CMS MEDIA SERVICES GmbH
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Zhu seit 26.3.2026 | Geschäftsführer |
Cornelia Moller-Atam seit 26.3.2026 | Prokura |
Tobias Volgmann seit 9.2.2024 | Geschäftsführer |
Sascha Krines seit 14.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Postulo S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OP HoldCo GmbH
FürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Konzernstruktur Die OP HoldCo GmbH ist die oberste deutsche Konzernholding der ONLINEPRINTERS-Gruppe. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HRB 15996 eingetragen und hat ihren Hauptsitz in Fürth. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als die "Gruppe" bezeichnet). Teil der ONLINEPRINTERS-Gruppe sind neben dem deutschen Teilkonzern Onlineprinters (Teilkonzern Deutschland) auch die im Jahr 2017 und 2018 erworbenen Teilkonzerne, die britische Onlinedruckerei Solopress (Teilkonzern UK) bzw. die dänische Onlinedruckerei Lasertryk (Teilkonzern Dänemark). Die Gesellschaften, welche in den Konzernabschluss einbezogen sind, sind im Konsolidierungskreis im Anhang Nr. 2.3 dargestellt. 2. Geschäftsmodell des Konzerns Die ONLINEPRINTERS-Gruppe ist eine führende Onlineplattform für individualisierte Sales & Marketingprodukte, überwiegend für den B2B Markt. Gegenstand der Gruppe ist die Herstellung und der Vertrieb von Druckerzeugnissen für Unternehmen, aber auch Privatpersonen in Deutschland, im europäischen Ausland sowie in Drittländern. Die Gruppe ist schwerpunktmäßig als sogenannte Onlinedruckerei tätig. Sie produziert somit Druckaufträge nach Kundenvorgaben an den Standorten Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Polen und Spanien (Stand 31. Dezember 2023), wobei die Bestellung über die diversen europäischen sowie internationalen Webshops der ONLINEPRINTERS-Gruppe eingehen und die Druckdaten durch die Kunden online übermittelt werden. Im Wesentlichen werden die Umsätze der Gesamtgruppe über die Onlinedruckerei erwirtschaftet, aber auch in geringerem Umfang über Direktkundengeschäft mit Key Kunden. Außerdem hat die Gruppe im Jahr 2023 den Aufbau von Partner-Plattformen in Bezug auf Nicht-Print-Produkte zur Erweiterung des Produktportfolios ergänzt. 3. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten der Gruppe bestehen in erster Linie aus den ständigen Weiterentwicklungen und Optimierungen der betriebenen Webshops sowie der Systeme der Auftragserfassung und -verwaltung und Produktionssteuerung. Die Entwicklungstätigkeiten zielen darauf ab, betriebliche Prozess zu unterstützen und deren Effizienz zu steigern. In der Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2023 selbst entwickelte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.397 (Vj. TEUR 993) aktiviert. Im Entwicklungsbereich sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 23 Mitarbeiter beschäftigt. Unter den selbstentwickelten Eigenleistungen befinden sich TEUR 289 (Vj. TEUR 442) aus der Inanspruchnahme von externen Dienstleistern. Forschungstätigkeiten fallen in der Gruppe nicht an. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Europäische Wirtschaft Insgesamt stieg das BIP im Jahr 2023 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,4 %, nach +3,4 % im Jahr 2022. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte hatten in der EU einen niedrigen positiven Einfluss auf das BIP-Wachstum (+0,1Pp.). Der Beitrag der Konsumausgaben des Staates war positiv (+0,1Pp. jeweils für den Euroraum und die EU). Die Vorratsveränderungen im Jahr 2023 waren in beiden Gebieten negativ - jeweils -0,1 %. Die Exporte abzüglich Importe waren sowohl für den Euroraum (-0,3Pp.) als auch für die EU (-0,2Pp.) negativ. Für das gesamte Jahr 2023 stieg die Anzahl der Beschäftigten im Euroraum um 1,4 % und in der EU um 1,2 % nach +2,3 % bzw. +2,0 % in 2022. 1 Während des vierten Quartals 2023 stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum um 0,1 % und in der EU um 0,2 % (nach +0,3 % im Euroraum und in der EU im Vorquartal). Die Konsumausgaben des Staates stiegen sowohl im Euroraum (+0,6 %) als auch in der EU (+0,3 %) nach jeweils +0,6 % in beiden Gebieten im Vorquartal). Der Beitrag der Bruttoanlageninvestitionen war im vierten Quartal 2023 jeweils 0,2Pp. (EU & Euroraum). Im vierten Quartal 2023 stiegen die Bruttoanlageninvestitionen im Euroraum um 1,0 % und in der EU um 0,8 % (nach 0,0 % bzw. +0,1 %). Die Ausfuhren stiegen im 4. Quartal 2023 in der EU um 0,8 % und blieben im Euroraum unverändert (nach -1,1 % in der EU und -1,2 % im Euroraum). Die Einfuhren stiegen im Euroraum um 0,6 % und in der EU um 1,2 % (nach -1,4 % bzw. -1,6 %). Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im vierten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal im Euroraum um 0,3 % und in der EU um 0,2 %. 2 1 https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-08032024-ap#fragment-15944082-grio-inline-nav-1 Abruf vom 25.03.2024 2 https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-08032024-ap#fragment-15944082-grio-inline-nav-1 Abruf vom 25.03.2024 b) Deutsche Wirtschaft Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft durch die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit zusammenhängenden Herausforderungen für die Energieversorgung geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2023 um 0,3 %. Die deutsche Wirtschaft hat sich damit insgesamt als widerstandsfähig gegenüber den Belastungen erwiesen. Gleichwohl belasteten im vergangenen Jahr die Nachwirkungen der Energieengpässe die wirtschaftliche Entwicklung. 3 Trotz einer im Jahresverlauf nachlassenden Inflation bremsten die Inflationsraten (in 2023 +5,9% 4 ) und die in der Folge deutlich gestiegenen Zinsen die binnenwirtschaftliche Nachfrage spürbar. Auch die außenwirtschaftliche Nachfrage zeigte sich merklich geschwächt. 5 Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind 2023 jahresdurchschnittlich deutlich gestiegen. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf 2.609.000 Menschen. Dabei beruhen die Anstiege besonders auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue Stelle zu finden. Mit einem jahresdurchschnittlichen Bestand von 761.000 gemeldeten Arbeitsstellen lag die Arbeitskräftenachfrage 2023 um 84.000 niedriger als im Jahr 2022. 6 3 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2024/01/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-vorlaeufiger-abschluss-bundeshaushalt-2023-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=9 Abruf vom 25.03.2024 4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html Abruf vom 25.03.2024 5 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2024/01/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-vorlaeufiger-abschluss-bundeshaushalt-2023-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=9 Abruf vom 25.03.2024 6 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 Abruf vom 09.04.2024 c) Dänische Wirtschaft In den letzten Jahren war die dänische Wirtschaft von hoher Inflation geprägt. Seit Anfang 2022 hat die Zentralbank daher ihre Geldpolitik verschärft und Zinsen erhöht. Während im Jahr 2023 die Inflation deutlich zurück gegangen ist, verbleibt das Problem eines hohen Preis-Drucks. Durch den Rückgang der Inflation gibt es nun auch erste Anzeichen eines nachhaltigen Rückgangs der Zinsen - dies ist insbesondere in zinssensiblen Wirtschaftszweigen, einschließlich des industriellen Sektors von Relevanz. Nichtsdestotrotz konnte in Dänemark die Wirtschaft dem weltweiten Trend trotzen und hat das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zu 2022 um 1,8 % erhöht. Das liegt vor allem an der starken pharmazeutischen Industrie. Die durchschnittliche Inflation betrug in 2023 3,4 %. Die Erwerbstätigkeit stieg im Jahr 2023, während die Erwerbslosigkeit nur geringfügig anstieg. Der daraus resultierende Druck auf den Arbeitsmarkt bleibt hoch. 7 8 9 10 7 https://www.dst.dk/da/Statistik/nyheder-analyser-publ/nyt/NytHtml?cid=46520 Abruf vom 27.02.2024 8 De Økonomiske Råd Formandskabet, Dansk Økonomi Efterår 2023 9 https://www.dst.dk/da/Statistik/nyheder-analyser-publ/nyt/NytHtml?cid=46411 Abruf vom 27.02.2024 10 https://www.dst.dk/da/Statistik/temaer/overblik-dansk-oekonomi Abruf vom 27.02.2024 d) Britische Wirtschaft Die britische Wirtschaft hat im Jahr 2023 ein Wachstum von etwa 0,1 % im BIP. 11 Insgesamt ist ein BIP von 2.273 Mrd. GBP vorhanden. Die Inflationsrate bleibt mit 7,3 % auf einem hohen Niveau, sinkt jedoch im Vergleich zu 2022 leicht um 1,8 %. 12 Die Arbeitslosenquote hat sich kaum verändert mit einem Anstieg um 0,1 % auf 3,8 %. 13
11
https://www.ons.gov.uk/economy/grossdomesticproductgdp/bulletins/gdpfirstquarterlyestimateuk/
12 Tabelle "consumerpriceinflation" von https://www.ons.gov.uk/economy/inflationandpriceindices/datasets/consumerpriceinflation Abruf vom 09.04.2024 13 https://www.ons.gov.uk/employmentandlabourmarket/peopleinwork/employmentandemployeetypes/bulletins/uklabourmarket/february2024 Abruf vom 09.04.2024 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Deutsche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Druck- und Medienwirtschaft ist überwiegend klein- und mitteständisch geprägt. Sie umfasst derzeit rund 6.900 Betriebe mit etwa 110.000 Beschäftigten. Der Anteil der Betriebe mit unter 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt knapp 83 %. 14 Im Dezember 2023 bewerteten die vom ifo Institut befragten Entscheider der Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als noch im Vormonat. Dagegen schätzen Sie die Entwicklung in den kommenden Monaten pessimistischer ein. Die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der nächsten sechs Monate durchbrach damit den positiven Trend der letzten drei Monate und sank deutlich ab. Die Ausprägungen der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt. Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im Dezember einen leichten Zuwachs im Vergleich zum Vormonat und notierte mit 81,9 Punkten rund 0,9 Prozent über dem Wert von November. Damit lag der Index mit rund 7,0 Prozent jedoch weiterhin deutlich unter seinem entsprechenden Vorjahresniveau. Mit einem Indexwert von durchschnittlich 81,8 ist die Stimmung in den Geschäftsetagen der Druck- und Medienunternehmen im letzten Quartal des Jahres 2023 damit deutlich eingetrübt und liegt rund 14,3 Prozent unter dem Durchschnitt des ersten Quartals. Ausschlaggebend dafür waren eine konjunkturbedingt schwierige Auftragslage und die ausbleibende gesamtwirtschaftliche Erholung sowie der anhaltende Kostendruck, der die Unternehmen weiterhin zu vergleichsweise hohen Preisen für Druckerzeugnisse zwingt. Die optimistischeren Einschätzungen der Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres konnten sich somit im Verlauf des Jahres nicht in einer Verbesserung der Geschäftslage manifestieren. 15 14 https://www.bvdm-online.de/bvdm/branchenportal/druckindustrie/die-branche Abruf vom 07.03.2023 15 https://www.bvdm-online.de/branchen-news/detail/bvdm-konjunkturtelegramm-dezember-2023 b) Dänische branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz steigender Umsätze im Jahr 2022 (01.10.2022 bis 30.09.2023) rechnen viele dänische Unternehmen in der Branche im Jahr 2023 (01.10.2023 bis 30.09.2024) mit einem schwer einzuschätzenden Geschäftsverlauf und sinkenden Umsätzen. 16 Als Indikator für die dänische Branche sieht man in Schweden Auftragsrückgänge, welche zu einer im Vergleich zu 2022 (01.10.2022 bis 30.09.2023) zu einer 15 % niedrigeren Produktion geführt hat. 17 16 https://grakom.dk/nyheder/endnu-et-aar-med-stigende-omsaetning-i-den-danske-grafiske-branche/ Abruf vom 27.02.2024 17 Grafiska Företagen, Konjunkturrapport Q4 2023 c) Britische branchenbezogene Rahmenbedingungen Die britische Druck- und Verpackungsbranche hatte ein leicht positives Jahr 2023. Im 4. Quartal 2023 konnten 36 % der Unternehmen ihre Produktion erhöhen, während 38 % geschafft haben, ihre Produktion auf gleichem Niveau zu halten. Mit Blick auf das 1. Quartal 2024 werden weitere geringfügige Verbesserungen erwartet. 