GPS GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Amin Wolfgang Niclas Dr. Haghjoo seit 19.10.2017 | Prokura |
Armin Kayser seit 19.10.2017 | Prokura |
Klaus Henes seit 28.11.2014 | Prokura |
Bernhard Hermann Stähle seit 31.8.2012 | Prokura |
Klaus Ingo Wolf seit 12.6.2008 | Vorstandsmitglied |
Markus Wilhelm seit 31.5.2006 | Prokura |
Andreas Hojenski seit 31.5.2006 | Prokura |
Peter Joachim Bolleyer seit 10.10.2005 | Prokura |
Veit Franz Katzer seit 10.10.2005 | Prokura |
Reinhard Dr. Ing. Grybowski seit 10.10.2005 | Prokura |
Ernst-Dieter Dr. Nikel seit 10.10.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FRIATEC AktiengesellschaftMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht zum 31.12.2015Die FRIATEC Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz FRIATEC AG oder FRIATEC genannt) ist Spezialist für Produkte aus korrosionsbeständigen und verschleißfesten Werkstoffen. Im Dialog mit ihren Kunden entwickelt die FRIATEC AG innovative Lösungen für den Weltmarkt. 1863 in Mannheim als Ziegelei gegründet, gelang 1888 mit der Herstellung eines chemischen Steinzeugs die erste bahnbrechende Innovation. Es folgten zahlreiche Neuentwicklungen, unter anderem begann man Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit der Verarbeitung von Kunststoffen und kombinierte bei der Herstellung chemischer Geräte und Anlagen den modernen mit dem traditionellen Werkstoff. Die Folgejahre waren gekennzeichnet durch die Expansion im Kerngeschäft und die Erschließung immer neuer Geschäftsfelder. Als Deutsche Steinzeug und später als Friedrichsfeld GmbH entwickelte sich das Unternehmen, das seit 1993 unter dem Namen FRIATEC AG agiert, stetig zu einem international tätigen, diversifizierten Unternehmen weiter. Als solches bietet die FRIATEC AG heute ein Spektrum innovativer Lösungen für viele Branchen, z. B. Verbindungstechnologie für Rohrleitungssysteme, Spezialpumpen für aggressive, flüchtige oder explosive Medien, aber auch keramische Komponenten, die in der Labor- und Elektrotechnik ebenso eingesetzt werden wie in der Medizintechnik. Mit ihren anspruchsvollen Lösungen zählt die FRIATEC AG zu den bekanntesten und traditionsreichsten Firmen der Metropolregion Rhein-Neckar. Unser Produktsortiment beinhaltet: Technische Kunststoffe: FRIALEN-Sicherheitsfittings FRIAFIT-Abwassersystem FRIATOOLS-Gerätetechnik FRIAGRIP-Verbindungstechnik Technische Keramik: FRIALIT®-DEGUSSIT®-Oxidkeramik FRIDURIT®-Labortechnik Rheinhütte Pumpen Pumpen aus Keramik, Metall und Kunststoff für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie für Metallurgie, Umwelttechnik, Petrochemie und Solarenergie. Die FRIATEC AG gehört seit 2003 zur Aliaxis-Unternehmensgruppe, Brüssel, Belgien. Die Aliaxis-Gruppe ist mit ihren Unternehmen in über 40 Ländern der Welt vertreten und gehört zu den weltgrößten Herstellern von Kunststoff-Rohrleitungssystemen für das Bauwesen, die Industrie und Versorgungsunternehmen. In Europa ist Aliaxis mit ihren Divisionen EMEA (Europe, Middle East, Africa) und Aliaxis Utilities & Industry vertreten. FRIATEC erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend in der Division Aliaxis Utilities & Industry. 1. Geschäftsverlauf Für das Kalenderjahr 2015 rechnete die Deutsche Bundesbank am Anfang des Jahres mit einem Wirtschaftswachstum für Deutschland von 2%, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sogar von 2,2%. Letztendlich lag das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes bei 1,7% und damit nur etwas über dem Vorjahr mit 1,6%. Weitaus positiver sah die Unternehmensführung der FRIATEC AG den Geschäftsverlauf für 2015 noch im letztjährigen Prognosebericht. Eine deutliche Ergebnisverbesserung (EBIT) von über 20% und ein Umsatzziel im Exportgeschäft von nahezu 100 Mio. € gab man sich als Ziel aus. Umso enttäuschter blickt man heute auf den tatsächlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2015. In allen wichtigen Geschäftsfeldern konnten die Zielgrößen bei Umsatz und Ergebnis (EBIT) nicht erreicht werden. Die gesamten Umsatzerlöse betrugen 169,0 Mio. € gegenüber 169,3 Mio. € im Vorjahr. Dies bedeutete statt Wachstum einen Rückgang von 0,3 Mio. €. Für das Inlandsgeschäft erwartete man ein moderates Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, letztendlich wurden mit 75,3 Mio. € 0,8 Mio. € (-1,0%) weniger erlöst als im Vorjahr. Auch die im Export erlösten 93,7 Mio. €, die um 0,5 Mio. € (+0,5%) über denen des Vorjahres lagen, waren für die FRIATEC AG nicht zufriedenstellend. Die Exportquote erhöhte sich leicht von 55,0% in 2014 auf 55,4% im Geschäftsjahr. Hierzu beigetragen hatte, dass die FRIATEC AG den größten Einzelauftrag, den man jemals im Geschäftsfeld Pumpen abgeschlossen hat, in 2015 komplett ausliefern konnte. Hier wurden 85 Pumpen für eine Düngemittelanlage in Saudi Arabien im Wert von über 4 Mio. € geliefert. Negativ beeinflusst hatte den Exportumsatz der weiterhin schwache Absatzmarkt in Russland und das geringere Wachstum in China. Auch das erzielte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) war für die Unternehmensleitung weniger befriedigend. Zwar konnte das Ergebnis von 15,3 Mio. € um 5% auf 16,1 Mio. € gesteigert werden, dies war jedoch auf einen einmaligen Sondereffekt durch den Verkauf eines Teilgrundstücks zurückzuführen. Dieses Teilgrundstück gehörte zum nichtbetriebsnotwendigen Vermögen der FRIATEC AG. Die EBIT-Marge hat sich - nach Eliminierung des Sondereffekts - gegenüber dem Vorjahr deutlich vermindert. Das nicht Erreichen der gesteckten Ziele hatte verschiedene Gründe. Im Geschäftsfeld Gebäudetechnik, in dem überwiegend Produkte für eine französische