Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 8838
Vorher
Faurecia Kunststoffe Automobilsysteme GmbHAutomotive Exteriors Europe GmbH
Eingetragen
28.10.1993
Branche
Herstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für KraftwagenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
Produktion, Montage und Handel mit Automobilsystemen, insbesondere mit Ausstattung und Zubehör für die Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Cieslok
seit 17.2.2021
Prokura
Jordi Ferrer Tubau
seit 17.2.2021
Prokura
Bradley Delorme
seit 17.2.2021
Geschäftsführer
Reinald Kunz
seit 24.8.2018
Prokura
Michael Koch
seit 24.8.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Flex-N-Gate Germany GmbH

Ingolstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flex-N-Gate Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 14. Oktober 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer

Matthias Frye , Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 516 3.609
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5713 10.906
2. technische Anlagen und Maschinen 324.165 424.828
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.937 222.466
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 14.000
461.814 672.200
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 59.591.921 59.591.921
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
59.591.921 59.591.921
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.855.692 7.136.384
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 57.026 89.819
3. fertige Erzeugnisse 62.378 44.289
4. geleistete Anzahlungen 0 0
7.975.095 7.270.493
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.797.074 22.605.229
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.121.122 9.276.947
3. Forderungen gegen die Gesellschafterin 1.325.318 1.325.318
4. sonstige Vermögensgegenstände 32.604 643.295
35.276.118 33.850.789
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0 0
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.354 27.608
103.328.818 101.416.620

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 1.023.000 1.023.000
II. Kapitalrücklage 16.351.244 16.351.244
III. Gewinnrücklagen 414.623 414.623
IV. Verlustvortrag -13.972.096 -10.873.028
V. Jahresfehlbetrag 960.310 -3.099.068
4.777.081 3.816.771
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0 0
2. sonstige Rückstellungen 23.660.091 15.942.586
23.660.091 15.942.586
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.625.848 21.334.002
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 51.929.275 51.314.231
4. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 6.289.180 6.262.110
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.047.095 2.745.681
- davon aus Steuern 1.912.266 2.610.945
74.891.398 81.656.024
D. Rechnungsabgrenzungsposten 248 1.240
103.328.818 101.416.620

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 258.079.960 213.962.915
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -14.705 -1.603.946
3. sonstige betriebliche Erträge 1.283.747 941.053
- davon Erträge aus Währungsumrechnung 580 k€; (Vorjahr 0 k€)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -224.509.654 -194.044.948
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.557.649 -1.234.613
-226.067.303 -195.279.562
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.643.649 -8.884.043
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.845.981 -1.826.193
-11.489.630 -10.710.235
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -205.912 -352.135
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.889.048 -8.245.792
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -735.880 -1.799.310
- davon aus verbundenen Unternehmen -731 k€; (Vorjahr -1.214 k€)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
10. Ergebnis nach Steuern 961.228 -3.087.012
11. sonstige Steuern -918 -12.056
12. Jahresfehlbetrag 960.310 -3.099.068

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeines

Die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt, HRB 8838, Amtsgericht Ingolstadt, entwickelt, produziert und vertreibt Frontend-Module und Trägerteile als Unternehmen der Automobilindustrie.

Alleinige Gesellschafterin ist die Flex-N-Gate Germany Beteiligung GmbH & Co. KG, Ingolstadt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB, die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet wurden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige sowie - sofern erforderlich - um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht bilanziert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer wird entsprechend dem steuerlich zulässigen Abschreibungszeitraum bestimmt.

Nutzungsdauer Abschreibungssatz in Jahren in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 20 - 33 1/3
Grundstücke unbegrenzt entfällt
Gebäude 5-25 4 - 20
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 10 - 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 10 - 33 1/3

Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis zu Anschaffungskosten i.H.v. 800 €) werden sofort aufwandswirksam als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und gegebenenfalls bei voraussichtlich langfristiger Wertminderung abgewertet. Bei nur vorübergehender Wertminderung wird auf eine Abschreibung verzichtet.

Vorräte

Die Vorräte werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z.B. wegen eingeschränkter Verwendbarkeit aufgrund von Konstruktionsänderungen, sind zur verlustfreien Bewertung angemessene Abschläge vorgenommen worden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem LiFo- Prinzip.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung. Magazinbestände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die zur Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse herangezogenen Herstellungskosten berücksichtigen die Material- und Fertigungseinzelkosten. Anteilige Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Abschreibungen und notwendige allgemeine Verwaltungskosten werden durch einen Gemeinkostenzuschlagssatz einbezogen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Entwicklungsleistungen, inkl. Prototypen und Werkzeuge

