KMG Kliniken Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Dost seit 21.7.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Eschmann. LL.M seit 11.6.2019 | Geschäftsführer |
Jennifer Xochitl, geb. Höppner Kirchner-Bauer seit 11.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KMG Kliniken SEBad WilsnackKonzernabschluss zum 31.12.2022Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns und der KMG Kliniken SE - Geschäftsmodell 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf des Konzerns 2.2.1. Allgemein 2.2.2. Akutbereich 2.2.3. Rehabilitationsbereich 2.2.4. Pflegebereich 2.3. Lage des Konzerns 2.3.1. Ertragslage des Konzerns 2.3.2. Vermögenslage des Konzerns 2.3.3. Finanzlage des Konzerns 2.3.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns 2.4. Lage der KMG Kliniken SE 2.4.1. Ertragslage der KMG Kliniken SE 2.4.2. Vermögenslage der KMG Kliniken SE 2.4.3. Finanzlage der KMG Kliniken SE 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht 3.2. Chancenbericht 3.3. Prognosebericht 1. Grundlagen des Konzerns und der KMG Kliniken SE - Geschäftsmodell Die KMG Kliniken sind ein Gesundheitsunternehmen, das Akutkliniken, Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheime sowie Medizinische Versorgungszentren und ambulante Pflegeeinrichtungen mit Standorten im Nordosten und in der Mitte Deutschlands betreibt. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Patient*innen, Bewohner*innen und Klient*innen zu verbessern und zu erhalten. Der Kern unseres Selbstverständnisses ist die Kombination einer hochqualifizierten medizinischen und pflegerischen Versorgung mit einer familiären Atmosphäre in unseren Einrichtungen. Unser Unternehmen wurde 1991 gegründet und baut auf der 100-jährigen Tradition des Kur- und Klinikbetriebes von Bad Wilsnack im Land Brandenburg auf. Inzwischen haben wir uns zu einem Gesundheitsdienstleister entwickelt, der in seinem Netzwerk moderner stationärer und ambulanter Versorgungseinrichtungen Gesundheit aus einer Hand anbietet. KMG steht für innovative Leistungen. Und so investieren wir kontinuierlich in modernste medizinische Technologie und Infrastruktur sowie in die hohe Professionalität unserer Mitarbeiter*innen. Wir sind ein wichtiger Arbeitgeber in den jeweiligen Regionen unserer Einrichtungen. Als Berufsausbilder und Kooperationspartner der Universitätsmedizin Greifswald, des Universitätsklinikums Halle-Wittenberg, des Universitätsklinikums Jena und der Universitätsmedizin Rostock sorgen wir für qualifizierten Nachwuchs und die Weiterbildung unseres medizinischen Personals auf höchstem Niveau. Konzerneigene Bildungs- und Dienstleistungsunternehmen erbringen zudem einen umfassenden Service für den Betrieb aller Einrichtungen. Hierzu gehören u. a. die Reinigung, die Speisenversorgung und eine Wäscherei sowie eine Bildungsakademie zur Ausbildung in den Gesundheitsberufen. Auch die KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH betreibt in Luckenwalde eine eigene Schule für Gesundheitsberufe in Brandenburg mit rund 120 Ausbildungsplätzen, welche in den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege, Krankenpflegehilfe, Altenpflege und im neuen Ausbildungsgang der Pflegefachkräfte ausbildet. Im Laufe des Jahres 2023 wird diese Schule in ein neues, hochmodernes Schulgebäude im Ortskern von Luckenwalde umziehen, das die KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH von der Stadt Luckenwalde anmieten wird. Der Aufbau einer weiteren Schule für Gesundheitsberufe in Thüringen wird aktuell geprüft. Als strategische Managementholding steuert die KMG Kliniken SE die Aktivitäten der rund 40 Unternehmen der Unternehmensgruppe. Durch das Netzwerk an stationären und ambulanten Versorgungseinrichtungen kann die KMG Kliniken Gruppe ihre Patient*innen und Bewohner*innen auch langfristig durch die verschiedenen Angebote betreuen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Gesundheitswirtschaft hat eine zentrale ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland und gehört zu den größten Branchen der deutschen Wirtschaft. Wie in den vergangenen Jahren stellte auch das Geschäftsjahr 2022 die Gesundheitswirtschaft vor große Herausforderungen. Gerade die Corona-Pandemie, das Bewältigen von Inflation, Energiekrise und Lieferschwierigkeiten sowie auch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mitsamt seinen Folgen haben der Gesundheitswirtschaft zugesetzt. Trotz dieser Herausforderungen erholt sich die deutsche Wirtschaft, sodass das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % gestiegen ist (Statistisches Bundesamt (Destatis). Insbesondere der massive Anstieg der Energiepreise sowie Sachkosten wie zum Beispiel Nahrungsmittel belastet die wirtschaftliche Stabilität vieler Gesundheitseinrichtungen. Zudem führt der immer noch anhaltende, wenn auch abgeschwächte, pandemiebedingte Fallzahlrückgang im Geschäftsjahr 2022 bei einer Vielzahl von Krankenhäusern zu wirtschaftlich bedenklichen Verwerfungen. Zur Bewältigung der oben genannten Herausforderungen und Krisen hat die Bundesregierung im November 2021 für den Zeitraum bis zum 19. März 2022 einen leistungs- als auch auf inzidenzbasierenden Berechnungsfaktoren bezogenen Versorgungsaufschlag beschlossen. Zur weiteren Sicherstellung der Versorgungssituation hat der Gesetzgeber diese Ausgleichszahlungen als auch den Versorgungsaufschlag mehrfach verlängert. Die aktuelle Verordnung zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung von Krankenhäusern wurde bis zum 19. April 2022 und der Versorgungsaufschlag letztmalig bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Die erst ab dem Jahr 2023 greifende Energiepreisbremse, der für die Krankenhäuser gesondert eingerichtete Härtefallfonds und die zum Ende des Geschäftsjahres ausgelaufenen Corona-Hilfsmaßnahmen entlasteten die Krankenhäuser somit nur in geringem Umfang. Prüfungen des Medizinischen Dienstes (MD) im Auftrag der Krankenkassen, insbesondere von Abrechnungen, prägen die tägliche Praxis in Krankenhäusern. Hingewiesen wird auf die im Geschäftsjahr 2022 in Kraft getretenen Regelungen zur Abrechnungsprüfung im Zusammenhang mit den Regelungen der §§ 275 ff. SGB V sowie der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV). Diese Regeln bestimmen die hausindividuellen quartalsbezogenen Prüfquoten, als auch die Höhe der zusätzlichen Rechnungsabschläge. Darüber hinaus gewinnen sogenannte Strukturprüfungen immer stärker an Bedeutung. Auch für den Rehabilitationsbereich steigen die Herausforderungen. Die Vergütungshöhen bilden die tatsächlichen Kosten nicht immer ab, gleichzeitig steigen aber die Anforderungen an Strukturen, Prozesse und Qualität. Zudem werden vermutlich wesentliche Teile der Corona-Finanzierungen der Vorjahre zurückgefordert. Dieses bedeutet eine wesentliche strukturelle Benachteiligung im Vergleich zur Akutversorgung. Vor dem Hintergrund, die wirtschaftliche Situation der Reha-Einrichtungen zukünftig zu stabilisieren, kommt immer mehr der Wunsch nach der Einführung einer jährlichen Steigerungsrate für die Pflegesätze, die Entwicklung eines einheitlichen Finanzierungssystems für Reha-Kliniken analog zum DRG-System im Krankenhaus und die Förderung von Investitionsmaßnahmen zum Ausdruck. Obwohl der Druck anhält, Investitionen in Infrastruktur und Medizintechnik auf hohem Niveau zu halten, haben die Krankenhäuser weiterhin mit Investitionslücken zu kämpfen, da die durch die Bundesländer bewilligten Investitionsfördermittel nicht ausreichen, um notwendige Investitionen vollständig zu finanzieren. 2.2. Geschäftsverlauf des Konzerns 2.2.1. Allgemein Die KMG-Einrichtungen erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von 366.001 T€ (Vj. 349.458 T€). Bei einem EBITDA von 15.066 T€ (Vj. 23.105 T€) wurde in 2022 ein Konzernergebnis von -526 T€ (Vj. 5.542 T€) erzielt. Es wurde eine leicht negative Umsatzrendite erwirtschaftet. Der Konzernumsatz stieg um 4,7 % auf 366.001 T€ an bei gleichzeitiger Erhöhung der Materialaufwandsquote um 0,7 %-Punkte auf 20,6 %. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % auf 241.079 T€. Die Veränderung der EBITDA-Marge auf 4,1 % (Vj. 6,5 %) ist durch die pandemiebedingten Mehrausgaben als auch deutlich gestiegene Honoraraufwendungen für Leasingkräfte geprägt. Die Zahl der Mitarbeiter liegt mit 3.787,7 durchschnittlich beschäftigten Vollkräften (inklusive Auszubildender) unterhalb des Vorjahresniveaus (3.820,5). Im Berichtsjahr wurde die KMG Seniorenheim am Dom GmbH auf die KMG Klinikum Havelberg GmbH zum 1.01.2022 verschmolzen. Es erfolgte eine Umfirmierung der KMG Klinikum Havelberg GmbH in KMG Seniorenheim Havelberg GmbH, Bad Wilsnack. 