Buchhandlung Graff GmbH

Sack 15, 38100 Braunschweig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 10032
Eingetragen
8.7.2005
Branche
Einzelhandel mit BüchernGroßhandel mit Büchern, Zeitschriften, Zeitungen sowie bespielten Ton- und BildträgernVerlegen von Büchern
Gegenstand
Der Handel mit Büchern, Verlagserzeugnissen aller Art und elektronischen Datenträgern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maria Meibohm
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Frederick Wrensch
seit 6.3.2019
Geschäftsführer
Kai-Oliver Minnich
seit 30.9.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Maria Meibohm
Veltheim
77.000 €
50.00%
Frederick Wrensch
Braunschweig
77.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buchhandlung Graff GmbH

Braunschweig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 613,00 2.887,00
II. Sachanlagen 313.939,00 211.925,00
III. Finanzanlagen 9.222,59 9.222,59
323.774,59 224.034,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 902.962,27 870.992,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.190.216,10 880.770,02
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.557.255,06 2.013.773,27
4.650.433,43 3.765.535,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 405.885,74 341.671,22
5.380.093,76 4.331.241,19

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 154.000,00 154.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag 659.336,94 537.716,17
IV. Jahresüberschuss 471.471,67 121.620,77
1.484.808,61 1.013.336,94
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 3.416,92 5.950,96
C. Rückstellungen 833.483,07 678.933,17
D. Verbindlichkeiten 3.058.385,16 2.633.020,12
5.380.093,76 4.331.241,19

In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 12. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.856.351,81 5.538.409,18
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.847.655,82 2.555.957,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 537.586,94 517.539,89
davon für Altersversorgung 40.637,32 EUR (Vorjahr 51.584,65 EUR)
3.385.242,76 3.073.497,65
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.101,23 88.925,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.742.728,13 2.185.142,29
5. Erträge aus Beteiligungen 2.880,00 4.320,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.241,22 1.840,55
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.450,33 10.033,95
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 170.306,70 64.975,27
9. Ergebnis nach Steuern 471.643,88 121.994,60
10. sonstige Steuern 172,21 373,83
11. Jahresüberschuss 471.471,67 121.620,77

Anhang des Jahresabschlusses 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit Sitz in Braunschweig ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter der Nummer HRB 10032 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde grundsätzlich beachtet.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit eine zeitlich begrenzte Nutzung vorliegt, wird, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauer für den im Geschäftsjahr 2011 und dem im Geschäftsjahr 2014 zugegangenen Kundenstamm wurde unter Beachtung der betriebsinternen Erfahrungswerte bezüglich der Kundenbindung auf 10 Jahre festgelegt.

Bewegliche, abnutzbare und selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu € 800,00 wurden in 2023 in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 EStG) sofort in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 424.880,51 424.880,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 716.914,48 716.914,48
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.519.146,25 205.844,23 17.896,73 1.707.093,75
2.236.060,73 205.844,23 17.896,73 2.424.008,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.358,53 635,94 7.722,59
2. Genossenschaftsanteile 1.500,00 1.500,00
9.858,53 0,00 635,94 9.222,59
Gesamt 2.670.799,77 205.844,23 18.532,67 2.858.111,33
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.993,51 2.274,00 424.267,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 603.443,48 39.649,00 643.092,48
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.420.692,25 64.178,23 17.893,73 1.466.976,75
2.024.135,73 103.827,23 17.893,73 2.110.069,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 635,94 635,94 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
635,94 0,00 635,94 0,00
Gesamt 2.446.765,18 106.101,23 18.529,67 2.534.336,74
Buchwerte
Stand am 01.01.2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.887,00 613,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 113.471,00 73.822,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.454,00 240.117,00
211.925,00 313.939,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 7.722,59 7.722,59
2. Genossenschaftsanteile 1.500,00 1.500,00
9.222,59 9.222,59
Gesamt 224.034,59 323.774,59

Die unter Vorräten erfassten Warenbestände werden retrograd von den Nettoverkaufspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei Verlagserzeugnissen (Bücher, Zeitschriften, Hörbücher etc.) wird unter Beachtung von steuerlichen Vorschriften ein Abschlag von 60% vorgenommen. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Warenlieferungen erfolgen unter dem üblichen Eigentumsvorbehalt.

Die zum Nennbetrag bewerteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um eine angemessene Wertberichtigung zur Abdeckung des Ausfallrisikos und des Zinsverlustes gekürzt worden. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 1.190 (i. V. 881) T€ haben 830 (i. V. 511) T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 360 (i. V. 370) T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die kurzfristigen Forderungen gegen Gesellschafter-Geschäftsführer von T€ 0 (i.V. T€ 1) werden mit 4 % p.a. verzinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag bewertet.

