Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
DB Energie GmbH
Kleyerstraße 25, 60326 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Bastian seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Sonja Dreßbach seit 5.2.2026 | Prokura |
Stefan Dr. Manke seit 5.2.2026 | Prokura |
Florian Reuter seit 11.5.2024 | Geschäftsführer |
Bodo Gmel seit 14.3.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Hoffknecht seit 4.2.2022 | Geschäftsführer |
Christian Preiß seit 9.12.2015 | Prokura |
Anne Zajusch seit 13.3.2015 | Prokura |
Joachim Dr. Essig seit 13.3.2015 | Prokura |
Martin Lemke seit 13.3.2015 | Prokura |
Birgit Carlstaedt seit 6.2.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland (Bundeseisenbahnvermögen) | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DB Energie GmbHFrankfurt am MainJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT
ÜberblickWesentliche Ereignisse im Berichtsjahr Zusätzliche Mittel für die Schieneninfrastruktur ab 2024 Die Bundesregierung beabsichtigt, in den kommenden Jahren erhebliche zusätzliche Mittel bereitzustellen, um das Schienennetz zu modernisieren. Sie hat sich mehrfach dazu bekannt, zusätzlichen Investitionsbedarf für die Schiene zu decken, u. a. durch den Einsatz von anteiligen Einnahmen aus dem CO2-Zuschlag der Lkw-Maut, die ganz überwiegend für Investitionen in die Schieneninfrastruktur genutzt werden. Die höhere Förderung wird 2024 beginnen. Um bei den dringend erforderlichen Maßnahmen keine Zeit zu verlieren, sind die Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) des Deutsche Bahn Konzerns (DB-Konzern) 2023 mit Eigenmitteln für Ersatzinvestitionen und zusätzlichen Instandhaltungsaufwendungen in Vorleistung getreten, die gleichfalls dem Erhalt der Schienenwege dienen. Diese Vorleistungen sollen durch Bundesmittel abgelöst werden. Als weiteren Finanzierungsbaustein hat die Bundesregierung Ende 2023 angekündigt, bis 2029 insgesamt 20 Mrd. € über Eigenkapitalerhöhungen bereitzustellen. Einführung Deutschland-Ticket Das bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gültige Deutschland-Ticket wurde zum 1. Mai 2023 zum Preis von 49 € pro Monat eingeführt. Das Ticket ist in digitaler Form erhältlich und wird in einem monatlich kündbaren Abonnement angeboten. Das Deutschland-Ticket kann deutschlandweit in allen Nahverkehrszügen wie z.B. RB-, RE-, S-Bahn-Zügen und zusätzlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen etc. der teilnehmenden Landestarife, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen gem. Geltungsbereich und gem. deren Bedingungen für beliebig viele Fahrten genutzt werden. Eine erste Zwischenbilanz zum Deutschland-Ticket zeigt eine hohe Akzeptanz bei den Kund:innen und eine intensive Nutzung: DB Regio verzeichnete seit Einführung des Deutschland-Tickets zwischen Mai und Dezember 2023 einen monatlichen durchschnittlichen Reisendenzuwachs von rund 16% im Vergleich zu den beiden Monaten vor Einführung des Deutschland-Tickets. Tarifverhandlungen Die Tarifrunde 2023 zwischen dem Deutsche Bahn Konzern (DB-Konzern) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist am 26. Juli 2023 mit einer Einigungsempfehlung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens zu Ende gegangen. Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführerführer (GDL) begannen am 9. November 2023. Eine Einigung konnte bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts noch nicht erzielt werden. Umsetzung gemeinwohlorientierte Infrastruktur Die DB InfraGO AG ist seit Ende 2023 die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft des DB-Konzerns: Am 27. Dezember 2023 wurde mit Eintragung in das Handelsregister die DB Netz AG in DB InfraGO AG umbenannt. Gleichzeitig wurde die DB Station&Service AG auf die DB InfraGO AG verschmolzen. Die Schieneninfrastruktur wird zukünftig aus einer Hand geführt, geplant und weiterentwickelt. Qualität, Kapazität und Stabilität des Eisenbahnbetriebs sollen nachhaltig verbessert werden. Damit werden die Voraussetzungen für die Erreichung der Wachstums- und Verkehrsverlagerungsziele des Bundes und der Strategie Starke Schiene geschaffen. Das zugrunde liegende Reformpaket umfasst fünf Säulen:
Wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr Umsatz und Ergebnis über Vorjahr: Das mit der Ukrainekrise sprunghaft angestiegene Energiepreisniveau führte im Berichtsjahr zu einer deutlichen Erhöhung der Absatzpreise und Umsatzerlöse aus Traktionsstrom und Stationären Energien innerhalb eigener Netze. Umsätze aus der Strom- und Gas-Versorgung von Industrie- und Gewerbekunden außerhalb eigener Netze gingen gegenläufig zurück. Effekte aus geringeren Absatzmengen wurden durch ein höheres Preisniveau nur teilweise kompensiert. Auf der Aufwandsseite führte das grundsätzlich höhere Preisniveau zu zusätzlichen Belastungen, die durch fortlaufende Optimierungsmaßnahmen im Energiebezugsportfolio gedämpft wurden. Im Jahresverlauf sanken die Strompreise, blieben aber insgesamt auf einem hohen Niveau. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung erhöhte sich auf 166 Mio. € (im Vorjahr: 140 Mio. €). Angaben zur Gesellschaft Einordnung in den DB-Konzern Die DB Energie GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB AG und innerhalb des DB-Konzerns dem Geschäftsfeld DB Netze Energie zugeordnet. Die Organisationsstruktur des DB-Konzerns besteht im Wesentlichen aus sieben Geschäftsfeldern, die von der konzernleitenden Managementholding DB AG geführt werden. Die Anteile der DB AG befinden sich vollständig im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Das Geschäftsfeld DB Fernverkehr wird durch das Vorstandsressort Personenfernverkehr und das Geschäftsfeld DB Regio durch das Vorstandsressort Regionalverkehr geführt. Das Geschäftsfeld DB Cargo ist dem Vorstandsressort Güterverkehr zugeordnet. Seit dem 01. Januar 2024 werden die bisherigen Geschäftsfelder DB Netze Fahrweg und DB Netze Personenbahnhöfe im neuen Geschäftsfeld DB InfraGO zusammengefasst. Das Geschäftsfeld DB Netze Energie wurde in DB Energie umbenannt. Die Geschäftsfelder DB InfraGO und DB Energie werden durch das Vorstandsressort Infrastruktur geführt. Die Geschäftsfelder DB Schenker und DB Arriva sind dem Vorstandsressort Finanzen & Logistik zugeordnet. Die DB AG und I Squared Capital haben im Berichtsjahr eine Vereinbarung über den Verkauf der Arriva Group und aller verbleibenden Arriva-Landesgesellschaften an I Squared Capital unterzeichnet. Die Transaktion wird voraussichtlich 2024 abgeschlossen. DB Arriva wird aufgrund des fortgeschrittenen Verkaufsprozesses nicht mehr als Segment im Berichtswesen des DB-Konzerns geführt. Geschäftszweck der Gesellschaft Die DB Energie GmbH verfügt über eine umfangreiche, technisch komplexe Infrastruktur, die sie diskriminierungsfrei anbietet. Die weiteren Produktbereiche der DB Energie GmbH umfassen die Lieferung von 16,7-Hz-Bahnstrom, 50-Hz-Licht-/ Kraftstrom, Mineralölprodukten sowie Gas und Wärme an Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sowie andere Kunden in Deutschland. Darüber hinaus bietet die DB Energie GmbH als unabhängiger Energiemanager eine breite Palette an Dienstleistungen für Kunden innerhalb und außerhalb des Eisenbahnumfelds an. Mit ihrem erfolgreichen, prozessorientierten Management der gesamten Energielieferkette von der Beschaffung der Energie bis zur Lieferung an den Kunden konnte im Umfeld hoch volatiler Primärenergiekosten ein leistungsstarkes und wirtschaftliches Angebot über alle Produkte erbracht werden. Abgestimmt auf die DB-Konzernstrategie „Starke Schiene“ setzt die DB Energie GmbH über die Beschaffung, die Bereitstellung, den Vertrieb, das Energiesparmanagement sowie das Einbringen von Know-how bei energiepolitischen Themen ein effizientes und auf die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden ausgerichtetes Energiemanagement um. Die DB Energie GmbH verfolgt konsequent ihr Ziel, Mobilitätsunternehmen umweltfreundlich und kostengünstig mit Energie zu versorgen und auf dem Markt außerhalb des DB-Konzerns weiter zu wachsen. Als Energiemanager der Eisenbahnen in Deutschland und als Tochtergesellschaft eines der größten Energieabnehmer in Europa nutzt sie hierbei ihr Know-how gewinnbringend für ihre Kunden. Entsprechenserklärung zum Public Corporate Governance Kodex Die Entsprechenserklärung im Sinne des Public Corporate Governance Kodex des Bundes (PCGK) für das Jahr 2023 für die DB Energie GmbH ist im Corporate Governance Bericht der DB AG enthalten, der als Teil des Integrierten Berichts 2023 des DB-Konzerns veröffentlicht wird. Angaben zur Unternehmensführung Die DB Energie GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Die Geschäftsführer führen die Geschäfte der DB Energie GmbH nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz, Satzung beziehungsweise Gesellschaftsvertrag. Der Geschäftsführung gehört per 31. Dezember 2023 eine Frau an. Aufgrund der Anzahl der Mitarbeitenden ist für die DB Energie GmbH verpflichtend einen Aufsichtsrat zu bilden. Die Aufgabe des Aufsichtsrats besteht vorwiegend in der Überwachung der Geschäftsführung. Dem Aufsichtsrat gehören sechs Mitglieder an, wovon gemäß den Mitbestimmungsregelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes (DrittelbG) vier Mitglieder Anteilseignervertreter:innen und zwei Arbeitnehmendenvertreter:innen sind. Dem Aufsichtsrat gehörten per 31. Dezember 2023 zwei Frauen an. scroll
RahmenbedingungenWirtschaftliches Umfeld Der Erfolg unserer Aktivitäten hängt neben den unternehmerischen Maßnahmen von den sozio-ökonomischen Bedingungen in unserem Heimatmarkt Deutschland ab. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 geprägt von Stagnation, verbunden mit einer hohen Inflationsrate, die allerdings im Jahresverlauf deutlich zurück ging. Gründe für die deutlich schwächer als erwartete Entwicklung lagen u.a. in den Nachwirkungen der hohen Energiepreise im Vorjahr, die die Kaufkraft der Konsumenten reduzierte. Die straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit deutlich steigenden Zinsen unterstützte diese Entwicklung und belastete insbesondere den deutschen Bausektor massiv. Auch die im Jahresverlauf 2023 zunächst positive Entwicklung der Investitionen kehrte sich angesichts sinkender Aufträge und fallender Industrieproduktion im vierten Quartal 2023 um. Ein steigender Fachkräftemangel, v.a. im Handwerk, im Dienstleistungsbereich und in der Logistik führte dazu, dass bestehende Aufträge nicht fristgerecht bearbeitet und neue Aufträge teilweise abgelehnt wurden. Sinkende Exporte aus Deutschland infolge einer eingeschränkten Wachstumsdynamik in der Weltwirtschaft wirkten sich zusätzlich dämpfend aus. Die Inflationsrate ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen. Sie lag in den ersten Monaten 2023 noch bei rund 8%; im November 2023 betrug sie rund 3%, der niedrigste Wert seit Juni 2021. Während Energiepreise rückläufig waren, verteuerten sich die Ausgaben für Lebensmittel überproportional. Neben der sinkenden Inflationsrate und der auch infolge guter Lohnabschlüsse wieder ansteigenden Realeinkommen privater Haushalte zeigten wirtschaftliche Frühindikatoren zum Jahresende 2023 eine leicht verbesserte Stimmung. Allerdings ergaben sich neue Unsicherheiten aus den fiskalischen Implikationen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im November 2023 über die künftige Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte. Entwicklung auf den relevanten Märkten In Deutschland übernimmt der DB-Konzern mit seiner integrierten Struktur eine doppelte Verantwortung für den Verkehrsträger Schiene: der DB-Konzern ist zugleich Betreiber und führender Nutzer der Schieneninfrastruktur. Die damit einhergehende stärkere Kunden- und Effizienzorientierung der Infrastruktur kommt diskriminierungsfrei allen Zugangsberechtigten, insbesondere den Eisenbahnverkehrsunternehmen zugute. Die im europäischen Vergleich teilweise über die Vorgaben des unionsrechtlichen Rahmens hinausgehende Umsetzung in das nationale Recht (Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG)) sowie eine intensive Regulierungspraxis der Bundesnetzagentur (BNetzA) stellen neben den gesetzlichen Entflechtungsregeln und den DB-konzerninternen Verhaltensregeln die Unabhängigkeit sowie die Wettbewerbsneutralität der Schieneninfrastruktur sicher. Preisrückgänge an den Energiemärkten Die zentrale Sicherungspolitik des DB-Konzerns zielt darauf ab, Folgen von Energiepreisschwankungen zu minimieren. Die Entwicklung der Marktpreise 2023 schlug daher zumindest kurzfristig nicht vollständig auf die