Xella International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wiedija Doronica Aartsen-Debipersad seit 24.2.2026 | Prokura |
Michael Dr. Leicht seit 24.2.2026 | Geschäftsführer |
Stefan Pohlmann seit 15.10.2025 | Prokura |
Marc André Werner seit 15.10.2025 | Prokura |
Torsten Schoch seit 15.10.2025 | Geschäftsführer |
Joana Ney seit 9.4.2025 | Prokura |
Andreas Schutt seit 9.4.2025 | Prokura |
Philipp Lindemann seit 25.7.2024 | Prokura |
Ramona Tooren seit 18.7.2024 | Prokura |
Radmila Dr. Petrovic seit 1.6.2023 | Prokura |
Dana Gronemann seit 24.3.2023 | Prokura |
Davide Papavero seit 17.8.2021 | Geschäftsführer |
Cécile Fages seit 20.7.2021 | Prokura |
Christophe Clemente seit 11.2.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Frie seit 16.12.2020 | Prokura |
Daniel Peter seit 8.9.2020 | Prokura |
Dörte Conrad seit 20.9.2019 | Prokura |
Jörg Kochan seit 14.8.2019 | Geschäftsführer |
Michael Bundschuh seit 3.8.2018 | Prokura |
Lennart Henny seit 8.2.2018 | Prokura |
Ilka Hoffmann seit 18.10.2017 | Prokura |
Nicole Rebling seit 10.8.2017 | Prokura |
Klaus Jens-Michael Dr. Kimmig seit 12.7.2017 | Geschäftsführer |
Markus Heße seit 23.2.2017 | Prokura |
Florian Ziegler seit 23.2.2017 | Prokura |
Dirk Grosche seit 13.4.2016 | Prokura |
Volker Dr. Löhnig seit 21.3.2012 | Prokura |
Harry Hoffmann seit 20.6.2011 | Geschäftsführer |
Frank Fuchs seit 19.7.2007 | Prokura |
Andreas van Briel seit 14.8.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Xella International S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
Xella Merchandising GmbHAufgelöst | 100.00% |
Xella Porenbeton Holding GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Xella Baustoffe GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023der Xella Baustoffe GmbH1. GeschäftstätigkeitDie Xella Baustoffe GmbH nimmt mit den Beschäftigten ihrer Stabsabteilungen strategische und operative Aufgaben in den Bereichen Beschaffung, IT-Services, Human Resources, Marketing, Produktmanagement und Engineering wahr, so dass sie das Profil einer operativen Führungsholding besitzt. Sie ist eine von mehreren Zwischenholdinggesellschaften der Geschäftseinheit (GE) Baustoffe der Xella Gruppe und als eine direkte Tochtergesellschaft der Xella International GmbH, Duisburg, über diese mittelbar mit der Führungsgesellschaft der GE Baustoffe, der XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, verbunden. Mit Ausnahme der Xella Tochtergesellschaften in den Ländern Belgien, Niederlande und Polen sind die operativen Aktivitäten der GE Baustoffe unter der Xella Baustoffe GmbH gebündelt. Die gesamte operative Organisation ist über die Zwischenholdings der zu dem Privat Equity Unternehmen Lone Star gehörenden Führungsgesellschaft LSF10 XL Investments S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg unterstellt. Die operativen Beteiligungen der Gesellschaft entwickeln, produzieren und vertreiben hochwertige, ökologische und nachhaltige Wandbaustoffe und mineralische Dämmstoffe, die sowohl im Neubau (Wohn- und Nichtwohnbau) als auch im Renovierungssektor Anwendung finden. Ergänzungsprodukte und Dienstleistungen vervollständigen das Angebot als Vollsortimenter. Mit den Marken Ytong, Hebel und Silka ist sie im Verbund der GE Baustoffe einer der großen Hersteller von Porenbeton und Kalksandstein europaweit. Mit Multipor bieten die operativen Einheiten der Gesellschaft ihren Kunden eine mineralische, nicht brennbare und ökologische Dämmplatte. Als Holdinggesellschaft wird die Xella Baustoffe GmbH in ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich von der Geschäftsentwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften beeinflusst. Die Finanzierung der Gesellschaft ist konzernintern sowohl durch Einbindung in den Cash-Pool der Xella International GmbH und den damit verfügbaren Barmitteln als auch über den mittelbaren Zugang zu den nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien des Transaktionsfinanzierungsvertrages aus dem Ankauf der Xella Gruppe durch Lone Star, sichergestellt. Dieser hat aktuell eine Laufzeit bis 2028. Das primäre Ziel der Finanzierung der Xella Gruppe besteht unverändert in der Aufrechterhaltung einer jederzeit ausreichenden Liquiditätsversorgung zur Sicherstellung der uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften der Xella Gruppe. Darüber hinaus werden durch das aktive Finanzmanagement finanzielle Spielräume geschaffen. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling der Xella Gruppe spiegelt sich die Liquidität der Gesellschaft auch in ihren Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wider. 2. Erläuterungen zur konjunkturellen Entwicklung2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung schwach. Auswirkungen der Inflation, die darauf reagierenden Geldpolitik mit steigenden Zinsen sowie der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine führten zu einer Stagnation in Europa. Dies wirkte sich auch negativ auf die Bauwirtschaft aus. Die stagnierende Wirtschaft in Europa führte zu einem deutlich geringerem Neubauvolumen und einem Rückgang der Baugenehmigungen und beeinträchtigte auch unsere Beschaffungsmärkte. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ging auch in 2023 in den meisten Ländern zurück. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) verzeichnet in seinem Sommergutachten vom Juni 2024 ein globales Welthandelsvolumen von -1,9 % für das Jahr 2023. Mit Blick auf Europa verzeichnet das IfW für die Europäische Union ein Wachstum von +0,6 % nach +3,6 % im Vorjahr. Diese Abschwächung der Dynamik ist vor allem auf die Stagnation Deutschlands zurückzuführen, das innerhalb der EU ein Gewicht von fast einem Viertel hat. Laut IfW stagniert das BIP in Deutschland im Jahr 2023 mit 0,0 % nach +1,9 % im Jahr 2022. 