Bis zur Verlagerung der F&E-Ressourcen bei der französischen Konzerngesellschaft am Standort Audincourt ab dem 01/01/2022, wurden die Leistungen der technischen Entwicklung, für die ein Kundenauftrag vorliegt, zu Herstellungskosten aktiviert und als unfertige Leistungen im Vorratsvermögen ausgewiesen, wenn der Verkaufspreis vertraglich fixiert und garantiert ist. Erfolgt die Bezahlung der technischen Entwicklungsleistung über einen Aufschlag beim zukünftigen Seriengeschäft und liegt keine ausreichend sichere Kostenübernahme durch einen Kunden vor, wurden die anfallenden Kosten unmittelbar im Aufwand erfasst. Der Ausweis der unfertigen Erzeugnisse beinhaltete auch die mit den Entwicklungsleistungen in Zusammenhang stehenden Prototypen und Werkzeuge. Die Ermittlung der Herstellungskosten innerhalb der Entwicklungsleistungen erfolgte analog zu den unfertigen und fertigen Erzeugnissen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Forderungen werden eventuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden in der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" zusammengefasst und mit dem Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennwert angesetzt und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Hierbei wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Die Jubiläumsrückstellung wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen

Die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die damit verbundenen Aufwendungen und Erträge werden gem. § 256a HGB bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 und die Zusammensetzung zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang).

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen die verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Forderung aus Cash Pooling Flex-N-Gate France S.A.S.

Forderungen gegenüber Gesellschafter betreffen in voller Höhe ein Darlehen.

(3) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 23,7 Mio. € enthalten im Wesentlichen die folgenden Rückstellungen:

an Kunden auszugebende Gutschriften und Preisrisiken in Höhe von 3,4 Mio.€,

ausstehende Rechnungen in Höhe von 10,0 Mio.€ und

Personalrückstellungen in Höhe von 10,3 Mio.€.

Diese Personalrückstellungen enthalten:

Abfindungen im Rahmen der Restrukturierung in Höhe von 9,3 Mio.€,

Jubiläumszuwendungen in Höhe von 0,4 Mio.€,

Sonderprämie und Personal sonstige Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio.€,

Überstunden in Höhe von 0,1 Mio.€ und

Urlaubsrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio.€.

Die am 31/12/2022 gebuchte Rückstellung für Fremdwährungsverlust in Höhe von 0,6 Mio.€ im Zusammenhang mit den langfristigen konzernseitigen Darlehen, welche in USD gebucht werden, wurde am 01/01/2023 aufgelöst. Aufgrund der Parität USD/EUR zum 31/12/2023 musste keine neue Rückstellung für Fremdwährungsverlust gebucht werden.

Bei dem für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins aus den sieben vergangenen Jahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,74 % (zum 31. Dezember 2022 war 1,45 %). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Auflösung von 21 T€, bestehend aus -22 T€ als Personalaufwand, 4 T€ als Zinsänderungseffekt und -5 T€ als Zinsaufwand.

(4) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zwei Darlehen in Höhe von 51,4 Mio.€ (Vorjahr: 51,0 Mio.€). Diese Darlehen haben jeweils eine Restlaufzeit von zwei Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten ein Darlehen in Höhe von 6,3 Mio.€ (Vorjahr: 6,3 Mio.€). Dieses Darlehen hat eine Restlaufzeit von zwei Jahren.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte lag wie im Vorjahr nicht vor.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie weiter angabepflichtige Vermerke haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Davon Restlaufzeiten
Stand 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr Davon über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.626 14.626 0 0
(Vorjahr) (21.334) (21.334) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 51.929 504 51.425 0
(Vorjahr) (51.314) (50.975) (0) (0)
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 504 504
(Vorjahr) (339) (339)
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 6.289 0 6.289 0
(Vorjahr) (6.262) (0) (6.262) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.047 2.047 0 0
(Vorjahr) (2.746) (2.746) (0) (0)
(davon aus Steuern) 1.912 1.912
(Vorjahr) (2.611) (2.611)
Summe Verbindlichkeiten 74.891 17.177 57.714 0
(Vorjahr) (81.656) (24.423) (57.233) (0)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

2023 2022
T€ T€
Umsatz nach geographischen Regionen
Inland 257.687 213.572
Ausland 393 391
Umsatzerlöse gesamt 258.080 213.963
Umsatz nach Tätigkeitsbereichen
Produktion 245.975 210.993
Entwicklung, Prototypen, Werkzeuge und sonstige Dienstleistungen 12.105 2.970
Umsatzerlöse gesamt 258.080 213.963

(2) Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
T€ T€
Erträge aus Weiterverrechnung von Gewährleistungen 651 888
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 580 0
Übrige Erträge 53 53
Sonstige betriebliche Erträge gesamt 1.284 941

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahrs nicht enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr Währungskursverluste von 14 T€ enthalten (Vorjahr: 5 T€).

Die signifikante Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die zum 31/12/2023 gebuchte Rückstellung für Restrukturierung von 9.263 T€ zurückzuführen.

(4) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie den steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich insgesamt aktive latente Steuern, die gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 nicht bilanziert werden.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Es bestehen wesentliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Berichtsjahr bei den gebildeten Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und bei den Verlustvorträgen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden.

