MeDiTA Pro GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Blendi Qylafku seit 4.8.2023 | Geschäftsführer |
Yongliang Zhang seit 29.4.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Mag. Wipfler seit 29.4.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Winvalco Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VALIANT Holdings GmbHKölnJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023InhaltI. Bilanz zum 31.12.2023 II. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 III. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel zum 31.12.2023 BILANZ ZUM 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31.12.2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der VALIANT Holdings GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr 2023 wurde entsprechend den Bestimmungen der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es finden die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses erstellt. Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. 2. Umlaufvermögen Der Posten "Forderungen" beinhaltet Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 11.029.850,94. Davon haben EUR 9.000.000,00 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Umlaufvermögen gibt es keine Beträge, die rechtlich erst nach dem 31. Dezember 2023 entstanden sind. 3. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt EUR 640.000,00 und ist voll eingezahlt. 4. Verbindlichkeiten Der Posten "Verbindlichkeiten" beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 240.790,98. Außerdem beinhaltet der Posten nachrangige Darlehen von verbunden Unternehmen in Höhe von EUR 9.836.082,29. Von diesen haben EUR 9.000.000,00 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es gibt keine Verbindlichkeiten, die rechtlich erst nach dem 31. Dezember 2023 entstanden sind. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 100.000,00 durch die Verschmelzung mit der Valiant TMS GmbH per 26.6.2023. V. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführer Geschäftsführer der VALIANT Holdings GmbH waren im Geschäftsjahr 2023:
2. Gesellschafter Das Stammkapital wird zum 31. Dezember 2023 von der Winvalco Limited, Windsor Kanada, mit einer Stammeinlage von EUR 640.000,00 gehalten. 3. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen der Valiant-Gruppe, Kanada. 4. Ergebnisabführungsvertrag Die Gesellschaft hat am 6. Dezember 2004 mit der Valiant TMS GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag wurde am 14. Dezember 2004 in das Handelsregister eingetragen. Der Gewinn wurde erstmals für das Geschäftsjahr 2004 abgeführt. Dies war im Geschäftsjahr 2023 nicht mehr anwendbar, da die Gesellschaft Valiant TMS GmbH am 26.06.2023 mit der Valiant Holdings GmbH verschmolzen wurde. 5. Beteiligungsbesitz Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 folgende Beteiligungen im Anlagevermögen:
Das Tochterunternehmen Valiant TMS GmbH wurde per 26.06.2023 mit der Valiant Holdings GmbH verschmolzen. 7. Haftungsverhältnisse Im Oktober 2020 wurde eine Leistungs- und Erfüllungsgarantie zu Gunsten eines Projekts der Tochtergesellschaft TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH abgegeben. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.
Köln, den 08. März 2024 Yongliang Zhang Blendi Qylafku ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31.12.2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
|
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| 2023 | 2022 | |||
| EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 74.052.602,24 | 111.268 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | 130.295.644,04 | 43.277 | ||
| 204.348.246,28 | 154.545 | |||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.855.158,39 | 4.959 | ||
| Davon aus Währungsumrechnung: EUR 324.869,50 | (138) | |||
| 207.203.404,67 | 159.504 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -90.591.464,95 | -72.567 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -55.279.157,56 | -35.098 | ||
| -145.870.622,51 | -107.665 | |||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -33.399.490,74 | -27.496 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -8.726.791,29 | -7.566 | ||
| Davon für Altersversorgung: EUR -173.134,16 | (-142) | |||
| -42.126.282,03 | -35.062 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -1.530.472,75 | -1.271 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -13.422.915,65 | -14.049 | ||
| Davon aus Währungsumrechnung: EUR -220.980,46 | (-208) | |||
| -202.950.292,94 | -158.047 | |||
| 4.253.111,73 | 1.457 | |||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 29.072,44 | 4 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.017.889,00 | -1.276 | ||
| Davon aus Aufzinsung: EUR 4.870,00 | (-5) | |||
| -1.988.816,56 | -1.272 | |||
| 2.264.295,17 | 185 | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -39.118,43 | -1.096 | ||
| Davon latente Steuern: EUR 405.091,33 | (-800) | |||
| 11. Ergebnis nach Steuern | 2.225.176,74 | -911 | ||
| 12. Sonstige Steuern | -30.197,63 | -26 | ||
| 13. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) | 2.194.979,11 | -937 | ||
| 14. Gewinnvortrag | 21.274.228,82 | 22.211 | ||
| 15. Entnahme aus Rücklagen | 353.299,20 | 0 | ||
| 16. Bilanzgewinn | 23.822.507,13 | 21.274 | ||
I. Allgemeine Angaben
Die VALIANT Holdings GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HR B 86986 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Köln. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verpflichtet. Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
In den Konzernabschluss wurden neben der VALIANT Holdings GmbH als Muttergesellschaft die Abschlüsse der in der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen.
Das Tochterunternehmen VALIANT TMS GmbH wurde per 26.06.2023 mit der VALIANT Holdings GmbH verschmolzen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden die per 11.05.2023 gegründete VALIANT TMS Automation USA LLC, Columbia / USA in den Konzernabschluss aufgenommen.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde die per 15.11.2011 gegründete OOO VALIANT-TMS Rus, Moskau / Russland in den Konzernabschluss aufgenommen. Diese wurde per 05.10.2023 liquidiert.
Im Geschäftsjahr 2013 wurde die per 10.07.2013 gegründete VALIANT-TMS Barcelona S.L., Barcelona / Spanien in den Konzernabschluss aufgenommen. Diese wurde per 19.10.2023 liquidiert.
Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:
| ― |
Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode bzw. bis 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung mit den Anteilen der Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Gründungstag. |
| ― |
Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten. |
| ― |
Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, Aufwendungen und Erträgen (insbesondere Kostenumlagen und Zinsen). |
| ― |
Eliminierung von Beteiligungserträgen an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften sowie Abschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften. |
| ― |
Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen. |
| ― |
Vornahme von Steuerabgrenzungen auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. |
Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten.
III. Währungsumrechnung
1. Konzernwährung ist der Euro. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Jahresabschlüsse nicht bereits in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Stichtagskurs wird erfolgsneutral, als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.
Die sich aus den unterschiedlichen Abschlussstichtagskursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet.
2. In der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.
3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in ausländischer Währung werden zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet.
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften aufgestellt wurden und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden.
2. Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge wurden, soweit sie Eigenkapitalcharakter haben, in Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet.
In Folge von Entkonsolidierungen hat sich der mit den Rücklagen verrechnete Unterschiedsbetrag um TEUR 354 auf TEUR 4.760 vermindert. In der Ergebnisverwendungsrechnung wird dieser Vorgang unter "Entnahmen aus Rücklagen" ausgewiesen.
Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile waren, sind die sich in Vorjahren ergebenden Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 200 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und mangels Werthaltigkeit abgeschrieben worden.
3. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben.
4. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet worden. In Bezug auf die einzelnen Posten des Sachanlagevermögens werden folgende Abschreibungssätze angewandt:
| Abschreibungssatz | |
| % | |
| Fabrik- und Verwaltungsgebäude | 3,00 |
| Grundstückseinrichtungen | 4,00 - 12,50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6,66 - 33,33 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8,33 - 33,33 |
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
5. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Bewertung wurden dabei Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des Wertverzehrs des Anlagevermögens, sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung wurden Abwertungen vorgenommen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten oder geleistete Anzahlungen gegenüberstanden, mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.
6. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden.
7. Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um kurzfristige Abgrenzungen.
8. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen. Im Konzern wird das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen wahrgenommen. In der Konzernbilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen.
9. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Rückstellungen wurden zu den notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Anwendung eines adäquaten Zinssatzes abgezinst. Bei der Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen wurden die nach österreichischem Recht anzuwendenden Bewertungs- und Ansatzparameter zugrunde gelegt:
| Gehalts-/Rententrend | 2,14 % p.a. |
| Fluktuationsabschlag | 13,00 % p.a. |
| Rechnungszins | 1,55 % p.a. |
10. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte mit ihrem Erfüllungsbetrag.