Aliaxis-Gesellschaft hergestellt werden, mussten Umsatzrückgänge, bedingt durch den schwächelnden französischen Bausektor, verkraftet werden. Im Geschäftsfeld Keramik hatte man mit einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld in China und Russland zu kämpfen und auch der weltweit mehr oder minder stagnierende Labormarkt trug zum Umsatz- und Ergebnisrückgang bei. Im Bereich der Pumpen kam es zu Lieferverzögerungen, da durch den Neubau des Pumpenprüfstands und den dadurch notwendigen Abbruch des Warenlagers fast das komplette Vorratsvermögen auswärts gelagert werden musste. Im größten Geschäftsfeld der FRIATEC AG, den Technischen Kunststoffen, rechnete man mit Preisreduzierungen bei den Rohstoffen. Diese realisierten sich für Rohstoffe wie Kupfer und Messing, jedoch beim Haupt-Rohstoff Polyethylen führten Kapazitätsreduzierungen der Hersteller zu Preiserhöhungen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirkten. Highlights in 2015 waren für die FRIATEC AG die Inbetriebnahme eines vollautomatisierten Hochregallagers für die Technischen Kunststoffe (näheres dazu unter Punkt 3. Investitionen), der nahezu abgeschlossene Neubau des Pumpenprüfstandes in Wiesbaden, sowie der Abschluss eines Vertrages mit E.ON Connecting Energies über die Lieferung, Installation und Wartung des ersten Brennstoffzellenkraftwerks der Megawatt-Klasse für eine Industrieanwendung in Europa. Die 1,4-Megawatt-Brennstoffzelle soll im 3.Quartal 2016 in Betrieb gehen und rund 60 Prozent des Energiebedarfs für die Produktionsprozesse von FRIATEC bereitstellen. Auf diese Weise können über 40 Prozent der gesamten elektrischen Energie selbst erzeugt und die CO 2-Emissionen um etwa 3.000 Tonnen reduziert werden. Zusammengefasst war das Geschäftsjahr 2015 für die FRIATEC AG ein Jahr, von dem man sich mehr erhofft hatte. Ohne den Sonderertrag aus dem Verkauf des Teilgrundstücks lag das EBIT deutlich unter den Erwartungen und unter Vorjahr. Das Gesamtergebnis vor Ergebnisabführung betrug 14,6 Mio. €, was einer Verringerung von 2,5% gegenüber dem Vorjahreswert von 15,0 Mio. € entspricht. Dazu beigetragen hat neben der oben dargestellten Veränderung des EBIT der Zinsanteil / Zinsänderungseffekt in Höhe von minus 1,3 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €), der sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch die Zugehörigkeit zur Aliaxis-Gruppe sind konzernweit - aufbauend auf Umsatz und EBIT - folgende Kennzahlen von Bedeutung: Cash-flow Diese Kennzahlen vermitteln einen Überblick über die Zahlungsströme des Unternehmens. Working Capital zu Umsatz Diese Kennzahl vermittelt ein Bild über die überschüssigen kurzfristigen Mittel. Ein positives Working Capital lässt vermuten, dass die zukünftige Liquiditätslage ebenfalls positiv sein wird. Return on Capital Employed Das Return on Capital Employed stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber. Zum 31.12.2015 wurden folgende Kennzahlen ermittelt: Cash-flow
Die Berechnung erfolgte erstmals in 2015 in Anlehnung an den "Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21". Das Cash-Pool Konto mit der GPS Holding Germany GmbH wird im Finanzmittelfonds berücksichtigt.
Working Capital = Umlaufvermögen ./. kurzfristige Verbindlichkeiten (jeweils ohne Finanzforderungen und -verbindlichkeiten)
Capital Employed = Eigenkapital + langfristige Rückstellungen + Nettofinanzverbindlichkeiten EBIT = Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen, außerordentlichem Ergebnis, Steuern und Ergebnisabführung 2015 erwirtschaftete die FRIATEC AG einen Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 17,1 Mio. € (Vj. 13,4 Mio. €). Die wesentlichen Veränderungen, die den Cash-flow positiv beeinflusst haben, waren die um 4,2 Mio. € erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Geschäftsjahr wurden 14,3 Mio. € in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Dies entspricht über 200% des Abschreibungsvolumens. Durch den Verkauf von Sachanlagen, im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude eines bisher vermieteten Areals, wurden Einnahmen in Höhe von 5,8 Mio. € erzielt. Die FRIATEC AG ist in den Cash-Pool ihrer Muttergesellschaft, der GPS Holding Germany GmbH, Mannheim, eingebunden. Die Forderung an die GPS Holding Germany GmbH ist in der Bilanzposition "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" enthalten. Die Forderung wird zu marktüblichen Zinssätzen verzinst. Das Working Capital spiegelt die Kapitalbindung unseres Unternehmens wieder. Das Working Capital mit 24,1% (Vj. 23,9%) vom Gesamtumsatz zeigt unverändert an, dass die kurz- und mittelfristige Liquiditätslage positiv sein wird. Die Erhöhung des Working Capitals, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um +1,3 Mio. € und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ohne Forderungen aus dem Cash-Pool) um +3,2 Mio. € konnte durch einen um 4,2 Mio. € höheren Bestand der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen ausgeglichen werden. Betrachtet man ein zusätzliches Ratio, z.B. Umlaufvermögen (97 Mio. €) / kurzfristige Verbindlichkeiten (29 Mio. €), so verfügt unser Unternehmen über dreimal so viel kurzfristige Mittel als nötig wären, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu tilgen. Mit dem Return on Capital Employed (ROCE) wird der operative Erfolg bewertet. Er stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital der Periode gegenüber, wodurch die Ertragskraft des Gesamtkapitals ermittelt wird. Bei einem fast unveränderten Working Capital von 40,7 Mio. € (Vj. 40,5 Mio. €), einem leicht gestiegenen EBIT von 15,3 Mio. € auf 16,1 Mio. € und einem um 6,2 