Aktivitäten des DB-Konzerns durch. Seit Sommer 2022 sanken die Ölpreise kontinuierlich und notierten 2023 zeitweise unterhalb von 80 Dollar/Barrel. Insgesamt lag der durchschnittliche Ölpreis auf Dollarbasis 2023 sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das Preisniveau war aber immer noch vergleichsweise hoch. Im Euro-Raum verstärkte der schwache Euro diese Entwicklung. Der CO2 -Preis im nationalen Emissionshandel blieb 2023 infolge des dritten Entlastungspakets konstant. Die Kraftstoffpreise in Deutschland lagen 2023 wieder etwas unter den hohen Vorjahreswerten. Die Notierungen am Terminmarkt für Strom mit Lieferungen im Folgejahr haben sich 2023 gegenüber dem Vorjahr halbiert. Treiber für den starken Preisrückgang waren insbesondere deutlich gesunkene Gaspreise, die sukzessive Wiederinbetriebnahme im Vorjahr ausgefallener französischer Atomkraftwerke und der Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien. Unterstützend wirkte zudem ein Produktionsrückgang insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen der im Vorjahresvergleich zu spürbar geringeren Energieverbräuchen führte. Die weggefallenen Erdgas-Lieferungen aus Russland wurden durch anderweitige Importe und den Ausbau der Flüssiggas-Terminal-Infrastruktur an Nord- und Ostsee ausgeglichen. Die Gasspeicherfüllstände in Deutschland erreichten 2023 ein Rekordniveau. Auch wenn die Preise für Strom verglichen mit dem Vorjahr deutlich gefallen sind, lag das Preisniveau 2023 höher als vor dem Ukraine-Krieg. Politisches Umfeld Verfahren zum Bundeshaushalt 2024 Am 5. Juli 2023 hat die Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2024 und den Finanzplan bis 2027 beschlossen. Im Etat des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sind für die Schiene im Zeitraum von 2024 bis 2027 rund 11,5 Mrd. € mehr Mittel als bisher vorgesehen. Die Zusatzmittel betreffen sowohl die Schieneninfrastruktur als auch die weiteren Förderprogramme für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienengüterverkehr, darunter zukünftig auch die Förderung des Einzelwagenverkehrs. Am 9. August 2023 hat die Bundesregierung den Wirtschaftsplan 2024 des Sondervermögens Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie den Finanzplan bis 2027 beschlossen. Für die Förderung von Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur der EIU des Bundes wird dort ein neuer Titel geschaffen und 2024 mit 4 Mrd. € dotiert. Im Finanzplan bis 2027 sind insgesamt 12,5 Mrd. € für diesen Titel vorgesehen. Am 15. November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht verkündet, dass das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig ist. Im Dezember 2023 verständigte sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte für einen überarbeiteten KTF sowie auf Anpassungen am Kernhaushalt zur Schließung der in Folge des BVerG-Urteils entstandenen Deckungslücke. Die Einigung sieht u.a. vor, dass die im Regierungsentwurf zum KTF für die Schieneninfrastruktur vorgesehenen Mittel entfallen und stattdessen zusätzliche Mittel über Eigenkapitalerhöhungen bereitgestellt werden sollen. Geplant sind Zuführungen von insgesamt 20 Mrd. € im Zeitraum von 2024 bis 2029, davon je 5,5 Mrd. € in 2024 und 2025. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung sieht die Verständigung der Bundesregierung zudem vor, dass im Etat des BMDV Einsparungen i.H.v. 380 Mio. € vorgenommen werden. Am 2. Februar 2024 wurde der Bundeshaushalt 2024 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Entwicklung Energiepreisbremsen Mit einem finanziellen Abwehrschirm federte der Bund die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für Verbraucher:innen sowie Unternehmen ab. Hierfür wurde der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 2022 mit zusätzlichen Kreditermächtigungen i.H.v. 200 Mrd. € ausgestattet. Hieraus erfolgte die Finanzierung der Gas- und Wärmepreisbremsen sowie der Strompreisbremse. Die erforderlichen Gesetze (Strompreisbremsegesetz und Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz) sind im Dezember 2022 in Kraft getreten. Auf dieser Grundlage wurde auch der Schienenverkehr vor stark steigenden Energiepreisen geschützt. Für ein »Entlastungskontingent« von 90% der Verbrauchsmenge kamen Referenzpreise zur Anwendung, die gegenüber dem Kunden nicht überschritten werden durften. Höhere tatsächliche Energiekosten wurden über die Übertragungsnetzbetreiber (Strom) und im Fall von Erdgas und Wärme über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch den Bund erstattet. Die Gegenfinanzierung der Strompreisbremse erfolgte zum Teil im Wege der Abschöpfung von Übererlösen von Betreibern von Stromerzeugungsanlagen: Diese waren verpflichtet, 90% der im jeweiligen Abrechnungszeitraum mit der Stromerzeugungsanlage erwirtschafteten Überschusserlöse, den sog. Abschöpfungsbetrag, an den Netzbetreiber, an dessen Netz die Stromerzeugungsanlage unmittelbar angeschlossen ist, zu zahlen. In mehreren Novellen hat der Gesetzgeber 2023 weitere Einzelheiten der Umsetzung der Energiepreisbremsen konkretisiert. Die gesetzlichen Anpassungen - teilweise auch über immer wieder ergänzte Antworten auf FAQ der Branche - dienten dabei auch der rechtssicheren Umsetzung im Bereich des Schienenverkehrs. Die Umsetzung der Energiepreisbremsen für alle Unternehmen stellt für die DB Energie einen erheblichen administrativen Aufwand dar. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass vielfach Prozesse und IT-Systeme angepasst werden mussten und umfangreiche Monitoring, Berichts- und Meldepflichten gegeben über Kunden und Prüfbehörde eingehalten werden müssen. Von dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) ist auch der WSF betroffen, da Kreditermächtigungen aus dem Vorjahr danach auch im WSF nicht mehr genutzt werden können. Um die Finanzierung der Energiepreisbremsen abzusichern und Rechtssicherheit zu schaffen, wurden mit dem Nachtragshaushalt 2023 Einnahmen aus Krediten in Höhe der voraussichtlichen Ausgaben i.H.v. 43,2 Mrd. € beschlossen. Allerdings hat die Bundesregierung vor diesem Hintergrund die geplante Verlängerung der gesetzlichen Energiepreisbremsen nicht vorgenommen. Die Strompreisbremse und die Erdgas-Wärme-Preisbremsen sind in der Folge am 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Entwurf Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes Das Bundeskabinett hat am 21. Juni 2023 die Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes beschlossen. Die nationalen Klimaschutzziele bleiben unverändert: bis 2030 soll eine Minderung im Vergleich zu 1990 um 65%, bis 2040 um 88% und bis 2045 die Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Alle Sektoren sollen zukünftig übergreifend und in einer mehrjährigen, vorwärts gerichteten Gesamtrechnung betrachtet werden. Zusammen mit der Überwachung der Emissionsdaten des Vorjahres soll die prognostizierte Emissionsentwicklung bis 2030 sowie für 2035, 2040 und 2045 zur Handlungsgrundlage werden. Sofern die Projektionsdaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren eine Zielverfehlung bei den Jahresemissionsgesamtmengen ausweisen, muss der Bund Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeiten. Beschluss Klimaschutzprogramm 2023 Am 4. Oktober 2023 hat die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2023 beschlossen, mit dem die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 sichergestellt werden soll. Es beinhaltet Maßnahmen in allen Sektoren. Für den Sektor Verkehr sind neben den Themenfeldern verstärkte Nutzung des Potenzials synthetischer Kraftstoffe, Antriebswechsel Lkw und schwere Nutzfahrzeuge, Beschleunigung Klimaneutralität Pkw, erneuerbare Energien und Elektrifizierung Luft- und Seeverkehr, Digitalisierung, Raum- und Verkehrsplanung sowie Mobilitätsmanagement auch das Themenfeld Schienenverkehr und Stärkung des Stadt- und Regionalverkehrs adressiert. Mit Blick auf die Schiene bekräftigt die Bundesregierung die Absicht, in den kommenden Jahren erhebliche Mittel bereitzustellen, um das Schienennetz zu modernisieren und zu erweitern. Priorität wird dabei der Steigerung der Kapazität des Kernnetzes zugeschrieben. Der zusätzliche Investitionsbedarf bis 2027 wird mit rund 45 Mrd. € beziffert. Dieser soll, soweit finanziell darstellbar, u.a. mit dem Einsatz von anteiligen Einnahmen aus dem CO2-Zuschlag der Lkw-Maut gedeckt werden. Neben der Stärkung des Investitionshochlaufs für die Schiene sind u.a. auch die Stärkung und Digitalisierung des Bestandsnetzes, die Stärkung des Schienengüterverkehrs sowie ein Digitalisierungspaket Schiene als Maßnahmen benannt. Umsetzung Deutschland-Takt Der Deutschland-Takt ist ein wesentliches Element des Masterplans Schienenverkehr. 2021 sind als Ergebnis der Bewertung eines Maßnahmenbündels für den Deutschland-Takt rund 180 Infrastrukturmaßnahmen in den vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans Schiene aufgerückt. Damit verbunden ist die grundsätzliche Finanzierungsfähigkeit aus dem Bedarfsplantitel. Grundlage der Bewertung ist der durch unabhängige Gutachter des Bundes erstellte Zielfahrplan 2030+. Am 24. November wurde durch den Bundesrat eine entsprechende Änderung der Anlage 1 des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) beschlossen. Ende April 2023 startete das BMDV den Stakeholderdialog zur Fortschreibung des Zielfahrplans des Deutschland-Takts. Der Zielfahrplan wird dabei an veränderte Bedarfe der Nutzer angepasst, u.a. an Konzepte im Schienenpersonennahverkehr der Länder. Anfang November 2023 wurde durch das BMDV mit einer Vorhabenkonferenz zum DeutschlandTakt ein neues Arbeitsgremium zur engeren Zusammenarbeit von Bund, Ländern und DB-Konzern beim Aus- und Neubau des Schienennetzes eingerichtet. Mit der jährlich stattfindenden Vorhabenkonferenz sollen Bundes- und Ländermaßnahmen zur Umsetzung des Deutschland-Takts zeitlich besser synchronisiert und Planungen beschleunigt werden. Novellierung Bundesschienenwegeausbaugesetz Am 7. Juni 2023 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) beschlossen. Das BSWAG ist die rechtliche Grundlage für Investitionen in die Bundesschienenwege. Mit der Novellierung will die Bundesregierung bestehende Investitionshemmnisse beseitigen und die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Schieneninfrastruktur stärken. Der Kabinettsentwurf schafft neue Finanzierungsoptionen durch die Öffnung der öffentlichen Finanzierung für nicht investive Tatbestände. So soll künftig auch Instandhaltungsaufwand durch den Bund gefördert werden können, ebenso einmaliger Aufwand (z.B. Rückbau, IT-Leistungen) und Folgekosten von durch den Bund veranlasster Maßnahmen. Das laufende Gesetzgebungsverfahren wurde bis Ende 2023 noch nicht abgeschlossen. Beschluss Infrastrukturbeschleunigungsgesetz Am 10. Februar 2023 beschloss der Bundestag das Gesetz zur Beschleunigung von verwaltungsgerichtlichen Verfahren im Infrastrukturbereich, das in Artikel 1 eine Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) vorsieht, wodurch die Dauer von Gerichtsverfahren bei Vorhaben mit einer »hohen wirtschaftlichen oder infrastrukturellen Bedeutung« künftig deutlich reduziert werden soll. Dazu zählt auch der Ausbau des Schienennetzes sowie insbesondere die Elektrifizierung von Schienenstrecken. Während ursprünglich nur die Oberleitungsanlagen der InfraGO hierunter fielen, soll künftig auch die Errichtung von Anlagen zur Bahnstromversorgung der DB Energie GmbH durch Verfahrenserleichterungen unterstützt werden. Das europäische Greening Transport Package Bis 2050 sollen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 90% reduziert werden. Zu diesem Zweck hat die Europäische Kommission am 11. Juli 2023 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Für den Schienenverkehr sind folgende Vorschläge mit unmittelbarer Relevanz enthalten: ein effizienteres Kapazitätsmanagement im grenzüberschreitenden Schienenverkehr, die Überarbeitung der Richtlinie für höchstzulässige Maße und Gewichte im Straßengüterverkehr sowie einen Vorschlag zur einheitlichen Berechnung verkehrsbedingter Treibhausgasemissionen. Der Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie für den Kombinierten Verkehr wurde in einem zweiten Schritt am 7. November 2023 ergänzt. Die Gesetzgebungsvorschläge der Europäischen Kommission werden nun im Europäischen Rat und im Europäischem Parlament behandelt. Mit Blick auf die bevorstehenden Europawahlen im Juni 2024 wird das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich erst 2025 abgeschlossen. Die Initiativen werden im Folgenden einzeln dargestellt.
