Tiger Asset Management GmbHLiquidiert

Gernotstraße 19, 22559 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 104472
Vorher
"Ad acta" 784. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHTiger Consulting GmbH
Eingetragen
7.3.2008
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Marc Schädler
seit 22.2.2021
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
Matthias Rutsch
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Marc Schädler
Hamburg
37.500 €
50.00%
Matthias Rutsch
Horgen, Schweiz
37.500 €
50.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tiger Asset Management GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31.12.2019

AKTIVA

31. Dezember 2019 31. Dezember 2018
Euro Euro Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,00 164,30
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 672.081,72 1.360.196,85
b) andere Forderungen 0,00 15.277,69
672.081,72 1.375.474,54
3. Forderungen an Kunden 86.622,09 143.575,78
- darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen Euro 86.622,09 (Euro 143.575.78)
4. Sachanlagen 891,00 13.819,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 14.767,00 43.319,15
6. Rechnungsabgrenzungsposten 12.679,10 25.174,73
787.040,91 1.601.527,50

PASSIVA

31. Dezember 2019 31. Dezember 2018
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 33.594,76 66.701,18
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 83.631,53
b) andere Rückstellungen 19.175,00 53.425,75
19.175,00 137.057,28
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Kapitalrücklage 0,00 105.000,00
c) Bilanzgewinn 659.271,15 1.217.769,04
787.040,91 1.601.527,50

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2019 der Tiger Asset Management GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 99,74 4,40
2. Zinsaufwendungen 43,37 0,00
56,37 4,40
3. Provisionserträge 1.066.319,67 1.655.985,94
4. Provisionsaufwendungen 95.378,99 235.970,36
970.940,68 1.420.015,58
5. Sonstige betriebliche Erträge 35.050,39 51.776,63
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 499.019,27 636.894,66
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 37.477,13 38.819,63
536.496,40 675.714,29
- darunter: für Altersversorgung Euro 5.002,56 (Euro 3.762,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 225.411,04 283.529,99
761.907,44 959.244,28
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 4.870,00 6.685,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.878,00 12.684,69
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 213.392,00 493.182,64
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.889,89 82.347,90
11. Jahresüberschuss 171.502,11 410.834,74
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 487.769,04 806.934,30
13. Bilanzgewinn 659.271,15 1.217.769,04

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Tiger Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des HGB, des GmbHG, des KWG sowie der RechKredV aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden den Zahlen des Geschäftsjahres gegenübergestellt.

Die Bilanz wurde nach dem Formblatt 1 der RechKredV aufgestellt und die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Formblatt 3 der RechKredV.

Das Geschäftsjahr umfasste den Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019.

Die Geselleschaft firmiert unter Tiger Asset Management GmbH. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Neuer Wall 35, 20354 Hamburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 104472 eingetragen.

2. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte im Sinne der allgemeinen Bewertungsvorschriften des KWG, des HGB sowie der RechKredV. Nicht zur Anwendung kamen:

§ 340 f Abs. 1 HGB (Vorsorge für allgemeine Bankrisiken),

§ 340 g HGB (Sonderposten für allgemeine Bankrisiken),

§ 340 c HGB (Verrechnung der GuV),

§ 10 RechKredV (Verrechnung der GuV)

Die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt.

Die Barreserve und die Forderungen an Kunden wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten linear vorgenommen. Wirtschaftsgüter, die einen Wert bis 800,00 € haben, wurden voll abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzung wurden Zahlungen des Geschäftsjahres ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Umrechnung von fremden Währungen in Euro erfolgte nach den Vorschriften der §§ 256 a und 340 h HGB. Bilanzposten, die auf fremde Währung lauten, sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf fremde Währung lauten, sind zum Durchschnittskurs umgerechnet.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Erläuterung zur Bilanz

Entsprechend § 9 RechKredV ergibt sich folgende Fristengliederung von Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten:

Fristengliederung 31.12.2019 31.12.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute
- täglich fällig 672.081,72 € 1.360.196,85 €
- mit einer Restlaufzeit von bis drei Monaten 0,00 € 15.277,69 €
- mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten
bis ein Jahr 0,00 € 0,00 €
Insgesamt 672.081,72 € 1.375.474,54 €
Forderungen an Kunden
- mit einer Restlaufzeit von bis drei Monate 86.622,09 € 143.575,78 €
Passiva
sonstige Verbindlichkeiten
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 33.594,76 € 66.701,18 €
- mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
0,00 € 0,00 €
Insgesamt 33.594,76 € 66.701,18 €

