Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Dr. rer.nat. Böttcher seit 26.9.2017 | Vorstandsmitglied |
Peter Walter Löprick seit 26.9.2017 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Labor L + S AktiengesellschaftBad Bocklet, OT GroßenbrachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016LageberichtInhalt I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und Branchen- Entwicklung 2. Geschäftsverlauf 2.1 Umsatzentwicklung der Gesellschaft 2.2 Beschaffungssituation 2.3 Investitionen 2.4 Finanzierungsmaßnahmen 2.5 Personalbereich 2.6 Umweltschutz und Arbeitssicherheit 2.7 Wichtige Vorgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr 3. Darstellung der Unternehmenslage zum Stichtag 3.1 Vermögenslage 3.2 Finanzlage 3.3 Geschäftsergebnis / Ertragslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 2. Industriekundengeschäft 3. Klinische Mikrobiologie / Diagnostik 4. Zusammenfassende Chancen- und Risikobetrachtung V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen VII. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Unternehmen wurde 1987 als Labordienstleister für mikrobiologische und biologische Prüfungen an Arzneimitteln, Kosmetika und Lebensmitteln gegründet. Das Dienstleistungsspektrum wurde kontinuierlich auf Medizinprodukte und klinisch diagnostische Untersuchungen ausgeweitet. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt weiterhin in mikrobiologischen und biologischen Produktprüfungen, daneben werden auch chemisch-physikalische Untersuchungen und Beratungsdienstleistungen zu mikrobiologischen und betriebshygienischen Fragestellungen angeboten. Die Leistungen werden hauptsächlich für industrielle Kunden, für Ärzte, Kliniken, Heilpraktiker und auch Patienten angeboten. Die Kunden der Gesellschaft kommen hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum und der Europäischen Union, vereinzelt werden aber auch Kunden außerhalb der EU bedient. Ein nicht unerheblicher Teil der Arzneimittel, die im Rahmen der Chargenfreigabeprüfungen untersucht werden, wird von den Kunden der Labor L+S AG exportiert. Das Geschäft wird insbesondere beeinflusst durch die Anforderungen unserer Kunden und gesetzlichen bzw. regulatorischen Vorgaben in den Bereichen der Arzneimittel- und Medizinproduktegesetzgebung. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt Laboruntersuchungen nach etablierten Verfahren, die z. B. in offiziellen Methodensammlungen oder in Arzneimittelzulassungen festgelegt oder registriert sind. Eigene Forschungsaktivitäten werden in begrenztem Umfang durchgeführt und beschränkten sich auf die marktreife Etablierung bereits bekannter, neuer Analyseverfahren oder Etablierung neuer Analysetechniken, die als Ersatz für bereits im Einsatz befindliche Verfahren oder als Ergänzung zu diesen genutzt werden sollen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich dabei an den von unseren Kunden vorgegebenen Themengebieten und den Produktinnovationen im Arzneimittel- und Medizinproduktebereich. So sind im letzten Jahr verschiedene neue Testverfahren zu Reinheitsuntersuchungen von Parenteralia etabliert worden, ferner wurde eine quantitative Bestimmung an einem in der Arzneimittel- und Kosmetikindustrie genutzten Wirkstoffs patentiert. Die Entwicklungsaktivitäten sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, wobei neben der Etablierung neuer Prüfverfahren verstärkt die Nutzungen der IT zur internen wie externen Prozessverbesserung berücksichtigt werden sollen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Entwicklung Die Pharmazeutische Industrie, einer der stärksten und forschungsintensivsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Es wird insbesondere durch ein starkes Exportgeschäft trotz der abzusehenden protektionistischen Handelspolitik der USA in den kommenden Jahren weiter wachsen. Allerdings werden sich die Wachstumsmöglichkeiten im US-amerikanischen Markt für europäische