Gluth Systemtechnik GmbH

Steinweg 66, 94315 Straubing, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 9774
Eingetragen
27.11.1989
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von modularer Automation, Prüftechnik, Montageanlagen und Industrieausrüstungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Hohenwarter
seit 10.1.2024
Prokura
Ulrich Radlbeck
seit 10.1.2024
Prokura
Johannes Sigl
seit 7.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Johannes Sigl GmbH
Germany
263.000 €
65.75%
Johannes Sigl
Straubing
105.000 €
26.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gluth Systemtechnik GmbH

Straubing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.930,00 13.590,00
II. Sachanlagen 6.601.718,25 6.771.447,25
6.605.648,25 6.785.037,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 9.446.656,75 9.959.569,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.878.044,05 8.072.854,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.645,87 1.878,01
15.335.346,67 18.034.301,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 54.383,34 67.576,77
21.995.378,26 24.886.915,74

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnrücklagen 9.316.784,00 9.258.343,00
III. Bilanzgewinn 4.333.280,03 3.807.306,26
14.050.064,03 13.465.649,26
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.576.252,40 1.553.415,00
C. VERBINDLICHKEITEN 5.349.861,83 9.850.351,48
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 19.200,00 17.500,00
21.995.378,26 24.886.915,74

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 15.952.395,12 14.196.664,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.008.843,82 -9.126.722,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.186.460,84 -1.794.337,87
davon für Altersversorgung: EUR 33.385,68 (Vorjahr: EUR 31.699,47)
-12.195.304,66 -10.921.060,27
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -559.402,55 -554.165,37
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.287.301,92 -2.029.834,37
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -306.869,37 -143.426,38
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.222,52 -1.700,00
davon aus der Veränderung der passiven latenten Steuern: EUR 1.700,00 (Vorjahr: EUR 1.700,00)
8. Ergebnis nach Steuern 601.294,10 546.490,89
9. Sonstige Steuern -16.879,33 -12.087,37
10. Jahresüberschuss 584.414,77 534.403,52
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.807.306,26 3.326.342,74
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen -58.441,00 -53.440,00
13. Bilanzgewinn 4.333.280,03 3.807.306,26

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Gluth Systemtechnik GmbH (Gesellschaft) hat ihren Sitz in Straubing. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Straubing unter HR B 9774 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendete Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aufstellung von Anhang und Lagebericht werden nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften vorgenommen, von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Anhangs nach § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der abnutzbaren Gegenstände des Anlagevermögens.

Für die immateriellen Vermögensgegenstände wird eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angenommen. Für das Sachanlagevermögen wird von einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, in Einzelfällen auch bis zu 20 Jahren ausgegangen. Bauliche Anlagen werden seit 2010 mit der individuellen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bemessen.

Es wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt, wobei im Jahr der Anschaffung der nutzungsbedingte Wertverzehr pro rata temporis ermittelt wird. Sofern eine dauernde Wertminderung von Gegenständen des Anlagevermögens vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 250 € bis zu 800 € werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt.

Als Nutzungsdauer für Computerhardware und Software wird lt. BMF-Schreiben v. 22.02.2022 gemäß den steuerlichen Vorschriften ein Jahr zugrunde gelegt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel mit den Angaben nach § 284 Abs. 3 Nr. 3 HGB dargestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen/ Zuschreibungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.195.305,06 15.417,00 - - 1.210.722,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.426.824,06 36.200,70 - - 7.463.024,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 906.008,23 43.647,75 - - 949.655,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.814.302,89 284.748,10 - 45.093,11 2.053.957,88
10.147.135,18 364.596,55 - 45.093,11 10.466.638,62
11.342.440,24 380.013.55 - 45.093,11 11.677.360,68
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge (*) Abgänge (**) Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.181.715,06 25.077,00 - 1.206.792,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.231.817,81 217.692,70 - 1.449.510,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 684.473,23 42.223,75 - 726.696,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.459.396,89 274.409,10 45.093,11 1.688.712,88
3.375.687,93 534.325,55 45.093,11 3.864.920,37
4.557.402,99 559.402,55 45.093,11 5.071.712,43
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.930,00 13.590,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.013.514,25 6.195.006,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 222.959,00 221.535,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.245,00 354.906,00
6.601.718,25 6.771.447,25
6.605.648,25 6.785.037,25

(*) = kumulierte Zugänge (inkl. Umbuchungen und Zuschreibungen) je Posten
(**) = kumulierte Abgänge (inkl. Umbuchungen und Zuschreibungen) je Posten

In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu ihren Einstandswerten oder gewogenen Durchschnittswerten angesetzt. Produktionsnahe Hilfs- und Betriebsstoffe von untergeordneter Bedeutung mit Anschaffungskosten von jeweils unter 50 € werden sofort aufwandswirksam verbucht, solche mit Anschaffungskosten über 50 € werden auch weiterhin mit den Anschaffungskosten bestandsgeführt bzw. bilanziert.

