Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 6672
Vorher
Haniel Baustoff-Industrie Porenbeton Holding GmbHHaniel Baustoffe GmbH
Eingetragen
14.6.2002
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen StoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
a) der Import und der Export von Waren aller Art, insbesondere von Baustoffen und Bauelementen, Hauszubehör und Einrichtungsgegenständen, Werkzeugen, Montagegeräten und Maschinen, die der Herstellung und Verarbeitung von Baustoffen und Bauelementen dienen, sowie insbesondere auch die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Baustoffen. b) das Halten und Verwalten von Gesellschaften, die im Bereich der Entwicklung, Herstellung, Erwerb und Vertrieb von Baustoffen aller Art, insbesondere von Porenbeton und Kalksandsteinen, tätig sind. Die Gesellschaft kann die genannten Tätigkeiten selbst ausüben, die Geschäftsführung übernehmen und sich an Unternehmen beteiligen, die Baustoffe aller Art herstellen, mit diesen Erzeugnissen handeln und die damit zusammenhängenden Transporte ausführen, sowie alles tun, was geeignet ist, den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Michael Dr. Leicht
seit 24.2.2026
Geschäftsführer
Stefan Pohlmann
seit 15.10.2025
Prokura
Marc André Werner
seit 15.10.2025
Prokura
Torsten Schoch
seit 15.10.2025
Geschäftsführer
Joana Ney
seit 9.4.2025
Prokura
Andreas Schutt
seit 9.4.2025
Prokura
Philipp Lindemann
seit 25.7.2024
Prokura
Ramona Tooren
seit 18.7.2024
Prokura
Prokura
Dana Gronemann
seit 24.3.2023
Prokura
Davide Papavero
seit 17.8.2021
Geschäftsführer
Cécile Fages
seit 20.7.2021
Prokura
Christophe Clemente
seit 11.2.2021
Geschäftsführer
Andreas Frie
seit 16.12.2020
Prokura
Daniel Peter
seit 8.9.2020
Prokura
Dörte Conrad
seit 20.9.2019
Prokura
Jörg Kochan
seit 14.8.2019
Geschäftsführer
Michael Bundschuh
seit 3.8.2018
Prokura
Lennart Henny
seit 8.2.2018
Prokura
Ilka Hoffmann
seit 18.10.2017
Prokura
Nicole Rebling
seit 10.8.2017
Prokura
Geschäftsführer
Markus Heße
seit 23.2.2017
Prokura
Florian Ziegler
seit 23.2.2017
Prokura
Dirk Grosche
seit 13.4.2016
Prokura
Volker Dr. Löhnig
seit 21.3.2012
Prokura
Harry Hoffmann
seit 20.6.2011
Geschäftsführer
Frank Fuchs
seit 19.7.2007
Prokura
Andreas van Briel
seit 14.8.2006
Prokura
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Xella International S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.100.100 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xella Baustoffe GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023

der Xella Baustoffe GmbH

1. Geschäftstätigkeit

Die Xella Baustoffe GmbH nimmt mit den Beschäftigten ihrer Stabsabteilungen strategische und operative Aufgaben in den Bereichen Beschaffung, IT-Services, Human Resources, Marketing, Produktmanagement und Engineering wahr, so dass sie das Profil einer operativen Führungsholding besitzt. Sie ist eine von mehreren Zwischenholdinggesellschaften der Geschäftseinheit (GE) Baustoffe der Xella Gruppe und als eine direkte Tochtergesellschaft der Xella International GmbH, Duisburg, über diese mittelbar mit der Führungsgesellschaft der GE Baustoffe, der XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, verbunden. Mit Ausnahme der Xella Tochtergesellschaften in den Ländern Belgien, Niederlande und Polen sind die operativen Aktivitäten der GE Baustoffe unter der Xella Baustoffe GmbH gebündelt. Die gesamte operative Organisation ist über die Zwischenholdings der zu dem Privat Equity Unternehmen Lone Star gehörenden Führungsgesellschaft LSF10 XL Investments S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg unterstellt.

Die operativen Beteiligungen der Gesellschaft entwickeln, produzieren und vertreiben hochwertige, ökologische und nachhaltige Wandbaustoffe und mineralische Dämmstoffe, die sowohl im Neubau (Wohn- und Nichtwohnbau) als auch im Renovierungssektor Anwendung finden. Ergänzungsprodukte und Dienstleistungen vervollständigen das Angebot als Vollsortimenter. Mit den Marken Ytong, Hebel und Silka ist sie im Verbund der GE Baustoffe einer der großen Hersteller von Porenbeton und Kalksandstein europaweit. Mit Multipor bieten die operativen Einheiten der Gesellschaft ihren Kunden eine mineralische, nicht brennbare und ökologische Dämmplatte.

Als Holdinggesellschaft wird die Xella Baustoffe GmbH in ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich von der Geschäftsentwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften beeinflusst.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist konzernintern sowohl durch Einbindung in den Cash-Pool der Xella International GmbH und den damit verfügbaren Barmitteln als auch über den mittelbaren Zugang zu den nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien des Transaktionsfinanzierungsvertrages aus dem Ankauf der Xella Gruppe durch Lone Star, sichergestellt. Dieser hat aktuell eine Laufzeit bis 2028.

Das primäre Ziel der Finanzierung der Xella Gruppe besteht unverändert in der Aufrechterhaltung einer jederzeit ausreichenden Liquiditätsversorgung zur Sicherstellung der uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften der Xella Gruppe. Darüber hinaus werden durch das aktive Finanzmanagement finanzielle Spielräume geschaffen.

Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling der Xella Gruppe spiegelt sich die Liquidität der Gesellschaft auch in ihren Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wider.

2. Erläuterungen zur konjunkturellen Entwicklung

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung schwach. Auswirkungen der Inflation, die darauf reagierenden Geldpolitik mit steigenden Zinsen sowie der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine führten zu einer Stagnation in Europa. Dies wirkte sich auch negativ auf die Bauwirtschaft aus. Die stagnierende Wirtschaft in Europa führte zu einem deutlich geringerem Neubauvolumen und einem Rückgang der Baugenehmigungen und beeinträchtigte auch unsere Beschaffungsmärkte.

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ging auch in 2023 in den meisten Ländern zurück. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) verzeichnet in seinem Sommergutachten vom Juni 2024 ein globales Welthandelsvolumen von -1,9 % für das Jahr 2023. Mit Blick auf Europa verzeichnet das IfW für die Europäische Union ein Wachstum von +0,6 % nach +3,6 % im Vorjahr. Diese Abschwächung der Dynamik ist vor allem auf die Stagnation Deutschlands zurückzuführen, das innerhalb der EU ein Gewicht von fast einem Viertel hat. Laut IfW stagniert das BIP in Deutschland im Jahr 2023 mit 0,0 % nach +1,9 % im Jahr 2022.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Blickt man auf die letzten Jahre im Bauwesen zurück, so trafen günstige Finanzierungsbedingungen auf eine starke Nachfrage und ein starkes Wirtschaftswachstum. Daher wurde eine Art Abschwächung auf ein moderateres Wachstum erwartet. Aber mit Beginn der Covid 19 Pandemie in 2020 kam es zu einem abrupten Nachfragerückgang und damit verbunden ein Rückgang der Neubautätigkeit. Im Jahr 2021 war das Ausmaß der raschen Erholung dem rapiden Rückgang ähnlich (V-förmige Erholung), teilweise bedingt durch finanzielle und politische Unterstützung durch die Regierungen, wobei es von Land zu Land Unterschiede gab. Der Krieg in der Ukraine und die steigende Inflation in verschiedenen Sektoren stoppten den Aufschwung und führten zu einer Rezession in Europa. Im Jahr 2023 begann vor allem im europäischen Wohnungsbau ein schwerer Abschwung.