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Blickt man auf die letzten Jahre im Bauwesen zurück, so trafen günstige Finanzierungsbedingungen auf eine starke Nachfrage und ein starkes Wirtschaftswachstum. Daher wurde eine Art Abschwächung auf ein moderateres Wachstum erwartet. Aber mit Beginn der Covid 19 Pandemie in 2020 kam es zu einem abrupten Nachfragerückgang und damit verbunden ein Rückgang der Neubautätigkeit. Im Jahr 2021 war das Ausmaß der raschen Erholung dem rapiden Rückgang ähnlich (V-förmige Erholung), teilweise bedingt durch finanzielle und politische Unterstützung durch die Regierungen, wobei es von Land zu Land Unterschiede gab. Der Krieg in der Ukraine und die steigende Inflation in verschiedenen Sektoren stoppten den Aufschwung und führten zu einer Rezession in Europa. Im Jahr 2023 begann vor allem im europäischen Wohnungsbau ein schwerer Abschwung. Die Forscher von Euroconstruct, einem europäischen Netzwerk von Wirtschaftsinstituten, das die Bauwirtschaft in 19 europäischen Ländern erfasst, schätzten in der neusten Prognose per Juni 2024 für die von ihnen beobachteten Länder im Jahr 2023 einen Rückgang der gesamten Bauproduktion inkl. Tiefbau von -1,4 % nach +2,6 % im Jahr 2022. Es gibt mehrere Gründe, warum die meisten der 19 erfassten Länder des Euroconstruct-Netzwerks in ihrer Bautätigkeit nach unten zeigen: stark steigende Zinsen und Baupreise, hohe Inflation, Kaufkraftverlust der privaten Haushalte, schwächeres Wirtschaftswachstum, angespannte öffentliche Haushaltslage, sinkende Immobilienpreise, Rentabilitätsüberlegungen, die in der Summe zu mehr Unsicherheit führen. Nach der Prognose der Forschungsgruppe Euroconstruct per Juni 2024 sinken die gesamten Neubauinvestitionen im Hochbau, einschließlich Wohn- und Nichtwohngebäuden, um -6,3 % im Jahr 2023 gegenüber +1,8 % im Jahr 2022 und +3,5 % im Jahr 2021. Unsere Produkte werden nicht nur im Neubau, sondern auch bei der Renovierung eingesetzt, zum Beispiel unsere Multipor Mineraldämmplatten. Generell ist das Renovierungsvolumen weniger konjunkturabhängig, da die Nachfrage auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tendenziell stabiler ist als im Neubaubereich. Die Klimaziele innerhalb der Europäischen Union und die Bedeutung des Gebäudebestands für die Erreichung dieser Ziele werden die Renovierungsaktivitäten in diesem Jahrzehnt unterstützen. Das prognostizierte Volumen an Renovierungsarbeiten für Wohngebäude in der Euroconstruct-Zone ging in 2023 um nur -0,5% zurück, während der Neubau um -9,7% deutlich schrumpfte. 3. Ertragslage der Xella Baustoffe GmbHDer Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH weist im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 93,9 Mio. € (VJ 99,1 Mio. €) aus. Dieser Rückgang resultiert u. a. in einem deutlich niedrigeren Beteiligungsergebnis von 85,2 Mio. € (VJ 106,8 Mio. €), wobei die Erträge aus Beteiligungen nochmals um +23,6 Mio. € ansteigen, während die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen durch Restrukturierungsmaßnahmen und deutlich geringerem operativen Geschäft in der Xella Deutschland GmbH um -43,3 Mio. € sinken und die Aufwendungen aus Verlustübernahmen um -1,9 Mio. € steigen. Zur Entwicklung des Beteiligungsergebnis verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind um -3,4 Mio. € auf 31,7 Mio. € gesunken und beinhalten im Wesentlichen Dienstleistungen bestimmter Stabsabteilungen gegenüber anderen Gesellschaften innerhalb der Xella Gruppe. Rückläufig waren hier insbesondere die Erlöse aus IT-Services, Management-Umlagen und Umsatzerlösen aus dem Engineering Geschäft mit Dritten. Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist in Einmalerträgen aus dem Abgang von Finanzanlagen i. H. v. 9,0 Mio. € begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, gegenüber dem Vorjahr bereinigt um Umgliederungen in den Materialaufwand i. H. v. 1,8 Mio. €, im Wesentlichen durch niedrigere Instandhaltungsaufwendungen um 2,7 Mio. € gesunken. Das Zinsergebnis hat sich aufgrund gestiegener Marktzinsen signifikant um 7,7 Mio. € verbessert. 4. Vermögenslage der Xella Baustoffe GmbHDas Vermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 insgesamt 971,4 Mio. € (VJ 978,3 Mio. €) und besteht überwiegend aus Finanzanlagen i. H. v. 693,3 Mio. € (VJ 708,2 Mio. €) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 262,2 Mio. € (VJ 250,7 Mio. €). Die Finanzanlagen haben sich um 14,9 Mio. € reduziert. Der Rückgang steht insbesondere im Zusammenhang mit der Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen i. H. v. 13,3 Mio. € und erhaltenen Netto-Tilgungszahlungen für Ausleihungen an verbundene Unternehmen i. H. v. 1,6 Mio. €. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 11,5 Mio. € angestiegen. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Cash Pooling und dem Verrechnungsverkehr mit der Xella International GmbH und ist im Wesentlichen in den Zahlungseingängen für die veräußerten Finanzanlagen begründet. Zugänge im Bereich der erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte u. ä. Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen entfallen im Wesentlichen auf Digitalisierungsprojekte. 5. Finanzlage der Xella Baustoffe GmbHAuf der Passivseite der Bilanz entfallen 942,6 Mio. € auf Eigenkapital und 28,8 Mio. € auf Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 97 %, nach 96 % im VJ. Die wesentlichen Veränderungen auf der Passivseite entfallen auf durch Tilgungen gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und einem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 6. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Xella Baustoffe GmbH hat das Ziel, ihre personellen, natürlichen und finanziellen Ressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bestmöglich einzusetzen. Entsprechend wird die Leistungsfähigkeit der Xella Baustoffe GmbH und ihrer Tochterunternehmen nicht nur durch finanzielle, sondern auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. 