Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 55624
Vorher
GWI Bauunternehmung GmbHMOD 21 GmbH
Eingetragen
19.3.2003
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzArchitekturbüros für HochbauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Bauunternehmung, der ökologische und nachhaltige Bau insbesondere unter Verwendung von vorgefertigten Holz-, Hybrid- und Stahlmodulen, der Handel mit Baumaterialien jeder Art sowie die Tätigung aller Geschäfte, die im Zusammenhang mit einer Bautätigkeit stehen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schmitz
seit 24.9.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ERBUD S.A.POL
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ERBUD S.A.
Poland
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MOD 21 GmbH (vormals: GWI Bauunternehmung GmbH)

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Allgemeiner Lagebericht

Anfang des Jahres 2022 firmierte die GWI Bauunternehmung GmbH in die MOD21 GmbH um. Die MOD21 GmbH besteht aus den Sparten Hochbau (ehemals GWI) und dem Modulbau.

Die MO21 ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Experte für den Hochbau. Wir setzen die Wünsche unserer Kunden termin- und fachgerecht um. Von Erd- und Sondergründungsarbeiten über Rohbauleistungen bis hin zur wetterfesten Hülle liefern wir jederzeit qualitativ hochwertige Ergebnisse.

Unser Mehrwert für unsere Kunden: fundierte Beratung. Bevor wir ihre Vorstellungen und Pläne umsetzen, werden diese von unseren Spezialisten sorgfältig und präzise auf ihre Machbarkeit geprüft. Von Anfang an sind wir für unsere Kunden ein effizienter und zielorientierter Problemlöser. Je früher unsere Kunden uns in der Planungsphase mit einbinden, umso mehr profitieren sie von unserer ganzheitlichen Hochbau-Expertise. So können wir die Bauvorhaben optimieren und alle möglichen Einsparpotenziale ausschöpfen.

Aktuell beschränken wir uns auf unsere Kernkompetenz Rohbau einschließlich Gründung-, Verbau-, Dach-, und Fassadenarbeiten.

Unsere zweite und auch zukunftsorientierte Sparte Modulbau wurde im Laufe des Jahres 2022 sorgfältig vorbereitet. In der zweiten Jahreshälfte 2022 wurde die Montage aller bestellten Maschinen und Anlagen in Polen bei dem Schwesterunternehmen MOD21 Sp. z o.o. abgeschlossen, im November 2022 erfolgte die Eröffnung des Werkes in Ostaszewo Polen. Ende des Jahres begann die Schulung der Mitarbeiter in der Bedienung der KVH-Produktionslinie für Holzwände, -decken und -böden. Im Dezember 2022 haben wir den ersten Auftrag für den Bau eines Kindergartens in Eisingen, Deutschland, im Wert von ca. Mio. € 1 erhalten.

Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen von dem großen Interesse am modularen Bauen in Europa und vor allem in Deutschland sowie der großen Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland profitieren wird.

Die aktuelle Studie für Modulbau prognostiziert bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Marktwachstum von 8,1 %. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wird sich bis 2030 der Trend zur Erhöhung des Holzanteils im Bauwesen fortsetzen und der Anteil am Wohnungsneubau (laut Baugenehmigungen mit Holz als dominierendem Baustoff) 30 % erreichen (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Waldstrategie 2050).

Nachhaltige Waldbewirtschaftung als Herausforderung und Chance für Mensch, Natur und Klima wird schätzungsweise sogar bis 50 % im Jahr 2050 realisiert werden (Deutscher Holzwirtschaftsrat, Positionspapier für Konjunktur und Klimaschutz: 50 % Holzbau bis 2050, Berlin 2020).

Dieses Ziel kann nur durch modulare Bauweise erreicht werden. Daraus ergeben sich deutliche Absatzchancen für unsere Unternehmen.

Der wichtigste Bestandteil unserer Philosophie ist spürbare Kundennähe. Unsere Kunden können sich jederzeit darauf verlassen, dass wir über alle Etappen ihres Bauvorhabens hinweg als verantwortungsvoller und werteorientierter Partner ihre Interessen als Bauherr vertreten. Nicht nur in Zeiten sich verschärfender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen macht diese enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit den beiderseitigen Erfolg aus.

