ExB Finance GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicklas Per Molin seit 23.5.2025 | Geschäftsführer |
Christina Ulrich seit 23.5.2025 | Prokura |
Anna Axhamre seit 23.5.2025 | Geschäftsführer |
Robert Paul Gerstmann seit 3.5.2017 | Geschäftsführer |
Sascha Bauer seit 7.3.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sinch Holding AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sinch Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Geschäftsverlauf a. Rahmenbedingungen Die Sinch Germany GmbH (im Folgenden "Sinch" genannt) hat sich in Deutschland und auf internationalen Märkten zum führenden Anbieter von Messaging-Diensten und mobilen Zahlungsdiensten entwickelt. Die Hauptprodukte von Sinch sind sichere SMS-Dienste, hauptsächlich für Banken, Finanzinstitute und die Luftfahrt- und Logistikbranche. Diese ermöglichen den Kunden von Sinch eine sichere Kommunikation mit ihren eigenen Kunden. Die Nachfrage nach unseren Produkten bleibt in einem wettbewerbsintensiven Umfeld stark. Seit dem Anteilserwerb im Jahr 2017 wird die Sinch Germany GmbH in den Konzernabschluss der in Schweden börsennotierten Sinch AB einbezogen. Die Weltwirtschaft erholte sich im Jahr 2022 trotz der Nachwirkungen der Corona-Krise. Das globale Bruttoinlandsprodukt stieg um 3,1 %. In der Eurozone lag das Wachstum bei 3,5 %. In Deutschland lag der Anstieg bei 1,8 % und damit nicht ganz so stark wie in der Eurozone insgesamt. Der Markt für Unternehmensnachrichten unter Verwendung von SMS ist ein wachsender, globaler, aber stark fragmentierter Markt mit einer geschätzten Gesamtmarktgröße von 20 Mrd. USD. Der Markt für Communications-Platform-as-a-Service (CPaaS), der den Software-Mehrwert von Produkten widerspiegelt, die mobiles Messaging, Sprache oder Video nutzen, hat eine geschätzte Marktgröße von 60 Mrd. USD im Jahr 2022. Die Sinch Gruppe ist besonders wettbewerbsfähig in Situationen, in denen Unternehmen nach einer qualitativ hochwertigen Nachrichtenübermittlung ohne Zwischenhändler in mehreren Ländern suchen. Wir bieten Unternehmen eine einzige Schnittstelle, um die Welt zu erreichen, und direkte Verbindungen zu mehr als 600 Mobilfunkbetreibern bedeuten, dass unser starkes Netzwerk eine unübertroffene Qualität mit höheren Zustellungsraten und niedrigeren Latenzzeiten als die Konkurrenz bietet. b. Umsatz- und Vertragsentwicklung Nach einem Umsatz von Mio. EUR 65,5 im Vorjahr erzielte Sinch im Geschäftsjahr 2022 nur noch einen Umsatz von Mio. EUR 56,8 (-13,3 %). Davon wurden Mio. EUR 28,2 mit Kunden anderer Konzerngesellschaften erzielt, was einem Umsatzrückgang von -3,0 % entspricht, sowie Mio. EUR 15,5 mit eigenen Kunden, was einem Umsatzrückgang von -23,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatzrückgang mit den eigenen Kunden ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere im Bankensektor Kunden mit ihren Endkunden auf andere Technologien umsteigen und daher weniger SMS-Verkehr über die Sinch Plattformen abgewickelt wurde. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Mio. EUR 13,1 Umsatz mit der neuen SDI-Software und neuen Kunden generiert. c. Investitionen Der Investitionsbedarf von Sinch besteht im Wesentlichen aus Büroausstattung und Büro-IT-Infrastruktur Alle Ausgaben wurden als Aufwendungen der laufenden Periode verbucht. Im Jahresverlauf investierte die Sinch Gruppe weiter in den Ausbau ihrer Plattform und des Technologieangebots durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Akquisitionen. Zusätzlich zu unserer führenden Position im Bereich Mobile Messaging für große, weltweit tätige Unternehmen verfügen wir nun mit über die besten Produkte für kleine und mittlere Unternehmen (SMB), Cloud-basierte Sprachanrufe und E-Mail-Versand. Darüber hinaus hat die Sinch Group im Rahmen von Asset Deals länder- und regionenübergreifend die Software "SDI" des Softwareherstellers SAP AG und SAP SE gekauft. Dabei handelt es sich um Software in den Bereichen Kommunikation, Steuerung und Hochverfügbarkeit. Der auf die deutsche Gesellschaft entfallende Anteil wurde im Jahr 2020 zum einen als Software (TEUR 12.394) und zum anderen als Firmenwert (TEUR 1.183) aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Buchwerte belaufen sich Ende 2022 auf TEUR 7.023 bzw. TEUR 670. Das Management sieht die Werthaltigkeit als gegeben an. d. Mitarbeiter Das Unternehmen verfügt über hochqualifizierte Mitarbeiter. Sinch hat einen festen Mitarbeiterstamm mit geringer Fluktuation. Am Ende des Jahres beschäftigte das Unternehmen 24 Mitarbeiter. Im Jahr 2022 wurde für die Sinch-Gruppe ein Kosteneinsparungsprogramm eingeführt, das einen Personalabbau vorsah. Zwei Mitarbeiter in Deutschland waren von diesem Programm betroffen und wurden im Laufe des Jahres entlassen; sie sind jedoch bis 2023 beurlaubt, und zum Jahresende wurden Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 468 zurückgestellt. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft weist zum Jahresende liquide Mittel in Höhe von TEUR 467 (2021: TEUR 0) aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber (indirekten) Gesellschaftern bestehen aus dem konzerninternen Cash-Pooling und belaufen sich auf TEUR 2.490 (2021: Forderung in Höhe von TEUR 3.119) und werden als Teil der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der bereinigte Cashflow stieg im Jahr 2022 auf TEUR -3.251 (2021: TEUR -8.962). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 3.323 (2021: TEUR 4.552), der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf den Rückgang der Umsätze mit Dritten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Jahresende TEUR 3.852 (2021: TEUR 3.236), insbesondere die Hauptrechnungen von Mobilfunknetzbetreibern waren im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des höheren Einkaufsvolumens höher. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.501 (2021: TEUR 2.110) sind Forderungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.431 (2021: TEUR 1.685), die aus hohen Vorauszahlungen im laufenden Jahr resultieren, sowie aus der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 42 (2021: sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 370). Aktive latente Steuern werden in Höhe von TEUR 410 (2021: TEUR 425) angesetzt. Diese resultieren aus der Aktivierung von latenten Steuern aufgrund einer abweichenden Abschreibungsdauer für Kundenstammdaten und Software in der Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern werden jährlich ratierlich entsprechend der Abschreibung in der Steuerbilanz verbraucht. Die Eigenkapitalquote sinkt auf rund 2,8 %, da sich der Jahresfehlbetrag des laufenden Jahres erhöht und der Gewinnvortrag deutlich verringert hat. Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 509 (2021: TEUR 3.997). Die Rückstellungen verringerten sich um insgesamt TEUR 1.036 auf nunmehr TEUR 3.123, da die Verbindlichkeiten für ausstehende Lieferantenrechnungen deutlich von TEUR 3.827 auf nunmehr TEUR 2.358 gesunken sind. Die Personalrückstellungen erhöhten sich um TEUR 463 auf TEUR 502 (2021: TEUR 39) aufgrund von Rückstellungen für Abfindungen und Bonuszahlungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 616 auf TEUR 3.852. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich ebenfalls deutlich um TEUR 3.916 auf TEUR 3.340 im Geschäftsjahr (2021: TEUR 7.256). Der Rückgang ist auf eine Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit Sinch UK zurückzuführen. 3. Ertragslage Im Berichtsjahr wurde ein Rohertrag von TEUR 3.290 (2021: TEUR 3.759) erzielt. Darin enthalten sind auch sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 36 (2021: TEUR 80). Das Transaktionsvolumen und damit die Umsätze haben sich zu Lasten der deutschen Kunden und zugunsten der Kunden der anderen Sinch-Konzerngesellschaften verschoben. Die Kosten für die Kunden der anderen Sinch-Gesellschaften werden mit einer entsprechend geringeren Marge an die anderen Konzerngesellschaften weitergegeben. Die größten Kostenpositionen sind wie in den Vorjahren die von den Netzbetreibern erhobenen Entgelte für die Transaktionskosten des SMS/MMS-Versands. Diese beliefen sich auf TEUR 44.041 (2021: TEUR 53.210). Infolge von Personaleinsparungsmaßnahmen stieg der Personalaufwand auf TEUR 2.821 (2021: TEUR 1.937). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf TEUR 1.064 (2021: TEUR 1.307). Das EBT verringerte sich insgesamt auf TEUR -3.475 (2021: TEUR -2.250). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 13 (2021: TEUR 42). Aufgrund des Jahresfehlbetrags fielen im Jahr 2022 keine Ertragsteuern an. Insgesamt ist die Geschäftsführung - wie im Vorjahr - mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens nicht zufrieden, da es im Inlandsgeschäft aufgrund des Technologiewechsels bei Bestandskunden und der COVID-19-Pandemie zu spürbaren Rückgängen kam. Das Budget für 2022 wurde bei weitem verfehlt. Was die künftige Entwicklung im Jahr 2023 betrifft, so erwartet das Management eine Fortsetzung der bisherigen Entwicklung. Das Management ist bestrebt, neue Kunden für die zentrale Sinch-Plattform zu gewinnen, um dem bisherigen Trend entgegenzuwirken. 4. Risikoberichterstattung Die von der Geschäftsführung von Sinch definierten Risiken sind integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten, den Firmenwert zu steigern und einen längerfristigen Schutz für den Fortbestand des Unternehmens zu bieten. Chancen und Risiken wurden gegeneinander abgewogen, um entweder das Risiko zu beherrschen oder die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Die Finanzmärkte waren im Jahr 2022 turbulent und die Risikobereitschaft nahm in der zweiten Jahreshälfte ab. Rentabilität und Cashflow rücken stärker in den Vordergrund, und die Risikobewertung wird bei Investitionsentscheidungen immer wichtiger. a. Risiken aus dem Geschäft, Markt und Wettbewerb Das Marktumfeld, in dem Sinch als Anbieter von Nachrichtendiensten tätig ist, ist nach wie vor sehr dynamisch und verändert sich rasch. Daher besteht das Risiko, dass sich Sinch nicht schnell an die sich ändernden Marktbedingungen anpasst, welche oft aus Produktänderungen oder neuen Wettbewerbern resultieren. Die Preisrisiken bestehen hauptsächlich darin, dass sich die Terminierungskosten des Unternehmens kurzfristig ändern können. Dieses Risiko wird dadurch verringert, dass unsere Kunden in ihren Verträgen eine kurze Preisstabilität akzeptieren. Die Dienstleistungen von Sinch zeichnen sich durch hohe Volumina in Verbindung mit niedrigen Margen aus. Bei einem Rückgang des Volumens bestünde das Risiko, dass die Fixkosten nicht gedeckt werden können, was mit einem Rückgang des Cashflows einhergehen würde. Wettbewerber können diese Situation ausnutzen, um erfolgreich in den Markt einzudringen. Das größte Wettbewerbsrisiko besteht darin, dass ein aggressiver Wettbewerber die Dienstleistungen und Produkte zu einer niedrigeren Marge anbieten könnte, um Marktanteile zu gewinnen. Dies würde sich wiederum negativ auf die Gewinnspannen von Sinch auswirken, was auf Dauer nicht tragbar wäre. Sinch versucht, dieses Risiko durch die Aufrechterhaltung eines guten Rufs auf dem Markt zu verringern, um das Eindringen von Wettbewerbern zu bekämpfen. Sinch ist in hohem Maße von einigen wenigen Großkunden abhängig, weshalb der Fortbestand der bestehenden Kundenverträge mit Sinch von größter Bedeutung ist. Dieses Risiko wird durch neue Verkäufe, Expansion und Zusammenarbeit mit anderen Partnern und Kunden gesteuert, um die Kundenbasis weiter zu stärken und zu erweitern. In Hinblick auf die Beschaffungsmarktrisiken, insbesondere in Form des SMS-Einkaufs, können mögliche Ausfallzeiten aus plattformtechnischer Sicht als ein erhebliches Risiko angesehen werden. Um dies zu vermeiden, wird durch den Einsatz hoch qualifizierter Techniker und Überwachung das Risiko auf ein geringes Maß reduziert. Da die Gesellschaft international agiert, können Wechselkursrisiken aufkommen. Allerdings versucht Sinch diese Risiken zu vermeiden, in dem die Gesellschaft in der Währung der lokalen Netzbetreiber auch das Absatzgeschäft betreibt. Dies reduziert das Risiko von Währungskursverlusten. Der Krieg Russlands mit der Ukraine ist ein weiteres Element der geopolitischen Besorgnis und Unsicherheit - und obwohl unser finanzielles Engagement sehr begrenzt ist, müssen wir dem Wohlergehen unserer Kollegen stets Vorrang einräumen, und wir arbeiten aktiv daran, alle Kollegen in der Region zu unterstützen. b. Risiken aus dem Finanz- und Treasury-Bereich Aufgrund von Abweichungen zwischen den Zahlungsbedingungen bei Kunden und Lieferanten besteht ein Risiko für den operativen Cashflow. Sinch überwacht die Fälligkeitstermine genau und steht in enger Beziehung zu seinen Kunden um sicherzustellen, dass die Zahlungsbedingungen eingehalten werden. Nichtsdestotrotz könnte ein Ausfall größerer Forderungen erhebliche Auswirkungen auf das Nettoergebnis haben. Das Kreditrisiko wird bewertet, wenn der Vertrag für einen neuen Kunden aufgesetzt wird. Die Bonitätsprüfung überprüft die Kreditwürdigkeit des neuen Kunden und bestimmt, ob der Kunde im Voraus zahlen sollte oder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen und im Nachhinein zahlen kann. Ebenso besteht ein Risiko aus dem operativen Cashflow, resultierend aus der aktuellen Situation der Eurozone sowie der Weltwirtschaft. Hier gibt es immer noch Unsicherheiten und Instabilitäten im Markt, die negative Effekte auf die Cashflows haben können. 5. Chancen und Ausblick Das Unternehmen blickt positiv in die Zukunft, da wir ein großes Potenzial in neuen technologischen Entwicklungen sowohl auf Konzernebene als auch auf lokaler Ebene sehen und eine höhere Nachfrage der Kunden nach CPaaS-Diensten erwarten. Die Nachfrage nach Conversational API wird in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen. SMS wird weiterhin mit steigenden Betreiberpreisen konfrontiert sein, aber neue eingebettete Dienste haben einen höheren Softwareanteil, so dass wir höhere Margen und eine geringere Abwanderung erwarten können, da die Rentabilität im Laufe der Zeit gesteigert werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir unseren derzeitigen Kundenstamm und unsere geografische Infrastruktur nutzen, das erworbene geistige Eigentum weiter ausbauen und eingebettete Produkte anbieten. Es werden auch neue Funktionen entwickelt, wie z. B. spezifische Funktionen, die auf verschiedene vertikale Branchen zugeschnitten sind. Obwohl die umfassende Erfahrung von Sinch in der Telekommunikation eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg auf dem CPaaS-Markt ist, werden neue Softwarefunktionen schnell zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dies gilt insbesondere für die Reduzierung des Gesamtaufwands, der Kosten und der Komplexität, um sowohl Kunden als auch Drittentwicklern die Möglichkeit zu geben, Sinch-Dienste mit Hilfe von Software Development Kits (SDKs) einfach in ihre Produkte zu integrieren oder mit Hilfe von "Quick Start"-Assets völlig neue Dienste zu entwickeln. Zusätzlich zu den Messaging-Diensten erweitert Sinch sein Angebot auf neue Kommunikationskanäle wie Sprache, Daten und Video. Ziel ist es, Unternehmen und Organisationen eine Full-Service-Kommunikationslösung anzubieten, die sich an den Bedürfnissen des Kunden und nicht an der Art des Kommunikationskanals orientiert. Das bestehende SMS-Geschäft von Sinch ist weiterhin profitabel und weist ungeprüfte Umsatzerlöse von Mio. EUR 51,6 und ein EBIT von Mio. EUR 4,3 für 2023 aus. Das gesamte SDI/Contact Center-Geschäft weist ungeprüfte Umsatzerlöse von Mio. EUR 7,4 und ein negatives EBIT von Mio. EUR 3,5 für 2023 aufgrund zunehmender F&E-Aktivitäten aus. Insgesamt zeigen die Finanzzahlen für 2023 einen Umsatz von Mio. EUR 59,0 und ein EBIT von TEUR 814. Um die Betriebskosten zu senken und die Kundenreichweite zu erhöhen, wird Sinch Deutschland damit beginnen, die Transaktionen und den Betrieb auf die globale Betriebsplattform von Sinch umzustellen. Dadurch sollen die Betriebskosten gesenkt und das Produktportfolio sowie die Markteinführungsmöglichkeiten erweitert werden. Die größte Chance für das Unternehmen ist die Expansion durch unseren bestehenden Kundenstamm und die Nutzung interner Ressourcen, die durch den Wechsel zur globalen Plattform von Sinch ermöglicht wird. Sinch ist optimistisch und zuversichtlich, was die zukünftige Rentabilität der Sinch Germany GmbH in den kommenden Jahren angeht, und erwartet für 2023 einen Umsatz von Mio. EUR 59,0 und ein EBIT von Mio. EUR 0,8, eine EBIT-Marge von 1,4 % und eine jährliche Wachstumsrate von 6 %. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Sinch Germany GmbH hat ihren Sitz in München und wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 202010 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierung der Gutschriften von Lieferanten wurde im Berichtsjahr - abweichend zum Vorjahr, von den Rückstellungen für ausstehende Fremdrechnungen saldiert; im Vorjahr erfolgte der Ausweis als sonstige Vermögensgegenstände. Im Übrigen haben sich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Es werden Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren sowie zwischen 1 und 13 Jahren zugrunde gelegt. Soweit erforderlich, wird der Geschäfts- oder Firmenwert auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Sowohl der Firmenwert als auch die SDI Software werden jeweils über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 5 Jahre wird aufgrund der Eintrübung der weltwirtschaftlichen Gesamtlage sowie der rasanten technischen Entwicklung im Bereich der digitalen Servicedienstleistungen unterstellt. Die steuerlich sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, soweit nicht wegen bestehender Einzelrisiken Bewertungsabschläge vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Ausfallrisiko und dem Zinsverlust wird durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Wesentliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie Valutabestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ausgehende Entwicklung gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres werden dabei in der Spalte Zugänge bei den Abschreibungen ausgewiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr, nicht. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen Mitzugehörigkeiten zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.119 (Vorjahr: TEUR 4.270). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 291 enthalten (Vorjahr: TEUR 291). 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00) und ist vollständig eingezahlt. Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 425), die aus dem Überhang aktiver latenter Steuern resultieren. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für intern und extern bezogenen Leistungen (TEUR 2.440), für Personalkosten (TEUR 553), für Jahresabschluss- und -prüfungskosten (TEUR 76), für Rückbauverpflichtungen (TEUR 27) sowie für nachlaufende Rechnungen (TEUR 2), 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.340 (Vorjahr: TEUR 7.256). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen aus dem konzerninternen Cash-Pooling und belaufen sich auf TEUR 2.490 (2021: Forderung in Höhe von TEUR 3.119) und werden als Teil der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in einer Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 30) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 11). IV. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die Sinch Germany GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 24 Angestellte ohne Geschäftsführer (im Vorjahr: 23). 2. Unternehmensorgane und deren Bezüge Geschäftsführer: Herr Björn Henrik Johannes Zethraeus, Geschäftsführer, Falsterbo, Schweden Herr Robert Paul Gerstmann, Geschäftsführer, Stockholm, Schweden Herr Oscar Werner, Geschäftsführer, Spanga, Schweden (bis 10.01.2024) Herr Roshan Saldanha, Geschäftsführer, Täby, Schweden Die Geschäftsführer erhalten für Ihre Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft. 3. Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, der die Sinch Germany GmbH beinhaltet, wird von der der Sinch AB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist am Standort der Gesellschaft in Lindhagensgatan 74, 112 18 Stockholm, Schweden, erhältlich. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, der die Sinch Germany GmbH beinhaltet, wird von der Sinch Holding AB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist am Standort der Gesellschaft in Lindhagensgatan 74, 112 18 Stockholm, Schweden, erhältlich. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.488.233,71 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.681.019,82 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus Dauerschuldverhältnissen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Die Miet- und Leasingverträge sind als Operating Leasing ausgestaltet und daher außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB. Die Vorteile liegen in der Finanzierung sowie in der Kalkulierbarkeit der Kosten; Nachteile ergeben sich aus der längeren Bindung an einen Vertragspartner. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zum Unterzeichner: Herr Björn Zethraeus, Geschäftsführer, Falsterbo, Schweden. Herr Robert Gerstmann, Geschäftsführer, Stockholm, Schweden. Herr Roshan Saldanha, Geschäftsführer, Täby, Schweden. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sinch Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sinch Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sinch Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse -entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und -vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 18. November 2024 INTARIA
AG
Christian Roller, Wirtschaftsprüfer Nadine Repsch, Wirtschaftsprüferin |
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