6.1. Mitarbeitende Kompetente, leistungsfähige und engagierte Mitarbeitende sind die Basis für den Erfolg und die Weiterentwicklung der Xella Baustoffe GmbH. Ziel ist es, auf den verschiedenen betrieblichen Ebenen und entsprechend den fachlichen Anforderungen eine jederzeit hinreichende Zahl sehr gut qualifizierte und hoch engagierte Mitarbeitende zu beschäftigen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dazu tragen die Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeitenden ebenso bei wie eine faire, leistungsorientierte Vergütung, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und flexible Möglichkeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Höchste Priorität hat die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Zum 31. Dezember 2023 waren in der Xella Baustoffe GmbH auf 169 Mitarbeitende (VJ 164) beschäftigt (Headcount). Bewerberansprache und Rekrutierung Der Bereich Human Resources unterstützt alle Funktionsbereiche bei der Suche nach kompetenten Fach- und Führungskräften. Im Jahr 2023 lag ein Schwerpunkt auf der Einführung unseres neu gestalteten Jobportals in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland mit einem moderneren und benutzerfreundlicheren Rahmen. Darüber hinaus haben wir an unserem Marketingkonzept gearbeitet, um bestimmte Mitarbeitergruppen wie Auszubildende über die sozialen Medien anzusprechen und zu gewinnen. Damit positioniert sich die Xella Baustoffe GmbH als modernes, transparentes und zukunftsorientiertes Unternehmen. Bindung und Verpflichtung von Mitarbeitern Im Herbst 2023 führten wir eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durch, um das Engagement der Mitarbeiter zu messen, d. h. ihre Motivation, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen, und um unsere Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten aus Sicht der Mitarbeiter zu ermitteln. Die Teilnahmequote lag auf einem hohen Niveau. Unser Engagement-Index - basierend auf 11 Faktoren wie Beziehung zu Vorgesetzten und Kollegen, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Lernmöglichkeiten - wurde mit 3,8 von 5 Punkten bewertet. Aus- und Weiterbildung Durch die berufliche Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden möchte die Xella Baustoffe GmbH die Qualifikationen und Erfahrungen der Belegschaft den sich wandelnden Anforderungen der Industrie und Arbeitswelt anpassen und somit auch den zukünftigen Erfolg sichern. Daher bieten wir unseren Mitarbeitenden und Führungskräften eine breite Palette an internen und externen Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen in verschiedenen Formen an. Junge Talente werden im Rahmen der Ausbildungs- und Traineeprogramme gefördert. 6.2. Arbeitssicherheit Sicherheit steht bei Xella ganz oben auf der Liste der Grundwerte. Wir betrachten Sicherheit nicht einfach als eine Priorität, die sich leicht ändern könnte, sondern als Teil unserer Unternehmenskultur; Sicherheit ist die Art und Weise, wie wir in jedem Aspekt unseres Geschäfts arbeiten (Entwurf, Herstellung, Lieferung, Installation usw.). Der Schutz unserer Mitarbeiter, die im Mittelpunkt unseres Geschäfts stehen, und die Gewährleistung, dass sie nach jedem Arbeitstag sicher zu ihren Familien nach Hause zurückkehren, ist ein zentraler Grundsatz unserer Geschäftspraxis. Die Gesamtverantwortung dafür liegt bei der Konzernleitung, aber die Sicherheit ist in der Führung unserer Manager und in der Mentalität unserer Mitarbeiter verankert. Die Grundlage unserer Gesundheits- und Sicherheitsstandards bildet die Konzernrichtlinie für Gesundheit und Sicherheit, die die Risikobewertung, die Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter, die Untersuchung von Vorfällen und die Berichterstattung umfasst. Audits, Inspektionen und eine regelmäßige Berichterstattung über Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren sorgen für Transparenz über Leistung und Fortschritt in diesem Bereich. Zusätzlich zu diesen organisatorischen Sicherheitsverbesserungen und trotz widriger Marktbedingungen blieben wir 2023 konsequent und investierten weiter in Sicherheitsverbesserungen. Unser Hauptaugenmerk lag auch im Jahr 2023 auf der weiteren Umsetzung unserer Sicherheitskultur, die von unseren Führungskräften vorangetrieben wird. 6.3. Corporate Governance / Compliance Xella will ein vertrauenswürdiger, verlässlicher Geschäftspartner sein, der ein hohes Ansehen genießt. Dementsprechend haben wir ein Compliance-Management-System implementiert, um zu unterstützen, dass sich alle Mitarbeiter an die gesetzlichen Vorgaben sowie unsere internen Regeln und Richtlinien halten. Wir betrachten Compliance nicht nur als eine notwendige Aufgabe, sondern auch als ein Mittel zur Förderung eines ethischen Arbeitsumfelds und einer nachhaltigen Unternehmensführung. Alle Compliance-Instrumente und -Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und an die regulatorischen Anforderungen sowie an Veränderungen im Risikoumfeld angepasst. Unser Compliance-Management-System umfasst "Integrity Reporting Channels", ein Meldesystem für unsere Mitarbeiter und externe Stakeholder, um uns vertraulich über vermeintliche externe (rechtliche) und interne Compliance-Verstöße zu informieren (Whistleblowing). Relevante Compliance-Risiken werden im Rahmen unseres regelmäßigen Risikomanagementprozesses ermittelt und mit dem Management erörtert. 6.4. Digitalisierung In der aktuellen Wirtschaftslage, die durch einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum und qualifizierten Arbeitskräften auf den Baustellen gekennzeichnet ist, bemühen wir uns als Xella effiziente Bau- und Renovierungslösungen anzubieten. Die Digitalisierung unserer Prozesse steht im Mittelpunkt dieser Agenda. Wir verfügen über eine Reihe digitaler Lösungen, die es uns ermöglichen, unsere Produkte schneller zu unseren Kunden zu bringen und sie dabei unterstützen, effizienter und kostengünstiger zu bauen und die Gesamtkosten deutlich zu senken. 