2.2.2. Akutbereich Im Akutsektor der KMG Kliniken wird im Jahr 2022 eine stationäre Fallzahl von 58.754 (Vj. 59.104) ausgewiesen. Die Bewertungsrelationen (aDRG) erhöhten sich von 46.587 auf 46.937. Die Verweildauer betrug im Durchschnitt 6,13 Tage. Im Geschäftsjahr verminderte sich die DRG-Fallzahl im Vergleich zu 2021 von 16.285 auf 16.020 bei der KMG Klinikum Güstrow GmbH. Die Bewertungsrelationen (aDRG) stiegen von 13.428 auf 13.641. Die Verweildauer blieb unverändert bei 5,3 Tage, der CMI beträgt 0,851 (Vj. 0,825). Die Behandlungstage haben sich auf 110.056 im Vorjahr auf 113.458 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Leistung der KMG Klinikum Nordbrandenburg GmbH (vormals KMG Klinikum Mitte GmbH) an. Die DRG-Fallzahl der drei Krankenhäuser in Kyritz, Pritzwalk und Wittstock inklusive Tagesklinik erhöhte sich von 13.481 im Vorjahr auf 14.274 im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Bewertungsrelationen (aDRG) von 11.004 auf 11.645. Die Verweildauer ist im Vergleich zum Vorjahr mit 6,4 Tage auf Vorjahresniveau (6,3), der CMI beträgt 0,824 (Vj. 0,822). Die Behandlungstage sind inkl. Tagesklinik von 85.213 im Vorjahr auf 91.388 im Geschäftsjahr 2022 gestiegen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 2.511 DRG-Fälle in der KMG Klinik Boizenburg GmbH behandelt im Vergleich zum Vorjahr mit 2.488 DRG-Fälle. Im Geschäftsjahr sank die Bewertungsrelation (aDRG) von 1.589 auf 1.526. Die Verweildauer ist im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 Tage auf 4,7 Tage gesunken. Der CMI ist von 0,639 im Vorjahr auf 0,608 gefallen. Im Geschäftsjahr wurden in den vier Kliniken der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH (vormals KMG Klinikum Thüringen Brandenburg gGmbH) 24.853 DRG-Fälle (Vj. 25.629) behandelt. Die Bewertungsrelation (aDRG) belief sich auf 20.125 (Vj. 20.566). Die Verweildauer wird mit 5,9 Tagen (Vj. 5,8) angegeben, der CMI beträgt 0,810 (Vj. 0,802). Insgesamt erhöhte sich die MD-Prüflast für die KMG Kliniken gegenüber dem Vorjahr. In 2022 wurden 5.594 Fälle angefragt (Vj. 5.515). Die Prüfquote veränderte sich damit von 9,52 % auf 9,67 %. Jedoch haben auch der MD bzw. die Krankenkassen in der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfVv) fest definierte Fristen, in denen dem Haus die leistungsrechtliche Entscheidung für den zu prüfenden Fall mitgeteilt werden muss; würde diese Frist verstreichen, dürfte die Abrechnungssumme nicht verändert werden. 2.2.3. Rehabilitationsbereich Bei den Auslastungsgraden unserer Einrichtungen Silbermühle (81,9 %, Vj. 80,7 %) und Elbtalklinik (74,8 %, Vj. 68,2 %) zeigt sich eine leichte Entspannung. Im Geschäftsjahr 2022 sind die Belegungstage in der Silbermühle von 70.657 auf 71.764 und in der Elbtalklinik von 54.730 auf 60.045 gestiegen. 2.2.4. Pflegebereich Die Auslastung im Segment wird mit 89,8 % (Vj. 89,7 %) beziffert. Die Belegungstage sind gegenüber dem Vorjahr (131.112) auf 132.568 im Berichtsjahr gestiegen. Zum 01.11.2022 erfolgte eine Erweiterung der Kapazitäten des Seniorenheims der KMG Seniorenheim Havelberg GmbH von 29 auf 57 Betten. Der Schwerpunkt der Pflegeleistungen in den einzelnen Einrichtungen umfasste den Pflegegrad 4 mit einem Anteil von 32,4 % und den Pflegegrad 3 mit 32,5 % an den Gesamtbelegungstagen. Die konstante Weiterqualifizierung der Mitarbeiter hat dazu beigetragen, dass die Bewohner mit hohen Pflegegraden eingraduiert werden konnten. 2.3. Lage des Konzerns 2.3.1. Ertragslage des Konzerns Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt dar:
Entwicklung der Ertragslage des Konzerns Die Ertragslage im Geschäftsjahr ist wesentlich durch außergewöhnlich hohe Kosten für externe Mitarbeiter im Bereich des ärztlichen Dienstes und der Pflege belastet. Das betriebliche Ergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (11.754 T€) auf 4.915 T€, so dass ein Konzernergebnis in Höhe von -526 T€ (Vj. 5.542 T€) erzielt wurde. Umsatzerlöse im Konzern und in den Segmenten
Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Fallzahlen ist aufgrund der im Berichtsjahr weiterhin anhaltenden Corona-Situation nicht in allen Einrichtungen eingetreten. Die erwartete leichte Steigerung der Umsatzerlöse wurde erreicht. Pflegetage im Konzern und in den Segmenten
Auslastung im Konzern und in den Segmenten
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 14.003 T€ (Vj. 17.945 T€) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Zuwendungen und Zuschüssen, aus Personalkostenerstattungen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Rückgang dieser ist durch den Rückgang der Leistungen für Versicherungsentschädigungen aufgrund verschiedener Wasserschäden bedingt. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 5.892 T€ auf 75.314 T€ ist durch die bereits genannten außergewöhnlich hohen Kosten begründet. Der Personalaufwand ist von 231.139 T€ im Vorjahr auf 241.079 T€ gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende (gerechnet in Vollzeitkräften) lag im Durchschnitt des Jahres 2022 bei 3.448,3 Vollzeitkräften (Vj. 3.511,3 Vollzeitkräfte). Der Anstieg der Personalaufwendungen bei gleichzeitigem Rückgang der Mitarbeiter ist auf allgemeine Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf erhöhte Abführung von Ausbildungskostenumlage, den gestiegenen Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen als auch gestiegenen Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen zurückzuführen. Das EBIT wird mit 4.915 T€ (Vj.11.754 T€) ausgewiesen. Insgesamt verschlechterte sich das Konzernergebnis nach Steuern somit von 5.542 T€ im Vorjahr auf -526 T€ im Geschäftsjahr. Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis ist damit vor allem wegen höherer Kosten nicht erreicht worden. 2.3.2. Vermögenslage des Konzerns Die Vermögenslage stellt sich folgendermaßen dar. Zur Darstellung des eigenfinanzierten Vermögens wurde der Sonderposten vom Anlagevermögen abgezogen:
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.820 T€ verringert. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software, Lizenzen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Firmenwerte betragen 3.998 T€. Davon entfallen 3.798 T€ auf den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Das Sachanlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.776 T€ auf 249.678 T€. Die im Anlagevermögen enthaltenen Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten betreffen überwiegend die Akutkrankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie den Rehabilitationsbereich in Bad Wilsnack. Die Zugänge im Sachanlagevermögen gliedern sich folgendermaßen:
Die Veränderung zwischen dem langfristigen und kurzfristigen Kapital ist durch die Ausweisänderung der Betriebsmittellinie bedingt. 2.3.3. Finanzlage des Konzerns Die Finanzierungsstruktur des Konzerns ist geordnet. Im Konzern bestehen zum 31.12.2022 Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 74.485 T€, davon werden 32.223 T€ im Rahmen der Betriebsmittellinie genutzt. Die Kreditverbindlichkeiten haben in Höhe von 9.103 T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.989 T€ im investiven Bereich eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Zum 15.04.2021 wurde die Konzernfinanzierung neu aufgesetzt. Der Finanzierungsrahmen in Höhe von 74.000 T€ setzt sich zusammen aus 44.000 T€ Betriebsmitteldarlehen und 30.000 T€ Tilgungsdarlehen mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Die Hypothekenkredite sind vollständig mit langfristigen Zinskonditionen abgesichert. In den Kassen- und Bankguthaben sind Fördermittel und Verwahrgelder in Höhe von 14.316,0 T€ (Vj. 7.148,5 T€) enthalten, die verfügungsbeschränkt sind. Des Weiteren beinhalten die flüssigen Mitteln Insolvenzkonten in Höhe von 6.402,2 T€ (Vj. 36.219,5 T€), die im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen der zum 01.07.2019 erworbenen Gesellschaften verwendet werden und damit ebenfalls verfügungsbeschränkt sind. Entwicklung der Finanzlage