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Bilanzgliederung
Aus Gründen der Bilanzklarheit wurde das Gliederungsschema gemäß § 265 Abs. 5 HGB in den Forderungen und Verbindlichkeiten um die Posten "Forderungen gegen Unternehmen der VALIANT-Gruppe" sowie "Darlehen mittelbarer Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der VALIANT-Gruppe" erweitert.
2. Anlagevermögen
Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Unternehmen der VALIANT-Gruppe betreffen mit TEUR 2.260 (Vorjahr: TEUR 3.454) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
4. Latente Steuern
Für die Berechnung der latenten Steuern aus Konsolidierungsbuchungen wurde ein Steuersatz von 31 % zugrunde gelegt. Für die Aktivierung von Verlustvorträgen und bei Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzen ausländischer Gesellschaften kommen die lokalen Ertragsteuersätze (überwiegend 23 %) im Zeitpunkt der voraussichtlichen Nutzung bzw. Umkehr zur Anwendung.
Die latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf die Aktivierung von ertragsteuerlichen Verlustvorträgen einer österreichischen Konzerngesellschaft. Von den vorhandenen Verlustvorträgen können in den nächsten 5 Jahren voraussichtlich TEUR 24.500 (Vorjahr: TEUR 17.856) genutzt werden. Die Erwartung der zukünftigen Verlustnutzung ergibt sich aus der aktuellen Mehrjahresplanung der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde aktive und passive latente Steuer auf unterschiedliche Wertansätze bei sonstigen Rückstellungen, Vorräten und Anlagevermögen ermittelt und saldiert ausgewiesen.
5. Eigenkapital
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 21.274 enthalten.
6. Rückstellungen
In den Steuerrückstellungen sind vor allem Vorsorgen für ausländische Ertragsteuern enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Abfertigungsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.279 im Wesentlichen Vorsorgen für projektbezogene Risiken, Nachlaufkosten und noch nicht erhaltene Eingangsrechnungen (Gesamt TEUR 8.194), Gewährleistungsansprüche (TEUR 1.091) und sonstige Personalaufwendungen (Resturlaubsansprüche und künftige Jubiläumsgeldzahlungen).
7. Verbindlichkeiten
Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschuldbestellungen auf die Liegenschaft in Linz/Österreich sowie auf die neu errichtete Engineering- und Montagehalle in Rumänien vollständig gesichert. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der VALIANT-Gruppe sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 573).
Unter den Darlehen mittelbarer Gesellschafter sind Darlehen von Gruppenunternehmen an die VALIANT Holdings GmbH ausgewiesen. Die VALIANT Holdings GmbH war verpflichtet, die Darlehen an eine Tochtergesellschaft unter entsprechenden Darlehensverträgen mit Rangrücktritt weiterzureichen. Eine Rückzahlungsverpflichtung der VALIANT Holdings GmbH ist an die Bedingung gekoppelt, dass die Tochtergesellschaft ihrerseits Zahlungen auf das Darlehen leistet. Es besteht jedoch ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn sich die wirtschaftliche Situation der VALIANT Holdings GmbH wesentlich verschlechtern sollte. Ein Teilbetrag von TEUR 5.000, der im Vorjahr noch unter Verbindlichkeiten gegenüber der VALIANT- Gruppe ausgewiesen wurde, konnte im Geschäftsjahr 2023 im Zusammenhang mit der Verlängerung des Darlehens entsprechend umgegliedert werden.
8. Derivative Finanzinstrumente
Innerhalb des Konzerns werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken zu minimieren. Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten.
Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Währungs- und Zinsrisiken zu minimieren. Als Sicherungsinstrumente kamen Termin- und Swapgeschäfte zum Einsatz.
| Abgesicherte Risiken | Sicherungsinstrument | Abgesichertes Volumen 31.12.2023 |
| Mio. EUR | ||
| Wechselkursrisiko Vermögensgegenstände | Devisentermingeschäfte | 61,2 |
| Zinsrisiko Verbindlichkeiten | Zinsswap | 3,1 |
Die abgesicherten Risiken beinhalten hauptsächlich in den nächsten 36 Monaten vertraglich zugesicherte Zahlungen in Fremdwährung. Die Sicherungsgeschäfte ermöglichen, dass Fremdwährungs-Cashflows der Basisgeschäfte zu einem vorher festgelegten Kurs umgetauscht werden (Micro- und Portfolio-Hedge). Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert (Tageskurs) auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Derivative Finanzinstrumente in Höhe von 61,2 Mio. sind in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen. Die Buchungen erfolgen nach der Einfrierungsmethode. Die Wirksamkeit wird nach der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt.
Die Devisentermingeschäfte wurden mit den Mittelkursen am Abschlussstichtag bewertet, die die Marktgegebenheiten zum Berechnungszeitpunkt wiedergeben und unter Bezugnahme auf die vorliegenden Bankbestätigungen unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren ermittelt wurden.
Darüber hinaus besteht ein Zinsswap über EUR 3,1 Mio. und einer Laufzeit bis zum 2. Januar 2030 zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus Mietverpflichtungen. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert (Zinssatz) auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus, daher wurden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB (Micro-Hedge) gebildet. Die Bewertung erfolgt zum gesicherten Zinssatz (Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode). Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt.
9. Haftungsverhältnisse
Zum Abschlussstichtag bestehen neben den branchenüblichen Besicherungen von Anzahlungen und Gewährleistungen durch Avalkredite von EUR 74,7 Mio. keine weiteren Haftungsverpflichtungen.
Es wurden keine liquide Mittel als Sicherheit verpfändet.
10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden folgende Beträge fällig:
| TEUR | |
| 2024 | 1.093 |
| 2025 - 2028 | 1.927 |
| 3.020 |
Es handelt sich um Aufwendungen für die Anmietung bzw. das operative Leasing von Gebäuden und Fahrzeugen, die für den Geschäftsbetrieb genutzt werden. Ein seit 1999 angemietetes Bürogebäude wurde mit Ablauf der 20-jährigen Laufzeit mit Wirkung zum 31.12.2019 von einem neuen Vertragspartner erworben und wiederum an die Gesellschaft vermietet. Zudem wurde eine angrenzende Immobilie ebenfalls an diesen Vertragspartner verkauft und dann angemietet ("Sale-and-Lease-back-Transaktion"). Eine Kündigung der Mietverträge über die beiden Immobilien ist durch die Gesellschaft in den nächsten 10 Jahren nicht zulässig. Der Vertragspartner trägt die wesentlichen Chancen und Risiken aus den Immobilien. Die Gesellschaft trägt die Risiken für Schäden, die nicht versichert sind. Vorteile bestehen hierbei insbesondere in der Bilanzneutralität.
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Nach Produktlinien gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
| 2023 | 2022 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Rohbau (PMB) | 56.618,2 | 76,5 | 99.127,9 | 89,1 |
| Montagesysteme (PMA) | 6.316,4 | 8,5 | 2.539,7 | 2,3 |
| Powertrain (PMP) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Service & After Sales (SAS) | 10.829,7 | 14,6 | 9.564,2 | 8,6 |
| Aerospace (AERO) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | 288,3 | 0,4 | 36,4 | 0,0 |
| 74.052,6 | 100,0 | 111.268,2 | 100,0 | |
Nach geographischen Märkten ergeben sich folgende Umsätze:
| 2023 | 2022 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Zentral-/Osteuropa | 61.933,8 | 83,6 | 97.756,1 | 87,9 |
| Westeuropa | 15,7 | 0,0 | 635,1 | 0,6 |
| Nordeuropa | 10.566,1 | 14,3 | 416,9 | 0,4 |
| Asien | 612,3 | 0,8 | 11.580,8 | 10,4 |
| Russland | 0,0 | 0,0 | 225,3 | 0,2 |
| Nord-/Südamerika | 924,7 | 1,3 | 654,0 | 0,5 |
| Afrika | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 74.052,6 | 100,0 | 111.268,2 | 100,0 | |
2. Periodenfremde Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.591.
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Zunahme der aktiven latenten Steuer in Höhe von TEUR 405 untergliedert sich in einen Abbau um TEUR 2 aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie einen Aufbau der sonstigen Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 407.
4. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer
Im Geschäftsjahr sind Kosten (Abschlussprüfungsleistungen) in Höhe von TEUR 16 für den Konzernabschlussprüfer entstanden.
