MAW-Maschinenfabrik Wannberg GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Fremann seit 4.10.2022 | Prokura |
Bernhard Schork seit 14.3.2022 | Prokura |
Diego Macario seit 8.12.2020 | Geschäftsführer |
Johannes Jacobus van Boxtel seit 3.12.2020 | Prokura |
Andreas Karl Röllgen seit 3.12.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Timken Luxembourg Holdings S. à r. l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Groeneveld-BEKA GmbHPegnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftstätigkeit des Unternehmens Groeneveld-BEKA GmbH, Pegnitz, (im Folgenden: GVBK), ist ein mittelständisch geprägtes Maschinenbauunternehmen, das Produkte und Systeme für die Wartungsautomatisierung, Zentralschmiertechnik und Umwelttechnik entwickelt, herstellt und vertreibt. Die GVBK hat ein Tochterunternehmen in Österreich. Hierbei handelt es sich um ein Handelshaus, das die Groeneveld-BEKA-Produkte als Händler in Österreich und teilweise in der Schweiz vertreibt. Die Tochterunternehmen MAW-Maschinenfabrik Wannberg GmbH und BEKA Beteiligungs GmbH halten weitere Anteile an Tochterunternehmen in Japan für den Vertrieb sowie in China, zur Produktion und für den Vertrieb. Die Beteiligung an der SARL BEKA LUBE in Algerien, ist eine Minderheitsbeteiligung (49 %). Diese Beteiligung ist für den Vertrieb der Groeneveld-BEKA-Produkte für Nordafrika zuständig. Diese zusammen bilden die GVBK-Gruppe. Zum Kundenkreis der GVBK gehören weltweit Produktions- und Handelsunternehmen in den Branchen Bau, Landwirtschaft, Transport und Bergbau sowie staatliche und kommunale Einrichtungen. GVBK beliefert sowohl Hersteller im Maschinen- und Anlagenbau als auch Endkunden, die für ihre Prozesse Produkte der Wartungsautomatisierung bzw. der Schadstoffminimierung im Umweltbereich benötigen bzw. als Handelsunternehmen aktiv sind. GVBK ist eine Tochtergesellschaft der Timken GmbH, Düsseldorf, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft der The Timken Company, Canton, Ohio, USA, ("Timken") ist, deren Anteile an der New York Stock Exchange (NYSE, Nasdaq, TKR) gehandelt werden. Mit der Übernahme der GVBK-Gruppe durch Timken erfolgt seit 2019 die Integration in die Lubrications-Gruppe des Timken-Konzerns, darunter HR-Systeme, Finanzberichterstattung und Informationstechnologie (IT). Ziel der Timken-Gruppe ist es, das bisher erfolgreiche Geschäftsmodell der GVBK-Gruppe weiter auszubauen, indem beispielsweise Synergien zwischen den Kundenstämmen der GVBK-Gruppe und Timken genutzt werden und in neue Märkte vorgestoßen wird, in denen die GVBK-Gruppe bisher nicht aktiv war. Dafür erfolgt der Vertrieb von Produkten der GVBK-Gruppe über die gesamte Lubrications-Gruppe des Timken-Konzerns. 2. Tochterunternehmen und Zweigniederlassungen Die GVBK verfügt über folgende Tochterunternehmen bzw. Zweigniederlassungen: - BEKA-Lube G.m.b.H., Salzburg, Österreich, Vertriebsniederlassung und handelt im eigenen Namen - MAW-Maschinenfabrik Wannberg GmbH, Pottenstein; Vertriebsniederlassung und handelt im eigenen Namen - BEKA-Beteiligungs-GmbH, Pegnitz, Vertriebsniederlassung und handelt im eigenen Namen - SARL BEKA LUBE ALGERIE, Ajn-smara Constantine, Algerien, Minderheitsbeteiligung 49 %, Vertriebsorganisation - GGB Heilbronn GmbH, Heilbronn; Tochtergesellschaft - GGB Real Estate GmbH, Heilbronn; Tochtergesellschaft - ROLLON GmbH, Düsseldorf; Tochtergesellschaft Im Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche Anteile an der GGB Heilbronn GmbH, Heilbronn, und der GGB Real Estate GmbH, Heilbronn, erworben. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die BEKALUBE S.R.L, Arcore, Italien, an Gesellschaften der Timken-Gruppe im Rahmen der Reorganisation der Lubrications-Gruppe des Timken-Konzerns veräußert und im Geschäftsjahr 2023 wurde die Tochtergesellschaft BEKAWORLD Singapore Pte. Ltd., Singapur, liquidiert. Es ist geplant, die Struktur der GVBK mit Ihren Tochterunternehmen mit den Tochterunternehmen der Groeneveld Ltd. in den nächsten Jahren weiter zu straffen und somit auch zu stärken. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzerlöse herangezogen. Neben den Umsatzerlösen dient das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als bedeutsame Kennzahl zur internen Steuerung. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere Kennzahlen erhoben und einbezogen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind: Umsatz je Mitarbeiter je Arbeitstag, Umsatz je direktem Mitarbeiter je Arbeitstag, Entwicklung der Margen, Lagerwert und Lagerreichweite, Altersstruktur der Debitoren, täglicher Auftragseingang, gegliedert nach Dritten und verbundenen Unternehmen. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die für die interne Steuerung erhoben werden. Im Wesentlichen werden Kennzahlen aus dem Personalwesen einbezogen, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter, Arbeitsunfälle und Ausfalltage aber auch meldepflichtige Arbeitsunfälle, Wasser- und Energieverbrauch. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der Branche in den Jahren 2022 bis 2023 2022 Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Unter anderen profitierte das Gastgewerbe von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen und trug zum kräftigen Plus im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe bei (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. 2023 Die deutsche Wirtschaft trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Die hohe Inflation zehrte an der Kaufkraft der privaten Haushalte und ließ die Europäische Zentralbank die Leitzinsen kräftig anheben. Darunter litten die Konsum- und die Baukonjunktur, da die realen Haushaltseinkommen gesunken und die Finanzierungskosten gestiegen sind. Aber auch der Industriekonjunktur ging die Luft aus. Zwar verloren die angebotsseitigen Engpässe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, zunehmend an Bedeutung. Allerdings machte sich nachfrageseitig zunehmend die Abkühlung der Weltkonjunktur bemerkbar. Denn vielerorts bremsten Notenbanken die Konjunktur durch rasche und kräftige Leitzinsanhebungen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Zudem ist eine merkliche Kehrtwende bei der Produktion in den energieintensiven Industriezweigen in Deutschland trotz kräftig gesunkener Energiepreise bislang ausgeblieben. In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb davon verschont. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. Den Bauunternehmen, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus, dürften allmählich die Aufträge ausgehen, da sich die umfangreichen Stornierungen bestehender Aufträge und der Rückgang neuer Aufträge bis zuletzt fortgesetzt haben. Daher wird die Bauproduktion in den kommenden Quartalen wohl zurückgehen. Auch vom verarbeitenden Gewerbe dürften zunächst keine konjunkturellen Impulse ausgehen. Die Nachfrage nach Industriewaren in wichtigen Absatzmärkten wird schwach bleiben und erst gegen Jahresende wieder anziehen. Der private Konsum dürfte sich im zweiten Halbjahr wieder allmählich erholen. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen wird kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 % zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,4 % und 1,2 % zulegen. 2. Geschäftsverlauf 2022 Im Jahr 2022 hat sich der Umsatz um weitere 6 Mio. EUR erhöht, dies entspricht einer Erhöhung um 6 %. Der Anstieg im Umsatz war durch den entsprechenden Anstieg des Auftragseinganges begleitet. In den Bereichen Industrial und OEM konnten die geplanten Umsätze erreicht und übertroffen werden, was vor allem daran lag, dass der Bedarf in allen Industriezweigen im Vergleich zu Vorjahr stark gestiegen ist. Diese positive Entwicklung wurde maßgeblich durch das Nachlassen der Corona-Pandemie und die Lockerung der allgemeinen Einschränkungen beeinflusst. Zahlreiche unserer Kundenprojekte konnten wieder aufgenommen und erfolgreich abgeschlossen werden. Zu Beginn hatte der russisch-ukrainische Konflikt nur geringe Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf im Bereich Industrial. Obwohl die steigende Inflation und die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe unsere Kunden verunsicherten, reagierten sie zugleich, indem sie ihre Lagerbestände erhöhten, um sicherzustellen, dass sie langfristig lieferfähig bleiben konnten. Erst zu Beginn des vierten Quartals zeigte sich eine Abschwächung der Kaufkraft auf dem Markt, allerdings wirkte sich dies wenig auf die Umsatzziele aus. In allen Bereichen wurden die Umsatzziele erreicht bzw. übertroffen. Die Unsicherheiten durch das Coronavirus und die Knappheit an Rohmaterialien haben die Nachfrage der Kunden beeinflusst. Des Weiteren hat die globale Halbleiter-Knappheit ab dem dritten Quartal für steigende Lieferzeiten und somit für Verschiebungen der Liefermöglichkeiten gesorgt. Dies ist bis dato weiterhin spürbar und sorgt noch immer für Unruhe am Markt. Der russisch-ukrainische Krieg hat fast keinen Einfluss auf die Lieferfähigkeit bestimmter Modelle gehabt. 2023 Das Geschäftsjahr 2023 hat auf Basis vorläufiger Zahlen mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse auf 127 Mio. EUR abgeschlossen, was eine weitere Steigerung um 10 % bedeutet. Dies erfolgte durch Volumensteigerungen im Bereich OEM und durch die Anpassung der Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einkaufspreise und höherer Personalaufwendungen infolge der Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die geplanten Umsatzwerte wurden um knapp 2,5 % nicht erreicht. Dies trifft besonders den Bereich Industrie, weniger den Bereich OEM und den Bereich Intercompany Verkäufe. 3. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2022 war die Forschungs- und Entwicklungsaktivität im Wesentlichen auf die nachhaltige Weiterentwicklung und Ergänzung der Produktpalette im Bereich Wartungsautomatisierung und Zentralschmiertechnik ausgerichtet. Es wurden weitere Entwicklungen zur Marktreife gebracht und neue Kundenanforderungen bedient. Wie in den Vorjahren wurden Entwicklungen auch 2022 durch Gebrauchsmuster und Patente national und international abgesichert. Wir profitieren auch nach dem Gesellschafterwechsel weiterhin von den Forschungs- und Entwicklungsergebnissen unserer Schwestergesellschaft in Valmadrera, Italien. 4. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 757 (Vorjahr 730) Mitarbeitende bei uns beschäftigt. Die sich auch im Laufe des Jahres 2022 nunmehr gänzlich beruhigende Situation rund um die Coronapandemie hat uns dazu veranlasst, verlässliche Planungen hinsichtlich unserer Mitarbeiterkommunikation aufzustellen. So sind wir in einigen Teilen dabeigeblieben, die Kommunikationskanäle in digitaler Form zu belassen, in anderen Bereichen sind wir teilweise zu Präsenzveranstaltungen zurückgekehrt. Insbesondere Vorteile in Bezug auf Verfügbarkeiten und Ressourcenschonung haben uns dazu veranlasst, hier nicht gänzlich zu den Vorgehensweisen der Zeit "vor Covid-19" zurückzukehren. Durch vertiefte Trainings und Workshops zu den Themen Digitalisierung, hybrides Arbeiten sowie "Das Management von Globalen Teams" ist es uns gelungen, die Kommunikation zwischen den lokal und global agierenden Teams auszubauen und unsere globale Ausrichtung zu unterstreichen. Auch in Bezug auf das Thema Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden konnten wir im Laufe des Jahres weitreichende Schutzmaßnahmen, angelehnt an die nationalen Verläufe und Regelungen, beenden und sind ohne Virusausbrüche am Arbeitsplatz durch die Zeit der Coronapandemie gekommen. Zusätzlich zum Thema Kommunikation sind nach wie vor die Mitarbeiterentwicklung und unser Kernwert Sicherheit Schwerpunkte in der Unternehmensentwicklung. Der Wechsel unseres Unternehmens zur Timken-Gruppe hat uns in Bezug auf die Mitarbeiterentwicklung sehr weitergeholfen. Auch dort spiegeln sich die grundsätzlichen Wertvorstellungen wider. Die Schulungen besonders über die Timken-Akademie haben dazu beigetragen, dass sich die Mitarbeiter noch stärker mit der Sicherheit, den Unternehmensregeln und der Einhaltung der Compliance-Richtlinien identifizieren. Auch die Schulungen außerhalb des Bereiches Sicherheit konnten signifikant erhöht werden. Dies war uns zum einen durch die Wahrnehmung vieler Onlineschulungen möglich und zum anderen durch den von uns definierten erhöhten Schulungsbedarf aufgrund sich rasch entwickelnder neuer Trends am Arbeitsmarkt. Wir hatten im Geschäftsjahr 2022 nach Timken-Richtlinien fünf und im Jahr 2023 drei meldepflichtige Arbeitsunfälle. Es werden Safety Trainings und Begehungen vorgenommen. Auch monatliche "Safety Leadership Walks" sind eingeführt, wonach die Vorgesetzten aller Abteilungen Begehungen im operativen Bereich durchführen, um die Sicherheit zu gewährleisten, alle Unternehmensbereiche mit einzubeziehen und unser Ziel von null meldepflichtigen Unfällen zu erreichen. Unser Ziel ist zudem das Bewusstsein der Mitarbeitenden für Sicherheit und Gefahren am Arbeitsplatz zu stärken sowie potenzielle Gefahren proaktiv auszuschließen, da das Thema Sicherheit für uns nach wie vor höchste Priorität hat. Für das Jahr 2024 haben wir erneut das Ziel, keine Arbeitsunfälle und Ausfallzeiten durch Verletzungen und Arbeitsunfälle zu haben. Die Trends rund um Nachhaltigkeit (Reduzierung des Wasserverbrauchs, Reduzierung des Strom- und Gasverbrauchs, sowie die Erhöhung der Recycling-Maßnahmen), beschreiben die Richtung für die Folgejahre, nach denen wir unsere Aktionen und Prozesse ausrichten. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 GVBK wird im Wesentlichen anhand der Unternehmensleistung (Umsatzerlöse) und des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gesteuert. Die Vermögens- und Ertragslage hat sich im Jahr 2022 sehr positiv entwickelt. Dies wurde durch die zielgenauere Steuerung der Lager- und Debitorenbestände erzielt. Obwohl vor allem die Schwierigkeiten in den Lieferketten die Erreichung des geplanten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2022 erschwerte, konnten wir unsere Umsatzziele fast erreichen. Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 115.257 im Vergleich zu den Umsätzen des Geschäftsjahres 2021 (TEUR 108.910) um 5,8 % gestiegen. Das Rohergebnis (Gesamtleistung, sonstige betriebliche Erträge und Materialaufwand) in Höhe von TEUR 68.641 (Vorjahr: TEUR 69.189) ist absolut um TEUR 548 gesunken, die Rohmarge (bezogen auf die Gesamtleistung) ist leicht auf 59,3 % (Vorjahr: 61,3 %) gefallen. Hauptgrund hierfür war der überproportionale Anstieg der Materialkosten, die durch die Lieferengpässe im Jahr 2022 entstanden sind. Das EBITDA 2022 zeigt einen leichten Rückgang um -0,6 % (2022: TEUR 17.698; Vorjahr: TEUR 17.813). Die Personalaufwendungen (TEUR 40.919) stiegen um TEUR 616 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 40.303) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen von TEUR 11.073 auf TEUR 10.024 zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug TEUR 13.112 während im Vorjahr noch TEUR 12.258 zu Buche standen, dies bedeutet eine Steigerung von 7,0 %. Grund für den Anstieg war hauptsächlich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Dagegen drückten der Rückgang der Rohertragsmarge um zwei Prozentpunkte genauso wie die gestiegenen Personalaufwendungen auf das Betriebsergebnis. Bezogen auf die Umsätze wurde folglich eine betriebliche Rendite in Höhe von 11,4 % (Vorjahr: 11,3 %) erreicht. Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 71.627 mit TEUR 5.157 Aufträgen im Rückstand. Zum 31. Dezember 2023 lag der Auftragsbestand bei TEUR 56.281; dies entspricht einem Rückgang von 21 % gegenüber Ende 2022, bei einem Rückstandswert von TEUR 3.328. Der reduzierte Auftragsbestand von Ende 2022 zu Ende 2023 wird sich in den geringeren Umsätzen für das Jahr 2024 niederschlagen, welches im Budget 2024 berücksichtigt wurde, da sich der Rückgang schon Mitte 2023 abgezeichnet hatte. Auftragsbestand, Umsatzerlöse und EBIT lassen sich daher wie folgt gegenüberstellen:
*) Baier & Köppel GmbH & Co. KG ("BEKA") **) vorläufig Ertragslage Die Ertragslage ist nachfolgend anhand der Entwicklung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:
Der Materialaufwand betrug 40,7 % im Vergleich zu 38,7 % an der Gesamtleistung und damit 2,0 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Hauptgrund hierfür sind die leicht geänderte Umsatzverteilung, die ein stärkerer Einfluss des OEM-Marktes im Vergleich zum Industriemarkt verursachte, sowie höhere Einkaufspreise für die Materialien. Der Personalaufwand betrug TEUR 40.919 und entspricht somit 35,4 % der Gesamtleistung. Der absolute Anstieg der Personalkosten resultiert aus der Erhöhung des Personals, der Lohn - und Gehaltserhöhung. Dies konnte durch die Effizienzsteigerung in der Produktion mehr als ausgeglichen werden. Die ausschließlich planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens betrugen TEUR 4.585 (Vorjahr: TEUR 5.555). Zum Vorjahr gab es keine relevanten Veränderungen im Anlagevermögen und in den Abschreibungen. Die sonstigen Aufwendungen betrugen TEUR 10.024 (Vorjahr: TEUR 11.073). Wesentliche Kostentreiber waren im Geschäftsjahr die allgemeinen Betriebsaufwendungen, die Raumkosten, die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und die Vertriebsaufwendungen. Hervorzuheben ist der Rückgang bei den Betriebsaufwendungen um TEUR 586 und bei den Vertriebsaufwendungen um TEUR 572. Bei den Verwaltungsaufwendungen gab es einen Anstieg um TEUR 18, bei den Fahrzeugaufwendungen um TEUR 59 und bei den Raumkosten um TEUR 127. Das Zinsergebnis beinhaltet hauptsächlich Zinsen für Darlehen von verbundenen Unternehmen der Timken-Gruppe. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Timken GmbH. Das gesamte Ergebnis wurde daher an die Muttergesellschaft abgeführt. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen der GVBK zeigt zum Stichtag ein gestiegenes Anlagevermögen (TEUR 232.550; Vorjahr: TEUR 138.748) und somit auch einen starken Anstieg im Verhältnis zum Umlaufvermögen (TEUR 77.521; Vorjahr: TEUR 76.708). In den Aktiva wird das langfristig gebundene Vermögen zum Stichtag durch Immaterielle Vermögensgegenstände, den Geschäfts- und Firmenwert sowie geleistete Anzahlungen (TEUR 50.143, Vorjahr; TEUR 51.893), Sachanlagen (TEUR 32.053, Vorjahr; TEUR 32.784) und Finanzanlagen (TEUR 150.354, Vorjahr TEUR 54.070) geprägt. Die immateriellen Vermögensgegenstände gehen hauptsächlich auf die Vermögensmehrwerte zurück, die aus der Neubewertung des Vermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 im Rahmen der Verschmelzungen bzw. Anwachsungen resultieren. Im Zuge dessen wurden zum 1. Januar 2020 immaterielle Vermögenswerte aktiviert und seitdem fortgeschrieben, die aus Markenrechten und Technologie bzw. Knowhow (Buchwert: TEUR 25.104; Vorjahr TEUR 26.555) sowie aus Kundenbeziehungen und dem Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 24.154; Vorjahr: TEUR 25.260) resultieren. Die übernommenen immateriellen Vermögenswerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer zwischen 20 und 25 Jahren abgeschrieben. Daneben wurde im Geschäftsjahr begonnen in ein neues ERP-System zu investieren (TEUR 854). Das Sachanlagevermögen wird durch das Grundvermögen sowie die Produktions- und Verwaltungsgebäude an den Standorten in Pegnitz und Wannberg dominiert (TEUR 23.065; Vorjahr: TEUR 23.680). Daneben werden gegenüber dem Vorjahr das Grundvermögen und das Grundstück und die Gebäude in Werdohl ausgewiesen (TEUR 2.209; Vorjahr: TEUR 2.283), das an die Schwestergesellschaft R + L Hydraulics GmbH langfristig vermietet ist. Weiterhin beinhaltet das Sachanlagevermögen die technischen Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen für die Produktion an den Standorten in Pegnitz und Wannberg der GVBK. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrifft planmäßige Abschreibungen, die die Investitionen (TEUR 1.260) überstiegen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich auf TEUR 146.764 (Vorjahr: TEUR 48.439), insbesondere durch die Investitionen in die GGB Heilbronn GmbH, Heilbronn, und die GGB Real Estate GmbH, Heilbronn, erhöht. Im Finanzanlagevermögen werden nunmehr im Wesentlichen die Anteile an der GGB Heilbronn GmbH, Heilbronn, der ROLLON GmbH, Düsseldorf, der MAW-Maschinenfabrik Wannberg GmbH, Pottenstein, der GGB Real Estate GmbH, Heilbronn, und der BEKA-Lube G.m.b.H., Salzburg, Österreich, sowie eine Ausleihung an die BEKA-Beteiligungs-GmbH, Pegnitz, ausgewiesen. Das Umlaufvermögen weist vor allem Vorratsvermögen (TEUR 24.862; Vorjahr: TEUR 19.497) und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 42.546; Vorjahr: TEUR 47.212), insbesondere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 30.286; Vorjahr: TEUR 34.336) auf. In der Entwicklung des Vorratsvermögens spiegelt sich die Erhöhung der Bezugspreise wie auch