mit Energie, Wasser, Abfällen und Chemikalien sowie die Überwachung von Emissionen. Darüber hinaus spielen das umweltbewusste Design und das Recycling von Produkten eine wichtige Rolle. Diese Ziele sind in den für die Gesellschaft verbindlichen EHS-Richtlinien (EHS -Environmental Protection, Health Management and Safety) festgeschrieben.

OSR leistet mit nachhaltigen Produkten und Prozessen einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Damit schützen wir die Umwelt auch für künftige Generationen und machen sowohl das Geschäft unserer Kunden als auch unser eigenes ökonomisch zukunftsfähig. Das Bekenntnis, weltweit zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen beizutragen, ist im Unternehmensleitbild des OSRAM Licht-Konzerns verankert. Energieeffiziente Produkte stehen im Mittelpunkt der globalen Produktentwicklung und Geschäftsstrategie. Dabei hat sich der OSRAM Licht-Konzern bereits 1998 verbindliche Umweltleitlinien gegeben und kontinuierlich weiterentwickelt. Ein konzernweites, prozessintegriertes Managementsystem, das zentral gesteuert wird, erfasst umweltrelevante Daten aller Fertigungsstandorte und ermöglicht es so im Rahmen des Umweltcontrollings Verbesserungspotenziale aufzudecken und umzusetzen. Die OSR verfügt über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Nachhaltigkeit ist in der OSR entlang der gesamten Wertschöpfungskette einschließlich der Lieferanten von großer Bedeutung, wodurch auch im stärkeren Maße auf Anforderungen der Kunden reagiert wird.

Gerade mit innovativen und hochwertigen Produkten sieht die OSR die Möglichkeit, maßgeblich zur Steigerung der Energieeffizienz bei allen Beleuchtungsanwendungen und damit zum weltweiten Klimaschutz beizutragen. Energieeffiziente Lichtquellen und Systeme stellen daher eine wichtige Säule im Rahmen des Klimaschutzes dar.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde das Werk in Deutschland im Rahmen eines systematischen Energiemanagementsystems durch ein Matrixzertifikat nach ISO 50001 zertifiziert.

3. Erläuterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse (inklusive konzerninternen Umsätzen) sind mit TEUR 1.985.538 um TEUR 31.653 bzw. 1,6 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.953.885) gestiegen. Die Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus dem zunehmenden Produktgeschäft. Der Einfluss aus Lizenzumsätzen ist im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten Beträgen beträchtlich rückgängig. Kaum veränderte Jahres-Durchschnittskurse im Vergleich zum Vorjahr führen bei in US-Dollar fakturierten Produkten zu einem nahezu identischen Euro-Gegenwert.

Der bereits zum 30. September 2017 hohe Auftragsbestand wurde zum 30. September 2018 noch einmal deutlich übertroffen. Die Entwicklung wird auf Grund der Interdependenzen und Interaktionen zwischen den Gesellschaften nicht auf den einzelnen rechtlichen Einheiten analysiert. Daher ist die Auftragslage der OSRAM OS-Gruppe auch für die OSR relevant.

Den gering höheren Umsatzerlösen stehen moderat gestiegene Kosten für die Herstellung der Produkte gegenüber. Die Herstellkosten haben sich um TEUR 83.640 bzw. 5,9 % von TEUR 1.406.736 auf TEUR 1.490.376 moderat erhöht.

Auf Grund der gering höheren Umsatzerlöse ist im Geschäftsjahr 2017/2018 das Bruttoergebnis vom Umsatz mit 9,5 % deutlich um TEUR 51.987 auf TEUR 495.162 gesunken.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben sich im Geschäftsjahr beträchtlich von TEUR 172.143 auf TEUR 216.458 erhöht. Das bereits im Vorjahr hohe Niveau wurde weiter gesteigert, um die Wettbewerbsposition dauerhaft zu stärken. In Prozent zum Umsatz wurden hierfür 10,9 % (i. Vj. 8,8 %) aufgewendet. Der Anteil der Vertriebs- und Verwaltungskosten am Umsatz, ist mit 3,8 % (i. Vj. 3,9 %) gering gesunken.

Insbesondere aufgrund dieser Entwicklungen ist das EBIT um TEUR 101.457 auf TEUR 196.667 gesunken.

Das Beteiligungsergebnis verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2017/2018 um TEUR 638 auf TEUR -26.718 (i. Vj. TEUR -26.080), bedingt durch die höhere Verlustübernahme der OSRAM OLED in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080).

Der Zinsaufwand erhöhte sich um TEUR 2.666 auf TEUR 6.448 im Wesentlichen bedingt durch den Zinseffekt aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.894 (i. Vj. TEUR 3.144).

Im Wesentlichen durch diese Effekte ist im Geschäftsjahr 2017/2018 das Ergebnis vor Steuern (Ergebnis nach Steuern bereinigt um Steuern vom Einkommen und Ertrag) von TEUR 268.264 im Vorjahr um TEUR 104.760 auf TEUR 163.504 gesunken, was zu einer geringeren Gewinnabführung von TEUR 162.853 (i. Vj. TEUR 266.213) an die OSRAM GmbH, München, Deutschland, führte.

3.2. Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und finanzielle Risiken zu reduzieren. Innerhalb des OSRAM Cash-Management-Systems investiert die OSR kurzfristige Zahlungsmittelüberschüsse und empfängt Kontokorrentkredite im Rahmen des OSRAM Cash-Management des OSRAM Licht-Konzerns zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Fälligkeiten und Zinsvereinbarungen sind marktüblich. Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten aus dem OSRAM Cash-Management der OSR zum Stichtag in Höhe von TEUR 196.543 (i. Vj. TEUR 22.872). Die Gesellschaft bedient sich keiner Fremdfinanzierung außerhalb des OSRAM Licht-Konzerns.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 30. September 2018 TEUR 89.559 (i. Vj. TEUR 89.559) bzw. 11,5 % (i. Vj. 13,4 %) der Bilanzsumme. Während das Eigenkapital aufgrund Ergebnisabführung unverändert blieb, haben sich die operativen Verbindlichkeiten mit dem Geschäftsvolumen erhöht.