Zum 31. Dezember 2023 wurde eine Steuerbelastung von pauschal 30 % zur Kalkulation der latenten Steuern unterstellt.

(5) Finanzergebnis

2023 2022
T€ T€
Zinsaufwendungen verbundene Unternehmen 731 1.794
sonstiger Zinsaufwand 5 5
Summe Zinsaufwendungen / Finanzergebnis 736 1.799

V. Sonstige Angaben

(1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat im Wesentlichen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für von der Gesellschaft genutzte Produktions- und Verwaltungsgebäude an verschiedenen Standorten und Kraftfahrzeuge. Die Mietverträge sind im Zusammenhang mit der Serienlaufzeit von Fertigungsaufträgen von Fahrzeugherstellern zu sehen.

Die zukünftigen gesamten Miet- und Leasingzahlungen betragen 4,2 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€) und beinhalten Mietzahlungen und Leasingraten.

Bei allen Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Für die Gesellschaft resultieren Risiken aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten.

Haftungsverhältnisse

Es bestanden keine Eventualverbindlichkeiten in der Berichtsperiode.

(2) Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft folgende Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen:

31.12.2023 31.12.2022
Lohnempfänger 176 187
Angestellte 21 14
197 201
Auszubildende 0 0
197 201

(3) Beteiligungen

Die Gesellschaft ist zu jeweils 100 % an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
T€ T€
Flex-N-Gate France Holdings S.A.S., Audincourt, Frankreich 28.502 -5.966
Flex-N-Gate Spain Holdings S.L., Barcelona, Spanien 1.916 -481

(4) Geschäftsführung

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtszeitraum:

Herr Bradley Delorme, Croissy-sur-Seine, Geschäftsführer, Flex-N-Gate Germany GmbH.

Wir nehmen die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

(5) Abschlussprüferhonorar

Das geplante Honorar für die Jahresabschlussprüfung 2023 beträgt 66 T€.

(6) Nachtragsbericht

Seit Ende des Geschäftsjahres 2023 bis zum heutigen Datum der Aufstellung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts sind keine nennenswerten Ereignisse eingetreten oder bekannt geworden, die zur Änderung des Jahresabschlusses geführt hätten.

Wie bereits den Sozialpartnern und dem Betriebsrat mitgeteilt, ist die Gesellschaft aufgrund der Einstellung der Produktion mehrerer Modelle des Hauptkunden in eine Restrukturierung seines Geschäfts eingetreten. Die Produktion am Standort Ingolstadt soll bis Ende 2025, die Produktion am Standort Offenau ein Jahr später eingestellt werden.

(7) Konzernzugehörigkeit

Die Flex-N-Gate Germany GmbH, Ingolstadt, wird in den Konzernabschluss der Amoravio Limited - Julia House, 3 Themistocles Dervis Street, 1066 Nicosia (Cyprus), einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Ingolstadt, den 14. Oktober 2024

Bradley Delorme

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01/01/2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 975.177 0 0 975.177
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 940.919 0 0 940.919
2. technische Anlagen und Maschinen 6.361.485 14.000 8.643 6.366.842
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.480.678 1.075 820 3.480.933
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.000 0 14.000 0
10.797.083 15.075 23.462 10.788.695
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 59.591,921 0 0 59.591,921
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
59.591,921 0 0 59.591.921
71.364.180 15.075 23.462 71.355,793
Kumulierte Abschreibungen
01/01/2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971.567 3.094 0 974.661
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 930.013 5.194 0 935.207
2. technische Anlagen und Maschinen 5.936.658 106.020 0 6.042.678
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.258.212 91.605 820 3.348.997
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
10.124.882 202.818 820 10.326.881
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
11.096.449 205.912 820 11.301.542
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 516 3.609
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.713 10.906
2. technische Anlagen und Maschinen 324.165 424.828
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.937 222.466
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 14.000
461.814 672.200
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 59.591.921 59.591,921
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
59.591,921 59.591,921
60.054,251 60.267.731

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Gesellschaft

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.3. Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren

2.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3. Chancen- und Risikobericht

4. Prognosebericht

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollte es daher in den wichtigsten Absatzmärkten unserer Kunden zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn dargestellte Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders verhalten als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken oder sonstige den Geschäftsverlauf negativ beeinflussende Faktoren ergeben.

1. Grundlagen der Gesellschaft

Rechtliche Struktur

Die Flex-N-Gate Germany GmbH (im Folgenden FNG GmbH) mit Sitz in Ingolstadt gehört zu 100% der Flex-N-Gate Germany Beteiligung GmbH & Co. KG, Ingolstadt. Komplementärin ist die Blitz F17-305 GmbH, Ingolstadt.

Produktlinien

Die Produktlinien beinhalten neben vollständigen Systemen wie Front-End-Module auch einzelne Komponenten wie Front-End-Träger. Die Kunden sind überwiegend deutsche Automobilhersteller. Als Automobilzulieferer erfolgt die Lieferung zum Kunden bedarfssynchron.

Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Erzeugnissen der vorgenannten Produktlinien. Es werden zwei Produktions- und Montagestandorte unterhalten in Ingolstadt und Offenau. Bei der Entwicklung handelt es sich im Wesentlichen um die Umsetzung des vom Kunden vorgegebenen Designs in produktionsfähige Produkte. Grundlagenforschung wird von einer französischen Konzerngesellschaft durchgeführt.

Markt und Marktentwicklung

Die Automobilindustrie und somit auch die Automobilzulieferindustrie sind durch verschiedene Einflussfaktoren geprägt. Als bedeutender Faktor ist primär die jeweilige gesamtwirtschaftliche Lage zu nennen, welche das allgemeine Konsumverhalten in wesentlichem Umfang beeinflusst. In engem Zusammenhang hiermit stehen selbstverständlich stabile politische Verhältnisse und funktionsfähige Finanzmärkte.

Der Automobilindustrie steht ein sehr großer Wandel von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität und autonomes Fahren bevor und dieses zieht einen tiefgreifenden Wandel des Produktportfolios der OEM's nach sich. In der Folge sind permanente Anpassungen der regional erforderlichen Produktionskapazitäten erforderlich. Als weiterer externer Einflussfaktor ist die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten von Bedeutung, hier insbesondere bei dem für die Kunststoffgranulaterzeugung notwendigen Öl. Kunststoffgranulate stellen einen entscheidenden Rohstoff in der Fertigung der Gesellschaft dar.

Darüber hinaus kommen in der Erprobung und laufenden Serie zunehmend alternative Werkstoffe zum Einsatz. Die Verarbeitung dieser bedingt in der Folge die Anwendung neuer Technologien in der Fertigung. In diesem Zusammenhang steht beispielsweise auch die fortschreitende Anreicherung der Produkte mit weiteren, die Komplexität erhöhenden Funktionen.

Neben der Kreativität in der Produktgestaltung ist die Beherrschung der in der Entwicklung und Serienfertigung weiter zunehmenden technologischen Anforderungen für eine starke Wettbewerbsposition von zentraler Bedeutung. Ohne qualifiziertes Personal können gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen nicht bewältigt werden, weshalb auch der Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle spielt.

Forschung und Entwicklung

Das Gebiet der Forschung und Entwicklung beschränkt sich auf projektbezogene Kundenanforderungen. Gezielte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu eigenen Zwecken erfolgen nicht in wesentlichen Umfang.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die F&E-Ressourcen an die französische Konzerngesellschaft an den Standort in Audincourt verlagert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß dem World Economic Outlook des IWF 1 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,1% gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einer Abschwächung um 0,3%-Punkte gegenüber dem Vorjahr. Die Eurozone verzeichnete ein Wachstum von 0,5%, was einem signifikanten Rückgang um 2,9%-Punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das globale Wirtschaftswachstum von 3,1% im Berichtsjahr 2023 wurde maßgeblich von staatlichen und privaten Ausgaben, einer hohen Erwerbsbeteiligung sowie real verfügbaren Einkommenszuwächsen vorangetrieben. Dies umfasste die Bewältigung von Problemen in Lieferketten, die aus der Pandemie resultierten, sowie eine Verringerung der Lieferzeiten. Eine schwache Verbraucherstimmung, hohe Energiepreise und eine Schwäche der zinsabhängigen Industrie- und Unternehmensinvestitionen bremsten das Wachstum im Euroraum erheblich.

Das Statistische Bundesamt 2 berichtet, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Berichtsjahr um -0,3% gesunken ist. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf Unsicherheit aufgrund von geopolitischen Konflikten, einem Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise, sowie gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten zurückzuführen. Das führte zu einer Kaufzurückhaltung und einem Rückgang der Kaufkraft im privaten und im staatlichen Konsum. Auch der Rückgang der ausländischen Ausfuhren um 1,8% trug nicht zu einem positiven Wirtschaftswachstum bei.

Im Berichtsjahr betrug die Inflation in Deutschland durchschnittlich 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Das Statistische Bundesamt 3 nennt hier die Teuerung von Lebensmitteln, Energieprodukten, Gebrauchsgütern und Dienstleistungen als die größten Einflussfaktoren.

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
3 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9% - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Global Sales and Production Forecast des IHS Markit 4 vom Februar 2024 hat sich die weltweite Herstellung von Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 82,3 Millionen im Vorjahr auf 90,3 Millionen im Berichtsjahr erhöht, was einer Steigerung um 9,7% gleichkommt. Die europäische Personenkraftwagenproduktion stieg um 12,8% von 14,8 Millionen im Vorjahr auf 16,7 Millionen im Berichtsjahr.