Festlegungsverfahren zum Bahnstromnetzzugang Die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Juni 2019 getroffene Festlegung zur Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse für den Zugang zum Bahnstromnetz befindet sich derzeit in der Umsetzung. Diese hat in den IT-Systemen der DB Energie und der Netzkunden bis zum 01. Juli 2026 zu erfolgen. Mit der BNetzA und Netzkunden erfolgen Abstimmungen zu Detailfragen. Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende Das Ende Mai 2023 in Kraft getretene Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) verfolgt das Ziel, den Rollout intelligenter Messsysteme zu beschleunigen. Das Artikelgesetz enthält im Wesentlichen Änderungen zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Das Gesetz sieht einen verbindlichen Fahrplan für den Rollout mit intelligenten Messeinrichtungen vor, wonach mit gewissen Zwischenschritten bis zum 31. Dezember 2030 insgesamt 95 % aller auszustattenden Messstellen (bis 100.000 kWh/a Jahresverbrauch) mit intelligenten Messtellen auszustatten sind. Der Rollout erfolgt agil, sodass er sofort mit den bereits zertifizierten Geräten starten kann, selbst wenn noch nicht alle Funktionen freigeschaltet werden können. Ferner werden die Netzbetreiber an den Kosten für den intelligenten Messstellenbetrieb beteiligt. Hinzu kommt, dass Messstellenbetreiber zukünftig in die Verantwortung genommen werden, Steuerbefehle an Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen zu übermitteln. Komplementiert werden diese Regelungen durch die Verpflichtung von Lieferanten, dynamische Stromtarife einzuführen, die den Letztverbrauchern die Möglichkeit bieten, durch gezieltes Verbrauchsverhalten ihre individuellen Stromkosten zu senken. Die Auswirkungen und Umsetzungsbedarf werden bei DB Energie derzeit im Rahmen eines Projektes ermittelt. Wegfall des Zuschusses für Übertragungsnetzentgelte Infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Zweiten Nachtragshaushaltsgesetz vom 15. November 2023 und des entfallenen Zuschusses für die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber haben diese ihre Netzentgelte Mitte Dezember 2023 gegenüber dem Stand von Oktober 2023 noch einmal deutlich erhöht. Diese Erhöhungen schlagen auch auf die Netzentgelte der DB Energie GmbH durch, die zum 31. Dezember 2023 noch einmal angepasst und veröffentlicht wurden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklung Der Umsatz der DB Energie GmbH stieg im Berichtsjahr um 161 Mio. € auf 4.214 Mio. € an (im Vorjahr: 4.053 Mio. €). Der Stromabsatz ging in diesem Zeitraum deutlich um 25,7 % auf 15.852 Gigawattstunden (GWh; im Vorjahr: 21.324 GWh) zurück. Der Absatz von Dieselkraftstoffen war ebenfalls rückläufig und sank um 17 Mio. Liter beziehungsweise 4,3 % auf 365 Mio. Liter. Der Gasabsatz blieb wegen geringerer Handelsgeschäfte sowie Rückgängen bei Energielieferungen an Industriekunden mit 3.836 GWh deutlich um 1.219 GWh bzw. 24,1 % unter dem Vorjahreswert von 5.055 GWh. Die Erlöse aus dem Verkauf von Traktionsstrom stiegen in Folge höherer Absatzpreise um 611 Mio. € beziehungsweise 58,8 % auf 1.650 Mio. € (im Vorjahr: 1.039 Mio. €) an. Im Bereich Stationäre Energien innerhalb eigener Netze erreichten die Umsätze 383 Mio. € (im Vorjahr: 282 Mio. €) und lagen ebenfalls wegen höherer Energiepreise um 36,0 % beziehungsweise 102 Mio. € über dem Vorjahr. Außerhalb eigener Netze sank der Umsatz aus Strom- und Gasprodukten für Industrie- und Gewerbekunden sowie der Optimierung des Energiebezugsportfolios überwiegend mengenbedingt um 34,5 % auf insgesamt 1.008 Mio. € (im Vorjahr: 1.540 Mio. €). Die Erlöse aus dem Verkauf von Dieselkraftstoff, dem Biokraftstoff HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) und Heizöl fielen mengen- und preisbedingt um 58 Mio. € beziehungsweise 10,2 % auf 513 Mio. € (im Vorjahr: 571 Mio. €). Die Umsätze aus Gas- und Wärmelieferungen an DB-Konzerngesellschaften lagen im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund höherer Absatzpreise mit 88 Mio. € (im Vorjahr: 73 Mio. €) um 15 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die vorgenannten Umsätze aus Strom-, Gas- und Wärmelieferungen enthielten - auf Basis der Gesetzgebung zu den Energiepreisbremsen - Erstattungen der Übertragungsnetzbetreiber bzw. der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) i. H. v. 437 Mio. €, die für die DB-konzerninternen und DB-konzernexternen Kunden vereinnahmt und an diese weitergeben wurden. Die Umsätze aus Durchleitungen in den 50-Hz-Netzen und im 16,7-Hz-Netz stiegen deutlich auf 208 Mio. € (im Vorjahr: 194 Mio. €) an. Darüber hinaus führten Ausgleichszahlungen für individuelle Netznutzung durch Übertragungsnetzbetreiber zu Umsätzen i. H. v. 48 Mio. € (im Vorjahr 30 Mio. €). Sonstige Umsatzerlöse i. H. v. 315 Mio. € (im Vorjahr: 324 Mio. €) gingen zurück. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 1.938 Mio. € oder 46,0 % (im Vorjahr: 41,0 %) des Umsatzes mit Gesellschaften des DB-Konzerns erzielt. Ergebnisentwicklung Mit 4.270 Mio. € (im Vorjahr: 4.104 Mio. €) stieg die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 166 Mio. € an. und wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Umsatzerlöse getrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 25 Mio. € (im Vorjahr: 24 Mio. €) um 4,2 % über dem Vorjahreswert. Die aktivierten Eigenleistungen stiegen durch vermehrte Leistungen für Sachanlagen deutlich um 5 Mio. € beziehungsweise 18,5% auf 32 Mio. € (im Vorjahr: 27 Mio. €). Der Materialaufwand i.H. v. 3.747 Mio. € (im Vorjahr: 3.627 Mio. €) stieg - getrieben von der Entwicklung der Aufwendungen für Energiebezug - um 120 Mio. € beziehungsweise 3,3 % an. Der Strombezugsaufwand lag vor allem durch erhebliche Preissteigerungen bei der Beschaffung von Primärenergieträgern und Emissionszertifikaten sowie von Stromprodukten deutlich über dem Vorjahreswert. Geringere Bezugsmengen für Bahn- und 50 Hz-Strom sowie Erfolge aus laufenden Optimierungen im Energiebezug und die im Jahresverlauf sinkenden Marktpreise für 50 Hz-Strom entlasteten gegenläufig. Bei Mineralölprodukten sank der Aufwand sowohl mengen- als auch preisbedingt unter das Vorjahr. Im Gasgeschäft resultierte ein deutlicher Aufwandsrückgang aus gesunkenen Bezugspreisen und -mengen im Geschäft mit externen Kunden. Der Instandhaltungsaufwand lag - sowohl bei eigenen Anlagen als auch bei Leistungen für Dritte - über dem Vorjahr. Die übrigen Aufwendungen aus dem Bezug sonstiger Leistungen Dritter stiegen aufgrund höherer Aufwendungen für Grünpflege im Bereich Bahnstromanlagen sowie für Gebäudemanagement und konzerninterne Personalleistungen. Der Personalaufwand lag mit 168 Mio. € (im Vorjahr: 153 Mio. €) um 15 Mio. € beziehungsweise 9,8 % über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung spiegelt sowohl die Auswirkungen von Tarifsteigerungen und Zulagen als auch die gestiegene Mitarbeitendenzahl wider. Die Abschreibungen blieben mit 49 Mio. € konstant. Der sonstige betriebliche Aufwand lag mit 155 Mio. € (im Vorjahr: 131 Mio. €) um 24 Mio. € beziehungsweise 18,3 % über dem Vorjahreswert. Maßgeblich für den Anstieg waren vor allem zusätzliche Aufwendungen aus Konzernumlagen, der Weiterentwicklung der IT-Landschaft (u.a. Anforderungen der Bundesnetzagentur für den Zugang zum Bahnstromnetz sowie IT-Sicherheit) sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung gesetzlicher/ energiewirtschaftlicher Anforderungen. Die DB Energie GmbH erzielte im Berichtsjahr ein positives Betriebsergebnis i. H. v. 152 Mio. € (im Vorjahr: 144 Mio. €). Der Anstieg der operativen Aufwendungen für Energiebezug, Personal und sonstige betriebliche Bedarfe wurde durch die Entwicklung der Umsatzerlöse übertroffen. Die Auswirkungen gestiegener Bezugspreise konnten im Berichtsjahr durch erfolgreiche Optimierungsmaßnahmen im laufenden Energiebezug gedämpft werden. Das Zinsergebnis hat sich durch günstigere Zinskonditionen verbunden mit einem im Jahresdurchschnitt höheren Finanzmittelbestand deutlich auf +14 Mio. € (im Vorjahr: -4 Mio. €) verbessert. Das Ergebnis nach Steuern i. H. v. von 166 Mio. € (im Vorjahr: 140 Mio. €) wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Muttergesellschaft DB AG abgeführt. Abweichungen von der prognostizierten Ertragslage Die Umsatzentwicklung der DB Energie GmbH bestätigt die im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2023 mit deutlichen preisgetriebenen Steigerungen in den Produkten Traktionsstrom und Stationäre Energien innerhalb eigener Netze. Bei der Belieferung von Industrie- und Gewerbekunden mit Strom- und Gasprodukten sowie Optimierungen im Bezugsportfolio zeigte sich ein deutlicherer Absatzrückgang. Der Energiebezugsaufwand ist aufgrund des stärker rückläufigen Energiepreisniveaus und dem zeitweisen Reservebetrieb des Gemeinschaftskraftwerks Neckar geringer gestiegen als erwartet. Das Ergebnis nach Steuern (vor Gewinnabführung) liegt durch die positiven Effekte im Energiebezugsaufwand deutlich über den Erwartungen. Finanzlage Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die DB Energie GmbH die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben. Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Für den DB-Konzern sowie die DB Energie GmbH liegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten. Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen S&P Global Ratings (S&P) und Moody’s laufend überprüft und beurteilt. S&P und Moody’s haben im Berichtsjahr keine Veränderungen der Rating-Einschätzungen und der Ausblicke der DB AG vorgenommen. Details zu den Rating-Einstufungen der DB AG sind online verfügbar. Im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung hat die DB Energie GmbH per 31. Dezember 2023 zugesagte DB-konzerninterne Kreditlinien i. H. v. 200 Mio. €. Diese wurden nicht in Anspruch genommen. Die Finanzierungskonditionen im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung haben sich für die DB Energie GmbH im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Investitionen Die Brutto-Investitionen betrugen im Berichtsjahr 329 Mio. € und lagen damit um 25 Mio. € über dem Vorjahreswert von 304 Mio. €. Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit 297 Mio. € im Bestandsnetz (davon: Bahnstromleitungen: 60 Mio. €, Bahnstromschaltanlagen: 53 Mio. €, 50 Hz-/ Drehstrom: 25 Mio. €, sonstige Energieversorgungsanlagen: 127 Mio. €; (hierin enthalten u.a. S-Bahnen Berlin und Hamburg: 24 Mio. €; Schutz- und Leittechnik 11 Mio. €; Umrichter und Umformer: 57 Mio. €; Netzleittechnik 22 Mio. € sowie Kabel 12 Mio. €)). Im Bedarfsplan wurden 24 Mio. € investiert (insbesondere 6 Mio. € für die Elektrifizierung Ausbaustrecke (ABS) Angermünde-Stettin: 5 Mio. € für die Neubaustrecke (NBS) Wendlingen-Ulm; 4 Mio. € für die Energieversorgung Dresdner Bahn und 2 Mio. € für die ABS Oldenburg - Wilhelmshaven 3. Ausbaustufe). Die verbleibenden 8 Mio. € wurden u.a. in Diesel-Tankstellen (2 Mio. €), E-Ladeinfrastruktur (1 Mio. €), Wasserstofftankstellen (3 Mio. €) und Photovoltaikanlagen (1 Mio. €) investiert. Die Netto-Investitionen, definiert als Brutto-Investitionen abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse von Dritten, erhöhten sich auf 87 Mio. € (im Vorjahr: 76 Mio. €). Die Netto-Investitionen sind vollständig durch die DB Energie GmbH finanziert. Das Bestellobligo für Investitionen stieg per 31. Dezember 2023 auf 625 Mio. € (per 31. Dezember 2022: 529 Mio. €). Finanzierung des Investitionsprogramms Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde zwischen dem Bund einerseits und den Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) des DB-Konzerns sowie der DB AG andererseits die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) III, die ausschließlich zur Finanzierung von Investitionen in das Bestandsnetz dient, abgeschlossen. Die Vereinbarung hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029. Gemäß dieser Vereinbarung verpflichtet sich der Bund, ausschließlich zweckgebundene Zahlungen zur Durchführung von Ersatzinvestitionen (Infrastrukturbeitrag für 2021 i. H. v. 4,64 Mrd. €) in die Schienenwege als nicht rückzahlbaren Zuschuss unmittelbar an die genannten EIU und damit an die DB Energie GmbH (2023: mind. 45 Mio. €) zu leisten. Die EIU verpflichten sich im Rahmen dieser Vereinbarung gleichsam Ersatzinvestitionen in mindestens derselben Höhe des durch den Bund gewährten Zuschusses vorzunehmen und einen zusätzlichen Eigenbeitrag i. H. v. 125 Mio. € für die Erhaltung und Modernisierung des Bestandsnetzes einzusetzen. Eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Energieversorgung der Eisenbahninfrastruktur wird unter anderem durch zeitgerechte Ersatzinvestitionen