Das Sachanlagevermögen besteht ausschließlich aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Aufgliederung und Entwicklung ist aus dem nachfolgend dargestellten Anlagespiegel zu ersehen:

Bezeichnung Entwicklung der Stand zum 01.01.2019 Zugang Abgang-
Euro Euro
Büroeinrichtung Ansch-/Herst-K 74.420,13 -26.151,60
Abschreibung 60.601,13 4.870,00
-18.093,60
Buchwerte 13.819,00 -8.058,00
Summe Ansch-/Herst-K 74.420,13 -26.151,60
Abschreibung 60.601,13 4.870,00
-18.093,60
Buchwerte 13.819,00 -8.058,00
Bezeichnung Umbuchung Abschreibung Zuschreibung- Stand zum 31.12.2019
Euro Euro Euro
Büroeinrichtung 48.268,53
47.377,53
4.870,00 891,00
Summe 48.268,53
47.377,53
4.870,00 891,00

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind als größere Beträge Steuerforderungen in Höhe von 10.634,88 € ausgewiesen.

In den anderen Rückstellungen von 19.175,00 € ist das Honorar für den Abschlussprüfer von 6.700,00 €, die Prüfung nach § 89 WpHG von 4.800,00 € und die Kosten für die Aufstellung des Jahresabschlusses sowie der dazugehörigen Steuererklärungen von 6.300,00 € enthalten.

Untern den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Tippgebern/Research in Höhe 18.094,21 € ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 75.000,00 €.

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in fremder Währung belief sich am Stichtag auf 37.855,52 €. Die auf fremde Währung lautenden Schulden betrugen am Stichtag 22.590,03 € (§ 35 Abs. 1 Nr. 6 RechKredV).

3.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Berichtsjahr wurde ein positives Zinsergebnis in Höhe von 56,37 € erwirtschaftet. Die Provisionserträge haben sich gegenüber dem Vorjahr von 1.655.985,94 € auf 1.066.319,67 € reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 29.801,07 €, Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 3.253,97 €, sonstige Erträge in Höhe von 1.200,00 € aus einem Untermietverhältnis sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 522,02 € und Erträge aus der Verwendung von Gegenständen in Höhe von 271,26 €.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 31.627,21 € handelt es sich in Höhe von 4.660,53 € um Fremdwährungsverluste.

4. Ergebnisverwendung

Entwicklung des Bilanzergebnisses:

Bilanzgewinn 31.12.2018 1.217.769,04 €
Gewinnausschüttung 730.000,00 €
Gewinnvortrag nach Verwendung 487.769,04 €
Jahresüberschuss 171.502,11 €
Bilanzgewinn 31.12.2019 659.271,15 €

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von 171.502,11 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat die erteilte Lizenz der BaFin mit Ablauf des 31.12.2019 zurückgegeben. Das operative Geschäft wurde mit Wirkung zum 01.01.2020 eingestellt.

6. Honorar Abschlussprüfer

Als Honorar für die Abschlussprüfung 2019 ist ein Betrag in Höhe von 6.700,00 € inklusive Umsatzsteuer ausgewiesen. Als andere Bestätigungsleistung ist für die Prüfung nach § 89 WpHG für 2019 ein Betrag in Höhe von 4.800,00 € inklusive Umsatzsteuer erfasst.

7. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

 

Marc Schädler, Hamburg (Portfoliomanager)

 

Matthias Rutsch, Pfäffikon, Schweiz (Portfoliomanager)

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Organkredite nach § 15 KWG bestehen nicht.

