VR-Bank Neu-Ulm eG
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Volksbank Neu-Ulm eGNeu-UlmJahresabschluss zum 31.12.2013A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013I. WirtschaftsberichtDie konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde 2013 nochmals durch die insgesamt schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen belastet. Gemäß den aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,4 Prozent über das Vorjahresniveau gestiegen, nachdem es bereits in 2012 mit 0,7 Prozent nur moderat expandiert war. Insbesondere der Jahresauftakt verlief für die deutsche Wirtschaft verhalten. Der rückläufige Außenhandel sowie der ungewöhnlich harte und lang andauernde Winter dämpften die Produktion. Im weiteren Jahresverlauf hellte sich die Wirtschaftslage aber merklich auf. Hierzu trugen nicht zuletzt die nachlassende Unsicherheit über die Entwicklung des Euroraums und eine Belebung des Exportgeschäfts bei. Dennoch gingen vom Außenhandel, ebenso wie von den Investitionsausgaben, auf Jahressicht kaum Wachstumsimpulse aus. Das Wirtschaftswachstum wurde vor allem vom Anstieg der Konsumausgaben getragen. Die privaten Konsumausgaben nahmen um 0,9 Prozent zu, damit etwas stärker als im Vorjahr (+0,8 Prozent). Zur Ausweitung der Konsumausgaben trugen der weitere Beschäftigungsaufbau, steigende Tarifeinkommen und eine Zunahme der monetären Sozialleistungen bei. Zudem wurden die Privathaushalte Anfang 2013 durch eine Senkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung, die Abschaffung der Praxisgebühr und eine leichte Erhöhung des steuerlichen Grundfreibetrages entlastet, was die Konjunktur ebenfalls begünstigte. Nicht nur die privaten, auch die staatlichen Konsumausgaben trug mit einem Beitrag von 0,1 Prozentpunkten aber weniger stark zum Anstieg des Bruttoinlandsproduktes bei als der Privatkonsum mit 0,5 Prozentpunkten. Das Investitionsklima hat sich 2013 verbessert. Die Ausrüstungsinvestitionen, die noch im Vorjahr erheblich zurückgegangen waren, sind zu Jahresbeginn weiter gesunken. Im weiteren Jahresverlauf erholten sie sich doch etwas. Die Investitionsbereitschaft wurde durch die nachlassende Unsicherheit über die wirtschaftspolitische und konjunkturelle Entwicklung sowie die nach wie vor sehr günstigen Finanzierungsbedingungen befördert. Auf Jahressicht gaben die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge jedoch angesichts des schwachen Jahresauftakts nochmals merklich nach. Die Baukonjunktur belebte sich im Jahresverlauf ebenfalls. Die deutlichen Produktionsausfälle des Winters konnten bereits im Frühjahr größtenteils wieder aufgeholt werden. Wachstumsimpulse gingen auch von der Beseitigung der Hochwasserschäden vom Juni aus. Während das Geschäft im Wohnungsbau wegen der günstigen Arbeitsmarkt- und Einkommensperspektiven und der niedigen Zinsen weiterhin rege verlief und auch die öffentlichen Bauinvestitionen zulegten, war die Investitionstätigkeit im Wirtschaftsbau insgesamt schwach. Die Folgen der Staatsschuldenkrise haben sich zu Beginn des Jahres nochmals spürbar in der Außenhandelsstatistik Deutschlands niedergeschlagen. Anders als im Vorjahr konnten die Rückgänge im Exportgeschäft mit den Partnerländern des Euroraums wegen einer insgesamt verhaltenen Weltkonjunktur nur bedingt durch die Nachfrage in den Ländern außerhalb des Währungsgebiets kompensiert werden. Nach dem Auslaufen der Rezession im Euroraum im Frühjahr gewannen die Außenhandelsaktivitäten der deutsche Wirtschaft wieder an Fahrt. Da die Importe (+0,9 Prozent) in ähnlichem Umfang wie die Exporte (+0,8 Prozent) stiegen, hat der Außenhandel für sich betrachtet in 2013 keinen Beitrag zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts geleistet. Nach einem Plus in 2012 schlossen die öffentlichen Haushalte Deutschlands auch das Jahr 2013 abermals mit einem leichten Überschuss ab. Ähnlich wie im Vorjahr standen Finanzierungsdefizite beim Bund und den Ländern Überschüssen bei den Gemeinden und den Sozialversicherungen gegenüber. Gestützt durch die günstige Arbeitsmarktentwicklung sind die Steuereinnahmen insgesamt merklich angestiegen. Allerdings legten die Ausgaben ebenfalls zu, wofür unter anderem die höheren Pflegeversicherungsleistungen und das neu eingeführte Betreuungsgeld verantwortlich waren. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich ungeachtet des verhaltenen Wirtschaftswachstums nach wie vor in einer soliden Grundverfassung. In den Daten zur Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setzen sich die Aufwärtstrends fort. Die Anzahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland ist gemäß den ersten amtlichen Schätzungen im Durchschnitt des Jahres 2013 um 233.000 auf 41,84 Millionen Menschen gestiegen. Das positive Gesamtbild wird allerdings etwas durch die Arbeitslosenzahl getrübt. Diese nahm im Jahresschnitt um 53.000 auf 2,95 Millionen Menschen zu, was in erster Linie aus der Rückführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen resultierte. Die Verbraucherpreise wurden 2013 im Mittel um 1,5 Prozent erhöht. Der Preisauftrieb fiel damit schwächer aus als im Vorjahr (+2,0 Prozent). Teuerungstreibend wirkten sich vor allem die Nahrungsmittelpreise aus, die vor dem Hintergrund von witterungsbedingten Ernteausfällen insbesondere in den Sommermonaten spürbar angehoben wurden. Auch für Haushaltsenergie wie Strom und Gas mussten die Verbraucher deutlich mehr Geld aufwenden. Entlastend wirkten sich hingegen die Preise im Bereich der Gesundsheitspflege aus, die wegen der Abschaffung der Praxisgebühr zurückgingen. Die europäische Staatsschuldenkrise hat in 2013 an Schärfe verloren. Im Zuge einer gestiegenen Konsum- und Investitionsbereitschaft gelang es dem Währungsraum im Frühjahrsquartal, die anderthalb Jahre dauernde Rezession zu überwinden. An den Finanzmärkten und in der Wirtschaft stieg das Vertrauen in eine allmähliche Erholung der Konjunktur und eine schrittweise Überwindung der Staatsschuldenkrise. Auch die Euro-Krisenstaaten profitierten von dieser Entwicklung. Im Fahrwasser der Entspannung im Euroraum verließ Irland zum Ende des Jahres den Rettungsschirm von EU und IWF und meldete sich erfolgreich am Kapitalmarkt zurück. Trotz der eindeutigen Erholungstendenzen fiel die