Unter den Vorräten werden diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die sich in der Herstellung befinden (Unfertige Erzeugnisse und Unfertige Leistungen) oder die im Rahmen der Herstellung verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten werden zu produktionsbezogenen Vollkosten nach § 255 Abs. 2 Satz 1 bis Satz 2 HGB ermittelt. Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie fertigungsbezogene Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden.

Soweit ein niedrigerer Wertansatz einzelner Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erforderlich ist, werden entsprechende Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB i. V. m. 255 Abs. 4 HGB (Niederstwertprinzip) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungsansprüche (im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer) entstehen in Höhe von 5.495 € (Vorjahr 20.316 €) rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag.

Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen auf der Aktivseite ausschließlich vorausbezahlte Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach Ablauf des Geschäftsjahres darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden kumulierten Steuerbe- und Steuerentlastungen werden in der Bilanz saldiert angesetzt. Eine sich insgesamt ergebende passive latente Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Soweit sich aus der Steuerlatenzberechnung insgesamt aktive latente Steuern zum Bilanzstichtag ergeben, wird vom Wahlrecht der Nichtaktivierung aktiver Steuerlatenzen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen erfassen entsprechend § 249 HGB alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst, kurzfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses ausgewiesen (§ 277 Abs. 5 HGB).

Es werden Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, sowie für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, gebildet.

Den Gewährleistungsrückstellungen liegen bereits entstandene oder erwartete Ansprüche der Auftraggeber zugrunde; Bemessungsgrundlage für die Schätzung ist der gewährleistungsrelevante Jahresumsatz des aktuellen Geschäftsjahres, sofern keine Einzelbewertung der Projektrisiken erfolgt. In Einzelfällen werden aber die geschätzten Gewährleistungsrisiken einzelner Kundenprojekte herangezogen.

Die Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen betreffen insbesondere nachgelagerte Aufwendungen der Inbetriebnahme der Anlagen an ihrem Bestimmungsort, des Probebetriebs und der Dokumentation von Werkzeugsystemen bzw. Anlagen, die bis zum Bilanzstichtag von unseren Kunden bereits umsatzwirksam in Straubing abgenommen wurden.

Verbindlichkeiten (Verbindlichkeitenspiegel) nach § 285 HGB zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit
≤ 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre durch Pfandrechte o.ä. gesichert Art und Form der Sicherheit
Verbindlichkeiten Vj. Vj.
T€ T€
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 2.771.792,15 8.350 2.578.069,68 1.500 - 1.500.000,00
davon:
gegenüber Kreditinstituten (*) 1.500.673,55 3.804 1.100.000,00 1.500 - 1.500.000,00 Buchgrundschulden
gegenüber Gesellschaftern (**) - 1.026 1.478.069,68 - - -

(*) einschl. Darlehen EUR 2.500.000,00: 1. Auszahlung (1.000.000 €) 24.09.2018, 2. Auszahlung (1.500.000 €) 29.03.2019; erste Tilgung ab 30.06.2019 mit TEUR 25 quartalsweise, somit ab 30.06.2022 TEUR 100 quartalsweise
(**) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten realisierte Veräußerungsgeschäfte aus unseren Lieferungen und Leistungen. Die Erfassung des Umsatzerlöses erfolgt zum Zeitpunkt des mit den Kunden vereinbarten Gefahrenübergangs bzw. der wirtschaftlichen Abnahme der Anlagen im Bau. Schwebende Geschäfte unterliegen keiner Verbuchung, es sei denn, es ist ein Verlust aus diesem schwebenden Geschäft zu erwarten.

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind 1.700 € an Steueraufwand aus der Zuführung von passiven latenten Steuern (wie im Vorjahr) enthalten.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei der Verbuchung zum Anschaffungskurs (Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles) bewertet. Zum Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem Euroreferenzkurs umgerechnet.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Gewinnvortrag/Bilanzgewinn zum 01.01.2023 3.807.306,26
Jahresüberschuss 2023 584.414,77
Einstellung in Gewinnrücklagen (Gesellschaftsvertrag) -58.441,00
Bilanzgewinn zum 31.12.2023 4.333.280,03
Einstellung in Gewinnrücklagen (Gesellschafterversammlung) 0,00
Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2023 0,00
Bilanzgewinn nach Gewinnverwendung/Vortrag auf neue Rechnung 4.333.280,03

Sonstige Angaben

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Johannes Sigl, Hons Business Manager, und Herr Stefan Schnurrenberger, Diplomingenieur.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.269.

Von den Auszahlungen für Miet- und Leasingverträge haben bezogen auf die Restlaufzeit der Verträge 1.044 T€ eine Restlaufzeit von 2 bis 5 Jahren und 795 T€ eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

MITARBEITERZAHL

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres gemäß § 267 Abs. 5 HGB 158 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 57 gewerbliche Mitarbeiter sowie 101 kaufmännische/ technische Mitarbeiter.