Die Liquiditätssituation wird fortlaufend im Rahmen der Aktualisierung der Liquiditätsplanung analysiert. Hinsichtlich des Umfangs, der Kategorien sowie der Fristigkeiten von sonstigen finanziellen Verpflichtungen sei auf die Erläuterungen im Anhang zum Jahresabschluss unter Punkt 18 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen.

Der Zweck der Investitionen liegt neben kapazitätserhöhenden Investitionen in der Optimierung der Produktivität sowie in der fortlaufenden Erweiterung des Produktportfolios. Zum Bilanzstichtag bestehen Investitionsverpflichtungen bzw. Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 69.141 (i. Vj. TEUR 85.740), welche aus dem freien Cash-Flow finanziert werden.

3.3. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 liegt die Bilanzsumme mit TEUR 776.593 wesentlich über dem Vorjahresniveau (TEUR 666.449).

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 614.325 (i. Vj. TEUR 467.465) beträgt 79,1 % (i. Vj. 70,1 %) der Bilanzsumme. Wesentliche Veränderungen des Anlagevermögens resultieren aus Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 52.221 (i. Vj. TEUR 48.355) und getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 202.774 (i. Vj. 134.442 TEUR). Die Investitionen sind im Wesentlichen zurückzuführen auf Zugänge in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 158.196, Zugänge in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 14.721, Zugänge in Höhe von TEUR 9.480 in andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und Zugänge in Höhe von TEUR 6.977 in Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken.

Die in den Abschreibungen enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen verringerten sich im Berichtsjahr auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 624). Patente und ähnliche Rechte, wie auch Verfahrensvorteile und sonstiges geistiges Eigentum sind wichtiger Bestandteil des Geschäfts der OSR. Das Technologie-Portfolio basiert überwiegend auf eigenen Entwicklungen und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auch durch externen Erwerb erweitert worden.

Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 37.217 auf TEUR 159.480 wesentlich gesunken. Dieser Rückgang ist insbesondere auf geringere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.313 (i. Vj. TEUR 40.082) auf Grund des geringeren Saldos aus dem OSRAM Cash-Management zurückzuführen. Dagegen sind die Vorräte mit TEUR 3.587 auf TEUR 51.933 deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür ist das gestiegene Produktgeschäft. Während der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von TEUR 13.994 auf TEUR 19.095 beträchtlich gestiegen ist und ein höherer Bestand an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 24.383 (i. Vj. TEUR 23.383) zu verzeichnen ist, liegt ein niedriger Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 8.455 (i. Vj. TEUR 11.019) vor. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 13.656 auf TEUR 88.861 (i. Vj. TEUR 102.517) gesunken, bei einem Anteil am Umlaufvermögen von 55,7 % (i. Vj. 52,1 %). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 2.960 auf TEUR 8.712 zum Stichtag erhöht. Der Anstieg resultiert dabei insbesondere aus gestiegenen Forderungen an Lieferanten.

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital unverändert zum Vorjahr TEUR 89.559. Auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der Alleingesellschafterin wird das gesamte Jahresergebnis an die OSRAM GmbH, München, Deutschland, abgeführt. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 8.445 auf TEUR 69.936 (i. Vj. TEUR 61.491) resultiert im Wesentlichen mit TEUR 4.894 (i. Vj. TEUR 3.144) aus der Aufzinsung der Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 7.264 von TEUR 60.194 auf TEUR 52.930 verringert. Der Effekt resultiert vor allem aus dem Rückgang der Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten und Rückstellung für Schadenersatz aus Lieferverzug. Gegenläufig hat sich die Rückstellung für Risiken aus Derivaten stark erhöht.

Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 108.560 von TEUR 448.205 auf TEUR 556.765 beträchtlich erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, welche von TEUR 320.877 auf TEUR 417.138 beträchtlich gestiegen sind. Insbesondere bedingt durch die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung des Geschäftsjahres sowie Verbindlichkeiten aus dem OSRAM Cash-Management. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 16.274 auf TEUR 119.859. Ursächlich hierfür ist insbesondere das gestiegene Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2017/2018 sowie mehr Investitionen als im Vorjahr. Zudem haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 3.975 auf TEUR 19.768 (i. Vj. TEUR 23.743) verringert. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr 2017/2018 weiterhin eine erhaltene Vorauszahlung auf künftige Lizenzgewährung enthalten.

Insgesamt hat sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts, im Rahmen der angepassten Jahresziele, positiv entwickelt.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Risikomanagement, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.1.1. Risikomanagement

Die OSR als Tochtergesellschaft der OSRAM-Licht AG, München, Deutschland, ist in das konzernweite Risikomanagement eingebunden. Als einer der weltweit führenden Hersteller von optoelektronischen Halbleitern ist die unternehmerische Tätigkeit der OSR neben Chancen auch mit Risiken verbunden. Aus diesem Grund wurde das für den gesamten OSRAM Licht-Konzern entwickelte systematische Risikomanagement auch in der OSR implementiert und unterliegt vor dem Hintergrund immer komplexerer Unternehmensstrukturen sowie zunehmender Internationalität einer permanenten Weiterentwicklung. Das Risikomanagement umfasst eine Reihe von Prozessen und Systemen, mit deren Hilfe das Management bestimmte Risiken, die die Verwirklichung der Ziele und Chancen des Unternehmens gefährden können, erfassen und bewerten und erforderlichenfalls angemessene Maßnahmen einleiten kann. Unser Risikomanagement ist darauf ausgelegt, die Unternehmensressourcen vor Verlust zu schützen und neue Chancen zu identifizieren.

Unser Risikomanagementsystem arbeitet mit standardisierten Methoden und ist darauf ausgelegt, Chancen und Risiken zu identifizieren, die Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeiten eines bestimmten Risikos / einer bestimmten Chance zu ermitteln sowie die Verantwortlichkeiten und Abläufe für den Umgang mit diesen Chancen und Risiken festzulegen. Der übergeordnete Zweck unseres Risikomanagements besteht nicht in der völligen Vermeidung oder der Eliminierung von Risiken, sondern vielmehr in der Unterstützung einer unternehmerischen Grundhaltung, die ein gesundes Gleichgewicht zwischen Risikosteuerung und Chancenausnutzung ermöglicht. Eine der Voraussetzungen für ein antizipierendes Risikomanagement ist die Herstellung von Transparenz hinsichtlich der allgemeinen Risikosituation, beispielsweise durch das rechtzeitige Bereitstellen relevanter Informationen auf der richtigen Verwaltungsebene. Wir haben eine Reihe von strategischen, operativen, finanziellen, rechtlichen sowie Compliance-relevanten Risiken identifiziert und in übergeordnete Themenbereiche zusammengefasst. Das Risikomanagementsystem ist ein fortwährender Kreislauf mit dem Ziel der proaktiven Steuerung der Chancen und Risiken. Grundsätzlich werden die folgenden Prozessstufen unterschieden: "Identifizierung", "Bewertung", "Reaktion", "Überwachung", "Berichterstattung" sowie "kontinuierliche Verbesserung".