7. Darstellung der Chancen und Risiken7.1. Chancenbericht Die Beurteilung und Nutzung von Chancen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Unser Ziel ist es, interne und externe Chancen, die sich positiv auf unseren wirtschaftlichen Erfolg auswirken können, zu identifizieren und die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen zu definieren. Zur zeitnahen Erkennung möglicher Chancen beobachten und analysieren wir kontinuierlich unsere Märkte, das Wettbewerbsumfeld sowie globale Trends. Wir stehen im ständigen Kontakt mit unseren Stakeholdern, insbesondere mit unseren Kunden, Lieferanten und Regulatoren, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Für die Xella Baustoffe GmbH ergeben sich wesentliche Chancen aus der Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, der Fortführung der Digitalisierungsstrategie, einer Verbesserung unserer finanziellen Basis, Steigerungen der Effizienz und gegebenfalls auch durch Wachstum infolge von sich anbietenden Akquisitionen. Da die Ertragslage der Xella Baustoffe GmbH auch vom Ausschüttungsverhalten und von Ergebnisübernahmen der Tochtergesellschaften beeinflusst ist, bestehen auch Chancen durch die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit, Energie- und Resourceneffizienz, die erhöhte Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und Innovationen. 7.2. Risikobericht Die Xella Baustoffe GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Xella Gruppe eingebunden. Es ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und -bewältigung. In der Xella Gruppe werden regelmäßig alle konzernrelevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines gruppeneinheitlichen Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und dem Risikomanagement Board zur Festlegung der Risikobehandlung vorgelegt. Regelmäßige Planung und die kontinuierliche Berichterstattung aus den einzelnen Geschäftsbereichen sind wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die für die Xella Gruppe relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet, vorausschauend gesteuert und überwacht werden. Operative Risiken der direkten und indirekten Tochtergesellschaften Operative Risiken können die Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen in die Xella Baustoffe GmbH negativ beeinflussen. Zu diesen operativen Risiken gehören globale und geopolitische Risiken, Absatz- und Wettbewerbsrisiken, Umweltrisiken, produktionstechnische Risiken, Beschaffungsrisiken sowie rechtliche Risken, die infolge von Produktfehlern trotz einer ständigen Produktionskontrolle und Produktüberwachung entstehen können. Informationssicherheits- und Datenschutz-Risiken Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind verschiedenen Informationssicherheitsrisiken ausgesetzt. Risiken können durch menschliche Fehler, organisatorische oder technische Abläufe und/oder Sicherheitslücken in der Informationsverarbeitung entstehen. Dadurch können die Vertraulichkeit von Daten, die Verfügbarkeit von Systemen und die Integrität von Informationen gefährdet werden. Wir haben Strukturen und Prozesse implementiert, die sicherstellen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen der Datenschutz Grund-Grundverordnung (DSGVO) und ggf. weiterer nationaler Gesetzgebungen verarbeitet werden. Alle relevanten Mitarbeitenden werden im verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten geschult und die Aufmerksamkeit durch Sensibilisierungskampagnen aufrechterhalten. Auch jeder neue Vertragspartner oder Dienstleister wird auf die Einhaltung der Anforderungen des Datenschutzes geprüft. Da die Datenschutzorganisation Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist, ermöglicht sie uns die Umsetzung neuer Anforderungen zu implementieren, um das Risiko der Nichteinhaltung zu mindern. Die Risikosituation der Cyber-/Informationssicherheit bei Xella ergibt sich aus der zunehmenden globalen Bedrohungslage. Cyberattacken auf Unternehmen haben ein hohes Niveau erreicht. Entsprechend erweitern wir unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen, aktualisieren interne Prozesse und Regelungen und führen regelmäßig Sicherheitstests durch. Regulatorische Risiken Die Xella-Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Derzeit werden die Eintrittswahrscheinlichkeit der regulatorischen Risiken und deren Einfluss auf die finanzielle Situation und das geplante operative Ergebnis als gering eingeschätzt. Rechnungslegungsbezogene Risiken Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird zur Abbildung der buchhalterischen Vorgänge Standardsoftware eingesetzt, wobei die Zugriffsberechtigungen der Beteiligten differenziert geregelt sind. Es besteht eine klare Aufgabenabgrenzung. Grundsätze der Funktionstrennung, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip, sind Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird stichprobenartig innerhalb eines risikoorientierten Prüfungsplans durch das Corporate Internal Audit geprüft. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister erstellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher rechnungslegungsbezogenen Risiken wird daher als gering eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Xella Baustoffe GmbH ist mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierbei sind im Wesentlichen Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsänderungs-, Währungs- und Marktrisiken zu nennen, die beispielsweise Preisveränderungen auf den Rohstoffmärkten umfassen können. Das Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagementsystems besteht darin finanzielle Risiken zu überwachen und zu reduzieren. Das Management legt die Richtlinien für das finanzwirtschaftliche Risikomanagementsystem und die generellen Verfahren fest, um die Xella Gruppe gegen finanzielle Risiken abzusichern. Die Xella Gruppe verfügt über eine eigene Treasury Abteilung, die entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung solcher Risiken ergreift, nachdem sie die finanziellen Risiken identifiziert, analysiert und abgeschätzt hat. Sie berät die Gesellschaften der Xella Gruppe und führt eigene Absicherungsgeschäfte durch. Finanzielle Risiken können sich aus der Volatilität der Devisen- und Kapitalmärkte ergeben. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen sowie künftiger Zahlungsströme werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Die Anlage unserer liquiden Mittel im Inland erfolgt im Rahmen des Cash Poolings bei der Xella International GmbH, die ihrerseits die Guthaben bei verschiedenen Banken mit guter Bonität anlegt, so dass unser Risiko bei Ausfall einzelner Kreditinstitute reduziert ist. Personalrisiko Das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg der Xella Baustoffe GmbH. Personalrisiken ergeben sich unter anderem durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation. Scheiden Mitarbeitende in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus, fließen wichtiges Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen ab und es besteht die Gefahr, die Positionen nicht gleichwertig und zeitnah nachzubesetzen. Attraktive Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle, vielfältige Karriereperspektiven, umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und ein modernes und gesundes Arbeitsumfeld sollen Personalrisiken begrenzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dieses Risikos werden aber als gering eingeschätzt. Gesamtbewertung der Risikosituation Nach Überprüfung der Risikolage zum 31. Dezember 2023 liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Xella Baustoffe GmbH gefährden. Auch für die Zukunft, und insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen des andauernden Ukraine Kriegs sind bisher keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 8. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick8.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2023 sind die Energiekosten gesunken, die Inflation hat sich verlangsamt, die Reallöhne steigen langsam, aber die Unsicherheit bleibt bei allen Wirtschaftsakteuren hoch. Diese Vorsicht beruht auf geopolitischen Spannungen wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine oder der zunehmend instabilen Lage im Nahen und Mittleren Osten, die sich auch auf die Lieferketten auswirken. Hinzu kommen weitere wirtschaftliche Kämpfe, eine uneinheitliche Wirtschaftspolitik wie in Europa oder innenpolitische Unsicherheiten wie in den USA. Unter diesen Umständen gehen die Forscher des IfW in ihrem Sommergutachten vom Juni 2024 für die Weltwirtschaft von einem Wachstum von +3,2 % im Jahr 2024 nach +3,2 % im Jahr 2023 aus, wobei das Wachstum vor allem von Staaten außerhalb Europas getragen wird. 8.2. Branchenbezogene Entwicklung Während das IfW für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts ein wenig optimistisch ist, sind die Aussichten für die Bauwirtschaft weniger optimistisch, da viele dämpfende Faktoren auch in den nächsten Jahren anhalten und sowohl für die Nachfrage- als auch für die Angebotsseite deutlichen Gegenwind darstellen: verschärfte Finanzierungsbedingungen, immer noch hohe Kreditzinsen, erhöhte Baupreise, Kaufkraftverlust bei privaten Investoren, angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand, mehr Unsicherheiten, schwächeres Wirtschaftswachstum, was die Chance auf einen schnellen Aufschwung der Bauwirtschaft verhindert. Infolgedessen ist das Vertrauen in das europäische Baugewerbe stetig gesunken, und die geringe Nachfrage spielt eine immer wichtigere Rolle, was sich auch an den Auftragsbeständen ablesen lässt. Laut Euroconstruct wird für die Neubauinvestitionen im Hochbau in der Euroconstruct-Zone für 2024 ein weiterer Rückgang von -6,3% prognostiziert und erst ab 2025 mit einer leichten Stabilisierung von +0,5% gerechnet. Am stärksten betroffen ist nach Ansicht der Euroconstruct-Experten der Wohnungsneubau, für den ein Rückgang von insgesamt -9,5 % im Jahr 2024 prognostiziert wird, während die Investitionen in den Nichtwohnungsneubau in der Euroconstruct-Zone nur um -2,4 % zurückgehen werden. Das Renovierungssegment wird als ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Situation des gesamten Bausektors angesehen. Euroconstruct prognostiziert für den Renovierungsmarkt in den Ländern des Euroconstruct-Netzwerks (Wohnungs- und Nichtwohnungsbau) einen moderaten Rückgang von -2,3 % im Jahr 2024, nach einem stabilen Jahr 2023. 8.3. Entwicklung der Beschaffungsmärkte Xella geht davon aus, dass die Beschaffungsmärkte auch im Jahr 2024 unter Inflationsdruck stehen werden. Insbesondere die Rohstoffe, die Xella für die Produktion einsetzt, werden aufgrund des oligopolistischen Charakters der Märkte unter Kostendruck bleiben (z.B. Kalk, Zement, Sand, Gips). Im Allgemeinen nimmt die Verfügbarkeit zu, und für fast alle Rohstoffmärkte ist bereits ein Nachfragerückgang absehbar. Eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten, Kostenmanagement und die Förderung strategischer Liefer- und Kostenverbesserungsprojekte sind nach wie vor erforderlich, um die allgemeinen Marktentwicklungen zu bewältigen und künftige Chancen zu nutzen. Die hohen Lagerbestände der europäischen Erdgasspeicherunternehmen Ende 2023, verbunden mit einem relativ warmen Winterwetter und einem Rückgang der Energienachfrage, haben zu stabilen Preisen Anfang 2024 geführt. Wir gehen davon aus, dass dieses Preisniveau anhalten wird, wenn die bestehenden Konflikte (z. B. der Krieg in der Ukraine) nicht eskalieren und keine neuen Konflikte aufflammen. 8.4. Geplante Ertragslage der Xella Baustoffe GmbH Aufgrund der oben genannten Entwicklungen und Prognosen kommen wir zu folgender Einschätzung: Für 2024 planen wir für die berichtende Xella Baustoffe GmbH mit einem operativen Ergebnis (vor Sondereffekten) leicht unter Vorjahresniveau. Das Beteiligungsergebnis schätzen wir deutlich unterhalb des Vorjahres ein. Hier hat die schwierige wirtschaftliche Situation bereits in 2023 bei einigen unserer Auslandstochtergesellschaften zu signifikanten Gewinneinbußen geführt, was zu entsprechend niedrigeren Ausschüttungen/Dividendenzahlungen in 2024 führen wird. Die zeitgleich vereinnahmten Erträge aus Ergebnisabführungen erwarten wir aufgrund der anhaltendenden Flaute im Bausektor und niedriger Margen nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Zu erwartende Zinssenkungen dürften auch das positive Zinsergebnis absinken lassen. Dem entsprechend planen wir gegenüber dem Vorjahr für 2024 insgesamt mit einem deutlich geringeren Ergebnis nach Steuern. 8.5. Geplante Finanz- und Liquiditätslage der Xella Baustoffe GmbH Die Xella Baustoffe GmbH ist in das Cash-Pooling der Xella Gruppe eingebunden, so dass sich die Liquidität der Gesellschaft auch in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen widerspiegelt, insbesondere gegenüber der Xella International GmbH. Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und auf Basis des Finanzmittelbestandes von 208,4 Mio. € (VJ 212,9 Mio. €) zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ist die Finanzierung der Xella Baustoffe GmbH für das gesamte Jahr 2024 gesichert. Dies gilt auch im Hinblick auf eventuell erneut eintretende wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch den Ukraine Krieg. Die Liquidität ist durch die Einbindung in den Cash-Pool der Xella Gruppe gewährleistet, deren lang- und kurzfristige Finanzierung wiederum durch das bestehende SFA (Senior Facilities Agreement) zur Finanzierung des Erwerbes der Xella Gruppe durch Lone Star gesichert ist. Die Vereinbarung hat aktuell eine Laufzeit bis April 2028.
Duisburg, den 22. August 2024 Die Geschäftsführung Thomas Bois Christophe Clemente Dr. Jens Kimmig Jörg Kochan Davide Papavero Patrik Polakovic Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023I. Allgemeine AngabenDie Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, hat ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB Nr. 6672). Sie steht über ihre Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, als abhängiges Unternehmen unter der Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l, Luxemburg. Als deren Tochtergesellschaft ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der Jahresabschluss trägt diesen Unternehmensverbindungen Rechnung. Der Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Xella Baustoffe GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Angaben im Jahresabschluss erfolgen in T€ und können aufgrund von Rundungsdifferenzen um T€ 1 abweichen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Die selbst geschaffenen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und -bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung- außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer von 5 - 10 Jahren, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten für ein in Vorjahren entwickeltes gruppeneinheitliches Finanz- und Warenwirtschaftssystems. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt auch hier i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer planmäßig linear. Es gelten folgende Nutzungsdauern:
Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden direkt im sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über € 250 bis zu € 800 aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung i. S. d. § 253 Abs.3 Satz 3 HGB vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Ausleihungen sind zum Nominalwert bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Zuschreibungen von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen i. S. d. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB werden auf Anschaffungs- und Herstellungskosten - ggf. unter Berücksichtigung der fortgeführten planmäßigen Abschreibungen - vorgenommen, soweit die Gründe für die Abwertung nicht mehr bestehen. 2. Vorräte Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird bei Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Aus- und Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß den Vorschriften des § 253 HGB unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt worden. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB das Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (bis 2015 sieben Jahre) in Anspruch genommen, der sich bei einer angenommenen pauschalen Laufzeit von 14 Jahren ergibt. Dieser betrug zum Zeitpunkt der Berechnung 1,83 % (VJ 1,78 %). Der prognostizierte Zinssatz weicht um 0,01 %-Punkte von den durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen ab. Wesentliche Auswirkungen aus der Anwendung des prognostizierten Zinssatzes haben sich nicht ergeben. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen) resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 178, der ausschüttungsgesperrt jedoch nicht abführungsgesperrt ist. Weiterhin wurden der Berechnung ein Gehaltstrend von 3,0 % (VJ 3,0 %), ein Rententrend von 2,50 % (VJ 2,25 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden in Abhängigkeit von Alter und Dienstzeit berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag entsprechend der Laufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde ebenfalls auf Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der Berechnung liegen die gleichen Bewertungsparameter und Annahmen wie den Pensionsrückstellungen zugrunde. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 8. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet. 9. Fremdwährungsforderungen und - Verbindlichkeiten Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenbriefkurs bzw. zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Forderung bzw. Verbindlichkeit oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Unrealisierte Gewinne aus der Umrechnung von langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden somit nicht berücksichtigt. 10. Latente Steuern Aufgrund der bestehenden Organschaft mit der XI (BM) Holdings GmbH werden keine latenten Steuern im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens werden im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. In den hier ausgewiesenen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen (T€ 4.952) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 373 T€ auf nicht mehr genutzte Applikationen eines Cloudvertrages enthalten. Zuschreibungen außerplanmäßiger Abschreibungen aus Vorjahren wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Bei den erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten u. ä. Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen, entfallen die Zugänge (T€ 1.082) im Wesentlichen auf Digitalisierungsprojekte wie die Einbindung in einen Marktplatz für Bauprojekte (Building Companion template + Chat/Messaging / T€ 610) und eine Building Information Modelling Software (BIM Core / T€ 301). Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Neugründung der Xella Gradbene Storitive SI D.O.O., Kisovec/SI und die Abgänge den Verkauf der Anteile an der Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/Russland. Die Zugänge bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen (T€ 757) entfallen im Wesentlichen auf Auszahlungen noch nicht ausgeschöpfter Kredite zzgl. kapitalisierter Zinsen an die Xella Slovensko spol. S.r.o., Sastin-Straze/SK (T€ 502) und die Xella Italia S.R.L., Grassobbio/IT (T€ 253). Die Abgänge (T€ 2.409) resultieren aus planmäßigen Zins- und Tilgungszahlungen der Xella Italia S.R.L., Grassobbio/IT (T€ 2.000) und der XELLA Shared Service Center S.R.L., Sibiu/RO (T€ 409). Bei den Beteiligungen betreffen die Abgänge den Verkauf unserer Anteile an der Ytong Caucasus LLC, Tbilisi/Georgien. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023 ist diesem Anhang beigefügt. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023Xella Baustoffe GmbH