Die Anzahl der Mitarbeiter setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

Anzahl 2019 Anzahl 2018
Geschäftsleitung 2 2
Vollzeitkräfte 1 1
Teilzeitkräfte 2 3

 

Hamburg, den 31.März 2020

Tiger Asset Management GmbH

Marc Schädler

Matthias Rutsch

Lagebericht zum 31.12.2019 der Tiger Asset Management GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Tiger Asset Management GmbH hat zum 31.12.2019 ihre Lizenz der BaFin, als Finanzdienstleister tätig zu sein, zurückgegeben und die werbende Geschäftstätigkeit zu diesem Zeitpunkt eingestellt. Entsprechend wird der Lagebericht unter diesem Aspekt und der Relevanz mit verminderten Prognoseausführungen und Stellungnahme zu Risiken aufgestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Vor einem Jahr keimte die Hoffnung auf, dass sich die USA und China im Frühjahr 2019 auf ein erstes Abkommen einigen würden und dass das britische Parlament bis spätestens März 2019 ein Brexit-Abkommen ratifizieren würde. Es ist anders gekommen. Statt einen "Deal" abzuschließen, hat Donald Trump im Mai und August 2019 neue Strafzölle angedroht und verhängt, auf die China jeweils geantwortet hat. Statt den Brexit zu regeln, ist Großbritannien in ein nahezu beispielloses politisches Chaos versunken, in dem es die Europäische Union dreimal um eine Verlängerung des Austrittstermins bitten musste. Unsicherheit wurde zum Wort des Jahres. In vielen Regionen der Welt hat die allgemeine Verunsicherung das Wachstum gedämpft.

Vor diesem Hintergrund hat das Wachstum auch in Deutschland an Schwung verloren. Das Statistische Bundesamt Destatis weist für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland für das Jahr 2019 rund 3,44 Billionen Euro aus. Somit betrug die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt 0,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 jedoch schwächer gewachsen.

Gestützt wurde das Wachstum im Berichtzeitraum vor allem vom Konsum. So waren die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 1,6 % höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates stiegen um 2,5 %.

Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wuchsen damit stärker als in den beiden Jahren zuvor (Private Konsumausgaben 2017 und 2018 jeweils +1,3 % zum Vorjahr; Konsumausgaben des Staates 2017 +2,4 % und 2018 +1,4 % zum Vorjahr).

Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2018. Die preisbereinigten Importe stiegen mit +1,9 % stärker.

Auf der Entstehungsseite des BIP war die wirtschaftliche Entwicklung 2019 zweigeteilt: Einerseits verzeichneten die Dienstleistungsbereiche (+2,9 %) und das Baugewerbe (+4 %) überwiegend kräftige Zuwächse. Andererseits ist die Wirtschaftsleistung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe), das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, um 3,6% eingebrochen. Insbesondere die schwache Produktion in der Automobilindustrie trug zu diesem Rückgang bei.

Nach Berechnungen des Statistische Amt der Europäischen Union, kurz Eurostat, stieg das BIP 2019 im Euroraum um 1,2 % und in der EU 27 um 1,5 % und lag damit ebenfalls unter den Wachstumsraten des Vorjahres (2018: Euroraum +1,9 % und EU 27 +2,1 %).

Auf eine Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird aufgrund der Geschäftseinsteillung verzichtet.

1.2 Branchenentwicklung/ Kunden

Die gute Stimmung an den Finanzmärkten hat sich im vergangenen Jahr positiv auf die Fondsbranche ausgewirkt. Angesichts steigender Aktienkurse und Zuflüsse ist das von den Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen auf die neue Rekordmarke von 3.398 Milliarden Euro gestiegen. Das sind lt. BVI rund 15 Prozent mehr als im Jahr 2018. Der Großteil des Vermögens entfällt auf offene Spezialfonds mit 1.875 Milliarden Euro und auf offene Publikumsfonds mit 1.116 Milliarden Euro. In den letzten zehn Jahren hat sich das Gesamtvermögen der Branche fast verdoppelt (Ende 2009: 1.706 Milliarden Euro). In offene Investmentfonds investierten Anleger 2019 netto 120,2 Milliarden Euro neue Gelder. Hierbei sind offene Spezialfonds mit 102,7 Milliarden Euro der Treiber. Das ist ihr bestes Absatzjahr nach 2015, als ihnen 121 Milliarden Euro zuflossen. Offene Publikumsfonds erzielten 17,5 Milliarden Euro. Geschlossene Fonds verbuchten Zuflüsse von 4,3 Milliarden Euro. Aus Mandaten zogen Anleger netto 5,5 Milliarden Euro ab.

