VIS Service GmbH
Selbe AdresseReparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ronald Krahl seit 14.9.2017 | Geschäftsführer |
Dirk Zeppenfeld seit 14.9.2017 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbHHalberstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss wurden unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft hat bei der Erstellung des Anhangs von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Absatz 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Abweichend zum Vorjahr wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (Anlage 2 zum Anhang) neu eingestuft. Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten ohne feste Laufzeitvereinbarung als fällig innerhalb eines Jahres eingestuft. Da die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen nicht ernsthaft eingefordert werden, wurde der voraussichtliche Rückzahlungszeitpunkt entsprechend geschätzt, um einen besseren Einblick in die Finanzlage zu gewähren. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahresbeträge ebenfalls angepasst. Zur Verbesserung des Bildes der Ertragslage wurden abweichend zum Vorjahr Aufwendungen mit Zinscharakter in Höhe von TEUR 30 von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Zinsen und ähnliche Aufwendungen umgegliedert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wurde der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 52 ebenfalls angepasst. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, im Zugangsjahr zeitanteilig, über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die aktivierten Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen wurden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für die planmäßige Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 5 bis 25 Jahre, Gleisanlagen 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Nettoanschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. In Höhe der erhaltenen Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen wurden Kürzungen der jeweiligen Anschaffungskosten vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. b) Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung mit den angefallenen Herstellungskosten bewertet, die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Darüber hinaus werden auch angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken angesetzt. d) Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. e) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. f) Aktive latente Steuern Auf die Aktivierung des Überhangs der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. g) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. h) Rückstellungen Die Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Beträge der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. i) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). b) Angaben zu wesentlichen Beteiligungen Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der FEW Fahrzeug- und Entwicklungswerk Blankenburg GmbH, Blankenburg (kurz: FEW GmbH). Die FEW GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 77 aus. Sie hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 82 erzielt. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 66.382,01 resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. d) Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. e) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Besicherungen der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im anliegenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 106 aus dem Verrechnungskonto und in Höhe von TEUR 1 aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in voller Höhe aus Darlehen. f) Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung und außergewöhnlicher Größenordnung Aufgrund des Risikos aus der Inanspruchnahme eines außergewöhnlichen Schadensfalls enthält die Gewinn- und Verlustrechnung sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 924). Durch zugesagte Rückgriffsansprüche gegenüber der Versicherungsgesellschaft sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 1.003) enthalten. Der Posten "Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen" enthält als Folge der verlustfreien Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 1.705 (Vorjahr: TEUR 0). 5. Sonstige Angaben a) Angaben zur Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird von folgenden Personen ausgeübt: Herrn Dirk Zeppenfeld, Bremen, Kaufmann Herrn Ronald Krahl, Eschweiler, Ingenieur Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. b) Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus den folgenden Rechtsverhältnissen:
Aus diversen mietvertraglichen Schuldverhältnissen bestehen zusätzlich jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 392, die allesamt mit Kündigungsfristen von null bis sechs Monaten kündbar sind. c) Angaben zu Mitarbeitern Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug 2023 252 Personen. Davon entfielen auf
Des Weiteren waren 19 Auszubildende beschäftigt. d) Angaben zu Haftungsverhältnissen Zum 31. Dezember 2023 bestehen nicht bilanzierte Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.337 (Vorjahr: TEUR 1.761), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 466). Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Hauptschuldner zukünftig in der Lage sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sodass eine Passivierung aufgrund einer möglichen Inanspruchnahme nicht erforderlich ist. Grundlage für die Einschätzung ist die aktuell verbesserte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Auftragsbestand. e) Nachtragsbericht Zur Verbesserung der Finanzlage hat die Gesellschaft in 2024 zwei Kontokorrentkredite bei unterschiedlichen Kreditinstituten über jeweils TEUR 1.000 mit einem variablen Zinssatz aufgenommen. Ein Kredit ist dabei befristet bis zum 30.06.2026 gewährt worden, während der andere unbefristet gewährt wurde. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ereignet. f) Angaben zum ErgebnisverwendungsvorschlagDas Berichtsjahr schließt ab mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 987.166,64. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 987.166,64 auf neue Rechnung vorzutragen.
