Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 5223
Vorher
K + S Handelsgesellschaft für Maler- und Putzerbedarf mit beschränkter Haftung
Eingetragen
30.11.1981
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Herstellung von und der Handel mit bauchemischen Produkten insbesondere für die Bereiche Parkett- und Bodenbelags-, Fliesenverlege-, Beschichtungs-, Abdichtungs-, Estrich- und Mörtel-, Farbund Anstrich-Technik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Josef Heim
seit 3.3.2026
Geschäftsführer
Bernhard Mucherl
seit 30.9.2025
Geschäftsführer
Rainer Dr. Pascher
seit 30.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Murexin GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Murexin GmbH

Mühlheim am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

UNTERNEHMEN

Die Murexin GmbH mit Sitz in Mühlheim am Main ist eine Tochtergesellschaft der Murexin GmbH, einem der führenden Unternehmen im Bereich der Bauchemie in Österreich, mit Hauptsitz in Wiener Neustadt, Österreich.

Die Niederlassung in Mühlheim am Main wurde im Jahr 2021 als eigenständige Gesellschaft gegründet - das operative Geschäft startete im Folgejahr. Seitdem fungiert die Murexin GmbH innerhalb der Murexin-Gruppe als wichtiger Produktionsstandort in Deutschland. Als Teil der Murexin-Gruppe profitiert die Murexin GmbH Mühlheim von der langjährigen Erfahrung, dem umfangreichen Know-how und dem internationalen Netzwerk des Mutterunternehmens.

Das Produktsortiment der Murexin GmbH umfasst eine breite Palette an Lösungen für Bauvorhaben aller Art, angefangen von Bodenbeschichtungen über Fliesenkleber bis hin zu Abdichtungssystemen. Dabei wird besonderen Wert auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Herstellungsverfahren gelegt, um nachhaltige Bauweisen zu unterstützen und durch maßgeschneiderte Lösungen den Kunden einen Mehrwert bieten zu können.

Durch die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft kann die Murexin GmbH Mühlheim am Main hochwertige Produkte und innovative Lösungen anbieten, die den hohen Qualitätsstandards und den spezifischen Anforderungen des deutschen Baugewerbes gerecht werden.

Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand im Sinne des IDW PS 350 n.F. ist.

ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT

Konjunkturelles Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (- 0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2023 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2023 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2023 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024.

Branchenentwicklung

Wohnungsbau:

Die Baugenehmigungen für neue Bauten (Baukosten) stiegen 2022 nominal um 2,6 %. Angesichts der Baupreissteigerungen war dies ein Rückgang von 14 %. Von Januar bis November 2023 stieg der nominale Rückgang auf 17 % (real etwa minus 24 %).

Die Bundesregierung hat 2021 das Ziel ausgerufen, jährlich 400.000 neue Wohnungen an den Markt zu bringen. Dieses wurde 2022 und 2023 deutlich verfehlt. Dies ist auch auf die weitere Verschärfung der energetischen Standards (zum 1. Januar 2023 verpflichtend Effizienzhaus 55) bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung zurückzuführen.

Ein anhaltend großes Problem ist die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt. Nach Berechnungen der Bundesbank verdreifachte sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert aller Laufzeiten) im Neugeschäft von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3 % auf 4,1 %. Dies beeinträchtigt - wegen der höheren Finanzierungskosten - zum einen die Renditeerwartungen im Mietwohnungsbau, gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Von Januar bis September 2023 ging das Neugeschäftsvolumen der Wohnungsbaukredite an private Haushalte um 44 % zurück.

Das Bauhauptgewerbe, dass sich vor allem auf den Wohnungsneubau konzentriert, muss einen erneuten Einbruch hinnehmen. Nachdem die realen Umsätze in dieser Sparte 2023 gegenüber dem Vorjahr um real 11,5 % zurückgegangen sind, erwarten wir für 2024 eine weitere Abnahme von 12 %. Im vergangenen Jahr dürften 270.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein, für das neue Jahr ist ein Rückgang in Richtung 200.000 Einheiten zu erwarten. (Anmerkung: neueste Meldungen sprechen lediglich von noch 140.000 Einheiten)

Wirtschaftsbau:

2023 ist das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken. Für 2024 erwarten die Wirtschaftsforscher einen realen Anstieg um 0,5 %, teilweise sogar nur Stagnation. Damit verzeichnet Deutschland unter den großen Industrienationen die schwächste Entwicklung. Zudem ist die Prognose für das laufende Jahr mit einigen Risiken behaftet.