18 Das Geschäftsklima in der Druckindustrie sank im 4. Quartal 2023 um vier Punkte, während ein Anstieg von neun Punkten erwartet wurde. Der Ausblick auf das 1. Quartal 2024 ist noch trüber mit einem Erwartungswert von -18 Punkten. Die Auftragsbücher im 4. Quartal 2023 bewerteten nur 14 % der Befragten als "besser als für diesen Zeitraum zu erwarten", wohingegen 42 % einen schlechteren Auftragseingang als üblich bewerteten. 19 18 BPIF, Printing Outlook Q1 2024 19 BPIF, Printing Outlook Q1 2024 3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 hatte die ONLINEPRINTERS-Gruppe einen über die Jahre betrachtet stabilen Umsatz. Das operative Ergebnis ist auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Geschäftsjahr 2022. Insgesamt verringerte sich der ONLINEPRINTERS-Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 270.801 nach TEUR 288.669 im Jahr 2022. Die Prognose für 2023 von TEUR 309.380 wurde unterschritten. Der Grund hierfür war, dass der Fokus stärker auf Umsatzrendite und weniger auf Umsatz gelegt wurde. Beim Vergleich zum Vorjahr ist zu erwähnen, dass der Umsatz im Jahr 2022 durch Sondereffekte wie die Wahlen in Dänemark und höhere Umsätze mit Resellern deutlich höher war. Das um außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge bereinigte EBITDA (bereinigt um Transaktionskosten sowie sonstige einmalige und ungewöhnliche Aufwendungen und Erträge) der ONLINEPRINTERS-Gruppe verbesserte sich durch den Fokus auf die Umsatzrendite auf TEUR 47.091 (Vj. TEUR 43.374), was einer bereinigten EBITDA-Umsatzrendite von 17,3 % (Vj. 15,2 %) entspricht. Die Unternehmenssteuerungskennzahl, die bereinigte EBITDA-Umsatzrendite wurde mit 15,2 % prognostiziert. Dieser Wert wurde mit einer bereinigten EBITDA-Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2023 in Höhe 17,3 % deutlich übertroffen. Das liegt unter anderem an Effizienzsteigerungen in der Produktion und optimierten Marketingmaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte. 4. Investition und Technik Die technische Ausstattung der ONLINEPRINTERS-Gruppe sowie die vorhandenen Arbeitsmittel befinden sich auf einem modernen Stand. Diese werden turnusmäßig und bei Bedarf durch höherwertige Ausstattungen ersetzt. Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen im Berichtszeitraum lagen bei rund TEUR 22.601 (Vorjahr TEUR 21.849), davon TEUR 13.388 (Vorjahr TEUR 7.682) in geleastes bzw. gemietetes Anlagevermögen (Right-of-Use-Asset). Für technische Anlagen und Maschinen wurden TEUR 9.528 (Vorjahr TEUR 9.187) investiert. Diese Investitionen betrafen vor allem Digitaldruck- und Offsetdruckmaschinen, die die laufenden Druckaufträge von Kunden produzieren. Die Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 5.263 (Vorjahr TEUR 5.631) betrafen im Wesentlichen Weiterentwicklungen der technischen Plattform und der europaweiten Onlineshops. Daneben wurden Investitionen in Höhe von TEUR 5.156 (Vorjahr TEUR 3.737) in Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken vorgenommen. In andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden TEUR 2.339 (Vorjahr TEUR 1.588) investiert. Auf Investitionen in Anzahlungen und Anlagen im Bau entfallen TEUR 1.736 (Vorjahr TEUR 4.098). Von den Anzahlungen des Vorjahres wurden in 2023 TEUR 675 in technische Anlagen und Maschinen umgebucht. Die kontinuierlich durchgeführten Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sichern die Leistungsfähigkeit der ONLINEPRINTERS-Gruppe auch für die weitere Zukunft ab. 5. Beschaffung Nachdem die Papierpreise in 2021 und 2022 stark angestiegen sind 20 , reduzierten sich die Preise in 2023 wieder. Diese Reduktion konnte die Gruppe auch bei ihren Hauptlieferanten durchsetzen, sodass die Einkaufspreise im Dezember 2023 etwa 20 % niedriger waren als im Dezember 2022. Nach einer Stagnation der Preise im Dezember 2023 gab es im Januar 2024 einen leichten Anstieg, was ein Ende der Preiserholung andeutet. 21 Die Entwicklung der Preise für energetische Rohstoffe und elektrischen Strom war im Jahr 2023 ebenfalls rückläufig. Trotz Rückgängen im zweistelligen prozentualen Bereich der Einfuhrpreise für Steinkohle, Öl, Gas sowie des Börsenpreises für Strom reichte der Rückgang allerdings nicht, um den langfristigen Durchschnitt (2011-2021) zu erreichen. Diese sind im Dezember 2023 für Steinkohle und im September 2023 für Öl, Gas und Strom immer noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt - bei Steinkohle beispielsweise +95,5 %. 22
20
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067386/umfrage/grosshandel-mit-papier-pappe-schreib-buerobedarf-verkaufspreise-in-deutschland/#:~:text=Gro%C3%9Fhandelsverkaufspreise%20von%20Papier%20und%20Pappe%20in%20Deutschland
21 Konjunkturelle Entwicklung der Druck- und Medienindustrie und aktuelle Papier- und Energiepreisentwicklungen, Bundesverband Druck+Medien, Stand 28.02.2024 22 Konjunkturelle Entwicklung der Druck- und Medienindustrie und aktuelle Papier- und Energiepreisentwicklungen, Bundesverband Druck+Medien, Stand 28.02.2024 6. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 1.516 (Vj. 1.605) (ohne Geschäftsführer, Zeitarbeitnehmer und Auszubildende), wovon 616 auf den Teilkonzern Deutschland, 223 auf den Teilkonzern UK und 675 auf den Teilkonzern Dänemark entfielen. Die Mitarbeiter werden regelmäßig zu den im jeweiligen Tätigkeitsbereich erforderlichen Themen aus- und weitergebildet. Die für uns relevanten Regelungen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz werden beachtet. 7. Umweltschutz Im Rahmen eines als strategisch für nachhaltige Werteentwicklung dekliniertes begonnenen ESG-Projektes haben Umweltschutzbelange in der Unternehmensgruppe hohe Priorität. So wurde im Zuge der Strategieentwicklung das Thema Nachhaltigkeit als key factor zur Wettbewerbsfähigkeit definiert. Daraus ergibt sich eine immer weiter steigende Anzahl an Produkten in der Kategorie "Öko-/Naturprodukte", welche zum einen die FSC Mix Zertifizierung besitzen, zum anderen auch das "Blauer Engel"-Siegel tragen. Die FSC Mix-Zertifizierung wird seit dem Jahr 1992 von der internationalen, gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council (Abk. FSC) herausgegeben und fördert ökonomisch tragfähige, umweltgerechte sowie sozialförderliche Bewirtschaftung von Wäldern. FSC mix-zertifizierte Papiere bestehen aus einem Material-Mix. Diese Materialien haben unterschiedliche Herkünfte und stammen aus FSC-zertifizierten Wäldern und/oder Recyclingmaterial sowie aus kontrollierten Quellen. Das "Blauer Engel"-Siegel dürfen nur Produkte tragen, die unter anderem ressourcenschonend aus nachhaltig produzierten Rohstoffen hergestellt werden und gut recyclebar sind. Neben einem nachhaltigen Papiereinkauf liegt der Fokus bis Ende 2024 auf der Umstellung auf Grünstrom, dem Aufbau von Photovoltaikanlagen, der Reduktion der Makulatur sowie weiterer Optimierung in der Abwärme- und Kältetechnik zur Reduktion der Emissionen. 23 Anhaltspunkte für Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche für verursachte Umweltschäden bestehen nicht. 23 https://www.onlineprinters.de/c/lp/was-uns-wichtig-ist?_gl=1 * yzsl8e * _up * MQ..&gclid=Cj0KCQjwztOwBhD7ARIsAPDKnkCQz9utoyvSa11QhftcYU59ER0Ryf0LrfUPxk3XvtOoJR8_rmgfIYMaAmgVEALw_wcB Abruf vom 16.04.2024 8. Lage des Konzerns a) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gruppe betrug zum Stichtag TEUR 362.534 (Vj. TEUR 367.395). Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 2.795 auf TEUR 312.297 (Vj. TEUR 315.092) und umfassen vor allem Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- und Firmenwerte, sonstige finanzielle Vermögenswerte und latente Steueransprüche. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich von TEUR 52.303 um TEUR 2.066 auf TEUR 50.237 zum 31. Dezember 2023 und umfassten insbesondere Vorräte, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte. Neu dazugekommen ist der Posten "Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen". Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringern sich von TEUR 17.602 um TEUR 4.378 auf TEUR 13.224. Die Vorräte verringern sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.309 auf TEUR 7.738 (Vj. TEUR 14.047). Die Reduktion der Vorräte betrifft zum einen reduzierte Lagerbestände aufgrund verringerter Beschaffungsrisiken und zum anderen die Änderung der Bilanzierung im Rahmen des IFRS 15. Zum 31. Dezember 2023 verringerte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -10.168 um TEUR 4.715 auf TEUR -14.883 und ist damit weiterhin negativ. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch das negative Konzernbilanzergebnis in Höhe von TEUR 5.063 (Vj. TEUR 5.985). Die langfristigen Schulden wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von TEUR 313.950 (Vj. TEUR 311.774) auf. Die langfristigen Finanzschulden erhöhen sich von TEUR 215.219 um TEUR 163 auf TEUR 215.382. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 3.718 auf TEUR 86.089 (Vj. TEUR 82.371). Die passiven latenten Steuern reduzieren sich leicht um TEUR 116 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.112) auf TEUR 10.996. Die kurzfristigen Schulden verringern sich um TEUR 2.322 auf TEUR 63.467 (Vj. TEUR 65.789). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringern sich aufgrund eines schwächeren Auftragsvolumens um TEUR 1.093 auf TEUR 23.894 (Vj. TEUR 24.987). Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzieren sich von TEUR 8.504 um TEUR 1.215 auf TEUR 7.289. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verringern sich um TEUR 2.409 auf TEUR 22.598 (Vj. TEUR 25.007). Die Vermögenslage wird von der Geschäftsführung vor dem Hintergrund des negativen Eigenkapitals in Kombination mit dem in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen nachrangingen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 68.444 insgesamt als solide betrachtet. b) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Umsatzerlöse um TEUR 17.868 auf TEUR 270.801 (Vj. TEUR 288.669). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Reduktion des Umsatzes des Teilkonzerns Deutschland in Höhe von TEUR 10.784 auf TEUR 125.135 (Vj. TEUR 135.919) und des Teilkonzerns Dänemark in Höhe von TEUR 10.497 auf TEUR 105.115 (Vj. TEUR 115.612). Der Teilkonzern UK konnte einen Anstieg des Umsatzes in Höhe von TEUR 3.413 auf TEUR 40.551 (Vj. TEUR 37.138) verzeichnen. Es konnte ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 171.722 (Vj. TEUR 173.149) erwirtschaftet werden. Grund für das konstante Rohergebnis sind trotz der gesunkenen Umsätze eine Entspannung der Papierpreise seit dem Sommer. Außerdem wurden im Jahr 2022 hohe Umsätze mit Resellern gemacht. Dieser Anteil wurde im Jahr 2023 reduziert, was zu einer Steigerung der Marge führte. Rund 81,5 % (Vj. 81,7 %) der Umsatzerlöse wurden nicht in Deutschland, sondern im europäischen Ausland erzielt. Davon entfallen 28,9 % auf Dänemark, 15,4 % auf Großbritannien sowie 7,1 % auf die Schweiz. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von TEUR 2.779 im Vorjahr um TEUR 1.913 auf TEUR 4.692 im Geschäftsjahr 2023. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Erlös aus Verkäufen von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.101 (Vj. TEUR 1.083). Der Materialaufwand betrug im gleichen Zeitraum TEUR 103.201. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 119.676) entspricht dies einem Rückgang um TEUR 16.475. Damit sank die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr von 41,5 %. auf 38,1 %. Der Rückgang der Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen auf die reduzierten Materialeinkaufspreise seit dem letzten Jahr zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 75.358) um TEUR 1.327 auf insgesamt TEUR 74.031 reduziert. Die Reduktion basiert auf der leicht niedrigeren Mitarbeiterzahl und Kurzarbeit in den Monaten bis März. Die Personalaufwandsquote der Gruppe stieg von 26,1 % im Vorjahr auf 27,3 % im Berichtsjahr. Die Abschreibungen betrugen TEUR 21.534 (Vj. TEUR 19.987). Hiervon entfielen TEUR 9.339 (Vj. TEUR 7.610) auf Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Nutzungsrechten - im Wesentlichen von Maschinen und Gebäuden. Die übrigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 12.195 entfielen im Wesentlichen auf Abschreibungen von TEUR 4.397 auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sowie auf Abschreibungen technischer Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 5.388. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 59.556 um TEUR 3.551 auf TEUR 56.005 gesunken. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es größere Abweichungen im Bereich Dienstleistungen mit TEUR 7.424 (Vj. TEUR 6.205) sowie bei Marketing mit TEUR 12.627 (Vj. TEUR 15.766) aufgrund einer Reduktion der Marketing-Ausgaben ab den Sommermonaten bis zum Jahresende. Eine weitere deutliche Reduktion ergab sich im Bereich Verpackung und Versand abzüglich Kommissionen und Frachtkosten mit TEUR 16.433 (Vj. TEUR 17.842). Das Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR -23.299 (Vj. TEUR -20.766). Innerhalb des Finanzergebnisses lagen die Finanzerträge bei TEUR 560 (Vj. TEUR 502) und die Finanzaufwendungen bei TEUR 23.859 (Vj. TEUR 21.268). Insgesamt wurde somit im Geschäftsjahr 2023 ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -5.109 (Vj. TEUR -5.969) ausgewiesen. Die operative Performance kann insgesamt als positiv angesehen werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA) betrug im Geschäftsjahr TEUR 41.629 (Vj. TEUR 38.099). Die bereinigte EBITDA-Umsatzrendite 17,3 % (Vj. 15,0 %) konnte trotz gesunkener Umsätze verbessert werden. c) Finanzlage Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 42.693 (Vj. TEUR 35.200) erwirtschaftet. Die positive Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch eine Reduktion der Vorräte. Aus der Investitionstätigkeit hat sich ein negativer Cashflow in Höhe von TEUR -2.796 (Vj. TEUR -11.813) ergeben, der sich aus Investitionen in das Sachanlagenvermögen und in das immaterielle Anlagevermögen mit TEUR -8.108 ergibt. Dem entgegen stehen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens mit TEUR 5.312. Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte im Geschäftsjahr 2023 ein negativer Cashflow in Höhe von TEUR -33.221 (Vj. TEUR -28.544). Dieser schlüsselt sich im Wesentlichen in Zinszahlungen TEUR -18.826 (Vj. TEUR -13.021), in die Tilgung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten TEUR -11.007 (Vj. TEUR -12.489) sowie in die Tilgung für Finanzschulden TEUR -3.736 (Vj. TEUR -3.034). Bei der Tilgung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Leasingzahlungen, die nach IFRS 16 bewertet sind. Tilgungen von Finanzschulden betreffen im Wesentlichen die laufenden Rückzahlungen von Bankdarlehen aus Maschinenfinanzierungen und sonstigen Liquiditätsdarlehen innerhalb der Gruppe. Die ONLINEPRINTERS-Gruppe ist im Geschäftsjahr durch Bankdarlehen mit einem nominellen Wert in Höhe von TEUR 221.366 (Vj. TEUR 228.007) sowie Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 68.444 (Vj. TEUR 62.099) finanziert. Die Bankdarlehen des im Jahr 2019 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrags teilen sich zum Bilanzstichtag wie folgt auf:
Des Weiteren ist die Gruppe im Geschäftsjahr 2023 mit Darlehen für Maschinenfinanzierungen mit einem nominellen Wert in Höhe von TEUR 14.388 sowie mit Liquiditätsdarlehen mit einem nominellen Wert in Höhe von TEUR 3.732 finanziert. Zum Jahresende verfügt die Gruppe über liquide Mittel in Höhe von TEUR 19.010. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus der Maschinenfinanzierung sowie aus Mieten und sonstigem Leasing in Höhe von TEUR 24.934 (Vj. TEUR 25.681). Diese sind im Konzernanhang erläutert. Im Rahmen der bestehenden Bankenfinanzierung sind regelmäßig zum Quartalsende Kreditkennzahlen (sog. Financial Covenants) zu berechnen und einzuhalten. Im Falle der vorliegenden Finanzierung handelt es sich um die Kennzahl des "Leverage", d. h. dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag, Abschreibungen und Finanzergebnis, sowie außergewöhnlichem Ergebnis). Der "Leverage" Covenant Test wurde im Berichtsjahr zu den relevanten Stichtagen eingehalten. Die Finanzlage kann insgesamt als solide bezeichnet werden. Die Gruppe war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Obwohl die Bankdarlehen noch eine Laufzeit bis 2026 haben, befindet sich die Gruppe bereits in ersten Gesprächen über eine Verlängerung des Kreditvertrages über 2026 hinaus. d) Steuerungssysteme Das Steuerungssystem der Gruppe definiert relevante Leistungsindikatoren, die für die Unternehmenssteuerung des Geschäftes von Bedeutung sind. Die Überwachung dieser Leistungsindikatoren ermöglicht es, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus können Wachstumsbereiche für entsprechende Investitionen identifiziert werden. Für die Unternehmenssteuerung wird in erster Linie die bereinigte EBITDA-Umsatzrendite herangezogen. Die EBITDA-Umsatzrendite wird berechnet, indem das EBITDA der Gruppe ins Verhältnis zum Konzernumsatz gesetzt wird. Diese beträgt im Geschäftsjahr 17,3 % und ist damit zwei Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Ergänzend gibt es eine quartalsweise Analyse der Ertragslage und der Liquiditätssituation. Neu hinzu gekommen ist im Jahr 2023 eine wöchentliche Liquiditätsbetrachtung, welche eine Erweiterung der Steuerungssysteme bedeutet. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden u. a. die Conversion Rate, Retention Rate, Kundenakquisitionskosten, den Customer Lifetime Value und die Reklamationsrate gemessen. e) Gesamtaussage Die Geschäftsleitung der ONLINEPRINTERS-Gruppe beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage insgesamt positiv. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht inklusive Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Das konzernweite Risikomanagementsystem besteht aus einem internen Berichtswesen, dass ein Controlling aller für das Unternehmen wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht, und insbesondere Plan-Ist-Vergleiche kurz-, mittel- und langfristiger Ziele beinhaltet. Darüber hinaus werden die unternehmerischen Chancen und Risiken in einem Planungs-, Informations- und Kontrollprozess erfasst und analysiert. Im Folgenden werden die Risiken absteigend nach ihrer möglichen Auswirkung auf die Gruppe dargestellt. Risiken mit großer Auswirkung Zinsänderungsrisiko Die in Anspruch genommenen Kredite aus dem Konsortialkreditvertrag vom 2. Juni 2019 in Höhe von insgesamt TEUR 211.500 unterliegen einer variablen Verzinsung, indem dem Euribor eine im Kreditvertrag vereinbarte Marge zugeschlagen wird. Demnach ist der gesamte Kreditbetrag in Höhe von TEUR 211.500 variabel verzinslich. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen, sodass der Konzern einem aktuell steigenden Zinsänderungsrisiko ausgesetzt ist. Marktpreisrisiken Im Rahmen unserer Tätigkeit unterliegen wir Marktrisiken, die insbesondere in Form von Preisrisiken auftreten. Auf der Absatzseite zeigen sich diese in potenziell durch Konkurrenten ausgeübten Preisdruck. Auf der Beschaffungsseite äußern sich die Preisrisiken in potenziell steigenden Einkaufspreisen, vor allem für Papier und Energie (siehe Beschaffungsrisiko). Die Gesellschaften der ONLINEPRINTERS-Gruppe beobachten die Angebotspreise der relevanten Wettbewerber durch den Einsatz einer Preis Crawler Software. Die Preise in den Shops des Konzerns werden auf Basis der Erkenntnisse des Price Crawlers und unter Berücksichtigung der Beschaffungspreissituation regelmäßig überprüft und angepasst. Risiken mit mittlerer Auswirkung Forderungsausfallrisiken Die Forderungen des Konzerns richten sich sowohl gegen inländische als auch ausländische Kunden. Zur Sicherung des Forderungsbestands werden die Außenstände dauernd überwacht. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen werden Aufträge im Wesentlichen auf der Grundlage von Vorauszahlungen sowie anderer als sicher angesehener Zahlungsmittel, wie Kreditkarte und Paypal, angenommen. Allerdings stieg in den letzten Jahren der Umsatzanteil mit sog. Key Accounts, die i. d. R. als Zahlungskondition den Rechnungskauf haben, deutlich an. In Skandinavien ist zudem im normalen Geschäftsbetrieb überwiegend der Kauf auf Rechnung üblich. Die erwarteten Forderungsausfallrisiken werden im Abschluss - sofern erforderlich - durch Wertberichtigung berücksichtigt. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass es im Falle einer möglichen Rezession zu erhöhten Forderungsausfällen kommen kann. Markt- und Währungsrisiken Da die Gruppe in einem immer noch jungen Markt mit einer unvorhersehbaren Dynamik operiert, ist die Voraussage der Ergebnisentwicklung mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Da sich die Einschätzungen auch auf Entwicklungen beziehen, die von Faktoren abhängen, die nicht dem Einfluss der Gruppe unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten Entwicklung abweichen. Sollte der Konzern beispielsweise gezwungen sein, sich in bestimmten Märkten gegen neue Wettbewerber behaupten zu müssen oder auf unerwartete Umsatzrückgänge zu reagieren, werden zuvor ggf. noch nicht geplante Maßnahmen durchzuführen sein (bspw. Erhöhung der Marketingausgaben), die zu einer erheblich, von der bisherigen Schätzung abweichenden, negativen Entwicklung der Ertrags- und / oder Finanzlage führen können. Infolge der internationalen Geschäftstätigkeit ist die ONLINEPRINTERS-Gruppe Währungsrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus Absatzgeschäften im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in internationalen Märkten außerhalb des Euro-Währungsraums. Die wesentlichen Währungen in der Gruppe sind Euro, dänische Kronen, polnische Zloty und britisches Pfund. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Teilkonzerne abweichenden Währungen können Währungsrisiken entstehen. Wechselkursschwankungen können hierbei zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Das Management beobachtet hierbei den Markt und ist stets im engen Austausch mit Bankberatern, um gegebenenfalls kurzfristig auf Wechselkursschwankungen reagieren zu können. Akquisitionsrisiken Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, werden wir auch weiterhin unser organisches Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen ergänzen. Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Daher werden sowohl der Due-Diligence-Prozess als auch die nachfolgende Integration von akquirierten Gesellschaften durch die Konzernholding mit begleitet. Im Rahmen der Due Diligence werden außerdem risikobehaftete Aspekte wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Datenschutz- und Arbeitsschutzbestimmungen an den Produktionsstandorten überprüft. Risiken mit geringer Auswirkung Finanzwirtschaftliche Risiken Neben Marktrisiken unterliegt der Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Finanzinstrumenten. Zu den in unserem Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten. Diese Risiken liegen vor allem im Liquiditätsrisiko und im Forderungsausfallrisiko. Aufgrund der Risikobegrenzung des nachgenannten Liquiditätsrisikos durch bereits in Anspruch genommene Kreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag, der Nutzung von weiteren Liquiditätszugaben in Form von kleineren Krediten im Konzern, der Einhaltung der Finanzkennzahlen und eines aktuell geringen Forderungsausfallrisikos, welches sich aus einem hohen Anteil von (quasi) sicheren Zahlarten ergibt (v. a. Vorkasse, Sofortüberweisung, Kreditkarten, Paypal), ist es aus Konzernsicht zu verantworten, derartige finanzwirtschaftliche Risiken einzugehen. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsversorgung der Gruppe ist durch die vorgehaltenen flüssigen Mittel und mit laufenden liquiditätsorientierten Weiterentwicklungen ausreichend gesichert. Darüber hinaus wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität der Gruppe durch revolvierende Liquiditätsplanungen über einen angemessenen Prognosezeitraum gewährleistet, sodass für alle Teilkonzerne innerhalb der ONLINEPRINTERS-Gruppe jederzeit für ausreichende Liquidität gesorgt ist. Zur Absicherung der langfristigen Liquidität gibt es bereits erste Gespräche zur Verlängerung des Konsortialkreditvertrages, welcher 2026 fällig wird. Der Gesellschaft (Konzern) wurden in der Vergangenheit staatliche Hilfen gewährt. Im Jahr 2024 hat eine Schlussabrechnung der Hilfen zu erfolgen. Nach jetzigem Kenntnisstand wird davon ausgegangen, dass sich aus der Schlussabrechnung keine signifikanten Rück- noch Nachzahlungen ergeben werden. Beschaffungsrisiken Weltweit entstehen in den letzten Jahren immer mehr Konflikte. Der Krieg in der Ukraine, das strategische Interesse Chinas in Taiwan, Zuspitzungen im Nahen Osten. Die ONLINEPRINTERS-Gruppe hatte 2022, auch durch Nachwirkungen der Corona-Krise, mit Beschaffungsproblemen zu kämpfen. Dieses Risiko besteht weiterhin bei einer Eskalation in globalem Ausmaß. Die Situation im Nahen Osten ist das neuste und möglicherweise größte zu erwähnende Risiko. Eine Blockade der Straße von Hormus seitens Iran würde beispielsweise eine Ölkrise auslösen, welche direkten Einfluss auf Strompreise und die Papierproduktion hätte. Die Gruppe versucht dieses Risiko zu reduzieren, indem sie das Weltgeschehen beobachtet und ist bestrebt, kurzfristig durch Erhöhung der Lagerkapazitäten auf Zuspitzungen zu reagieren. Organisatorisch-technische Risiken Neben den finanzwirtschaftlichen Risiken können organisatorisch-technische Risiken auftreten. Aufgrund der großen Bedeutung der IT für unser Geschäftsmodell legen wir großes Augenmerk auf die Überwachung der Risiken im Zusammenhang mit der Funktionsfähigkeit und der Verfügbarkeit der IT. Den bestehenden Risiken begegnen wir durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen technischer und organisatorischer Art. Des Weiteren besteht in der Gruppe ein ausreichender Schutz durch die abgeschlossenen Cyber-Security Versicherungspolicen. Auftragsrisiken, die in Gerichts- oder Vergleichsverfahren münden, sind niemals vollständig auszuschließen. Konkrete Risiken werden derzeit aber nicht gesehen. Sofern möglich wurden einzelne Risiken durch Abschluss entsprechender Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt ist es Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gruppe, den Unternehmenserfolg gegen bestandsgefährdende Risiken abzusichern. 2. Chancenbericht Aus operativer Sicht bieten weiterhin Optimierungen der Unternehmensprozesse, die Erschließung neuer Produkte -beispielsweise im Non-Paper Business- sowie Auslandsmärkte durch Onlineshops in der jeweiligen Landessprache und die Verbesserung der bestehenden Onlineshops in Bezug auf die Benutzerführung Chancen. Auch aus der Verkürzung der Liefer- bzw. Fertigungszeiten können sich weitere Geschäftschancen ergeben. Chancen sehen wir auch weiterhin in Synergieeffekten, die in Zusammenarbeit der Teilkonzerne Deutschland, UK und Dänemark gehoben werden können. Diese Synergieeffekte bestehen insbesondere aus der Bündelung des Einkaufs und der Optimierung der Marketing- sowie Produktionssteuerung. Eingeleitete Maßnahmen in Form eines Wachstums- und Effizienzsteigerungsprogramm innerhalb der ONLINEPRINTERS-Gruppe bieten zukünftige Renditemöglichkeiten. Aus strategischer Sicht besteht auch weiterhin die Chance auf Wachstum durch anorganisches Wachstum in Form von M&A Aktivitäten, wie es in der Vergangenheit intensiv vom Teilkonzern Dänemark gelebt wurde. Der Markt wird dahingehend kontinuierlich sondiert. 3. Gesamtaussage Die Geschäftsleitung bewertet die Entwicklung der ONLINEPRINTERS-Gruppe im Kontext der Herausforderungen des Geschäftsjahres 2023 als positiv. Trotz eines geringeren Umsatzes stieg das bereinigte EBITDA auf einem neuen Höchstwert. Zudem wurde konsequent und zielgerichtet in die Zukunft investiert. Durch den Ausbau und die Weiterentwicklung der europäischen Onlineshops sowie die stetige Erweiterung und Verbesserung des Maschinenparks hat die ONLINEPRINTERS-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2023 optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Diese Grundlage ermöglicht es in Zukunft, nicht mehr nur im Ergebnis, sondern auch wieder in den Umsätzen ein Wachstum zu verzeichnen. 4. Prognosebericht a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % aus. Wachstumsimpulse dürften vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die Inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden schrittweise überwunden und führen in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums. Dies hat indirekt Auswirkungen auf B2B Umsätze der Gruppe, da diese sich an Endkunden und somit den privaten Sektor richten. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften. 24 Bei den Verbraucherpreisen erwartet die Bundesregierung einen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringeren Anstieg um nur noch 2,8 %. Nach zwei Jahren mit für deutsche Verhältnisse sehr hohen Inflationsraten rückt eine Rückkehr zum Inflationsziel der EZB von zwei Prozent somit bereits deutlich näher. 25 Bei der Erwerbstätigkeit geht die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt von einem Anstieg um 110.000 Personen aus. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt leicht um 85.000 auf rund 2,7 Millionen Personen steigen. 26 Die Wachstumsaussichten für das Jahr 2024 in Dänemark erscheinen zunächst positiv. Für 2024 wird mit einer Steigerung des BIP um 2,4 % gerechnet, während für 2025 mit einem Wachstum von 1,4 % gerechnet wird. Betrachtet man die Entwicklung aber etwas genauer, bezieht sich der Großteil dieses Wachstums auf die Pharma-Branche und die Wieder-Eröffnung der Gasförderung in der Nordsee, welche seit 2019 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war. Um diese zwei Effekte bereinigt reduziert sich das BIP 2024 von 2,4 % auf nur noch 0,8 %. 27 Die Inflation soll sich auf 1,7 % in 2024 bzw. 2,2 % in 2025 reduzieren. 28 In Schweden wird für 2024 mit einem im Vergleich zu Dänemark leicht geringeren Wachstum von 0,2 % gerechnet. Die Inflation schätzt man ähnlich wie in Dänemark mit 1,7 % in 2024 und 1,9 % in 2025. 29 Im Vereinigten Königreich hat der Vorwahlkampf begonnen, was einen positiven Effekt auf den Druck-Markt haben wird. Angesichts schwacher Konjunktur und der bevorstehenden Unterhauswahlen 2024 sendet Finanzminister Jeremy Hunt darüber hinaus mit Steuersenkungen positive Signale an Unternehmen und Verbraucher. Im Zentrum der Ankündigungen stand die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge um zwei Prozentpunkte auf 10 Prozent sowie die Verstetigung des "Full Expensing". 30 Das britische Parlament erwartet für 2024 ein Wachstum von 0,7 %. 31 Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. Nach einem Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,5 % erwartet man für 2024 in der EU ein Wachstum von 0,9 % und im Euro-Währungsgebiet 0,8 %. Für 2025 wird von Wachstumsraten von 1,7 % (EU) und 1,5 % (Euro-Währungsgebiet) ausgegangen. Die Inflation verzeichnet in der Prognose ebenfalls einen Rückgang. In der EU insgesamt dürfte der harmonisierte Verbraucherpreisindex von 6,3 % im Jahr 2023 auf 3,0 % im Jahr 2024 und 2,5 % im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2024 abschwächen. 32 Diese Prognose ist angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und der Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten mit Unwägbarkeiten behaftet. Der Anstieg der Frachtkosten infolge der Unterbrechungen des Handels auf dem Seeweg über das Rote Meer dürfte sich nur geringfügig auf die Inflation auswirken. Bei weiteren Störungen sind jedoch neue Versorgungsengpässe nicht auszuschließen, die die Produktion bremsen und die Preise in die Höhe treiben könnten. Etwaige binnenwirtschaftliche Risiken für das Basis-Wachstums- und Inflationsszenario hängen davon ab, ob die Entwicklungen bei Verbrauch, Lohnzuwächsen und Gewinnmargen die Erwartungen über- oder untertreffen. Ferner spielen die künftige Höhe und Dauerhaftigkeit der Zinssätze eine wichtige Rolle. Auch Klimarisiken und die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse stellen nach wie vor eine Bedrohung dar. 33 Die Geschäftserwartungen fielen im Januar kalender- und saisonbereinigt pessimistischer aus als im Vormonat, mit 88,9 Punkten lag der kalender- und saisonbereinigte Index rund 2,1 Prozent unter dem Vormonats- und 4,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nur 6 Prozent der Unternehmen gaben an, eine signifikante Besserung ihrer Geschäftslage in den nächsten 6 Monaten zu erwarten, während rund 35 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Die Mehrzahl der Befragten (59 Prozent) geht jedoch von einer Seitwärtsbewegung der Geschäftslage in den nächsten 6 Monaten aus. 34 Die ONLINEPRINTERS-Gruppe erwartet trotz durchwachsener wirtschaftlicher Prognosen einen Anstieg des Geschäftsvolumens im Jahr 2024. 24 Jahreswirtschaftsbericht 2024, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 25 Jahreswirtschaftsbericht 2024, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 26 Jahreswirtschaftsbericht 2024, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 27 https://www.reuters.com/markets/europe/danish-central-bank-raises-2024-gdp-forecast-novo-nordisk-gas-field-restart-2024-03-20/ Abruf vom 17.04.2024 28 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/denmark/economic-forecast-denmark_en Abruf vom 13.04.2024 29 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/sweden/economic-forecast-sweden_en Abruf vom 13.04.2024 30 https://www.gtai.de/de/trade/vereinigtes-koenigreich/wirtschaftsumfeld/mit-steuersenkungen-in-den-vorwahlkampf-244994 Abruf vom 27.03.2024 31 https://researchbriefings.files.parliament.uk/documents/SN02784/SN02784.pdf Abruf vom 13.04.2024 32 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/economic-forecast-euro-area_en Abruf vom 13.04.2024 33 https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_24_730 Abruf vom 27.03.2024 34 https://www.bvdm-online.de/pressemitteilungen/detail/bvdm-konjunkturtelegramm-januar-2024 Abruf vom 16.04.2024 b) Entwicklung im Konzern Insbesondere aufgrund der ständigen Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette sowie der Erweiterung der Absatzmärkte in Form der noch anhaltenden Konsolidierung der Druckereibranche, sieht die Gruppe weiterhin gute Wachstumspotenziale, auch durch mögliche weitere strategische Akquisitionen, und beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns grundsätzlich als positiv. Obwohl die Stimmungslage im Allgemeinen in der Druck- und Verpackungsbereich eher neutral ist, gibt es Wachstumspotenziale in verschiedenen Spezial-Branchen, wie beispielsweise im Onlineprinting oder dem Non-Paper Business. Das Wachstum wird auch weiterhin organisch in den bestehenden Märkten und ggf. durch weitere Akquisitionen erfolgen. Basierend auf den Ausführungen im Chancenbericht erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 11 % und einen Anstieg des bereinigten EBITDA auf 52 Mio. EUR. Grund hierfür ist eine Wachstumsstrategie, welche die ONLINEPRINTERS-Gruppe über den Erwartungen des Marktes wachsen lässt. Da die Einschätzungen aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die Inflationsbekämpfung, die globale Weltlage (Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten), und die Geschäftsaktivitäten der ONLINEPRINTERS-Gruppe stark ermessensbehaftet sind, kann die tatsächliche Entwicklung der Gruppe von der Prognose abweichen.
