Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 26438
Eingetragen
19.9.2011
Branche
Druck- und MedienvorstufeVerlegen von ZeitungenVerlegen von Büchern
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Druckerzeugnissen und elektronischen Medien aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Braun
seit 10.2.2026
Prokura
Prokura
Andreas Koch
seit 12.9.2019
Prokura
Rene Klein
seit 12.9.2019
Prokura
Alfred Mühlbauer
seit 12.9.2019
Prokura
Sandra Eckart
seit 14.8.2018
Prokura
Monika Stimpfle
seit 14.8.2018
Prokura
Rudolf Ortner
seit 12.4.2017
Prokura
Markus, Heinrich Appl
seit 19.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG

Wemding

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.770.665,68 993
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.852.440,38 10.448
2. technische Anlagen und Maschinen 4.608.516,86 4.477
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 449.995,99 444
4. geleistete Anzahlungen 169.348,61 531
15.080.301,84 15.900
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.553,88 67
2. Sonstige Ausleihungen 128.550,00 110
196.103,88 177
17.047.071,40 17.070
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.759.932,94 5.916
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.891.375,95 1.202
3. fertige Erzeugnisse und Waren 397.667,40 916
4. geleistete Anzahlungen 27.119,26 37
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -756.527,28 -352
7.319.568,27 7.719
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 293.700,06 419
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 243
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.321.156,55 1.984
2.614.856,61 2.646
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 503.467,74 3.261
10.437.892,62 13.626
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.720.774,33 1.347
D. Aktive latente Steuern 110.282,00 121
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag der Kommanditisten 5.472.695,69 8.738
F. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag
persönlich haftender Gesellschafter 198.722,28 229
34.987.438,32 41.131

PASSIVSEITE

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile -31.068.209,32 -30.413
II. Kapitalrücklagen 6.699.654,05 6.700
III. Gewinnrücklagen 19.118.337,84 19.118
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag -3.720.329,75 -3.827
V. Konzerngewinn / -verlust 3.315.502,61 -545
VI. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag der Kommanditisten 5.472.695,69 8.738
VII. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag persönlich haftender Gesellschafter 198.722,28 229
16.373,40 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.906.892,00 2.024
2. Steuerrückstellungen 427,07 7
3. sonstige Rückstellungen 1.828.594,85 1.976
3.735.913,92 4.007
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.447.398,58 15.363
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.925.665,27 12.793
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 82.252,61 76
4. sonstige Verbindlichkeiten 7.777.234,54 8.892
- davon aus Steuern: EUR 1.014.076.328 (Vj. TEUR 1.038) 31.232.551,00 37.124
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 33.588,51 (Vj. TEUR 731)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.600,00 0
34.987.438,32 41.131

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 120.008.224,43 110.642.177,06
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 170.729,16 -240.432,62
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.182,86 ‒,‒
4. Gesamtleistung 120.181.136,45 110.401.744,44
5. sonstige betriebliche Erträge 4.578.303,91 1.562.580,45
a) übrige sonstige betriebliche Erträge 4.578.303,91 1.562.580,45
6. Materialaufwand 72.709.877,03 63.340.046,92
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 64.500.008,94 51.213.352,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.209.868,09 12.126.694,86
7. Personalaufwand 27.006.901,78 28.738.570,08
a) Löhne und Gehälter 22.606.121,01 23.983.770,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.400.780,77 4.754.799,43
8. Abschreibungen 1.799.113,47 1.710.771,33
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.799.113,47 1.710.771,33
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.585.141,47 17.438.383,02
a) verschiedene betriebliche Kosten 18.585.141,47 17.438.383,02
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.497,89 2.479,59
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.234.096,74 1.279.989,38
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.094,12 -88.632,33
13. Ergebnis nach Steuern 3.418.713,64 -452.323,92
14. sonstige Steuern 103.211,03 92.495,64
15. Jahresüberschuss 3.315.502,61 -544.819,56

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Es besteht eine Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen, die Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung des Unternehmens aufwerfen. Auf die entsprechenden Angaben im Lagebericht wird verwiesen.

B. Konsoliderungsgrundsätze

I. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL beinhaltet die Abschlüsse folgender eigenständiger Gesellschaften, die als Tochterunternehmen vollkonsolidiert wurden:

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding, Amtsgericht Augsburg, HRA 15169

appl druck GmbH, Wemding (100%), Amtsgericht Augsburg, HRB 26438

aprinta druck GmbH, Wemding (100%), Amtsgericht Augsburg, HRB 26437

m.appl GmbH & Co. KG, Wemding (100%), Amtsgericht Augsburg, HRA 16020

Mutterunternehmen ist die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Wemding - sie ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRA 15169. Die acomp GmbH, eingetragen im Amtsgericht Augsburg unter HRB 295, hält als Komplementärin 1 % der Stimmrechte an der Muttergesellschaft. Aufgrund von Satzungsbestimmungen ist sie jedoch dauerhaft nicht in der Lage die Geschäftstätigkeit des Konzerns zu kontrollieren. Sie ist daher nicht Teil des Konsolidierungskreises des Konzerns.

Die MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG , eingetragen im Amtsgericht Augsburg unter HRA 20536 (100% Anteile) und die MODULUS GmbH, eingetragen im Amtsgericht Augsburg HRB 35674 (100% Anteile) werden gem. § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sich die Anteile ausschließlich zum Zwecke der Auflösung im Eigentum der Gesellschaft befinden. Ebenso ist die Darstellung i.S.d. § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung. Sie werden als Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt, da die Auswirkung einer at-equity Bewertung nur unwesentliche Bedeutung hätte.

Die m. appl Verwaltungs-GmbH (100 % Anteile) wird aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der FIRMENGRUPPE APPL ist der Rollenoffset-, Bogenoffset- und Digitaldruck und die Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen aller Art.

Die Produktpalette umfasst den Druck und die Herstellung von Büchern, Zeitschriften, Beilagen und Prospekten jeglicher Art. Kunden sind Verlage und Betriebe, sowie Werbeagenturen.

II. Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL wurde auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Der Abschlussstichtag aller Tochtergesellschaften stimmt mit dem Konzernabschlussstichtag überein. Die Gewinn- und Verlustrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, sowie die Kapitalflussrechnung umfassen den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022.

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG ist als Mutterunternehmen zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Erstkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte unter Anwendung der Neubewertungsmethode zum 3. Januar 2011. Von der Erleichterung des § 301 Abs. 2 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Vielmehr wurde für die Erstkonsolidierung der jeweilige Wert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des ursprünglichen erstmaligen Kontrollerwerbs zugrunde gelegt. Die entsprechenden Daten lagen aufgrund interner Konsolidierungsmaßnahmen aus früheren Jahren vor.

Zunächst wurden sämtliche stillen Reserven in den Wirtschaftsgütern der einbezogenen Tochtergesellschaften aufgestockt. Anschließend wurde das so neu bewertete Eigenkapital der Tochtergesellschaften mit dem Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft verrechnet.

Nach der Kapitalkonsolidierung verblieb ein aktivischer Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 6.821. Dieser wurde wie folgt behandelt:

Sofern er aus einer Akquisition entstanden ist, die schon mehr als 5 Jahre zurücklag, wurde er mit den Konzernrücklagen verrechnet.

Sofern seine Entstehung aufgrund einer Transaktion vor weniger als 5 Jahren begründet wurde, wurde er als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren ab seiner Entstehung linear erfolgswirksam abgeschrieben.

Durch den Erwerb von Anteilen außenstehender Gesellschafter entstand bei der Kapitalkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 42, der in voller Höhe in die Konzernrücklagen eingestellt wurde, da er ausschließlich durch die Konsolidierungstechnik verursacht war.

2. Forderungen- und Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Forderungen- und Schuldenkonsolidierung eliminiert.

3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Der Konzernabschluss wurde durch Addition der einzelnen Jahresabschlüsse und anschließender Eliminierung der internen Umsätze aufgestellt.

4. Zwischenerfolgseliminierung

Zwischengewinne aus regelmäßigem internen Waren- und Dienstleistungsverkehr wurden nicht gekürzt, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Firmengruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB).