Die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3.263 T€ als auch der Reduktion der Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen bedingt. Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Auszahlung der im Rahmen der Insolvenz vereinbarten Besserungsquote bedingt. Zum Bilanzstichtag wurden 11.770,1 T€ Kreditlinien nicht in Anspruch genommen. Die KMG-Gruppe verfügt für die überwiegende Mehrheit der Konzerngesellschaften über ein zentralisiertes Cash-Pooling System. Das Ziel besteht hierbei in der laufenden Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel. Dabei stehen Sicherstellung stabiler Bilanzkennzahlen sowie die Unabhängigkeit der Konzerngruppe im Fokus. Im Übrigen wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 verwiesen. 2.3.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Die Corona-Pandemie hat die Einrichtungen der KMG Kliniken, wie alle anderen Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens, im Jahr 2022 vor große Herausforderungen gestellt. Dabei waren und sind die Herausforderungen, abhängig von der Art der Einrichtungen, ganz unterschiedlicher Natur. Neben den enormen Herausforderungen aufgrund der Ukraine-Krise, den damit einhergehenden Unterbrechungen der Lieferketten und teilweise ganz erheblichen Kostensteigerungen belastet auch die Corona-Pandemie die Geschäftsentwicklung nach wie vor stark. In vielen KMG Einrichtungen ist es zu Corona-Ausbrüchen gekommen, die zu einer starken Leistungseinschränkung geführt haben. Noch belastender sind die Quarantänen bei Corona-positiven Mitarbeitenden. Diese Quarantänen werden nach wie vor auch dann verhängt, wenn die betroffenen Mitarbeitenden keine oder nur schwache Symptome haben. KMG erhofft sich hier eine Initiative des Gesetzgebers, die es Corona-positiven, aber symptomfreien Mitarbeitern ermöglicht zu arbeiten. Dies ist in vielen anderen europäischen Ländern mittlerweile üblich und zwingend erforderlich, um eine adäquate Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten. KMG war in den vergangenen Monaten mit teilweise außergewöhnlich hohen Kranken- und Fehlzeitenquoten der Mitarbeitenden konfrontiert. Gerade hohe Krankenquoten in der Pflege wirken sich stark leistungsmindernd aus. Zusätzlich ist der Geschäftsverlauf von KMG durch außergewöhnlich hohe Kosten für externe Mitarbeiter im Bereich des ärztlichen Dienstes und der Pflege belastet. Diese Mitarbeiter unterstützen KMG im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungen. Die Notwendigkeit hierfür ergibt sich zum einen aus den ungewöhnlichen hohen Ausfallquoten bei den KMG Mitarbeitenden. Zudem sind einzelne Abteilungen bei KMG massiv durch solche Mehraufwendungen aufgrund von Personalveränderungen belastet. Auch die zwei Rehabilitationskliniken der KMG Kliniken standen im Zuge der Corona-Pandemie weiterhin vor enormen Herausforderungen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Leistungsgeschehen in beiden Einrichtungen stabilisiert werden. Nichts desto trotz ist die KMG Elbtalklinik, die sich auf die Rehabilitation von orthopädischen Krankheitsbildern spezialisiert hat, teilweise von zeitlich begrenzter coronabedingender Minderbelegung stärker betroffen. Größte Herausforderung in den Pflegeeinrichtungen der KMG Gruppe war es, die Gesundheit der Bewohner*innen in den KMG Pflegeeinrichtungen bestmöglich zu schützen. Das angestrebte organische Wachstum nach der Akquisition der ehemaligen DRK Kliniken wurde auch im Berichtsjahr pandemiebedingt nicht vollständig erfüllt. Insgesamt wirken sich die zunehmenden regulatorischen Rahmenbedingungen auf die Entwicklung der Aufwandspositionen aus. Dem Anstieg in einzelnen Bereichen wird durch die Nutzung von Synergien aufgrund der Zentralisierung entgegengewirkt. Die nachhaltige Rekrutierung von Fach- und Hilfspersonal bleibt ein besonders fokussiertes Element und stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. 2.4. Lage der KMG Kliniken SE Die Entwicklung der KMG Kliniken SE ist zum einen geprägt durch den Dienstleistungssektor, der über die Geschäftsbesorgungsverträge (GBV) durch die Konzerntochtergesellschaften vergütet wird, und zum anderen durch die Handelsaktivitäten für den Konzern, die im Wesentlichen den zentralisierten Einkauf betreffen. Außerdem beeinflussen die Ergebnisübernahmen durch die mit den Tochtergesellschaften vereinbarten Ergebnisabführungsverträgen das Jahresergebnis der KMG Kliniken SE. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft werden somit maßgebend durch die Entwicklung im Gesamtkonzern beeinflusst. 2.4.1. Ertragslage der KMG Kliniken SE
Die Gesellschaft weist im Jahr 2022 ein gegenüber dem Vorjahr um 9.788 T€ geringeres Beteiligungs- und Finanzergebnis aus. Diese Veränderung ist wesentlich geprägt durch den Anstieg der übernommenen Verluste von Tochtergesellschaften sowie aufgrund des Abschlusses neuer Ergebnisabführungsverträge mit der KMG Kliniken Beteiligungs GmbH und deren Tochterunternehmen. Die Steuerbelastung 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.038 T€ gesunken. Dieser Rückgang resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Ergebnissen der Tochtergesellschaften aus den Ergebnisabführungsverträgen im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft. 2.4.2. Vermögenslage der KMG Kliniken SE
Das langfristige Vermögen wird hauptsächlich durch Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 89.218 T€ sowie langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 18.093 T€ bestimmt. Die Veränderung zwischen dem lang- und kurzfristigen Kapital ist durch die bereits benannte Umgliederung der Betriebsmittellinie bedingt. 2.4.3. Finanzlage der KMG Kliniken SE Die KMG Kliniken SE fungiert als Clearingstelle für das konzernweite Cash-Pooling des KMG-Konzerns. Das Ziel des konzerninternen Cash-Pool-Systems besteht in der laufenden Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel. Dabei stehen die Sicherstellung stabiler Bilanzkennzahlen sowie die Unabhängigkeit der Konzerngruppe im Fokus. Insofern ist die Finanzlage der KMG Kliniken SE von der Geschäftstätigkeit der Gesellschaften im Konzernverbund abhängig. Zur Finanzlage verweisen wir daher auf die Darstellung der Finanzlage des Konzerns. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht Das Risikomanagement als ein zentraler Baustein für Kontrolle und Transparenz im Unternehmen ist darauf gerichtet, systematisch Risiken einer ökonomischen Fehlsteuerung zu vermeiden. Externe Risiken Die Ansteckungen mit dem Coronavirus haben im 4. Quartal 2021 bundesweit deutlich zugenommen und die Inzidenzen sind signifikant gestiegen. Neue Coronavirus-Mutationen wie Omikron sind hinzugekommen und haben nachhaltig den Pandemieverlauf beeinflusst. Auch 2022 war noch deutlich durch die sehr hohen Inzidenzen geprägt. Hierdurch kam es temporär sowohl zu teilweise sehr hohen Fallzahlrückgängen als auch zu immer wieder extrem hohen Personalausfällen. Letzteres insbesondere auch deshalb, da in 2022 noch keine den tatsächlichen Gegebenheiten angepasste Gesetzeslage geschaffen wurde, die, wie in vielen anderen Ländern längst geschehen, verhindert, dass die bloße symptomfreie Infektion zur Quarantäne führt. Veränderte Anforderungen, wie z. B. aufwändige Pflege, steigende Hygieneanforderungen oder Tarifsteigerungen, die die medizinische Rehabilitation gleichermaßen betreffen, sind bzw. waren in 2022 zumindest temporär im akutstationären Krankenhausbereich durch zahlreiche Sonderprogramme und gesetzliche Maßnahmen strukturell gefördert. Die auf dem DRG-System basierende Verkürzung der stationären Behandlung lässt den Bedarf an Frührehabilitation steigen. Rehabilitationskliniken übernehmen die Patienten früher mit den entsprechenden Kostenrisiken, ohne dass dafür die Verweildauer verlängert oder Vergütungssätze erhöht werden. Außerdem sind sämtliche Kostensteigerungen, die sich auch aus dem stark reglementierten System der Strukturanforderungen ergeben, aus dem Vergütungssatz zu finanzieren. Die Vergütungssätze der Kliniken müssen sowohl den laufenden Betrieb als auch Teile der notwendigen Investitionen tragen. Der Konzern hat sich auf mögliche Nachfrageverschiebung durch die demografische Entwicklung und Faktoren wie Multimorbidität, Überalterung der Bevölkerung und steigende Lebenserwartung grundsätzlich eingestellt. Im Rahmen der Diversifikationsstrategie werden sämtliche Bereiche der Gesundheitsversorgung (Akut, Reha und Pflege) angeboten. Der ambulante Bereich wird durch medizinische Versorgungszentren, ambulante Pflegedienste, Ermächtigungen