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennbetrag bewertet und enthält im Wesentlichen Abonnentenrechnungen.

Auf die Bildung eines Aktivpostens für latente Steuern ist gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB verzichtet worden.

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt und ist voll eingezahlt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde zwecks besseren Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage gebildet und betrifft einen Investitionszuschuss und einen Zuschuss für ein Leasinggeschäft eines elektrisch betriebenen Neufahrzeugs. Die Auflösungen erfolgen analog der Abschreibung des bezuschussten Vermögensgegenstands des Anlagevermögens und gemäß der Laufzeit des Leasingvertrags.

Die Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem Erfüllungsbetrag dotiert.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Ausweis der Gewinne und Verluste aus der Abzinsung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 + 2 HGB zum Barwert. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") und das Teilwertverfahren auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,83 %, ohne Rententrend und Gehaltstrend, angewendet. Der Differenzbetrag der Wertansätze nach Maßgabe des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,75%) und des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,83%) beträgt € 1.430,00 (i. V. 20 T€) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Pensionsrückstellungen (679 T€) sind mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen (633 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet worden. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 490 T€.

Die zum Erfüllungsbetrag bewerteten Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über ein Jahr über 5 Jahre
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 992.823,62 992.823,62
(894.005,77) (894.005,77)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.816.136,00 1.816.136,00
(1.465.366,42) (1.465.366,42)
sonstige Verbindlichkeiten 249.425,54 249.425,54
(273.647,93) (273.647,93)
3.058.385,16 3.058.385,16 0,00 0,00
(2.633.020,12) (2.633.020,12) (0,00) (0,00)

Die kursiv in Klammern dargestellten Zahlen betreffen das Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten sind bis auf die üblichen Eigentumsvorbehalte ungesichert.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 141 (i. V. T€ 0), des Sonderpostens in Höhe von T€ 3 (i. V. T€ 3), Erträge aus Energiepreispauschalen in Höhe von T€ 0 (i. V. T€ 32) und eine Ausbildungszuwendung der Agentur für Arbeit in Höhe von T€ 0 (i. V. T€ 9).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung von T€ 0 (i. V. T€ 8) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Forderungsverluste T€ 15 (i. V. T€ 11).

In den Zinserträgen sind Zinsanteile der Rückdeckungsversicherungen (T€ 15; i. V. T€ 0), saldiert mit Zinsen für Pensionsverpflichtungen (T€ 13; i. V. T€ 0) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind T€ 0 (i. V. T€ 20) Zinsen für Pensionsverpflichtungen, saldiert mit den Erträgen aus Zinsanteilen der Rückdeckungsversicherungen T€ 0 (i. V. T€ 14), enthalten.

Die Belastung mit Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Jahr 2023 (€ 170.306,70; i. V. € 64.975,27).

IV. Sonstige Angaben

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Joachim Wrensch, Braunschweig - operativer Geschäftsführer

Frederick Wrensch, Braunschweig - operativer Geschäftsführer

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

In 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 Vorjahr
Angestellte 65 60
Gewerbliche Arbeitnehmer 12 12
Geringfügig Beschäftigte/Aushilfen 44 27
121 99

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen betreffen einen Mietvertrag mit finanziellen Verpflichtungen von T€ 778 p. a. (Laufzeit bis zum 31. Dezember 2035).

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss i. H. v. € 471.471,67 ab. Nach Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ereignisse, die besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und/oder Vermögenslage der Buchhandlung Graff GmbH haben könnten, sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Braunschweig, den 24. Mai 2024

Buchhandlung Graff GmbH

gez. Joachim Wrensch

gez. Frederick Wrensch

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Buchhandlung Graff GmbH betreibt einen Sortimentsbuchhandel in Braunschweig. Das Sortiment umfasst Verlagserzeugnisse aller Art sowie elektronische Datenträger. Zudem wird das "Café Lit" betrieben. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 18.107 T€ erzielt. Jahresdurchschnittlich waren in 2023 121 Personen beschäftigt.

Im Wirtschaftsbericht sowie im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht werden insbesondere die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis betrachtet und analysiert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Überblick

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 gekennzeichnet durch ein sinkendes Wirtschaftswachstum im Vergleich zu 2022. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt in 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Im Vorjahr lag das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes noch bei 1,9% und in 2021 bei 2,7%. Das Wirtschaftswachstum hat sich folglich negativ entwickelt.

(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Der deutsche Buchhandel (Sortimentshandel, E-Commerce, Amazon etc.) hat das Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von 2,9% abgeschlossen. Der stationäre Buchhandel erzielte hingegen ein Plus von 2,8% gegenüber dem Vorjahr.

