Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 724067
Eingetragen
17.9.2009
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit TextilienKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
An- und Verkauf von Waren aller Art, insbesondere von Bekleidung und Bekleidungszubehör, ausgenommen Tätigkeiten, welche behördlicher Genehmigungen oder Erlaubnisse bedürfen. Die Gesellschaft kann in diesem Tätigkeitsbereich ferner Beratungs- und Dienstleistungen erbringen im Bereich Qualitätskontrolle, Logistik sowie Ein- und Ausfuhrabwicklung, sie kann ferner in allen anderen kaufmännischen Bereichen tätig sein und Dienstleistungen erbringen, die dem Zweck dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Martin Franz Rieg
seit 3.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

shoeinvest GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Q-FIS GmbH

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

DER Q-FIS GMBH, GÖPPINGEN

AKTIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 0
2. Geleistete Anzahlungen 312.434,16 145
312.440,16 145
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.117,00 27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25
358.557,16 197
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 862.627,19 2.706
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.168.342,63 2.121
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 168.000,00 7
3. Sonstige Vermögensgegenstände 38.214,18 702
2.374.556,81 2.830
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.254.001,41 6.645
10.491.185,41 12.181
10.849.742,57 12.378

PASSIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Gewinnvortrag 8.456.702,68 7.687
III. Jahresüberschuss 1.199.959,36 770
9.706.662,04 8.507
B. RÜCKSTELLUNGEN 201.103,00 43
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.092,96 1.956
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 588.586,71 1.517
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.218,13 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 337.079,73 355
- davon aus Steuern: EUR 332.874,67 Vorjahr: TEUR 350
941.977,53 3.828
10.849.742,57 12.378

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2020 BIS 31. DEZEMBER 2020

DER Q-FIS GMBH, GÖPPINGEN

Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 3.247.434,42 3.092
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 873.919,17 929
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 144.495,24 160
- davon für Altersversorgung: EUR 1.355,37 Vorjahr: TEUR 1
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.827,22 23
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 520.693,66 869
1.558.935,29 1.981
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.859,85 3
- davon Verbund: EUR 4.609,76 Vorjahr: TEUR 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.174,89 29
- davon Verbund: EUR 591,89 Vorjahr: TEUR 0
2.684,96 -26
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 490.454,45 314
8. Ergebnis nach Steuern 1.200.729,64 771
9. Sonstige Steuern 770,28 1
10. Jahresüberschuss 1.199.959,36 770

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

DER Q-FIS GMBH, GÖPPINGEN

I. Allgemeine Angaben

Die Q-FIS GmbH hat ihren Sitz in Göppingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Nummer HRB 724067 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Vorjahresangaben einiger Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden angepasst. Die Anpassung wird begründet mit dem treffenderen Ausweis.

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare/degressive Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und acht Jahren angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2. Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem tatsächlich abgesicherten Währungskurs. Soweit erforderlich wurde grundsätzlich eine Abwertung auf den jeweils ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.155,00 0,00 0,00 7.155,00
2. Geleistete Anzahlungen 144.682,16 167.752,00 0,00 312.434,16
151.837,16 167.752,00 0,00 319.589,16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.270,49 14.313,22 0,00 184.583,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
347.107,65 182.065,22 0,00 529.172,87
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.149,00 0,00 0,00 7.149,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.149,00 0,00 0,00 7.149,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.639,49 19.827,22 0,00 163.466,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
150.788,49 19.827,22 0,00 170.615,71
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 6,00
2. Geleistete Anzahlungen 312.434,16 144.682,16
312.440,16 144.688,16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.117,00 26.631,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
358.557,16 196.319,16

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.306 (Vorjahr TEUR 2.020).

Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge und Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt EUR 49 (Vorjahr EUR 397.330).

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Daneben kommen die üblichen Rückstellungen für Personal und ungewisse Verbindlichkeiten zum Ausweis.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

5. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 31). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Versicherungserstattungen, ausgebuchten Verbindlichkeiten und Erträgen aus Währungsumrechnungen.

6. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 5). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Schadenersatzleistungen und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen.

7. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 enthalten.

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Derivative Finanzinstrumente

Als derivative Finanzierungsinstrumente werden Devisentermin- und Swapgeschäfte, strukturierte Devisenprodukte sowie Call- und Put-Optionen zur Steuerung des Währungsrisikos, im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Wareneinkaufs in USD eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Kreditinstitute abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Geschäfte:

Nominalbetrag Positiver Zeitwert
EUR EUR
Devisentermingeschäfte 0 0
Nominalbetrag Negativer Zeitwert
EUR EUR
Devisentermingeschäfte 9.523.402,04 -363.163,85
Nominalbetrag Barwert
EUR EUR
Devisenswaps 0 0

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzinstrumente. Die Marktwerte der dargestellten Derivate wurden nach dem Mark-to-Market Modell, der Barwertmethode und Garman-Kohlhagen (modifiziertes Black Scholes) von den Kreditinstituten bewertet.