Mio. € höheren Anlagevermögen reduzierte sich der ROCE um 0,4%-Punkte von 18,4% im Vorjahr auf 18,0% im Geschäftsjahr. Ohne den Sondereffekt durch den Verkauf von Anlagevermögen wäre der ROCE jedoch auf 13,0% gesunken, was aus Sicht der FRIATEC AG einen nicht zufriedenstellenden Wert ergibt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen. Der Materialaufwand blieb bei stabilen Umsatzerlösen konstant. Lediglich wurde verstärkt auf Leiharbeitnehmer zurückgegriffen, um innerbetriebliche Sonderaktionen zu bewältigen. Dies führte zu einem Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen. Aufgrund der in den Vorjahren durchgeführten Reorganisationen konnte der Personalaufwand, trotz Tariferhöhung, um 1,3 Mio. € gegenüber 2014 gesenkt werden. Bedingt durch die hohen Investitionen in 2014 und 2015 stiegen die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 21%. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus den im Vorjahr enthaltenen höheren IT-Beratungskosten für die Implementierung einer neuen Software. Zusammenfassend betrachtet verfügt die FRIATEC AG über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Auf mögliche wesentliche Änderungen von Bedeutung wird im Prognosebericht im Abschnitt 8 dieses Lageberichtes hingewiesen. 3. Investitionen Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 14,3 Mio. € (Vj. 19,2 Mio. €). Damit hat die FRIATEC AG in zwei Jahren über 33 Mio. € in die Weiterentwicklung und Stärkung ihrer Standorte in Mannheim, Wiesbaden und Rennerod investiert. Die größte Einzelinvestition war die Errichtung eines neuen Logistikzentrums am Standort Mannheim. 10,6 Mio. € investierte FRIATEC in das Logistikzentrum, das auf 4.400 Quadratmetern und einer Höhe von 35 Metern Platz für rund 12.000 Paletten bietet. Nachdem am 31.07.2014 der erste Spatenstich erfolgte, wurde nach nur einem Jahr Bauzeit im Juli 2015 der Echtbetrieb aufgenommen. Durch diese Maßnahme konnten nicht nur vier auf dem Gelände verteilte Läger zusammengefasst werden, sondern es wird auch den Wachstumskurs unserer Unternehmensgruppe unterstützen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wird Anfang 2016 mit der Inbetriebnahme des neuen Pumpenprüfstandes in Wiesbaden erreicht werden. Die angeschlossene Versandhalle und Lackiererei wurden bereits in 2014 in Betrieb genommen. In 2015 wurden fast sämtliche Arbeiten zur Fertigstellung des Pumpenprüfstandes mit einem Kundenkompetenzzentrum abgeschlossen. Die Achema-Messe im Sommer 2015 wurde zum Anlass genommen, den Prüfstand bereits offiziell einzuweihen. Der neue Prüfstand wird eine Vielzahl von Prüfplätzen für Horizontal- und Vertikalpumpen bieten und wir werden in der Lage sein, an einem 20 Meter tiefen Becken Vertikalpumpen bis 19 Meter Tauchtiefe im Original zu prüfen. Weiterhin konnte die FRIATEC AG die Chance nutzen, durch die Schließung eines Aliaxis-Produktionsstandortes in England komplette Fertigungslinien, die unser Produktsortiment sinnvoll ergänzen, zu erwerben. War 2015 noch durch die Verlagerung der Maschinen nach Deutschland und den Umbau der benötigten Fertigungshallen geprägt, so ist man guter Hoffnung, die Produktion im ersten Halbjahr 2016 zu starten. 4. Forschung und Entwicklung Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 4,5 Mio. € (Vj. 4,8 Mio. €). Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten lagen im Geschäftsjahr in der Optimierung und Ergänzung bestehender Produktlinien sowie in der Entwicklung neuer Technologien und innovativer Produkte. Der überwiegende Teil der F & E-Aufwendungen entfiel mit über 50% auf das Geschäftsfeld Technische Kunststoffe. Hier ist es unser Ziel, durch Rohrleitungen und Verbindungstechnik von höchster Qualität für den Anwender ganz neue Anwendungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dazu entwickeln wir uns ständig weiter und realisieren Innovationen, die inzwischen zu Meilensteinen in der modernen Verbindungstechnik geworden sind und die für Gas- und Wasserversorger und Abwasserentsorger auf der ganzen Welt zu praxisorientierten und effizienten Lösungen geführt haben. Aus Visionen reale Gestalt werden lassen ist eines unserer Ziele im Geschäftsfeld Keramik. Bei komplexen Funktionsansprüchen bestätigen keramische Werkstoffe, wie z.B. unsere Oxidkeramik, ihre Favoritenrolle besonders eindrucksvoll. Wenn ein Bauteil zum Beispiel maximale Korrosions- und Verschleißfestigkeit braucht, kombiniert mit höchster Präzision, dann ist der Werkstoff Oxidkeramik unschlagbar. Unsere Kunden definieren das komplette Set ihrer Anforderungen, nennen uns die Kenndaten und unsere Keramikexperten finden dann den gemeinsamen Weg zu der für sie treffenden Lösung. Wie z.B. das Projekt CSNS in China. CSNS steht für "China Spallation Neutron Source", einem neuen Teilchenbeschleuniger vergleichbar mit CERN in der Schweiz. Hier bestand die Besonderheit in der Lieferung von gebogenen Keramikrohren. Diese Rohre wurden erstmals weltweit in diesem Umfang und in dieser Qualität produziert: sie haben eine Länge von 2,80 m und eine Krümmung mit Radius 8,0 m. Die Keramikrohre finden im Beschleunigerring ihren Einsatz. Aber auch das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), welches als erstes deutsches Institut für die klinische Strahlentherapie konzipiert wurde und derzeit europaweit die einzige Therapieeinrichtung für Schwerionen darstellt, setzt auf die Oxidkeramik von FRIATEC. Unsere Fachleute aus dem Geschäftsfeld Pumpen geben Herstellern und Betreibern von Anlagen in der chemischen Industrie für sämtliche Förderaufgaben die richtige Empfehlung hinsichtlich Werkstoff, Auslegung, Konstruktion und Fertigung. Maßgebend