Um ein umfassendes Bild der allgemeinen Risiko- / Chancensituation zu erhalten, werden Top-Down- und Bottom-Up-Ansätze kombiniert. An der Top-Down-Perspektive ist das leitende Management beteiligt, das über einen weitreichenden Überblick der OSR-Geschäftsaktivitäten verfügt und daher in mehreren Phasen des Risikomanagement-Prozesses angesprochen wird. Bei der Bottom-Up-Perspektive werden einzelne Mitarbeiter angesprochen, die nahe am Tagesgeschäft arbeiten und Risiken / Chancen unter dem Gesichtspunkt des Erreichens ihrer Ziele identifizieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden verschiedene Kategorien festgelegt, um eine systematische und standardisierte Auswertung der Erfüllungswahrscheinlichkeit eines Risikos und dessen voraussichtliche Auswirkung auf die Geschäftsaktivitäten zu ermitteln. Jedes Risiko wird einem Risikoeigner zugeordnet. Für höhere Risiken muss ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, in dem auch das angestrebte Risikolevel festgelegt wird. Ferner wird ein Datum vereinbart, an dem mit einer Verringerung des Risikos gerechnet werden kann. Entsprechendes gilt für die Chancen. Die Chancen und Risiken werden quartalsweise aktualisiert, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine interne Ad-hoc-Berichterstattung ausgeübt und in dem entsprechenden OSR-Register hinterlegt wird.

Nachfolgend sind Risiken beschrieben, die aus Sicht der OSR erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation haben können. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinträchtigen.

4.1.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Risiken sind weitgehend unverändert zum Vorjahr und sind absteigend gewichtet aufgeführt.

Strategische Investitionen - Die OSR zielt darauf ab, mit dem Wachstums- und Innovationskurs des OSRAM Licht-Konzerns auch zukünftig ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen. Dazu wird die OSR mittelfristig 12-14% des Umsatzes in Kapazitätserweiterungen investieren.

Die Investitionen sind mit Risiken verbunden, falls es uns nicht gelingt, mit Hilfe dieser Investitionen Umsätze in dem von uns geplanten Umfang zu generieren. Dies könnte der Fall sein, wenn unsere zukünftigen Produkte am Markt nicht ausreichend nachgefragt werden. Dies gilt beispielsweise für den gestarteten Aufbau der neuen Halbleiterfertigung in Kulim, Malaysia, aber auch dann, wenn es nicht gelingt Investitionen in Forschung und Entwicklung in erfolgreiche neue Produkte umzusetzen.

Insbesondere der Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Halbleiterherstellung hängt hinsichtlich der Qualität der Ergebnismarge in hohem Maße von der Auslastung der Fertigung ab. Kapazitätserweiterungen unserer eigenen Produktion und parallele Aktivitäten unserer Wettbewerber können zu Überkapazitäten im Markt führen, die einerseits mit Unterauslastungen unserer eigenen Produktion verbunden sein können, aber auch zu einem gesteigerten Preisdruck im Markt führen können.

Wir begegnen dem mit dem Fertigungsaufbau in Malaysia verbundenen Risiko durch spezifische, dedizierte Maßnahmen. So werden auf Ebene der Unternehmensleitung monatlich u.a. der Fortschritt des Investitionsvorhabens überwacht sowie alle wesentlichen Einflussfaktoren geprüft, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Sollte es uns nicht gelingen, unsere strategischen Investitionen zum Erfolg zu führen, könnte dies zu deutlich negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Strategische Produktplanung - Der technologische Wandel hin zu halbleiterbasierter Beleuchtung bringt kürzere Lebenszyklen unserer Produkte mit sich. Dies führt zu erhöhten Anforderungen an die Qualität der strategischen Produktplanung und die Geschwindigkeit in operativen Produktentwicklungsprozessen. Wir sehen hierbei insbesondere das Risiko, dass Prozesse für Produktplanung und -entwicklung noch nicht ausreichend auf gestiegene Anforderungen hin optimiert sind. Falls wir auslaufende Produkte nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit durch neue Produkteinführungen ersetzen können, kann dies zu Lücken im Produktportfolio führen und infolgedessen zu fehlenden Umsätzen. Ebenso kann dies Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte hinsichtlich Kostenposition und technischer Performanz haben sollte es unseren Wettbewerbern gelingen, ihre Produkte und alternative Technologien schneller zu entwickeln oder in größeren Mengen abzusetzen, als dies bei uns der Fall ist.

Ferner besteht durch scharfen Wettbewerb um die Einführung neuer Technologien das Risiko, dass Marktveränderungen und veränderte Kundenanforderungen nicht frühzeitig und in adäquatem Maße Einfluss in strategische Produktplanung und operative Produktentstehung finden. Dies ist auch der Fall, wenn alternative Produkte oder Technologien auf den Markt gebracht werden, die kostengünstiger, qualitativ hochwertiger, funktioneller oder aus sonstigen Gründen wettbewerbsfähiger sind als unsere eigenen.

Wir begegnen diesem Risiko durch spezifische Maßnahmen, u. a. in dem wir Marktanalysen intensivieren, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben stärker fokussieren und unsere Prozess- und Systemlandschaft weiter optimieren.