2. Vorräte Die Handelswaren (T€ 44 / VJ T€ 146) betreffen das Engineering-Geschäft. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 262.232 / VJ T€ 250.740) resultieren aus Finanzforderungen in Form von kurzfristigen Ausleihungen und Forderungen aus dem Konzernverrechnungsverkehr der Xella Gruppe. Sie beinhalten eine Forderung gegen die Gesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, i. H. v. T€ 208.421 (VJ T€ 212.850). Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 606 / VJ T € 151) beinhalten hauptsächlich eine Forderung gegen das verkaufte ehemals verbundene Unternehmen Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/RU (T€ 363) und Lizenzforderungen an Dritte (T€ 180). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 1.331 / VJ T€ 1.372) enthält im Wesentlichen abgegrenzte IT-Wartungskosten. 5. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 1.100; auch die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 607.659 und der Gewinnvortrag in Höhe von T€ 333.861 haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die anderen Gewinnrücklagen i. H. v. T€ 16 beinhalten ebenfalls unverändert die erfolgsneutralen Effekte aus der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG zum 01.01.2010. Gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag wurde der Jahresüberschuss i. H. v. T€ 93.854 (VJ T€ 99.119) an die Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, abgeführt. 6. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen (T€ 13.595 / VJ T€ 12.541) ergab sich durch die Umstellung nach BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbedarf i. H. v. T€ 1.647. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Danach wird den Pensionsrückstellungen von diesem einmaligen Rückstellungsbedarf bis zum Jahr 2024 jährlich 1/15 in Höhe von T€ 110 als Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB erfolgswirksam zugeführt. Der in der verbleibenden Übergangszeit bis 2024 noch zuzuführende Betrag der Unterdeckung beträgt zum Bilanzstichtag T€ 110. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 11.471 / VJ T€ 12.162) setzen sich aus langfristigen Rückstellungen (T€ 3.470 / VJ T€ 3.350) und kurzfristigen Rückstellungen (T€ 8.001 / VJ T€ 8.812) zusammen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 7.059), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.620) und Rückstellungen für Preis- und Zahlungsdifferenzen (T€ 1.386). 7. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Zum 31.12.2023 bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.076) beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus dem Konzernverrechnungsverkehr (T€ 1.046). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Gliederung Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt die Gliederung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) in der Fassung des BilRUG zugrunde. 2. Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen mit Fremden (T€ 949 / VJ T€ 1.832) sind Erlöse aus dem Anlagenbaugeschäft (T€ 116 / VJ T€ 1.510), Lizenzerträge (T€ 652 / VJ T€ 311) und sonstige Erlöse (T€ 181 / VJ T€ 11) enthalten. Unter den Umsatzerlösen mit Konzerngesellschaften (T€ 30.795 / VJ T€ 33.302) werden Erträge aus Betriebs- und Verwaltungskostenumlagen (T€ 30.052 / VJ T€ 32.485) und Erlöse aus dem Anlagenbaugeschäft (T€ 743 / VJ T€ 817) ausgewiesen. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen ergeben sich aus den Veräußerungen unserer Anteile an der Xella-Aeroblock-Center Mozhaisk, Moskau/RU und der Ytong Caucasus LLC, Tbilisi/Georgien. 4. Materialaufwand Der Materialaufwand (T€ 14.522 / VJ T€ 12.516) resultiert im Wesentlichen aus eingekauften IT-Dienstleistungen und IT-Wartungskosten (T€ 14.081 / VJ T€ 11.640) welche im direkten Zusammenhang mit den unter den Umsatzerlösen mit Konzerngesellschaften ausgewiesenen Erträgen aus IT-Dienstleistungen stehen. IT-Wartungskosten in Höhe von T€ 1.760 werden in diesem Jahr erstmals unter den bezogenen Leistungen im Materialaufwand ausgewiesen. Weiterhin enthalten sind bezogene Waren und Leistungen für das Anlagenbaugeschäft (T€ 441 / VJ T€ 876). 5. Personalaufwand Bei den Personalkosten (T€ 18.727 / VJ T€ 18.800) konnten die tariflichen Erhöhungen bei fast unveränderter Anzahl der Mitarbeiter im Wesentlichen durch niedrigere variable Vergütungen mehr als kompensiert werden. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen in niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen begründet. Im Berichtsjahr werden zudem Kosten in Höhe von T€ 1.760 erstmals im Materialaufwand ausgewiesen. 7. Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis (T€ 85.199 / VJ T€ 106.838) beinhaltet Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahmen und setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
