Vitos Service gemeinnützige GmbH
Sandweg 3, 35457 Lollar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Landeswohlfahrtsverband Hessen | 51.00% |
Landeswohlfahrtsverband Hessen | 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vitos Service gemeinnützige GmbHKasselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethode 3. Ergänzende Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Einzelangaben zur Bilanz 3.2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4. Sonstige Angaben 4.1. Anzahl der Arbeitnehmer 4.2. Geschäftsführung 4.3. Einbezug in einen Konzernabschluss 4.4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen 4.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 4.6. Ergebnisverwendung 4.7. Abschlussprüferhonorar 1. Allgemeine Angaben Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB, die jedoch aufgrund der Regelung im Gesellschaftsvertrag § 12 Abs. 2 und 3 ihren Abschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufstellen und prüfen lassen muss. Mit Gesellschafterbeschluss vom 06.09.2021 und Eintragung ins Handelsregister HRB 15736 des Amtsgerichts Kassel am 15.10.2021 erfolgte die Umfirmierung von Vitos Service GmbH in Vitos Service gemeinnützige GmbH. Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte nach den allgemeinen Grundsätzen der §§ 238 bis 263 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 278 HGB. Zur Verbesserung der Darstellung wurde die Bilanz um die Posten "Forderungen gegen den LWV Hessen" und "Verbindlichkeiten gegenüber dem LWH Hessen" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethode Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen 250,01 € und 1.000,00 € werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Alle Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durchgeführt. Liquide Mittel valutieren zum Nennwert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle bekannten Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Ergänzende Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Einzelangaben zur Bilanz Aktivposten Die in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Jahr 2023 sind in einem Anlagennachweis diesem Anhang beigefügt. Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den LWV betreffen in voller Höhe von 439.116 € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital
In die Gewinnrücklage wurde der Vorjahresgewinn von 260.551,10 € eingestellt. Rückstellungen Die Altersteilzeitrückstellungen wurden in Anlehnung an IDW RS HFA 3 gebildet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,72 %. Bei der Ermittlung der Altersteilzeitrückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % unterstellt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen in Höhe von 356.109,38 €, für sonstige Personalkosten in Höhe von 726.022,89 €, für Jahresabschlusskosten in Höhe von 9.728,60 €, für Steuern 11.963,92 €, für ausstehende Rechnungen in Höhe von 307.763,68 € sowie für Archivierungskostenrückstellungen in Höhe von 10.758 €.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in einer Höhe von 34.208,06 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 3.500.000 € Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem LWV und den Gesellschafter betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in einer Höhe von 97.679,52 € Verbindlichkeiten aus der Lohnsteuer Dezember 2023, in einer Höhe von 37.557,87 € Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten für Baumaßnahmen. In einer Höhe von 288.782,60 € Verbindlichkeiten aus Kfz Finanzierungsleasing, in einer Höhe von 1.999,99 € ggü. eigenem Personal und in einer Höhe von 9.690,42 € aus kreditorischen Debitoren. 3.2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse 2023 teilen sich wie folgt auf:
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 965.408 € (Vorjahr 973.588 €). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 63.681 € (Vorjahr 13.538 €) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 25.316 € (Vorjahr 57.053 €) enthalten. Die betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von 85.055 € (Vorjahr 21.046 €). Das Ergebnis nach Steuern wird durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 10.152 € belastet. 4. Sonstige Angaben 4.1. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen betrug 2023 785 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen (i. Vj.: 796 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen).
4.2. Geschäftsführung Angaben zu Organmitgliedern Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Herr Marcus Brietzke hatte das Amt der Geschäftsführung 2023 innegehabt. In der Gesellschafterversammlung wird die Gesellschafterin Vitos gemeinnützige GmbH durch Herrn Jochen Schütz und Herrn Philipp Schlösser als Konzerngeschäftsführer der Vitos gemeinnützige GmbH vertreten. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. 4.3. Einbezug in einen Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Vitos Service gemeinnützigen GmbH wird in den Konzernabschluss der Vitos gemeinnützigen GmbH, Kassel, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden zur Bekanntmachung bei dem Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und können im Unternehmensregister eingesehen werden. 4.4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Vitos Service gemeinnützige GmbH versorgt die Gesellschaften des Vitos Konzern mit den Dienstleistungen Speiseversorgung und Reinigung. In 2023 wurden zudem Leistungen für die Vorbereitung der Logistik ab 2024 in Rechnung gestellt. Zusätzlich beziehen die Vitos gGmbH und die Vitos Gießen-Marburg gGmbH Leistungen im Bereich des Fuhrparkmanagements. Die Leistungen sind in umfänglichen Leistungsverträgen geregelt und die Berechnung der Leistungen erfolgt zu marktüblichen Preisen. Die wesentlichen Umsätze mit den Konzerngesellschaften beliefen sich wie folgt:
Die Vitos Service gemeinnützige GmbH nahm in 2023 ein zweijähriges Darlehen i. H. v. 2.100 T€ von der Vitos Kurhessen gGmbH mit einer Valuta zum 31. Dezember 2023 i. H. v. 2.100 T€ auf. 4.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen mit verbunden Unternehmen bestehen für das Jahr 2024 Verpflichtungen in Höhe von 1.095 T€ (Vorjahr 1.202 T€). Die individuellen Mietverträge wurden mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einer Kündigungsfrist von 1 Jahr zum Ende der 2 Jahre abgeschlossen. Sollte keine Kündigung erfolgen, verlängern sich die jeweiligen Verträge automatisch um weitere 2 Jahre. Aus Management- und Dienstleistungsverträgen mit verbunden Unternehmen bestehen 2024 Verpflichtungen in Höhe von 550 T€ (Vorjahr 280 T€). Die Verträge wurden mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einer Kündigungsfrist von 1 Jahr zum Ende der 2 Jahre abgeschlossen. Sollte keine Kündigung erfolgen, verlängern sich die Verträge automatisch um weitere 2 Jahre. Gemäß Gesellschaftsvertrag ist in 2024 ein Kostenbeitrag an den Gesellschafter in Höhe von 111 T€ (Vorjahr 103 T€) abzuführen. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. 4.6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 aus der Gewinnrücklage zu entnehmen. 4.7. Abschlussprüferhonorar Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss der Vitos gemeinnützigen GmbH, Kassel, enthalten.