Branchenrisiken - Die OSR agiert in sehr wettbewerbsintensiven Märkten. Über alle Anbieter hinweg bestehen hohe Überkapazitäten am Markt. Obwohl sich die Auslastungssituation der Branche gegenüber den Vorjahren verbessert hat, besteht das Risiko aus Überkapazitäten für die OSR weiterhin. Aus diesen Überkapazitäten resultiert nach wie vor ein hoher Preisdruck. Beispielsweise könnten unsere Investitionen in die Saphirtechnologie (für Volumenemitter) bei gleichzeitigen Kapazitätssteigerungen anderer Wettbewerber zu Überkapazitäten im Markt führen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen bei Konkurrenten kommt, die ihre dadurch verbesserte Kostenposition nutzen, um durch Preisvorteile weitere Marktanteile zu gewinnen. Dieses Risiko sehen wir insbesondere für unsere umfangreiche Investition, die wir in Zusammenhang mit dem Aufbau der Halbleiterfertigung in Kulim, Malaysia, planen. Die Gesellschaft ist darüber hinaus mit starken Wettbewerbern konfrontiert, die mitunter über umfangreichere Ressourcen in bestimmten Bereichen verfügen, sowie mit (neuen) Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur als die OSR aufweisen können. Zudem besteht das Risiko einer Konsolidierung im Markt, die sich negativ auf die aktuelle Wettbewerbsposition auswirken kann.

Um den Gegebenheiten entgegenzuwirken, werden weiterhin Kapazitäten in Abhängigkeit vom Marktbedarf optimiert, sowie gezielte produktivitätssteigernde Investitionen getätigt. Dafür implementiert das Unternehmen unter anderem neue Produkt- und Fertigungsplattformen, um deutliche Kostenreduzierungen durch effizienteren Material- und Ressourceneinsatz und Automatisierung zu erreichen, um dem Preisverfall entgegenzuwirken. Dabei werden Prioritäten gesetzt und die Prozesse auf die Erwartungen der Kunden ausgerichtet. Dazu erfolgt in der strategischen Ausrichtung eine stärkere Gewichtung hinsichtlich des Produktionsanteils in Wachstumsmärkten.

IP-Portfolio - Die OSR hat über die letzten Jahrzehnte hinweg tausende Patente angemeldet und besitzt damit ein breites und wettbewerbsfähiges Portfolio. Es besteht das Risiko, dass es nicht gelingt, dieses Portfolio weiter auf dem Niveau zu halten und für die Nutzung von Patenten in der Zukunft zusätzliche Kosten entstehen und Reputationsrisiken auftreten. Des Weiteren besteht das grundsätzliche Risiko, dass es zu vereinzelten Patentauseinandersetzungen kommen kann, wenn das bestehende Know-how und Patentportfolio nicht gezielt weiterentwickelt und gepflegt wird. Um dem entgegenzusteuern, investiert die OSR sowohl in die Anwerbung hochqualifizierter Mitarbeiter sowie in diverse Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Qualitätsmängel - Unsere Produkte müssen hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Qualitätsmängel können zu Sach- und Personenschäden führen. Die OSR könnte dadurch erheblichen Produkthaftungs- oder Gewährleistungsansprüchen ausgesetzt oder zu Rückrufaktionen gezwungen sein, die aufgrund großer Stückzahlen mit hohen Kosten und einem negativen Bild in der Öffentlichkeit verbunden sein können. Die OSR verfügt über ein umfassendes Qualitätsmanagement von der Produktqualifikation bis hin zu Prozessen, Standorten und Geschäftsabläufen. Fortlaufende Zertifizierungs- und Kundenaudits sowie eigene interne Qualitätsprogramme unterstützen unseren Qualitätsanspruch.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten - Die OSR wurde in Zusammenhang mit seinen Geschäftstätigkeiten in Rechtsstreitigkeiten und Verfahren als Beklagte benannt. In diesen Rechtsstreitigkeiten können (Straf-) Schadensersatzansprüche gegenüber der OSR entstehen. Für weitere Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Jahresabschluss unter Punkt 19 "Rechtsstreitigkeiten" verwiesen. Für Haftpflichtfälle besteht bei der OSR grundsätzlich Versicherungsschutz, dessen Art und Umfang sich nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen bestimmt. Versicherungssumme und Deckungsumfang sind dem Risiko adäquat und branchenüblich. Ob und inwieweit Versicherungsschutz im Einzelfall besteht, hängt von der jeweiligen Fallgestaltung ab. Zudem kann nicht gewährleistet werden, dass die OSR auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen wird beschaffen können. Angesichts der Rechtsstreitigkeiten und anderen Verfahren, an denen die OSR beteiligt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass in einigen dieser Verfahren Entscheidungen gegen OSR ergehen und dies mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einhergehen kann.

Gesetze und Regelungen zum Umweltschutz sowie andere behördliche Regelungen - Die OSR unterliegt zahlreichen Umweltschutzgesetzen und -vorschriften. Die gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche oder sonstige staatliche Regulierung könnte eine Änderung der operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung der operativen Kosten führen. Zum Beispiel könnten von OSR verwendete Inhaltsstoffe auf Gefahrstofflisten aufgenommen werden. Dies könnte einen Umsatzverlust auslösen. Obwohl die OSR über Verfahren verfügt, die sicherstellen sollen, dass die anwendbaren staatlichen Regulierungen in der Ausführung der Geschäftstätigkeit eingehalten werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sowohl von Gesellschaftsseite als auch vonseiten Dritter, mit denen eine Vertragsbeziehung besteht und deren Handeln der Gesellschaft zugerechnet werden könnte (z. B. Zulieferer und Dienstleistungsanbieter), zu Verstößen gegen anwendbare staatliche Regulierungen kommen kann. Für bestimmte Umweltrisiken hat die OSR Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen. Zudem ist die OSR in Arbeitskreisen mit anderen Industrievertretern engagiert.

Gesamtwirtschaftliche Risiken - Das Geschäftsumfeld wird durch die Rahmenbedingungen in den nationalen und weltweiten Volkswirtschaften beeinflusst. Dabei wirken sich verschiedene globale und lokale Faktoren auf die nachhaltige gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus. Dazu zählen beispielsweise der Austritt Großbritanniens aus der EU, Krisen an den Kapitalmärkten, durch nationale Verschuldung ausgelöste wirtschaftliche Krisen und die damit verbundenen Konsolidierungsmaßnahmen der Haushalte, zurückhaltende Investitionsausgaben, abnehmendes Vertrauen der Konsumenten und Unternehmen, steigende Arbeitslosigkeit in bestimmten Ländern, stark schwankende Rohstoffpreise sowie Wechselkurse oder auch politische Krisen. OSR könnte davon durch reduzierte Margen in den einzelnen Geschäftsbereichen betroffen sein.

