Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 351158
Vorher
Schweickert Netzwerktechnik GmbH
Eingetragen
12.3.1992
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Beratung, Planung, Realisierung und Betreuung informationstechnischer Infrastruktur jeglicher Art sowie von Elektround elektrotechnischen Anlagen aller Art auf dem Gebiet der Starkstrom-, Schwachstrom- sowie Gebäudetechnik. Des Weiteren die dazugehörigen Serviceleistungen, der Handel mit entsprechenden Geräten aller Art und deren Wartung und Reparatur, die Verwaltung von eigenem und fremdem Vermögen sowie die Durchführung aller damit mittelbar oder unmittelbar im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

RS Holding GmbH
Germany
26.100 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schweickert GmbH (vormals: Schweickert Netzwerktechnik GmbH)

Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Anhang des Jahresabschlusses auf den 31.12.2021

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem Handelsgesetzbuch. Bei der Gliederung des Jahresabschlusses wurden die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB beachtet. Soweit es nach Gegebenheit der Gesellschaft erforderlich erschien, wurden weitergehende Aufgliederungen vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Abschreibungssätzen vorgenommen. Es wurde die lineare Methode angewandt. Bewegliche Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 800,00 nicht übersteigen, wurden im Jahr ihrer Anschaffung bzw. Herstellung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Einbezug angemessener Gemeinkostenanteile aktiviert. Erforderliche Abwertungen wurden vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Nominalbetrag aktiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen vermindert um angemessene Wertberichtigungen bilanziert.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag wurden mit Hilfe von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Ein aktiver latenter Steuerüberhang wurde erstmals gemäß § 274 HGB angesetzt und zum kombinierten Ertragssteuersatz bewertet.

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zins von 2,34 % abgezinst. Dem Ansatz der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die bestehende Rückdeckungsversicherung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der bestehenden Pensionsverpflichtung saldiert. Der Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung).

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen bemessen.

Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag wurden in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gemäß § 256a S. 2 HGB wurden das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip bei der Währungsumrechnung nicht berücksichtigt, sofern die umgerechneten Posten eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger haben.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Allgemeines

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Seit dem 01.01.2021 wird der Geschäftsbetrieb der Schweickert Elektrotechnik GmbH, Walldorf, an die Gesellschaft verpachtet. Insofern sind die Vorjahreszahlen mit den Zahlen des Geschäftsjahres nicht vergleichbar.

In diesem Zusammenhang wurden Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe von T€ 19,2, unfertige Leistungen vermindert um die erhaltenen Anzahlungen von € 2,9 Mio. und Personalrückstellungen von T€ 242,2 übernommen. Die Schweickert Elektrotechnik GmbH, Walldorf, hatte in 2020 ein Rohergebnis von € 8,2 Mio. erzielt bei einem Personalaufwand von € 5,6 Mio. und einem Jahresfehlbetrag von T€ - 59,1.

II. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2021

1. Anlagevermögen

Wir verweisen auf den beigefügten Anlagenspiegel.

Liste der Beteiligungen

Anteil Nennkapital Eigenkapital zum 31.12.2021 Jahresüberschuss 01.01. - 31.12.2021
%
HS Network Technologies Inc., Palo Alto/USA 100 USD 100,00 318.034,57 32.082,72
Schweickert Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 SGD 100.000,00 115.323,33 42.530,77
Schweickert Dalian Network Technologies Co. Ltd., Dalian/China 100 CNY 430.515,00 96.814,74 6.059,42
Schweickert India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 100 INR 4.806.050,00 211.995,88 1 11.328,31 1
Schweickert Romania S.R.L, Bukarest/Rumänien 100 RON 68.000,00 247.997,98 28.700,54

1 Abweichendes Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis 31.03.2021

Folgende Stichtagskurse sind bei der Umrechnung des Nennkapitals zu verwenden:

1,1326 USD / EUR
1,5279 SGD / EUR
7,1947 CNY / EUR
84,2292 INR / EUR
4,9490 RON / EUR

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es wurde eine 1%ige Pauschalwertberichtigung gebildet. Die pauschale Reduzierung des Forderungsbestands soll die durchschnittlichen Skontoabzüge bei Zahlungseingang, Zinsverluste und Einzugskosten überfälliger Forderungen sowie noch nicht erfasste Ausfallrisiken berücksichtigen. Einzelwertberichtigungen wurden in angemessener Höhe gebildet.