Kassel, 26. April 2024 Vitos Service gemeinnützige GmbH Marcus Brietzke, Geschäftsführer
1) Davon Abschreibungen für Zugänge
2023 1.397,32 €
2) Davon Abschreibungen für Zugänge
2023 5.625,80 €
3) Davon Abschreibungen für Zugänge
2023 310,61 €
4) Davon Abschreibungen für Zugänge
2023 64.422,35 €Davon Abschreibungen für
Abgänge 2023 6.608,70 €
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Vitos Service gemeinnützige GmbH 1.1. GESCHÄFTSMODELL 1.2. ZIELE UND STRATEGIEN 2. Wirtschaftsbericht 2.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND GESUNDHEITSPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN 2.2. GESCHÄFTSVERLAUF 2.2.1 Leistungsbereich 2.2.2 Investitionen und Finanzierung 2.2.3 Personal- und Sozialbereich 2.2.4 Beschaffung 2.2.5 Umweltschutz 2.2.6 Besondere Schadens- und Unglücksfälle 2.2.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2.3. LAGE 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Gesamtaussage 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. PROGNOSEBERICHT 3.2. RISIKOBERICHT 3.2.1 Risikomanagementsystem 3.2.2 Risiken 3.3. CHANCENBERICHT 3.4. RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN 1. Grundlagen der Vitos Service gemeinnützige GmbH 1.1. Geschäftsmodell Die Vitos Service GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 29.02.2012 gegründet und ist eine Tochtergesellschaft der Vitos gemeinnützigen GmbH. Die Gesellschafterversammlung vom 06.09.2021 hat die Neufassung des Gesellschaftsvertrages, insbesondere die Änderung in §§ 1 (Firma und Sitz der Gesellschaft) und 2 (Gegenstand und Zweck der Gesellschaft) beschlossen. Mit Eintragung vom 15.10.2021 in das Handelsregister wurde die Firma in Vitos Service gemeinnützige GmbH geändert. Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, insbesondere die Zwecke der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, des Wohlfahrtswesens, der Hilfe für Behinderte, der Kriminalprävention, der Volks- und Berufsbildung sowie der selbstlosen Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, durch die Versorgung der gemeinnützigen Gesellschaften der Vitos gemeinnützige GmbH und des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und der Gesellschaften, an denen die Vitos gemeinnützige GmbH oder ihre Tochtergesellschaften beteiligt sind, mit nichtmedizinischen Dienstleistungen, die insbesondere Leistungen in den Bereichen
Leistungen für nicht gemeinnützige Gesellschaften werden in nur geringem Umfang erbracht. Indem die Gesellschaft mit den vorgenannten gemeinnützigen Gesellschaften im Sinne des § 57 Abs. 3 S. 3 der Abgabenordnung zusammenwirkt, verwirklicht sie auch deren steuerbegünstigte Zwecke, insbesondere die Zwecke der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, des Wohlfahrtswesens, der Hilfe für Behinderte, der Kriminalprävention, der Volks- und Berufsbildung sowie der selbstlosen Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind. 1.2. Ziele und Strategien Die Vitos Service gemeinnützige GmbH verfolgt ihre Ziele im Rahmen eines konzernweiten standardisierten Strategieprozesses. Dieser Prozess sieht eine sogenannte Kaskadierung von Zielen aus unterschiedlichen Perspektiven auf unterschiedlichen Ebenen vor. Die Perspektiven orientieren sich an den klassischen Bestandteilen einer Balanced Scorecard: Mitarbeitende und Organisation, Prozesse, Kunden, Finanzen. Hierzu sind jeweils entsprechende Ziele zugeordnet. Der Sachstand und die Ergebnisse der Maßnahmen 2023 wurden in Form von Management-Reviews auf Konzern- und Gesellschaftsebene eruiert und zusammengetragen. Aus Sicht der Vitos Service gemeinnützige GmbH ist die Effizienz und Effektivität der Maßnahmen kontinuierlich zu prüfen. Hierbei sind vor allem die Anzahl der entsprechenden Maßnahmen und die dazu eingesetzten Ressourcen zu berücksichtigen. Eine entsprechende Einflussnahme ist jedoch nur bedingt möglich. Vor allem ressourcenbelastende neu hinzukommende Maßnahmen, die aus gesetzlichen Vorgaben resultieren (z.B. alle Maßnahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes, Telematik- Infrastruktur, etc.), sind entsprechend fristgerecht umzusetzen. Eine Vielzahl an Maßnahmen wird aufgrund ihres Umfangs für 2024 fortgeschrieben. Im Rahmen eines Kaskadierungsworkshops wurden die vorgegebenen Konzernziele und -maßnahmen auf ihre Relevanz für die Vitos Service gemeinnützige GmbH überprüft und abgestimmt. Des Weiteren wurden diverse eigene Maßnahmen entwickelt bzw. aus den Maßnahmenportfolios der vergangenen Jahre fortgeführt. Hierbei handelt es sich u.a. um Neubauten in der Planungsphase zur Erhöhung der Unterkunftsqualität. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und gesundheitspolitische Entwicklungen Weltweit hat auch das Jahr 2023 nahezu allen Branchen schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen gebracht: Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation sind nur die Oberbegriffe, die das Geschehen 2023 geprägt haben. Auch das deutsche Gesundheitswesen und damit auch Vitos hat das Jahr vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Die gesamte Branche des deutschen Gesundheitswesens befindet sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Die Auswirkungen sind an vielen Stellen im Krankenhaussektor zu erkennen. Beinahe täglich gehen Nachrichten über drohende Insolvenzen von Krankenhäusern und Klinikbetreibern ein. Politische Entscheidungen sind gefragt um die weiteren für 2024 erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die deutschen Krankenhäuser abzumildern. Für die psychiatrischen Krankenhäuser ist eine Entlastung in der Hinsicht erkennbar, dass der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19.10.2023 beschlossen hat, die Sanktionen für die Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL) um zwei weitere Jahre auszusetzen. Die vom Bundesministerium für Gesundheit angekündigte Krankenhausreform ist aktuell im Rahmen der Bund-/Länder-Verhandlungen ins Stocken geraten. Nach den vorliegenden Informationen über die aktuellen Entwicklungen ist für die von Vitos betriebenen Fachkrankenhäuser allerdings nicht von größeren Verwerfungen auszugehen, da diese in die bestehenden Versorgungsstrukturen fest eingebunden sind. Hinzu kamen konzerninterne Veränderungen wie der Umbau der konzernweiten IT-Struktur und die Überleitung des Shared-Service-Centers HR mit rd. 30 Mitarbeitenden von der Tochtergesellschaft Vitos Herborn in die Vitos Holding, die zum Jahreswechsel 2023/2024 erfolgt ist. Die Gesundheitsbranche erleidet aktuell, wie fast alle Branchen, einen signifikanten Fachkräftemangel. Im ärztlichen Bereich sind wir bereits seit 20 Jahren daran gewöhnt. Im Pflegedienst hat er sich durch die Pandemie signifikant verschlechtert. Hinzu kommt, dass die geburtenstarken Jahrgänge ab Ende des Jahrzehnts schrittweise in Rente gehen. Noch gibt es kein belastbares Szenario, wie dann die personalintensive psychiatrischpsychosomatische Versorgung, insbesondere die vollstationäre, gewährleistet werden kann. Die Personalfrage wird die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre sein. Das wird durch die PPP-RL als Qualitätsvorgabe verschärft. Deren positive Aspekte (bessere Arbeitsbedingungen durch mehr Personal) wird leider durch die unaufhaltsam steigende Bürokratisierung vereitelt. Faktisch wirken die vielfältigen Qualitätsvorschriften als Marktbereinigungsinstrumente. So werden zwar Sanktionsmechanismen eingeführt, aber das erforderliche Personal steht am Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung. Neben der demografischen Entwicklung und der rasant zunehmenden Digitalisierung stellen auch die stetig steigenden Anforderungen des Gesetzgebers an die medizinische und pflegerische Versorgungsqualität die Leistungserbringer unverändert vor markante Herausforderungen. Sie stehen zudem exemplarisch als Gründe für das zunehmende Markt- und damit Ausgabenvolumen der Gesundheitsbranche. Da sich nach den bisherigen Erfahrungen die Finanzsituation der Kostenträger sektorenübergreifend in unterschiedlichem Ausmaß und zeitlichem Verlauf verändert, befinden sich die Leistungserbringer ohnehin im Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit, nachhaltiger Finanzierbarkeit und ethischer Vertretbarkeit. Zudem wird es für die Einrichtungen immer schwieriger, das für die Leistungserbringung in den verschiedenen Geschäftsfeldern erforderliche Personal (insbesondere im Ärztlichen Dienst und im Pflege- und Erziehungsdienst) zu akquirieren. Vitos ist daher seit 2022 auch im Bereich des Internationalen Recruitings tätig. U.a. wurden Kooperationen aufgebaut, um in der Region Kerala/Indien Pflegefachkräfte und Auszubildende für die Pflege zu gewinnen. Die internationalen Recruitingaktivitäten von Vitos werden in den nächsten Jahren auch auf andere Herkunftsländer ausgeweitet. Auch das Geschäftsjahr 2023 war wieder von deutlichen Auswirkungen durch hohe Krankenstände der Belegschaft in Folge der Corona-Pandemie sowie sonstiger grippaler Infekte gekennzeichnet. Allgemein hat sich in 2023 die Belegung in den überwiegenden Geschäftsfeldern als sehr volatil dargestellt. Während sich die Leistungen in einigen Kliniken weitgehend wieder in Richtung "Vor-Corona-Niveau" entwickelt haben, gab es andere Kliniken, in denen sich nicht unmittelbar die Pandemie, sondern auch das Patientenverhalten leistungsreduzierend auswirkte. Die Erlöse aus der Behandlung und Betreuung unserer Patient/-innen und Klient/-innen sind ein wesentlicher Faktor für die jeweiligen Jahresergebnisse der Gesellschaften. Für die meisten unserer Geschäftsfelder gelten veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Im Bereich der Behindertenhilfe bzw. Eingliederungshilfe greifen weiterhin die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und, in der Folge dessen, die des Hessischen Rahmenvertrags nach § 131 SGB IX (Rahmenvertrag 3). Im Kern ist die Eingliederungshilfe