Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 3072
Eingetragen
12.3.1979
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Herstellung und die Verarbeitung von Kunststoffen aller Art sowie der Handel mit diesen Gegenständen, weiter die Herstellung und der Handel mit Stahlformen jeder Art. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, andere Erzeugnisse herzustellen, zu bearbeiten, zu erwerben und zu vertreiben. Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Erwerb, die Bearbeitung, Verwaltung von Verfahren, Patenten und Patentlizenzen für eigene und fremde Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Koch
seit 6.3.2026
Geschäftsführer
Steffen Burdorf
seit 31.1.2025
Geschäftsführer
Sebastian Roos
seit 16.2.2023
Geschäftsführer
Annegret Bretthauer
seit 29.7.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Brethauer GmbH & Co. KG
Germany
400.000 €
80.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reinhard Bretthauer GmbH

Dillenburg-Frohnhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Reinhard Bretthauer GmbH aus Dillenburg-Frohnhausen ist Hersteller von technischen Baugruppen aus Kunststoffteilen mit eigenem Formenbau. Die Kernkompetenz der Gesellschaft besteht entlang der Wertschöpfungskette in der Entwicklung, im Prototypenbau, im Formenbau, in einer effizienten Einzelteilefertigung und in der Baugruppenmontage sowie einer bedarfsgerechten Logistik.

Hauptproduktionsstandort ist Dillenburg-Frohnhausen. In Waltershausen bei Erfurt besteht eine Zweigniederlassung, die überwiegend Zulieferfunktionen für den Hauptstandort erfüllt.

Das Unternehmen fungiert als Betriebsgesellschaft im Rahmen einer Betriebsaufspaltung mit dem Besitzunternehmen Bretthauer GmbH & Co. KG, mit dem ein Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag besteht.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere Anstrengungen als Teile- und Baugruppenzulieferer sind darauf gerichtet, das Produktionsprogramm um eigene, den potentiellen Kunden einen Mehrwert bietende Produkte zu erweitern.

In 2024 werden wir die automatisierte und vernetzte Fertigung der Spritzgießteile und der Montageabteilung weiter ausbauen. Flankiert wird dieser Prozess durch die Modernisierung der Software-Landschaft.

Die Verarbeitung und Entwicklung von Werkstoffen, die chemisch und thermisch hoch belastbar sind, wollen wir zudem weiter ausbauen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hat im vergangenen Jahr 12,7 Millionen Tonnen Rohstoffe verarbeitet (9 % weniger als in 2022) und damit Waren im Wert von EUR 72,5 Milliarden hergestellt. Damit liegt die Branche 6,0 % unter dem Vorjahreswert.

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die kunststoffverarbeitende Industrie insgesamt 319.264 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was einem Beschäftigungsrückgang von 2,2 % entspricht.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse der Reinhard Bretthauer GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.569 (-5,8 %) auf TEUR 41.952 (Vorjahr: TEUR 44.521) gesunken.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis +1.916 +1.409 +507 +36,0
Finanz- u. Beteiligungsergebnis -2 -56 +54 +96,4
Ertragssteuern -546 -1.039 +493 +47,4
Jahresergebnis +1.368 +314 +1054 +335,7

Die Betriebsleistung der Gesellschaft hat sich gegenüber 2022 um TEUR 2.883 (-6,4 %) auf TEUR 42.085 reduziert. Dies entspricht dem Branchendurchschnitt.

Der Materialaufwand verringerte sich um 13,0 % auf TEUR 19.522 (Vorjahr: 22.438 TEUR). Der Personalaufwand stieg um TEUR 889 auf TEUR 14.419 (Vorjahr: TEUR 13.530). Bei den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 973 handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit TEUR 5.555 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 6.678). Die Reduzierung ist im Wesentlichen durch Einsparungen bei den Energiekosten begründet. Durch die verringerten Materialaufwendungen und die gesunkenen Energiekosten konnte das Ergebnis von TEUR 314 in 2022 auf TEUR 1.368 in 2023 erheblich verbessert werden.