VII. Kapitalflussrechnung
Finanzmittelfonds
Der Finanzmittelfonds entspricht den flüssigen Mitteln.
VIII. Ergebnisverwendung
Der Jahresüberschuss 2023 des Mutterunternehmens wird unter Einbeziehung des Gewinnvortrags auf neue Rechnung vorgetragen.
IX. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter
Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 618 Angestellte (Vorjahr: 539).
2. Geschäftsführung
Geschäftsführer der VALIANT Holdings GmbH waren im Geschäftsjahr 2023:
| ― |
Yongliang Zhang, Beijing/China, Geschäftsmann (seit 16.02.2022). |
| ― |
Blendi Qylafku, Windsor/Kanada, Geschäftsmann (seit 26.06.2023 gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen) |
3. Anteilsbesitz
Einzelheiten zum Anteilsbesitz des Konzerns zeigt die entsprechende Aufstellung (Anlage 3 zum Konzernanhang).
Köln, den 8. März 2024
(Yongliang Zhang)
(Blendi- Qylafku)
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 01.01.2023 | Kurs- und sonstige Veränderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | 7.601.740,35 | -10.903,50 | 802.053,61 | 759.333,00 | 7.633.557,46 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 200.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 200.000,00 |
| 7.801.740,35 | -10.903,50 | 802.053,61 | 759.333,00 | 7.833.557,46 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 14.225.451,88 | -14.874,46 | 293.338,28 | 0,00 | 14.503.915,70 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.871.577,22 | -23.905,53 | 402.847,92 | 1.498.486,97 | 3.752.032,64 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.905.093,12 | -9.563,23 | 540.653,00 | 405.314,01 | 7.030.868,88 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 390,00 | -10.888,38 | 2.238.685,75 | 390,00 | 2.227.797,37 |
| 26.002.512,22 | -59.231,60 | 3.475.524,95 | 1.904.190,98 | 27.514.614,59 | |
| Insgesamt | 33.804.252,57 | -70.135,10 | 4.277.578,56 | 2.663.523,98 | 35.348.172,05 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| 01.01.2023 | Kurs- und sonstige Veränderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | 6.960.663,14 | -10.835,12 | 515.494,08 | 759.333,01 | 6.705.989,09 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 200.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 200.000,00 |
| 7.160.663,14 | -10.835,12 | 515.494,08 | 759.333,01 | 6.905.989,09 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.119.051,71 | -1.507,95 | 460.477,58 | 0,00 | 4.578.021,34 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.065.025,56 | -17.097,43 | 180.798,64 | 1.474.522,52 | 2.754.204,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.255.021,35 | -7.233,80 | 373.702,45 | 397.017,40 | 6.224.472,60 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 14.439.098,62 | -25.839,18 | 1.014.978,67 | 1.871.539,92 | 13.556.698,19 | |
| Insgesamt | 21.599.761,76 | -36.674,30 | 1.530.472,75 | 2.630.872,93 | 20.462.687,28 |
| Buchwert | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | 927.568,37 | 641.077,21 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 927.568,37 | 641.077,21 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 9.925.894,36 | 10.106.400,17 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 997.828,39 | 806.551,66 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 806.396,28 | 650.071,77 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.227.797,37 | 390,00 |
| 13.957.916,40 | 11.563.413,60 | |
| Insgesamt | 14.885.484,77 | 12.204.490,81 |
| Restlaufzeit | |||||
| 31.12.2023 | Davon bis 1 Jahr | Davon mehr als 1 Jahr | Davon mehr als 5 Jahre | 31.12.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.434 | 3.254 | 8.180 | 3.677 | 8.731 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen * | 229.861 | 229.861 | 0 | 0 | 106.625 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.516 | 13.516 | 0 | 0 | 18.107 |
| Darlehen mittelbarer Gesellschafter | 9.836 | 836 | 9.000 | 6.900 | 5.898 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der VALIANT-Gruppe | 257 | 257 | 0 | 0 | 5.573 |
| Davon gegenüber Gesellschafterin | (179) | (107) | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.708 | 2.708 | 0 | 0 | 3.346 |
| Davon aus Steuern | (1.030) | (2.110) | |||
| Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (1.065) | (751) | |||
| 267.612 | 250.432 | 17.180 | 10.577 | 148.280 | |
| Restlaufzeit | |||
| Davon bis 1 Jahr | Davon mehr als 1 Jahr | Davon mehr als 5 Jahre | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.014 | 6.717 | 3.386 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen * | 106.625 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.107 | 0 | 0 |
| Darlehen mittelbarer Gesellschafter | 3.998 | 1.900 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der VALIANT-Gruppe | 573 | 5.000 | 0 |
| Davon gegenüber Gesellschafterin | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.346 | 0 | 0 |
| Davon aus Steuern | |||
| Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | |||
| 134.663 | 13.617 | 3.386 | |
Anteilsbesitzliste
| Nr. | Gesellschaft | Sitz | Anteil |
| in % | |||
| In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften | |||
| 1. | TMS Holdings GmbH | Linz/Österreich | 100 |
| 2. | TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH | Linz/Österreich | 100 |
| 3. | Valiant TMS Czech s.r.o. | Olomouc/Tschechien | 100 |
| 4. | Valiant TMS RO s.r.l. | Oradea/Rumänien | 100 |
| 5. | Valiant TMS Polska Sp. z o.o. | Gliwice/Polen | 100 |
| 6. | Valiant TMS Automation USA LLC | Columbia/USA | 100 |
| 2023 | 2022 | |
| TEUR | TEUR | |
| 1. Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) | 2.195 | (937) |
| 2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.530 | 1.271 |
| 3. Zunahme (Abnahme) der Rückstellungen | 4.108 | (5.852) |
| 4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (Erträge) | (255) | 1.143 |
| 5. (Gewinn) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 17 | 84 |
| 6. (Zunahme) Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (125.154) | (44.524) |
| 7. (Zunahme) Abnahme der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte | (1.631) | (1.907) |
| 8. Zunahme (Abnahme) der erhaltenen Anzahlungen | 123.235 | 28.232 |
| 9. Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (5.737) | 4.489 |
| 10. (Zinserträge) Zinsaufwendungen | 1.989 | 1.272 |
| 11. Ertragssteueraufwand | 444 | 296 |
| 12. Ertragssteuerzahlungen | (244) | (622) |
| 13. (Erträge) Aufwendungen aus Corona-Hilfsprogrammen | 0 | (1.375) |
| 14. Einzahlungen aus Corona-Hilfen | 1.375 | 0 |
| 15. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.872 | (18.430) |
| 16. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | (825) | (285) |
| 17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 46 | 0 |
| 18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (3.483) | (820) |
| 19. Erhaltene Zinsen | 26 | 4 |
| 20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (4.236) | (1.101) |
| 21. Einzahlungen (Auszahlungen) mittelbarer Gesellschafter | (1.096) | 0 |
| 22. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 4.037 | 1.409 |
| 23. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | (1.333) | (426) |
| 24. Gezahlte Zinsen | (1.791) | (1.061) |
| 25. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (183) | (78) |
| 26. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus Zf. 15., 20., 25.) | (2.547) | (19.609) |
| 27. Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | (27) | 23 |
| 28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.124 | 23.710 |
| 29. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.550 | 4.124 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Gewinnrücklagen der einbezogenen Unternehmen | Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung | Bilanzgewinn/Bilanzverlust der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist | Konzerneigenkapital | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Stand 1.1.2022 | 640.000,00 | 9.461.724,63 | -439.689,90 | 22.210.774,95 | 31.872.809,68 |
| Jahresfehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -936.546,13 | -936.546,13 |
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | 42.196,71 | 0,00 | 42.196,71 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2022 / 1.1.2023 | 640.000,00 | 9.461.724,63 | 397.493,19 | 21.274.228,82 | 30.978.460,26 |
| Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.194.979,11 | 2.194.979,11 |
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | -60.642,90 | 0,00 | -60.642,90 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | -353.299,20 | 0,00 | 353.299,20 | 0,00 |
| Stand 31.12.2023 | 640.000,00 | 9.108.425,43 | -458.136,09 | 23.822.507,13o | 33.112.796,47 |
* Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag
in Höhe von EUR 21.274.228,82 enthalten
Die VALIANT Holdings GmbH ist eine Holding-Gesellschaft, das operative Geschäft erfolgt überwiegend durch den Teilkonzern TMS Holdings GmbH, Linz/Österreich.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war von einem sehr starken Investitionsvolumen unserer Kunden geprägt. Entsprechend zeigte sich nach den Covid-belasteten Vorjahren eine deutliche Erholung der Marktpreise im Segment des automobilen Anlagenbaues, sodass die neugewonnenen Projekte den positiven Ergebnisausblick für die kommenden Jahre untermauern. Gleichzeitig wurden einige wirtschaftliche Herausforderungen, wie die Verfügbarkeit diverser Materialien und Kaufteile entschärft. Andererseits führte die nach wie vor sehr hohe Inflation in Österreich insbesondere im Bereich des Personals zu weiteren Kostensteigerungen, die in einer Schwächung des Standorts im internationalen Wettbewerb resultieren.
