ADAC RSR GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten C. Dr. Hübner seit 7.2.2014 | Geschäftsführer |
Siegfried Gehlert seit 3.12.2008 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADAC SEMünchenKonzernabschluss der ADAC SE zum 31. Dezember 2016Konzernlagebericht für 2016GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell des KonzernsDie ADAC SE, München, (vormals Blitz 16-603 SE, München), wurde am 06.04.2016 gegründet und mit notariellem Kaufvertrag vom 06.06.2016 durch den Allgemeinen Deutschen Automobil -Club e.V. (ADAC), München, ("ADAC e.V."), erworben. Im Rahmen der Neuausrichtung des ADAC wurde die ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, München, mit Vertrag vom 24.08.2016 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01,01.2016 auf die ADAC SE, München, verschmolzen. Weiterhin wurden Vermögensübertragungen im Wege von Sacheinlagen und Kaufverträgen vom ADAC e.V. und Tochterunternehmen der ADAC SE auf die Gesellschaft vorgenommen. Die ADAC SE ist zum Bilanzstichtag eine 100%ige Tochtergesellschaft des ADAC e.V. Im Rahmen ihres Gesellschaftszwecks - Beteiligung an Unternehmen und Erbringung von Wirtschaftsdiensten - verwaltet sie auch die in ihrem Besitz befindlichen Gesellschaftsanteile ihrer Tochtergesellschaften. Bei der Verschmelzung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH auf die ADAC SE wurde eine konzerninterne Umstrukturierung vorgenommen. Es handelt sich hierbei um eine Transaktion unter gemeinsamer Beherrschung, denn die an der Transaktion beteiligten Unternehmen werden durch den ADAC e.V. zu 100 % als Gesellschafter beherrscht. Durch die Beteiligung an der neu gegründeten ADAC SE hat die Umstrukturierungsmaßnahme die Beherrschungsmöglichkeit über das hierauf verschmolzene Unternehmen bzw. die dahinterstehende Gruppe nicht verändert. Vor und nach der Verschmelzung besteht ein konstanter Konsolidierungskreis. Das Konzernvermögen des neuen Konzernkreises mit der ADAC SE als Mutterunternehmen entspricht dem bisherigen Konzernvermögen des Konzernkreises der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH. Daher wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der ADAC SE, die aufgrund der erfolgten Verschmelzung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, München, noch keinen Konzernabschluss aufgestellt hat, die Buchwerte des Vorjahres fortgeführt. Entsprechend werden auch die Daten des Konzernabschlusses der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH zum 31.12.2015 als Vortragswerte bzw. als Vorjahresvergleichswerte gezeigt. GeschäftsfelderDas Geschäftsfeld Versicherungen bietet Leistungen im Rahmen der Schutzbrief-, Rechtsschutz-, Kraftfahrzeughaftpflicht-, Reisekranken-, Unfall- und Reiserücktrittskostenversicherung an. Deckungsgebiete sind die Bundesrepublik Deutschland, das europäische Ausland und die außereuropäischen Anliegerstaaten des Mittelmeeres. Die personenbezogenen Leistungen des Gruppenversicherungsvertrags mit dem ADAC e.V., München, der Reisekrankenschutz und die Unfallversicherung gelten weltweit. Darüber hinaus werden auch andere Versicherungen vermittelt. Das Geschäftsfeld Luftfahrt umfasst die Vercharterung von Flugzeugen, den Luftfahrzeugvertrieb, sowie die Luftfahrzeugwartung. Im Zeitschriften- und Buchgeschäft werden Leistungen für ADAC Mitglieder und für Nichtmitglieder durch die Herstellung und Distribution der ADAC Clubzeitschrift sowie durch die Produktion und den Vertrieb von Fachbüchern und Fachzeitschriften erbracht. Bei den Assistanceleistungen handelt es sich vorrangig um die Vermittlung und Organisation technischer Dienst- und Hilfeleistungen jeglicher Art für Kraftfahrer und Reisende und im Rahmen des ARC-Verbundes für bestimmte Kfz-Hersteller im In- und Ausland. Dazu gehört auch die Koordination und Steuerung von Callcenterleistungen im Verkehrsinformationsbereich und von personenbezogenen Leistungen. Ein weiteres Geschäftsfeld besteht in der Vermietung bzw. Vermittlung von Automobilen insbesondere an ADAC Mitglieder. Zusätzlich werden Umsatzerlöse aus Dienstleistungserbringung - insbesondere an den ADAC e.V. -, Warenverkauf, Kommissionsgeschäften und Motorsportveranstaltungen erzielt. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2016 insgesamt als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war gegenüber dem Vorjahr (1,7 %) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. Im Jahresdurchschnitt 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2015 um 0,5 % (VJ: 0,3 %). Somit erhöhte sich laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die Jahresteuerungsrate erstmals seit 2011 wieder stärker als im Vorjahr. Die Jahresteuerungsrate 2016 wurde hierbei wesentlich durch die Preisrückgänge bei Energie geprägt. Energie verbilligte sich gegenüber 2015 um 5,4 % (VJ: 7,0 %), vor allem infolge des Preisverfalls bei Rohöl. Die Mitgliederentwicklung des ADAC e.V. verzeichnete im Jahr 2016 einen weiteren Zuwachs auf insgesamt 19,62 Millionen Mitglieder. Diese Entwicklung wirkt sich auch positiv auf die Rahmenbedingungen für den Konzern aus. GeschäftsverlaufIm Berichtsjahr wurden umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen im Rahmen der Reform für Vertrauen des ADAC e.V. umgesetzt, die im nachfolgenden Abschnitt detailliert beschrieben sind. Es sind Anteile an drei Gesellschaften zugegangen und Anteile an drei Gesellschaften abgegangen. Des Weiteren erfolgten Abgänge von zwei Beteiligungen. Diese Konsolidierungskreisveränderungen sind im Konzernanhang, Abschnitt A. Allgemeine Angaben, dargestellt. Sie hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Vorgänge im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des ADACDas umfassende Reformprogramm zur Neuausrichtung des ADAC ist erfolgreich abgeschlossen -die strukturellen Umsetzungen wurden in 2016 vertraglich fixiert in die neue strukturelle Aufteilung in ADAC e.V., ADAC SE und ADAC Stiftung (3-Säulen-Struktur). Das Geschäftsjahr 2016 der ADAC SE war wesentlich geprägt durch die konkrete Ausgestaltung dieser 3-Säulen-Struktur und umfasste im Wesentlichen folgende gesellschaftsrechtlichen und schuldrechtlichen Vorgänge:
Wirtschaftliche EntwicklungAus Sicht der Unternehmensleitung war die Entwicklung des Konzerns im Jahr 2016 zufriedenstellend. Die Betriebsleistung 1 liegt im Vorjahresvergleich auf nahezu konstantem Niveau und hat sich leicht um T€ 2.098 bzw. 0,2 % auf T€ 1.163.583 verbessert. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich wie erwartet rückläufig (- T€ 15.041 bzw. 17,5 %) und beläuft sich auf T€ 71.003. Aufgrund der beschriebenen Einbringung der Geschäftsführungs- und Routinefunktionen aus dem ADAC e.V. erbringt die Muttergesellschaft seit dem 01.10.2016 vielfältige Dienstleistungen an ihre verbundenen Unternehmen sowie an die ADAC Stiftung und deren Tochtergesellschaften. ERTRAGSLAGEDer Konzern erzielte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus in Höhe von T€ 26.291 bzw. 2,4 % auf T€ 1.134.352. Das Umsatzwachstum resultierte dabei vorrangig aus den Sparten Dienstleistungen (+ T€ 23.568 bzw.