Diese oben benannten Risiken könnten für sich allein oder in Kombination mit anderen Faktoren einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gegenwärtig ergab die Analyse der Geschäftsführung keine Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

4.1.3. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Auf Grund der internationalen, operativen Geschäftstätigkeit ist die OSR verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die Einfluss auf Umsatz und Ergebnis nehmen können. Hierzu zählen insbesondere Marktrisiken, die auf Grund von Wechselkursschwankungen sowie aus den Veränderungen von Rohstoffpreisen entstehen. Das Management der Marktrisiken zielt auf das Monitoring und die Minimierung der vorhandenen Risiken ab. Um Marktrisiken entgegenzuwirken, werden konzernweit derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die, gemäß der gültigen Richtlinie für Finanzinstrumente, mit der OSRAM GmbH, München, abgeschlossen werden. Grundsätzlich werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken abgeschlossen. Die Sicherungsinstrumente werden für Zwecke der Bilanzierung nicht zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und können in Abhängigkeit von der Entwicklung der Marktpreise Einfluss auf das Ergebnis haben.

Die OSR unterliegt Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar, Japanischen Yen und dem Euro. Daneben werden Zahlungsströme in untergeordneter Größenordnung auch in anderen Landeswährungen generiert. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung (Berücksichtigung sämtlicher planbarer Positionen in der jeweiligen Fremdwährung) mit Hilfe von Devisentermingeschäften, gesichert. Dabei erfolgt ein quartalsweise rollierendes Monitoring der Nettowährungspositionen aus den Grundgeschäften sowie den Sicherungsgeschäften, um eine möglichst optimale Effektivität sicherzustellen. Neben dem Risiko aus Wechselkursschwankungen unterliegen wir dem Risiko von Preisschwankungen aus dem Einkauf von Rohstoffen. Zur Absicherung gegen Preisschwankungen aus dem Einkauf von Gold wurden im Geschäftsjahr Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Bezugnehmend auf die Effekte zum 30. September 2018 sei auf den Anhang zum Jahresabschluss unter Punkt 18 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen. In Gesamtwürdigung des Risikos betrachtet das Management die Marktrisiken als effektiv abgesichert.

4.1.4. der zukünftigen Entwicklung

Chancen für die OSR bestehen vor allem in der aktuellen Entwicklung des Lichtmarktes hin zu effizienteren, nachhaltigeren, innovativen und energiesparenden LED-Komponenten. Die OSR beabsichtigt hierzu die beschleunigte Einführung neuer Produkte und Technologien. Nicht zuletzt sind die bereits beschriebenen Effekte hinsichtlich des demographischen Wandels, des Technologiewandels, der Individualisierung sowie des Bevölkerungswachstums einhergehend mit steigenden Elektrifizierungsraten und Urbanisierung wesentliche Chancen für die OSR. Weitere Chancen bestehen im Marktwachstum der Schwellenländer, in denen die OSR bereits gut aufgestellt ist und weiterhin in den Ausbau investiert sowie der technische Fortschritt und aus einer Kombination dieser Chancen. Die Chancen sind weitgehend unverändert zum Vorjahr und sind absteigend gewichtet aufgeführt.

Unternehmensstrategische Chancen - Die Zeichen für einen Technologiewandel sind erkennbar. Regierungen und Verbraucher rund um die Welt sind dazu entschlossen, den Energieverbrauch zu reduzieren. Da künstliche Beleuchtung gegenwärtig etwa 15 % des globalen Energieverbrauchs verursacht und traditionelle Lichtquellen, wie die Glühlampe, einen hohen Energieverbrauch aufweisen, haben oder werden viele Länder diese Lampen durch effizientere und nachhaltigere Lampen ersetzen. Die OSR geht davon aus, dass von diesem Trend LED-Produkte profitieren werden. Besonders LEDs weisen eine Vielzahl charakteristischer Vorteile, wie beispielsweise eine höhere Lebenserwartung, einen reduzierten Energieverbrauch, eine höhere Effizienz, brillante Farben, Dimmbarkeit sowie eine zunehmende Flexibilität bei der Planung von Beleuchtungssystemen auf. Darüber hinaus emittieren sie deutlich weniger Wärme und überzeugen durch sehr schnelle Reaktionszeiten. Frost & Sullivan (März 2015) erwartet, dass der Marktanteil der LED von rund 40 % im Jahr 2014 bis auf über 80 % im Jahr 2020 steigen wird. Das bestehende Produktportfolio, beispielsweise die IRED, Leuchtdioden, die infrarotes Licht ausstrahlen, und Sensoren sorgen in diesen Anwendungen für neue Funktionen: Sie passen die Helligkeit von Bildschirmen an die Umgebung an und ermöglichen optische Touchscreens. Auch in der Automobilbranche bestehen neue Geschäftschancen. Neben dem Einsatz im Auto-Innenbereich werden LEDs vermehrt als serienmäßiges Tagfahr- und Rücklicht sowie als Abblend- und Fernlicht und als intelligentes Kurvenlicht eingesetzt. Darüber hinaus sorgt die LED auch für mehr Sicherheit auf den Straßen: Halbleiterlaser und High Power Infrarot-Dioden werden bei Fußgängerschutzsystemen oder Fahrerassistenzsystemen eingesetzt. Des Weiteren bestehen Geschäftschancen in Marktbereichen, die nicht zur klassischen Lichtwertschöpfungskette gehören, wie Applikationen in den Bereichen Biomonitoring, Face-Recognition sowie Profiprojektoren.