Die Forscher von Euroconstruct, einem europäischen Netzwerk von Wirtschaftsinstituten, das die Bauwirtschaft in 19 europäischen Ländern erfasst, schätzten in der neusten Prognose per Juni 2024 für die von ihnen beobachteten Länder im Jahr 2023 einen Rückgang der gesamten Bauproduktion inkl. Tiefbau von -1,4 % nach +2,6 % im Jahr 2022.

Es gibt mehrere Gründe, warum die meisten der 19 erfassten Länder des Euroconstruct-Netzwerks in ihrer Bautätigkeit nach unten zeigen: stark steigende Zinsen und Baupreise, hohe Inflation, Kaufkraftverlust der privaten Haushalte, schwächeres Wirtschaftswachstum, angespannte öffentliche Haushaltslage, sinkende Immobilienpreise, Rentabilitätsüberlegungen, die in der Summe zu mehr Unsicherheit führen.

Nach der Prognose der Forschungsgruppe Euroconstruct per Juni 2024 sinken die gesamten Neubauinvestitionen im Hochbau, einschließlich Wohn- und Nichtwohngebäuden, um -6,3 % im Jahr 2023 gegenüber +1,8 % im Jahr 2022 und +3,5 % im Jahr 2021.

Unsere Produkte werden nicht nur im Neubau, sondern auch bei der Renovierung eingesetzt, zum Beispiel unsere Multipor Mineraldämmplatten. Generell ist das Renovierungsvolumen weniger konjunkturabhängig, da die Nachfrage auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tendenziell stabiler ist als im Neubaubereich. Die Klimaziele innerhalb der Europäischen Union und die Bedeutung des Gebäudebestands für die Erreichung dieser Ziele werden die Renovierungsaktivitäten in diesem Jahrzehnt unterstützen.

Das prognostizierte Volumen an Renovierungsarbeiten für Wohngebäude in der Euroconstruct-Zone ging in 2023 um nur -0,5% zurück, während der Neubau um -9,7% deutlich schrumpfte.

3. Ertragslage der Xella Baustoffe GmbH

Der Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH weist im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 93,9 Mio. € (VJ 99,1 Mio. €) aus. Dieser Rückgang resultiert u. a. in einem deutlich niedrigeren Beteiligungsergebnis von 85,2 Mio. € (VJ 106,8 Mio. €), wobei die Erträge aus Beteiligungen nochmals um +23,6 Mio. € ansteigen, während die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen durch Restrukturierungsmaßnahmen und deutlich geringerem operativen Geschäft in der Xella Deutschland GmbH um -43,3 Mio. € sinken und die Aufwendungen aus Verlustübernahmen um -1,9 Mio. € steigen. Zur Entwicklung des Beteiligungsergebnis verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind um -3,4 Mio. € auf 31,7 Mio. € gesunken und beinhalten im Wesentlichen Dienstleistungen bestimmter Stabsabteilungen gegenüber anderen Gesellschaften innerhalb der Xella Gruppe. Rückläufig waren hier insbesondere die Erlöse aus IT-Services, Management-Umlagen und Umsatzerlösen aus dem Engineering Geschäft mit Dritten. Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist in Einmalerträgen aus dem Abgang von Finanzanlagen i. H. v. 9,0 Mio. € begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, gegenüber dem Vorjahr bereinigt um Umgliederungen in den Materialaufwand i. H. v. 1,8 Mio. €, im Wesentlichen durch niedrigere Instandhaltungsaufwendungen um 2,7 Mio. € gesunken. Das Zinsergebnis hat sich aufgrund gestiegener Marktzinsen signifikant um 7,7 Mio. € verbessert.

4. Vermögenslage der Xella Baustoffe GmbH

Das Vermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 insgesamt 971,4 Mio. € (VJ 978,3 Mio. €) und besteht überwiegend aus Finanzanlagen i. H. v. 693,3 Mio. € (VJ 708,2 Mio. €) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 262,2 Mio. € (VJ 250,7 Mio. €). Die Finanzanlagen haben sich um 14,9 Mio. € reduziert. Der Rückgang steht insbesondere im Zusammenhang mit der Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen i. H. v. 13,3 Mio. € und erhaltenen Netto-Tilgungszahlungen für Ausleihungen an verbundene Unternehmen i. H. v. 1,6 Mio. €. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 11,5 Mio. € angestiegen. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Cash Pooling und dem Verrechnungsverkehr mit der Xella International GmbH und ist im Wesentlichen in den Zahlungseingängen für die veräußerten Finanzanlagen begründet. Zugänge im Bereich der erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte u. ä. Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen entfallen im Wesentlichen auf Digitalisierungsprojekte.

5. Finanzlage der Xella Baustoffe GmbH

Auf der Passivseite der Bilanz entfallen 942,6 Mio. € auf Eigenkapital und 28,8 Mio. € auf Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 97 %, nach 96 % im VJ. Die wesentlichen Veränderungen auf der Passivseite entfallen auf durch Tilgungen gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und einem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Xella Baustoffe GmbH hat das Ziel, ihre personellen, natürlichen und finanziellen Ressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bestmöglich einzusetzen. Entsprechend wird die Leistungsfähigkeit der Xella Baustoffe GmbH und ihrer Tochterunternehmen nicht nur durch finanzielle, sondern auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt.

6.1. Mitarbeitende

Kompetente, leistungsfähige und engagierte Mitarbeitende sind die Basis für den Erfolg und die Weiterentwicklung der Xella Baustoffe GmbH. Ziel ist es, auf den verschiedenen betrieblichen Ebenen und entsprechend den fachlichen Anforderungen eine jederzeit hinreichende Zahl sehr gut qualifizierte und hoch engagierte Mitarbeitende zu beschäftigen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dazu tragen die Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeitenden ebenso bei wie eine faire, leistungsorientierte Vergütung, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und flexible Möglichkeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Höchste Priorität hat die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.

Zum 31. Dezember 2023 waren in der Xella Baustoffe GmbH auf 169 Mitarbeitende (VJ 164) beschäftigt (Headcount).

Bewerberansprache und Rekrutierung

Der Bereich Human Resources unterstützt alle Funktionsbereiche bei der Suche nach kompetenten Fach- und Führungskräften. Im Jahr 2023 lag ein Schwerpunkt auf der Einführung unseres neu gestalteten Jobportals in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland mit einem moderneren und benutzerfreundlicheren Rahmen. Darüber hinaus haben wir an unserem Marketingkonzept gearbeitet, um bestimmte Mitarbeitergruppen wie Auszubildende über die sozialen Medien anzusprechen und zu gewinnen.

Damit positioniert sich die Xella Baustoffe GmbH als modernes, transparentes und zukunftsorientiertes Unternehmen.