Angaben zu Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB

Die von der Q.-FIS GmbH gehaltenen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Währungsrisiken. Sie decken die originären Geschäfte ab (Grundgeschäfte) und werden mit diesen - soweit möglich - in Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Im Rahmen der Steuerung der Währungsrisiken setzt die Q-FIS GmbH verschiedene Arten von Währungssicherungsgeschäften ein. So bestehen zur Absicherung gegen stark schwankende und vor allem stark steigende Währungen (US-Dollar) gegenüber den von Q-FIS GmbH in US-Dollar gekauften Waren aus Fernost die oben aufgeführten Derivate.

Die oben dargestellten derivativen Finanzinstrumente wurden in vollem Umfang mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Eine Messung der Wirksamkeit der Bewertungseinheiten erfolgt sowohl zu Beginn der Sicherungsbeziehung als auch zu jedem darauffolgenden Bilanzstichtag, an dem diese Sicherungsbeziehung besteht. Hierzu werden alle bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft (z.B. Nominalbetrag, Laufzeit) miteinander verglichen und auf Deckungsgleichheit überprüft (Methode des critical terms match).

2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

Herrn Michael Gresser, Reutlingen

wahrgenommen.

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich ein Geschäftsführer und zwölf Angestellte beschäftigt.

 

Göppingen, den 17. Mai 2021

Q-FIS GmbH

Michael Gresser

Lagebericht 2020

Der Firma Q-FIS GmbH, Göppingen

Allgemeine wirtschaftliche Lage

2020 war ein außergewöhnliches, von der Coronapandemie geprägtes Jahr, das die Bevölkerung und fast alle wirtschaftlichen Bereiche vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen gestellt hat. Zeitweise ist nahezu die gesamte wirtschaftliche Wertschöpfung, mit Ausnahme der für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Bereiche, durch den von der Bundesregierung verordneten Lockdown, zum Erliegen gekommen. Die durch diese Beschränkungen stark betroffenen Unternehmen jeglicher Größenordnung wurden, und werden noch heute, mit staatlichen Hilfsprogrammen gestützt. Gleichzeitig wurde die Insolvenzantragspflicht vorübergehend ausgesetzt. Insbesondere der private Konsumbereich war stark betroffen. Gemäß dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat 2020 der "erzwungenen Konsumverzicht" 2% des BIP gekostet. Gleichzeitig ist das Geldvermögen der privaten Haushalte stark angestiegen, gem. IW um 111 Milliarden. Vor diesem Hintergrund werden Nachhol- und Kompensationseffekte erwartet. In welchem Umfang und ob sich das Konsumverhalten insbesondere im Modebereich langfristig verändert, ist dabei noch offen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Umsätze des Einzelhandels trotzdem real um 3,9% über dem Vorjahreswert. Dabei ist die Branche zweigeteilt. Der Internet- und Versandhandel (+24,1%), die Lebensmittelhändler und Discounter sowie die Heimwerkermärkte boomen. Dagegen musste der Handel mit Textilien und Schuhen ein Minus von 23,4% hinnehmen. Der Arbeitsmarkt wird zwar durch massive Kurzarbeit gestützt, trotzdem ist die Zahl der Arbeitslosen 2020 auf ca. 2,7 Mio. angestiegen. Auch in der Eurozone hat die Coronakrise tiefe Spuren hinterlassen. Gem. Eurostat ist das BIP 2020 um 6,8% eingebrochen.

Durch die mittlerweile dritte Coronawelle beziffern die IW-Forscher den Konsumausfall für das 1. Quartal 2021 auf weitere 40 bis 60 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2021 wird noch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet. Der Wirtschaftsrat der Wirtschaftsweisen prognostiziert nach einem Rückgang des BIP 2020 um 4,9% ein Wachstum für 2021 von 3,1%. Getragen wird dieses Wachstum durch die Industrieproduktion, insbesondere durch die hohe Nachfrage aus China und USA. Einher geht dieser Aufschwung mit einem erwarteten Anstieg der Verbraucherpreise um voraussichtlich 2,1%.

