ithinx GmbH
39mHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Damaris Meyer seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Olaf Kühl seit 25.6.2025 | Prokura |
Klaus Löckel seit 9.5.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Weber seit 21.12.2017 | Prokura |
Wolfgang Kramer seit 29.6.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Mario LehnertSiemens Beteiligungen Europa GmbH+4 | 25.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München | 51.75% |
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München | 23.25% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siemens Industry Software GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020Bilanz zum 30. September 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Siemens Industry Software GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 84564 eingetragen. Der Jahresabschluss der Siemens Industry Software GmbH ("SISW GmbH") wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Euro. Das Geschäftsjahr 2020 umfasst die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020; das Geschäftsjahr 2019 entsprechend die Zeit vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurden die Mitzugehörigkeitsvermerke und sonstige davon Vermerke zu Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen. Die SISW GmbH erwirtschaftet Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Software-Lösungen sowie Dienstleistungen für den Bereich Digital Industries Software sowie zu einem kleinen Teil weiterer Bereiche der Digital Industries. Dies umfasst die Planung, Entwicklung und Fertigung sowie die Unterstützung bei der Prozessoptimierung. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und - sofern abnutzbar - planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von zehn bis 15 Jahren abgeschrieben. Die wesentlichen Treiber für die Geschäfts- oder Firmenwerte sind die dabei übernommenen Kundenbeziehungen, aufgrund derer die Bestimmung der Nutzungsdauern erfolgte. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens -soweit abnutzbar- erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 EUR sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,01 EUR, jedoch nicht mehr als 800,00 EUR betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Die Inanspruchnahme des Wahlrechtes zum Ansatz der Fremdkapitalzinsen erfolgt nicht. Abwertungen werden für Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Überalterung sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von nicht verrechneten Lieferungen und Leistungen im Servicegeschäft ergeben. Für allgemeine Lagerrisiken sowie sonstige technische Risiken nimmt die Gesellschaft Einzelwertberichtigungen auf unfertige Leistungen vor. Alle erkennbaren Risiken bei Waren, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwände für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern: Im Berichts- und Vorjahr werden aufgrund der Stellung als Organgesellschaft im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen, ("Atecs") keine latenten Steuern ausgewiesen. Vermögens-, Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der SISW GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die SISW GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten unter Verwendung der "Siemensspezifischen Richttafeln mit einem Sterblichkeitstrend, der auf den unternehmenseigenen Sterbetafeln ("Siemens Bio 2017 modifiziert 2020", Vj. "Siemens Bio 2017") basiert, mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Die Änderung der Sterbetafeln hatte keinen wesentlichen Effekt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige (für Pensionsverpflichtungen)/7-jährige (für Übergangszahlungen und Sterbegeld, sowie Jubiläumsleistungen) durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,41 %/1,71 % (Vj. 2,82 %/2,05 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuationsrate beträgt je nach Altersklasse zwischen 0 % (Vj. 0 %) und 5,98 % (Vj. 5,98 %). In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der SISW GmbH ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Aufgrund von Plan-/Erfahrungswerten werden regelmäßig Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in USD abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden wie im Vorjahr keine Bewertungseinheiten gebildet. Negative Zinsen aus der Geldanlage im Rahmen des Cash Poolings werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme im Rahmen des Cash Poolings in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1 Umsatzerlöse
2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 66.991 TEUR (Vj. 4.790 TEUR) handelte es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen durch den Transfer von "Intellectual Property", im Folgenden "IP" (55.043 TEUR), Währungsgewinne (5.128 TEUR, Vj. 2.741 TEUR) und um Weiterverrechnungen an andere Siemens-Einheiten (4.287 TEUR, Vj. 931 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 92.909 TEUR (Vj. 90.656 TEUR) und beinhalteten im Wesentlichen Weiterverrechnungen von anderen Siemens- Einheiten in Höhe von (42.052 TEUR, Vj.32.960 TEUR), Fahrzeugkosten (11.307 TEUR, Vj. 11.977 TEUR), Reise- und Seminarkosten (7.952 TEUR, Vj. 11.258 TEUR), übrige Verwaltungs- und Vertriebskosten (7.940 TEUR, Vj. 12.558 TEUR), Miete und Leasing (7.214 TEUR, Vj. 7.334 TEUR), Werbe- und Messekosten (5.277 TEUR, Vj. 5.119 TEUR), Währungsverluste (4.891 TEUR, Vj. 2.897 TEUR) IT-Kosten (2.399 TEUR, Vj. 3.201 TEUR) und Rechts- und Beratungskosten (1.004 TEUR, Vj. 802 TEUR). 3 Finanzergebnis