aus dem SGB XII ausgegliedert und in das SGB IX überführt worden. Der Fokus liegt nicht auf dem Defizit des Menschen mit Einschränkungen, sondern fortan auf Barrieren und Haltungen der Umwelt. Die Trennung von stationären, teilstationären und ambulanten Leistungen wurde aufgehoben, Leistungen werden unabhängig vom Ort erbracht und finanziert. Mit diesen Neuerungen geht ein umfängliches pädagogisches und administratives Umdenken einher. Dieser Perspektive folgt der Wandel von der Institutionsperspektive mit Komplexleistung in eine personenzentrierte qualitative und/oder kompensatorische Assistenzleistung (§ 78 SGB IX), die sich am Bedarf und Wunsch (§ 104 SGB IX) der Menschen mit Einschränkung orientieren. Die Finanzierungssystematik wurde entsprechend geändert und zum 01.07.2023 umgestellt. Anpassungen in der Organisation der Eingliederungshilfe sind auf allen Ebenen erforderlich. Schwerpunkte liegen dabei nach erfolgter Umstellung auf der kontinuierlichen Anpassung in allen relevanten Bereichen wie z. B. Dokumentation, Abrechnung, Personal- und Bauplanung. Betreuungsangebote, Assistenzleistungen und Bauprojekte werden über die Kostenträger der überörtlichen als auch, in Teilen, örtlichen Sozialhilfe refinanziert, Aufsichtsbehörde ist die Hessische Betreuungs- und Pflegeaufsicht. Hieraus ergibt sich ein erhöhter oft schwieriger und langwieriger Abstimmungsbedarf mit unterschiedlichen Akteuren mit jeweils unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen. Alle relevanten Strukturen der Eingliederungshilfe müssen an diesen neuen Bedingungen und Strukturen ausgerichtet, bestehende Prozesse angepasst, neue Prozesse entwickelt und etabliert werden. Mit dem Personal- und Fachkräftemangel besteht eine weitere zentrale Herausforderung. Ebenso enthalten das Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz und das Strompreisbremsegesetz Regelungen für den gesamten Krankenhausbereich. Das "Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen" (PsychVVG) legt für die Psychiatrie Grundlagen zur zukünftigen psychiatrischen Versorgung fest. In diesem Zusammenhang spielt der Krankenhausvergleich bisher eine eher untergeordnete Bedeutung, der Beschluss des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss) zur Personalmindestausstattung (GBA PPP-RL) dagegen eine wesentliche Rolle in den Budgetverhandlungen. Inzwischen erfolgte seitens des Gesetzgebers eine weitere Aussetzung der Sanktionen bei Nichteinhaltung der PPP-RL-Vorgaben bis einschließlich 2025. Den derzeitigen und zukünftigen gesetzlichen Anforderungen und Risiken wird im Konzern vor allem durch die bereits durchgeführten und geplanten baulichen und prozessualen Veränderungen, dem Ausbau der telemedizinischen Leistungen sowie durch weitere Effizienzsteigerungen entgegengewirkt. Daneben wird das Konzernberichtswesen an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt (u.a. erfolgt der Aufbau eines IT- Berichtswesens sowie eines Dokumentenmanagementsystems und eines Datawarehouses). Hinsichtlich der Finanzierung erforderlicher Investitionsmaßnahmen der Krankenhäuser, für die im Rahmen der dualen Finanzierung (laufende Kosten durch die Kostenträger, investive Kosten durch die Länder) das Land Hessen verantwortlich ist, bleibt es dabei, dass unverändert nicht in ausreichendem Maße Mittel zur Verfügung stehen. Die Umstellung der Fördermittelmittelfinanzierung auf Baupauschalen ändert hieran nichts Wesentliches. Im Vitos Konzern wird eine Bündelung dieser Finanzmittel (sog. Fördermittel-Pooling) durchgeführt. Hierdurch wird eine gezielte Förderung von verschiedenen Baumaßnahmen im Vitos Konzern gewährleistet. Eine große Herausforderung stellt die Digitalisierung im Gesundheitswesen dar. Auch diesem Thema widmet sich der Konzern durch vielfältige Aktivitäten. In 2020 wurden neben der Gemeinnützigen Gesellschaft für digitale Gesundheit GDG mbH (ehemals Vitos digitale Gesundheit GmbH), der zwischenzeitlich vier weitere Gesellschafter beigetreten sind, auch die Vitos Medizinische Versorgungszentren gemeinnützige GmbH gegründet. Beide Gesellschaften dienen dem Ziel, Vitos mittel- bis langfristig strategisch gut aufzustellen und durch neue Versorgungsangebote die Zukunftsfähigkeit von Vitos zu sichern. Die konzernweite Ausrichtung auf zukünftige Marktbedingungen wurde innerhalb des Konzerns daher auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent weiter forciert. Auch in den anderen Geschäftsfeldern des Unternehmens stellt sich die Situation ähnlich dar. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der öffentlichen Hand sind auch hier keine kostendeckenden Erlössteigerungen zu verzeichnen. Die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen eklatanten Erhöhungen der Energiekosten wirken sich auch auf den Vitos Konzern erheblich aus. Das zum Ende des Jahres 2022 beschlossene Gesetz zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme und die damit verbundenen Ausgleichszahlungen konnten die höheren Energieaufwendungen teilweise abfedern. Die Vitos Service gemeinnützige GmbH ist abhängig von den Entwicklungen der Gesellschaften im Vitos Konzern. Dementsprechend hat die Belegung direkten Einfluss. Hauptsächlich spiegelt sich dieser Einfluss im Bereich Catering mit der Speisenversorgung der Vitos Gesellschaften und dem Betrieb der Cafeterien an zwei Standorten wider. Im Bereich Reinigung ist der Einfluss der Belegung nur indirekt vorhanden. Die Belegung spiegelt sich hier über die zu reinigenden Stationen und belegten Patienten-/Klientenzimmer wider. Im Bereich Reinigung kann auf eine stabile Entwicklung in 2023 zurückgeblickt werden. Dies ist auf die Hygieneanforderungen im Krankenhausbereich zurückzuführen. Im Bereich der Speiseversorgung kann von einer stabilen Entwicklung mit Bezug auf den Wirtschaftsplan gesprochen werden. Dies spiegelt sich in einer 97 % Auslastung im Bereich der Speiseversorgung in Bezug auf den Wirtschaftsplan 2023 wider. Von den sieben betriebenen Küchen konnten zwei im Rahmen der Planung betrieben werden. Vier Küchen wiesen Planabweichungen von 1,4 %-4,4 % aus und eine Küche wies eine Planabweichung von 11,3 % aus. Die zwei von der Vitos Service gemeinnützige GmbH betriebenen Cafeterien konnten in 2023 ihren Umsatz um 6% im Vergleich zum Vorjahr steigern. Als Grund können die nicht mehr geltenden Corona Maßnahmen und die dadurch höhere Besucherzahl genannt werden. In Vergleich zu vor Corona (2019) liegt der Umsatz jedoch noch um 39 % niedriger. 2.2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 schließt die Gesellschaft mit einem Verlust von 75 T€ ab. 2.2.1 Leistungsbereich Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft aus der reinen Leistungserbringung einen Umsatz von 34.121 T€ (Vj: 31.701 T€) (ohne die Servicepauschale aus der Bewirtschaftung der Cafeterien und sonstigen Erstattungen). Dieser lag mit 1,94 % über den Erwartungen aus dem Wirtschaftsplan, in welchem mit 33.470 T€ (Vj: 32.661 T€) gerechnet wurde. Ursächlich für die Planüberschreitung waren die Anpassungen der Entgelte für erbrachte Leistungen im Rahmen der höher ausgefallenen Tarifeinigung als im Jahr 2022 geplant. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 wird mit einem Umsatz von 40.016 T€ (Vj: 33.470 T€) gerechnet. Durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. das Bundesteilhabegesetz und die damit einhergehende Stärkung der Eigenverantwortung der Klienten) und interne strukturelle Änderungen, ist in den kommenden Jahren in den Bereichen Reinigung und Catering mit gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Leistungen zu rechnen. Durch tariflich und inflationsbedingte Preisanpassungen ist mit höheren Umsätzen zu rechnen. Ab 2024 steigen die Umsätze durch die Übernahme der Logistikleistung für die Gesellschaften des Vitos Konzern an. Dies wurde im Wirtschaftsplan 2024 mit Umsätzen von 1.029 T€ für Logistikleistungen und 900 T€ für Umsätze aus Warenverkauf eingeplant. Die den Umsatzerlösen der Vitos Service gemeinnützige GmbH zugrundeliegenden Leistungen sowie die Leistungsentgelte leiten sich aus den umfangreichen Leistungsverträgen mit den Vitos Gesellschaften ab. 2.2.2 Investitionen und Finanzierung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen im Gesamtwert von 2.501 T€ getätigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Die Finanzierung erfolgte mit 629 T€ aus Eigenmitteln und mit 1.400 T€ aus Fremdmitteln sowie mit 472 T€ aus den laufenden Abschreibungen. 2.2.3 Personal- und Sozialbereich Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich in der Vitos Service gemeinnützige GmbH beschäftigten Arbeitnehmer/innen hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 11 Mitarbeiter/innen (= Köpfe) verringert und beläuft sich auf 785 Mitarbeiter/innen. Die Entwicklung der wesentlichsten Ausgaben im Personalbereich (Personalaufwand) stellt sich wie folgt dar: Personalaufwand
Im Rahmen der Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes wurden monatlich 220 € Inflationsausgleich je VK für 2023 vereinbart. Dies macht pro VK eine Steigerung von 2.680 € aus. Des Weiteren stiegen die durchschnittlichen Kosten für das klinische Personal je VK um 2,6 T€. Weiter fanden im Verwaltungsdienst automatische Stufenvorrückungen und Neueinstellungen statt. 2.2.4 Beschaffung Die Entwicklung der wesentlichsten Ausgaben für die im Geschäftsjahr 2023 beschafften Ge- und Verbrauchsgüter (Materialaufwand) stellt sich wie folgt dar: Materialaufwand