und Kooperationen abgedeckt. Damit können Änderungen der Reglementierungen in einzelnen Bereichen ausgeglichen und somit eine Risikodiversifizierung hergestellt werden. Unter Berücksichtigung der aktuellen Änderungen und Weiterentwicklungen im Bereich des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) sowie der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) wird der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte weiterhin verschärft. Zudem drohen Sanktionen bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben. Das Management geht davon aus, die Personaluntergrenzen im normalen Betrieb regelhaft erfüllen zu können. Wie in jedem Krankenhausbetrieb kann es aber temporär zu Unterschreitungen der Personaluntergrenzen kommen kann. Ob diese Maßnahmen dazu geeignet sind, den gesetzgeberischen Zweck zu erfüllen, bleibt abzuwarten und wird als fraglich eingeschätzt. Mit dem MDK-Reformgesetz, das zum 1.01.2020 in Kraft getreten ist, wurden umfangreiche Änderungen zur Abrechnungsprüfung etabliert. Ein Baustein ist die Einführung einer Prüfquote, die den Umfang der Einzelfallprüfung je Krankenhaus begrenzen soll. Für das Jahr 2020 wurde der Prüfumfang für Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung bundeseinheitlich zunächst auf 12,5 % festgelegt, infolge der Corona-Pandemie durch das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz allerdings auf 5 % reduziert. Um die Prüfverfahren von Klinikrechnungen zu verringern, gelten ab 2021 quartalsbezogene Prüfquoten je Krankenhaus. Dadurch wird nicht mehr jede möglicherweise falsche Krankenhausrechnung überprüft. Die Auswirkungen auf die Qualität der Abrechnung als auch die Höhe der gesamten Korrekturquoten lässt sich derzeit nicht valide abschätzen. Betriebliche Risiken Die betrieblichen Risiken liegen vor allem in der Auslastung der Kliniken und der ausreichenden Gewinnung von Fachpersonal bzw. der während der Corona-Pandemie kontinuierlich gestiegenen Krankenquote. Das Management hat eine Reihe von Maßnahmen implementiert, um durch qualitative Leistungsangebote die Auslastung stabil zu halten beziehungsweise zu erhöhen. Das Medizincontrolling gewährleistet eine zeitnahe Auswertung der Leistungsdaten und kann so Potentiale erkennen. Ein wesentlicher Bestandteil des Risikocontrollings ist die Optimierung der Qualität in den Einrichtungen. Neben den medizinischen Fachgruppen ist hier in erster Linie die Ausbildung von Fachkräften in verschiedenen Gesundheitsberufen im Konzern zu nennen. Darüber hinaus wurden Einrichtungen zertifiziert beziehungsweise nehmen regelmäßig an Qualitätsprüfungen der Vertragspartner teil. Die Zahl an Studien, die einen massiven Personalmangel als größte Herausforderung für das System der Gesundheitsversorgung neben wachsendem Kostendruck bestätigt, steigt kontinuierlich. In den vergangenen Jahren führte dieses Werben um Fachkräfte zu einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen in allen Fachbereichen. Insbesondere war das Geschäftsjahr 2022 durch außergewöhnlich hohe Kosten für sogenanntes Leihpersonal geprägt, das benötigt wurde, um Leistungen trotz noch nicht nachbesetzter Stellen anzubieten. Dieses Leihpersonal kostet in der Regel ein Mehrfaches dessen, was regelhaft angestellte Mitarbeitende kosten. Zur langfristigen Bindung der Mitarbeiter ist die Strategie von KMG darauf ausgerichtet, attraktive Gehälter bei einer möglichen Flexibilisierung der Arbeitszeit und dem Angebot von Mitarbeiterprogrammen zu ermöglichen. Die Mitarbeiterprogramme umfassen dabei u. a. Gesundheitsfürsorge und das neu eingeführte E-Bike-Leasing. Zur Sicherung und Entwicklung des Personalbestandes wurde vor einigen Jahren u. a. ein Leitfaden für Mitarbeiterjahresgespräche entwickelt. Im Bereich Personal wird das Recruiting durch den Einsatz eines Bewerberportals unterstützt, das in 2022 mit einem komplett neuen "Gesicht" und vielen neuen Funktionen und Informationen gestartet ist. KMG reagiert auf die absehbare Entwicklung seit Jahren insbesondere durch die Ausbildung eigener Fachkräfte in den Bildungseinrichtungen der Unternehmensgruppe. Darüber hinaus werden, soweit sinnvoll, Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben. Erste Erfahrungen wurden mit dem Integrations- und Anerkennungsprozess gemacht, so dass bereits in Ungarn ausgebildete Pflegekräfte als Kranken- und Gesundheitspfleger bzw. Kranken- und Gesundheitspflegehelfer angestellt werden konnten. Finanzielle Risiken Veränderungen im Zinsumfeld können Rentabilität, Liquidität und die Finanzlage sowie die Expansionsmöglichkeiten beeinträchtigen. Das Risiko steigender Zinsen wird durch einen bestehenden Zinsbindungsmix reduziert. Die Erfüllung des laufenden Finanzierungsbedarfs birgt das Risiko, bei Engpässen unvorteilhafte Finanzierungsbedingungen annehmen zu müssen. Die Liquiditätsplanung von KMG überwacht, steuert und vermeidet daher Engpasssituationen. Der Finanzierungsbedarf der operativen Geschäftstätigkeit ist u. a. durch das konzernweite Cash-Pooling gesichert. Beschaffungsrisiken Aufgrund der angespannten Situation im Ukrainekonflikt können wirtschaftliche Risiken zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen betreffen insbesondere den Energiesektor. Die KMG-Gruppe ist im Bereich medizinischer Einrichtungen und Ausstattungen sowie beim medizinischen Bedarf auf Fremdanbieter angewiesen. Insbesondere im Rahmen von Pandemiesituationen als auch durch die Europäische Union beschlossenen Sanktionen können diese Abhängigkeiten zu Risiken im Bereich der ausreichenden Versorgung mit benötigtem Material an einzelnen Standorten führen. Durch die Zentralisierung des Einkaufs wird aufgrund der netzwerkübergreifenden Zusammenarbeit sowie der kontinuierlichen Markt- und Produktbeobachtung die konstante Verfügbarkeit sichergestellt. Bewertung des Gesamtrisikos Aufgrund der kriegerischen Handlungen in der Ukraine können zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht abschließend beurteilt werden. Ergebnisbelastend könnten die dadurch zu erwartenden deutlich höheren Materialaufwendungen nicht zuletzt im Bereich der Energieversorgung führen. Durch die in der Vergangenheit erfolgten Anpassungen und stetigen Weiterentwicklungen des Leistungsspektrums stellt sich die KMG Gruppe trotz der allgemeinen und speziellen Risiken weiterhin zukunfts- und wettbewerbsfähig dar. Der Konzern ist gut positioniert, um auch zukünftig als ein stabiler privater Krankenhausbetreiber die Entwicklungen am Gesundheitsmarkt der Regionen aktiv mitzugestalten. Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwarten wir auch bei sich möglicherweise ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen keine Risiken, die sich bestandsgefährdend auf KMG auswirken können. 3.2. Chancenbericht KMG ist als Anbieter des breiten Spektrums von Gesundheitsleistungen in der Fläche potentiell begünstigt von der politischen Ausrichtung, die Versorgung auch in den als ländlich geltenden Regionen zu garantieren. Noch nicht klar ist, wie sich die zukünftigen Krankenhausreformen auswirken werden. Konkrete Erkenntnisse werden in der zweiten Jahreshälfte 2023 erwartet. Sicher scheint aber bereits, dass es auch zukünftig einen sogenannten Ländervorbehalt geben wird. Damit soll sichergestellt werden, dass Leistungen, die für die Versorgung der Menschen in den Regionen notwendig sind, erhalten bzw. gesichert werden. KMG geht davon aus, dass dies von Relevanz für eine Reihe der von KMG angebotenen Leistungen sein wird. Weiterhin stellt die Integration der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH einschließlich der Medizinischen Versorgungszentren in Thüringen und Brandenburg in den Konzernverbund der KMG Kliniken SE einen wesentlichen Beitrag dar, die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Am KMG Klinikum Sömmerda wurde mit umfangreichen Neubaumaßnahmen begonnen, in deren Zuge in den kommenden Jahren mehr als 40 Mio. € in den Standort investiert werden. Aufgrund der Pandemie hat sich das Problem einer unzureichenden Digitalisierung im Gesundheitsbereich dramatisch gezeigt. Zudem bindet die zunehmende Bürokratisierung aufgrund rahmenpolitischer Vorgaben im Gesundheitssektor personelle Ressourcen, die somit nicht der patientennahen Versorgung zur Verfügung stehen. Dieses hat der Gesetzgeber zumindest erkannt und durch die Einführung des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die