4 Ertragsteuern Im Geschäftsjahr wurden als periodenfremde Ertragsteueraufwendungen die gezahlten Kapitalertragsteuern und ausländische Quellensteuern in Höhe von 50 TEUR (Vj. 26 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer in Höhe von 0 TEUR (Vj. 6 TEUR) und die Gewerbesteuer in Höhe von 1 TEUR (Vj. 63 TEUR) ausgewiesen. Des Weiteren wurden für die Betriebsprüfung der Jahre 2016-2018 die zu erwartenden Mehrsteuern und Nachzahlungszinsen für das vororganschaftliche Jahr 2016 entsprechende Rückstellungen erfasst. Durch den mit der Atecs abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (Eintragung vom 11. April 2017 auf HRB 84564) besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Atecs. 5 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In der Gewinn- und Verlustrechnung der SISW GmbH waren periodenfremde Erträge enthalten, die im Wesentlichen die Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen durch den IP-Transfer (55.043 TEUR, Vj. 0 TEUR) und der Auflösung von Rückstellungen betreffen (2.242 TEUR, Vj. 845 TEUR). Erläuterungen zur Bilanz 6 Anlagevermögen Es wird hierzu auf den Anlagespiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). 7 Vorräte Einzelwertberichtigungen auf unfertige Leistungen und Waren für allgemeine Lagerrisiken sowie sonstige technische Risiken beliefen sich im Berichtsjahr auf 180 TEUR (Vj. 148 TEUR). Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. 8 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen eine Intercompany-Forderung von 179.416 TEUR (Vj. 65.050 TEUR) gegenüber der Siemens AG, Berlin und München, ("Siemens AG") aus Cash Pooling, sowie Forderungen aus Lizenzgebühren gegen andere Gesellschaften des Siemens Konzerns in Höhe von 4.620 TEUR (Vj. 22.171 TEUR). Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.203 TEUR (Vj. 2.587 TEUR) stellen ebenfalls Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. 9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug zum 30. September 2020 19.609 TEUR (Vj. 18.231 TEUR). Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 HGB betrug zum Stichtag 817 TEUR (Vj. 816 TEUR). Dieser Betrag entspricht den historischen Anschaffungskosten. Die Erträge auf Vermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von 1 TEUR (Vj. 1 TEUR) wurden mit Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.739 TEUR (Vj. 1.935 TEUR) verrechnet. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug 2.390 TEUR (Vj. 2.511 TEUR). Dieser Betrag unterliegt für das Geschäftsjahr 2020 keiner Abführungssperre. 10 Sonstige Rückstellungen In dem Posten Sonstige Rückstellungen (25.358 TEUR, Vj. 34.991 TEUR) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (9.782 TEUR, Vj. 13.814 TEUR), für Kommissionen (7.176 TEUR, Vj. 6.680 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (5.660 TEUR, Vj. 9.074 TEUR) enthalten. 11 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 96.883 TEUR (Vj. 27.438 TEUR) entfielen mit 25.175 TEUR (Vj. 1.690 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus Verrechnungen von Lizenzgebühren. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 68.308 TEUR (Vj. 16.560 TEUR) enthalten, die in voller Höhe aus der Ergebnisabführung resultieren, sowie 3.322 TEUR (Vj. 9.123 TEUR) Umsatzsteuer Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten waren nicht durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert. Sonstige Angaben 12 Personal Im Geschäftsjahr 2020 wurden durchschnittlich 1.958 (Vj. 1.884) Mitarbeiter beschäftigt. Diese Mitarbeiter können folgenden Funktionsbereichen zugeordnet werden:
13 Aktienbasierte Vergütungsprogramme Die Gesellschaft räumt Mitarbeitern und Mitgliedern der Geschäftsführung die Teilnahme an aktienbasierten Vergütungsprogrammen ein. Die Programme werden vorwiegend durch Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten der Siemens AG, die von dieser bezogen werden, und in begrenztem Umfang durch Barausgleich bedient. Die Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme betrugen 1.491 TEUR (Vj. 943 TEUR). 14 Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie weitere Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 15 Außerbilanzielle Geschäfte Leasingverträge:
Immobilienverträge:
16 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Aus Leasing- und Mietverträgen bestanden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 25.524 TEUR (Vj. 28.336 TEUR), davon 25.433 TEUR (Vj. 28.189 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 14.328 TEUR (Vj. 14.041 TEUR) auf das kommende Geschäftsjahr. 17 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß §285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, in den entsprechenden Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG enthalten sind. 18 Vorschlag für die ErgebnisverwendungDas vollständige Ergebnis in Höhe von 68.308.005,56 EUR (Vj.: 16.559.910,77 EUR) wurde zum 30. September 2020 an die Atecs abgeführt. 19 Aufsichtsrat Jürgen Köhler, Vertriebsleiter Digital Industries Deutschland, Bad Ditzenbach (Vorsitzender bis 26. Juni 2020) (bis 30. November 2020) Bernd Haetzel, CFO Digital Industries Software, Frisco, Texas/USA (stellvertretender Vorsitzender) (bis 26. Juni 2020) Timo Nentwich, CFO Digital Industries Software, Dallas, Texas/USA (ab 4. August 2020) Guido Feind, Vertriebsleiter Digital Industries Deutschland, Nürnberg (ab 1. Dezember 2020) Gunnar Zukunft, Vertriebsmitarbeiter, München (Arbeitnehmervertreter) Die Amtszeit aller Mitglieder des bisherigen Aufsichtsrates endete durch die Feststellung des Jahresabschlusses 2019 am 26. Juni 2020. Die Wieder- bzw. Neubestellung der Aufsichtsräte der Anteilseignerseite erfolgte zum 4. August 2020. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der SISW GmbH ist weiterhin Gunnar Zukunft; die Bestellung von Herrn Zukunft erfolgte gerichtlich, da auf Grund der Corona-Pandemie zunächst keine Wahl abgehalten worden ist. Der Aufsichtsrat der SISW GmbH wird in seiner konstituierenden Sitzung im Dezember 2020 den neuen Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden wählen. Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Vergütung seitens der SISW GmbH. 20 Geschäftsführung Urban August, technischer Geschäftsführer, Jesteburg (bis 29. Februar 2020) Erich Bürgel, technischer Geschäftsführer, Wörth am Main (ab 1. März 2020) Alexander Walter, kaufmännischer Geschäftsführer, Kaarst Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB Gebrauch gemacht. 21 Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der SISW GmbH wurde in den Konzernabschluss der Siemens AG einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat. Der Konzernabschluss der Siemens AG wird zum elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht. Der Konzernabschluss der Siemens AG wird in Anwendung des § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. 22 Nachtragsbericht Nach dem Geschäftsjahresabschluss sind keine weiteren Vorgänge oder Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die das im vorliegenden Anhang ermittelte Bild der SISW GmbH beeinflussen.