Laut IHS Markit sind die gestiegenen Produktionszahlen vor allem durch eine damit verbundene Steigerung des Absatzes und der Nachfrage bedingt. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 9%. Die weltweite Herstellung von Personenkraftwagen wurde auch durch eine fortgesetzte Stabilisierung der Lieferketten positiv beeinflusst. Außerdem hat sich die Vorlaufzeit auf dem Halbleitermarkt erhöht, und die Nachfrage nach Halbleitern außerhalb des Automobilsektors ist leicht zurückgegangen. Die Absatz- und Produktionszahlen wurden in China, dem wichtigsten globalen Markt, stark durch staatliche Förderungen bei Elektrofahrzeugen, Exportsteigerungen und Preisnachlässe der Hersteller gefördert. Diese Zahlen waren durch fortwährende Befürchtungen vor einer Rezession und einer Kreditklemme negativ beeinflusst.

Im Laufe des Jahres wuchsen die Lagerbestände an fertig produzierten Personenkraftwagen, was zu einer zunehmend nachfrageorientierten Produktion führte. Diese ist jedoch insbesondere in Europa und Deutschland aufgrund veränderter CO 2 -Normen und Subventionen stark ungewiss.

4 https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html

2.3. Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren

Auftrags- und Umsatzentwicklung

Da die Gesellschaft nicht die Anschlussprojekte für die Werke in Offenau und Ingolstadt gewinnen konnte, wurde im Geschäftsjahr ein Interessenausgleich zum schrittweisen Personalabbau mit den Betriebspartnern des Werkes Ingolstadt am 16. Januar 2023 geschlossen. Ein ähnlicher Sozialplan für das Werk Offenau wurde am 30. November 2023 mitgeteilt. Die Restrukturierung beider Werke wird zwischen 2024 und 2027 stattfinden.

Die operativen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2023 konnten in einem schwieriger werdenden Umfeld, gemessen an den Budgeteckdaten, insgesamt zufriedenstellend abgeschlossen werden.

Im Jahr 2023 sind die Umsätze durch einen Anstieg der Volumina auf 258 Mio.€ gestiegen. Der Umsatz mit Fertigprodukten stieg um fast 17 % (2022: 211 Mio.€; 2023: 246 Mio.€).

Die Erlöse aus Werkzeugen / Studien / sonstige Dienstleistungen sind von 3,0 Mio.€ auf 12,1 Mio.€ gestiegen.

Aufgrund der Verlagerung der F&E-Tätigkeit auf die französische Konzerngesellschaft bestehen in 2023 im aus Entwicklungsdienstleistungen.

Beschaffung

Ein Großteil der Rohmaterialien und der Zukaufteile wird zu langfristig ausgehandelten Lieferkonditionen überwiegend aus Deutschland und dem europäischen Ausland bezogen. Bei Rohstoffen erfolgen Preisverhandlungen und -festlegungen auf monatlicher Basis. Die Preise orientieren sich am Naphtha-Markt. Der hieraus resultierende Materialaufwand hat sich, relativ pro Stoßstange (Bumper), entsprechend erhöht.

Die gestiegenen Preise wirken sich auch auf die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) aus, aber diese wurde gegenüber dem Vorjahr mit 88 % (Vorjahr: 91 %) leicht reduziert. Grund hierfür ist die Veränderung des Produktmix, bei welchem sich der Anteil der Erlöse aus Werkzeuge / Studien / sonstige Dienstleistungen erhöht hat, welcher in der Regel eine geringere Materialaufwandsquote aufweist.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) Umsatzerlöse, EBIT und Ergebnis nach Steuern gesteuert.

Die Prognosen für das Jahr 2023 sehen einen Umsatz von 240 Mio.€, ein EBIT von 4,1 Mio.€ und einen Gewinn nach Steuern von 0,6 Mio.€ als wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Indikatoren vor.

Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBIT und Ergebnis nach Steuern haben sich wie folgt im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:

2023 2022 Abweichung 2023-2022 Abweichung 2023-2022 Prognose 2023
T€ T€ T€ % T€
Umsatz 258.080 213.963 +44.117 +21% 240.128
EBIT +1.697 -1.288 +2.984 +232% +4.151
Ergebnis nach Steuern +960 -3.099 +4.059 +131% +562

Die Umsätze haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 21% verbessert und sind auf 258 Mio.€ gestiegen. Der Anstieg ist hierbei über den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Die tatsächlichen Volumina lagen über der Prognose des Jahres, insbesondere aufgrund der Verlängerung der Produktion von B9-Komponenten, die ursprünglich im Oktober 2023 eingestellt werden sollten.

Die Materialaufwandsquote ist auf Grund des gestiegenen Umsatzvolumens gesunken. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) reduzierte sich von 91% im Vorjahr auf 88% im Geschäftsjahr 2023 (Produktmixeffekt wie in 2.3 beschrieben). Der Personalaufwand stiegt auf Grund von gestiegenen Löhnen und Gehältern sowie volumenbedingt von 10,7 Mio. € auf 11,5 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 8,2 Mio. € auf 19,9 Mio. €. Ursächlich für den Anstieg sind neben erhöhten Aufwendungen für die betrieblichen Aktivitäten (gestiegene Aufwendungen für Konzernumlagen und Ausgangsfrachten) im Wesentlichen Aufwendungen für im Geschäftsjahr 2023 gebildete Restrukturierungsrückstellungen (9,3 Mio. €).