Bindung und Verpflichtung von Mitarbeitern

Im Herbst 2023 führten wir eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durch, um das Engagement der Mitarbeiter zu messen, d. h. ihre Motivation, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen, und um unsere Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten aus Sicht der Mitarbeiter zu ermitteln. Die Teilnahmequote lag auf einem hohen Niveau. Unser Engagement-Index - basierend auf 11 Faktoren wie Beziehung zu Vorgesetzten und Kollegen, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Lernmöglichkeiten - wurde mit 3,8 von 5 Punkten bewertet.

Aus- und Weiterbildung

Durch die berufliche Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden möchte die Xella Baustoffe GmbH die Qualifikationen und Erfahrungen der Belegschaft den sich wandelnden Anforderungen der Industrie und Arbeitswelt anpassen und somit auch den zukünftigen Erfolg sichern. Daher bieten wir unseren Mitarbeitenden und Führungskräften eine breite Palette an internen und externen Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen in verschiedenen Formen an. Junge Talente werden im Rahmen der Ausbildungs- und Traineeprogramme gefördert.

6.2. Arbeitssicherheit

Sicherheit steht bei Xella ganz oben auf der Liste der Grundwerte. Wir betrachten Sicherheit nicht einfach als eine Priorität, die sich leicht ändern könnte, sondern als Teil unserer Unternehmenskultur; Sicherheit ist die Art und Weise, wie wir in jedem Aspekt unseres Geschäfts arbeiten (Entwurf, Herstellung, Lieferung, Installation usw.). Der Schutz unserer Mitarbeiter, die im Mittelpunkt unseres Geschäfts stehen, und die Gewährleistung, dass sie nach jedem Arbeitstag sicher zu ihren Familien nach Hause zurückkehren, ist ein zentraler Grundsatz unserer Geschäftspraxis.

Die Gesamtverantwortung dafür liegt bei der Konzernleitung, aber die Sicherheit ist in der Führung unserer Manager und in der Mentalität unserer Mitarbeiter verankert. Die Grundlage unserer Gesundheits- und Sicherheitsstandards bildet die Konzernrichtlinie für Gesundheit und Sicherheit, die die Risikobewertung, die Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter, die Untersuchung von Vorfällen und die Berichterstattung umfasst. Audits, Inspektionen und eine regelmäßige Berichterstattung über Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren sorgen für Transparenz über Leistung und Fortschritt in diesem Bereich.

Zusätzlich zu diesen organisatorischen Sicherheitsverbesserungen und trotz widriger Marktbedingungen blieben wir 2023 konsequent und investierten weiter in Sicherheitsverbesserungen.

Unser Hauptaugenmerk lag auch im Jahr 2023 auf der weiteren Umsetzung unserer Sicherheitskultur, die von unseren Führungskräften vorangetrieben wird.

6.3. Corporate Governance / Compliance

Xella will ein vertrauenswürdiger, verlässlicher Geschäftspartner sein, der ein hohes Ansehen genießt. Dementsprechend haben wir ein Compliance-Management-System implementiert, um zu unterstützen, dass sich alle Mitarbeiter an die gesetzlichen Vorgaben sowie unsere internen Regeln und Richtlinien halten. Wir betrachten Compliance nicht nur als eine notwendige Aufgabe, sondern auch als ein Mittel zur Förderung eines ethischen Arbeitsumfelds und einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Alle Compliance-Instrumente und -Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und an die regulatorischen Anforderungen sowie an Veränderungen im Risikoumfeld angepasst. Unser Compliance-Management-System umfasst "Integrity Reporting Channels", ein Meldesystem für unsere Mitarbeiter und externe Stakeholder, um uns vertraulich über vermeintliche externe (rechtliche) und interne Compliance-Verstöße zu informieren (Whistleblowing). Relevante Compliance-Risiken werden im Rahmen unseres regelmäßigen Risikomanagementprozesses ermittelt und mit dem Management erörtert.

6.4. Digitalisierung

In der aktuellen Wirtschaftslage, die durch einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum und qualifizierten Arbeitskräften auf den Baustellen gekennzeichnet ist, bemühen wir uns als Xella effiziente Bau- und Renovierungslösungen anzubieten. Die Digitalisierung unserer Prozesse steht im Mittelpunkt dieser Agenda.

Wir verfügen über eine Reihe digitaler Lösungen, die es uns ermöglichen, unsere Produkte schneller zu unseren Kunden zu bringen und sie dabei unterstützen, effizienter und kostengünstiger zu bauen und die Gesamtkosten deutlich zu senken.

7. Darstellung der Chancen und Risiken

7.1. Chancenbericht

Die Beurteilung und Nutzung von Chancen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Unser Ziel ist es, interne und externe Chancen, die sich positiv auf unseren wirtschaftlichen Erfolg auswirken können, zu identifizieren und die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen zu definieren.

Zur zeitnahen Erkennung möglicher Chancen beobachten und analysieren wir kontinuierlich unsere Märkte, das Wettbewerbsumfeld sowie globale Trends. Wir stehen im ständigen Kontakt mit unseren Stakeholdern, insbesondere mit unseren Kunden, Lieferanten und Regulatoren, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Für die Xella Baustoffe GmbH ergeben sich wesentliche Chancen aus der Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, der Fortführung der Digitalisierungsstrategie, einer Verbesserung unserer finanziellen Basis, Steigerungen der Effizienz und gegebenfalls auch durch Wachstum infolge von sich anbietenden Akquisitionen. Da die Ertragslage der Xella Baustoffe GmbH auch vom Ausschüttungsverhalten und von Ergebnisübernahmen der Tochtergesellschaften beeinflusst ist, bestehen auch Chancen durch die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit, Energie- und Resourceneffizienz, die erhöhte Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und Innovationen.

7.2. Risikobericht

Die Xella Baustoffe GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Xella Gruppe eingebunden. Es ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und -bewältigung.

In der Xella Gruppe werden regelmäßig alle konzernrelevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines gruppeneinheitlichen Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und dem Risikomanagement Board zur Festlegung der Risikobehandlung vorgelegt. Regelmäßige Planung und die kontinuierliche Berichterstattung aus den einzelnen Geschäftsbereichen sind wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die für die Xella Gruppe relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet, vorausschauend gesteuert und überwacht werden.

Operative Risiken der direkten und indirekten Tochtergesellschaften

Operative Risiken können die Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen in die Xella Baustoffe GmbH negativ beeinflussen. Zu diesen operativen Risiken gehören globale und geopolitische Risiken, Absatz- und Wettbewerbsrisiken, Umweltrisiken, produktionstechnische Risiken, Beschaffungsrisiken sowie rechtliche Risken, die infolge von Produktfehlern trotz einer ständigen Produktionskontrolle und Produktüberwachung entstehen können.