>100 %), Versicherungsbeiträge (+ T€ 13.978 bzw. 1,8 %), Assistanceleistungen (+ T€ 8.197 bzw. 12,0 %) sowie Autovermietung (+ T€ 4.284 bzw. 15,5 %). Umsatzrückgänge waren vor allem in den Sparten Warenverkauf (- T€ 13.361 bzw. 88,6 %), Zeitschriftengeschäft (- T€ 9.161 bzw. 9,8 %) sowie Flugbetrieb (- T€ 2.008 bzw. 16,7 %) zu verzeichnen, während alle weiteren Sparten insgesamt mit T€ 795 bzw. 0,7 % zu einer Verbesserung der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich beitrugen. Insgesamt lag das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr leicht über den Erwartungen. VersicherungenDie Versicherungsbeiträge verbesserten sich um T€ 13.978 bzw. 1,8 % von insgesamt T€ 766.055 auf T€ 780.033 und entwickelten sich damit weitestgehend wie geplant. Die bedeutendsten Steigerungen resultieren dabei aus den Sparten Reiserücktritt/Garantieversicherung (+ T€ 6.496 bzw. 11,0 %), Krankenschutz (+ T€ 3.367 bzw. 2,8 %) sowie Schutzbrief (+ T€ 2.529 bzw. 0,7 %) und Unfallversicherung (+ T€ 827 bzw. 1,6 %). Die rückläufige Entwicklung in der Sparte Rechtsschutz aus dem Vorjahr setzte sich fort (- T€ 2.071 bzw. 1,4 %), während alle anderen Sparten insgesamt mit T€ 2.830 bzw. 8,0 % zu einer Verbesserung der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich beitrugen. Dabei beinhalten die übrigen Versicherungssparten vor allem die Kfz-Haftpflichtversicherung. Luftfahrzeugwartung, -vertrieb, -VermietungIm Berichtsjahr ergab sich entgegen der Erwartungen ein Umsatzrückgang der Sparte um T€ 3,980 bzw. 4,3% auf T€ 89.126. Der Umsatz im Bereich Flugzeughandel entwickelte sich abermals rückläufig (- T€ 83 oder 100 %). Im Berichtsjahr wurden keine Vermittlungen getätigt. Der Umsatz in der Flugzeugvermietung liegt aufgrund der geringeren Flugaktivität des größten Kunden deutlich unter dem Vorjahresniveau (- T€ 2.008 bzw. 16,7%). Ebenfalls waren die Erlöse aus der Wartung von Luftfahrzeugen leicht rückläufig (- T€ 1.889 bzw. 2,3%). Dabei ist ein leichter Rückgang bei den verkauften Arbeitsstunden zu verzeichnen - insbesondere im ersten Halbjahr. AssistanceleistungenDie Sparte weist im Vorjahresvergleich einen Umsatzzuwachs von T€ 8.197 bzw. 12,0 % auf T€ 76.479 aus, der im Wesentlichen auf die Gewinnung von Neukunden, die Ausweitung bestehender Verträge, auf Preisanpassungen, sowie auf Volumensteigerungen zurückzuführen ist und deutlich über den Erwartungen lag. Zeitschriften- und BuchgeschäftDie Umsatzerlöse im Zeitschriftengeschäft betragen im Berichtsjahr T€ 83.915 was eine Reduktion zur Vorperiode um T€ 9.161 oder 9,8 % bedeutet. Insbesondere wirkt sich hier die niedrigere Bezugsgebühr aufgrund der geringeren Anzahl der Ausgaben für die ADAC Motorwelt aus, wohingegen bei den Anzeigenerlösen eine Stabilisierung erreicht werden konnte. Das Buchgeschäft entwickelte sich mit einer Reduktion der Umsatzerlöse um T€ 1.172 bzw. 14,9 % auf T€ 6.701 erwartungsgemäß erneut rückläufig. Hauptursache hierfür waren niedrigere bzw. entfallene Garantielizenzzahlungen aufgrund von Vertragskündigungen. Insgesamt lag die Sparte damit beim Umsatz leicht unter den Erwartungen. AutovermietungDas Kooperationsmodell im Geschäftsfeld Autovermietung, welches auf einer direkten und exklusiven Rabattgewährung der Kooperationspartner an ADAC Mitglieder basiert, zeigte im Berichtsjahr vor allem im internationalen Bereich erneut ein überproportionales Wachstum und lag damit deutlich über den Erwartungen. Dabei stiegen die Umsatzerlöse aus der Vermietung eigener Fahrzeuge aufgrund einer größeren eigenen Flotte mit höherer Auslastung gegenüber dem Vorjahr um 6,4 %. Der Vermittlungsumsatz konnte nach der Steigerung von 10,4 % im Vorjahr abermals um 17,6 % gesteigert werden. Diese Entwicklung betrifft insbesondere einen starken Anstieg der Buchungen in der TOP 1 Destination USA und ist insbesondere auf die erhöhte Produktbekanntheit, die stärkere Nachfrage sowie die Nutzung des Online-Buchungsportals zurückzuführen. Insgesamt konnten somit die Umsatzerlöse besser als erwartet um T€ 4.284 bzw. 15,5 % auf T€ 31.912 gesteigert werden. WarenverkaufDie Umsatzerlöse in dieser Sparte haben sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß um T€ 13.361 bzw. 88,6 % auf T€ 1.719 im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den bereits im Vorjahr beschlossenen Übergang der Sparte Batterieservice zum 01.01.2016 auf den ADAC e.V. zurückzuführen. Erbringung von DienstleistungenDie Umsatzerlöse in dieser Sparte haben sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß deutlich um T€ 23.568 bzw. >100% auf T€ 31.850 erhöht. Dabei wirken sich vor allem die reformbedingten, bereits beschriebenen, Reorganisationsmaßnahmen und die damit verbundene Dienstleistungserbringung an IT-Dienstleistungen und weiteren Dienstleistungen an den ADAC e.V. sowie an die ADAC Stiftung sowie auch der veränderte Ausweis von früher sonstigen betrieblichen Erträgen aufgrund der veränderten Zuordnung nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") aus. Übrige GeschäftsfelderDer Umsatz der übrigen Geschäftsfelder verbesserte sich erwartungsgemäß um T€ 3.939 bzw. 13,7 % auf T€ 32.618, insbesondere begründet durch einen veränderten Ausweis von früher sonstigen betrieblichen Erträgen aufgrund der veränderten Zuordnung nach BilRUG. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um T€ 23.762 bzw. 44,6 % unter dem Vorjahreswert von T€ 53.293. Diese Entwicklung ist einerseits auf die veränderten Zuordnungen von Erträgen aufgrund BilRUG im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. So wurden T€ 29.534 im Berichtsjahr als Umsatzerlöse ausgewiesen, die im Vorjahr dem Grunde nach noch den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet waren. Unter vergleichbaren Zuordnungen ergibt sich bei der Position ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um T€ 16.927 bzw. 36,4 %, was überwiegend auf die im Vergleich zum Vorjahr verringerten Erträge aus der Zuschreibung auf Finanzanlagen (- T€ 9.070 bzw. 94,5 %) sowie die im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten Erträge aus Kostenerstattungen (- T€ 6.576 bzw. 36,0 %) zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote 2 hat sich von 57,3 % im Vorjahr auf 61,3 % erhöht. Insgesamt ist ein Anstieg des Materialaufwands um T€ 61.360 auf T€ 695.786 bzw. 9,7 % festzustellen. Die Aufwendungen für bezogene Waren sind im Vorjahresvergleich um T€ 8.063 bzw. 12,3 % auf T€ 57.241 rückläufig, was überwiegend auf den Bereich Batterieservice aufgrund des Übergangs an den ADAC e.V. und auf den Bereich Luftfahrttechnik- und -Wartung zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich gegenläufig um T€ 69.424 bzw. 12,2 % auf T€ 638.546 im Vorjahresvergleich erhöht. Hierzu trägt überwiegend der veränderte Ausweis von Provisionsaufwendungen (VJ: sonstiger betrieblicher Aufwand) von insgesamt T€ 57.406 aufgrund der veränderten Zuordnung insbesondere im Versicherungsbereich mit +T€ 45.958 sowie im Bereich Autovermietung mit + T€ 6.888 bei. Zudem ergibt sich der Anstieg aufgrund des erstmaligen Einbezugs des IT-Service-Bereichs mit T€ 4.780 bzw. 100 %. Der Personalaufwand beträgt T€ 141.462 und liegt damit um T€ 17.640 über dem Vorjahreswert von T€ 123.822. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die im Zuge der Reform für Vertrauen vom ADAC e.V. auf den Konzern übergegangenen Mitarbeiter zurückzuführen. Korrespondierend hat sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl vom 1.607 im Vorjahr auf 2.387 im Berichtsjahr erhöht. Weiterhin trugen Tarifanpassungen zum Anstieg der Personalaufwendungen bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um T€ 52.804 bzw. 18,5 % auf T€ 233.002. Dabei wirkt sich überwiegend einerseits der Rückgang der Provisionsaufwendungen um T€ 56.547, verbunden mit der veränderten Zuordnung dieser Aufwendungen zum Materialaufwand, sowie die verringerten Aufwendungen aus Leistungsverrechnungen mit dem ADAC e.V. aufgrund der Änderungen der Leistungsbeziehungen durch die Neuausrichtung mit T€ 3.558 aus. Gegenläufig wirken sich im Wesentlichen ein Anstieg des Aufwands aus der Erhöhung der Schwankungsrückstellung (+ T€ 3.859 bzw. >100 %), die Erhöhung von Wertberichtigungen (+ T€ 3.614 bzw. >100 %) sowie der Aufwand aus der Endkonsolidierung von drei Gesellschaften mit T€ 3.418 bzw. 100 % aus. Das Finanzergebnis reduzierte sich im Vorjahresvergleich um T€ 5.244 bzw. 14,3 % auf T€ 31.413. Dies ist im Wesentlichen auf die reduzierten Erträge aus Wertpapieren (- T€ 2.056 bzw. 9,1 % auf T€ 20.429) und die erhöhten Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (- T€ 2.068 bzw. >100 % auf T€ 3.329) zurückzuführen. Ein nahezu sich ausgleichender Effekt resultiert zudem aus dem Anstieg der Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (+ T€ 1.848 bzw. >100 %) sowie den reduzierten Erträgen aus Teil-Gewinnabführungsverträgen (- T€ 1.899 bzw. 10,2 %). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderten sich korrespondierend zur Ergebnisentwicklung der Muttergesellschaft und den einbezogenen Unternehmen um T€ 13.889 bzw. 23,2% auf T€ 46.095. Die sonstigen Steuern betragen T€ 489 gegenüber T€ 1.439 im Vorjahr. Dabei wirkt sich insbesondere der durch die Verschmelzung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH auf die ADAC SE induzierte Grunderwerbsteueraufwand mit T€ 2.480 aus. Gegenläufig ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für Versicherungsteuer in Höhe von T€ 2.702.
