Reinhard Bretthauer GmbH
Wissenbacher Weg 5, 35684 Dillenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Koch seit 6.3.2026 | Geschäftsführer |
Steffen Burdorf seit 31.1.2025 | Geschäftsführer |
Sebastian Roos seit 16.2.2023 | Geschäftsführer |
Annegret Bretthauer seit 29.7.2002 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reinhard Bretthauer GmbHDillenburg-FrohnhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Reinhard Bretthauer GmbH aus Dillenburg-Frohnhausen ist Hersteller von technischen Baugruppen aus Kunststoffteilen mit eigenem Formenbau. Die Kernkompetenz der Gesellschaft besteht entlang der Wertschöpfungskette in der Entwicklung, im Prototypenbau, im Formenbau, in einer effizienten Einzelteilefertigung und in der Baugruppenmontage sowie einer bedarfsgerechten Logistik. Hauptproduktionsstandort ist Dillenburg-Frohnhausen. In Waltershausen bei Erfurt besteht eine Zweigniederlassung, die überwiegend Zulieferfunktionen für den Hauptstandort erfüllt. Das Unternehmen fungiert als Betriebsgesellschaft im Rahmen einer Betriebsaufspaltung mit dem Besitzunternehmen Bretthauer GmbH & Co. KG, mit dem ein Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag besteht. 2. Forschung und Entwicklung Unsere Anstrengungen als Teile- und Baugruppenzulieferer sind darauf gerichtet, das Produktionsprogramm um eigene, den potentiellen Kunden einen Mehrwert bietende Produkte zu erweitern. In 2024 werden wir die automatisierte und vernetzte Fertigung der Spritzgießteile und der Montageabteilung weiter ausbauen. Flankiert wird dieser Prozess durch die Modernisierung der Software-Landschaft. Die Verarbeitung und Entwicklung von Werkstoffen, die chemisch und thermisch hoch belastbar sind, wollen wir zudem weiter ausbauen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hat im vergangenen Jahr 12,7 Millionen Tonnen Rohstoffe verarbeitet (9 % weniger als in 2022) und damit Waren im Wert von EUR 72,5 Milliarden hergestellt. Damit liegt die Branche 6,0 % unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die kunststoffverarbeitende Industrie insgesamt 319.264 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was einem Beschäftigungsrückgang von 2,2 % entspricht. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Umsatzerlöse der Reinhard Bretthauer GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.569 (-5,8 %) auf TEUR 41.952 (Vorjahr: TEUR 44.521) gesunken. a) Ertragslage
Die Betriebsleistung der Gesellschaft hat sich gegenüber 2022 um TEUR 2.883 (-6,4 %) auf TEUR 42.085 reduziert. Dies entspricht dem Branchendurchschnitt. Der Materialaufwand verringerte sich um 13,0 % auf TEUR 19.522 (Vorjahr: 22.438 TEUR). Der Personalaufwand stieg um TEUR 889 auf TEUR 14.419 (Vorjahr: TEUR 13.530). Bei den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 973 handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit TEUR 5.555 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 6.678). Die Reduzierung ist im Wesentlichen durch Einsparungen bei den Energiekosten begründet. Durch die verringerten Materialaufwendungen und die gesunkenen Energiekosten konnte das Ergebnis von TEUR 314 in 2022 auf TEUR 1.368 in 2023 erheblich verbessert werden. Die Ertragsteuern sind mit TEUR 546 deutlich niedriger, weil das Vorjahresergebnis aufgrund der Betriebsprüfung für die Jahre 2017 - 2021 mit Mehrsteuern in Höhe von TEUR 609 belastet war. b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote liegt in 2023 75,3 % wieder deutlich über dem Vorjahr (68,9 %). Ursache für die gestiegene Eigenkapitalquote bei einer um TEUR 913 gestiegenen Bilanzsumme ist das deutlich verbesserte Jahresergebnis. c) Vermögenslage