Des Weiteren gehört die Allgemeinbeleuchtung (Beleuchtung für den öffentlichen und privaten Raum) zu einem der zukunftsträchtigsten Gebiete für die Leuchtdiode. Neben ihrer langen Lebensdauer und der Lichtqualität steht hier die Energieeffizienz der neuen Lichttechnologie im Vordergrund. Wo eine Glühlampe nur drei bis fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht umwandelt, erreichen weiße LED-Komponenten schon Wirkungsgrade von rund 40,0 %, eine LED-Lampe rund 25,0 %. Durch den hohen Wirkungsgrad der LED kann eine hohe Effizienz der Lampe erreicht werden. Zudem kann mittels einer LED das Licht besser auf die zu beleuchtende Fläche gerichtet werden, was den Lichtsmog deutlich reduziert und die Systemeffizienz erhöht. Gerade öffentliche Auftraggeber entscheiden sich bei der Ausstattung von Straßen- und Architekturbeleuchtung daher immer häufiger für langlebige und umweltschonende LED-Lichtsysteme, nicht zuletzt auch auf Grund der im Vergleich zur traditionellen Beleuchtung signifikant niedrigeren Wartungsaufwendungen. Von Asien über Nordamerika bis nach Europa werden mehr und mehr Plätze, Tunnel und Straßen von LED beleuchtet.

Marktpositionierung - Die OSR betreibt gezielt Investitionen zur Erzielung zusätzlicher Marktpotenziale in bestehenden Märkten, zur Erschließung neuer Märkte und zur Erweiterung des Produktportfolios. Dabei wird kontinuierlich das derzeitige und zukünftige Marktumfeld beobachtet, um auf sich ergebende Möglichkeiten umgehend reagieren zu können. So investieren wir in den Aufbau einer neuen LED-Chipfabrik in Kulim, Malaysia und in die Erweiterung der Chipfertigung am Standort Regensburg sowie in neue Fertigungsflächen für den Montagestandort Wuxi, Malaysia, um zusätzliche Wachstumspotenziale zu erschließen. Strategische Investitionen können dabei unterstützen, die Marktposition in den bereits bestehenden Märkten zu festigen, neue Märkte zu erschließen oder das Technologieportfolio in ausgewählten Bereichen zu ergänzen. Hierzu bieten sich auch Innovationspartnerschaften an. Zur Stärkung der Vertriebswege ist das Unternehmen auch fortlaufend in Gesprächen mit bestehenden Vertriebspartnern und optimiert konstant die aktuellen Strukturen. Nicht zuletzt zählt dazu auch die Auswahl von "Preferred Global und Regional Partnern". Im Rahmen der Aktivitäten werden dauerhaft Synergien in den verschiedenen Vertriebsregionen gehoben und die Marktdurchdringung ausgebaut.

Produktentwicklungen - Die OSR arbeitet gezielt an der Entwicklung neuer Produkte und Fertigungsprozesse. Hierbei wird in den folgenden Geschäftsjahren erhebliches Potenzial gesehen, beispielsweise im Bereich von High-Power-LED-Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung oder Laseranwendungen bei der Optimierung von Datenspeicherungen und diversen weiteren Einsatzfeldern. Dabei sind auch Kooperationen mit anderen namhaften Unternehmen in Planung. Außerdem sollen gezielte Ausgaben in Forschung und Entwicklung den technologischen Führungsanspruch von OSR weiter stärken.

Die dargestellten Chancen könnten positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

4.2. Erklärung zur Unternehmensführung

In Folge des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden beiden Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann die jeweilige Zielgröße erreicht werden soll.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/2017 die Zielgrößen für die Besetzung des Aufsichtsrats, der Geschäftsführung und der ersten beiden Führungsebenen beschlossen. Für den Aufsichtsrat sowie für die Geschäftsführung wurde ein Frauenanteil von 30 % beschlossen. Unter Berücksichtigung der Größe des Unternehmens, des Unternehmensgegenstands sowie der Zusammensetzung der Belegschaft wurde für den oberen Führungskreis ein Frauenanteil von 16 % festgelegt, während für die zweite Führungsebene ein Frauenanteil von 13 % angestrebt wird. Die Ziele gelten bis Juni 2022.

4.3. Prognosebericht

Wir erwarten, dass der weltweite Markt für optoelektronische Halbleiter in den nächsten Jahren weiterhin deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft wachsen wird. Lässt man den rückläufigen Backlighting Markt (Markt für LCD Hintergrundbeleuchtung), den OSR kaum bedient, außer Betracht, so wächst der Markt bis 2023 im mittleren einstelligen Bereich. Wir erwarten weiterhin, dass angekündigte Kapazitätserweiterungen gegenüber der letztjährigen Prognose, insbesondere aus China, zu einer Erhöhung des Angebots führen werden.

Neben dem fortschreitenden Wachstum bei Automotive, insbesondere bei Frontscheinwerfern, und Sensorik bleibt ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung des Marktes die Transition hin zu energieeffizienten und nachhaltigen Produkten im Bereich der professionellen Allgemeinbeleuchtung. Aufgrund der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Situation, insbesondere der schwächeren Automobilindustrie ist für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein nahezu gleichbleibendes Niveau beim Umsatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2017/2018 geplant, allerdings ein steigendes EBIT.

Die Vorjahresprognose ging für das Geschäftsjahr 2017/2018 von einer deutlichen Steigerung von Umsatzerlösen aus. Die Umsatzerwartungen und resultierend auch die EBIT-Ziele konnten im Geschäftsjahr 2017/1018 nicht erfüllt werden. Dies ist im Wesentlichen auf ein geringeres als prognostiziertes Wachstum in allen Segmenten zurückzuführen. Als Reaktion auf diese Entwicklung hat das Management das OS Performance Programm gestartet, um Kostenpotentiale zu heben, Effizienzen zu steigern, und das profitables Umsatzwachstum auch künftig abzusichern.

Der Zahlungsmittelzufluss des Geschäftsjahres 2017/2018 liegt erheblich unter der Vorjahresprognose, was im Wesentlichen durch das schwächere Ergebnis zu erklären ist. Neben den Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung der Ertragslage wird der Zahlungsmittelzufluss in den folgenden Geschäftsjahren durch die Expansions- und Wachstumsstrategie belastet sein. Allerdings stehen diese Einschätzungen unter der Prämisse, dass die konjunkturelle Entwicklung nicht durch eine erneute Verschärfung der Krise in Europa (z.B. in Italien oder durch den BREXIT), durch eine Verlangsamung des Wachstums in China oder durch einen globalen Handelsstreit negativ beeinflusst wird.