In der Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zu Jahresbeginn 2024 gaben 25 % der Industrieunternehmen an, im neuen Jahr ihre Investitionen ausweiten zu wollen, 39 % planten keine Veränderung und 31 % eine Kürzung. Der daraus resultierende Investitionssaldo von minus 11 Punkten war deutlich niedriger als zum Vorjahreszeitpunkt (plus 3). Insgesamt erreichte der Wert in der gewerblichen Wirtschaft minus 9 Punkte (Vorjahr: plus 1).

Die Baugenehmigungen (veranschlagte Baukosten, nominal) zeigten 2023 eine unterschiedliche Entwicklung. Von Januar bis November stiegen sie bei Fabrik- und Werkstattgebäuden um 3,3 % und bei den sonstigen Nichtwohngebäuden um 3,2 %. Bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden war ein Rückgang von 2,1 % zu verzeichnen, bei den sonstigen gewerblichen Betriebsgebäuden von 2,8 %, bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden von 9,1 % und bei den Handels- und Lagergebäuden von 12,1 %.

Trotz der schwachen Baukonjunktur haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes 2023 die Zahl ihrer Beschäftigten (im Jahresdurchschnitt) im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf 928.000 aufgestockt. Gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefpunkt im Jahr 2009 ist dies ein Beschäftigungsplus von 31,1 %, das Bauhauptgewerbe hat damit zur äußerst positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen.

Quelle: Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Stand: 26.02.2024

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 2.635 auf TEUR 17.194 gestiegen, was einem Anstieg von 18,1 % entspricht. Die um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um TEUR -123 auf TEUR 351 (-25,9 %). Das EBIT (bereinigt um neutrale Effekte) ist mit TEUR -3.641 weiterhin negativ, liegt aber deutlich über Vorjahresniveau in Höhe von TEUR -4.369.

Der Aufwand für bezogene Leistungen ist im Vorjahresvergleich von TEUR 11.782 um TEUR 771 auf TEUR 12.553 gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen. Im Ergebnis erhöhte sich der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr signifikant um TEUR 2.112 auf TEUR 5.039. Die Rohertragsmarge beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 28,6 % (Vorjahr 19,9 %).

Der Personalaufwand ist von TEUR 4.105 auf TEUR 4.521 gestiegen. Der Anstieg ist unter anderem auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 51 Mitarbeitern auf 58 Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Abschreibungen liegen mit TEUR 488 (Vorjahr TEUR 174), aufgrund ins Anlagevermögen getätigten Investitionen, über dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (bereinigt um neutrale Effekte) sind um TEUR 525 auf TEUR 4.005 (Vorjahr TEUR 3.480) leicht gestiegen.

Das Finanzergebnis liegt mit TEUR -200 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR -68). Diese Entwicklung ist auf gezahlte Zinsen zurückzuführen.

Die Murexin schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.769 (Vorjahr TEUR 4.496).

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr beurteilen wir insgesamt als nicht zufriedenstellend. Hervorzuheben ist, dass die Umsätze in den Zielmärkten, trotz der Einbrüche in der Bauindustrie, in etwa gehalten werden könnten. Dennoch wurden die angestrebten Umsatzzuwächse deutlich verfehlt. Aus den genannten Gründen sind wir mit der allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft unzufrieden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.673 auf TEUR 16.390 gestiegen. Auf der Aktivseite resultiert der Anstieg vor allem aus dem Anstieg des Anlagevermögens (TEUR 3.776) sowie dem Anstieg der Vorräte (TEUR 1.357). Auf der Passivseite resultiert der Anstieg im Wesentlichen auf dem Anstieg des Eigenkapitals resultierend aus der Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 14.500, dem ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.769 entgegensteht. Zusätzlich ist der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.089 als wesentlicher Einflussfaktor auf der Passivseite zu nennen.

