TRIGANO GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Wilhelm seit 4.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 19.18% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EURA-Mobil GmbHSprendlingen/Rhh.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023 (01.09.2022- 31.08.2023)1. Grundlagen der Gesellschaft A. Geschäftsmodell des Unternehmens Die EURA-Mobil GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Freizeitfahrzeuge und dazugehörige Dienstleistungen. Sie vermarktet diese Fahrzeuge unter den Markennamen Eura Mobil, Karmann-Mobil und Forster. B. Forschung und Entwicklung Der Kernpunkt der Entwicklungstätigkeit ist die Entwicklung neuer Baureihen und Grundrisse von Reisemobilen sowie die permanente Verbesserung der Qualität bestehender Produkte. Insgesamt arbeiteten im abgelaufenen Geschäftsjahr 18 Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung. Dies entspricht einer Reduzierung von einem Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklungskosten bewegen sich mit 1,9 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau von 1,8 Mio. €. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag im Geschäftsjahr auf der Entwicklung eines neuen Fernreisefahrzeugs auf Mercedes 4x4 Chassis, dem "Xtura". Für dieses Modell sind neue technologische Konzepte entstanden, die die Technologiekompetenz der Marke Eura Mobil im Markt weiter verstärken. Darüber hinaus schafft Eura Mobil mit dem Xtura den Eintritt in ein neues, wachsendes Marktsegment und kann hierdurch zusätzlichen Umsatz generieren. 2. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge hat sich in der abgelaufenen Saison 2023 (01.09.2022 - 31.08.2023) im zweiten Jahr in Folge sowohl in den einzelnen Kategorien als auch in den einzelnen Ländern negativ entwickelt. Während die Nachfrage in der Saison 2022/23 weiterhin hoch war und die Auftragsbücher voll waren, waren vorwiegend Lieferengpässe, insbesondere bei Chassis, der wesentliche Grund für den weiteren Rückgang der europaweiten Zulassungszahlen. Aufgrund von Preiserhöhungen war auch in diesem Jahr der Rückgang im Umsatz weniger ausgeprägt als im Absatz der Fahrzeuge. Zuletzt war aber aufgrund der hohen Inflation und des starken Anstiegs der Zinsen eine Kaufzurückhaltung auf den Händlerplätzen zu erkennen. Die Händler haben darauf reagiert und vorsichtiger disponiert. Dies führte zum Ende des Geschäftsjahres zu einem Abschmelzen der sehr hohen Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Caravan sind die Neuzulassungen im Zeitraum Januar bis September 2023 in Europa um 13,2 Prozent auf 51.961 Einheiten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gesunken. In Deutschland war ebenfalls ein Rückgang um 11,2 Prozent auf 18.752 Neuzulassungen im gleichen Zeitraum zu verzeichnen. Die Entwicklung in Deutschland ist damit etwas besser als im Durchschnitt der übrigen europäischen Länder. Diese negative Marktentwicklung lässt sich im Bereich des Cararavanmarktes im Wesentlichen auf hohe Preissteigerungen sowie auf die höhere Preissensibilität in diesem Segment zurückführen. Auch die Elektromobilität im PKW-Bereich hinterlässt ihre Bremsspuren im Markt, da Elektrofahrzeuge weniger als Zugfahrzeuge für Wohnwagen geeignet sind. Der Markt für Reisemobile lag in den ersten 9 Monaten des Kalenderjahres 2023 europaweit mit 119.984 Fahrzeugneuzulassungen mit 3,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Diese negative Gesamt-Tendenz in Europa ist in nahezu allen Ländern gegeben, wenn auch sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Lediglich Deutschland und Großbritannien bilden hier mit positiven Zuwächsen eine Ausnahme. Da der Rückgang der Zulassungszahlen bei allen Herstellern vielfach mit Lieferproblemen einhergeht, ist eine Aussage zu den Entwicklungen auf den einzelnen Ländermärkten nicht wirklich aussagekräftig, da