Fürth, den 18. Juni 2024 OP
HoldCo GmbH
Sascha Krines Tobias Volgmann Roland Keppler Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023Inhalt Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 1. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1 Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards 2.2 Schätzungen und Ermessensspielräume 2.3 Konsolidierungsgrundsätze 2.4 Unternehmenszusammenschlüsse 2.5 Währungsumrechnung 2.6 Ertragsrealisierung 2.7 Zinserträge und -aufwendungen 2.8 Ertragsteuern 2.9 Sachanlagen 2.10 Immaterielle Vermögenswerte 2.10.1 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte 2.10.2 Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte 2.10.3 Geschäfts- und Firmenwert 2.11 Leasingverhältnisse 2.12 Vorräte 2.13 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 2.14 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.15 Rückstellungen 2.16 Finanzinstrumente 2.17 Zuwendungen der öffentlichen Hand 3. Erläuterungen zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Struktur der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Erträge aus aktivierten Eigenleistungen des Konzerns 3.2 Sonstige betriebliche Erträge 3.3 Materialaufwand 3.4 Personalaufwand 3.5 Abschreibungen 3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.7 Finanzergebnis 3.8 Wertminderungsaufwand (Wertaufholung) auf finanzielle Vermögenswerte 3.9 Ertragsteuern 3.10 Zuwendungen der öffentlichen Hand 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 4.2 Geschäfts- oder Firmenwerte 4.3 Sonstige Vermögenswerte 4.3.1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.3.2 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 4.4 Vorräte 4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.6 Ertragsteuerforderungen 4.7 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 4.8 Eigenkapital 4.9 Finanzschulden 4.10 Sonstige Verbindlichkeiten 4.10.1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.10.2 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.11 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.13 Sonstige Rückstellungen 5. Rechtsstreitigkeiten 6. Haftungsverhältnisse 7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 8. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente 9. Finanzderivate und Risikomanagement 9.1 Finanzwirtschaftliche Risiken 9.2 Kreditrisiko 9.3 Markt- und Währungsrisiken 9.4 Zinsrisiko 9.5 Liquiditätsrisiko 10. Sonstige Angaben 10.1 Personal/Beschäftigte 10.2 Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB 11. Organe der Gesellschaft Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres
Konzernbilanz Zum 31. Dezember des jeweiligen GeschäftsjahresAKTIVA
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 20231. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung Die OP HoldCo GmbH ist das Mutterunternehmen der Onlineprinters Gruppe mit Sitz in Deutschland und gleichzeitig Tochterunternehmen der Postulo S.à r.l. mit Sitz in Strassen, Luxemburg. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Mutterunternehmens lautet Dr.-Mack-Str. 83, 90762 Fürth. Das Mutterunternehmen ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der HRB 15996 eingetragen. Der Konzernabschluss der OP HoldCo GmbH umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als die "Gruppe", "Konzern" oder "ONLINEPRINTERS" bezeichnet). Der Konzern ist eine führende Online-Plattform für individualisierte B2B Sales & Marketing-Produkte. Gegenstand des Konzerns ist die Herstellung und der Vertrieb von Druckerzeugnissen für Unternehmen und Privatpersonen in Deutschland, im EU-Ausland sowie in Drittländern. Die Gruppe ist schwerpunktmäßig als sogenannte Onlinedruckerei tätig. Sie produziert somit Druckaufträge nach Kundenvorgaben an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Polen und Spanien, wobei Bestellungen über diverse europäische Webshops der Onlineprinters-Gruppe eingehen und die Druckdaten durch die Kunden online übermittelt werden. Der Onlinedruckbereich erwirtschaftet nahezu den gesamten Umsatz der Gruppe. Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde vom Unternehmensbeirat am 26. Juli 2023 zur Veröffentlichung genehmigt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie annahmen- und schätzsensitive Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der vorliegende Konzernabschluss der OP HoldCo GmbH wurde unter der ergänzenden Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren. Der Konzernabschluss umfasst 12 Monate und endet am 31. Dezember 2023. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.1 Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards Der Konzern hat den vorliegenden Abschluss nach den Regelungen der IFRS aufgestellt. Hierbei wurden alle in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2023 anzuwendenden IFRS Rechnungslegungsvorschriften angewendet. Die nachfolgenden neuen, vom IASB veröffentlichten Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen, die zum 1. Januar 2023 erstmalig anzuwenden waren, sind bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses berücksichtigt worden, haben jedoch keine Auswirkungen oder sind unwesentlich. Standards, die in Geschäftsjahren nach dem 31. Dezember 2023 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind, wurden nicht vorzeitig angewendet. Zum Teil steht für sie die Übernahme durch die EU (Endorsement) noch aus. Grundsätzlich werden neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen vom Konzern nicht vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens in der EU angewendet:
2.2 Schätzungen und Ermessensspielräume In bestimmten Fällen ist es erforderlich, annahmen- und schätzsensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Dabei verwendet ONLINEPRINTERS immer die bestmögliche Schätzung, die jedoch in der Zukunft ggf. anzupassen ist. ONLINEPRINTERS weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Prämissen bezogen, wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten wirksam. Sowohl Schätzungen als auch die zugrundeliegenden Annahmen werden deshalb laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in Übereinstimmung mit IAS 8 (Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen) prospektiv erfasst. Für eine genaue Erläuterung zu den Schätzungen und Annahmen siehe die Beschreibung in den jeweiligen Abschnitten. Da der Zeitraum von Bestellung zu Auslieferung des Druckerzeugnisses in der Regel zwischen einem und drei Tagen liegt, ist der zeitraumbezogen zu erfassende Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen in der Regel unwesentlich. Der ONLINEPRINTER Konzern bilanzierte aufgrund dieses kurzen Zeitraumes ihre unfertigen und fertigen Druckerzeugnisse bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 bei Gefahrenübergang mit der Auslieferung der Druckerzeugnisse. Ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt die Bilanzierung zeitraumbezogen. Durch diese Umstellung erfolgt nun auch der Ausweis gemäß IFRS 15 in Form der Bilanzposition "Vermögenswerte aus Kundenverträgen" und "Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen". Siehe auch 2.6 Ertragsrealisierung. Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte: Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Dazu gehört ein Bewertungsteam, das die allgemeine Verantwortung für die Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert durchführt. Das Bewertungsteam führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Bewertungsteam die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, der diese Bewertungen zuzuordnen sind. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet: Stufe 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den nachstehenden Aufstellungsgrundsätzen enthalten. 2.3 Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der OP HoldCo GmbH und die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Abschlüsse des Mutter- und der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. In den Konzernabschluss sind die OP HoldCo GmbH sowie alle Tochtergesellschaften, über die die OP HoldCo GmbH gemäß den Regelungen des IFRS 10 eine mittelbare oder unmittelbare Beherrschung ausübt, einbezogen. Die OP HoldCo GmbH beherrscht ein Beteiligungsunternehmen im Sinn des IFRS 10, sofern sie Verfügungsgewalt über dieses hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen dieser Gesellschaften partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben wurde, werden ab dem Tag, an dem die OP HoldCo GmbH die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns erfasst. Alle konzerninternen Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen des Konzernabschlusses eliminiert. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende Unterschiede werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern gemäß IAS 12, wobei aktive und passive latente Steuern saldiert werden, wenn Fristigkeit und Steuergläubiger übereinstimmen. Konsolidierungskreis: In den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2023 sind neben der OP HoldCo GmbH als oberstem Mutterunternehmen 7 inländische und 15 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die OP HoldCo GmbH in Übereinstimmung mit IFRS mittelbare oder unmittelbare Beherrschung ausüben kann. Der Konsolidierungskreis ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Im Jahr 2023 wurde außerdem beschlossen, den Teilkonzern UK zu restrukturieren. Hierfür wurden bereits im gleichen Jahr Vermögenswerte von den drei Einzelgesellschaften Solopress Ltd., AC Priest Ltd. und ASAP Print Ltd. auf die Gesellschaft AGA Print Ltd. übertragen. Zum 26. März 2024 wurden diese drei Gesellschaften geschlossen. 2.4 Unternehmenszusammenschlüsse Grundsätzlich werden Unternehmenszusammenschlüsse unter Anwendung der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durch Verrechnung der Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen mit dem neu bewerteten anteiligen Nettoreinvermögen bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbs mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren wie folgt.
Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert, der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschluss erworbenen anteiligen Vermögenswerte und Schulden. Jeder entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Jeglicher Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird nach erneuter Überprüfung der Wertansätze der erworbenen Vermögenswerte und Schulden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Transaktionskosten, die unmittelbar aus dem Unternehmenserwerb entstehen, werden sofort als Aufwand erfasst. 2.5 Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der OP HoldCo GmbH, aufgestellt. Die funktionale Währung eines Tochterunternehmens entspricht der jeweiligen Landeswährung. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet. In den Folgeperioden werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Hieraus resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu jedem Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs geführt. Die Gesamtergebnisrechnung sowie die Kapitalflussrechnung werden mit Durchschnittskursen in Euro umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen, soweit die Währungsumrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist. Der Währungsumrechnung des Konzerns liegen die folgenden Wechselkurse für 2023 und 2022 zugrunde:
2.6 Ertragsrealisierung Der Konzern erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen durch den Verkauf von Druckerzeugnissen. Der Verkauf der Erzeugnisse erfolgt im Wesentlichen direkt an Geschäftskunden (B2B-Geschäft), aber auch an Privatpersonen. Da die Druckerzeugnisse kundenspezifisch sind, weisen diese für den Konzern keinen alternativen Nutzen auf, sodass beim Vorliegen eines durchsetzbaren Rechts auf Bezahlung der erbrachten Leistungen, welches beim Kaufvertrag vorliegt, die Umsatzerlöse zeitraumbezogen erfasst werden. Der Kaufpreis ist in der Regel bereits vorab bezahlt bzw. spätestens innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig. Wesentliche Finanzierungskomponenten liegen vor diesem Hintergrund nicht vor. Der Transaktionspreis ergibt sich auf Basis des vertraglich vereinbarten Kaufpreises unter Berücksichtigung verschiedener variabler Gegenleistungen in Form von Preisnachlässen, deren Schätzung regelmäßig nicht begrenzt ist und die vom Unternehmen auf Basis von Erfahrungswerten berücksichtigt werden. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 erstmals seine unfertigen Erzeugnisse nach dem Fertigstellungsgrad (Umsatzlegung über einen Zeitraum, "over a period of time") bewertet. Bei der Auftragsfertigung unserer Produkte ist der Konzern der Auffassung, dass der Kunde die gesamten laufenden Arbeiten während der Produktherstellung steuert. Bei diesen Verträgen werden Produkte nach Kundenspezifikationen hergestellt und wenn ein Vertrag vom Kunden gekündigt wird, hat der Konzern Anspruch auf Erstattung der bisher entstandenen Kosten, einschließlich einer angemessenen Marge. Die Wesentlichkeitsanalyse wurde am Stand der unfertigen Erzeugnisse der letzten drei Abschlussstichtage für die gesamte Gruppe erstellt, wie in folgender Tabelle zu sehen ist:
Bei der Ermittlung der Maximaleffekte wurden dabei folgende Annahmen getroffen: Durch die Neubewertung nach dem Fertigstellungsgrad zum Jahresende 2023 ist ein werterhöhender Effekt in Höhe von 49 % (DE) und 26 % (DK) auf Unfertige Erzeugnisse gegenüber der alten Bewertungsmethode entstanden. Im Schnitt sind nach Jahresende unfertige Erzeugnisse bei einem Fertigstellungsgrad von rund 75 %. Diese Annahme ist schon sehr hoch. Höhere Fertigstellungsgrade am Jahresende sind nicht anzunehmen, da zwischen dem Fertigstellungsgrad 75 % und 100 % keine Zwischenstände mehr existieren. Diese Annahme wurde auch für die Wesentlichkeitsanalyse der Vorjahre 2021 und 2022 getroffen. In Summe kommt die OP Group damit auf folgende Maximaleffekte über einen Zeitraum der letzten drei Jahresabschlussstichtage:
Dieser Effekt ist weder für die Position Unfertige Erzeugnisse noch für die Position Umsätze bzw. Bestandsveränderungen wesentlich. Somit wird diese Änderung prospektiv nach IAS 8.8 angewandt. 2.7 Zinserträge und -Aufwendungen Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. 2.8 Ertragsteuern Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind. a. Tatsächliche Steuern Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die zuständige Steuerbehörde erwartet wird. Dabei werden auch offene Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten für Vorperioden berücksichtigt. Bei der Ermittlung werden die jeweils geltenden Regelungen der lokalen Steuergesetze angewendet. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. b. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der jeweiligen Vermögenswerte und Schulden (sog. Temporary-Konzept) sowie für steuerliche Verlust- und Zinsvorträge gebildet. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlust- und Zinsvorträge werden dabei nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile realisiert werden. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist daher eine Schätzung des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens notwendig. Ebenso ist eine Steuerplanungsstrategie erforderlich. Dazu sind die zukünftig geplanten steuerpflichtigen Einnahmen auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen zu ermitteln. Die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuer wird an jedem Abschlussstichtag geprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse verbessert. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. 2.9 Sachanlagen Die Sachanlagen werden gemäß IAS 16.30 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten einer Sachanlage umfassen nach IAS 16.15 f. den Erwerbspreis und alle direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Rabatte, Skonti oder Boni werden vom Kaufpreis abgezogen. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage - wesentlich und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie planmäßig linear ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der jeweiligen Komponente. Restwerte werden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt. Soweit relevant, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswerts sowie die Wiederherstellung des Standorts. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen werden planmäßig linear und pro rata temporis über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung wird grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr und Vergleichsjahre von bedeutenden Sachanlagen betragen:
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Entstehen aus dieser Ausbuchung Gewinne oder Verluste, da der Nettoveräußerungserlös vom Buchwert abweicht, wird diese Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Restbuchwerte von Vermögenswerten, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerplanmäßige Wertminderungen gemäß IAS 36 werden vorgenommen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag ist hierbei der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Fair Value) und dem Nutzungswert. Beim Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten außerplanmäßigen Wertminderungen erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Die Höhe einer solchen Zuschreibung ist jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt. 2.10 Immaterielle Vermögenswerte Bei immateriellen Vermögenswerten wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Außer dem Geschäfts- oder Firmenwert liegen im ONLINEPRINTERS Konzern keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die geschätzte Nutzungsdauer analog dem Vorgehen bei den Sachanlagen abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Die geschätzten Nutzungsdauern betragen:
Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden für immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes verändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen stellen die Änderung einer Schätzung dar. Ebenso werden immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Goodwill) gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald ein Anhaltspunkt vorliegt, dass sie wertgemindert sein könnten. Hierbei ist der Buchwert des immateriellen Vermögenswerts seinem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag ist hierbei der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Fair Value) und dem Nutzungswert. Sofern der erzielbare Betrag geringer als der Buchwert ist, ist in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Beim Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten außerplanmäßigen Wertminderungen erfolgt eine entsprechende Zuschreibung (nicht für Goodwill). Die Höhe einer solchen Zuschreibung ist jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt. Nachträgliche Ausgaben werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des Vermögenswertes, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle sonstigen Ausgaben, inklusive der Ausgaben für einen selbst geschaffenen Geschäfts- oder Firmenwert und selbst geschaffene Markennamen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. 2.10.1 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte Im gesamten ONLINEPRINTERS Konzern werden intensive Entwicklungstätigkeiten ausgeführt. Entwicklungsausgaben werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Sonstige Entwicklungsausgaben werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Nach IAS 38.65 entsprechen die Herstellkosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswertes der Summe der Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, ab der der immaterielle Vermögenswert die Ansatzkriterien erstmals erfüllt. Die Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerts umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist (IAS 38.66). In diesem Zusammenhang sind Ausgaben für einen immateriellen Posten, die ursprünglich als Aufwand erfasst wurden, zu einem späteren Zeitpunkt nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines immateriellen Vermögenswerts anzusetzen (IAS 38.71). Forschungstätigkeiten fallen im Konzern nicht an. 2.10.2 Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses vom Konzern entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. 2.10.3 Geschäfts- und Firmenwert Ein im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als aktiver Unterschiedsbetrag der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich der übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens ergeben. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen fortgeführt. Wertminderungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts würden sich aus dem jährlichen Wertminderungstest ergeben. Bei dem Vorliegen von "triggering events" wird analog ein außerplanmäßiger Wertminderungstest durchgeführt. Bei einem solchen Wertminderungstest wird die Wertminderung durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use). Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereiches berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwertes wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereiches und des Wertes des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. 2.11 Leasingverhältnisse Alle Leasingverhältnisse, die der ONLINEPRINTERS Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IFRS 16 bilanziert. Dabei nutzt der Konzern die Ausnahmeregelungen des IFRS 16.5 ("short term leases" and "low value asset leases") und wendet demzufolge nicht die Anforderungen des IFRS 16.22-49 für diese Leasingverhältnisse an. Bei Abschluss einer Vereinbarung stellt der Konzern fest, ob eine solche Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält eine Leasingvereinbarung, wenn dieser das Nutzungsrecht eines identifizierten Vermögenswertes gegen die Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. ONLINEPRINTERS nutzt dabei die Leitlinien nach IFRS 16 B9-B31 zur Beurteilung, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Bei Abschluss einer Vereinbarung, die ein Leasingverhältnis enthält, teilt der Konzern die zu zahlenden Entgelte den entsprechenden Leasingkomponenten gemäß IFRS 16.12-15, unter Berücksichtigung von deren jeweiligen Einzelveräußerungspreisen, zu. Bei Leasingverhältnissen von Grund/Boden und Gebäuden, in denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, hat sich der Konzern dazu entschlossen, die nicht zum Leasingverhältnis gehörenden Komponenten nicht zu trennen und diese gemeinsam mit allen anderen im Leasingverhältnis enthaltenen Komponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bewerten. Gemäß IFRS 16.22-24 bewertet ONLINEPRINTERS das Nutzungsrecht eines Vermögenswerts und die Leasingverbindlichkeit zu Beginn der Vertragslaufzeit. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet, welche die folgenden Beträge enthalten:
Das Nutzungsrecht wird anschließend nach IFRS 16.29-32 planmäßig ab Vertragsbeginn bis zum Ende der Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder dem Ende der Vertragslaufzeit abgeschrieben, je nachdem welcher der beiden Zeitpunkte früher eintritt. Liegt eine Kaufoption vor, ist das Nutzungsrecht über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes abzuschreiben, wenn hinreichend sicher ist, dass die Kaufoption ausgeübt wird. Die Leasingverbindlichkeit wird gemäß IFRS 16.26-27 am Bereitstellungsdatum des Leasinggegenstandes mit dem Barwert, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet. In den Fällen, in denen der dem Leasingverhältnis zugrunde gelegte Zinssatz nicht bekannt ist, wendet ONLINEPRINTERS aus Wesentlichkeitsgründen einen Grenzfremdkapitalzins an. Der Zinssatz wird dabei laufend auf Änderungen von Marktgegebenheiten überwacht und gegebenenfalls angepasst. Leasingzahlungen, die nach IFRS 16.27 in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit mit einbezogen wurden, enthalten folgendes:
Leasingverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert. Sie werden neu bewertet, falls sich eine zukünftige Änderung der Leasingzahlungen aus der Änderung eines Index oder eines Kurses ergibt, wenn sich der aus einer Restwertgarantie zu zahlende Betrag laut der Schätzung des Konzerns ändert oder falls sich die Einschätzung des Konzerns in Hinblick auf die Nutzung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Beendigungsoption ändert. Diese Regelungen entsprechen denen der IFRS 16.36, 40 und 42. Falls sich die Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16.39 auf diese Art und Weise ändert, wird eine entsprechende Änderung auch am Buchwert des Nutzungsrechts vorgenommen. Falls der Buchwert des Nutzungsrechts bereits null beträgt, wird die Änderung über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach IFRS 16.47-48 erfasst der Konzern alle Nutzungsrechte von Vermögenswerten, die nicht die Definition von Investitionsobjekten erfüllen, unter den "Sachanlagen" und Leasingverbindlichkeiten unter "sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" in der Bilanz. Die Leasinglaufzeit eines Vertrags wird in Einklang mit IFRS 16.18-21 bestimmt. 2.12 Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.Anschaffungskosten werden im Konzern auf Basis der Methode des gleitenden Durchschnittspreises und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der an den auf der normalen Kapazität der Produktionsanlage basierenden notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. 2.13 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks und Bestände bei Online-Bezahldiensten. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verfügungsbeschränkungen auf Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. 2.14 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem versicherungsmathematischen Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Hierzu werden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens- oder Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen und werden über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt und anschließend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Plankürzungen und außerordentlichen Planabgeltungen werden im Personalaufwand erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird erfolgswirksam als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne liegt im ONLINEPRINTERS Konzern nur in Bezug auf eine Entgeltumwandlungszusage ein entsprechendes Planvermögen vor. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie Erträge aus Planvermögen werden als Nettozinsaufwand unter Anwendung des Rechnungszinssatzes der Verpflichtung im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Post-Employment-Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 entsprechend bewertet. Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen werden zuzüglich des Barwerts verfügbarer Rückerstattungen und der Verminderung künftiger Beitragszahlungen erfasst. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Aufgrund sich ändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen, insbesondere im Zinsbereich, können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen der Annahmen. Diese werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. 2.15 Rückstellungen Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen angesetzt, soweit gegenüber Dritten gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem vergangenen Ereignis bestehen, die künftig wahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit >50 %) zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Sind die Ansatzkriterien für Rückstellungen nicht erfüllt, so wird unter bestimmten Voraussetzungen eine Eventualschuld im Anhang angegeben. Rückstellungen werden mit der bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben bewertet. Der bestmöglich geschätzte Betrag ist der Betrag, den ONLINEPRINTERS bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag oder zur Übertragung der Verpflichtung auf einen Dritten zahlen müsste. Rückstellungen werden zum Barwert angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich ist. Hierzu werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die aktuellen Markterwartungen sowie die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Zinseffekte werden als Zinsaufwand erfasst. Sofern der Konzern für einen Sachverhalt, für den eine Rückstellung gebildet wurde, teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Rückstellungen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und angepasst, damit sie die bestmögliche Schätzung widerspiegeln. Wenn es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass mit der Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen verbunden ist, ist die Rückstellung entsprechend aufzulösen. Darüber hinaus ist eine Rückstellung nur für diejenigen Ausgaben zu verbrauchen, für die sie ursprünglich gebildet wurde. 2.16 Finanzinstrumente Entsprechend IAS 32.11 sind alle Verträge Finanzinstrumente, welche bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Der erstmalige Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert. Klassifizierung und Bewertung: Für finanzielle Vermögenswerte erfolgt eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert". Eine Zuordnung zu den drei Kategorien erfolgt auf Basis des Geschäftsmodells von ONLINEPRINTERS zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerte. Unter der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" werden alle finanziellen Vermögenswerte zusammengefasst, deren Geschäftsmodell mit der Zielsetzung verknüpft ist, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen (Geschäftsmodell: "Halten"). Ebenso müssen die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts so ausgestaltet sein, dass es zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen kommt, welche ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (SPPI - Kriterium "Zahlungsstrombedingung"). Bei ONLINEPRINTERS stellen finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Forderungen dar. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Die erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ist für finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, welche das Ziel haben, die Zahlungsströme durch Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungen als auch durch Verkauf zu realisieren (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen"). Gleichzeitig müssen die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts so ausgestaltet sein, dass es zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen kommt, welche ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen (Kriterium: Zahlungsstrombedingung). Gegenwärtig hält ONLINEPRINTERS keine finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten wären. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind solche, die zu Handelszwecken gehalten werden, auf Basis deren beizulegenden Zeitwert gesteuert werden oder aber die Zahlungsströme durch Verkäufe maximiert werden. Im Falle von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumenten werden Transaktionskosten unmittelbar in der Periode ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Es handelt sich um eine Residualkategorie, unter welche alle finanziellen Vermögenswerte eingeordnet werden, welche weder dem Geschäftsmodell "Halten" noch "Halten und Verkaufen" zugeordnet werden können (Geschäftsmodell: "Handel/Sonstige"), sowie Vermögenswerte, für welche die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt wird. "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" werden auch solche finanziellen Vermögenswerte eingestuft, für welche beim erstmaligen Ansatz die "Fair-Value-Option" ausgeübt wird. Gegenwärtig hält ONLINEPRINTERS keine finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet würden. Eigenkapitalinstrumente werden unter IFRS 9 grundsätzlich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Beim erstmaligen Ansatz einer Finanzinvestition in ein Eigenkapitalinstrument, welches nicht zu Handelszwecken sondern als langfristiges strategisches Investment gehalten wird, besteht nach IFRS 9 ein unwiderrufliches Wahlrecht, die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen ("FVOCI-Option"). In diesem Fall erfolgt die Klassifizierung in der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert". Dividenden werden erfolgswirksam abgebildet. Darüber hinaus erfolgt keine Ausgliederung der im Eigenkapital erfassten Fair Value Änderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Abgang des Eigenkapitalinstruments. Die Klassifizierung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten". Im ONLINEPRINTERS Konzern sind derzeit keine finanziellen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sofern beim erstmaligen Ansatz die "Fair-Value-Option" ausgeübt wird, erfolgt die Kategorisierung "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert". Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bestimmt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments spiegelt den Wert wider, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Der beizulegende Zeitwert entspricht, sofern vorhanden, den Preisnotierungen auf einem aktiven Markt. Wenn kein solcher Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels Bewertungsmodellen unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen, welche aus dem Instrument heraus entstehen, auslaufen oder aber die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei Anpassungen von Kreditbedingungen oder Prolongationen von Laufzeiten wird im Konzern validiert, ob es sich hierbei um substanzielle Modifikationen im Sinne des IFRS 9 handelt. Derivative Finanzinstrumente sind in der Gruppe als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten in der Bilanz anzusetzen, unabhängig vom Zweck. Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente wird durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz sowie mittels weiterer gängiger finanzmathematischer Methoden, wie beispielsweise Optionspreismodellen, ermittelt. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten ohne Optionscharakter ist bei erstmaliger Bilanzierung unter marktgerechten Konditionen null. Optionen werden initial mit dem Zeitwert (entspricht der gezahlten oder erhaltenen Prämie) erfasst. Im Rahmen der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden kontrahentenspezifische Kreditrisiken berücksichtigt. Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien wurden nicht vorgenommen. IFRS 9 sieht vor, dass für alle Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften erwartete Verluste zu erfassen sind. Die Höhe der Verlusterfassung sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen sich dabei anhand der Zuordnung des Instruments in die jeweiligen unten aufgeführten Stufen. Nach dem generellen Wertminderungsmodell (auch "general approach") erfolgt eine Ermittlung der Wertänderungshöhe auf Basis der folgenden drei Stufen: Stufe 1: Alle relevanten Instrumente werden zunächst der Stufe 1 zugeordnet. Der Barwert der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate ("12-month expected credit loss") nach Abschlussstichtag ist aufwandswirksam zu erfassen. Die Erfassung der Zinsen erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts. Folglich erfolgt die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Basis des Buchwerts vor Berücksichtigung der Risikovorsorge. Stufe 2: Hierunter fallen alle Instrumente, welche seit Ersterfassung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos ausgesetzt sind, wie der Übertritt des Geschäftspartners vom Investment Grade zum Spekulative Grade Bereich oder Überfälligkeiten aus Zahlungen der finanziellen Forderungen. Die Wertminderung entspricht dem Barwert der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen über die Restlaufzeit des Instruments ("lifetime expected credit loss"). Die Erfassung der Zinsen erfolgt analog zu Stufe 1. Stufe 3: Sofern neben einem erhöhten Ausfallrisiko ein objektiver Hinweis auf Wertminderung eines Instrumentes vorliegt, erfolgt die Bemessung der Wertminderung ebenfalls auf Basis des Barwerts der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen über die Restlaufzeit. Die Erfassung der Zinsen ist in den darauffolgenden Perioden so anzupassen, dass der Zinsertrag auf Basis des Nettobuchwerts, und somit auf Basis des Buchwerts nach Berücksichtigung der Risikovorsorge, berechnet wird. In der Gruppe wird zu jedem Stichtag untersucht, ob für zu "fortgeführten Anschaffungskosten" bilanzierte Finanzinstrumente ein objektiver Hinweis für eine eingetretene Wertminderung vorliegt. Als Kriterien für eine Wertminderung werden Zahlungsverzüge oder Ausfälle der Schuldner, Hinweise einer bevorstehenden Insolvenz oder das Verschwinden eines aktiven Markts für ein Wertpapier aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verwendet. Ein Ausfallereignis liegt im ONLINEPRINTERS Konzern vor, wenn es als wahrscheinlich angesehen wird, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann oder wird. Darüber hinaus wird bei wesentlichen Zahlungsverzögerungen ein Ausfallereignis unterstellt. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wendet ONLINEPRINTERS das "12-month expected credit loss"-Modell der Stufe 1 an, da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Wesentlichen bei Banken mit Investmentgrade bzw. mit anlagewürdiger Bonität hinterlegt sind. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sieht IFRS 9 einen vereinfachten Ansatz zur Wertminderung ("simplified approach") vor, unter welchem für alle Instrumente unabhängig der Kreditqualität eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Folglich erfolgt für diese Finanzinstrumente keine Unterscheidung zwischen der Zuordnung in Stufe 1 oder Stufe 2 des Wertminderungsmodell nach IFRS 9. Ein Transfer auf Stufe 3 erfolgt, sofern objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Dabei werden die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über historisch beobachtbare Ausfallraten ("lifetime-expected credit losses") ermittelt und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in sieben Gruppen eingeteilt: Gruppe 1: nicht überfällig Gruppe 2: überfällig 1-30 Tage Gruppe 3: überfällig 31-60 Tage Gruppe 4: überfällig 61-90 Tage Gruppe 5: überfällig 91-120 Tage Gruppe 6: überfällig 121-180 Tage Gruppe 7: überfällig > 181 Tage Die Aktualisierung der Daten der Ausfallwahrscheinlichkeit erfolgt jährlich. Für den Konzern unterliegen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte den Wertminderungsvorschriften nach dem "simplified approach". Leasingforderungen sowie etwaige Finanzgarantien oder Kreditzusagen, welche unter die Wertminderungsvorschriften fallen würden, lagen bei ONLINEPRINTERS nicht vor. 2.17 Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendung erlangt wird und der Konzern alle damit verbundenen Bedingungen einhält. Unter Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum Beispiel Ertragszuschüsse oder Kurzarbeitergeld erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionen in Sachanlagen nach IAS 16 mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die die Zuwendung gewährt wurde. In den Folgeperioden werden Sachanlagen mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sie werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. 3. Erläuterungen zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Struktur der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Erträge aus aktivierten Eigenleistungen des Konzerns Der ONLINEPRINTERS Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Die Struktur der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 270.801 (Vj. TEUR 288.669) beziehen sich im Wesentlichen auf das Geschäft der Onlinedruckerei. Im Jahr 2023 kam es zu TEUR -1.968 Bestandsveränderungen (Vj. TEUR +384). Grund hierfür ist die Änderung der Bilanzierung bezüglich IFRS 15 (Wechsel von Ertragsrealisierung von "at a point in time" zu "over a period of time"). Siehe hierzu auch 2.6 Ertragsrealisierung. Des Weiteren erzielte der Konzern Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.397 (Vj. TEUR 993). 3.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen i. H. v. TEUR 3.101 (Vj. TEUR 1.083). Die sonstigen Erträge beinhalten als größte Posten Erlöse aus Kundenausbuchungen mit TEUR 392 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 264. Im Vorjahr waren es im Wesentlichen Erträge aus Mieten mit TEUR 388. 3.3 Materialaufwand Der Materialaufwand des Konzerns wird in folgender Tabelle dargestellt:
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten im Wesentlichen Papier, Druckplatten und Farben. 3.4 Personalaufwand Im Berichtsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 1.516 (Vj. 1.605) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Wie schon im Vorjahr nutzten zahlreiche Gesellschaften des Konzerns das Instrument der Kurzarbeit oder vergleichbare nationale Regelungen zum teilweisen Ersatz für den durch einen vorübergehenden Arbeitsausfall gekürzten oder entfallenden Lohn, siehe Abschnitt 3.10. In den Personalaufwendungen sind soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten.
Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Gesamtleistung) beträgt im Geschäftsjahr 2023 27 % (Vj. 26 %). 3.5 Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen stellen sich wie folgt dar:
3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die folgenden Positionen:
3.7 Finanzergebnis Im Folgenden wird die wesentliche Aufteilung des Finanzergebnisses dargestellt:
Im Zusammenhang mit den Aufwendungen der Darlehen in Höhe von TEUR 19.987 entstanden TEUR 867 aus der Bewertung der Darlehen mit der Effektivzinsmethode. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Währungsumrechnungen sowie Anpassungen aus Earn-Out-Verpflichtungen. Die Währungsumrechnungen betreffen vor allem das Wechselkurs-Paar GBP/EUR. 3.8 Wertminderungsaufwand (Wertaufholung) auf finanzielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Wertaufholung TEUR 83 (Vj. Wertaufholung TEUR 46). Diese stammt aus der Folgebewertung der Forderungsbestände. 3.9 Ertragsteuern
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind zudem sonstige Steuern in Höhe von TEUR -56 (Vj. TEUR -136) enthalten. Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 setzen sich wie folgt zusammen:
Die Überleitungsrechnung zwischen den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und dem rechnerischen Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 setzt sich wie folgt zusammen:
Die latenten Ertragsteuern setzen sich je Bilanzposition zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Im Folgenden wird die Überleitung der latenten Steuern dargestellt:
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland betrug 15,0 % für die Veranlagungszeiträume 2023 und 2022 zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,3 % im Jahr 2023 (Vj. 29,3 %). Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,3 % (Vj. 29,3 %) bewertet. Die angewandten sowie erwarteten lokalen Ertragssteuersätze für ausländische Gesellschaften betrugen 25,0 % (UK), 22,0 % (DK) und 25,0 % (ES). Sowohl die laufenden Steueraufwendungen als auch die zukunftsorientierte Bewertung der latenten Steuern werden mit diesen Steuersätzen bewertet. Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit sowie der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus der Umkehrung der Bewertungsunterschiede realisiert werden können. Bei den steuerlichen Verlustvorträgen, auf welche eine aktive latente Steuer gebildet wurde, geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die den aktivierten latenten Steuern zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragbar oder vereinzelt sogar rücktragbar. Die im Vorjahr ausgewiesenen aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge betreffen im Wesentlichen ausländische Konzerngesellschaften (DK). 3.10 Zuwendungen der öffentlichen Hand Der Konzern erhielt im Geschäftsjahr 2023 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von insgesamt TEUR 506 (Vj. TEUR 299). Die Zuwendungen waren im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich Auszahlungen in Form von Erstattungen von Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeträgen, die im Personalaufwand ausgewiesen wurden und somit zu einer Verringerung des Personalaufwands um TEUR 506 führten. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte
Im Geschäftsjahr 2023 gab es Zugänge durch Investitionen in die Sachanlagen in Höhe von TEUR 22.601 (Vj. TEUR 21.849). Die Zugänge bei den Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 17.338 (Vj. TEUR 16.218). Die Investitionen betreffen insbesondere die technischen Anlagen und Maschinen. Innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte ist der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 223.740 (Vj. TEUR 223.065) bilanziert. Des Weiteren enthalten die Immateriellen Vermögenswerte im Wesentlichen die Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. In dieser Position enthalten sind im Wesentlichen der aktivierte Markenname von Onlineprinters sowie aktivierte Kundenstämme, die aus dem Erwerb der Onlineprinters Holding GmbH in 2016, der "Solopress-Gruppe" in 2017, der "Lasertryk-Gruppe" in 2018 sowie des spanischen Copysell-Teilkonzerns in 2020 hervorgehen. 4.2 Geschäfts- oder Firmenwerte Der Geschäfts- oder Firmenwert entstand im Rahmen der erstmaligen Einbeziehung des deutschen Teilkonzerns (TK DE) in 2016, des englischen Teilkonzerns (TK UK) in 2017, des dänischen Teilkonzerns (TK DK) in 2018 sowie des im Geschäftsjahr 2020 erstmalig einbezogenen spanischen Teilkonzerns (TK ES) in den Konzernabschluss der OP HoldCo GmbH. Diese 3 Bereiche stellen somit auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) des ONLINEPRINTERS Konzerns dar. Diese Bereiche bilden auch die primären wirtschaftlichen Grundlagen und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben. Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Diese Überprüfung wurde erstmals zum 31. Dezember 2016 durchgeführt. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wird im Geschäftsjahr 2023 auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Für die Durchführung des Wertminderungstests für den Geschäfts- oder Firmenwert fungieren die drei Teilkonzerne als alleinige CGU, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig zugeordnet wurde. Die Klassifizierung der Teilkonzerne als CGU entspricht hierbei der niedrigsten Ebene innerhalb des Unternehmens, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGU ́s zum 31. Dezember 2023 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-)Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1 Ewige Rente Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des höheren Wertes aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Projektionen beruhen auf einem Vier-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, aktuelle vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen. Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten für die Bewertung der Teilkonzerne verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,8 % nach Steuern sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 7,30 %. Der allgemeine Länderrisikozinssatz für Großbritannien beträgt 0,6 %, für die restlichen beiden Teilkonzerne 0 %. Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuelle Beta-Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der ONLINEPRINTERS Gruppe sowie unter Berücksichtigung der Fremdkapitalkostensätze der Peer Group abgeleitet und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGU ́s wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind. Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Die durchgeführten Wertminderungstests bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- oder Firmenwerte. Änderungen der Terminal-Value-Wachstumsrate auf 0 oder der Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum auf 0 ergaben ebenso wenig Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf wie die Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes um 200 Basispunkte. 4.3 Sonstige Vermögenswerte Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
4.3.1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen die folgenden langfristigen Posten:
4.3.2 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
4.4 Vorräte Die Vorräte untergliedern sich wie folgt:
Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Veränderungen zum Vorjahr erklären sich durch die nach IFRS 15 angepassten Bilanzierungsmethoden. Details hierzu in Abschnitt 2.6 Ertragsrealisierung. 4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Angaben zu den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 oder zum 31. Dezember 2022 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 83 (Vj. TEUR 166). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Wertberichtigung (vgl. Kapitel 2.16) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Das maximale Kreditausfallrisiko der Forderungen beläuft sich auf den Buchwert des Forderungsbestands. In den Überfälligkeiten bis 30 Tage handelt es sich überwiegend um Rechnungsüberhänge zum Stichtag, deren Zahlungen bereits unterwegs sind. Weder hinsichtlich der wertgeminderten Forderungen noch des in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen ergaben sich am Abschlussstichtag Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 4.6 Ertragsteuerforderungen Die Steuerforderungen zum 31.12.2023 und zum 31.12.2022 stellen sich wie folgt dar:
Die Steuerforderungen beziehen sich dabei ausschließlich auf Ertragsteuern. Zur Entwicklung der aktiven latenten Steuern wird auf Kapitel 3.9 verwiesen. 4.7 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen Der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen ergibt sich zum Stichtag wie folgt:
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen und werden zum Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen wurden innerhalb des Konzerns im Berichtszeitraum und im Vorjahr nicht getätigt. 4.8 Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung, die als eigenständiger Abschlussbestandteil dargestellt ist. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital des ONLINEPRINTERS Konzerns beläuft sich auf TEUR 37 (Vj. TEUR 37) und ist vollständig einbezahlt. Die Höhe der Kapitalrücklage beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 27.296 (Vj. TEUR 27.296). Die Gewinnrücklagen belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR -41.920 (Vj. TEUR -36.857). Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit diese in die Rücklagen eingestellt wurden. Kumuliertes sonstiges Ergebnis Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen. Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis die Veränderungen hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19 enthalten. Anteile ohne beherrschenden Einfluss Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 104) beziehen sich mit TEUR 23 auf den Teil des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft OP Prop GmbH & Co. KG, Neustadt a. d. Aisch, und mit TEUR -8 auf den der dänischen Tochtergesellschaften Postworks AB sowie SPG Pack & Logistics A/S, die weder mittel- noch unmittelbar dem Konzern zurechenbar sind. 4.9 Finanzschulden Bei den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Überleitung Veränderung aus Finanzschulden
Die in der Tabelle dargestellte Überleitung der Veränderung der Finanzschulden ist in Anlehnung an die Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden beinhalten im Wesentlichen Zinsen. Die sonstige zahlungsunwirksame Veränderung bei den Schulden aus Maschinenfinanzierung sowie aus Mieten und sonstigem Leasing beinhaltet die nicht zahlungswirksame Erhöhung durch neue Verträge bzw. geänderte Verträge. Innerhalb der Finanzschulden sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (221.366 TEUR) besichert. Bei den hierfür gestellten Sicherheiten handelt es sich um Verpfändungen von Anteilen an der Onlineprinters GmbH, der Onlineprinters Produktions GmbH sowie der OP Prop GmbH & Co. KG sowie der OP UK BidCo Ltd. und der OP DK Holding ApS, Verpfändung von IP-Rechten, Sicherungsabtretung von Forderungen, der Verpfändung von Bankkonten sowie Maschinen. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen teilweise durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 4.10 Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich aus sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten zusammen. Sie stellen sich wie folgt dar:
4.10.1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten aus Maschinenfinanzierung, Verbindlichkeiten aus Mieten und sonstigem Leasing sowie Zinsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Maschinenfinanzierung sowie die Verbindlichkeiten aus Mieten und sonstigem Leasing unterliegen der Bilanzierung des IFRS 16.