 

Straubing, den 25. Juni 2024

Johannes Sigl

Stefan Schnurrenberger

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

GESCHÄFTSMODELL

Als Sondermaschinenbauer bietet die Gluth Systemtechnik GmbH (Gluth) mit Sitz in Straubing ihren Kunden Gesamtlösungen für die Automation und Prüftechnik. Professionelles Projektmanagement und der modulare Aufbau der Anlagen sind die Grundlagen für langfristige Geschäftsbeziehungen und zufriedene Kunden. Maschinen und Anlagen von Gluth werden im In- und Ausland eingesetzt und sind das Resultat jahrelanger Erfahrungen, permanenter Weiterentwicklungen und intensiver Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die technische Forschung und Entwicklung der Gluth Systemtechnik GmbH findet hauptsächlich im Rahmen von Kundenprojekten statt. Grundlage und Herausforderung unserer Entwicklungsaktivitäten sind insbesondere Konzepte und Lösungen im Rahmen kostensenkender und qualitätsverbessernder Produkte in Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern.

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft hat sich 2023 besser entwickelt, als es allgemein zu Jahresbeginn erwartet wurde. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr 2023 um 3,1 % zu. Während die USA und China mehr Wachstum verzeichneten als im Vorjahr, schwächte sich das Wirtschaftswachstum in Europa ab. In der Eurozone lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 infolge der hohen Inflationsraten und sinkender Nachfrage bei 0,5 %. In Deutschland fiel das Bruttoinlandsprodukt mit - 0,3 % sogar ins Minus. Zu dieser Entwicklung führten die steigenden Preise, eine rückläufige Exportnachfrage und niedrige Investitionen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus.

In den USA wuchs die Wirtschaft im Berichtszeitraum trotz Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed um 2,5 %. Die weiterhin geringe Arbeitslosigkeit und steigende Löhne führten zu einem positiven Konsumverhalten. In China lag das Wachstum 2023 bei 5,2 % und damit deutlich höher als noch im Vorjahr. Die Dynamik beruhte insbesondere auf Nachholeffekten nach dem Ende der Corona-Lockdowns. (Quelle BMW Group Bericht 2023 S. 52)

Bezogen auf das Geschäftsjahr 2023 war das Konjunkturminus in Deutschland bei der Gluth Systemtechnik kaum spürbar. Die Entspannung der Liefersituation bei Zukaufteilen führte wieder zu einer Verkürzung der Projektlaufzeiten. In Produktionsanlagen für klassische "Verbrenner" investierten unsere Kunden trotz hoher Produktionsstückzahlen nach wie vor verhalten. Die Transformation, getrieben durch den Klimawandel, schritt weiter voran. Die Nachfrage im Bereich Leistungselektronik, die für die Elektromobilität maßgebend ist, blieb weiterhin hoch. Um den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und die Abhängigkeiten vom Ausland zu verringern, setzen unsere Kunden verstärkt auf Automatisierung, wovon auch die Gluth Systemtechnik profitiert.

GESCHÄFTSVERLAUF

Das Geschäftsjahr 2023 war im Vergleich zum Vorjahr ein weit weniger herausforderndes und deutlich besseres Jahr für Gluth trotz der anhaltenden Auswirkungen der Transformation in der Automationsindustrie. Den von uns prognostizierten Automatisierungsbedarf am Standort Deutschland konnte Gluth mit breiterer Diversifizierung unserer Projekte, kleineren Projektgrößen und einem höheren Anteil von Nachbauanlagen mit geringem Projektrisiko umsetzen. Die Projektverschiebungen führten im Jahr 2023 noch vereinzelt zu längeren Auswärtseinsätzen einiger Mitarbeiter, jedoch hat sich die Ressourcenplanung für unsere Mitarbeiter weitgehend entspannt und die Auswärtseinsätze waren deutlich reduziert.

Unser Umsatzziel von 27 Mio. € konnten wir mit 29,4 Mio. € übertreffen. Grund dafür waren zum Teil Projekte, die vor allem durch Verzögerungen bei den Zukaufteilen im Jahr 2022 erst im Berichtsjahr ausgeliefert werden konnten.

Mit über 60 % unseres Umsatzes stieg der Anteil an Wiederholanlagen und Anlagen mit niedrigem, technischem Risiko im Berichtsjahr nochmals. Anlagen im Bereich Verbrenner machten dabei immer noch einen Umsatzanteil von 40 % aus. Innerhalb Deutschlands wurden 58 % unserer Anlagen geliefert, 42 % in den europäischen Raum vor allem in die Türkei 22 %, nach Rumänien 16 % und in die Slowakei 4 %.

Die Gesamtleistung des Berichtsjahres, als Summe von Umsatz und Bestandsveränderung, stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. € (19,8 %). Das Geschäftsergebnis hat sich mit 0,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. € leicht verbessert.