Zur Absicherung der Wachstumsstrategie investiert die Gesellschaft erheblich in die Weiterentwicklung der Produkte, in die Entwicklung von funktionalem und branchenspezifischem Know-How, sowie in die ständige Fortbildung der Mitarbeiter. Das strategische Ziel, neben dem Ausbau der bestehenden Aktivitäten zusätzliche Wachstumspotenziale durch Erschließung neuer Märkte und Marktsegmente zu realisieren, wird auch im Geschäftsjahr 2018/2019 weiter vorangetrieben. Im Rahmen der Investitionsplanung beabsichtigt die Gesellschaft für das folgende Geschäftsjahr in die etablierten, wie auch die aufstrebenden Märkte zu investieren, insbesondere zur Sicherung und zum Ausbau von Marktanteilen, zum Heben von Kostenvorteilen, sowie zur Erhöhung der auf technischen Innovationen basierenden Wettbewerbsvorteile.

Insgesamt sieht das Management die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft für das kommende Jahr vorsichtig positiv. Die Geschäftsführung weist jedoch auch darauf hin, dass die getroffenen Prognosen und Erwartungen auf Annahmen basieren, deren Eintreten von der tatsächlichen Entwicklung des Umfelds und der Branche erheblich beeinflusst werden können.

 

Regensburg, 16. November 2018

OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg

Die Geschäftsführung

Dr. Kampmann

Jägering

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

der OSRAM Opto Semiconductors GmbH

Veröffentlichung als Anlage zum Lagebericht für das zum 30. September 2018 abgelaufene Geschäftsjahr

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (EntgTranspG) ist am 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten * , sofern sie zur Aufstellung eines Lageberichts nach den §§ 264 und 289 HGB verpflichtet sind, einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu erstellen. Die OSRAM Opto Semiconductors GmbH erfüllt mit der vorliegenden Veröffentlichung diese Berichtspflicht. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben beziehen sich alle Angaben in diesem Entgeltbericht auf das Kalenderjahr 2016 (§25 Abs. 3 EntgTranspG).

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern

OSRAM unterstützt Frauen und Männer gleichermaßen bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung, beispielsweise mit Mentoring Programmen und Weiterbildungsmaßnahmen.

OSRAM hat sich zum Ziel gesetzt bis 2022 einen Anteil von Frauen in Führungspositionen in der ersten und zweiten Ebene von 17,5% zu erreichen. Im Kalenderjahr 2016 betrug der Anteil von Frauen in Führungspositionen bereits 13,4% (Stichtag 31.12.2016). Um Frauen bei der Karriereplanung gezielt zu fördern werden spezielle Programme für weibliche Beschäftigte angeboten. So unterstützen beispielsweise die Programme "Frauen in Führung", "Women Leadership Forum" und "Frauenkompass", Frauen bei der persönlichen Karriereplanung.

Darüber hinaus ist OSRAM die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein großes Anliegen. Dies wird aktiv durch verschiedene Initiativen gefördert, beispielsweise durch flexible Arbeitszeitmodelle (unterschiedliche Teilzeit- und Homeoffice-Regelungen) und Unterstützungsangebote im Bereich der Kinderbetreuung.

Unternehmensinterne Richtlinien sorgen dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Chancengleichheit für Männer und Frauen im Unternehmen bekannt sind. So ist in unseren Business Conduct Guidelines festgelegt, dass OSRAM keinerlei Diskriminierung auf Grund des Geschlechts duldet, weder in der internen Zusammenarbeit noch im Verhalten gegenüber externen Partnern.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit von Frauen und Männern

Die OSRAM Opto Semiconductors GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen.

Für Beschäftigte im Tarifkreis, erfolgt die Stellenbewertung sowie die entsprechende Vergütung an Hand von geschlechtsunabhängigen Kriterien. Das tarifliche Vergütungssystem bildet somit die Grundlage für die gleiche Vergütung von Frauen und Männern im Tarifkreis.

Die Vergütung von Beschäftigten im übertariflichen Kreis ist in Betriebsvereinbarungen geregelt. Die Stellenbewertung folgt einem strukturierten Prozess. Dabei werden geschlechtsneutrale Kriterien, wie Wissen, Problemlösungskompetenz und Verantwortung zur Festlegung der Stellenwertigkeit herangezogen.

Auch im Bereich der leitenden Angestellten gilt, dass die Stellenbewertung einem strukturierten Bewertungsverfahren folgt, das auf geschlechtsneutralen Kriterien basiert.

Statistische Angaben zu den Beschäftigtenanzahl gem. § 21 Abs. 2 EntgTranspG

2016 (Durchschnittswert) Gesamt Frauen Männer
Gesamtzahl der Beschäftigten 2.432 904 1.528
Anzahl der Vollzeitbeschäftigten 2.166 678 1.488
Anzahl der Teilzeitbeschäftigten 266 226 40
2016 (Stichtag 31.12.2016) Gesamt Frauen Männer
Gesamtzahl der Beschäftigten 2.555 948 1.607
Anzahl der Vollzeitbeschäftigten 2.278 716 1.562
Anzahl der Teilzeitbeschäftigten 277 232 45

* damit sind Beschäftigte jeglichen Geschlechts gemeint

OSRAM Opto Semiconductors GmbH

Leibnizstraße 4

93055 Regensburg

Deutschland

E-Mail: entgelttransparenz@osram.com

Bericht des Aufsichtsrats

der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Der Aufsichtsrat der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben in Bezug auf die Gesellschaft wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden.

Im Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat fünf Sitzungen abgehalten, nämlich am 19. Dezember 2017, 16. Februar 2018, 2. Mai 2018, 22. Juni 2018 sowie am 26. September 2018. Ferner wurde ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.

Der Aufsichtsrat hat insgesamt zwei Ausschüsse, nämlich das Präsidium und den Vermittlungsausschuss, gebildet. Die Ausschüsse traten im Geschäftsjahr nicht zusammen.

Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte, die Compliance-Prozesse, den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit der internen Kontrolisysteme sowie über wesentliche Geschäftsereignisse. Abweichungen von den Plänen erläuterte die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat im Einzelnen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und beriet gemeinsam mit der Unternehmensleitung die Strategie, die Geschäftsentwicklung sowie das Risikomanagement des Unternehmens. Die Geschäftsführung informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren. Der Vorsitzende unterrichtete die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats in angemessenem Umfang über wesentliche Entwicklungen.