die Produktionsmengen mehr "verteilt" als "verkauft" wurden. Während die Neuzulassungen in Deutschland in der gesamten Saison, also von September bis August um 5,7 Prozent zurückgegangen sind, konnte von Januar bis September 2023 ein kleines Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht werden. Insgesamt lagen die Neuzulassungen vom 01.09.2022 bis 31.08.2023 bei insgesamt 66.652 Reisemobilen. Trotz dieses Rückgangs bleibt Deutschland damit unangefochten weiterhin auf Platz 1 der europäischen Länderstatistik. Mit einem Anteil von rund 47 Prozent an allen europäischen Zulassungen wurden in Deutschland fast 3-mal so viele Reisemobile wie auf dem zweitgrößten europäischen Ländermarkt Frankreich zugelassen. Der Markt in Frankreich ist mit 23.705 Einheiten (-4,3 Prozent) in der Saison 2023 (September 2022 bis August 2023) gesunken. Jedoch war der Rückgang nicht ganz so kräftig wie im Vorjahr mit -17,6 Prozent. Frankreich nimmt mit einem Marktanteil von ca. 17 Prozent heute Platz zwei in Europa ein. Die skandinavischen Märkte haben sich in der Saison 2023 (September 2022 bis August 2023) deutlich negativer als der Gesamtmarkt entwickelt. In Norwegen sind die Reisemobil-Neuzulassungen mit 1.704 Fahrzeugen (-22,8 Prozent) sehr stark zurückgegangen. In Schweden ist der Markt mit 2.747 Einheiten ebenfalls stark rückläufig (-25,1 Prozent). In Skandinavien haben insbesondere Währungseinflüsse und die damit verbundenen Preissteigerungen einen entscheidenden Einfluss auf den Rückgang gehabt. Belgien hat mit 5.856 Fahrzeugen (-1,1 Prozent) nur einen leichten Rückgang erlitten nach einem sehr starken Rückgang im Vorjahr von -17,1 Prozent. In England wurde nach einem starken Rückgang im Vorjahr von -23,4 Prozent in den ersten 9 Monaten des Kalenderjahres 2023 wieder ein Zuwachs von 5,5 Prozent erreicht. In der Schweiz sind die Zulassungen um 11,4 Prozent auf insgesamt 5.353 Fahrzeuge in den ersten 9 Monaten gesunken. In Österreich sind die Neuzulassungen nach einem kräftigen Anstieg in der Vorjahressaison um 15,8 Prozent in der aktuellen Saison um -30,2 Prozent auf 3.675 Fahrzeuge eingebrochen. B. Geschäftsverlauf Insgesamt wurde von der EURA-Mobil GmbH ein Umsatz von 237,5 Mio. € erreicht, was einem Zuwachs von 16,5 Prozent entspricht. Im Absatz über alle Marken der EURA-Mobil GmbH lag die Steigerung bei 1,2 Prozent und damit etwas besser als der durchschnittliche Wert in der Entwicklung der Zulassungszahlen in Europa. Der Zuwachs im Umsatz und Absatz ist uneinheitlich bei den Marken der EURA-Mobil GmbH vertreten. Während die Marken Eura Mobil und Karmann-Mobil mit zweistelligen Wachstumsraten im 2023 aufwarten konnten, lag die Marke Forster mit einem zweistelligen Minus hintenan. Die Handelsvertretung anderer Konzernmarken wurde vorbereitend für das Geschäftsjahr 2024 mit der Marke Chausson weiter ausgebaut. Der Vertrieb dieser Marke auf dem deutschen Markt wird im Sommer 2024 gestartet. Unter dem Namen "Trigano Haus" werden nun die Marken Challenger und zukünftig auch Chausson aus Frankreich und Mobilvetta sowie Roller Team aus Italien sowie Benimar und Panama aus Spanien von der EURA-Mobil GmbH in Deutschland vertrieben. Ebenso gehört hierzu der gesamte Aftersales mit Garantiebearbeitung und Ersatzteilvertrieb für diese Marken. Der Umsatz in diesem Agenturgeschäft konnte um rund 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Stückzahl in der Produktion der Marke Eura Mobil ist um 27,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Diese Steigerung wäre noch deutlich größer ausgefallen, wenn die Chassislieferungen, verlässlich und kontinuierlich stattgefunden hätten. Aufgrund von Lieferengpässen auch bei anderen Komponenten konnten die Fertigungsabläufe nicht wie geplant eingehalten werden und es kam tageweise zu Produktionsausfällen, die einen noch höheren Output unmöglich