2 Materialaufwandsquote =
Materialaufwand/Umsatzerlöse
FINANZLAGEDer Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Neben der Entwicklung aus der laufenden Geschäftstätigkeit wirkt sich im Berichtsjahr insbesondere die Umsetzung der Cash Concentration Vereinbarungen zwischen dem ADAC e.V. und der ADAC SE und ihren Tochtergesellschaften aus. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ 70.784 (VJ: T€ 50.883). Im Bereich der Investitionstätigkeit beträgt der Cashflow T€ 86.052 (VJ: - T€ 34.476) und ist insbesondere auf die Umsetzung der Cash Concentration Vereinbarung zurückzuführen sowie auf die getätigten Investitionen in Fondsvermögen und Wertpapiere. Die Mittelzuflüsse (VJ: Mittelabflüsse) aus der Finanzierungstätigkeit belaufen sich auf T€ 37.398 (VJ: - T€ 17.229) und betreffen im Wesentlichen mit T€ 40.362 Einzahlungen des Mutterunternehmens im Zusammenhang mit der Neuausrichtung und mit T€ 2.972 (VJ: T€ 235) gezahlte Zinsen. Der Finanzmittelfonds beträgt damit zum Geschäftsjahresende T€ 212.246 (VJ: T€ 18.008). Aufgrund der positiven Liquiditätssituation ist der Konzern stets in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können. VERMÖGENSLAGEDie Konzernbilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 166.854 bzw. 8,6 % auf T€ 2.104.635. Die Steigerung resultiert dabei im Wesentlichen aus den oben beschriebenen Vorgängen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des ADAC (insbesondere Einbringung Routinefunktionen und IT-Teilbetrieb sowie Umsetzung der Vereinbarungen zur Cash Concentration) und zeigt sich insbesondere im Anstieg des Anlagevermögens (+ T€ 632.411 bzw. 58,7 % auf T€ 1.709.634), dem Anstieg der Wertpapiere des Umlaufvermögens (+ T€ 41.573 bzw. 100 % auf T€ 41.573) und dem Guthaben bei Kreditinstituten (+ T€ 194.238 bzw. >100 % auf T€ 212.246) bei gleichzeitigem Rückgang der Forderungen gegen den Gesellschafter ADAC e.V. (- T€ 702.313 bzw. 99,3 % auf T€ 4.997). Die Erhöhung der Immateriellen Vermögensgegenstände um T€ 9.297 bzw. >100 % auf T€ 10.838 ist insbesondere auf die im Rahmen der Einbringung des IT-Teilbetriebs erfolgten Zugänge von Software und Systemen vom ADAC e.V. zurückzuführen. Der Anstieg des Sachanlagevermögens um T€ 15.075 bzw. 27,8 % auf T€ 69.330 ist insbesondere auf die im Rahmen der Vermögensübertragung vorgenommene Einbringung von Hardware und Betriebs- und Geschäftsausstattung durch den ADAC e.V. (+ T€ 11.306) sowie den Anstieg von geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (+ T€ 3.959 bzw. >100% auf T€ 4.547) für den Neubau eines Parkdecks einerseits bzw. für Hardware andererseits zurückzuführen. Bei den Finanzanlagen erhöhten sich in der Buchwertbetrachtung vor allem die Wertpapiere des Anlagevermögens (+ T€ 380.631 bzw. 72,4 % auf T€ 906.301), was insbesondere auf den Erwerb von Investmentanteilen in Höhe von T€ 38.171 und dem Zugang an Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von T€ 346.068 aufgrund der Umsetzung der Cash Concentration Vereinbarung begründet ist. Aus überwiegend dem gleichen Grund stiegen die sonstigen Ausleihungen gegenüber dem Vorjahr (+ T€ 228.597 bzw. 48,6 % auf T€ 699.054). Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen haben sich im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der Anteile an ACTA Assistance SA, Lyon/Frankreich, sowie Starter24 Sp. Z.o.o., Posen/Polen, bei gegenläufiger Erhöhung der Anteile an ARC Europe S.A, Brüssel/Belgien, um insgesamt T€ 1.175 verringert. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.759 auf T€ 16.013 (- 19,0 %) reduziert. Diese Entwicklung ist mit - T€ 1.279 wesentlich auf die Übertragung des Bereichs Batterieservice auf den ADAC e.V. zurückzuführen. Zudem ergeben sich weitere Effekte insbesondere durch die Reduktion von Papiervorräten (- T€ 551), dem reduzierten Bestand an Ersatzteilen und fertigen Erzeugnissen in der Sparte Luftfahrt (- T€ 1.241) sowie einem verringerten Bestand an Tankkarten (- T€ 486). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 700.328 auf T€ 120.685 bzw. - 85,3 % verringert. Der dominierende Effekt ist dabei die Umsetzung der Cash Concentration Vereinbarung verbunden mit einer vollständigen Reduktion der Forderungen gegen den ADAC e.V. aus Cash Concentration im Vergleich zum Vorjahr um T€ 722.311. Gegenläufig wirkt der Anstieg der übrigen Forderungen gegen den ADAC e.V. aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um T€ 1.842 bzw. 4,8 % auf T€ 40 084 leicht erhöht. Währenddessen verringerten sich die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft und Rückversicherungsgeschäft um T€ 8.476 bzw. 38,0 % auf T€ 13.855. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um T€ 1.416 bzw. >100 % im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 2.470 insbesondere aufgrund der gestiegenen Leistungserbringung im Wartungsgeschäft von Hubschraubern erhöht. Ebenfalls erhöht haben sich die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht von T€ 7.373 um 38,8 % auf T€ 10.234. Überwiegend ist diese Entwicklung auf die erhöhte Geschäftstätigkeit im Bereich Schadenservice mit dem Beteiligungsunternehmen SPN Service Partner Netzwerk GmbH, München, sowie auf Forderungen aus Anteilsverkäufen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.342 bzw. 9,7 % auf T€ 49.044, erhöht - zum einen durch erhöhte Forderungen aus Zinsen (+ T€ 3.526 bzw. 38,9 %) zum anderen erhöhte Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Ertragsteuer (+ T€ 10.297 bzw. 62,9 %) bei gegenläufiger Reduktion der Forderungen gegenüber Kooperationspartnern im Bereich Finanzdienstleistungen (- T€ 7.774 bzw. 69,0 %). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden im Berichtsjahr erstmalig ausgewiesen und belaufen sich auf T€ 41.573 - die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um T€ 194.237 bzw. >100 % auf T€ 212.246 erhöht. Beide Effekte sind in voller Höhe auf die Umsetzung der Cash Concentration Vereinbarung zurückzuführen. Das Konzerneigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 981.684 um 8,8 % auf insgesamt T€ 1.068.433 erhöht. Dabei wirken sich im Vorjahresvergleich insbesondere die Erhöhungen der Kapitalrücklage aufgrund der beschriebenen Einbringungsvorgänge durch den ADAC e.V. mit + T€ 13.606, Veränderungen im Konsolidierungskreis mit T€ 3.024 sowie das Konzernjahresergebnis mit T€ 71.003 aus. Zur strukturellen Zusammensetzung und zur Erläuterung der Veränderungen aufgrund der vorgenommenen Reorganisationsmaßnahmen verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel sowie die Ausführungen im Konzernanhang. Der Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter beläuft sich auf T€ 52 (VJ: T€ 929). Die Reduktion ist insbesondere auf die Veräußerung der Anteile an der Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt, zurückzuführen. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um T€ 90.497 bzw. 10,4 % auf T€ 961.800 erhöht. Dabei haben sich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der Einbringung der Routinefunktionen und des IT-Teilbetriebes aus dem ADAC e.V. mehr als verdoppelt (+ T€ 46.827 bzw. 51,1 %) und belaufen sich zum Stichtag auf T€ 138.418. Die versicherungstechnischen Rückstellungen weisen einen Zugang von T€ 27.051 bzw. 3,8 % und betragen zum Stichtag T€ 736.210. Dieser Effekt ist überwiegend durch die Erhöhung von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle um T€ 22.046 bzw. 6,8 % auf T€ 346.467 sowie auf den Anstieg der Schwankungsrückstellung um T€ 3.859 bzw. 7,0 % auf T€ 58.854 zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.592 bzw. 12,3 % auf T€ 32.731. Die Erhöhung ist überwiegend durch die Neuausrichtung bedingt. Gegenläufig wirkt sich die Auflösung der Rückstellung für Versicherungsteuer aus. Die sonstigen Rückstellungen verzeichneten eine Erhöhung von T€ 13.028 bzw. 31,5 % auf T€ 54.442. Hierbei wirkt sich primär der Anstieg der Personalrückstellungen mit T€ 11.798 bzw. 84,8 % auf T€ 25.715 aufgrund der Einbringung der Routinefunktionen bzw. des IT-Teilbetriebs aus. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich um T€ 10.376 bzw. 12,3 % auf T€ 73.685 verringert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Reduktion der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um T€ 8.039 bzw. 24,5 % auf T€ 24.716 zurückzuführen und dabei im Wesentlichen bedingt durch den Übertrag der Sicherheitseinbehalte aus Grenzdokumenten (Carnet des Passage) an den ADAC e.V. (- T€ 5.245 bzw. 100 %) sowie dem Rückgang von Verbindlichkeiten aus Kooperationsgeschäften (- T€ 2.834 bzw. 91,0 %). Gesamtaussage zur Ertrags- Finanz- und VermögenslageNach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt zufriedenstellend Die Geschäftsentwicklung sowie die reformbedingten Umsetzungsmaßnahmen sind positiv verlaufen. Im Geschäftsjahr wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 71.003 erzielt, der zwar um T€ 15.041 bzw. 17,5 % unter dem des Vorjahres mit T€ 86.044 liegt, jedoch trotzdem die Erwartungen übertroffen hat. Das Ergebnis vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um T€ 29.878 oder 20,3 % auf T€ 117.587. Diese Entwicklung basiert auf einem Rückgang des Rohergebnisses 3 (- T€ 35.456 bzw. 7,5 % auf T€ 438.214), bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge (- T€ 23.762 bzw. 44,6 %), bei erhöhten Personalaufwendungen (+ T€ 17.640 bzw. 14,2 %), bei deutlich reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (- T€ 52.804 bzw. 18,5 %) und einem um T€ 5.244 bzw. 14,3 % reduziertem Finanzergebnis. Daneben wirkt sich der um T€ 13.888 im Vergleich zum Vorjahr geringere Ertragsteueraufwand ergebniserhöhend aus, so dass sich ein im Vergleich zum Vorjahr um T€ 15.041 bzw. 17,5 % verringerter Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 71.003 ergibt. Die Eigenkapitalquote (als Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) hat sich leicht erhöht und beträgt zum Geschäftsjahresende 50,8 % (VJ: 50,7 %). Die Finanzierungsstruktur hat sich durch die Umsetzung der Vereinbarungen zur Cash Concentration grundlegend geändert. In diesem Zusammenhang hat sich der Finanzmittelfonds deutlich um T€ 194.237 bzw. >100 % auf T€ 212.245 (VJ: T€ 18.008) erhöht. Die Unternehmensgruppe verfügt damit über eine stabile Basis, ihren finanziellen Verpflichtungen auch künftig nachkommen zu können.