die mengenmäßige Erhöhung der Lagerbestände wider, um eventuellen Lieferengpässen entgegenzuwirken. Das kurzfristig gebundene Vermögen der GVBK zeigt weiterhin hohe Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 34.017; Vorjahr TEUR 34.336), die im Wesentlichen gegenüber der The Timken Company, North Canton, Ohio, USA, und der ROLLON GmbH, Düsseldorf, BekaWorld LP, Atlanta, USA, und Beka Lubrication Systems (Kunshan) Co., Ltd., Kunshan, China, und Groeneveld-Beka France S.a.r.l., Vaulx Milieu, Frankreich, bestehen. Daneben sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11.834, Vorjahr TEUR 11.004) um TEUR 830 gestiegen. Mit Blick auf den Anstieg der Umsatzerlöse, besonders im vierten Quartal, ist diese Veränderung zu erklären. Forderungen wurden in aller Regel im Rahmen der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Größere Forderungsausfälle sind mit einer Ausnahme nicht eingetreten. Die Liquiden Mittel bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei deutschen Kreditinstituten. Das Darlehen über TEUR 12.679 (Vorjahr: TEUR 13.887) betrifft die Finanzierung des Produktionsgebäudes in Wannberg. Es wird regelmäßig getilgt (TEUR 1.208) und ist fest verzinst bis 30. Juni 2028. Die Finanzlage ist vollkommen stabil. In den Geschäftsjahren nach dem Bilanzstichtag bis zum Tag der Aufstellung dieses Lageberichts ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in der Liquiditäts- und Finanzlage der GVBK. Die Gesellschaft ist in den Timken-Finanzverbund integriert, ohne an ein Cashpooling gebunden zu sein. Die GVBK kann daher jederzeit auf die Finanzkraft des Timken-Mutterkonzerns zurückgreifen. Darüber hinaus bestehen keine Betriebsmittelkredite oder Kreditrahmen bei dritten Kreditinstituten. Die Gesellschaft ist neben den Einlagen der Muttergesellschaft Timken GmbH durch Darlehen aus dem Timken-Konzern langfristig finanziert. Die bei Schwestergesellschaften aufgenommenen Darlehen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden, valutieren in Summe mit TEUR 166.354 (Vorjahr: TEUR 85.961). Sie sind fest verzinst und haben eine Laufzeit bis Oktober 2029. Sie sind am Ende der Laufzeit in einer Summe zu tilgen. Vereinbarungsgemäß fanden für die Darlehen in den Geschäftsjahren 2022 (TEUR 28.759), 2023 (TEUR 75.451) und in 2024 (TEUR 18.619) Sondertilgungen statt. Damit valutieren diese Darlehen zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes in Höhe von rund 44 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen mit TEUR 8.751 nur noch 2,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 3,1 %). Die Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und unter Skontoabzug beglichen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten für Lohn Dezember 2022 sowie Steuerverbindlichkeiten. Investitionen In 2022 wurden neben den Beteiligungen an der GGB Heilbronn GmbH und der GGB Real Estate GmbH Investitionen insbesondere in das neue ERP-System (TEUR 854) sowie in Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 658) getätigt. Wesentliche Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen Produktionsanlagen und Betriebsausstattung an den Standorten Wannberg und Pegnitz und dienten der Effizienzsteigerung und Kapazitätserweiterung. In 2023 wurden wesentliche Investitionen in Höhe von TEUR 1.940 in den Bereichen Produktion, Qualitätsmanagement und EHS geplant und umgesetzt. Für das Jahr 2024 sind Investitionen von knapp 3 Mio. EUR geplant. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich als sehr stabil im Geschäftsjahr erwiesen, was sich auch im Jahr 2023 und auch in den ersten Monaten des Jahres 2024 so weiterentwickelt hat. Unsere Planungen wurden sowohl bei den Umsatzerlösen und dem EBITDA als auch beim Cash Flow erreicht. III. Chancen- und Risikobericht 1. Grundsätze des Risikomanagements Im Rahmen des Risikomanagements werden durch die Geschäftsleitung und das Management die einzelnen Punkte wie Markt- und Branchenrisiken, Beschaffungsrisiken, leistungsbezogene Risiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, IT-Risiken und Personalrisiken analysiert, gewichtet und bei entsprechenden Risiken wird eine Vorsorge getroffen. Besonders ist dies durch den Konzernverbund mit der Timken-Gruppe und innerhalb der Luibrications-Gruppe gewährleistet. 2. Chancen Der Prozess der Globalisierung des Unternehmens, besonders innerhalb der Lubrications - Gruppe wird auch in den folgenden Jahren die Ertragskraft stärken. Eine hohe lokale Wertschöpfung mit eigenen Strukturen bietet auch die Chance, die internationalen Märkte mit Wettbewerbsvorteilen zu bedienen. Der Aufbau globaler Strukturen und ein breites Produktportfolio erlaubt uns bei aktuell volatilen Märkten mit einem Umsatzwachstum zu rechnen, obwohl von einer Stagnation in Europa und Rückgängen in einzelnen Produktsegmenten auszugehen ist. Die Umsatzsteigerungen der Jahre 2021, 2022 und 2023 führten zu einer positiven Entwicklung der Umsatzrendite. Im Jahr 2024 wird es zu einer Abschwächung des Umsatzes kommen, was aber die prozentuale Umsatzrendite nicht negativ beeinträchtigen soll. Die in den vergangenen Jahren durchgeführten Investitionen sowohl in die globale Ausrichtung als auch in Produkte, Personal und Infrastruktur werden neben einer entsprechenden Kostenkontrolle voraussichtlich zu einem zufriedenstellenden positiven Ertrag führen. 3. Risiken Markt- und Branchenrisiken Im Kontext von Markt- und Branchenrisiken sind wir uns der potenziellen Auswirkungen von Veränderungen in der gesamtwirtschaftlichen Lage und branchenspezifischen Entwicklungen bewusst. Konjunkturelle Schwankungen und politische Faktoren können sich direkt auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Um diesen Risiken zu begegnen, diversifizieren wir unsere Produktpalette und erkunden neue Marktsegmente, um unsere Resilienz gegenüber externen Markteinflüssen zu stärken. Die Ukrainekrise, der Mangel an Microchips sowie die konstant hohe Inflation sind noch immer für die Beeinflussung der Marktsituation verantwortlich. Hinzu kommt die anhaltende Rezession seit dem zweiten Quartal 2023. Es ist schwierig vorherzusagen, wie sich diese Risiken auf unser Unternehmen auswirken werden. Wir behalten diese Faktoren jedoch aufmerksam im Blick und sind bereit, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Resilienz und Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten. Unsere starke Marktdiversifikation spiegelt sich in unserer strategischen Erweiterung in verschiedene Märkte und Segmente wider, insbesondere in Segmenten mit nachweislich hohem Wachstumspotenzial. Dies ermöglicht es uns, diese Risiken zu minimieren und Chancen in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen zu nutzen. Beschaffungsrisiken Unsere Rohstoffe und sonstigen Materialien werden im Wesentlichen von externen Lieferanten im In- und Ausland zugeliefert. Beschaffungsrisiken der GVBK beinhalten die Schwankungen in der Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Metallen und Schmierstoffen, die zu Preisschwankungen und Engpässen führen können. Diese Volatilität in den Preisen beeinflusst die Kostenkalkulationen und erhöht das finanzielle Risiko. Zudem sind Qualitätsprobleme bei gelieferten Komponenten oder Rohstoffen ein weiteres Risiko. Um diesen Beschaffungsrisiken zu begegnen, setzen wir sowohl auf langfristige Lieferantenbeziehungen als auch auf Bestandsmanagement. Wir halten einen ausgewogenen Lagerbestand, um in Zeiten erhöhter Preisschwankungen und Lieferengpässe flexibler reagieren zu können, ohne die Effizienz unserer Produktion zu gefährden. Dies ermöglicht uns, die Auswirkungen von Preisschwankungen zu minimieren und unseren Betrieb reibungslos aufrechtzuerhalten. Unterbrechungen der Lieferkette sowie Volatilitäten auf dem Beschaffungsmarkt sind momentan nicht abzusehen. Die weltweite Herausforderung der Lieferketten, für elektronische Bauteile, wie auch für Teile aus Stahl, Guss und Kunststoff hat sich auch in unserem Unternehmen niedergeschlagen. Im Jahr 2022 haben wir, um die Verfügbarkeit unserer Produkte zu gewährleisten, die Lagerbestände deutlich erhöht. Diese haben sich nun im Jahr 2023 wieder reduziert, denn die Problematik der gestörten Lieferketten wurde durch eine bessere Planung über das ERP-System, Outsourcing and Make-to-Order verringert. Wir gehen davon aus, dass sich die Lagerbestände zum Jahresende 2024 leicht erhöhen werden. Hier spiegelt sich das Konzept einer schnelleren Auftragsbearbeitung wider. Leistungswirtschaftliche Risiken Im Bereich der leistungswirtschaftlichen Risiken sind insbesondere Serienlieferungen, Kapazitätsauslastung, Lieferfähigkeit und Produktionsausfälle relevante Faktoren. Diese Risiken können unsere Kosten und Gewinnmargen beeinflussen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, verfolgen wir eine Ausweitung unseres Produktangebotes auf mehrere Kunden (OEM), Ausweitung der Märkte, speziell über die Lubrications-Gruppe in Nordamerika und die Standardisierung des gesamten Produktbereiches für Schmiersysteme. Darüber hinaus profitieren wir von der umfassenden Versicherungspolice der Muttergesellschaft, die zusätzliche Sicherheit bietet und uns in die Lage versetzt, erfolgreich Serienlieferungen durchzuführen, ohne dabei unverhältnismäßige Haftungsrisiken einzugehen. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Eigenkapital- und Liquiditätssituation nicht erkennbar. Die langfristige Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch Eigenkapital und die Darlehensgewährung des Timken-Konzerns. Alle Darlehen, mit Ausnahme eines Darlehens gegenüber der Oberösterreich Bank, sind durch Timken USA und Timken Europa gestellt. Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Informationstechnologie und Cyber-Security-Risiken Im Bereich Informationstechnologie bestehen Risiken hinsichtlich des Datenverlusts sowie von Cyberangriffen und Datenschutzverletzungen. Zur Risikominimierung setzen wir auf robuste Sicherheitsmaßnahmen und eine kontinuierliche Überwachung unserer IT-Infrastruktur. Als GVBK- Lubrications -Gruppe profitieren wir von der Zugehörigkeit zur komplexen IT-Infrastruktur der Muttergesellschaft sowie von deren erprobten Abwehrmechanismen und einem breiten Netzwerk an Sicherheitsressourcen, die uns in der Bewältigung von Cyber-Security-Risiken unterstützen. Personalrisiken Im Hinblick auf unsere Personalrisiken ist die Mitarbeitergewinnung und -bindung in einem wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt eine herausragende Herausforderung. Zur Minimierung dieses Risikos setzen wir auf gezielte Mitarbeiterentwicklungsprogramme, wettbewerbsfähige Vergütungspakete und eine förderliche Unternehmenskultur, um die Loyalität und Zufriedenheit unserer Belegschaft zu stärken. Ein weiteres bedeutendes Risiko besteht in der Abhängigkeit von Schlüsselpersonen und deren möglichem Ausscheiden. Dafür arbeiten wir an Nachfolgeplänen, um sicherzustellen, dass das Know-how unserer Mitarbeiter nicht verloren geht. Zudem legen wir großen Wert auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter und haben Maßnahmen zur Prävention von Arbeitsunfällen und Gesundheitsproblemen etabliert. Die enge Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ist ein weiterer Schwerpunkt, um soziale Konflikte zu vermeiden und eine konstruktive Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Belegschaft zu fördern. Gesamtrisikoposition Die Gesamtrisikoposition unseres Unternehmens spiegelt die dynamische Natur unserer Geschäftstätigkeit wider und berücksichtigt eine Vielzahl von internen und externen Faktoren. Wir sind uns der Chancen bewusst, die sich aus unserer technologischen Expertise, unserem Fokus auf neue Schmiersysteme, unserer globalen Präsenz und unserer Reputation im Markt ergeben. Allerdings gehen mit unserer vielseitigen Geschäftsausrichtung auch eine Reihe von Risiken einher. Insbesondere stechen dabei die leistungswirtschaftlichen Risiken sowie die Markt- und Branchenrisiken hervor. In Anbetracht der Herausforderungen in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld sind wir entschlossen, angemessen auf mögliche Risiken zu reagieren und unser Unternehmen widerstandsfähig und zukunftsorientiert zu halten. IV. Prognosebericht Die ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 sieht nach den aktuell vorliegenden Frühindikatoren für den Jahresbeginn 2024 keine konjunkturelle Trendwende: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Alles in allem dürfte, nach Ansicht des ifo Instituts, die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9% um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6% zurückgehen (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt). Für GVBK wird sich der positive Trend aus den Jahren 2021, 2022 und 2023 im Jahr 2024 nicht fortsetzen. Wir erwarten eine Abkühlung der Auftragseingänge und des Umsatzes um ca. 11 % gegenüber dem Jahr 2023 und um ca. 2 % gegenüber 2022. Unser ursprünglich gesetztes Umsatzziel in Höhe von 129 Mio. EUR wird nach heutigem Stand nicht erreicht werden. Unsere modifizierte Umsatzprognose für das Jahr 2024 geht nunmehr von einem Umsatz in Höhe von 113 Mio. EUR aus. Entsprechende Anpassungen im Bereich der Personalstärke sind in der Planung schon berücksichtigt und deren Umsetzung wird stringent verfolgt. Der zu erwartende Umsatzrückgang ist durch eine reduzierte Prognose unserer OEM-Kunden angekündigt worden. Preiserhöhungen werden sich 2024 schwer durchsetzen lassen. Auf der anderen Seite werden sich Einkaufspreise für Produktionsmaterialien nicht weiter erhöhen. Nach Beendigung der Energiepreisbremse werden wir wieder mit etwas höheren Energiebezugspreisen belastet, welche in der Planung auch berücksichtigt wurden. Die Personalaufwendungen werden prozentual infolge der Lohn- und Gehaltssteigerungen steigen. Entsprechend wurde die Ergebnisprognose (EBITDA) für das Jahr 2024 auf 13 Mio. EUR angepasst.
Pegnitz, 21. Mai 2024 gez. Karl Andreas Röllgen, Geschäftsführer gez. Diego Macario, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022GROENEVELD-BEKA GMBH, PEGNITZAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. Allgemeine Angaben zum unternehmen und zum Jahresabschluss Die Groeneveld - BEKA GmbH mit Sitz in Pegnitz, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter der Nummer HRB 7313 seit dem 3. Dezember 2020 eingetragen. Die Groeneveld - BEKA GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Timken GmbH, Düsseldorf, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft der The Timken Company, Canton, Ohio, USA, ist, deren Anteile an der New York Stock Exchange (NYSE, Nasdaq, TKR) gehandelt werden. Mit der Timken GmbH besteht seit dem 27. November 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB gültigen Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Groeneveld - BEKA GmbH umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1 Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 2.2 Währungsumrechnung Unter Berücksichtigung des § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. 2.3 Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die 3 bis 25 Jahre beträgt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 10 bis 25 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. Für maschinengebundene Werkzeuge wurde ein Festwert angesetzt. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten analog § 6 Abs. 2 a EStG gebildet und über 5 Jahre gleichmäßig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. 2.4 Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit den gleitenden Durchschnittswerten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, vermindert um Wertabschläge für erkennbare Einzelrisiken, bewertet. Zudem ist bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen worden. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. 2.5 Aktiver Rechnungsabgrenzungposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. 2.6 Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten mit der PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,79 % p. a. (Vorjahr 1,87 % p. a.), einer Renten- und Gehaltsdynamik von 0 % und den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung erforderlich ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. 2.7 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. 2.8 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Die Bewertung der Haftungsverhältnisse erfolgt in Höhe der maximalen Zahlungsverpflichtung. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.577 (Vorjahr: TEUR 11.293) sowie Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 703 (Vorjahr: TEUR 1.187). 3.3 Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 54). Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. 3.4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 1.865 (Vorjahr: TEUR 1.953) sowie Rückstellungen für Garantieleistungen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 426). 3.5 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.430 (Vorjahr: TEUR 1.130) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Timken GmbH in Höhe von EUR 31.039 (Vorjahr: TEUR 17.788) enthalten. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Betriebs- und Verwaltungsgebäude, Leasingverträge für Maschinen, Pkws und den EDV-Bereich. In den nächsten 5 Geschäftsjahren belaufen sich die Verpflichtungen auf insgesamt TEUR 4.783 (Vorjahr: TEUR 4.932). 5. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Zum Bilanzstichtag hatte die Groeneveld-BEKA GmbH offene Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen (siehe sonstige finanzielle Verpflichtungen). Wesentliche Vereinbarungen betreffen Mieten sowie das Leasing von Maschinen, Kraftfahrzeugen und IT-Hardware. Verträge über Mietobjekte und Leasing haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 36 und 48 Monaten. Der gemietete Gegenstand bzw. der Leasinggegenstand wird nach Vertragsende wieder an den Vermieter bzw. Leasinggeber zurückgegeben. Änderungen in der Höhe der monatlichen Mieten oder Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Die Miete bzw. das Leasing hat für die Groeneveld-BEKA GmbH Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Vertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Miet- und Leasing-Verträgen bestehen nicht. 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 6.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 115.256.571,59 entfallen auf:
6.2 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 126.249,46 (Vorjahr: EUR 14.295,49). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 21.052,85 (Vorjahr: EUR 23.539,14). 6.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von EUR 35.206,69 (Vorjahr: EUR 12.889,05), die anderen Perioden zuzurechnen sind. 6.4 Zinserträge und -aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 16.483,00 (Vorjahr: EUR 50.208,00). 7. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 757 Mitarbeiter:
Außerdem waren am 31. Dezember 2022 insgesamt 12 (Vorjahr: 13) Leiharbeiter beschäftigt. 8. Geschäftsführung Geschäftsführer sind - Herr Karl Andreas Röllgen, Dipl. Ing.: MSc in Mechanical Engineering - Herr Diego Macario, MBA, Dr. in Science - economics Auf die Nennung der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 9. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 172 (davon für 2021: TEUR 117) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 10. Angaben zu Beteiligungen und verbundenen Unternehmen
11. Konzernabschluss Alleinige Gesellschafterin ist die Timken GmbH, Düsseldorf. Mutterunternehmen und oberste Konzernspitze ist The Timken Company, Canton, Ohio, USA, (im Folgenden "Timken Company"). Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Timken Company einbezogen, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (United States Generally Accepted Accounting Principles - US-GAAP) für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Timken Company, Canton, Ohio, USA, erhältlich. 12. Angaben nach § 292 Abs. 2 HGB 12.1 Allgemeine Angaben Die Groeneveld-BEKA GmbH ist als inländisches Mutterunternehmen grundsätzlich verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Das oberste Mutterunternehmen der Groeneveld-BEKA GmbH ist die Timken Company, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen des Timken Konzerns aufstellt. Die Groeneveld-BEKA GmbH wird mit ihren Tochterunternehmen in diesen Konzernabschluss einbezogen und nimmt die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Lageberichts nach § 292 HGB in Anspruch. Die Timken Company wendet grundsätzlich die an ihrem Unternehmenssitz geltenden US-GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) an, die hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden Unterschiede zum Handelsgesetzbuch (HGB) aufweisen. Im Folgenden werden die wesentlichen Abweichungen dargestellt. Die Tochtergesellschaften der Groeneveld-BEKA GmbH weisen in ihren Einzelabschlüssen teilweise Posten aus, die auf Ebene des Jahresabschlusses der Groeneveld-BEKA GmbH nicht zu bilanzieren sind. Insoweit betreffen die folgenden Ausführungen auch Posten, die von der Groeneveld-BEKA GmbH nicht bilanziert werden. 12.2 Verwendung von Schätzungen Die Erstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit US-GAAP erfordert, dass das Management Schätzungen vornimmt und Annahmen trifft, die sich auf die in den Konzernabschlüssen ausgewiesenen Beträge auswirken. Aufgrund des Umstandes, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen abweichen können, überprüft und aktualisiert die Timken Company diese Schätzungen und Annahmen regelmäßig, um die neuesten Erkenntnisse widerzuspiegeln. 12.3 Erfassung von Unternehmenserwerben und Unternehmenszusammenschlüssen Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt erfasst. Bei der Bestimmung dieser Zeitwerte verwendet die Timken Company in Abhängigkeit zu den zu bewertenden Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten Bewertungsansätze anhand von Ertragswerten, Beschaffungskosten und Absatzmarktwerten. Zur Bewertung der Markennamen, der Kundenbeziehungen sowie der mit den erworbenen Technologien und dem Know-how in Zusammenhang stehenden immateriellen Vermögenswerte wurde die Discounted-Cashflow-Methode angewandt. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwertes erfordert hierbei eine signifikante Ermessensausübung in Bezug auf die zukünftig erwarteten Netto-Cashflows auf der Basis von Annahmen in Bezug auf Umsatz- und EBITDA-Wachstumsraten, Diskontierungszinssätze sowie Lizenzgebühren. Die Parameter wurden im Allgemeinen unter Berücksichtigung u. a. von Wettbewerbstrends, Marktvergleichen, unabhängigen Bewertungen und historischen Daten bestimmt und durch aktuelle und erwartete Marktbedingungen ergänzt. 12.4 Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte Die Timken Company überprüft den Geschäfts- und Firmenwert sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich auf Wertminderung (Impairment Test). Der jährliche Impairment Test erfolgt zum 1. Oktober. Darüber hinaus werden Geschäfts- und Firmenwert sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf eine Wertminderung überprüft, sobald Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht mehr realisierbar ist. In jedem Zwischenabschluss beurteilt die Timken Company darüber hinaus, ob ein Indikator für eine Wertminderung vorliegt, der eine Analyse des Geschäfts- und Firmenwertes sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Lebensdauer erforderlich machen würde. Die Timken Company überprüft den Geschäfts- und Firmenwert auf der Ebene der jeweiligen Berichtseinheit. Das Geschäftssegment Mobile Industries hat vier Berichtseinheiten (Mobile Industries, Lubrication Systems, Aerospace Drive Systems und Aerospace Bearing Inspection) und das Geschäftssegment Process Industries zwei Berichtseinheiten (Process Industries und Industrial Services). Nach den Bilanzierungsrichtlinien bewertet die jeweilige Berichtseinheit qualitative Faktoren zur Feststellung, ob ein Impairment Test erforderlich ist. 12.5 Leasing Im Konzernabschluss werden Leasing-Vermögenswerte und Leasing-Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen und Schlüsselinformationen über die getroffenen Leasingvereinbarungen offengelegt. Die Timken Company hat den neuen Leasing-Standard ASU 2016-02 der FASB zum 1. Januar 2019 unter Beachtung der Übergangsvorschriften eingeführt. Von der Erstanwendung wurden eine Beurteilung, ob bei bestehenden oder ausgelaufenen Verträgen Leasingverhältnisse vorhanden sind, die Klassifizierung zwischen Finance und Operating Lease bei bestehenden und abgelaufenen Leasingverträgen sowie die bereits erfassten direkten Kosten für bestehende Leasingverträge ausgenommen. Die Timken Company bestimmt bei Vertragsbeginn, ob eine Vereinbarung einen Leasingvertrag darstellt. Bei Leasingverträgen, bei denen die Timken Company der Leasingnehmer ist, werden die Leasinggegenstände und die damit verbundenen Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Leasingbeginns auf der Grundlage des Barwerts der Leasingzahlungen über die Leasingdauer verbucht. Die meisten Leasingverträge der Timken Company sehen keinen impliziten Zinssatz vor. Infolgedessen verwendet die Timken Company bei der Bestimmung des Barwerts der Leasingzahlungen seinen Grenzfremdkapitalzinssatz auf der Grundlage der zum Leasingbeginn verfügbaren Informationen. Leasingaufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Leasingdauer als Betriebsaufwand verbucht, während die Aufwendungen für Finanzierungsleasingverhältnisse als Abschreibungs- und Zinsaufwand unter Anwendung der Effektivzinsmethode verbucht werden. Bei Leasingverträgen mit einer anfänglichen Laufzeit von weniger als 12 Monaten werden ein Leasinggegenstand und eine Leasingverbindlichkeit nicht verbucht und die mit diesen Leasingverträgen verbundenen Leasingaufwendungen werden über die Leasingdauer als Aufwand verbucht. 12.6 Vorratsvermögen und Wertberichtigungen auf Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet, wobei sowohl die FIFO-Methode ("first-in, first-out") als auch die LIFO-Methode ("last-in, first-out") angewendet wird. 12.7 Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden anhand der zukünftig erwarteten Steuersätze bewertet, die voraussichtlich für das zu versteuernde Einkommen in den Jahren gelten werden, in denen die temporären Differenzen voraussichtlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern beziehen sich hauptsächlich auf Pensions- und Ruhestandsverpflichtungen, die nach Ansicht der Timken Company mit hoher Wahrscheinlichkeit zu künftigen Steuervorteilen führen werden. Bei der Bestimmung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung wird die historische und prognostizierte finanzielle Leistungsfähigkeit der Timken Company zusammen mit allen anderen relevanten Informationen berücksichtigt. 12.8 Pensionen und sonstige Ruhestandsleistungen (Postretirement Benefits) Die Timken Company gewährt eine Reihe von leistungsorientierten Pensionsplänen für berechtigte Mitarbeiter. Daneben gewährt die Timken Company auch mehrere kapitalgedeckte und nicht kapitalgedeckte Pensionspläne, die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für berechtigte Pensionäre und ihre Angehörigen vorsehen. Diese Pläne werden nach US-GAAP gemäß FASB ASC-Topic 715-30, "Leistungsorientierte Pensionspläne - Pension", und ASC-Topic 715-60, "Leistungsorientierte Pensionspläne - Sonstige Ruhestandsleistungen", erfasst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit diesen Plänen basiert auf den Annahmen des Managements in Bezug auf zukünftige Ereignisse, einschließlich Diskontierungszinssätzen und Zuwachsraten der Gesundheitskosten. Das Management überprüft diese Annahmen regelmäßig und passt sie bei Bedarf und in angemessener Weise an. Daneben werden auch weitere Planannahmen regelmäßig überprüft, um die jüngsten Erfahrungen und die Zukunftserwartungen der Timken Company widerzuspiegeln. Die Timken Company ermittelt den Diskontierungszinssatz auf den Bewertungsstichtag anhand eines fiktiven Portfolios von hochqualitativen Unternehmensanleihen unter Beachtung von Kuponzahlungen und der jeweiligen Anleihelaufzeiten, die die voraussichtlichen Leistungszahlungen im Rahmen der Pensions- und sonstigen Ruhestandsleistungen der Timken Company widerspiegeln. Die im Portfolio enthaltenen Anleihen sind im Allgemeinen nicht kündbar. Ein niedrigerer Diskontsatz führt zu einer höheren Leistungsverpflichtung; umgekehrt führt ein höherer Diskontsatz zu einer niedrigeren Leistungsverpflichtung. Der Diskontierungszinssatz wird auch zur Berechnung des jährlichen Zinsaufwandes verwendet, der ein Bestandteil des laufenden Netto-Leistungsaufwandes ist. Die erwartete Rendite des Pensionsplanvermögens wird durch die Analyse der historischen langfristigen Entwicklung des Pensionsplanvermögens sowie der Zusammensetzung des Planvermögens aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und anderen Anlagen, der erwarteten langfristigen Rendite für diese Anlageklassen und den langfristigen Inflationsraten bestimmt. Die kurzfristige Entwicklung kann erheblich von den erwarteten Erträgen abweichen, insbesondere bei Anlagen in volatilen Märkten. Eine niedrigere als die erwartete Rendite auf die Vermögenswerte des Planvermögens führt zu einem Anstieg der Pensionsaufwendungen und der künftigen Beiträge. Die Timken Company verbucht versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort nach der jährlichen Neubewertung im vierten Quartal oder unmittelbar beim Vorliegen von Sachverhalten, die eine Neubewertung erfordern, über den laufenden Netto-Leistungsaufwand. 12.9 Rückstellungen Die Timken Company ist einer Reihe von Verlustrisiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsbetrieb ergeben, wie unter anderen Umweltsanierung, Produkthaftung, Produktgarantie, Rechtsstreitigkeiten und Einbringlichkeit von Forderungen. Die Bildung von Rückstellungen für diese Sachverhalte erfolgt nach Beurteilungen des Managements hinsichtlich der Einschätzung, inwiefern die Timken Company dem Risiko grundsätzlich ausgesetzt ist sowie dem Risiko der endgültigen Inanspruchnahme oder Realisierung. Die Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und es werden stetig Anpassungen vorgenommen, um den neuesten Informationsstand Rechnung zu tragen. 12.10 Umsatzrealisierung Ein Vertrag liegt vor, wenn er von beiden Parteien genehmigt wurde, die Rechte der Parteien identifiziert sind, die Zahlungsbedingungen festgelegt sind, der Vertrag eine kommerzielle Substanz hat und die Einbringlichkeit der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Leistungsverpflichtungen gemäß den Bedingungen eines Vertrags mit einem Kunden durch die Timken Company erfüllt worden sind. Die Umsatzerlöse der Timken Company stammen aus kurzfristigen Verträgen mit Festpreisvereinbarungen und werden zu dem Zeitpunkt, zu dem die Produkte von den Produktionsstätten der Timken Company ausgeliefert werden oder zu einem späteren Zeitpunkt, an dem die Verfügungsmacht der Produkte an den Kunden übergeht, erfasst. Außerdem werden Umsätze auch im Zeitverlauf erbracht. Dies umfasst Dienstleistungen und bestimmte Verkäufe kundenspezifischer Produkte, bei denen die Leistungsverpflichtung kontinuierlich gegenüber den Kunden erfüllt wird. Diese werden wie folgt erfasst:
Infolge der im Zeitverlauf erfolgenden Übertragungen der Verfügungsmacht bei diesen bestimmten Produkten und Dienstleistungen werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Fortschritts der Fertigstellung bei der Erbringung der Leistungsverpflichtung verbucht. Die Methodenwahl zur Bemessung des Fertigstellungsfortschritts basiert auf der Art der zu liefernden Produkte oder der zu erbringenden Dienstleistungen. Die Timken Company misst den Fertigstellungsfortschritt bei diesen Verträgen nach der Cost-to-Cost-Methode, da auf der Grundlage der bei diesen Verträgen anfallenden Kosten der Übergang von Waren oder Dienstleistungen an den Kunden am zutreffendsten abgebildet wird. Bei der Bemessung des Fertigungsfortschritts nach der Cost-to-Cost Methode wird der Grad der Fertigstellung auf der Grundlage des Verhältnisses der bis zum Stichtag entstandenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten bis zum Abschluss der Leistungsverpflichtung ermittelt. Die Umsatzerlöse werden proportional zu den angefallenen Kosten verbucht. Die Timken Company hat außerdem sowohl Haupt- als auch Unterverträge zur Unterstützung der Lieferung von Waren und Dienstleistungen an die US-Regierung abgeschlossen. Teilweise unterliegen diese Verträge der Federal Acquisition Regulation ("FAR") und werden auf der Grundlage eines wettbewerbsorientierten Marktes bepreist. Gemäß den Zahlungsbedingungen dieser Festpreisverträge der US-Regierung erbringt der Kunde der Timken Company leistungsabhängige Zahlungen, bei denen es sich um Zwischenzahlungen für bisher angefallene Kosten handelt, die auf quantifizierbaren Leistungsmaßstäben oder auf dem Erreichen bestimmter Ereignisse oder Meilensteine basieren. Da der Kunde einen Teil des Vertragspreises bis zur Fertigstellung dieser Verträge einbehält, führen bestimmte Festpreisverträge mit der US-Regierung zu Umsätzen, die über die Rechnungsstellung hinaus erfasst werden. Diese Sachverhalte werden in der konsolidierten Bilanz unter der Position "Nicht abgerechnete Forderungen" ausgewiesen. Umsatzerlöse werden als der Betrag der Gegenleistung bewertet, den die Timken Company für die Übertragung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen erwartet. Verkehrs- und andere Steuern, die die Timken Company gleichzeitig mit den Einnahmen aus produzierenden Aktivitäten erhält, sind nicht Bestandteil der Umsatzerlöse. Die Timken Company hat sich dafür entschieden, den vereinbarten Betrag der Gegenleistung nicht um die Auswirkungen einer wesentlichen Finanzierungskomponente zu bereinigen, wenn die Timken Company bei Vertragsbeginn erwartet, dass der Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Timken Company eine versprochene Ware oder Dienstleistung an einen Kunden überträgt und dem Zeitpunkt, an dem der Kunde für diese Ware oder Dienstleistung bezahlt, ein Jahr oder weniger beträgt. Im Übrigen unterbleibt eine Angabe über die verbliebenen Leistungsverpflichtungen, die sich aus Verträgen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger ergeben. Die Höhe der Gegenleistung, auf die die Timken Company im Austausch für die Waren und Dienstleistungen voraussichtlich Anspruch haben wird, unterliegt im Allgemeinen keinen wesentlichen Schwankungen. 13. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie auf die Gesellschaft waren in den Jahren nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2022 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses gering. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 und der derzeitige Krieg haben sich aufgrund der Sanktionen der EU und der USA gegen Russland weltweit negativ seit Anfang 2022 vor allem aufgrund gestiegener Energiepreise, höherer Finanzierungskosten durch gestiegene Zinsen und eingetrübter Konjunkturaussichten ausgewirkt. Die Auswirkungen auf das Jahr 2024 können derzeit nicht quantifiziert werden, aber es wird erwartet, dass die Inflation zwar abgeschwächt, aber spürbar anhalten wird. Die Geschäftsführung der GVBK hat die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und aller damit im Zusammenhang stehenden absehbaren rechnungslegungsbezogenen Risiken für den vorliegenden Jahresabschluss beurteilt. Hieraus ergaben sich jedoch keine rechnungslegungsrelevanten Konsequenzen. Mit Ausnahme der allgemeinen Kostensteigerungen gab es bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses keine wesentlichen direkten Auswirkungen für das operative Geschäft der Gesellschaft. Zu weiteren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und die Planung für 2024 verweisen wir auf die Ausführungen im Prognoseteil des Lageberichts. Es ist davon auszugehen, dass die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst wird.
Pegnitz, 21. Mai 2024 gez. Karl Andreas Röllgen, Geschäftsführer gez. Diego Macario, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Groeneveld-BEKA GmbH, Pegnitz: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Groeneveld-BEKA GmbH, Pegnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Groeneveld-BEKA GmbH, Pegnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 14. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Freytag, Wirtschaftsprüfer (An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)" |
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