2.2.5 Umweltschutz Der verantwortungsbewusste Einsatz von umweltschonenden Technologien, Materialien und Produkten gewährleistet einen hohen Qualitätsstandard bei der Erbringung der Dienstleistungen der Gesellschaft. 2.2.6 Besondere Schadens- und Unglücksfälle Besondere Schadensfälle der Vitos Service gemeinnützige GmbH sind nicht bekannt geworden. Bestehende Schadensfälle sind bereits durch eigene Versicherungen und die Bildung entsprechender Rückstellungen abgedeckt. 2.2.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen beeinflusst, von inflationären Entwicklung in Deutschland, der Zinsentwicklung und den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges. Gerade die Beschaffung von Lebensmittel, aber auch anderen Verbrauchsgütern, hat sich zwar gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr verbessert jedoch liegen die Bezugskosten weiterhin auf einem hohen Niveau. Durch langfristige Verträge mit den Vitos Tochtergesellschaften, die bei Mietobjekten eine Pauschale Nebenkostenabrechnungen vorsehen, haben die gestiegenen Energiekosten die Gesellschaft nicht so stark betroffen. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Gesellschaft, zur Erbringung der Logistikleistung für den gesamten Konzern in 2024, ein Grundstück nebst Gebäude in Lollar erwerben. Der Gesamtkaufpreis lag bei 1.938 T€. Die ersten Umbau- und Sanierungsarbeiten, wurden wie geplant im 1. Quartal 2023 begonnen und haben sich bis zum Jahresende 2023 erstreckt. Noch kleiner auszuführende Arbeiten, sind bis zum Ende Quartal 2. 2024 geplant. Seit Oktober 2023 wurde der Sitz der Verwaltung der Gesellschaft vom Klinikgelände in Gießen, nach Lollar verlegt. Diese Verlagerung wurde noch nicht bei der Wirtschaftsplanung 2023 berücksichtigt, da dies so nicht vorauszusehen war. Es ergab sich aus den Umständen, dass das bisherige Mietgebäude einer anderen Nutzung zugeführt werden sollte und dass in dem gekauften Gebäude in Lollar noch ausreichend Möglichkeit bestand, dorthin die Verwaltung zu verlagern. Hierzu hat die Gesellschaft den Gesellschafter um Zustimmung gebeten und per Beschluss erhalten. 2.3. Lage 2.3.1 Ertragslage Die Vitos Service gGmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 34.902 T€ (Vj: 32.617 T€) Gesamterträge. Der Anteil der Umsatzerlöse aus der reinen Leistungserbringung betrug 34.120 T€ (Vj: 31.701 T€), ohne die Servicepauschale aus der Bewirtschaftung der Cafeterien und sonstige Erstattungen); davon entfallen 17.448 T€ (Vj: 16.463 T€) auf den Bereich der Reinigung, 15.473 T€ (Vj: 14.079 T€) auf den Bereich der Küche/Verpflegung, 381 T€ (Vj: 378 T€) auf den Bereich Konferenzservice und 341 T€ (Vj: 321 T€) auf den Bereich der Cafeterien. Die Gesamtaufwendungen belaufen sich auf 34.979 T€ (Vj: 32.357 T€). Der Anstieg der Gesamtaufwendungen ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Materialaufwendungen um 1.610 T€ auf 9.972 T€ zurückzuführen. Dieser Anstieg geht vornehmlich aus erhöhten Aufwendungen für Lebensmittel (+824 T€) hervor. Es ergibt sich damit das unter 2.3.3. (Finanzlage) dargestellte Jahresergebnis in Höhe von -75 T€ (Vj: 261 T€), das außergewöhnlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 25 T€ (Vj: 57 T€) enthält. 2.3.2 Finanzlage Zur Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der Vitos Service gemeinnützige GmbH wurde eine Kapitalflussrechnung erstellt, die zeigt, wie sich die Zahlungsmittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) im Berichtszeitraum durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Kapitalflussrechnung ist mit indirekter Ermittlung der Zahlungsströme aufgestellt:
Das Jahresergebnis beträgt für das Geschäftsjahr 2023 -75 T€ (Vj: 261 T€). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielte die Vitos Service gemeinnützige GmbH einen Cash-Flow in Höhe von 2.024 T€ (Vj: 682 T€). Unter Beachtung der Mittelabflüsse für Investitionstätigkeit ergibt sich zum Stichtag 31.12.2023 ein Finanzmittelfonds in Höhe von 2.717 T€ (Vj: 1.192 T€). Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 2.769 T€ (Vj: 1.022 T€) erhöht. Die Entwicklung der wichtigsten Bilanzpositionen stellt sich wie folgt dar: Bilanz
Die Erhöhung des Anlagevermögens resultiert hauptsächlich aus dem Finanzleasing von Fahrzeugen in Höhe von 576 T€ und Umbauarbeiten des Gebäudes in Höhe von 1.166 T€. Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung des Guthabens bei Kreditinstituten in einer Höhe von 1.527 T€. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen für Softwarelizenzen mit einer Laufzeit bis 2025 in Höhe von 8 T€. In 2023 wurden Rückstellungen für Nachzahlungen für Betriebskosten in Höhe von 87 T€ gebildet. Für Verpflichtungen im Bereich der Altersteilzeit wurden 172 T€ den Rückstellungen zugeführt. Für Überstunden und Urlaub wurden Rückstellungen in von 356 T€ gebildet. Für Steuer vom Einkommen und Ertrag wurden 10 T€ als Rückstellung gebildet. Die Erhöhung der Rückstellung um 239 T€ ist hauptsächlich auf die um 191 T€ höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie die um 42 T€ höheren Rückstellungen für Altersteilzeit zurückzuführen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Darlehen von verbunden Unternehmen in Höhe von 2.000 T€ und der Verbindlichkeit aus Finanzleasing von 289 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegen- über dem Vorjahr durch höhere Aufwendungen um 132 T€. 