3 Rohergebnis = Umsatzerlöse +
Bestandsveränderung - Materialaufwand
Finanzielle LeistungsindikatorenAls finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse pro Geschäftsfeld vor Konsolidierung sowie das kumulierte Ergebnis der vollkonsolidierten Gesellschaften definiert. Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit durch die Konzernleitung nicht auf konsolidierter Basis. Die Umsatzerlöse vor Konsolidierung belaufen sich auf T€ 1.226.609 und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 61.749 bzw. 5,3 % erhöht. Die Umsatzerlöse nach Konsolidierung betragen T€ 1.134.352. Der Konsolidierungseffekt stieg von T€ 56.800 um T€ 35.457 bzw. 62,4 % auf T€ 92.256. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die neuen Verrechnungen der Dienstleistungen innerhalb des Konzerns zurückzuführen. Die konsolidierten Umsatzerlöse liegen damit über dem Planniveau. Die kumulierten Ergebnisbeiträge der einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen vor Konsolidierung betragen T€ 69.269 und nach Konsolidierung T€ 71.003 und liegen leicht über den Erwartungen. Damit hat sich der kumulierte Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorjahr um - T€ 22.228 bzw. -24,3 % verringert. Zur Darstellung der finanziellen Leistungsindikatoren auf Ebene der Sparten verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage. Da dem Konsolidierungseffekt keine wesentliche Bedeutung zukommt, werden lediglich die nicht konsolidierten Beträge berichtet. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenNeben einer effizienten und gut geführten Organisation haben die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entscheidenden Anteil an der nachhaltig positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe: Qualifikation der Mitarbeiter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben auch im Berichtsjahr einen großen Beitrag zum Erfolg der Unternehmensgruppe beigetragen. Ihre Identifikation mit den Unternehmen und ihr Engagement für deren Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Durch Auswahl, Einsatz, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter wird die Marktführerschaft im Service sichergestellt. Qualität der Produkte: Die Leistungen der Gruppe zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsanspruch aus und dienen stets dazu, die Bedürfnisse der Kunden zu bedienen. Die Produkte werden stetig auf ihren Nutzen für die Mitglieder bzw. den Kunden geprüft und bewertet. Effizienz der Geschäftsprozesse: Der Konzern steht für einen Best-in-class-Anspruch im Servicebereich. Um diesen erfüllen zu können, werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses moderne Methoden in allen Bereichen umgesetzt, um die Leistungen noch effizienter und schneller den Mitgliedern bzw. Kunden zur Verfügung zu stellen. Die Steuerung der ADAC SE und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt rein über die finanziellen Leistungsindikatoren. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTPrognoseberichtFür 2017 rechnet die deutsche Industrie mit einem stabilen Wachsturn. Nach Meinung des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) wird das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent steigen. Unternehmensspezifische EinflussfaktorenAufgrund der speziellen Beziehung des ADAC zu seinen Mitgliedern ist die Unternehmensgruppe neben den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in hohem Maße von der Mitgliederentwicklung und dem Vertrauen in die Marke ADAC abhängig. Für 2017 wird von einem leicht steigenden Mitgliederbestand ausgegangen. Der ADAC e.V. hat in den Vorjahren einen umfassenden Reformprozess ("Reform für Vertrauen") umgesetzt, mit dem Ziel, die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Mitglieder und der Öffentlichkeit in den ADAC wieder herzustellen. Dabei wurden im Berichtsjahr insbesondere die sog. Drei-Säulen-Struktur sowie deren strategische Eckpfeiler umgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden zum 01.01.2017 25,1 % der Anteile an der ADAC SE an die neu gegründete ADAC Stiftung übertragen. Umsatzprognose der wesentlichen Geschäftsfelder und ErtragsprognoseDie Aussagen zum prognostizierten Geschäftsverlauf im kommenden Jahr und zu den Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche in 2017 basieren auf Einschätzungen des Vorstands, der diese nach den vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansieht. Die zukünftige Entwicklung unserer Geschäftsfelder ist jedoch auch abhängig von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs des ADAC liegen und daher nur bedingt prognostiziert werden können. Dazu zählen zum Beispiel das künftige wirtschaftliche und regulative Umfeld oder das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Die nachfolgenden Prognosen des Vorstands gehen von einem vergleichbaren Konsolidierungskreis, einem ähnlich niedrigen Zinsniveau sowie einer weiteren positiven konjunkturellen Entwicklung in Deutschland aus. Der Erfolg der Unternehmensgruppe wird wesentlich vom Versicherungsgeschäft und hier der Sparte Schutzbrief bestimmt. Für alle Sparten im Versicherungsgeschäft werden Umsatzerlöse leicht über dem Berichtsjahr erwartet. Die Sparte Luftfahrt ist vergleichsweise gering von den Mitgliederentwicklungen abhängig. Dieses Marktsegment ist weiterhin dem Wettbewerb ausgesetzt, der die Marktteilnehmer zwingt, stetig die Prozesse und Kosten zu optimieren, Personal zu qualifizieren und Neukunden zu akquirieren. Die Umsatzerlöse werden leicht über dem Berichtsjahr erwartet. In der Medienbranche ist wie auch schon in den Vorjahren eine weiter zunehmende Verschiebung der Medienrelevanz von Print zu elektronischen Medien zu beobachten. Die Intensivierung der Aktivitäten in diesem Bereich wird auch weiterhin vorangetrieben. Die Umsatzerlöse in der Sparte Zeitschriften- und Buchgeschäft werden gegenüber dem Berichtsjahr leicht rückläufig erwartet. Im Geschäftsfeld Assistanceleistungen positioniert sich der ADAC in einem wettbewerbsintensiven Umfeld weiterhin als zuverlässiger, qualitätsorientierter Anbieter für PKW- und LKW-Assistanceleistungen. Die Umsatzerlöse werden in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Im Segment der Autovermietung wird mit Umsatzerlösen leicht über Vorjahresniveau gerechnet. Die aktuellen Buchungszahlen im In- und Ausland lassen keine signifikanten Veränderungen erkennen. In den übrigen Sparten wird mit insgesamt leicht steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Insgesamt gesehen gehen wir damit bei den Umsatzerlösen des kommenden Jahres von einem moderaten Wachstum gegenüber dem Berichtsjahr aus. Für die kumulierten Ergebnisbeiträge der einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen vor Konsolidierung gehen wir in 2017 vor allem aufgrund steigender Schadenaufwendungen und Kosten im Versicherungsbetrieb u.a. aufgrund von Mehrwerteffekten im Versicherungsgeschäft mit einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse bei Nichteintritt der gesetzten Prämissen - auch wesentlich - von diesen Prognosen abweichen können. RisikoberichtEin entscheidender Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung ist ein Risikomanagement, das alle wesentlichen Risiken im Unternehmensumfeld identifiziert, analysiert, steuert und überwacht und welches Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme beinhaltet. Diese Systeme tragen ebenso dazu bei, bestehende Chancen zu erkennen und zu nutzen. Unsere Versicherungsgesellschaften verfügen auf Basis der gesetzlichen Vorschriften über ein umfangreiches Risikomanagementsystem, dessen Effizienz und Funktionsfähigkeit regelmäßig intern geprüft wird. Das Modul Risikofrüherkennung wird im Rahmen der Jahresabschlussprüfung zusätzlich extern geprüft. Sämtliche Risiken, die den Bestand der Versicherungsgesellschaften gefährden könnten, werden von diesem Risikomanagementsystem erfasst und mit der jeweils zu erwartenden Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und fortlaufend überwacht. Durch die bestehenden Steuerungs- und Controllingprozesse ist darüber hinaus sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken, deren Veränderung und gegebenenfalls neu entstandene bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und in angemessener Weise dargestellt werden, um die Entscheidungsträger und den Aufsichtsrat umfassend darüber informieren zu können. Dabei wird das Risikomanagement von einem branchenüblichen IT-Tool unterstützt. Die Risikofelder im Bereich der versicherungstechnischen Risiken, die sich daraus ergeben können, dass wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen, werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Der Schadenverlauf wird permanent überwacht. Durch eine risikoadäquate Prämienkalkulation und eine vorsichtige Dotierung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Risiken auf dem gewünschten Niveau gehalten. Im Bereich der Geld- und Kapitalmarktanlagen umfasst das Risikomanagement die Identifizierung und die Steuerung folgender spezifischer Risiken:
Die Kapitalanlage erfolgt auf Grundlage der Geschäftsordnung Finanzen sowie der im Versicherungsbereich gültigen innerbetrieblichen Kapitalanlagerichtlinien, die einen sicherheitsorientierten und restriktiven Rahmen vorgeben, um die genannten Risiken zu minimieren. Dabei sind insbesondere die breite Mischung und Streuung sowie Laufzeitstruktur und Bonitätsauswahl der Kapitalanlagen zu nennen. Das Risikopotential im Bereich der Marktpreisschwankungen im Kapitalanlagebereich bei den Versicherungen ermitteln wir regelmäßig durch Stresstests. Die Versicherungsgesellschaften haben im Berichtszeitraum die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen Stresstests bestanden. Die vorhandenen Eigenmittel überdecken das Solvabilitätssoll und erfüllen damit die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Die in der Geschäftsordnung Finanzen fixierten Rahmenbedingungen gelten auch für die Anlagerichtlinien der im Kapitalanlagenbestand gehaltenen Fonds und sonstiger fremd verwalteter Vermögenswerte. Eintretende Risiken im Bereich der Geld- und Kapitalmarktanlagen könnten erheblichen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns haben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für außerplanmäßige Abschreibungen wird jedoch als gering eingestuft. Unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen verfügen auch die konsolidierten Nicht-Versicherungsgesellschaften über ein System zur Risikoidentifizierung, -Steuerung und -Überwachung. Im Zuge dessen werden alle Risiken systematisch nach Fach- und Unternehmensbereichen im Detail aufgenommen. Es werden Instrumente und Indikatoren genannt, die Unregelmäßigkeiten rechtzeitig erkennen lassen. Darüber hinaus gewährleisten Meldeketten und das Einleiten geeigneter, im Vorfeld definierter Gegenmaßnahmen eine rasche Reaktion im Eintrittsfall. Grundsätzlich werden einmal im Jahr alle Risiken auf ihre Aktualität überprüft, gegebenenfalls überarbeitet, sowie um neue Risikoaspekte erweitert. Alle Risiken werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert. Die Entscheidungsträger sind durch eine laufende Berichterstattung in diesen Prozess jederzeit eingebunden. Währungsrisiken im Geschäftsbereich Luftfahrt wird durch entsprechende Sicherungsgeschäfte gegengesteuert, sodass hieraus keine Risiken zu erwarten sind. Dem Preiserhöhungsrisiko des Treibstoffs im Flugbetrieb ist durch Anpassungsklauseln in den Verträgen weitgehend Rechnung getragen. Auf dem Anzeigen- und Vertriebsmarkt wird aufgrund der technischen Innovationen und der zunehmenden Verdrängung von Printmedien durch elektronische Medien auch künftig ein stark konditionenorientierter Verdrängungswettbewerb vorherrschen. Im Buchhandel ist zudem seit Jahren eine zunehmende Konzentration auf wenige Händler zu beobachten. Die dadurch verursachte margenmindernde Konkurrenzsituation erzeugt auch weiterhin schwierige Bedingungen für das Vertriebsgeschäft. Das Anzeigengeschäft hat sich, wie schon in den letzten Jahren, intensiv auch auf die Vermarktung von Sonderinsertionsformen bzw. kundenindividuellen Angeboten konzentriert, um damit die Attraktivität für Anzeigenkunden auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Gekennzeichnet ist das Anzeigengeschäft vor allem durch einen hohen Konditionendruck, forciert durch die o.g. sich weiter intensivierende medienübergreifende Konkurrenzsituation. Dem Risiko von Papierpreiserhöhungen wird mit Einjahresverträgen, ggf. mit einer maximalen Obergrenze für mögliche Preiserhöhungen im 2. Halbjahr, entgegengewirkt. Dem Remissionsrisiko wird durch die produktbezogene Bildung einer Rückstellung auf der Basis von Erfahrungs- und Schätzwerten Rechnung getragen. Im Assistancebereich ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu erwarten. Durch die Kombination von Kernprodukt Assistance mit ergänzenden Dienstleistungen soll die Kundenbindung weiter intensiviert und die Barrieren für einen potenziellen Lieferantenwechsel erhöht werden. Aufgrund vertraglicher Gestaltungen sind sowohl die Einkaufspreise, als auch die Verkaufspreise gesichelt, so dass hieraus keine hohen Volatilitäten entstehen Im Bereich Autovermietung werden die Risiken eines Flottenbetriebes von den jeweiligen Kooperations- und Franchisepartnern getragen. Etwaige Risiken in der Standfestigkeit des Online-Buchungs- und Vergleichsportals wurden im Berichtsjahr beseitigt, so dass eine Systemverfügbarkeit von 99,52 % in 2016 erzielt werden konnte. Beim Betrieb der eigenen Flotte sind bestehende Risiken durch kurzfristige Verträge mit mehreren Vertragspartnern minimiert. Aufgrund der konservativen Finanzanlagepolitik sind für die ADAC SE derzeit keine Liquiditäts- und Ausfallrisiken erkennbar. In Abhängigkeit der Dauer der Niedrigzinsphase sind zumindest kurz- bis mittelfristig reduzierte Zinseinnahmen zu erwarten. Sicherungsgeschäfte bestanden nicht. Auf Grund der vorwiegenden Tätigkeit in Deutschland bestehen keine wesentlichen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Die ADAC SE hat entsprechend ihrer restriktiven Risikohandhabung angemessen Vorsorge getroffen. Wesentlichen Ausfallrisiken, vor allem im Rahmen der Informationsverarbeitung und Telekommunikation, wird im Rahmen des laufend überprüften Konzepts Notfallvorsorge Rechnung getragen. Projektrisiken hinsichtlich Aufwands- und Ertragsentwicklung werden im Rahmen eines internen Projektmanagement-Systems frühzeitig erkannt. Die Steigerung der Löhne und Gehälter wurden in der Planung berücksichtigt, so dass die ADAC SE keine wesentlichen Auswirkungen auf die Prognose erwartet. Das Risiko, das sich aus der Mitarbeiter-Fluktuation ergeben könnte, schätzen wir als sehr gering ein. Rechtliche Risiken zu schwebenden Verfahren und Prozessen wurde durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der Ausgang dieser Verfahren und Prozesse ist ungewiss. Die ADAC SE schätzt aber das Risiko einer wesentlichen weiteren Belastung der Ertragslage im Prognosezeitraum als gering ein. Gleichzeitig kann, abweichend von der Erwartung, der Ausgang von Verfahren und Prozessen auch einen positiven Effekt auf die Ertragslage haben. Die Maßnahmen zur vollständigen Begrenzung der operationalen Risiken innerhalb der IT-Prozesse bzw. Aufbau- und Ablauforganisation sind vielfältig und umfassen neben umfangreichen technischen und organisatorischen Maßnahmen auch Schutzvorkehrungen und Notfallplanungen. Das Liquiditätsmanagement nahezu aller konsolidierten Gesellschaften wird durch das zentrale Cash Concentration System der ADAC SE aktiv gesteuert. Die erforderliche Liquidität war und ist stets gewährleistet. Ein künftiges Liquiditätsrisiko ist nicht erkennbar. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wird auf Basis organisatorischer Sicherungsmaßnahmen gewährleistet und in Verbindung mit prozessabhängigen Kontrollen laufend optimiert. Die Interne Revision ist in das Interne Kontrollsystem eingebunden und prüft die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements prozessunabhängig. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach Auffassung des Vorstands keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. ChancenberichtDie anerkannt hohe Leistungsfähigkeit der Versicherungsprodukte der Gruppe wird weiterhin die geschäftliche Entwicklung positiv beeinflussen. Dabei wird die hohe Mobilität der ADAC Mitglieder weiter die Nachfrage nach passenden Versicherungsprodukten positiv bestimmen. Eine zielgerichtete Förderung und Aufwertung der Produktangebote mit ADAC-spezifischen Leistungen und der weiterhin einzigartigen Möglichkeit des Produktvergleichs der großen national und international agierenden Qualitätsanbieter in einem einheitlichen Preisvergleichsportal eröffnen insbesondere im Segment Autovermietung die Möglichkeiten weiteren Umsatzwachstums. Durch die Kombination von Kernprodukt Assistance mit ergänzenden Dienstleistungen soll die Kundenbindung weiter intensiviert und die Barrieren für einen potenziellen Lieferantenwechsel erhöht werden. Zunehmende Anforderungen interner und externer Kunden hinsichtlich Monitoring und Informationsbereitstellung bedingen einerseits notwendige Investitionen im DV-Bereich, stellen andererseits eine erstrebenswerte Voraussetzung für den Erhalt der Verträge dar. Weiterhin verfügt die Unternehmensgruppe über ein ausgeprägtes Kundenmanagementsystem. Zahlreiche CRM-Aktivitäten, insbesondere laufende Kontakte mit den Kunden stärken die Kundenbindung und machen Entwicklungen vorhersehbar, die zur Einleitung entsprechender Maßnahmen führen. Neue Geschäftsideen bzw. Produkte werden erst nach ausführlicher Prüfung und Erstellung eines Business-Case bearbeitet. Dabei unterliegt der Prozess eindeutig definierten Vorgaben und Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig werden durch das laufende Monitoring mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und bei Bedarf zeitnahe Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.