In diesem sehr positiven Marktumfeld konnte ein Auftragseingang von EUR 262 Mio. erzielt werden, welcher um beinahe 17 % über dem starken Vorjahreswert lag. Das hochgesteckte Budgetziel von EUR 270 Mio. konnte dennoch nicht ganz erreicht werden, da der Bereich Assembly & Conveyor Systems hinter den Erwartungen geblieben war. Für das kommende Geschäftsjahr sind zwar nach wie vor viele Investitionsvorhaben in Planung, es zeichnet sich jedoch bereits eine Abkühlung der Nachfrage und somit auch des Preisniveaus ab.
Die VALIANT-TMS-Gruppe beinhaltet folgende Produktbereiche:
| • |
Karosseriebausysteme (Body in White / Rohbau / BiW) |
| • |
Assembly & Conveyor Systems (Montagesysteme / ACS) |
| • |
Service & After Sales |
Die obigen Produktbereiche umfassen das nachfolgende Leistungsprogramm:
| • |
Karosserierohbausysteme |
| • |
Anlagen für Automobil-Aggregatmontage |
| • |
Elektrohängebahnen und flurgebundene Transportsysteme |
| • |
Leit- und Steuerungstechnik |
| • |
Engineering-, Montage- und Instandhaltungs-Dienstleistungen |
Im Jahr 2024 wird der Geschäftsbereich Body in White seinen Fokus unverändert auf seine Hauptkunden VW Group, BMW, Mercedes-Benz, Stellantis und Volvo verteilen, wobei innerhalb dieser Kundengruppen verstärkt das Geschäftsfeld "Light & Heavy Commercial Vehicles" in den Vordergrund tritt. Der Bereich der Elektromobilität ist zwar nach wie vor ein wesentlicher Treiber für neue Projekte und Investitionen, die Frage der Erreichbarkeit der seitens der EU vorgegebenen Ziele sowie das zumindest kurzfristig schwindende Kaufinteresse sind jedoch bereits am Markt spürbar. Im Bereich Assembly & Conveyor Systems bleibt die Kundenorientierung bei BMW und Mercedes Benz.
Als internationaler Systemanbieter liefert die VALIANT-TMS-Gruppe Karosseriebau-, Montage- und Transportsysteme für die Automobilindustrie. Die Marktbearbeitung wird vom Hauptstandort Linz der Tochtergesellschaft TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH aus gesteuert und durch Vertriebs- und Konstruktionsbüros in der Schwestergesellschaft Valiant TMS Czech s.r.o., Olomouc/Tschechien sowie den Tochtergesellschaften Valiant TMS RO s.r.l. Oradea/Rumänien und Valiant TMS Polska Sp. z.o.o. Gliwice/Polen unterstützt. Um die Bedeutung des US-Amerikanischen Marktes für die Zukunft der Gruppe zu untermauern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Tochtergesellschaft Valiant TMS Automation USA LLC in Columbia/USA gegründet. Der spanische Markt wird nunmehr wieder ausschließlich direkt über die österreichische TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH abgedeckt, sodass die Gesellschaft Valiant TMS Barcelona S.L. liquidiert werden konnte. Die Schwestergesellschaft VALIANT TMS GmbH, Köln/Deutschland wurde im laufenden Geschäftsjahr 2023 mit der VALIANT Holdings verschmolzen und führt deren Funktion als Vertriebs- und Konstruktionsbüro fort.
Im Rahmen eines aktuellen Großauftrags für die VW-Gruppe in Portugal, besteht eine Zweigniederlassung in Lissabon.
1. Markt- und Branchenentwicklung
Die allgemeine Stimmung in der Automobilbranche ist skeptisch, bedingt durch rückläufige Auftragseingänge, das Ende der staatlichen E-Auto-Förderung in Deutschland und rekordhohe Preise. Unsicherheiten durch brüchige Lieferketten, Naturkatastrophen, Inflation und Zinserhöhungen verstärken die Skepsis.
Die Prognosen für den deutschen Automarkt variieren, von einem leichten Wachstum bis zu einem gleichbleibenden Niveau oder sogar einem Rückgang, beeinflusst durch gestiegene Rohstoffkosten, höhere Fahrzeugpreise und Unsicherheiten in Bezug auf Verkehrs- und Klimapolitik, was die Kaufzurückhaltung der Verbraucher verstärken könnte.
Die Aussichten für unsere Hauptkunden in der deutschen Automobilindustrie im Jahr 2024 deuten somit auf eine gemischte Entwicklung hin. Ein prognostizierter Rückgang der Nachfrage um 1 Prozent auf dem deutschen Automobilmarkt wird erwartet, was zu einer Gesamtzahl von 2,8 Millionen Einheiten führen würde, etwa ein Viertel weniger als vor der globalen Krise im Jahr 2019. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer geschätzten Reduzierung des Absatzes von Elektro-Pkw um 9 Prozent auf 635.000 Einheiten. Während bei Plug-In-Hybriden (PHEV) zwar ein Anstieg um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten erwartet wird, geht man bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang um 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus.
International zeigt sich ein differenziertes Bild mit erwartetem Wachstum von 4 Prozent in Europa und 2 Prozent in den USA, während für den chinesischen Markt nur ein bescheidenes Plus von 1 Prozent prognostiziert wird. Global gesehen wird ein moderater Anstieg um 2 Prozent erwartet, der das Niveau von 2019 nahezu erreichen würde.
Die Pkw-Inlandsproduktion in Deutschland wird voraussichtlich stabil bleiben, teilweise aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche. Dennoch zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung in der deutschen Produktion von Elektro-Pkw ab, die um 19 Prozent steigen soll. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken wird voraussichtlich um 4 Prozent auf 10,6 Millionen Pkw zunehmen. Beide Faktoren haben eine direkte Auswirkung auf die VALIANT TMS in Form wachsender Nachfrage nach Karosserierohbauanlagen.
In Bezug auf den Export wird für das Jahr 2024 ein leichter Anstieg um 1 Prozent auf über 3,1 Millionen Einheiten prognostiziert, was einer Exportquote von 76 Prozent entspricht. Im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge wird in Europa ein Rückgang von 10 Prozent und in den USA ein Rückgang von 5 Prozent erwartet, während in China ein Wachstum von 8 Prozent prognostiziert wird.
Insgesamt wird für 2024 folglich ein anspruchsvolles Jahr für die Automobilindustrie erwartet, geprägt von Unsicherheiten. Diese treffen insbesondere die Zulieferer aus dem klassischen Powertrain Segment, die bereits Adaptionen im Kerngeschäft sowie im Headcount vornehmen müssen.