2.3.4 Gesamtaussage Die Ertragslage im Bereich Reinigung hat eine höhere unabhängig von der Entwicklung im Bereich Krankenhaus als der Betrieb der Küchen und kann somit als stabil angesehen werden. Die Abhängigkeit im Bereich der Küchen stellt sich durch die höhere Beköstigungstage-Zahl im Vergleich zum Vorjahr da. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Ertragslage in diesen Bereichen leicht gesteigert werden. Die Finanzlage ist als ausreichend für die Geschäftsfelder in denen sich in 2023 bewegt wurde anzusehen. Die Gesellschaft war stets Zahlungsfähig im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Vermögenslage kann durch den Kauf des Grundstückes und Gebäudes und einer Eigenkapitalquote von 25% für den Unternehmenszweck als ausreichend angesehen werden. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Das Jahresergebnis stellt den bedeutsamsten Leistungsindikator dar. Daneben existieren noch die folgenden Leistungsindikatoren:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht Um die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft zu unterstützen, werden wir weiterhin um eine auskömmliche Auslastung und bedarfsgerechten Ausrichtung aller Leistungsbereiche bemüht sein. Für das Kalenderjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein stabiles Leistungsgeschehen gemäß Planung. In unserer Planung gehen wir davon aus, dass das Jahresergebnis 2024 mit 164 T€ über dem Jahresergebnis 2023 (-75 T€) liegen wird und somit 89 T€ betragen wird. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. 3.2. Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Das Risikomanagement im Vitos Konzern ist nach einheitlichen Grundsätzen organisiert und umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten. Auf der Grundlage des konzernweit genutzten Risikomanagementsystems (R2C_GRC der Firma Schleupen AG) hat die Gesellschaft die einzelnen Geschäftsfelder des Unternehmens einer Risikoanalyse unterzogen und daraus abgeleitet Risikobereiche und Einzelrisiken definiert. Die Risiken werden mit Hilfe der beiden Dimensionen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Auswirkung" bewertet und entsprechend ihres Gefährdungspotenzials für die Gesellschaft in einem Ranking dargestellt. Mit der "Eintrittswahrscheinlichkeit" wird eine Aussage darüber getroffen, ob bzw. wie häufig ein Ereignis eintreten könnte (z.B. einmal pro Jahr oder einmal in fünf Jahren). Demgegenüber beschreibt die "Auswirkung" das Ausmaß der negativen Beeinflussung hinsichtlich der Zielerreichung (in der Regel in Euro) für den Fall, dass das Ereignis tatsächlich eintritt. Die Auswirkung orientiert sich dabei am Umsatzerlös der Gesellschaft. Im Risikobericht erfolgt eine Trennung der Risiken nach qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten, da es Risiken gibt, die sich nur sehr schlecht monetär bewerten lassen (z.B. Imageschaden bei einer Entweichung aus der Forensik, ein Erlösausfall geht damit i.d.R. nicht (unmittelbar) einher). Im Risikomanagementhandbuch sind Verantwortlichkeiten, Prozesse und Maßnahmen zur Erkennung und Bewältigung der Risiken beschrieben. Neben der internen Kommunikation werden diese Risikoberichte halbjährlich an die Holding (und jährlich an den Aufsichtsrat) kommuniziert. Weiterer Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein Frühwarnsystem für kritische Ereignisse (Critical Incident Reporting Systems, CIRS), das konzernweit die anonyme Meldung von Beinahe-Zwischenfällen ermöglicht. Diese werden nach einem standardisierten Verfahren weiterbearbeitet. Der Ausbau der internen Revision durch die konzernweite Koordination der Revisionsaufgaben und den bestehenden Serviceverträgen mit dem LWV Hessen (interne Revisionsaufgaben mit jährlich wechselnden Schwerpunkten werden von der Revisionsabteilung des LWV Hessen wahrgenommen) sowie einer erfolgten externen Vergabe von Revisionsaufgaben trägt diesem Rechnung. Dazu verfügt der Konzern über ein differenziertes internes Reportingsystem, dass gesellschaftsbezogen die wesentlichen Kennzahlen (Leistungs- und Personaldaten, Kosten, Erlöse, Liquidität) abbildet. In standardisierten Forecasts (Wirtschaftsplanung, 5-Jahresplanung) wird gesellschaftsbezogen die zukünftige Entwicklung prognostiziert. Grundsätzlich sind die Systeme gut geeignet, Risiken zu erkennen und adäquate Strategien zu deren Vermeidung durch die Geschäftsführung zu initiieren. 