Informationssicherheits- und Datenschutz-Risiken

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind verschiedenen Informationssicherheitsrisiken ausgesetzt. Risiken können durch menschliche Fehler, organisatorische oder technische Abläufe und/oder Sicherheitslücken in der Informationsverarbeitung entstehen. Dadurch können die Vertraulichkeit von Daten, die Verfügbarkeit von Systemen und die Integrität von Informationen gefährdet werden. Wir haben Strukturen und Prozesse implementiert, die sicherstellen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen der Datenschutz Grund-Grundverordnung (DSGVO) und ggf. weiterer nationaler Gesetzgebungen verarbeitet werden. Alle relevanten Mitarbeitenden werden im verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten geschult und die Aufmerksamkeit durch Sensibilisierungskampagnen aufrechterhalten. Auch jeder neue Vertragspartner oder Dienstleister wird auf die Einhaltung der Anforderungen des Datenschutzes geprüft. Da die Datenschutzorganisation Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist, ermöglicht sie uns die Umsetzung neuer Anforderungen zu implementieren, um das Risiko der Nichteinhaltung zu mindern.

Die Risikosituation der Cyber-/Informationssicherheit bei Xella ergibt sich aus der zunehmenden globalen Bedrohungslage. Cyberattacken auf Unternehmen haben ein hohes Niveau erreicht. Entsprechend erweitern wir unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen, aktualisieren interne Prozesse und Regelungen und führen regelmäßig Sicherheitstests durch.

Regulatorische Risiken

Die Xella-Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Derzeit werden die Eintrittswahrscheinlichkeit der regulatorischen Risiken und deren Einfluss auf die finanzielle Situation und das geplante operative Ergebnis als gering eingeschätzt.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird zur Abbildung der buchhalterischen Vorgänge Standardsoftware eingesetzt, wobei die Zugriffsberechtigungen der Beteiligten differenziert geregelt sind. Es besteht eine klare Aufgabenabgrenzung. Grundsätze der Funktionstrennung, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip, sind Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird stichprobenartig innerhalb eines risikoorientierten Prüfungsplans durch das Corporate Internal Audit geprüft. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister erstellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher rechnungslegungsbezogenen Risiken wird daher als gering eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Xella Baustoffe GmbH ist mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierbei sind im Wesentlichen Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsänderungs-, Währungs- und Marktrisiken zu nennen, die beispielsweise Preisveränderungen auf den Rohstoffmärkten umfassen können. Das Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagementsystems besteht darin finanzielle Risiken zu überwachen und zu reduzieren. Das Management legt die Richtlinien für das finanzwirtschaftliche Risikomanagementsystem und die generellen Verfahren fest, um die Xella Gruppe gegen finanzielle Risiken abzusichern. Die Xella Gruppe verfügt über eine eigene Treasury Abteilung, die entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung solcher Risiken ergreift, nachdem sie die finanziellen Risiken identifiziert, analysiert und abgeschätzt hat. Sie berät die Gesellschaften der Xella Gruppe und führt eigene Absicherungsgeschäfte durch. Finanzielle Risiken können sich aus der Volatilität der Devisen- und Kapitalmärkte ergeben. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen sowie künftiger Zahlungsströme werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Die Anlage unserer liquiden Mittel im Inland erfolgt im Rahmen des Cash Poolings bei der Xella International GmbH, die ihrerseits die Guthaben bei verschiedenen Banken mit guter Bonität anlegt, so dass unser Risiko bei Ausfall einzelner Kreditinstitute reduziert ist.

Personalrisiko

Das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg der Xella Baustoffe GmbH.

Personalrisiken ergeben sich unter anderem durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation. Scheiden Mitarbeitende in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus, fließen wichtiges Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen ab und es besteht die Gefahr, die Positionen nicht gleichwertig und zeitnah nachzubesetzen. Attraktive Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle, vielfältige Karriereperspektiven, umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und ein modernes und gesundes Arbeitsumfeld sollen Personalrisiken begrenzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dieses Risikos werden aber als gering eingeschätzt.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Nach Überprüfung der Risikolage zum 31. Dezember 2023 liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Xella Baustoffe GmbH gefährden. Auch für die Zukunft, und insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen des andauernden Ukraine Kriegs sind bisher keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

8. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick

8.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 sind die Energiekosten gesunken, die Inflation hat sich verlangsamt, die Reallöhne steigen langsam, aber die Unsicherheit bleibt bei allen Wirtschaftsakteuren hoch. Diese Vorsicht beruht auf geopolitischen Spannungen wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine oder der zunehmend instabilen Lage im Nahen und Mittleren Osten, die sich auch auf die Lieferketten auswirken. Hinzu kommen weitere wirtschaftliche Kämpfe, eine uneinheitliche Wirtschaftspolitik wie in Europa oder innenpolitische Unsicherheiten wie in den USA. Unter diesen Umständen gehen die Forscher des IfW in ihrem Sommergutachten vom Juni 2024 für die Weltwirtschaft von einem Wachstum von +3,2 % im Jahr 2024 nach +3,2 % im Jahr 2023 aus, wobei das Wachstum vor allem von Staaten außerhalb Europas getragen wird.

8.2. Branchenbezogene Entwicklung

Während das IfW für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts ein wenig optimistisch ist, sind die Aussichten für die Bauwirtschaft weniger optimistisch, da viele dämpfende Faktoren auch in den nächsten Jahren anhalten und sowohl für die Nachfrage- als auch für die Angebotsseite deutlichen Gegenwind darstellen: verschärfte Finanzierungsbedingungen, immer noch hohe Kreditzinsen, erhöhte Baupreise, Kaufkraftverlust bei privaten Investoren, angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand, mehr Unsicherheiten, schwächeres Wirtschaftswachstum, was die Chance auf einen schnellen Aufschwung der Bauwirtschaft verhindert.

Infolgedessen ist das Vertrauen in das europäische Baugewerbe stetig gesunken, und die geringe Nachfrage spielt eine immer wichtigere Rolle, was sich auch an den Auftragsbeständen ablesen lässt. Laut Euroconstruct wird für die Neubauinvestitionen im Hochbau in der Euroconstruct-Zone für 2024 ein weiterer Rückgang von -6,3% prognostiziert und erst ab 2025 mit einer leichten Stabilisierung von +0,5% gerechnet. Am stärksten betroffen ist nach Ansicht der Euroconstruct-Experten der Wohnungsneubau, für den ein Rückgang von insgesamt -9,5 % im Jahr 2024 prognostiziert wird, während die Investitionen in den Nichtwohnungsneubau in der Euroconstruct-Zone nur um -2,4 % zurückgehen werden. Das Renovierungssegment wird als ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Situation des gesamten Bausektors angesehen. Euroconstruct prognostiziert für den Renovierungsmarkt in den Ländern des Euroconstruct-Netzwerks (Wohnungs- und Nichtwohnungsbau) einen moderaten Rückgang von -2,3 % im Jahr 2024, nach einem stabilen Jahr 2023.

8.3. Entwicklung der Beschaffungsmärkte

Xella geht davon aus, dass die Beschaffungsmärkte auch im Jahr 2024 unter Inflationsdruck stehen werden. Insbesondere die Rohstoffe, die Xella für die Produktion einsetzt, werden aufgrund des oligopolistischen Charakters der Märkte unter Kostendruck bleiben (z.B. Kalk, Zement, Sand, Gips). Im Allgemeinen nimmt die Verfügbarkeit zu, und für fast alle Rohstoffmärkte ist bereits ein Nachfragerückgang absehbar. Eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten, Kostenmanagement und die Förderung strategischer Liefer- und Kostenverbesserungsprojekte sind nach wie vor erforderlich, um die allgemeinen Marktentwicklungen zu bewältigen und künftige Chancen zu nutzen.