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz (einschl. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden)

Der Jahresabschluss der FIRMENGRUPPE APPL wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Es wurden unwesentliche Anpassungen bei einigen Positionen der EB-Werte der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen im Anlagenspiegel vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte

Selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte wurden zu Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Es handelt sich dabei um Lizenzen und Anpassungen von Anwendersoftware, die über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, bei grundlegenden Softwareprogrammen auf 5 Jahre, abgeschrieben werden.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Geschäftswert ist bereits abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau werden in Höhe der geleisteten Zahlung aktiviert.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Verbundene Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Auf Altbestände wurden entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Daneben werden pauschale Abschläge für Boni und Skonti vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Es besteht eine Warenkreditversicherung.

Währungsumrechnung in den einbezogenen Gesellschaften

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Kassenstände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält neben vorausgezahlten betrieblichen Aufwendungen auch die auf die Laufzeit der Darlehen zu verteilenden Disagiobeträge.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Betrag von TEUR 11 (Vj. TEUR 13) für Disagio enthalten.

Latente Steuern

Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben sich einerseits durch Buchungen im Konzern. Für die Ermittlung latenter Steuern im Einzelabschluss andererseits aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beiträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (derzeit 13%) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich verrechnet. Die Differenzen, die insgesamt zu einem Aktivüberhang latenter Steuern führen, ergeben sich vor allem aus unterschiedlichen Nutzungsdauern im Bereich des Sachanlagevermögens, bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und anderer Rückstellungen sowie der dazugehörigen, teils verrechneten Aktiva. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich sowohl aus Vorjahren als auch aus dem aktuellen Geschäftsjahr.

Es ergaben sich aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 111,3, sowie passive latente Steuern i.H.v. TEUR 1,0 die miteinander verrechnet wurden.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß HGB angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Pensionsrückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Methode Projected-Unit-Credit-Methode
Zinssatz 1,78 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0 % - 2%
zugrunde gelegte Sterbetafel Prof. Heubeck 2018/G

Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen nach BilMoG war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt; der noch nicht zugeführte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 17.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 115. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Angaben und Erläuterungen zu Sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr werden grundsätzlich abgezinst.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Berufsgenossenschaftsrückstellungen TEUR 300
Überstundenrückstellungen TEUR 273
Urlaubsrückstellungen TEUR 271
Rückstellung für noch ausstehende Rechnungen TEUR 185
Rückstellung für Drohverluste TEUR 185
Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 70
Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten TEUR 105

Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (vgl. hierzu Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Art der außerbilanziellen Geschäfte Zweck
Leasingverträge/Mietkäufe Finanzierung von Investitionen
Factoring Optimierung Forderungsmanagement
Diversifizierung der Refinanzierungsstruktur
Verbesserung der Liquidität
Sale and lease back Finanzierung von Investitionen

Aus den Leasingverträgen, Mietkäufen und Sale-and-lease-back Vereinbarungen ergeben sich Belastungen aus den in der Zukunft liegenden Zahlungsverpflichtungen. Neben einem Preisvorteil in der Refinanzierung, der durch die Eigentümerstellung des Leasinggebers begründet wird, trägt Leasing insbesondere zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsstruktur bei.

Beim Factoring ergeben sich Risiken aus der Höhe der Gebühren in Abhängigkeit von der allgemeinen Kurzfristzinsentwicklung. Die Vorteile des Factoring liegen zum einen in der Verminderung der Bilanzsumme. Des Weiteren werden die Bonitätsrisiken der Debitoren auf den Factor übertragen.

Es ergaben sich folgende Veränderungen bei den Bilanzpositionen:

Forderungen: - TEUR 8.364

sonstige Vermögensgegenstände: + TEUR 935

Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den oben genannten Leasingverträgen und den sale und lease back Geschäften in Gesamthöhe von TEUR 7.021 zum Bilanzstichtag. Davon sind TEUR 1.708 innerhalb eines Jahres fällig.

Angaben nach § 264 Abs. 2 HGB

Zur wirtschaftlich sinnvollen Darstellung der Ertragslage wurden Fremdlöhne für Leiharbeiter anstatt als Fremdleistungen, unter Personalaufwand gezeigt.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
in TEUR
Akzidenz 1.410,7
Buch 30.253,6
Beilage 54.109,4
Katalog 16.147,2
Zeitschrift 17.825,5
Sonstige 261,8
Geografisch bestimmter Markt Umsatz
in TEUR
Inland 99.726,8
EU/Drittland 20.281,4

2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 0 (Vj. TEUR 136) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 93 (Vj. TEUR 135) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 39 (Vj. TEUR 74) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus sale and lease back Geschäften von TEUR 3.514 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Restrukturierung des Konzerns in Höhe von TEUR 486 (Vj. TEUR 804), die außergewöhnlicher Natur sind. Des Weiteren sind dort Aufwendungen nach Art. 67 EGHGB von TEUR 10 (Vj. TEUR 10) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind mit 11 TEUR (Vj. TEUR 15) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Steuern aus Vorjahren von 0 TEUR (Vj. TEUR 28 Ertrag) und Aufwendungen aus latenten Steuern von TEUR 10 (VJ. Ertrag TEUR 116) enthalten.

3. Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Ergebnis wird auf das Verlustvortragskonto bzw. Darlehenskonto gebucht.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Konzerns durch folgende Person geführt:

Markus Appl Geschäftsführer
einzelvertretungsberechtigt und von den
Beschränkungen des § 181 BGB befreit

2. Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer wird gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs 4 HGB verzichtet.

3. Angaben über den Anteilsbesitz an nicht konsolidierten Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile

Firmenname Anteilshöhe % Jahresergebnis in 2022 Eigenkapital (100%) per 2022
MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG 100 TEUR 5 TEUR 3
MODULUS GmbH 100 TEUR 0 TEUR 25
m. appl Verwaltungs-GmbH 100 TEUR 0 TEUR 41

4. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 63).

5. Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen

Folgende in diesen Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 Nr. 4 bzw. § 264b HGB in Anspruch:

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding (Muttergesellschaft)

appl Druck GmbH, Wemding

aprinta druck GmbH, Wemding

m.appl GmbH & Co. KG, Wemding

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Leistungen des Geschäftsjahres betrug TEUR 129 und gliedert sich wie folgt:

Abschlussprüfung: TEUR 76
Steuerberatung: TEUR 53

Hierin sind die Honorare von sämtlichen konsolidierten Gesellschaften enthalten.

7. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 389
Angestellte 144

Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt 533 + 31 Auszubildende.

 

Wemding, den 26. Oktober 2023

FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG vertreten

durch die Komplementärin acomp GmbH

Markus Appl, Geschäftsführer

Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.360.033,33 50.095,32 198.870,18 1.162.250,02 4.373.508,49
2. Geschäfts oder Firmenwert 554.598,54 0,00 0,00 0,00 554.598,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.914.631,87 50.095,32 198.870,18 1.162.250,02 4.928.107,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.252.525,06 31.014,15 0,00 0,00 20.283.539,21
2. technischen Anlagen und Maschinen 9.586.438,79 631.887,59 1.047.029,75 350.064,80 9.521.361,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Ge- schäftsausstattung 1.834.938,23 330.725,00 393.486,93 26.075,05 1.798.251,35
4. geleistete Anzahlungen 530.699,11 1.177.040,37 1,00 -1.538.389,87 169.348,61
Summe Sachanlagen 32.204.601,19 2.170.667,11 1.440.517,68 -1.162.250,02 31.772.500,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.553,88 0,00 0,00 0,00 67.553,88
2 Sonstige Ausleihungen 110.000,00 18.550,00 0,00 0,00 128.550,00
Summe Finanzanlagen 177.553,88 18.550,00 0,00 0,00 196.103,88
Summe Anlagevermögen 36.296.786,94 2.239.312,43 1.639.387,86 0,00 36.896.711,51
kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.367.146,69 405.036,60 169.340,48 2.602.842,81
2. Geschäfts oder Firmenwert 554.598,54 0,00 0,00 554.598,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.921.745,23 405.036,60 169.340,48 3.157.441,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.804.168,83 626.930,00 0,00 10.431.098,83
2. technischen Anlagen und Maschinen 5.109.490,05 552.229,45 748.874,93 4.912.844,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Ge- schäftsausstattung 1.391.035,65 214.917,42 257.697,71 1.348.255,36
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.304.694,53 1.394.076,87 1.006.572,64 16.692.198,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 19.226.439,76 1.799.113,47 1.175.913,12 19.849.640,11
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.770.665,68 992.886,64
2. Geschäfts oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.770.665,68 992.886,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.852.440,38 10.448.356,23
2. technischen Anlagen und Maschinen 4.608.516,86 4.476.948,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Ge- schäftsausstattung 449.995,99 443.902,58
4. geleistete Anzahlungen 169.348,61 530.699,11
Summe Sachanlagen 15.080.301,84 15.899.906,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.553,88 67.553,88
2 Sonstige Ausleihungen 128.550,00 110.000,00
Summe Finanzanlagen 196.103,88 177.553,88
Summe Anlagevermögen 17.047.071,40 17.070.347,18