Im Ergebnis verbesserte sich das EBIT von -1,3 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Dieser Wert ist unter der Prognose des Vorjahres (4,1 Mio. €). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Anpassung der Restrukturierungsrückstellungen zum Jahresende.

Der Zinsaufwand reduzierte sich von 1,8 Mio. € auf 0,7 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen einmaligen Effekt des Vorjahres in Zusammenhang mit der Fremdwährungsumrechnung des konzerninternen Darlehens zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zur Vorperiode um 4,0 Mio.€ versbessert und führt zu einem Jahresgewinn von 1,0 Mio.€.

2.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 ist auf 258 Mio.€ gestiegen (+21%).

Die Materialaufwandsquote hat sich mit 88 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 (mit 91 %) verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 1,3 Mio.€ im Vergleich zum Vorjahr (0,9 Mio.€) um 0,4 Mio.€ gestiegen.

Der Personalaufwand im Wesentlichen ist auf Grund von Gehaltserhöhungen um 0,8 Mio. € auf 11,5 Mio. € gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in einer signifikanten Weise auf 19,9 Mio.€ erhöht (Vorjahr: 8,2 Mio.€). Diese Erhöhung ist insbesondere auf die Rückstellungen für Restrukturierung zurückzuführen.

Das Finanzergebnis hat sich wegen des stabilen Darlehenzinsaufwands, der Cashpooling Zinserträge und der Auflösung von den Rückstellungen für Währungsumrechnungsdifferenz zwischen Euros und US Dollars verbessert und beläuft sich für 2023 auf -0,7 Mio.€ (Vorjahr - 1,8 Mio.€).

Vermögenslage

Die Steigerung der Bilanzsumme um mehr als 1,9 Mio.€ (+ 2 %) gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit dem Cashpooling-Vertrag mit Flex-N-Gate France S.A.S. (+ 11,8 Mio.€) sowie aus der stichtagsbezogenen Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 9,8 Mio.€).

Die Gesellschaft hält eine jeweils 100%-ige Beteiligung an der Flex-N-Gate France Holdings S.A.S./Frankreich und der Flex-N-Gate Spain Holdings S.L./Spanien, die durch die Verschmelzung mit der Blitz F17-304 GmbH auf die Gesellschaft übergegangen sind, die Beteiligungen werden zum 31. Dezember 2023 unverändert zu ihren Anschaffungskosten von insgesamt 59,6 Mio.€ bilanziert.

Die Erhöhung der Vorräte (+0,7 Mio.€) umfasst im Wesentlichen eine Preiserhöhung der Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe.

Das Anlagevermögen ist im Wert leicht gesunken (-0,2 Mio.€) und macht weiterhin 58 % der Bilanzsumme aus (59 % im Jahr 2022).

Auf der Passivseite stiegen durch die Restrukturierungsrückstellung die sonstige Rückstellungen um 7,7 Mio.€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden stichtagsbedingt um 6,7 Mio.€ reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber der Gesellschafterin haben sich stichtagsbedingt um 0,6 Mio.€ erhöht.

Das Fremdkapital entspricht ca. 95 % der Bilanzsumme. Das Eigenkapital wurde im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Jahresgewinns um 1 Mio.€ erhöht.

Finanzlage

Das wichtigste Ziel des Finanzmanagements ist, die permanente Zahlungsbereitschaft aufrecht zu erhalten bzw. weiter auszubauen, um fällige Verbindlichkeiten jederzeit bedienen zu können.

Die Gesellschaft unterhält guthabengeführte Konten in Form von Cashpool Forderungen von insgesamt 21,1 Mio.€ zum Stichtag 31. Dezember 2023. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Mio. €.

Daneben bestehen seit der Verschmelzung durch Aufnahme der Blitz F17-304 GmbH konzernseitig aufgenommene Darlehen, welche auch von Flex-N-Gate GmbH weitergeführt wurden und die Gesellschaft mit Zinsaufwendungen belasten.

Außerbilanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen auf 4,2 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€).

Investitionen

Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sind grundsätzlich von Neuanläufen abhängig. Dies hat zur Folge, dass im Mehrjahresvergleich unterschiedliche Investitionsvolumen vorkommen können. Weitere Investitionen erfolgen in regelmäßigen Abständen für die Einführung neuer EDV-Komponenten. Bei Grundstücken und Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um Bestandsgrößen. Zum Erhalt der Flexibilität hinsichtlich der von den OEMs beeinflussten Produktionsstandorten werden in der Regel mittelfristig ausgelegte Mietverhältnisse eingegangen. Für mobile Anlagegüter werden vor einer Investitionsentscheidung grundsätzlich weitere bestehende Alternativen wie z.B. Leasing auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht.

Auf Grund der vorkommenden Produktionsreduzierung wurde in keine wesentliche Anlage im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Sachanlagevermögens investiert (Vorjahr: 77 T€).