machten. Da außer Fiat auch andere Lieferanten die Produktion nicht ausreichend mit Material versorgen konnten, mussten in der Folge zahlreiche Nachrüstaktionen durchgeführt werden. Dies führte auch zu einem deutlich höheren Bestand an unfertigen Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahresstichtag. Die Mitarbeiterzahl hat sich von durchschnittlich 447 auf 444 Mitarbeiter gemindert, im Wesentlichen im Bereich Produktion. Der Arbeitsmarkt gestaltet sich schwierig, so dass ausgeschriebene Stellen erst nach einer längeren Zeit besetzt werden können. Auch hat die eigenmotivierte Fluktuation der Mitarbeiter stark zugenommen. Die Anzahl der Auszubildenden ist mit 24 gegenüber dem Vorjahr (21) etwas höher. Die Personalkosten sind um 3,1 Mio. € trotz einer geringfügigen Verringerung der Mitarbeiteranzahl gestiegen. Neben den üblichen Tariferhöhungen hat auch die im April 2023 gezahlte Inflationsausgleichsprämie zur Kostenerhöhung beigetragen. Ebenso waren die Personalkosten im Vorjahr bedingt durch eine hohe Anzahl an Kurzarbeitstagen in der Produktion niedriger als im aktuellen Jahr. Das Finanzergebnis ist um 525 T€ angestiegen. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Zinsniveau für die im Konzernverbund ausgereichten Darlehen. Auch die durchschnittliche Höhe dieser ausgereichten Darlehen lag deutlich über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Mit 23,7 Mio. € hat sich das Ergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern um 11,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verbessert. Erstmalig in der Unternehmensgeschichte konnte damit eine zweistellige Umsatzrendite (vor Ergebnisabführung) erreicht werden. C. Lage I. Ertragslage Bedingt durch starke Preiserhöhungen und eine gute Marktsituation hat sich die Ertragslage noch stärker als der Umsatz und der Absatz weiter verbessert. Insbesondere hat das weiter anwachsende Agenturgeschäft sowie sonstige Umsatzerlöse dazu beigetragen. Trotz des nicht ganz reibungslosen Produktionsverlaufs wurden Fortschritte in der Produktivität erzielt. Ohne die Lieferengpässe bei Fiat hätte sowohl das Geschäft mit Handelswaren und das Agenturgeschäft als auch die eigene Produktion noch deutlich stärker zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist leicht gesunken und der Gesamtumsatz liegt um 16,5 Prozent über dem Vorjahr. Damit konnte der Umsatz je Mitarbeiter sogar um 17,4 Prozent gesteigert werden. Auch wenn sich die Personalkosten mit 15,6 Prozent kräftig erhöht haben, ist der Stückertrag aufgrund des 16,5-prozentigen Umsatzwachstums entsprechend angestiegen. II. Finanzlage Die Finanzlage kann als sehr stabil bezeichnet werden. Die EURA-Mobil GmbH finanziert sich komplett innerhalb der Unternehmensgruppe. Die bestehende Kreditlinie von 50 Mio. € von Trigano S.A. an die Trigano Deutschland GmbH & Co. KG, wurde am Bilanzstichtag von der EURA-Mobil GmbH mit 0 € in Anspruch genommen. Die Bestandserhöhung um insgesamt 32,8 Mio. € auf 69,4 Mio. € ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Bestände an fertigen Reisemobilen und Chassis. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen zum Bilanzstichtag mit 20,2 Mio. € um 13,1 Mio. € höher aus als im Vorjahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 16,3 Mio. € auf 7,9 Mio. € vermindert. Darin waren zum Bilanzstichtag 5,8 Mio. € Darlehensforderungen an die Trigano Deutschland GmbH & Co. KG enthalten. Die Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,5 Mio. € wurde im Geschäftsjahr 2023 an die Trigano Deutschland GmbH Co. KG ausgezahlt. Ebenso wurde im vergangenen Jahr ein neuer Ergebnisabführungsvertrag mit der Trigano Deutschland GmbH Co. KG abgeschlossen. Somit wird das Ergebnis des Jahres 2023 nicht mehr dem Eigenkapital zugeführt sondern in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 21,2 Mio. € um 6,9 Mio. € höher als im Vorjahr. Ebenso sind die Verbindlichkeiten vor Ergebnisabführung gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,2 Mio. € auf insgesamt 16,4 Mio. € angestiegen. Hinzu kommt die Ergebnisabführung in Höhe von 23,7 Mio. €. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele mit Skontonutzung beglichen. Das Forderungsmanagement ist auf die Vereinnahmung der Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen ausgerichtet. III. Vermögenslage Die kurzfristigen Forderungen und Bankbestände unterschreiten zum Stichtag die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Durch die Finanzierung innerhalb der Unternehmensgruppe ist die Liquiditätslage jederzeit abgesichert. Daraus ergibt sich insgesamt eine stabile Vermögenslage. IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und die Eigenkapitalquote heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 535 T€ und ist damit um T€ 79 angestiegen. Die Umsatzrendite vor Ergebnisabführung beträgt im Geschäftsjahr 10,0 Prozent nach 6,2 Prozent im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt im Geschäftsjahr nach Ergebnisabführung bei 34,3 Prozent nach 49,1 Prozent im Vorjahr. Zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie zur Verbesserung von Effizienz und Arbeitssicherheit wurde das Vorschlagswesen weiter genutzt. Ebenso wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr allen Mitarbeitern einheitliche Teambekleidung kostenlos zur Verfügung gestellt. Bedingt durch einen verhältnismäßig niedrigen Tarifabschluss zu Beginn des Jahres 2022 und die danach einsetzende hohe Inflation wurden die Mitarbeiter stark belastet. Zur Abfederung dieser Belastung wurde freiwillig und ohne tarifliche Verpflichtung im April 2023 eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 € je Mitarbeiter gezahlt. 3. Prognosebericht Die Prognose des Vorjahres ging von einer Steigerung des Umsatzes pro Mitarbeiter von 790 T€ auf 801 T€ aus. Dieser Wert wurde mit 565 T€ weit verfehlt. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Fiat und auch bei anderen Lieferanten konnte dieser Wert nicht erreicht werden. Aufgrund der sich wieder normalisierenden Liefersituation bei Fiat und stabilen Marktperspektiven in Europa geht die EURA-Mobil GmbH von einem starken Wachstum insbesondere bei der Handelsware im Geschäftsjahr 2024 aus. Der resultierende Umsatz je Mitarbeiter ist mit 752 T€ geplant. Die Umsatzrendite vor Ergebnisabführung hat mit 10,0 Prozent die Erwartungen des Budgets 2023 von 8,4 Prozent überschritten. Trotz des um 91,6 Mio. € niedrigeren Umsatzes gegenüber der Budgetplanung konnte eine Steigerung der Umsatzrendite erreicht werden, da die Preiserhöhungen die Mengenverluste überkompensiert haben. Die Produktion und der Gesamtumsatz soll 2024 deutlich ansteigen und durch die bessere Fixkostendeckung und die zusätzliche Marge der größeren Mengen wird sich auch das Ergebnis vor Abführung deutlich verbessern, so dass eine Umsatzrendite von 9,3 Prozent erreicht werden kann. Die geplante Eigenkapitalquote von 71,6 Prozent konnte mit der erzielten Quote von 34,3 Prozent nicht erreicht werden, da einerseits das Jahresergebnis 2023 an die Trigano Deutschland GmbH & Co. KG abgeführt wird und andererseits die Bilanzsumme von den geplanten 90,0 Mio. € mit erreichten 107,5 Mio. € überschritten wurde. Im Folgejahr ist eine Eigenkapitalquote von 41,0 Prozent bei einer Bilanzsumme von 90,0 Mio. € geplant. 4. Chancen- und Risikobericht A. Chancenbericht Die Pandemie hatte zu einem veränderten Urlaubsverhalten der Endkunden und zu einem sehr starken Nachfragesog für Reisemobile seit Sommer 2020 geführt. Die Bestellungen der Händler waren in Folge enorm angestiegen und konnten in den Geschäftsjahren 2022 und auch 2023 nicht annähernd geliefert werden, so dass die Auftragsbücher bedingt durch Überhänge des Vorjahres gut gefüllt sind. Auch wenn der pandemiebedingte Trend zum Camping-Urlaub voraussichtlich nicht in dieser Intensität anhalten wird, so ist doch davon auszugehen, dass viele neue Kunden mit unserer Urlaubsform in Kontakt gekommen sind und zu einer Marktausweitung in den nächsten Jahren beitragen werden. Das weiter wachsende Kundenpotenzial von "Best Agers", Menschen im Lebensalter von 50 bis 60 Jahren, stellt ebenfalls eine günstige Ausgangssituation für die gesamte Reisemobilbranche dar. Das derzeitige, insbesondere in Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt der EURA-Mobil GmbH, vorhandene Marktwachstum eröffnet in Kombination mit neuen marktgerechten Produkten erhebliche Absatz- und Wachstumspotenziale. Aktuell steht Eura Mobil, Karmann-Mobil und Forster eine Produktpalette zur Verfügung, die vom Handel sehr gut angenommen wird. Insbesondere die weiter verbesserte Qualität der Fahrzeuge überzeugt sowohl den Handel als auch den Endkunden. Die Gewährleistungskosten für aktuell produzierte Fahrzeuge sind im Verhältnis zu den Herstellkosten in den letzten Geschäftsjahren stabil. Die Marktresonanz - vor allem auf Messen im direkten Vergleich zu Wettbewerbern - zeigt, dass die Marke Eura Mobil für unsere Kunden eine hohe Attraktivität besitzt und dass die langjährig gepflegte Marktpositionierung den Wert- und Qualitätseinschätzungen der Kunden gerecht wird. Die Einführung von Mercedes-Chassis hat dazu beigetragen, unsere Modellpalette nach oben abzurunden. Anspruchsvollere Kundenwünsche, die auch bei der Wahl des Basisfahrzeugs eine große Rolle spielen, können hiermit erfüllt werden. Dies wird zu einer Sicherung der Marktposition von Eura Mobil beitragen. Die Marke Forster wird zu weiteren Absatzpotenzialen bei bestehenden Händlern als auch bei neuen Händlern führen; nicht zuletzt durch die Ergänzung der Produktpalette um die Van-Produkte. Die Wechselbereitschaft bestehender Händler zu Wettbewerbsprodukten im Einstiegssegment kann hiermit deutlich reduziert werden. Die in den letzten Jahren geleisteten Qualitätsverbesserungen an den bestehenden Produkten werden zu deutlich niedrigeren Qualitätskosten und Garantieaufwendungen führen. Der verstärkte Einsatz von EDV-gestützten Prozessen in allen Unternehmensbereichen ist ein wesentliches Optimierungspotenzial, das einen Großteil der geplanten Restrukturierung ausmacht. Die ERP-Software Movex wurde bereits im Vorjahr im Ersatzteilgeschäft eingeführt. Im Bereich unserer Servicewerkstatt setzen wir seit Sommer 2022 eine ERP-Software ein, die vielfach auch von unseren Händlern eingesetzt wird. Der Einsatz dieser ERP Software wurde in 2023 weiter optimiert. Damit erhalten wir zum einen ein besseres Verständnis für die Abwicklung der Geschäftsprozesse bei unseren Handelspartnern. Zum anderen eröffnen wir uns damit Wege zu einer besseren Vernetzung im Datenaustausch mit unseren Händlern. Durch die Vertriebsorganisation "Trigano Haus" werden die Aktivitäten der Trigano Gruppe auf dem deutschen Markt besser koordiniert. Es können dadurch verstärkt neue Händler angesprochen und mit einem größeren Produkt-Portfolio angeworben werden. Ebenso wird hier durch eine angestrebte Verbesserung des Aftersales Servicelevels die Kundenbeziehung gestärkt und ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2024 wird auch die Marke Chausson als Agenturmarke von Trigano Haus starten. Wir erwarten, dass sich die Stärken von Trigano Haus auch positiv auf Chausson auswirken werden. Diese Faktoren geben der EURA-Mobil GmbH die Chance, ihren Marktanteil zu verbessern und das Ergebnis deutlich auszubauen. B. Risikobericht I. Branchenspezifische Risiken Die größten Risiken liegen weiterhin in der Materialversorgung. Aufgrund der anhaltenden Engpässe in der Halbleiterproduktion und auf diversen Rohstoffmärkten haben sich nicht nur die Preisrisiken im Einkauf, sondern auch sehr materiell die Versorgungsschwierigkeiten von Vorlieferanten drastisch ausgeweitet. In dessen Folge kommt es trotz voller Auftragsbücher immer wieder zu notwendigen Produktionsunterbrechungen bzw. zu unfertigen Fahrzeugen, die mit deutlichem Mehraufwand und zeitlichem Verzug fertiggestellt werden. Hinzu kommt das Preisrisiko und die damit verbundenen Schwierigkeiten, die notwendigen Preisanpassungen rechtzeitig an die Händler weitergeben zu können. Darüber hinaus kann das Marktwachstum und die Produktionsausweitung bei allen Reisemobilherstellern zu einer Überlastung einzelner branchenspezifischer Lieferanten und damit zur Störung unseres Produktionsablaufs führen. Auch der Krieg in der Ukraine hat mit seiner Auswirkung auf Energieversorgung und Energiepreise einen erheblichen Einfluss, sowohl auf unsere Lieferketten, als auch auf die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. In Verbindung mit der zunehmenden Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Konfliktes und vor allem in Verbindung mit dem steigenden Zinsniveau werden sich bestimmte Kundengruppen mit ihrer Kaufentscheidung zurückhalten oder gar nicht mehr in der Lage sein, ein Reisemobil zu finanzieren. Das allgemeine Marktwachstum hat auch bei unseren Händlern zu großen Volumensteigerungen geführt, die sowohl personell als auch finanziell bewältigt werden müssen. Da der Umsatz häufig schneller wächst als das Eigenkapital, kann dies insbesondere bei renditeschwächeren Händlern zu Finanzierungsengpässen führen. Damit verbunden ist das Risiko, dass das vorhandene Absatzpotential nicht ausgeschöpft werden kann. Ein weiteres Risiko des Marktwachstums ist die personelle Bewältigung der vielfältigen Aufgaben. Die knappen Ressourcen des Arbeitsmarktes treffen zurzeit auf eine starke Nachfrage von unterschiedlichen Branchen. Dies führt einerseits zu langen Wartezeiten bei der Besetzung von neuen Stellen. Andererseits wird dies verschärft durch eine gesteigerte Gefahr der Fluktuation durch Mitarbeiter, die die Arbeitsmarktsituation zur Verbesserung des Einkommens nutzen. II. Ertragsorientierte Risiken Die Produktionsauslastung und die Produktivität bestimmen im Wesentlichen den Ertrag des Unternehmens. Die Auslastung der Produktion mit mindestens 1.500 eigengefertigten Fahrzeugen und das Erreichen einer Produktivität von 100 Prozent sind Voraussetzung für ein stabiles Unternehmensergebnis. Bisher konnten die gestiegenen Preise auf der Beschaffungsseite recht leicht an die Absatzseite durchgereicht werden. Ein weiteres Durchreichen von weiter anhaltenden Preissteigerungen kann aber auch zu einem Einbruch in der Nachfrage führen. Eine Entspannung in der Materialversorgung und eine damit verbundene bessere Situation in den Lieferketten würde dann zu einer Erhöhung der Produktion führen. Die sich wieder ausweitenden Produktionskapazitäten bei den Herstellern von Reisemobilen in ganz Europa können langfristig bei schwächeren Zuwachsraten der Zulassungen zu einem verschärften Wettbewerbsdruck und Verdrängungswettbewerb führen. Die Folge hieraus sind hohe Rabatte und geringere Erträge in Zukunft. III. Finanzwirtschaftliche Risiken Die EURA-Mobil GmbH hat in den letzten Jahren regelmäßig positive Ergebnisse erzielt. Hiervon kann man auch für die nächsten Jahre ausgehen. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Trigano Deutschland GmbH & Co. KG wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wieder aufgenommen. Dadurch ist zwar einerseits die Ausweitung der Eigenfinanzierung reduziert, andererseits werden damit potentielle Ertragsrisiken aber auch entsprechend abgefedert. Durch die sehr starke europäische Zinsanhebung im abgelaufen Geschäftsjahr müssen die Handelsbetriebe mit höheren Kapitalkosten für die Lagerbestände rechnen. Hinzu kommt ein erhöhter Finanzierungsbedarf durch kräftig angestiegene Preise für Reisemobile. Hieraus können zum einen Finanzierungslücken entstehen und zum anderen die Erträge der Händler sinken, was beides zu einer erhöhten Insolvenzgefahr der Handelsbetriebe führen kann. Darüber hinaus können regulatorische Einflüsse bei den einkaufsfinanzierenden Bankpartnern zu Einschränkungen in der Kreditvergabe an die Händler führen. Dies kann in der Folge zu einer Zurückhaltung der Händler bei zukünftigen Bestellungen führen. Aber auch erhöhte Kapitalkosten und die damit verbundenen Risiken können hieraus resultieren. C. Gesamtaussage Mit Beginn der Pandemie hat sich das Urlaubsverhalten verändert, was sich sehr positiv auf den Bereich der Freizeitfahrzeuge ausgewirkt hat. Auch wenn diese Dynamik nachgelassen hat, so wird nach unserer Einschätzung dieser starke Trend auch in den nächsten Jahren anhalten. Die Erwartungen für die allgemeine Marktentwicklung sind auch für das Folgejahr positiv. Das Geschäftsjahr 2024 wird die EURA-Mobil GmbH mit einem deutlich höheren Absatz und Umsatz als 2023 abschließen. Diese Ausweitung wird im Wesentlichen getragen von einer weiteren Entspannung in der Materialversorgung und der Lieferketten und durch die Erhöhung der Produktionskapazität in Sprendlingen sowie durch den zuvor beschriebenen Trend zu Reisemobilen. Das geplante Umsatzvolumen kann nur dann erreicht werden, wenn neben allgemeinen Marktrisiken auch die materialseitigen Versorgungsengpässe reduziert werden können. Daher ist die Absicherung der Produktion gegen Lieferschwierigkeiten seitens der Lieferanten von zentraler Bedeutung. Insgesamt plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 eine weitere Steigerung des Ergebnisses vor Ergebnisabführung. Für 2025 geht die Geschäftsführung von einem weiteren Wachstum in Kombination mit einer weiteren Produktionsausweitung und einer damit verbundenen insgesamt positiven Ertragslage aus. Risiken die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Das Risikomanagement insbesondere im Hinblick auf die Verbindlichkeiten und insbesondere auf die Forderungen kann als konservativ bezeichnet werden. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele mit Skontonutzung beglichen. Zur Absicherung der Forderungen werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zunächst wird für jeden Händler auf Basis von vorgelegten Bilanzen eine Bonitätseinschätzung vorgenommen und entsprechende Auftrags- und Auslieferungslimits festgelegt. Bis zu den festgelegten Limits werden Aufträge angenommen bzw. Fahrzeuge ausgeliefert. In vielen Ländermärkten erfolgt die Auslieferung erst nach Zahlungseingang. In jedem Fall werden die Zulassungsdokumente, die der Händler für die Zulassung zwingend benötigt, erst nach vollständigem Rechnungsausgleich an den Händler versendet. Risiken bestehen insofern nur für die Margen aus den Forderungen oder wenn ein Händler in betrügerischer Absicht das Fahrzeug unterschlägt. 6. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der EURA-Mobil GmbH nicht unterhalten. AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. September 2022 bis 31. August 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 01.09.2022 - 31.08.2023Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft mit Sitz in Sprendlingen ist im Handelsregister B beim Amtsgericht Mainz unter HRB 21844 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind grundsätzlich unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Beteiligungen (Finanzanlagen) EMS GmbH, Sprendlingen
European Motorhomes GmbH, Sprendlingen;
b) Vorratsvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind nach der FiFo-Methode bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.782,5 (Vj. TEUR 22.745,8). Zur Abdeckung von Einzelrisiken wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 247 (Vj. TEUR 379) gebildet. Darüber hinaus wurde zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % (Vj. 0,5 %) auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand gebildet. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.826 TEUR aktiviert, die noch mit Veranlagung festgesetzt werden. d) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag berechnet. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
e) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 24.311 (Vj. 3.972 TEUR). Die Verbindlichkeiten sind unbesichert. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse
b) Periodenfremde Erträge Im sonstigen betrieblichen Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 46 (Vj. TEUR 184) enthalten. Sie bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. c) Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 178 (Vj. TEUR 0) enthalten. Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus der Ausbuchung von Sonstigen Forderungen und Nachzahlungen. 3. Haftungsverhältnisse
Im Rahmen der Händlerfinanzierungen bestehen gegenüber diversen Banken Verpflichtungen zur Ablösung von gekündigten Einzelkrediten. Im Gegenzug hierzu erhält die EURA-Mobil GmbH, Sprendlingen, das Sicherungseigentum am Fahrzeug und die abgelöste Forderung. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den einzelnen Ablösegarantien wird aufgrund sorgfältiger Bonitätsprüfungen und den tatsächlichen Inanspruchnahmen der Vorjahre als eher gering eingeschätzt. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zukünftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich in den folgenden Geschäftsjahren auf (Angaben in TEUR):
5. Sonstige Angaben a) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich:
b) Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen an: Dr. Holger W. Siebert, Dipl. Kaufmann, Bad Kreuznach Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. c) Ergebnisverwendung Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1.9.2022 mit der Muttergesellschaft Trigano Deutschland GmbH & Co. KG, Sprendlingen, einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Handelsregistereintrag erfolgte am 13. Juli 2023. Aufgrund dieses Vertrages wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 23.653 an die Gesellschafterin Trigano Deutschland GmbH & Co. KG, Sprendlingen, abgeführt. d) Konzernabschluss Seit dem 1. Februar 2005 ist die Trigano Deutschland GmbH & Co. KG, Kreuznacher Straße 78, 55576 Sprendlingen, Amtsgericht Mainz, HRA 22419, Alleingesellschafterin. Sie ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB i. V. mit § 264a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss unter Einbeziehung der Tochter- und Enkelgesellschaften sowie einen Konzernanhang und einen Konzernlagebericht zu erstellen. Es erfolgt die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs.1 HGB. Die Trigano S.A., Paris/Frankreich ist Alleingesellschafterin und Muttergesellschaft der Trigano Deutschland GmbH & Co. KG. Sie erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach § 291 Abs.1 HGB, der unter folgender Adresse erhältlich ist: Trigano S.A. 100, rue Petit 75019 Paris Frankreich e) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers MS+P GmbH, Bad Kreuznach für Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich auf TEUR 35. f) Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Sprendlingen , 30. September 2023 gez. Dr. Holger W. Siebert ANLAGESPIEGEL
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EURA-Mobil GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EURA-Mobil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Bad Kreuznach, den 12.01.2024 MS+P
GmbH
Ralf Blum, Diplom-Betriebswirt (FH), Wirtschaftsprüfer Clemens Merk, Wirtschaftsprüfer Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16.05.2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt. |
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