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 4.273 vorgenommen, denen Abschreibungen in Höhe von TEUR 488 entgegenstehen. Der wesentliche Teil der Zugänge im Anlagevermögen entfällt dabei auf den Bau der neuen Logistikhalle auf dem Betriebsgelände der Murexin GmbH.

Die Eigenkapitalquote hat sich in Folge der Kapitalerhöhung von 0,0 % auf 56,0 % erhöht.

Dem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 12.412 (Vorjahr TEUR 8.636) steht am Bilanzstichtag Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital in Höhe von TEUR 12.176 (Vorjahr TEUR 6.001) gegenüber. Damit ist das langfristig gebundene Vermögen annähernd auf dem Niveau des langfristigen Kapitals. Die Kapitalstruktur der Murexin hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Finanzlage:

Das Finanzmanagement der Murexin ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im Folgenden soll die Veränderung des Zahlungsmittelfonds anhand seiner einzelnen Bestandteile näher erläutert werden. Zwecks einer höheren Aussagefähigkeit wurden in den Finanzmittefonds neben den Kassen- und Bankguthaben jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten miteinbezogen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -8.372 auf TEUR -7.706 deutlich vermindert. Diese Entwicklung resultiert im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -3.769 sowie dem Working Capital in Höhe von TEUR -4.565.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund der weiterhin hohen Investitionen ins Anlagevermögen mit TEUR -4.272 annähernd auf Vorjahresniveau (TEUR -4.330).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 11.299 setzt sich zusammen aus der Kapitalerhöhung durch die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 14.500, der gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR -201 sowie Auszahlungen für die Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR -3.000 entgegen stehen.

Unter Berücksichtigung aller zahlungswirksamen Veränderungen von TEUR -679 (Vorjahr TEUR -3.732) ist der Zahlungsmittelfonds aufgrund der kurzfristigen Bankschulden weiterhin mit TEUR -1.731 negativ (Vorjahr TEUR -1.052).

RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Risiken

Die unternehmerischen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele existentiell gefährden könnten, unterliegen der Kontrolle der Geschäftsführung. Den branchenbedingten Risiken begegnet das Unternehmen durch entsprechende vertragliche Gestaltungen mit den Kunden und Lieferanten.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht wesentlichen Risikofelder dar. Die Aufzählung soll nicht als eine abschließende Darstellung verstanden werden, weil Chancen und Risiken im Zeitablauf einem permanenten Wandel, sei es durch Rahmenbedingungen oder andere exogene Einflüsse, auf welche wir keinen Einfluss haben, unterliegen. Bei sich ändernden Bedingungen kann hieraus gegebenenfalls eine zusätzliche und nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage entstehen, welche hier nicht betragsmäßig erfasst werden.

a) Markt-/ Preis- und Liquiditätsrisiken

Die Baukosten haben sich seit 2021 stark erhöht. Während die Preisentwicklung zunächst durch pandemiebedingte Lieferengpässe geprägt war, verschärften sich die Kostenanstiege mit der Energiekrise des Jahres 2022 noch einmal deutlich.

Die von der Europäischen Zentralbank 2022 eingeleitete Zinswende hat die Finanzierungsbedingungen für Bauvorhaben deutlich verschlechtert und der mit der hohen Inflation in diesem Zeitraum verbundene Kaufkraftverlust hat die Immobiliennachfrage durch Verbraucher und Investoren sinken lassen. 2023 dürfte sich daher die Zahl der Baugenehmigungen und Wohnungsfertigstellungen stark rückläufig entwickeln.

Quelle: IBISWorld, Branchenreport F40.00DE, "Baugewerbe"

Darüber hinaus könnten andauernd hohe Bezugspreise einen negativen Einfluss haben, sofern diese nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können oder die Preisentwicklung einen negativen Effekt auf die Nachfrage hat.

b) Konjunkturelle Risiken

Mit dem Krieg in der Ukraine haben sich neue Belastungen für die Weltkonjunktur ergeben. Die Angst vor einem Ausbleiben russischer Rohstofflieferungen hat die Rohstoffpreise stark steigen lassen und erhöht die ohnehin bereits beträchtlichen Risiken für die Preisstabilität.