Die Ertragsteuern sind mit TEUR 546 deutlich niedriger, weil das Vorjahresergebnis aufgrund der Betriebsprüfung für die Jahre 2017 - 2021 mit Mehrsteuern in Höhe von TEUR 609 belastet war.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt in 2023 75,3 % wieder deutlich über dem Vorjahr (68,9 %). Ursache für die gestiegene Eigenkapitalquote bei einer um TEUR 913 gestiegenen Bilanzsumme ist das deutlich verbesserte Jahresergebnis.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
AKTIVA TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 1.540 1.708 -168 -9,8
Kurzfristige Vermögenswerte 6.634 6.435 +199 +3,1
Liquide Mittel 3.301 2.419 +882 +36,5
PASSIVA
Eigenkapital 8.643 7.274 +1.369 +18,8
Fremdkapital 2.832 3.288 -456 -13,9
Bilanzsumme 11.475 10.562 +913 +8,6

Infolge des niedrigeren Umsatzes sind auch die Forderungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Liquiden Mittel konnten jedoch deutlich erhöht werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten stark reduziert werden, da hier im Vorjahr ein hoher Betrag für Stromkosten enthalten war.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung

Betriebsergebnis

Materialaufwand

Personalkosten

Da der Materialaufwand und die Personalkosten die größten Kostenblöcke in unserem Unternehmen darstellen, werden diese Positionen für die interne Unternehmenssteuerung ins Verhältnis zur Betriebsleistung gestellt.

Die Materialeinsatzquote konnte in 2023 mit 46,4 % (Vorjahr: 49,9%) deutlich reduziert werden. Grund dafür sind gesunkene Materialpreise und der verstärkte Einsatz von Regranulaten.

Die Personaleinsatzquote ist mit 34,3% im Vergleich zum Vorjahr (30,1%) deutlich angestiegen. Begründet ist dies in der gesunkenen Betriebsleistung und der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage hat sich trotz niedrigerem Umsatz verbessert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlung Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Dillenburg-Frohnhausen über eine Niederlassung in Waltershausen (Thüringen), die überwiegend Zulieferfunktionen für den Hauptstandort erfüllt.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit leicht steigenden Umsätzen und einer positiven Ergebnisentwicklung gerechnet.

Die in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen (Ausbau der Lean-Production im Montagebereich, Verbesserung der Maschinenauslastung, Reduzierung der Energiekosten durch energetisch kostengünstigere Anlagen, Investition in elektrische Spritzgießmaschinen) werden auch im Jahr 2024 konsequent angewendet und weiterentwickelt.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft beruhen auf unserer Fertigungstiefe (Produktentwicklung, Prototypenbau, Formenbau, Einzelteile-Fertigung, Baugruppenmontage und Logistik) entlang der Wertschöpfungskette in unserer Branche. Dadurch sind wir in der Lage, umfangreiche und komplexe Aufträge im Bereich von Baugruppen zu gewinnen und erfolgreich durchzuführen.

Die digitale Vernetzung unserer Produktionsabläufe werden wir weiter ausbauen. Wir erwarten dadurch weitere Effizienzsteigerungen in unserem Unternehmen. Flankiert wird dieser Prozess durch die Modernisierung unseres Maschinenparks und der Software-Landschaft.

Darüber hinaus besitzen wir eine hohe Kompetenz und große Erfahrung im Bereich der Weiterentwicklung technisch anspruchsvoller Produkte in Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

Wir stützen uns auf eine hoch motivierte, gut ausgebildete Belegschaft, die bereit ist, die Herausforderungen der Märkte anzunehmen. Unsere Kunden sind in einer Vielzahl von Branchen (im Wesentlichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotiv, Fördertechnik, Medizin- und Flugzeugtechnik) tätig. Dieser Branchenmix versetzt uns in die Lage, flexibel auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren, sich bietende Chancen wahrzunehmen und Risiken auszugleichen.

Als langfristiges Risiko sehen wir den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft und die damit entstehende Problematik, weiterhin engagierte und motivierte Mitarbeiter zu finden.

Die rasant steigenden Energiekosten am Fertigungsstandort Deutschland bilden ebenfalls ein immenses Risiko. Die Herausforderung für unser Unternehmen ist mit Einsparungen und energiesparenden Anlagen diese Kostensteigerung zu minimieren.

Dazu soll in 2024 am Standort Frohnhausen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,55 GW und in Waltershausen von 0,256 GW in Betrieb genommen werden.

Durch die hohe Eigenkapitalquote ist der Einsatz von besonderen Finanzinstrumenten nicht notwendig.

Aufgrund unserer Fähigkeit, schnell und flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren zu können, verbunden mit einer weit überdurchschnittlichen Eigenkapitalsituation sowohl unseres Unternehmens als auch der Bretthauer GmbH & Co. KG, sehen wir uns in der Lage, das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich weiterzuentwickeln.

Für die Gesellschaft waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen derzeit auch für den Prognosezeitraum und die nähere Zukunft nicht.