Die hohen Lagerbestände der europäischen Erdgasspeicherunternehmen Ende 2023, verbunden mit einem relativ warmen Winterwetter und einem Rückgang der Energienachfrage, haben zu stabilen Preisen Anfang 2024 geführt. Wir gehen davon aus, dass dieses Preisniveau anhalten wird, wenn die bestehenden Konflikte (z. B. der Krieg in der Ukraine) nicht eskalieren und keine neuen Konflikte aufflammen.

8.4. Geplante Ertragslage der Xella Baustoffe GmbH

Aufgrund der oben genannten Entwicklungen und Prognosen kommen wir zu folgender Einschätzung:

Für 2024 planen wir für die berichtende Xella Baustoffe GmbH mit einem operativen Ergebnis (vor Sondereffekten) leicht unter Vorjahresniveau. Das Beteiligungsergebnis schätzen wir deutlich unterhalb des Vorjahres ein. Hier hat die schwierige wirtschaftliche Situation bereits in 2023 bei einigen unserer Auslandstochtergesellschaften zu signifikanten Gewinneinbußen geführt, was zu entsprechend niedrigeren Ausschüttungen/Dividendenzahlungen in 2024 führen wird. Die zeitgleich vereinnahmten Erträge aus Ergebnisabführungen erwarten wir aufgrund der anhaltendenden Flaute im Bausektor und niedriger Margen nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Zu erwartende Zinssenkungen dürften auch das positive Zinsergebnis absinken lassen. Dem entsprechend planen wir gegenüber dem Vorjahr für 2024 insgesamt mit einem deutlich geringeren Ergebnis nach Steuern.

8.5. Geplante Finanz- und Liquiditätslage der Xella Baustoffe GmbH

Die Xella Baustoffe GmbH ist in das Cash-Pooling der Xella Gruppe eingebunden, so dass sich die Liquidität der Gesellschaft auch in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen widerspiegelt, insbesondere gegenüber der Xella International GmbH. Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und auf Basis des Finanzmittelbestandes von 208,4 Mio. € (VJ 212,9 Mio. €) zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ist die Finanzierung der Xella Baustoffe GmbH für das gesamte Jahr 2024 gesichert. Dies gilt auch im Hinblick auf eventuell erneut eintretende wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch den Ukraine Krieg. Die Liquidität ist durch die Einbindung in den Cash-Pool der Xella Gruppe gewährleistet, deren lang- und kurzfristige Finanzierung wiederum durch das bestehende SFA (Senior Facilities Agreement) zur Finanzierung des Erwerbes der Xella Gruppe durch Lone Star gesichert ist. Die Vereinbarung hat aktuell eine Laufzeit bis April 2028.

 

Duisburg, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Thomas Bois

Christophe Clemente

Dr. Jens Kimmig

Jörg Kochan

Davide Papavero

Patrik Polakovic

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.398 5.118
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.818 11.683
13.216 16.801
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 57 0
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 586 754
643 754
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 685.486 697.130
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.903 5.556
3. Beteiligungen 3.766 5.374
4. Sonstige Ausleihungen 144 144
693.299 708.204
707.158 725.759
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 44 146
44 146
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30 127
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 262.232 250.740
3. Sonstige Vermögensgegenstände 606 151
262.868 251.018
262.912 251.164
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.331 1.372
971.401 978.295

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100 1.100
II. Kapitalrücklage 607.659 607.659
III. Andere Gewinnrücklagen 16 16
IV. Gewinnvortrag 333.861 333.861
942.636 942.636
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.595 12.541
2. Sonstige Rückstellungen 11.471 12.162
25.066 24.703
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224 4.082
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.076 5.816
3. Sonstige Verbindlichkeiten 387 1.058
(davon aus Steuern T€ 239; Vorjahr T€ 207)
3.687 10.956
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12 0
971.401 978.295

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse
a) Umsatzerlöse mit Fremden 949 1.832
b) Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 30.795 33.302
31.744 35.134
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.601 2.982
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.522 -12.516
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.680 -15.741
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.047 -3.059
(davon für Altersversorgung T€ 967; Vorjahr T€ 1.094)
-18.727 -18.800
5. Abschreibungen auf
a) immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.952 -4.793
b) Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0 -311
-4.952 -5.104
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.428 -10.927
7. Erträge aus Beteiligungen 82.150 58.521
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 79.982; Vorjahr T€ 57.716)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 4.970 48.317
9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -1.921 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.693 2.223
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 9.666; Vorjahr T€ 2.205)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -226 -451
(davon an verbundene Unternehmen T€ 0; Vorjahr T€ 233)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -528 -260
13. Ergebnis nach Steuern 93.854 99.119
14. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 93.854 99.119
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -93.854 -99.119
16. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben

Die Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, hat ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB Nr. 6672). Sie steht über ihre Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, als abhängiges Unternehmen unter der Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l, Luxemburg. Als deren Tochtergesellschaft ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden.

Der Jahresabschluss trägt diesen Unternehmensverbindungen Rechnung.

Der Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Xella Baustoffe GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Angaben im Jahresabschluss erfolgen in T€ und können aufgrund von Rundungsdifferenzen um T€ 1 abweichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die selbst geschaffenen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und -bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung- außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer von 5 - 10 Jahren, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten für ein in Vorjahren entwickeltes gruppeneinheitliches Finanz- und Warenwirtschaftssystems.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt auch hier i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer planmäßig linear.

Es gelten folgende Nutzungsdauern:

Gebäude / Ausbauten in Mieträumen 2 Jahre
Technische Anlagen 7 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 20 Jahre

Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Die Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden direkt im sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht.

Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über € 250 bis zu € 800 aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung i. S. d. § 253 Abs.3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Ausleihungen sind zum Nominalwert bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Zuschreibungen von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen i. S. d. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB werden auf Anschaffungs- und Herstellungskosten - ggf. unter Berücksichtigung der fortgeführten planmäßigen Abschreibungen - vorgenommen, soweit die Gründe für die Abwertung nicht mehr bestehen.

2. Vorräte

Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird bei Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Aus- und Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß den Vorschriften des § 253 HGB unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt worden. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB das Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (bis 2015 sieben Jahre) in Anspruch genommen, der sich bei einer angenommenen pauschalen Laufzeit von 14 Jahren ergibt. Dieser betrug zum Zeitpunkt der Berechnung 1,83 % (VJ 1,78 %). Der prognostizierte Zinssatz weicht um 0,01 %-Punkte von den durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen ab. Wesentliche Auswirkungen aus der Anwendung des prognostizierten Zinssatzes haben sich nicht ergeben. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen) resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 178, der ausschüttungsgesperrt jedoch nicht abführungsgesperrt ist. Weiterhin wurden der Berechnung ein Gehaltstrend von 3,0 % (VJ 3,0 %), ein Rententrend von 2,50 % (VJ 2,25 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden in Abhängigkeit von Alter und Dienstzeit berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag entsprechend der Laufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde ebenfalls auf Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der Berechnung liegen die gleichen Bewertungsparameter und Annahmen wie den Pensionsrückstellungen zugrunde.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

8. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet.