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Die FIRMENGRUPPE APPL (im Folgenden auch Konzern genannt) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1899 zu einem Druckunternehmen von nationaler und europäischer Bedeutung entwickelt und dabei die Flexibilität eines Familienunternehmens bewahrt. Die einzelnen Unternehmen der Konzern decken ein breites Spektrum der gängigen Druckverfahren im High-Volume-Bereich einschließlich der Weiterverarbeitung ab. Ein Schwerpunkt des Portfolios ist die Spezialisierung auf den Druck in Sonderformaten. An zwei Standorten in Bayern werden umfassende Dienstleistungen im Rollen- und Bogenoffset für Verlage, Werbeagenturen, Handel und Industrie erbracht. Diese Basis und das vorhandene Branchen-Know-how nutzt der Konzern, um digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, wie zum Beispiel die Analyse der Wirkung von Offline-Werbung mittels Maschine Learning.

Per 31.12.2022 hält die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG folgende Anteile:

- appl druck GmbH 100 %
(Rollenoffsetdruck und Weiterverarbeitung)
- aprinta druck GmbH 100 %
(Bogenoffset- und Digitaldruck, Buchbinderei)
- m.appl GmbH & Co. KG 100 %
(Grundbesitzgesellschaft)
- m. appl Verwaltungs-GmbH 100 %
(Beteiligungsgesellschaft)
- MODULUS GmbH & Co. Immobilien KG 100 %
(Beteiligungsgesellschaft)
- MODULUS GmbH 100 %
(Beteiligungsgesellschaft)

Während die Umsätze in den Jahren 2020 und 2021 durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie negativ beeinflusst wurden, war das Geschäftsjahr 2022 insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen inflationären Einflüsse auf die Energie- und Rohstoffpreise geprägt. Kunden reduzierten aus Kostengründen die bestellten Druckvolumina. Die negative Mengenentwicklung konnte durch die in 2020 eingeleitete und konsequent umgesetzte Bereinigung des Auftragsportfolios hin zu höherwertigen Aufträgen deutlich überkompensiert werden. Folgerichtig konnte ein deutlich positives Betriebsergebnis und ein Gewinn nach Steuern erzielt werden. Insbesondere die Fokussierung auf den Ausbau der internen Digitalisierung mit dem Ziel, bis 2025 alle internen Prozesse vollständig digital zu gestalten, hat zur nachhaltigen Sicherung der Profitabilität beigetragen. Die strategischen Projekte im Bereich Machine Learning dienen der Absicherung der zukünftigen Profitabilität.

Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG fungiert als klassische Holding mit zentralen Dienstleistungsangeboten für ihre Tochterunternehmen, wie zentraler Einkauf, Disposition, Finanzbuchhaltung, Personalwesen und Finanzen.

Das Ziel sämtlicher unternehmerischer Aktivitäten ist auf den profitablen Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie auf die Gewinnung von Neukunden gerichtet.

II. Wirtschaftsbericht der FIRMENGRUPPE APPL

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) International

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zuletzt wieder leicht eingetrübt. Vor allem die anhaltend hohe Inflation bereitet dem IWF Sorgen. Weltweit sei es eine Gratwanderung, zum einen Preisstabilität wiederherzustellen und zum anderen ein Abrutschen in eine Rezession zu vermeiden, heißt es in der aktualisierten Prognose zur Weltwirtschaft des Internationalen Währungsfonds (Quelle: IMF - World Economic Outlook, Update Oktober 2023).

Nachdem die Weltwirtschaft nach Angaben des IWF im Jahr 2021 eine Erholung mit 6,2 % gegenüber dem Vorjahr erlebte, wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 ein weiteres moderates Wachstum von 3,5 % prognostiziert.

Für die EU geht der IWF davon aus, dass die Wirtschaft in 2022 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr (2021: 5,9 %) wachsen werde (Quelle: IMF - World Economic Outlook, Update Oktober 2023).

b) Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", wird die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes Dr. Ruth Brand zitiert. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023).

c) Branche

Lieferengpässe und Kostensteigerungen bremsten die Branchenentwicklung im Jahr 2022 deutlich aus. Zudem befeuert die Volatilität der Gasliefermengen und die damit verbundenen Preisanstiege bei Gas und anderen Energieträgern die Sorgen vor einer Rezession und einer drohenden Gasmangellage (Quelle: BVDM; Der Nutzen 03/2022). Durch die Covid-19-Pandemie wurden teils tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst, die noch lange in die Zukunft nachhallen werden. Zu den weiteren drängenden Themen, welche die Druckindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte, zählen die Rolle von Print im digitalen Wandel sowie deren CO 2 -Fußabdruck.

Die Nachfrage nach graphischen Papieren am europäischen Markt hat sich um -10,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 17.759 Tsd. Tonnen deutlich reduziert (Quelle: Euro-Graph, Monthly Statistics of the European Graphic Papers Industry, Dezember 2022). Papierfabriken berichten von schwachen Ordertätigkeiten seitens der Kunden, deren Lager zum Jahresende 2022 gut gefüllt waren. Seit Jahren werden Produktionskapazitäten für grafische Papiere in Europa reduziert. Die knappe Verfügbarkeit von Altpapier und der verstärkte Wettbewerb um Holzfasern aus mehreren anderen Sektoren wie Bau, Textil oder Energie erzeugen Unsicherheiten für die kontinuierliche Versorgung europäischer Sektoren mit Holzfasern (Quelle: Euwid, Ausgabe 8.2023 vom 22.02.2023).

Prognosen gehen davon aus, dass die Konsolidierung der Branche weiter anhalten wird.

Unabhängig vom Alter oder Geschlecht lesen 90 % aller Deutschen regelmäßig Zeitschriften. Selbst in den ausgeprägt digitalaffinen jungen Altersgruppen (zwischen 14 und 19 Jahren) lesen drei Viertel der Menschen gedruckte Zeitschriften (Quelle: B4P 2021-1 | Gesamtreichweite (LpA) PZ). Über 90.000 Verkaufsstellen in der gesamten Bundesrepublik sichern - neben der Verteilung via Abonnement - den Zugang zu Zeitungen und Zeitschriften (Quelle: Bundesverband Presse i.V.m. Editorial Media).

Trotz immer mehr Möglichkeiten digital zu lesen, wird das gedruckte Format von der Mehrheit der Leser bevorzugt. Die Stärke liegt im Produkt - Print wirkt, hat einzigartige Vorzüge und ist in vielen Bereichen unverzichtbar. Die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt: Printprodukte sind unverzichtbar. Die deutsche Druckindustrie gehört zu den modernsten und nachhaltigsten ihrer Art weltweit. Sie ist systemrelevant, ihre Erzeugnisse finden sich überall. Keine Branche, kein Sektor kommt ohne Printprodukte aus. In vielen Fällen ergänzen sie das Onlineangebot, trotz tendenziell sinkender Auflagen bei Zeitungen, Zeitschriften und Büchern.

d) Werbemarkt

Die Bruttowerbeausgaben in Deutschland liegen im Zeitraum Januar bis Dezember 2022 mit -3,4 % deutlich unter den Umsätzen des Jahres 2021. Während die pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in 2021 sukzessive zurückgenommen wurden und die Werbeaufwendungen damit wieder anstiegen, erlebt der Werbemarkt in nahezu allen Mediengattungen infolge des Ukraine-Krieges seit Februar 2022 einen Rückgang.

Nach wie vor bleibt Fernsehwerbung das Leitmedium der deutschen Werbungstreibenden mit 17,1 Mrd. Euro Bruttowerbeaufwendungen (-5,5 % ggü. Vorjahr). Onlinewerbung bricht mit 4,5 Mrd. Euro Bruttowerbeaufwendungen um -3,9 % gegenüber dem Vorjahr ein.