ist hierbei stets die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, für dessen Anliegen die stimmige Lösung erarbeitet wird. Zu den neuesten Entwicklungen gehören Hochtemperatur-Vertikalpumpen für die Energiespeicherung im neuesten Typ von solarthermischen Kraftwerken. In unserem Bereich Entwicklung sorgt modernstes Know-how für eine anwendungsorientierte, optimale Auslegung unserer Produkte. Insgesamt arbeiten unmittelbar und mittelbar 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich. 5. Umweltschutz Umweltschutz hat bei der FRIATEC AG einen hohen Stellenwert. Wir setzen uns aktiv für den Erhalt der natürlichen Ressourcen und den globalen Umweltschutz ein. Es ist unser Bestreben, mit der verfügbaren Technik auf allen Unternehmensgebieten und in sämtlichen Prozessen und Produkten an unseren Standorten den sozialen Nutzen und die positiven Auswirkungen auf die Umwelt dauerhaft sicherzustellen. Auch in 2015 wurden durch unsere Umweltbeauftragten, in Zusammenarbeit mit dem Energie-Team, neue Umweltprogramme aufgenommen und viele Vorsorgemaßnahmen durchgeführt. So wurde das durch den TÜV Rheinland zertifizierte Umwelt- und Energiemanagement nach DIN EN ISO 14001 und 50001 für den Standort Mannheim, in 2015 nun erstmals auch für die Standorte Wiesbaden und Rennerod eingeführt und zertifiziert. Um die Schadstoffbelastung der Luft durch CO 2-Ausstoß weiter zu reduzieren hat sich FRIATEC dazu entschlossen, ein Brennstoffzellenkraftwerk am Standort Mannheim zu installieren. Diese Brennstoffzelle wird mit 1,4 Megawatt die erste Anlage im Megawatt-Bereich für eine Industrieanwendung in Europa sein. Der elektrische Wirkungsgrad von 47 Prozent wird etwa 60 Prozent des Strombedarfs für die Produktionsprozesse von FRIATEC bereitstellen und die CO 2-Emissionen um etwa 3.000 Tonnen reduzieren. Das basiert darauf, dass Brennstoffzellen den Brennstoff in einem hocheffizienten, elektrochemischen Prozess in Strom und Wärme wandeln. Da hierbei keine Verbrennung stattfindet, werden praktisch keine Schadstoffe emittiert. Die Anlage wurde im Februar 2016 geliefert und soll spätestens im 3. Quartal in Betrieb genommen werden. Diese Anlage, wie auch die energetische Bauweise des neuen Hochregallagers, wird FRIATEC dabei helfen, die hochgesteckten Ziele der eigenen Umwelt- und Energiepolitik zu erreichen. Hohe Anforderungen an einen aktiven Umweltschutz werden bei der FRIATEC AG allein der Tatsache geschuldet, dass sich das Firmengelände im Wasserschutzgebiet Rheinau befindet. 6. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl von Beschäftigten hat sich bei der FRIATEC AG von 1.016 auf 984 verringert. Zum Jahresende waren insgesamt 966 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Bereich der Ausbildung haben im Jahr 2015 am Standort Mannheim zwei Studenten ihr BWL-Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) aufgenommen. Auch haben vier Industriemechaniker, ein Mechatroniker und ein Industriekeramiker die Ausbildung in der Ausbildungswerkstatt der FRIATEC AG begonnen. An den Standorten Wiesbaden und Rennerod sind insgesamt weitere vier Auszubildende in die gewerblich-technische Ausbildung eingetreten. Insgesamt wurden somit zwölf Ausbildung-/Studienverträge im Jahr 2015 abgeschlossen. Im Jahr 2015 wurde allen gewerblich-technischen Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung ein entsprechender Arbeitsplatz angeboten. Außerdem wurden zwei Bachelor Hochschulabsolventen in die Fachbereichedes Unternehmens integriert. Im Rahmen des Personalmarketings wurde zur Akquirierung von qualifizierten Bewerbern an zahlreichen Berufsausbildungs-/Hochschulmessen und -börsen teilgenommen. Weiterhin fand eine erneute Beteiligung bei der 10. "Nacht der Ausbildung" statt. Bei diesem Veranstaltungskonzept stellten sich 11 Ausbildungsunternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar vor. Auch die FRIATEC AG präsentierte ihre umfangreichen Studiengänge und Ausbildungsberufe. Eine tragende Säule für die Zukunftssicherung des Unternehmens stellt die kontinuierliche berufliche Weiterbildung der Mitarbeiter dar. Um konkurrenzfähig zu bleiben und die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand zu halten, um so den Marktanforderungen von heute und morgen zu genügen, werden entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen von internen und externen Seminaren als wirksames Instrument durchgeführt. Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftemangels ist die Weiterbildung auch ein entsprechendes Mittel, um eigene Fachkräfte aufzubauen und gutes Personal an das Unternehmen zu binden. Da jeder Beruf und jede Position im Unternehmen andere Kenntnisse und Fähigkeiten beim englischen Sprachgebrauch erfordert, wurde ein besonderer Fokus auf ein umfangreiches Angebot an Sprachkursen für Mitarbeiter gelegt, welche kontinuierlich das Sprachvermögen, den Wortschatz und die Kommunikationsfähigkeit der Mitarbeiter fördern sollen. Vor dem Hintergrund eines globalen Konzerns, wie der Aliaxis-Gruppe, sind auch diese Sprachkurse ein wichtiges personalpolitisches Instrument. Im Juli 2015 wurde in einem Fertigungsbereich der vollkontinuierliche Schichtbetrieb eingeführt. Das Ziel ist es, durch die Hinzunahme des Samstags und des Sonntags (7-Tage-Woche) als Regelarbeitstage eine Ausdehnung der Maschinenlaufzeiten zu erreichen, um so eine Produktivitätssteigerung, eine Stärkung der Arbeitsplätze zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Das dafür zugrunde gelegte Schichtmodell berücksichtigt arbeitsmedizinische Erkenntnisse und ergonomische Grundlagen der Schichtplangestaltung. Die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) und deren Vor-Ort-Service auf unserem Firmengelände ermöglichte eine entsprechende Betreuung unserer Mitarbeiter, so dass die kurzen Informations- und Bearbeitungswege zur Krankenkasse weiterhin genutzt werden konnten und so eine reibungslose und schnelle Zusammenarbeit mit der SBK besteht. Weiterhin zeigte sich die SBK als engagierter Partner für das Gesundheitsmanagement des Unternehmens. In Zusammenarbeit mit ihr wurden einige Gesundheitsaktionen umgesetzt wie z.B. zum Thema "Darmkrebsvorsorge". Allen Mitarbeitern wurde hier die Möglichkeit gegeben, eine kostenlose Darmkrebsvorsorge durchführen zu lassen, so dass eine ärztliche Beurteilung des persönlichen Risikos erstellt werden konnte. 