Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 191239
Vorher
Kurfürst 1495 GmbH
Eingetragen
13.11.2017
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Unternehmerische Tätigkeit im Bereich der Mobilitätssysteme und von Mietfahrrädern und den damit in Verbindung stehenden erlaubnisfreien Beratungstätigkeiten und Dienstleistungen, insbesondere der Erbringung von Forschungs-, Entwicklungs-, Vermarktungs-, Lizensierungstätigkeiten, Zahlungs- und Schließsystemen und sonstiger Dienstleistungen an Kunden. Leistungen können auch gegenüber verbundenen Unternehmen im Sinne von § 15 AktG und Gemeinschaftsunternehmen von verbundenen Unternehmen erbracht werden. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, die eine behördliche Erlaubnis erfordern, insbesondere keine Geschäfte die eine Genehmigung nach § 34 c der Gewerbeordnung oder nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz erfordern. Die Gesellschaft erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wayne Hsing-Yuan Ting
seit 12.1.2021
Geschäftsführer
Roderick Chow
seit 8.12.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Neutron Holdings, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Neutron Holdings, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LimeBike Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Gesellschaftsrechtliche Struktur

LimeBike Germany GmbH, Berlin (im Folgenden "die Gesellschaft" oder "Unternehmen"), wurde im Jahr 2017 als deutsche Tochtergesellschaft der Neutron Holdings, Inc. (im Folgenden "Neutron Holdings") mit Sitz in Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, gegründet. Sämtliche Anteile der Gesellschaft werden seither von der Neutron Holdings gehalten.

Die Gesellschaft hat ihren rechtlichen Sitz und ein Büro in Berlin und verfügt über Läger an den folgenden Standorten: Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Langenfeld, München und Stuttgart.

2. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist Eigentümerin von andockungsfreien (unabhängigen) Elektrofahrrädern ("E-Bikes") und Elektrorollern ("E-Scooter"), zusammenfassend auch als "Fahrzeuge" bezeichnet, um das Mikromobilitätsgeschäft von Lime in Deutschland zu unterstützen.

Bis einschließlich 2022 erbrachte die Gesellschaft keine direkten Dienstleistungen im Bereich der Mikromobilität für Nutzer in Deutschland, sondern lediglich logistische und operative Unterstützungsleistungen für das verbundene Unternehmen Lime Electric Ireland Limited mit Sitz in Dublin, Irland, im Zusammenhang mit dem Mikromobilitätsgeschäft von Lime in Deutschland. Diese Dienstleistungen umfassten unter anderem die Lagerung und Wartung der Fahrzeuge, die Koordination mit den lokalen Behörden und die Unterstützung des lokalen Marktes. Im Gegenzug erhielt die Gesellschaft von Lime Electric Ireland Limited eine Vergütung in Höhe der Betriebskosten (ohne Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, bestimmter weiterer Kosten sowie Steuern) zuzüglich einer Marge ("Cost-Plus-Vergütung") auf der Grundlage eines Dienstleistungsvertrags (im Folgenden auch "Betriebsdienstleistungsvereinbarung").

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 ist die Gesellschaft nicht mehr als Dienstleister im Rahmen der vorgenannten Betriebsdienstleistungsvereinbarung mit der Lime Electric Ireland Limited tätig und erhält somit auch keine Cost-Plus-Vergütung mehr. Im Rahmen einer neuen Service-Vereinbarung mit der Neutron Holdings tritt das Unternehmen als Wiederverkäufer auf und wickelt direkt mit Neutron Holdings den Kauf von webbasierten, drahtlosen, mobilfunkbasierten Mobilitätsdienstleistungen ("Lime Services") ab. Die Gesellschaft bündelt die von Neutron Holdings erworbenen Lime Services mit den eigenen Fahrzeugen, um somit unmittelbar Mobilitätsdienstleistungen an lokale Nutzer in Deutschland zu erbringen. Dadurch vermietet die Gesellschaft ihre Fahrzeuge an den Endkunden und erhält von diesen auch unmittelbar das Nutzungsentgelt. Die neue Service-Vereinbarung hat eine initiale Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 und verlängert sich automatisch jeweils um ein Jahr. Sie kann von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden. Zum Zeitpunkt dieses Berichts ist der Vertrag ungekündigt und es bestehen nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter keine Anzeichen für eine Kündigung. Infolge dieser Änderung enthält der Jahresabschluss der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Jahr erstmalig Umsatzerlöse aus der Abrechnung von Fahrten mit lokalen Nutzern. Die Gesellschaft erzielt daraus vereinbarungsgemäß eine unter Transferpreisrichtlinien als marktüblich angesehene Gewinnspanne bezogen auf die lokalen Umsatzerlöse. Sofern die Gewinnspanne über dem liegt, was als marktübliche Vergütung angesehen wird, wird eine sog. Wiederverkäufergebühr für die Inanspruchnahme der von Neutron Holdings genutzten Services an die Neutron Holdings gezahlt und somit aufwandserhöhend erfasst. In Fällen, in denen die Gesellschaft auf der Ebene des operativen Ergebnisses Verluste erzielt, leistet Neutron Holdings eine Marktstützungszahlung, um die Kosten des Unternehmens zu erstatten und es in den Bereich der Gewinnspanne zu bringen, die als marktübliche Vergütung gilt. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden bei der zuvor genannten Berechnung der Verrechnungspreise nicht einbezogen, weshalb sich auch während der Vertragslaufzeit der neuen Service-Vereinbarung insgesamt ein negatives oder positives Jahresergebnis ergeben kann.

Im Jahr 2023 war die Gesellschaft in 65 (Vorjahr: 67) Städten und Regionen in Deutschland tätig.

3. Leistungsindikatoren

Die Anzahl der Fahrten, die mit unseren Fahrzeugen in Deutschland unternommen werden, bestimmen die wesentlichen Betriebsaufwendungen des Unternehmens, d.h. Abschreibungen, Versicherungsprämien, Kosten für Fremdpersonal und Logistikpartner.

Bis Dezember 2022 wurden unter Berücksichtigung des Cost-Plus-Geschäftsmodells des Unternehmens als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens die bereinigten Betriebskosten (d.h. die Summe aus Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, ausgenommen Fremdwährungsverluste, sowie Abschreibungen) und die Anzahl der durchgeführten Fahrten mit unseren Fahrzeugen betrachtet.

Da die Gesellschaft mit der Änderung des Geschäftsmodells ab dem 1. Januar 2023 unmittelbar Mobilitätsdienstleistungen an lokale Nutzer in Deutschland erbringt, werden seitdem die Umsatzerlöse als ein bedeutsamster Leistungsindikator angesehen. Daneben ist die Anzahl der durchgeführten Fahrten mit unseren Fahrzeugen weiterhin ein bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator. Ein weiterer Leistungsindikator sind die bereinigten Betriebskosten 1 , die die Gesellschaft bei ihren regelmäßigen Analysen berücksichtigt.