Krankenhäuser mit finanziellen Mitteln auszustatten. Die daraus resultierenden Mittel zur Digitalisierung bei der Versorgung der Patienten werden zu einer Standardisierung der IT-Infrastruktur führen. Diese Chance und die durch uns bereits ergriffenen Maßnahmen werden zu einer Freisetzung gebundener Ressourcen und einer Optimierung der Kostenstruktur führen. Akut-Krankenhäuser Vor dem Hintergrund des stärkeren Fokus auf das Segment der Akutversorgung stellt die Integration und Sanierung der durch die KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH betriebenen Krankenhäuser einschließlich der Medizinischen Versorgungszentren in Thüringen und Brandenburg in den Konzernverbund der KMG Kliniken SE eine wesentliche Chance dar. Einen wesentlichen Erfolgsfaktor stellt dabei die Berufung von standortgebundenen Klinikgeschäftsführern sowie die Integration der Standorte in das überregionale Netzwerk erfahrener Krankenhausspezialisten dar. Dadurch können an den Standorten verschiedene Synergieeffekte in den Bereichen Personalmanagement, Medizincontrolling, Einkauf, Recht und Logistik gehoben werden. Das Zukunftskonzept für diese Standorte sieht eine konsequente Weiterentwicklung des medizinischen Leistungsangebotes bei gleichzeitiger Hebung von Einsparungen aufgrund von Synergieeffekten im Bereich Servicedienstleistungen und Einkauf vor. Die Corona-Pandemie hat den Prozess der Integration der zum 01.07.2019 erworbenen Einrichtungen der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH verlangsamt. Dadurch konnten die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden. Die weitere unternehmerische Strategie ist darauf ausgerichtet, das Leistungsspektrum der Einrichtungen an die regionalen Erfordernisse anzupassen. Dabei stehen zur Hebung der Attraktivität die kontinuierliche Erweiterung der Kernschwerpunkte zur medizinischen Versorgung in den einzelnen Einrichtungen im Fokus. Es ist geplant, umfangreiche Neuinvestitionen und Maßnahmen der Sanierung durchzuführen. Neben den bisherigen Sanierungsmaßnahmen werden die zukünftigen Bauprojekte an den Standorten Sömmerda und Luckenwalde zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung der Krankenhausstandorte führen. Dieses wird zukünftige Leistungssteigerungen bei erhöhter medizinischer Qualität der Versorgung gewährleisten. Das Klinikum am Standort Sömmerda hat in 2020 insgesamt € 20,1 Mio. Einzelfördermittel vom Landesverwaltungsamt des Freistaates Thüringen für die Errichtung des sogenannten Ersatzneubaus C bewilligt bekommen, die ratierlich in einem Zeitraum bis 2027 ausgekehrt werden. Im Rahmen dieser Maßnahme wird auch die Bettenkapazität am Standort Sömmerda erweitert werden. Zwischenzeitlich wurde ein Antrag erarbeitet, mit dem eine erhöhte Fördersumme für den Bauteil C beantragt wird. Dies war nach den sehr deutlichen Baukostensteigerungen insbesondere in 2022 notwendig geworden. Das Management geht davon aus, dass diesem Antrag vollumfänglich entsprochen wird. Zusätzlich haben die KMG Kliniken Einzelfördermittel für die Sanierung und Erweiterung der Radiologie am Standort Sömmerda in Höhe von 9.754 T€ bewilligt bekommen. Der Spatenstich für den Neubau der Radiologie erfolgte am 09.05.2022. Weiterhin ist geplant, die Kapazitäten der interventionellen Kardiologie durch Etablierung eines zweiten Linksherzkathetermessplatzes deutlich zu erweitern. Die hierfür notwendigen Machbarkeitsstudien werden aktuell erstellt. Als weitere Chance wird eine zunehmende Vernetzung der zur KMG-Gruppe gehörenden MVZ-Praxen an allen Standorten gesehen. Die Entwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen in den KMG Medizinischen Versorgungszentren zeigt bereits jetzt eine deutliche Ergebnisverbesserung. Unter anderem wurden die personellen Ressourcen so eingesetzt, dass eine bestmögliche Versorgung der Patienten in der Region sichergestellt und die Praxisauslastung verbessert wird. Die Konzentration der MVZ-Gesellschaften unter einer einheitlichen Leistung führt dabei zusätzlich zu einer Verbesserung im Bereich der Abrechnungsqualität. Qualitätsmaßnahmen/-entwicklung Auf Basis der §§ 136 und 137a SGB V existieren verschiedene Konzepte der externen, vergleichenden Qualitätssicherung. Um die Qualität der medizinischen Versorgung nachhaltig zu sichern und Patientinnen und Patienten konsequente Transparenz zu bieten, sind die KMG Kliniken seit dem 1.07.2016 Mitglied des Initiative Qualitätsmedizin IQM e. V. IQM ist eine trägerübergreifende Initiative für mehr Qualität in der Medizin. Neben der vorliegenden Zertifizierung unseres internen Qualitätsmanagementsystems sind unsere Kliniken in das externe Qualitätssicherungssystem der Rentenversicherung einbezogen und schneiden regelmäßig mit sehr guten Ergebnissen bei allen gemessenen Qualitätsparametern ab. Inwiefern sich diese Ergebnisse auch auf eine Leistungsgerechtigkeit in der Vergütung auswirken, bleibt abzuwarten. Zudem sind Erhöhungen der Vergütungssätze häufig mit einer Reduzierung der Fallzahlen verbunden. Aktuell hat die orthopädische Rehabilitation bundesweit noch die höchsten Fallzahlen und die höchste Bettenkapazität, was sich zwangsläufig auf den Wettbewerb und die Vergütungssatzverhandlungen auswirkt. Demografische Entwicklung Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass aufgrund der aktuellen demografischen Entwicklungen der medizinischen Rehabilitation zukünftig mehr Bedeutung zukommen wird. Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung wird einen erhöhten Bedarf an rehabilitativen Maßnahmen bewirken, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zu verzögern. Ob dafür das entsprechende Reha-Budget zur Verfügung gestellt wird, bleibt abzuwarten. Arbeitskräftegewinnung Durch die selektive Gewinnung von Arbeitskräften aus anderen Ländern wird der hohen Abwanderungsquote von jungen Menschen aus der Region entgegengewirkt, allerdings sind die Erfahrungen mit diesen neu gewonnenen Mitarbeitern noch sehr heterogen. Der Flexibilisierung von Arbeitszeiten, besser planbaren Dienstmodellen und der gesteigerten Aufmerksamkeit auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird bei der Gewinnung von Fachkräften positive Wirkung beigemessen. 3.3. Prognosebericht Im Akutbereich geht der Vorstand davon aus, an allen Standorten die Leistung durch moderate Steigerung der Fallzahlen erhöhen zu können. Die Corona-Pandemie ist beendet, die nachhaltig höhere Krankenquote bleibt jedoch eine Herausforderung. Gleichwohl sehen die KMG Kliniken viele Chancen in der Zukunft. Mit Spannung erwartet werden nun Details zur geplanten Krankenhausreform. Im stationären Bereich erfolgen kontinuierlich notwendige Investitionen in die Infrastruktur und in die Medizintechnik. Am Standort Havelberg wurde 2020 damit begonnen, das Leistungsspektrum anzupassen und nach der Schließung des Krankenhauses eine Pflegeeinrichtung zu betreiben, die 2021 eröffnet wurde. Die Eröffnung wird auch in Zukunft zu einer positiven Entwicklung der Betriebsergebnisse des Standorts führen. Auch im Rehabereich wird unverändert eine stabile Belegungsquote und eine weiterhin positive Entwicklung erwartet. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Tarifabschlüsse sowie deren Fortschreibung ist bei allen Berufsgruppen eine stufenweise Erhöhung der Personalaufwendungen zu erwarten. Die KMG-Gruppe wird sich auf die Realisierung der Potentiale für eine weitere Leistungs- und Ergebnissteigerung konzentrieren. Insbesondere bei den Einrichtungen der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH bestehen noch deutliche Potentiale hinsichtlich der operativen Margen. Die u. a. durch Tarifanpassungen steigenden Kosten sollen durch ein konsequentes Kostenmanagement, Prüfung von Materialeinsatz und Optimierung von Abläufen kompensiert werden. Für die Akutversorgung und Rehabilitation gehen wir auf der Basis einer stabilen strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe von einer gleichbleibenden Ergebnisentwicklung aus. Auch wenn die Rahmenbedingungen insgesamt sehr anspruchsvoll bleiben und mögliche Weichenstellungen der Politik noch nicht vollständig abschätzbar sind, erwarten wir ein langfristig positives Ergebnis. Insgesamt erwarten wir für den Konzern für das Jahr 2023 bei leichter preis- und mengenbedingter Steigerung der Umsatzerlöse ein positives Ergebnis. Für den Jahresabschluss der KMG Kliniken SE erwarten wir eine leichte positive Entwicklung der Gesamtleistung und des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr 2023. Aufgrund der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertbaren Auswirkungen des derzeitigen Ukrainekrieges und der zu erwartenden Krankenhausreform können im Geschäftsjahr 2023 Abweichungen in den Umsatzerlösen und im Ergebnis zu unserer Planung auftreten.