Halberstadt, den 27. Januar 2025 gez. Dirk Zeppenfeld gez. Ronald Krahl Angaben zur Feststellung Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 10. März 2025 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) hat ihren Sitz und ihre einzige Betriebsstätte in Halberstadt. Als eigenständige GmbH mit ca. 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nutzt das Unternehmen eine ca. 170.000 m 2 große Werksfläche, wovon ca. 50.000 m 2 überdacht sind. Wie in den Vorjahren ist das Unternehmen als Dienstleister in den Bereichen Neubau, Modernisierung, Instandhaltung und Instandsetzung von Schienenfahrzeugen tätig. Die VIS wird hauptsächlich von Kunden aus der DACH-Region beauftragt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Statistischem Bundesamt ist Deutschland in 2023 in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die hohe Inflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Laut ersten Daten ist das preisbereinigte deutsche BIP in 2024 erneut um 0,2 % verglichen zu 2023 gesunken, während man in der Frühjahrsprojektion 2024 der Bundesregierung noch von einem leichten Wachstum von 0,3 % ausgegangen war. Auch weltweit lag das Wirtschaftswachstum in 2023 laut IWF (Internationaler Währungsfonds) unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8 % (2000-2019) bei 3,3 %, wobei die Industriestaaten anteilig im Vergleich zu den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 1,7 % noch schlechter abschneiden. Die Inflationsraten waren Ende 2022 auf einem Langzeithoch. Im Jahr 2023 sind die Inflationsraten jedoch deutlich gesunken und erreichen Anfang 2024 das Vorkrisenniveau. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) stieg der Umsatz in der Bahnindustrie in Deutschland in 2023 auf ein 5-Jahres-Hoch von EUR 14,4 Mrd. an, gegenüber EUR 13,9 Mrd. im Vorjahr, was einem Anstieg um 3,6 % entspricht; dazu trug insbesondere der Auslandsumsatz mit einer Steigerung um 30,8 % auf EUR 5,1 Mrd. bei. Während in 2022 noch ein Rückgang von EUR 3,0 Mrd. beim Auftragseingang verzeichnet wurde, konnte dies in 2023 mit EUR 21,5 Mrd. um 56,3 % deutlich gesteigert werden, davon EUR 12,8 Mrd. im Inlandsgeschäft. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2022 war das Geschäftsjahr 2023 geprägt vom Anlauf des Großauftrages "Korrosionssanierung von 136 Reisezugwagen für die Schweizerische Bundesbahn"; der dafür notwendige Aufwand zum Einrichten der Fertigungslinie, der technologischen Prozesse, der Fertigung der Prototypen, der Aufbau des notwendigen Personals und Unterlieferanten, verbunden mit erheblichen Investitionen in Betriebsmittel stand in keinem Verhältnis zum mit dem Auftrag im Berichtsjahr generierten Umsatz. Zwar erfolgte der Rückgang der Umsatzerlöse auf TEUR 17.218 planmäßig (im Vorjahres-Lagebericht wurde ein Umsatz von TEUR 17.000 prognostiziert) und ist als Vorbereitungsjahr auf die folgenden Geschäftsjahre 2024 ff. zu verstehen, in denen mit eingeschwungener Taktfertigung eine deutlich verbesserte Produktivität zu ebenso deutlich höherer Leistung und Erlösen führt; dennoch fällt der ausgewiesene Verlust mit TEUR 987 höher aus, als das im Vorjahr prognostizierte ausgeglichene Ergebnis. Dies liegt zum einen daran, dass der für den o. g. Großauftrag geplante Anlauf mit mehr technischen und organisatorischen Schwierigkeiten verbunden war als angenommen (Zustand der zu bearbeitenden Fahrzeuge, Verfügbarkeit von geeigneten Fachleuten und Unterlieferanten), zum anderen aber auch an den sprunghaft gestiegenen Kosten insbesondere für Energie und andere Produkte. Die gestiegenen Kosten führten als Resultat der verlustfreien Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen zu außerplanmäßigen Abwertungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.705 und sind damit Hauptgrund für das Nichterreichen der Ergebnisprognose. Die Entwicklung des Unternehmens insgesamt wird weiterhin als gut eingeschätzt, mit einer soliden Auftragslage für die Folgejahre und einer guten Auslastung der Kapazitäten. 