1 Summe aus Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, jedoch ohne Fremdwährungsverluste

4. Ziele und Strategien

Das Ziel des Unternehmens ist es, die Städte sauberer und lebenswerter zu machen und den Wandel hin zu gesünderen, gerechteren und kohlenstofffreien Städten voranzutreiben, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Durch die gerechte Verteilung von gemeinsam genutzten E-Scootern und Fahrrädern will die Gesellschaft die Abhängigkeit vom Auto für den Kurzstreckenverkehr verringern und künftigen Generationen einen saubereren und gesünderen Planeten hinterlassen. Wachstumshebel bleiben weiterhin die zunehmende Auslastung der bestehenden Flotte und die Neuausrichtung auf die Kernmärkte.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 war herausfordernd, was von mehreren wichtigen Trends geprägt war:

1. Stagnierendes Wachstum

BIP-Wachstum: Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2023 ein sehr bescheidenes Wachstum 2. Das Land konnte eine Rezession nur knapp vermeiden und das BIP-Wachstum bewegte sich zwischen null und leicht positiv. Diese Stagnation spiegelt die anhaltenden strukturellen Probleme der Wirtschaft wider, darunter die schwache industrielle Leistung und die schleppende Verbrauchernachfrage.

2 https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_019_811.html

2. Inflationsdruck

Hohe Inflation: Die Inflation blieb während des gesamten Jahres 2023 ein wichtiges Thema, angetrieben durch steigende Energiepreise, Unterbrechungen der Lieferketten und höhere Kosten für Rohstoffe. Zwar begann sich die Inflation im späteren Verlauf des Jahres abzuschwächen, doch blieb sie deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % und setzte Haushalte und Unternehmen unter Druck. 3

Energiekosten: Die Energiekrise, die durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden geopolitischen Spannungen noch verschärft wurde, belastete die deutsche Wirtschaft weiterhin. Die Abkehr von russischen Energiequellen führte zu höheren Energiepreisen, die sowohl die Industrie als auch die Verbraucher belasteten. 4

3 https://economy-finance.ec.europa.eu/system/files/2023-06/ip229_en.pdf

4 https://www.cleanenergywire.org/news/ukraine-war-tracking-impacts-german-energy-and-climate-policy

3. Arbeitsmarkt und Löhne

Arbeitskräftemangel: Deutschland hatte weiterhin mit einem Arbeitskräftemangel in verschiedenen Sektoren zu kämpfen, insbesondere im Handwerk, im Gesundheitswesen und in der Technologie. Diese Situation trug zu einem Lohndruck bei, da viele Branchen die Löhne erhöhten, um Arbeitskräfte anzuziehen und zu halten.

Wachstum der Löhne: Die Löhne sind im Jahr 2023 etwas gestiegen, teilweise als Reaktion auf die Inflation und den Arbeitskräftemangel. Das (inflationsbereinigte) Reallohnwachstum blieb jedoch schwach, da die steigenden Preise die Kaufkraft verringerten. 5

5 https://www.expatrio.com/about-germany/germanys-labour-shortage

4. Staatsverschuldung und Fiskalpolitik

Staatsverschuldung: Die Staatsverschuldung Deutschlands blieb 2023 aufgrund der umfangreichen fiskalischen Maßnahmen, die während der COVID-19-Pandemie eingeführt wurden, und der laufenden Ausgaben zur Bewältigung der Energiekrise und zur Unterstützung der Wirtschaft, erhöht. Die Regierung legte jedoch weiterhin Wert auf Haushaltsdisziplin und vermied eine übermäßige Neuverschuldung.

Fiskalische Maßnahmen: Die deutsche Regierung führte gezielte steuerliche Maßnahmen ein, um Haushalte und Unternehmen zu unterstützen, insbesondere als Reaktion auf die hohen Energiekosten. Diese Maßnahmen umfassten Subventionen, Steuererleichterungen und direkte Unterstützung für gefährdete Gruppen. 6

6 https://www.bundesbank.de/en/press/press-releases/deutsche-staatsschulden-928556

5. Umwelt und Energieübergang

Grüner Wandel: Deutschlands Engagement für die grüne Energiewende wurde 2023 fortgesetzt, mit erheblichen Investitionen in erneuerbare Energien und Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen. Der Übergang blieb jedoch kostspielig und komplex, mit anhaltenden Debatten über das Tempo und die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Wirtschaft. 7

Energiesicherheit: Die Gewährleistung der Energiesicherheit war 2023 ein wichtiger Schwerpunkt, insbesondere angesichts der reduzierten Energieimporte aus Russland. Deutschland beschleunigte seine Bemühungen zur Diversifizierung der Energiequellen, einschließlich des Ausbaus der LNG-Infrastruktur (Flüssigerdgas) und der Projekte für erneuerbare Energien. 8

7 https://www.weforum.org/publications/fostering-effective-energy-transition-2023/in-full/6-country-performance-profiles/

8 https://dgap.org/en/research/publications/gas-and-energy-security-germany-and-central-and-eastern-europe-0

6. Schwankungen der Devisenkurse

Wechselkursschwankungen spielen angesichts der Abhängigkeit vom Welthandel, von Auslandsinvestitionen und Energieimporten eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Dynamik der deutschen Wirtschaft. Ein schwächerer Euro kommt in der Regel den deutschen Exporteuren zugute und fördert das Wachstum, kann aber auch zu höheren Importkosten und Inflation führen. Auf der anderen Seite kann ein stärkerer Euro den Inflationsdruck verringern, aber die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte beeinträchtigen, was das Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Die Schwankungen des Euro gegenüber dem Dollar sind besonders wichtig. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar schwächelt, hat Deutschland mit höheren Importkosten zu kämpfen, insbesondere in Zeiten globaler Inflation, was sich sowohl auf die Verbraucher als auch auf die Unternehmen auswirkt. Im Jahr 2023 unterlag der EUR/USD-Wechselkurs Schwankungen, die von mehreren makroökonomischen Faktoren beeinflusst wurden, darunter die Zinspolitik und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit sowohl in den USA als auch in der Eurozone. Zu Beginn des Jahres gewann der Euro an Schwung und erreichte im Juli einen Höchststand von etwa 1,12375 USD. Im vierten Quartal hatte der Euro wieder etwas an Stärke gewonnen, aber der EUR/USD-Kurs blieb unter seinem Jahreshöchststand und schloss das Jahr mit bescheidenen Gewinnen von etwa 2,3%. Der Wechselkurs schwankte über weite Strecken des Jahres zwischen 1,06 und 1,12 9 .

Im Jahr 2023 setzte die Entwicklung der Mikromobilität in Deutschland ihren Expansionskurs fort 10 , angetrieben durch die wachsende Urbanisierung, Umweltbelange und den Wunsch nach nachhaltigem Transport. Mikromobilität bezieht sich auf kleine, oft gemeinsam genutzte Fahrzeuge wie E-Scooter, E-Bikes und gemeinsam genutzte Fahrräder, die für kurze Strecken, typischerweise in der Stadt, konzipiert sind.

9 https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxref-graph-usd.en.html

10 https://thecityfix.com/blog/despite-volatility-micromobility-thrives-in-european-cities/

Wichtige Entwicklungen im Jahr 2023

Ausbau der Mikromobilitätsdienste:

Erhöhte Verfügbarkeit: In immer mehr deutschen Städten und Gemeinden wurden Mikromobilitätsdienste eingeführt und ausgebaut. Diese Dienste wurden allgegenwärtig, nicht nur in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg, sondern auch in mittelgroßen Städten 11 .

Vielfältige Fahrzeugoptionen: Es gab eine deutliche Diversifizierung bei den verfügbaren Fahrzeugtypen. Neben den üblichen E-Scootern und E-Bikes wurden neue Formen wie elektrische Lastenräder und sogar elektrische Mopeds zunehmend in die gemeinsame Mobilitätslandschaft integriert.