Der rückläufige Trend der Werbeinvestitionen in Zeitschriften und Zeitungen setzt sich weiter fort. Insgesamt reduzieren sich die Bruttowerbeaufwendungen um -3,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 7,9 Mrd. Euro (Quelle: Nielsen Media Germany GmbH; Top Trends Dezember 2022).

e) Produktion

Nachdem das Jahr 2021 von Nachholeffekten aufgrund der Corona-Pandemie geprägt war, reduzierte sich der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex im Jahresmittel 2022 um -7,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Quelle: bvdm, Branchenbericht Druck- und Medienwirtschaft - Struktur, konjunkturelle Lage und Aussichten für 2023). Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ließen die Nachfrage nach Printprodukten bei den Verbrauchern sinken.

f) Kosten und Preise

Die deutsche Zellstoff- und Papierproduktion ist nach dem Corona-Nachholjahr 2021 um -6,5 % auf 21,6 Mio. Tonnen gesunken, bewegt sich damit jedoch wieder auf dem langjährigen Vorkrisenniveau. Die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe sind auf die Produktpreise durchgeschlagen. Das spiegele der Umsatzzuwachs von 36,3 % auf 21,2 Mrd. Euro wider. Besonders betroffen sind dabei die grafischen Papiere, deren Ausfuhrpreise in 2022 um 43,3 % gegenüber dem Vorjahr ansteigen (Quelle: Die Papierindustrie, Pressemitteilung vom 01.03.2023 i.V.m. EUWID, Ausgabe 08.2023, 22.02.2023).

Im Jahr 2022 verstärkte sich insbesondere die ansteigende Kostenentwicklung bei der Energie. Während der Preis für elektrischen Strom im Dezember 2022 um rund 47 % gegenüber dem Vorjahresmonat zulegte, nahm der Preis für Erdgas (Abgabe an die Industrie) im selben Zeitraum um rund 36 % zu. Generell können die steigenden Energiekosten und die damit verbundene Entwicklung der Verbraucher- und Erzeugerpreise als grundlegendender Faktor bei dem Anstieg einer Mehrzahl der Kostenpositionen identifiziert werden (Quelle: Statistisches Bundesamt - Erzeugerpreis Dezember 2022).

Als Reaktion auf die gestiegenen Kosten passte auch die Druckbranche die Preise an. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2021 deutete sich ein kontinuierlicher Aufwärtstrend an. So zogen die Preise für Druckereileistungen im Zeitraum Januar bis September 2022 um 17,8 % gegenüber dem Vorjahr an (Quelle: BVDM i.V.m. Statistischem Bundesamt, Dezember 2022). Obwohl bei vielen Unternehmen Preise erhöht wurden, konnten die Kosten nicht bei allen Kunden und auch nicht überall in vollem Umfang weitergegeben werden. Mittelfristig zeichnet sich jedoch eine Trendwende in der Preisgestaltung von Druckprodukten ab - angesichts der anhaltenden Papierknappheit und der weiter steigenden Preisen für Vorleistungsgüter.

g) Betriebe und Beschäftigte

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Konsolidierungsprozesse in der Druckindustrie ging sowohl die Anzahl der Druckbetriebe als auch die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten weiter zurück. Per Dezember 2022 existierten in Deutschland laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit und laut Berechnungen des bvdm 6.896 Druckbetriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Im Jahr zuvor lag die Anzahl der Druckbetriebe noch um 3,1 % höher. Zusammen beschäftigten die Unternehmen 111.784 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Reduzierung um -4,5 % gegenüber dem Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf und Lage der FIRMENGRUPPE APPL

Die FIRMENGRUPPE APPL hat als ein führender mittelständischer Familienbetrieb der Druckindustrie im Jahr 2022 mit durchschnittlich 541 Mitarbeitern (umgerechnet in Vollzeitmitarbeiter) insgesamt rund 120 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet und es in den letzten Jahren (seit 2009) trotz des generell schwierigen Marktumfeldes geschafft, die mittel- bis langfristigen Bank- und Leasingverbindlichkeiten um knapp 138 Mio. Euro zu reduzieren.

Noch immer liegt die Auftragslage der FIRMENGRUPPE APPL, wie in vielen Betrieben der Druckbranche, unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Dies allerdings betrifft nicht allein die Druck- und Medienwirtschaft - auch die deutsche Werbewirtschaft ist noch nicht wieder auf dem früheren Level angekommen.

Das Geschäftsjahr 2022 war auch in dieser Hinsicht ein herausforderndes Jahr, da die stark gestiegenen Papier- und Energiekosten zu Kostenbelastungen führten. Aus diesem Grund reduzierten die Kunden teilweise die Auflagen und Umfänge ihrer Aufträge oder konzentrierten sich auf die Optimierung der Formate. In der Folge wird weniger Papier bedruckt und es fallen weniger Maschinenstunden an. Insbesondere im Bogenoffset ist die Nachfrage nach Büchern deutlich stärker zurückgegangen als geplant. Die Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. als Reaktion auf den Mengenrückgang wurden seit 2020 eingeleitet, indem das Auftragsportfolio gemeinsam mit den Kunden konsequent für beide Seiten profitabel umgestaltet wurde, z.B. durch Format- und Preisanpassungen, veränderte Papierqualitäten und reduzierte Fremdleistungen.

Der Einkauf von Druckmaterialien und Instandhaltungsartikeln ist auf Holdingebene zentralisiert. Unverändert verfügt die APPL FIRMENGRUPPE über eine breite Diversifizierung im Lieferantenkreis. Liefer- oder Rohstoffengpässe waren 2022 selten. Inflationäre Preissteigerungen konnten durch Preisgleitklauseln und Preissicherungsvereinbarungen, die teilweise bis in das Jahr 2022 reichten, abgefedert werden. Unvermeidbare Preiserhöhungen konnten im Dialog mit den Kunden im Wesentlichen weitergegeben werden.

Die Tochterunternehmen profitieren von den zentralen Dienstleistungsangeboten der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG. Unternehmensfunktionen wie Finanzbuchhaltung, Personalabteilung und Einkauf werden durch die Tochterunternehmen bei der Holding hinzugekauft und im Rahmen einer Management-Fee durch die Holding abgerechnet.

Mit reduzierten kapazitiven Fremdvergaben, Kostenentlastungen im Personal- und Instandhaltungsbereich sowie vertrieblichem Weitblick konnte die Abweichung im operativen Ergebnis deutlich reduziert werden. Bei geringerer Menge ist es dem Konzern gelungen, ein positives operatives Ergebnis zu erreichen. Aufgrund von Effekten aus der Refinanzierung im außerordentlichen Bereich (teilweise Mietkauf statt Leasing) sowie ungeplanter Abfindungen, erhöhten sich die Abweichung gegenüber der Planung im Konzernergebnis. Kumuliert schloss der Konzern der FIRMENGRUPPE APPL das Jahr 2022 mit einem Ergebnisvorsprung zum Plan ab, mit den Sondereffekten aus der Refinanzierung des Maschinenparks liegt das EAT bei +3,3 Mio. Euro (Vorjahr -0,5 Mio. Euro).

a) Ertragslage

Der Gesamtumsatz der FIRMENGRUPPE APPL erhöhte sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr von 110,6 Mio. Euro auf 120,0 Mio. Euro insbesondere durch eine Weitergabe der gestiegenen Papierpreise. Auf die einzelnen Geschäftsfelder bezogen wirkte sich diese Entwicklung sehr unterschiedlich aus: Während in den Bereichen Stationärer Handel (+6,0 Mio. Euro gegenüber 2021) und Industrie/Agenturen (+2,6 Mio. Euro gegenüber 2021) der Umsatz deutlich gesteigert werden konnte, verzeichneten die Bereiche Buch (-0,1 Mio. Euro) und Distanzhandel (-0,2 Mio. Euro) einen Rückgang.

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich von 46,4 % in 2021 auf 53,7 % in 2022, im Wesentlichen bedingt durch den veränderten Produktmix. Die Fremdleistungsquote reduzierte sich in 2022 von 11,0 % auf 6,8 %. Die Rohertragsquote fiel von 42,6 % im Vorjahr auf nun 39,5 % im aktuellen Jahr, bedingt durch die gestiegenen Preise für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe.

Die Personalkosten der FIRMENGRUPPE APPL in Höhe von -27,0 Mio. Euro lagen unter dem Vorjahr (-28,7 Mio. Euro). Nachdem die Betriebsschließungen in Reichenberg und Ahrensburg mit den damit verbundenen Abfindungszahlungen im Jahr 2021 endgültig ihren Abschluss fanden, beinhalteten die Personalkosten in 2022 nun ausschließlich die Standorte Wemding und Freising. Insgesamt lag der Personalbereich unter Plan, da auslastungsbedingt weniger Produktionspersonal benötigt wurde.