Partnerschaft bestimmt jedoch nicht nur den Umgang mit unseren Kunden. Die Mitarbeiter der MOD21 GmbH bilden zusammen ein eingespieltes, sich ergänzendes Team, das vor allem eins im Blick behält: Für unsere Kunden ein Mehr an Effizienz und Wirtschaftlichkeit herauszuholen. Bei uns gehen Erfahrung und Innovationsgeist eine perfekte Verbindung ein, denn wir beschäftigen sowohl Experten mit langjähriger Branchenkenntnis und ganzheitlicher praktischer Erfahrung als auch junge, dynamische Mitarbeiter, die neue Perspektiven und Blickwinkel miteinbringen. Ein wertvoller Know-how-Mix, von dem unsere Kunden profitieren.

1. Kapitalausstattung

Das negative Eigenkapital des Unternehmens betrug am 31.12.2022 insgesamt T€ 988, bei einem gezeichneten Kapital von T€ 3.500 und einer Kapitalrücklage von T€ 1.775.

2. Ergebnis

Das Jahresergebnis wurde einerseits durch einen Auftragsrückgang aufgrund der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten und der damit verbundenen Unterdeckung der allgemeinen Geschäftskosten und andererseits von Verzögerungen in der Projektabwicklung beeinflusst. Weiterhin wurden Aufträge aufgrund fehlender Baugenehmigungen in das Jahr 2023 verschoben.

Somit ergab sich ein negatives Jahrergebnis in Höhe von T€ 3.815. Das geplante, ausgeglichene Jahresergebnis des Vorjahres konnte aufgrund der nicht vorhersehbaren negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Baubranche nicht realisiert werden.

Für das kommende Wirtschaftsjahr 2023 wird ein leicht negatives Ergebnis prognostiziert.

3. Finanzen/Liquidität

Das Unternehmen sicherte seine Liquidität im Jahr 2022 wie in den vergangenen Jahren im Wesentlichen aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie mittels eingeräumter Kredite.

Rechnungen der Lieferanten und Nachunternehmer wurden, wo immer möglich, mit Skonto bezahlt.

4. Bauleistungen/Aufträge/Wachstum

Die betriebsrechnerisch zu Verkaufspreisen bewerteten Bauleistungen des Unternehmens entwickelten sich wie folgt:

Mio.€/Jahr 2023 2022 2021 2020
Bauleistungen (Ziel) 60,0 19,6 25,6 23,9

Das gesamte Volumen angearbeiteter Aufträge zum 31.12.2022 betrug Mio. € 37,5, hiervon wurden bereits Mio. € 25,0 als Herstellkosten unfertiger Leistungen aktiviert.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation infolge des Ukrainekrieges und der damit verbundenen Kostensteigerung im Energiesektor, der allgemeinen Inflation und den steigenden Zinsen ist zu befürchten, dass die Baunachfrage im Bereich Hochbau spürbar sinken wird.

Die aktuelle Betrachtung der Auftragslage zeigt, dass ca. 80 % des Gesamtumsatzes durch Projekte in Modulbauweise gedeckt werden.

Der größte Vorteil des modularen Bauens liegt in der raschen Umsetzbarkeit von Bauvorhaben durch serielle Planung. Die Vorteile der flexiblen und schnellen Modulbauweise setzen sich nachhaltig durch feste Termine und feste Baukosten bei höchster Qualität.

5. Risiken

Entsprechend der Ausrichtung und der Konsolidierung des Unternehmens untersuchen wir in diesem Lagebericht vier Arten von Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

5.1 Auftragsrisiken

Vertragsrisiken werden durch sachverständige Prüfung bewertet und verhindert, bzw. konsequent behandelt. Risiken aus Fehlkalkulationen werden durch Prüfroutinen im Angebotswesen verringert. Risiken aus unwirtschaftlichen Abwicklungen werden durch ein zeitnahes Controlling bekämpft.

Risiken aus Untervergaben werden u.a. durch eine Lieferantenbewertung, ggf. durch Splittung von Aufträgen innerhalb eines Gewerks reduziert.

5.2 Gewährleistungsrisiken

Unsere Aufträge wurden in den letzten Jahren anspruchsvoller; die technische Komplexität nahm zu. Die Gewährleistungsfristen werden tendenziell länger. Damit steigt grundsätzlich das Ergebnisrisiko aus Reklamationen. Mit dieser Entwicklung setzen wir uns projektbezogen und generell auseinander. Wir investieren nachhaltig in die Qualitätsfähigkeit des Unternehmens; erkennbare Schadensrisiken werden sorgfältig bewertet und bei Bedarf über Rückstellungen erfasst.