11 https://thecityfix.com/blog/despite-volatility-micromobility-thrives-in-european-cities/

Regulatorische Entwicklung:

Strengere Vorschriften: Als Reaktion auf Sicherheitsbedenken haben viele Städte strengere Vorschriften eingeführt, darunter ausgewiesene Parkzonen und begrenzte Flottengrößen. Die Regierung hat auch strengere Lizenzierungs- und Betriebsanforderungen für Dienstleister durchgesetzt.

Umweltstandards: Es gab einen Vorstoß für höhere Umweltstandards, wobei die Städte Anreize für die Nutzung von Ökostrom für Ladestationen schufen und die Anbieter zu nachhaltigeren Betriebspraktiken anhielten.

Verbesserungen der Infrastruktur:

Zugewiesene Fahrspuren und Parkplätze: Viele Städte investierten in die Verbesserung der Infrastruktur für die Mikromobilität, z. B. in eigene Fahrspuren für E-Scooter und Fahrräder sowie in ausgewiesene Parkplätze, um das Durcheinander auf den Bürgersteigen zu verringern. Dies war Teil umfassender Stadtplanungsinitiativen, die darauf abzielten, den Autoverkehr zu reduzieren und aktive Verkehrsmittel zu fördern.

Integration in den öffentlichen Nahverkehr: Die Mikromobilität wurde zunehmend in die öffentlichen Verkehrssysteme integriert. So boten Apps und Dienste zunehmend kombinierte Fahrkartenverkaufs- und Routenplanungsfunktionen an, die den öffentlichen Nahverkehr und die Mikromobilität mit einschlossen und es den Nutzern erleichterten, zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln zu wechseln.

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit:

Ausschließlich elektrisch betriebene Flotten: Viele Anbieter von Mikromobilität sind auf reine Elektroflotten umgestiegen und haben so ihren CO 2 -Fußabdruck verringert. Dieser Schritt wurde sowohl durch staatliche Anreize als auch durch die Vorliebe der Verbraucher für umweltfreundlichere Transportmöglichkeiten unterstützt.

Lebenszyklus-Management: Die Unternehmen konzentrierten sich auf die Nachhaltigkeit ihrer Fahrzeuge während ihres gesamten Lebenszyklus, von der Produktion bis zum Recycling am Ende ihrer Lebensdauer. Damit reagierten sie auf die Kritik an den Umweltauswirkungen von kurzlebigen E-Scootern und Fahrrädern.

Öffentliche Wahrnehmung und Herausforderungen:

Zunehmende Akzeptanz: Die öffentliche Akzeptanz der Mikromobilität nahm weiter zu, insbesondere bei der jüngeren Stadtbevölkerung, die den Komfort und die Nachhaltigkeit dieser Verkehrsmittel schätzt. Die Bedenken der Öffentlichkeit und der Politik in Bezug auf die Sicherheit und die Auswirkungen auf Fußgänger waren jedoch nach wie vor groß und führten zu anhaltenden Debatten.

Vandalismus und Missbrauch: Probleme wie Vandalismus, unsachgemäßes Parken und Missbrauch von Fahrzeugen blieben bestehen und stellen die Städte und Dienstleister vor anhaltende Herausforderungen. Diese Herausforderungen lösten Diskussionen über die Notwendigkeit einer besseren Aufklärung der Öffentlichkeit und der Durchsetzung strengerer Regeln aus.

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtszeitraum 2023 änderte die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell und begann die Mikromobilitätsdienste selbst anzubieten. Es wird auf die Ausführungen unter Abschnitt I.1 verwiesen.

Die Gesellschaft hat den Bestand an Gen4-Fahrzeugen und austauschbaren Batterien weiter ausgebaut. Die Anzahl der Fahrzeuge hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt verringert.

Im Jahr 2023 setzte die Gesellschaft die Umstellung ihrer Betriebsflotte auf Elektrofahrzeuge fort, einschließlich elektrischer Lieferwagen und E-Lastenräder sowie die Stromversorgung ihrer Lagerhäuser und Einrichtungen mit 100% 12 erneuerbarer Energie.

Die Anzahl der Fahrten mit unseren Fahrzeugen belief sich auf 20,7 Millionen und stieg um 8 % im Vergleich zum letzten Jahr. Dies ist hauptsächlich auf die wachsende Nachfrage nach Mikromobilitätsdiensten zurückzuführen.

Die Zahl der Mitarbeiter wurde aufgrund des Wachstums des Unternehmens von durchschnittlich 62 auf 74 erhöht.

In Bezug auf die Veränderungen in der Geschäftsführung verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Anhang.

12 Diese Aussage ist nicht Bestandteil der Abschlussprüfung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens resultieren im Wesentlichen aus den Fahrten, die von Fahrern mit E-Scootern und E-Bikes durchgeführt werden. Die Umsatzerlöse stiegen um TEUR 8.894 oder 21 % auf TEUR 51.328, was auf den Anstieg der Anzahl der Fahrten und die Änderung des Geschäftsmodells zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse im Zusammenhang mit logistischen und operativen Unterstützungsleistungen sind infolge des geänderten Geschäftsmodells um TEUR 41.390 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um TEUR 310 oder 7% auf TEUR 3.827. Der Posten beinhaltet wie im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 3.827; i. Vj. TEUR 3.603).

Der Materialaufwand bezieht sich auf den Aufwand für bezogene Leistungen. Dieser hat sich um TEUR 2.098 oder 16 % auf TEUR 14.933 erhöht. Der Aufwand für bezogene Leistungen bezieht sich hauptsächlich auf Aufwendungen für Fremdpersonal, Logistikpartner und Gebühren für Zahlungsdienstleister. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Gebühren für Zahlungsdienstleister zurückzuführen. Diese stehen im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit mit sog. Zahlungsdienstleistern, die die Abwicklung von Zahlungen der Fahrer für die durchgeführten Fahrten, das Aufladen der Konten und den Kauf von Lime-Pässen (Abonnements) übernehmen.

Der Personalaufwand hat sich um TEUR 1.087 oder 25 % auf TEUR 5.375 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr sowie auf den Anstieg der durchschnittlichen Gehälter zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind um TEUR 3.640 oder 28 % auf TEUR 9.349 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Abschreibungsaufwand für Fahrzeuge und austauschbare Batterien zurückzuführen, insbesondere aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Anpassung der Abschreibungssätze (Erhöhung der angenommenen Nutzungsdauer der Fahrzeuge) sowie der Abgänge von Fahrzeugen und austauschbaren Batterien. Gegenläufig wirkte der Anstieg der Anzahl der Fahrten. Die Abschreibungen auf Sachanlagen des laufenden Jahres enthalten außerplanmäßige Abschreibungen bezogen auf nicht genutzte Fahrzeuge und austauschbare Batterien in Höhe von TEUR 2.190 (Vorjahr: TEUR 3.391).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Währungsverluste) sind um TEUR 9.070 oder 80 % auf TEUR 20.467 gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die neue Aufwandskategorie "Wiederverkäufergebühren" zurückzuführen. Die Wiederverkäufergebühr wurde dem Unternehmen seitens der Neutron Holdings in Höhe von TEUR 9.963 in Rechnung gestellt und resultiert aus der Vereinbarung mit Neutron Holdings, wonach der Gesellschaft eine bestimmte Gewinnmarge auf der Grundlage ihrer erzielten Umsätze garantiert wird und der diese Marge übersteigende Betrag an die Neutron Holdings als Entgelt für die Nutzung der in Anspruch genommenen Lime Services abgeführt wird.