gewährleistet. Dieser Mitteleinsatz dient der Modernisierung und damit der Erhaltung der Verfügbarkeit der elektrischen Energieversorgungsanlagen der DB Energie GmbH für Traktionsstrom (16,7-Hz/ Gleichstrom) und stationäre Energie (50-Hz). Wir gehen davon aus, dass das nachzuweisende Mindestersatzinvestitionsvolumen erreicht wurde. Die Dokumentation wird mit dem Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht 2023 erbracht, der bis zum 30. April 2024 an den Bund übergeben wird. Für zukünftig erforderliche Investitionen, deren finanzielles Volumen über das bisherige, vertragliche LuFV III Volumen hinaus gehen, werden Nachtragsverhandlungen mit dem Bund geführt. Thematische Schwerpunkte bilden bereits eingetretene Preissteigerungen sowie zusätzliche Investitionen in eine Grüne Energieinfrastruktur. Neben den Investitionen wird eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Energieversorgung der Eisenbahninfrastruktur durch korrespondierende Instandhaltung gewährleistet. Für die gesamten Anlagen der DB Energie GmbH (unter anderem infrastrukturrelevante Bahnstromanlagen, Tankanlagen, 50-Hz-Anlagen) wurden im Berichtsjahr 68 Mio. € für Instandhaltung aufgewendet (im Vorjahr: 64 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden zwei Gleichrichterwerke neu errichtet. Zusätzlich wurden für zwei Schaltposten und eine Kuppelstelle Ersatzneubauten gebaut und in Betrieb genommen. Des Weiteren ist eine Kuppelstelle ersatzlos weggefallen. Da Anpassungen der Schutztechnik in einer benachbarten Schaltanlage vorgenommen wurden, konnte auf einen hochwasserbedingten Ersatz verzichtet werden. Im Bereich der 50-Hz-Energieanlagen konnten im Berichtsjahr 20 Mittelspannungsstationen und rund 33 Niederspannungsverteilungen im Bestandsnetz fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Die Investitionstätigkeit in die Erneuerung von Bahnstromleitungen wird sukzessive fortgesetzt. Leitungen der Baujahre vor 1950 wurden in den zurückliegenden Jahren fast vollständig erneuert. Letzte Maßnahmen werden in den nächsten Jahren abgeschlossen. Die rollierende Erneuerung des Leitungsnetzes erfordert bei dem derzeitigen Anlagenbestand (diverse Stahl- und Gestängegenerationen) rund 100 km Leitungserneuerung p. a., zuzüglich Seiltauschmaßnahmen. Bilanzstruktur Die Bilanzsumme hat sich per 31. Dezember 2023 um 87 Mio. € beziehungsweise 5,0 % auf 1.645 Mio. € gegenüber dem Vorjahrsendwert verringert. Da die Netto-Investitionen i. H. v. 87 Mio. € die Summe aus Abschreibungen und Anlagenabgängen überschritten haben, erhöhte sich das Anlagevermögen per 31. Dezember 2023 um 42 Mio. € auf 933 Mio. €. Dadurch erhöhte sich der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen auf 56,8 % (per 31. Dezember 2022: 51,6 %). Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahresende um 16,5 % beziehungsweise 123 Mio. € auf 622 Mio. € verringert. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen sank damit auf 37,8 % (per 31. Dezember 2022: 43,0 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich in Summe durch Stichtagseffekte um 93 Mio. € verringert. Das Eigenkapital änderte sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht und betrug per 31. Dezember 2023 unverändert 596 Mio. €. Durch die Verringerung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2023 jedoch von 34,4 % auf 36,2 % erhöht. Die Rückstellungen lagen mit 452 Mio. € um 49 Mio. € beziehungsweise 9,8 % unter dem Wert per 31. Dezember 2022. Die Verringerung resultierte hauptsächlich aus einem niedrigeren Bestand für ausstehende Eingangsrechnungen. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme ist gegenüber dem Wert per 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 36,1 % gesunken. Der Anteil der zinspflichtigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 18,5 % (per 31. Dezember 2022: 18,3 %). Bei der Kapitalstruktur ist zu berücksichtigen, dass mit 1 Mio. € (per 31. Dezember 2022: 2 Mio. €) ein Teil der Verbindlichkeiten aus zinslosen Darlehen des Bundes für die Infrastrukturfinanzierung besteht. scroll
Nicht-finanzielle KennzahlenDer DB-Konzern hat sich in der Dachstrategie Starke Schiene zum Ziel gesetzt, die Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie unternehmerisch in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit ist handlungsleitend verankert und fester Bestandteil der DNA des DB-Konzerns. Als Reaktion auf die sich rasant ändernden ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die internen Herausforderungen hat der DB-Konzern seinen Gestaltungsanspruch - sein inneres Anliegen - formuliert, dessen Kern die seit Juni 2019 gültige Strategie Starke Schiene ist. Der DB-Konzern hat sich für Kennzahlen aus allen drei Dimensionen langfristige Ziele gesetzt, deren Erreichung einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Starken Schiene leisten wird. Als Teil des DB-Konzerns trägt die DB Energie GmbH primär zur Erreichung der DB-Nachhaltigkeitsziele bei. Die Zielsetzungen sind aus den Kund:innenbedürfnissen, der ökologischen Verträglichkeit und gesellschaftlichen Verantwortung abgeleitet. Kernfokus liegt dabei auf der Reduktion der CO2 -Emissionen beim Energieverbrauch des DB-Konzerns. Die schrittweise Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien im Bahnstrom-Mix ist durch konkrete Ziele in der Starken Schiene hinterlegt. Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sind online verfügbar. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands zu einer nachhaltigen Gesellschaft leistet. Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird in diesem Bericht daher abgesehen. Der Konzernlagebericht des DB-Konzerns behandelt ebenfalls relevante Themen im Kontext Menschenrechte. Darüber hinaus berichtet ab 2024 die DB AG entsprechend ihrer Pflichten aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) aus einer konzernübergreifenden Perspektive jährlich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) über die Erfüllung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die DB Energie GmbH wird ab 2024 vom LkSG erfasst werden und wird ihren gesellschaftsspezifischen Bericht über ihre LkSG-Aktivitäten wie im LkSG verankert ab 2025 beim BAFA einreichen. Qualität Versorgungssicherheit Bei der DB Energie GmbH werden zwei Kennzahlen zur Bewertung der Versorgungssicherheit herangezogen. Zum einen wird die monatliche Defizitenergie ermittelt. Das ist die theoretische Energiemenge, die während einer eingetretenen Störung in den jeweiligen Oberleitungsbereich eingespeist werden könnte, jedoch aufgrund einer Störung nicht eingespeist wurde. Der Istwert wird monatlich dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) übermittelt und von diesem autorisiert. Die Defizitenergie wird dem tatsächlichen Arbeitswert gegenübergestellt. Daraus ergibt sich die tatsächliche Verfügbarkeit. Diese betrug im vergangenen Jahr 99,99 %. Zum anderen werden alle Störungen, die direkten oder indirekten Einfluss auf den Zugbetrieb haben, mittels daraus resultierenden Verspätungsminuten (VSmin) gemessen. In Summe verursachten Ereignisse, die 2023 direkt durch die DB Energie GmbH zu verantworten waren, rund 2.916 VSmin. Die höchste monatliche Anzahl von VSmin lag bei 1.329 im Juni 2023. Am 27. März 2023 kam es um 12:22 Uhr in Folge des Streiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu einem historischen Tiefpunkt der Last mit 146 Megawatt (MW). Davon sind noch 90 MW abzuziehen, da diese an die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die TransnetBW GmbH geliefert wurden, um durch die Abnahme das Bahnstromnetz zu stabilisieren. Regelmäßig durchgeführte Zertifizierungen und Revisionen zur Informations- und Anlagensicherheit zeigen, dass die DB Energie GmbH auch hinsichtlich externer Einflüsse (wie z.B. Verschärfung des Ukraine-Kriegs) sowie mit Blick auf verschiedene Blackout-Szenarien robust aufgestellt ist. Optimierung der S-Bahn-Systeme Auf die S-Bahnen der großen Metropolen kommt eine Schlüsselrolle in Deutschlands Verkehrswende zu. Sie werden in den nächsten Jahren ein signifikantes Wachstum zu meistern haben - bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung. Insbesondere sollen die Pünktlichkeit in den nächsten fünf Jahren deutlich gesteigert und zugleich Zugausfälle verringert werden. Hierfür wurde im DB-Konzern das Programm Starke S-Bahn mit dem Ziel gestartet, die Voraussetzungen für hochperformante S-Bahn-Systeme zu entwickeln und umzusetzen. Dabei werden lokal erfolgreiche Ansätze, wie zum Beispiel die Verhinderung von Gleisübertritten durch das Aufstellen von Zäunen bei der S-Bahn München, als Standards für die Metropolen umgesetzt. Im Fokus des Programms Starke S-Bahn stehen die Kernressourcen der S-Bahn-Systeme, insbesondere die Fahrwege, die Bahnsteige, die Fahrzeuge, die Systemtechnologien und nicht zuletzt die Mitarbeitenden. Damit die Betriebsqualität verbessert werden kann, sollen die Kernprozesse der Bahnproduktion, vor allem die Planung und Steuerung, die Durchführung und die Instandhaltung, gestärkt werden. Hier fließen auch die Erfahrungen, die 2020 gesammelt wurden und zu einer Steigerung der Pünktlichkeit beigetragen haben, mit ein. So werden zum Beispiel Erkenntnisse aus der reduzierten Reisendenzahl genutzt, um Maßnahmen für die Zeit nach der Corona-Pandemie abzuleiten, wie zum Beispiel die Anpassung der Bahnsteiggestaltung, Fahrplananpassungen und Infrastrukturverbesserungen. Diese Aktivitäten unterstützen dabei, dass die Pünktlichkeitsziele für die S-Bahnen erreicht werden. Um auch in den kommenden Jahren zusätzliche Verkehre auf die umweltfreundliche Schiene verlagern zu können und einen bedeutenden Beitrag zur Treibhausgasreduzierung zu leisten, sind Investitionen für die Errichtung von neuen Gleichrichterunterwerken und Kuppelstellen im Kernnetz der S-Bahn Berlin erforderlich. Die mit dem Berliner Senat geführten Gespräche zur Planung und Finanzierung der Maßnahmen, führten zum Abschluss einer ersten Finanzierungsvereinbarung. Die Gespräche werden aktuell fortgesetzt. Die effiziente Durchführung der Investitionsprojekte wird durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit Industriepartnern für die Gleichrichterunterwerke unterstützt. Zur Verbesserung und Stärkung des S-Bahnnetzes in Hamburg sollen die beiden Korridore Elbgaustraße-Neugraben und City-Bergedorf mit einer Taktverdichtung, einer gänzlich neuen S-Bahnlinie und für den Langzugverkehr ausgebaut werden. Dafür ist die Errichtung von acht zusätzlichen Gleichrichterwerken zur Sicherung der Energieversorgung notwendig. Zwei Finanzierungsverträge zur Realisierung von je drei Gleichrichterwerken konnten in den Jahren 2022 und 2023 mit der Freien Hansestadt Hamburg abgeschlossen werden. Für die Realisierung der Gesamtmaßnahme wird eine Finanzierung über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) Bundesprogramm angestrebt. Kundenzufriedenheit DB-konzerninterne Kunden bewerten die Zufriedenheit mit der DB Energie GmbH in allen Produktbereichen auf einem guten, stabilen Niveau. Mit dem Mitarbeitendenverhalten, der Leistungsqualität und der Abrechnung sind die DB-konzerninterne Kunden sehr zufrieden. Ausschließlich externe Tankkunden sind kritischer als im Vorjahr - insbesondere aufgrund der schwierigen und angespannten Energiemarktsituation. Mit einem Gesamtergebnis von 2,1 (Schulnote) wurde das sehr gute Vorjahresergebnis insgesamt bestätigt. Mitarbeitende Um eine bessere Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten, rechnen wir die Zahl der Mitarbeitenden im DB-Konzern in Vollzeitpersonen (VZP) um. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitenden werden dabei entsprechend ihrem Anteil an der regulären Jahresarbeitszeit berücksichtigt. Per 31. Dezember 2023 belief sich die Zahl der Mitarbeitenden der DB Energie GmbH auf 2.055 Mitarbeitende (per 31. Dezember 2022: 1.943 Mitarbeitende). Im Jahresdurchschnitt 2023 lag die Zahl der Mitarbeitenden bei 1.984 Mitarbeitenden (per 31. Dezember 2022: 1.900 Mitarbeitende). Per 31. Dezember 2023 waren zudem 98 Auszubildende und 28 Dual Studierende beschäftigt (im Vorjahr: 81 Auszubildende und 29 Dual Studierende). Überblick über die Tarifentwicklung / Tarifverhandlungen Die Tarifrunde 2023 zwischen dem DB-Konzern und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist am 26. Juli 2023 mit einer Einigungsempfehlung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens zu Ende gegangen. Im Anschluss folgte eine Urabstimmung der EVG, bei der die Gewerkschaftsmitglieder das Ergebnis der Schlichtung angenommen haben. Die Einigungsempfehlung honoriert die enormen Leistungen und die erfolgreiche Arbeit der Mitarbeitenden des DB-Konzerns. Die Laufzeit von 25 Monaten bis Ende März 2025 schafft Planungssicherheit für das Unternehmen. Gleichzeitig beinhaltet die Empfehlung zahlreiche Beiträge zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und erhält dadurch die Zukunftsfähigkeit des DB-Konzerns. Die Tarifvereinbarung beinhaltet u.a. eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. 