Die Quote Personalaufwand zu Rohertrag lag in 2022 bei 56,9 % (Vorjahr: 61,1 %) und konnte somit wesentlich verbessert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2022 auf -18,6 Mio. Euro und erhöhten sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahresniveau (-17,4 Mio. Euro), bedingt durch teilweise inflationäre Preissteigerungen.

Die Abschreibungen lagen in 2022 nahezu auf Vorjahresniveau mit -1,8 Mio. Euro (2021: -1,7 Mio. Euro). Das Finanzergebnis lag mit -1,2 Mio. Euro ebenfalls nahezu auf Vorjahresniveau (-1,3 Mio. Euro).

Insgesamt ergibt sich für 2022 ein EBITDA in Höhe von 6,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio. Euro) und ein EBIT von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EAT) liegt in 2022 bei 3,3 Mio. Euro (Vorjahr -0,5 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss 2022 betrug 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro Jahresfehlbetrag).

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns der FIRMENGRUPPE APPL zeigte sich im Jahr 2022 weiterhin ausgeglichen. Die zur Verfügung stehenden Kontokorrentkreditlinien waren zum Stichtag durch den Konzern in Höhe von -3,2 Mio. EUR beansprucht. Zum Stichtag verfügte der Konzern gleichzeitig über Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kasseneinlagen in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Die Liquiditätssituation kann als angemessen beurteilt werden. Kurzfristige Kreditlinien standen neben Bankguthaben zu jedem Zeitpunkt in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Im außerordentlichen Ergebnis finden sich unter anderem Sondereffekte aus Sale- und Lease-back-Geschäften wieder, die im vierten Quartal 2022 realisiert wurden und zu einem Ergebniseffekt von 3,5 Mio. Euro führten.

Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 2,2 Mio. Euro getätigt, darunter ein Mietkaufgeschäft zweier Rollenoffsetdruckmaschinen. Insgesamt wurden neue Mietkaufgeschäfte in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Tilgung und Zins) abgeschlossen. Im Zuge der Refinanzierung der Maschinenparks wurden Leasingverbindlichkeiten (Sale- und Lease-back) in Höhe von 6,4 Mio. Euro neu aufgenommen, während gleichzeitig -2,2 Mio. Euro Verbindlichkeiten an denselben Leasinggeber zurückgeführt wurden. Darüber hinaus wurden weitere Leasingneugeschäfte in Höhe von 0,4 Mio. Euro abgeschlossen. Skontierungsmöglichkeiten wurden partiell genutzt.

Das Periodenergebnis des Konzerns ist die Ausgangsgröße für die Erstellung der Kapitalflussrechnung. Im Berichtszeitraum führte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,3 Mio. Euro sowie aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,7 Mio. Euro, saldiert um den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3,2 Mio. Euro, zu einer Verminderung des Finanzmittelfonds um 2,8 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag.

c) Vermögenslage

Zum 31.12.2022 reduzierte sich die Bilanzsumme von 41,1 Mio. Euro auf 35 Mio. Euro. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 48,7 % (Vorjahr 41,5 %).

Am 31.12.2022 beliefen sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro). Der Anstieg begründet sich in höheren Investitionen in Digitalisierung.

Die Sachanlagen reduzierten sich auf 15,1 Mio. Euro und sind damit um -0,8 Mio. Euro niedriger als im letzten Geschäftsjahr.

Es wurden präventiv alle zur Erhaltung des Bestandes und für den einwandfreien Betrieb notwendigen Instandhaltungs- Reparatur- und Wartungsmaßnahmen an Gebäuden und Maschinen durchgeführt.

Investitionen wurden in Höhe von 2,2 Mio. Euro getätigt, ohne Investitionen aus Verkäufen innerhalb der Konzerngesellschaften. Ein Investitions- und Instandhaltungsstau besteht nicht. Weiterhin wurde der Maschinenpark erweitert, was teilweise über Leasing und Mietkauf finanziert wurde.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich zum 31.12.2022 von 13,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,4 Mio. Euro.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung reduzierten sich um -0,1 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro.

Per 31.12.2022 ist die FIRMENGRUPPE APPL bilanziell mit 5,7 Mio. Euro überschuldet. Auf Basis der Unternehmensplanung bis Ende 2024 liegt eine positive Fortführungsprognose vor, so dass bei der Bilanzierung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen wird. Die Planung wurde durch einen unabhängigen, sachverständigen Dritten geprüft und bestätigt. Auf dieser Basis haben alle Bestandsfinanzierer ihre Finanzierungszusagen bis Ende 2024 prolongiert.

Die im Rahmen der Prognose gemachten Annahmen der positiven Fortführungsprognose bis Ende 2024 erfordert, dass sich die Planungsannahmen mit der der Planung innewohnenden Unsicherheit qualitativ und quantitativ erfüllen.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Liquidität

Eigenkapitalquote

Cash-Flow

Verschuldungsgrad

Debitorenlaufzeit / Kreditorenlaufzeit

Zum 31.12.2022 betrugen die liquiden Mittel (Bankguthaben abzüglich der Kontokorrentkredite, die bis 31.12.2024 gewährt wurden) der FIRMENGRUPPE APPL -2,7 Mio. Euro (Vorjahr -3,2 Mio. Euro)

Zum Bilanzstichtag führte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,3 Mio. Euro sowie aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,7 Mio. Euro, saldiert um den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 0,1 Mio. Euro zu einem Finanzmittelfonds von -2,7 Mio. Euro.

Der dynamische Verschuldungsgrad betrug per 31.12.2022 2,2 (Verbindlichkeiten bei Banken, um Bankguthaben bereinigt, im Verhältnis zum operativen Cashflow, definiert als Jahresüberschuss nach Steuern zuzüglich Zinsen und Abschreibungen).

Zum Stichtag 31.12.2022 betrug die Kreditorenlaufzeit 42 Tage. Die Debitorenlaufzeit konnte durch das seit 2012 bestehende Factoring auf konstant niedrigem Niveau gehalten werden und lag zum Stichtag bei einem Tag.

b) Mitarbeiter

Im Jahr 2022 waren im Konzern der FIRMENGRUPPE APPL durchschnittlich 541 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) beschäftigt. Davon absolvierten durchschnittlich 29 Mitarbeiter eine Ausbildung in unterschiedlichen Ausbildungsberufen.

Seit zwei Jahren bietet die FIRMENGRUPPE APPL ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, einen anerkannten Berufsabschluss in den Ausbildungsberufen Medientechnologe Druck und Medientechnologe Druckverarbeitung ohne Teilnahme am Berufsschulunterricht zu erwerben. Dazu werden die Teilnehmer von geschulten APPL-Mitarbeitern durch eine zweijährige Vorbereitungszeit begleitet.

Darüber hinaus investiert die FIRMENGRUPPE APPL in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als Baustein für die Zukunftssicherung des Unternehmens. Dabei werden Bildungsmaßnahmen gefördert, die die Fachkompetenz des Arbeitnehmers in Bezug auf seinen Arbeitsplatz erhöhen. Zahlreiche Aufstiegsfortbildungen mit IHK-Abschluss stehen hier zur Auswahl (beispielsweise Industriefachwirt, Bilanzbuchhalter, Ausbildereignungsprüfung, u.v.m.).

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung wurden den Mitarbeitern im abgelaufenen Geschäftsjahr verschiedene kostenlose Schutzimpfungen angeboten. Des Weiteren fördert die FIRMENGRUPPE APPL seit einigen Jahren auch den Fahrradsport durch das sogenannte "Bikeleasing", welches von den Mitarbeitern rege genutzt wird.

Das von der FIRMENGRUPPE APPL im Jahr 2021 eröffnete Corona-Bürgertestzentrum, ermöglichte insbesondere den Mitarbeitern, die hausinternen Testmöglichkeiten zu nutzen. Nach dem Wegfall der sogenannten 3G-Regelung am Arbeitsplatz, wurde das Bürgertestzentrum am 13.04.2022 geschlossen.

c) Umweltschutz und Energiethemen

Die FIRMENGRUPPE APPL verpflichtet sich, durch verantwortungsbewusstes Handeln unter Berücksichtigung aller rechtlicher Anforderungen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Zur Erreichung dieser strategischen und operativen Ziele werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses Umwelt- und Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Dies geschieht unter Einbindung aller Mitarbeiter.