Unternehmen voraussichtlich verschlechtern. In den gut entwickelten Arzneimittelmärkten in Deutschland und Europa mit ihren gesetzlichen Krankenversicherungen drängt die Politik weiter darauf, die Ausgabensteigerungen zu begrenzen. In Europa liegt bei etablierten Therapien und Arzneistoffen der Fokus auf generischen Produkten, was den wettbewerbsintensiven Preiskampf unter den Anbietern weiter verschärft. Aufgrund der auch darauf zurückzuführenden Verlagerung der Herstellung verschiedener Arzneimittel in Länder außerhalb der EU gibt es derzeit Überkapazitäten bei der klassischen Auftragsherstellung in Europa, was zu Fusionen und Übernahmen in diesem Bereich führt. Die Produktionen innovativer Produkte oder technisch anspruchsvoll herzustellende Arzneimittel wie z. B. Wirkstoffe oder Arzneimittel, die mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden, werden dagegen in Europa verbleiben. Innovationstreiber in Europa werden die Individualisierung der Arzneimitteltherapie und die Entwicklung biotechnologischer Onkologika sein. Auch der Medizinproduktebereich wird aufgrund zahlreicher Innovationen in Zukunft weiter wachsen. Die Labor L+S AG wird mit ihrem Angebotsportfolio am Wachstum des Arzneimittel- und Medizinproduktemarktes anteilig partizipieren können. Der generelle Trend zur Kosteneinsparung im Gesundheitswesen birgt einerseits Preisrisiken, andererseits kann die Labor L+S AG als Dienstleister weiter profitieren, da die Tendenz zum Outsourcing spezieller Prüfungen und Dienstleistungen weiter steigt. Die großen Konzerne der Pharma-Branche konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen wie Forschung und Entwicklung sowie die Vermarktung (neuer) Produkte und arbeiten bei allen anderen Stufen in der Wertschöpfungskette enger mit hoch spezialisierten Zulieferern und Dienstleistern zusammen. Der Konkurrenzdruck unter den Auftragslaboratorien nimmt weiter zu, da einerseits mehr Labore aus anderen Märkten in den eher margenstarken Pharmamarkt einsteigen, andererseits Laborkonzerne durch Zukäufe ihre Marktposition deutlich ausbauen. Der sich verschärfende Wettbewerb zwischen den Auftragsinstituten und die härter werdenden Preisverhandlungen mit Unternehmen, die aufgrund von Zusammenschlüssen eine bessere Verhandlungsposition erreicht haben, bleiben die Herausforderungen der kommenden Jahre. Wir fokussieren unter diesen Rahmenbedingungen auf Stabilität und moderates Wachstum im Kerngeschäft, wirksamen Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten, konsequente Hebung von Umsatz durch die Realisierung latenter Angebots-, Kunden- und Pricingpotentiale sowie das Aufgreifen der Chancen der im Markt anhaltenden Outsourcing-Aktivitäten in unseren Geschäftsfeldern. 2. Geschäftsverlauf 1. Umsatzentwicklung der Gesellschaft Wir konnten unseren erfolgreichen Umsatz des Vorjahres im Jahr 2016 um 4,3 % steigern. Der Umsatzwert ist der historisch höchste Jahresumsatz der Gesellschaft. Die Kunden der Gesellschaft, mit denen der größte Anteil des Umsatzes erzielt wurde, rekrutieren sich im Berichtsjahr wiederum überwiegend aus der forschenden und nicht forschenden Pharmazeutischen Industrie und der Medizinproduktebranche. Daneben wurden mikrobiologische Prüfungen aus der humanmedizinischen Diagnostik und in deutlich geringerem Umfang Prüfungen für Kunden aus der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie durchgeführt. 2. Beschaffungssituation Im Bereich wichtiger Lieferanten gab es 2016 keinen Wechsel. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Materialaufwandsquote um 0,3% auf 14,6%. Lieferengpässe und überproportionale Preissteigerungen beim Materialeinkauf gab es im Berichtsjahr nicht, für das kommende Jahr sind nach derzeitigem Stand keine Risiken dieser Art abzusehen. Ein direkter Bezug zu speziellen Rohstoffarten und möglichen Beschaffungsabhängigkeiten kann nicht definiert werden. Die Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr werden immer unter Nutzung von Skonto beglichen. Die Einkaufskonditionen und Qualität der Zulieferer werden regelmäßig im Rahmen eines Lieferantenmanagementsystems überprüft. 3. Investitionen Gebäude und Büros wurden bis auf die Anlagen zur Nähmedienherstellung im Dezember 2016 fertig gestellt. Derzeit wird das neue Labor- und Bürogebäude am Standort in Bad Bocklet-Großenbrach bezogen. Der Umzug und die Inbetriebnahme der Laboratorien erfolgen sukzessive im laufenden Betrieb. Die komplette Fertigstellung und vollständige Betriebsaufnahme werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen wird incl. aller Einrichtungen und Betriebsvorrichtungen knapp 22 Mio. € betragen und damit die ursprünglich veranschlagte Bausumme um ca. 3 Mio. € überschreiten. Diese Investition war notwendig, um einerseits Bestandsgeschäft abzusichern und andererseits unsere Potenziale künftig besser ausnutzen zu können. Mit dieser Baumaßnahme werden auch unsere internen Betriebsabläufe optimiert, so dass die Prozesse bei der Prüfungsdurchführung zukünftig effektiver gestaltet werden können. 4. Finanzierungsmaßnahmen Für den Neubau unseres Labor- und Bürogebäudes wurden im Wesentlichen langfristige Kredite aufgenommen. Die Tilgungspläne orientieren sich einerseits an der voraussichtlichen Nutzung der betrieblichen Anlagen. Laborgeräte und -ausstattung werden i. d. R. aus der laufenden Liquidität beschafft oder wie auch der Fuhrpark weiterhin geleast. Unser operatives Geschäft finanzieren wir weiterhin aus Eigenmitteln. 5. Personalbereich Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 402 Mitarbeiter/Innen, davon 3 leitende Angestellte. Außerdem gehörten neben dem Vorstand im Jahresdurchschnitt auch 32 Auszubildende zur Belegschaft, am Jahresende waren es 37 Auszubildende. Die Personalaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr 2016 von 51,0% im Vorjahr auf 49,8% reduziert. Um den Bedarf an gut ausgebildetem Fachpersonal auch in der Zukunft speziell unter regionalen Gesichtspunkten gewährleisten zu können, wird die Intensität der Fortbildung weiter gestärkt. So werden in 2017 weitere 13 Auszubildende eingestellt. Neben den fachspezifischen Ausbildungszweigen wird auch im kaufmännischen Bereich ausgebildet. Für den Personalbedarf 2017 ist die Gesellschaft gut aufgestellt, es ist beabsichtigt, in den Schlüsselfunktionen Innovation und Vertrieb den Personalbestand zielgerichtet zu stärken. 6. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Die jährliche Überwachung des nach DIN EN ISO14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems erfolgte planmäßig. Die Inspektion bestätigte den guten Stand der etablierten Einrichtungen und Prozesse im Umweltschutz, der Entsorgung, Arbeitssicherheit und Energieeffizienz. 7. Wichtige Vorgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr Eine Inspektion durch die amerikanische Food and Drug Administration fand im November 2016 statt. Die "FDA-Compliance" ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit international agierenden Kunden. Diese Inspektion wurde wie auch die vorherige in 2015 ohne Abweichung absolviert. Die Übereinstimmung des Qualitätssicherungssystems der Gesellschaft mit der Norm DIN EN ISO 17025 wurde erneut nachgewiesen, die Akkreditierung für die bisherigen Prüfgebiete wurde aufrechterhalten, ebenso die Erlaubnis nach § 13 Arzneimittelgesetz sowie die GLP-Zertifizierung. 3. Darstellung der Unternehmenslage zum Stichtag 1. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist weiterhin gut. Wir verfügen am Abschlussstichtag über liquide Mittel in Höhe von 4.573 Tsd. €. Die bilanziellen Verhältniszahlen sind jedoch während der Bauphase am Standort Bad Bocklet-Großenbrach nicht sehr aussagekräftig. Das Sachanlagevermögen enthält zum Bilanzstichtag die aktuellen Herstellungskosten des Neubaus. Die Bilanzstruktur gibt nur einen punktuellen Einblick und wird erst zum nächsten Bilanzstichtag die Struktur zeigen, die mittelfristig für die Gesellschaft aussagekräftig sein wird. 2. Finanzlage Durch wesentliche Effekte aus der Bautätigkeit ist die Liquiditätslage zum 31.12.2016 nur bedingt aussagekräftig. Die um etwa 3 Mio. € erhöhten Baukosten werden zur Hälfte über die vorhandenen liquiden Mittel bedient, der zweite Teil wird über ein in Aussicht stehendes Leasinggeschäft abgewickelt, das im Wesentlichen das Interieur des Neubau, also Laboreinrichtung und Büroausstattung, abdeckt. Bereits seit dem 3. Quartal 2016 werden die aufgenommenen Baukredite in vierteljährlichen Raten getilgt, die Laufzeit der beiden Finanzierungstranchen beträgt 10 Jahre (Prüfeinrichtungen) bzw. 15 Jahre (Gebäude). Der Jahresüberschuss 2016 verbessert, trotz leicht gestiegener Bilanzsumme, die Eigenkapitalquote weiter auf 37,3% (Vorjahr 33,3%). Die Eigenkapitalrentabilität hat sich von 26,2% im Vorjahr auf 27,3% im Geschäftsjahr erhöht. 3. Geschäftsergebnis / Ertragslage Unser operatives Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist gegenüber dem Vorjahr um 18,7% gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen daran, das die Personalressourcen trotz der notwendigen Kapazitäten für die Konzeptionierung und Projektierung des Neubaus praktisch gleich geblieben sind und gleichzeitig der sich stärker als geplant entwickelte Umsatz mit dem gleichen Personalstamm bewältigt werden konnte. Im Bereich der klinischen Diagnostik hat sich der Umsatz deutlich besser als prognostiziert entwickelt. Wir erwarten hier weiterhin gute Wachstumschancen, da Patienten und Verbraucher zunehmend mehr Daten und Informationen zu ihren persönlichen Gesundheitsparametern abfragen. Dieser Bereich hat aufgrund seiner Entwicklung seine Kapazitäten nahezu vollständig ausgeschöpft und wird indirekt vom Neubau profitieren, da im Bestandsgebäude nach Umzug anderer Bereiche neue Laborkapazitäten für die diagnostischen Labors geschaffen werden, so dass wir mit effektiveren Abläufen und Kapazitätserweiterungen gut für die Weiterentwicklung des Bereichs aufgestellt sind. Im Industriekundengeschäft ergeben sich deutliche Unterschiede im Vergleich der einzelnen Bereiche. Im Bereich der Prüfung nicht steriler Produkte, in dem nicht nur Arzneimittel, sondern auch Lebensmittel und Kosmetika untersucht werden, konnten wir den Trend des Vorjahres umkehren und wieder leichte Umsatzzuwächse realisieren. Die produktions- und prozessnahen Labordienstleistungen wuchsen weiter, allerdings war das Wachstum leicht unterproportional, während die Bereiche Prüfung steriler Produkte und chemisch-physikalische Untersuchungen und Wertbestimmung überproportional zunahmen. In den Bereichen Prüfung steriler Produkte und produktionsnahe Labordienstleistungen ist das Unternehmen gut aufgestellt. Wir rechnen hier mit einer weiteren positiven Entwicklung, da die Prüfsicherheit und Flexibilität der Dienstleistung insbesondere von den Kapazitäten und den effektiveren Prozessen im Neubau profitieren werden. Die Gesellschaft ist hauptsächlich im EU-Raum tätig, so dass Wechselkursrisiken praktisch ausgeschlossen werden können und derzeit keine inflationsbedingten Risiken erkennbar sind. Die Entwicklungen der Rendite, des Cash Flow und Return on Investment haben sich 2016 verbessert, obwohl sie weiter nachhaltig von den Aufwendungen im Zuge des Neubaus beeinflusst waren. Um die Etablierung neuer Dienstleistungsgeschäftsfelder und den Ausbau bisher nicht systematisch erschlossener Marktsegmente in den kommenden Jahren weiter sukzessiv voran zu bringen, wird der Vertrieb auch im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Wir wollen so Chancen zur Umsatzausweitung unter Nutzung der Kernkompetenzen der Gesellschaft außerhalb der klassischen Labordienstleistung bzw. des Arzneimittelmarktes erschließen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir im Wesentlichen die Kennzahlen Umsatzrendite, ordentlicher Cash flow und Return on Investment heran. Den Cash flow definieren wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Zuführung / Auflösung von Rückstellungen. Den Return on Investment berechnen wir nach dem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu dem betriebsnotwendigen Kapital. 5. Gesamtaussage Die parallele Abarbeitung von Neubau und operativem Geschäft ist im Berichtsjahr gut gelungen. Wir sind mit unseren Baumaßnahmen im Plan und können die geplanten Termine für die Inbetriebnahme einhalten. Trotz der umfangreichen Leistung, die die Projektierung und Umsetzung des Neubaus des Labor- und Bürogebäudes in Anspruch genommen haben, konnte ein solides Betriebsergebnis erzielt werden. Unsere Eigenkapitalrendite stiegt leicht und beträgt zum 31.12.2016 erfreuliche 27,3 % (Vorjahr 26,2 %). III. Prognosebericht Im Kerngeschäft wird in den kommenden zwei Jahren ein Wachstum um etwa 5% pro Jahr erwartet. Durch eine Vertriebsstärkung wollen wir am Wachstum der Life Science Branchen Pharma und Medizinprodukte teilhaben. Die Entwicklungen der Rendite, des Cash Flow und Return on Investment werden in 2017 noch verstärkt von den Aufwendungen im Zuge des Neubaus beeinflusst werden. Der Ertrag wird im kommenden Jahr aufgrund der Investitionskosten und des Ansteigens der Betriebskosten durch den Laborneubau noch weiter belastet werden, gleichzeitig wird sich die Effektivitätssteigerung durch die verbesserten Prozesse positiv auswirken, so dass wir erwarten, dass der Ertrag in etwa gleich bleiben bis geringfügig umsatzproportional steigen wird. In den folgenden Jahren rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung dieser Kennzahlen, da die Effektivität der Prüfungen durch die neuen und am Prozess konzeptionierten Prüfeinrichtungen im Neubau steigen wird. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Da die Gesellschaft überwiegend Labordienstleistungen im sehr stark regulierten und überwachten Bereich der Arzneimittelherstellung und -prüfung anbietet, wirken sich nachhaltige Veränderungen in diesem Bereich mittelbar und unmittelbar auf das Geschäftsvolumen aus. Da das Unternehmen ein übergreifendes, akkreditiertes Qualitätssicherungssystem betreibt, eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG besitzt, von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA abgenommen ist und die notwendige Expertise in den regulierten Geschäftsbereichen besitzt, ist es hier sowohl in der Zusammenarbeit mit nationalen als auch internationalen Kunden gut aufgestellt und kann sich den veränderten Regularien gut anpassen. Neue Untersuchungsverfahren werden im Bereich der klinischen Diagnostik etabliert, um das Angebot für Ärzte und Patienten kontinuierlich zu erweitern. Im Industriekundenbereich arbeiten wir an der Etablierung von Schnellmethoden und alternativen Prüfverfahren, um neben der Endproduktprüfung verstärkt prozessbegleitende Prüfverfahren anbieten zu können und Verfahren zu etablieren, die insbesondere die klassischen biologischen Tests ergänzen oder ersetzen können. Aufgrund der hohen Marktdurchdringung in der pharmazeutischen Mikrobiologie ist eine höhere Fluktuation insbesondere bei Prüfungen zu erwarten, für die keine speziellen Einrichtungen benötigt werden. Diese Prüfungen werden von Kunden dann selbst durchgeführt oder an Mitbewerber vergeben. Mit einer differenzierten Preisstrategie und Verbesserung der Dienstleistungsperformance in Bezug auf Schnelligkeit, Flexibilität und Prüfsicherheit durch ausreichende Laborkapazität begegnen wir diesem Risiko. Über die weitergehende Nutzung des LIMS (Laborinformations- und Managementsystem) bieten wir dem Kunden neben der Verbesserung der Prüfungssicherheit eine bessere Information über den Ablauf und Stand der Prüfung und erhöhen damit die Kundenbindung. Aufgrund der immer weiter steigenden Anforderungen im Verbraucherschutz bieten sich uns als unabhängigen Labordienstleister weitere Geschäftschancen im Bereich wie der Prüfungen von Bedarfsgegenständen während wir im stark preissensitiven Bereich der Lebensmittelprüfungen wenig Entwicklungschancen für die Gesellschaft sehen. Mit dem Laborneubau wurden wichtige Laboratorien für die Arzneimittelprüfung auf den neuesten technischen Stand gebracht, die vormals angespannte Raumsituation konnte nachhaltig verbessert werden. Die innerbetrieblichen Abläufe und Prozesse sowie die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter/Innen wurden nachhaltig verbessert. Dies wird zu einer Effektivitätssteigerung führen, zudem werden neue Kapazitäten geschaffen, so dass flexibler und schneller auf Kundenbedürfnisse reagiert werden kann. Kapazitäts- und Ausfallrisiken können zukünftig weitgehend vermieden werden. Im Berichtsjahr wurden über die im Zusammenhang mit dem Neubau stehenden vertraglichen Regelungen keine wichtigen Unternehmensverträge abgeschlossen oder gekündigt. Straf-, Bußgeld- oder Zwangsverfahren kamen nicht vor bzw. sind nicht anhängig. Die Gesellschaft wurde im Rahmen der Produkthaftpflicht und/oder Gewährleistung nicht in Anspruch genommen. Verbandszugehörigkeiten sind im Berichtsjahr gleich geblieben. Die Rückstellungen für einen im Geschäftsjahr beigelegten Rechtsstreit wurden aufgelöst. Die geschäftspolitische Aufmerksamkeit bleibt weiterhin auf einer stetigen Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Ergebnissituation. Das unternehmerische Handeln berücksichtigt die gängigen Risiken (gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, Fluktuationen in der Kundenstruktur etc.) und bleibt gleichzeitig fokussiert auf die sich bietenden Chancenpotentiale. Das (geschäftspolitische) Risikomanagement als Teilbereich des strategischen Managements ist über ein CHARIM-Format (Chancen- und Risikomanagement) implementiert. In diesem Zusammenhang wird das Controlling in den Aspekten der kunden- und auftragsbezogenen Auswertungen weiter systematisiert, um frühzeitig marktgetriebene Risikoindikatoren zu identifizieren, aufzugreifen und Maßnahmen der Gegensteuerung einzuleiten. Auf die aufgrund des Preisdrucks in der pharmazeutischen Industrie bestehenden ertragsorientierten Risiken hat sich die Gesellschaft mit ihrer Preisstrategie und dem praktizierten Preismanagement gut eingestellt und kann aufgrund ihrer Position im Markt angemessen agieren. Es sind Überwachungsmechanismen installiert, die den Auftrags- und Forderungseingang überwachen. Die Zahlungsströme werden laufend überwacht, weiterhin sind die rechtlich erforderlichen Berichtsformate im Unternehmen etabliert. Risiken aus dem Finanzbereich sind derzeit nicht erkennbar. Die Rekrutierung von Fachpersonal in für das angestrebte Wachstum notwendiger Anzahl wird zunehmend schwieriger. In den nächsten Jahren wird weiterhin der eigene Aus- und Weiterbildung eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt, um den sich immer deutlicher abzeichnenden, drohenden Fachkräftemangel zu begegnen und um unabhängiger vom Personalmarkt zu werden. Aus der Qualitätslage, dem Umwelt- und Abfallmanagement sind derzeit keine Risiken erkennbar. 2. Industriekundengeschäft Die regulatorischen Anforderungen an die Herstellung und Qualitätsbewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten steigen aus Gründen des Verbraucherschutzes weiter an. Dies ergibt im Kerngeschäft der Gesellschaft anhaltend gute Perspektiven und Chancen, den Umsatz durch Angebote weiterer Dienstleistungen und Etablierung neuer Prüfverfahren in diesem Segment weiter auszubauen. Daneben ergeben sich Risiken, da der Kostendruck zu Lasten der Leistungserbringer im Gesundheitswesen weiterhin hoch ist und die Firmen verstärkt versuchen, diesen und unternehmerische Risiken an die Zulieferer weiterzugeben. 3. Klinische Mikrobiologie / Diagnostik Das Engagement im Bereich klinische Mikrobiologie konnte im Berichtsjahr erneut durch weitere Dienstleistungsangebote und Erweiterung des Prüfspektrums ausgebaut werden und wuchs überproportional. Das Dienstleistungsangebot wird kontinuierlich über die mikrobiologische Prüfverfahren hinaus erweitert werden. 4. Zusammenfassende Chancen- und Risikobetrachtung Unsere Kompetenzen und den hohen Qualitätsanspruch an unsere eigenen Leistungen werden wir weiter verstärkt international und in bisher nur sporadisch bedienten Geschäftsfeldsegmenten bewerben. Wir sehen insbesondere im Life-Science-Bereich langfristig gute Wachstumsmöglichkeiten durch die Gewinnung neuer Kunden und Erschließung neuer Märkte. Über unsere neue Laborinfrastruktur können wir für unsere Kunden jederzeit notwendige Prüfkapazitäten zur Verfügung stellen und damit die Kundenbindung erhöhen, die Verbesserung der internen Prüfprozesse wird zu einer Effektivitätssteigerung und damit verbesserten Wettbewerbsfähigkeit führen. Aufgrund der vorliegenden Betrachtungen sind für den Vorstand über die oben genannten Entwicklungen hinaus derzeit keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen nachhaltig belasten könnten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Bankguthaben und bei Bedarf über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko sind eine Liquiditätsplanung und ein Controlling etabliert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Außerdem werden Informationen zur Bonität unserer Kunden, insbesondere vor Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen eingeholt. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. VII. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 Aktiengesetz (Abhängigkeitsbericht) erstattet. Am Ende dieses Berichts hat der Vorstand folgende Erklärung abgegeben: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt war, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Bad Bocklet, den 24. Februar 2017 Dr. Frank Böttcher, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungDie Hauptversammlung beschließt gem. § 174 AktG über die Gewinnverwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 3.509.286,26 €.
Die Auszahlung an die Aktionäre erfolgt in zehn gleichen Monatsraten i.H.v. 147.250,00 € (= 1.472.500 x 1/10) ab März 2017, soweit dies unter Berücksichtigung der Liquiditätssituation kaufmännisch vernünftig ist. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstandes zu.
Bad Kissingen, 24. März 2017 Vorstand Dr. Frank Böttcher Aufsichtsrat Dipl. Kfm. Werner Wohnhas Dr. Peter Löprick Dr. Ulrich Hermfisse AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Labor L+S AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Labor L + S Aktiengesellschaft Firmensitz laut Registergericht: Bad Bocklet, OT Großenbrach Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Schweinfurt Register-Nr.: 2726 Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert angepasst. Die Anpassung bestand aus folgenden Maßnahmen: - Umgliederung von sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse. - Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand. Diese Anpassungen wurden aufgrund der Umsetzung der Vorschriften des BilRUG´s nötig. Die genannten Posten hatten im vorhergehenden Geschäftsjahr folgende Werte:
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 250.282,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Eine Abzinsung der sonstigen Rückstellungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB war nicht erforderlich, da deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betrug. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bewertungseinheiten Es wurden im Einzelnen folgende Bewertungseinheiten gebildet: Verrechnung von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. III. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 8.366.874,00 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 9.106.327,80 Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Die Zugänge betrugen im Jahr 2016 EUR 1.201.525,63. Die Abgänge betrugen im Jahr 2016 EUR 462.071,83.
Angaben zu Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind - wie im Vorjahr - sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Vermögensgegenständen bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Sonstige Vermögensgegenstände Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von EUR 260.000 ist eingeteilt in 260.000 nennwertlose Namensstückaktien. Es handelt sich um Namensaktien. Die Aktien werden zu 100% von der Leimbeck + Sonnenschein Holding GmbH & Co. KG gehalten. Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen Zur Erfüllung der aktienrechtlichen Vorschriften wird die gesetzliche Rücklage gem. § 150 Abs. 2 AktG mit dem zehnten Teil des Grundkapitals ausgewiesen. Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 10.924.593,32 einbezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 67.325,62 und betrifft den aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögenssaldierung. Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 322.290,00 und betrifft den Unterschiedsbetrag des Pensionsrückstellungsansatzes mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet, und zwar in Form der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode). Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 322.290,00. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert in der Steuerbilanz. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: - Rückstellung für Personalkosten - Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen - Rückstellung für Abschluss und Prüfung - Rückstellung für Kundenboni Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank festgelegten Abzinsungssätzen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Angabe zu Verbindlichkeiten
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 8.188.476,00 (Vorjahr: TEUR 9.742,8). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 16.260.316,00. Die Pfandrechte betreffen Grundschulden. Latente Steuern Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind keine weiteren Geschäfte aufzuzeigen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 9.187,5 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon ist ein Gesamtbetrag von TEUR 4.163,1 innerhalb eines Jahres fällig und ein Gesamtbetrag von TEUR 2.669,0 zwischen einem und 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 2.355,4. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Pacht Firmenname - Miet- und Leasingverträge - Beschaffung von Gegenständen des Anlagevermögens Verpflichtungen gegenüber Gesellschafter: Pacht Firmenname in Höhe von TEUR 4.934,4. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
V. Sonstige Pflichtangaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer ohne Vorstand beträgt 402. In der durchschnittlich beschäftigten Anzahl der Arbeitnehmer sind 269 Angestellte und 133 Arbeiter enthalten. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Dipl.-Kfm. Werner Wohnhas. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 15.800 EUR und gliedert sich wie folgt:
Angaben zu den Bezügen sowie gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Angaben werden aufgrund der Erleichterungsregelung nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres Die Abnahme des Laborneubaus durch die zuständige Arzneimittelüberwachungsbehörde erfolgte im Januar 2017, so dass die vollständige Inbetriebnahme wie geplant im ersten Quartal 2017 erfolgen kann. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3.509.286,26. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages aus dem Vorjahr ergibt sich ein Betrag von EUR 14.433.879,58, der zu verwenden ist. Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern eine Ausschüttung in Höhe von EUR 2.000.000,00 vor. Auf neue Rechnung werden EUR 12.433.879,58 vorgetragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Bocklet, den 24. Februar 2017 Labor L+S AG, Bad Bocklet Dr. Frank Böttcher, Vorstand Bericht des Aufsichtsratsüber die Prüfung des Jahresabschlusses auf Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der bilanzpolitischen Entscheidungen nach § 171 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2016 geprüft. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 1.742 T€ angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 5,56 %. Der Materialaufwand ist um 3,06 % gestiegen. Die Personalkosten sind um 2,20 % gestiegen. Der Neubau konnte in 2016 fertiggestellt werden. Dadurch hat sich die Abschreibung erhöht. Der Betriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % gestiegen. Das Jahresüberschuss liegt bei 3.509.286,26 €, so dass eine Ausschüttung in Höhe von 2.000.000 € möglich ist. Es verbleibt noch ein vorzutragender Bilanzgewinn in Höhe von 12.433.879,58 €. Die getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen sind sowohl rechtmäßig als auch zweckmäßig gegeben. Für alle bilanzierbaren Risiken sind Rückstellungen gebildet worden und die Geschäftsentwicklung zeigt ein positives Bild, so dass keinerlei Gefährdungen des Unternehmens abzusehen sind. Somit kommt der Aufsichtsrat abschließend zu dem Urteil, dass der vorliegende Jahresabschluss vom Aufsichtsrat in vollem Umfang gebilligt wird. Dieser ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung und Gesellschaft während des Jahres überwacht. Der Vorstand hat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung berichtet. Dieses erfolgt auch unter anderem durch die regelmäßige Übersendung der betriebswirtschaftlichen Auswertungen, die zeitnah aufgestellt worden sind. Die Intensität der Berichterstattung ist abgestuft nach Quartalsberichterstattung und Jahresberichterstattung sowie einer vorausschauenden Planung für das folgende Geschäftsjahr. Bei wichtigen Anlässen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende umgehend vom Vorstand informiert. Es wurden verschiedene Sitzungen zusammen mit dem Vorstand abgehalten und wichtige Fragen mit der Geschäftsführung besprochen. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsbericht von der Conrad GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zustimmend Kenntnis genommen. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat vom Abhängigkeitsbericht und der Schlusserklärung des Vorstandes zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.
Bad Kissingen, den 24. März 2017 Dr. Peter Löprick, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Ulrich Hermfisse Werner Wohnhas sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.03.2017 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk gem. § 322 HGB Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Labor L + S AG, 97708 Bad Bocklet, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 10. März 2017 Conrad
GmbH
Detlev Conrad, Wirtschaftsprüfer Martin Conrad, Wirtschaftsprüfer |
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