 

Dillenburg-Frohnhausen, den 02.10.2024

Rolf Lückoff, Geschäftsführer

Sebastian Roos, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.540.054,42 1.708.084,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.271,55 39.013,00
II. Sachanlagen 1.513.782,87 1.669.071,00
1. Außenanlagen 3,00 3,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 863.758,62 775.086,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.021,25 861.282,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.700,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.833.909,99 8.819.452,51
I. Vorräte 2.308.685,32 2.385.033,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.300.806,54 3.151.778,15
III. Wertpapiere 923.526,76 863.186,73
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.300.891,37 2.419.454,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 100.726,33 34.391,72
11.474.690,74 10.561.928,23

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 8.642.581,59 7.274.146,23
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 6.774.146,23 6.460.586,95
III. Jahresüberschuss 1.368.435,36 313.559,28
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.163.889,89 1.958.040,80
C. VERBINDLICHKEITEN 664.469,26 1.329.741,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 622.408,68 (Vorjahr: EUR 1.265.388,62)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 42.060,58 (Vorjahr: EUR 64.352,58)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 22.377,79 (Vorjahr: EUR 27.586,71)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.750,00 0,00
11.474.690,74 10.561.928,23

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 22.865.031,73 23.043.871,60
2. Personalaufwand -14.418.798,19 -13.529.836,85
a) Löhne und Gehälter -11.471.500,95 -11.075.349,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.947.297,24 -2.454.486,88
- davon für Altersversorgung: EUR 54.139,79 (Vorjahr: EUR 67.500,47)
3. Abschreibungen -972.853,84 -1.424.451,35
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -972.853,84 -1.287.638,08
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -136.813,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.546.006,81 -6.678.254,69
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.430,35 1.569,25
- davon von verbundenen Unternehmen; EUR 7.428,01 (Vorjahr: EUR 1.158,60)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -70.324,02 -57.608,22
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 14.761,00 (Vorjahr: EUR 15.847,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -545.931,86 -1.039.039,46
8. Ergebnis nach Steuern 1.370.547,36 316.250,28
9. Sonstige Steuern -2.112,00 -2.691,00
10. Jahresüberschuss 1.368.435,36 313.559,28

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben

Die Reinhard Bretthauer GmbH hat ihren Sitz in Dillenburg-Frohnhausen und ist beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 3072 im Handelsregister eingetragen.

Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren.

Das Unternehmen ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB; die Erleichterungsvorschriften für diesen Kreis der Gesellschaften werden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind überwiegend im Anhang zu finden.

Hinsichtlich der latenten Steuern ergeben sich temporäre Differenzen gemäß § 274 HGB bei den Pensionsrückstellungen. Die Differenz zwischen der Handels- und Steuerbilanz würden zu aktiven latenten Steuern führen. Passive Steuerlatenzen bestehen nicht, so dass ein Aktivüberhang vorliegt, der entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird.

Bewertungsmethoden

Die folgenden Bewertungsmethoden wurden angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei wird bei Softwareanschaffungen im Regelfall eine Nutzungsdauer von drei Jahren angenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben, wobei degressive und lineare Abschreibungssätze zur Anwendung kommen. Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu stichtagsnahen Einstandspreisen bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind retrograd anhand der Nettoverkaufspreise zum Bilanzstichtag abzüglich eines vorsichtig bemessenen Abschlags von 26 % bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 2 % Rechnung getragen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt entsprechend § 253 Abs. 1 bis 6 HGB zum Erfüllungsbetrag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") für das vertragliche Endalter von 65 Jahren; hierbei wurde die Richttafel nach Prof. Dr. Heubeck von 2018 G mit einem Rechnungszins von 1,82 % angewandt. Die zur Deckung der Pensionsverpflichtungen an die Versorgungsberechtigten verpfändeten Wertpapiere und Bankguthaben sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB zum Zeitwert bewertet und wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Der Nennwert der Geschäftsanteile beträgt nach der in 2011 durchgeführten Barkapitalerhöhung EUR 500.000,00.

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB als Differenz zwischen der Anwendung des zehn- und siebenjährigen Marktzinssatzes bei der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6.897,00. In Höhe dieses Betrages steht der Gewinnvortrag nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.

Pensionsrückstellungen

Bei der Berechnung der zum Bilanzstichtag mit EUR 823.203,00 valutierenden Versorgungsverpflichtungen wurde keine Rentendynamik berücksichtigt. Die Zeitwerte der zur Deckung der Versorgungsverpflichtung erworbenen Wertpapiere betragen zum Bilanzstichtag EUR 391.696,80. Das zu Gunsten der Versorgungsberechtigten verpfändete Bankguthaben valutiert mit EUR 255.020,26. Aus den verpfändeten Wertpapieren sind im Berichtsjahr Erträge von EUR 41.160,80 und Aufwendungen von EUR 1.001,65 entstanden. Der Saldo aus den Erträgen und Aufwendungen einschließlich des Zinsanteils aus der Entwicklung der Pensionsrückstellung wird mit EUR 25.398,15 im Finanzergebnis ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Daneben wurden Ansprüche aus Verpflichtungen für die Abschlusserstellung, -prüfung und -veröffentlichung, für Altersteilzeit und für nicht gewährten Urlaub dotiert sowie eine Rückstellung für die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten und für die Betriebsprüfung gebildet.