München, den 24. April 2017 Der Vorstand gez. Marion Ebentheuer gez. Mahbod Asgari Nejad gez. Ralf Spielberger Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für 2016
Kapitalflussrechnung für 2016
Konzerneigenkapitalspiegel für 2016
Konzernanhang für 2016ALLGEMEINE ANGÄBEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSSREGISTERINFORMATIONENDie Gesellschaft ist unter der Firma ADAC SE mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 225321 eingetragen. Die Gesellschaft wurde am 06,04.2016 gegründet und am 25.04.2016 unter der Firmierung Blitz 16-603 SE, München, mit einem Grundkapital von EUR 120.000,00 in das Handelsregister eingetragen. Die Umbenennung in ADAC SE, München, erfolgte am 06.06.2016 durch Neufassung der Satzung der Gesellschaft. Mit Verschmelzungsvertrag vom 24.08.2016 sowie des Beschlusses der Hauptversammlung vom 24.08.2016 und des Beschlusses der Gesellschafterversammlung der übertragenden Gesellschaft vorn 24.08.2016 wurde die Gesellschaft mit der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, München (Amtsgericht München, HRB 67325) ohne Erhöhung des Grundkapitals mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2016 zu Buchwerten verschmolzen. Die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 31.08.2016. ALLGEMEINE HINWEISEDer vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB, §§ 150 ff. AktG und nach den Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) aufgestellt. Der DRS 8 Tz. 49 und der DRS 18 wurden, soweit sie über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Angaben und Erläuterungen fordern, nicht angewendet. Vorbehaltlich der Bestimmung des Artikels 10 der Verordnung über das Status der Europäischen Gesellschaft (SE) wird eine SE in jedem Mitgliedstaat wie eine Aktiengesellschaft behandelt, die nach dem Recht des Sitzstaats der SE gegründet wurde. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zum besseren Verständnis sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die nicht im Gesetz vorgesehenen Zwischensummen "Finanzergebnis" und "Ergebnis vor Steuern" ergänzt. Bei der Verschmelzung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH auf die ADAC SE wurde eine konzerninterne Umstrukturierung vorgenommen. Es handelt sich hierbei um eine Transaktion unter gemeinsamer Beherrschung, denn die an der Transaktion beteiligten Unternehmen werden durch den Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC), München (kurz: ADAC e.V.), zu 100 % als Gesellschafter beherrscht. Durch die Beteiligung an der neu gegründeten ADAC SE hat die Umstrukturierungsmaßnahme die Beherrschungsmöglichkeit über das hierauf verschmolzene Unternehmen bzw. die dahinterstehende Gruppe nicht verändert. Vor und nach der Verschmelzung besteht ein konstanter Konsolidierungskreis. Das Konzernvermögen des neuen Konzernkreises mit der ADAC SE als Mutterunternehmen entspricht dem bisherigen Konzernvermögen des Konzernkreises der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH. Daher wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der ADAC SE, die aufgrund der erfolgten Verschmelzung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, München, noch keinen Konzernabschluss aufgestellt hat, die Buchwerte des Vorjahres fortgeführt. Entsprechend werden auch die Daten des Konzernabschlusses der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH zum 31.12.2015 als Vortragswerte bzw. als Vorjahresvergleichswerte gezeigt. Vor der Zusammenfassung der einzelnen Jahresabschlüsse wurden die gemäß der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen branchenspezifisch erstellten Abschlüsse der einbezogenen Versicherungsgesellschaften durch Unigliederungen dem handelsrechtlich vorgeschriebenen Gliederungsschemata angeglichen. In die Konzernbilanz wurden zusätzlich Posten für versicherungsspezifische Sachverhalte eingefügt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie der nachstehend beschriebenen Reorganisationsmaßnahmen ist in Bezug auf einzelne Positionen der Konzern-Bilanz und der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten des Konzernabschlusses der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH gegeben. KONSOLIDIERUNGSKREIS
1) Neugründung in 2016
VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESIm Rahmen der Reorganisationsmaßnahmen des ADAC e.V. wurden mit Vertrag vom 02.12.2016 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.12.2016 die Geschäftsanteile an der ADAC U Service GmbH, München gegen Ausgabe von 6.022 neuen Aktien eingebracht. Die Anschaffungskosten betrugen T€ 2.595. Die ADAC IT Service GmbH, München wurden mit einer Beteiligungsquote von 100 % erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die ADAC IT Service GmbH wurde im Geschäftsjahr 2016 neu gegründet. Des Weiteren erfolgte im Rahmen der Reorganisationsmaßnahmen mit Vertrag vom 29.06.2016 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.07.2016 die Einbringung der Geschäftsanteile an der GKS Gesellschaft für Kommunikationsservice mbH, Passau, und der Dienstleistungs-Center Halle GmbH (DLC Halle), Halle (Saale), aus dem ADAC e.V. Die Anschaffungskosten betrugen T€ 139. Die Gesellschaften wurden mit einer Beteiligungsquote von jeweils 100 % erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Gemäß DRS 4 Tz. 56 werden folgende Angaben gemacht:
* = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern
Durch den Erwerb von weiteren Anteilen an der Europe Net NV, Brüssel, im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Beteiligungsquote um 20 Prozentpunkte auf 89,91 % erhöht. Die Anteile an der Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt/Main, wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2016 verkauft. Das im Jahr 2010 beantragte Insolvenzverfahren für die ADAC Yol Yardim Hizmetleri Ticaret A.S., Istanbul, wurde in 2016 abgeschlossen und die Gesellschaft liquidiert. Die Anteile an den assoziierten Unternehmen ACTA Assistance SA, Limonest, und Starter24 Sp, z o.o., Posen, wurden zum 05.10.2016 bzw. 29.06.2016 veräußert. Zudem erfolgten die Abgänge der Anteile an der Verkehrswacht Medien & Service-Center GmbH, Bonn, zum 19.12.2016 sowie an der ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg GmbH, Linthe, zum 16.12.2016. Die Gesellschaften wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nach § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die zusammengefassten Jahresergebnisse der aufgrund untergeordneter Bedeutung nach § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen betragen 0,003 % des Konzernjahresergebnisses des Vorjahrs; ihr Anteil an der Konzernbilanzsumme des Vorjahrs liegt bei 0,008 %. KONSOLIDIERUNGSSTICHTAGDer Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der mit den Abschlussstichtagen der einbezogenen Tochterunternehmen identisch ist. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird ohne Ergebnisverwendung dargestellt. In der Konzernbilanz wird die Position erwirtschaftetes Kapital ausgewiesen, die neben den Ergebnissen und Gewinnrücklagen aller einbezogenen Unternehmen, sämtliche erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Konsolidierungsvorgänge, den Konzernjahresüberschuss sowie den Konsolidierungsausgleichsposten enthält. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel entsprechend erläutert. Die Kapitalkonsolidierung für Tochterunternehmen, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger BilMoG-Anwendung erworben wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung für Tochterunternehmen, die seit 1. Januar 2010 (Einführung des BilMoG) erworben wurden, erfolgte gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Sich vor dem 1. Januar 2010 ergebende aktivische Unterschiedsbeträge wurden - soweit sie nicht auf Vermögensgegenstände zuordenbar waren - als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder erfolgsneutral mit dem erwirtschafteten Kapital verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge, die sich vor dem 1. Januar 2010 ergaben, wurden dem erwirtschafteten Kapital zugeordnet. Der bei Einführung des Bilanzrichtliniengesetzes zum 1. Januar 1987 bestehende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde in Anwendung des Artikel 27 des Einführungsgesetzes zum HGB als Konsolidierungsausgleichsposten erfolgsneutral in das erwirtschaftete Kapital eingestellt. In den Vorjahren verminderte sich dieser Posten aufgrund der Ausschüttung vororganschaftlicher Rücklagen eines Tochterunternehmens, Rücklagenentnahmen von Tochterunternehmen und des Ausscheidens eines Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis. Die Einbeziehung assoziierter Unternehmen, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger BilMoG-Anwendung erworben wurden, erfolgte nach der Equity-Methode mit den Anschaffungskosten der Beteiligung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, fortgeschrieben um die Veränderung des anteiligen Eigenkapitals, Ein aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert bzw. in Vorjahren mit dem erwirtschafteten Kapital verrechnet. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird im erwirtschafteten Kapital ausgewiesen. Der Anteil am Jahresergebnis dieser Unternehmen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert dargestellt. Anteilige Jahresfehlbeträge werden nur bis zur Höhe des Buchwerts berücksichtigt Die Equity-Bewertung erfolgt auf der Grundlage der nach dem jeweiligen Landesrecht erstellten Jahres- bzw. Konzernabschlüsse. Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns werden aufgerechnet, ebenso Aufwendungen und Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie die aus dem gegenseitigen Rückversicherungsgeschäft bei den Versicherungsgesellschaften resultierenden Posten. Aufrechnungsunterschiede aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam behandelt. Die Eliminierung von Zwischengewinnen bzw. -Verlusten in Vermögensgegenständen der Konzernbilanz, die auf zu marktüblichen Bedingungen durchgeführten konzerninternen Lieferungen und Leistungen beruhen, ist für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die wesentlichen Effekte aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sind bei den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beschrieben. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den auch für die ADAC SE, München, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Wertansätze, die auf der Anwendung von für Versicherungsgesellschaften wegen der Besonderheit des Geschäftszweigs geltenden Vorschriften beruhen, wurden beibehalten. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die im Wesentlichen 3 bis 5 Jahre beträgt, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geschäfts- oder firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Bestandsdauer der Unternehmen sowie des Lebenszyklus der Produkte und Dienstleistungen der erworbenen Unternehmen wird eine Nutzungsdauer der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte von 15 Jahren als angemessen betrachtet. Die Restnutzungsdauern der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte liegen zwischen 2 und 8 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern die Wertminderung von Dauer ist. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen im Allgemeinen linear, teilweise auch degressiv, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die bei Gebäuden 25 bis 40 Jahre und beim übrigen Sachanlagevermögen im Wesentlichen 3 bis 13 Jahre beträgt. Es werden außerplanmäßige Abschreibungen in erforderlichem Umfang vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird analog § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der im laufenden Jahr und den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Zuschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 5 HGB bis zu den Anschaffungskosten oder einem niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Bei über-pari erworbenen Papieren wird das Aufgeld linear über die Restlaufzeit abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne anteilige Gemeinkosten. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Aus Gründen der Klarheit werden alle Beziehungen zwischen dem ADAC e.V. und seinen Tochter bzw. Enkelunternehmen, sofern diese nicht konsolidiert wurden, sowie die Beziehungen zwischen diesen Unternehmen untereinander als solche zu verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurde die Anbindung an die Cash Concentration des ADAC e.V. mit Wirkung zum 1. November 2016 beendet. Bis zur Beendigung wurden die Mittel unbesichert zur Verfügung gestellt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Verpflichtungen aus Deferred Compensation sind durch Riickdeckungsversicherungen grundsätzlich gesichert. Diese ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden, sofern verpfändet, mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Erträge und Aufwendungen wurden entsprechend saldiert. Die nicht verpfändeten Vermögensgegenstände werden weiterhin als sonstiger Vermögensgegenstand in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Für diese erfolgte keine Saldierung der Erträge und Aufwendungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 4,03 % (Stand: November 2016) bzw. 4,01 % (Stand: Dezember 2016) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung in der Fassung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend wurden mit 0,0 % bis 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % bis 2,0 % berücksichtigt. Der in der Zuführung zur Rückstellung enthaltene Zinsanteil wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Unter der Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird eine anteilige Unterdeckung der Unterstützungskasse des ADAC e.V. GmbH, München, ausgewiesen. Der Fehlbetrag ergibt sich aus der Differenz zum anteiligen, steuerlich durch § 4 EStG begrenzten Kassenvermögen der Unterstützungskasse des ADAC e.V. GmbH, München, und dem versicherungsmathematischen notwendigen Erfüllungsbetrag. Die auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beitragsanteile aus den im Bestand befindlichen Versicherungsverträgen werden überwiegend pro rata temporis errechnet und als versicherungstechnische Rückstellungen (Beitragsüberträge) ausgewiesen. Die Beitragsüberträge für das übernommene Versicherungsgeschäft entsprechen den Aufgaben der Vorversicherer und berücksichtigen die nicht übertragungsfähigen Beitragsteile. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Teil nach Durchschnittssätzen oder individuell nach Aktenlage ermittelt. Die Anteile des Rückversicherers an der Schadenrückstellung werden entsprechend vertragsgemäß ermittelt. Für das in Riickdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird die Schadenrückstellung nach den Aufgaben der Zedenten angesetzt. Die zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf gebildete Schwankungsrückstellung wird gemäß § 29 RechVersV und den in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Vorschriften bzw. entsprechend korrespondierenden ausländischen Bestimmungen berechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird nach dem sog. Blockmodell gebildet, wobei sowohl der Aufstockungsbetrag als auch der Erfüllungsrückstand mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildeten notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 HGB gebildet wurde. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Schadenrückstellungen, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der abweichenden Bewertung von Investmentfonds. Passive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der abweichenden Bewertung von Beteiligungen. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, werden berücksichtigt. Es erfolgt eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern. Insgesamt ergibt sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern, der nicht angesetzt wird. Der für die Berechnung latenter Steuern anzuwendende Konzernsteuersatz beträgt im Jahr 2016 32,75 %. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag noch offene Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Das anteilige Eigenkapital bei ausländischen assoziierten Unternehmen wird zu historischen Anschaffungskursen, das anteilige Jahresergebnis wird zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Einzelabschlüsse von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, deren Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt sind, werden anhand der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Demnach werden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs, Eigenkapitalbestandteile zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge und Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Sich ergebende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen und erst beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis erfolgswirksam aufgelöst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. In folgenden Fällen sind Finanzanlagen in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB mit einem um T€ 4.477 über dem beizulegenden Wert liegenden Buchwert ausgewiesen worden:
Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, da die Wertminderung als nicht von Dauer eingestuft wird. Als Gründe hierfür sind die Wertminderung aufgrund der Zinsentwicklung sowie ein nicht bestehendes Kreditausfallrisiko aufzuführen. Sämtliche Wertpapiere der genannten Kategorie im Kapitalanlagenbestand der Gesellschaft werden regelmäßig bis zur Endfälligkeit gehalten und es erfolgt die Rückzahlung zum Nennwert. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB werden zum Investmentvermögen folgende Angaben (in T€) gemacht:
(2) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 98 (VJ: T€ 0). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 12.722 (VJ: T€ 9.148) noch nicht fällige, zum Stichtag abgegrenzte Zinsforderungen sowie Rückdeckungsansprüche ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 145 (VJ: T€ 609) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. (3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus VermögensverrechnungDer aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2. Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit verpfändeten Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen aus Deferred Compensation dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Deferred Compensation ist bei einem großen deutschen Versicherungsunternehmen rückgedeckt. Die Zeitwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden uns von diesem zum Bilanzstichtag mitgeteilt. (4) KonzerneigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das gezeichnete Kapital der ADAC SE, München, in Höhe von € 127.022,00 ist bei einem rechnerischen Nennbetrag je Stückaktie von € 1,00 wie folgt unterteilt:
Sämtliche Anteile werden zum Bilanzstichtag vom ADAC e.V. gehalten. Das ursprüngliche gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf € 120.000,00. Nachfolgend sind die Auswirkungen auf das Eigenkapital, die sich durch die konkrete Ausgestaltung der Drei-Säulen-Struktur des ADAC e.V. ergeben haben, dargestellt: Durch die Verschmelzung der ADAC Beteiligungs - und Wirtschaftsdienst GmbH, München, auf die ADAC SE mit Vertrag vom 24.08 2016 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2016 ergab sich eine Erhöhung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr 4 HGB um € 901.456.181,30. Die Einbringung von bestimmten Geschäftsführungs- und (Teil-)Geschäftsbereichen mit allen Vermögensgegenständen und Schulden, Verträgen und Arbeitnehmern ("Routinefunktionen") aus dem ADAC e.V. mit Vertrag vom 28.09.2016 und Wirkung zum 01.10.2016 erfolgte gegen Ausgabe von 1.000 neuen Aktien. Dabei wurde das Gezeichnete Kapital um € 1.000,00 auf € 121.000,00 und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um € 2.543.825,20 auf € 904.000.006,50 erhöht. Die Einbringung der Geschäftsanteile an der ADAC IT Service GmbH mit allen Vermögensgegenständen und Schulden, Verträgen und Arbeitnehmern sowie IT-Systeme, Softwarelizenzen und Softwarepflegeverträge ("IT-Teilbetrieb") aus dem ADAC e.V. mit Vertrag vom 02.12.2016 und Wirkung zum 01.12.2016 erfolgte gegen Ausgabe von 6.022 neuen Aktien. Die ADAC IT Service GmbH wurde im Geschäftsjahr 2016 neu gegründet. Im Rahmen einer Sacheinlage wurden vom ADAC e.V. in die ADAC IT Service GmbH bestimmte IT- und Telekommunikationsinfrastruktur, IT-Hardware, IT- und Telekommunikationsverträge mit Dritten sowie dem Bereich Informationsvereinbarung des ADAC zuzuordnende Barmittel und Mitarbeiter mit allen zugehörigen Vermögensgegenständen, Schulden, Rechten und Pflichten eingebracht. In diesem Zusammenhang wurde das Gezeichnete Kapital um € 6.022,00 auf € 127.022,00 und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um € 10.922.469,90 auf € 914.922.476,40 erhöht. Der jeweilige Inhaber aller Aktien der Gattung A ist berechtigt, ein Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu entsenden. Eine zwangsweise Einziehung von Aktien der Gattung A ist unter bestimmten in der Satzung geregelten Tatbeständen zulässig. Über die Einziehung entscheidet die Hauptversammlung durch Beschluss. Von dem aus einer (teilweisen) Auflösung der freien Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB resultierendem Ausschüttungsbetrag (§ 174 Abs. 2 Nr. 2 AktG) entfällt zunächst ein Betrag in Höhe von insgesamt € 901.456.181,30 ausschließlich auf die Aktien der Gattung B und C. Soweit der durch die (teilweise) Auflösung der freien Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB resultierende Ausschüttungsbetrag € 901.456.181,30 insgesamt übersteigt, wird der Ausschüttungsbetrag unter Berücksichtigung der nachfolgenden Ausführungen nach dem Verhältnis der Anteile am Grundkapital verteilt. Entsprechendes gilt für sukzessive Auflösungen der freien Kapitalrücklage. Aus dem Bilanzgewinn entfällt auf die Aktien der Gattung A ein Gewinnvorzug in Höhe von insgesamt € 5.000.000,00. Reicht der ausschüttbare Betrag nicht zur Zahlung des Vorzugsbetrags aus, so ist der Rückstand nicht aus dem ausschüttbaren Betrag des Folgejahres nachzuzahlen. Der Gewinnvorzug ist an die jährliche Entwicklung des Verbraucherpreisindex gekoppelt. Der ausschüttbare Betrag wird um denjenigen Betrag reduziert, der in dem betreffenden Geschäftsjahr wie vorstehend beschrieben ausschließlich auf die Gattungen B und C entfällt. Im Rahmen der Gewinnverteilung entfällt auf die Aktien der Gattung A ein Anteil von 10 % des gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung an die Aktionäre auszuschüttenden Betrags, höchstens jedoch ein Betrag von € 10.000.000,00. Der Höchstbetrag ist an die jährliche Entwicklung des Verbraucherpreisindex gekoppelt. Der auf die Aktien der Gattung A entfallende Gewinnvorzug wird auf den entfallenden Anteil von 10 % angerechnet. Dabei wird der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag um denjenigen Betrag reduziert, der in dem betreffenden Geschäftsjahr wie vorstehend beschrieben ausschließlich auf die Aktien der Gattung B und C entfällt. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft wird das nach der Berichtigung der Verbindlichkeiten verbleibende Vermögen der Gesellschaft grundsätzlich unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Regelungen nach den Anteilen am Grundkapital verteilt. Ist zum Zeitpunkt der Verteilung des Abwicklungsüberschusses unter die Aktionäre aus der freien Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB noch kein Ausschüttungsbetrag in Höhe von insgesamt € 901.456.181,00 ausschließlich auf die Aktien der Gattung B und C verteilt worden, wird der Abwicklungsüberschuss solange ausschließlich nach den Anteilen am Grundkapital an die Aktien der Gattung B und C verteilt, bis die Summe aus bisher verteiltem Ausschüttungsbetrag und verteiltem Abwicklungsüberschuss € 901.456.181,00 erreicht. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.885, der in das erwirtschaftete Eigenkapital eingestellt wurde. (5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde und ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum Stichtag auf T€ 21.994. (6) Versicherungstechnische Rückstellungen
(7) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen, für Altersteilzeitverpflichtungen, für leistungsabhängige Zahlungen sowie für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen gebildet. Die Überdotierung bei sonstigen Rückstellungen, für die das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB genutzt wurde, beläuft sich insgesamt zum Bilanzstichtag auf T€ 0 (VJ: T€ 0,2). (8) VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
(9) Außerbilanzielle GeschäfteBelieferungsvertrag mit einem europäischen Hersteller von Hubschraubern und FlugzeugbauteilenZweck: Belieferung von Ersatzteilen für dynamische Komponenten und Triebwerke Risiken: keine Vorteile: Verringerung der Lagerkosten; Sicherstellung eines fixen Preises pro Flugstunde (10) Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 96.855 (davon gegenüber dem Gesellschafter T€ 24.261). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
(11) Derivative FinanzinstrumenteAngaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich in Höhe von T€ 5.465 um Devisentermingeschäfte in der Währung USD. Folgende Bewertungsmethoden wurden angewandt: Das Nominalvolumen derivativer Finanzinstrumente bezeichnet die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich die Zahlungen ableiten. Das Risiko ergibt sich daher nicht aus dem Nominalvolumen, sondern aus den darauf bezogenen Wechselkursänderungen. Der Marktwert entspricht den Gewinnen bzw. Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt über eine Marktbewertung nach allgemein anerkannten finanzmathematischen Methoden. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(12) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) haben sich im Geschäftsjahr Umgliederungen von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 29.534 ergeben. Diese betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Leistungsverrechnung mit dem ADAC e.V. (T€ 24.464). Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr wären die Umsatzerlöse mit einem Wert in Höhe von T€ 1.114.896 ausgewiesen worden. (13) Sonstige betriebliche ErträgeDie Position beinhaltet aperiodische Erträge in Höhe von T€ 5.547 (VJ: T€ 4.385), die in erster Linie aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie aus Buchgewinnen von Anlageabgängen resultieren. Bei Anwendung der Neuregelungen bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr wären die sonstigen betrieblichen Erträge mit einem Wert in Höhe von T€ 46.458 ausgewiesen worden. (14) MaterialaufwandGegenüber dem Vorjahr wurden im Geschäftsjahr zur besseren Darstellung Provisionsaufwendungen in Höhe T€ 57406 in den bezogenen Leistungen und nicht mehr im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Der entsprechende Vorjahreswert betrug T€ 56.430. Bei Anwendung der geänderten Zuordnung bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr wäre der Materialaufwand mit einem Wert in Höhe von T€ 690.856 ausgewiesen worden. (15) AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 309. (16) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus der Verrechnung von Verwaltungsserviceleistungen vom ADAC e.V., München, aus sonstigen Dienst- und Werkleistungen, Werbeaufwendungen sowie übrigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. (17) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Steuererträge in Höhe von T€ 2.967 (VJ: T€ 46) sowie aperiodische Steueraufwendungen in Höhe von T€ 18 (VJ: T€ 4.108). (18) Sonstige SteuernIn der Position sonstige Steuer n waren im Geschäftsjahr aperiodische Steuererträge in Höhe von T€ 2.686 (VJ: T€ 1) enthalten. Aperiodischer Steueraufwand war im Geschäftsjahr nicht enthalten (VJ: T€ 0). ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Finanzmittelfonds setzt sich aus Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Im Geschäftsjahr wurden die Gesellschaftsanteile der Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt/Main verkauft. Die Endkonsolidierung wirkte sich wie folgt auf den Abgang von Vermögensgegenständen und Schulden im Konzern aus:
Die Erstkonsolidierung der ADAC IT Service GmbH, München, der GKS Gesellschaft für Kommunikationsservice mbH, Passau und der Dienstleistungs-Center Halle GmbH (DLC Halle), Halle (Saale) wirkte sich wie folgt auf den Zugang von Vermögensgegenständen und Schulden im Konzern aus:
SONSTIGE ANGABENBefreiung zur Offenlegung des JahresabschlussesVon der Möglichkeit der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB machen folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen, Gebrauch: ADAC Autovermietung GmbH, München, ADAC Finanzdienste GmbH, München, ADAC HEMS Academy GmbH, Sankt Augustin, ADAC HEMS und Fachkräfte GmbH, München, ADAC IT Service GmbH, München, ADAC-Rechtsschutz Versicherungs-AG, München, ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG, München, ADAC Service GmbH, München, ADAC TruckService GmbH & Co. KG, Laichingen, ADAC Touring GmbH, München, ADAC Verlag GmbH & Co. KG, München, Aero-Dienst GmbH & Co. KG, Nürnberg, FSZ Linthe Grundbesitz GmbH, München. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Bezüge des Vorstands nach § 314 Nr. 6 a) HGB belaufen sich auf T€ 609. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Bezüge für seine Tätigkeit von der Gesellschaft erhalten. NachtragsberichtMit Wirkung zum 01.01.2017 wurden 25,1 % der Anteile (Aktien der Gattung A) an der Gesellschaft vom ADAC e.V. an die ADAC Stiftung übertragen. Die ADAC Stiftung entsendet ihre Geschäftsführung in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Seit dem Geschäftsjahr 2017 werden die Motorsportveranstaltungen durch den ADAC e.V. ausgerichtet. Im Übrigen sind keine Tatbestände von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die sich zwischen dem Bilanzstichtag und dem Erstellungsdatum des Konzernabschlusses ergeben haben. Prüfungshonorare und -LeistungenDie Tabelle zeigt die von unserem Abschlussprüfer veranschlagten Honorare für das Geschäftsjahr 2016 in den folgenden Kategorien:
MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt beträgt:
Gewinnverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der ADAC SE, München, von insgesamt € 63.615.021,20 in Höhe von € 51.112.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag von € 12.503.021,20 in die Gewinnrücklage einzustellen.
München, den 24. April 2017 Der Vorstand gez. Marion Ebentheuer gez. Mahbod Asgari Nejad gez. Ralf Spielberger Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände 2016
Entwicklung der Sachanlagen 2016
Entwicklung der Finanzanlagen 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der ADAC SE, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 8. Mai 2017 KPMG
AG
Hanshen, Wirtschaftsprüfer Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsADAC SEDer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres über die wesentlichen Vorgänge, die Lage und die Entwicklung des Unternehmens sowie über grundlegende Fragen der Unternehmensplanung durch mündliche und schriftliche Berichte unterrichten lassen. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und die Entwicklung des Unternehmens wurden in mehreren Aufsichtsratssitzungen eingehend erläutert. Dabei hat der Vorstand über das Erreichen der geplanten Ziele für das Geschäftsjahr 2016 und über die Planung für die künftige Periode berichtet. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden. Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016Die von der Hauptversammlung als Prüfer der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2016 gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte unter Einbeziehung der Buchhaltung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. Mai 2017 teil, berichtete über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Die Berichte des Abschlussprüfers wurden zustimmend zur Kenntnis genommen. Als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfungen hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass keine Einwendungen gegen die vorstehend genannten Unterlagen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss 2016 der ADAC SE ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft und stimmt diesem zu. Prüfung des AbhängigkeitsberichtsDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 gem. § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Beide Berichte wurden in der Aufsichtsratssitzung am 23. Mai 2017 eingehend erörtert und insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Der Abschlussprüfer nahm auch an dieser Sitzung teil, berichtete über die Prüfungsschwerpunkte und wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat nach seinem eigenen Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Abhängigkeitsbericht. Auch ist gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendung zu erheben. Dank Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die geleistete Arbeit herzlichen Dank und Anerkennung aus.
München, den 23. Mai 2017 der Aufsichtsrat gez. Dr. August Markl, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 der ADAC SE wurde am 23. Mai 2017 gebilligt. |
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