Das Nettofremdwährungsergebnis hat sich um TEUR 2.098 von einem Nettoverlust von TEUR 1.248 im Vorjahr auf einen Nettogewinn von TEUR 850 im laufenden Jahr erhöht. Dieser Gewinn ist auf die günstigen USD/EUR-Kurse zurückzuführen, die sich auf unsere konzerninternen USD-Positionen auswirken (im Vorjahr waren die Wechselkurse ungünstig und schwankten aufgrund des Krieges in der Ukraine stark).

Im laufenden Jahr betrugen die bereinigten Betriebskosten des Unternehmens TEUR 50.123 und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.615 oder 21 %.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf TEUR 492 (Vorjahr: Ertrag in Höhe von TEUR 8) und betreffen zum einen Steueraufwendungen für Vorjahre (TEUR 86) sowie Aufwendungen aus der Bildung von passiven latenten Steuern (TEUR 406).

Insgesamt schloss das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.567 (Vorjahr: TEUR 226) ab, hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der Umsatzerlöse und eines positiven Einflusses der Währungseffekte.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg um TEUR 3.617 oder 5 % auf TEUR 73.863 bis zum 31. Dezember 2023. Die Bilanz ist geprägt durch einen hohen Anteil des Sachanlagevermögens (33 % des Gesamtvermögens gegenüber 49 % im Vorjahr).

Das Sachanlagevermögen ist um TEUR 10.014 oder 29 % auf TEUR 24.709 gesunken, im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen und Abgängen von Fahrzeugen und austauschbaren Batterien, die die Zugänge überstiegen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 13.771 oder 39 % auf TEUR 49.025. Das Umlaufvermögen beträgt 66 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 50 %).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die Forderungen aus der Cost-Plus-Vereinbarung aus den Vorjahren sowie um im Geschäftsjahr entstandene Forderungen im Zusammenhang mit Fahrten, bei denen die Zahlungsabwicklung noch über das verbundene Unternehmen Lime Electric Ireland Limited erfolgte. Sie erhöhten sich um TEUR 11.671 auf TEUR 43.819, was hauptsächlich auf die Forderungen im Zusammenhang mit den Einnahmen aus Fahrten in Höhe von TEUR 11.324 zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 11.161 (Vorjahr: TEUR 32.148) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 123 oder 6 % auf TEUR 2.307 erhöht.

Zur Veränderung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf Abschnitt 5.

5. Kapitalstruktur und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 3.820, was eine Erhöhung um TEUR 1.567 oder 70 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Eigenkapitalquote betrug 5 % (Vorjahr 3 %). Der Anstieg des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss zurückzuführen.

Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Rückstellungen (3 % des Gesamtkapitals; i. Vj. 4 %) auf insgesamt TEUR 1.908 (Vorjahr: TEUR 2.869). Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 352 oder 16 % auf TEUR 1.908 verringert. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Rückstellungen für Versicherungsprämien und den Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Beide Rückgänge sind auf den rechtzeitigeren Eingang und die Bearbeitung von Rechnungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der Personalrückstellungen.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 67.582, was einen Anstieg von TEUR 2.469 oder 4 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Verbindlichkeiten betragen 92 % (Vorjahr: 93 %) des Gesamtkapitals.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind alle kurzfristig, beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 77 und verringerten sich leicht (Vorjahr: TEUR 198). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit TEUR 64.759 in etwa auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und haben alle eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr. Insgesamt verringerte sich die Nettoposition der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 11.734 oder 36 %, was zum einen hauptsächlich auf die von der Gesellschaft zu zahlenden Wiederverkäufergebühren und gegenläufig im Wesentlichen auf Forderungen aus Fahrten zurückzuführen ist, für die die Zahlungsabwicklung noch von der Lime Electric Ireland vorgenommen wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 7.972 (Vorjahr: TEUR 1.601). Der Saldo der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält einen Netto-Währungskursverlust von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 1.248).

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 2.653 auf TEUR 2.746, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Bilanzierung von "Wallet-Verbindlichkeiten".

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.246 mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um TEUR 2.060 auf TEUR 2.888 aufgrund der Änderung des Geschäftsmodells und der direkt von der Gesellschaft erhaltenen Einnahmen aus Fahrten erhöht. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr nachzukommen.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein negatives Working Capital (kurzfristiges Fremdkapital abzgl. kurzfristiges Umlaufvermögen) in Höhe von TEUR 32.068 (Vorjahr: TEUR 65.399). Zu den Finanzierungsrisiken verweisen wir auf Abschnitt IV. 3. Risiken, Liquiditätsrisiko.

III. Prognosebericht

Die Gesellschaft konzentriert sich auf eine bessere Auslastung der bestehenden Fahrzeugflotte. Die Standardisierung unserer austauschbaren Akkus für alle Fahrzeuge ist ein großer Fortschritt für die Gesellschaft und die gesamte Mikromobilitätsbranche, da sie den Betrieb effizienter und nachhaltiger macht und gleichzeitig die Zuverlässigkeit für die Fahrer erhöht. Mit einem standardisierten austauschbaren Akku für verschiedene Fahrzeugtypen können die Betriebsteams des Unternehmens leere Akkus bei jedem E-Bike oder E-Scooter einfach austauschen, was die Zahl der Transporte reduziert und Energie einspart, die sonst für den Transport schwerer Fahrzeuge benötigt wird. Der austauschbare Akku verbessert auch die Verfügbarkeit der Fahrzeuge für die Fahrer und reduziert die Anzahl der nicht aufgeladenen, unbrauchbaren Fahrzeuge auf den Bürgersteigen.

Wenn wir unsere austauschbaren Batterien und Gen4-Fahrzeuge ausbauen, erwarten wir, dass unsere Einsatzfahrzeuge weniger Kilometer zurücklegen und die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen 13 durch unseren Service. Die Einführung der Gen4-Flotte und der austauschbaren Batterie ist das jüngste Beispiel für unser Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit und markiert den nächsten Schritt nach vorn für die Mikromobilitätsbranche.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Jahr 2024 in einer Phase der Stagnation. Laut der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 verzeichnet das Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen leichten Rückgang von 0,1 % 14. Die Bundesregierung prognostiziert in ihrer Herbstprojektion einen Rückgang des BIP um 0,2 % 15. Diese Entwicklung wird durch mehrere Faktoren beeinflusst:

Industrieproduktion: Im Mai 2024 ging die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 2,5 % gegenüber dem Vormonat zurück, wobei sowohl die Bauproduktion als auch die Industrieproduktion betroffen waren 16 .

Inflation: Die Kerninflationsrate liegt 2024 bei 3,1 % und sinkt nur zögerlich in den folgenden Jahren 17 .

Strukturelle Herausforderungen: Der demografische Wandel und die Notwendigkeit der Dekarbonisierung stellen die Wirtschaft vor grundlegende Strukturveränderungen 18 .