2.850 €, Entgelterhöhungen i.H.v. insgesamt 410 € pro Monat in zwei Stufen bzw. neu strukturierte Entgelttabellen bei bestimmten Dienstleistern und besondere Regelungen bei Busgesellschaften sowie zusätzliche Lohnerhöhungen für Mitarbeitende in bahnspezifischen Schlüsselberufen. Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführerführer (GDL) begannen am 9. November 2023. Der DB-Konzern legte in der ersten Runde ein Angebot vor, das u.a. eine Lohnerhöhung von 11% beinhaltete. Die GDL führte danach einen ersten Warnstreik durch. Nach der zweiten Runde erklärte die GDL die Verhandlungen für gescheitert, führte einen zweiten Warnstreik durch und leitete die Urabstimmung ein. Eine Einigung konnte bis zum 31. Dezember 2023 nicht erzielt werden. Maßnahmen im Bereich Soziales Personalgewinnung und -bindung Zur rechtzeitigen und nachhaltigen Besetzung der Fachfunktionen wurden zahlreiche neue Maßnahmen angestoßen. Hierzu zählen gezielte Arbeitgebermarketingaktionen für regionale Engpassstellen, der Ausbau des Cross-Border-Recruitings sowie digitale Kennenlernformate mit Gamification-Ansätzen. Ansätze des Lean Managements sowie Umbauprogramme an einzelnen Standorten unter Einbeziehung der Mitarbeitenden sorgen für attraktive Arbeitswelten. Diversity Management Im November 2023 wurde als sichtbares Zeichen für eine vielfältige Unternehmenskultur ein Diversity-Film unter dem Titel „So bunt sind wir“ in den sozialen Medien veröffentlicht. Darüber hinaus fand der erste „Gender-Walk“ statt. Der Standort Köln wurde aus verschiedenen Diversitätsperspektiven wie Geschlecht, Migrationshintergrund, Handicap, etc. betrachtet. Die Erkenntnisse legten den Grundstein für die attraktive Umgestaltung der Betriebsräume gemäß den Interessen einer zunehmend diversen Belegschaft. Gesundheitsförderung 2023 hatten die Mitarbeitenden die Möglichkeit des kostenlosen Abrufs eines Testsets zur Darmkrebsfrüherkennung. Diese Aktion wurde sehr gut angenommen und hat die Registrierungen auf der Gesundheitsplattform „DB MachtFit“ weiter erhöht. Rund zwei Drittel der Belegschaft sind als Nutzer angemeldet und können jährlich ihr individuelles Gesundheitsbudget von 100,- € für unterschiedliche Präventionsmaßnahmen einlösen. Ökologie Klimaschutz Der DB-Konzern will bis 2040 klimaneutral werden. Bei der Definition der Klimaneutralität hält sich der DB-Konzern an den NetZero-Standard der international anerkannten Science Based Targets initiative (SBTi) und folgt damit einem 1,5°C Pfad, zu dem sich der DB-Konzern 2022 bekannt hat. Zudem ist der DB-Konzern Teil der UN-Initiative Race to Zero. Um sein Klimaschutzziel zu erreichen, seine negativen Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren und zukünftig ganz zu vermeiden, hat sich der DB-Konzern anspruchsvolle Etappenziele gesetzt:
Als Teil des DB-Konzerns trägt die DB Energie GmbH zur Erreichung der DB-Klimaziele bei. Ausbau Strombezug aus Erneuerbaren Energien Der Aufbau eines durchmischten Portfolios für die sichere Energieversorgung bei wachsendem Anteil Erneuerbarer Energien (EE) unter wirtschaftlich tragbaren Rahmenbedingungen ist Kernelement unserer Vergrünungsstrategie. Diese Strategie wurde 2023 mit dem Abschluss neuer Verträge weiter konsequent umgesetzt. Mit dem Aufbau eines ausgewogenen, durchmischten EE-Portfolios wollen wir eine Risikostreuung erreichen, die Reaktionsfähigkeit auf marktseitige oder regulatorische Veränderungen absichern und uns alle Möglichkeiten, vom technologischen Fortschritt zu profitieren, erhalten. Beim Aufbau dieses EE-Portfolios achten wir auf eine ausgewogene Mischung im Hinblick auf Energieträger, Einspeiseregion, Vertragspartner, Vertragslaufzeit sowie Preis- und Risikogestaltung. Der erstmals 2020 eingeschlagene Pfad, neue Stromlieferverträge aus Erneuerbaren Energien (sogenannte Power Purchase Agreements, PPA) im Rahmen der neuen Vergrünungsstrategie zum Abschluss zu bringen, wurde in 2023 beschleunigt fortgesetzt. Dabei konnten die folgenden PPAs abgeschlossen werden:
Die neuen Vertragsabschlüsse führen im Vergleich zur Belieferung aus einem Kohlekraftwerk zu einer Einsparung von rund 535.000t CO2 p.a. Strategie Mit der Dachstrategie Starke Schiene des DB-Konzerns wurde ein größerer Rahmen geschaffen, der deutlich macht, wofür der DB-Konzern steht und welche Richtung verfolgt wird. Zudem werden zentrale verkehrs- und klimapolitische Ziele der Bundesregierung in Angriff genommen. Der strategische Ansatz der Starken Schiene fußt darauf, dass Deutschland die selbst gesetzten Klimaziele nur erreichen wird, wenn es im kommenden Jahrzehnt gelingt, massiv Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Im Rahmen der Starken Schiene konzentriert sich der DB-Konzern auf dieses Unterfangen: Für das Klima. Für die Menschen. Für die Wirtschaft. Für Europa. Ziel der Strategie Starke Schiene ist es, den DB-Konzern robuster, schlagkräftiger und moderner zu machen. Für jedes der drei Ausbaufelder wurden fünf zentrale Themen definiert. Hinzu kommt das Thema Grüne Transformation. Dies sind die sogenannten Ausbausteine. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Ausbausteine ist ihre geschäftsfeldübergreifende Bedeutung für das DB-Konzernziel der Starken Schiene. In Summe ergeben sich daraus 16 für den DB-Konzern relevante Ausbausteine. Sie werden im Rahmen der Strategie noch durch geschäftsfeldspezifische Ausbausteine ergänzt. Im Berichtsjahr wurde die Strategie Starke Schiene des DB-Konzerns weiterentwickelt. Zur weiteren Fokussierung wurden Anpassungen am Zielsystem vorgenommen. Zudem werden einzelne Ausbausteine neu aufgesetzt beziehungsweise Inhalte neu justiert. Die zentralen Ziele der Starken Schiene sind:
Alles, was der DB-Konzern tut, wird am Beitrag zu einer Starken Schiene gemessen. Das hat auch Auswirkungen auf die Beteiligungen des DB-Konzerns. Beteiligungen mit strategischer Bedeutung für die Starke Schiene werden als Finanzbeteiligungen weitergeführt. Gemeinsame operative Initiativen werden sich auf die Erzielung von Synergien innerhalb des integrierten Netzwerks konzentrieren. Beteiligungen ohne strategische Relevanz für die Starke Schiene werden auf den Prüfstand gestellt. Geschäftsfeldstrategie der DB Energie konsequent weiter umgesetzt Korrespondierend zur Dachstrategie des DB-Konzerns stellt die DB Energie GmbH mit ihrer Geschäftsfeldstrategie die Erreichung der CO2-Reduzierungsziele des DB-Konzerns in den Fokus. Die Umsetzung der Geschäftsfeldstrategie wurde im Berichtsjahr konsequent weiter vorangetrieben. So wurde der Anteil Erneuerbarer Energien im Bahnstrommix auf rund 68 % (Prognose mit Stand Februar 2024, seit 2023 erfolgt die gesonderte Darstellung des EE-Anteils ohne EEG-Förderung) gesteigert. Bis zum Jahr 2038 soll der DB-Bahnstrom zu 100 % aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Fossile Kraftwerksverträge werden daher schrittweise durch ein Grünstromportfolio ersetzt. Im Berichtsjahr wurden rund 20 neue PPA mit unterschiedlichen Laufzeiten und für unterschiedliche alternative Energieträger (Wind, Sonne, Wasser) geschlossen. Auch auf der technischen Seite wurde die Strategie 2023 weitergeführt. So wurden die Verbindungen des Bahnstromnetzes zu den 50 Hz Verteilnetzen in Form von Umformern und Umrichtern weiter ausgebaut. Im Bereich der Gleichstrom-S-Bahnen Berlin und Hamburg werden erhebliche Investitionen in zusätzliche Gleichrichterwerke erfolgen, um dem steigenden Nahverkehrsbedarf zu begegnen. Hier werden neue Produktionsverfahren (Werksfertigung) für Gleichrichterwerke zum Einsatz kommen und auch die Zulieferindustrie vor neue Herausforderungen stellen. Entsprechende Rahmenverträge konnten mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen werden. Ein neuer technisch-strategischer Schwerpunkt ist die physische Integration von erneuerbaren Energieerzeugern und Speichertechnologien in einen sicheren Bahnstromnetzbetrieb. Um die Versorgungssicherheit im Bahnstromnetz auch bei einem weiter steigenden Ökostromanteil sicherzustellen, wurden im Rahmen der LuFV III finanzielle Grundlagen geschaffen. Aktuell sind bspw. sechs Umrichterwerke im Bau bzw. in der Planung, um v.a. auch dezentral bis 2029 zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Nachdem Ende des Jahres 2022 das Umrichterwerk Kuppenheim in Betrieb genommen wurde, wird zu Anfang des Jahres 2024 mit der Inbetriebnahme des 160 MW Umrichterwerks Delitz eine weitere Stärkung des Netzes erfolgen. Für eine CO2 -neutrale Energieversorgung auch auf nicht elektrifizierten Strecken verfolgt die DB Energie GmbH verschiedene Technologieansätze. Hinsichtlich der Energieversorgung von Akkuzügen wurde 2023 die erstmalige Realisierung von Ladeinfrastruktur für Schienenpersonennahverkehre im Akku-Netz Schleswig-Holstein weiter vorangebracht. Erstmalig werden dabei gemeinsam durch die DB InfraGO AG (ehemals: DB Netz AG) und die DB Energie GmbH Oberleitungsinseln inklusive Ladeunterwerke zur Versorgung von Akku-Zügen mit Bahnstrom errichtet. Darüber hinaus sind die DB Energie GmbH sowie die DB Regio Netz Infrastruktur GmbH - Erzgebirgsbahn gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Industrie und Wissenschaft an einer Forschungs- und Entwicklungskooperation am Bahnforschungscampus SRCC (Smart Rail Connectivity Campus) beteiligt. In diesem Rahmen wurde Mitte 2023 eine innovative Pilot-Ladestation für Akkuzüge in Annaberg-Buchholz in Betrieb genommen. Weiter hat sich DB Energie 2023 in einem Ausschreibungsverfahren der Bayerischen Regiobahn (BRB) durchgesetzt und wird den ersten Wasserstoffzug für Bayern mit grünem Wasserstoff versorgen. Dafür baut DB Energie in Augsburg die Wasserstoffinfrastruktur, bestehend aus einer Tankstelle und einem mobilen Speichertrailer. Der Wasserstoff-Triebzug der BRB startet im Jahr 2024 den offiziellen Fahrgastbetrieb. Damit wird auf den Strecken Augsburg-Füssen und Augsburg-Weilheim ein dort fahrender Dieseltriebzug ersetzt. Daneben ist DB Energie Projektpartner in einem durch das BMDV geförderten Verbundprojekt zwischen dem DB-Konzern und Siemens Mobility zur Zulassung und Erprobung des von Siemens Mobility neu entwickelten Brennstoffzellentriebzugs Mireo Plus H für den Schienenpersonennahverkehr. DB Energie ist für die Entwicklung einer innovativen Versorgungsinfrastruktur für Wasserstoff verantwortlich. Das innovative grüne Wasserstoff-Infrastrukturgesamtsystem wird 2024 in Tübingen getestet. Darüber hinaus treibt DB Energie die Versorgung des nachhaltigen Biokraftstoffs HVO 100 (besteht zu 100 % aus hydrierten Pflanzenölen auf Basis von Pflanzen- und Abfallreststoffen) zur Betankung von Schienenfahrzeugen voran. Stand Ende 2023 sind 14 Tankstellen auf HVO umgestellt worden. 2024 wird das Angebot an weiteren Schienentankstellen ausgebaut. Weitere InformationenKlageverfahren Uniper gegen die DB Energie GmbH Mit rechtskräftigem Urteil des Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt (Main) vom 17. Dezember 2020 wurde der ursprüngliche Rechtsstreit zwischen der DB Energie GmbH und Uniper auf Anpassung der Stromlieferverträge Datteln 1-3 beendet. Zwar wies das OLG die Klageanträge der DB Energie GmbH ab, zugleich wies es aber auch die von Uniper für die Jahre 2017 und 2018 widerklagend geltend gemachten Zahlungsansprüche auf Ersatz ihr entstandener CO2 -Zertifikatskosten ab. Nicht Gegenstand des Rechtsstreits waren die CO2 -Zertifikatskosten für 2019. Gespräche hierzu erklärte Uniper im Dezember 2022 für beendet und erhob Klage auf Übertragung von CO2 -Zertifikaten für das Lieferjahr 2019 vor dem Landgericht Frankfurt (Main) verbunden mit weiteren Forderungen auf Erstattung von Mehrkosten. Tarifverhandlungen mit der GDL Im Januar 2024 legte der DB-Konzern der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführerführer (GDL) insgesamt zwei neue Angebote vor, trotzdem folgten zwei weitere GDL-Streiks. Am 27. Januar vereinbarten die Tarifpartner dann die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eine Friedenspflicht bis mindestens zum 3. März 2024. Bundeshaushalt 2024 beschlossen Am 2. Februar 2024 wurde der Bundeshaushalt 2024 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Für die wesentlichen Schienentitel stehen in Summe Mittel i.H.v. über 17 Mrd. € und damit rund 7 Mrd. € mehr zur Verfügung als im Bundeshaushalt 2023 und knapp 7 Mrd. € mehr als in der alten Finanzplanung des Bundes vorgesehen.