Auf Basis unserer aktuellen Beurteilungen ist der Fortbestand der Gesellschaft nicht durch den Ukraine Konflikt gefährdet. Aufgrund der nachhaltigen Finanzplanung ist die Liquidität des Konzerns gesichert.

c) Personalrisiken

Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Rekrutierung von Mitarbeitern stellt ein potenzielles Risiko dar. Durch verschiedene Maßnahmen sowie laufende strategische Personalprojekte sollen die Mitarbeiter qualifiziert, motiviert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

d) IT-Strukturen und IT basierte Geschäftsprozesse

Zur Unterstützung und Steuerung des Unternehmens verfügt die Murexin GmbH über eine moderne und zukunftsorientierte IT-Struktur, welche alle Entscheidungsträger zeitnah mit allen relevanten und notwendigen Informationen versorgt. Dies wird zunehmend wichtiger, da auch Chancen zunehmend durch IT-Strukturen positiv beeinflusst werden können. Die Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von IT-Systemen und IT basierten Geschäftsprozessen abhängig. Ein Ausfall des IT-Systems oder die Sabotage durch einen Angriff von außen bilden ein besonderes Risiko. Wir begegnen diesem Risiko durch permanente Investitionen in die IT-Infrastruktur und die Ausbildung unserer Mitarbeiter sowie die Konsultation von externen Experten.

Nach Analyse der bestehenden Risiken ist der Fortbestand der Gesellschaft aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Die unternehmerischen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele existentiell gefährden könnten, unterliegen der Kontrolle der Geschäftsführung.

Chancen

Die wesentlichen Chancen des Unternehmens liegen in einem deutlichen Ausbau des Marktanteils durch die Erschließung bisher nicht-bearbeiteter Gebiete und der stärkeren Fokussierung auf den Fachhandel. Wachstum kann nach unserer Beurteilung sowohl durch Neukundengewinnung (Akquise) als auch durch die Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen sowohl in Leistungstiefe und -breite generiert werden.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Wirtschaftliche Lage in Deutschland und Branchenentwicklung

Für das Jahre 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % aus. Die Ausgangslage zum Jahreswechsel stellt sich ungünstiger dar als in der Herbstprojektion angenommen. Aktuelle Stimmungsindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung zu Jahresbeginn hin. Wachstumsimpulse dürften vor allem von privaten Verbrauch ausgehen. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarf im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften.

Quellen: Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung

Branchenentwicklung für die Zukunft

Während die Nachfrage im Bereich der Neubauten deutlich zurückgegangen ist, bleibt der Bedarf an Sanierung, Renovierung und Modernisierung konstant. Bauchemische Produkte spielen hierbei eine entscheidende Rolle, insbesondere bei der Erneuerung von Fassaden, Böden, Abdichtungen und anderen Bauelementen.

Die zukünftige Ausrichtung liegt verstärkt auf nachhaltigen Produkten, sowie solchen, die Verarbeitungsvorteile bieten. Das wachsende Umweltbewusstsein der Verbraucher und verschärfte (gesetzliche) Auflagen - sowohl bei Neubauten wie auch beim Sanieren - eröffnen der Bauchemiebranche vielversprechende Chancen.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Bauchemiebranche in Deutschland optimistisch in die Zukunft blickt. Unternehmen, die auf Innovation, Nachhaltigkeit und Flexibilität setzen, sind gut gerüstet, um von den sich entwickelnden Marktgegebenheiten zu profitieren und maßgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Branche beizutragen.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Murexin GmbH plant im Kalenderjahr 2024 mit einem Umsatzvolumen von TEUR 24.780 und einem operativen Ergebnis (EBIT) von TEUR -1.166. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 44 % und einem Anstieg des EBIT um 67 %.

UNTERSCHRIFT DES GESCHÄFTSFÜHRERS

 