Trotz dieser Herausforderungen wird für die kommenden Jahre eine langsame Erholung erwartet. Prognosen deuten auf ein moderates Wachstum des BIP von 0,8 % im Jahr 2025 und 1,3 % im Jahr 2026 hin 19.

Im Laufe des Jahres 2024 unterlag der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin diversen Schwankungen; zum Jahresende erholte sich der Wechselkurs und lag am 31. Dezember 2024 bei 1,04 US-Dollar. Im Durchschnitt notierte der Euro im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem US-Dollar bei 1,08. 20

Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses im Jahr 2024 war von mehreren Schlüsselfaktoren beeinflusst werden, darunter die Wirtschaftsleistung der Eurozone und der USA, die Politik der Zentralbanken und die globale Marktstimmung. Eine schwache Konjunktur in der Eurozone könnte den Euro belasten, während restriktive US-Zinsen den Dollar stützen.

Für 2024-2025 wird erwartet, dass die Mikromobilität in Deutschland weiter wächst und an Bedeutung gewinnt, vor allem in städtischen Gebieten. Wichtige Entwicklungen sind:

Steigende Nutzung: E-Scooter, E-Bikes und andere Mikromobilitätslösungen werden zunehmend als Alternative für Kurzstrecken und den öffentlichen Nahverkehr genutzt.

Infrastruktur-Ausbau: Städte investieren in Radwege, Ladepunkte und Parkmöglichkeiten, um die Nutzung zu erleichtern.

Integration und Nachhaltigkeit: Anbieter setzen auf umweltfreundliche Fahrzeuge und arbeiten stärker mit öffentlichen Verkehrssystemen zusammen.

Herausforderungen: Probleme wie die ordnungsgemäße Abstellung von Fahrzeugen und Sicherheit im Verkehr bleiben zentrale Themen.

Die Mikromobilität wird als Schlüssel für eine emissionsfreie Mobilität und die Verkehrswende betrachtet.

13 Diese Aussage ist nicht Bestandteil der Abschlussprüfung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

14 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-26/gemeinschaftsdiagnose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-und

15 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html?

16 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240715-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juli-2024.html?

17 https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-juni-2024-932980?article=deutschland-prognose-deutsche-wirtschaft-fasst-langsam-wieder-tritt-perspektiven-bis-2026-932984

18 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/03/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-jahreswirtschaftsbericht-2024-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1&

19 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-26/gemeinschaftsdiagnose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-und?

20 https://www.euronews.com/business/2024/01/02/euro-dollar-outlook-2024-navigating-political-and-economic-challenges

Ausblick

Bei Betrachtung der Anzahl der Fahrten von vier Quartalen in 2023 und 2024 können wir einen Anstieg um 27% feststellen. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen ein Ausbau der Fahrzeugflotte, der zunehmende Fokus auf Platzierungsstrategien und fahrerorientierte Bemühungen. Aufgrund der Zunahme der Zahl der Fahrten erwarten wir, dass die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2023 ebenfalls deutlich steigen werden.

IV. Chancen- und Risiken-Bericht

1. Allgemeine Angaben

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unseren Geschäftsaktivitäten verbunden sind. Aus diesem Grund haben wir seit einigen Jahren interne Systeme implementiert, um Risiken zu identifizieren und zu steuern. Zu den damit verbundenen Prozessen gehört insbesondere ein aktives Qualitätsmanagementsystem. Laufende Geschäfts- und Unterstützungsprozesse werden ständig auf Potenziale zur Verbesserung ihrer Effizienz oder zur Kostensenkung untersucht.

Die primären Ziele unserer Risikomanagementprozesse sind die Sicherung unserer Geschäftsziele und die Reduzierung etwaiger risikobezogener Kosten. Die Aufgaben des Risikomanagementprozesses sind darauf ausgerichtet, bestehende und zu erwartende Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung abzuleiten. Dabei wird sowohl auf externe Risiken, die sich auf unser Geschäft auswirken, als auch auf Risiken, die intern entstehen, geachtet.

Insgesamt verfolgt die Gesellschaft mit Hilfe eines Chancen- und Risikomanagementsystems kontinuierlich externe und interne Entwicklungen und legt Maßnahmen fest, um Chancen zu maximieren und Risiken zu mindern.

Chancen und Risiken beziehen sich auf mögliche zukünftige Entwicklungen und/oder Ereignisse, die zu einer positiven oder negativen Abweichung von Prognosen oder Zielen führen können.

2. Chancen

Die Chancen des Unternehmens beschränken sich auf solche, die die Anzahl der Fahrten und damit die Umsatzerlöse erhöhen können.

Die folgenden Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt, beginnend mit der bedeutsamsten Chance.

Umweltbewusstsein

Einer der wichtigsten Faktoren für die Popularität der Mikromobilität ist die veränderte Präferenz der Verbraucher für umweltfreundlichere Verkehrsmittel. Da immer mehr Menschen ein Bewusstsein für den Klimaschutz entwickeln, wird die Mikromobilität zu einer bevorzugten Option, da sie darauf abzielt, die Abhängigkeit vom eigenen Auto für den Kurzstreckenverkehr zu verringern und künftigen Generationen einen saubereren, gesünderen Planeten zu hinterlassen.

Ab dem Jahr 2023 ist in Deutschland ein deutlicher Anstieg der E-Bike-Population zu verzeichnen. Es wird geschätzt, dass über 11 Millionen E-Bikes im ganzen Land im Einsatz sind 21. Dieses Wachstum ist Teil eines breiteren Trends bei der Einführung nachhaltigerer Verkehrsmittel in Deutschland, wobei E-Bikes sowohl für den Arbeitsweg als auch für Freizeitaktivitäten immer beliebter werden.

Dieser Wandel im Verbraucherverhalten hin zu nachhaltigeren Optionen hat das Potenzial, die Revolution der Mikromobilität weiter voranzutreiben. Außerdem wächst der Druck auf die Großstädte, ein lebenswerteres Umfeld zu schaffen. Einige Städte haben damit begonnen, den öffentlichen Raum umzuverteilen.

Die Gesellschaft sieht dies als Chance, die Flotte zu vergrößern, neue Fahrer zu gewinnen, die Anzahl der Fahrten zu erhöhen und sich weiterhin als Anbieter von gemeinsamen, erschwinglichen und kohlenstofffreien Transporten zu positionieren. Wenn dadurch sowohl die Anzahl der Fahrten als auch die Umsatzerlöse für den prognostizierten Zeitraum größer sind als erwartet, stellt dies eine Chance für die Gesellschaft dar.

21 https://www.electrive.com/2024/03/14/e-bike-sales-overtake-classic-bikes-in-germany/

First Mile/Last Mile Lösung

Stadtplaner und Verkehrsplaner haben festgestellt, dass es schwierig ist, Stadtbewohnern und Besuchern den Zugang zu Verkehrsknotenpunkten zu erleichtern. Menschen, die außerhalb dichter städtischer Gebiete leben oder arbeiten, haben Schwierigkeiten, sich ausschließlich auf den öffentlichen Nahverkehr zu verlassen, weil die erste oder letzte Meile zu und von ihrem Ausgangs- und Zielort nicht leicht zu überbrücken ist. Hier kann geteilte Mikromobilität eine wichtige Rolle spielen. Die gemeinsam genutzte Mikromobilität kann eine großartige Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr sein, denn es ist wirtschaftlich, wenn die Fahrzeuge der Mikromobilität in Stadtteile verteilt werden, die der öffentliche Nahverkehr nicht gut erreicht. Um die Synergien zwischen öffentlichem Nahverkehr und Mikromobilität zu erschließen, arbeitet die Gesellschaft eng mit wichtigen Akteuren zusammen, wie z.B. der BVG in Berlin, wo die Menschen über die lokale MaaS-App (Mobility as a Service) ganz einfach Lime-Fahrzeuge buchen und ihre Fahrten bezahlen können.