3.2.2 Risiken Als größte Einzelrisiken werden der Ausfall einer Zentralküche, Personalmangel und IT-Ausfall angesehen. Diesen Risiken wird wie folgt begegnet: Ausfall einer Zentralküche Um dem Risiko vorzubeugen bzw. die Folgen zu mindern, ist ein Havariekonzept vorhanden, welches fortlaufend geschult und überprüft wird. In dem Havariekonzept sind verscheidene Ausfallkonzepte hinterlegt. Dies geht von der Versorgung der Patienten über vorgehaltene Konserven bei kürzeren Ausfällen über die Versorgung aus einer anderen Zentralküche bis zur Stellung von Kühlmöglichkeiten durch unseren Hauptlieferanten. Zur Vorbeugung von diesem Risiko wurden im QM System verschiedene Verfahren hinterlegt. Beispiehaft ein HACCP Konzept und die regelmäßige Prüfung empfindlicher Bereiche. Personalmangel Dem Risiko Personalmangel soll durch eine Maßnahme im Bereich der HR Kommunikation vorgebeugt werden. Hierzu zählen unter anderem der Besuch von Ausbildungs- und Bewerbermessen. Weiter ist eine aktive Bewerbung von Stellenanzeigen in sozialen Medien vorhanden. Zur Milderung des Risikos sind mit verschiedenen Zeitarbeitsunternehmen Verträge abgeschlossen worden. IT Ausfall Grundsätzlich wird hier auf das Ausfallkonzept der Konzern IT verwiesen. Im Bereich des Catering gibt es ein Konzept zur Aufnahme der Essen bzw. zur Abarbeitung der Produktion ohne IT. Bei der Verwaltung existiert ein Konzept für den kurzfristigen Ausfall. Bei der Reinigung sind die aktuellen Revierpläne in Papier vorhanden. 3.3. Chancenbericht Die Gesellschaft ist im Wesentlichen abhängig vom Umfeld des Sozial- und Gesundheitswesens. Sollten sich hier die Rahmenbedingungen ändern, so hat dies direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die wirtschaftliche Entwicklung der Vitos Service gemeinnützige GmbH steht insbesondere in einer Abhängigkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung der Vitos-Gesellschaften und der für die Gesellschaften bestehenden Risiken und Chancen. Hierbei besteht allerdings durch die enge Verflechtung mit den Vitos-Gesellschaften die Chance, auf strukturelle Veränderungen zeitnah zu reagieren. Durch den enormen Kostendruck in diesem Bereich, bleibt den sozialen Einrichtungen kaum eine andere Möglichkeit als zu versuchen, möglichst viele krankenhausfremde Leistungen kostengünstig durch fremde bzw. externe Vertragspartner zu vergeben, um sich selbst auf ihre Kernaufgabe konzentrieren zu können. Dies ist die große Chance der Vitos Service gemeinnützige GmbH, die in der Lage ist, alle erforderlichen Dienstleistungen der Peripheriebereiche zu günstigen Tarifen umsatzsteuerfrei im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft anzubieten. Ein wesentlicher Schritt zum weiteren Ausbau der Gesellschaft wurde in 2021 beschlossen. Zum einen wurde beschlossen, den Bereich der Logistik in die Vitos Service gemeinnützige GmbH zu integrieren und andererseits das Fuhrparkmanagement einzelner Tochtergesellschaften. 3.4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere kurzfristige Geldanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten und Gesellschafterdarlehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Aus diesem Grund werden kurzfristige Liquiditätsüberschüsse nur festverzinslich und kurzfristig in EURO angelegt. Währungsrisiken werden aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit in Deutschland nicht eingegangen. Offene Risikopositionen liegen nicht vor. Die Steuerung der Finanzinstrumente im Rahmen des Treasury Managements erfolgt durch die Überwachung der Finanz- und Liquiditätsplanungen der Gesellschaften. Das Risikomanagement ist an die mit den Finanzinstrumenten verbundenen geringen Risiken und die untergeordnete Bedeutung der risikobehafteten Finanzinstrumente angepasst.
Kassel, 26. April 2024 Vitos Service gemeinnützige GmbH Marcus Brietzke, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vitos Service gemeinnützige GmbH, Kassel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vitos Service gemeinnützige GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vitos Service gemeinnützige GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 26. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Annette Lang, Wirtschaftsprüferin Daniel Preißler, Wirtschaftsprüfer Zusätzliche AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Vitos Service gemeinnützige GmbH wurde am 14.05.2024 festgestellt. Vorlage an den Aufsichtsrat (zur Sitzung am 24.06.2024) Zustimmung zur Feststellung des Jahresabschlusses 2023, zur Ergebnisverwendung und Entlastung des Geschäftsführers der Vitos Service gemeinnützige GmbH BeschlussvorschlagDer Aufsichtsrat der Vitos gGmbH stimmt der Feststellung des Jahresabschlusses (HGB) der Vitos Service gemeinnützige GmbH für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Bilanzsumme von 8.482.7.104,21 EUR und einem Jahresfehlbetrag (HGB) von 74.914,52 EUR durch die Gesellschafterversammlung zu. Der Aufsichtsrat der Vitos gGmbH stimmt der durch die Gesellschafterversammlung beschlossenen nachfolgend dargestellten Verwendung des Jahresergebnisses der Vitos Service gemeinnützige GmbH für das Geschäftsjahr 2023 zu. Handelsrechtlich: Die Jahresunterdeckung in Höhe von 74.914,52 € wird aus der Gewinnrücklage entnommen. Der Aufsichtsrat der Vitos gGmbH stimmt der Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 durch die Gesellschafterversammlung zu. Beschlussfassung Laut Beschlussvorschlag |
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