Forderungen gegen und Zinsen von verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (EUR 244.155,99; Vorjahr EUR 258.472,51) betreffen den Saldo aus dem Dienstleistungs- und Finanzverkehr mit dem Gesellschafter Bretthauer GmbH & Co. KG. Der Zinsertrag vom Gesellschafter beläuft sich auf EUR 7.428,01 (Vorjahr EUR 1.158,60).

Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 14.761,00 (Vorjahr EUR 15.847,00) Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten.

III. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Geschäftsführung und Vertretung

Herr Dipl.-Ing. Udo Bretthauer, Dillenburg-Frohnhausen, der von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit war, ist zum 16.2.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Herr Tim Bretthauer, Eschenburg, wurde zum 1.1.2021 und Herr Sebastian Roos zum 16.2.2023 zum Geschäftsführer bestellt. Sie vertreten die Gesellschaft zusammen oder mit einem Prokuristen.

Herr Rolf Lückoff, Dillenburg, wurde zum 1.2.2024 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen.

Herr Dr. Martin Wehrße, Bad Nauheim, wurde zum 16.2.2023 zum Geschäftsführer bestellt und ist zum 7.9.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund des auf den Gesellschafter Bretthauer GmbH & Co. KG, übergegangenen Unternehmensüberlassungs- und Pachtvertrags vom 3. Januar 1979 fallen vom Alter und Umfang des verpachteten Anlagevermögens abhängige jährliche Pachtzahlungen an, die im Geschäftsjahr 2023 EUR 1.919.922,21 betrugen. Der Vertrag verlängert sich stillschweigend um ein weiteres Jahr, wenn er nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Aus dem Mietvertrag über 7.026 qm Grund und Boden und 2.811 qm Gebäudefläche (ehemalige Schock-Hallen) resultiert eine Mietbelastung von EUR 158.160,00 p.a. Der Mietvertrag lief bis zum 31.12.2012 und kann danach mit einer Frist von 8 Wochen zum Quartalsende gekündigt werden.

3. Angaben zur Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 299 Mitarbeiter beschäftigt, davon 276 in Dillenburg-Frohnhausen und 23 in Waltershausen.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dillenburg-Frohnhausen, den 24. September 2024

Reinhard Bretthauer GmbH

Rolf Lückoff, Geschäftsführer

Sebastian Roos, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 1.005.748,72 58.692,75 0,00 623.829,08 440.612,39
1.005.748,72 58.692,75 0,00 623.829,08 440.612,39
SACHANLAGEN
Außenanlagen 220.811,36 0,00 0,00 0,00 220.811,36
Technische Anlagen und Maschinen 2.681.687,92 284.163,66 98.100,00 0,00 3.063.951,58
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.436.575,90 412.926,84 0,00 535.686,28 4.313.816,46
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.700,00 65.400,00 -98.100,00 0,00 0,00
7.371.775,18 762.490,50 0,00 535.686,28 7.598.579,40
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.377.523,90 821.183,25 0,00 1.159.515,36 8.039.191,79
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 966.735,72 71.431,20 623.826,08 414.340,84
966.735,72 71.431,20 623.826,08 414.340,84
SACHANLAGEN
Außenanlagen 220.808,36 0,00 0,00 220.808,36
Technische Anlagen und Maschinen 1.906.601,92 293.591,04 0,00 2.200.192,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.575.293,90 607.831,60 519.330,29 3.663.795,21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.702.704,18 901.422,64 519.330,29 6.084.796,53
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
6.669.439,90 972.853,84 1.143.156,37 6.499.137,37
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 26.271,55 39.013,00
26.271,55 39.013,00
SACHANLAGEN
Außenanlagen 3,00 3,00
Technische Anlagen und Maschinen 863.758,62 775.086,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.021,25 861.282,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.700,00
1.513.782,87 1.669.071,00
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
1.540.054,42 1.708.084,00

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 31. Oktober 2024.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reinhard Bretthauer GmbH, Dillenburg-Frohnhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freudenberg, 10. Oktober 2024

BERGZWEI Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Partmann, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Naskrent, Wirtschaftsprüfer

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