Allerdings bieten Vertriebsaktionen, Rabatte und eine mögliche wirtschaftliche Erholung auch Chancen. Ein notwendiger Kulturwandel der Fahrzeughersteller hin zu mehr Softwareorientierung ist unabdingbar, um den wachsenden Wettbewerb mit aufstrebenden asiatischen Herstellern und Zulieferern zu bewältigen, die bereits fortgeschrittene Technologien wie Elektrifizierung und Digitalisierung fokussieren. Diese breiten sich zunehmend mit ihren Produkten auf dem Europäischen Markt aus und etablieren ein Händlernetz sowie auch lokale Fertigungsstätten. Diese Entwicklung wird nach unserer Ansicht die europäischen OEMs im Hinblick auf eine diversifiziertere Produktpalette mit konkurrenzfähiger Variantenvielfalt unter Druck setzen und den Bedarf an Investitionen und Anpassungen von Rohbauanlagen mittelfristig hochhalten. Gleichzeitig ist anzunehmen, dass sich mit der Gründung neuer Produktionsstätten chinesischer Autohersteller auch neue Potentiale für EU-Zulieferer ergeben.
Im Wesentlichen zeigen sich auftragseingangsseitig für die VALIANT-TMS-Gruppe in 2024 etwas weniger vorteilhafte Marktbedingungen in Europa als im vergangenen Jahr. Andererseits ergeben sich im Zukauf deutlich bessere Verhandlungsergebnisse und Rabatte, welche die Ergebnisvorschau der bestehenden Projekte weiter erhöhen. Insgesamt erfordern die aktuellen Rahmenbedingungen nach wie vor ein umsichtiges und langfristiges strategisches Handeln des Managements.
2. Umsatz-, Ergebnis- und Auftragsbestandsentwicklung
Die Betriebsleistung beträgt EUR 204,3 Mio. (Vorjahr: EUR 154,5 Mio.) und ist somit um rund 32,2 % gestiegen.
Der Nettoauftragsstand zum Bilanzstichtag beträgt rund EUR 281,8 Mio. (Vorjahr: EUR 228,3 Mio.). In diesem Zusammenhang sind neue Kundenbestellungen und zugesagte Auftragsvergaben in Höhe von EUR 10 Mio. in den ersten Wochen des Jahres 2024 zu berücksichtigen.
Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem positiven EBT von EUR 2,3 Mio., welches somit deutlich über dem Budgetziel liegt. Diese Budgetabweichung trotz geringerem Umsatzvolumen gegenüber dem Budget erklärt sich durch die sehr gute Kostenstellendeckung sowie durch zusätzlich gehobene Ergebnispotenziale bei den finalisierten Projekten. Während sich die Projekte im Geschäftsbereich BiW insgesamt positiv entwickelten, musste der Bereich ACS ein negatives Ergebnis ausweisen. Der Konzernjahresüberschuss betrug EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR -0,9 Mio.).
Der ausgewiesenen Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen stehen Risikovorsorgen in den Auftragskalkulationen der laufenden sowie der neuen Aufträge gegenüber. Im Vorjahreslagebericht wurde ein positives Konzernergebnis prognostiziert, welches auch erfüllt werden konnte.
Im Karosserierohbau wurden folgende in den Vorjahren hereingenommenen Großprojekte zum erfolgreichen Abschluss gebracht:
| • |
Skoda Kapa 800 BEV, Tschechien |
| • |
Mercedes Benz E-Sprinter 2.0 Ludwigsfelde, Deutschland |
| • |
Gestamp X 250 Battery Tray, Polen |
| • |
Stellantis RE K9 Ellesmere Port, Großbritannien |
Im Bereich Montage- und Förderertechnik wurden größere Aufträge vor allem für Mercedes Benz und Audi in Deutschland abgewickelt. Aufgrund der defizitären Entwicklung wurde in diesem Bereich das Management ausgetauscht und das Projektvolumen sowie die Mitarbeiteranzahl konsolidiert.
Wie bereits im Vorjahr ruhte die Aerospace Division im Geschäftsjahr 2023.
Durch den erfolgreichen Abschluss einiger Projekte konnte die tschechische Schwestergesellschaft ihre Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 11,3 Mio. steigern. Neben dem konstanten Aufbau des Personals konnte auch ein positives EBT im Einklang mit dem Budget erzielt werden. Im kommenden Jahr soll die Betriebsleistung bei ausgeglichenem Ergebnis weiter gesteigert werden.
Wie geplant wurde in der rumänischen Tochtergesellschaft im Jahr 2023 die Erweiterung des Bürogebäudes und der Montagehalle erfolgreich abgeschlossen. Entsprechend wurde der Mitarbeiterstand bis zum Dezember 2023 auf 149 erhöht, und die Betriebsleistung konnte auf EUR 11,4 Mio. gesteigert werden. Dies führte auch zu einem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern von EUR 0,9 Mio. Im kommenden Geschäftsjahr soll bei einer weiteren Steigerung des produktiven Personals die Betriebsleistung weiter erhöht werden. Auf Basis der inflationsbedingt starken Anpassung der lokalen Gehaltskosten sowie der gestiegenen Finanzierungskosten ist nur mit einer moderaten Steigerung des Ergebnisses zu rechnen.
Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionen wurde die Geschäftstätigkeit in Russland bereits im Jahr 2022 eingestellt. Ungeachtet der bestehenden politischen Widrigkeiten konnte der Liquidationsprozess im Laufe des Jahres 2023 abgeschlossen werden.
Valiant TMS Polska hat wie in den vergangenen Jahren bei einer Betriebsleistung von rund EUR 4 Mio. wieder ein positives Ergebnis erzielen können. Gleichzeitig konnte der Personalstand gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2024 soll bei konstantem Volumen ein ähnliches Ergebnis erzielt werden.
Um das nachhaltige Interesse am US-Amerikanischen Markt zu untermauern, wurde im Sommer 2023 die Tochtergesellschaft Valiant TMS Automation USA LLC in Columbia, USA gegründet. Ein erster Großauftrag der VW-Gruppe konnte auch gleich gewonnen werden, und wird nunmehr bis 2026 abgewickelt. Im Zuge dieses Auftrags soll die Geschäftstätigkeit des Unternehmens in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden.
Die VALIANT TMS GmbH wurde mit Vertrag vom 26.06.2023 mit der Muttergesellschaft VALIANT Holdings GmbH verschmolzen. Das Personal wurde zur Gänze übernommen und auch die Funktion als Vertriebs- und Konstruktionsbüros bleibt aufrecht. Die Verschmelzung bringt Kostenersparnisse im administrativen Bereich mit sich.
3. Vermögens- und Finanzlage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Konzern-Cashflow geprägt durch das deutlich positive operative Ergebnis (EBITDA) in Höhe von EUR 5,8 Mio. Auf Basis der gesteigerten Betriebsleistung resultierte ebenfalls ein Anstieg des Working Capitals, sodass sich schließlich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 1,9 Mio. ergab. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich in Höhe von EUR -4,2 Mio. betrifft einerseits die Erweiterung des rumänischen Bürogebäudes und der Montagehalle samt Maschinenpark, und zum anderen weitere Investments in die laufende Erhaltung und Erweiterung der Hard- und Software im gesamten Konzern. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Aufnahme neuer Kredite zur Finanzierung der oben erwähnten Investitionen in Rumänien, sowie die Rückzahlung eines Teils der gewährten Gesellschafterkredite aus dem Jahr 2018 entsprechend der vertraglichen Vereinbarung, deren Laufzeit im Geschäftsjahr verlängert wurde sowie schließlich die planmäßige Rückführung der bestehenden Investitionskredite und der Zinsen. Insgesamt zeigt der Konzern-Cashflow für das Geschäftsjahr 2023 einen Abbau der liquiden Mittel um EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: Abbau von EUR 19,6 Mio.) auf EUR 1,6 Mio. zum Bilanzstichtag.
Als Ergebnis der gewachsenen Betriebsleistung und der vorgegebenen Zahlungsmeilensteine in den Kundenprojekten besteht ein gesteigerter negativer Cashflow Status der nicht abgerechneten Aufträge im Vergleich zwischen erhaltenen Anzahlungen einerseits und den Herstellungsaufwendungen sowie den geleisteten Anzahlungen andererseits. Auf der Grundlage des Budgets für das Geschäftsjahr 2024 wird unter Berücksichtigung der derzeit bestehenden Finanzierungsrahmen für das kommende Jahr kein wesentlicher zusätzlicher Finanzierungsbedarf erwartet. Die vorhandenen Finanzierungs- und Avallinien halten wir für ausreichend, streben aber einen weiteren Ausbau zur Wachstumsfinanzierung an.