Mühlheim am Main, den 29. Februar 2024

Wolfgang Hormuth

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.412.666,74 8.636.833,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 405.222,15 170.313,46
II. Sachanlagen 12.007.344,59 8.466.419,57
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 3.908.548,19 2.517.688,15
I. Vorräte 2.706.095,61 1.348.947,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.113.238,04 982.672,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026.873,07 846.422,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.238,00 118.076,89
3. sonstige Vermögensgegenstände 64.126,97 18.172,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 89.214,54 186.068,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.102,76 3.570,00
D. Aktive latente Steuern 3.671,16 1.835,58
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Abfindungen 1.555.696,65
Summe Aktiva 16.388.988,85 12.715.623,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.175.115,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 17.560.000,00 3.060.000,00
III. Verlustvortrag 4.641.261,24 145.309,50
IV. Jahresfehlbetrag 3.769.188,35 4.495.951,74
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.555.696,65
B. Rückstellungen 180.000,00 246.844,96
C. Verbindlichkeiten 7.033.873,85 12.468.778,45
Summe Passiva 16.388.988,85 12.715.623,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -3.559.122,33 -4.414.332,29
a) Rohergebnis 5.502.688,78 3.424.416,80
b) Personalaufwand 4.520.299,40 4.105.385,63
Löhne und Gehälter 3.772.649,59 3.471.463,64
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 747.649,81 633.921,99
c) Abschreibungen 487.711,31 173.899,40
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 487.711,31 173.899,40
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 4.053.800,40 3.559.464,06
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -199.733,40 -67.504,83
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 772,19 234,60
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 200.505,59 67.739,43
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.421,65 2.751,54
4. Ergebnis nach Steuern -3.752.434,08 -4.484.588,66
5. sonstige Steuern 16.754,27 11.363,08
Jahresfehlbetrag 3.769.188,35 4.495.951,74

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma: Murexin GmbH
Sitz: Mühlheim am Main
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 5223

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB) sowie die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert stammt aus einem Asset Deal und wird handelsrechtlich über einen Zeitraum vom 10 Jahren abgeschrieben, da keine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer möglich ist.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich nach der linearen Methode entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen sind sonstige Ausleihungen zu Anschaffungskosten bewertet. Bei langfristigen Wertminderungen erfolgt eine Bewertung zum gültigen beizulegenden Zeitwert.

Die Vorräte an Waren sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung von Einzel- und notwendigen Gemeinkosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden.

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz soweit sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie auf Verlustvorträgen. Die sich daraus ergebenden zukünftigen Steuerbe- und Steuerentlastungen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes in Höhe von 29,56 %.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagenspiegel dargestellt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 22.238,00 (Vorjahr EUR 118.076,89) enthalten.

Die Gesellschaft hat Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 22.238,00, welche unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Die aktiven latenten Steuern haben sich um TEUR 1.835,58 auf TEUR 3.671,16 (Vorjahr TEUR 1.835,58) erhöht. Die Differenz resultiert aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern des aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt. Dieses beläuft sich auf DM 50.000 (EUR 25.564,59).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 180.000,00 (Vorjahr EUR 246.844,96) betreffen im Wesentlichen die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von EUR 79.000,00, die Urlaubsansprüche der Mitarbeiter in Höhe von EUR 69.000,00 und sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 32.000,00.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 1.606.083,83 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von EUR 3.000.000,00 aus sonstigen Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 3.528.756,06 enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 62.502,46 (Vorjahr EUR 244.516,24) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 9.581,07 (Vorjahr EUR 7.189,76).

Folgender Verbindlichkeitenspiegel gibt einen Überblick über die Fälligkeit der einzelnen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammer)

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.820.253,17 1.820.253,17 0,00 0,00 0,00
(1.238.023,62) (1.238.023,62) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521.561,13 521.561,13 0,00 0,00 0,00
(280.817,48) (280.817,48) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.606.083,83 1.606.083,83 3.000.000,00 1.000.000,00 2.000.000,00
(10.694.743,83) (4.694.743,83) (6.000.000,00) (3.422.857,20) (2.577.142,80)
Sonstige Verbindlichkeiten 85.975,72 85.975,72 0,00 0,00 0,00
(255.193,52) (255.193,52) (0,00) (0,00) (0,00)
7.033.873,85 4.033.873,85 3.000.000,00 1.000.000,00 2.000.000,00
(12.468.778,45) (6.468.778,45) (6.000.000,00) (3.422.857,20) (2.577.142,80)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsätze beinhalten im wesentlichen Umsätze aus dem Vertrieb von Handelsware sowie eigener Ware. Die Umsätze wurden fast ausschließlich in Deutschland realisiert.