(https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/so-hat-der-buchhandel-dasjahr-2023-abgeschlossen-314169)

Der Absatzrückgang lag für das Jahr 2023 bei -1,9%. Die Preise sind in 2023 weiter um 4,9% gestiegen. Das Dezember-Ergebnis vom Vorjahr wurde mit -2,2% nicht erreicht. Im Sortimentsbuchhandel lag der Umsatz um 2,8% über dem Vorjahr, jedoch sank der Absatz in 2023 um 2,2%. Die von den Käufern bezahlten Preise stiegen im Schnitt um 4,9%. Die Durchschnittspreise beliefen sich auf 15,01 Euro für einen Titel. (https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/so-hat-der-buchhandel-dasjahr-2023-abgeschlossen-314169).

Bei den Warengruppen schnitt die Belletristik mit einem Plus von 7,4 Prozent am besten ab. Auch für die Hardcover und Paperbacks lief es gut (plus 3,5 Prozent), Kinder- und Jugendbücher legten um 1,3 Prozent zu, Kalender um 4,4 Prozent. Weniger zufriedenstellend, mit minus 26,2 Prozent, haben sich die Hörbücher entwickelt. Ebenfalls an Umsatz verloren hat das Fachbuch.

2. Ertragslage

Der Umsatz der Buchhandlung Graff GmbH ist im Jahr 2023 um 15,48% gestiegen und liegt damit über dem Vorjahr und der Prognose im Lagebericht 2022 (leicht steigender Umsatz). Dies ist in erster Linie auf einen Zuwachs an Schulbuchaufträgen, stärkeren Onlinehandel und gestiegene Buchpreise zurückzuführen. Die Kundenfrequenz ist um 3,3% gestiegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Situation 2023 weiter entspannt hat und die Folgen des Ukrainekrieges und die Nachwirkungen von Corona abgeklungen sind. Der Barumsatz ist um 6,6% gestiegen und der Rechnungsumsatz um knapp 10,4% gestiegen. Ebenfalls stark gestiegen ist der Webumsatz mit 44,0%.

Die Personalkosten sind gegenüber 2022 um 10,14 gestiegen. Dies hängt vor allem mit gestiegenen Löhnen der Mitarbeiter zusammen. Ebenfalls fand im Jahr 2023 eine Tantiemenzahlung an die Mitarbeiter und an die Gesellschafter statt. Des Weiteren wurde eine Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter bezahlt. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse) beträgt 18,7 (i.V. 19,6) %. Die durchschnittliche Zahl der festen Mitarbeiter hat sich im Vergleich zu 2022 um 5 Angestellte erhöht. Die Abschreibungen haben sich in 2023 um ca. 19 % aufgrund der durchgeführten Investitionen in Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) erhöht. Die Raumkosten sind im Vergleich zu 2022 leicht gesunken, da die Miete aufgrund von Mängeln am Gebäude temporär gekürzt wurde, sowie eine Kompensationszahlung seitens des Vermieters aufgrund der Mängel geleistet wurde. Die Stromkosten sind in 2023 um 35% gesunken. Die sonstigen Kosten sind um 51 T€ gestiegen. Die Kosten der Warenabgabe sind aufgrund von Preissteigerungen und erhöhtem Versandvolumen um ca. 336T€ gestiegen Der Wareneinsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,61% erhöht (+1.191 T€). Die sonstigen neutralen Erträge haben sich um 38% verringert. Dies hängt damit zusammen, dass für das Jahr 2023 weniger Werbekostenzuschüsse seitens der Verlage gezahlt wurden. Wieder angestiegen sind die Werbe/Reisekosten im Jahr 2023. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in 2023 mehr Veranstaltungen in der Buchhandlung stattgefunden haben. Im Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von 471 TEUR erzielt, da sich der Umsatz der Buchhandlung positiv entwickelt hat und insbesondere der Material- und Personalaufwand unterproportional erhöht hat. Im Lagebericht 2022 war ein Jahresergebnis von 0 TEUR prognostiziert.

3. Finanzlage

Die Finanzlage erlaubte es auch im Jahr 2023 auf externe Kontokorrentkredite zu verzichten. Dadurch konnten alle Rechnungen pünktlich unter Ausnutzung von gewährten Skonti bezahlt werden.

Sonstige Darlehen existieren nicht. Durch den 2023er Jahresüberschuss in Höhe von 471 T€ und bei einer Bilanzsumme von 5.380 T€ hat sich die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) von 23,4% auf 27,7% erhöht.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber 2022 um 1.049 T€ angestiegen. Sie beträgt am Ende des Geschäftsjahres 2023 5.380 T€ (Vorjahr 4.331 T€).

Die Sachanlagen haben sich durch getätigte Ersatzinvestitionen und nach planmäßigen Abschreibungen um saldiert 102 T€ erhöht.

Das Eigenkapital ist infolge des Jahresüberschusses um 472 T€ gestiegen.