Mit insgesamt 119 Milliarden Euro erzielte die Branche mehr Zuflüsse als im Vorjahr, als sie 91 Milliarden Euro neue Gelder verzeichnete.

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen Immobilienfonds mit 10,7 Milliarden Euro an. Im Vorjahr flossen ihnen 6,4 Milliarden Euro zu. An zweiter Stelle stehen Mischfonds mit Zuflüssen von 10,5 Milliarden Euro.

Aktienfonds verzeichneten 4,4 Milliarden Euro neue Gelder. Aus Rentenfonds flossen 3,7 Milliarden Euro ab. Ausschlaggebend hierfür waren Fonds mit kurzlaufenden Euro- Anleihen, die sich überwiegend an institutionelle Anleger richten. Aus ihnen flossen 13,9 Milliarden Euro ab. Im Neugeschäft der offenen Publikumsfonds entfallen 7 Milliarden Euro auf nachhaltige Fonds. Das sind 40 Prozent der Netto-Zuflüsse von Publikumsfonds insgesamt.

2. Geschäftsverlauf

Zu den Überraschungen des Jahres 2019 gehört, dass die internationalen Aktienmärkte der Konjunkturschwäche getrotzt haben. So konnten der deutsche Aktienindex DAX und der EURO STOXX 50 jeweils rund 25 % sowie die deutschen Werte aus der zweiten und dritten Reihe aus dem MDAX und SDAX jeweils leicht über 31 % zulegen. Der S&P 500 erzielte im Berichtszeitraum eine Wertentwicklung von knapp 29 %, der Nasdaq Composite stieg über 35 % an.

Diese Entwicklung lässt sich im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückführen. Zum einen führt der Vergleich der aktuellen Kurse mit denen von Ende 2018 in die Irre. Im 4. Quartal 2018 waren die Kurse aus übertriebener Angst davor eingebrochen, dass die US-Fed 2019 ihre Zinsen trotz einer sich langsam abschwächenden Konjunktur massiv anheben könnte. Verglichen mit der Entwicklung bis Oktober 2018 fällt die Kursrally des Jahres 2019 deutlich verhaltener aus. Zum Zweiten haben die Notenbanken mangels Inflationsgefahren 2019 auf die Schäden der Trumpschen Handelspolitik reagieren können. Sowohl die US Fed als auch die Europäische Zentralbank haben geldpolitisch noch einmal Gas gegeben. Gemeinsam mit den Rentenmärkten haben sie so die Folgen der schwächeren Konjunktur abgefedert. Angesichts niedriger und vielfach sogar negativer Renditen für Anleihen blieben Aktien in 2019 somit attraktiv. Drittens blicken Märkte nach vorne. In den höheren Kursen zeigt sich auch die Hoffnung auf eine bessere Konjunktur im kommenden Jahr.

Die beiden von der Gesellschaft beratende Fonds "AC Tiger Fund-Tiger Value Fund" sowie der "Tiger German Opportunities UI" konnten von der positiven Aktienmarktentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr profitieren und verzeichneten Anteilspreissteigerungen. Dennoch konnte die High-Water-Mark im Beratungsmandat Tiger Fund - Tiger Value Fund nicht überschritten und folglich auch eine Performance- Fee nicht vereinnahmt werden.

Die Mittelrückflüsse im Tiger Value Fund konnten durch den Volumenzuwachs durch die Erhöhung der Anteilspreise der zu beratenden Fonds infolge der positiven Aktienmarktentwicklung nicht überkompensiert werden. Das zu beratende Volumen reduzierte sich um 107 Mio. € auf 65 Mio. €.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einstellung des Geschäftsbetriebs wurden die Beratungsmandate zum 31.12.2019 gekündigt.

Das Geschäftsergebnis war positiv. Es wurde ein Jahresüberschuss von 172 T€ erzielt.

Vor diesem Hintergrund war der Geschäftsverlauf insgesamt zufriedenstellend.

3. Lage

Wie anhand der nachfolgenden Analysen ersichtlich, hat sich die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt positiv entwickelt.

3.1 Ertragslage

3.1.1. Auftragsentwicklung (Bestand, Eingänge, Reichweite)

Trotz positiver Aktienmarktentwicklung verzeichnete der Tiger Value Fund deutliche Volumenrückgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das zu beratende Volumen betrug vor Rückgabe der Beratungsmandate zum Geschäftsjahresende bei rund 65 Mio. und lag damit um 42 Mio. unter dem des Vorjahres.