9. Fremdwährungsforderungen und - Verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenbriefkurs bzw. zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Forderung bzw. Verbindlichkeit oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Unrealisierte Gewinne aus der Umrechnung von langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden somit nicht berücksichtigt.

10. Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden Organschaft mit der XI (BM) Holdings GmbH werden keine latenten Steuern im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens werden im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. In den hier ausgewiesenen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen (T€ 4.952) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 373 T€ auf nicht mehr genutzte Applikationen eines Cloudvertrages enthalten. Zuschreibungen außerplanmäßiger Abschreibungen aus Vorjahren wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Bei den erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten u. ä. Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen, entfallen die Zugänge (T€ 1.082) im Wesentlichen auf Digitalisierungsprojekte wie die Einbindung in einen Marktplatz für Bauprojekte (Building Companion template + Chat/Messaging / T€ 610) und eine Building Information Modelling Software (BIM Core / T€ 301).

Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Neugründung der Xella Gradbene Storitive SI D.O.O., Kisovec/SI und die Abgänge den Verkauf der Anteile an der Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/Russland.

Die Zugänge bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen (T€ 757) entfallen im Wesentlichen auf Auszahlungen noch nicht ausgeschöpfter Kredite zzgl. kapitalisierter Zinsen an die Xella Slovensko spol. S.r.o., Sastin-Straze/SK (T€ 502) und die Xella Italia S.R.L., Grassobbio/IT (T€ 253). Die Abgänge (T€ 2.409) resultieren aus planmäßigen Zins- und Tilgungszahlungen der Xella Italia S.R.L., Grassobbio/IT (T€ 2.000) und der XELLA Shared Service Center S.R.L., Sibiu/RO (T€ 409).

Bei den Beteiligungen betreffen die Abgänge den Verkauf unserer Anteile an der Ytong Caucasus LLC, Tbilisi/Georgien.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023 ist diesem Anhang beigefügt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

Xella Baustoffe GmbH

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte ohne Werte 17.415 0 0 17.415
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.527 1.082 0 28.609
44.942 1.082 0 46.024
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16 60 0 76
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 3.048 117 -157 3.008
3. Anlagen im Bau 11 0 0 11
3.075 177 -157 3.095
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 721.607 19 -11.663 709.963
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.556 757 -2.410 3.903
3. Beteiligungen 7.318 0 -3.216 4.102
4. Sonstige Ausleihungen 144 0 0 144
734.625 776 -17.289 718.112
782.642 2.035 -17.446 767.231
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte ohne Werte 12.297 1.720 0 14.017
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.844 2.947 0 18.791
28.141 4.667 0 32.808
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16 3 0 19
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.294 282 -154 2.422
3. Anlagen im Bau 11 0 0 11
2.321 285 -154 2.452
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.477 0 0 24.477
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 1.944 0 -1.608 336
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
26.421 0 -1.608 24.813
56.883 4.952 -1.762 60.073
Nettowerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte ohne Werte 3.398 5.118
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.818 11.683
13.216 16.801
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 57 0
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 586 754
3. Anlagen im Bau 0 0
643 754
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 685.486 697.130
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.903 5.556
3. Beteiligungen 3.766 5.374
4. Sonstige Ausleihungen 144 144
693.299 708.204
707.158 725.759

2. Vorräte

Die Handelswaren (T€ 44 / VJ T€ 146) betreffen das Engineering-Geschäft.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 262.232 / VJ T€ 250.740) resultieren aus Finanzforderungen in Form von kurzfristigen Ausleihungen und Forderungen aus dem Konzernverrechnungsverkehr der Xella Gruppe. Sie beinhalten eine Forderung gegen die Gesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, i. H. v. T€ 208.421 (VJ T€ 212.850).

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 606 / VJ T € 151) beinhalten hauptsächlich eine Forderung gegen das verkaufte ehemals verbundene Unternehmen Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/RU (T€ 363) und Lizenzforderungen an Dritte (T€ 180).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 1.331 / VJ T€ 1.372) enthält im Wesentlichen abgegrenzte IT-Wartungskosten.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 1.100; auch die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 607.659 und der Gewinnvortrag in Höhe von T€ 333.861 haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die anderen Gewinnrücklagen i. H. v. T€ 16 beinhalten ebenfalls unverändert die erfolgsneutralen Effekte aus der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG zum 01.01.2010.

Gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag wurde der Jahresüberschuss i. H. v. T€ 93.854 (VJ T€ 99.119) an die Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, abgeführt.

6. Rückstellungen

Bei den Pensionsrückstellungen (T€ 13.595 / VJ T€ 12.541) ergab sich durch die Umstellung nach BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbedarf i. H. v. T€ 1.647. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Danach wird den Pensionsrückstellungen von diesem einmaligen Rückstellungsbedarf bis zum Jahr 2024 jährlich 1/15 in Höhe von T€ 110 als Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB erfolgswirksam zugeführt. Der in der verbleibenden Übergangszeit bis 2024 noch zuzuführende Betrag der Unterdeckung beträgt zum Bilanzstichtag T€ 110.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 11.471 / VJ T€ 12.162) setzen sich aus langfristigen Rückstellungen (T€ 3.470 / VJ T€ 3.350) und kurzfristigen Rückstellungen (T€ 8.001 / VJ T€ 8.812) zusammen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 7.059), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.620) und Rückstellungen für Preis- und Zahlungsdifferenzen (T€ 1.386).

7. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Stand zum 31.12.2023
T€
Bis 1 Jahr
T€
Über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Stand zum 31.12.2022 bis 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224 2.224 0 0 4.082
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.076 1.076 0 0 5.816
Sonstige Verbindlichkeiten 386 386 0 0 1.058
(davon aus Steuern) (239) (239) (0) (0) (207)
3.686 3.686 0 0 10.956

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Zum 31.12.2023 bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.076) beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus dem Konzernverrechnungsverkehr (T€ 1.046).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederung

Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt die Gliederung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) in der Fassung des BilRUG zugrunde.

2. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen mit Fremden (T€ 949 / VJ T€ 1.832) sind Erlöse aus dem Anlagenbaugeschäft (T€ 116 / VJ T€ 1.510), Lizenzerträge (T€ 652 / VJ T€ 311) und sonstige Erlöse (T€ 181 / VJ T€ 11) enthalten.

Unter den Umsatzerlösen mit Konzerngesellschaften (T€ 30.795 / VJ T€ 33.302) werden Erträge aus Betriebs- und Verwaltungskostenumlagen (T€ 30.052 / VJ T€ 32.485) und Erlöse aus dem Anlagenbaugeschäft (T€ 743 / VJ T€ 817) ausgewiesen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Sonstige betriebliche Erträge (periodisch)
Erträge aus dem Abgang von immat. Vermögenswerten und Sachanlagen 0 2
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 9.025 0
Kursgewinne (realisiert) 97 0
Gewinne aus der Umrechnung von Fremdwährungsposten zum Stichtag 889 801
Sonstige 105 52
10.116 855
Sonstige betriebliche Erträge (aperiodisch)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.299 1.078
Erträge aus der Zuschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände 0 8
Sonstige 186 41
2.485 2.127
12.601 2.982

Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen ergeben sich aus den Veräußerungen unserer Anteile an der Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/RU und der Ytong Caucasus LLC, Tbilisi/Georgien.