Forderungsspiegel 31.12.2021

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Gesamtbetrag
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.497.305,90 0,00 4.497.305,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 527.746,65 0,00 527.746,65
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Vermögensgegenstände 120.015,68 0,00 120.015,68
5.145.068,23 0,00 5.145.068,23

Forderungsspiegel 31.12.2020

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Gesamtbetrag
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.879.831,46 0,00 3.879.831,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 387.890,08 0,00 387.890,08
4. Forderungen gegen Gesellschafter 2.541.526,23 0,00 2.541.526,23
5. sonstige Vermögensgegenstände 87.236,87 0,00 87.236,87
6.896.484,64 0,00 6.896.484,64

3. Vorräte

In den Vorräten sind T€ 1.543,5 enthalten für Vermögensgegenstände, die vorrausichtlich finanziert bzw. geleast werden (sale and lease back).

4. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Es handelt sich um Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene(n) Unternehmen.

5. Aktive latente Steuern

Bilanzposten bzw. Verlustvorträge Handelsbilanz Steuerbilanz Unterschied bzw. Verlustvortrag Steuersatz aktive (+) und passive (-) latente Steuern
%
sonstige Vermögensgegenstände 120.015,68 273.514,68 + 153.499,00 25,100 + 38.528,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -36.191,00 -80.016,00 - 43.825,00 25,100 -11.000,00
sonstige Rückstellungen -2.213.822,92 - 1.763.755,92 + 450.067,00 25,100 + 112.967,00
-2.129.998,24 - 1.570.257,24 + 559.741,00 25,100 + 140.495,00
körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag + 5.507.314,00 15,825 + 871.532,00
gewerbesteuerlicher Verlustvortrag + 5.491.430,00 9,275 + 509.330,00
+ 1.521.357,00

Bei der Bewertung kamen folgende Steuersätze zur Anwendung:

Gewerbesteuer 9,275 %
Körperschaftsteuer 15,000 %
Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer 5,500 %

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 HGB wurde erstmals ausgeübt, um unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage zu vermitteln. Insoweit ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Bei Nichtausübung des Wahlrechts wäre die Bilanzposition "Aktive latente Steuern" und die Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" in der Gewinn- und Verlustrechnung kleiner gewesen um jeweils € 1.521.357,00

6. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 06.12.2022 wurde das Stammkapital erhöht. In diesem Zusammenhang wurde die Leistung eines Sachagios zugunsten der Kapitalrücklage vereinbart. Die Kapitalerhöhung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 23.02.2022 wirksam. Der Sonderposten setzt sich wie folgt zusammen:

Stammkapitalerhöhung € 100,00
Sachagio € 26.000,00
€ 26.100,00

7. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückdeckungsversicherungen entwickelten sich wie folgt:

Stand 01.01.2021 € 149.576,76
Erhöhung Aktivwert € 3.922,24
Stand 31.12.2021 € 153.499,00

Die handelsrechtliche Pensionsrückstellung entwickelte sich wie folgt:

Stand 01.01.2021 € 168.340,00
Personalaufwand € 17.404,00
Zinsaufwand € 3.946,00
Stand 31.12.2021 € 189.690,00

Die Berechnung der handelsrechtlichen Pensionsrückstellung ist durch das versicherungsmathematische Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart, vom 24.02.2022 belegt. Die Verrechnung des Deckungsvermögens mit der Pensionsverpflichtung richtet sich nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Bei der Ermittlung der handelsrechtlichen Pensionsrückstellung kamen folgende Parameter zum Ansatz:

Rechnungszins 2,34 %
Rententrend 0,00 %
Sterbetafeln Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"
Bewertungsverfahren PUC - Projected Unit Credit Method

Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:

Pensionsverpflichtung € 189.690,00
abzüglich Rückdeckungsversicherung € - 153.499,00
Pensionsrückstellung € 36.191,00

Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (€ 153.499,00) entspricht den Anschaffungskosten.