2.3 Ertragslage Das Rohergebnis bei der VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH verringerte sich im Berichtsjahr von TEUR 16.288 im Vorjahr auf TEUR 13.416. Entgegengesetzt zur Gesamtleistung erhöhte sich der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um TEUR 430; dies ist u.a. bedingt durch die oben erwähnte außerplanmäßige Abwertung der unfertigen Leistungen um TEUR 1.705 und führte zu einer Erhöhung der Materialaufwandsquote 1 von 28,7 % auf 33,8 %. Größte Einzelaufwandsposition bildete dabei der Aufwand für Rohstoffe und Fertigungsmaterial mit TEUR 1.788 (Vorjahr TEUR 2.761). Für die Inanspruchnahme von Fremdleistungen wurden TEUR 2.722 (Vorjahr TEUR 1.893) aufgewandt. Der Einsatz von Wärme, Wasser und Strom verursachte einen Aufwand von ca. TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 891). Im Berichtsjahr erhöhte sich der Personalaufwand von TEUR 10.402 im Vorjahr auf TEUR 10.791 aufgrund des gestiegenen Lohn- und Gehaltsniveaus sowie des gestiegenen Personalbestandes. Im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres sind 258 Beschäftigte und Auszubildende zu verzeichnen. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 254 Beschäftigte. Aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote 2 von 48,7 % im Vorjahr auf 55,6 % im Berichtsjahr angestiegen. Im Berichtszeitraum haben sich die Beschäftigtenzahlen einschließlich Auszubildender wie folgt entwickelt:
Die Abschreibungen erreichten im Berichtsjahr den Wert von TEUR 600 und erhöhten sich damit zum Vorjahr um TEUR 149. Ursächlich für die gestiegenen Abschreibungen sind die Investitionen im Berichts- und Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich zum Vorjahr um TEUR 1.753 auf TEUR 2.799 im Berichtsjahr. Wesentlich dafür waren die Aufwendungen für den Einsatz von Leiharbeitskräften. Diese reduzierten sich zum Vorjahr um TEUR 1.322 auf TEUR 595 im Berichtsjahr. Zudem gab es im Vorjahr einen Einmaleffekt durch Aufwendungen aus einem Transportschaden. Die Entwicklung der Ertragslage unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.931 auf TEUR 15.125 (Vorjahr TEUR 13.194). Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg im Bereich des Anlagevermögens durch diverse Investitionen auf TEUR 6.352 zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies insgesamt einen Anstieg um TEUR 1.417. Zusätzlich erhöhten sich zum Vorjahr im Bereich des Umlaufvermögens stichtags- und auftragsbedingt die unfertigen Erzeugnisse um TEUR 2.170 auf den Wert von TEUR 2.889. Durch die verlustfreie Bewertung der Aufträge wurde ein größerer Anstieg verhindert. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten um TEUR 2.951 auf TEUR 11.909 angestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Kundenanzahlungen auf Bestellungen (TEUR 1.000), höheren Bankverbindlichkeiten durch das neu aufgenommene Darlehen zur Finanzierung der Anschaffung einer gebrauchten Lokomotive (TEUR 591) und den höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.746). Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote wie folgt:
Der Jahresüberschuss von TEUR 723 des Geschäftsjahres 2022 wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen und führt gemeinsam mit dem Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres von TEUR 987 und der höheren Bilanzsumme zur Reduzierung der Eigenkapitalquote um 8,6 Prozentpunkte. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich zum Vorjahr um TEUR 29 auf TEUR 2.068. Während die Personalrückstellungen von TEUR 666 um TEUR 82 auf TEUR 584 gesunken sind, sind die Rückstellungen für einen versicherten Transportschaden um TEUR 276 auf TEUR 1.200 gestiegen. Des Weiteren sind die Rückstellungen für Gewährleistungen um TEUR 80 und die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um TEUR 138 zum Vorjahr gesunken. Die Vermögenslage stellte sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt dar.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 2.000. Durch den deutlich niedrigeren Anstieg des Umlaufvermögens erhöhte sich die Anlageintensität von 37,4 % in 2022 auf 42,0 % in 2023. Die Investitionen resultieren insbesondere aus Anschaffungen von neuen Maschinen und Geräten für den Geschäftsbetrieb sowie von Transportmitteln. Für die Erstellung eines betriebsgenutzten Parkplatzes wurden TEUR 152 aufgewendet. Für den Transport der instandgesetzten Bahnwagen vom/zum Kunden wurde Anfang 2023 eine gebrauchte Diesellokomotive für TEUR 885 angeschafft.
3 Hier inklusive aktiven
Rechnungsabgrenzungsposten
Das Umlaufvermögen erhöhte sich zum Vorjahr um TEUR 492. Wesentlich dafür sind die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse und der unfertigen Leistungen um TEUR 2.170 im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Vorjahr um TEUR 2.562 auf TEUR 1.110 im Berichtsjahr. 2.4 Finanzlage Der Finanzmittelbestand in Form von Bankguthaben und Kassenbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 64 auf TEUR 566 erhöht. Das Finanzergebnis ist im Jahr 2023 mit TEUR -212 negativ. Die Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen betrugen im Berichtsjahr TEUR 120 (Vorjahr TEUR 84). Der Anstieg resultiert aus dem zusätzlich aufgenommenen langfristigen Darlehen. Die Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien betrugen im Berichtsjahr TEUR 50. Die VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH nimmt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 keine Kontokorrentlinien in Anspruch. Per 31.12.2023 beläuft sich die Kreditlinie auf TEUR 500 und wurde in 2024 bis zum 31. Dezember 2028 prolongiert. Der Free Cashflow 4 des Berichtjahres in Höhe von TEUR -278 verringerte sich deutlich um TEUR 1.425 verglichen zum Vorjahr mit TEUR 1.147. Die Verringerung resultiert insbesondere aus dem negativen Jahresergebnis und den hohen Investitionen im Sachanlagevermögen. Für die Finanzierung der Investitionstätigkeit wurden langfristige Bankdarlehen in Höhe von TEUR 946 aufgenommen. Zusammen mit den Zinszahlungen und der Tilgung der Bankdarlehen ergab sich ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 345 (Vorjahr TEUR -336). Das Eigenkapital zeigt für das Berichtsjahr folgende Entwicklung auf (alle Angaben in EUR):
2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt sehen wir die Lage der Gesellschaft als stabil an. 3. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung, Prognosebericht 3.1 Chancen- und Risikobericht
4 Saldo der Cashflows aus laufender
Geschäftstätigkeit und aus der
Investitionstätigkeit