3. Chancen- und Risikobericht

Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen

Das Unternehmen steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die mit den geschäftlichen Aktivitäten der Flex-N-Gate Gruppe oder externen Einflüssen verbunden sind. Das Unternehmen definiert Risiken als potenzielle Hindernisse für die Erreichung seiner Ziele, sei es in monetärer oder nicht-monetärer Hinsicht. Gleichzeitig ist es von großer Bedeutung, Chancen zu erkennen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten und auszubauen. Chancen werden als Möglichkeiten definiert, geplante Unternehmensziele aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen zu sichern oder zu übertreffen.

Um Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und aktiv zu steuern, nutzt das Management geeignete und effektive Steuerungs- und Kontrollsysteme, die in einem Risiko- und Chancenmanagement-System integriert sind.

Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird hauptsächlich von der Performance der Großkunden, insbesondere den deutschen Automobilherstellern (Audi), abhängen. Das Ziel besteht darin, neue Aufträge zu akquirieren, erforderliche Entwicklungsarbeiten durchzuführen und anschließend Serienteile an den deutschen Standorten zu produzieren.

Unser Ziel bleibt es, die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Gewichtsreduzierung, neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen und neuen Umsetzungsmöglichkeiten von Designelementen mit innovativen Lösungen zu erfüllen und wettbewerbsfähige Konditionen anzubieten. Daher werden wir uns auf hohe Qualität, Effizienzsteigerungen und Flexibilität konzentrieren. Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, Aufträge zu sichern, um in den kommenden Jahren zum profitablen Wachstum der Unternehmensgruppe beizutragen.

Risikomanagement System

Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, potenzielle Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder den Erfolg beeinträchtigen könnten, systematisch und kontinuierlich zu identifizieren, bewerten, steuern, überwachen und dokumentieren. Dadurch sollen die Unternehmensziele unterstützt und das Risikobewusstsein im gesamten Unternehmen gestärkt werden. Dies umfasst auch Risiken und Chancen im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG). Um die Kontinuität der Flex-N-Gate GmbH zu gewährleisten und die Unternehmensziele zu erreichen, ist das Unternehmen in das Risikomanagementsystem der Flex-N-Gate Gruppe eingebunden. Die identifizierten Hauptrisiken werden überwacht und analysiert. Die Verantwortung für das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement liegt beim Senior Management.

Zu weiteren Risiken der Gesellschaft verweisen wir auf den Gliederungspunkt 4. Prognosebericht und unseren Anmerkungen im Nachtragsbericht im Anhang.

1. Abhängigkeit von Großkunden

Auf dem Absatzmarkt können Risiken durch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden entstehen. Außerdem besteht das Risiko, dass durch eine Verschärfung des Wettbewerbs im Stahlgeschäft Marktanteile verloren gehen. Die Kundenstruktur der Flex-N-Gate umfasst nur ein Segment der Automobilindustrie, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit erhöht. Für die im Werk in Ingolstadt bis 2026 laufenden Modelle konnten die Nachfolger vom Kunden Audi nicht gewonnen werden. Aktuell sieht der am 16. Januar 2023 geschlossene Interessenausgleich vor, den Betrieb des Werkes zum 31. Mai 2026 stillzulegen, nachdem die aktuellen Aufträge mit dem Kunden ausgelaufen sind. Eine ähnliche Situation ist auch im Werk Offenau festgestellt und wurde durch einen zweiten am 30. November 2023 geschlossenen Interessenausgleich mitgeteilt, den Betrieb des Werkes zum 31. Juli 2027 stillzulegen.

2. Rohstoff/ Einkaufsrisiko

Beschaffungsseitig ergeben sich für die Automobilsegmente Risiken und Chancen, insbesondere aufgrund von Schwankungen bei Rohstoff-, Rohmaterial- und Energiepreisen. Der Bau von Fahrzeugteilen erfordert spezifische Rohstoffe und Komponenten, die auf dem Weltmarkt beschafft werden. Die Kostenhöhe hängt von der Preisentwicklung dieser Rohstoffe, Rohmaterialien und Energiepreise ab. Für das Jahr 2024 werden inflationsbedingte Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Energie erwartet, die mit Kostenrisiken verbunden sind. Diese könnten sich auch in höheren Logistikkosten niederschlagen. Zudem kann der Wettbewerb um bestimmte Rohstoffe im Rahmen der Einführung neuer Technologien zu steigenden Kosten oder möglichen Engpässen in der Lieferkette führen. Darüber hinaus können Unsicherheiten und politische Krisen die Rohstoffmärkte beeinflussen, verbunden mit möglichen Lieferengpässen, sowie die volatile Nachfrage nach bestimmten Rohmaterialien. Aufgrund des intensiven Wettbewerbsdrucks auf den internationalen Automobilmärkten gibt es enge Grenzen für die Weitergabe der Rohstoff- und Materialkosten durch höhere Fahrzeugpreise.