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von EUR 9.357,64 (Vorjahr EUR 5.767,76).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 79). Diese bestehen im Wesentlichen aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 49.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 122.092,70 (Vorjahr EUR 52.657,34).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von EUR 1.835,58 (Vorjahr EUR 1.835,58).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 neben der Geschäftsführung und ohne Auszubildende durchschnittlich 58 Mitarbeiter, davon 24 Mitarbeiter im Außendienst, 20 Mitarbeiter in der Verwaltung, 15 Mitarbeiter im Lager sowie sechs Mitarbeiter in der Produktion.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs.8 HGB beträgt für aktivierte latente Steuern EUR 3.671,16.

Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Art der Geschäfte Zweck Vorteile Risiken
Miet-/ Leasingverträge Finanzierung Optimierung Eigenkapitalquote/ Bilanzsumme finanzielle Verpflichtung

Zum Abschlussstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.141. Davon haben insgesamt TEUR 23 eine Fristigkeit von bis zu einem Jahr. Die Laufzeiten der abgeschlossenen Mietverträge liegen zum Stichtag in einer Bandbreite zwischen 1 und 588 Monaten.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen und abgeschlossenen Gerätemietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 294. Davon haben insgesamt TEUR 247 eine Fristigkeit von bis zu einem Jahr.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Schmid Industrieholding GmbH, Waldegg-Wopfing (Österreich), (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) miteinbezogen. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird am Ort der Gesellschaft offengelegt:

Firmenbuch: FN 128056v, Landesgericht Wiener Neustadt

Ort der Offenlegung: Friedrich-Schmid-Straße 165, 2754 Waldegg-Wopfing

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Hr. Wolfgang Hormuth, St. Martin, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen

Bezüglich der gem. § 285 S. 1 Nr. 9 a HGB geforderten Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben unterbleiben in Ausübung des Wahlrechtes gem. § 288 Abs. 2 HGB.

Nachtragsbericht

Neben der Corona-Pandemie wirkt sich seit Beginn des Jahres 2022 der Krieg Russlands gegen die Ukraine deutlich auf die Teuerung in Deutschland aus, insbesondere im Energiebereich. Zudem führte der Zinsanstieg der letzten 18 Monate zu einem deutlichen Rückgang der Bau-Aktivitäten. Inwieweit diese Krisen die Gesellschaft unmittelbar treffen, ist aktuell nicht abschließend zu beurteilen. Die Geschäftsleitung überwacht diese Themen fortlaufend.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.769.188,35 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mühlheim am Main, den 29. Februar 2024

Wolfgang Hormuth

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 273.521,69 0,00 0,00 273.521,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 189.237,10 0,00 0,00 0,00 189.237,10
189.237,10 273.521,69 0,00 0,00 462.758,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.795.528,25 2.708.648,11 10.667,71 0,00 7.493.508,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.073.438,64 618.201,59 0,00 0,00 3.691.640,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.809,39 196.282,28 0,00 0,00 442.091,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 502.457,39 475.511,44 0,00 0,00 977.968,83
8.617.233,67 3.998.643,42 10.667,71 0,00 12.605.209,38
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
8.806.570,77 4.272.165,11 10.667,71 0,00 13.068.068,17
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 19.689,36 0,00 0,00 19.689,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.923,64 18.923,64 0,00 0,00 37.847,28
18.923,64 38.613,00 0,00 0,00 57.536,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.686,11 139.448,27 2.047,62 0,00 217.086,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.975,81 260.886,57 0,00 0,00 301.862,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.152,18 48.763,47 0,00 0,00 78.915,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
150.814,10 449.098,31 2.047,62 0,00 597.864,79
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
169.737,74 487.711,31 2.047,62 0,00 655.401,43
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 253.832,33 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 151.389,82 170.313,46
405.222,15 170.313,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.276.421,89 4.715.842,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.389.777,85 3.032.462,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.176,02 215.657,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 977.968,83 502.457,39
12.007.344,59 8.466.419,57
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 100,00 100,00
100,00 100,00
12.412.666,74 8.636.833,03

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Murexin GmbH, Mühlheim am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Murexin GmbH, Mühlheim am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Murexin GmbH, Mühlheim am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, den 29. Februar 2024

HaackSchubert GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Benedikt Barkey, Wirtschaftsprüfer

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