Bad Wilsnack, 28. April 2023 gez. Stefan Eschmann gez. Jennifer Kirchner-Bauer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 (01.01.-31.12.)
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
* ausstehende Einlagen auf das Kapital, nicht eingefordert 741.507,95 EUR Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
* ausstehende Einlagen auf das Kapital, nicht eingefordert 741.507,95 EUR Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die KMG Kliniken SE hat ihren Sitz in Bad Wilsnack. Sie ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Neuruppin (HRB 12553 NP). Die KMG Kliniken SE erstellt auf Basis des § 290 HGB einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt worden. Die in den Einzelabschlüssen nach der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) und der Pflegebuchführungsverordnung (PBV) bilanzierten Positionen wurden auf das HGB überführt mit Ausnahme der Forderungen nach KHG und der Verbindlichkeiten nach KHG, für die gesonderte Posten in den Konzernabschluss eingefügt wurden. Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft (31.12.2022) aufgestellt worden. Die Bilanzstichtage der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind identisch mit dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben in der Konzernbilanz wurden in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden a) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden die nachfolgend genannten Gesellschaften einbezogen:
1) Die KMG Invest GmbH ist am Kapital der KMG Klinikum Nordbrandenburg GmbH (vormals KMG Klinikum MItte GmbH) in Höhe von 97,44 % beteiligt, die KMG Kliniken SE in Höhe von 2,56 %. Abweichend von den Kapitalanteilen hält die KMG Kliniken SE laut Satzung 94 % der Stimmrechte an der KMG Klinikum Nordbrandenburg GmbH. 2) Die KMG Kliniken SE hält 94 % der Anteile, die KMG Invest GmbH 6 % der Anteile. 3) Die Dr. Wolfgang Neubert Stiftung hält 35 % der Anteile an der KMG Klinik Management GmbH und die KMG Invest GmbH 6 % der Anteile. 4) Die KMG Invest GmbH hält stimmrechtslos 25,95 % der Anteile an der KMG Kliniken SE. 5) Der von der Gesellschaft als eigener Anteil gehaltene, gegenwärtig stimmrechtslose und vom Gewinnbezugsrecht ausgeschlossene Geschäftsanteil beträgt 10%. 6) Die Gesellschaft nimmt Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. 7) 7% der Anteile werden als Managementbeteiligung gehalten. 8) Die Dres. Neubert Familienstiftung hält 8 % der Anteile an der KMG Klinik Boizenburg GmbH. 9) Zur Einbeziehung der KMG Invest GmbH verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen. Die KMG Invest GmbH umfasst ausschließlich die Vermietung von Grundstücken und Gebäuden im Wesentlichen an Konzerngesellschaften der KMG-Gruppe. Damit ist die KMG Invest GmbH wirtschaftlich und finanziell eng mit den Gesellschaften des Konzerns der KMG Kliniken SE verbunden. Da die Immobilien der KMG Invest GmbH ausschließlich der Erreichung der Ziele der KMG Kliniken SE dienen und um eine adäquate wirtschaftliche Aussagekraft des Konzernabschlusses abzubilden, wird die KMG Invest GmbH aufgrund wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vorjahr wurde zum 01.02.2021 die Betriebsstätte Seniorenheim Tangermünde der KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack, verkauft. Gemäß notariellem Vertrag vom 19.08.2022 erfolgte die Verschmelzung der Gesellschaft KMG Seniorenheim am Dom GmbH, Bad Wilsnack, auf die KMG Klinikum Havelberg GmbH, Bad Wilsnack, rückwirkend zum 01.01.2022. Die KMG Klinikum Havelberg GmbH wurde in KMG Seniorenheim Havelberg GmbH, Bad Wilsnack, umfirmiert. b) Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierung wurde nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung vorgenommen. Die Vorschriften zur Kapital-, Schulden- und Ertragskonsolidierung wurden beachtet. Die Korrektur von Zwischengewinnen wurde im Bereich der Lieferungen und Leistungen, die zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen wurden und bei Wertansätzen, deren Ermittlung einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert, nicht durchgeführt. Der Wertansatz der den Muttergesellschaften gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochtergesellschaften wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert, angesetzt. Die Abschreibungszeiträume entsprechen den branchenüblichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zuganges vollständig abgeschrieben. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB ergeben sich aus den Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung des Vermögensgegenstands verwendet wurde, soweit sie auf den Herstellungszeitraum entfallen, wurden berücksichtigt. Im Berichtsjahr sind keine Zinsen aktiviert worden. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips einschließlich nicht abziehbarer Vorsteuer bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Leistungen enthalten Bauleistungen der Criton GmbH und abgegrenzte Leistungen für Überlieger in den Segmenten Akutmedizin und Rehabilitation. Die Wertermittlung der Überlieger erfolgte retrograd aus den DRG-Erlösen bzw. aus den Vergütungen für Fallpauschalen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für erkennbare Risiken bewertet. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen bilanziert. Der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ist in Höhe der Restbuchwerte der nach dem KHG und den einschlägigen Landeskrankenhausgesetzen einzeln oder pauschal geförderten bzw. aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand finanzierten Anlagegüter angesetzt worden. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vj. 1,87 %) verwendet. In dem versicherungsmathematischen Gutachten wurde keine zu erwartende Rentensteigerung berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) wurden mit ihren (fortgeführten) Anschaffungskosten mit den Rückstellungen verrechnet. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt nach den Vorschriften des Ländererlasses gemäß Bundessteuerblatt 1963, Teil II, Seite 47 sowie § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- oder -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung in Zukunft wahrscheinlich erscheint. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wie auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. Geschäfts- oder Firmenwert Der nach § 301 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergibt sich aus dem Erwerb der Anteile gemäß nachstehender Übersicht:
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Bredomus Gebäudebewirtschaftungs- und Geschäftsbesorgungs GmbH wird über 5 Jahre abgeschrieben. Durch den Erwerb der Anteile an der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH ergab sich aus der Erstkonsolidierung zum 1.07.2019 ein Geschäfts- oder Firmenwert. Der aktivische Unterschiedsbetrag bei der KMG Klinikum Thüringen Brandenburg GmbH wird mit 14.763,5 T€ ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. In Vorjahren wurde eine Sonderabschreibung von 9.947,0 T€ vorgenommen. Der verbliebene Restbuchwert von 4.429,0 T€ wird in gleichmäßigen Abschreibungsbeträgen auf die verbleibende Laufzeit bis 2034 verteilt.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 71,4 T€ (Vj. 34,8 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den flüssigen Mitteln sind Fördermittel und Verwahrgelder in Höhe von 14.320,3 T€ (Vj. 7.148,5 T€) enthalten, die verfügungsbeschränkt sind. Des Weiteren beinhalten die flüssigen Mitteln Insolvenzkonten in Höhe von 6.402,2 T€ (Vj. 36.219,5 T€), die im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen der zum 01.07.2019 erworbenen Gesellschaften verwendet werden und damit ebenfalls verfügungsbeschränkt sind. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen saldiert die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des individuellen Steuersatzes. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer kam im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,0 % zur Anwendung.