Die Zertifizierung aller Druckbetriebe der FIRMENGRUPPE APPL nach den Richtlinien von FSC und PEFC besteht unverändert seit dem Jahr der Erstzertifizierung 2008. Daneben betreiben die Unternehmen aprinta druck GmbH und appl druck GmbH ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß DIN ISO 14001.

Die appl druck GmbH fördert seit 2010 die Generierung erneuerbarer Energien durch Bereitstellung von Dachflächen zur Photovoltaiknutzung. Die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG leistet ihren Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit durch Betreibung einer Photovoltaikanlage.

Alle Unternehmen der FIRMENGRUPPE APPL verfügen über ein anerkanntes Energiemanagementsystem gemäß DIN ISO 50001.

Seit 2016 bietet die FIRMENGRUPPE APPL klimaneutrales Drucken in ihrem Leistungskatalog an, um Neu- und Bestandskunden auf die nachhaltige Medienproduktion in der Unternehmensgruppe aufmerksam zu machen. Klimaneutrales Drucken bedeutet, dass alle CO 2 -Emissionen, die beim Druckvorgang selbst, sowie bei der Herstellung der benötigten Materialien (Papier, Energie, Farbe, etc.) entstehen, berechnet, ausgewiesen und mittels Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen bzw. kompensiert werden.

d) Qualitätsmanagement

Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 im Jahr 2021, wurde durch unabhängige Prüfer bestätigt, dass alle notwendigen Qualitätsstandards im Unternehmen erfüllt werden. Die DIN EN ISO 9001:2015 ist die national und international am weitesten verbreitete und wichtigste Norm im Qualitätsmanagement, welche in der Industrie längst etabliert ist. In der Druckbranche ist die Zertifizierung bisher noch eine Besonderheit. Sie dient als Basis für die kontinuierliche Verbesserung und zeigt, dass die FIRMENGRUPPE APPL ein verlässlicher Partner für Kunden, Behörden, Lieferanten und sonstige Organisationen ist.

4. Gesamtaussage

Das übergeordnete finanzpolitische Ziel der FIRMENGRUPPE APPL ist die Sicherstellung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Eigenkapitalrentabilität, Finanzierungsstabilität und Liquidität.

Zudem ist unser Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Anfang 2022 konnten Verhandlungen mit allen Finanzierungspartnern der FIRMENGRUPPE APPL erfolgreich abgeschlossen werden und somit die Durchfinanzierung der Gruppe für die kommenden Jahre gewährleistet werden.

III. Prognosebericht

1. Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft zuletzt nach oben korrigiert. Die Weltwirtschaft erhole sich nach und nach von der Pandemie und Russlands Angriff auf die Ukraine, somit werde die Wirtschaft im Jahr 2023 weltweit um 3,0 % wachsen. Noch im April 2023 hatte die Organisation mit einem Wachstum von 2,8 % gerechnet (Quelle: IMF, World Economic Outlook - Update, Oktober 2023).

Die europäische Wirtschaft soll sich laut IWF in 2023 um 0,7 % und im darauffolgenden Jahr 2024 um 1,2 % leicht erholen.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich weiter eingetrübt. Als Gründe werden unter anderem eine "Schwäche des Verarbeitenden Gewerbes" und der Konjunkturrückgang im ersten Quartal genannt. Insgesamt rechnen die Ökonomen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von -0,5 % für das Jahr 2023 (Sommerprognose: -0,3 %), für das Jahr 2024 dann jedoch wieder mit einem Anstieg von +1,3 % (Sommerprognose: +1,4 %; Quelle: IfW, Kieler Konjunkturbericht Herbst 2023).

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine haben die Erholung von der Pandemie gedrosselt und das Niveau des Bruttoinlandsprodukts merklich gedrückt. Der Preisauftrieb wird wohl noch für einige Zeit hoch bleiben. Die hohe Inflation schmälert die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und führt zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr.

2. Erwartete Entwicklung relevanter Märkte

Trotz anhaltender Lieferengpässe, Inflationssorgen und geopolitscher Unwägbarkeiten konnte der auf Grundlage der Konjunkturumfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) berechnete Geschäftslageindex für Druck- und Medienunternehmen in Deutschland in 2023 ein leichtes Wachstum verzeichnen. Eine leichte Verbesserung zeigt sich auch in den Erwartungen für die Produktionspläne der nächsten Monate (Quelle: ifo Geschäftsklimaindex 03/2023).

Nachdem die Papierpreise im Jahr 2022 ein Allzeithoch erlebt hatten, rechnen Experten in 2023 mit einer rückläufigen Nachfrage und einer damit sinkenden Preistendenz. Branchenkenner gehen davon aus, dass Papierfabriken Produktionskapazitäten zumindest vorübergehend stilllegen werden; die Auslastung sei historisch schlecht (Quelle: Euwid, Ausgabe 16.2023).

In der Zeitungs- und Zeitschriftenbranche setzen sich bekannte Trends fort - digitale Angebote gewinnen weiter an Bedeutung, können jedoch den Rückgang im Printbereich nicht kompensieren. Laut PricewaterhouseCoopers (PwC) wird der Gesamtumsatz des Zeitungs- und Zeitschriftenmarktes bis 2026 weiter um durchschnittlich -1,5 % pro Jahr zurück gehen, so dass der Umsatz 2026 auf 8,7 Mrd. Euro sinken wird (Quelle: PwC Prognosebericht 2022-2026).

Die Corona-Pandemie hat auch beim Handel den Trend Richtung Digitalmedien verstärkt. Mittel- bis langfristig wird eine Reduzierung der Beilagenumfänge erwartet. Im Zeitraum bis 2026 ist laut PwC bei der Außenwerbung (Out-of-Home) zwar mit einem Erlöswachstum von durchschnittlich 4,2 % pro Jahr zu rechnen, allerdings erhöht sich dabei der Anteil der digitalen Außenwerbung auf rund 12,2 % pro Jahr, während die Umsätze physischer Außenwerbung im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 0,9 % pro Jahr zunehmen mit einer rückläufigen Entwicklung ab dem Jahr 2024.

Hybride Werbemodelle gewinnen immer mehr an Boden in der Handelskommunikation, während rein digitale Zugänge bisher Einzelfälle bleiben und Printprospekte dominieren. Sollten die Druck- und Vertriebskosten allerdings weiter steigen, dürfte die Karte Nachhaltigkeit immer häufiger ausgespielt werden (Quelle: Christian Gehl, Die Zukunft der Prospektwerbung ist hybrid, 25.04.2023; www.onetoone.de).

Die Buchbranche Deutschlands bleibt weiterhin von dynamischen Entwicklungen geprägt. Zudem ist zu beobachten, dass die Deutschen wieder häufiger zu einem Buch greifen und lesen. Steigende Rohstoffpreise, erhöhte Energie- und Transportkosten belasten jedoch die Nachfrage am Buchbranche. Für das Jahr 2022 wird für den deutschen Buchmarkt ein leichter Rückgang um -0,5 % erwartet. Bis 2026 wird der Umsatz jährlich um Durchschnitt um -1,0 % schrumpfen, so dass sich der Umsatz 2026 auf 8,3 Mrd. Euro beläuft (Quelle: PwC Prognosebericht 2022-2026). E-Books bleiben weiterhin ein Nischenprodukt.

3. Zukunftsinitiative 2025

Am 01.02.2022 wurde durch die Geschäftsleitung die Zukunftsinitiative "APPL - Ausblick 2025" allen Mitarbeitenden der FIRMENGRUPPE APPL vorgestellt. Ziel ist es, für die kommenden Jahre eine strategische Antwort aller Unternehmensbereiche auf zukünftige Herausforderungen zu erarbeiten. Unter der Überschrift "Vom besten Papierbuntmacher zum flexibelsten Druckdienstleister" wurden mit den zentralen Abteilungen Verkauf, Produktion, Personal und Supply Chain umfangreiche Maßnahmen und Zielsetzungen entwickelt, um auf jegliche Kundenanforderungen dynamisch reagieren zu können, interne Schnittstellen abzubauen und damit die Unternehmensprozesse schneller, einfacher und flexibler zu gestalten.

4. Geplanter Umsatz und Ergebnisentwicklung

Die nachfolgenden Erwartungen beziehen sich auf eine Stabilisierung der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Lage und unterstellen ein weitgehendes Eintreten der geäußerten Erwartungen für die deutsche Druckindustrie.