Jedoch werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die einzelnen Risiken zu minimieren und die Auswirkungen auf das Ergebnis und den Cashflow zu begrenzen. Beispielsweise werden regelmäßig die Entwicklung der Rohstoffpreise und ihre Auswirkungen auf die Rentabilität einzelner Projekte dokumentiert und überprüft, um die Verhandlungsposition gegenüber Kunden bei Preisschwankungen abzusichern.

3. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgemäß nachzukommen, besteht grundsätzlich in Abhängigkeit des Zahlungsverhaltens von Großkunden. Um dem Risiko zu begegnen, wurde innerhalb des Konzerns die Einführung eines Cash pooling - Programmes vereinbart. Im Jahr 2017 nahm die Gesellschaft zwei konzerninterne Darlehen auf, gegenüber einem Treuhänder (ursprünglich jeweils 24.180.637 USD). Diese wurden bis zum 31. Dezember 2025 verlängert.

4. Produkthaftungs- und Qualitätsrisiko

Es besteht die Möglichkeit, dass Garantie- und Kulanzfälle auftreten, wenn die Qualität der Produkte oder der darin verbauten Teile trotz angemessener Qualitätssicherungsprozesse nicht den Anforderungen entspricht, bestimmte Vorschriften nicht vollständig eingehalten werden oder die Unterstützung bei Problemen und die Produktpflege nicht in angemessener Weise gewährleistet werden können. Das Risiko in diesem Bereich ist jedoch überschaubar, da das Unternehmen in der Regel keine sicherheitsrelevanten Teile herstellt und Qualitätsbeanstandungen im Zweifelsfall vom Kunden festgestellt werden.

5. Unternehmensspezifische Risiken / Chancen aus Forschung und Entwicklung

Technische Entwicklungen und Innovationen spielen eine entscheidende Rolle für eine sichere und nachhaltige Mobilität in der Zukunft. Die Transformation hin zur Elektromobilität und die umfassende Digitalisierung der Fahrzeuge führen zu ehrgeizigen Entwicklungszielen und der Markteinführung neuer Technologien. Es ist derzeit schwer abzuschätzen, wie sich die Entwicklung zwischen Elektromobilität und Verbrennungsmotoren gestalten wird. Da wir sowohl Aufträge für Projekte im Bereich Elektromobilität als auch für Verbrennungsmotoren erhalten haben, gehen wir unabhängig vom präferierten Konzept von einer ausgewogenen Nachfrage in Zukunft aus. Audi selbst plant Investitionen in Zukunftsthemen wie Elektromobilität, digitale Services und autonomes Fahren (einschließlich einer erhöhten Sensoranzahl, was zu einer Preiserhöhung führen könnte). Diese Investitionen können neue Geschäftsperspektiven für die Flex-N-Gate GmbH eröffnen. Selbstfahrende Konzepte basieren im Wesentlichen auf Sensoren, Mikroradar- und Scanner-Systemen, die hinter Kunststoffabdichtungen verborgen werden können. In diesem Bereich sehen wir Chancen für unsere Kernkompetenz in der Kunststofffertigung, da Metall die erforderliche Sensorik eher behindert, während Kunststoff wesentlich durchlässiger ist.

6. Personalrisiken und Chancen

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte in der Branche und in Deutschland insgesamt ist nach wie vor intensiv. Der Erfolg der Flex-N-Gate GmbH hängt daher auch davon ab, wie gut es gelingt, Fachkräfte einzustellen, sie erfolgreich ins Unternehmen zu integrieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Das Unternehmen verfügt über bewährte Instrumente im Personalbereich, die solche Risiken berücksichtigen. Ein Schwerpunkt des Personalmanagements liegt auf gezielter Personalentwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Die Belegschaft profitiert von einer Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten und einer transparenten Leistungsbeurteilung im Rahmen des Performance-Managements. Um die kontinuierliche Produktion sicherzustellen und unerwartete Mitarbeiterabgänge zu vermeiden, wird zudem die Art der Zusammenarbeit und die Führungskultur ständig weiterentwickelt.

Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen

Kurzfristige existenzgefährdende Risiken sehen wir weiterhin nicht. Nichtsdestotrotz bestehen aktuell, insbesondere durch die im 2026/2027 geplante Stilllegung in Ingolstadt und Offenau mehr Risiken als Chancen.

4. Prognosebericht

Auf Grund der Finanzierung über das konzerneigene Cashpooling-System und der Kostensenkungsprogramme geht die Geschäftsführung von einer Sicherstellung der Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum aus. Ein regelmäßiges Follow-up aller Projekte sowie die Bewertung von Chancen und Risiken helfen dem Management, geeignete Maßnahmen zu treffen.

Die Prognosen für das Jahr 2024 sehen einen reduzierten Umsatz von 155 Mio.€, ein EBIT von -4,2 Mio.€ und einen Verlust nach Steuern von 6,5 Mio.€ als wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Indikatoren vor.

 

Ingolstadt, 14. Oktober 2024

Bradley Delorme

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