3.1.2 Umsatzentwicklung

Der Tiger Value Fund verzeichnete insbesondere im ersten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres teils deutliche Mittelrückflüsse. Darüber hinaus konnte keine Performance-Fee für den Fund vereinnahmt werden. Vor diesem Hintergrund reduzierten sich die Provisionserträge aus der Beratung um 590 T€ auf 1.066 T€.

3.1.3 Ergebnisanalyse

Die Anlageberatervergütung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 590 T€ auf 1.066 T€. Ursächlich hierfür war neben dem rückläufigen Fondsvolumen die fehlende Vereinnahmung einer Performance-Fee für den Tiger Value Fund.

Die Kostenentwicklung im Berichtsjahr hielt sich im geplanten Rahmen. Durch die rückläufigen Provisionserträge aus der Beratung reduzierten sich auch die Kosten für Vertriebsunterstützung. So ermäßigten sich die Provisionsaufwendungen um 141 T€ auf 95 T€.

Der Personalaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr, da die Gehälter aufgrund der Volumenrückgänge beim Tiger Value Fund ab dem zweiten Quartal angepasst wurden. Der Aufwand für Löhne und Gehälter verringerte sich um 138 T€ auf 499 T€. Variable Vergütungen wurden nicht gezahlt.

Die anderen Verwaltungskosten ermäßigten sich um 58 T€ gegenüber dem Vorjahr.

3.2 Finanzlage

Der Cashflow berechnet sich wie folgt:

2019 2018
in T€ in T€
Jahresüberschuss 172 411
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 5 7
Cash-flow I. u. II (i.S. ordentlicher Cash-flow) 177 418

Kapitalflussrechnung:

Die Aufgabe einer Kapitalflussrechnung besteht darin, zusätzlich zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergänzende Angaben über die finanzielle Entwicklung eines Unternehmens zu machen, die aus dem Jahresabschluss nicht oder nur mittelbar entnommen werden können. Die Kapitalflussrechnung soll die Zahlungsströme darstellen und darüber Auskunft geben, wie das Unternehmen finanzielle Mittel erwirtschaftet hat und welche Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen wurden.

Kapitalflussrechnung 2019 2018
in T€ in T€
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresgewinn (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-) 172 411
Abschreibungen (+) /Zuschreibungen (-) Anlagevermögen 5 7
Cash Flow 177 418
Zu-/Abnahme kurzfr. Rückstellungen -118 -42
Zu- / Abnahme sonstige Verbindlichkeiten -34 -31
Zu-/Abnahme sonstiger Passiva 0 0
Ab- und Zunahme Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände 86 -12
Ab- und Zunahme sonstiger Aktiva 12 -9
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2 0
Mittelzu(ab)fluss aus laufender Geschäftstätigkeit 125 324
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit
Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 6 0
ausgabewirksame Investitionen 0 0
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit 6 0
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit
Einlage von Eigenkapital (nur zahlungswirksam) 0 0
Entnahme von Eigenkapital -835 -500
Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen 0 0
Auszahlungen für Darlehenstilgungen 0 0
Mittelzu(ab)fluss aus Finanzierungstätigkeit -835 500
zahlungswirks. Veränd. des Finanzmittelbestandes -704 -176
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 1.376 1552
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres 672 1376

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr ein Mittelabfluss in Höhe von 704 T€ zu verzeichnen. Der Finanzmittelbestand hat sich von 1.376 T€ auf 672 T€ reduziert.

Zur Beurteilung der Stichtagsliquidität dienen folgende Liquiditätsaufstellungen:

31.12.2019 31.12.2018 Veränderungen
T€ T€ T€
Liquidität I
Liquide Mittel 672 1.376 -704
kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 53 204 -151
Überdeckung I 619 1.172 -553
Liquidität II
Liquide Mittel und kurzfristige Forderungen 773 1.563 -789
kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 53 204 -151
Überdeckung II 721 1.359 -638

Die Stichtagsliquidität hat sich in der ersten und in der zweiten Stufe verschlechtert. Die Liquiditätslage ist auch weiterhin als positiv zu bezeichnen.