Bei einer konjunkturellen Erholung und einem Anstieg im Konsumklima ist davon auszugehen, dass auch die bedruckte Menge, insbesondere im Bereich Buch, wieder deutlich ansteigen wird. Eine Analyse der Betriebsdaten legt offen, dass APPL in allen Produktionsbereichen Produktivitäts- und damit auch Kapazitätsreserven hat. Die planerisch vorgesehene Reduzierung der Fremdleistungen, welche im vergangenen Geschäftsjahr 2022 konsequent umgesetzt wurde, erscheint auch im Planungshorizont 2023 bis 2025 wieder realistisch.

Bei nahezu allen Aufwendungen sind Kostensteigerungen eingeplant. Durch eine konsequente Anpassung der Verkaufspreise erreicht die FIRMENGRUPPE APPL eine Stabilisierung der Ergebnis- und Liquiditätssituation.

Unter Berücksichtigung der genannten Prognoseeinschätzungen erwarten wir im Planungsjahr 2023 für den Konzern eine Gesamtleistung von rund 126 Mio. Euro. Wir gehen von einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. Euro aus. Im Jahr 2024 steigt das Plan-EBIT auf 4,0 Mio. Euro, der geplante Jahresüberschuss liegt bei rund 2,8 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen in Höhe von 2,8 Mio. Euro in Digitalisierung und Sachanlagevermögen geplant. Weiteres Investitionsvolumen wird planerisch über Leasingfinanzierungen abgedeckt (2023: rund 1,0 Mio. Euro). Die Liquiditätssituation für den Prognosezeitraum wird als angemessen erwartet.

Bei den Leistungsindikatoren erwarten wir folgende Entwicklung:

Eigenkapitalquote: Verbesserung aufgrund Jahresüberschuss 2023 und 2024

Liquiditätsplanung: Nach erfolgreicher Umsetzung der geplanten Maßnahmen schließt das Jahr 2023 mit cash flow von -1,2 Mio Euro und einem "Headroom" von rund 2,0 Mio. Euro ab, der sich in 2024 auf rund 2,1 Mio. Euro erhöht.

Debitorenlaufzeit/Kreditorenlaufzeit: 1 Tag / 45 Tage

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten tendenziell sinkend und bis 2024 deutlich reduziert.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die Stärke der Druckindustrie liegt im Produkt - Print hat einzigartige, haptische Vorzüge und ist in vielen Bereichen unverzichtbar. Positiv bewerten wir dazu die hohe Produktionsflexibilität, der die FIRMENGRUPPE APPL insbesondere mit umfassenden Modernisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen begegnet. Die ausgezeichnete Druckkompetenz im Rollen- und Bogenoffsetdruck sowie die hohen Farbdruck- und Buchbinderqualitäten unterstreichen die Marktposition.

Aufgrund der hohen Preissensibilität der Werbetreibenden sehen wir weiterhin ein verstärktes Potenzial bei Format- und Papieroptimierungen für unser Haus. Aufgrund der speziellen Abschnittskonfigurationen bei appl druck im Rollenoffsetdruckverfahren können wir unseren Kunden bei niedrigerem Papierverbrauch ein individuelleres Produktportfolio anbieten.

Chancen liegen in der Rückgewinnung von Kunden, wenn auch der Wettbewerb dazu gezwungen ist, aufgrund der Preiserhöhung von Einsatzmaterialien und Energie, seine Verkaufspreise zu erhöhen.

In der traditionell stärkeren zweiten Jahreshälfte besteht bei appl druck im Rollenoffsetdruckverfahren die Möglichkeit, vorhandene Kapazitätsreserven zu mobilisieren und bei Überlastung anderer Druckereien deren Aufträge als Dienstleister zu übernehmen.

Chancen zur Begrenzung von Kostensteigerungen der Einsatzmaterialen lassen sich durch Einkaufserfolge im Supply-Chain-Management nutzen. Aufgrund steigender Energiepreise gewinnt das Thema "Einsparen" an Bedeutung. Jeder noch so kleine Lösungsansatz bietet Potentiale und ist zu überprüfen.

Die Nachfrage nach Printprodukten wird 2023 gegenüber 2022 voraussichtlich um circa -10 % nachgeben (Quelle: BVDM - Nutzen 04/22, Seite 16). Chancen für starke Unternehmen bestehen in einem weiteren Konsolidierungsprozess.

Die FIRMENGRUPPE APPL verfolgt mit der Strategie der Digitalisierung der Geschäftsprozesse nicht nur eine Reduzierung der Durchlaufzeit, sondern auch die Erschließung neue Kundengruppen, beispielsweise Onlinehändler und Influencer. Gepaart mit den greifenden Sanierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre sehen wir kurz- bis mittelfristig eine stabile und zukunftsorientierte Marktpräsenz der FIRMENGRUPPE APPL.

2. Risiken

a) Risikomanagementsystem

Die FIRMENGRUPPE APPL verfügt über hohe Qualitätsstandards und alle relevanten Systeme des Risikomanagements. Das seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -analyse wurde überprüft. Im Zuge der Implementierung der Digitalisierungsoffensive wurden die Geschäftsfelder und Wertschöpfungsketten aller Unternehmensbereiche dynamisch miteinander verbunden und somit ein Höchstmaß an Transparenz, Effektivität und Früherkennung geschaffen.

Zur Früherkennung und Abwehr finanzieller Risiken werden Instrumente der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung genutzt. Im Zuge der Anbindung aller Unternehmensbereiche an das ERP-System ergeben sich detaillierte Analysemöglichkeiten für das Vertriebs- und Produktionscontrolling. Ein monatliches Berichtswesen ist fest installiert. Die Liquiditäts- und Cashflow-Planung unterliegt dynamischen Anpassungen. Im Horizont von drei Jahren wird eine revolvierende Geschäfts- und Finanzplanung erstellt (Bilanz und GuV auf konsolidierter Ebene, Cashflow-Rechnung).

Unser Lieferantenbewertungssystem liefert relevante Informationen für den Einkauf.

Durch die Installation von Sicherheitsbeauftragten werden externe Risiken, unter anderem der Missbrauch von Daten, abgewendet. Auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Brandschutzes finden regelmäßig Unterweisungen und Übungen statt. Vor diesem Hintergrund ist die Durchführung interner und externer Audits obligatorisch. Beauftragte für Umwelt- und Energiemanagement sind ebenso fest in die Unternehmensgruppe installiert, wie ein Compliance-Beauftragter.

Unser Qualitätsmanagement dient als Basis für kontinuierliche Verbesserungsprozesse. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 zeigt, dass die FIRMENGRUPPE APPL ein verlässlicher Partner für Kunden, Behörden, Lieferanten und sonstige Organisationen ist. Seit Einführung unseres Qualitätsmanagements ist die Anzahl der externen Reklamationen signifikant gesunken.

Sämtliche Anlagegegenstände und Vorräte sind gegen betriebsübliche Risiken versichert. Insbesondere bestehen Versicherungen gegen Elementarschäden, Feuer, Betriebsunterbrechung, Maschinenbruch, Haftpflicht, Umweltschäden, Dekontaminierung und Betriebsunfälle. Darüber hinaus besteht eine Warenkreditversicherung zur Absicherung von Forderungsausfällen. Der Versicherungsumfang wird von Experten jährlich auf Aktualität und Angemessenheit hin überprüft.

Zur Vermeidung beziehungsweise Verminderung von IT-Risiken verfügt die FIRMENGRUPPE APPL unter anderem über Back-Up-Rechner, Datensicherungssysteme sowie über Maßnahmen zum Viren- und Zugangsschutz. Auf Basis anerkannter Standards wird der Schutz von Informationen und IT-Systemen laufend kontrolliert und optimiert.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend auch im Hinblick auf eine gruppeneinheitliche Vorgehensweise weiterentwickelt.

b) Risikobericht

Die größten Marktrisiken sehen wir weiterhin in der Papierknappheit sowie in der drastischen Erhöhung der Preise für Einsatzmaterialien und Energie. Risiken der Planung liegen naturgemäß darin, dass Kunden die Preiserhöhungen nicht mehr mitgehen.

Risikobegrenzend kommt der FIRMENGRUPPE APPL zugute, dass in den letzten Jahren Druckkapazitäten in einer Größenordnung von "4 x APPL" vom Markt genommen wurden (davon rund 60 % im Tiefdruck und rund 40 % im Rollenoffsetdruck). Somit dürfte sich der über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb aufgrund bestehender Drucküberkapazitäten auf lange Sicht reduzieren ("survival of the fittest").