Interne Budgetumstellungen eines Hauptkunden führten zu Abnahmeverschiebungen bereits fertiggestellter Projekte. Das erhöhte kurz- und mittelfristig unseren Liquiditätsbedarf. Durch die aktuelle Zinsentwicklung belasteten die gestiegenen Finanzierungskosten unser Budget.

Die Auslastung unserer Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen, wie Mechanische Konstruktion und Softwareentwicklung, war wiederum hoch.

Als positive Effekte bleiben neben dem Einstieg in die Elektromobilität, die weiterentwickelte und verbesserte Kompetenz in der Abwicklung größerer Projekte und die gewonnenen Erfahrungen im Projekt- und Changemanagement.

Mit der Aufgabenteilung der Projektierung in die Abteilungen Technischer Vertrieb und Projektmanagement im Berichtszeitraum waren erste positive Effekte erkennbar. Durch die Fokussierung auf einen Teilbereich der Projektierung konnten einzelne Mitarbeiter entlastet und die Effizienz in ihrem Aufgabengebiet gesteigert werden, ohne dass die erforderliche Flexibilität eingeschränkt wurde. Im Bereich Digitalisierung konnten bereits Fortschritte in der zielgerichteten Nutzung des ERP-Systems mit ergebnisorientierten Auswertungen und dem Einsatz von integrierten Analysefunktionen im Controlling erzielt werden.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

ERTRAGSLAGE

Aufteilung des Umsatzes in %

2021 2022 2023
Inland 47,7 60,4 63,7
EU-Binnenmarkt 44,2 11,6 18,7
Drittland 8,1 28,0 17,6

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 10,6 Mio. € bzw. 56,9 %.

Der Inlandsumsatz erhöhte sich auf 18,7 Mio. €. Innerhalb der EU stiegen die Umsatzerlöse auf 3,3 Mio. €.

Der Drittlandexport sank leicht um 0,1 Mio. €.

Die Unternehmensleistung von 29,4 Mio. € resultiert aus dem Anstieg der Umsatzerlöse um 10,6 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind überwiegend Erlöse aus Förderprogrammen.

Die Personalkostenquote sank bei fast gleichem Personalbestand 2023 um 3,0 %-Punkte auf 41,7 %, die entsprechende Materialaufwandsquote stieg um 2,0 %-Punkte auf 45,9 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Ursächlich für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere Beratungskosten, Kosten für Software-Wartung/-Leasing und gestiegene Reisekosten vor allem ins EU-Ausland.

2021 2022 2023
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 27.140 112,0 18.713 75,1 29.353 99,9
Bestandsveränderung -3.865 -16,0 5.694 22,9 -123 -0,4
Produktionsvolumen 23.275 96,1 24.407 98,0 29.230 99,5
Sonstige betriebliche Erträge (*) 957 4,0 505 2,0 136 0,5
Unternehmensleistung 24.232 100,0 24.912 100,0 29.366 100,0
Materialaufwand 13.119 54,1 10.721 43,0 13.418 45,7
Personalaufwand 11.018 45,5 10.921 43,8 12.195 41,5
Abschreibungen 600 2,5 554 2,2 560 1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen (**) 1.751 7,2 2.042 8,2 2.249 7,7
Betriebsergebnis -2.255 -9,3 674 2,7 944 3,2
Jahresüberschuss -2.384 -9,8 534 2,1 584 2,0
Brutto-Cashflow (***) -1.784 -7,4 1.089 4,4 1.144 3,9
Operativer Cashflow 1.169 4,7 -2.322 -9,3 3.092 10,5
EBIT -380 -1,5 680 2,7 893 3,0
EBITDA 136 0,6 1.234 5,0 1.452 4,9

(*) "Sonstige betriebliche Erträge" mit neutralen Bereinigungen
(**) "Sonstige betriebliche Aufwendungen" inklusive "Sonstige Steuern" und mit neutralen Bereinigungen
(***) Jahresüberschuss, Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen

Der EBIT beinhaltet neben dem Jahresüberschuss noch das Finanzergebnis von -307 T€ (Vorjahr -143 T€).

In der Kennzahl EBITDA sind zudem Abschreibungen in Höhe von 560 T€ (Vorjahr 554 T€) enthalten. Als Quote zur Unternehmensleistung beträgt der EBIT 3,0 % und der EBITDA 4,9 %.

VERMÖGENSLAGE

AKTIVA (Angaben in %)

2021 2022 2023
Geldvermögen 0,0 0,0 0,0
übrige Aktiva 50,5 32,7 27,0
Vorräte 16,8 40,0 43,0
Anlagevermögen 32,7 27,3 30,0

Die Bilanzsumme weist einen Betrag von 22,0 Mio. € zum Bilanzstichtag aus; sie sank gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. €.