Konjunkturbelebung im Euroraum fragil aus. Ernstzunehmende Abwärtsrisiken blieben im Währungsraum bestehen, wie die Zypernkrise Anfang 2013 zeigte. Vor dem Hintergrund des niedrigen Preisdrucks sowie der fragilen Konjunkturbelebung im Währungsraum verschärfte die Europäische Zentralbank ihre Niedrigzinspolitik in 2013, indem sie im Mai und November zwei weitere Male den Leitzins jeweils einen Viertelprozentpunkt auf 0,25 Prozent senkte. Überdies gab die EZB im Sommer erstmals seit ihrem Bestehen eine Zinsorientierung für die nahe Zukunft ('Forward Guidance') bekannt. Sie erklärte, dass der Leitzins für den europäischen Währungsraum noch für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen oder niedrigeren Niveau belassen werde, solange Inflation, Wirtschaftswachstum und monetäre Dynamik unterdurchschnittlich blieben. Am Europäischen Rentenmarkt hat sich die Lage im Zuge der wirtschaftlichen Erholung in 2013 entspannt. So waren Staatsanleihen aus der Euro-Peripherie insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte zunehmend gefragt, was deren Anleiherenditen zurückgehen ließ. Bundesanleihen verloren hingegen im Jahresverlauf an Zuspruch, wodurch deren Renditen auf Jahressicht zulegten. Ende 2013 lag die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit bei 1,94 Prozent. Das waren 64 Basispunkte mehr als zum Jahresultimo 2012. Die Europäische Gemeinschaftswährung war im vergangenen Jahr ein Gradmesser der ökonomischen Verhältnisse im europäischen Währungsraum. So hatte der Euro zunächst unter einer erneuten Zuspitzung der Staatsschuldenkrise zu leiden. In den Folgemonaten stieg der Euro-Dollar Kurs sichtbar, wenngleich es bis zum Spätsommer wiederholt zu Gegenbewegungen kam. Insbesondere die sich bessernden Aussichten für die Wirtschaft des Euroraums stärkten die Position des Euro gegenüber dem US-Dollar. Darüber hinaus profitierte die europäische Gemeinschaftswährung vom US-Budgetstreit, der im Herbst 2013 immer wieder zu spürbaren Verunsicherungen über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft führte. Am Ende des Jahres lag der Euro-Dollar Kurs bei 1,379 US-Dollar. Das waren mehr als 6 US-Cent mehr als zum Vorjahresultimo. Das vergangene Jahr verlief für den Deutschen Aktienindex (DAX) ausgesprochen erfolgreich. In der ersten Jahreshälfte war die Performance des DAX allerdings noch gedämpft ausgefallen. So hatten die Sorgen um den Währungsraum im Zuge der in Schieflage geratenen zyprischen Wirtschaft sowie Spekulationen um eine weniger expansive Geldpolitik der Federal Reserve den DAX in der ersten Jahreshälfte vorübergehend unter die Marke von 8.000 Punkten gedrückt. Erst in der zweiten Jahreshälfte wechselte der DAX auf die Überholspur. Ausschlaggebend hierfür war in erster Linie das Bekenntnis der weltweit bedeutendsten Notenbanken zu einer Fortsetzung ihrer stark expansiven Geldpolitik. Die fortschreitende wirtschaftliche Erholung in den Industrieländern sorgte für Optimismus an den Finanzmärkten. Die politischen Probleme im Nahen und Fernen Osten wie auch der Haushaltsstreit in den USA konnten die Dynamik der Aktienmärkte dies- wie jenseits des Atlantiks dabei nur vorübergehend hemmen. Zum Ende des Jahres lag der DAX 25 Prozent über dem Vorjahresultimo bei 9.552 Zählern. Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken weisen für das Geschäftsjahr 2013 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung auf. Die addierte Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften nahm um 2,5 Prozent auf 136,2 Milliarden Euro zu. Bei den bilanziellen Kundengeldern konnten eine Steigerung um 2,7 Prozent auf 106,2 Milliarden Euro verzeichnet werden. Das Kreditgeschäft stieg um 5,2 Prozent auf 79,5 Milliarden Euro. Insbesondere die Kreditnachfrage von Unternehmen und Selbstständige entwickelte sich positiv. Darin spiegelt sich die Investitionsfreude des bayerischen Mittelstands sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen wider. I.2 Geschäftsverlauf der Volksbank Neu-Ulm eG Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2013 erfolgreich und entsprach im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Im Kreditgeschäft wurden die Ziele übertroffen, da aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds die Nachfrage nach längerfristigen Krediten weiter anhielt. Auch im Dienstleistungsgeschäft, insbesondere in der Kredit-, Bauspar- sowie Versicherungsvermittlung konnten über die Erwartung hinausgehende Ergebnisse erzielt werden. Im Einlagengeschäft wurden die Ziele nicht ganz erreicht, da Mitbewerber teilweise über dem Geld- und Kapitalmarkt liegende Angebote offerierten. Unsere Marktstellung sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft konnte insgesamt behauptet bzw. ausgeweitet werden. Die Prinzipien des genossenschaftlichen Geschäftsmodelles, d. h. insbesondere die Nähe zum Kunden, das dichte Zweigstellennetz, die hohe Automatendichte, die breite Streuung im Kreditgeschäft in Bezug auf Größenklassen und Branchen sowie die gute Ausbildung unserer Mitarbeiter sind unsere zentralen Erfolgsfaktoren. Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild:
Die Bank hat im Berichtszeitraum ein über dem Vorjahr liegendes Wachstum zu verzeichnen, das auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach Krediten zurückzuführen ist.
Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme ist zu Lasten der Wertpapiere deutlich angestiegen. Im Berichtsjahr konnte das Kreditvolumen weiter deutlich ausgeweitet werden. Bei den Wertpapieranlagen wurden ausschließlich konservative Investitionen getätigt.
In der Struktur der Passivseite sind im Berichtsjahr Veränderungen zu verzeichnen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist auf die Refinanzierung des Kundenkreditgeschäfts zurückzuführen. Die Kundengelder reduzierten sich im Berichtsjahr um 0,6 %. Beeinflusst wurde diese Entwicklung unter anderem durch vermehrte Wertpapierkäufe der Kunden. Auch im Geschäftsjahr 2013 sind Verschiebungen in der Struktur der Kundengelder zu verzeichnen. Der Anteil der anderen Einlagen ist auf ca. 79,5 % angewachsen, während sich andererseits der Anteil der Spareinlagen auf 20,5 % ermäßigt hat. Dem gestiegenen Bedarf unserer Kunden nach qualifizierter Beratung wurde Rechnung getragen.
