ALDI SE & Co. KG
AichtalStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Selina Laura Thunich seit 16.2.2026 | Prokura |
Sebastian Huber seit 23.12.2025 | Prokura |
Marlene Kleimann seit 22.7.2024 | Prokura |
Johannes Wachter seit 22.7.2022 | Prokura |
Fabio Nils Hafemann seit 1.12.2021 | Prokura |
Malte Kuhn seit 10.10.2013 | Prokura |
Robert Tetickovic seit 20.6.2006 | Prokura |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aldi SE & Co. KommanditgesellschaftAichtalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 2022Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft Aichtal, mit Sitz in Aichtal, ist eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI SÜD, die ein Logistikzentrum in Aichtal und in dieser Region 96 Lebensmittel-Discountmärkte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betreibt. Die ohnehin nicht positiven Konjunkturaussichten infolge des Ukrainekrieges, anhaltender Lieferengpässe, Preisschocks und der schwächeren Weltkonjunktur haben sich durch die Strom- und Gaspreiserhöhungen in 2022 weiter deutlich verstärkt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresverlauf außerordentlich um 7,8%. Zudem dominieren die kriegsbedingten Preissprünge bei Energie und Nahrungsmitteln weiterhin das Inflationsgeschehen. Im Jahresdurchschnitt hat die Inflationsrate 7,8% betragen, nach 3,1% im Vorjahr (Quelle: IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung), Report Nr. 178, Dezember 2022). Durch die relative Erhöhung der Energiepreise zur inländischen Produktion, sind die real verfügbaren Einkommen in Deutschland in der Summe im Vorjahresvergleich um 2,4% gefallen. Zwar wird der private Konsum durch die Einkommensentwicklung, staatliche Transfers, Steuerentlastungen und eine sinkende Sparquote gestützt, aber dies kann den Kaufkraftverlust nicht kompensieren. (Quelle: IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung), Report Nr. 177, September 2022). Der Marktanteil des für die Gesellschaft relevanten Discount-Marktsegments erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stand 31. Oktober 2022, Quelle: GFK (Gesellschaft für Konsumforschung) Fast Track (CP (Consumer Panel) + 2.0)) um 2,2%-Punkte auf 36,4%. Die GFK hat ihre Hochrechnungsmethode CP+ 1.0 auf die verbesserte Methode CP+ 2.0 umgestellt. Aus diesem Grund sind die Daten auf Basis von CP+ 1.0 nicht mit CP+ 2.0 vergleichbar. Der Vorjahreswert von 34,5% wurde auf 34,2% angepasst. Die Gesellschaft steht in direktem Wettbewerb mit Discountern und regionalen Einzelhändlern. Geschäftsentwicklung Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Jahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen. Gegenüberstellung von Prognose und tatsächlicher Geschäftsentwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Den Erwartungen entsprechend hat die Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresergebnis unter Vorjahresniveau erzielt. Unterjährige Übernahmen von Filialen im Jahr 2021 aus einer anderen Gesellschaft der Unternehmensgruppe führten zu höheren Aufwendungen. Zusätzlich sind insbesondere gestiegene IT-Kosten zur zukunftsgerichteten Weiterentwicklung der Systemlandschaften, Zahlungen für zentrale Dienstleistungen an nahestehende Unternehmen, sowie inflationsbedingt gestiegene Kosten verantwortlich für die Entwicklung. Ebenso wurden in der angespannten Beschaffungsmarktsituation der ersten Jahreshälfte die Preissteigerungen nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben. Trotz, den Erwartungen entsprechend, stark gestiegener Umsätze konnten die Kostensteigerungen nicht kompensiert werden. Der Umsatzzuwachs im abgelaufenen Geschäftsjahr ist unter anderem auf Filialübernahmen in 2021, sowie auf gestiegene Preise durch die Inflation zurückzuführen. Des Weiteren führte insbesondere das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden zu einem höheren Umsatz. Aufgrund der Covid-19-Pandemie war in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 ein Kundenrückgang durch den Trend zum One-Stop-Shopping zu verzeichnen, eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr: Durch die gestiegene Inflation trat bei den Kunden der Spar-Aspekt wieder in den Vordergrund, woraus höhere Kundenzahlen und Marktanteilsgewinne resultierten. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2022 um T€ 173.217 auf T€ 875.247 gestiegen. Das entspricht einem prozentualen Anstieg von 24,7%. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um T€ 144.002 auf T€ 822.457, was einer prozentualen Veränderung von 21,2% entspricht. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen die im Abschnitt "Gegenüberstellung von Prognose und tatsächlicher Geschäftsentwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren" aufgeführten Faktoren. Trotz einer gesunkenen Rohertragsmarge wurde aufgrund der Umsatzsteigerung ein um T€ 30.216 auf T€ 205.049 gestiegener Rohertrag erzielt. Die gesunkene Rohertragsmarge ist auf inflationsbedingte Einkaufspreisanpassungen zurückzuführen, die nicht vollständig an den Endkunden weitergegeben wurden. Die Entwicklung auf der Kostenseite wurde im Wesentlichen durch stark gestiegene Personalkosten beeinflusst. Die Steigerung der Personalkosten ist vorwiegend auf Gehaltsanpassungen, wie beispielsweise die Erhöhung des unternehmensinternen Mindestlohns und die Zahlung von Inflationsprämien, zurückzuführen. Zusätzlich sind die Zahlungen für zentrale Dienstleistungen an nahestehende Unternehmen stark gestiegen. Durch den Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) erhöhten sich überdies die indexbasierten Ausgaben für die Miete der Filialen. Darüber hinaus führten unterjährige Übernahmen von Filialen in 2021 aus einer anderen Gesellschaft der Unternehmensgruppe zu höheren Aufwendungen. Das Zinsergebnis verbesserte sich um T€ 260 auf T€ 518, im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Aufwandes aus der Abzinsung von Personalrückstellungen. Ferner wurden der Gesellschaft ein Ertrag aus der Beteiligung an einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in Höhe von T€ 2.978 gutgeschrieben. Aufgrund dieser Ertrags- und Aufwandsentwicklung verringerte sich der Jahresüberschuss der Gesellschaft im Jahr 2022 um 56,8% auf T€ 7.103. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 18.267 auf T€ 129.483 gesunken. Am Bilanzstichtag betrug der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme 42,5%. Bei den Sachanlagen erhöhte sich der Anteil an der Bilanzsumme im Wesentlichen durch Investitionsmaßnahmen um 5,3%-Punkte auf 42,4% (Vorjahr: 37,1%). Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr von 25,5% auf 34,8%. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Warenbevorratung, zum einen zur Vorbeugung von Engpässen durch geopolitische Entwicklungen und zum anderen durch eingelagerte Aktionsartikel aus verschobenen Werbeterminen. Zudem erhöhte sich der Warenwert durch die inflationsbedingt gestiegenen Einkaufspreise. Die Übernahme der Lagertiefkühlbestände für eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe führte ebenfalls zu einem höheren Vorratsvermögen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um T€ 29.383 auf T€ 18.795 bzw. bemessen an der Bilanzsumme von 32,6% auf 14,5%. Dies liegt unter anderem in der Tatsache begründet, dass die Forderungen gegen Gesellschafter aus Kaufpreisforderungen im Zusammenhang mit Grundstücksübertragungen im Berichtsjahr vollständig getilgt wurden (Vorjahr: T€ 26.049). Der Anteil des Eigenkapitals beträgt 18,3% (Vorjahr: 40,4%) der Bilanzsumme. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert primär aus der Entnahme von Kapitalrücklagen auf nunmehr T€ 15.344 (Vorjahr: T€ 41.912). Der Anteil der Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,4%-Punkte auf 50,4% (Vorjahr: 48,0%), obwohl die Verbindlichkeiten absolut gesunken sind. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Bilanzsumme. Auch der Anteil der Rückstellungen erhöhte sich um 19,6%-Punkte auf 30,9% (Vorjahr: 11,3%) und ist vorrangig auf gestiegene Rückstellungen für Waren ohne Rechnung und auf eine Drohverlustrückstellung aus einem schwebenden Geschäft zurückzuführen. Finanzlage Die Investitionen der Gesellschaft beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T€ 11.677 (Vorjahr: T€ 18.985). Sie entfielen im Wesentlichen auf die Betriebsausstattung von Bestandsfilialen und hatten die Modernisierung der kältetechnischen Anlagen sowie die Umstellung auf das Einrichtungskonzept "Filiale der Zukunft" zum Zweck. Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG eingebunden und kann sich hierüber finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Es bestanden keine Zins- und Liquiditätsrisiken. Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung den Erwartungen entsprechend negativ entwickelt. Dies ist im Wesentlichen auf inflationsbedingt gestiegene Kosten, höhere Zahlungen für zentrale Dienstleistungen an nahestehende Unternehmen und einen höheren Wareneinsatz zurückzuführen. Personal Auf Grund der fortschreitenden Zuspitzung des Fachkräftemangels setzt die Gesellschaft auch weiterhin auf die eigene Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Somit schafft die Gesellschaft mit Blick auf die demografische Entwicklung eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Zukunftssicherung des Unternehmens. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 135 Auszubildende (Vorjahr: 160), was einer Ausbildungsquote von 6,1% (Vorjahr 8,7%) entspricht. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht In Deutschland ist für 2023 nach einer leichten Rezession im Winterhalbjahr im Jahresverlauf mit einer zögerlichen Erholung der Konjunktur zu rechnen. Nach einem noch rückläufigen Wachstum zum Jahresauftakt wird im weiteren Jahresverlauf eine leichte Zunahme des BIP erfolgen. Im Jahresdurchschnitt entsteht insgesamt ein geringfügiger Rückgang um 0,3%. Maßgeblich für den geringfügigen Rückgang wird der rückläufige private Konsum sein, der durch die anhaltend hohen Energiepreise und Nahrungsmittelpreise belastet wird. Nach einem Anstieg der Verbraucherpreise in 2022 um 7,8%, wird im Folgejahr nochmals ein Anstieg von 5,1% prognostiziert. Die Arbeitslosenquote wird bei 5,7% liegen (2022: 5,3%); das sind rund 2,6 Millionen Personen. Die verfügbaren Einkommen werden nominal um 2,1% zunehmen. Die Sparquote wird im nächsten Jahr nochmals sinken, um 1,2%-Punkte auf durchschnittlich 9,3%. Die Zunahme des Konsumdeflators beträgt 4,8%. Alles in allem wird der reale private Konsum im Jahresdurchschnitt um 1,3% schrumpfen. Diese Prognose ist mit einer ohnehin nur schwachen konjunkturellen Erholung mit vielen Abwärtsrisiken behaftet. So besteht nach wie vor das geopolitische Risiko einer weiteren Eskalation des Ukrainekriegs. Trotz hoher Füllstände der Gasspeicher besteht zudem weiterhin das Risiko einer Gasmangellage, die Produktionsunterbrechungen und stockende Lieferketten zur Folge hätte (Quelle: IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung), Report Nr. 178, Dezember 2022). Die Ziele und Methoden des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten sind auf eine strikte Risikobegrenzung ausgerichtet. In der folgenden Betrachtung werden die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung angegeben. Risiken, die die Geschäftsentwicklung mittelfristig beeinflussen können, werden vor allem in einer steigenden Inflation und damit einhergehenden Kostensteigerungen gesehen. Zudem ist die Beschaffungsmarktsituation u.a. auf Grund geopolitischer Risiken als diffus einzustufen. Des Weiteren wird ein Risiko darin ausgemacht, dass technologische Entwicklungen im Markt zu einer Veränderung im Kundenverhalten führen könnten. Aus Sicht der Gesellschaft liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Durch die ständige Optimierung des Filialnetzes und der Ladenoptik und die innovative Weiterentwicklung des Warensortiments, insbesondere im Hinblick auf Eigenmarken, Tierwohl, Nachhaltigkeit, Bio- und Regionalprodukte, sieht die Gesellschaft gute Chancen, ihre eigene Wettbewerbsposition im schwierigen Marktumfeld zu behaupten. Es wird die Chance gesehen, im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der anhaltenden Inflation und der damit einhergehenden Preissensibilität der Kunden Marktanteile zu gewinnen. Getreu dem Motto "Gutes für alle" werden Einkaufsvorteile direkt an Kunden weitergegeben und es wird angestrebt, Preissteigerungen durch den Verzicht auf Marge abzufedern. Aufgrund weiterer Modernisierungsmaßnahmen im Filialbereich wird im laufenden Geschäftsjahr mit einem moderaten Umsatzwachstum geplant. Durch den geplanten Umsatzanstieg und die erwarteten Kosteneinsparungen im Bereich der Miet- und Leasingaufwendungen wird mit einem stark steigenden operativen Ergebnis und einem stark steigenden Jahresergebnis gerechnet. Darüber hinaus werden keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Aichtal, den 15. März 2023 Sabine Karls Matthias Brinkmeier Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang 20221. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2022 der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, mit Sitz in 72631 Aichtal, Riedstraße 8-12, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 221469, entspricht unter Berücksichtigung der Besonderheiten, die sich aus der Rechtsform der Kommanditgesellschaft ergeben, den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, eingebunden und kann sich hierüber finanzieren. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen linear auf der Basis folgender Nutzungsdauern: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken über eine Nutzungsdauer von fünfzehn bis fünfzig Jahren und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von vier bis fünfundzwanzig Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird gleichzeitig der Anlagenabgang unterstellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Fall einer dauernden Wertminderung werden die betreffenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag außerplanmäßig abgeschrieben. Für den überwiegenden Teil der Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert angesetzt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen, welche unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden, werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Hilfe der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt und pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Bei den Berechnungen wurden ein prognostizierter Marktzinssatz von 1,78% (31. Dezember 2022) für die Pensionsverpflichtungen und 1,44% (31. Dezember 2022) für die restlichen vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, ein Gehalts- und Rententrend von 3,0%, für das Management eine Fluktuation von 4,0% und für alle anderen Mitarbeiter eine Fluktuation von 19,0% und die Richttafel von Klaus Heubeck 2018 G zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst. Die sonstigen Verpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31. Dezember 2022 wurde hierbei ein Steuersatz von 13,4% zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. 3. Erläuterung zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. 3.2 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie auch im Vorjahr aus dem Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG. 3.3 Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen Gesellschafter aus den Vorjahren in Höhe von T€ 26.049 aus Kaufpreisforderungen im Zusammenhang mit Grundstücksübertragungen wurden im Berichtsjahr getilgt. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 81 (Vj. T€ 9) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 3.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Bilanzposten "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" wurde zur Verbesserung der Klarheit im Berichtsjahr in "Forderungen gegen Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD" umbenannt. Forderungen gegen Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD resultieren wie auch im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3.5 Eigenkapital Die vollhaftende Gesellschafterin der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Aichtal, die ALDI Aichtal Verwaltungs-SE, Aichtal, ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Über die bilanziell ausgewiesenen Kommanditeinlagen hinaus standen zum Abschlussstichtag Hafteinlagen der Kommanditisten in Höhe von € 100,00 aus. Im Eigenkapital wird neben der Festeinlage (Kapitalkonto I) ein weiteres variables Kapitalkonto (Kapitalkonto II) geführt, auf dem Zuzahlungen der Gesellschafter, sowie Gewinn- und Verlustanteile zu erfassen sind. Mit Wirkung zum 30. November 2022 haben die Gesellschafter Entnahmen in Höhe von T€ 43.000 zu Lasten ihrer Kapitalkonten (Kapitalkonto II) mit der Maßgabe getätigt, dass der Betrag bei einer Gesellschafterin zur Tilgung der Kaufpreisverbindlichkeiten aus der gruppeninternen Übertragung von Grundstücken zum 01. Januar 2017 eingelegt wird. Abweichend von den gesetzlichen Regelungen, wird die Verteilung des Jahresüberschusses von der Gesellschafterversammlung beschlossen. 3.6 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt T€ 39 (Vj. T€ 56). 3.7 Sonstige Rückstellungen Die größten Einzelrückstellungen betreffen im Wesentlichen arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, Verpflichtungen für ausstehende Kosten- und Warenrechnungen sowie für drohende Verluste aus schwebenden Einkaufsgeschäften. Um einen branchenüblichen Ausweis herzustellen, wurden im Berichtsjahr erstmalig die ausstehenden Warenrechnungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen (T€ 21.073). In den vorherigen Jahresabschlüssen erfolgte der Ausweis unter der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" (Vj. T€ 30.995). Zur Herstellung der besseren Vergleichbarkeit wurden im vorliegenden Abschluss die Vorjahreszahlen angepasst. Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit ihrem Deckungsvermögen saldiert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen T€ 130, der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt T€ 377 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beläuft sich auf T€ 377. In den Personalaufwendungen wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 29 und Erträge in Höhe von T€ 54 verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem saldierungsfähigen Vermögen, das sich aus allen Einzahlungen, abzüglich aller Entnahmen und laufender Verwaltungskosten und einschließlich der Verzinsung des Guthabens und der Überschüsse zusammensetzt. 3.8 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD Der Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" wurde zur Verbesserung der Klarheit im Berichtsjahr in "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD" umbenannt. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD resultieren wie auch im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3.9 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von T€ 1.462 (Vj. T€ 711) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 5) aus sonstigen Verbindlichkeiten. 3.10 Latente Steuern Aus Unterschiedsbeträgen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens, der Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultieren jeweils aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurden. 3.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
3.12 Anteilsbesitz
3.13 Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin bei der ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG (ALDI SÜD Dienstleistung), der ALDI International Services SE & Co. oHG (ALDI International Services), bei der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG (ALDI SÜD Digital) und seit dem 14. April 2022 bei der ALDI SÜD Supply Chain SE & Co. KG (bis zum 31. Dezember 2022 ALDI SÜD Supply Chain GmbH & Co. KG), (ALDI SÜD Supply Chain), alle mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Weiterhin ist die Gesellschaft persönlich haftende Gesellschafterin bei der NewCoffee GmbH & Co. oHG (NewCoffee) mit Sitz in Ketsch und bei der ALDI SÜD Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. oHG (IMV) mit Sitz in Rastatt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsätze werden im Einzelhandel (Lebensmittelfilialbetrieb) mit T€ 822.457 (Vj. T€ 678.455), im Großhandel mit T€ 23.445 (Vj. T€ 63), mit Bauleistungen in Höhe von T€ 8.109 (Vj. T€ 10.299) und mit sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von T€ 21.236 (Vj. T€ 13.214) erzielt. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 80 Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen (Vj. T€ 92), in Höhe von T€ 1.138 (Vj. T€ 1.507) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von T€ 197 (Vj. T€ 242) übrige periodenfremde Erträge. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 570 (Vj. T€ 245) sowie in Höhe von T€ 572 (Vj. T€ 262) übrige periodenfremde Aufwendungen. 5. Sonstige Angaben 5.1 Mitarbeiter Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 2.091 Mitarbeiter beschäftigt, davon:
5.2 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 40. 5.3 Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft hat einen Verwaltungsrat, der im Wesentlichen beratend tätig ist. Mitglieder des Verwaltungsrates sind: Herr Stefan Kopp (Sprecher), Kaufmann Herr Wolfgang Frisch, Kaufmann (vom 01. Februar 2022 bis zum 30. September 2022) Herr Max Hofmarksrichter, Kaufmann Herr Jürgen Krone, Kaufmann Herr Jens Ritschel, Kaufmann Herr Michael Veiser, Kaufmann. Die Geschäftsführung und Vertretung stehen der Komplementärin, der ALDI Aichtal Verwaltungs-SE, Aichtal, zu; das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 120. Geschäftsführende Direktoren sind Frau Sabine Karls (Kauffrau, Managing Director) und Herr Matthias Brinkmeier (Kaufmann, Managing Director National Store Operations). Frau Sabine Karls und Herr Matthias Brinkmeier üben die geschäftsführende Tätigkeit hauptberuflich aus. Frau Sabine Karls war darüber hinaus bei einer weiteren Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI SÜD Geschäftsführerin.
Aichtal, den 15. März 2023 Matthias Brinkmeier Sabine Karls Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Aichtal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Aichtal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 31. März 2023 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Mund, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 31. Mai 2023 festgestellt. |
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