Auf der Vermögensseite der Bilanz haben Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 0,4 Mio. € stattgefunden, die im Wesentlichen Software-Lizenzen und Hardware sowie Messgeräte in der Teilefertigung beinhalten.

Die Investitionsquote der Neuinvestitionen betrug 5,6 % und die Investitionsquote der Nettoinvestitionen (Investitionen minus Abschreibungen) entsprechend - 2,6 %.

Bei den Vorräten war ein stichtagsbedingter Rückgang um 0,5 Mio. € zu verzeichnen, bei den übrigen Aktiva dagegen ein Rückgang von 2,2 Mio. €, der auf gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Veränderung der Vermögensseite der Bilanz

T€
Investitionen Anlagevermögen 380
Buchwertabgänge im Anlagevermögen 0
Abschreibungen im Anlagevermögen -559
Minderung Vorräte -513
Erhöhung Geldvermögen 9
Minderung finanzieller Vermögenswerte mit Rechnungsabgrenzung -2.208
Veränderung 2.891

FINANZLAGE

PASSIVA (Angaben in %)

2021 2022 2023
kurzfristiges Fremdkapital 13,0 33,6 12,6
langfristiges Fremdkapital 10,5 6,0 11,7
Rückstellungen 14,7 6,3 11,8
Eigenkapital 61,8 54,1 63,9

Das in der Bilanz ausgewiesene Vermögen ist solide finanziert. Die Eigenkapitalquote steigt auf 63,9 % der Bilanzsumme und ist auf einem auch für den familiengeführten Mittelstand hohen Niveau.

Das Eigenkapital von 14,1 Mio. € deckt zusammen mit Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten neben dem Anlagevermögen auch einen Teil des Vorratsbestands zum Bilanzstichtag. Damit liegt ein für das Unternehmen günstiges Gleichgewicht zwischen dem Vermögen und dessen Finanzierung vor.

Insgesamt verminderte sich die Finanzseite der Bilanz - gemäß der Vermögensseite - um 2,9 Mio. €.

Veränderung der Finanzierungsseite der Bilanz

T€
Erhöhung des Eigenkapitals 584
Erhöhung der Rückstellungen 1.023
Minderung der Kreditverbindlichkeiten -2.703
Minderung übriger Verbindlichkeiten -1.797
Veränderung 2.891

Der Brutto-Cashflow als Ergebnis von Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 von 1,09 Mio. € (4,4 % der Unternehmensleistung) auf 1,14 Mio. € (3,9 % der Unternehmensleistung) im Berichtsjahr.

Der Brutto-Cashflow ist das Maß für die Innenfinanzierungskraft, während der operative Cashflow den auf das Geschäftsjahr bezogenen finanziellen Mittelzufluss zeigt, wobei hier die jeweiligen Veränderungen in den Bilanzposten der Aktiv- und Passivseite während zweier Geschäftsjahre enthalten sind.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen

Unternehmensleistung je Mitarbeiter,

Umsatzrendite und

Operativer Cashflow

heran.

Bei den Mitarbeitern sind die Geschäftsführer und die nach § 267 Abs. 5 HGB nicht zu berücksichtigenden Mitarbeiter nicht mitgezählt, die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den operativen Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen sowie die jeweiligen Veränderungen in den Bilanzposten der Aktiv- und Passivseite während zweier Geschäftsjahre.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der nachfolgenden Risikoberichterstattung.

Die Unternehmensleistung je Mitarbeiter betrug 186 T€ im Geschäftsjahr und lag somit um 27 T€ über dem Vorjahr (159 T€). Die Umsatzrentabilität sank gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %-Punkte.

Der operative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte insbesondere aufgrund der im Vorjahresvergleich um 5,8 Mio. € verminderten Bestandsveränderung des Bestands an Kundenanlagen im Bau einen Wert, der um 5,4 Mio. € über dem entsprechenden Vorjahreswert lag.

Der Finanzmittelfond (inklusive kurzfristiger Projektfinanzierungen von Kreditinstituten) stieg um 2,3 Mio. € auf nunmehr -1,1 Mio. € zum Bilanzstichtag. Mit 3,1 Mio. € zeigt sich der operative Cashflow als Indikator für die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens wieder sehr positiv.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein.

An die grundsätzlich positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung der letzten Jahre konnten wir nach einem Rückgang in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 bereits im Jahr 2022 und im Berichtsjahr wieder anknüpfen.

Durch die Gewinnung weiterer Kunden mit korrespondierender Erweiterung unseres Produktportfolios konnten wir auch im aktuellen Geschäftsjahr zusätzliche, zukunftsträchtige Marktpotentiale erschließen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

RISIKOMANAGEMENT DER GESELLSCHAFT

Risikomanagement ist bei Gluth ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die bestehenden Planungssysteme sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Alle Projekte werden während der Projektdurchführung mit Hilfe eines ERP-Systems laufend anhand der IST-Werte und einer Prognose des noch notwendigen Aufwands bis zum Projektende überprüft.

Bei Kontrolle und Überwachung der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt unseren zertifizierten Managementsystemen "Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO EN 9001:2015" und "Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015" sowie auch den von uns selbst entwickelten Sicherungssystemen gegen Risiken erhebliche Bedeutung zu. Die Vermeidung von das Unternehmen bedrohenden Risiken, das frühzeitige Erfassen dieser Risiken und das Ergreifen von Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung sind wichtiger Teil unserer Geschäftsstrategie.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Die Entwicklung der Gluth Systemtechnik GmbH hängt auch von der konjunkturellen Entwicklung unserer Kunden ab. Ein frühes Erkennen von Trendwenden in deren Konjunkturzyklen ist für uns von großer Bedeutung. Unsere Einschätzung erfolgt dabei im Gleichklang mit unseren Hauptkunden.

Eine anhaltend hohe Inflation mit hohen Zinsen und sinkenden Realeinkommen und ein damit verbundener breiter Nachfragerückgang könnten sich negativ auf das Absatzvolumen unserer Kunden und damit auf den Bedarf an Produktionsanlagen auswirken.

Ein weiter andauernder Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnten die Weltwirtschaft ebenfalls stark belasten. Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ein zusätzliches Risko für den Absatz unserer Kunden dar.

Ein signifikantes Risiko für unsere Kunden besteht in der Verschärfung von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen.

Durch die Verpflichtung den Klimawandel zu begrenzen und die deshalb notwendige Transformation hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft können transitorische Klimarisiken entstehen. Diese sind insbesondere dann spürbar, wenn sich Rahmenbedingungen schneller und/oder anders verändern als erwartet.

(Quelle BMW Group Bericht 2023 S.130-137)

Die Bedrohung durch Cyberangriffe ist im letzten Jahr nochmals deutlich gewachsen. Kleine und mittlere Unternehmen sind dadurch besonders gefährdet.

Im Personalbereich spüren wir weiterhin den Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt. Es dauert erheblich länger und ist mit viel höherem Aufwand verbunden, offene Positionen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen.

BRANCHENRISIKEN UND ERTRAGSORIENTIERTE RISIKEN

In Zeiten eines hohen konjunkturellen Wachstums erweitern unsere Kunden, die vor allem der Automobilzuliefer- sowie der Elektronik- und Elektrotechnikindustrie angehören, ihre Kapazitäten und wir erhalten zusätzliche Aufträge. In Zeiten mit weniger oder auch Minuswachstum versuchen unsere Kunden, neue Marktfelder oder Zukunftstechnologien zu erschließen. Die hierfür erforderlichen Produktionsanlagen und Neuentwicklungen sind potenzielle Aufträge für uns. In einer Rezessionsphase können unsere Kunden bereits geplante Anlagen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, sodass mögliche Projekte nicht oder nur verzögert realisiert werden können.

Trotz eines volatilen Geschäftsumfeldes im Jahr 2023, das von geopolitischen Spannungen geprägt war, haben sich die internationalen Automobilmärkte gut entwickelt. Weltweit stiegen die Zulassungszahlen um 8,3 % auf 77,1 Mio. Fahrzeuge. (Quelle BMW Group Bericht 2023 S.55)

Die Wettbewerbsrisiken, denen Gluth in seinem Segment ausgesetzt ist, werden maßgeblich von der konjunkturellen Lage und dem Investitionsvolumen der Kunden bestimmt. Der Kampf um Rohstoffe und Vorprodukte kann zu Wettbewerbsnachteilen für Gluth führen.

RECHTLICHE UND POLITISCHE RISIKEN

Grundsätzlich unterliegen wir keinen besonderen rechtlichen Risiken, ausgenommen Gewährleistungsrisiken, für welche ausreichende Rückstellungen im Jahresabschluss angesetzt sind.

Im Bereich der erweiterten Produkthaftung besteht zur Absicherung von Drittschäden und in Bezug auf unsere Geschäftstätigkeiten in den USA ein angemessener Versicherungsschutz.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Aussagen im Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche Risiken".

CHANCENBERICHTERSTATTUNG

Aufgrund der aufwändigen Angebotsausarbeitung bei Kundenanfragen für Neuprojekte fokussieren wir uns auf technologisch, wirtschaftlich oder strategisch interessante und zukunftsträchtige Projekte. Wir versuchen im Vorfeld unsere Erfolgsaussichten für die Projekte so gut wie möglich zu bewerten und machen davon die Detaillierung unserer Angebotsausarbeitung abhängig.

Nach unserer Einschätzung werden durch die notwendige Begrenzung des Klimawandels neue Technologien für neue bzw. veränderte Produkte erforderlich sein. Hier sehen wir Chancen für die Zukunft. Aufträge und Anfragen von neuen Kunden und neue Erzeugnisse im Umfeld der Elektromobilität und der Mobilhydraulik, Elektronik und Sensorik konnten wir bereits akquirieren und umsetzen, ebenso erste Projekte im Bereich Brennstoffzelle und Wasserstofftechnologie.

Durch den geplanten Einsatz virtueller Tools und den Aufbau von Know-how im Bereich KI-basierter Roboteranwendungen sowie von spezifischem Prozessverständnis, das die Automatisierungslösungen unserer Kundenerzeugnisse fordern, versuchen wir uns Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und neue Branchen wie die Pharmaindustrie zu erschließen.

Durch die Kooperation mit Lieferanten können wir durch die Nutzung derer Vertriebsstrukturen weitere Kundenanfragen erhalten und die gewünschte Diversifizierung unseres Kundenkreises und unserer Produktpalette verbessern.

Unter Abwägung der Marktchancen und -risiken schätzen wir unsere Entwicklungsmöglichkeiten auf den von Gluth bedienten Märkten aufgrund unserer Innovationskraft, des hohen Wissensstands der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der angebotenen Produktpalette und unserer Neuentwicklungen als gut ein.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei Gluth verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, kurzfristige Bankguthaben und Projektfinanzierungen durch Kreditinstitute sowie langfristige Darlehen gegenüber Kreditinstituten.

Die Preise fast aller Rohstoffe auf dem Beschaffungsmarkt sind weiter hoch. Dazu kommen Handelsrestriktionen und eine hohe globale Nachfrage. Zur Absicherung unserer Transaktionen erfolgt die Rechnungsstellung an uns und an unsere Kunden generell in Euro, womit wir i. d. R. keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Bedeutende Preisänderungsrisiken sehen wir im Beschaffungsbereich.

Das Risiko Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird unmittelbar durch die Geschäftsführung und die kaufmännische Leitung überwacht und gesteuert. Zum frühzeitigen Erkennen der zukünftigen Liquiditätssituation sind Finanzplaninstrumente sowie Plankostenverfahren im Einsatz.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Zur Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns neben Eigenmitteln und eingeräumter Kreditlinien bei Bedarf auch kurzfristiger Projektfinanzierungen. Zudem wird bei Auftragseingang sofern möglich eine Anzahlung gegen Bankbürgschaft vereinbart. So sind wir in der Lage, durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge bei Lieferantenverbindlichkeiten zu realisieren und unseren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachkommen zu können.

Unsere Preiskalkulationen sind angemessen ausführlich und detailliert, sodass die Herstellungskosten im Verlauf der Projektherstellung stets kontrolliert werden können. Für alle gelieferten Anlagen gibt es aktuelle Zwischen- und Nachkalkulationen, bei Neukunden werden geeignete (Bonitäts-) Auskünfte eingeholt.

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist stabil, es sind somit keine Liquiditätsrisiken zu erwarten.

Zur langfristigen Finanzierung von Bauinvestitionen bedienen wir ein zinsgünstiges Darlehen, für das langfristige Zinsbindung vereinbart wurde. Finanzkredite an fremde Personen oder Unternehmen werden, mit Ausnahme von Arbeitnehmerdarlehen in sehr geringem Umfang, nicht gewährt.

Außerdem werden Kreditauskünfte und Referenzen eingeholt oder Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Dotierung von Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Weitere Maßnahmen waren im Geschäftsjahr zur Absicherung von Transaktionen nicht erforderlich.

Prognosebericht

Aufgrund von unerwarteten Absagen und Verschiebungen größerer Projektanfragen rechnen wir im ersten Halbjahr mit einer Auslastungsdelle in den Fertigungsabteilungen und teilweise in der Konstruktion. Durch die Umstrukturierung in der Projektierung und Schaffung der eigenständigen Abteilung Technischer Vertrieb erwarten wir eine zeitnahe Akquise weiterer Projekte.

OEM's wie BMW planen Erzeugnisse, die sie in der Vergangenheit von Zulieferern beschafft haben, selbst herzustellen. Weiterhin versuchen OEM's große Projekte, die bisher an Generalunternehmer vergeben wurden, wieder in mehrere kleinere Projekte aufzuteilen und bevorzugt an lokale Lieferanten zu vergeben. Einige unserer Kunden setzen auf Retrofit-Maßnahmen und Erweiterungen bestehender Anlagen auf neue Erzeugnisse. Aufgrund dieser Einschätzung und wieder verkürzter Projektlaufzeiten rechnen wir mit einer teilweisen Kompensierung der Auslastungsdelle in der zweiten Jahreshälfte. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen Umsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres in Höhe von ca. 29 Mio. €.

Der Anteil an Nachbauten wird sich für 2024 deutlich reduzieren und bei 30 % (60 % in 2023) liegen. Das Risiko für Prototypanlagen ist aufgrund kleinerer Projektgrößen deutlich geringer. Bei den Retrofit-Projekten kommen uns die neu gewonnenen Erfahrungen aus der jetzt eigenständigen Abteilung Projektmanagement zugute. Unser Export-Anteil in Drittländer wird sich mit Lieferungen von Nachbauten nach Indien sowie kleinere Projekte nach USA wieder leicht erhöhen.

Wir erwarten eine sehr gesunde Aufteilung unserer Projekte auf mehrere Hauptkunden und den reaktivierten, direkten Zugang zum OEM. An zwei für Gluth neue Standorte unseres Hauptkunden konnten wir Anlagen liefern und erhoffen uns dort ein Folgegeschäft. Die Erzeugnisse liegen im Bereich Fahrerassistenz und Leistungselektronik bzw. E-Mobility.

Produktionsanlagen für die Leistungselektronik werden ca. 30 % unseres Umsatzes ausmachen. Der Anteil der Anlagen im Bereich Verbrenner- und Einspritztechnik wird voraussichtlich bei etwa 24 % und im Bereich Sensorik und Fahrerassistenz bei etwa 20 % liegen. Weitere Anlagen sind im Bereich LKW-Bremsen und Batterien für E-Mobility geplant.

Der Anteil unserer Anlagen für Deutschland sinkt wieder auf 50 %. Für Europa vor allem in die Slowakei und nach Ungarn erwarten wir einen Umsatzanteil von etwa 37 % und für Drittländer liegt der Anteil bei etwa 13 %.

Bei neuen Projekten versuchen wir, bereits bei der Ausarbeitung der Angebote den Blick im Vorfeld verstärkt auf die konzeptionelle Darstellung zu lenken und durch den Einsatz virtueller Tools und die Verwendung von Kinematikmodellen unsere Angebotskonzepte professioneller aufzubereiten. Vorhandene Prozesserfahrungen zu Dispensaufgaben, Laseranwendungen und Dichtheitsprüfungen sowie unsere Erfahrungen im Bereich der Hochautomatisierung - unserem Kerngeschäft - werden wir für unsere Kunden transparenter gestalten. Die Ausrichtung auf neue und vor allem zukunftsträchtige Produktfelder wie Elektromobilität, Wasserstoffanwendungen oder Pharmaindustrie liegt nach wie vor im Fokus.

Die Datensicherheit gewinnt weiter an Bedeutung. Die Gap-Analyse eines externen Dienstleisters hat bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und keine gravierenden Sicherheitslücken bestehen.

Bei unseren Kunden gewinnt das Thema CO 2 -Fußabdruck immer mehr an Bedeutung. Als Zulieferer sehen wir uns in der Pflicht, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Für das Geschäftsjahr 2020 wurde unser CO 2 -Fußabdruck erstmalig berechnet. Um unsere Kunden über unseren CO 2 -Fußabdruck in genormter Form informieren zu können, sind wir bei der neutralen CDP-Plattform registriert.

Der Trend "Rückholung" von Kerngeschäft nach Deutschland und Europa wird zu einem weiteren Bedarf im Bereich Hochautomatisierung - unserem Kerngeschäft - führen. Wir rechnen über 2024 hinaus mit einem zunehmenden Bedarf an Automatisierungstechnik in neuen Branchen wie unter anderem der Wasserstofftechnologie, der Elektromobilität und damit verbunden der Leistungselektronik. Auch der Bereich Sensorik wird durch Assistenzanwendungen unterstützt von KI-Lösungen wachsen und automatisierte Produktionsanlagen erfordern.

Sollte die Transformation länger dauern als ursprünglich von politischer Seite geplant, besteht die Chance, dass erneut Anfragen auch für Wiederholanlagen im Bereich Einspritztechnik kommen. Im Bereich Sensorik und Fahrerassistenz steigt der Bedarf, sodass weitere Nachbauten und auch Neuanlagen wahrscheinlich sind.

Unser Ziel ist es, weitere Neukunden zu gewinnen und in weiteren zukunftsträchtigen Branchen Fuß zu fassen. Wir wollen uns nachhaltig auf dem dynamischen Wachstumsmarkt der Neuen Mobilität positionieren.

Sonstige Angaben

Die beste Absicherung unserer zukünftigen Entwicklung ist das Festhalten an unserem Leitspruch:

"Über den Erfolg entscheidet nicht die Größe des Unternehmens, sondern sein innovativer Geist"

 

Straubing, 25. Juni 2024

Johannes Sigl

Stefan Schnurrenberger

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gluth Systemtechnik GmbH, Straubing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gluth Systemtechnik GmbH, Straubing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gluth Systemtechnik GmbH, Straubing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 25. Juni 2024

PSP Peters Schönberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bernhard Winterstetter, Wirtschaftsprüfer

Oliver Münz, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 26. Juli 2024 wurden nachfolgende Beschlüsse gefasst:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einem ausgewiesenen Bilanzgewinn von € 4.333.280,03 wird unverändert festgestellt.

2.

Der Betrag des Bilanzgewinns zum 31.12.2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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