In beiden Titeln (ERTMS und Neu- und Ausbau) bestehen zusätzlich noch Ausgabereste aus vergangenen Jahren. Im Bereich der Schienenverkehrsförderung gab es gegenüber dem Regierungsentwurf Abschmelzungen, um die durch die Haushaltskonsolidierung notwendige Plafonds-Absenkung im Etat des BMDV zu finanzieren. Die Kürzungen betreffen vor allem die Trassen- und Anlagenpreisförderung für den Schienengüterverkehr, die für 2024 nun 229 Mio. € (statt 350 Mio. €) bzw. 20 Mio. € (statt 85 Mio. €) betragen. Die Einzelwagenverkehrsförderung verbleibt unverändert bei knapp 300 Mio. € und damit auf einem deutlich höheren Niveau als 2023 (80 Mio. €). Mit dem Bundeshaushalt 2024, dem aktuellen Finanzplan bis 2027 und dem DB-Eigenbeitrag sind für den Zeitraum von 2024 bis 2027 damit insgesamt Zusatzmittel von etwa 27 Mrd. € vorgesehen. Der identifizierte zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Schiene bis 2027 beträgt insgesamt 45 Mrd. € und ist damit noch nicht vollständig gedeckt. Chancen- und RisikoberichtMit den Geschäftsaktivitäten der DB Energie GmbH sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik des DB-Konzerns sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der DB Energie GmbH im integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind die Tarifverhandlungen mit der GDL noch nicht abgeschlossen. Im Januar 2024 ist es bereits zu umfangreichen Streikmaßnahmen gekommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen zu weiteren umfangreichen Streikmaßnahmen der GDL kommen wird. Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Verbesserung der Leistungs- und Servicequalität für unsere Kund:innen. Wir sehen hierin Chancen für zusätzliche Verbesserungen des Zuspruchs der Kund:innen. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den DB-Konzern und seine Geschäftsfelder auswirken. Unsere strategische Ausrichtung und unsere Marktposition eröffnen uns hier Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Risiken für die DB Energie GmbH liegen vor allem in den folgenden Bereichen:
Umfassendes Risikomanagementsystem Die Grundsätze des Risikomanagements werden von der Konzernleitung des DB-Konzerns vorgegeben und durch die DB Energie GmbH umgesetzt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems wird der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der DB Energie GmbH dreimal jährlich berichtet. Für außerhalb des Berichtsturnus auftretende Risiken und Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht, Akquisitionsvorhaben unterliegen zusätzlich einer besonderen Überwachung. Im Risikomanagementsystem des DB-Konzerns wird die Gesamtheit der Risiken unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen in einem Risikoportfolio sowie einer detaillierten Einzelaufstellung abgebildet. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten klassifiziert. Die Analyse umfasst neben den möglichen Auswirkungen zugleich die Ansatzpunkte und die Kosten von Gegenmaßnahmen. Bewertung der derzeitigen Risikoposition Per 31. Dezember 2023 liegen die Risiko-Schwerpunkte der DB Energie GmbH für die Entwicklung im Folgejahr in den Bereichen Regulierung und OT (operational Technology)-Sicherheit. Wesentliche gegenläufige Chancen resultieren aus der Entspannung auf den Energiemärkten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition leicht verringert. Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden. PrognoseberichtDie deutsche Wirtschaft sieht sich auch 2024 mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Energiepreise werden 2024 voraussichtlich steigen, da staatliche Zuschüsse für Strom-Netzentgelte wegfallen und die CO2 -Steuer steigt. Es wird für 2024 von einer stagnierenden deutschen Wirtschaftsleistung ausgegangen. Nachhaltige Veränderungen von Arbeitsformen (z.B. anhaltende Nutzung von mobilem Arbeiten) sowie die Substitution von Präsenzveranstaltungen durch Online-Formate haben sich während der Corona-Pandemie etabliert. Im Personenverkehr ist daher insgesamt noch nicht wieder von einer Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau auszugehen. Im Güterverkehr wird mit einer Stagnation gerechnet. Es wird davon ausgegangen, dass mittel- und langfristig die Treiber des Wachstums des öffentlichen Verkehrs weiter bestehen bleiben. Die klimapolitischen Ziele Europas und Deutschlands sind ohne eine Verkehrswende zugunsten des öffentlichen Verkehrs nicht erreichbar. Nachteile, die der straßengebundene Güter- und Personenverkehr mit sich bringen (z.B. Schadstoffbelastungen, hoher Flächenbedarf für PKW, den viele Städte nicht mehr bereitstellen wollen), werden nach Überwindung der schwierigen Umfeldbedingungen auf der politischen Agenda wieder stärker an Bedeutung gewinnen. Beleg für den politischen Gestaltungswillen zugunsten klimafreundlicherer Verkehre ist u.a. die Fortführung des bundesweit gültigen Deutschland-Ticket sowie die angekündigten, sehr umfangreichen zusätzlichen Mittel des Bundes für die Schieneninfrastruktur zur Verbesserung der Qualität und Verfügbarkeit trotz einer angespannten Haushaltslage. Darum setzt der DB-Konzern die zur Umsetzung der Wachstumsziele der Strategie Starke Schiene erforderlichen Investitionen auch 2024 fort. Dies gilt insbesondere im Bereich der Infrastruktur. Konjunkturelle Aussichten Für Deutschland wird 2024 insgesamt eine Stagnation der Wirtschaftsleistung erwartet. Ein wesentlicher Treiber für diese auch im internationalen Vergleich unterdurchschnittliche Prognose ist die Erwartung, dass der Welthandel nur moderat steigen wird. Davon wird Deutschland infolge der hohen Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft besonders betroffen sein. Zudem begrenzt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Herbst 2023 zur Nutzung der Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds die fiskalischen Spielräume. Die deutliche Reduzierung staatlicher Ausgaben wird die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Leistung 2024 deutlich dämpfen. Außerdem sind Haushalte und Unternehmen mit großen Unsicherheiten konfrontiert, was zu einer Verschiebung von Ausgaben und Investitionen führen wird. Die Nachfrage nach deutschen Exporten wird sich 2024 nicht wesentlich beleben. Auch die 2023 stagnierende Baubranche wird sich 2024 nicht merklich erholen. Es wird jedoch erwartet, dass der private Konsum die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland infolge von relativ guten Lohnabschlüssen bei einem robusten Arbeitsmarkt sowie einer deutlich zurückgehenden Inflation im Jahresverlauf stimuliert. Beschaffungsmärkte 2023 waren trotz großen Unsicherheiten aufgrund externer Einflüsse wie Krieg und Sanktionen keine Engpässe in den Lieferketten zu verzeichnen. Als Basisszenario für 2024 erwarten wir kaum physische Engpässe auf der Beschaffungsseite für den DB-Konzern. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Preise für Energie (Gas, Strom, Öl) vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, des Gaza-Kriegs, aber auch der weiteren wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland entwickeln werden. Insgesamt wird mit einer weiteren Entspannung bei den Erzeugerpreisen gerechnet. Jedoch auf einem deutlich höheren Niveau als 2021 (u.a. vor Beginn des Ukraine-Kriegs). Speziell im Transportsegment wird ein Verharren auf dem derzeitigen Niveau aufgrund hoher Ölpreise und gestiegener Lohnkosten erwartet. Für den Bereich Energien wird die Intensität und Dauer des Winters in West-Europas bedeutend sein. Bei vollen Erdgasspeichern ist die Situation bei den Terminpreise derzeit so entspannt wie zuletzt im Sommer 2021. Aufgrund der Abhängigkeit des Strompreises vom Preis für Erdgas wird dessen Entwicklung ebenfalls von der Intensität und Dauer des Winters abhängen. Für 2024 bestehen Unsicherheiten, ob sich die aktuell sinkende Inflationsrate auch in sinkenden Preisen widerspiegelt. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Eine zentrale Rahmenbedingung für den Güter- und Personenverkehr ist die weltwirtschaftliche Entwicklung. Für 2024 ist hier eine leichte Dynamik im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. Zudem sind für 2024 Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Schiene in Deutschland infolge der Fortführung sowie Intensivierung der verkehrs- und klimapolitischen Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung (wie z.B. dem Deutschland-Ticket, zusätzliche Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur) zu erwarten. Im Juli 2024 startet die erste Generalsanierung in Deutschland mit der Sanierung der sog. Riedbahn (Bahnstrecke zwischen Frankfurt (Main) Stadion und Mannheim Hauptbahnhof). Die damit einhergehende Vollsperrung des Korridors für 5 Monate wird in 2024 zunächst negative Auswirkungen auf den Schienenverkehr haben: Fernverkehrs- und Güterzüge werden umgeleitet, dadurch entstehen längere Fahrzeiten. Im Nah- und Regionalverkehr sind Umleitungen nur begrenzt möglich. Anstatt S- und Regionalbahnen kommen daher Busse zum Einsatz, zum Teil auch auf den Umleitungsstrecken. Auch darüber hinaus wird die Bautätigkeit im Netz 2024 und in den Folgejahren weiter auf einem sehr hohen Niveau liegen und zu spürbaren Belastungen für den Schienenverkehr führen. Voraussichtliche Entwicklung der DB Energie GmbH im Geschäftsjahr 2024 Für 2024 sind weiterhin positive Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Schiene in Deutschland infolge der Fortführung sowie Intensivierung der verkehrs- und klimapolitischen Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung zu erwarten. Für die Geschäftsentwicklung der DB Energie GmbH wird darüber hinaus vor allem die Entwicklung auf den Energiemärkten von besonderer Bedeutung sein. Die Absatzentwicklung im Kerngeschäft Traktionsenergie und Stationären Energieversorgung innerhalb eigener Netze ist vor allem durch die angespannte Lage im Güterverkehr geprägt. Verbunden mit einer Senkung der Absatzpreise werden die Umsatzerlöse aus dem bahnaffinen Geschäft sinken. Die Entwicklung der Umsätze aus der Belieferung von Industrie- und Gewerbekunden sowie aus der Beistellung von CO2 -Zertifikaten und Optimierungen im Bezugsportfolio wird maßgeblich durch die kurzfristige Preisentwicklung für Strom- und Gasprodukte sowie CO2 -Zertifikate bestimmt. Bei einer Stabilisierung des zu Jahresbeginn 2024 moderateren Preisniveaus ist in diesem Bereich von einem mengenbedingten Umsatzrückgang auszugehen. Insgesamt erwarten wir einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Im Energieeinkauf wurden die im Jahresverlauf 2023 sinkenden Energiepreise bestmöglich zur Portfoliooptimierung genutzt. Aufgrund der professionellen Zusammenarbeit zwischen Hauptschaltleitung und Kurzfristhandel konnte die teilweise außergewöhnlich schlechte Kraftwerksverfügbarkeit durch günstige Zukäufe an den Stromhandelsmärkten ausgeglichen werden. Im Zusammenwirken mit der aktuellen Entspannung auf den Energiemärkten ist für das Jahr 2024 zum jetzigen Stand von einem positiven Ergebnis auszugehen. Der Ukraine-Krieg sowie Veränderungen in der Rohstoff- und Kraftwerksverfügbarkeit können im weiteren Jahresverlauf zu deutlichen Preisausschlägen mit entsprechenden Auswirkungen auf das Ergebnis der DB Energie GmbH führen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir von einem deutlich rückläufigen Jahresüberschuss aus. Die Geschäftsfeldstrategie mit verstärkten Investitionen in CO2 -Reduzierung und Resilienz in der Bahnenergieversorgung sowie in die Digitalisierung und Innovation in der gesamten Wertschöpfungskette wird konsequent fortgeführt. Im Januar und Anfang März 2024 ist es bereits zu umfangreichen Streikmaßnahmen gekommen. Sollte es im weiteren Jahresverlauf zu weiteren umfangreichen Streikmaßnahmen der GDL kommen, wird dies voraussichtlich Auswirkungen auf die Entwicklung der DB Energie GmbH haben, die nicht in der aktuellen Prognose enthalten sind. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der DB Energie GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die DB Energie GmbH übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
scroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen: scroll
Der Jahresabschluss der DB Energie GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die DB Energie GmbH ist ein Eisenbahninfrastruktur- und Energieversorgungsunternehmen. Sie betreibt Elektrizitätsnetze und liefert Strom und Gas an andere Unternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG und fällt als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen nach § 3 Nr. 38 EnWG unter § 6b Abs. 3 EnWG. Damit sind die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG zu beachten und ein Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung Bahnstrom, Elektrizitätsverteilung 50 Hz, Messstellenbetrieb und Ladeinfrastruktur dem Jahresabschluss beizufügen. (1) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software im Einzelwert mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Aufgrund wesentlicher Projekte im Zusammenhang mit den Digitalisierungsaktivitäten wird im DB Konzern einheitlich das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ausgeübt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis, der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Zinsen auf Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Weiterhin wurde das Wahlrecht, angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, nicht ausgeübt. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. scroll