3.3 Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 93,26 %. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (87,28 %) leicht verbessert. Alle Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch täglich fällige Bankguthaben gedeckt.

Nachfolgend wird die Vermögens- und Finanzlage dargestellt:

Vermögenslage 31.12.2019 in % der Bilanz- 31.12.2018
TEuro summe TEuro
Barreserve 0,0 0,0% 0,2
Forderungen an Kreditinstitute 672,1 85,4% 1.375,5
Forderungen an Kunden 86,6 11,0% 143,6
Sachanlagen 0,9 0,1% 13,8
sonstige Vermögensgegenstände 14,8 1,9% 43,3
Rechnungsabgrenzungsposten 12,7 1,6% 25,1
Summe 787,1 100,00% 1.601,5
Vermögenslage in % der Bilanz- Veränderung
summe in TEuro in %
Barreserve 0 % -0,2 0 %
Forderungen an Kreditinstitute 85,8% -703,5 -0,4 %
Forderungen an Kunden 9,0% -57,0 2,0 %
Sachanlagen 0,9% -12,9 -0,8 %
sonstige Vermögensgegenstände 2,7% -28,6 0,8 %
Rechnungsabgrenzungsposten 1,6% -12,4 -0,0%
Summe 100,00% -814,4
Finanzlage 31.12.2019 in % der Bilanz- 31.12.2019 in % der Bilanz- Veränderung
Euro Summe Euro summe in Euro in %
sonstige Verbindlichkeiten 33,6 4,3% 66,7 4,2% -33,1 - 0,1%
Rückstellungen 19,2 2,4% 137,0 8,5% -117,8 -6,1%
Eigenkapital 734,4 93,3% 1.397,8 87,3% -663,5 6,0%
Bilanzsumme 787,1 100,0% 1.601,5 100,0% -814,4

Das Finanzmanagement des Unternehmens verfolgt das Ziel, von externen Geldgebern unabhängig und im Wesentlichen eigenfinanziert zu sein. Eigene Geldanlagen erfolgten konservativ und sicherheitsorientiert.

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der Geschäftseinstellung ist der einzige finanzielle Leistungsindikator die Liquidität zur Abwicklung eventueller Verbindlichkeiten.

3.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die ordnungsmäßige Abwicklung des Geschäftsbetriebes. Hinsichtlich der Kunden sind alle offenen Posten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes abgewickelt.

III. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhielt eine Betriebsstätte in Pfäffikon, Schweiz. Der auf die Betriebsstätte entfallende Umsatz lag bei 630 T€. Die Betriebsstätte erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 105 T€.

Die Betriebsstätte wurde zum 31.12.2019 geschlossen.

IV. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes werden die liquiden Mittel des Unternehmens zu Bezahlung der noch entstehenden Verbindlichkeiten eingesetzt. Hierfür stehen mehr als ausreichende Barmittel zur Verfügung. Auf weitere Erläuterungen in dieser Stelle wird deshalb verzichtet. Es ist geplant, zum 31.12.2020 die Liquidation zu eröffnen und nach Ablauf des Sperrjahres unmittelbar zu beenden.

1.2. Erläuterungen zu verschiedenen Risikokategorien

Adressenausfallrisiken bestehen nicht mehr gegenüber Kunden, da die Geschäftsbeziehungen mittlerweile alle vollständig abgewickelt wurden.

Das kein Beratungsgeschäfts mehr betrieben wird, sind Marktpreisrisiken ohne Relevanz. Eigene Anlagen in Finanzinstrumenten tätigt die Tiger Asset Management GmbH nicht.

Liquiditätsrisiken bestehen nicht, da die vorhanden Barmittel Tiger Asset Management GmbH die bestehenden und noch zu erwartenden Verbindlichkeiten decken.

Operationelle Risiken bestehen nicht mehr, da das operative Geschäft eingestellt wurde.

4. Chancen- und Prognosebericht

Auf eine Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird aufgrund der Geschäftseinstellung verzichtet.

 

Hamburg, den 31. März 2020

Tiger Asset Management GmbH

Marc Schädler

Matthias Rutsch

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tiger Asset Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tiger Asset Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tiger Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter [Webadresse] eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hamburg, 14.04.2020

Radny GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Radny, Wirtschaftsprüfer

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