4. Materialaufwand

Der Materialaufwand (T€ 14.522 / VJ T€ 12.516) resultiert im Wesentlichen aus eingekauften IT-Dienstleistungen und IT-Wartungskosten (T€ 14.081 / VJ T€ 11.640) welche im direkten Zusammenhang mit den unter den Umsatzerlösen mit Konzerngesellschaften ausgewiesenen Erträgen aus IT-Dienstleistungen stehen. IT-Wartungskosten in Höhe von T€ 1.760 werden in diesem Jahr erstmals unter den bezogenen Leistungen im Materialaufwand ausgewiesen. Weiterhin enthalten sind bezogene Waren und Leistungen für das Anlagenbaugeschäft (T€ 441 / VJ T€ 876).

5. Personalaufwand

Bei den Personalkosten (T€ 18.727 / VJ T€ 18.800) konnten die tariflichen Erhöhungen bei fast unveränderter Anzahl der Mitarbeiter im Wesentlichen durch niedrigere variable Vergütungen mehr als kompensiert werden.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen (periodisch)
Betriebs- und Verwaltungskosten an verbundene Unternehmen 1.372 1.102
Reise- und Marketingkosten 629 621
Instandhaltung 29 3.987
Rechts- und Beratungskosten 321 669
Mieten und Pachten 1.129 1.175
Sonstige Betriebs- und Verwaltungskosten an Dritte 1.393 2.135
Kursverluste (realisiert) 919 856
Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsposten zum Stichtag 441 228
Sonstige 57 29
6.290 10.802
Sonstige betriebliche Aufwendungen (aperiodisch)
Sonstige 28 15
28 15
Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 110 110
6.428 10.927

Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen in niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen begründet. Im Berichtsjahr werden zudem Kosten in Höhe von T€ 1.760 erstmals im Materialaufwand ausgewiesen.

7. Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis (T€ 85.199 / VJ T€ 106.838) beinhaltet Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahmen und setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

Beteiligungsergebnis 2023
T€
2022
T€
Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
Xella Aircrete Systems GmbH, Duisburg 0 313
Xella Deutschland GmbH, Duisburg 0 45.065
Silikalzit Marketing GmbH, München 4.970 2.939
4.970 48.317
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
Xella Aeroblock Centre ZAO, Moskau, Russia 0 569
Xella CZ, s.r.o., Hrušovany u Brna, Czech Republic 37.674 30.804
Xella Magyarország KFt., Budapest, Hungary 9.747 17.032
Xella Slovensko, spol. s.r.o., Šaštín-Stáže, Slovakia 7.361 6.324
Xella Ro S.R.L., Bucuresti, Romania 17.359 0
Xella Sverige AB, Solna, Sweden 1.030 0
Xella Italia S.R.L., Grassobio, Italy 6.812 2.987
79.983 57.716
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
Türk Ytong Sanayi A.Ş. 2.167 805
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages / Ergebnisabführungsvertrages
übernommene Verluste
Xella Deutschland GmbH, Duisburg -216 0
Xella Aircrete Systems GmbH, Duisburg -1.705 0
-1.921 0
Gesamt 85.199 106.838

8. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis (T€ 9.467 / VJ T€ 1.772) weist unter "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" im Wesentlichen Zinserträge von verbundenen Unternehmen (T€ 9.666 / VJ T€ 2.205) aus. Die "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (T€ 226 / VJ T€ 218).

9. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 528/ VJ T€ 260) resultieren aus anrechenbaren ausländischen Quellensteuern, welche aufgrund des negativen steuerlichen Einkommens auf Ebene der Organträgerin XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, nicht in Anrechnung gebracht werden können.

10. Ergebnis

Aufgrund des mit Datum vom 01.12.2008 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss (T€ 93.854 / VJ T€ 99.119) an die Xella International GmbH, Duisburg, abgeführt.

V. Sonstige Angaben

1. Konzernzugehörigkeit

Die Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, steht über ihre Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, im Mehrheitsbesitz und unter Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg. Die LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in den die Xella Baustoffe GmbH einbezogen ist. Als deren Tochterunternehmen ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der befreiende Konzernabschluss der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, wird in englischer Sprache sowohl beim Handelsregister Luxemburg, Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, als auch bei der das Unternehmensregister führenden Stelle in Deutschland eingereicht und offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU angewendet werden, aufgestellt und weicht insoweit von den geltenden deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ab.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für ausgelegte Bürgschaften bestand zum Bilanzstichtag ein Obligo von T€ 348 (VJ T€ 257). Diese wurden ausschließlich zugunsten von verbundenen Unternehmen herausgegeben und sind allesamt unbesichert. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Im April 2021 wurde das bisherige SFA-Darlehen zur Finanzierung der Xella Gruppe im Rahmen einer Refinanzierung durch ein neues SFA-Darlehen mit verlängerter Laufzeit bis April 2028 (vorher Oktober 2026), abgelöst. Die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) hat sich von 175 Mio. € auf 283 Mio. € erhöht. Zur Besicherung des neuen Konsortialdarlehens (Term Loan B) sind unverändert sowohl Bankkonten als auch die Geschäftsanteile an ausgewählten Beteiligungen mit allen damit verbundenen Rechten und Ansprüchen verpfändet.

Der Buchwert der hierfür verpfändeten Vermögenswerte beläuft sich zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr auf T€ 510.714 und beinhaltet ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme ist weiterhin als gering einzustufen. Das SFA (Senior Facilities Agreement) basiert unverändert auf einer sogenannten Covenant-lite Struktur, die im Wesentlichen keine sogenannten Maintenance Covenants enthält. Lediglich die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von 283 Mio. € beinhaltet einen auf den Verschuldungsgrad bezogenen Covenant, der einen hinreichend großen Puffer aufweist. Zudem ist die Einhaltung dieses einzigen Covenants nur dann nachzuweisen, wenn die Revolving Credit Facility mit mehr als 40% ihres Gesamtbetrages in Anspruch genommen ist. Eine Inanspruchnahme fand im Geschäftsjahr nicht statt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen für Büroflächen und Geschäftsausstattung i. H. v. T€ 4.949 (VJ T€ 5.663), davon T€ 4.866 (VJ T€ 5.529) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Zuge der Transaktion aus Einbringung und anschließender Verschmelzung des Porenbetonwerks Atella's DOC Airconcrete in/auf die Xella Italia S.r.l. hat der neue Mitgesellschafter für seine Anteile an der Xella Italia S.r.l. ein Andienungsrecht an die Xella Baustoffe GmbH erworben. Hieraus kann der Gesellschaft in der Zukunft eine Verpflichtung erwachsen diese Anteile dann aufkaufen zu müssen.

3. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken setzt die Xella Baustoffe GmbH derivative Finanzinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag ergeben sich folgende Werte:

Nominalwerte
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Devisentermingeschäfte/Forwards 26.348 -554

Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte mit der Xella International GmbH, die diese im Rahmen ihrer Funktion als Konzernbank mit externen Dritten (i. d. R. Banken) abschließt und dann als sogenannte Innenderivate an die betreffenden Konzerngesellschaften durchleitet. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Die Derivate, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden nach dem Einzelbewertungsgrundsatz, Realisations- und Vorsichtsprinzip bilanziert. D.h. weisen die Derivate am Bilanzstichtag evtl. einen positiven Marktwert auf, der die Anschaffungskosten übersteigt, wird dieser Differenzbetrag nicht bilanziert. Die Derivate, die zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufweisen, werden, sofern sie nicht effektiver Teil einer Bewertungseinheit sind, unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen Devisenterminkontrakte werden einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

4. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden keine Aufwendungen für Entwicklung und Forschung getätigt.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine nennenswerten Ereignisse ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten.

6. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Thomas Bois, Wien/Österreich

Chief Executive Officer

 

Christophe Clemente, Villennes-sur-Seine/Frankreich

Chief Operating Officer

 

Dr. Jens Kimmig, Bonn

Chief Financial Officer

 

Jörg Kochan, Wiederstedt

Master Expert of Technical Development

 

Davide Papavero, Duisburg

Chief Technical Officer

 

Patrik Polakovic, Bratislava

Chief Purchase Officer

7. Bezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge für die Geschäftsführer betragen im Berichtsjahr T€ 1.291 (VJ T€ 1.640). Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 113 (VJ T€ 117) gebildet und die Zahlungen an diese Personengruppe belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 7 (VJ T€ 7).

8. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 162 Angestellte (VJ 163) beschäftigt.

 

Duisburg, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Thomas Bois

Christophe Clemente

Dr. Jens Kimmig

Jörg Kochan

Davide Papavero

Patrik Polakovic

HDE0564 Xella Baustoffe GmbH

Anteilsbesitzliste zum 31.12.2023

Nr. Name und Sitz der Beteiligung Eigenkapital in T€ 1) Ergebnis in T€ 1) Gehalten von Anteile
in %
Verbundene Unternehmen
Inland
HDE0025 YTONG Bausatzhaus GmbH, Duisburg 3.947 (447) 2) HDE0561 100,00
HDE0057 Kalksandsteinwerke Thörl & Meyer GmbH, Munster 75 4 HDE0561 50,00
HDE0058 Kalksandsteinwerke Thörl & Meyer GmbH & Co. KG, Seevetal 2.720 166 HDE0561 59,00
HDE0510 Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH, Duisburg 28.076 7.299 HDE0561 61,50
HDE0561 Xella Deutschland GmbH, Duisburg 151.168 45.065 2) HDE0564 100,00
HDE0563 KS-INVEST Unternehmensbeteiligungs- und Vermögensverwaltungs GmbH, Duisburg 312 137 2) HDE0561 100,00
HDE0593 KS Baustoffwerke Blatzheim Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Kerpen 66 2 HDE0510 100,00
HDE0594 KS Baustoffwerke Blatzheim GmbH & Co. KG, Kerpen 6.885 3.383 HDE0510 100,00
HDE0769 SILIKALZIT Marketing GmbH, Munich 103 2.939 2) HDE0564 100,00
HDE0771 Porenbetonwerk EUROPOR GmbH, Boxberg 4.122 562 HDE0774 51,00
HDE0774 Xella Aircrete Systems GmbH, Duisburg 541 313 2) HDE0564 100,00
Ausland
HAT0035 Xella Porenbeton Österreich GmbH, Loosdorf, Austria 1.950 (1.400) HAT0037 100,00
HAT0037 Xella Baustoffe Alpe-Adria Holding GmbH, Loosdorf, Austria 11.061 1.362 HDE0564 100,00
HBA0330 Ytong BH doo, Tuzla, Bosnia-Herzegovina 2.812 1.689 HAT0037 76,00
HBG0042 Xella Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgaria 88 (90) HDE0564 100,00
HBG0145 Xella TCS EOOD, Sofia, Bulgaria 271 82 HDE0564 100,00
HCH0036 Xella Porenbeton Schweiz AG , Zurich, Switzerland 1.202 129 HDE0564 100,00
HCN0405 Shanghai Xella Consulting Co., Ltd. (Management Company), Shanghai, China 13 856 HDE0564 100,00
HCZ0034 Xella CZ, s.r.o., Hrušovany u Brna, Czech Republic 42.447 36.653 HDE0564 99,90
HDE0501 0,10
HDK0082 Xella Danmark A/S, Løsning, Denmark 7.886 897 HDE0564 100,00
HFR0772 Xella Thermopierre S.A., Saint Savin, France 6.789 3.358 HDE0564 99,999998
HDE0501 0,000002
HHR1332 Ytong porobeton d.o.o., Zagreb, Croatia 1.873 332 HDE0564 100,00
HHU0031 Xella Magyarország Építoanyagipari KFt., Budapest, Hungary 12.501 9.714 HDE0564 100,00
HIT0039 Xella Italia s.r.l., Grassobbio, Italy 39.176 9.332 HDE0564 73,00
HNO0088 Xella Norge A/S, Drammen, Norway 954 82 HDE0564 100,00
HRO0047 XELLA RO S.R.L, Bukarest, Romania 54.012 14.998 HDE0564 99,99999
HHU0031 0,00001
HRO0142 Simcor VAR S.R.L., Targu Jiu, Romania 7.072 (180) HRO0047 100,00
HRO0148 Xella Shared Service Center S.R.L., Sibiu, Romania 156 147 HDE0564 100,00
HRS0146 PGP "Rapid" a.d. Apatin, Apatin, Serbia (235) HYU0045 73,15
HSE0092 Xella Sverige AB , Malmö, Sweden 2.746 845 HDE0564 100,00
HSI0044 XELLA porobeton SI, d.o.o., Kisovec, Slovenia 5.675 1.512 HAT0037 99,796
HSI0150 Xella gradbene storitve SI d.o.o. (Xella GS SI d.o.o.), Kisovec, Slovenia HDE0564 100,00
HSK0758 Xella Slovensko, spol. s.r.o., Šaštín-Stráže, Slovakia 10.340 7.419 HDE0564 99,90
HDE0501 0,10
HUS0793 Xella Aircrete North America, Inc., Atlanta, U.S.A. (21.612) 39 HDE0564 100,00
HYU0045 Xella Srbija d.o.o., Vreoci, Serbia 16.905 3.275 HAT0037 100,00
Assoziierte Unternehmen
Inland
XDE561A Kalksandsteinwerk Rückersdorf GmbH & Co. KG, Rückersdorf 1.437 780 HDE0561 50,00
XDE563A Kalksandsteinwerk Wendeburg, Radmacher GmbH & Co. KG, Wendeburg 8.030 862 HDE0563 28,00
Ausland
XDE564C Türk Ytong Sanayi A.Ş., Istanbul, Turkey 29.848 20.693 HDE0564 25,41
Sonstige Beteiligungen mit mehr als 20 % Beteiligungsquote
Inland
XDE058A Baumaterial Recyclinggesellschaft mbH, Seevetal 288 30 HDE0058 50,00
Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)
Ausland
XDE564A Siporex, S.A., Barcelona, Spain 60 - HDE0564 100,00

1) Letzter verfügbarer lokaler Abschluss i. d. R. 31.12.2022

2) Ergebnisabführungsvertrag

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xella Baustoffe GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xella Baustoffe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 23. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ronald Koch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 02.09.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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