7. Unternehmensrisiken / Chancen Allgemeine Risiken Risiken sind ein Teil eines jeden Geschäftes. Schwachstellen erkennen, Risiken einschätzen und kalkulieren - das sind elementare Punkte, die das Überleben im wettbewerbsintensiven Umfeld sichern helfen. Die Früherkennung von Risiken im Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für zukunftsweisendes Management. In diesem Sinne wird die Weiterentwicklung der internen Steuerungsmittel und-methoden stetig vorangetrieben. Die bestehenden Kontrollsysteme wurden mit der Eingliederung in das Berichtswesen und die Abläufe der Aliaxis-Gruppe, der übergeordneten belgischen Muttergesellschaft, weiter ergänzt. In unserem Planungs- und Controllingsystem werden monatlich Abweichungen der tatsächlichen und geplanten geschäftlichen Entwicklung identifiziert und analysiert; auch die Geschäftsplanung wird regelmäßig überarbeitet. Dadurch werden Risiken zeitnah erkannt und Maßnahmen zu ihrer Handhabung können frühzeitig ergriffen werden. Zur kontinuierlichen Verbesserung des Risikomanagements ist ein zentraler Risikomanager benannt. Damit ist eine einheitliche Risikoerfassung, -bearbeitung, -bewertung und -kontrolle gewährleistet. Durch besondere Sicherungsmaßnahmen wurde der in den letzten Jahren stark angestiegenen Bedeutung der IT für sämtliche Unternehmensbereiche und der Abhängigkeit der betrieblichen Leistungserstellung von der Verfügbarkeit der Systeme Rechnung getragen. Alle wichtigen IT-Komponenten sind doppelt vorhanden und die physischen Schutzmaßnahmen befinden sich auf einem aktuellen Stand. Selbst im Falle einer Zerstörung des Rechenzentrums wäre in einer vertretbaren Zeit ein Notbetrieb der wesentlichen EDV-Programme darstellbar. Zur Trennung von Backup und normalem Betrieb sind aus Sicherheitsgründen die wichtigsten Infrastruktur-Komponenten in separate Räumlichkeiten außerhalb des Rechenzentrums ausgelagert. In 2015 wurde das externe Rechenzentrum intensiv ausgebaut. Durch die auf Hochverfügbarkeit ausgelegte Infrastruktur verfügt FRIATEC nun über eine sehr sichere IT-Infrastruktur für wesentliche Bereiche der IT-Plattformen. Auch das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielt bei FRIATEC eine große Rolle. Regelmäßig werden Gefährdungsbeurteilungen an allen Maschinen durchgeführt und Mängel sofort beseitigt. Um Unfällen vorzubeugen sind für die Bedienung der Anlagen und Maschinen Betriebs- und Arbeitsanweisungen vorhanden.. Kredit- und Währungsrisiko Im zentralen Treasury Management werden alle Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken überwacht und gesteuert und - falls nötig und möglich - abgesichert. In diesem Bereich werden ebenso vor Antragsstellung an Banken Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften auf deren Inhalt überprüft und erhaltene Vorauszahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften kontrolliert und verwaltet. Zur Steuerung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit dem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten werden Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte eingesetzt. Nähere Angaben hierzu sind im Anhang unter Punkt E. Sonstige Angaben zu finden. Zum Kreditrisiko unseres Unternehmens zählt das Risiko des finanziellen Verlustes durch Forderungsausfälle. Das Risiko wird durch die individuellen Gegebenheiten eines jeden Kunden, seines Industriezweiges sowie des Landes bzw. der Region beeinflusst, in der er geschäftlich tätig ist. Trotz eines Konsolidierungstrends auf den Märkten kann FRIATEC dank des vielschichtigen Produktsortiments einen breiten Kundenstamm bedienen und somit eine risikobehaftete Abhängigkeit von bedeutenden Einzelkunden umgehen. Zusätzlich agieren wir auf Basis einer bewährten Kreditvergabepolitik und überwachen ständig unser Ausfallrisiko. Eine Kreditwürdigkeitsprüfung erfolgt, sobald gewisse Kreditrahmenlimits erreicht werden. Größere Projektaufträge, insbesondere aus dem Geschäftsfeld Pumpen, werden, soweit dies möglich ist, über Akkreditive abgesichert. Anzahlungen für Lieferungen und Leistungen an Lieferanten werden ab einer bestimmten Auftragshöhe grundsätzlich nur bei Vorliegen einer Bankbürgschaft geleistet. Absatzseitiges Marktrisiko Ein absatzseitiges Marktpreisrisiko besteht darin, dass unsere Produkte teilweise wesentlich vom Grad der Bautätigkeit in wichtigen Märkten, einschließlich der Segmente Haus Neubau, Reparaturen, Instandhaltung und Sanierung, sowie in den Infrastruktur- und Industriemärkten bestimmt werden. Mit unserer geografischen und industriellen Produkt-Diversifizierung sehen wir uns in der Lage, in einem gewissen Maße die Risiken zu streuen, denen wir ausgesetzt sind. Die Nachfrage wird auch durch Schwankungen der wirtschaftlichen Tätigkeit auf den einzelnen Märkten beeinflusst. Zu den Hauptfaktoren zählen hierbei das BIP-Wachstum, die Zahl der Neubau Projekte sowie die Investitionen in den Industrie- und