Die bedarfsgerechte umfassende Beratung unserer Mitglieder und Kunden spiegelt sich in den Erlösen im Dienstleistungsgeschäft wieder. Eine Ausweitung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäftes sowie eine deutliche Steigerung bei Vermittlungen im Kredit-, Bauspar- und Versicherungsgeschäft können verzeichnet werden. Ebenfalls konnten die Erträge aus dem Zahlungsverkehr gesteigert werden. Investitionen Neben den laufenden Instandhaltungsmaßnahmen sowie Modernisierungen wurden keine wesentlichen Investitionen in Grundstücke und Gebäude sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Alle Geschäftsstellen verfügen über eine moderne und kundenfreundliche Ausstattung. Personal- und Sozialbereich Durch das angewandte Arbeitszeitmodell Altersteilzeit und die Straffung der Organisation aufgrund der weiter verbesserten technischen Ausstattung waren beim beschäftigten Personal Rückgänge zu verzeichnen. Die Bank beschäftigte zum Jahresende 124 Bankmitarbeiter, darunter 10 Auszubildende. Die betrieblichen Sozialleistungen der Bank bewegen sich im üblichen Rahmen. Die Mitarbeiter werden überwiegend nach den tariflichen Vereinbarungen entlohnt. Die Vergütungen der Mitarbeiter können variable Bestandteile enthalten. Um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, wird von den externen Fortbildungsmöglichkeiten rege Gebrauch gemacht. Darüber hinaus führen wir regelmäßig interne Schulungsmaßnahmen durch. Zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter nutzen wir die Akademien der genossenschaftlichen Bankengruppe in Grainau, Beilngries und Montabaur. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - Entwicklung des Kundenstammes Unsere Kunden stammen nahezu ausschließlich aus dem Einzugsgebiet unserer Bank. Unser Mitglieder- und Kundenbestand bewegt sich etwas über dem Vorjahresniveau. - Gesellschaftliche Reputation Wir unterstützen durch Spenden die sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen oder ähnlich bedeutsamen gesellschaftlichen Bereiche. Unser Unternehmensleitbild (Corporate Identity) ist ausgerichtet auf unsere Mitglieder, Kunden, Mitarbeiter sowie die Bank. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet. I.3. Darstellung der Lage der Volksbank Neu-Ulm eG I.3.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Im Berichtsjahr war ein Anstieg des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch eine deutliche Ausweitung der Kreditvergabe an unsere Mitglieder und Kunden. Die Ausweitung des Provisionsüberschusses um 220 TEUR auf 3.685 TEUR ist zurückzuführen auf eine höhere Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen sowie der gestiegenen Vermittlungstätigkeit. Die Veränderungen der Personalkosten sind zurückzuführen auf tarifliche und arbeitsplatzbezogene Faktoren. Die Steigerung der anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen auf einmalige Aufwendungen für Beratungsleistungen zurückzuführen. Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) konnte von 60,7 % auf 60,3 % verbessert werden und liegt unter der Zielgröße von kleiner oder gleich 65 %. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft werden - nach der Verrechnung mit Erträgen - in Höhe von 583 TEUR (Vorjahr 2.262 TEUR) ausgewiesen. Vom Jahresüberschuss wurden 1.250 TEUR den Rücklagen zugeführt. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 720 TEUR sollen mit Feststellung des Jahresabschlusses 330 TEUR den Rücklagen zugewiesen werden. Das Ergebnis ist - auch im Vergleich mit anderen bayerischen Genossenschaften ähnlicher Größenordnung - als gut zu bezeichnen. Es ermöglicht eine angemessene Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals. Die Entwicklung der Ertragslage hat unsere Erwartungen übertroffen. I.3.2 Finanz- und Liquiditätslage Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Bestände bei den Kundeneinlagen ist eine hohe Liquidität gegeben. Von den Verwerfungen an den Interbank- und Kapitalmärkten ist unsere Genossenschaft in ihrer Finanz- und Liquiditätslage nicht betroffen. Es zeigt sich vielmehr die vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängige Refinanzierungsstruktur, welche überwiegend aus den Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden resultiert. Sowohl die Mindestreservebestimmungen als auch die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung (Liquiditäts- kennziffer) wurden zu jeder Zeit eingehalten und bieten ausreichend Freiraum für die Ausweitung des Bankgeschäftes im Rahmen der strategischen Planung. Die Liquiditätskennziffer belief sich auf 1,27 zum Geschäftsjahresende. Bei Bedarf stehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten des genossenschaftlichen Verbundes sowie der EZB jederzeit zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungs- fazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ Bank AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen. Aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge war die Zahlungsfähigkeit unserer Kreditgenossenschaft im Geschäftsjahr 2013 jederzeit gegeben. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren nicht zu rechnen. Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten. I.3.3 Vermögenslage Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Die Bank verfügt über eine angemessene Eigenkapitalausstattung. Sie entspricht den Anforderungen und erlaubt darüber hinaus ein stetiges Geschäftswachstum in den nächsten Jahren. Durch Gewinnthesaurierung konnte trotz des planmäßigen Abbaus der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 6.000 TEUR (Vorjahr 3.000 TEUR). Die Vermögenslage der Bank ist dem Geschäftsumfang angemessen. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin Ziel der Geschäftspolitik. Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme konnte von 6,26 % auf 6,90 % deutlich verbessert werden. Die Gesamtkennziffer nach der Solvabilitätsverordnung liegt mit einem Koeffizienten von 16,18 % deutlich über der vorgeschriebenen Norm von 8 %. Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen (Aktiva 4) an der Bilanzsumme beträgt 81,2 %. Vom Bruttokundenkreditvolumen (Aktiva 2b und A4 sowie Position 1 unterm Bilanzstrich) entfallen auf:
Konzentrationen in den einzelnen Branchen sind nicht vorhanden. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Latente Risiken sind im angestrebten Umfang durch Vorsorgereserven abgedeckt. Die Kreditgrenzen nach dem KWG sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 10,4 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 96,2 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere bzw. 3,8 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Bei den festverzinslichen Anlagen handelt es ausschließlich um EUR-Anleihen deutscher, nord- und westeuropäischer Emittenten mit gutem Rating. Sämtliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Strukturierte Finanzinstrumente wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet, soweit aus dem eingebetteten Derivat im Vergleich zum Basisinstrument keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen Risiken bzw. Chancen resultieren und diese an einer Börse gehandelt werden. Derivatgeschäfte Zur Absicherung gegen ungünstige Zinsentwicklungen wurden Caps über nominal TEUR 67.000 sowie Zins-Swaps über nominal TEUR 15.000 abgeschlossen um das Zinsänderungsrisiko teilweise zu kompensieren (Aktiv-Passivsteuerung), da im Kreditgeschäft verstärkt Darlehen mit langfristigen Zinsbindungen vergeben wurde und die Refinanzierung über kurzfristige Passivmittel erfolgte. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. I.3.4 Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. I.4 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Bank ist geprägt von einer geordneten Bilanzstruktur mit einem überdurchschnittlichen hohen Kundengeschäft sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite sowie einer angemessenen Eigenkapitalausstattung. Die Geschäftsentwicklung konnte an das Vorjahr anknüpfen und übertraf die Erwartungen. Die Ertragslage ist gut. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für 2014 wird sich die Ertragslage zum Vorjahr leicht rückläufig entwickeln, den Verbandsdurchschnitt jedoch voraussichtlich wieder deutlich übertreffen. Es sind keine Bilanzstrukturmaßnahmen geplant. Aus dem Bewertungsergebnis erwarten wir keine wesentlichen Belastungen. II. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)III.1 Risikomanagementsystem III.1.1 Ziele und Strategien Das Risikomanagement ist für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen, um negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Unsere Risikosteuerungs- und Controllingprozesse umfassen das komplette Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinne. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient zugleich der Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen. In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns als regional tätige Kreditgenossenschaft auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage sicherstellt. Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken gehören zu den Kernfunktionen der Bank. Unsere Risikostrategien wurden aus der auf unserem Unternehmensleitbild basierenden Geschäftsstrategie abgeleitet. Zur Planung, Umsetzung, Beurteilung, ggf. Anpassung und Kommunikation haben wir einen angemessenen Strategieprozess festgelegt. III.1.2 Verfahren zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken Die Bank verfügt über ein angemessenes System zur Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -überwachung, welches in die Gesamtbankplanung und Gesamtbanksteuerung integriert und im Risikohandbuch dokumentiert ist. Basis des Risikomanagementprozesses bildet das Risikohandbuch. In diesem Handbuch wurden im Rahmen der Risikoinventur sämtliche erkennbare Risiken zusammengeführt. Diese werden, abhängig von der Bedeutung für die Bank, in geeigneter Weise laufend überwacht und gesteuert. Für die im Risikohandbuch als wesentlich eingestuften Risikoarten wurden entsprechende Strategien entwickelt. Identifikation Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Allgemeinen definieren wir als Risiko die negative Abweichung eines potenziellen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis aufgrund von Unsicherheit. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken, die unsere Vermögens- (inklusive Kapitalausstattung), Ertrags- oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können sowie die mit ihnen verbundenen Risikokonzentrationen auf Gesamtinstitutsebene. Bewertung Im Rahmen der Risikobeurteilung erfolgt die qualitative Einstufung der Risikoarten in die aufsichtsrechtlichen Kategorien 'wesentliches Risiko' bzw. 'nicht wesentliches Risiko'. Unabhängig von der aufsichtsrechtlichen Einstufung erfolgt eine weitere Einstufung der einzelnen Risikoarten in betriebswirtschaftliche Kategorien nach ihrer Bedeutung für die Bank ('keine Bedeutung', 'mittlere Bedeutung', 'hohe Bedeutung'). Diese Einstufung ist vor dem Hintergrund der möglichen Belastung der Ertrags- bzw. Vermögenslage durch eventuell eintretende Schadensfälle zu beurteilen und dient vor allem der Identifizierung von Risikokonzentrationen. Folgende Risiken gelten gemäß MaRisk als wesentlich: Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelles Risiko. Daneben gelten bei uns Risiken aus impliziten Optionen aus dem Kundengeschäft als wesentlich. Für die als wesentlich eingestuften Risikoarten werden entsprechende Risikostrategien entwickelt. Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand des GuV-orientierten Konzepts. Die angewandten Methoden und Verfahren zur Risikomessung und -steuerung sowie die ihnen zugrunde liegenden Parameter/Annahmen werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Bank und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Steuerung und Überwachung Die Ergebnisse der Risikoidentifizierung und -bewertung werden im Risikohandbuch dokumentiert. Die identifizierten Risiken werden, abhängig von der Bedeutung für die Bank, in geeigneter Weise laufend überwacht und gesteuert. Grundlage der Risikosteuerung sind unsere im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung festgelegten Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Unser GuV-orientiertes Risikotragfähigkeitskonzept knüpft an Jahresabschlussgrößen an. Im Einzelnen werden folgende Zielgrößen geplant: - bilanzwirksame Wachstumsziele - Aufwands- und Ertragsziele im Rahmen der operativen und strategischen Zielsetzungen der Bank zur Erzielung angemessener Gewinne, die zur Sicherung der Wachstumsziele und der Risikotragfähigkeit dienen - außerbilanzielle Provisionsziele - zielorientierte Anpassung der Vertriebswege an die Markterfordernisse Vorgenannte Ziele werden kontinuierlich im Rahmen des Soll-/Ist-Vergleichs mittels Bilanz-, Wachstums-, Markt- und Branchenanalysen, Ergebnisvorschaurechnung, Szenariotechniken sowie Auslastung vorgegebener Risikobudgets überwacht. Basierend auf der Risikodeckungsmasse aus dem Ergebnis und der Substanz nach Abzug eines Risikopuffers (insbesondere für das aufsichtsrechtlich gebundene Eigenkapital, für den benötigten Mindestgewinn, für bestimmte wesentliche nicht messbare Risiken) und unter Berücksichtigung des Sicherheitsbedürfnisses des Vorstands wird zum Jahresbeginn für das gesamte Geschäftsjahr das Gesamtbanklimit bestimmt und auf die einzelnen Risikoarten unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der Bank, der Erwartungen für die Zukunft und Risikokonzentrationen allokiert (= Jahreslimite/Einzelrisikolimite). Bei dieser Jahresbetrachtung gehen wir von unserem erwarteten Steuerungs- und Planszenario aus. Die Risiken werden in so genannten Risikoszenarien monatlich gemessen und dem Limitsystem gegenübergestellt. Dabei kommen je nach Risikoart unterschiedliche Messverfahren zur Anwendung (z.B. CVaR, Szenarioanalysen oder Expertenschätzungen). Es werden anerkannte EDV-Instrumente und -Verfahren eingesetzt, die den gesetzlichen sowie bankinternen Grundsätzen entsprechen. Auf dieser Basis wird dann die Limitauslastung ermittelt. Eine Limitauslastung zieht je nach Größenordnung unterschiedliche Maßnahmen nach sich. So werden beispielsweise bei einer zu hohen Limitauslastung die Ursachen analysiert und ggf. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bzw. zur Limiterhöhung eingeleitet. Weiterhin kommt eine Risikoübertragung beispielsweise durch den Einsatz von Derivaten in Frage. Die Funktionsfähigkeit der zur Risikoabsicherung und -minderung getroffenen Maßnahmen wird laufend überwacht sowie im Rahmen der jährlichen Risikoinventur überprüft. Zusätzlich zur Betrachtung des aktuellen Geschäftsjahres wird eine Betrachtung der Risikotragfähigkeit zum übernächsten Bilanzstichtag durchgeführt. Daneben werden im Rahmen von Portfoliobetrachtungen (Kundenkreditportfolio, Portfolio der Eigenanlagen) Strukturlimite eingesetzt, um Risikokonzentrationen bzw. unerwünschte Portfoliogewichtungen zu vermeiden bzw. abzubauen. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden zu einem internen Berichtswesen aufbereitet und verdichtet. Der Vorstand erhält einen monatlichen Bericht über die Auslastung der Risikobudgets sowie die aktuelle Entwicklung der Risikoarten. Der Aufsichtsrat wird vierteljährlich durch den Vorstand über die Auslastung der Risikobudgets informiert. Darüber hinaus können bei Bedarf jederzeit ergänzende Auswertungen zu sämtlichen Risikoarten erstellt werden. Der Risikobericht stellt die aktuelle Risikosituation im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes dar. Zusätzlich erfolgt eine verbale Erläuterung der Risikosituation. Bestandteil der Internen Kontrollverfahren ist neben der Internen Revision das Interne Kontrollsystem, das wiederum Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse umfasst. Im Rahmen der Organisation erfolgt eine konsequente Trennung zwischen Handels- und Nichthandels- bzw. Markt- und Marktfolgebereichen sowohl innerhalb der Aufbau- als auch der Ablauforganisation, so dass die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems gewährleistet ist. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement Aktivitäten wird durch die Interne Revision geprüft. III.1.3 Stresstests Im Rahmen unserer Risikoinventur haben wir Stresstests entwickelt, die Risikofaktoren, Risikokonzentrationen und Diversifikationseffekte berücksichtigen. Die Stresstests beinhalten sowohl Sensitivitätsanalysen als auch Szenarioanalysen und umfassen sowohl historische als auch hypothetische Szenarien. Neben den regelmäßig durchgeführten Stresstests werden bei Änderungen der Rahmenbedingungen auch anlassbezogene Stresstests durchgeführt. Darüber hinaus führen wir auch inverse Stresstests sowie den hypothetischen Stresstest 'schwerer konjunktureller Abschwung' durch. Die Stresstestergebnisse werden dem Gesamtbankrisikolimit gegenübergestellt und sind angemessen in unser Berichtswesen integriert. Die Ergebnisse werden kritisch hinsichtlich eines möglichen Handlungsbedarfs reflektiert. III.2 Risikokategorien Für unsere Bank sind die im Folgenden dargestellten Risikokategorien relevant: III.2.1 Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir den potentiellen Verlust, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderung aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann. Das Adressenausfallrisiko umfasst vor allem das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken. Kreditrisiken Durch den satzungsmäßigen Auftrag sind die Kreditrisiken aus dem (Kunden-) Kreditgeschäft regelmäßig die Hauptrisikoart und haben für uns auch betriebswirtschaftlich eine hohe Bedeutung. Das Kreditrisikomanagement, d.h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist in der Marktfolge Aktiv angesiedelt. Daneben nimmt eine spezielle Kundenbetreuungsgruppe die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten vor. Bei Krediten mit einem akuten Ausfallrisiko wird eine Einzelwertberichtigung der Forderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung der Sicherungswerte bzw. der begründeten Realisationswerte vorgenommen. Für latente Risiken werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes haben wir eine bewusste Auswahl von Bonitäten und Limitierung von Risikokonzentrationen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft vorgenommen. Zur Vorsteuerung der Adressenausfallrisiken auf Einzelgeschäftsebene und Portfolioebene werden Volumens- und Portfoliolimite für den Bereich des Kundenkreditgeschäfts definiert. Risikokonzentrationen, die im Zusammenhang mit Adressenausfallrisiken zu erheblichen Verlusten führen können, begegnen wir durch ein System von Einzel- und Strukturlimiten. Die Portfoliostrukturen werden im Hinblick auf die Einhaltung unserer Limite im Zeitverlauf untersucht. Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft werden periodisch gemessen und auf die entsprechenden Risikolimite angerechnet. Ein Abgleich mit den eingetretenen Adressausfallrisiken erfolgt je Berichtsstichtag. Die Bank setzt zur Messung der Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft für die jeweiligen Segmente entsprechende Rating- und Scoring-Verfahren ein. Des Weiteren hat die Bank das gesamte kundenbezogene Kreditgeschäft in die Risikogruppen nach der PrüfbV-alt (Kredit ohne erkennbares Risiko, Kredite mit erhöhten latenten Risiken, wertberichtigte Kredite) eingestuft. Als Risikoausweis stellen wir den unerwartetem Verlust dar. Den erwarteten Verlust messen wir für alle Kunden, die mit dem VR Rating geratet wurden, mit den Blankoanteilen und den Ausfallwahrscheinlichkeiten nach Ratingklassen des VR Rating. Die Ausfallrisiken bemisst die Bank nach den aggregierten Blankoanteilen in den Risikogruppen bzw. -klassen ihres Forderungsbestandes. Mit Hilfe von Ausfallraten je Risikoklasse bzw. -gruppe, die auf im genossenschaftlichen Verbund ermittelten statistischen Ausfallraten beruhen, schätzt sie die Risikoaufwendungen des Geschäftsjahres, wobei das bis zu jedem unterjährigen Betrachtungszeitpunkt aufgelaufene Bewertungsergebnis einbezogen wird. Als notleidend identifizierte Kredite werden mit 100 % ihres Blankoanteils berücksichtigt. Ein unerwarteter Verlust wird wie folgt berücksichtigt: Standardszenario KPM CVaR 99,0 % Haltedauer 250 Tage In den Stressszenarien wird von folgenden Szenarien ausgegangen: Szenario historisch 99,0 % Szenario hypothetisch 99,0 % zzgl. Anstieg Ausfallraten um 30 % Als Stresstest wurde der Ausfall der drei größten Kredite (auf Blankobasis) berücksichtigt und die Verkraftbarkeit im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung überprüft. Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumina und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Unsere EDV Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und Sicherheiten je Ratingverfahren. Unser Kreditportfolio besteht zu 55 % Privatkrediten Risikokonzentrationen sind identifiziert; sie werden angemessen überwacht und gesteuert. Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt durch hohes Wachstum, durch größere Engagements mit guter Besicherung. Unsere Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft ist nach wie vor unverändert gut. Die Risikolage ist günstig. Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. Kontrahenten- und Emittentenrisiken Die Bank hält Eigenanlagen der genossenschaftlichen Finanzgruppe sowie anderer Emittenten. Die bestehenden Bonitätsrisiken aus Eigenanlagen sind unbedeutend. Anlagen in den so genannten PIIGS-Staaten hält die Bank nicht. Für unsere Eigenanlagen haben wir, unter Berücksichtigung unserer Substanz- und Ertragskraft, ein System risikobegrenzender Limite eingeführt. Dabei wird eine Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene durchgeführt. Sämtliche Limite werden durch ein vom Handel unabhängiges Risikomanagement überwacht und regelmäßig überprüft. Zudem begegnen wir Emittenten- und Kontrahentenausfallrisiken in unseren Eigenanlagen grundsätzlich durch eine Beschränkung auf Anlagen mit einem Investment Grade Rating. Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ BANK sowie auf eigene Analysen von Berichten, Veröffentlichungen sowie eigene Beobachtungen der Spreadentwicklung der Emittenten zurück. Für die Emittenten der Finanzgruppe werden Spreadrisiken, für die anderen Emittenten Migrations-, Spread- und Ausfallrisiken gemessen. In den Standardszenarien verwenden wir historische Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Jahresbasis sowie ergänzend VaR-Kenziffern mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 250 Tagen. In den Stressszenarien übernehmen wir die VaR-Kennziffern mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von 250 Tagen sowie die Verwendung von Stressparametern. Bei den Werpapieren werden die Risiken in Abhängigkeit von der handelsrechtlichen Bewertungsmethode berücksichtigt. Adressausfallrisiken aus strategischen Beteiligungen, insbesondere an Verbundunternehmen, werden als eigenständige Position in der Adressrisikosteuerung abgebildet sowie im Rahmen der Jahresabschlussbewertung überwacht. Beí der Risikotragfähigkeit werden die Beteiligungen im Rahmen des Risikopuffers berücksichtigt. Als Stresstest wurde der Ausfall des größten Emittenten (ausserhalb des genossenschaftlichen Verbunds) im Depot A unter Berücksichtigung einer Rückflussquote von 20 % betrachtet und die Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit geprüft. Länderrisiken Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. III.2.2 Marktpreisrisiken Marktpreisrisiko ist die Gefahr, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse) vom geplanten Ergebnis abweicht. Im Rahmen des Risikomanagements betrachten wir vor allem folgende Marktpreisrisikokategorien: Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken, Kursrisiken aus Investmentfonds und aus Derivaten. Im Geschäftsjahr 2013 bewegten sich die Marktpreisrisiken innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Zinsänderungsrisiko Wir steuern unser Zinsänderungsrisiko mittels einer dynamischen Zinselastizitätsbilanz und einer Zinsbindungsbilanz. Das Zinsänderungsrisiko wird unter Berücksichtigung verschiedener Zinsszenarien monatlich ermittelt und dem vorhandenen Limit gegenübergestellt. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis monatlich ermittelt. Zur Ermittlung von Zinsspannenrisiken werden individuelle Elastizitäten verwendet. Als Zinsszenarien finden standardisierte Verschiebungen der Zinsstrukturkurve Verwendung. Die Bank verwendet historisch gemessene Zinsentwicklungsszenarien die mittels mathematisch statistischer Verfahren durch den DGRV erhoben werden. Zur Simulation der zinsinduzierten Kursänderungsrisiken festverzinslicher Wertpapiere nutzt die Bank ebenfalls die zuvor beschriebenen Zinsszenarien. Als Unterstützung zu der klassischen handelsrechtlich orientierten Beurteilung der Risiken wird für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches das Barwertkonzept eingesetzt. Für die wesentlichen variablen Positionen hat die Bank Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value-at-Risk Ansatz gemessen. Der Value-at-Risk für das strategische Zinsbuch basiert auf der historischen Simulation mit einem Beobachtungszeitraum seit 30.12.1998. Das Konfidenzniveau ist mit 99 % bei einer Haltedauer von 62 Tagen festgelegt. Zur weiteren Darstellung der Zinsänderungsrisiken erstellt die Bank vierteljährlich eine Zinsbindungsbilanz. Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung haben wir dazu Zinsswaps und Caps abgeschlossen. Sonstige Marktpreisrisiken Die übrigen Marktpreisrisiken werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt. Bedeutende Risiken für die künftige Entwicklung sind hieraus nicht zu erwarten. Wesentliche Währungsrisiken sind nicht vorhanden und liegen im Rahmen unserer Limite. Die Bank betreibt kein Warengeschäft. Sonstige Risiken aus Warengeschäften werden nicht eingegangen. Eine Berücksichtigung von Warenrisiken erfolgt daher nicht. Die Bank verwendet für die Bewertung komplexer Produkte im Depot A das Internettool RisCaServ (Risiko-Calculation-Service) der DZ BANK. Die mit RisCaServ bewerteten Produkte machen einen Anteil von 11,3 % der Eigenanlagen aus. Die Ergebnisse der Risikobeurteilung mit RisCaServ werden angemessen dokumentiert und in die gesamtbankbezogene Risikobetrachtung integriert. Die Auswahl der Szenarien und die Überprüfung der Marktdaten bei der Bewertung mit RisCaServ durch die Bank sind angemessen. Die Derivate werden im Rahmen der monatlichen Berichterstellung auf Basis der aktuellen Zinsstruktur bewertet. Derivate, welche die Bank zur Absicherung des globalen Zinsänderungsrisikos erworben hat und deren Absicherungszusammenhang nachgewiesen und dokumentiert ist, werden im Rahmen der Risikomessung nicht berücksichtigt und nicht auf die Limite angerechnet. III.2.3 Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Das Liquiditätsrisiko umschließt das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Abruf- und Terminrisiko) sowie das Liquiditätsanspannungsrisiko. Da die Auswirkungen der Liquiditätsrisiken auf Grund der Zugehörigkeit zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken als nicht wesentlich eingeschätzt werden, erfolgt keine Anrechnung der Liquiditätsrisiken im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes der Bank. Das Liquiditätsanspannungsrisiko ist vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells Bestandteil der strategischen Ausrichtung im Einlagen- und Kreditgeschäft. Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen und Zentralbank hat das Liquiditätsanspannungsrisiko für uns eine geringe Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung jederzeit eingehalten. Dieser Wert bewegte sich zwischen 1,2 und 1,5 und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 1,0. Die Zahlungsfähigkeit der Bank war immer gegeben. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt u.a. anhand der Liquiditätskennzahl bzw. den Beobachtungskennziffern der Liquiditätsverordnung. Um unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können, stehen uns insbesondere folgende Refinanzierungsquellen zur Verfügung: Kundenanlagen sowie Refinanzierung über die Zentralbank. Zur Beschaffung liquider Mittel stehen der Bank Kreditzusagen der DZ BANK in Höhe von 10 Mio. Euro, bei der EZB beleihbare Wertpapiere sowie der genossenschaftliche Liquiditätsverbund zur Verfügung. Zur Festlegung der Risikotoleranz für die Liquiditätskennzahl sowie zur Überwachung der Liquiditätsrisiken anhand der Liquiditätskennziffer hat die Bank ferner ein Ampelsystem eingerichtet. Daran sind unterschiedliche Überwachungsintensitäten oder Maßnahmen geknüpft. Vor dem Hintergrund der individuellen Risiko- und Gesamtbankstruktur wurden die folgenden Limitvorgaben festgelegt: Liquiditätskennziffer gemäß LiqV beträgt mindestens 1,2. Darüber hinaus wurde als Warngrenze eine Liquiditätskennziffer von 1,4 definiert. Das Volumen des größten Einleger wird auf 5 % der Bilanzsumme limitiert. Zur Begrenzung der potenziellen Abrufrisiken werden Einzel- und Strukturlimite als wesentlicher Baustein festgelegt. Für den Fall eines Liquiditätsengpasses wurde ein Notfallplan festgelegt, der die in diesem Fall zur Verfügung stehenden Liquiditätsquellen darstellt. Folgende Liquiditätsquellen stehen unserem Institut zur Verfügung: Kreditaufnahme bei der Zentralbank sowie Veräußerung von Liquiditätsreserven. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Liquidationen erschwert werden, hat daher keine Bedeutung für die Zahlungsfähigkeit unserer Bank. III.2.4 Operationelle Risiken Als operationelle Risiken definieren wir die Gefahr von Verlusten oder Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Fehlern von Mitarbeiter oder aufgrund externer Einflüsse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen mit ein. Operationelle Risiken haben für uns eine geringe Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2013 sind, wie im Vorjahr, keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst. Maßgeblich ist hierbei der Bruttoschaden, also vor einer eventuellen Versicherungsleistung. Auf Basis dieser Schadensfalldatenbank werden die Risiken jährlich analysiert und beurteilt. Die Schadensfälle und die Ergebnisse dieser Analyse werden in die Berichterstattung einbezogen. Die operationellen Risiken sind ebenfalls Bestandteil der regelmäßigen Stresstests. Den operativen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- sowie Geldwäsche- und Betrugspräventionsbeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale sowie Backup-Einrichtungen. Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgesichert. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Rechtsberatung in Anspruch. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die eigene Interne Revision, die mit zwei Mitarbeitern besetzt ist, regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wesentlichen Arbeitsabläufe. III.2.5 Sonstige Risiken Beteiligungsrisiko Das Beteiligungsrisiko ist das Risiko, dass die eingegangenen Beteiligungen zu potenziellen Verlusten aus bereitgestelltem Eigenkapital, aus Ergebnisabführungsverträgen oder aus Haftungsrisiken führen können. Das Beteiligungsrisiko erstreckt sich sowohl auf Verbund- als auch auf Nichtverbundbeteiligungen. Wir führen derzeit keine wesentlichen Verbundbeteiligungen und Nichtverbundbeteiligungen. Das Beteiligungsrisiko wird als nicht bedeutend klassifiziert. Die Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept erfolgt im Rahmen eines Risikopuffers. III.3 Gesamtbild der Risikolage Insgesamt verfügen wir über ein angemessenes und wirksames Risikomanagement im Sinne des § 25a Abs. 1 KWG. Unser umfassender Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifizierung von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen. Die genutzten Verfahren zur Messung der Risiken werden der Art und dem Umfang des Geschäftsbetriebs gerecht und gewährleisten eine konsistente Ermittlung und Darstellung der Risiken. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiter entwickelt. Im Geschäftsjahr 2013 war die Risikotragfähigkeit sowohl unter den von uns definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien gegeben. Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Sachverhalte eingetreten und bekannt geworden, die zu einer geänderten Einschätzung der Risikolage geführt haben. Durch die neuen Basel III-Anforderungen, die ab 1. Januar 2014 zur Anwendung kommen, ergeben sich erhöhte Eigenmittelanforderungen. Unter Berücksichtigung dieser Änderungen ist die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem Planungsstand im Berichtszeitraum 2014 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- bzw. Substanzsituation der Bank gegeben. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Volksbank Neu-Ulm eG für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb und sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, dem weiter steigenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, dem Preisdruck bei den Standardprodukten, steigenden Beratungs- und Anlagebedarf sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt. Insbesondere durch den Wettbewerbsdruck im Bereich der Direktbanken und Internetanbieter werden die Anforderungen an die Produktpalette sowie die Preispolitik steigen. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen im Geschäftsjahr 2014 steht daher eine Stärkung der Kundenbeziehungen durch umfassende und qualifizierte Beratung zu marktgerechten Konditionen. Diese Prognose basiert auf der Prämisse des aktuell niedrigen Zinsniveaus. Im Kundenkreditgeschäft erwarten wir weiterhin eine hohe Nachfrage. Bei den Wertpapieranlagen sind keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. Bei der Bankenrefinanzierung erwarten wir eine Steigerung, da die erwartete Kreditnachfrage voraussichtlich nicht durch entsprechendes Wachstum der Kundeneinlagen gedeckt werden kann. Im Einlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks, insbesondere durch Direktbanken, gleichwohl von einer moderat steigenden Geschäftsentwicklung aus. Dabei haben wir auch unterstellt, dass durch das zunehmende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge das Einlagengeschäft zugunsten von Investmentfonds sowie Versicherungsprodukten belastet werden kann. In Zeiten der Finanzkrise hat sich das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften als zentraler Stabilitätsanker im deutschen Banksystem erwiesen. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir wieder eine hohe Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen im Bereich des Zahlungsverkehrs sowie im Hinblick auf das derzeit niedrige Zinsniveau eine Zunahme des Wertpapier- und Depotgeschäfts. Auch im Bereich der Altersvorsorge erwarten wir weiterhin eine hohe Nachfrage. Wesentliche Investitionen haben wir für das Jahr 2014 nicht vorgesehen. Gleichwohl werden laufend Instandhaltungsmaßnahmen sowie Modernisierungen der Grundstücke und Gebäude sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt, damit alle Geschäftsstellen weiterhin über eine moderne und kundenfreundliche Ausstattung verfügen. Im Personal- und Sozialbereich rechnen wir mit keinen wesentlichen Änderungen. Der Personalbestand könnte sich wieder leicht erhöhen. Für die Ertragslage ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von Bedeutung. Wir erwarten bei der Zinsstrukturkurve aktuell mit keinen wesentlichen Veränderungen. Durch den hohen Wettbewerbsdruck gehen wir, trotz der erwarteten Steigerung im Kredit- und Einlagengeschäft, im nächsten Jahr von einem leicht fallendem Zinsergebnis aus. Das Provisionsergebnis wird voraussichtlich leicht fallen. Bei den Personal- und Sachaufwendungen erwarten wir ebenfalls eine leichte Reduzierung. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2014 eine Aufwands-Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) von 61,0 %. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft gehen wir in 2014 von einem leichten Rückgang aus. Beim Bewertungsergebnis aus der Bewertung von Wertpapieren gehen wir, bei einem unveränderten Zinsniveau, von einem leichten Anstieg aus. Dies begründet sich aus Über-Pari-Abschreibungen auf unsere festverzinslichen Wertpapiere, welche über dem Nennwert erworben wurden. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung erwarten wir für das Jahr 2014, aufgrund einer unverändert guten Ertragslage, ein leicht rückläufiges jedoch voraussichtlich deutlich über dem Verbandsdurchschnitt liegendes Jahresergebnis. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung (Liquiditätskennziffer) werden wir auch im folgenden Jahr einhalten. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist wegen einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge sowie ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des genossenschaftlichen Verbunds nicht zu rechnen. Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals durch die voraussichtliche Dotierung unserer Ergebnisrücklagen sowie des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2014 eine Eigenkapitalquote von 14,0 % und eine Kernkapitalquote nach § 325 Abs. 2 Nr. 5 SolV von 10,5 %. Insgesamt erwarten wir, dass sich die Geschäfte der Volksbank Neu-Ulm eG günstig entwickeln werden. Wir erwarten eine solide Finanz- und Vermögenslage und die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und Liquidität. Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung bestehen in einer unerwarteten Entwicklung der Zinsstrukturkurve, die zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses führen könnte. Sollte sich der Wettbewerb aufgrund betriebswirtschaftlich unvertretbarer, nicht marktgängiger Konditionen verschärfen, besteht das Risiko, dass unser prognostiziertes Wachstum im Einlagengeschäft nicht zu halten ist. Wesentliche Chancen können sich aus einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert entstehen sowie einer stärker als erwarteten Nachfrage im Kreditgeschäft. Weitere Chancen können sich aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen führen. Wegen der guten Vermögenslage und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit sowie unseren regionalen Marktkenntnissen gehen wir davon aus, auch zukünftige Ertragschancen für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu nutzen. In Zeiten der Finanzkrise hat sich das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften als zentraler Stabilitätsanker im deutschen Bankensystem erwiesen. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor, sowie einer dauerhaften Realisierung des von den über 13.800 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im Jahr 2014 zu erreichen. V. ZweigniederlassungenEs bestehen folgende Zweigniederlassungen: Raiffeisenbank Thalfingen, Ulmer Straße 1, 89275 Elchingen-Thalfingen Raiffeisenbank Burlafingen, Gerstmayerstraße 6, 89233 Neu-Ulm/Burlafingen Raiffeisenbank Senden, Hauptstraße 18, 89250 Senden B. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss - nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.250.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:
Neu-Ulm, 26. Februar 2014 Volksbank Neu-Ulm eG Der Vorstand gez. Steffen Fromm gez. Werner Deubel Dieser Vorschlag wurde in der Vertreterversammlung am 29. April 2014 beschlossen. C. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2013 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2013 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Neu-Ulm, 26. Februar 2014 gez. Claus-Martin Löffler Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2013Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2013
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt: Forderungen Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei ein evtl. Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und Auszahlungsbetrag/Anlagebetrag als Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst wurde. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren/niedrigerem Nennwert und dem niedrigeren/höheren Auszahlungsbetrag im passiven/aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ist. Der Unterschiedsbetrag wird zinsanteilig aufgelöst. Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte in Anlehnung an den Erlass der Finanzverwaltung auf Grundlage der Ausfallmethode. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB gebildet. Wertpapiere Die Bewertung des gesamten Wertpapierbestandes erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Strukturierte Finanzinstrumente Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentliche erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, erfolgt eine getrennte Bilanzierung und Bewertung. Auf eine getrennte Bilanzierung konnte verzichtet werden, weil die strukturierten Produkte an einem aktiven Markt notiert waren und die Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip erfolgte. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten/Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr bei linearer Abschreibung pro rata temporis abgeschrieben. In früheren Jahren zulässigerweise in die Handelsbilanz übernommene erhöhte Absetzungen für Abnutzung/Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht wurden beibehalten. Wirtschaftsgüter i. S. v. § 6 Abs. 2a EStG werden im Jahr der Anschaffung in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird über fünf Jahre linear aufgelöst. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der aktivierte Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 5 KStG wird mit dem Barwert unter den 'Sonstigen Vermögensgegenständen' bilanziert. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der 'Richttafeln 2005 G' (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Als Lohn- und Gehaltstrend für die Pensionsrückstellungen sowie für die Rückstellungen aus Altersteilzeit werden 2 % und als Rententrend ebenfalls 2 % angenommen. Der Zinssatz wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit 4,88 % festgelegt. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs (einschließlich derivativer Steuerungsinstrumente der Aktiv/Passiv-Steuerung) werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2013 war keine Rückstellung zu bilden. Vermerke unter dem Bilanzstrich Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften, Verpflichtungen aus Akkreditive sowie Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme auslaufen. Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 27.989 TEUR betreffen 27.989 TEUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Die unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten. Sofern die erforderlichen Voraussetzungen nach § 254 HGB vorliegen, wurden Bewertungseinheiten gebildet. Bei einer getrennten Bilanzierung wurden derivative Finanzinstrumente nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln bewertet. Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wurde die gezahlte Prämie über die Laufzeit verteilt, sofern diese zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken dienen. Währungsumrechnung Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden auf Euro wie folgt umgerechnet: Bei der Bewertung wurde der Devisenkassamittelkurs zugrunde gelegt. Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten sowie am Bilanzstichtag nicht abgewickelte Kassageschäfte haben wir gem. § 340h HGB i. V. m. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 1.603.052 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 12.662.185 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 5.207.870 EUR fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 69.975 EUR enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 44.713.252 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Im Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 26.330 EUR (Vorjahr: 53.264 EUR ) enthalten. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 4.993.875 EUR enthalten. Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte folgender Art: Volumen im Derivategeschäft (Angaben in TEUR) In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivategeschäfte (exklusive Stückzinsen) zusammengefasst. Die Adressenausfallrisiken sind als ungewichtete Kreditrisikoäquivalente entsprechend den Eigenkapitalvorschriften der Solvabilitätsverordnung angegeben.
Die in vorstehender Tabelle enthaltenen zinsbezogenen Geschäfte werden ausschließlich zur Steuerung des Zinsbuches im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung eingesetzt. Die Caps (Zinsbegrenzung) stehen mit 1.186.927,98 EUR zu Buche (Aktiva 14). Die Caps und Zinsswaps wurden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve zum Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet. Da die genannten Derivate ausschließlich Sicherungszwecken dienen, stehen den negativen beizulegenden Zeitwerten der Derivate entsprechende positive Wertentwicklungen der abgesicherten Position gegenüber. Darüber hinaus wurden einheitlich zu bilanzierende strukturierte Produkte erworben. Sie beinhalten ein Kündigungsrecht des Emittenten und bei Rückzahlung eine Ausgleichszahlung bei Eintritt eines Kreditereignisses beim Referenzschuldner. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. E. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 36.570 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 105.495 EUR. Von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bestehen zum 31. Dezember 2013 Pensionsrückstellungen in Höhe von 805.780 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von 1.024.468 EUR. Die Zahl der im Jahr 2013 durchschnittlich beschäftigt en Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 9,0 Auszubildende beschäftigt .
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genossenschaftsverband Bayern e.V. Türkenstraße 22-24 80333 München Mitglieder des Vorstandes: Werner Deubel, Geschäftsleiter Steffen Fromm, Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrates: Claus-Martin Löffler (Vorsitzender), Geschäftsführer Fruchthof Nagel-Gruppe Harald Krauch (stv. Vorsitzender), selbständiger Architekt Ulrich Bayer, Bäckermeister und Prokurist Bäckerei Bayer KG Marko Doleschel, Steuerberater, Partner der Dipl.-Kfm. Gert Doleschel & Partner Steuerberatungsgesellschaft Karl Frank, Pensionär (bis 29.04.2013) Karl Mayer, Oberstudienrat, Friedrich-List-Schule Ulm Walter Mayer, Steuerberater (seit 29.04.2013) Herbert Schilling, Geschäftsführer Herbert Schilling GmbH & Co.KG Dr. Peter Schorr, Mitglied der Geschäftsleitung Möbel Inhofer GmbH & Co.KG Alfred Welte, Geschäftsführer Welte-Wenu-Gruppe
Neu-Ulm, 26. Februar 2014 Volksbank Neu-Ulm eG Der Vorstand gez. Steffen Fromm gez. Werner Deubel Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Neu-Ulm eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 08. April 2014 Genossenschaftsverband Bayern e.V. gez. Krause, Wirtschaftsprüfer gez. Drexl, Wirtschaftsprüfer Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 29. April 2014 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. BaFin - Instituts - Nummer: 156 |
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