Köln, den 9. Dezember 2020 Erich Bürgel, Geschäftsführer Alexander Walter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2019/2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20201.) Geschäftsbedingungen Das Geschäftsjahr 2020 der Siemens Industry Software GmbH, Köln, ("SISW GmbH") umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020. Der Vorjahresvergleich des Geschäftsjahres 2019 umfasst die Zeit vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019. Die SISW GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen, ("Atecs") die von der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München, und der Siemens AG, Berlin und München, ("Siemens AG") gehalten wird. Im Geschäftsjahr 2020 fand wie auch im Vorjahr der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen SISW GmbH und Atecs Anwendung. Die Verpflichtung zur Ergebnisabführung in Höhe von 68,3 MEUR ist somit in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten; im Vorjahr lag die Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern bei 16,6 MEUR. Aus dem Verkauf der QMS-IP (Intellectual Property) ergab sich dabei im Geschäftsjahr 2020 ein Gewinn von 54,8 MEUR. Ferner wurde im Geschäftsjahr 2020 die im Mai 2019 im Rahmen eines Asset Deals für das Noise Vibration Harness ("NVH")-Geschäft der Saab Medav Technologies GmbH, Uttenreuth, erworbene IP an die belgische SISW-Gesellschaft verkauft. Im Juli 2020 haben die SISW GmbH und SAP SE ("SAP"), Walldorf, eine Partnerschaft vereinbart. SAP bietet Siemens Teamcenter-Software als Herzstück für Product Lifecycle Collaboration und Produkt-Datenmanagement an. Der Fokus der SISW GmbH liegt im Vertrieb von Software, softwarenahen Dienstleistungen und Hardware im deutschen Markt und ist der Geschäftseinheit Digital Industries ("DI") zuzuordnen, wobei der ganz wesentliche Teil der Geschäfte zur Business Unit Digital Industries Software ("DI SW") gehört. Die Business Unit DI SW bietet der Fertigungsindustrie ein umfassendes Soft- und Hardwareportfolio sowie Systemlösungen, die durch produktlebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen komplettiert werden, an. Dieses Spektrum ermöglicht es den Kunden, ihre gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren - von Produktdesign und -entwicklung bis hin zu Produktion und Service. Zusätzlich agiert die SISW GmbH auch als Distributor für die Bereiche Comos Industry Solution ("CIS", "DI PA CIS") der Business Unit Digital Industries Process Automation sowie Motion Control Machine Tool Systems ("DI MC MTS") der Business Unit Digital Industries Motion Control. Die SISW GmbH beliefert Kunden vorwiegend in Fertigungs- und Hybridindustrien. Schwankungen in der Kundennachfrage sind stark durch Konjunkturzyklen beeinflusst. Diese können zu erheblichen kurzfristigen Veränderungen der Profitabilität der SISW GmbH führen. Der Vertrieb innerhalb der Gesellschaft ist nach "Verticals" unterteilt. Zur Verbesserung der Kundenorientierung sind diese nach Branchen orientiert (branchenorientierte Vertriebskanäle im Geschäftsjahr 2020 waren diese Verticals wie folgt:
Der Vertrieb der Verticals wird unterstützt durch die Abteilungen Pre-Sales und Portfolio Development. Pre-Sales umfasst die technische Beratung sowie Demonstration der Software beim Kunden vor dem Verkauf von Software. Portfolio Development stellt dem Vertrieb produktspezifische Lösungen zur Vorbereitung von Vertriebsaktivitäten bereit und unterstützt bei lösungsspezifischen Kundenansprachen. Darüber hinaus gibt es das Global Customer Support & Success ("GCSS"), das jegliche Anfragen unserer Kunden zu den erworbenen Produkten beantwortet. Neben der Distributionsfunktion für die o.g. Vertriebsbereiche hat die Gesellschaft noch weitere Funktionen: Entrepreneur, Contract R&D Provider und jegliche Supportfunktionen. Da die SISW GmbH auch Eigentümer eigener Produkte (im Softwarekontext "Intellectual Property", im Folgenden "IP") ist, erhält sie zudem Erlöse aus Lizenzen für Umsätze, die andere SISW-Gesellschaften weltweit mit den Produkten der SISW GmbH erzielen. Diese Produkte umfassen die IPs der Produktgruppen "PCS" und "TESIS", im Geschäftsjahr 2020 wurde die "QMS"-IP an die Siemens AG und die Saab Medav-IP an die belgische SISW verkauft. Der Umsatz der Gesellschaft wird nicht in den organisatorischen Einheiten dargestellt und bewertet, sondern nach seiner Zusammensetzung aus den verschiedenen Umsatzströmen (Software, Software-Wartung, Service, Royalties und Hardware). An deutschlandweit 23 Standorten waren im aktuellen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.958 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1884). Die größten Standorte befinden sich in Köln, München, Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt am Main und Höhr-Grenzhausen, an denen zum 30. September 2020 circa dreiviertel der Belegschaft beschäftigt waren. 2.) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bedingt durch COVID-19 ausgelöste Pandemie volatil, wobei weiterhin eine deutliche Indikation für eine hohe Investitionsbereitschaft im Bereich Industrie 4.0 erkennbar ist. Die SISW GmbH ist in Strategie und Struktur auf das Erschließen und den Ausbau in diesem Bereich ausgerichtet. Der globale DI SW-Markt (inklusive der Bereiche der cloudbasierten Anwendungen und der schnellen Anwendungsentwicklung) wird aktuell auf circa 37,5 Mrd. EUR p.a. geschätzt; den größten Anteil haben die Bereiche CAx ("Computer Aided Design/Manufacturing/ Engineering"), EDA ("Electronic Design Automation") und MES ("Manufacturing Execution System") mit jeweils ca. 13 Mrd. EUR, 10 Mrd. EUR bzw. 5 Mrd. EUR Volumen p.a. Der deutsche Markt (inklusive der Bereiche der cloudbasierten Anwendungen und der schnellen Anwendungsentwicklung) wird aktuell auf ca. 3,3 Mrd. EUR p.a. beziffert, hier stellen CAx, EDA und cPDM ("Collaborative Product Definition Management") die größten Segmente mit Volumen von ca. 1,6 Mrd. EUR, 0,6 Mrd. EUR und 0,4 Mrd. EUR. 3.) Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ("FuE") der Business Unit DI SW liegt in der weiteren Verbesserung der diskreten Fertigungsindustrie und dem Vorantreiben der weiteren Digitalisierung und Automatisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Anteil an den FuE-Aktivitäten der Business Unit DI SW hat die SISW GmbH zum einen durch die Produktentwicklung für eigene IP und zum anderen durch Entwicklungsaufträge für andere SISW-Gesellschaften (im Folgenden "Contract R&D"). Der Anteil der FuE-Mitarbeiter betrug wie auch im Vorjahr knapp 15% an der Gesamtbelegschaft, die FuE-Aufwendungen beliefen sich auf 7,3% in Bezug auf die Umsatzerlöse. Für die Contract-R&D erfährt die Gesellschaft Entlastung via dem internen Cost-Plus- Verfahren. Das Cost-Plus-Verfahren bedeutet, dass auf Gesamtkostenbasis die anfallenden Kosten mit einem Aufschlag für Verwaltung und Ergebnis an die jeweils andere Einheit im Verbund verrechnet werden. Die FuE-Aktivitäten werden im Wesentlichen weiterhin durch eigene Mitarbeiter erbracht, der Anteil an Fremdleistungen am gesamten FuE-Aufwand betrug im Geschäftsjahr 2020 1,5 MEUR und lag aufgrund des QMS-IP Verkaufes somit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 3,3 MEUR. 4.) Ertragslage Der Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft ergibt sich aus den unterschiedlichen Funktionen, welche die Gesellschaft im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit wahrnimmt: Entrepreneur, Contract-R&D Provider, Distributionsfunktion sowie Sales Support Funktion. Sowohl für die Sales Support Funktion als auch für die Contract-R&D Provider Funktion erhält die Gesellschaft eine Kompensation in Form des vorab erwähnten Cost-Plus-Verfahrens, die unter den Umsatzerlösen ausgewiesen wird. Der Ergebnisbeitrag der Distributionsfunktion wird mittels des DI SW-weiten Transferpreis- Modells gesteuert. Hierbei erhält die Gesellschaft eine marktübliche Vergütung in Prozent der operativen Umsatzerlöse 1 . In der Entrepreneur-Funktion, d.h. für Verkäufe eigener Produkte, handelt die Gesellschaft auf eigenes Risiko. Werden diese Produkte durch andere DI SW Gesellschaften verkauft, erhält die SISW GmbH Umsatzerlöse in Form von Royalty-Zahlungen.
1 Summe aus Software-, Wartung- und
Serviceumsätze ohne Erlöse aus Kostenentlastungen
Die SISW GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 475,4 MEUR, die sich auf folgende Tätigkeitsbereiche aufteilen. Nach Tätigkeitsbereichen
Die wesentlichen Ergebnisquellen der SISW GmbH sind der Vertrieb von Software und softwarenahen Dienstleistungen (Wartung und Beratungsleistungen). Die Umsatzerlöse sind um 18,3 MEUR gesunken; dies entspricht einer Reduktion von 4% im Vergleich zum Vorjahr und ist vor allem auf COVID-19-bedingte Effekte zurückzuführen, die im Folgenden im Wesentlichen erläutert werden. Die Software Wartung entwickelte sich stabil (+2%), während die Umsätze in den Bereichen Software (-6%), Service (-6%) und Hardware (-44%) rückläufig waren. Innerhalb der wichtigsten von der SISW GmbH bedienten Branchen reagierte die Automobilindustrie auf die Pandemie mit starken Produktionskürzungen und Fabrikschließungen. Die Entwicklung der Automobilindustrie war auch ein wesentlicher Faktor für den Nachfragerückgang in der Automobilzulieferer- und Maschinenbauindustrie, die den Rückgang im Softwareumsatz maßgeblich verursacht haben. Der Rückgang im Servicegeschäft resultierte vor allem aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 und der damit einhergehenden Unterbrechung laufender Service Projekte sowie der Tatsache, dass die Kunden nach dem Lockdown Implementierungsprojekte auf Wesentliches begrenzt haben. Die Software Wartung ist auch in einem bedingt durch COVID-19 schwierigem Marktumfeld gewachsen, da die Umsatzerlöse aus Software Wartung aus dem Verkauf von Permanentlizenzen basieren und im Geschäftsjahr 2020 eine hohe Renewal Rate vorgelegen hat und zudem durch zusätzliche Permanentlizenzverkäufe auch zusätzliche Software Umsätze erzielt worden sind. Umsatzerlöse aus Royalties betrugen im aktuellen Geschäftsjahr 7,5 MEUR (Vorjahr: 7,9 MEUR). Diese Erlöse stammen aus Produktverkäufen, deren IP die SISW GmbH besitzt (Tesis, PCS; im Vorjahr auch QMS), durch andere SISW-Gesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2020 um 62,2 MEUR auf 67,0 MEUR gestiegen. Diese Entwicklung war im Wesentlichen getrieben durch den außerordentlichen Gewinn von 54,8 MEUR aus dem