Infrastruktursektoren. Risiken im Produktionsbereich werden durch klar definierte Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikation und regelmäßige Wartung der Maschinen und Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge sinnvoll abgesichert. Beschaffungsrisiko Als Marktrisiko zählt ebenso das Schwankungsrisiko von Rohstoffpreisen. Die bei der Herstellung unserer Produkte verwendeten Rohstoffe bilden einen erheblichen Kostenfaktor auf der Produktionsebene unseres Unternehmens. Im Großen und Ganzen ist FRIATEC jedoch in der Lage, Preiserhöhungen bei den Rohstoffen über angepasste Verkaufspreise abzufangen, auch wenn dies in einigen Fällen mit zeitlicher Verzögerung einhergeht. Mit Hilfe eines zentral gesteuerten Ansatzes zur Beschaffung von wichtigen Rohstoffen versucht der Aliaxis-Konzern, seine Einkäufe zu bündeln und zu optimieren; hiervon profitiert auch FRIATEC als Tochterunternehmen des Konzerns. Auch sehen wir uns weiterhin der Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise ausgesetzt (insbesondere Elektrizität und Gas). Zur Begrenzung der Beschaffungsrisiken werden im Einkauf in einem kontinuierlichen Prozess Zweit- bzw. Mehrfachlieferanten aufgebaut und die bestehenden Beziehungen im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems laufend beurteilt. Auch in der Vertragsgestaltung wird in verstärktem Maße die Risikobegrenzung berücksichtigt. Im Hinblick auf die künftige Entwicklung des Unternehmens gibt es auch weiterhin strategische und operative Risiken zu beachten. Unternehmerisches Handeln bedingt aber das Eingehen von Risiken, um Chancen ergreifen zu können. Das wird auch künftig so bleiben. Chancen Die FRIATEC AG sieht ihre Wachstumschancen besonders im Export. Durch innovative Produktneuerungen wie Pumpen für die Solarindustrie, die FRIALEN XL-Großrohrtechnik oder mit zahlreichen individuell konzipierten Spezialkeramikbauteilen bieten wir unseren Kunden optimale Lösungen für deren Anforderungen an. Durch den engen Dialog unserer Experten mit unseren Kunden sehen wir Chancen, in den diversifizierten Märkten zu wachsen. Auch der Aufbau weiterer Repräsentanzen in den verschiedenen Märkten sowie stetig begleitende Messeauftritte helfen FRIATEC dabei, neue Marktregionen zu erschließen. Hierbei baut FRIATEC auch auf den immer weiteren Ausbau der Vertriebsorganisationen der Aliaxis-Gruppe Weitere Chancen sind im folgenden Prognosebericht aufgeführt. 8. Prognosebericht Da die folgenden Planungen und Erwartungen zukunftsbezogene Aussagen sind, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Wohin wird die Weltwirtschaft 2016 steuern? Diese Frage stellt sich natürlich die Unternehmensleitung der FRIATEC AG, da mit Wachstum nur im Export gerechnet wird. Für den heimischen Markt sieht man so gut wie keine Wachstumschancen und rechnet daher mit Umsatzerlösen auf dem Niveau von 2015, auch wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,7% prognostiziert. Für die Weltwirtschaft, wo FRIATEC seine Chancen sieht, hat der IWF Anfang 2016 seine Wachstumsprognose auf 3,4% gesenkt. Als Gründe hierfür nennt die Organisation die gefallenen Ölpreise, die Abkehr von der Politik des billigen Geldes und sie blickt sorgenvoll auf die Lage in China. Dieser gesenkten Wachstumsprognose schließt sich auch die Weltbank an, die ihrerseits die Erwartung von 3,3% auf nunmehr 2,9% reduzierte. Aus diesen Gründen und den anhaltenden Sanktionen gegen Russland wird es für FRIATEC eine Herausforderung sein, das gesetzte Umsatzwachstum von knapp über 10% im Export zu erreichen. Sollte dies gelingen, dürfte es auch möglich sein, das EBIT auf einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz des Umsatzes zu erhöhen. Das hochmoderne neue Logistikzentrum für die Technischen Kunststoffe, ein wieder ungestörter Produktionsablauf in Wiesbaden, interessant wachsende Märkte wie Australien und Iran werden wichtige Unterstützungen sein, um aus 2016 ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr für FRIATEC werden zu lassen. FRIATEC fühlt sich in seiner Geschäftspolitik, mit verschiedenen Produktsortimenten verschiedene Märkte und Marktsegmente zu bedienen, bestätigt. Ist in einem Bereich mit negativen wirtschaftlichen Bedingungen zu rechnen, leidet nie das ganze Unternehmen darunter, da dies durch unsere strategische Diversifizierung bisher stets ausgeglichen werden konnte. Sollte sich die weltweite Konjunktur nicht wesentlich verschlechtern, sehen wir keine Probleme, unsere sehr solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu stabilisieren. Wesentliche positive oder negative Einflussfaktoren sind nicht zu erkennen. Es ist derzeit vorgesehen, das Geschäftsfeld Pumpen nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes in 2016 abzuspalten. Sollte sich dies realisieren, werden sich wesentliche Änderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Auch die im Prognosebericht erläuterten Planziele müssten dann komplett überarbeitet werden. 9. Angaben gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung über die zu berichten wäre, sind nach Beendigung des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 10. Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB Der Aufsichtsrat der FRIATEC Aktiengesellschaft hat wie folgt beschlossen: Die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand werden auf 0% (null Prozent) festgelegt. Beide Festlegungen sind bis zum 30.06.2017 befristet. 11. Angaben gemäß § 76 Abs. 4 AktG Der Vorstand der FRIATEC Aktiengesellschaft hat die Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands auf 0 % (null Prozent) festgelegt. Diese Festlegung ist bis zum 30.06.2017 befristet.