Im Frühjahr 2023 wurde das "Deutschlandticket" eingeführt. Das Ticket kostet 49 Euro im Monat und gilt bundesweit für Busse und Bahnen im Nahverkehr. Das Ticket gilt als wichtiger Beitrag zur Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs. Ab 2025 wird das Ticket dann 58 Euro kosten. Laut ZDF erwägen nur 17% der befragten Personen, das Ticket aufgrund der Preiserhöhung nicht mehr zu kaufen. 22

Wenn die Gesellschaft ihre Flotte so positionieren kann, dass sie von der steigenden Zahl der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel profitiert, bietet sich die Gelegenheit, neue Nutzer zu gewinnen, die eine Lösung für die erste und letzte Etappe ihrer Reise benötigen. Ein leichterer und erschwinglicherer Zugang zum öffentlichen Nahverkehr kann auch zu einer allgemeinen Änderung des Mobilitätsverhaltens führen, die zu weniger Autobesitz und einer verstärkten Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel führt. Dies wiederum würde zu einem Anstieg der Zahl der Fahrten und der Umsatzerlöse führen. Wenn die Zahl der Fahrten und damit die Umsatzerlöse im Prognosezeitraum stärker steigen als erwartet, stellt dies eine Chance für die Gesellschaft dar.

22 https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/49-euro-deutschland-ticket-preis-umfrage-grenze-verkehr-100.html

Energiekrise

Die steigenden Energiekosten veranlassen immer mehr Menschen dazu, ihr Verhalten zu überdenken - da alternative Transportmethoden für die individuelle Mobilität zu teuer werden (steigende Energiekosten) und die Kaufkraft durch die Inflation sinkt, suchen die Nutzer nach kosteneffizienten Lösungen. Dies beschleunigt die Mobilitätsrevolution, da Mikromobilitätslösungen wie E-Scooter und E-Bikes weniger Energie für die Fortbewegung verbrauchen. Die Gesellschaft hat die Möglichkeit, neue Fahrer zu gewinnen, die nach einem alternativen Transportmittel suchen. Dies wiederum würde zu einem Anstieg der Anzahl der Fahrten führen. Wenn sowohl die Anzahl der Fahrten als auch die Umsatzerlöse für den prognostizierten Zeitraum höher ausfallen als erwartet, stellt dies eine Chance für die Gesellschaft dar.

Konsolidierung des Marktes

Die geopolitischen Gegebenheiten haben die Stimmung der Anleger und damit den Druck auf die rationalen wirtschaftlichen Entscheidungen der Wettbewerber grundlegend verändert. Die Übersättigung des Marktes (und Kannibalisierung) kehrt sich um, da Wettbewerber gezwungen sind, sich aus ausgewählten Märkten zurückzuziehen 23 und ihre Preisstrategien zu überdenken, indem sie von unhaltbaren Preisnachlässen abrücken. Dies ermöglicht eine bessere Erfassung der Nachfrage durch eine geringere Anzahl von Fahrzeugen und eine nachhaltige Preisgestaltung (höhere Auslastung). Da die Marktteilnehmer zusätzlich zur erwarteten Marktkonsolidierung unter Druck stehen, Gewinne zu erzielen, sehen wir einen verstärkten Zusammenhalt bei der Förderung branchenfreundlicher Praktiken wie nachhaltiger Gebührenstrukturen. Dass Wettbewerber gezwungen sind, Märkte zu verlassen, sehen wir als Chance für die Gesellschaft, neue Fahrer zu gewinnen und die Zahl der Fahrten zu erhöhen. Wenn sowohl die Anzahl der Fahrten mit unseren Fahrzeugen als auch die Umsatzerlöse für den prognostizierten Zeitraum höher ausfallen als erwartet, stellt dies eine Chance für die Gesellschaft dar.

23 https://www.startbase.com/news/bird-verlaesst-deutschland/

https://www.electrive.com/2024/10/02/e-scooter-brand-tier-disappears-from-the-market/

3. Risiken

Die Gesellschaft hat ihr Geschäftsmodell mit Wirkung zum 1. Januar 2023 geändert und bietet nun direkt Mikromobilitätsdienste für lokale Nutzer in Deutschland an.

Auf der Grundlage der neuen Servicevereinbarung mit Neutron Holdings wird die Gesellschaft weiterhin für die meisten Geschäftsrisiken entschädigt, da im Falle von betrieblichen Verlusten bestimmte Unterstützungsleistungen von Neutron Holdings vereinbart sind, die dazu führen, dass ein positives Ergebnis (vor Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) erwirtschaftet wird. Somit haben Risiken, die zu steigenden Betriebskosten führen, keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Allerdings werden die Wechselkursergebnisse und Ertragssteuern bei der Berechnung der Verrechnungspreise nicht berücksichtigt. Daher kann ein insgesamt negatives Wechselkursergebnis oder ein entsprechender Steueraufwand zu einem negativen Jahresergebnis führen.

Die folgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt, beginnend mit dem größten Risiko.

Verstärkte Regulierung

Die Gesellschaft ist im Allgemeinen mit regulatorischen Risiken auf Bundes- und Kommunalebene konfrontiert. Während es auf Bundesebene hauptsächlich um die Regulierung der Hardware geht, die Anpassungen an den von der Gesellschaft eingesetzten Fahrzeugen erfordern könnte, bestimmt die Regulierung auf Stadtebene, ob und unter welchen Bedingungen die Gesellschaft ihren Dienst betreiben kann. Da immer mehr deutsche Städte zu einem rechtsverbindlichen Genehmigungssystem übergehen, können Maßnahmen der lokalen Behörden dem Unternehmen schaden, indem sie beispielsweise den Zugang zum Markt beschränken, höhere Genehmigungsgebühren erheben oder die Anzahl der Fahrzeuge, die die Gesellschaft betreiben darf, begrenzen. Obwohl das Pariser Referendum eine breitere öffentliche Diskussion über ein Verbot von E-Scootern in Deutschland ausgelöst hat, hatte es keine negativen Auswirkungen auf die politischen Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden. Im Gegenteil, mehrere Entscheidungsträger, wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, haben öffentlich angekündigt, dass sie dem Pariser Ansatz nicht folgen werden und stattdessen den geeigneten Rahmen für die Integration von gemeinsam genutzter Mikromobilität in die städtische Mobilitätslandschaft schaffen werden. Im Jahr 2024 hat jedoch die erste Stadt in Deutschland - Gelsenkirchen - den Verleih von E-Scootern verboten. 24 Wir beobachten diese Entwicklungen kontinuierlich, um auf etwaige Veränderungen angemessen reagieren zu können. Eine verstärkte Regulierung könnte zu einem Rückgang der mit unseren Fahrzeugen durchgeführten Fahrten führen und damit auch zu einem Rückgang der Umsatzerlöse. Wir stufen das Ausmaß dieses Risikos als mittel ein, die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos ist erhöht und insgesamt stufen wir dieses Risiko als ein mittleres Risiko ein.