8. Sonstige Rückstellungen

Der Posten "sonstige Rückstellungen" beinhaltet im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen (T€ 71,8), Urlaubsrückstellungen (T€ 442,6), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 167,1), Rückstellungen für Berufsgenossenschaft (T€ 131,3), Rückstellungen für Personalkosten (T€ 1.069,0) und Rückstellungen für Aufbewahrung (T€ 87,2). Der Rest setzt sich aus diversen anderen Rückstellungen zusammen.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und sind ungesichert.

10. Haftungsverhältnisse

Es besteht gemeinsam mit verbundenen Unternehmen eine selbstschuldnerische Bürgschaft für eine Darlehensverbindlichkeit zugunsten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von € 15.039.800,00.

Wir halten die Inanspruchnahme aufgrund der Verhältnisse am Abschlussstichtag für nicht wahrscheinlich, da gemäß den Planungen des Hauptschuldners ausreichende finanzielle Mittel zur fristgerechten Erfüllung der Verbindlichkeiten zur Verfügung stehen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2021

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB.

1. Umsatzerlöse. Bestandsveränderungen und Materialaufwand

In den Umsatzerlösen sind T€ 1.931,4 an Vermögensgegenständen enthalten, welche verkauft wurden und zurück geleast werden.

In den Bestandsveränderungen sind T€ 768,1 für bereits bezogene Leistungen für Vermögensgegenstände enthalten, welche nach Fertigstellung verkauft und zurückgeleast werden. Der Materialaufwand ist um die o. g. Effekte T€ 2.699,5 erhöht.

2. Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von € 488,79
(Vorjahr € 13.926,32)
und periodenfremde Erträge in Höhe von € 7.442,25
(Vorjahr € 135.877,03)

enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von € 20.054,23
(Vorjahr € 35.182,22)

enthalten.

3. Abschreibungen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagensind außerplanmäßige Abschreibungen enthalten in Höhe von € 0,00
(Vorjahr € 48.607,54)

4. Zinsen und ähnliche Erträge / ähnliche Aufwendungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine Erträge aus Abzinsungen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (Vorjahr Erträge) sind laufende Erträge aus Deckungsvermögen sowie Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen wie folgt saldiert enthalten:

Vorjahr
laufende Erträge aus Deckungsvermögen € 3.922,24 € 3.986,66
Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen € - 3.946,00 € - 3.849,00
€ - 23,76 € 137,66

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Verwahrungsentgelte in Höhe von € 1.421,09 (Vorjahr € 1,233,80) enthalten.

C. Sonstiges

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden zukünftige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von für einen Zeitraum von 15 Jahren: € 19.930.311,64
davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 17.628.000,00

2. Arbeitnehmerzahlen

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Jahr durchschnittlich

Angestellte 262
Auszubildende 21
283

Von den Angestellten waren 34 als Teilzeitkräfte beschäftigt.

3. Rechtliche Verhältnisse

Die "Schweickert GmbH" ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nr. HRB 351158 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist Walldorf.

Das Geschäftsjahr stimmt mit dem Kalenderjahr überein.

4. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. v. § 268 Abs. 8 HGB beträgt und entfällt vollständig auf aktive latente Steuern. € 1.521.357,00

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz besagter Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von € 21.447,00 ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

5. Geschäftsführung und Vertretung

Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr

 

Herr Dipl.-Ing. (FH) Ralf Schweickert,

CEO, Altlußheim

 

Herr Dipl.-Kfm. Thomas Jung (bis 28.12.2021)

COO, Heidelberg

 

Herr Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr

CSO und COO, Wiesloch

bestellt.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Befreiungen sind in das Handelsregister eingetragen.

Die Bezüge der Geschäftsführung entsprechen den vertraglichen Vereinbarungen. Auf die Angabe der Bezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Walldorf, 20.06.2022