5.3 Allgemeine Betriebsrisiken

Schäden aus Betriebsunterbrechung sind durch Versicherung abgedeckt. Unsere IT-Einrichtungen sind durch eine ausformulierte und durch Audits geprüfte Sicherheitspolitik gegen Ausfall und Missbrauch geschützt.

5.4 Strukturelle und konjunkturelle Branchenrisiken

Das Jahr 2023 wird noch mehr als im Jahr 2022 bereits erkennbar unter dem Einfluss der steigenden Inflation, den steigenden Zinsen und dem fortdauernden Krieg in der Ukraine stehen. Die private Baunachfrage wird sinken, damit wird es zu Überkapazitäten in der Baubranche kommen. Der öffentliche Bau wird dies nicht ausgleichen können. Somit wird der Preisdruck im Jahr 2023 deutlich zunehmen.

6. Qualität/Reklamationen

Wir haben die Art und Weise unserer Arbeit analysiert, optimiert, dokumentiert und handeln entsprechend der Vorgaben. Die Vorgaben unseres Qualitätsmanagement-Systems ergeben sich aus der ständigen Entwicklung und Verbesserung der gesamten Prozesse und Abläufe in unserem Unternehmen.

Rechtsstreite mit Kunden und Lieferanten sind ausreichend über Rückstellungen abgebildet.

7. Unternehmensentwicklung

Das klassische Baugeschäft ist im Jahr 2022 deutlich krisenanfälliger geworden. Insbesondere der Krieg in der Ukraine verbunden mit den Lieferengpässen in Bezug auf Stahl und den teils rapiden Preisanstiegen hat dazu beigetragen. Die Implementierung des Modulbaus Anfang 2022 soll zukünftig den Unternehmenserfolg sichern. Der Rohbau soll in überschaubaren Dimensionen weiter Unternehmensbestandteil sein voraussichtlich bis Ende 2023. Der Modulbau soll als Kerngeschäft ausgebaut werden.

8. Mitarbeiter/Personalentwicklung

Die MOD21 GmbH beschäftigte per 31.12.2022, 72 Mitarbeiter. Im Jahr 2022 fanden mehrere Weiterbildungsmaßnahmen, sowohl im Baurecht als auch technisch orientierte statt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der negativen Entwicklung im Bereich Hochbau wurde im März 2023 eine Entscheidung über die Schließung der Sparte bis Ende des Jahres 2023 getroffen. Diese Maßnahme führte zu betriebsbedingten Kündigungen von 33 Beschäftigten. Die genaue Untersuchung der betriebsindividuellen Kennzahlen der letzten Wirtschaftsjahre im Bereich der Hochbaubranche führte eindeutig zu dieser radikalen Entscheidung und gleichzeitig zeitnahen, vollständigen Umstellung auf Modulbau.

9. Prognosebericht

Trotz des Jahresfehlbetrags und des negativen Eigenkapitals zum 31.12.2022 besteht eine fortgesetzte Unterstützung durch die Gesellschafterin Erbud SA, die durch eine zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bereits beschlossene und auch vollständig eingezahlte Kapitalerhöhung belegt ist. In der Gesellschafterversammlung vom 15. März 2023 wurde eine unbefristete Kapitalrücklagenerhöhung bei der MOD 21 GmbH über € 2.600.000 beschlossen.

Eine weitere Mittelbereitstellung zur langfristigen Stärkung der Liquidität wurde am 14. Juni 2023 in Form einer Rücklagenerhöhung von € 3.000.000 beschlossen.

 

Düsseldorf, den 14.06.2023

Theodor Kaczmarczyk

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.256,00 3.190,00
II. Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 28.186,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.643,00 221.898,00
III. Finanzanlagen 25.500,00 38.250,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
davon erhaltene Anzahlungen: € -22.112.937,04 (Vorjahr: € -12.172.904,99) 2.342.740,96 2.737.618,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.652.243,27 5.030.670,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 83.517,18 (Vorjahr: € 56.617,18)
davon gegen verbundene Unternehmen: € 389.157,54 (Vorjahr: € 1.387.781,43)
davon gegen Gesellschafter: € 87.399,66 (Vorjahr: € 20.120,99)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 943.629,41 1.756.215,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.865,71 14.397,97
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 987.694,52 0,00
7.165.758,87 9.802.241,02