Neben der laufenden Berichterstattung ging der Aufsichtsrat in den einzelnen Sitzungen des Plenums auch jeweils auf Einzelthemen ein.

In der Bilanzsitzung am 19. Dezember 2017 setzte der Aufsichtsrat die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017 fest, passte die Zielbarvergütungen der Mitglieder der Geschäftsführung an und definierte die Ziele für die variable Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018. Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat zudem über die aktuelle Lage des Unternehmens zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs. Außerdem prüfte und billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen teil und berichtete vor der Beschlussfassung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Anschließend billigte der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 sowie das Budget für das Geschäftsjahr 2018 einschließlich der Investitions- und Personalplanung.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Februar 2018 wurde Herr Dr. Olaf Berlien als Vorsitzender des Aufsichtsrats bestätigt und Frau Irene Weininger zu seiner Stellvertreterin gewählt. Herr Dr. Stefan Kampmann und Frau Olga Redda wurden zu weiteren Mitgliedern des Vermittlungsausschusses bestimmt. Der Aufsichtsrat beschloss eine Geschäftsordnung und bestellte Herrn Aldo Kamper zum Arbeitsdirektor. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mit der Abschlussprüfung, erteilte entsprechend der Wahl durch die Gesellschafterversammlung den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 an die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Er billigte zudem eine Vertragsanpassung bei einem Mitglied der Geschäftsführung.

In der außerordentlichen Sitzung vom 2. Mai 2018 stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb der Vixar Inc., Plymouth, USA, zu.

Durch Umlaufbeschluss vom 4. Mai 2018 wurde Herr Dr. Stefan Kampmann als Nachfolger von Herrn Kamper zum Mitglied und Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt. Frau Ingrid Jägering wurde zur Arbeitsdirektorin gewählt. Die Geschäftsverteilung in der Geschäftsführung wurde vom Aufsichtsrat im Übrigen bestätigt.

In der Sitzung vom 22. Juni 2018 berichtete die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat über die aktuelle Lage des Unternehmens und die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal und ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2018 und trug zur weiteren Strategie des Unternehmens vor.

In einer außerordentlichen Sitzung vom 26. September 2018 informierte die Geschäftsführung den Aufsichtsrat über das Effizienzprogramm "Fitforthe Future" und erste geplante Maßnahmen unter diesem Programm.

Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufzustellende Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen und in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung vom 18. Dezember 2018 ausführlich besprochen worden.

An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss.

Während des Berichtszeitraums haben sich folgende Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung ergeben:

Durch Wahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Oktober 2017 wurden Herr Stephan Deichsel, Herr Gerhard Maihöfner, Herr Gerhard Pirner, Frau Olga Redda, Herr Andreas Scheithauer und Frau Irene Weininger als Vertreter der Arbeitnehmer zu Mitglieder des Aufsichtsrats gewählt. Die Gesellschafterversammlung hat am 15. Februar 2018 Herrn Dr. Olaf Berlien, Frau Babette Fröhlich, Herr Francois-Xavier Gérard, Herr Dr. Stefan Kampmann, Frau Birgit Kerscher-Preis und Herr Dr. Ulrich Müller als Vertreterinnen bzw. Vertreter der Anteilseigner zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der OSRAM Opto Semiconductors GmbH bestellt. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder begann am 15. Februar 2018 und endet mit Beendigung der Gesellschafterversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021/2022 beschließt.

Am 3. Mai 2018 hat Herr Dr. Stefan Kampmann sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 14. Mai 2018 niedergelegt. Die Gesellschafterversammlung hat am 4. Mai 2018 Herrn Ingo Bank mit Wirkung zum 15. Mai 2018 für den Rest der Amtszeit von Herrn Dr. Kampmann zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

Am 3. Mai 2018 hat Herr Aldo Kamper seine Ämter als Mitglied der Geschäftsführung mit Wirkung zum 30. Juni 2018 und als Vorsitzender der Geschäftsführung mit Wirkung zum Ablauf des 14. Mai 2018 niedergelegt. Mit Beschluss vom 4. Mai 2018 hat der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Stefan Kampmann mit Wirkung zum 15. Mai 2018 zum Mitglied und Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt.

Frau Bettina Schlegel, Herr Mike Börner, Herr Dr. Klaus Streubel und Herr Heinrich Zimmermann sind mit Beginn der neuen Amtsperiode am 15. Februar 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Frau Schlegel, Herrn Börner, Herrn Dr. Streubel und Herrn Zimmermann herzlich für Ihren großen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

 

Regensburg, den 18. Dezember 2018

Für den Aufsichtsrat

Dr. Olaf Berlien, Vorsitzender des Aufsichtsrats

der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafterbeschluss

der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg

Die OSRAM GmbH mit dem Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 201526, ist die alleinige Gesellschafterin und vertritt das gesamte Stammkapital der OSRAM Opto Semiconductors GmbH mit Sitz in Regensburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 8522. Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Frist- und Formvorschriften für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung sowie für die Beschlussfassung auf dieser beschließt die Gesellschafterversammlung der OSRAM Opto Semiconductors GmbH hiermit einstimmig mit sämtlichen Stimmen und ohne Stimmenthaltung was folgt:

1. Der durch die Geschäftsführung am 16.11.2018 aufgestellte und durch den Aufsichtsrat am 18.12.2018 gebilligte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.09.2018 wird festgestellt.

Die Bilanzsumme der festgestellten Bilanz beträgt TEUR 776.593
Das Geschäftsjahr zum 30.09.2018 hat mit einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 162.853
abgeschlossen.  
2. Das Jahresergebnis wird im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Alleingesellschafterin vom 22./25.03.2002 an die OSRAM GmbH in Höhe von TEUR 162.853
abgeführt.  

3. Den im Geschäftsjahr 2017/2018 amtierenden Mitgliedern der Geschäftsführung wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt.

4. Den im Geschäftsjahr 2017/2018 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt.

5. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019 gewählt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

München, den 11.02.2019

OSRAM GmbH

vertreten durch

ppa. Dr. Nicolaus Ehinger

ppa. Dr. Kai Rossig

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.