8. Zinsergebnis Das Zinsergebnis (T€ 9.467 / VJ T€ 1.772) weist unter "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" im Wesentlichen Zinserträge von verbundenen Unternehmen (T€ 9.666 / VJ T€ 2.205) aus. Die "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (T€ 226 / VJ T€ 218). 9. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 528/ VJ T€ 260) resultieren aus anrechenbaren ausländischen Quellensteuern, welche aufgrund des negativen steuerlichen Einkommens auf Ebene der Organträgerin XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, nicht in Anrechnung gebracht werden können. 10. Ergebnis Aufgrund des mit Datum vom 01.12.2008 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss (T€ 93.854 / VJ T€ 99.119) an die Xella International GmbH, Duisburg, abgeführt. V. Sonstige Angaben1. Konzernzugehörigkeit Die Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, steht über ihre Alleingesellschafterin Xella International GmbH, Duisburg, im Mehrheitsbesitz und unter Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg. Die LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in den die Xella Baustoffe GmbH einbezogen ist. Als deren Tochterunternehmen ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der befreiende Konzernabschluss der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, wird in englischer Sprache sowohl beim Handelsregister Luxemburg, Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, als auch bei der das Unternehmensregister führenden Stelle in Deutschland eingereicht und offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU angewendet werden, aufgestellt und weicht insoweit von den geltenden deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ab. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für ausgelegte Bürgschaften bestand zum Bilanzstichtag ein Obligo von T€ 348 (VJ T€ 257). Diese wurden ausschließlich zugunsten von verbundenen Unternehmen herausgegeben und sind allesamt unbesichert. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Im April 2021 wurde das bisherige SFA-Darlehen zur Finanzierung der Xella Gruppe im Rahmen einer Refinanzierung durch ein neues SFA-Darlehen mit verlängerter Laufzeit bis April 2028 (vorher Oktober 2026), abgelöst. Die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) hat sich von 175 Mio. € auf 283 Mio. € erhöht. Zur Besicherung des neuen Konsortialdarlehens (Term Loan B) sind unverändert sowohl Bankkonten als auch die Geschäftsanteile an ausgewählten Beteiligungen mit allen damit verbundenen Rechten und Ansprüchen verpfändet. Der Buchwert der hierfür verpfändeten Vermögenswerte beläuft sich zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr auf T€ 510.714 und beinhaltet ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist weiterhin als gering einzustufen. Das SFA (Senior Facilities Agreement) basiert unverändert auf einer sogenannten Covenant-lite Struktur, die im Wesentlichen keine sogenannten Maintenance Covenants enthält. Lediglich die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von 283 Mio. € beinhaltet einen auf den Verschuldungsgrad bezogenen Covenant, der einen hinreichend großen Puffer aufweist. Zudem ist die Einhaltung dieses einzigen Covenants nur dann nachzuweisen, wenn die Revolving Credit Facility mit mehr als 40% ihres Gesamtbetrages in Anspruch genommen ist. Eine Inanspruchnahme fand im Geschäftsjahr nicht statt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen für Büroflächen und Geschäftsausstattung i. H. v. T€ 4.949 (VJ T€ 5.663), davon T€ 4.866 (VJ T€ 5.529) gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Zuge der Transaktion aus Einbringung und anschließender Verschmelzung des Porenbetonwerks Atella's DOC Airconcrete in/auf die Xella Italia S.r.l. hat der neue Mitgesellschafter für seine Anteile an der Xella Italia S.r.l. ein Andienungsrecht an die Xella Baustoffe GmbH erworben. Hieraus kann der Gesellschaft in der Zukunft eine Verpflichtung erwachsen diese Anteile dann aufkaufen zu müssen. 3. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken setzt die Xella Baustoffe GmbH derivative Finanzinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag ergeben sich folgende Werte:
Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte mit der Xella International GmbH, die diese im Rahmen ihrer Funktion als Konzernbank mit externen Dritten (i. d. R. Banken) abschließt und dann als sogenannte Innenderivate an die betreffenden Konzerngesellschaften durchleitet. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Die Derivate, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden nach dem Einzelbewertungsgrundsatz, Realisations- und Vorsichtsprinzip bilanziert. D.h. weisen die Derivate am Bilanzstichtag evtl. einen positiven Marktwert auf, der die Anschaffungskosten übersteigt, wird dieser Differenzbetrag nicht bilanziert. Die Derivate, die zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufweisen, werden, sofern sie nicht effektiver Teil einer Bewertungseinheit sind, unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen Devisenterminkontrakte werden einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. 4. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr wurden keine Aufwendungen für Entwicklung und Forschung getätigt. 5. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine nennenswerten Ereignisse ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten. 6. Mitglieder der Geschäftsführung
7. Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge für die Geschäftsführer betragen im Berichtsjahr T€ 1.291 (VJ T€ 1.640). Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 113 (VJ T€ 117) gebildet und die Zahlungen an diese Personengruppe belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 7 (VJ T€ 7). 8. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 162 Angestellte (VJ 163) beschäftigt.
Duisburg, den 22. August 2024 Die Geschäftsführung Thomas Bois Christophe Clemente Dr. Jens Kimmig Jörg Kochan Davide Papavero Patrik Polakovic HDE0564 Xella Baustoffe GmbHAnteilsbesitzliste zum 31.12.2023
1) Letzter verfügbarer lokaler Abschluss i. d. R. 31.12.2022 2) Ergebnisabführungsvertrag BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Xella Baustoffe GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Xella Baustoffe GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xella Baustoffe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 23. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Ronald Koch, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 02.09.2024 festgestellt. |
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