24 https://www.galaxus.de/en/page/first-city-in-germany-to-ban-the-hire-of-e-scooters-32801

Verlust von Marktanteilen

Die Gesellschaft ist grundsätzlich einem starken Wettbewerb auf dem Mikromobilitätsmarkt ausgesetzt. Durch die Umstellung auf rechtsverbindliche Genehmigungssysteme haben die Städte die Möglichkeit, Ausschreibungen zu veröffentlichen und die Anzahl der Genehmigungen für gemeinsam genutzte Mikromobilitätsunternehmen zu begrenzen. Betreiber, die im Rahmen dieser wettbewerbsorientierten Ausschreibungen keine Genehmigung von einer städtischen Behörde erhalten, können nicht mehr legal arbeiten und verlieren folglich Marktanteile.

Ebenso könnten die Preisgestaltung der Konkurrenten und ein verändertes Nutzerverhalten aufgrund der verstärkten Nutzung von Fahrzeugen der Konkurrenz dazu führen, dass die Gesellschaft Marktanteile verliert.

Ein Verlust von Marktanteilen würde zu einem Rückgang der Anzahl der Fahrten sowie der Umsatzerlöse führen. Wir überwachen kontinuierlich die Wettbewerbssituation und die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen. Wir schätzen das Ausmaß dieses Risikos als mittel ein und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko eintritt, erhöht. Insgesamt stufen wir dieses Risiko als ein mittleres Risiko ein.

Risiken in Bezug auf Fremdwährungen

Die Gesellschaft wickelt einen großen Teil ihrer Geschäftstransaktionen in Fremdwährungen ab und ist daher grundsätzlich dem Risiko von Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Änderungen der Wechselkurse, insbesondere zwischen dem Euro und dem US-Dollar, können sich erheblich negativ auf das Fremdwährungsergebnis des Unternehmens auswirken, so dass das Jahresergebnis auch deutlich negativ ausfallen kann. Die Gesellschaft überwacht daher kontinuierlich die Wechselkursschwankungen, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um diese Währungsschwankungen abzumildern. Wir stufen das Ausmaß dieses Risikos als mittel und die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos als ebenfalls mittel ein. Insgesamt stufen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Energiekrise und Inflation

Angesichts der Aufhebung der Energiepreisobergrenzen ab April 2024 könnten die Kosten für das Laden von E-Scootern und Batterien höher ausfallen als in unserer Prognose angenommen und sich daher auf die bereinigten Betriebskosten auswirken.

Wenn die Inflationsrate höher ist als erwartet, würde dies zu höheren Kosten bei unseren Lieferanten führen, was sich auf die bereinigten Betriebskosten auswirken könnte. Wir stufen das Ausmaß dieses Risikos als gering und die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Insgesamt stufen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft ist grundsätzlich einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt, d.h. dem Risiko, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig wird, d.h. dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Zum 31. Dezember 2023 übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten das kurzfristige Umlaufvermögen deutlich. Es wird erwartet, dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten auch in den nächsten zwölf Monaten die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen werden. Die Gesellschaft ist daher bei der Finanzierung auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft Neutron Holdings angewiesen.

Mit Datum vom 8. Januar 2025 hat die Gesellschaft daher eine Patronatserklärung von der Neutron Holdings erhalten. Demnach verpflichtet sich die Neutron Holdings die Gesellschaft, solange sie eine direkte oder indirekte Tochtergesellschaft von Neutron Holdings ist, mit ausreichenden finanziellen Ressourcen auszustatten, so dass sie alle ihre bestehenden Verbindlichkeiten erfüllen und weiterhin alle ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit begleichen kann, und zwar für mindestens einen Zeitraum von einem Jahr ab dem Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr und somit über den Prognosezeitraum hinaus. Aufgrund der strategischen Bedeutung des Marktes Deutschland für den Konzern geht die Geschäftsführung davon aus, dass ein Fallenlassen der Gesellschaft im Prognosezeitraum nahezu ausgeschlossen ist und sie die notwendige finanzielle Unterstützung auch zukünftig erhält.

Die Geschäftsführung stuft unter Verweis auf die zuvor genannte finanzielle Unterstützung durch die Neutron Holdings die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Liquiditätsrisiko zum Zeitpunkt der Berichterstattung daher als niedrig ein und die Geschäftsführung geht diesbezüglich insgesamt von einem niedrigen Risiko aus.

Kündigung der Service-Vereinbarung mit Neutron Holdings, Inc

Das Unternehmen ist dem Risiko ausgesetzt, dass Neutron Holdings, Inc. die Service-Vereinbarung kündigt und das Unternehmen damit nicht mehr in der Lage ist, die Mobilitätsdienstleistungen anzubieten sowie seine Betriebskosten zu decken. Die Auswirkungen einer solchen Kündigung wären erheblich. Aufgrund des am 8. Januar 2025 für den Prognosezeitraum erklärten Kündigungsverzichts sehen wir die Wahrscheinlichkeit einer solchen Kündigung als sehr gering an. Daher stufen wir dieses Risiko insgesamt als gering ein.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unserer Auffassung derzeit nicht erkennbar.

 

Berlin, 23. Januar 2025

Wayne Hsing-Yuan Ting, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

LimeBike Germany GmbH, Berlin

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 145.011,25 125.421,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.667,25
3. Fahrzeuge und austauschbare Batterien 24.554.323,93 34.532.258,42
4. Anzahlungen auf Fahrzeuge 9.810,37 63.667,50
24.709.145,55 34.723.014,98
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.003,96 94.076,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.819.210,78 32.148.221,18
- davon mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr EUR 11.160.725,26 (Vorjahr: EUR 32.148.221,18) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.306.884,61 2.183.996,55
- davon mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr EUR 442.181,82 (Vorjahr: EUR 522.296,31) 46.137.099,35 34.426.294,37
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.887.698,81 827.373,67
49.024.798,16 35.253.668,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 118.580,12 258.505,23
73.852.523,83 70.235.188,25

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.673.391,39 1.673.391,39
III. Gewinnvortrag 554.483,31 328.436,42
IV. Jahresüberschuss 1.567.150,64 226.046,89
3.820.025,34 2.252.874,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 608.583,84
2. Sonstige Rückstellungen 1.908.224,92 2.260.704,40
1.908.224,92 2.869.288,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77.080,00 197.999,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 77.080,00 (Vorjahr: EUR 197.999,20) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 64.758.964,12 64.822.341,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 64.758.964,12 (Vorjahr: EUR 64.822.341,47) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.746.086,11 92.684,64
- davon aus Steuern EUR 1.157.815,17 (Vorjahr: EUR 79.223,13) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.746.086,11 (Vorjahr: EUR 92.684,64) -
67.582.130,23 65.113.025,31
D. Passiver Rechnunsgabgrenzungsposten 136.021,44 0,00
E. Passive latente Steuern 406.121,90 0,00
73.852.523,83 70.235.188,25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LimeBike Germany GmbH, Berlin

2023
2022
1. Umsatzerlöse 51.327.895,25 42.433.774,61
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.826.916,43 4.136.587,31
- davon aus Währungsumrechnung EUR 3.826.916,43 (EUR 3.602.638,17)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.932.856,62 12.834.455,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.536.770,61 3.611.149,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 837.955,92 676.537,84
- davon für Altersversorgung EUR 98.634,52 (EUR 68.954,79) -
5.374.726,53 4.287.687,58
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 9.348.625,22 12.988.876,65
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.444.220,30 16.246.903,59
- davon aus Währungsumrechnung EUR 2.977.416,38 (EUR 4.850.268,35) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.876,00 8.806,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 2.912,55
- davon aus Steuern EUR 0,00 (EUR 2.912,55) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand, i. Vj. Ertrag) 492.108,37 -7.714,73
- davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern EUR 406.121,90 (EUR 0,00) -
10. Jahresüberschuss 1.567.150,64 226.046,89

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

LimeBike Germany GmbH, Berlin

1. Allgemeine Angaben

Die LimeBike Germany GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) (Reg. Nr. HRB 191239 B).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die LimeBike Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt; soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in diesem Anhang in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Das Sachanlagevermögen (ausgenommen der Anzahlungen auf Fahrzeuge) wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um leistungsbezogene bzw. lineare Abschreibungen vermindert. Die leistungsbezogenen Abschreibungen beziehen sich auf die Fahrzeuge (E-Roller und E-Bikes) und austauschbare Batterien und werden nach der voraussichtlichen Anzahl der Fahrten bzw. Leistungseinheiten vorgenommen; im Berichtsjahr wurde eine Überprüfung der bislang angenommenen Anzahl der Fahrten bzw. Leistungseinheiten vorgenommen und daraufhin eine Anpassung derart vorgenommen, dass nunmehr von einer höheren Anzahl von Fahrten und Leistungseinheiten ausgegangen wird. Dies führt entsprechend zu einer Verringerung des Abschreibungsaufwands in der Berichtsperiode. Die linearen Abschreibungen beziehen sich auf das übrige Sachanlagevermögen, bestehend aus technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie werden linear über Nutzungsdauern zwischen 2 und 10 Jahren vorgenommen. Ersatzteile werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Anzahlungen auf Fahrzeuge werden zum Nennwert bilanziert. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Sachanlagen mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlusstag beizulegen ist. Zuschreibungen bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten werden vorgenommen, soweit der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risken, ungewisse Verpflichtungen und, soweit einschlägig, drohenden Verluste. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Ansatz vorliegen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich eine Abzinsung mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Erfolgswirksame Anpassungen von Rückstellungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs an dem Tag des Geschäftsvorfalls erstmalig bewertet. Am Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung gem. § 256a Satz 1 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs und unter der Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der Währungsdifferenzen gem. § 256a Satz 2 HGB.

Sofern sich Unterschiede aus den handelsrechtlichen Ansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Vergleich zu ihren steuerrechtlichen Werten ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren, werden auf die Unterschiede latente Steuern gebildet. Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgt aus Vereinfachungsgründen auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie dem aktuellen Gewerbesteuerhebesatz von zusammen 30 %. Die sich ergebenden Beträge werden nicht abgezinst. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs von latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

3. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Fahrzeuge und austauschbare Batterien in Höhe von TEUR 2.190 (Vorjahr: TEUR 3.391).

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Wie im Vorjahr handelt es sich bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(3) Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Versicherungen 403 767
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 724 842
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 0 50
Rückstellungen für Personalkosten 526 281
Urlaubsrückstellungen 81 97
Übrige sonstige Rückstellungen 176 224
1.908 2.261

(4) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Wie im Vorjahr handelt es sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 7.972 (Vorjahr: TEUR 1.601).

(5) Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen bei den Bewertungsmaßstäben zwischen Handels- und Steuerbilanz bzgl. der unrealisierten Währungsdifferenzen. Dies betrifft Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

bis 1 Jahr 588
2 bis 5 Jahre 658
Summe 1.246

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Mikromobilitätsdienste mit E-Bikes und Rollern 50.284 0
Logistische und operative Unterstützungsleistungen für das verbundene Unternehmen Lime Electric Ireland Limited 1.044 42.434
51.328 42.434

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr ausschließlich innerhalb Deutschlands realisiert.

(2) Steuern von Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Berichtsjahres enthalten Steuern für Vorjahre in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 0).

5. Sonstige Angaben

(1) Mitarbeiter

Die nach § 285 Nr. 7 HGB ermittelte durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer, aufgeteilt nach Gruppen, stellt sich wie folgt dar:

Arbeitnehmergruppe 2023 2022
Verwaltung 29 11
Lagerbetrieb 45 51
Gesamt 74 62

(2) Geschäftsführung

Ting, Wayne Hsing-Yuan, Chief Executive Officer der Neutron Holdings, Inc.

Lee, Jennifer, Chief Accounting Officer der Neutron Holdings, Inc., bis 10. November 2023

Jude Matthew Elengical, Director SEC Reporting & Technical Accounting der Neutron Holdings, Inc., ab 20. Februar 2024 bis 17. Mai 2024

Die Geschäftsführung erhielt keine Bezüge von der Gesellschaft.

(3) Konzernzugehörigkeit

Die LimeBike Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Neutron Holdings, Inc., Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, einbezogen (Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Neutron Holdings, Inc., 1012 College Road Suite 201, City of Kent, Country of Dover, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika.

(4) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum vom 8. Januar 2025 hat die Gesellschaft eine Patronatserklärung von der Neutron Holdings Inc. erhalten. Demnach verpflichtet sich die Neutron Holdings, Inc., die Gesellschaft, solange sie eine direkte oder indirekte Tochtergesellschaft von Neutron Holdings, Inc. ist, mit ausreichenden finanziellen Ressourcen auszustatten, so dass sie alle ihre bestehenden Verbindlichkeiten erfüllen und weiterhin alle ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit begleichen kann, und zwar für mindestens einen Zeitraum von einem Jahr ab dem Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr. Weitere Ereignisse sind nicht eingetreten.

(5) Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 88 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

(6) Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 23. Januar 2025

Wayne Hsing-Yuan Ting, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

LimeBike Germany GmbH, Berlin

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 287.969,48 132.774,64 0,00 420.744,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.736,84 0,00 0,00 20.736,84
3. Fahrzeuge und austauschbare
Batterien 59.225.889,22 2.792.789,09 3.891.523,74 58.127.154,57
4. Anzahlungen auf Fahrzeuge 63.667,50 9.810,37 63.667,50 9.810,37
59.598.263,04 2.935.374,10 3.955.191,24 58.578.445,90
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 162.547,67 113.185,20 0,00 275.732,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.069,59 1.667,25 0,00 20.736,84
3. Fahrzeuge und austauschbare
Batterien 24.693.630,80 9.233.772,77 354.572,93 33.572.830,64
4. Anzahlungen auf Fahrzeuge 0,00 0,00 0,00 0,00
24.875.248,06 9.348.625,22 354.572,93 33.869.300,35
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 145.011,25 125.421,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.667,25
3. Fahrzeuge und austauschbare
Batterien 24.554.323,93 34.532.258,42
4. Anzahlungen auf Fahrzeuge 9.810,37 63.667,50
24.709.145,55 34.723.014,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LimeBike Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LimeBike Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LimeBike Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten nichtfinanziellen Angaben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 31. Januar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lucas, Wirtschaftsprüfer

Klein, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von EUR 1.567.150,96 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Januar 2025 festgestellt.

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