Die Verbindlichkeiten aus Maschinenfinanzierung resultieren aus der Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen. Die Verbindlichkeiten aus Mieten und sonstigem Leasing gehen aus der Anmietung von Gegenständen wie Gebäude und KFZ hervor. Die Verbindlichkeiten aus Maschinenfinanzierung sowie Verbindlichkeiten aus Mieten und sonstigem Leasing sind diesbezüglich wie folgt fällig:
4.10.2 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten umfassen folgende wesentliche Positionen:
4.11 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im ONLINEPRINTERS Konzern existieren Pensionsverpflichtungen für nicht mehr aktive Personen aus dem Familienkreis der Gründer von ONLINEPRINTERS, welche in Deutschland bestehen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Für Sterblichkeit und Invalidität wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Für die Pensionen wird mit einer Duration von 22,9 Jahren gerechnet. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Diese Annahmen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde, die der ONLINEPRINTERS Konzern durch einen Versicherungsmathematiker hat vornehmen lassen. Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt: Bewertungsparameter DBO
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: GuV
Die Leistungszahlungen sind in den Personalkosten enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Folgende Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst: OCI
Für das Geschäftsjahr 2024 wird einem Nettozinsaufwand von TEUR 3 sowie mit Leistungszahlungen in Höhe von TEUR 0 gerechnet. Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2024 wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von TEUR 363 erwartet. Die Entwicklung des Fair Value des Planvermögens ist in folgender Tabelle dargestellt:
Beim Planvermögen handelt es sich im Wesentlichen um festverzinsliche Wertpapiere. Zum 31. Dezember 2024 wird mit einem Fair Value des Planvermögens in Höhe von TEUR 189 gerechnet. Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz. Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
Nach Schätzung sind im kommenden Jahr keine Arbeitgeberbeiträge an leistungsorientierte Versorgungspläne zu zahlen. Für die nächste Berichtsperiode werden keine Pensionszahlungen erwartet. 4.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 23.894 (Vj. TEUR 24.987). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten und umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. 4.13 Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden gebildet, sobald die betreffenden Umsatzerlöse realisiert wurden. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten der geschätzten Kosten zur Erfüllung der Gewährleistungsverpflichtung. 5. Rechtsstreitigkeiten Zur Absicherung rechtlicher Risiken arbeiten wir mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für sogenannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht. 6. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 lagen im Konzern keine Haftungsverhältnisse und Bürgschaften vor. 7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen In diesem Abschnitt werden Dienstleistungen, die Verkäufe an und Käufe von nahestehenden Unternehmen und Personen aufgezeigt. Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden nicht konsolidierte Tochterunternehmen bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik von ONLINEPRINTERS ausüben. Letztere umfassen alle Personen in Schlüsselpositionen sowie deren nahe Familienangehörige. Im ONLINEPRINTERS-Konzern sind dies die Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats. In der nachfolgenden Tabelle sind alle Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ausgewiesen. Diese Geschäftsbeziehungen betreffen überwiegend solche Beziehungen zu Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Beirats haben.
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Konditionen vorgenommen. Bei den Verkäufen im Geschäftsjahr 2023 handelt es sich im Wesentlichen um Verkäufe von Druckerzeugnissen an die operativen Tochtergesellschaften der Hello Ventures B.V. (einem Beteiligungsunternehmen der Postulo S.à r.l.), an die FA Business Solutions GmbH sowie die Anodyne ApS und Elias Ejendomme ApS. Die Käufe im Geschäftsjahr 2023 beziehen sich im Wesentlichen auf die Vermietung der Gebäude an die Lasertryk-Gruppe durch eine Immobiliengesellschaft der beiden Gründer und Geschäftsführer der Lasertryk-Gruppe. 8. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente Die nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Kategorien, Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, sämtliche im Konzern erfassten Finanzinstrumente. Die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden werden nach Hierarchiestufen dargestellt.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschafterdarlehen sowie Leasingverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für ONLINEPRINTERS relevanten Risikozuschlags ermittelt. Der Diskontierungssatz entspricht dabei dem durchschnittlichen Fremdkapitalfinanzierungssatz von ONLINEPRINTERS. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft: Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Im Geschäftsjahr 2023 weist die Gruppe Verbindlichkeiten aus Earn-Out Transaktionen in Höhe von TEUR 862 (Vj. TEUR 3.947) aus. Auf den Teilkonzern Dänemark entfallen davon TEUR 358 (Vj. TEUR 2.443) und auf den Teilkonzern Deutschland TEUR 504 (Vj. TEUR 1.503). Jahr 2023 fielen Fair Value-Anpassungen in Höhe von TEUR 253, ausschließlich bezogen auf den Teilkonzern Dänemark, an. Sämtliche genannten Earn-Out Verbindlichkeiten wurden im ersten Halbjahr 2024 beglichen. 9. Finanzderivate und Risikomanagement Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Gesellschafterdarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. 9.1 Finanzwirtschaftliche Risiken Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert. Das konzernweite Risikomanagementsystem besteht aus einem internen Berichtswesen, das ein Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht und insbesondere Soll-Ist-Vergleiche kurz, mittel- und langfristiger Ziele beinhaltet. Darüber hinaus werden die unternehmerischen Chancen und Risiken in einem Planungs-, Informations- und Kontrollprozess erfasst und analysiert. 9.2 Kreditrisiko ONLINEPRINTERS unterliegt finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Finanzinstrumenten. Zu den in unserem Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Zinssicherungsgeschäfte und Verbindlichkeiten. Diese Risiken liegen vor allem im Liquiditätsrisiko, welches durch eine zusätzliche Betriebsmittellinie weiter reduziert ist und im Forderungsausfallrisiko. Aufgrund der Risikobegrenzung des vorgenannten Liquiditätsrisikos durch ungenutzte vorhandene Kreditlinien und eines geringen Forderungsausfallrisikos, welches sich aus einem hohen Anteil von sicheren Zahlarten ergibt (v. a. Vorkasse, Sofortüberweisung, Kreditkarten, Paypal), ist es aus Konzernsicht zu verantworten, derartige finanzwirtschaftliche Risiken einzugehen. Die Forderungen der Gesellschaft richten sich sowohl gegen inländische als auch ausländische Kunden. Zur Sicherung des Forderungsbestands werden die Außenstände dauernd überwacht. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen werden Aufträge im Wesentlichen auf der Grundlage von Vorauszahlungen sowie anderer als sicher angesehener Zahlungsmittel, wie Kreditkarte und Paypal, angenommen. Für den in Einzelfällen angebotenen Rechnungskauf werden die gängigen Scoring-Dienstleister eingesetzt. Dennoch erkennbare Ausfallrisiken werden im Jahresabschluss - sofern erforderlich - durch Einzelwertberichtigungen und durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem Konsortialkreditvertrag (vgl. Anhangangabe 4.9) wurden Financial Covenants vereinbart. Hierbei handelt es sich um den Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA, jeweils auf konsolidierter Basis). Sowohl der Leverage Test per 31. Dezember 2022 als auch per 31. Dezember 2023 wurde zum jeweils relevanten Teststichtag eingehalten. Die Kredite sind variabel verzinslich mit einem Margenaufschlag auf den EURIBOR / LIBOR. Trotz Ende der Laufzeit erst in 2026 gibt es bereits erste Gespräche über eine Verlängerung der Geschäftsbeziehung. 9.3 Markt- und Währungsrisiken Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizuliegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen Risikokategorien, wie z. B. Wechselkursrisiken. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen von Markt- und Währungsrisiken sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf den Konzern können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen. Der Konzern hält derzeit keine Derivate zur Absicherung von Währungsrisiken. Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses bei Wechselkursänderungen nach vernünftigem Ermessen.
9.4 Zinsrisiko Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten variable Verzinsungen in Höhe des EURIBOR/LIBOR, denen dadurch ein Zinsänderungsrisiko zugrunde liegt. Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern-Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit rechtlich zulässig, stellt ONLINEPRINTERS den Konzerngesellschaften den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.
9.5 Liquiditätsrisiko Die Liquiditätsversorgung unserer Gruppe ist durch die vorgehaltenen flüssigen Mittel ausreichend sichergestellt. Darüber hinaus wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität der Gruppe durch revolvierende Liquiditätsplanungen über einen Prognosezeitraum von mind. 6 Monaten gesteuert. Auf den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Gesellschafterdarlehen sowie der finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt:
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Insgesamt ist es Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gruppe, den Unternehmenserfolg gegen bestandsgefährdende Risiken abzusichern. 10. Sonstige Angaben 10.1 Personal/Beschäftigte Die folgende Tabelle beinhaltet die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
10.2 Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 406, wovon TEUR 50 der Vorjahresprüfung zuzurechnen sind. Im Vorjahr wurden TEUR 351 als Honorar des Abschlussprüfers erfasst, wovon TEUR 57 der Vorjahresprüfung (2021) zuzurechnen waren. Gebühren für Steuerberatungsleistungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 11 (Vj. TEUR 5) angefallen. Der Aufwand für sonstige Leistungen betrug im aktuellen Geschäftsjahr TEUR 45 (Vj. TEUR 199). 11. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2023 (jeweils Datum der Eintragung im Handelsregister) wie folgt zusammen:
Das Mutterunternehmen, die OP HoldCo GmbH verfügt über keinen Beirat. Ein Beirat existiert auf der Ebene der Tochtergesellschaft OP AcquiCo GmbH.
Ergänzung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 13. November 2023 hat die Onlineprinters GmbH beschlossen, von der Möglichkeit der Befreiung von der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 13. November 2023 hat die Onlineprinters Produktions GmbH beschlossen, von der Möglichkeit der Befreiung von der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 13. November 2023 hat die Onlineprinters Holding GmbH beschlossen, von der Möglichkeit der Befreiung von der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 13. November 2023 hat die OP AcquiCo GmbH beschlossen, von der Möglichkeit der Befreiung von der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im zweiten Quartal 2024 konnte die Scandinavian Print Group Denmark die Step Print Power A/S in Form eines Share Deals erwerben. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Fürth, 18. Juni 2024 OP
HoldCo GmbH
Sascha Krines Tobias Volgmann Roland Keppler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OP HoldCo GmbH, Fürth Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der OP HoldCo GmbH, Fürth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OP HoldCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 21. Juni 2024 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer |
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