Ralf Schweickert, Geschäftsführer

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 271.674,32 120.765,00 30.203,45 0,00 362.235,87
271.674,32 120.765,00 30.203,45 0,00 362.235,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.406.023,36 540.087,17 1.387.915,75 78.274,11 636.468,89
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129.411,65 777.238,74 846.062,38 0,00 1.060.588,01
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.111,26 55.162,85 0,00 -78.274,11 0,00
2.558.546,27 1.372.488,76 2.233.978,13 0,00 1.697.056,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 26.000,00 0,00 1,00 26.001,00
2. Beteiligungen 1,00 0,00 0,00 -1,00 0,00
1,00 26.000,00 0,00 0,00 26.001,00
2.830.221,59 1.519.253,76 2.264.181,58 0,00 2.085.293,77
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugang Abgang Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 241.499,25 39.084,66 30.172,45 250.411,46
241.499,25 39.084,66 30.172,45 250.411,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.376.526,71 91.187,45 1.379.414,38 88.299,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.784,03 336.823,25 502.950,39 636.656,89
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.179.310,74 428.010,70 1.882.364,77 724.956,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.420.809,99 467.095,36 1.912.537,22 975.368,13
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.824,41 30.175,07
111.824,41 30.175,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 548.169,11 29.496,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 423.931,12 326.627,62
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 23.111,26
972.100,23 379.235,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.001,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 1,00
26.001,00 1,00
1.109.925,64 409.411,60

Der vorstehende unter Inanspruchnahme der Erleichterungen des § 327 HGB aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht ist zur Offenlegung bestimmt. Den ohne Inanspruchnahme dieser Erleichterungen aufgestellten vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schweickert GmbH, Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schweickert GmbH, Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schweickert GmbH, Walldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 20. Juni 2022

Dr. Möller Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. J. Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. M. Schaumann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2021

der Schweickert GmbH, Walldorf

Aktiva

31.12.2021 2020
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 111.824,41 30,2
II. Sachanlagen 972.100,23 379,2
III. Finanzanlagen 26.001,00 0,0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.030.352,30 2.369,0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.145.068,23 6.896,5
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.303.334,04 5.800,0
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.942.039,21 3.885,1
D. Aktive latente Steuern 1.521.357,00 0,0
Summe Aktiva 19.052.076,42 19.360,0

Passiva

31.12.2021 2020
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26,0
II. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 26.100,00
III. Gewinnvortrag 12.104.956,62 12.292,3
IV. Jahresfehlbetrag -4.450.856,71 -187,3
B. Rückstellungen 2.258.217,92 933,5
C. Verbindlichkeiten 6.657.357,25 4.334,5
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.430.301,34 1.961,0
Summe Passiva 19.052.076,42 19.360,0

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2021

der Schweickert GmbH, Walldorf

2021 2020
T€
1. Rohergebnis 19.249.768,06 13.830,8
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.408.741,79 -8.660,8
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -2.938.319,39 -18.347.061,18 -1.553,7
- davon für Altersversorgung : € 28.409,65 (2020: T€ 23,2)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -467.095,36 -687,0
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.430.486,07 -3.163,7
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.299,71 29,5
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.617,77 -1,3
-5.941.192,61 -206,2
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.510.861,55 32,0
- davon aus latenten Steuern: € 1.521.367,00 (2020: € 0,00)
9. Ergebnis nach Steuern -4.430.331,06 -174,2
10. sonstige Steuern -20.525,65 -13,1
11. Jahresfehlbetrag -4.450.856,71 -187,3

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Schweickert GmbH bietet smarte Lösungen für technische Infrastrukturen - von Strom bis IT. Für unsere Kunden - vom regionalen Mittelständler bis zum Weltkonzern - machen wir als langfristiger Partner den digitalen Wandel beherrsch- und steuerbar. Wir haben die Technologien und das Know-how, die Weitsicht und die Neugier, die es zur Entwicklung innovativer Lösungen und Dienstleistungen braucht.

Unsere drei Hauptgeschäftsfelder sind Elektrotechnik, Gebäudeautomation und IT. Wir denken die technische Infrastruktur ganzheitlich und zukunftsfähig. Unsere Kunden begleiten wir als umfassender Dienstleister komplett von der Planung über die Installation bis zum Betrieb.

Schweickert ist ein unabhängiges, inhabergeführtes Familienunternehmen mit der Verlässlichkeit, Qualität und Kundennähe badischer Handwerkstradition. Zugleich sind wir auf der ganzen Welt zu Hause und treiben als Impulsgeber mit rund 400 Mitarbeitern an acht Standorten die Synergien von Strom bis IT voran. Unser Serviceangebot ist global, rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr verfügbar.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Das Baugewerbe konnte sich in der Pandemie behaupten und seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die Zinsen verharren weiterhin auf historisch niedrigem Stand. Banken bezahlen Strafzinsen für hinterlegtes Geld bei der EZB. Die Negativzinsen sind am Kapitalmarkt nun seit Jahren präsent. Insgesamt bleibt die Marktlage trotz aller widrigen Umstände weiter positiv und der Aufwärtstrend setzt sich fort. Das Elektrohandwerk beschäftigt mehr als 510.000 Mitarbeiter. Aus der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage haben 90 Prozent die zukünftige Geschäftslage als positiv bestätigt. Während zuletzt nur 8 % der Firmen über unzureichende Aufträge berichteten, belasten Materialknappheiten und Fachkräftemangel 88 % bzw. 41 % der Branchenunternehmen.

Im laufenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2021 um 3,6 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 184,9 Milliarden Euro erreichen. In der Informationstechnik wird für 2022 ein Umsatz von 108,6 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2021 ein Wachstum um 5,9 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,0 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 43,0 Milliarden Euro auch 2022 (+3,9 Prozent) noch vor der IT-Hardware den größten Anteil des IT-Markts ab. Die Ausgaben für IT-Hardware steigen im laufenden Jahr um 5,7 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro.

Unsere Geschäftsfelder umfassen Elektrotechnik, Gebäudetechnik und IT-Infrastruktur. Als zuverlässiger Partner beraten wir unsere Kunden umfangreich zu maßgeschneiderten Lösungen. Von Elektroarbeiten, über Gebäudetechnik bis hin zu IT-Infrastrukturen begleiten wir Projekte von der Planung bis zur Fertigstellung. Schweickert unterstützt Kund:innen im Betrieb der IT-Infrastruktur, nach Bedarf als Managed oder Full-Managed Service.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Durch die Übernahme des Geschäftsbetriebes der Schweickert Elektrotechnik GmbH zum 01.01.2021 erhöhte sich die Gesamtleistung im Wirtschaftsjahr 2021 von 26.227,2 T EUR auf 40.468,9 T EUR. Die Materialeinsatzquote inklusive der Aufwendungen für bezogene Leistungen lag mit 53,8 %, bezogen auf die Gesamtleistung, über dem Vorjahr von 49,0 %. Allerdings sind im Materialaufwand Aufwendungen für Vermögensgegenstände enthalten, welche künftig verkauft und zurück geleast werden. Die Personalkostenquote lag mit 45,3 % über dem Vorjahr von 38,9 %. Bedingt durch den Umsatzeinbruch, der teilweise durch die Corona-Pandemie immer noch verschuldet ist, verhältnismäßig höhere Personalkosten, stetig steigende Materialaufwendungen und massive Lieferengpässe im IT-Umfeld wurde ein Jahresfehlbetrag im Jahr 2021 von 4.450,9 T Euro gegenüber einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von 187,3 T Euro erwirtschaftet. Ein Vergleich zum Vorjahr ist durch die Übernahme des Geschäfts der Schweickert Elektrotechnik GmbH nur bedingt möglich.

Aufgrund des Anstiegs der Forderungen, Übernahme der Vorräte, Reduzierung der aktiven Rechnungsabgrenzung und Reduzierung der liquiden Mittel verringerte sich bei einer Zunahme der aktiven latenten Steuern die Bilanzsumme auf 19.052,1 T Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 62,7 auf 40,4 %. Im mittelständischen Vergleich liegt diese über dem Durchschnitt.

Gegenüber Banken bestanden zum Abschlussstichtag keine Verbindlichkeiten, die Liquidität belief sich auf 1.303,3 T Euro. Die Fähigkeit, fällige Verbindlichkeiten jederzeit zu erfüllen, steht in Anbetracht unserer Liquidität, der Linien bei Banken und im Verbundbereich sowie der hohen Außenstände nicht in Frage.

3. Personallage

Unser Unternehmen wird vom geschäftsführenden Gesellschafter und einem weiteren Geschäftsführer verantwortlich geleitet. Wir können auf einen langjährigen und bewährten Mitarbeiterstamm zurückgreifen. Das Knowhow der Mitarbeiter ist ein entscheidendes Element für die hohe Qualität der Dienstleistungen. Wir achten auf regelmäßige Weiterbildung unserer Mitarbeiter, sei es durch interne Weiterbildungsmaßnahmen oder auch externe Schulungen. Eine effektive Mitarbeiterführung ist aufgrund der durchschnittlichen Gesamtzahl von 262 fest Angestellten und 21 Auszubildenden zum 31.12.2021 jederzeit gewährleistet. Unseren Mitarbeitern gilt ein herzliches Dankeschön für ihren im abgelaufenen Jahr gezeigten Einsatz.

4. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)

a) Prognosebericht

Die Neuausrichtung der Schweickert GmbH wurde wie geplant zum 01.01.2021 erfolgreich abgeschlossen. Der Geschäftsbetrieb der Schweickert Elektrotechnik GmbH wurde in die Schweickert GmbH überführt. Gleichzeitig sind räumlich alle Kolleg:innen in der neuen Firmenzentrale unter einem Dach vereint. Von dort aus stehen wir mit all unseren Dienstleistungen "Von Strom bis IT" zur Verfügung.

Die Schweickert GmbH richtet sich kontinuierlich an den Marktanforderungen aus und passt Dienstleistungen in den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik und IT-Infrastrukturen an. Großes Potential erkennt das mittelständische Unternehmen in der Vernetzung der Geschäftsfelder und arbeitet in diesen Bereichen an der Erschließung neuer Dienstleistungen und weiterer Vertriebsgebiete. Die im Jahr 2020 begonnenen umfangreichen und strategischen Investitionen in eine neue Digitalisierungssoftware, Marketing und Mietereinbauten, konnten zum Teil nicht wie geplant im Jahr 2021 vollständig abgeschlossen werden. Die Einführung unserer neuen Digitalisierungssoftware wird voraussichtlich erst Mitte 2022 abgeschlossen werden können und wird, wie in 2021, noch Mitarbeiter:innen bzw. Aufwendungen binden. Die Unternehmensleitung plant für das Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit einem besseren Jahresergebnis gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr, unter der Annahme, dass die wirtschaftlichen Belastungen der Corona-Pandemie, die angespannte politische Lage in Europa und die Lieferengpässe sich verbessern. Hierfür spricht der bestehende Nachholbedarf als auch die vorhandene Kaufkraft. Allerdings bleibt eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich unserer Umsatz- und Ergebnisentwicklung, da kaum absehbar ist, wie sich die vorgenannten Belastungen in den nächsten Wochen und Monaten auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa auswirken werden.

Unsere aktuelle Planung geht von einem leicht besseren, negativen Jahresergebnis 2022 aus. Der erwartete negative operative Cashflow wird in 2022 durch die Mittelaufnahme im Rahmen der Finanzierungstätigkeit kompensiert. Zu einer Verbesserung der Ertragslage sollen eine Verstärkung unserer Vertriebsaktivitäten und eine effizientere Gestaltung unserer Prozesse beitragen. Unterstützen wird uns dabei unser neues ERP-System, welches zum 01.06.2022 live gegangen ist. Flankiert werden diese Maßnahmen durch unser intensives Kostenmanagement, welche mit dem Geschäftsjahreswechsel 2021 / 2022 begonnen wurden. Hierzu zählten auch personelle Veränderungen im Management. Darüber hinaus haben wir nach Schwachstellenanalysen weitere strukturelle Veränderungen im ersten Halbjahr eingeleitet, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

b) Chancen- und Risikobericht

Die Schweickert GmbH unterliegt wie alle anderen Unternehmen auch den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken. Gewisse Risiken sehen wir im Preis- und Wettbewerbsdruck bei der Vergabe und Verhandlung von Aufträgen und Ausschreibungen, bei Preissteigerungen im Materialbereich sowie bei den aktuellen Lieferengpässen. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach den sich im Produktportfolio der Schweickert GmbH befindenden Services, Elektrotechnik, Gebäudetechnik und IT-Infrastruktur in den nächsten Jahren anhalten wird. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage, gefördert durch die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Softwarelösungen, positiv entwickeln. Aufgrund unseres breit aufgestellten Lösungsangebotes sowie der Ausweitung unserer Vertriebsstrukturen besteht die Möglichkeit, weitere Kunden, auch außerhalb der Region, zu gewinnen.

Als mittelständisches Unternehmen haben wir ein Risikomanagementsystem, das in einem angemessenen Verhältnis zum hieraus erwartenden Nutzen steht. Unser Risikomanagement umfasst neben der Festlegung der Verantwortlichkeiten eine u. E. ausreichende Anzahl interner Kontrollen. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens und Auswertung der betrieblichen Transaktionen führen wir eine moderne Software ein, die stetig weiterentwickelt wird und unseren Ansprüchen vollumfänglich genügt.