Passivseite

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.775.000,00 275.000,00
III. Verlustvortrag -2.447.502,63 -2.458.167,64
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -3.815.191,89 10.665,01
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 987.694,52 0,00
B. Rückstellungen 730.560,35 578.977,00
C. Verbindlichkeiten 6.435.198,52 7.895.766,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.985.124,58 (Vorjahr: € 7.892.263,45)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 1.450.073,94 (Vorjahr: € 3.503,20)
davon gegenüber Kreditinstituten € 2.009.360,54 (Vorjahr: € 2.000.000,00)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 2.115.771,73 (Vorjahr: € 2.704.170,90)
davon gegenüber Gesellschaftern: € 422.585,11 (Vorjahr: € 2.328.906,92)
7.165.758,87 9.802.241,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Vorjahr
1. Rohergebnis 6.056.819,82 7.610.441,66
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.811.360,48 -2.921.107,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -988.357,32 -782.298,64
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -124.035,87 -130.155,83
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -71.000,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.616.859,14 -3.612.246,42
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.180,11 106.739,68
davon aus verbundenen Unternehmen: € 8.611,11 (Vorjahr: € 15.062,16)
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -12.750,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -264.238,04 -254.407,58
davon an verbundene Unternehmen: € 208.550,10 (Vorjahr: € 167.515,70)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.784,35 -1.871,07
9. Ergebnis nach Steuern -3.830.385,27 15.093,83
10. sonstige Steuern 15.193,38 -4.428,82
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.815.191,89 10.665,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Jahresabschluss die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Die GWI Bauunternehmung GmbH, Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 55624 eingetragen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz enthält sämtliche zu bilanzierenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bewertung von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Sämtliche zu bilanzierenden Vermögenswerte und Schulden wurden einzeln bewertet. Zur Ausübung von Bewertungswahlrechten werden nachstehend Angaben bei den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten gemacht.

C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden linear mit den steuerlich höchstmöglichen Sätzen vorgenommen. Für geringwertige Vermögensgegenstände wurde die Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG angewandt.

2. Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wurde zu den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung aktiviert. Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben nach § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB.

3. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten. Eine verlustfreie Bewertung wurde, soweit erforderlich, durch Wertberichtigungen sichergestellt. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Verwaltungsgemeinkosten wurde nicht ausgeübt. Die Forderungen wurden zum Nennbetrag abzüglich ggf. erforderlicher Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen überwiegend auf Gewährleistungen, Personalkosten und Gerichtskosten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

D. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Aus einer Rechnungskorrektur im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben resultierte ein Forderungsverlust (sonstige betriebliche Aufwendungen) von T€ 1.654 sowie ein Ertrag aus geltend gemachtem Schadenersatz von T€ 1.686.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 511.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 60 (Vorjahr: 50)

3. Bezüge der Geschäftsführer

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

4 . Aufstellung Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ERBUD S.A., Warschau, Polen, einbezogen.

5. Geschäftsführer

Herr Jürgen Kugelberg (bis 31.12.2022)

Herr Theodor Kaczmarczyk

F. Nachtragsbericht

Ende März 2023 wurde aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der negativen Entwicklung im Bereich Hochbau eine Massenentlassung von 33 Beschäftigten durchgeführt. In der Gesellschafterversammlung vom 15. März 2023 wurde eine unbefristete Kapitalrücklagenerhöhung über T€ 2.600 beschlossen und vollständig eingezahlt. Am 14. Juni 2023 wurde eine weitere Kapitalrücklagenerhöhung von T€ 3.000 beschlossen.

 

Düsseldorf, den 14.06.2023

Theodor Kaczmarczyk

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.062,50 0,00 0,00 10.062,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 28.774,40 0,00 28.774,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.035.121,50 69.306,47 -158.635,36 945.792,61
1.035.121,50 98.080,87 -158.635,36 974.567,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 38.250,00 0,00 0,00 38.250,00
Anlagevermögen insgesamt 1.083.434,00 98.080,87 -158.635,36 1.022.879,51
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Abschreibungen Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.872,50 934,00 0,00 7.806,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 588,40 0,00 588,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 813.223,50 122.513,47 -140.587,36 795.149,61
813.223,50 123.101,87 -140.587,36 795.738,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.750,00 0,00 12.750,00
Anlagevermögen insgesamt 820.096,00 136.785,87 -140.587,36 816.294,51
Buchwert 31.12.2022 Buchwert Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.256,00 3.190,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 28.186,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.643,00 221.898,00
178.829,00 221.898,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.500,00 38.250,00
Anlagevermögen insgesamt 206.585,00 263.338,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MOD 21 GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MOD 21 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MOD 21 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss

unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 14. Juni 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Steinborn, Wirtschaftsprüfer

Kinalzik, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 18. September 2023 festgestellt.

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