Chancen und Risiken der Gesellschaft werden aktiv gesteuert. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungs- und Fachbereichssitzungen werden systematisch Einzelrisiken identifiziert, bewertet und Gegenmaßnahmen getroffen. Nachfolgend stellen wir die einzelnen Risiken nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft absteigend dar, wobei die Risiken zunächst vor Risikobegrenzungsmaßnahmen angegeben werden. Liquiditätsrisiko Aufgrund der zeitlichen Verzögerung in der Auslieferung der Fahrzeuge aus dem in 2023 angelaufenen Großauftrag und den oben beschriebenen gestiegenen Kosten der Auftragsfertigung ist es in 2024 zu Liquiditätsengpässen gekommen; um die Finanzierung des Geschäftsbetriebes sicherzustellen und Liquiditätsspitzen überbrücken zu können, wurde der VIS GmbH Anfang Februar 2024 ein zeitlich unbefristeter Kreditrahmen in Höhe von TEUR 1.000 von dem Gesellschafter gewährt. Des Weiteren wurde eine bestehende Bankkreditlinie in Höhe von TEUR 500 bis zum 31. Dezember 2028 prolongiert. Darüber hinaus wurden zwei weitere Bankkreditlinien in Höhe von jeweils TEUR 1.000 im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 vereinbart, um etwaige Liquiditätsspitzen abfedern zu können. Eine Kreditlinie ist dabei unbefristet gewährt worden, während die andere Linie eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 hat. Die Kreditlinien sind Ende 2024 größtenteils in Anspruch genommen worden. Die Liquiditätsplanung für das Jahr 2025, zum Zeitpunkt der Berichtserstellung, zeigt eine angespannte, aber unter Berücksichtigung der Bankkreditlinien und des noch nicht genutzten Kreditrahmens durch den Gesellschafter positive Bilanz über das ganze Jahr hinweg. Zum Steuern dieses Risikos wird die Liquidität derzeit laufend beobachtet und bei Abweichungen werden Gegenmaßnahmen geplant und umgesetzt; so könnte eine deutliche negative Planabweichung von den oben dargestellten Prämissen zu zusätzlichem Bedarf an finanziellen Mitteln führen. Absatz- und Beschaffungsmarktrisiken Anhaltende und zusätzliche weltpolitische Krisen führen zu anhaltend angespannter Lage an den Rohstoff- und anderen Beschaffungsmärkten und können negativen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben. Aufgrund des bereits vertieften Auseinandersetzens mit den Energiemärkten konnte der negative Trend der Energiekostenentwicklung durch strategische Beschaffung für die Zukunft abgefedert werden. Die instabilen Handelsketten und die zunehmend unter wirtschaftlichen Druck geratende Industrie können zu fehlenden Komponenten und Obsoleszenz führen, die die Ausführung unserer Dienstleistung erschweren kann oder zu Verzögerungen führt, die wiederum Vertragsstrafen nach sich ziehen können. Eine enge Kontrolle der für die verschiedenen Projekte notwendigen Materialverfügbarkeit wird daher durchgeführt. Die fortwährende Diskussion über die Finanzierbarkeit von politischen Versprechen führt auch in der Bahnbranche zu der grundsätzlichen Frage der Planbarkeit unseres Geschäfts; zwar ist der Ausbau des Schienenverkehrs erklärtes Ziel der scheidenden Bundesregierung in Verbindung mit dem Erreichen von Klimazielen, dennoch führen die Wirtschaftskrise und die dadurch reduzierten Steuereinnahmen in Verbindung mit den restriktiven Haushaltsvorgaben zu einer Einschränkung der Investitionspläne, was wiederum Einfluss auf die Auftragsvergabe in unserer Branche nach sich zieht. Für die vom Unternehmen angebotenen Dienstleistungen bietet diese Entwicklung umgekehrt aber auch eine Chance, da statt Neuinvestitionen zunehmend auf den Erhalt von vorhandenen Bahnflotten gesetzt werden könnte. Personalrisiken Der Mangel an Facharbeitskräften ist zu einem Dauerrisiko geworden, dem durch kontinuierliche Personalpolitik begegnet wird; durch umfangreiche Ausbildung, regelmäßige Teilnahme an regionalen Jobbörsen, ein kontinuierliches Bewerbermanagement, Übernahme von Leiharbeitskräften oder Eingliederung ausländischer Arbeitskräfte hat das Unternehmen wirksame Maßnahmen etabliert. Die politischen Eingriffe in den Arbeitsmarkt bleiben ein Problem und sind wenig hilfreich; so führt u.a. die telefonische Krankschreibung aus Arbeitgebersicht ganz eindeutig zu einer höheren Krankenquote und kann auch nicht durch eine politische Diskussion gesenkt werden. Zins- und Ausfallrisiken Für die Gesellschaft bestehen grundsätzlich Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Die Ausfallrisiken von Forderungen können zu Cashflow-Ausfällen führen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch ein striktes Forderungsmanagement. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses, die bei Nutzung der Kreditlinien zu veränderten Zinsaufwendungen führen können. Die langfristigen Darlehen sind grundsätzlich bis zur Endfälligkeit zu festen Zinssätzen vereinbart worden. Die aktuelle Abschwächung des Marktzinses senkt dieses Risiko. Chancen Unabhängig von den allgemeinen negativen Vorzeichen steht die Bahnindustrie in Deutschland und weltweit gut da; erstmalig seit Jahrzehnten besteht der politische Wille, die Finanzierung des Systems Bahn sicherzustellen und die negativen Folgen der Bahnreform in den 90er Jahren zu revidieren; weltweit sorgt der Trend zu immer größer werdenden urbanen Räumen für zunehmenden Bedarf an öffentlichem Transport - insbesondere auf der Schiene, da dieser Verkehrsträger mit Abstand der umweltfreundlichste von allen Verkehrsträgern ist, abgesehen vom Fahrrad. Auch auf europäischer Ebene werden mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 und dem Green Deal politische Rahmenbedingungen für ein hohes Investitionsaufkommen in den Schienenverkehr geschaffen, von denen auch die VIS GmbH profitieren sollte. Der Ausbau von Netzwerken und die Diversifizierung innerhalb der Branche stellt die VIS GmbH insgesamt breiter auf und erweckt das Interesse neuer Kunden; auch der Wegfall von Marktteilnehmern lenkt den Fokus auf ein fachlich und wirtschaftlich gut aufgestelltes Unternehmen. Die durch die staatliche Bürokratie aufgestellten Hürden können als Chance für ein etabliertes Unternehmen wahrgenommen werden, da es neuen Marktteilnehmern zunehmend erschwert wird, in den Markt einzutreten. Durch die im Berichtsjahr und im Folgejahr erfolgte Optimierung der Fertigungslinien kann in den nun folgenden Geschäftsjahren die Fertigungsplanung unternehmensseitig umgesetzt und damit eine stabile und ergebnisorientierte Geschäftslage erreicht werden. 3.2 Prognosebericht In 2024 wird mit einer deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr auf ca. TEUR 25.000 wieder ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis angestrebt. Unter der Annahme gleichbleibender externer Einflüsse wird diese Umsatzsteigerung sich in 2025 und darüber hinaus fortsetzen, da neben der planmäßigen Umsetzung des genannten Großauftrages ein weiterer wesentlicher Auftrag anläuft, der mit vorhandenen Ressourcen abgearbeitet werden kann. Dieses erfolgt neben der Ausführung von regelmäßig akquirierten Projekten, die nunmehr den verfügbaren Kapazitäten angepasst werden und optimal die vorhandene Infrastruktur nutzt und planmäßig nicht zu einem weiteren Aufbau der Fertigungskapazitäten führt. Mit der Gründung einer Tochterfirma in Finnland wird ein neuer, sich deregulierender Markt im Bereich der technischen Dienstleistungen an Schienenfahrzeugen erschlossen, der bisher lediglich von den Unternehmen der Staatsbahn angeboten wurde; eine Entwicklung, die auch bei der Unternehmensgründung der VIS GmbH vor ca. 23 Jahren vorgefunden wurde.
Halberstadt, den 27. Januar 2025 gez. Dirk Zeppenfeld gez. Ronald Krahl "Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende, hier gemäß § 328 Abs. 1 Satz 3 HGB im Wortlaut wiedergegebene, Bestätigungsvermerk erteilt:" Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 29. Januar 2025 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater
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