Infolge des niedrigeren Umsatzes sind auch die Forderungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Liquiden Mittel konnten jedoch deutlich erhöht werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten stark reduziert werden, da hier im Vorjahr ein hoher Betrag für Stromkosten enthalten war. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Da der Materialaufwand und die Personalkosten die größten Kostenblöcke in unserem Unternehmen darstellen, werden diese Positionen für die interne Unternehmenssteuerung ins Verhältnis zur Betriebsleistung gestellt. Die Materialeinsatzquote konnte in 2023 mit 46,4 % (Vorjahr: 49,9%) deutlich reduziert werden. Grund dafür sind gesunkene Materialpreise und der verstärkte Einsatz von Regranulaten. Die Personaleinsatzquote ist mit 34,3% im Vergleich zum Vorjahr (30,1%) deutlich angestiegen. Begründet ist dies in der gesunkenen Betriebsleistung und der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage hat sich trotz niedrigerem Umsatz verbessert. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlung Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Dillenburg-Frohnhausen über eine Niederlassung in Waltershausen (Thüringen), die überwiegend Zulieferfunktionen für den Hauptstandort erfüllt. IV. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit leicht steigenden Umsätzen und einer positiven Ergebnisentwicklung gerechnet. Die in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen (Ausbau der Lean-Production im Montagebereich, Verbesserung der Maschinenauslastung, Reduzierung der Energiekosten durch energetisch kostengünstigere Anlagen, Investition in elektrische Spritzgießmaschinen) werden auch im Jahr 2024 konsequent angewendet und weiterentwickelt. V. Chancen- und Risikobericht Die Chancen für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft beruhen auf unserer Fertigungstiefe (Produktentwicklung, Prototypenbau, Formenbau, Einzelteile-Fertigung, Baugruppenmontage und Logistik) entlang der Wertschöpfungskette in unserer Branche. Dadurch sind wir in der Lage, umfangreiche und komplexe Aufträge im Bereich von Baugruppen zu gewinnen und erfolgreich durchzuführen. Die digitale Vernetzung unserer Produktionsabläufe werden wir weiter ausbauen. Wir erwarten dadurch weitere Effizienzsteigerungen in unserem Unternehmen. Flankiert wird dieser Prozess durch die Modernisierung unseres Maschinenparks und der Software-Landschaft. Darüber hinaus besitzen wir eine hohe Kompetenz und große Erfahrung im Bereich der Weiterentwicklung technisch anspruchsvoller Produkte in Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir stützen uns auf eine hoch motivierte, gut ausgebildete Belegschaft, die bereit ist, die Herausforderungen der Märkte anzunehmen. Unsere Kunden sind in einer Vielzahl von Branchen (im Wesentlichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotiv, Fördertechnik, Medizin- und Flugzeugtechnik) tätig. Dieser Branchenmix versetzt uns in die Lage, flexibel auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren, sich bietende Chancen wahrzunehmen und Risiken auszugleichen. Als langfristiges Risiko sehen wir den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft und die damit entstehende Problematik, weiterhin engagierte und motivierte Mitarbeiter zu finden. Die rasant steigenden Energiekosten am Fertigungsstandort Deutschland bilden ebenfalls ein immenses Risiko. Die Herausforderung für unser Unternehmen ist mit Einsparungen und energiesparenden Anlagen diese Kostensteigerung zu minimieren. Dazu soll in 2024 am Standort Frohnhausen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,55 GW und in Waltershausen von 0,256 GW in Betrieb genommen werden. Durch die hohe Eigenkapitalquote ist der Einsatz von besonderen Finanzinstrumenten nicht notwendig. Aufgrund unserer Fähigkeit, schnell und flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren zu können, verbunden mit einer weit überdurchschnittlichen Eigenkapitalsituation sowohl unseres Unternehmens als auch der Bretthauer GmbH & Co. KG, sehen wir uns in der Lage, das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich weiterzuentwickeln. Für die Gesellschaft waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen derzeit auch für den Prognosezeitraum und die nähere Zukunft nicht.