Einem Aufbau der erhaltenen Anzahlungen von EUR 106,6 Mio. auf EUR 230,0 Mio. stehen Vorräte von EUR 280,1 Mio. (Vorjahr: EUR 148,2 Mio.) gegenüber. Die passivisch ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen liegen mit EUR 17,6 Mio. um EUR 2,5 Mio. über dem Vorjahreswert. Dem stehen liquide Mittel in Höhe von EUR 1,6 Mio. gegenüber. Insgesamt ist die Liquidität auf Basis des aktuellen Geschäftsvolumens sehr stabil. Die Bilanzsumme ist in Summe um EUR 5,1 Mio. gestiegen.
Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital mehrfach gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt 30,7 % und ist demnach leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahreswert von 30,1 %. Die liquiden Mittel betragen 1,4 % der Bilanzsumme.
Zur Reduzierung von Forderungsausfallrisiken sind Forderungen aus abgeschlossenen Werkverträgen zu großen Teilen durch Anzahlungen abgedeckt.
4. Personal und Soziales
Der Mitarbeiterstand lag im Jahresdurchschnitt bei 618 (Vorjahr: 539). Zusätzlich wurden bis zu 275 Leiharbeiter großteils auf ausländischen Baustellen eingesetzt.
Im Jahr 2023 bestand einer der Schwerpunkte im Human Resources Bereich im Recruiting. So wurden im vergangenen Jahr knapp 100 neue Mitarbeiter rekrutiert. Um der andauernden Herausforderung des Fachkräftemangels zu begegnen, wurde wie im Vorjahr verstärkt auch Recruiting auf internationalen Märkten betrieben. Insgesamt 8 Stellen konnten so erfolgreich mit Fachkräften aus Drittstaaten besetzt werden. Anhaltend umfassend ist das Ausmaß der damit verbundenen bürokratischen Hindernisse. Besonderes Augenmerk wurde im HR entsprechend auch auf das Thema Onboarding gelegt, um sicherzustellen, dass neue Mitarbeiter auch von Seiten des Unternehmens unterstützt werden, um in das Team hineinzuwachsen und ihre Arbeit bestmöglich zu erledigen.
Employer Branding und Mitarbeiterbindung sind eng mit dem Thema Recruiting verbunden und waren entsprechend auch ein besonderer Schwerpunkt im Jahr 2023. Um den Veränderungen der Arbeitswelt in den letzten Jahren zu entsprechen, war es notwendig sich anzupassen und wieder neu als interessanter Arbeitgeber zu präsentieren. Wesentliche Hauptfaktoren waren hier die Änderungen bedingt durch Covid, aber auch die sich ändernden Bedürfnisse von jungen, potenziellen Mitarbeitern. So wurden Netzwerke zu Schulen und Universitäten gestärkt, Schnuppertage für Schüler abgehalten und die Teilnahme an Karrieremessen intensiviert.
Im Fokus stand auch weiterhin, das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Teamgeist durch interne Aktivitäten wie der Teilnahme an gemeinsamen Sportevents, die Durchführung eines europäischen Firmenevents, und vieles mehr zu stärken. Zusätzlich hat die junge Generation mehr und mehr geänderte Vorstellungen über ihr Engagement im Berufsleben. Themen wie work-life-balance, flexible Arbeitszeitmodelle, Home-Office Möglichkeiten und attraktive Entlohnungsmodelle waren für die strategische HR-Arbeit von besonderer Wichtigkeit. So soll die Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber gestärkt und die Erwartungen qualifizierter Kandidaten erfüllt werden.
Die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter ist das zentrale Element der strategischen Personalentwicklung in der VALIANT-TMS-Gruppe. Im letzten Jahr wurden allein in Österreich mehr als 70 Trainings durchgeführt. Motivierte und motivierende Führungskräfte sind Schlüsselfaktoren, um im hart umkämpften Automotive-Zuliefer-Markt zu bestehen. Entsprechend stellte die Entwicklung starker Führungskräfte, kombiniert mit dem Thema der interkulturellen Zusammenarbeit ein Zentralthema in der strategischen Personalentwicklung dar. So wurden bereits 2023 zwei internationale Führungskräfteprogramme geplant und implementiert. Auch für das Jahr 2024 liegt der Fokus auf diesen Themen.
In allen Abteilungen herrscht nach wie vor eine ausgewogene Mischung aus Erfahrung und Innovation. Es gilt, das Know-how und die Schlüsselpositionen in den westeuropäischen Standorten zu stärken und gemeinsam mit unseren osteuropäischen Konzerngesellschaften einheitliche Aktivitäten durchzuführen. Die Zusammenarbeit muss auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt bleiben.
Der Konzern legt einen hohen Fokus auf den umweltschonenden Einsatz sämtlicher Ressourcen sowie die konsequente Einhaltung aller gesetzlichen Umweltanforderungen. Der Abschluss der ISO 14001 Zertifizierung wurde bereits im Herbst 2023 wiederum erfolgreich absolviert und gilt aktuell bis Ende September 2026.
5. Forschung und Entwicklung und Qualitätssicherung
Auftragsunabhängig wurden rd. TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 502), insbesondere für CAD- Entwicklungen, Produktentwicklungen (Framer, Rack Changer, HoloLens) und interne Software im Bereich Body in White investiert. Im Rahmen von laufenden Projekten bei verschiedenen OEMs werden auftragsbezogen weitere Projekte abgewickelt.
Im November 2023 wurde die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen aus der Autoindustrie, durch den positiven Abschluss des Rezertifizierungsaudits nach VDA 6.4, bestätigt.
6. Beschaffung
Die Lieferkette der Automobilindustrie wie auch anderer Branchen ist nach wie vor von zunehmender Komplexität geprägt. Bauteilvielfalt, Termindruck, Spezialisierung der Lieferanten, komplexere elektronische Komponenten und neue Lieferanten (die Automobil-Standards noch nicht beherrschen) sind nur einige Treiber dieser Entwicklung.
Die Volatilität der Beschaffungsmärkte aus preislicher Sicht wie auch hinsichtlich der Verfügbarkeit sind eine immense Herausforderung für die Beschaffung. Zusätzlich hat die weltpolitische Entwicklung (Kriege zwischen Russland und der Ukraine wie auch nunmehr im Nahen Osten) massive Auswirkungen auf den Beschaffungsmarkt, da diverse Transportwege mit entsprechenden Risiken behaftet sind, welche sich auf Laufzeiten (Alternativrouten) und auf die Preisgestaltung (Risikoaufschläge) auswirken.
Die in den letzten 2-3 Jahren gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise, wie die gesetzlichen Lohnerhöhungen und Transportkosten, sind zusätzliche Kostentreiber in der Beschaffung, welche den Einkaufserfolg sehr stark beeinflussen. Transparenz in der gesamten Lieferkette ist hier der Schlüssel zum Erfolg, um Strategien zu entwickeln, welche die entsprechenden Einsparungspotentiale aufzeigen und den für die Organisation höchstmöglichen Effizienzgrad im Beschaffungswesen ermöglichen.
Unverändert müssen in vielen Fällen Komponenten von Single-Source-Lieferanten bezogen werden, die im Gegenzug mit den OEMs vorverhandelte Preise haben und somit wenig oder gar keinen Spielraum für Kostensenkungen in der Beschaffung oder Optimierung der Lieferkette lassen.
Umso wichtiger ist es, Vertragsrisiken auf strategische Partner zu übertragen, die bereits in die Projektierungsphase eingebunden werden, um diese Beschaffungsrisiken zu minimieren und relevante Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Auch die gesetzlichen internationalen und nationalen Vorgaben haben eine wesentliche Auswirkung auf die Beschaffungsstrategie, da den Themen wie,
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LKSG (Code of Conduct, Compliance, Risikobewertung, etc) |
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Importverbot von Stahl und Stahlerzeugnissen EU-Verordnung 833/2014 |
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CBAM-Reportpflicht |
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REACH |
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Langzeitlieferantenerklärungen |
entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden muss.