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 2.000 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Zugang und Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Durchschnittsmethode angewandt (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe Erläuterungen zum Anlagevermögen). Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit, langer Lagerdauer, Preisänderungen am Beschaffungsmarkt oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dazu werden Nettoforderungsbestände um auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierende Prozentsätze wertberichtigt. Diese Prozentsätze beliefen sich zum 31. Dezember 2023 für die DB Energie im Bereich der Lieferungen und Leistungen auf 1,37% für überfällige Forderungen und 0,148% für nicht überfällige Forderungen. Für den Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände belief sich dieser Prozentsatz auf 0,19%. Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellung, Leistungserbringung u.ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Schulden und aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände. Die zur Saldierung herangezogenen Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB vollständig zum beizulegenden Zeitwert auf der Basis von Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Für die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Verpflichtungen ist § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB einschlägig. Bei der DB Energie wird das Deckungsvermögen, das der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (sog. Contractual-Trust-Arrangements ‚CTA’) dient, mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Saldiert werden auch die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (einschließlich der Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes) und aus der Bewertung sowie den laufenden Erträgen des Deckungsvermögens. Der sich ergebende Saldo wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Da die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dessen Zeitwert zum Bilanzstichtag übersteigen, ist aus der Bewertung des Deckungsvermögens kein abführungsgesperrter Ertrag entstanden. Die DB Energie hat darüber hinaus langfristig fällige Verpflichtungen aus Wertguthaben für Langzeitkonten. Diese werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den über eine Treuhandstruktur verwalteten Kapitalanlagen verrechnet. Aufgrund der stets korrespondierenden Wertentwicklung von Rückstellungen und Deckungsansprüchen sind abführungsgesperrten Erträge entstanden. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung eines Prognosezinssatzes bewertet, der auf der Basis des von der Deutschen Bundesbank per September 2023 veröffentlichten Rechnungszinses für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) hergeleitet wurde. Für Altersversorgungsverpflichtungen in sog. Contractual-Trust-Arrangements ‚CTA’ werden Pensionsrückstellungen in Höhe des Mindestverpflichtungsumfangs bzw. zu dem den Mindestverpflichtungsumfang übersteigenden Zeitwert des Deckungsvermögens angesetzt. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes von Pensionsrückstellungen, für die kein Deckungsvermögen besteht, werden im Zinsergebnis erfasst. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Pensionsrückstellungen werden in Anlehnung an die Vereinfachungsvorschrift gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (1,82%) abgezinst. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von 20 T€. Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen bei den Rückstellungen. Die weiteren wesentlichen zum 31. Dezember 2023 angewendeten versicherungsmathematischen Parameter sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Rückstellungen für Vorruhestands-, Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden für die durchschnittliche Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre angewendet. Die DB Energie hat Rückdeckungsversicherungsverträge zur Finanzierung unmittelbarer Pensionszusagen abgeschlossen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden gemäß dem IDW Rechnungslegungshinweis “Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen” (IDW RH FAB 1.021) bewertet. Sofern eine (teilweise oder volle) Kongruenz zwischen den Zahlungsströmen aus der Pensionszusage und den Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung vorliegt, erfolgt insofern auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz eine korrespondierende Bewertung unter Anwendung des Deckungskapitalverfahrens mit Passivprimat. Die Bewertung der Steuerrückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte geänderter Schätzungen der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert. Nicht in Bewertungseinheiten zusammengefasste Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, -Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden bei ihrem Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes und im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Entsprechende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit längeren Restlaufzeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes umgerechnet, soweit nicht ein gesunkener oder gestiegener Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Vermögensgegenstände oder Aufwertung der Verbindlichkeiten erforderlich gemacht hat. Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (Grundgeschäfte) werden zum Ausgleich von gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströmen aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen mit derivativen Finanzinstrumenten zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivative Finanzinstrumente dürfen nur im Zusammenhang mit Grundgeschäften (Mikro- und Portfolio-Hedges) eingesetzt werden. Bewertungseinheiten werden in der Weise gebildet, dass entweder das aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierende Risiko durch ein einzelnes Sicherungsinstrument unmittelbar abgesichert wird (Micro-Hedge), dass die Risiken mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsinstrumente abgedeckt werden (Portfolio-Hedge) oder dass die risikokompensierende Wirkung ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet wird (Macro-Hedge). Die den Grundgeschäften zugeordneten Derivate werden bilanziell nicht erfasst. (sog. Einfrierungsmethode). Insoweit erfolgt die Nichtanwendung der §§ 249 Abs. 1, 252 Abs. 1 Nr. 3, 4 sowie 256a HGB. Die im Zusammenhang mit Energiepreissicherungen bereits vor Aufnahme der Sicherungsbeziehung bestehenden Drohverlustrückstellungen werden rückwirkend nicht mehr in eine Bewertungseinheit einbezogen und bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit als Rückstellungstatbestand bestehen. Der Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, ergibt sich aus dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Zur Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden gängige Bewertungsmethoden wie Optionspreis- oder Barwertmodelle angewendet und Annahmen getroffen, die aufgrund der Marktbedingungen an den Bilanzstichtagen sachgerecht waren. Sofern bewertungsrelevante Parameter nicht direkt am Markt beobachtbar sind, werden Prognosen zu Hilfe genommen, denen vergleichbare, in einem aktiven Markt gehandelte Finanzinstrumente zugrunde liegen, die mit Auf- bzw. Abschlägen auf Basis historischer Daten versehen werden. Dabei wird der Mittelwert aus Geld- und Briefkurs verwendet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Beteiligungsunternehmen der DB AG. Die Tätigkeit der zugewiesenen Beamt:innen im DB Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes (ENeuOG), Art. 2 § 12. Für die Arbeitsleistung der zugewiesenen Beamt:innen erstattet die DB Energie dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV) die Kosten, die anfallen würden, wenn anstelle der zugewiesenen Beamt:innen eine Tarifkraft als Arbeitnehmer:in beschäftigt werden würde (Als-ob-Abrechnung). Deshalb werden die dem BEV erstatteten Personalkosten der zugewiesenen Beamt:innen aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 16 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die in den Umsatzerlösen enthaltene vereinnahmte Strom- und Energiesteuer wurde offen von den Umsatzerlösen abgesetzt und hat in gleicher Höhe den Materialaufwand entlastet. Erläuterungen zur Bilanz(2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten sowohl in den Zu- und Abgängen der Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch in den Zu- und Abgängen der Wertberichtigungen geringwertige Anlagegüter in Höhe von 0 Mio. € (im Vorjahr: 0 Mio. €). Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten in den Zugängen bzw. Abgängen Baukostenzuschüsse von 242 Mio. € (im Vorjahr: 229 Mio. €) bzw. 4 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden 2 Mio. € (im Vorjahr 0 Mio. €) außerplanmäßige Abschreibungen auf elektrotechnische Anlagen für Bahnstrom vorgenommen. (3) Vorräte scroll
Die Erhöhung der Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert im Wesentlichen aus den beschafften Emissionszertifikaten. Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips und Reichweitenabschläge sind in Höhe von 2 Mio. € (im Vorjahr: 7 Mio. €) gebildet. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf 16 Mio. € (im Vorjahr: 17 Mio. €). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin DB AG resultieren mit 136 Mio. € (im Vorjahr: 156 Mio. €) aus Geldanlagen und Zinsen und mit 20 Mio. € (im Vorjahr: 13 Mio. €) aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren folgen mit 129 Mio. € (im Vorjahr: 154 Mio. €) weitere Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für zukünftige Nutzungsentgelte und geleistete Baukostenzuschüsse ausgewiesen. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der DB Energie beträgt 52 Mio.€. Die Anteile werden von der DB AG gehalten. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von 537 Mio. € aus. (8) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betreffen die im Rahmen der Erstanwendung BilMoG vorgenommene Neubewertung der Rückstellungen und weisen per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von 7 Mio. € aus. (9) Rückstellungen scroll
Mit der DB AG besteht seit dem Jahr 2012 eine Vereinbarung zum schuldbefreienden Schuldbeitritt der DB AG mit Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis bezüglich bestimmter von der DB Energie an ihre aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden erteilten Pensionszusagen. Im Gegenzug hat die DB Energie eine Zahlung in Höhe des nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen ermittelten Barwerts der Pensionsverpflichtungen geleistet. Die Vereinbarung des Schuldbeitritts gilt auch für die Zukunft. Dementsprechend erfasst die DB Energie den Dienstzeitaufwand des laufenden Jahres (3 Mio. €, im Vorjahr: 2 Mio. €) und leistet für die Schuldübernahme eine Zahlung in gleicher Höhe an die DB AG. Die vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsrückstellungen werden bei der DB AG bilanziert. Die DB Energie und die DB AG haften für alle bisherigen und zukünftigen Ansprüche der Pensionsberechtigten der Gesellschaft als Gesamtschuldner. Die ähnlichen Verpflichtungen enthalten durch die Arbeitnehmenden finanzierte Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation) in Höhe von 3 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Urlaubsansprüche, Überstundenabgeltung, Jubiläumszuwendungen, Tantieme und Altersteilzeit. Die übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Rückstellungen für Prozessrisiken und Jahresabschlusserstellungskosten. Bei der DB AG ist zentral eine Rückstellung für Archivierungskosten sowie für Kosten künftiger Betriebsprüfungen gebildet. Die Ermittlung berücksichtigt die strafrechtliche Verjährungsfrist für besonders schwere Steuerhinterziehung von 15 Jahren (§ 376 Abs. 1 S. 1 Halbsatz 1 AO) und deren Auswirkung auf die Dauer der Aufbewahrung von steuerrelevanten Unterlagen, welche insoweit grundsätzlich 15 Jahre beträgt. Insoweit wurde die Aufbewahrungspflicht von grundsätzlich zehn Jahren auf 15 Jahre verlängert. Das im Rahmen von Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen bestehende Deckungsvermögen wird in Höhe von 2.740 T€ (beizulegender Zeitwert; Anschaffungskosten 3.172 T€) mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen (2.740 T€) verrechnet. Das im Rahmen der Wertguthaben für Langzeitkonten bestehende Treuhandvermögen (11.195 T€) wird mit der korrespondierenden Rückstellung verrechnet. Den gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB ansonsten zur Abführung gesperrten Erträgen stehen ausreichende Rücklagen gegenüber, so dass keine Abführungssperre entstanden ist. (10) Verbindlichkeiten scroll
scroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt 473 Mio. € (im Vorjahr: 495 Mio. €) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DB AG enthalten. Darin einbezogen sind Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 307 Mio. € (im Vorjahr: 319 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 Mio. € (im Vorjahr: 36 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung von 166 Mio. € (im Vorjahr: 140 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. (11) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten, enthält überwiegend Zuschüsse für den Neubau von Tankanlagen. (12) Haftungsverhältnisse scroll
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der DB AG für in Höhe von 54 Mio. € (im Vorjahr: 51 Mio. €) bestehende, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewertete Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten. Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu rechnen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die DB AG voraussichtlich erfüllt werden können. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Leasingraten in Höhe von 6 Mio. € (im Vorjahr: 6 Mio. €) gezahlt. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig: scroll
Für den Energiebezug sowie für Kosten im Zusammen mit der Netznutzung bestehenden vertraglichen Verpflichtungen im branchenüblichen Umfang. (14) Finanzinstrumente Die DB Energie setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Energiepreisrisiken ein. Abgesichert ist das Marktwertänderungsrisiko (Cash Flow Hedge) der Grundgeschäfte in Hinblick auf einen sich ändernden Warenpreis. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich durch die DB AG mit externen Kontrahenten (Banken) abgeschlossen und innerhalb des Konzernverbundes weitergereicht (Spiegelgeschäfte). Das Volumen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte ergibt sich aus der folgenden Übersicht der Nominalwertete. scroll
Sämtliche Energiepreissicherungen beziehen sich auf den künftigen Energieverbrauch (Grundgeschäfte), der auf Basis der geplanten Verkehrsleistungen mit Hilfe von Verbrauchshistorien geschätzt wird (antizipatives Hedging). Die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente werden sich in Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft annähernd übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit einem ähnlichen Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Sicherungsgeschäfte wurden als Portfolio-Hedges gestaltet. Die Bilanzierung sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der „Einfrierungsmethode“. Es wird eine hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erwartet. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum bis zu 4 Jahren gesichert. Die Energiebezugs- und -verkaufsgeschäfte zur Preissicherung der physischen Strom- und Dieselbezüge ("Swapgeschäfte") werden zusammengefasst und nur noch die Differenzzahlungen als Korrektur des Bezugsaufwands im Materialaufwand gezeigt. Der Saldo aus diesen Geschäften betrug im Berichtszeitraum 46 Mio. €. Die Marktwerte der Sicherungsgeschäfte entsprechen dem Preis für die Auflösung bzw. Wiederbeschaffung der Geschäfte und stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Höhe der abgesicherten Risiken beträgt insgesamt 62 Mio. €, d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden. Drohverlustrückstellungen waren für die negativen Marktwerte nicht zu bilden, da den unrealisierten Verlusten im Rahmen der gebildeten Bewertungseinheiten entsprechende unrealisierte Gewinne aus den Grundgeschäften gegenüberstehen. Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird die Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. (15) Vertragsportfoliobewirtschaftung Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken wurden im Rahmen des Strom- und Gasvertriebs entsprechende Mengen mittels Strom- beziehungsweise Gastermingeschäften (OTC-Forwards) vorwiegend für die Jahre 2024 bis 2028 beschafft. Entsprechend den Grundsätzen des IDW RS ÖFA 3 fasst die DB Energie diese schwebenden Energiebeschaffungsgeschäfte mit Energieabsatzverträgen für Zwecke der bilanziellen Bewertung zu Vertragsportfolien zusammen. Bei den Absatzmengen handelt es sich um routinemäßig durchgeführte Transaktionen, die im Rahmen des Endkundengeschäfts regelmäßig in den vergangenen Geschäftsjahren eingetreten sind und daher als hochwahrscheinlich eingestuft werden. Bei den zugehörigen schwebenden Beschaffungsgeschäften handelt es sich um physisch zu erfüllende Geschäfte, die der Marktpreissicherung für künftige Energielieferverpflichtungen für Strom und Gas dienen. Für die Liefermengen im Bereich Bahnstrom/Kunden innerhalb der eigenen Netze (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) erfolgt die physische Beschaffung basierend auf einer rollierenden Sicherungsstrategie, wobei auch zukünftige Prognosedaten für Energieliefermengen für Strom und Gas in branchenüblichen Zeiträumen berücksichtigt werden (Portfolio-Hedge). Die in das jeweilige Vertragsportfolio einbezogenen Geschäfte sind sowohl in sachlicher als auch in zeitlicher Hinsicht gleichartigen Risiken ausgesetzt, sodass eine Sicherungswirkung erzielt werden kann. Die Vertragsportfolien weisen in den Beschaffungszeiträumen positive Deckungsbeiträge auf. Daher ist die Bildung von Drohverlustrückstellungen nicht notwendig. Für die Jahre 2024 bis 2027 wurden zum Bilanzstichtag Stromtermingeschäfte mit einem Gesamtnominalvolumen in Höhe von 1.068 Mio. € (Vorjahr 1.058 Mio. €) bei einem Marktwert von 1.242 Mio. € (Vorjahr 2.607 Mio. €) abgeschlossen. Für die Jahre 2024 bis 2027 wurden zum Bilanzstichtag Gastermingeschäfte mit einem Gesamtnominalvolumen in Höhe von 118 Mio. € (Vorjahr 102 Mio. €) bei einem Marktwert von 121 Mio. € (Vorjahr 327 Mio. €) abgeschlossen. Zudem wurden für die Jahre 2024 bis 2027 Termingeschäfte für den Bezug von Emissionsrechten getätigt mit einem Nominalvolumen in Höhe von 351 Mio. € (Vorjahr 314 Mio. €) bei einem Marktwert von 706 Mio. € (Vorjahr 938 Mio. €). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(16) Umsatzerlöse scroll