Dillenburg-Frohnhausen, den 02.10.2024 Rolf Lückoff, Geschäftsführer Sebastian Roos, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Allgemeine Angaben Die Reinhard Bretthauer GmbH hat ihren Sitz in Dillenburg-Frohnhausen und ist beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 3072 im Handelsregister eingetragen. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren. Das Unternehmen ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB; die Erleichterungsvorschriften für diesen Kreis der Gesellschaften werden teilweise in Anspruch genommen. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind überwiegend im Anhang zu finden. Hinsichtlich der latenten Steuern ergeben sich temporäre Differenzen gemäß § 274 HGB bei den Pensionsrückstellungen. Die Differenz zwischen der Handels- und Steuerbilanz würden zu aktiven latenten Steuern führen. Passive Steuerlatenzen bestehen nicht, so dass ein Aktivüberhang vorliegt, der entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird. Bewertungsmethoden Die folgenden Bewertungsmethoden wurden angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei wird bei Softwareanschaffungen im Regelfall eine Nutzungsdauer von drei Jahren angenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben, wobei degressive und lineare Abschreibungssätze zur Anwendung kommen. Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu stichtagsnahen Einstandspreisen bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind retrograd anhand der Nettoverkaufspreise zum Bilanzstichtag abzüglich eines vorsichtig bemessenen Abschlags von 26 % bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 2 % Rechnung getragen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt entsprechend § 253 Abs. 1 bis 6 HGB zum Erfüllungsbetrag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") für das vertragliche Endalter von 65 Jahren; hierbei wurde die Richttafel nach Prof. Dr. Heubeck von 2018 G mit einem Rechnungszins von 1,82 % angewandt. Die zur Deckung der Pensionsverpflichtungen an die Versorgungsberechtigten verpfändeten Wertpapiere und Bankguthaben sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB zum Zeitwert bewertet und wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Der Nennwert der Geschäftsanteile beträgt nach der in 2011 durchgeführten Barkapitalerhöhung EUR 500.000,00. Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB als Differenz zwischen der Anwendung des zehn- und siebenjährigen Marktzinssatzes bei der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6.897,00. In Höhe dieses Betrages steht der Gewinnvortrag nicht für Ausschüttungen zur Verfügung. Pensionsrückstellungen Bei der Berechnung der zum Bilanzstichtag mit EUR 823.203,00 valutierenden Versorgungsverpflichtungen wurde keine Rentendynamik berücksichtigt. Die Zeitwerte der zur Deckung der Versorgungsverpflichtung erworbenen Wertpapiere betragen zum Bilanzstichtag EUR 391.696,80. Das zu Gunsten der Versorgungsberechtigten verpfändete Bankguthaben valutiert mit EUR 255.020,26. Aus den verpfändeten Wertpapieren sind im Berichtsjahr Erträge von EUR 41.160,80 und Aufwendungen von EUR 1.001,65 entstanden. Der Saldo aus den Erträgen und Aufwendungen einschließlich des Zinsanteils aus der Entwicklung der Pensionsrückstellung wird mit EUR 25.398,15 im Finanzergebnis ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Daneben wurden Ansprüche aus Verpflichtungen für die Abschlusserstellung, -prüfung und -veröffentlichung, für Altersteilzeit und für nicht gewährten Urlaub dotiert sowie eine Rückstellung für die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten und für die Betriebsprüfung gebildet. Forderungen gegen und Zinsen von verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (EUR 244.155,99; Vorjahr EUR 258.472,51) betreffen den Saldo aus dem Dienstleistungs- und Finanzverkehr mit dem Gesellschafter Bretthauer GmbH & Co. KG. Der Zinsertrag vom Gesellschafter beläuft sich auf EUR 7.428,01 (Vorjahr EUR 1.158,60). Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 14.761,00 (Vorjahr EUR 15.847,00) Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten. III. ERGÄNZENDE ANGABEN 1. Geschäftsführung und Vertretung Herr Dipl.-Ing. Udo Bretthauer, Dillenburg-Frohnhausen, der von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit war, ist zum 16.2.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Herr Tim Bretthauer, Eschenburg, wurde zum 1.1.2021 und Herr Sebastian Roos zum 16.2.2023 zum Geschäftsführer bestellt. Sie vertreten die Gesellschaft zusammen oder mit einem Prokuristen. Herr Rolf Lückoff, Dillenburg, wurde zum 1.2.2024 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Herr Dr. Martin Wehrße, Bad Nauheim, wurde zum 16.2.2023 zum Geschäftsführer bestellt und ist zum 7.9.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund des auf den Gesellschafter Bretthauer GmbH & Co. KG, übergegangenen Unternehmensüberlassungs- und Pachtvertrags vom 3. Januar 1979 fallen vom Alter und Umfang des verpachteten Anlagevermögens abhängige jährliche Pachtzahlungen an, die im Geschäftsjahr 2023 EUR 1.919.922,21 betrugen. Der Vertrag verlängert sich stillschweigend um ein weiteres Jahr, wenn er nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Aus dem Mietvertrag über 7.026 qm Grund und Boden und 2.811 qm Gebäudefläche (ehemalige Schock-Hallen) resultiert eine Mietbelastung von EUR 158.160,00 p.a. Der Mietvertrag lief bis zum 31.12.2012 und kann danach mit einer Frist von 8 Wochen zum Quartalsende gekündigt werden. 3. Angaben zur Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 299 Mitarbeiter beschäftigt, davon 276 in Dillenburg-Frohnhausen und 23 in Waltershausen. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Dillenburg-Frohnhausen, den 24. September 2024 Reinhard Bretthauer GmbH Rolf Lückoff, Geschäftsführer Sebastian Roos, Geschäftsführer
Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 31. Oktober 2024. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSBestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freudenberg, 10. Oktober 2024 BERGZWEI
Audit GmbH
Harald Partmann, Wirtschaftsprüfer Jürgen Naskrent, Wirtschaftsprüfer |
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