Ein weiters Risiko stellt die möglicherweise sinkende Nachfrage nach Druckerzeugnissen dar. Mittelfristig sinkende Auflagen bei Produkten wie Büchern und Zeitschriften führen zu steigenden Stückkosten. Dieser Entwicklung wird mit Produktivitätssteigerungen durch Erhöhung der Auftragsdurchlaufgeschwindigkeit mit Hilfe der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse begegnet. Risikomindernd wirkt sich die breite Diversifikation über Kunden und Branchen und das Produktportfolio der FIRMENGRUPPE APPL aus. Marktveränderungen werden wir mit der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise aus dem Onlinebereich begegnen.

3. Fazit

Die FIRMENGRUPPE APPL plant, ihre Marktposition mit Schwerpunkt Rollenoffsetdruck im hoch- und mittelvolumigen Bereich von Sonderformaten sowie in der Herstellung von hochwertigen vierfarbigen Büchern im Bogenoffsetdruck zu stärken und den Geschäftsanteil in Deutschland und ausgewählten europäischen Kernmärkten zu erhöhen. Insgesamt gehen wir von einem konstanten und sich leicht erholenden Marktvolumen aus.

Die Modernisierung durch eine umfassende Digitalisierungsstrategie und die Fokussierung auf die Standorte Wemding und Freising bei gleichzeitig konsequentem Kostenmanagement wird auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt bleiben. Die neuen digitalen Geschäftsfelder werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insbesondere durch die im Zuge von ChatGPT gestiegene Akzeptanz von künstlicher Intelligenz wird die Kommerzialisierung von KI deutlich einfacher. Die konsequente Digitalisierung der Prozesse und die vielversprechenden neuen Geschäftsfelder werden entscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der FIRMENGRUPPE APPL sein.

Nachdem das Konzernergebnis der Geschäftsjahre 2020 und 2021 erheblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den weitreichenden Sanierungsumsetzungen beeinflusst war, sind die Zukunftsaussichten infolge der Initiierung des gesamtheitlichen Konzepts zur strategischen Neuausrichtung positiv.

Unter dieser Voraussetzung wird die Ertragskraft der Konzerngesellschaften der FIRMENGRUPPE APPL mit positivem Ergebnis nachhaltig ausreichend stark eingeschätzt, so dass gegebenenfalls auch negative Ergebnisse anderer Konzerngesellschaften übernommen werden können, ohne dass dies zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der künftigen Entwicklung des Konzerns führen wird.

Die Ergebnisabführungsverträge zwischen der Muttergesellschaft FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG und den Tochtergesellschaften appl druck GmbH und aprinta druck GmbH bestehen weiterhin fort. Insgesamt betrachtet, sehen wir der Zukunft unserer Unternehmensgruppe mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit aufgrund unserer Kompetenzen, Nischenprodukte, der Unternehmensgröße sowie der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern steigern können.

Sofern die konjunkturellen Erwartungen nicht eintreten, besteht das Risiko, dass die tatsächliche Entwicklung deutlich von den vorgenannten Erwartungen abweichen kann. Die Geschäftsführung hat vor diesem Hintergrund Vorsorge getroffen, um für den Fall einer Verschlechterung in der Entwicklung Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Der Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben basieren auf Umständen, die der Unternehmensleitung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannt waren.

Obwohl die Unternehmensleitung annimmt, dass die diesen Aussagen und Angaben zu Grunde liegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, kann nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Die Annahmen und Erwartungen können Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse nicht nur unwesentlich von den auf die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben abweichen.

Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören insbesondere die Entwicklung der Energiepreise, Veränderungen im wirtschaftlichen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen, die Einführung von Konkurrenzprodukten oder die mangelnde Akzeptanz eigener (Neu-) Produkte und Dienstleistungen sowie eventuelle Änderungen in der Geschäftsstrategie.

 

Wemding, 30.10.2023

acomp GmbH

Markus Appl, Geschäftsführer

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Periodenergebnis (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) 3.315.503 -544.820
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.799.113 1.710.771
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -264.719 -247.895
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 56.717 -1.234.333
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungs- tätigkeit zuzuordnen sind -3.973.030 614.575
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.484.891 64.016
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.229.598 1.277.510
9. - sonstige Beteiligungserträge 0 0
10. +/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 0 0
11. +/- Ertagsteueraufwand/-ertrag 10.094 88.632
12. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
13. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen -6.340 -204.970
15. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe 1 bis 14) -1.317.955 1.523.486
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenst. d. Immat. Anlagevermögens 0 0
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle Anlagevermögen -50.095 -620.449
18. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.948.366 2.678.349
19. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.170.667 -1.348.017
20. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
21. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -18.550 -54.000
22. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
23. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
24. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
25. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
26. + erhaltene Zinsen 4.498 2.479
27. + erhaltene Dividenden 0 0
28. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe 16 bis 27) 1.713.552 658.362
2022 2021
29. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
30. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen -3.466 -6.354
31. + Umgliederung kurzfristige KK Linien in mittelfristige KK Linien 0 5.940.814
32. + Netto-Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen
und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 0
33. - Netto-Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.915.248 -1.064.380
34. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 0
35. + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
36. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
37. - Gezahlte Zinsen -1.234.097 -1.279.989
38. - Gezahlte Dividenden 0 0
39. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe 29 bis 37) -3.152.811 3.590.091
40. = Zahlungswirksame Veränd. d. Finanzmittelfonds (Summe aus 15, 28, 38) -2.757.214 5.771.939
41. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
42. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.260.682 -2.511.257
43. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe 39 bis 41) 503.468 3.260.682
Zusammenfassung des Finanzmittelfonds
liquide Mittel zum 31. Dezember 503.468 3.260.682
abzüglich kurzfristige Kreditaufnahme 0 0
503.468 3.260.682

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Kapitalanteile Rücklagen Gewinnrücklage Gewinn-/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss bzw. fehlbetrag Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2020 -19.505 19.118 -3.709 -4.320 -8.416
Einstellung/ Entnahmen in Kapitalkonten -4.209 0 0 4.320 111
sonstige Veränderungen 0 0 -118 0 -118
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 -545 -545
übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 -23.714 19.118 -3.827 -545 -8.968
Einstellung/ Entnahmen in Kapitalkonten -655 0 0 545 -110
sonstige Veränderungen 0 0 107 0 107
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 3.315 3.315
übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 -24.369 19.118 -3.720 3.315 -5.655

Kenntnisnahme des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding, wurde am 11.12.2023 von der Gesellschafterversammlung zur Kenntnis genommen.

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

Restlaufzeit von davon besichert Art und Form der Sicherheit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.447.398,58 0,00 13.447.398,58 0,00 13.430.262,57 Grundschulden, Sicherungsübereignung
Vorjahr 15.362.646,81 0,00 15.362.646,81 0,00 15.362.646,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.925.665,27 9.925.665,27 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 12.792.995,92 12.792.995,92 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 82.252,61 82.252,61 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 76.113,75 76.113,75 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 7.777.234,54 2.129.169,63 5.648.064,91 0,00 3.875.000,00 Grundschulden
Vorjahr 8.891.672,84 3.207.213,35 5.684.459,49 0,00 4.000.000,00
31.232.551,00 12.137.087,51 19.095.463,49 0,00 17.305.262,57
Vorjahr 37.123.429,32 16.076.323,02 21.047.106,30 0,00 19.362.646,81

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG, Wemding

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FIRMENGRUPPE APPL Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die im Lagebericht gemachten Angaben, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Konzern bilanziell mit TEUR 5.655 überschuldet ist.

Die auch im Lagebericht von der Geschäftsführung getroffene Annahme der positiven Fortführungsprognose für mindestens 12 weitere Monate erfordert, dass sich die Planungsannahmen mit der der Planung innewohnenden Unsicherheit qualitativ und quantitativ erfüllen.

Diese Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert, da uns eine Unternehmensplanung 2022-2024 letztmals aktualisiert im Januar 2023 mit einer positiven Fortführungsprognose vorgelegt wurde, und die unterjährige Entwicklung in 2023 den dortigen Planungen nicht entgegensteht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten und unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 30. Oktober 2023

HWS GmbH & Co. KG
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Andreas Mayer, Wirtschaftsprüfer

Tobias Sick, Wirtschaftsprüfer

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