Mannheim, 31. März 2016 Der Vorstand gez. Klaus Wolf Bilanz zum 31.12.2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2015
Entwicklung des Anlagevermögens 2015
Anhang zum 31.12.2015A. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss der FRIATEC Aktiengesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die nach den gesetzlichen Vorschriften notwendigen Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang dargestellt. B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr unverändert beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben Einzelkosten für Material und Lohn anteilige Gemeinkosten einbezogen. Sachanlagen werden, soweit zulässig, linear abgeschrieben. Auf Zugänge im Geschäftsjahr wird der jährliche Abschreibungsbetrag um jeweils ein Zwölftel für jeden vollen Monat verringert, der dem Monat der Anschaffung oder Herstellung vorangeht. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert. Abnutzbare, bewegliche und selbstständig nutz- und bewertbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00 ("geringwertige Anlagegüter") werden innerhalb eines jahresbezogenen Sammelpostens, dem sog. "Pool", geführt und unabhängig vom Zeitpunkt des Zugangs oder eines Abgangs über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Der Abgang erfolgt am Ende des Geschäftsjahres, in dem der Sammelposten vollständig abgeschrieben ist. Zwischenzeitliche Veräußerungen, Entnahmen oder Wertminderungen sind unbeachtlich. Zugänge an Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Bei Sachanlagen liegen die wirtschaftlichen Nutzungsdauern bei Gebäuden zwischen 10 und 50 Jahren und bei den übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 21 Jahren. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf einen niedri-geren beizulegenden Wert waren bislang nicht vorzunehmen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen beziehungsweise beizulegenden Werten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten, fertige und unfertige Erzeugnisse mit den Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne sowie angemessene, um Leerkosten bereinigte, Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert. Als niedrigerer Marktpreis werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den Handelswaren die Wiederbeschaffungskosten, als beizulegender Wert bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet. Außerdem werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Durch eine Pauschalwertberichtigung wird dem allgemeinen Kreditrisiko Rechnung getragen. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen werden dabei mit den aufgewendeten Prämienzahlungen zuzüglich der garantierten Erträge angesetzt. Der im Jahr 2006 aktivierte Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens gemäß § 37 Abs. 5 KStG n. F. wurde mit dem Barwert unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,0 % angesetzt. Kassenbestände und Bankguthaben werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden mit dem Euro-Referenzkurs zum Stichtag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method nach IAS19) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Es wurde von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Hierbei wurde ein Rechnungszinsfuß von 3,91% (Vj. 4,62%) und erwartete Rentensteigerungen von 1,64% (Vj. 1,64%) sowie erwartete Entgeltsteigerungen von 3,5% (Vj. 3,5%) berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen, mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre der Restlaufzeit entsprechend abgezinst. Die handelsrechtliche Bewertung der Rückstellungen für zukünftige Jubiläumszahlungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method nach IAS19) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Hierbei wurde ein Rechnungszinsfuß von 3,91% (Vj. 4,62%) und erwartete Entgeltsteigerungen von 3,5% (Vj. 3,5%) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In Fremdwährung lautende Posten werden gemäß § 256a HGB bewertet. Bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften wird das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB nicht in Anspruch genommen, d.h. die Sicherungs- und Grundgeschäfte werden nicht zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen wird ein negatives Bewertungsergebnis erfolgswirksam erfasst. Im Gegensatz hierzu bleiben positive Bewertungsergebnisse unberücksichtigt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz per 31.12.2015
Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgte mit dem Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit Tsd.EUR 27.492 (Vj. Tsd.EUR 33.321) Forderungen aus dem Cash-Pooling jeweils abzüglich Ergebnisabführungsverpflichtung gegen die GPS Holding Germany GmbH, Mannheim. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, geleistete Anzahlungen auf Umlaufvermögen und den aktivierten Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens. 3. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 48.000.000 und setzt sich aus 16.000.000 Stückaktien zusammen. Jede Aktie hat eine Stimme. 4. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 60.000.000. 5. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betragen unverändert Tsd.EUR 2.234 und setzen sich zusammen aus den Gesetzlichen Rücklagen Tsd.EUR 2.125 und anderen Gewinnrücklagen Tsd.EUR 109. 6. Rückstellungen 6.1 Rückstellungen für Pensionen Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen - wie im Vorjahr - keine nicht bilanzierten Pensionsverpflichtungen. Mit der Pensionsrückstellung in Höhe des Erfüllungsbetrages von Tsd.EUR 11.937 (Vj. Tsd.EUR 11.407) sind gem. § 246 Abs. 2 HGB Vermögensgegenstände in Höhe des Zeitwertes von Tsd.EUR 3.630 (Vj. Tsd.EUR 3.798) verrechnet. Der Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und beinhaltet die aufgewendete Prämienzahlung abzüglich geleisteter Rentenzahlungen. Sämtliche Überschüsse aus der Rückdeckungsversicherung werden in Form von zusätzlichen Prämien gutgeschrieben und werden ebenfalls aktiviert. Im Finanzergebnis sind Erträge in Höhe von Tsd.EUR 164 (Vj. Tsd.EUR 169) mit Aufwendungen in Höhe von Tsd.EUR 1.361 (Vj. Tsd.EUR 525) verrechnet. 6.2 Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Umsatzboni, bestehende Garantieverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. 7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlich-keiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 8. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden, wie im Vorjahr, überwiegend in der Division Aliaxis Utilities & Industry des Aliaxis-Konzerns erwirtschaftet. 9. Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Vorperioden setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und der Auflösung von Rückstellungen (Vj. überwiegend Rückstellungsauflösungen) zusammen. 10. Personalaufwand und Mitarbeiter In der Position Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind für Altersversorgung Tsd.EUR 559 (Vj. Tsd.EUR 1.083) enthalten. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter:
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Reparaturkosten, Sondereinzelkosten des Vertriebs, Miet- und Leasingkosten, Rechts- und Beratungs-kosten sowie Messe- und Werbekosten. 12. Finanzergebnis
13. Steuern