Die Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten per Saldo Nachbelastungen an Kunden aus Spitzabrechnungen für Vorjahre von insgesamt 63 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €). (17) Andere aktivierte Eigenleistungen Die unter diesem Posten ausgewiesenen Leistungen betreffen wie im Vorjahr vollständig Leistungen für das Anlagevermögen. (18) Sonstige betriebliche Erträge scroll
* Von den übrigen Erträgen betreffen 3 T€ (im Vorjahr: 2 T€) Währungskursgewinne Die periodenfremden Erträge betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen. (19) Materialaufwand scroll
Die für selbsterstellte Anlagen bezogenen Lieferungen und Leistungen sind im Materialaufwand erfasst. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgt über andere aktivierte Eigenleistungen. Im Materialaufwand sind Gutschriften (im Vorjahr Nachbelastungen) für die Strombeschaffung und Emissionszertifikate der Vorjahre von insgesamt 15 Mio. € (im Vorjahr 15 Mio. €) enthalten. (20) Personalaufwand scroll
* auch Zahlungen für Unterstützung z.B. ehemaliger Betriebsangehörige und Hinterbliebene (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Von den übrigen Aufwendungen betreffen 35 T€ (im Vorjahr: 34 T€) „Sonstige Steuern“ und 2 T€ (im Vorjahr: 0 T€) Währungsverluste. (22) Beteiligungsergebnis scroll
(23) Zinsergebnis scroll
Sonstige Angaben(24) Konzernzugehörigkeit Die DB Energie ist Tochterunternehmen der DB AG, Berlin, und wird in den für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Bahn AG, Berlin, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der DB AG wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de erhältlich. (25) Beschäftigte scroll
Die Zahl der Mitarbeitenden wird innerhalb des DB-Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen ausgewiesen. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitende werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. Beamt:innen sind der DB Energie entweder kraft Art. 2 § 12 Eisenbahnneuordnungsgesetz zugewiesen oder von ihrem DB-konzerninternen Zuweisungsbereich zur DB Energie abgeordnet worden. Sie arbeiten für die DB Energie, die vorgesetzte Dienstbehörde ist das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). (26) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an scroll
Als Aufsichtsrat waren bestellt scroll
scroll
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführenden, die im Laufe des Geschäftsjahres bei der DB Energie beschäftigt waren, bestehen aus einer fixen Grundvergütung in Höhe von insgesamt 947 T€, einer erfolgsabhängigen Jahrestantieme in Höhe von 554 T€ und einem langfristigen Bonusprogramm mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Long-term Incentive Plan). Die Auszahlungen für das Bonusprogramm sind im laufenden Jahr in den Gesamtbezügen der Geschäftsführung enthalten. Rückstellungszuführungen für Bonusprogramme, die nach dem 31.12.2023 zur Auszahlung kommen sollen, soweit die Bedingungen für die Bonusprogramme erfüllt werden, sind in den Gesamtbezügen der Geschäftsführung 2023 ebenfalls enthalten. Die Gesamtbezüge umfassen daneben auch, die sonstigen Zusagen sowie Nebenleistungen. Die ehemaligen Geschäftsführer waren nicht bei der DB Energie angestellt. Den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Kredite und Vorschüsse gewährt. Über die im Rahmen des Schuldbeitritts der DB AG zu den Pensionsverpflichtungen eingegangenen Haftungsverhältnisse hinaus wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Aufsichtsrats eingegangen. (27) Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG (28) Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit gemäß EnWG herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der DB AG getätigt:
Weitere Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, wurden nicht getätigt. (29) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor. (30) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der DB Energie GmbH bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an diese abgeführt.
Frankfurt am Main, 22. März 2024 DB Energie GmbH Die Geschäftsführung Torsten Schein Bodo Gmel Dr. Andreas Hoffknecht Katrin Hilmer Entwicklung des Anlagevermögensscroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivascroll
scroll
Passivascroll
scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
scroll
Elektrizitätsverteilung Bahnstromscroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Elektrizitätsverteilung 50 HZscroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Messstellenbetriebscroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Erläuterungen der gemäß § 6b EnWG abzubildenden TätigkeitenGrundlageNach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Definitionen der UnternehmensaktivitätenDie DB Energie ist nach dieser Definition in folgende fünf Tätigkeiten zu segmentieren:
Die Segmente Elektrizitätsverteilung 16,7 Hz und Gleichstrom werden zu dem Segment Elektrizitätsverteilung Bahnstrom zusammengefasst. Hintergrund ist die einheitliche Datenerhebung für die Kostenprüfung zur Bestimmung des Ausgangsniveaus der Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen i.S.d. § 3 Nr. 2 EnWG für die vierte Regulierungsperiode nach § 6 Abs. 1 ARegV. Das Segment Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors beinhaltet vor allem die Veräußerung von Diesel und Heizöl. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Systematik zur Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitätsverteilung ist im Folgenden erläutert. Erläuterungen zur BilanzAllgemein Bei der Erstellung des Jahresabschlusses werden die für Energieversorgungsunternehmen geltenden besonderen Rechnungslegungsvorschriften des § 6 b EnWG beachtet. Gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG werden in der internen Rechnungslegung nach Tätigkeitsbereichen getrennte Konten geführt und für jeden Tätigkeitsbereich intern eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Zur Kontenzuordnung werden soweit wie möglich Aktiva und Passiva sowie Aufwendungen und Erträge direkt zugeordnet. Wenn die direkte Zuordnung der Konten nicht möglich ist oder mit nicht vertretbarem hohem Aufwand verbunden wäre, wird anhand eines sachgerechten Schlüssels eine Verteilung des entsprechenden Kontos auf die verschiedenen Tätigkeiten vorgenommen. Erläuterung zu einzelnen BilanzpositionenAnlagevermögen Die Zuordnung des Anlagevermögens erfolgt direkt. Für Anlagen, die nicht eindeutig einer Tätigkeit zugeordnet werden können, wird eine sachgerechte Schlüsselung angewandt. Da Teile des Anlagevermögens auf die verschiedenen Tätigkeiten durch Schlüsselung verteilt werden, sind die Anlagengitter um weitere Spalten für Schlüsselungsdifferenzen erweitert. Forderungen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und in den Sonstigen Vermögensgegenständen sind - wie im Vorjahr - keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Eigenkapital Bei der erstmaligen Erstellung des Tätigkeitsabschlusses wurde das Eigenkapital den Tätigkeiten einmalig direkt zugeordnet. Die damalige Zuordnung spiegelt jedoch nicht mehr die deutlich zunehmende Finanzierung der Bahnstromanlagen mit Investitionszuschüssen wider. Das hieraus resultierende Ungleichgewicht zwischen Aktiva und Passiva ist in den vergangenen Jahren jährlich immer größer geworden. Um eine sachgerechte Verteilung entsprechend der aktuellen Finanzierungsstruktur zu erreichen, wird das Eigenkapital, wie im Vorjahr, gemäß den Restbuchwerten des Anlagevermögens geschlüsselt. Die entstehende Residualgröße zwischen Aktiva und Passiva wird als Kapitalverrechnungsposten im Eigenkapital erfasst und aufgrund des Stetigkeitsgrundsatzes jährlich fortgeschrieben. Verbindlichkeiten scroll
scroll
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der DB AG für Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten. Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu rechnen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die DB AG voraussichtlich erfüllt werden können. scroll
Erläuterungen zur der Gewinn- und VerlustrechnungDie wesentlichen Aufwendungen und Erträge werden den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden ist, erfolgt grundsätzlich eine Verrechnung nach sachgerechten Schlüsselungen, die eine möglichst verursachungsgerechte Zuordnung gewährleistet. Hierbei wurde im Wesentlichen der Anlagen- und Personalschlüssel verwendet. Bestehende Schlüssel wurden beibehalten.
Frankfurt am Main, 22. März 2024 DB Energie GmbH Die Geschäftsführung Torsten Schein Bodo Gmel Dr. Andreas Hoffknecht Katrin Hilmer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DB Energie GmbH, Frankfurt am Main VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DB Energie GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DB Energie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten „Elektrizitätsverteilung Bahnstrom“, „Elektrizitätsverteilung 50 Hz“ und „Messstellenbetrieb" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Frankfurt am Main, den 22. März 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Cirsten Schönmeier, Wirtschaftsprüfer Marc Krizaj, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023der DB Energie GmbHSitzungen des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der DB Energie GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammengekommen. In den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Lage der DB Energie GmbH, die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die beabsichtigte Geschäftspolitik ausführlich informiert. Er beschäftigte sich eingehend mit den Geschäftsvorfällen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen seiner Zustimmung unterliegen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständiger Verbindung mit der Geschäftsführung, insbesondere deren Vorsitzendem, und wurde laufend über alle wichtigen geschäftspolitischen Entwicklungen informiert. ArbeitsschwerpunkteDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26.04.2023 den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. In seiner Sitzung am 01.12.2023 hat er sich mit der Planung für das Geschäftsjahr 2024 beschäftigt und im Rahmen dessen die Budgetplanung 2024 sowie die in der Bilanz- und Finanzplanung für das Jahr 2024 hinterlegten Investitionen der DB Energie GmbH zur Kenntnis genommen. Ebenso hat er die Mittelfristplanung 2024 - 2028 zur Kenntnis genommen. Zudem hat sich der Aufsichtsrat umfassend mit der Arbeit der Geschäftsführung und der Lage und Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 befasst. Hierzu zählten die regelmäßige Berichterstattung zur Qualität der Energiebereitstellung (Betriebslage), zur Umsatz-, Mengen- und Ergebnisentwicklung in den einzelnen Energiesparten (16,7 Hertz-Bahnstrom, Diesel, 50 Hertz-Strom, Gas/ Wärme) sowie zur Projektabwicklung. In beiden Sitzungen wurde die Weiterentwicklung der Geschäftsfeldstrategie mit dem Schwerpunkt „Hochlauf der Vergrünungsaktivitäten“ (Grünstromportfolio & Grüne Energieinfrastruktur) ausführlich vorgestellt sowie umfassend beraten. Die Geschäftsführung stellte laufend die Entwicklung auf den Primärenergiemärkten und daraus eventuell resultierende Preisrisiken dar. Mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen wurden im Rahmen eines adäquaten Risikomanagements eingehend erörtert; ebenso die Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems (IKS). Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Sachstände betreffend die Optimierung des Bahnstromportfolios (inkl. Weiterentwicklung PPA-Portfolio, Reservebetrieb GKN II, etc.), die Aktivitäten im Bereich der Alternativen Antriebstechnologien, die künftige Ausgestaltung der Vergrünungsstrategie im DB Konzern und die damit verbundene EE-Beschaffungsstrategie sowie über die Auswirkungen der EVG- und GDL-Warnstreiks in 2023 unterrichtet. Auch erfolgte eine Auseinandersetzung mit der Verstaatlichung von Uniper, den herausfordernden technischen Verfügbarkeiten der Erzeugungsanlagen sowie mit der Kostenprüfung für die 4. Regulierungsperiode durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung waren u.a. die Umsetzung des sog. Netzzugangsmodells (und dessen Abrechnungsprozesse bei der DB Energie GmbH), der Aufsatz des Geschäftsfeldprojekts „TrafoBEN“, die Entwicklung des Privatkundengeschäfts „DB Strom“, die weitere Umsetzung des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG), wesentliche Gesetzesvorgaben (z.B. LkSG, HinSchG, EEG-Novelle, Bundes-Klimaschutzgesetz, etc.) sowie die Ergebnisse der Befragung zum Kulturbarometer (KUB) 2023. Zentraler Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2023 war insbesondere die Anwendung und Umsetzung der Energiepreisbremsengesetze für den DB-Konzern durch die DB Energie GmbH. JahresabschlussDer von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der DB Energie GmbH zum 31.12.2023 wurde durch die von der Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, (PwC), Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Des Weiteren hat der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikomanagementsystem gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) geprüft. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde in der Aufsichtsratssitzung am 30.04.2024 in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer, die die Prüfungsberichte unterzeichnet haben, umfassend beraten; die Wirtschaftsprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung ordnungsgemäß festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der DB Energie GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Gewinn wurde aufgrund des mit der Deutschen Bahn AG bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Der Jahresabschluss der DB Energie GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde gebilligt. Veränderungen in der Besetzung des AufsichtsratsMit Wirkung zum 30.10.2023 ist das bisherige Aufsichtsratsmitglied Herr Andreas Gehlhaar, ausgeschieden. An seiner Stelle wurde per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung zum 20.03.2014 Frau Katrin Habenschaden München, zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Belegschaftsvertretern der DB Energie GmbH für ihren im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Einsatz; insbesondere für die weiterhin hervorragende Bewältigung aller parallel auftretender gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Herausforderungen, wie z.B. Energiekrise, Ukraine-Krieg, Inflation, Lieferkettenverzögerungen, Digitalisierung, Warnstreiks der Gewerkschaften, neue Arbeitswelten und Arbeitszeitenmodelle, etc.
Frankfurt am Main, im April 2024 Für den Aufsichtsrat Martin Seiler, Vorsitzender des Aufsichtsrates Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. April 2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Unternehmensberatung
Erbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen