Xinquan Ingolstadt Interior GmbH
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Cieslok seit 17.2.2021 | Prokura |
Jordi Ferrer Tubau seit 17.2.2021 | Prokura |
Bradley Delorme seit 17.2.2021 | Geschäftsführer |
Reinald Kunz seit 24.8.2018 | Prokura |
Michael Koch seit 24.8.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flex-N-Gate Germany GmbHIngolstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flex-N-Gate Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 14. Oktober 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Matthias Frye , Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeines Die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt, HRB 8838, Amtsgericht Ingolstadt, entwickelt, produziert und vertreibt Frontend-Module und Trägerteile als Unternehmen der Automobilindustrie. Alleinige Gesellschafterin ist die Flex-N-Gate Germany Beteiligung GmbH & Co. KG, Ingolstadt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB, die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet wurden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige sowie - sofern erforderlich - um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht bilanziert. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer wird entsprechend dem steuerlich zulässigen Abschreibungszeitraum bestimmt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis zu Anschaffungskosten i.H.v. 800 €) werden sofort aufwandswirksam als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und gegebenenfalls bei voraussichtlich langfristiger Wertminderung abgewertet. Bei nur vorübergehender Wertminderung wird auf eine Abschreibung verzichtet. Vorräte Die Vorräte werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z.B. wegen eingeschränkter Verwendbarkeit aufgrund von Konstruktionsänderungen, sind zur verlustfreien Bewertung angemessene Abschläge vorgenommen worden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem LiFo- Prinzip. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung. Magazinbestände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die zur Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse herangezogenen Herstellungskosten berücksichtigen die Material- und Fertigungseinzelkosten. Anteilige Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Abschreibungen und notwendige allgemeine Verwaltungskosten werden durch einen Gemeinkostenzuschlagssatz einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Entwicklungsleistungen, inkl. Prototypen und Werkzeuge Bis zur Verlagerung der F&E-Ressourcen bei der französischen Konzerngesellschaft am Standort Audincourt ab dem 01/01/2022, wurden die Leistungen der technischen Entwicklung, für die ein Kundenauftrag vorliegt, zu Herstellungskosten aktiviert und als unfertige Leistungen im Vorratsvermögen ausgewiesen, wenn der Verkaufspreis vertraglich fixiert und garantiert ist. Erfolgt die Bezahlung der technischen Entwicklungsleistung über einen Aufschlag beim zukünftigen Seriengeschäft und liegt keine ausreichend sichere Kostenübernahme durch einen Kunden vor, wurden die anfallenden Kosten unmittelbar im Aufwand erfasst. Der Ausweis der unfertigen Erzeugnisse beinhaltete auch die mit den Entwicklungsleistungen in Zusammenhang stehenden Prototypen und Werkzeuge. Die Ermittlung der Herstellungskosten innerhalb der Entwicklungsleistungen erfolgte analog zu den unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen werden eventuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden in der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" zusammengefasst und mit dem Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennwert angesetzt und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Bei der Bemessung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Hierbei wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Jubiläumsrückstellung wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen Die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die damit verbundenen Aufwendungen und Erträge werden gem. § 256a HGB bilanziert. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 und die Zusammensetzung zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang). (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen die verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Forderung aus Cash Pooling Flex-N-Gate France S.A.S. Forderungen gegenüber Gesellschafter betreffen in voller Höhe ein Darlehen. (3) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 23,7 Mio. € enthalten im Wesentlichen die folgenden Rückstellungen:
Diese Personalrückstellungen enthalten:
Die am 31/12/2022 gebuchte Rückstellung für Fremdwährungsverlust in Höhe von 0,6 Mio.€ im Zusammenhang mit den langfristigen konzernseitigen Darlehen, welche in USD gebucht werden, wurde am 01/01/2023 aufgelöst. Aufgrund der Parität USD/EUR zum 31/12/2023 musste keine neue Rückstellung für Fremdwährungsverlust gebucht werden. Bei dem für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins aus den sieben vergangenen Jahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,74 % (zum 31. Dezember 2022 war 1,45 %). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Auflösung von 21 T€, bestehend aus -22 T€ als Personalaufwand, 4 T€ als Zinsänderungseffekt und -5 T€ als Zinsaufwand. (4) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zwei Darlehen in Höhe von 51,4 Mio.€ (Vorjahr: 51,0 Mio.€). Diese Darlehen haben jeweils eine Restlaufzeit von zwei Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten ein Darlehen in Höhe von 6,3 Mio.€ (Vorjahr: 6,3 Mio.€). Dieses Darlehen hat eine Restlaufzeit von zwei Jahren. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte lag wie im Vorjahr nicht vor. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie weiter angabepflichtige Vermerke haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse
(2) Sonstige betriebliche Erträge
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahrs nicht enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr Währungskursverluste von 14 T€ enthalten (Vorjahr: 5 T€). Die signifikante Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die zum 31/12/2023 gebuchte Rückstellung für Restrukturierung von 9.263 T€ zurückzuführen. (4) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aus den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie den steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich insgesamt aktive latente Steuern, die gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 nicht bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Es bestehen wesentliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Berichtsjahr bei den gebildeten Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und bei den Verlustvorträgen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Zum 31. Dezember 2023 wurde eine Steuerbelastung von pauschal 30 % zur Kalkulation der latenten Steuern unterstellt. (5) Finanzergebnis
V. Sonstige Angaben (1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat im Wesentlichen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für von der Gesellschaft genutzte Produktions- und Verwaltungsgebäude an verschiedenen Standorten und Kraftfahrzeuge. Die Mietverträge sind im Zusammenhang mit der Serienlaufzeit von Fertigungsaufträgen von Fahrzeugherstellern zu sehen. Die zukünftigen gesamten Miet- und Leasingzahlungen betragen 4,2 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€) und beinhalten Mietzahlungen und Leasingraten. Bei allen Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Für die Gesellschaft resultieren Risiken aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten. Haftungsverhältnisse Es bestanden keine Eventualverbindlichkeiten in der Berichtsperiode. (2) Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft folgende Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen:
(3) Beteiligungen Die Gesellschaft ist zu jeweils 100 % an folgenden Gesellschaften beteiligt:
(4) Geschäftsführung Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtszeitraum: Herr Bradley Delorme, Croissy-sur-Seine, Geschäftsführer, Flex-N-Gate Germany GmbH. Wir nehmen die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. (5) Abschlussprüferhonorar Das geplante Honorar für die Jahresabschlussprüfung 2023 beträgt 66 T€. (6) Nachtragsbericht Seit Ende des Geschäftsjahres 2023 bis zum heutigen Datum der Aufstellung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts sind keine nennenswerten Ereignisse eingetreten oder bekannt geworden, die zur Änderung des Jahresabschlusses geführt hätten. Wie bereits den Sozialpartnern und dem Betriebsrat mitgeteilt, ist die Gesellschaft aufgrund der Einstellung der Produktion mehrerer Modelle des Hauptkunden in eine Restrukturierung seines Geschäfts eingetreten. Die Produktion am Standort Ingolstadt soll bis Ende 2025, die Produktion am Standort Offenau ein Jahr später eingestellt werden. (7) Konzernzugehörigkeit Die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt, wird in den Konzernabschluss der Amoravio Limited - Julia House, 3 Themistocles Dervis Street, 1066 Nicosia (Cyprus), einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Ingolstadt, den 14. Oktober 2024 Bradley Delorme Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.3. Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren 2.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3. Chancen- und Risikobericht 4. Prognosebericht Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollte es daher in den wichtigsten Absatzmärkten unserer Kunden zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn dargestellte Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders verhalten als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken oder sonstige den Geschäftsverlauf negativ beeinflussende Faktoren ergeben. 1. Grundlagen der Gesellschaft Rechtliche Struktur Die Flex-N-Gate Germany GmbH (im Folgenden FNG GmbH) mit Sitz in Ingolstadt gehört zu 100% der Flex-N-Gate Germany Beteiligung GmbH & Co. KG, Ingolstadt. Komplementärin ist die Blitz F17-305 GmbH, Ingolstadt. Produktlinien Die Produktlinien beinhalten neben vollständigen Systemen wie Front-End-Module auch einzelne Komponenten wie Front-End-Träger. Die Kunden sind überwiegend deutsche Automobilhersteller. Als Automobilzulieferer erfolgt die Lieferung zum Kunden bedarfssynchron. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Erzeugnissen der vorgenannten Produktlinien. Es werden zwei Produktions- und Montagestandorte unterhalten in Ingolstadt und Offenau. Bei der Entwicklung handelt es sich im Wesentlichen um die Umsetzung des vom Kunden vorgegebenen Designs in produktionsfähige Produkte. Grundlagenforschung wird von einer französischen Konzerngesellschaft durchgeführt. Markt und Marktentwicklung Die Automobilindustrie und somit auch die Automobilzulieferindustrie sind durch verschiedene Einflussfaktoren geprägt. Als bedeutender Faktor ist primär die jeweilige gesamtwirtschaftliche Lage zu nennen, welche das allgemeine Konsumverhalten in wesentlichem Umfang beeinflusst. In engem Zusammenhang hiermit stehen selbstverständlich stabile politische Verhältnisse und funktionsfähige Finanzmärkte. Der Automobilindustrie steht ein sehr großer Wandel von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität und autonomes Fahren bevor und dieses zieht einen tiefgreifenden Wandel des Produktportfolios der OEM's nach sich. In der Folge sind permanente Anpassungen der regional erforderlichen Produktionskapazitäten erforderlich. Als weiterer externer Einflussfaktor ist die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten von Bedeutung, hier insbesondere bei dem für die Kunststoffgranulaterzeugung notwendigen Öl. Kunststoffgranulate stellen einen entscheidenden Rohstoff in der Fertigung der Gesellschaft dar. Darüber hinaus kommen in der Erprobung und laufenden Serie zunehmend alternative Werkstoffe zum Einsatz. Die Verarbeitung dieser bedingt in der Folge die Anwendung neuer Technologien in der Fertigung. In diesem Zusammenhang steht beispielsweise auch die fortschreitende Anreicherung der Produkte mit weiteren, die Komplexität erhöhenden Funktionen. Neben der Kreativität in der Produktgestaltung ist die Beherrschung der in der Entwicklung und Serienfertigung weiter zunehmenden technologischen Anforderungen für eine starke Wettbewerbsposition von zentraler Bedeutung. Ohne qualifiziertes Personal können gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen nicht bewältigt werden, weshalb auch der Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle spielt. Forschung und Entwicklung Das Gebiet der Forschung und Entwicklung beschränkt sich auf projektbezogene Kundenanforderungen. Gezielte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu eigenen Zwecken erfolgen nicht in wesentlichen Umfang. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die F&E-Ressourcen an die französische Konzerngesellschaft an den Standort in Audincourt verlagert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gemäß dem World Economic Outlook des IWF 1 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,1% gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einer Abschwächung um 0,3%-Punkte gegenüber dem Vorjahr. Die Eurozone verzeichnete ein Wachstum von 0,5%, was einem signifikanten Rückgang um 2,9%-Punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das globale Wirtschaftswachstum von 3,1% im Berichtsjahr 2023 wurde maßgeblich von staatlichen und privaten Ausgaben, einer hohen Erwerbsbeteiligung sowie real verfügbaren Einkommenszuwächsen vorangetrieben. Dies umfasste die Bewältigung von Problemen in Lieferketten, die aus der Pandemie resultierten, sowie eine Verringerung der Lieferzeiten. Eine schwache Verbraucherstimmung, hohe Energiepreise und eine Schwäche der zinsabhängigen Industrie- und Unternehmensinvestitionen bremsten das Wachstum im Euroraum erheblich. Das Statistische Bundesamt 2 berichtet, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Berichtsjahr um -0,3% gesunken ist. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf Unsicherheit aufgrund von geopolitischen Konflikten, einem Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise, sowie gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten zurückzuführen. Das führte zu einer Kaufzurückhaltung und einem Rückgang der Kaufkraft im privaten und im staatlichen Konsum. Auch der Rückgang der ausländischen Ausfuhren um 1,8% trug nicht zu einem positiven Wirtschaftswachstum bei. Im Berichtsjahr betrug die Inflation in Deutschland durchschnittlich 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Das Statistische Bundesamt 3 nennt hier die Teuerung von Lebensmitteln, Energieprodukten, Gebrauchsgütern und Dienstleistungen als die größten Einflussfaktoren.
1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß dem Global Sales and Production Forecast des IHS Markit 4 vom Februar 2024 hat sich die weltweite Herstellung von Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 82,3 Millionen im Vorjahr auf 90,3 Millionen im Berichtsjahr erhöht, was einer Steigerung um 9,7% gleichkommt. Die europäische Personenkraftwagenproduktion stieg um 12,8% von 14,8 Millionen im Vorjahr auf 16,7 Millionen im Berichtsjahr. Laut IHS Markit sind die gestiegenen Produktionszahlen vor allem durch eine damit verbundene Steigerung des Absatzes und der Nachfrage bedingt. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 9%. Die weltweite Herstellung von Personenkraftwagen wurde auch durch eine fortgesetzte Stabilisierung der Lieferketten positiv beeinflusst. Außerdem hat sich die Vorlaufzeit auf dem Halbleitermarkt erhöht, und die Nachfrage nach Halbleitern außerhalb des Automobilsektors ist leicht zurückgegangen. Die Absatz- und Produktionszahlen wurden in China, dem wichtigsten globalen Markt, stark durch staatliche Förderungen bei Elektrofahrzeugen, Exportsteigerungen und Preisnachlässe der Hersteller gefördert. Diese Zahlen waren durch fortwährende Befürchtungen vor einer Rezession und einer Kreditklemme negativ beeinflusst. Im Laufe des Jahres wuchsen die Lagerbestände an fertig produzierten Personenkraftwagen, was zu einer zunehmend nachfrageorientierten Produktion führte. Diese ist jedoch insbesondere in Europa und Deutschland aufgrund veränderter CO 2 -Normen und Subventionen stark ungewiss.
4
https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html
2.3. Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren Auftrags- und Umsatzentwicklung Da die Gesellschaft nicht die Anschlussprojekte für die Werke in Offenau und Ingolstadt gewinnen konnte, wurde im Geschäftsjahr ein Interessenausgleich zum schrittweisen Personalabbau mit den Betriebspartnern des Werkes Ingolstadt am 16. Januar 2023 geschlossen. Ein ähnlicher Sozialplan für das Werk Offenau wurde am 30. November 2023 mitgeteilt. Die Restrukturierung beider Werke wird zwischen 2024 und 2027 stattfinden. Die operativen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2023 konnten in einem schwieriger werdenden Umfeld, gemessen an den Budgeteckdaten, insgesamt zufriedenstellend abgeschlossen werden. Im Jahr 2023 sind die Umsätze durch einen Anstieg der Volumina auf 258 Mio.€ gestiegen. Der Umsatz mit Fertigprodukten stieg um fast 17 % (2022: 211 Mio.€; 2023: 246 Mio.€). Die Erlöse aus Werkzeugen / Studien / sonstige Dienstleistungen sind von 3,0 Mio.€ auf 12,1 Mio.€ gestiegen. Aufgrund der Verlagerung der F&E-Tätigkeit auf die französische Konzerngesellschaft bestehen in 2023 im aus Entwicklungsdienstleistungen. Beschaffung Ein Großteil der Rohmaterialien und der Zukaufteile wird zu langfristig ausgehandelten Lieferkonditionen überwiegend aus Deutschland und dem europäischen Ausland bezogen. Bei Rohstoffen erfolgen Preisverhandlungen und -festlegungen auf monatlicher Basis. Die Preise orientieren sich am Naphtha-Markt. Der hieraus resultierende Materialaufwand hat sich, relativ pro Stoßstange (Bumper), entsprechend erhöht. Die gestiegenen Preise wirken sich auch auf die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) aus, aber diese wurde gegenüber dem Vorjahr mit 88 % (Vorjahr: 91 %) leicht reduziert. Grund hierfür ist die Veränderung des Produktmix, bei welchem sich der Anteil der Erlöse aus Werkzeuge / Studien / sonstige Dienstleistungen erhöht hat, welcher in der Regel eine geringere Materialaufwandsquote aufweist. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) Umsatzerlöse, EBIT und Ergebnis nach Steuern gesteuert. Die Prognosen für das Jahr 2023 sehen einen Umsatz von 240 Mio.€, ein EBIT von 4,1 Mio.€ und einen Gewinn nach Steuern von 0,6 Mio.€ als wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Indikatoren vor. Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBIT und Ergebnis nach Steuern haben sich wie folgt im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
Die Umsätze haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 21% verbessert und sind auf 258 Mio.€ gestiegen. Der Anstieg ist hierbei über den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Die tatsächlichen Volumina lagen über der Prognose des Jahres, insbesondere aufgrund der Verlängerung der Produktion von B9-Komponenten, die ursprünglich im Oktober 2023 eingestellt werden sollten. Die Materialaufwandsquote ist auf Grund des gestiegenen Umsatzvolumens gesunken. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) reduzierte sich von 91% im Vorjahr auf 88% im Geschäftsjahr 2023 (Produktmixeffekt wie in 2.3 beschrieben). Der Personalaufwand stiegt auf Grund von gestiegenen Löhnen und Gehältern sowie volumenbedingt von 10,7 Mio. € auf 11,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 8,2 Mio. € auf 19,9 Mio. €. Ursächlich für den Anstieg sind neben erhöhten Aufwendungen für die betrieblichen Aktivitäten (gestiegene Aufwendungen für Konzernumlagen und Ausgangsfrachten) im Wesentlichen Aufwendungen für im Geschäftsjahr 2023 gebildete Restrukturierungsrückstellungen (9,3 Mio. €). Im Ergebnis verbesserte sich das EBIT von -1,3 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Dieser Wert ist unter der Prognose des Vorjahres (4,1 Mio. €). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Anpassung der Restrukturierungsrückstellungen zum Jahresende. Der Zinsaufwand reduzierte sich von 1,8 Mio. € auf 0,7 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen einmaligen Effekt des Vorjahres in Zusammenhang mit der Fremdwährungsumrechnung des konzerninternen Darlehens zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zur Vorperiode um 4,0 Mio.€ versbessert und führt zu einem Jahresgewinn von 1,0 Mio.€. 2.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 ist auf 258 Mio.€ gestiegen (+21%). Die Materialaufwandsquote hat sich mit 88 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 (mit 91 %) verbessert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 1,3 Mio.€ im Vergleich zum Vorjahr (0,9 Mio.€) um 0,4 Mio.€ gestiegen. Der Personalaufwand im Wesentlichen ist auf Grund von Gehaltserhöhungen um 0,8 Mio. € auf 11,5 Mio. € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in einer signifikanten Weise auf 19,9 Mio.€ erhöht (Vorjahr: 8,2 Mio.€). Diese Erhöhung ist insbesondere auf die Rückstellungen für Restrukturierung zurückzuführen. Das Finanzergebnis hat sich wegen des stabilen Darlehenzinsaufwands, der Cashpooling Zinserträge und der Auflösung von den Rückstellungen für Währungsumrechnungsdifferenz zwischen Euros und US Dollars verbessert und beläuft sich für 2023 auf -0,7 Mio.€ (Vorjahr - 1,8 Mio.€). Vermögenslage Die Steigerung der Bilanzsumme um mehr als 1,9 Mio.€ (+ 2 %) gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit dem Cashpooling-Vertrag mit Flex-N-Gate France S.A.S. (+ 11,8 Mio.€) sowie aus der stichtagsbezogenen Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 9,8 Mio.€). Die Gesellschaft hält eine jeweils 100%-ige Beteiligung an der Flex-N-Gate France Holdings S.A.S./Frankreich und der Flex-N-Gate Spain Holdings S.L./Spanien, die durch die Verschmelzung mit der Blitz F17-304 GmbH auf die Gesellschaft übergegangen sind, die Beteiligungen werden zum 31. Dezember 2023 unverändert zu ihren Anschaffungskosten von insgesamt 59,6 Mio.€ bilanziert. Die Erhöhung der Vorräte (+0,7 Mio.€) umfasst im Wesentlichen eine Preiserhöhung der Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe. Das Anlagevermögen ist im Wert leicht gesunken (-0,2 Mio.€) und macht weiterhin 58 % der Bilanzsumme aus (59 % im Jahr 2022). Auf der Passivseite stiegen durch die Restrukturierungsrückstellung die sonstige Rückstellungen um 7,7 Mio.€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden stichtagsbedingt um 6,7 Mio.€ reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber der Gesellschafterin haben sich stichtagsbedingt um 0,6 Mio.€ erhöht. Das Fremdkapital entspricht ca. 95 % der Bilanzsumme. Das Eigenkapital wurde im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Jahresgewinns um 1 Mio.€ erhöht. Finanzlage Das wichtigste Ziel des Finanzmanagements ist, die permanente Zahlungsbereitschaft aufrecht zu erhalten bzw. weiter auszubauen, um fällige Verbindlichkeiten jederzeit bedienen zu können. Die Gesellschaft unterhält guthabengeführte Konten in Form von Cashpool Forderungen von insgesamt 21,1 Mio.€ zum Stichtag 31. Dezember 2023. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Mio. €. Daneben bestehen seit der Verschmelzung durch Aufnahme der Blitz F17-304 GmbH konzernseitig aufgenommene Darlehen, welche auch von Flex-N-Gate GmbH weitergeführt wurden und die Gesellschaft mit Zinsaufwendungen belasten. Außerbilanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen auf 4,2 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€). Investitionen Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sind grundsätzlich von Neuanläufen abhängig. Dies hat zur Folge, dass im Mehrjahresvergleich unterschiedliche Investitionsvolumen vorkommen können. Weitere Investitionen erfolgen in regelmäßigen Abständen für die Einführung neuer EDV-Komponenten. Bei Grundstücken und Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um Bestandsgrößen. Zum Erhalt der Flexibilität hinsichtlich der von den OEMs beeinflussten Produktionsstandorten werden in der Regel mittelfristig ausgelegte Mietverhältnisse eingegangen. Für mobile Anlagegüter werden vor einer Investitionsentscheidung grundsätzlich weitere bestehende Alternativen wie z.B. Leasing auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. Auf Grund der vorkommenden Produktionsreduzierung wurde in keine wesentliche Anlage im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Sachanlagevermögens investiert (Vorjahr: 77 T€). 3. Chancen- und Risikobericht Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen Das Unternehmen steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die mit den geschäftlichen Aktivitäten der Flex-N-Gate Gruppe oder externen Einflüssen verbunden sind. Das Unternehmen definiert Risiken als potenzielle Hindernisse für die Erreichung seiner Ziele, sei es in monetärer oder nicht-monetärer Hinsicht. Gleichzeitig ist es von großer Bedeutung, Chancen zu erkennen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten und auszubauen. Chancen werden als Möglichkeiten definiert, geplante Unternehmensziele aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen zu sichern oder zu übertreffen. Um Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und aktiv zu steuern, nutzt das Management geeignete und effektive Steuerungs- und Kontrollsysteme, die in einem Risiko- und Chancenmanagement-System integriert sind. Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird hauptsächlich von der Performance der Großkunden, insbesondere den deutschen Automobilherstellern (Audi), abhängen. Das Ziel besteht darin, neue Aufträge zu akquirieren, erforderliche Entwicklungsarbeiten durchzuführen und anschließend Serienteile an den deutschen Standorten zu produzieren. Unser Ziel bleibt es, die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Gewichtsreduzierung, neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen und neuen Umsetzungsmöglichkeiten von Designelementen mit innovativen Lösungen zu erfüllen und wettbewerbsfähige Konditionen anzubieten. Daher werden wir uns auf hohe Qualität, Effizienzsteigerungen und Flexibilität konzentrieren. Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, Aufträge zu sichern, um in den kommenden Jahren zum profitablen Wachstum der Unternehmensgruppe beizutragen. Risikomanagement System Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, potenzielle Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder den Erfolg beeinträchtigen könnten, systematisch und kontinuierlich zu identifizieren, bewerten, steuern, überwachen und dokumentieren. Dadurch sollen die Unternehmensziele unterstützt und das Risikobewusstsein im gesamten Unternehmen gestärkt werden. Dies umfasst auch Risiken und Chancen im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG). Um die Kontinuität der Flex-N-Gate GmbH zu gewährleisten und die Unternehmensziele zu erreichen, ist das Unternehmen in das Risikomanagementsystem der Flex-N-Gate Gruppe eingebunden. Die identifizierten Hauptrisiken werden überwacht und analysiert. Die Verantwortung für das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement liegt beim Senior Management. Zu weiteren Risiken der Gesellschaft verweisen wir auf den Gliederungspunkt 4. Prognosebericht und unseren Anmerkungen im Nachtragsbericht im Anhang. 1. Abhängigkeit von Großkunden Auf dem Absatzmarkt können Risiken durch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden entstehen. Außerdem besteht das Risiko, dass durch eine Verschärfung des Wettbewerbs im Stahlgeschäft Marktanteile verloren gehen. Die Kundenstruktur der Flex-N-Gate umfasst nur ein Segment der Automobilindustrie, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit erhöht. Für die im Werk in Ingolstadt bis 2026 laufenden Modelle konnten die Nachfolger vom Kunden Audi nicht gewonnen werden. Aktuell sieht der am 16. Januar 2023 geschlossene Interessenausgleich vor, den Betrieb des Werkes zum 31. Mai 2026 stillzulegen, nachdem die aktuellen Aufträge mit dem Kunden ausgelaufen sind. Eine ähnliche Situation ist auch im Werk Offenau festgestellt und wurde durch einen zweiten am 30. November 2023 geschlossenen Interessenausgleich mitgeteilt, den Betrieb des Werkes zum 31. Juli 2027 stillzulegen. 2. Rohstoff/ Einkaufsrisiko Beschaffungsseitig ergeben sich für die Automobilsegmente Risiken und Chancen, insbesondere aufgrund von Schwankungen bei Rohstoff-, Rohmaterial- und Energiepreisen. Der Bau von Fahrzeugteilen erfordert spezifische Rohstoffe und Komponenten, die auf dem Weltmarkt beschafft werden. Die Kostenhöhe hängt von der Preisentwicklung dieser Rohstoffe, Rohmaterialien und Energiepreise ab. Für das Jahr 2024 werden inflationsbedingte Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Energie erwartet, die mit Kostenrisiken verbunden sind. Diese könnten sich auch in höheren Logistikkosten niederschlagen. Zudem kann der Wettbewerb um bestimmte Rohstoffe im Rahmen der Einführung neuer Technologien zu steigenden Kosten oder möglichen Engpässen in der Lieferkette führen. Darüber hinaus können Unsicherheiten und politische Krisen die Rohstoffmärkte beeinflussen, verbunden mit möglichen Lieferengpässen, sowie die volatile Nachfrage nach bestimmten Rohmaterialien. Aufgrund des intensiven Wettbewerbsdrucks auf den internationalen Automobilmärkten gibt es enge Grenzen für die Weitergabe der Rohstoff- und Materialkosten durch höhere Fahrzeugpreise. Jedoch werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die einzelnen Risiken zu minimieren und die Auswirkungen auf das Ergebnis und den Cashflow zu begrenzen. Beispielsweise werden regelmäßig die Entwicklung der Rohstoffpreise und ihre Auswirkungen auf die Rentabilität einzelner Projekte dokumentiert und überprüft, um die Verhandlungsposition gegenüber Kunden bei Preisschwankungen abzusichern. 3. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgemäß nachzukommen, besteht grundsätzlich in Abhängigkeit des Zahlungsverhaltens von Großkunden. Um dem Risiko zu begegnen, wurde innerhalb des Konzerns die Einführung eines Cash pooling - Programmes vereinbart. Im Jahr 2017 nahm die Gesellschaft zwei konzerninterne Darlehen auf, gegenüber einem Treuhänder (ursprünglich jeweils 24.180.637 USD). Diese wurden bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. 4. Produkthaftungs- und Qualitätsrisiko Es besteht die Möglichkeit, dass Garantie- und Kulanzfälle auftreten, wenn die Qualität der Produkte oder der darin verbauten Teile trotz angemessener Qualitätssicherungsprozesse nicht den Anforderungen entspricht, bestimmte Vorschriften nicht vollständig eingehalten werden oder die Unterstützung bei Problemen und die Produktpflege nicht in angemessener Weise gewährleistet werden können. Das Risiko in diesem Bereich ist jedoch überschaubar, da das Unternehmen in der Regel keine sicherheitsrelevanten Teile herstellt und Qualitätsbeanstandungen im Zweifelsfall vom Kunden festgestellt werden. 5. Unternehmensspezifische Risiken / Chancen aus Forschung und Entwicklung Technische Entwicklungen und Innovationen spielen eine entscheidende Rolle für eine sichere und nachhaltige Mobilität in der Zukunft. Die Transformation hin zur Elektromobilität und die umfassende Digitalisierung der Fahrzeuge führen zu ehrgeizigen Entwicklungszielen und der Markteinführung neuer Technologien. Es ist derzeit schwer abzuschätzen, wie sich die Entwicklung zwischen Elektromobilität und Verbrennungsmotoren gestalten wird. Da wir sowohl Aufträge für Projekte im Bereich Elektromobilität als auch für Verbrennungsmotoren erhalten haben, gehen wir unabhängig vom präferierten Konzept von einer ausgewogenen Nachfrage in Zukunft aus. Audi selbst plant Investitionen in Zukunftsthemen wie Elektromobilität, digitale Services und autonomes Fahren (einschließlich einer erhöhten Sensoranzahl, was zu einer Preiserhöhung führen könnte). Diese Investitionen können neue Geschäftsperspektiven für die Flex-N-Gate GmbH eröffnen. Selbstfahrende Konzepte basieren im Wesentlichen auf Sensoren, Mikroradar- und Scanner-Systemen, die hinter Kunststoffabdichtungen verborgen werden können. In diesem Bereich sehen wir Chancen für unsere Kernkompetenz in der Kunststofffertigung, da Metall die erforderliche Sensorik eher behindert, während Kunststoff wesentlich durchlässiger ist. 6. Personalrisiken und Chancen Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte in der Branche und in Deutschland insgesamt ist nach wie vor intensiv. Der Erfolg der Flex-N-Gate GmbH hängt daher auch davon ab, wie gut es gelingt, Fachkräfte einzustellen, sie erfolgreich ins Unternehmen zu integrieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Das Unternehmen verfügt über bewährte Instrumente im Personalbereich, die solche Risiken berücksichtigen. Ein Schwerpunkt des Personalmanagements liegt auf gezielter Personalentwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Die Belegschaft profitiert von einer Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten und einer transparenten Leistungsbeurteilung im Rahmen des Performance-Managements. Um die kontinuierliche Produktion sicherzustellen und unerwartete Mitarbeiterabgänge zu vermeiden, wird zudem die Art der Zusammenarbeit und die Führungskultur ständig weiterentwickelt. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Kurzfristige existenzgefährdende Risiken sehen wir weiterhin nicht. Nichtsdestotrotz bestehen aktuell, insbesondere durch die im 2026/2027 geplante Stilllegung in Ingolstadt und Offenau mehr Risiken als Chancen. 4. Prognosebericht Auf Grund der Finanzierung über das konzerneigene Cashpooling-System und der Kostensenkungsprogramme geht die Geschäftsführung von einer Sicherstellung der Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum aus. Ein regelmäßiges Follow-up aller Projekte sowie die Bewertung von Chancen und Risiken helfen dem Management, geeignete Maßnahmen zu treffen. Die Prognosen für das Jahr 2024 sehen einen reduzierten Umsatz von 155 Mio.€, ein EBIT von -4,2 Mio.€ und einen Verlust nach Steuern von 6,5 Mio.€ als wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Indikatoren vor.
Ingolstadt, 14. Oktober 2024 Bradley Delorme |
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