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist Aufwand aus Ertragsteuern in den USA und Ertrag aus der Auflösung des Körperschaftsteuerguthabens enthalten. 14. Ergebnisabführung Mit der GPS Holding Germany GmbH, Mannheim, wurde am 19.01.1999 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung vom 01.03.1999 zugestimmt hat. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 12.03.1999. Außerdem besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft zur GPS Holding Germany GmbH, Mannheim. E. SONSTIGE ANGABENAngaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB: Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die kommenden Geschäftsjahre in Höhe von rund Tsd.EUR 12.646 (Vj. Tsd.EUR 2.806). Auf das Geschäftsjahr 2016 entfallen hiervon Tsd.EUR 1.229. Von den gesamten finanziellen Verpflichtungen entfallen Tsd.EUR 10.848 auf Leasingvereinbarungen bezüglich Energieerzeugungsanlagen, die die FRIATEC AG mit Strom und Wärme versorgen. Der überwiegende Betrag entfällt auf ein Brennstoffzellenkraftwerk, das fast 50% der benötigten elektrischen Energie erzeugt und die CO 2-Emissionen um etwa 3.000 Tonnen jährlich reduziert. Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB: Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die nach § 285 Nr. 9a HGB verlangten Angaben zur Höhe der Gesamtbezüge des Vorstands. Im Falle der Bekanntgabe würde sich dessen wirtschaftlicher Status von jedermann feststellen lassen. Für das Geschäftsjahr 2015 beträgt die Vergütung an den Aufsichtsrat wie im Vorjahr Tsd.EUR 30. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäfts-jahr auf Tsd.EUR 638 (Vj. Tsd.EUR 624), die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betragen Tsd.EUR 7.355 (Vj. Tsd.EUR 7.137). Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB Die Aliaxis S.A., Brüssel / Belgien ist Konzernobergesellschaft, sie erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft bezieht unseren Jahresabschluss sowie den unserer Tochtergesellschaft mit ein und befreit uns somit gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen. Die übersetzte Fassung des Konzernabschlusses in deutscher Sprache wird beim Bundesanzeiger eingereicht und ist danach unter www.unternehmensregister.de abrufbar. Der Konzernabschluss der Aliaxis S.A wird unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften IAS/IFRS, wie sie von der Europäischen Union übernommen wurden, erstellt. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers entfällt, da diese Angabe bereits im Konzernabschluss der Aliaxis S.A., Brüssel enthalten ist. Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB Als derivative Finanzinstrumente werden Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit dem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegt die allgemein anerkannte Diskontierungsmethode für unbedingte Geschäfte auf Basis aktueller Marktdaten (abgeleitet entweder vom Mid Market-Preis oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte) zugrunde. Der Marktwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Negative Marktwerte stehen für Verluste. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Die Aliaxis S.A., Brüssel / Belgien, teilte uns am 18. Juni 2003 mit, dass sie indirekt 99,12 Prozent der Stimmrechte an der FRIATEC AG hält. Am 13. Oktober 2005 wurde die am 23. Juni 2003 auf der Hauptversammlung beschlossene "Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die GPS Holding Germany GmbH gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung" rechtskräftig in das Handelsregister in Mannheim eingetragen. Damit hält die Aliaxis S.A., Brüssel / Belgien indirekt 100 Prozent der Stimmrechte an der FRIATEC AG. F. ORGANE DER GESELLSCHAFT AUFSICHTSRAT Hugo K. Flühr, Vorsitzender ehemals Vorstand der FRIATEC AG Corrado Mazzacano,stellvertretender Vorsitzender Division Director Aliaxis Utilities & Industry der Aliaxis S.A., Brüssel/Belgien Wolfgang Sieber (bis 25.08.2015) Betriebsratsvorsitzender Berthold Thron (ab 25.08.2015) stellvertretender Betriebsratsvorsitzender VORSTAND Klaus Wolf
Mannheim, 31. März 2016 Der Vorstand Klaus Wolf Bestätigungsvermerk zum 31.12.2015Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:"Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FRIATEC Aktiengesellschaft, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIATEC Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Mannheim, den 25. April 2016 KPMG
AG
Kern, Wirtschaftsprüfer Heublein, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2015Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Geschäftsjahr die Geschäftsführung der Gesellschaft gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand der FRIATEC Aktiengesellschaft hat den Aufsichtsrat durch mündliche und schriftliche Berichterstattung regelmäßig über die Geschäftspolitik, den Geschäftsverlauf in den Unternehmensbereichen, die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaft in den USA sowie die Rentabilität und Liquidität der Gesellschaft informiert. Auch außerhalb der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat regelmäßig über bedeutende Vorgänge sowie über die aktuelle wirtschaftliche Situation informiert. Im Jahr 2015 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im Juni 2015 dem Ersuchen des Vorstands, das Geschäftsfeld Pumpen in eine neugegründete Gesellschaft gemäß Umwandlungsgesetz abzuspalten, zugestimmt. Die Abspaltung ist für das Geschäftsjahr 2016 vorgesehen. In der Hauptversammlung im August wurde turnusgemäß der Aufsichtsrat neu gewählt. In seiner Sitzung am 25. August wählte der Aufsichtsrat Herrn Hugo Flühr zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn Corrado Mazzacano zu seinem Stellvertreter. Der Aufsichtsrat ist bis zur Beendigung der Hauptversammlung die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 beschließt gewählt. In den beiden Aufsichtsratssitzungen im Juli und Dezember wurden die grundsätzliche Geschäftspolitik, die strategische Ausrichtung, deren Chancen und Risiken sowie Vorgänge von besonderer Bedeutung eingehend mit dem Vorstand erörtert. Schwerpunkte waren die weitere strategische Planung, die erzielten Erfolge der umgesetzten Sparmaßnahmen und deren Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Des Weiteren wurde dem Aufsichtsrat über die Großinvestitionen Neubau Hochregallager in Mannheim und Neubau Pumpenprüfstand in Wiesbaden sowie über die Einführung eines neuen Softwareprogrammes berichtet. In der Dezembersitzung wurde der Aufsichtsrat auch über die Unternehmensplanung 2016 informiert. Zur besseren Beurteilung einzelner Tagesordnungspunkte wurden verantwortliche Mitarbeiter zur Berichterstattung hinzugezogen. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein Risikomanagement eingerichtet hat. Zustimmungen des Aufsichtsrats zu Maßnahmen der Geschäftsführung wurden, soweit nach Gesetz und Satzung vorgeschrieben, erteilt. Da der Aufsichtsrat gemäß Satzung aus drei Mitgliedern besteht, erübrigt sich die Einrichtung von Ausschüssen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft nebst Lagebericht ist unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bericht des Prüfers wurde jedem Mitglied des Aufsichtsrats unverzüglich nach Fertigstellung zugeleitet. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 11. Mai 2016 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat seinerseits hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der FRIATEC Aktiengesellschaft geprüft. Das Ergebnis der Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung; Einwendungen wurden nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der FRIATEC Aktiengesellschaft in der Bilanzsitzung am 11. Mai 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der FRIATEC Aktiengesellschaft ist damit festgestellt.
Mannheim, den 11. Mai 2016 Der Aufsichtsrat Feststellung des Jahresabschlusses für das GJ 2015Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der FRIATEC Aktiengesellschaft in der Bilanzsitzung am 11. Mai 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der FRIATEC Aktiengesellschaft ist damit festgestellt. |
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