5. Gesamtlage des Unternehmens

Durch weiterhin intensive Kostenkontrolle und verstärkte Bemühungen beim Rechnungsumsatz und Webumsatz konnte die Buchhandlung Graff im Jahr 2023 einen Gewinn erzielen, so dass wir die Lage als insgesamt stabil bezeichnen.

C.1 Prognosebericht

Der Umsatz ist in den ersten 4 Monaten des Jahres 2024 um ca. 25,77% gestiegen. Dies ist auf einen gestiegenen Barumsatz, sowie wachsende Webshopumsätze zurückzuführen. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges sowie die Auswirkungen der gestiegenen Inflation können wir derzeit nicht zuverlässig beziffern, werden sie jedoch fortlaufend beobachten und analysieren. Ebenfalls werden weitere Preissteigerungen in den Bereichen Versand/Versandmaterial erwartet aufgrund der Papierknappheit. Für den Fall einer länger anhaltenden Inflation und des Krieges sind weitergehende negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen.

Gemeinsame Verhandlungen mit in einer Werbegemeinschaft verbundenen Unternehmen führten zu Konditionsverbesserungen im Wareneinkauf, die sich auch in 2023 positiv ausgewirkt haben.

Eine Erneuerung der gesamten Tische im Laden ist für 2024 geplant. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf circa 200.000 €. Dies wird das Gesamtergebnis in 2024 schmälern.

Unter Berücksichtigung des unten genannten Risikos, plant die Buchhandlung Graff mit einem um rund 6 % steigenden Umsatz für das Jahr 2024. Dies würde in 2024 zu einem deutlich höheren Jahresüberschuss führen.

C.2 Risikobericht

Das Risikomanagement wird von der Geschäftsleitung wahrgenommen. Durch ständige Überprüfung der Abläufe werden betriebswirtschaftliche Erkenntnisse gewonnen und umgesetzt. Damit ist sichergestellt, Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Vermeidung und Begrenzung einzuleiten. Gleiches gilt für die innerbetriebliche Organisation und Abwicklung. Risiken in 2024 bestehen im Rückgang des Umsatzes durch weitere Schließungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Dies würde wieder zu einer sinkenden Kundenfrequenz und Nachfrage vor Ort führen. Das Parkhaus neben der Buchhandlung wird das gesamte Jahr 2024 geschlossen sein und dies wird sich auf die Frequenz auswirken.

Aufgrund des gestiegenen Umsatzes ist es zu mehreren Neueinstellungen von Mitarbeitern gekommen. Die erhöhten Personalkosten wirken sich auf das Ergebnis aus.

Des Weiteren wurde ein weiteres Ladengeschäft als Buchlager angemietet, was zu höheren Aufwendungen führt.

Ebenfalls können sich die Preissteigerungen im Energiemarkt (Strom + Fernwärme) sowie die gestiegenen Kosten für Verpackungsmaterial und Arbeitsmaterialen negativ auf das Jahresergebnis auswirken. Ein weiteres Problem stellt die Papierknappheit für die Verlage dar. Hier kann es zu Lieferengpässen und Ausfällen kommen, sodass Bücher geschoben werden oder die Nachproduktion sehr lange Zeit in Anspruch nehmen kann.

C.3 Chancenbericht

Nach einer rückläufigen Kundenfrequenz in den letzten Jahren durch Corona zeigte sich in 2023 wieder eine steigende Frequenz zu den Vorjahren. Die Buchhandlung hat durch die steigenden Onlineumsätze neue Kunden dazugewonnen und plant diese weiter auszubauen. In 2024 wird ein neuer überarbeiteter Webshop online gehen. Durch die Verlängerung bestehender gewonnener Schulbuchausschreibungen und weiterer offener Ausschreibungen wird der Rechnungsumsatz voraussichtlich im Umsatz konstant bleiben. Eine Ansiedlung weiterer Geschäfte in der näheren Umgebung, könnte ebenfalls für eine gleichbleibende Kundenfrequenz in der Innenstadt sorgen. Die steigenden Buchpreise am Markt sorgen dafür, dass sich der Durchschnittsbon leicht erhöht hat und somit die gestiegenen Kosten zum Teil aufgefangen werden. Durch die Anmietung einer weiteren Immobilie in unmittelbaren Entfernung zur Buchhandlung, welche als Buchlager dient, kann der Onlineumsatz weiter ausgebaut werden.

 

Braunschweig, den 24. Mai 2024

Buchhandlung Graff GmbH

gez. Joachim Wrensch

gez. Frederick Wrensch

Geschäftsführung

Bei dem Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die (ggf. nach § 327 HGB) für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Buchhandlung Graff GmbH, Braunschweig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Buchhandlung Graff GmbH, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Buchhandlung Graff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Braunschweig, den 28. Mai 2024

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