All das erschwert es den Überblick zu behalten und die Lieferkette effizient und in Echtzeit zu managen. Um diesen Themen Rechnung zu tragen, werden die Geschäftsprozesse laufend untersucht und weiter optimiert, Verschwendungen aufgedeckt und bestmöglich eliminiert sowie die Mitarbeiter im Beschaffungswesen hinsichtlich des Veränderungsprozesses weiter sensibilisiert.
Die Absicherung von Produkt- und Prozessqualität wie der Prozessstabilität in der Supply Chain und der Aufbau eines systematischen, digitalen Lieferanten-Management-Systems stehen im Vordergrund mit der Verfolgung folgender Ziele
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Kosteneffizienz und Liefertreue sicherzustellen |
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Lieferqualität zu definieren und abzusichern |
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Beschaffungskosten zu optimieren |
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Lieferanten effektiv und effizient zu steuern |
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unternehmensübergreifende Prozesse kollaborativ zu optimieren |
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Versorgungsrisiko nachhaltig zu minimieren und |
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strategische Bindung wichtiger Lieferanten auf- und auszubauen. |
Die forcierte Entwicklung aktueller und neuer Lieferanten in einzelnen Commodities unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben ist stets ein wesentliches Tätigkeitsfeld der Einkaufsabteilung, um Risiken zu minimieren. Um hierfür die entsprechenden Ressourcen bereitstellen zu können, wird im kommenden Geschäftsjahr vermehrt in den Bereich "Supplier Quality Development" als Schnittstelle zwischen dem Einkauf, dem Qualitätsmanagement und dem Bereich Corporate Sustainability investiert.
Die Kompetenzen der Konzern-Einkaufsabteilungen (AT/CZ/RO) werden mit intensivem Training weiter ausgebaut und gestärkt, damit die VALIANT-TMS-Gruppe mit der gesamtheitlichen Kostenstruktur weiterhin konkurrenzfähig am Markt bestehen kann.
Wesentlicher Rohstoff für die VALIANT-TMS-Gruppe ist insbesondere Stahl. Die wesentlichen Preisänderungsrisiken werden hierbei soweit möglich durch vertragliche Regelungen über die vertraglichen Projektlaufzeiten abgefangen, um so auf die schwankende Marktsituation zu reagieren. Aufgrund der jüngsten kurzfristig extremen Marktentwicklungen war dies nicht in allen Fällen realisierbar.
Beschaffungsrisiken werden durch intensive Beobachtung der Märkte und Vereinbarung rechtlich eindeutiger Lieferverträge begrenzt.
7. Investitionen und Finanzierung
Die Investitionen in materielle und immaterielle Sachanlagen beliefen sich auf rund EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) und betreffen ca. zu 50 % die Aufstockung des rumänischen Bürogebäudes sowie Erweiterung der Montagehalle. Die weiteren Investitionen betreffen den Ausbau der Hard- und Softwareinfrastruktur sowie der Werkstätten-Ausrüstung und Büro Infrastruktur.
Im Rahmen der umfassenden Nachhaltigkeits-Bemühungen wurde in der österreichischen Konzerngesellschaft im abgeschlossenen Geschäftsjahr zudem ein Energieeinsparvertrag mit einem lokalen Versorgungsunternehmen abgeschlossen, wonach an beiden Standorten in Linz die gesamte Beleuchtungsanlage durch eine neue energieeffiziente LED-Beleuchtung ausgetauscht werden. Zudem wird eine umfangreiche Photovoltaikanlage auf der Montagehalle im Linzer Südpark installiert, welche in Zukunft einen Großteil des Energiebedarfs an diesem Standort abdecken wird. Die Investition mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,2 Mio. soll bis zum Sommer 2024 abgeschlossen sein.
Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes erfolgt überwiegend aus dem Eigenkapital sowie dem Working Capital, hierbei insbesondere über erhaltene Kundenanzahlungen und -fortschrittszahlungen zu laufenden Projekten. Zum Bilanzstichtag wurden zur Besicherung dieser Anzahlungen Garantien im Volumen von EUR 74,7 Mio. (Vorjahr: EUR 73,8 Mio.) begeben. Bedingt durch das Wachstum der Betriebsleistung mussten im Vorjahr zunehmend auch die vorhandenen Betriebsmittellinien unterjährig in Anspruch genommen werden. Das aktuelle Budget mit der zugrundeliegenden Projektplanung zeigt einen grundsätzlich konstanten Finanzierungsbedarf für das Jahr 2024 welcher durch die geleisteten Gesellschafterdarlehen sowie der aktuell zur Verfügung stehenden Linien der externen Finanzierungspartner und der geplanten Kundenanzahlungen aus neuen Projekten abgedeckt werden kann.
Die im Eigentum befindlichen Liegenschaften in Österreich und Rumänien werden durch langfristige Bankkredite finanziert, welche durch Hypotheken besichert sind.
8. Währungen und Risikomanagement
Kundenverträge werden überwiegend in Euro abgewickelt, wobei aufgrund der zunehmenden Tätigkeit in den USA nunmehr auch einige Kundenbestellungen in USD ausgestellt wurden. Währungsrisiken treten darüber hinaus im Zusammenhang mit Konzerndarlehen, Projektzukäufen in ausländischer Währung sowie mit lokalen Steuern in den jeweiligen Einsatzländern vor allem in Osteuropa, Großbritannien und Schweden auf.
Die VALIANT-TMS-Gruppe verwendet zur Risikoabsicherung bei wesentlichen Fremdwährungsgeschäften entsprechende Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte). Durch Abschluss dieser Geschäfte werden die wesentlichen Preisänderungsrisiken abgesichert. Zum 31. Dezember 2023 bestanden wesentliche offene Devisentermingeschäfte. Die Detailaufstellung dieser Geschäfte kann dem Anhang entnommen werden.
9. Ausblick
Das vergangene Geschäftsjahr war einerseits durch eine hohe Kundennachfrage nach neuen Anlagen sowie Anlagenumbauten und daraus resultierenden positiven Preisniveaus gekennzeichnet. Andererseits führte die nach wie vor hohe Inflation zu weiteren Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Personalkosten. Vor allem der hohe Kollektivvertragsabschluss in Österreich im November 2023 führte zu einem zusätzlichen Wettbewerbsnachteil, um sich gegenüber der globalen Konkurrenz im automobilen Anlagenbau zu behaupten.
Im Geschäftsjahr 2024 wird das Management weiterhin selektiv Kundenaufträge mit positiven Bedingungen und Preisen annehmen. Um die gestiegenen Betriebskosten auszugleichen, werden nach wie vor Ausführungskonzepte mit einer verstärkten Nutzung interner und externer Low-Cost-Ressourcen weiter forciert. Ungeachtet der verbesserten EBT- Erwartung bei vielen laufenden Projekten, sowie der starken Kundenreputation geht das Management aufgrund der allgemeinen Rahmenbedingungen im Automotive Sektor kurzfristig nicht von einer weiteren Steigerung der Betriebsleistung aus, sodass das Budgetziel wiederum bei rund EUR 210 Mio. liegt. Über 60 % dieses Volumens befinden sich bereits im Haus.
Im Produktbereich Karosseriebausysteme (Body in White) gingen im Geschäftsjahr 2023 oder früher folgende Aufträge ein, die im Laufe des Geschäftsjahres 2024 bearbeitet werden:
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VW T-Roc / Portugal |
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VW Bratislava Q7/Q9 / Slowakei |
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Opel Eisenach Grandland / Deutschland |
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BMW G72 Dingolfing / Deutschland |
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BMW Spartanburg / USA |
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VW Chattanooga / USA |
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VW ID 3 / Deutschland |
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Mercedes Benz AMG / Deutschland |
In den ersten Wochen des Jahres 2024 wurden neue Auftragseingänge in Höhe von EUR 10 Mio. realisiert. Zusätzliche Aufträge im Geschäftsjahr 2024 werden von den Kunden der VW-Gruppe, Mercedes Benz, BMW und Volvo erwartet.