Verkauf der QMS-IP, durch höhere Währungskursgewinne (+2,4 MEUR) sowie höhere Auflösung aus Rückstellungen (+1,4 MEUR) Die betrieblichen Aufwendungen sind trotz eines Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 MEUR gesunken. Dies entspricht einer Reduktion von 3%. Hierin enthalten sind Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen, Personalaufwand, Abschreibungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen. Wesentliche Bestandteile des Materialaufwands sind zum einen Lizenzaufwendungen an US-amerikanische SISW-Gesellschaft sowie Servicegebühren für den Bereich Cloud Application Solutions an die Siemens AG. Diese stellen 79% (Vorjahr: 70%) des Materialaufwands und sind damit anteilsmäßig leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Weitere 19% (Vorjahr: 27%) sind durch Dritte durchgeführte Dienstleistungen im Servicegeschäft, die im Geschäftsjahr 2020 analog dem Serviceumsatz rückläufig waren. Der Anstieg um durchschnittlich 74 Mitarbeiter (+4%) spiegelt sich auch im Personalaufwand wider, der insgesamt um 4% angestiegen ist. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Aufwand ist somit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Durch den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages besteht seit dem Geschäftsjahr 2017 eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Atecs (Organträgerin). Das handelsrechtliche/steuerliche Einkommen wird somit der Atecs zugerechnet und dort erfasst. Auf Ebene der SISW GmbH (Organgesellschaft) fallen seither - abgesehen von periodenfremden, vororganschaftlichen Ertragsteuern - keine laufenden und latenten Ertragsteuern an. Wesentliche Einflüsse durch Inflations- oder Wechselkursschwankungen waren nicht zu verzeichnen. Der Hauptanteil der Aufwendungen und Erträge wird im Euroraum erwirtschaftet, sodass das Risikoprofil als niedrig einzustufen ist. Sollten größere Nicht-Euro Transaktionen anstehen, so ist die SISW GmbH in das konzernweite Währungsmanagement eingebunden, um entsprechende Geschäftsvorfälle gegen Währungsrisiken abzusichern. Die Geschäftsplanung für den größten Bereich der Gesellschaft, der Business Unit DI SW, erfolgt global auf Basis der verschiedenen Vertriebssegmente als auch nach operativen Funktionen (bspw. G&A/Marketing/Entwicklung etc.) und basiert auf der Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") als einheitlicher Basis. Der Fokus des handelsrechtlichen Jahresabschlusses liegt eher in der Erfüllung lokaler Anforderungen und Vorgaben sowie als Basis für den steuerlichen Abschluss. Die für das Management-Reporting herangezogenen, auf IFRS basierenden finanziellen Leistungsindikatoren sind daher nur eingeschränkt mit dem lokalen Abschluss vergleichbar und lassen sich nur bedingt aus dem Jahresabschluss ableiten. Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind:
Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden angesehen: die sogenannte "Renewal Rate" für Software Subscription-/Wartungsumsatz, die aussagt, welcher Anteil der Bestandskunden ihre auslaufenden Verträge um eine weitere Laufzeit verlängern. Die Renewal Rate hat sich gegenüber dem letzten Geschäftsjahr bedingt durch COVID-19 gering verändert und liegt bei 91% (Vorjahr: 95%). In Summe ist die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 auf Grund der deutlich hinter den Erwartungen gebliebenen Umsatzerlöse in Folge der COVID-19-Pandemie als ungünstig verlaufen anzusehen. Die Auftragspipeline wird über das CRM-System (Customer Relationship Management) gemessen. Ausgangsbasis ist immer das Lizenzgeschäft, da dieses als Basis für weitere Umsätze mit dem Kunden dient. Basierend auf Erfahrungswerten sollten die im CRM-System geplanten Auftragsmöglichkeiten (Opportunities) gegenüber dem prognostizierten Umsatz einen Faktor von 2,5 bis 3 bilden. Dabei wird davon ausgegangen, dass damit die zukünftige tatsächliche Auftragslage ausreichend ist, um das Umsatzziel zu erreichen. Dieser Deckungsfaktor (Coverage Factor) ist für das laufende GJ mit einem geplanten Wert von 2,2 (Vorjahr: 2,2) als zufriedenstellend zu bewerten. 5.) Vermögens- und Finanzlage
Das Geschäft der SISW GmbH ist personalintensiv und erfordert keine Investitionen in Maschinen oder technische Anlagen. Bedarf besteht jedoch im Bereich der EDV-Anlagen (PCs, Laptops, Server) sowie Büroausstattung. In den immateriellen Vermögensgegenständen ("IVG") sind neben gekauften Software-Lizenzen (zum internen Gebrauch) aus Akquisitionen entstandene Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Notwendige Investitionen konzentrieren sich im Wesentlichen auf den Ersatz bzw. die Neubeschaffung veralteter EDV-Anlagen. Im aktuellen Geschäftsjahr überstiegen die Abschreibungen die Neuanschaffungen. Das Umlaufvermögen ist von 158,8 MEUR um 78,7 MEUR auf 237,5 MEUR angestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus der Entwicklung der folgenden Positionen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 98,4 MEUR auf 188,2 MEUR angestiegen. Darin enthalten ist unter anderem die Forderung gegenüber der Siemens AG aus dem Cash-Pooling die sich insbesondere aufgrund der IP-Verkäufe bezüglich QMS und Saab Medav sowie stringentes Cash Management um 114,4 MEUR auf 179,4 MEUR erhöht hat, während die Forderungen gegenüber der Siemens Industry Software Inc. von 18,4 MEUR auf 3,1 MEUR gesunken sind. Gegenläufig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18,3 MEUR auf 38,3 MEUR gesunken. Die SISW GmbH ist in das Siemens konzernweite Cash-Pooling System eingebunden, über das auch die Finanzierung der Gesellschaft abgesichert ist. Die Veränderung im Fremdkapital/PRAP (+68,4 MEUR) ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 69,4 MEUR zurück zu führen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der deutlich erhöhten Verbindlichkeit für die Gewinnabführung an die Atecs i. H. v. 68,3 MEUR (Vorjahr: 16,6 MEUR) und erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber der Siemens Industry Software Inc. i. H. v. 19,9 MEUR (Vorjahr: 0,6 MEUR) aufgrund von höheren Lizenzverrechnungen zum Jahresende. Aktuell bestehen keine Investitionsvorhaben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- oder Finanzlage der Gesellschaft haben könnten. Zum Geschäftsjahresende 2020 gab es keine weiteren wesentlichen Veränderungen in der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahresgeschäftsende. Die Geschäftsentwicklung war stark beeinflusst durch COVID-19, so dass als Gegenmaßnahmen durch Dritte durchgeführte Dienstleistungen im Servicegeschäft deutlich heruntergefahren worden sind und zudem eine sehr selektive Einstellungsstrategie verfolgt wurde. Darüber hinaus leistet die SISW GmbH weiter einen Beitrag zum Kostensenkungsprogramm "DI One" der Digital Industries. Durch eine Erhöhung der Sales Produktivität soll vom erwarteten Marktwachstum profitiert werden, so dass zukünftige Zielvorgaben erfüllt und Marktanteile hinzugewonnen werden können. 6.) Chancen und Risiken Der Vertrieb innerhalb der Gesellschaft ist zum 1. Oktober 2020 im Rahmen einer Umorganisation, die neben Deutschland auch Österreich und Schweiz beinhaltet, neu aufgestellt worden. Die Verticals unterteilen sich nun auf die folgenden branchenorientierten Vertriebskanäle auf:
Zeitgleich wurde das bisher den Verticals zugeordnete Servicegeschäft zentralisiert, um Auslastungsspitzen besser managen zu können. Der erwartete Wachstumstrend hat sich im Geschäftsjahr 2020 nicht fortgesetzt, was aus der durch COVID-19 verursachten konjunkturellen Abschwächung abzuleiten ist. Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 ist schwer vorhersehbar, da diese maßgeblich durch die Einschränkungen von COVID-19 bestimmt sein wird, insbesondere durch die Anzahl und Länge der Infektionswellen sowie die weitere Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten. Bei den Kunden des Verticals Automotive & Automotive Tiers sind neben COVID-19 weiter der Wechsel zu Elektromobilität sowie die Auswirkungen aus Handelsstreitereien, Brexit, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Einsparprogramme der großen Automobilhersteller als Risiko für das zukünftige Wachstum anzusehen. Bei den Kunden des Verticals Siemens & Emerging Industries erwarten wir - aufgrund der anhaltenden Umstrukturierung des Siemens Konzerns (insbesondere Abspaltung Siemens Energy) und der Kostensenkungsprogramme - eine eher stagnierende Nachfrage. Digitalisierung gilt weiterhin als einer der entscheidenden Hebel für Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig zu sichern. Produkte müssen nicht nur immer schneller auf den Markt gebracht werden, sondern sollen zudem immer mehr auf die individuellen Anforderungen der Kunden und Konsumenten zugeschnitten werden. Dies geschieht mit dem Anspruch einer weiter steigenden Qualität. Diese Anforderungen und die zudem ständig wechselnden Marktbedingungen, verlangen von Unternehmen immer höhere Flexibilität und effizientere Produktionsprozesse. Die Antwort auf diese komplexen Veränderungen liegt in dem Schlagwort "Industrie 4.0" - die digitale Verknüpfung von Maschinen und Anlagen über den gesamten Produktionsprozess und somit das Zusammenwachsen der realen mit der virtuellen Welt. Von den Chancen der Digitalisierung soll daher auch die SISW GmbH profitieren. Die SISW GmbH präsentiert sich als ein Unternehmen, das den Innovationsführern die erforderliche Entwicklungstechnologie bereitstellen kann, um auch zukünftig die Wettbewerbsposition ihrer Kunden zu stärken. Als neuer Markttrend im Lizenz-/Softwareumfeld sind Software as a Service ("SaaS") und Platform as a Service ("PaaS") zu sehen. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihre IT-Infrastruktur auszulagern bzw. durch externe Anbieter verwalten zu lassen. Die Business Unit DI SW ist mit ihren Lösungen, die Cloud-fähig sind, gut aufgestellt, auch wenn die stärkere Wettbewerbssituation nicht zu unterschätzen ist. Erfolgsversprechend ist im Cloud-Umfeld insbesondere das Mendix sowie das MindSphere Geschäft. MindSphere ist das cloudbasierte, offene loT-Betriebssystem ("Internet of Things") von Siemens, mit dem Kunden ihre Daten durch schnelles und sicheres Verbinden ihrer Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen mit der digitalen Welt verstehen. Mendix ist eine Low-Code-Entwicklungsplattform, die es ermöglicht spezifische Anwendungen (Apps) eigenständig und schnell zu erstellen. Spezielle Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich und vorkonfigurierte Konnektoren vereinfachen die Anbindung verschiedenster Datenquellen. Mendix ist führend unter den Plattformen zur Anwendungsentwicklung und der Anwendungsbereich ist vielfältig. In der Verbindung mit dem loT-Betriebssystem MindSphere werden Kunden in die Lage versetzt z.B. aus Produktionsanlagen erfasste Daten mit maßgeschneiderten Apps mehrwert-bildend aufzubereiten und zu verwerten. Typische Anwendungsfelder sind u.a. Predictive Maintenance, Fehleranalysen sowie Performanceverbesserungen. Im Geschäftsjahr 2021 wird innerhalb des Software Vertriebes der Mendix und MindSphere- Vertrieb organisatorisch zu "Cloud go to market" zusammengefasst, woraus weitere Umsatz- und Kostensynergien erwartet werden. Wichtiger Bestandteil für die mittelfristige Entwicklung ist die Abdeckung der Zukunftstechnologien "Autonomes Fahren" und Elektromobilität inkl. Batterie-Entwicklung & - Fertigung. Den Bereich "Autonomes Fahren" deckt die DI SW durch die historischen Übernahmen der Geschäftsaktivitäten der TASS und Mentor Graphics ab. Im Bereich Elektromobilität inkl. Batterie-Entwicklung & -Fertigung ist das Simulationsportfolio der DI SW inkl. der kürzlich erfolgten Akquisition CULGI präsent. In Abhängigkeit der fortschreitenden Globalisierung und der damit verbundenen globalen Verteilung von Entwicklungstätigkeiten besteht nach wie vor das Risiko, dass Investitionen mittel- bis langfristig vermehrt außerhalb von Deutschland getätigt werden. In diesem Fall würde die Business Unit DI SW weiterhin wachsen, während der Umsatz der SISW GmbH auf stabilem Niveau verharren könnte. Um diesem Trend gerecht zu werden, stellt die SISW GmbH ihren weltweit agierenden Kunden globale Account Manager als Ansprechpartner zur Verfügung und gewährleistet somit die Koordination der Vertriebsaktivitäten für ihre Kunden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen SISW-Gesellschaften in anderen Ländern. Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen grundsätzlich nicht, wobei bedingt durch COVID-19 kundenseitig größere Ausfallrisiken und Zahlungsstromschwankungen als üblich bestehen. Zudem ist die SISW GmbH Teil des konzernweiten Enterprise-Risk-Management ("ERM"). Hierbei handelt es sich um aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme, um unternehmensgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Hierzu werden insbesondere die strategische Unternehmensplanung als auch das interne Berichtswesen hinzugezogen. Das Geschäft der Business Unit DI SW ist kurzzyklisch und dynamisch. Dies birgt das Risiko, dass immer wieder neue Wettbewerber, alternative Produkte und Lösungen sowie Geschäftsmodelle auftreten werden. Zudem zeigt die Entwicklung der Vorjahre, dass neue innovative Unternehmen immer mehr in der Lage sind, durch schnellere Time-to-Market-Strategien ihre Produkte und Lösungen an den Markt zu bringen. Bei dieser Entwicklung Schritt zu halten, und entsprechend auf ein sich ständig wechselndes Umfeld zu reagieren, wird der Schlüssel für den weiteren Unternehmenserfolg sein. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. 7.) Prognosebericht Die genannten Chancen und Risiken sowie die erwartete Dynamik in den unterschiedlichen adressierten Marktsegmenten bzgl. Innovationen und Wettbewerbssituationen lassen für das Geschäftsjahr 2021 trotz COVID-19 ein Umsatzwachstum erwarten. Für den globalen DI SW-Markt inklusive der cloudbasierten Anwendungen wird im Geschäftsjahr 2021 mit einem moderaten Wachstum um 5% gerechnet, von dem auch DI SW profitieren soll. Für den deutschen Markt wird ein moderateres Wachstum in Höhe von 4% prognostiziert. Die Planung für das Geschäftsjahr 2021 geht davon aus, dass insbesondere im Vertical Industrial Machinery mit wachsenden Umsatzchancen zu rechnen ist. Dies resultiert zum einen aus dem niedrigen Umsatz im Geschäftsjahr 2020 in Folge von COVID-19 sowie dem in der Maschinenbauindustrie steigendem Wettbewerbsdruck und dem daraus folgenden erhöhten Einzug von Digitalisierungsstrategien. Als wesentliches Wachstumsfeld wird die Low-Code-Entwicklungsplattform Mendix sowie die Partnerschaft mit SAP angesehen. Aufgrund der Einbindung in das globale Transfer-Pricing Konzept der Business Unit DI SW und einer festen Zielmarge kann auch für das folgende Geschäftsjahr von einem Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit von über 10 MEUR ausgegangen werden. Für das Geschäftsjahr 2021 bestehen keine nennenswerten Investitionsverpflichtungen oder geplante Finanzierungen. Aufgrund der Art des Geschäftes der SISW GmbH sind Investitionen in Maschinen und Anlagen nur sehr begrenzt notwendig. Durch die Weiterentwicklung bestehender Produkte, aber auch Investitionen in neue Märkte (bspw. durch Akquisitionen) hat die DI SW einen Grundstein für die zukünftigen Entwicklungen in der Digitalisierung gelegt, durch die auch die SISW GmbH in den kommenden Jahren nicht nur von einer stabilen Auftragslage, sondern auch von weiteren Wachstumschancen profitieren kann. Die Prognose für die finanziellen Leistungsindikatoren des Geschäftsjahres 2021 stellt sich wie folgt dar: Erwartetes Umsatzwachstum (nach IFRS; gegenüber dem Geschäftsjahr 2020): Trotz COVID-19 wird ein Umsatzwachstum von 1%-6% erwartet. Der Umsatzmix, also das Verhältnis der Umsatzbestandteile zueinander, wird dahin gehend gesteuert, dass der Umsatzanteil aus Lizenzen zum Umsatzanteil aus Service und Wartung wachsen soll. Dies hat den Grund, dass die Aufwendungen zur Generierung des Lizenzumsatzes signifikant geringer als die Kosten zur Generierung von Serviceumsatz sind. Langfristiges Ziel ist weiterhin eine stetige Steigerung des Lizenzumsatzes bei zeitgleicher Reduktion des prozentualen Anteils des Service-Geschäftes. Servicemarge und Vertriebsmarge: Diese Leistungsindikatoren werden nicht auf Unternehmensebene, sondern auf Ebene DI SW gemessen. Die Vorgaben für das Geschäftsjahr 2021 verzeichnen für beide Kennzahlen eine Steigerung. Ergebnis nach Steuern: Für das nächste Geschäftsjahr wird ein Ergebnis nach Steuern zwischen 2,0% bis 4,0% vom (handelsrechtlichen) Umsatz avisiert. Die Renewal Rate (die Erneuerung von Wartungs- und Subscriptionverträgen durch den Kunden) wird auf einem leicht geringeren Niveau als im Geschäftsjahr 2020 (91%) erwartet. Die Marktindikatoren weisen weiterhin auf Wachstum hin. Die SISW GmbH arbeitet weiterhin an der Optimierung des Portfolios und der Stärkung der Vertriebsorganisation, um so eine optimale Abdeckung der Kundenanforderungen zu erzielen. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft durch diese Entwicklung stärker als der Markt wachsen wird. 8.) Erklärung zur Unternehmensführung Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 25. September 2017 wurde für den Aufsichtsrat sowie die Geschäftsführung beschlossen, dass der zu dem Zeitpunkt jeweils bestehende Frauenanteil von 0% bis zum 30. Juni 2022 verbleiben soll. Aktuell ist keine Frau im Aufsichtsrat oder in der Geschäftsführung vertreten. Mit Geschäftsführungsbeschluss vom 23. Oktober 2017 wurde die Erreichung des Frauenanteils für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von 4% bzw. 5% bis zum 30. Juni 2022 beschlossen. Zum 30. September 2020 lagen die Anteile bei 9% bzw. 20%.
Köln, den 9. Dezember 2020 Erich Bürgel, Geschäftsführer Alexander Walter, Geschäftsführer Bericht des Aufsichtsrats der Siemens Industry Software GmbH - GJ 2019/2020Der Aufsichtsrat der Siemens Industry Software GmbH hat im Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis 30.09.2020 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben in Bezug auf die Siemens Industry Software GmbH wahrgenommen. Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat zwei Sitzungen abgehalten, am 16.12.2019 sowie am 29.05.2020. Die Sitzungen fanden in Form von Präsenzsitzungen statt. In seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat u.a. beschlossen, dass jeweils nur eine Sitzung im Kalenderhalbjahr abzuhalten ist. Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte, die Compliance-Prozesse, den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme sowie über wesentliche Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und beriet gemeinsam mit der Unternehmensleitung die Strategie, die Geschäftsentwicklung sowie das Risikomanagement des Unternehmens. Die Geschäftsführung informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren. Neben der laufenden Berichterstattung ging der Aufsichtsrat in den einzelnen Sitzungen auch jeweils auf Einzelthemen ein, so etwa den jeweiligen Stand verschiedener Rahmenbetriebsvereinbarungen und die DACH-Neuorganisation. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019/2020 gebilligt, im Einzelnen: Der Aufsichtsrat hat sich mit der Abschlussprüfung, insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers eingehend befasst. In der Sitzung am 29.05.2020 erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl durch die Gesellschafterversammlung, den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss an die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Siemens Industry Software GmbH für das Geschäftsjahr 2019/2020, das am 30.09.202020 endete, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen und sind in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung vom heutigen Tage ausführlich besprochen worden. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Er unterrichtete den Aufsichtsrat darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems oder Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung somit zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss. Während des Berichtszeitraums hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende Veränderungen gegeben:
Plano, den 10. Dezember 2020 Timo Nentwich, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens Industry Software GmbH Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Siemens Industry Software GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Industry Software GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Industry Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft. Die in Abschnitt "8. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 9. Dezember 2020 Ernst
& Young GmbH
Mirzaian, Wirtschaftsprüfer Esbach, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.01.2021 |
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