Hauptpfeiler und wesentlicher Maßstab der Unternehmenssteuerung ist die langfristige Strategie des Unternehmens, die konsequent auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes abzielt. Unsere Position in den bestehenden und neu hinzugekommenen Geschäftsfeldern stärken wir vor allem durch hohe Flexibilität, Professionalität, Innovation und kundenorientierte Lösungen. Um dieses Ziel zu erreichen und die Führungsprozesse zu unterstützen, setzt die Unternehmensleitung unterschiedliche Instrumente ein, die unter anderem die Geschäftsentwicklung bewerten und eine fortlaufende Überprüfung der Strategie in Bezug auf das Erreichen gesetzter Ziele ermöglichen. Im Rahmen von Monats- und Quartalsabschlüssen, die den Führungskräften für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich zur Verfügung gestellt werden, findet nicht nur ein Vergleich der wirtschaftlichen Lage mit der Vergangenheit, sondern zusätzlich mit den Planwerten statt, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und gegebenenfalls angemessen darauf reagieren zu können. Zudem agiert das Risikomanagement proaktiv auf Basis einer profunden Projektertragsanalyse sowie einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung in Zusammenhang mit einem Debitorenmanagement.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit achten wir auf die strenge Einhaltung aller Genehmigungsverfahren für Geschäftsvorfälle. Große Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus der IT-Sicherheit und des Versicherungsschutzes, der regelmäßig jährlich überprüft wird. Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, beispielsweise im Umwelt- und Gesundheitsschutz und der Arbeitssicherheit hat hohe Priorität. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt, um auf Veränderungen des Umfelds, der Risikoprofile und Geschäftschancen agieren zu können.

Auch die Schweickert GmbH, gerade im IT-Umfeld, ist seit Mitte 2021 mit Lieferschwierigkeiten von Produkten konfrontiert. Die weltweiten Lieferengpässe führen zu Preissteigerungen, längeren Lieferzeiten, Planungsschwierigkeiten und sogar Umsatzausfällen. Ein Personalabbau kommt aber nicht in Frage. Weiterhin stellt uns das Problem des Fachkräftemangels vor Herausforderungen. Schweickert stellt sich jedoch diesen Herausforderungen durch angemessene Maßnahmen. Unternehmenserfolg lässt sich primär von der Kompetenz seiner Belegschaft ableiten. Mitarbeiter sind dabei ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Themen wie Aus- und Weiterbildung tragen wesentlich zur Zukunftssicherung bei. Unsere Akademie spiegelt dabei die steigenden Anforderungen an Können, Kompetenz und Know-how der Schweickert Mitarbeiter wider. Um dem bestmöglich gerecht zu werden, ist es das Ziel, passgenaue Lösungen und Services für die Zukunftsgestaltung von Schweickert zu entwickeln und so eine kontinuierliche Kompetenzerweiterung von Fach- und Führungskräften zu ermöglichen. Sie ermöglicht, dass unsere Mitarbeiter bestmöglich betreut, ausgebildet und rekrutiert werden.

Am Absatzmarkt bestehen Risiken in der Form, dass einzelne Kunden in monetärer Hinsicht ausfallen. Diesem Risiko begegnen wir durch eine Bonitätsprüfung der Kunden. Die Schweickert GmbH ist im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit keinen besonderen Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Unsere Fakturierung erfolgt überwiegend in Euro. Währungsschwankungen werden durch entsprechende Vertragsklauseln bereits im Voraus berücksichtigt. Für ersichtliche Risiken ist ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Darüberhinausgehende interne und externe Risiken der zukünftigen Entwicklung mit bestandsgefährdendem Charakter haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements nicht festgestellt.

Um den stetig wachsenden eigenen Anforderungen wie auch denen des Gesetzgebers und den Ansprüchen der Geschäftspartner nachzukommen, haben wir seit einigen Jahren einen Code of Conduct implementiert, eine Kompetenzrichtlinie entwickelt und erstellen einen Nachhaltigkeitsbericht.

 

Walldorf, 20.06.2022

Ralf Schweickert, Geschäftsführer

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer

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