2020 ist der Umsatz im Einzelhandel mit Schuhen um 22,3% eingebrochen. Die Konsumausgaben privater Haushalte für Schuhe sind nominal auf 10,6 Milliarden Euro zurückgegangen. Dabei haben die großen Onlineanbieter deutlich hinzugewonnen. Ausgangsbeschränkungen, Kurzarbeit und Homeoffice trübten die Kauflust massiv. Insbesondere notwendige Bedarfsbeschaffungen werden noch getätigt. Die Coronakrise beschleunigt den Strukturwandel und die Verdrängung des stationären Schuhhandels. Mittlerweile ist es die dritte Saison in Folge, in der die Unternehmen auf einem großen Teil ihrer Ware sitzenbleibt. Die Händler sind entsprechend vorsichtig bei der Disposition neuer Ware, zumal auch der finanzielle Spielraum sehr beschränkt ist. Die großen Lebensmitteldiscounter sind hier klar im Vorteil und vom Lockdown nicht betroffen. Zumindest in Deutschland dürfte das Non Food Sortiment uneingeschränkt verkauft werden. Im textilen Bereich incl. Schuhe hält die Konsolidierung bei Angebot/Aktionen an.

Wir sind mit unserem Unternehmen im internationalen Handel mit Schuhen und artverwandten Produkten tätig. Die von uns designten und entwickelten Produkte werden vorwiegend in Asien produziert. Wir arbeiten ausschließlich auftragsbezogen mit unseren Kunden, die den europäischen Markt bedienen.

Darstellung der Lage

Vor der Coronapandemie konnten wir aufgrund des Auftragsbestandes noch davon ausgehen den Vorjahresumsatz in etwa halten zu können. Auch wenn wir diese Zielsetzung nicht erreichen konnten, sind wir mit der wirtschaftlichen Entwicklung angesichts der sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen trotzdem zufrieden. Bedingt durch die Auswirkungen der Pandemie mussten wir kundenseitige Mengenreduzierungen bei bereits platzierten Orders akzeptieren. Zu diesem Zeitpunkt waren diese Aufträge jedoch noch nicht in der Produktion. Durch den zeitweisen Lockdown in China waren unsere Lieferketten unterbrochen. Trotz immenser Anstrengungen konnten daher nicht alle Liefertermine eingehalten werden, konnten allerdings in Abstimmung mit Kunden verschoben werden.

Das intensive und preissensible Wettbewerbsumfeld hat sich nicht verändert. Die Anforderungen an die Qualitäts- und Umweltstandards werden bereits in Vorbereitung auf das neue Lieferkettengesetz in Zukunft weiter steigen.

Der Großteil unserer Wareneinkäufe erfolgt auf Dollarbasis. Die daraus resultierenden Währungsrisiken werden durch Derivate Finanzinstrumente abgesichert. Grundsätzlich ist die Entwicklung des USD/EURO Wechselkurses daher für uns von wichtiger Bedeutung.

Ereignisse von besonderer Bedeutung bzw. wesentlichem Einfluss auf den Jahresabschluss und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Geschäftsergebnis

Die Umsatzerlöse sind aus den genannten Gründen auf TEUR 39.298, -8,5%, zurückgegangen. Erfreulicher Weise hat sich die Rohertragsquote von 6,9% auf 8,5% verbessert. Ursächlich sind die gegenüber dem Vorjahr wesentlich geringeren Zollaufwendungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zollaufwendungen im Vorjahr tatsächlich und in Relation zum Umsatz vergleichsweise hoch gewesen sind. Maßgeblich für die Entwicklung der Zollaufwendungen ist das Produktportfolio, die Struktur der Beschaffungsländer und die Währungsentwicklung des USD. Der Rohertrag konnte daher leicht auf TEUR 3.162, Vj. TEUR 3.038, gesteigert werden. Die Personalkosten konnten moderat reduziert werden.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 503, -41,8%, setzt sich fort. Zu den Betriebskosten muss angemerkt werden, dass projektbezogen weniger Fremdarbeiten und Fremdleistungen beansprucht werden mussten. Durch die kontinuierlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen liegen auch die Prüfkosten erneut unter dem Vorjahr, -32%, wobei diese Kosten an die Lieferanten weiterbelastet werden. Bei den Vertriebskosten fällt der Rückgang der Reisekosten, bedingt durch die Corona Reisebeschränkungen, und der projektbezogenen Ausgangsfrachten auf. Die Verwaltungskosten sind mit TEUR 130 nahezu stabil.

Das Jahresergebnis hat sich insbesondere aufgrund der geschilderten Verbesserung des Rohertrages und der Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 1.200, Vj. TEUR 770, positiv entwickelt.