Das Grundkapital des Konzerns beläuft sich auf insgesamt 88.860,00 € und ergibt sich aus dem Grundkapital der KMG Kliniken SE (120.000,00 €) abzüglich des Nennwertes der eigenen Anteile (31.140,00 €). Dabei handelt es sich um die 25,95 %-ige Beteiligung der KMG Invest GmbH an der KMG Kliniken SE. Das Grundkapital der KMG Kliniken SE in Höhe von 120.000,00 € ist eingeteilt in 69.024 Stück Stammaktien der Gattung A, 19.836 Stück Stammaktien der Gattung B und 31.140 Stück stimmrechtslose Vorzugsaktien mit einem Nennwert von je 1,00 €.
Die Kapitalrücklagen sind ausschließlich solche gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Eigene Anteile an der Kapitalrücklage in Höhe von 14.772,9 T€ wurden analog dem Grundkapital mit den Kapitalrücklagen offen verrechnet. Die gesetzliche Rücklage gem. § 150 AktG beläuft sich auf 12,0 T€. Der Konzernbilanzgewinn ermittelt sich wie folgt:
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital unterliegen 160,5 T€ (Vj. 342,7 T€) einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter entfällt auf 35 % der Anteile an der KMG Klinik Management GmbH, auf 8 % der Anteile an der KMG Klinik Boizenburg GmbH sowie auf 7 % der Anteile an der KMG Kliniken Beteiligungs GmbH und deren Tochtergesellschaften und enthält den Anteil der KMG Invest GmbH am Reinvermögen der konsolidierten Tochtergesellschaften, welcher mit den in der KMG Invest GmbH bilanzierten Beteiligungswerten verrechnet wurde. Des Weiteren wird in dieser Position das Kapital der KMG Invest GmbH, welche als Zweckgesellschaft in den Konzernabschluss der KMG Kliniken SE einbezogen wurde, ausgewiesen. Der Ausgleichsposten gemäß KHG für Eigenmittelförderung wurde in den Einzelabschlüssen entsprechend den Vorschriften der KHBV ausgewiesen. Er ist aufschiebend bedingt und wird bei Ausscheiden des jeweiligen Krankenhauses aus dem Krankenhausplan fällig. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wurde diese Position nicht als Vermögensgegenstand angesetzt und das Eigenkapital entsprechend gemindert. Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten Verpflichtungen gegenüber den ehemaligen Geschäftsführern der KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack GmbH und betragen nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen 1.744,0 T€ (Vj. 2.612,0 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag wird mit 3.941,0T€ (Vj. 4.810,5 T€), die (fortgeführten) Anschaffungskosten der Vermögenswerte, die auch dem Zeitwert entsprechen, mit 2.197,0 T€ (Vj. 2.198,5 T€) beziffert. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Bei Berechnung der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag 3.941,0 T€. Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 160,5 T€. Die Entwicklung der Rückstellungen ist nachfolgender Übersicht zu entnehmen:
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6.948,0 T€ beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von 3.984,5 T€. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 14.559,8 T€ (Vj. 24.081,4 T€) durch Grundpfandrechte gesichert. Zusätzlich bestehen für diese Verbindlichkeiten in Höhe von 2.450,0 T€ Sicherheiten durch Sicherungsübereignung des gesamten Inventars der Betriebsstätte Güstrow der KMG Seniorenheime GmbH und in Höhe von 1.000,0 T€ Sicherheiten in der KMG Klinikum Nordbrandenburg GmbH durch Sicherungsübereignung der finanzierten Investitionsgegenstände. Ferner wurde die Sicherungsübereignung des DaVinci roboter-assistierten Operationssystems in der KMG Klinik Güstrow GmbH vereinbart. Die dieser Sicherheit zugrundeliegenden Darlehensverbindlichkeit valutiert zum 31.12.2022 in Höhe von 1.097,0 T€. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind des Weiteren 53,2 T€ durch Fördermittelansprüche gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 5.075,1 T€ (Vj. 5.531,9 T€) und betreffen sonstige Verbindlichkeiten V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Bereiche:
Bei den Krankenhausumsätzen ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 12.989,3 T€ zu verzeichnen. Die Krankenhausumsätze beinhalten gebildete Abschläge für zukünftige MDK-Prüfungen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen aktivierte Aufwendungen aus Bauleistungen innerhalb des Konzerns. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von 3.023,1 T€ (Vj. 3.576,3 T€) ausgewiesen. Neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.394,3 T€ (Vj. 1.579,5 T€) werden unter anderem Erträge aus früheren Geschäftsjahren in Höhe von 1.590,0 T€ (Vj. 1.973,0 T€) sowie Erträge aus Versicherungserstattungen ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.102,2 T€ (Vj. 1.943,1 T€) ausgewiesen, die in Höhe von 504,7 T€ (Vj. 152,8 T€) auf Abschreibungen auf Forderungen und auf Einstellungen in die Wertberichtigung entfallen. Die Abgrenzung des Materialaufwandes zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Buchführungsgrundlagen nach der Krankenhausbuchführungsverordnung, der Pflegebuchführungsverordnung und des HGB erfolgt im Rahmen einer sachgerechten Zuordnung. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind in Höhe von 10.150,2 T€ (Vj. 11.351,5 T€) ergebniswirksame Abschreibungen enthalten. In Höhe von 11.673,0 T€ (Vj. 11.041,8 T€) betreffen die Abschreibungen das geförderte Anlagevermögen. Die Umgliederung der Ertragspositionen nach KHBV aus den Einzelabschlüssen erfolgte in die sonstigen betrieblichen Erträge. VI. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung weist für das Geschäftsjahr 2022 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der KMG Kliniken SE abgeleitet. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Es sind liquide Mittel aus pauschalen Fördermitteln, valutierten Krediten sowie aus Verwahrgeldern in Höhe von insgesamt 20.722,5 T€ (Vj. 43.372,7 T€) enthalten, die einer eingeschränkten Verfügbarkeit unterliegen. Hierin sind 6.402,2 T€ (Vj. 36.219,5 €) aus Insolvenzkonten enthalten, die für Zahlungen laut Insolvenzplan verwendet werden. Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Vielzahl von Neu- und Ersatzinvestitionen, die vorwiegend der Verbesserung und Sicherung der medizinischen Versorgung dienen. VII. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative Finanzinstrumente a) Haftungsverhältnisse Die KMG Kliniken SE, Bad Wilsnack, hat gemeinsam mit der KMG Invest GmbH eine Bürgschaftsübernahme für Darlehensverbindlichkeiten erklärt, die zum 31.12.2022 in Höhe von 4.480,0 T€ valutierten. Des Weiteren bestehen Avalbürgschaften in Höhe von 892,9 T€. Darüber hinaus hat die KMG Seniorenheim Havelberg GmbH (vormals KMG Klinikum Havelberg GmbH), Bad Wilsnack, ein notariell beurkundetes Schuldanerkenntnis in Höhe von 831,4 T€ nebst 6 % Zinsen zugunsten der Gemeinsamen Kommission bestehend aus dem Land Sachsen-Anhalt, der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., den Landesverbänden der Krankenkassen, den Verbänden der Ersatzkassen und dem Verband der privaten Krankenversicherungen abgegeben. Die Vereinbarung betrifft 50 % der mit Zuwendungsvertrag von April 1997 bewilligten Fördermittel in Höhe von 1.662,9 T€ für die Maßnahme "Errichtung Notaufnahme, Funktionsdiagnostik, Physiotherapie". Ein weiteres notariell beurkundetes Schuldanerkenntnis zugunsten der Gemeinsamen Kommission wurde in Höhe von 220,6 T€ nebst 6 % Zinsen für die Förderung der Maßnahme "Umbau Patientenaufzüge" abgegeben. Aufgrund einer positiv prognostizierten Entwicklung der Gesellschaften gehen wir von stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen aus. Bei der KMG Seniorenheim Havelberg GmbH, Bad Wilsnack, wird ein Einsatz der Fördergelder gewährleistet, der mit dem Zuwendungsbescheid im Einklang steht. Eine finanzielle Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird daher nicht erwartet. Die Träger der Medizinischen Versorgungszentren haben jeweils selbstschuldnerische Bürgschaften für Forderungen der Kassenärztlichen Vereinigung und Krankenkassen gegen die Medizinischen Versorgungszentren aus deren vertragsärztlicher Tätigkeit übernommen. Eine Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Versorgungszentren nicht erwartet. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem Gebäude-Mietvertrag der KMG Klinik Silbermühle GmbH, Bad Wilsnack, in Höhe von jährlich 1.378,9 T€ und aus dem Gebäude-Mietvertrag der KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack, in Höhe von jährlich 530,1 T€. Beide Mietverträge laufen bis zum 31. Dezember 2026. An Erbbaurechtsverpflichtungen bestehen jährlich 129,0 T€ und an sonstigen Mietverpflichtungen jährlich 1.040,3 T€. Des Weiteren bestehen aus dem Kauf von OP-Tischen im Zeitraum 2022 bis 2024 im voraussichtlichen Wert von insgesamt 3.005,2 T€ finanzielle Verpflichtungen. Darüber hinaus bestehen am Bilanzstichtag aus eingegangenen Leasingverträgen Verpflichtungen in Höhe von 1.884,3 T€. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 7.967,8 T€. c) Derivative Finanzinstrumente
Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsswaps mit einem Ursprungsbetrag in Höhe von 15.000,0 T€. Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil die Risikopositionen (Grundgeschäft) zeitgleich zu ihrer Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Zinsswaps abgesichert wurden. Da es sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um eine Bewertungseinheit von Zinsswap und Darlehen handelt, ergab sich kein Rückstellungsbedarf. VIII. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres haben, sind nicht zu verzeichnen. IX. Sonstige Angaben a) Personal Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 4.471 (Vj. 4.273) Mitarbeiter und 350 (Vj. 334) Auszubildende beschäftigt. Umgerechnet auf Vollkräfte gliedern sich diese wie folgt:
b) Kosten der Jahresabschlussprüfung Im Konzernabschluss sind Aufwendungen für das Honorar der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft als Abschlussprüfer des Konzerns des Berichtsjahres in Höhe von 325,8 T€ (Vj. 0,0 T€) enthalten. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 243,3 T€ (Vj. 0,0 T€) und auf andere Bestätigungsleistungen ein Betrag in Höhe von 82,5 T€ (0,0 T€). c) Geschäfte mit nahestehenden Personen Nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB werden zum Bilanzstichtag Darlehensforderungen einschließlich Zinsen in Höhe von insgesamt 3.159,6 T€ ausgewiesen.
Weiterhin hat die KMG Kliniken SE, Bad Wilsnack, gemeinsam mit der KMG Invest GmbH eine Bürgschaft zum Nominalbetrag von 4.480,0 T€ gegeben. d) Organe der Gesellschaft Dem Vorstand der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an: Herr Stefan Eschmann, Berlin, Vorsitzender, Frau Jennifer Kirchner-Bauer, Berlin. Der Vorstandsvorsitzende ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB über die Gesamtbezüge des Vorstands wird Gebrauch gemacht. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an: Herr Dr. Wolfgang Neubert, Arzt, Bad Wilsnack, Vorsitzender, Herr Dr. Franz Tepper, Rechtsanwalt, Gütersloh, Frau Dr. Irene Barbara Neubert, Ärztin, Bad Wilsnack, Frau Heike Kähler, Steuerberaterin, Gütersloh. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von 400,0 T€ (Vj. 456,5 T€) erhalten. Pensionsrückstellungen für die Organe des Konzerns sind in Höhe von 1.743,9 T€ (Vj. 2.612,0 T€) gebildet. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB über die Zahlungen an frühere Organmitglieder wird Gebrauch gemacht. Der Wissenschaftliche Beirat bestand in folgender Zusammensetzung: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans Lippert (Vorsitzender), Prof. Dr. med. Thomas Mittlmeier, Prof. Dr. med. Katrin Rothkopf, Prof. Dr. med. Patrick Michl. Der Wissenschaftliche Beirat hat im Berichtsjahr keine Vergütungen erhalten. e) Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung der MuttergesellschaftDa die Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2022 kein positives Jahresergebnis erwirtschaftet hat, hatte der Vorstand keine Entscheidung über die Verwendung des Jahresergebnisses der Muttergesellschaft zu treffen. Die Entscheidung über die Verwendung des vorhandenen Bilanzgewinns fällt in die Zuständigkeit der Hauptversammlung.
Bad Wilsnack, 28. April 2023 gez. Stefan Eschmann gez. Jennifer Kirchner-Bauer Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KMG Kliniken SE, Bad Wilsnack Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der KMG Kliniken SE, Bad Wilsnack, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der KMG Kliniken SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigter Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 10. Mai 2023 Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft gez. Ingo Fehlberg, Wirtschaftsprüfer gez. Vicky Höft, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Darüber hinaus legte er uns ausführliche Quartalsberichte vor und berichtete zusätzlich schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Im Berichtszeitraum fanden 3 Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden sowohl in den Sitzungen wie auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Interessenkonflikte traten nicht auf. Der Aufsichtsrat war im Berichtszeitraum wie folgt besetzt: Dr. Wolfgang Neubert (Vorsitzender) Dr. Barabara Neubert Dr. Franz Tepper Heike Kähler Den Jahresabschluss der KMG Kliniken SE zum 31. Dezember 2022 hat die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft geprüft und am 10. Mai 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft. Den Konzernabschluss der KMG Kliniken SE zum 31. Dezember 2022 sowie den Konzernlagebericht hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und am 10. Mai 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft. Die Berichte der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in unserer Bilanzsitzung am 5. Juni 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. Wir hatten keine Einwendungen und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KMG Kliniken SE für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022.
Bad Wilsnack, den 5. Juni 2023 Für den Aufsichtsrat Dr Wolfgang Neubert, Vorsitzender des Aufsichtsrats SonstigesDie Billigung des Konzernjahresabschlusses durch den Aufsichtsrat erfolgte am 05.06.2023. |
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