Da sich das Preisniveau im Bereich Assembly & Conveyor Systems nach wie vor sehr angespannt darstellt, wurde dieses Geschäftsfeld im Geschäftsjahr 2023 verkleinert und neu ausgerichtet. Neben dem Abschluss zweier großer Projekte für Mercedes Benz in Deutschland enthält der Budgetplan für 2024 nur die Akquisition einiger kleinerer Projekte bei diversen Bestandskunden. Nach Abschluss der Konsolidierungsphase wird mittelfristig in diesem Bereich wieder ein Potential für Wachstum gesehen.
Basierend auf den aktuellen Marktbedingungen, dem Auftragsbestand und den geplanten Auftragseingängen ist in den kommenden Jahren eine konstante Betriebsleistung der VALIANT-TMS-Gruppe mit rund EUR 200 - 220 Mio. geplant.
Wie bereits im Vorjahr angemerkt, zeigt das Gesamtprojektportfolio verbesserte Projektmargen in den laufenden Aufträgen, welche zum Teil bereits im Jahr 2023 realisiert werden konnten. Gleichzeitig führt die zunehmend lange Laufzeit der meisten Projekte auf Basis der nach HGB vorgeschriebenen "completed contract" Umsatzrealisierung zu einer verzögerten Darstellung der positiven Ergebnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung. Dementsprechend wird für die Jahre 2024 und 2025 mit einem leicht gesteigerten Ergebnis gerechnet. Insbesondere in den Jahren 2026 und 2027 ist dann mit einer Verbesserung der Ertragslage zu rechnen, da in diesem Zeitraum viele große Projekte die Endabnahmephase erreichen werden.
10. Chancen und Risiken der zukünftigen Unternehmensentwicklung
Die Erholung des Preisniveaus resultierend aus einer gestiegenen Nachfrage an Investitionen in neue Anlagen und Linienerweiterungen im Karosserierohbau aus dem Jahr 2023 scheint sich auf Basis der geänderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nunmehr zu normalisieren. In einigen Fällen ist die Rückkehr von asiatischen Low- Cost-Anbietern bemerkbar, mit entsprechender Auswirkung auf die Vergabepreise von neuen Projekten. Insofern besteht aus Sicht des Managements aufgrund des Fixpreischarakters und der oftmals langen Projektlaufzeiten wieder verstärkt die Notwendigkeit einer selektiven Annahme von Neuaufträgen, um die Rentabilitätslage durch die Hereinnahme neuer Projekte zu ungünstigen Preisen nicht zu gefährden. Die wesentliche Herausforderung liegt nunmehr darin, ein ausreichendes Volumen an solchen Projekten zu generieren, um für eine entsprechende Deckung der Fixkosten zu sorgen.
Wir sind uns der Risiken im Bereich der Informationstechnologie bewusst und haben dagegen umfassende Sicherheitskonzepte implementiert. Wir setzen zeitgemäße technische Abwehrmaßnahmen ein, um unberechtigten Zugriffen wirksam entgegenzutreten. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage, wie beispielsweise dem Ukrainekrieg, muss mit höherem Risikopotential im Bereich der Cyber-Sicherheit gerechnet werden.
Während die vor allem inflationsgetriebene Entwicklung der Gehälter in ganz Europa nach wie vor schwer kalkulierbar ist, sollte die Abkühlung der globalen Konjunktur sowie die Personalabbauprogramme vieler namhafter Unternehmen hier zumindest mittelfristig gegensteuern. In vielen Zukaufbereichen macht sich bereits ein Rückgang des Preisniveaus bemerkbar, was zu einer zusätzlichen Verbesserung der Ergebniserwartung der laufenden Projekte führt. Ungeachtet der kurzfristigen Verwerfungen durch die politischen Risiken im roten Meer, weisen auch die Transportpreise wieder ein sehr moderates Niveau auf.
Im Bereich Human Resources bestehen nach wie vor große Herausforderungen, junge Talente für eine Tätigkeit im hart umkämpften Umfeld der Automobilindustrie zu gewinnen. Dies wird noch zusätzlich durch geänderte Vorstellungen der jungen Generation über berufliches Engagement und work-life-balance erschwert. Entsprechend erfordert die Personalentwicklung die volle Aufmerksamkeit des gesamten Managementteams. Unverändert werden daher viele Anstrengungen rund um die Themen Rekrutierung und Bindung unternommen, indem ein gründlicher Bildungsplan und ein persönlicher Karriereweg, gemischt mit mehreren Sozialleistungen, geboten wird. Dadurch soll ein attraktives Image der Arbeit bei VALIANT TMS geschaffen werden. Mit zunehmenden Forderungen nach Gehaltsanpassungen auch in Osteuropa werden diese Programme im gesamten europäischen Konzern ausgerollt. Auch hierbei sollten die abkühlende Konjunktur und die freiwerdenden Potentiale am Arbeitsmarkt zu einer Entschärfung der Problematik führen.
Auf Basis der aktuellen politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet das Management die besten Marktchancen für den Konzern mittelfristig vor allem in den USA. Innerhalb von Europa bleiben wie in vergangenen Jahren die Märkte in Deutschland, Spanien, Polen und Tschechien von großer Bedeutung.
Aus produktbezogener Sicht zeigt sich derzeit nach wie vor eine Vielzahl an geplanten Investitionsprojekten sowohl im klassischen Karosserierohbausegment als auch im Bereich der Elektrofahrzeuge. Aufgrund der sinkenden Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen in Deutschland sowie der zunehmend öffentlichen Statements wichtiger Branchenmanager zur Sinnhaftigkeit und Machbarkeit der von der EU vorgegebenen Ziele zur E-Mobilität werden jedoch auch vermehrt Investitionsprojekte verzögert oder gar gänzlich gestoppt. Insofern ist von einer weiteren Abschwächung der Nachfrage nach Anlagen für reine Elektromodelle bei gewissen Herstellern, die von rückläufigen Verkaufszahlen am meisten betroffen sind, zu rechnen.
Angesichts des anhaltend hohen Gesellschafterengagements, weiter ausgebauter Refinanzierungsmöglichkeiten und eines vorsichtigen Budgetansatzes erwartet das Management weiterhin eine stabile Cashflow-Position der Gruppe.
Allen erkennbaren Risiken wurde durch Bildung angemessener Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Es bestehen die branchenüblichen Versicherungen, insbesondere für Risiken aus der Ausführung der Werkverträge.
11. Nachtragsbericht
Nach dem Abschlussstichtag ereigneten sich keine Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
12. Zusammenfassung und Prognosebericht
Die positive Gesamtsituation des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 führte zu einem positiven Ergebnis vor Steuern, welches über dem gesteckten Budgetziel lag. Dies resultierte neben der starken Fixkostendeckung durch das gesteigerte Volumen vor allem aus einigen kurzfristigen Projekten, die erfolgreich implementiert werden konnten. Auch im kommenden Geschäftsjahr 2024 ist nur mit einem moderaten Ergebnis auf Niveau des Vorjahres zu rechnen, da vielfach Projekte abgeschlossen werden, die in den Jahren 2020 und 2021 zu sehr herausfordernden Preisen hereingenommen werden mussten. Aktuell ist auf Basis der oftmals verbesserten Preissituation auf dem europäischen Markt für automobilen Anlagenbau in Verbindung mit einem konstanten Umsatzvolumen in den Geschäftsjahren 2026 und 2027 mit einem moderat verbesserten EBT zu rechnen.
Die Kapazitätsauslastung für das Geschäftsjahr 2024 ist aufgrund des hohen Auftragsstands bereits zu wesentlichen Teilen abgesichert. Basierend auf der aktuellen Marktsituation wird für die nächsten Jahre eine operative Leistung von ca. EUR 200 - 220 Mio. erwartet.
Auf der Grundlage der aktuellen Projektplanung im Budget 2024 wird der Finanzierungsbedarf durch die bestehenden Finanzierungslinien, die geplanten Anzahlungen aus neuen Projekten sowie den Bareinlagen des Eigentümers aus dem Geschäftsjahr 2018 gedeckt.
Köln, 8. März 2024
Yongliang Zhang
Blendi Qylafku
An die VALIANT Holdings GmbH, Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der VALIANT Holdings GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VALIANT Holdings GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillenburg, den 8. März 2024
WESTTREU
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Wolf, Wirtschaftsprüfer
Selzer, Wirtschaftsprüfer
Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen.
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