Die Bilanzsumme hat sich weiter reduziert, TEUR 10.850, Vj. TEUR 12.378. Am Bilanzstichtag hatten wir einen Warenbestand von TEUR 863, Vj. TEUR 2.706. Die Forderungsbestände sind mit TEUR 2.168 fast identisch mit dem Vorjahresbestand. Die Veränderungen bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind ausschließlich auf die Steuerposition zurückzuführen. Beim Vorratsvermögen handelt es sich ausschließlich um Warenbestände, die am Bilanzstichtag bereits verkauft waren. Beim Anlagevermögen macht sich die Investition in ein neues Warenwirtschaftssystem bemerkbar (Anzahlungen).

Unsere Aktiva ist hauptsächlich über unser hohes Eigenkapital finanziert. Über die Thesaurierung des Gewinns verfügen wir über ein Eigenkapital von TEUR 9.707. In Kombination mit der Bilanzverkürzung erhöht sich die Eigenkapitalquote von 68,7% auf 89,5%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Lieferungen und Leistungen konnten zum Bilanzstichtag markant abgebaut werden.

Zur Finanzierung der Geschäftsumsätze standen uns neben dem Eigenkapital entsprechende Kreditlinien unserer Banken zur Verfügung. Wir verfügen daher jederzeit über einen gut ausreichenden Finanzierungsspielraum.

Risikomanagement der Gesellschaft

Unser Risikomanagement verfolgt das Ziel den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sicher zu stellen und frühzeitig auf Entwicklungen hinzuweisen, welche die Ertragslage beeinflussen.

1. Risikomanagementsystem:

Eine ertrags- und risikoorientierte wirtschaftliche Entwicklung erfordert das Eingehen von kalkulierbaren Risiken. Aufgabe des Risikomanagements ist es daher, eine proaktive Abschätzung der mit der Planung und Ausführung unserer strategischen und operativen Maßnahmen verbundenen Chancen und Risiken sowie das verantwortliche Management sicherzustellen.

2. Wesentliche Komponenten des Risikomanagementsystems:

Jährliche Planung der Umsatz-und Ertragslage

Liquiditätsmanagement

Effizientes Berichts- und Rechnungswesen

Weiterentwicklung der Prozesse, Strukturen und Organisation

Währungsrisiko: Absicherung der Projekte durch derivative Finanzinstrumente (vgl. Anhang).

Voraussichtliche Entwicklung sowie Hinweis auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben sich durch die gravierenden Auswirkungen der Coronakrise noch verstärkt und werden uns auch 2021 vor Herausforderungen stellen. In diesem Zusammenhang müssen wir uns auf einen weiteren Umsatzrückgang in der Größenordnung von 10%

einstellen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage. Allerdings sind auch für uns die Auswirkungen der Corona-Krise derzeit nicht in vollen Umfang abzuschätzen. Die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten, bleibt weiterhin eine große Herausforderung. Durch unseren finanziellen Hintergrund gehen wir davon aus für diese Herausforderung gerüstet zu sein. Wir müssen davon ausgehen, dass die Anforderungen der Kunden hinsichtlich der Qualität- und Umweltstandards sowie auch der Sozialstandards durch das ab 2023 gültige neue Lieferkettengesetz schon im Vorfeld weiter nach oben geschraubt werden. Entsprechende Standards und Strukturen werden bei unseren Lieferanten sukzessive aufgebaut.

In diesem Zusammenhang sind Investition in eine neue EDV-Infrastruktur und in den Ausbau der Qualitätssicherungsmaßnahmen erforderlich. Es ist vorgesehen die EDV-Investitionen aus Eigenmitteln zu finanzieren. Unser Focus wird weiter auf einer schlanken Kostenstruktur, ein straffes Kostenmanagement und auf der Anpassung der Prozessabläufe an, die sich verändernden Rahmenbedingungen liegen.

Da wir unverändert nur auftragsbezogen fertigen lassen, besteht kein nennenswertes Lager- und Absatzrisiko. Für aus heutiger Sicht bestehende Risiken wurde in ausreichendem Volumen Vorsorge getroffen.

Durch ein proaktives Management unserer Projekte wollen wir uns dem aktuell sehr schwierigen Umfeld anpassen, mit dem Ziel unsere Marktposition im europäischen Markt zu festigen.

 

Göppingen, den 17. Mai 2021

Q-FIS GmbH

Michael Gresser

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Q-FIS GmbH, Göppingen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Q.-FIS GmbH, Göppingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Q-FIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 14 HGB wurde im Anhang keine Angabe zu Name und Sitz des Mutterunternehmens gemacht.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 18. Mai 2021

SLP BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Storz, Wirtschaftsprüfer

Neumann, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 Abs. 1 HGB

Der Abschluss wurde festgestellt/gebilligt am 19.06.2021.

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